Eine Euro-Münze in den Farben Europas | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Finanzminister: Hilfen trotz steigender Schulden ++

Stand: 15.03.2021 23:36 Uhr

Die Finanzminister der Euro-Zone haben trotz steigender Schulden Wirtschaftshilfen bis Ende 2022 zugesichert. Kanzlerin Merkel warnt vor falschen Erwartungen an die Beteiligung der Hausärzte bei der Impfkampagne und fordert maximale Flexibilität. Die Entwicklungen vom Montag zum Nachlesen.


  • Reisezahlen in USA steigen
  • Impfung mit AstraZeneca in Deutschland ausgesetzt
  • Russland: Vereinbarung zur Produktion von Sputnik V in EU
  • Intensivärzte fordern sofortige Rückkehr zu Lockdown
  • RKI: 6604 Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 82,9
  • Russland: Vereinbarung zur Produktion von Sputnik V in EU
15.3.2021 • 23:36 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Corona-Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse!

15.3.2021 • 23:13 Uhr

Oslo verhängt strenge Corona-Maßnahmen

Oslo verhängt angesichts steigender Fallzahlen die strengsten Beschränkungen seit dem Beginn der Pandemie, wie der Regierende Bürgermeister Raymond Johansen bekannt gab. Die Reproduktionszahl in Norwegens Hauptstadt sei inzwischen auf 1,5 gestiegen, sagte Johansen. "Es gibt keinen Zweifel, dass wir jetzt von einer dritten Welle erfasst werden." Unter anderem werden die Schulen für ältere Schülerinnen und Schüler geschlossen.

15.3.2021 • 23:11 Uhr

Estlands Regierungschefin positiv auf Corona getestet

Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie werde bis zur Genesung in Quarantäne zu Hause bleiben, sagte die 43-Jährige. Abgesehen von etwas Fieber fühle sie sich gut, andere Symptome habe sie nicht entwickelt. Ihre Arbeit werde sie fortführen und Kabinettssitzungen und andere Treffen aus der Ferne abhalten. In einem Facbeook-Eintrag sagte Kallas zu, ihre Gesundheit gut im Auge zu behalten.

15.3.2021 • 23:01 Uhr

Cichutek: Impf-Zusammenhang nicht auszuschließen

Bei bislang mehr als 1,6 Millionen Impfungen mit dem AstraZeneca-Wirkstoff in Deutschland seien dem für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Institut sieben Fälle von Thrombosen bekannt, die in zeitlichem Zusammenhang mit einer AstraZeneca-Impfung aufgetreten waren. "Wir haben mit Experten noch heute Vormittag abgeklärt, ob hier ein Impfstoff-Zusammenhang bestehen könnte", sagte Klaus Cichutek, Präsident des Instituts, im tagesthemen-Interview. "Das war nicht auszuschließen, auch nach Meinung der Experten." Es sei daher gerechtfertigt, einen Moment zu pausieren, so Cichutek. Nun müsse europaweit diskutiert und die europäischen Daten müssten abgeglichen werden.

15.3.2021 • 22:25 Uhr

Weitere Länder setzen Impfungen mit AstraZeneca aus

Auch Portugal und Slowenien setzen Impfungen mit dem Wirkstoff von AstraZeneca zunächst aus. "Eine Expertengruppe schlug aus Vorsicht einen vorübergehenden Stopp bis zur Entscheidung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) vor", zitierte die nationale slowenische Nachrichtenagentur STA Gesundheitsminister Janez Poklukar. Die Direktorin der portugiesischen Gesundheitsbehörde DGS, Graca Freitas, erklärte, vorübergehend die Verwendung des Wirkstoffs von AstraZeneca ebenfalls zu stoppen, auch wenn es in ihrem Land keinen bekannten Thrombose-Fall gegeben habe.

15.3.2021 • 21:40 Uhr

Söder: Zweitimpfungen strecken und Reihenfolge lockern

CSU-Chef Markus Söder hat sich für mehrere Maßnahmen ausgesprochen, um die Zeit des Impfstoffmangels bis zu größeren Liefermengen zu überbrücken. Der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung sollte weiter gestreckt werden, schlug der bayerische Ministerpräsident im ARD-Brennpunkt vor. "Zweitens die Ärzte frühzeitig einbinden, möglicherweise in den Hotspots beginnend", forderte er weiter. Als Drittes sollte "die Impfbürokratie" deutlich verschlankt werden. Nach einer Wiederzulassung von AstraZeneca sollte der Impfstoff für alle freigegeben werden. Es mache dann "überhaupt keinen Sinn mehr, endlos lange Prioritätenlisten anzufertigen", sagt er. "Da muss man dann echt freigeben. Ich kenne so viele Menschen, die sich sofort mit AstraZeneca impfen lassen würden. Ich würde mich auch sofort hinstellen."

Forderungen nach Ablösung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wegen des Impf- und Testdebakels wies Söder zurück - ohne diesem allerdings volle Rückendeckung zu geben. "Das würde jetzt nicht helfen, weil in der Kürze der Zeit kann keiner mit dem Erfahrungswert von Jens Spahn da auch einsteigen. Es hat jetzt keinen Sinn zu wechseln, sondern wir müssen einfach besser werden. Die Kommunikation muss klarer werden", sagte er.

15.3.2021 • 21:26 Uhr

Euro-Finanzminister: Weitere Hilfen trotz steigender Schulden

Die Finanzminister der Euro-Zone haben angesichts der Corona-Pandemie Wirtschaftshilfen bis Ende 2022 zugesichert. Mit den steigenden Schulden werde man sich erst befassen, wenn die Konjunktur sich erhole, hieß es in einer Erklärung der sogenannten Euro-Gruppe. Vor einigen Tagen hatte die EU-Kommission erklärt, die Schuldenobergrenzen in der Staatengemeinschaft sollten auch im kommenden Jahr ausgesetzt bleiben. Die Wirtschaft in der Euro-Zone schrumpfte wegen der Lockdowns im vergangenen Jahr um 6,6 Prozent, zahlreiche Unternehmen überlebten nur Dank staatlicher Hilfen. Die Kommission geht von einem Wachstum von 3,8 Prozent in diesem und dem kommenden Jahr aus.

15.3.2021 • 20:36 Uhr

Reisezahlen in USA steigen

Angesichts steigender Zahlen von Reisenden in den USA hat die US-Gesundheitsbehörde CDC eindringlich zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen in der Coronavirus-Pandemie aufgerufen. Die Infektionszahlen entwickelten sich zwar in die richtige Richtung, sagte CDC-Direktorin Rochelle Walensky am Montag. "Aber wohin das führt, hängt davon ab, ob wir alle tun, was getan werden muss, um uns und andere zu schützen."

Die Behörden hatten am Freitag mehr als 1,35 Millionen Reisende an US-Flughäfen registriert - den höchsten Wert seit dem Einbruch der Zahlen wegen der Pandemie vor knapp einem Jahr. Walensky verwies auch auf wieder steigende Infektionszahlen in einigen europäischen Staaten - "Länder, die während der Pandemie auffallend ähnliche Trends und Anstiege wie die Vereinigten Staaten hatten", wie sie sagte. In diesen Staaten seien die Infektionszahlen wieder angestiegen, nachdem Vorsichtsmaßnahmen außer Acht gelassen worden seien. "Ich flehe Sie an, um der Gesundheit unserer Nation willen: Dies sollten Warnzeichen für uns alle sein."

Flugreisende gehen am Flughafen "Ronald Reagan Washington National Airport" vor einer Glasfront, durch die man Flugzeuge der Fluggesellschaft "American Airlines" sehen kann. (Archivbild) | dpa

Trotz Warnungen der Gesundheitsbehörde reisen in den USA die Menschen wieder mehr. Bild: dpa

15.3.2021 • 20:22 Uhr

Behörde schließt erneut Düsseldorfer Restaurant

Nur einen Tag nach der Schließung eines Restaurants in Düsseldorf sind der Inhaber und eine Kellnerin bei der Kontrolle durch das Ordnungsamt erneut erwischt worden. Laut Mitteilung der Stadt saßen bei der Nachkontrolle am Freitag sechs Gäste an einem Tisch, obwohl im Corona-Lockdown niemand bewirtet werden darf. Die Gäste flüchteten über einen Hinterausgang und versteckten sich zeitweise mit Weinflaschen und Gläsern in einem Holzverschlag. Der Betrieb wurde erneut geschlossen, die Notausgänge im Innenhof und die Eingangstür wurden versiegelt. Schon am Donnerstag war das Restaurant im Stadtteil Oberkassel aufgefallen: Gäste saßen dort ohne Mund-Nasen-Schutz und ließen sich bewirten.

15.3.2021 • 20:18 Uhr

AstraZeneca: Österreich will gesamteuropäisches Vorgehen

Österreich sieht die nationalen Entscheidungen zum vorsorglichen Impfstopp mit AstraZeneca kritisch. Nötig sei vielmehr eine "raschestmögliche, klare Stellungnahme von den Europäischen Behörden für ein gemeinsames gesamteuropäisches Vorgehen", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober in Wien. "Wir haben uns bei den Impfungen auf ein gemeinsames europäisches Vorgehen geeinigt. Nationale Einzelgänge sind in diesem Zusammenhang weder effektiv noch vertrauensbildend", so Anschober. Derart weitreichende Entscheidungen müssten durch fundierte Daten und Fakten eindeutig belegt sein. Derzeit gebe es keinen Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff von AstraZeneca und den aktuell diskutierten gesundheitlichen Ereignissen, die auch bei ungeimpften Personen auftreten könnten.

15.3.2021 • 20:11 Uhr

Bulgarien: Sommersaison beginnt mit Auflagen am 1. Mai

In Bulgarien soll die touristische Sommersaison nach den Plänen der Regierung am 1. Mai eröffnet werden. Dies werde unter Corona-Auflagen erfolgen, wie das Tourismusministerium in Sofia bekannt gab. Grüne Korridore sollen dabei die Einreise von Urlaubern erleichtern, die entweder gegen Covid-19 geimpft sind, sich von einer Covid-19-Erkrankung erholt haben oder einen negativen PCR-Test vorweisen können.

Im Urlaubsland Bulgarien wird auch in diesem Sommer der Mund-Nasen-Schutz obligatorisch für alle Personen sein, die sich in geschlossenen, gemeinschaftlich genutzten Räumen aufhalten. Zudem muss ein Corona-Abstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden. Es gelten auch zahlreiche Hygiene-Vorschriften. Bulgariens Fremdenverkehr wurde 2020 von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffen. Vor der Corona-Pandemie hatte der Tourismus gut 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des ärmsten EU-Landes erwirtschaftet. 

Strandbesucher | Christian Limpert ARD

Bulgarien hofft, dass im Sommer wieder viele Touristen aus dem Ausland kommen. Bild: Christian Limpert ARD

15.3.2021 • 19:55 Uhr

Oslo führt bislang strikteste Maßnahmen ein

Oslo führt angesichts wachsender Neuinfektionszahlen seine bislang striktesten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein. Unter anderem dürfen die Einwohner der norwegischen Hauptstadt vorübergehend nicht mehr als zwei Gäste im Eigenheim begrüßen, wie der Vorsitzende der städtischen Regierung, Raymond Johansen, bekannt gab. Alle Schüler ab der achten Klasse und in den weiterführenden Schulen stellen komplett auf Digitalunterricht um, viele Schüler der fünften bis siebten Jahrgänge müssen ebenfalls auf Homeschooling ausweichen. Kindergärten bleiben in der Osterwoche geschlossen.

Alle bestehenden Maßnahmen, darunter die geschlossenen Geschäfte und Restaurants, werden weitergeführt. Insgesamt betrachtet handele es sich um die am stärksten eingreifenden Maßnahmen, die in Oslo während der Corona-Pandemie eingeführt worden seien, sagte Johansen. Norwegen ist insgesamt bislang verhältnismäßig gut durch die Corona-Krise gekommen. In Oslo sind die Fallzahlen jedoch deutlich höher als im Rest des Landes.

15.3.2021 • 19:39 Uhr

Premierministerin Estlands ist positiv

Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas wurde nach offiziellen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet. Trotz leichtem Fieber werde sie ihre Aufgaben weiter über Fernarbeit wahrnehmen, heißt es in einer Erklärung. Estland hat nach Tschechien die höchste Infektionsrate pro 100.000 Einwohner in der EU.

Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas | AFP

Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas ist an Covid-19 erkrankt. Bild: AFP

15.3.2021 • 19:30 Uhr

Grüne kritisieren Stopp von AstraZeneca

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hält die Aussetzung der Impfungen mit AstraZeneca für einen unverhältnismäßig. Dahmen ist Mediziner und war bevor er in den Bundestag einzog Oberarzt der Ärztlichen Leitung des Rettungsdienstes Berlin für die Berliner Feuerwehr.

15.3.2021 • 19:17 Uhr

Auch Spanien setzt AstraZeneca-Impfungen aus

Nach Deutschland, Frankreich und anderen europäischen Ländern hat nun auch Spanien verkündet, zwei Wochen lang nicht mehr das Vakzin von AstraZeneca zu verimpfen. Das erklärte der spanische Gesundheitsminister in Madrid. Grund sind offenbar Bedenken, nachdem bei mehreren geimpften Personen Blutgerinnselfestgestellt wurden.

15.3.2021 • 19:02 Uhr

AstraZeneca-Stopp könnte Impfplan verzögern

Das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) rechnet laut "Handelsblatt" damit, dass es den Impfzeitplan der Bundesregierung um mehrere Wochen zurückwerfen könnte, wenn ab sofort ohne das Vakzin von AstraZeneca geimpft würde. "Dies würde das Impfergebnis um einen Monat rechnerisch nach hinten verschieben", wird ZI-Chef Dominik von Stillfried zitiert. Dann hätten statt im August erst im September alle Bürger eine zweite Impfung erhalten.

15.3.2021 • 18:36 Uhr

AstraZeneca: WHO sieht Überwachungssystem intakt

Das Aussetzen von Impfungen mit dem Produkt von AstraZeneca in verschiedenen Ländern ist aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch kein Alarmzeichen. Die Vorfälle seien nicht notwendigerweise auf das Impfen zurückzuführen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. "Es ist eine Routine-Praxis, das zu untersuchen." Außerdem zeige es, dass das Überwachungssystem funktioniere und wirksame Kontrollen stattfänden, so der WHO-Chef.

Eine WHO-Fachgruppe zur Impfstoffsicherheit analysiere die Daten und werde sich am Dienstag mit Vertretern der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) beraten.  Nach den bisher vorliegenden Daten gebe es keine Häufung schwerwiegender medizinischer Vorfälle, hieß es. "Bisher haben wir keine Verbindung zwischen den Ereignissen und den Impfungen gefunden", sagte WHO-Expertin Soumya Swaminathan. Unter den weltweit bisher verabreichten 300 Millionen Impfdosen verschiedener Hersteller gebe es bisher keinen dokumentierten Fall eines kausalen Zusammenhangs mit tödlichen Vorfällen. Der Vorteil einer Impfung überwiege nach aktuellem Stand das Risiko bei weitem. 

15.3.2021 • 18:22 Uhr

EMA bleibt vorerst bei positiver Risikobewertung von AstraZeneca

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hält vorerst an ihrer Bewertung des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca fest. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass das Mittel ein ernstes Gesundheitsrisiko darstelle, sagte der Chef der EMA-Abteilung für Impfstrategien, Marco Cavaleri, bei einer Anhörung im EU-Parlament. "Wir sehen kein Problem darin, die Impfkampagne mit diesem Impfstoff fortzusetzen." Cavaleri sprach im Gesundheitsausschuss des Parlaments, kurz bevor Deutschland, Frankreich und Italien die Verabreichung des Mittels aussetzten. Erste Länder hatten dies in den vergangenen Tagen bereits getan, nachdem Fälle schwerer Blutgerinnsel nach AstraZeneca-Impfungen bekannt geworden waren.

Die EMA soll deshalb am Dienstag einen Bericht zur Sicherheit des Mittels des britisch-schwedischen Herstellers veröffentlichen. Laut Cavaleri basiert diese Bewertung vor allem auf Informationen aus Großbritannien, wo der Impfstoff seit Dezember massiv verabreicht wurde. "Wir nehmen natürlich alle Daten unter die Lupe, insbesondere die tödlichen Fälle, die gemeldet wurden." Das Nutzenrisiko des Impfstoffs werde aber weiterhin positiv bewertet. Frankreich und Italien äußerten die Hoffnung, die Impfungen mit dem Vakzin nach der erneuten Stellungnahme der EMA wieder aufnehmen zu können.

15.3.2021 • 18:11 Uhr

Virologe warnt vor Urlaubsreisen

Der Mainzer Virologe Bodo Plachter hat angesichts zunehmender Reisebuchungen für Urlaubsgebiete wie Mallorca vor steigenden Infektionszahlen gewarnt. "Wenn die Reiseaktivität steigt, dann werden auch die Inzidenzraten steigen. Das ist relativ klar", sagte Plachter. Das sei auch schon im vergangenen Sommer so gewesen. Am Freitag hatte die Bundesregierung entschieden, Mallorca und andere Urlaubsgebiete in Spanien, Portugal und Dänemark von der Liste der Corona-Risikogebiete zu streichen und damit auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts aufzuheben.

Damit ist seit Sonntag Urlaub auf der Lieblingsinsel der Deutschen wieder ohne Quarantäne und Testpflicht bei der Rückkehr möglich. Lediglich bei der Einreise nach Spanien muss ein negativer Test vorgewiesen werden. Die Buchungen für Mallorca waren daraufhin sprunghaft angestiegen - gerade mit Blick auf die Osterferien, die in den meisten Bundesländern in zwei Wochen beginnen. Die Bundesregierung rät aber weiterhin grundsätzlich von touristischen Reisen im In- und Ausland ab.

15.3.2021 • 17:46 Uhr

Venedig und Florenz bereiten sich für Tourismus-Rückkehr vor

Während in Europa die dritte Corona-Welle grassiert, wollen sich Italiens Touristen-Hotspots Venedig und Florenz auf ausländische Gäste vorbereiten. "Sobald sich die Grenzen nach Corona öffnen, muss das Land bereit sein", sagte der Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella. Wenn es keine Abmachungen gebe, um das Image Italiens international wiederherzustellen, drohe das Land wichtige Einnahmen zu verlieren. Nardella und sein Amtskollege aus Venedig, Luigi Brugnaro, wollen dazu einen Zehn-Punkte-Plan bei der Regierung in Rom vorstellen. Unter anderem wollen die Bürgermeister mehr Geld in den öffentlichen Nahverkehr ihrer Städte investieren und mit Steuererleichterungen den Betreibern im Tourismus-Sektor unter die Arme greifen.

15.3.2021 • 17:33 Uhr

Corona-Fälle bei Deutschlands U21-EM-Gegner Ungarn

Gut eine Woche vor dem EM-Auftaktspiel der deutschen U21-Fußballer gegen Ungarn haben mehrere Corona-Fälle die Planungen beim Gegner durcheinander gewirbelt. Nachdem drei Profis am Wochenende positiv auf das Virus getestet wurden, musste Trainer Zoltan Gera seinen Kader kurzfristig umbauen, wie der ungarische Verband mitteilte. Ungarn ist gemeinsam mit Slowenien Gastgeber des Turniers, die deutsche Auswahl bestreitet ihre drei Vorrundenspiele in dem Land, das als Hochrisikogebiet gilt. Die drei betroffenen Spieler verpassen damit das Turnier.

15.3.2021 • 17:25 Uhr

In Berlin schließen zwei Impfzentren

Als Folge der sofortigen Aussetzung der AstraZeneca-Impfungen in Deutschland müssen einzelne Impfzentren ihren Betrieb einstellen. "In Berlin betrifft die Aussetzung die Corona-Impfzentren Tegel und Tempelhof, die vorübergehend geschlossen werden, das Impfen der Mitarbeitenden in den Krankenhäusern sowie das Pilotprojekt für Impfungen durch niedergelassene Ärzte", teilt die Landesregierung mit. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium erklärt, alle bereits vereinbarten Termine mit diesem Impfstoff könnten vorerst nicht stattfinden und würden abgesagt.

15.3.2021 • 17:01 Uhr

Auch Italien stoppt Impfung mit AstraZeneca

Italien hat die Verabreichung des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca landesweit gestoppt. Das teilte die italienische Arzneimittel-Agentur Aifa mit. Die Verwendung werde vorsorglich und vorübergehend eingestellt, bis eine Entscheidung der Europäische Arzneimittelbehörde EMA vorliege, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Entscheidung fiel demnach im Einklang mit denen anderer Länder in Europa. Auch Deutschland setzt Corona-Impfungen mit dem Präparat des britisch-schwedischen Herstellers vorsorglich aus, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Es verwies auf eine aktuelle Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts zu notwendigen weiteren Untersuchungen. In Italien waren in der vergangenen Woche und am Wochenende Menschen gestorben, die zuvor mit dem Vakzin von AstraZeneca geimpft worden waren.

15.3.2021 • 16:40 Uhr

Lockdown hat kaum Auswirkungen auf den Klimawandel

Der coronabedingte Lockdown hat Experten zufolge kaum Auswirkungen auf Klimawandel und Kohlendioxidbelastung. Großzügig ausgelegt lasse sich sagen, "die ökonomische Minderung ist nicht mehr als acht Prozent. Das entspricht einem Monat weniger Emissionen", sagte Hans von Storch zum Auftakt der 12. Deutschen Klimatagung in Hamburg. Bei jährlich 40 Gigatonnen CO2-Emissionen sei das nicht sehr viel. Der Gründer der Tagung und ehemalige Leiter des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht betonte, wenn die Pariser Klimaschutzziele eingehalten werden sollen, dann müssten diese 40 Gigatonnen bis 2050 ganz verschwinden.

15.3.2021 • 16:25 Uhr

Lauterbach: Weiter mit AstraZeneca impfen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält es für falsch, dass nun auch in Deutschland die Impfungen mit Astrazenca-Impfdosen ausgesetzt werden, wie er über Twitter mitteilte:

15.3.2021 • 16:19 Uhr

Pfarrverein fordert frühzeitige Impfungen für Seelsorger

Vertreter der evangelischen Pastorinnen und Pastoren in der hannoverschen Landeskirche fordern, ihre gesamte Berufsgruppe gegen Corona impfen zu lassen. Der richtige Zeitpunkt dafür sei jetzt gekommen, teilten der Hannoversche Pfarrverein und die Pfarrvertretung der Landeskirche, der Pastorenausschuss, mit. Als Seelsorger müssten Pastoren beispielsweise Einrichtungen wie Altenheime und Krankenhäuser besuchen können und dabei hinreichend geschützt sein, begründeten sie ihre Forderung.

Die Kirchenleitung zeigte sich skeptisch gegenüber dem Vorschlag. "Wir haben hohen Respekt für die verantwortungsvolle Aufgabe, die Pastorinnen und Pastoren in dieser Zeit übernehmen", sagte ein Sprecher. Die Ausübung von Seelsorge müsse in jedem Fall gewährleistet sein - das beziehe auch andere Berufsgruppen und Ehrenamtliche mit ein, die in der Seelsorge tätig seien. Die Landeskirche respektiere aber ausdrücklich die Priorisierung gemäß der Impfverordnung des Bundes. Diese nehme eine differenzierte Einordnung der Pastoren entsprechend ihres Tätigkeitsortes und von anderen Menschen in der Seelsorge vor.

15.3.2021 • 16:14 Uhr

Studie: Britische Virus-Variante ist tödlicher

Eine Analyse britischer Forscher hat weitere Hinweise dafür erbracht, dass die zuerst in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante B.1.1.7 tödlicher ist als das ursprüngliche Virus. Der Studie zufolge, die im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht wurde, rechnen die Wissenschaftler der London School of Hygiene and Tropical Medicine mit einem um 55 Prozent höheren Sterberisiko bei Infektionen mit B.1.1.7 im Vergleich zu dem ursprünglichen Virus. Bekannte Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht und Ethnie seien dabei berücksichtigt worden. Das absolute Sterberisiko bei einer Coronavirus-Infektion erhöhe sich für einen Mann aus der Gruppe der 55- bis 69-Jährigen damit von 0,6 auf 0,9 Prozent innerhalb von vier Wochen nach einem positiven Test.

In die Studie aufgenommen wurden Daten von rund 2,2 Millionen positiven Fällen in Großbritannien vom 1. September 2020 bis zum 14. Februar 2021. Eine in der vergangenen Woche im "British Medical Journal" veröffentlichte Analysen hatte ähnliche Ergebnisse erbracht. Forscher der University of Exeter ermittelten dabei ein rund 64 Prozent höheres Sterberisiko bei einer Infektion mit B.1.1.7 im Vergleich zu anderen Corona-Varianten.

15.3.2021 • 16:01 Uhr

Ermittlungen wegen Corona-Hilfen für Islamisten

Islamistische Extremisten haben womöglich in zahlreichen Fällen in Berlin Corona-Soforthilfen erhalten. Etwa 60 entsprechende Ermittlungsverfahren wegen Betrugs würden derzeit bei der Generalstaatsanwaltschaft geführt, sagte eine Sprecherin der Behörde. Ermittelt werde zum Teil auch wegen des Verdachts der Terrorismus-Finanzierung. Bisher gebe es aber keinen Nachweis, dass Corona-Soforthilfen an die Terrormiliz IS geflossen seien. "In vielen Fällen ist es gelungen, die erlangten Gelder rechtzeitig durch die Ermittlungsbehörden zu sichern", sagte die Sprecherin. In anderen Fällen hätten Betrüger Geld zurückgezahlt, als sie von Ermittlungen gegen andere hörten.

Auch der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, bestätigte: "Es gibt Hinweise darauf, dass in Zusammenhang mit der Auszahlung der Corona-Soforthilfen auch Einzelpersonen begünstigt waren, die dem extremistischen Spektrum zuzuordnen sind." Ob Verdächtige, die sich Geld beschafft haben sollen, Netzwerken angehörten, müsse noch ermittelt werden.

15.3.2021 • 15:50 Uhr

Museen in Litauen wieder geöffnet

Nach mehrmonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie haben in Litauen Museen und Galerien unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln wieder geöffnet. Auch Geschäfte mit einem direkten Zugang von der Straße durften im Zuge von Lockerungen der Corona-Beschränkungen wieder den Betrieb aufnehmen. Gleiches gilt für mehrere Schulen und Bildungseinrichtungen in dem baltischen EU-Land - sie können wieder Unterricht im Klassenzimmer abhalten.

Unverändert gelten aber Ausgangsbeschränkungen in einigen Teilen des Landes: So dürfen die Bewohner der Hauptstadt Vilnius und 15 weiterer Städte bis Ende des Monats weiter nicht ohne zwingenden Anlass in andere Städte und Gemeinden außerhalb des eigenen Wohnsitzes reisen. Damit soll angesichts der sich in Litauen stärker ausbreitenden britischen Coronavirus-Variante Zeit für mehr Impfungen gewonnen werden. In Litauen wurden seit Beginn der Pandemie über 205.000 Corona-Fälle erfasst, 3410 Infizierte starben.

15.3.2021 • 15:44 Uhr

Impfung mit AstraZeneca in Deutschland ausgesetzt

Die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff AstraZeneca sind in Deutschland vorsorglich ausgesetzt. Die Bundesregierung folge damit einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Nach neuen Meldungen von Thrombosen der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa halte das Institut weitere Untersuchungen für notwendig. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA werde entscheiden, "ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken".

15.3.2021 • 15:44 Uhr

Regionale Öffnungen in Österreich

Angesichts einer uneinheitlichen Corona-Lage zeichnet sich in Österreich ein Trend zu regionalen Schritten ab. Diese Woche solle dazu genutzt werden, "maßgeschneiderte Lösungen" zu finden, hieß es vonseiten der Regierung nach Gesprächen mit Experten und Spitzenpolitikern aus den Bundesländern. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Vorarlberg am niedrigsten bei 68, im Bundesland Salzburg wurden dagegen 275 Fälle auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichnet. Österreichweit beträgt der Wert 210.

In Vorarlberg ist wegen der vergleichsweise günstigen Infektionslage die Gastronomie unter Hygieneauflagen wie negativem Coronatest wieder geöffnet. Im westlichsten Bundesland hat damit nach den Worten von Landeschef Markus Wallner ein Versuch begonnen, "bei steigenden Zahlen einen Öffnungsschritt zu setzen und nicht von einem Lockdown in den nächsten zu stolpern". Angesichts der Auflagen - zu denen auch eine Sperrstunde um 20 Uhr gehört - öffneten bei weitem nicht alle Lokale. Die Branche begrüßte den Schritt, forderte aber einen konkreten Fahrplan für das restliche Land. In ganz Österreich sind auch organisierte Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche in Kleingruppen wieder möglich - Sport allerdings nur im Freien und ohne Körperkontakt.

Ein Café in Bludenz in Vorarlberg | AFP

In Vorarlberg sind Kaffeehäuser und Restaurants wieder geöffnet, im übrigen Österreich bleiben die Gaststätten vorerst geschlossen. Bild: AFP

15.3.2021 • 15:44 Uhr

Merkel warnt vor falschen Erwartungen an Hausarzt-Impfen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) warnt vor falschen Erwartungen an die Beteiligung der Hausärzte bei der Corona-Impfkampagne. Der Beschluss bei ihren Beratungen mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwochabend müsse maximale Flexibilität bringen, dürfe aber keine neuen Enttäuschungen produzieren, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Online-Beratungen des CDU-Vorstands. Sie hoffe auf Einigkeit mit den Ländern. Jeder solle bis zur Bundestagswahl im September ein Impfangebot erhalten.

Merkel und die Ministerpräsidenten wollen am Mittwochabend den Fahrplan für die Einbeziehung der Hausarztpraxen in der Impfkampagne festlegen. Dies ist für Anfang oder Mitte April angepeilt. Ziel sei es, "schnellstmöglich in einer Kombination von Impfzentren und Hausärzten den Impfstoff an die Bürger zu bringen", hatte Regierungssprecher Steffen Seibert vergangene Woche gesagt. Dafür muss aber genug Impfstoff da sein, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deutlich gemacht hatte. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat gefordert, die Hausärzte früher als geplant einzubeziehen.

15.3.2021 • 14:36 Uhr

WHO prüft Berichte über AstraZeneca-Impfungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prüft Berichte im Zusammenhang mit der Sicherheit des Impfstoffs von AstraZeneca. Bislang lägen keine Hinweise darauf vor, dass es eine Verbindung zwischen dem Vakzin und gesundheitlichen Beeinträchtigungen gebe, teilt WHO-Sprecher Christian Lindmeier mit. "Es ist wichtig, dass die Impfkampagnen fortgesetzt werden, um Leben zu retten." Es sei normal bei so großangelegten Impfkampagnen, dass Länder auf unerwünschte Nebenwirkungen hinwiesen. Dies bedeute aber nicht, dass sie auch tatsächlich durch den Impfstoff verursacht wurden. Sobald die WHO umfassende Erkenntnisse habe, werde die Öffentlichkeit ebenso darüber informiert wie über - derzeit eher unwahrscheinliche - Änderungen an den derzeitigen Empfehlungen.

15.3.2021 • 14:24 Uhr

Erste Bedienstete von Gefängnissen in Niedersachsen geimpft

In den niedersächsischen Justizvollzugsanstalten (JVA) sind die ersten Bediensteten gegen das Corona-Virus geimpft worden. Die ersten Spritzen wurden bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der JVA Wolfenbüttel in der Abteilung Helmstedt gesetzt, teilte das Landesjustizministerium mit. In den kommenden Wochen würden nach und nach alle Bediensteten geimpft, die bei ihrer täglichen Arbeit Kontakt mit Gefangenen haben. Dazu gehörten auch externe und ehrenamtliche Kräfte.

"Gefängnisse sind Orte, an denen täglich viele Menschen aufeinandertreffen", sagte Justizministerin Barbara Havliza. Die Organisation des Alltags hinter Gittern sei unter Pandemiebedingungen eine noch größere Herausforderung als ohnehin schon. Zum Glück sei es bislang gelungen, das Virus weitgehend aus den Haftanstalten herauszuhalten.

15.3.2021 • 14:18 Uhr

Lockerungen in Thüringen trotz steigender Inzidenz

Trotz steigender Infektionszahlen ist in Thüringen wieder Kosmetik und Fußpflege erlaubt. Nach der neuen Verordnung dürfen nun auch erneut diese körpernahen Dienstleistungen angeboten werden. Die Friseursalons haben bereits seit Anfang März geöffnet. Jetzt ziehen Solarien, Buchläden, Bibliotheken und Kinderschuhgeschäfte nach. Es gelten jedoch strenge Auflagen. So ist die Anzahl der Kunden im Verhältnis zur Verkaufsfläche begrenzt. Dort, wo das Tragen einer Maske nicht möglich ist - wie bei der Gesichtskosmetik - muss ein negativer Corona-Test vorgelegt werden. Die jetzige Verordnung gilt bis Ende März. In Thüringen liegt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei rund 168.

15.3.2021 • 14:02 Uhr

Laschet: Umsetzung der "Notbremse" kein Automatismus

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sieht keinen "Automatismus", dass bei steigenden Infektionszahlen Öffnungsschritte wieder zurückgenommen werden. Man müsse jeweils in den Landkreisen sehen, was die Gründe für einen Anstieg der Infektionszahlen seien - das könne etwa in Grenzgebieten anders sein als in anderen Landkreisen. Deshalb könnten sich die Antworten unterscheiden. Die Kreise seien aufgefordert, den von Bund und Ländern vereinbarten Notfallmechanismus "pragmatisch umzusetzen".

15.3.2021 • 13:54 Uhr

Schwesig will frühere Einbindung der Hausärzte ins Impfen

Vor der Bund-Länder-Telefonkonferenz zum Impfen gegen Covid-19 an diesem Mittwoch hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) gefordert, die Hausärzte früher als geplant einzubeziehen. "Meine Forderung ist ganz klar, dass die niedergelassenen Ärzte nicht erst ab 19. April einbezogen werden, so wie es jetzt die Gesundheitsminister beschlossen haben, sondern eher", sagte Schwesig beim Besuch eines Corona-Schnelltestzentrums in Ludwigslust.

In Mecklenburg-Vorpommern sollen die niedergelassenen Ärzte vom kommenden Montag an 15 000 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca erhalten, um sich selbst und das Praxispersonal zu schützen. Sie sollen damit auch chronisch Kranke impfen, sagte Schwesig. Außerdem forderte sie, "dass zusätzlicher Impfstoff, der vielleicht aus der Europäischen Union kommt, dann darüber auch noch stärker eingesetzt werden soll". Die Arztpraxen sollen nach Schwesigs Worten eine Ergänzung zu den Impfzentren sein, um weiter in die Fläche zu gehen.

15.3.2021 • 13:29 Uhr

Berlin beginnt mit Impfen von Obdachlosen

Berlin startet am Mittwoch mit den Covid-19-Impfungen für Obdachlose. Aufgrund ihrer Lebensumstände gehörten obdachlose Menschen zu den besonders vulnerablen Personengruppen, kündigte die Senatssozialverwaltung der Bundeshauptstadt an. Deswegen seien Menschen, die in Obdachlosenunterkünften leben oder dort tätig sind, in der Impfschutzverordnung der Bundesregierung in Gruppe 2 (hohe Priorität) aufgelistet.

Die Impfungen finden nach Angaben der Senatsverwaltung in ausgewählten Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, sogenannten Impfinseln, statt. Dort stehe medizinisch geschultes Personal bereit, dass die mehrsprachige Impfberatung, die Durchführung der Impfung und die begleitende Betreuung übernehme. Organisiert wird das Impfen der Obdach- und Wohnungslosen von der Senatssozialverwaltung gemeinsam mit den sozialen Trägern und Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe.

15.3.2021 • 13:13 Uhr

Regierung verurteilt Gewalt bei Corona-Demos

Die Bundesregierung hat die Gewalteskalation bei den jüngsten Protesten gegen die Corona-Politik verurteilt. "Gewalt gegen Polizei und Journalisten am Rande von Demonstrationen ist inakzeptabel und auch unerträglich für uns als demokratisches Land", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Das widerspreche dem Recht zur friedlichen Demonstration. "Das ist nicht zulässig, und es ist nicht zu tolerieren." Seibert bezeichnete die Polizei als Garant für ein friedliches gesellschaftliches Miteinander.

Am Samstag hatten bundesweit mehrere tausend Menschen gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. In Dresden wurden Polizisten attackiert. In Stuttgart griffen Demonstranten nach Angaben der Polizei ein Fernsehteam sowie Polizeibeamte an. Ein Jahr nach dem Beginn der Pandemie in Deutschland hatte die aus Stuttgart stammende Initiative "Querdenken" zu den Demonstrationen aufgerufen. Bei ihren Versammlungen im zurückliegenden Jahr waren immer wieder verschwörungstheoretische Reden gehalten worden und Rechtsextremisten hatten an den Demonstrationen teilgenommen.

15.3.2021 • 13:10 Uhr

Dessauer IDT Biologika produziert für Johnson & Johnson

Der Dessauer Auftragsfertiger IDT Biologika unterstützt den US-Pharmakonzern Johnson & Johnson bei der Produktion seines Corona-Impfstoffs. Zur Abfüllung und Verpackung sowie den weltweiten Vertrieb des Vakzins würden ab sofort Kapazitäten genutzt, die bislang für den Dengue-Impfstoffkandidaten des japanischen Geschäftspartners Takeda reserviert gewesen seien, teilte das Unternehmen mit. "Diese kurzfristige Vereinbarung zwischen drei Pharmaunternehmen zeigt die Bereitschaft und Fähigkeit unserer Branche, kreative Ideen zur Lösung dieser Krise einzubringen", erklärte IDT-Biologika-Chef Jürgen Betzing. IDT produziert bereits für den britisch-schwedischen Corona-Impfstoff-Hersteller AstraZeneca und arbeitet an der Entwicklung eines eigenen Vakzins.

15.3.2021 • 12:50 Uhr

Russland: Vereinbarung zur Produktion von Sputnik V in EU

Russland hat nach eigenen Angaben Vereinbarungen zur Produktion seines Corona-Impfstoffs Sputnik V in Deutschland und anderen europäischen Ländern getroffen. Das sagte der Chef des staatlichen Direktinvestmentfonds RDIF, Kirill Dmitrijew, der Agentur Interfax zufolge, ohne aber den Namen der Unternehmen zu nennen. Vereinbarungen habe es auch mit Firmen in Frankreich, Italien und Spanien gegeben. Damit wolle man den Beginn von Lieferungen des russischen Vakzins an europäische Länder sicherstellen, wenn eine Zulassung in Europa vorliege. Bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA läuft die Prüfung noch. Italien hatte bereits vor gut einer Woche mitgeteilt, dass von Juli an die Firma Adienne Srl. in der Lombardei Sputnik V herstellen wolle.

Das Präparat ist nach russischen Angaben bereits in fast 50 Ländern zugelassen, darunter ohne EMA-Zulassung bereits in Ungarn. Der Kreml in Moskau beklagte, die EU-Registrierung von Sputnik V werde politisiert. Dmitrijew zufolge laufen derzeit "Verhandlungen mit einer Reihe weiterer Hersteller, um die Produktion in der EU zu erhöhen". Einzelheiten nannte er zunächst nicht. Damit sollten Lieferungen etwa an die Länder ermöglicht werden, die Sputnik V auch ohne EU-Zulassung einsetzten.

15.3.2021 • 12:42 Uhr

Gesundheitsministerium hält an AstraZeneca-Vakzin fest

Deutschland hält an dem Einsatz des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca fest. Die Meldungen würden sehr ernst genommen und die Datenlage beständig geprüft, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor hatten einige europäische Länder wie die Niederlande, Irland oder Dänemark Impfungen mit dem Mittel von AstraZeneca vorerst ausgesetzt. Derzeit bleibe es aber bei der Linie der Bundesregierung, den Impfstoff weiter zu verwenden, der von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA als sicher eingestuft worden sei, sagte der Sprecher. Im Laufe der Woche fänden beim Paul-Ehrlich-Institut und der EMA verschiedene Expertenrunden statt. Anlass der Debatte sind Berichte über Komplikationen nach den Impfungen. Die Firma weist dies zurück.

15.3.2021 • 12:32 Uhr

Tourismus-Übernachtungen in EU brechen ein

Wegen der Corona-Pandemie ist die Zahl der Übernachtungen in Hotels und Tourismusunterkünften in der EU im vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte eingebrochen. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte, wurden 2020 nur knapp 1,4 Milliarden Übernachtungen in den 27 EU-Mitgliedstaaten verzeichnet. Dies waren demnach 52 Prozent weniger als im Vorjahr.

Deutschland kam etwas besser weg: Dort sank die Zahl der Übernachtungen um gut 40 Prozent auf knapp 261 Millionen. Am besten schlugen sich die Niederlande und Dänemark, die Rückgänge von unter 35 Prozent verzeichneten. Grund war teils ein geringerer Einbruch der Übernachtungen bei inländischen Gästen. Traditionelle Urlaubsländer im Süden wurden erwartungsgemäß am stärksten von der Krise getroffen. Die höchsten Einbrüche mit mehr als 70 Prozent verzeichneten Eurostat zufolge Griechenland, Malta und Zypern. Bei Spanien waren es 69 Prozent und bei Italien 53 Prozent.

15.3.2021 • 12:18 Uhr

Regierung mahnt zu Rücknahme von Lockerungen bei hoher Inzidenz

Die Bundesregierung mahnt Landkreise, in denen die Inzidenz drei Tage lang über der eingezogenen "Notbremse" von 100 liegt, zur Rücknahme der Öffnungsschritte. Regierungssprecher Steffen Seibert verweist diesbezüglich auf den Bund-Länder-Beschluss vom 3. März. Die Zahl der Neuinfektionen steige derzeit wieder an, "wir müssen entsprechend handeln", sagt Seibert.

Es gebe derzeit "eine schwierige Entwicklung", das Robert-Koch-Institut spreche von einem "diffusen Infektionsgeschehen". Auch die Zahl der Intensivpatienten gehe derzeit nicht weiter zurück. "Das sind keine guten Nachrichten."

15.3.2021 • 12:17 Uhr

Tausende Verfahren wegen Subventionsbetrugs

Staatsanwälte gehen bundesweit in mehr 25.000 Fällen dem Verdacht des Subventionsbetrugs nach. Kriminelle hatten sich im vergangenem Jahr Corona-Soforthilfen erschlichen.

15.3.2021 • 11:55 Uhr

Bundesregierung rät von toruristischen Reisen ab

Auch nach der Entscheidung, Mallorca nicht mehr als Risikogebiet zu listen, rät die Bundesregierung grundsätzlich von touristischen Reisen ab. "Das Fehlen einer Reisewarnung ist keine Einladung zum Reisen", sagt eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin. Regierungssprecher Steffen Seibert betont: "Wir raten weiterhin von jeder nicht notwendigen, jeder vermeidbaren Reise ab."

15.3.2021 • 11:53 Uhr

Indonesien verschiebt Impfungen mit AstraZeneca-Vakzin

Indonesien verschiebt den Einsatz des AstraZeneca-Impfstoffs wegen der Berichte über Blutgerinnsel bei einigen Geimpften in Europa. Man wolle zunächst eine Überprüfung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) abwarten, teilt das Gesundheitsministerium mit.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte in der vergangenen Woche erklärt, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Fälle von Blutgerinnseln durch die Impfung mit AstraZeneca verursacht wurden - eine Einschätzung, der sich bereits auch die WHO und das deutsche Paul-Ehrlich-Institut angeschlossen haben.

15.3.2021 • 11:39 Uhr

Südkorea testet Ausländer auf Infektionen mit Coronavirus

Südkoreas bevölkerungsreichste Provinz startet mit Coronavirus-Tests für alle Ausländer. Vor den Testzentren bildeten sich lange Schlangen mit Hunderten Menschen. Betroffen sind nach Behörden-Angaben 85.000 Menschen. In sozialen Netzwerken werden Beschwerden laut, da oftmals die Abstandsregeln kaum eingehalten werden können. Zudem gibt es Vorwürfe der Ausländerfeindlichkeit. "Es fühlt sich an als wären wir das Problem wegen des Coronavirus", schreibt ein Brite, der seit zehn Jahren in Südkorea lebt. Das Zentrum zur Bekämpfung von Seuchen wies die Vorwürfe zurück. Es gehe nicht um Diskriminierung. Die Zahl der Infektionen unter Ausländern sei aber ein hohes Risiko

15.3.2021 • 11:37 Uhr

Neue Corona-Welle in Indien

Indien steht vor einer neuen Corona-Welle. Nach bislang fast 11,4 Millionen bestätigten Infektionen meldete das südasiatische Land den höchsten Stand an neuen Ansteckungen binnen eines Tages seit rund drei Monaten. Die Zahl lag bei 26.291 Neuinfektionen, wie der "Indian Express" berichtete. Besonders betroffen von der neuen Entwicklung ist der Bundesstaat Maharashtra, der mehr als die Hälfte der Neuinfektionen verzeichnete.

Krankenhäuser in der Stadt Pune und in anderen Distrikten wurden angewiesen, schneller zu impfen. Sie sollen aber nur noch den heimischen Impfstoff Covaxin nutzen, der von der Firma Bharat Biotech entwickelt wurde, aber noch nicht alle klinischen Tests durchlaufen hat. Der Impfstoff der schwedisch-britischen Firma AstraZeneca, den das Serum Institut of India in Lizenz produziert, soll nur noch für diejenigen reserviert sein, die bereits die erste Impfung damit erhalten haben. Indien startete im Januar seine nationale Impfkampagne und immunisierte bislang über 29 Millionen Menschen gegen das Coronavirus. Am Freitag wurden an einem Tag mehr als zwei Millionen Impfdosen gespritzt.

15.3.2021 • 11:36 Uhr

Zehn Berichte über Nebenwirkungen nach AstraZeneca-Impfung

In den Niederlanden liegen nach Angaben eines Arzneimittel-Aufsichtsinstituts zehn Berichte vor, wonach nach Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca nennenswerte Nebenwirkungen aufgetreten sind. Dazu zählten mögliche Thrombose- oder Embolie-Fälle, teilt das Pharmakovigilanz-Zentrum Lareb mit. In keinem der zehn Fälle sei aber eine verringerte Zahl an Blutplättchen beobachtet worden, wie dies aus Dänemark und Norwegen gemeldet worden seien. Die Niederlande haben wie einige andere Länder Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca vorerst ausgesetzt.

15.3.2021 • 10:48 Uhr

Köln bei Inzidenz jetzt über 100

In der größten nordrhein-westfälischen Stadt Köln liegt die Corona-Inzidenzzahl nun wieder über 100. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg die Sieben-Tage-Inzidenz für die Millionenstadt auf 100,7. Ein Sprecher von Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte, man wolle nun erst einmal abwarten, ob der Wert in den nächsten Tagen stabil und signifikant über der Marke bleibe. Wenn das der Fall sein sollte, wolle die Stadt Mitte der Woche Kontakt mit der Landesregierung aufnehmen. Möglicherweise sei dann mit weiteren Maßnahmen zu rechnen. Dabei könne es gegebenenfalls aber auch um eine angepasste Test- und Impfstrategie gehen. Denkbar ist zum Beispiel, dass in mehr Bereichen als bisher negative Schnelltests vorgelegt werden müssen. Am Freitag hatte der Krisenstab der Stadt Köln bereits eine Ausweitung der Maskenpflicht beschlossen.

15.3.2021 • 10:46 Uhr

Niederlande stoppen AstraZeneca-Impfungen

Immer mehr Länder stoppen die Impfungen mit dem AstraZeneca-Vakzin - nun auch die Niederlande. In dem Land selbst seien aber keine Fälle von schweren Nebenwirkungen bekannt, so die Behörden:

15.3.2021 • 10:43 Uhr

Corona-Lage in Italien spitzt sich wieder zu

Viele Italiener hatten fürs Frühjahr auf Licht am Ende des Tunnels gehofft - doch die Zahlen steigen und große Teile des Landes sind ab heute erneut im Lockdown. Beim Impfen will Rom nun aufs Tempo drücken:

15.3.2021 • 10:12 Uhr

Expertin: Regelmäßige Impfauffrischungen nötig

Im Kampf gegen das Coronavirus sind einer führenden britischen Forscherin regelmäßige Impfauffrischungen nötig. Hintergrund seien Mutanten, die nicht nur ansteckender sondern auch gefährlicher sein könnten, sagt die Leiterin des Gensequenzierungsprogramms im Vereinigten Königreich, Sharon Peacock, der Nachrichtenagentur Reuters. Das Coronavirus mutiere etwa alle zwei Wochen. Das sei zwar langsamer als etwa das Grippe- oder HI-Virus, reiche aber aus, um die Impfstoffe anpassen zu müssen. "Wir müssen uns darauf einstellen, die Impfungen aufzufrischen, die Immunität gegen das Coronavirus hält nicht ewig an." Angesichts der Geschwindigkeit, mit der innovative Impfstoffe derzeit entwickelt würden, sei sie aber zuversichtlich, dass die Vakzine zügig angepasst werden könnten.

15.3.2021 • 10:05 Uhr

Intensivärzte fordern sofortige Rückkehr zu Lockdown

Angesichts steigender Corona-Zahlen fordern Deutschlands Intensivärzte eine sofortige Rückkehr in den Lockdown. "Von den Daten, die wir jetzt haben und sehen und mit dem Durchsetzen der britischen Mutante würden wir sehr stark dafür plädieren, jetzt sofort wieder in einen Lockdown zu gehen, um einfach eine starke dritte Welle zu verhindern", sagte der wissenschaftliche Leiter des DIVI-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, im rbb-Sender Radioeins.

DIVI ist die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Karagiannidis sagte, er hoffe sehr, dass die Länder die beschlossene Notbremse eines Inzidenzwerts von 100 durchsetzen. Bund und Länder hatten eine Rückkehr in den Lockdown vereinbart, wenn in einer Region die Zahl der Neuinfektionen wieder die Marke von 100 pro 100.000 Einwohnern in 7 Tagen erreicht. "Ansonsten würden wir jetzt noch einmal 5000, 6000 Patienten auf der Intensivstation sehen", sagte Karagiannidis. "Man sieht sehr deutlich, dass wir sehr schnell jetzt wieder in steigende Intensivzahlen geraten werden, sofern wir dem Virus jetzt die Möglichkeit dazu geben." Derzeit sind rund 2800 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung.

15.3.2021 • 09:57 Uhr

Corona-Krise drückt Preise der Bauern auch Anfang 2021

Viele deutsche Bauern müssen wegen der Corona-Krise auch im neuen Jahr einen massiven Preisverfall wegstecken. Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Januar 5,8 Prozent unter dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Preise für tierische Produkte gingen um 12,6 Prozent zurück, vor allem weil die seit Monaten sinkenden Preise für Schlachtschweine um 35,2 Prozent fielen. Grund dafür sind reduzierte Schlachtkapazitäten wegen Corona-Auflagen in den Schlachthöfen, nachdem es in der Branche mehrfach zu großen Virus-Ausbrüchen kam. Auch der Wegfall von Absatzmöglichkeiten durch geschlossene Restaurants und die "saisonbedingt ruhige Nachfrage" hätten die Preise gedämpft. Zudem stocke aufgrund der Afrikanischen Schweinepest der deutsche Export in Drittstaaten.

Eine Kundin steht in der Obst- und Gemüseabteilung in einem Supermarkt | dpa

Viele deutsche Bauern kämpfen wegen der Corona-Krise auch im neuen Jahr mit einem massiven Preisverfall. Bild: dpa

Im Gegensatz zu tierischen Erzeugnissen kletterten die Preise für pflanzliche Produkte Anfang 2021 um 5,5 Prozent - vor allem wegen eines Anstiegs von 17,9 Prozent bei Getreidepreisen. "Einen ähnlich starken Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat hatte es zuletzt im Februar 2019 gegeben." Gemüse verteuerte sich im Januar binnen Jahresfrist um 11,4 Prozent, allein Salat kostete "durch das witterungsbedingt verknappte Angebot" gut 22 Prozent mehr. Für Kartoffeln hingegen sinken die Preise bereits seit einigen Monaten. Im Januar waren sie rund 52 Prozent niedriger als vor Jahresfrist. "Hierfür dürfte vor allem die fehlende Nachfrage durch die Gastronomie verantwortlich sein."

15.3.2021 • 09:35 Uhr

37.000 Lehrstellen-Angebote weniger als im Vorjahr

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) startet heute eine bundesweite Woche der Ausbildung, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Lehrstellenmarkt einzudämmen. Von Oktober 2020 bis Februar 2021 meldeten sich demnach 40.000 weniger Lehrstellensuchende als im selben Vorjahreszeitraum. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen sei um 37.000 geringer. Die Zahlen schwankten zwar von Jahr zu Jahr. "Dieses Jahr jedoch erschwert die Corona-Pandemie den Ausgleich am Ausbildungsmarkt", erklärt die Behörde. Daher gebe es in dieser Woche in fast allen Regionen digitale und virtuelle Veranstaltungen für Schüler, Eltern und Betriebe, damit möglichst viele junge Menschen eine betriebliche Ausbildung absolvieren könnten.

15.3.2021 • 09:27 Uhr

USA: Infektionszahlen weiter rückläufig

In den USA ist die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter rückläufig. Die Behörden meldeten für Sonntag 37.669 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Am gleichen Tag der Vorwoche waren noch 40.966 neue Infektionen gemeldet worden. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 300.416 neuen Fällen gemeldet. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion lag den Angaben zufolge bei 568. In der Vorwoche waren 678 Todesfälle gemeldet worden.

Mit bisher mehr als 534.000 Toten und 29,4 Millionen Infizierten sind die USA in absoluten Zahlen, aber nicht gemessen an der Bevölkerung, das weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Bislang haben in den USA mehr als 69,7 Millionen Menschen die erste Impfung gegen das Virus erhalten, rund 37,4 Millionen schon beide Impfdosen, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Es sind drei Impfstoffe zugelassen: Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson.

15.3.2021 • 09:24 Uhr

China: 65 Millionen Impfstoff-Dosen verabreicht

China hat seinen Bürgern nach offiziellen Angaben bislang knapp 65 Millionen Corona-Impfstoff-Dosen verabreicht. Die Arbeit der Teams mit den Zielgruppen sei im Zeitplan, sagte die Vizevorsitzende der nationalen Gesundheitskommission Li Bin. China hat dem Ausland etwa zehn Mal mehr Impfstoff-Dosen zugesagt als es im Inland verabreicht hat. Ein Grund dafür ist, dass der Staat die Verbreitung des Virus im Inland beinahe eliminiert hat. Vier Impfstoffe sind bislang in China zugelassen. Die Volksrepublik plant, bis Sommer nächsten Jahres 900 Millionen bis eine Milliarde seiner 1,4 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner zu impfen.

15.3.2021 • 09:22 Uhr

Britische Behörde: AstraZeneca-Impfstoff weiterhin sicher

Anders als mehrere andere europäische Länder nutzt Großbritannien weiter den Corona-Impfstoff von AstraZeneca. "Wir prüfen die Berichte genau, aber angesichts der großen Anzahl verabreichter Dosen und der Häufigkeit, mit der Blutgerinnsel auf natürliche Weise auftreten können, deuten die verfügbaren Beweise nicht darauf hin, dass der Impfstoff die Ursache ist", sagte Phil Bryan von der britischen Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) einer Mitteilung zufolge. "Alle Menschen sollten sich gegen Covid-19 impfen lassen, wenn sie dazu aufgefordert werden", so Bryan.

Zuletzt hatte die Impfkommission sich für einen vorübergehenden Stopp der Impfungen mit dem Präparat ausgesprochen, das der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Zuvor waren einzelne Fälle in Dänemark und Norwegen bekanntgeworden, in denen schwere Blutgerinnsel nach der Verabreichung des Mittels auftraten. In Großbritannien wurden bisher keine Fälle schwerer Nebenwirkungen bekannt.

15.3.2021 • 09:18 Uhr

Neue Lockdowns in Pakistan

In Pakistan sind aus Sorge wegen stark steigender Corona-Neuinfektionen neue Beschränkungen verhängt worden. Diese beträfen mindestens sieben große Städte der Provinz Punjab sowie die Hauptstadt Islamabad, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Die Beschränkungen umfassen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in diesen dicht besiedelten Städten, das Verbot von Versammlungen in Innenräumen oder die frühere Schließung von Märkten und Geschäften. Auch Schulen bleiben für mindestens zwei Wochen geschlossen. Das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit und Abstandhalten sind wieder verpflichtend.

15.3.2021 • 09:05 Uhr

Italien plant Defiziterhöhung von bis zu 30 Milliarden Euro

Italien will im Kampf gegen die Corona-Krise sein Staatsdefizit um weitere 20 bis 30 Milliarden Euro erhöhen. Die Mittel sollten zur Stützung der von der Pandemie belasteten Wirtschaft dienen, sagte Claudio Durigon, Staatssekretär im Wirtschaftministerium, in einem Interview mit der Zeitung "Il Messaggero". Die genaue Summe werde derzeit festgelegt. "Sie wird erheblich sein, zwischen 20 und 30 Milliarden Euro." Ministerpräsident Mario Draghi hatte am Freitag gesagt, er werde das Parlament im April darum bitten, grünes Licht für zusätzliche Ausgaben zu erhalten.

15.3.2021 • 08:35 Uhr

5,0 Prozent weniger Ausgaben für privaten Konsum

Im Corona-Jahr haben die privaten Haushalte in Deutschland ihre Konsumausgaben stark eingeschränkt. Preisbereinigt betrug der Rückgang 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies war demnach der stärkste Rückgang seit 1970.

Die Ausgaben der Verbraucher für Hotelübernachtungen, für Restaurant- oder Kneipenbesuche gingen wegen der Corona-Beschränkungen besonders stark zurück - sie schrumpften um 33,2 Prozent, wie die Statistiker mitteilten. Für Nahrungsmittel und Getränke gaben die Haushalte deutlich mehr aus, nämlich 6,3 Prozent.  Die Ausgaben für Reisen mit dem Flugzeug, der Bahn oder dem Bus fielen ebenfalls stark, im ersten Halbjahr um 28,6 Prozent und im zweiten Halbjahr um 38,6 Prozent. Die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen stieg dagegen - nach einem Rückgang um 20 Prozent im ersten Halbjahr - im zweiten Halbjahr um knapp zehn Prozent an. Im zweiten Halbjahr nahm auch die Nachfrage nach langlebigen Gebrauchsgütern zu, etwa nach Möbeln oder elektrischen Haushaltsgeräten. Die Statistiker führten dies auf die gesenkte Mehrwertsteuer zurück, die ab Juli bis Jahresende von 19 auf 16 Prozent reduziert war.

15.3.2021 • 07:59 Uhr

Niederlande: Corona-sichere Wahl beginnt

Die Wahlen zum neuen niederländischen Parlament haben begonnen. Um 7.30 Uhr öffneten etwa 1600 Wahllokale. Rund 13 Millionen Bürger sind aufgerufen, die 150 Abgeordneten der Zweiten Kammer zu wählen.

Wegen der Corona-Pandemie wird die Parlamentswahl zum ersten Mal an insgesamt drei Tagen stattfinden. Hauptwahltag ist der Mittwoch. Am Montag und Dienstag sollen vorwiegend diejenigen ihre Stimme abgeben, die besonders wegen einer Corona-Infektion gefährdet sind. Dann sind erst knapp 20 Prozent der Wahllokale geöffnet. Erstmals war auch Briefwahl für im Land wohnende Bürger ab 70 Jahre gestattet.

15.3.2021 • 06:47 Uhr

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 82,9

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 6604 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind 1593 mehr als vor genau einer Woche. Außerdem lag die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) bundesweit bei 82,9 und damit deutlich höher als am Vortag (79).

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 47 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 5011 Neuinfektionen und 34 neue Todesfälle verzeichnet. Vor vier Wochen, am 15. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 58,9 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stieg sie jedoch wieder an, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 1,19 (Vortag ebenfalls 1,19). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 119 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter eins, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

15.3.2021 • 04:30 Uhr

Lehrerverband für Testen von Schülern

Der Deutsche Lehrerverband ist besorgt über die steigenden Infektionszahlen bei Kinder und Jugendlichen, warnt aber vor erneuten Schulschließungen. Stattdessen plädiert er für das Testen der Schüler. "Wenn wir nicht wollen, dass die überwiegende Mehrzahl der Schulen wieder auf Distanzunterricht umsteigen muss, weil dort die 100er-Inzidenzgrenze überschritten wird, müssen wir jetzt sofort die Impfungen von Lehrkräften an allen Schularten vorziehen, alle Schülerinnen und Schüler mindestens zweimal wöchentlich testen", sagt der Präsident des Verbands, Heinz-Peter Meidinger, der Zeitung "Rheinische Post". Es sei zu überlegen, ob diese regelmäßigen Schnell- oder Selbsttests wie in Österreich praktiziert und in Sachsen geplant als verbindliche Voraussetzung für den Besuch des Präsenzunterrichts festgeschrieben werden sollten.

15.3.2021 • 03:24 Uhr

Lauterbach: Möglichst an Ostern nicht reisen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ruft die deutsche Bevölkerung dazu auf, an Ostern möglichst auf Reisen zu verzichten. "Reisen sollten an Ostern möglichst nicht unternommen werden, erst recht keine Flugreisen", sagt Lauterbach der Zeitung "Rheinische Post". Es brauche Konzepte wie an Weihnachten, damit Familientreffen an Ostern nicht zu einem Anstieg der Infektionszahlen führten.

15.3.2021 • 02:44 Uhr

Gedenken an mehr als 30.000 Tote in New York

Genau ein Jahr, nachdem der erste Mensch in New York nach einer bestätigten Corona-Infektion gestorben ist, hat die Millionenmetropole der mehr als 30.000 Toten seitdem gedacht. Bei einer live übertragenen Gedenkveranstaltung traten unter anderem Musiker der New Yorker Philharmoniker auf. Bilder von einigen Gestorbenen wurden währenddessen auf die Pfeiler der Brooklyn Bridge projiziert. Die Metropole war im Frühjahr 2020 zum Zentrum der Pandemie in den USA geworden, inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen aber relativ stabilisiert.

USA: Auf die Brooklyn Bridge in New York werden die Bilder von Corona-Opfern projiziert. | AFP

USA: Auf die Brooklyn Bridge in New York werden die Bilder von Corona-Opfern projiziert. Bild: AFP

15.3.2021 • 02:15 Uhr

Keine Corona-"Notbremse" in Pirmasens

Pirmasens zieht die Corona-"Notbremse" nur mit halber Kraft, obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz in der rheinland-pfälzischen Stadt seit mehr als drei Tagen bei über 100 liegt. Zwar gelten ab Montag strengere Regeln wie zum Beispiel eine Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum und beim Einkaufen, die Geschäfte bleiben aber weiter geöffnet. Das geht aus einer Allgemeinverfügung der Stadt hervor.

Pirmasens weicht damit von der Corona-Strategie des Landes ab. Die rheinland-pfälzische Corona-Bekämpfungsverordnung sieht in dem Fall eigentlich eine "Notbremse" vor: Zu veranlassen sind demnach etwa eine nächtliche Ausgangsbeschränkung, eine Begrenzung der Mobilität auf höchstens 15 Kilometer und Schließungen von Geschäften.

15.3.2021 • 02:04 Uhr

Bericht: 25.000 Strafverfahren mit Pandemie-Bezug

Bundesweit sind bei den Staatsanwaltschaften im vergangenen Jahr mehr als 25.000 Verfahren wegen erschlichener Corona-Soforthilfen oder anderer Delikte mit Pandemie-Bezug aufgelaufen. Das berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" unter Berufung auf eine Umfrage des Deutschen Richterbundes (DRB) bei Landesjustizverwaltungen und Staatsanwaltschaften der Länder. Neben missbräuchlichen Anträgen auf Corona-Hilfen beschäftigen laut Bericht auch Betrugsmaschen wie Verkäufe gefälschter Schutzmasken, Medikamente oder Impfstoffe bundesweit die Ermittler.