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Corona-Liveblog zum Nachlesen ++ Nächtliche Ausgangssperre in Ungarn ++

Stand: 04.11.2020 03:49 Uhr

Ungarn führt eine nächtliche Ausgangssperre ein. Bars und Clubs sollen schließen. In Düsseldorf soll die Maskenpflicht fast im gesamten Stadtgebiet gelten. Alle Entwicklungen vom Dienstag zum Nachlesen im Liveblog.


  • Ansteckungsrate in Deutschland unter eins
  • Ungarn führt nächtliche Ausgangssperre ein
  • Mehr als 850 Tote in Frankreich
  • Düsseldorf weitet Maskenpflicht aus
  • Fast 30.000 Neuinfektionen in Italien
  • Scheuer will eine Milliarde für Flughäfen
  • Labore warnen vor Überlastung
  • Brandenburgs Ministerpräsident Woidke mit Corona infiziert
  • 15.352 Neuinfektionen in Deutschland
3.11.2020 • 21:57 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Danke für Ihr Interesse.

3.11.2020 • 21:55 Uhr

86.190 Neuinfektionen in den USA

In den USA hat die Seuchenschutzbehörde binnen 24 Stunden 86.190 Neuinfektionen registriert. Insgesamt hätten sich damit fast 9,27 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, heißt es. Die Zahl der Toten stieg um 510 auf 230.893.

3.11.2020 • 21:35 Uhr

Ansteckungsrate in Deutschland unter eins

Die Corona-Ansteckungsrate in Deutschland ist laut dem Robert-Koch-Institut auf unter eins gesunken. Wie das RKI mitteilt, wird die dafür maßgebliche Reproduktionszahl über sieben Tage auf 0,98 geschätzt. Damit stecke im Durchschnitt jeder Infizierte eine weitere Person an. "Da die Zahl der infizierten Personen derzeit in Deutschland sehr hoch ist, bedeutet dies weiterhin eine hohe Zahl von täglichen Neuerkrankungen".

RKI-Vize-Chef Lars Schaade hatte zuvor erklärt, die Rate müsse für längere Zeit deutlich unter eins gedrückt werden. Ziel könne etwa eine Größe von 0,7 sein. "Dann sind wir wieder in einem Bereich, den wir kontrollieren können", sagte Schaade.

3.11.2020 • 21:21 Uhr

20.018 Neuinfektionen in Großbritannien

Die britischen Behörden melden 20.018 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. 397 Menschen sind gestorben.

3.11.2020 • 21:08 Uhr

Ungarn führt Ausgangssperre ein

Ungarn führt wegen der Corona-Pandemie eine nächtliche Ausgangssperre ein. Das kündigte Ministerpräsident Orban in einem Video auf Facebook an. Bars und Clubs sollen demnach geschlossen werden. Die Maßnahmen seien nötig, um die Krankenhäuser zu entlasten, so Orban. Schulen, Geschäfte und Restaurants bleiben offen. Bei Fußballspielen sind weiter auch Tausende Zuschauer erlaubt.

Orbans nationalistische Regierung hatte in der Corona-Pandemie bislang strenge Maßnahmen vermieden. Seit Montag werden aber Verstöße gegen die Maskenpflicht streng bestraft. Restaurants und Geschäfte, die nicht darauf achten, dass ihre Kunden Masken tragen, können geschlossen werden.

Am Dienstag meldete Ungarn 3989 Neuinfektionen, so viel wie noch nie an einem Tag. Seit Beginn der Pandemie starben fast 2000 Menschen an oder mit dem Virus.

3.11.2020 • 19:19 Uhr

Virologin: Nur Risikogruppen zu schützen nicht machbar

Nur Risikogruppen vor dem Coronavirus zu schützen, ist aus Sicht der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek weder möglich noch machbar. Das Robert Koch-Institut liste Vorerkrankungen auf, die ein Risiko für einen besonders schweren Verlauf haben. Lege man diese Liste zugrunde, seien das 21,9 Millionen Menschen, sagte Ciesek im NDR-Podcast "Coronavirus-Update". Über ein Viertel der Deutschen hatte demnach mindestens eine der berücksichtigten Vorerkrankungen und somit ein Risiko für einen besonders schweren Verlauf. "Wenn man sich jetzt mal überlegt was das bedeutet: 21,9 Millionen Menschen sollen geschützt werden vor den restlichen 60 Millionen, dann glaube ich merkt man, wie irrsinnig und wie schwierig das ist."

Zur Risikogruppe gehörten nicht nur alte Menschen im Pflegeheim, "das ist einfach nicht der Fall". Ein Drittel - 7,3 Millionen Menschen - dieser knapp 22 Millionen seien unter 60 Jahre. Die Strategie, nur die Risikogruppen zu schützen, hält die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt daher für nicht durchdacht: "Wie das gehen soll, das stelle ich mir extrem schwierig vor."

3.11.2020 • 19:13 Uhr

Mehr als 850 Tote in Frankreich

Frankreich meldet 36.330 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das sind deutlich weniger als am Montag mit 52.518. Doch die Zahl der Toten binnen 24 Stunden ist mit 854 die höchste seit dem 15. April.

3.11.2020 • 18:31 Uhr

Maskenpflicht soll in Düsseldorf fast überall gelten

Die Stadt Düsseldorf weitet die Maskenpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus ab Mittwoch fast auf das gesamte Stadtgebiet aus. Nur in nicht bebauten Gegenden wie Parks und Grünanlagen müssen Fußgänger dann keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, wie die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt mitteilte.

Wörtlich heißt es in der Verfügung, dass auf öffentlichen Straßen und Wegen innerhalb bebauter Flächen immer dann eine Maske zu tragen sei, solange nicht "aufgrund von Tageszeit, räumlicher Situation und Passantenfrequenz objektiv ausgeschlossen ist, dass es zu Begegnungen mit anderen Personen kommen kann, bei denen ein Abstand von fünf Metern unterschritten wird". Die Maskenpflicht gelte nicht für Radfahrer oder Menschen in Autos.

Das Ansteckungsgeschehen in der Stadt sei "unspezifisch und von unklaren Ansteckungswegen geprägt", hieß es zur Begründung. In Düsseldorf liegt die Zahl der registrierten Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen demnach beim mehr als 200. Das gilt inzwischen für mehrere NRW-Kommunen, wie Köln, Duisburg, Remscheid und Solingen.

3.11.2020 • 18:28 Uhr

Untersuchungen bei Lazio Rom wegen möglicher Corona-Verstöße

Der italienische Fußball-Dachverband (FIGC) hat eine Untersuchung gegen den Erstliga-Club Lazio Rom wegen möglicher Verletzungen der Corona-Auflagen eingeleitet. Es ginge um Verstöße gegen die vom FIGC genehmigten Gesundheitsprotokolle zur Eindämmung der Corona-Pandemie, wie der Verband mitteilte. Als die ersten Informationen über positiv getestete Spieler in der vergangenen Woche aufgetaucht waren, wurde demnach das Sportzentrum des Clubs durchsucht. Dabei seien Vereinspräsident Claudio Lotito sowie der Teamarzt Ivo Pulcini befragt und die Berichte über die durchgeführten Corona-Tests im Vorfeld der Spiele Lazios gegen den FC Brügge in der Champions-League und dem FC Turin in der Serie A eingesammelt worden.

3.11.2020 • 18:13 Uhr

Fast 30.000 Neuinfektionen in Italien

Die Zahl der Corona-Neunfektionen in Italien ist binnen eines Tages um 28.244 gestiegen. Das teilten die Behörden mit. Damit liegt der Wert um rund 6.000 höher als am Vortag. Landesweit starben seit Montag 353 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19, so viele wie seit Mai nicht mehr. Die Zahl der registrierten aktiven Fälle in Italien beträgt aktuell fast 420.000.

3.11.2020 • 18:05 Uhr

Slowakei verlangt Corona-Test vor Einreise

Wer in die Slowakei einreisen will, muss künftig einen negativen Corona-Test nachweisen oder direkt an der Grenze einen Schnelltest absolvieren. Das sagte Gesundheitsminister Marek Krajci in einem Interview des TV-Nachrichtensenders TA3. Anders als bisher angekündigt, soll die Vorschrift allerdings erst ab 15. November in Kraft treten. Bis dahin sollen an allen größeren Grenzübergängen Teststationen entstehen, einige kleinere werden geschlossen.

3.11.2020 • 17:42 Uhr

Bundespolizei ermahnt fast 3000 Bürger wegen Verstößen

Die Bundespolizei hat am ersten Tag der neuen Kontaktbeschränkungen 2989 Bürger wegen Verstößen gegen die Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus ermahnt. Wie das Bundespolizeipräsidium in Potsdam mitteilte, informierten die Einsatzkräfte bundesweit in 26 Fällen die örtlichen Gesundheitsämter, um ein Bußgeldverfahren einzuleiten.

Insgesamt seien rund 6000 Bundespolizisten unterwegs gewesen, um an den Landesgrenzen, in Zügen, in Bahnhöfen und auf Flughäfen auf Quarantänevorschriften hinzuweisen und Menschen ohne Mund-Nase-Schutz anzusprechen.

3.11.2020 • 17:12 Uhr

Ungewöhnliches Urteil in Dortmund

Das Amtgericht Dortmund hat drei Männer freigesprochen, die im Frühjahr gegen die damals geltenden Kontaktbeschränkungen verstoßen haben sollen. Die Begründung des Richters: Ein derart gravierender Grundrechtseingriff bedürfe eines förmlichen Gesetzes durch das Parlament - und nicht nur einer Verordnung durch die Regierung. Das Urteil (Az. 733 Owi 64/20) ist noch nicht rechtskräftig. Laut Amtsgericht hat die Staatsanwaltschaft bereits Beschwerde eingelegt, über die jetzt das Oberlandesgericht Hamm entscheiden muss.

In Foren von Coronaschutz-Gegnern wurde der Richterspruch als bahnbrechend bewertet. Mit der Coronaschutz-Verordnung vom 22. März, auf die sich das Urteil bezieht, wurde der erste Lockdown in Deutschland rechtlich begründet. In der Verordnung hieß es: "Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum von mehr als 2 Personen sind untersagt."

3.11.2020 • 17:00 Uhr

Quarantäneregeln für Berlin und Brandenburg leicht entschäft

In Berlin und Brandenburg werden die Quarantäneregeln für Einreisende aus Risikogebieten im Ausland leicht entschärft. In Zukunft müssen Betroffene nur noch 10 statt bisher 14 Tage in häusliche Isolation. Zudem endet die Quarantäne ab dem fünften Tag vorzeitig, wenn ein Test zu dem Zeitpunkt negativ ausfällt. Es gibt eine Reihe von Ausnahmen, etwa für Menschen, die aus beruflichen Gründen reisen. In Berlin tritt die nue Regelung voraussichtlich am kommenden Samstag in Kraft, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilte. In Brandenburg gilt sie nach Angaben der Staatskanzlei ab kommendem Montag, den 9. November, bis 15. Dezember. Die Länder setzen damit eine Musterverordnung des Bundes um.

3.11.2020 • 16:49 Uhr

Strengere Maskenkontrollen in Berlin und Brandenburg geplant

In Berlin und Brandenburg soll das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen im November häufiger kontrolliert werden als sonst. Der erste Tag mit schwerpunktmäßigen Kontrollen sei für den Donnerstag in Brandenburg geplant, teilte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mit. Darauf hätten sich die Verkehrsunternehmen gemeinsam mit den Ländern und Kommunen sowie der Polizei verständigt. Vier weitere regionale Aktionstage mit Schwerpunktkontrollen sollen folgen.

3.11.2020 • 16:21 Uhr

Bahrain gibt Impfstoff zum Notfallgebrauch für Helfer frei

Der Golfstaat Bahrain hat den eingeschränkten Einsatz eines Impfstoffs gegen das Coronavirus für Mitarbeiter des Gesundheitswesens zugelassen. Der Impfstoff solle in dringenden Fällen diejenigen "beim Erfüllen ihrer Pflichten vor Risiken schützen", die am stärksten Kontakt zu Corona-Patienten haben, sagte Gesundheitsministerin Fika al-Salih. Der Impfstoff stehe ab sofort zur Verfügung, seine Nutzung sei freiwillig.

Das Königreich am Persischen Golf hatte vergangene Woche eine klinische Studie für einen Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinopharm abgeschlossen. Rund 7700 Freiwillige hatten teilgenommen. Die Studien finden in Zusammenarbeit mit einer Firma in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. In Bahrain wurden bisher mehr als 82.000 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

3.11.2020 • 16:07 Uhr

Spahn lehnt Corona-Schnelltests für alle ab

Gesundheitsminister Jens Spahn lehnt den Einsatz von Corona-Schnelltests zum Durchtesten der gesamten Bevölkerung wie in der Slowakei ab. Bei 80 Millionen Einwohnern werde dies zu lange dauern und sei ohnehin nur eine Momentaufnahme, sagte er.

Auch Melanie Brinkmann, Arbeitsgruppenleiterin des Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung, sowie Michael Müller, Vorstandsvorsitzender des Vereins der Labormediziner ALM, lehnen eine Durchtestung der Gesamtbevölkerung ab. Brinkmann nannte dies eine Maßnahme der Verzweifelung in der Slowakei angesichts sehr hoher Corona-Infektionszahlen.

3.11.2020 • 15:37 Uhr

Scheuer will Rettungspaket für Flughäfen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer strebt angesichts der angespannten Lage von Flughäfen in der Corona-Krise ein milliardenschweres Rettungspaket an. Scheuer sagte, es gehe um eine Summe von rund einer Milliarde Euro. Es müssten Strukturen erhalten werden.

Scheuer sprach wenige Tage vor einem "Luftverkehrsgipfel" am Freitag von dramatischen Zahlen bei Flughäfen, die unter einem massiv gesunkenen Passagieraufkommen leiden. Er sei zu den Nothilfen im Gespräch mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Ziel sei es, bis zum Freitag eine Lösung zu finden. "Die Zeit drängt", sagte Scheuer.

3.11.2020 • 15:26 Uhr

Schweiz: Intensivstationen vor Engpass

In der Schweiz droht angesichts der weiterhin stark steigenden Zahl von Ansteckungen ein Engpass auf den Intensivstationen der Krankenhäuser. Wenn sich die Fallzahlen so weiterentwickelten wie bisher, könnte es sein, dass die Auslastung dort in fünf Tagen erreicht werde, sagte Virginie Masserey, Leiterin des Bereichs Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Momentan widerspiegle sich das zuletzt verlangsamte Wachstum bei den Neuinfektionen bei den Krankenhauseinweisungen und Todesfällen noch nicht. Die Regierung in Bern hatte wegen der rasant zunehmenden Infektionen jüngst neue Beschränkungen für des öffentliche Leben erlassen.

3.11.2020 • 14:48 Uhr

Deutschland nimmt Infizierte aus Frankreich auf

Wie bereits im Frühjahr sollen französische Corona-Patienten nach Deutschland verlegt werden: Dies sei "in den kommenden Tagen geplant", sagte der Präsident des französischen Krankenhausverbandes FHF, Frédéric Valletoux. Er begründete dies mit dem "extrem hohen Druck" auf die Krankenhäuser vor allem im Norden sowie im Südosten Frankreichs. 

Im Frühjahr hatten Nordrhein-Westfalen und andere deutsche Bundesländer insgesamt rund 130 französische Corona-Patienten aufgenommen.

3.11.2020 • 14:28 Uhr

Berlins Bürgermeister Müller in Quarantäne

Nach Bekanntwerden eines positiven Corona-Tests bei Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke führt sein Berliner Kollege Michael Müller als mögliche Kontaktperson die Amtsgeschäfte vorerst von zu Hause aus. Das teilte Vize-Regierungschef und Kultursenator Klaus Lederer mit.

Laut Senatskanzlei begab sich Müller vorsorglich in Selbstisolation und unterzog sich einem Corona-Test, dessen Ergebnis spätestens am Mittwoch vorliegen soll.

3.11.2020 • 14:09 Uhr

Spahn: "Kann nicht sagen, wo ich mich infiziert habe"

Wie die meisten anderen Corona-Infizierten in Deutschland kennt auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach eigener Angabe die Quelle seiner eigenen Infektion nicht. "Ich wäre einer von diesen 75 Prozent, die nicht sagen können, wo es passiert ist", sagte Spahn.

Es sei für die Betroffenen ja gerade das Tückische an dem Corona-Virus, dass für die meisten Infektionsfälle im Nachhinein gelte: "Es ist passiert, ohne dass man es gemerkt hat."

Am 21. Oktober war bekannt geworden, dass Spahn positiv auf Corona getestet worden war. Spahn sagte, die eigene Erfahrung habe seine Sicht auf die Corona-Krise auch noch einmal beeinflusst. So habe er selbst gespürt, dass Isolation und Quarantäne verbunden mit der Sorge um den weiteren Verlauf belastend sein könnten. Er sei demütig und dankbar, dass seine Erkrankung gut verlaufen sei.

3.11.2020 • 14:01 Uhr

Schweden: 10.177 Neuinfektionen seit Freitag

Schweden hat seit Freitag 10.177 neue Corona-Fälle und 31 neue Todesfälle. Insgesamt steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona damit auf 5.969. Die schwedische Sterblichkeitsrate pro Kopf ist damit um ein Vielfaches höher als die der nordischen Nachbarn.

Wegen der schnellen Zunahme der Corona-Infektionen kündigt Ministerpräsident Stefan Löfven strengere Maßnahmen in drei weiteren Regionen des skandinavischen Landes an. Die Lage sei "sehr ernst", sagt er auf einer Pressekonferenz.

Mehr und mehr Intensivbetten würden nun zur Behandlung von Corona-Patienten genutzt. "Die Pause, die wir diesen Sommer hatten, ist vorbei." Feiern in Restaurants würden auf acht Personen beschränkt.

3.11.2020 • 13:50 Uhr

RKI passt Kriterien für Corona-Tests an

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat auf die Grenzen der Corona-Testmöglichkeiten in Deutschland hingewiesen. Je höher die Fallzahlen seien, desto schwieriger werde es, alle Menschen mit Erkältungssymptomen zu testen, sagte RKI-Vizechef Lars Schaade.

Nötig wären dann mehr als drei Millionen Tests pro Woche - dies sei weder nötig noch erforderlich. Deshalb habe das RKI die Empfehlungen an Ärzte hinsichtlich der Testkriterien angepasst, sagte Schaade. Faktoren seien etwa die Symptome, die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe und die Wahrscheinlichkeit, dem Coronavirus ausgesetzt gewesen zu sein.

Über die Lage in der Pandemie sagte Schaade: "Wir sind noch mitten im Marathon." Er appellierte an die Bürger, die Verhaltensregeln einzuhalten. Nähme die Fallzahl weiter so schnell zu wie zuletzt, gäbe es 400.000 Fälle pro Tag bis Weihnachten.

3.11.2020 • 13:46 Uhr

Dubai: Emir testet experimentellen Impfstoff

Der Emir von Dubai und Regierungschef der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, hat sich mit einem experimentellen Coronavirus-Impfstoff impfen lassen. Auf einem am Dienstag auf Twitter veröffentlichten Foto ist zu sehen, wie sich der 71-Jährige gerade den Wirkstoff in den Oberarm spritzen lässt.

"Wir sind stolz auf unsere Teams, die unermüdlich daran gearbeitet haben, den Impfstoff in den Emiraten verfügbar zu machen", erklärte er.

Um welche Art von Impfstoff es sich dabei handelte, ließ Scheich Mohammed offen. Zuvor hatten sich bereits der Vize-Regierungschef der Emirate und Außenminister Abdullah bin Sajed al-Nahjan testweise impfen lassen.

3.11.2020 • 13:40 Uhr

Scheuer negativ getestet

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ist negativ auf Corona getestet worden, wie ein Ministeriumssprecher mitteilt. Der CSU-Politiker hat am Samstag bei der Eröffnung des Großflughafens BER teilgenommen - ebenso wieder der positiv auf Corona getestete brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke.

3.11.2020 • 13:36 Uhr

Einigung bei Infektionsschutzgesetz

Union und SPD haben sich bei der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes nach Angaben von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich geeinigt.

Es gehe darum, eine bundeseinheitliche klare Regelung für Maßnahmen wie etwa die pandemiebedingte Schließung von Gaststätten zu schaffen. Dafür solle dem Gesetz ein neuer Paragraf 28a hinzugefügt werden.

Die Neufassung des Gesetzes solle klarere und einheitlichere Rechtsgrundlagen für die Maßnahmen schaffen - etwa durch die Nennung bestimmter Indikatoren, "die dann Voraussetzung sind, um bestimmte Entscheidungen in den Bundesländern treffen zu können", sagte der Fraktionschef.

Die Vorlage solle noch in dieser Woche in erster Lesung im Bundestag beraten werden, sagte Mützenich. Bereits Mitte November solle sie endgültig verabschiedet werden.

3.11.2020 • 13:29 Uhr

Leipzig rechnet mit 20.000 "Querdenkern"

Leipzig steht ein unruhiges Wochenende bevor: Die gegen die Corona-Maßnahmen gerichtete "Querdenken"-Bewegung rechne aktuell damit, dass ihrem bundesweiten Demonstrationsaufruf für Samstag rund 20.000 Menschen folgen könnten, teilte die Leipziger Stadtverwaltung mit.

Zu möglichen Auflagen bei der "Querdenken"-Veranstaltung erklärte die Stadtverwaltung, man könne derzeit "aufgrund der vielen zu berücksichtigenden Aspekte noch keine belastbaren Fakten anbieten". Die Kooperationsgespräche zwischen Anmeldern, Ämtern und Polizei liefen noch, hieß es.

Laut der seit Montag gültigen Corona-Schutzverordnung gelten für Demonstrationen in Sachsen keine Teilnehmerbegrenzungen. Jedoch sind nur stationäre Kundgebungen möglich, Abstandsgebot und das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen müssen beachtet werden.

3.11.2020 • 13:20 Uhr

Lufthansa: Vorbereitung für Impfstoff-Verteilung

Weltweit arbeiten Forscher an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus. Sobald er auf dem Markt ist, gilt es ihn möglichst schnell zu verteilen - und zwar auf der ganzen Welt. Auf diese Aufgabe bereitet sich derzeit die Frachtsparte der Lufthansa vor:

3.11.2020 • 13:01 Uhr

Lufthansa-Chef Spohr lässt sich nach BER-Auftritt testen

Auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr lässt sich nach Bekanntwerden einer Corona-Infektion von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auf das Virus testen. Die beiden hatten zusammen mit weiteren Personen an der Eröffnung des neuen Berliner Hauptstadtflughafens BER am vergangenen Samstag teilgenommen. Spohr habe eine für diesen Dienstag geplante Reise nach Berlin abgesagt und werde sich umgehend testen lassen, erklärte ein Unternehmenssprecher in Frankfurt auf Anfrage.

3.11.2020 • 12:54 Uhr

Dänische Kabinettsmitglieder in Quarantäne

Mehrere Mitglieder der dänischen Regierung haben sich wegen einer bestätigten Coronavirus-Infektion in ihrem Umfeld in häusliche Quarantäne begeben. Dazu zählten Umweltministerin Lea Wermelin, Bildungsministerin Pernille Rosenkrantz-Theil, Forschungsministerin Ane Halsboe-Jørgensen, Lebensmittelminister Mogens Jensen und Arbeitsminister Peter Hummelgaard. Sie alle schrieben in den sozialen Netzwerken, dass sie zuletzt Kontakt zu einem Kollegen gehabt hätten, der positiv getestet worden sei. Sie isolierten sich nun und arbeiteten weitgehend online. Alle von ihnen gehören den Sozialdemokraten an, die in Dänemark eine Minderheitsregierung bilden.

3.11.2020 • 12:29 Uhr

Infektionen in der Schweiz sinken

In der Schweiz geht die Zahl der Neuinfektionen erneut zurück. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet 6126 Positiv-Tests binnen 24 Stunden. Am Donnerstag hatte das BAG einen Rekordwert von 9386 neuen Fällen verzeichnet, am Wochenende waren es im Dreitages-Schnitt 7039.

Das BAG veröffentlicht die Zahlen von Montag bis Freitag täglich sowie für einen 72-stündigen Zeitraum am Wochenende.

72 weitere Menschen sind demnach an oder mit Corona gestorben, insgesamt gibt es seit Beginn der Pandemie 2202 Todesfälle. Die Regierung in Bern hatte wegen der rasant zunehmenden Infektionen vergangene Woche neue Beschränkungen für des öffentliche Leben erlassen.

3.11.2020 • 12:26 Uhr

BER-Chef geht in Quarantäne

Der Chef des Hauptstadtflughafens BER, Engelbert Lütke Daldrup, will sich nach einem positiven Corona-Testergebnis des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke ebenfalls testen lassen. Bis zum Ergebnis werde er sich in Quarantäne begeben, sagte Lütke Daldrup.

Zuvor hatte sich bereit Bundesverkehrsminister Scheuer testen lassen und in Quarantäne begeben. Beide hatte am Samstag mit Woidke an den Eröffnungsfeierlichkeiten des BER teilgenommen.

3.11.2020 • 12:01 Uhr

Iran meldet fast 9000 Neuinfektionen

Der Iran registriert mit 8.932 Neuinfektionen binnen eines Tages eine neue Rekordzahl. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Corona-Fälle im Land des Nahen Ostens auf 637.712, teilte das Gesundheitsministerium mit. Zudem seien in den letzten 24 Stunden 422 Patienten gestorben, wodurch die Zahl der Todesopfer auf 36.160 steigt.

3.11.2020 • 11:46 Uhr

Scheuer geht in Quarantäne

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer geht nach dem Corona-Fall bei Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke in Quarantäne. Ein Schnelltest bei Scheuer sei negativ gewesen, er gehe aber nach Absprache mit Ärzten in Quarantäne, sagte eine Sprecherin.

Woidke war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte am Samstag an der Eröffnung des Flughafens BER in Schönefeld teilgenommen. Dort waren unter anderem auch Scheuer, Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Lufthansa-Chef Carsten Spohr zu Gast.

3.11.2020 • 11:27 Uhr

Corona-Tests: Labore warnen vor Überlastung

Angesichts stark steigender Infektionszahlen warnen Labore vor einer Überlastung beim Auswerten von Corona-Tests. Die Testkapazität sei bundesweit erstmalig zu 100 Prozent ausgereizt, teilte der Verband der Akkreditierten Labore auf Basis von Daten aus 162 Laboren mit.

Bei Fortsetzung einer solchen Überflutung mit Proben oder einem möglichen Geräte- oder Personalausfall drohe ein Zusammenbruch der Versorgung. Nötig sei, die Testkapazitäten deutlich stärker auf besonders dringliche Fälle zu konzentrieren.

Verbandschef Michael Müller sprach von "gefährlichen und so nicht mehr akzeptablen Zuständen". Wie für die Kliniken brauche es auch für Labore Mechanismen gegen Überlastungsszenarien. "Denn in den Laboren werden auch alle anderen Untersuchungen für die allgemeine Versorgung der Bevölkerung durchgeführt. Bei weiterer Überlastung wird es schwer, leistungsfähig zu bleiben."

Der Verband kritisierte, immer noch würden zu viele PCR-Tests auch ohne Symptome gemacht und damit Personen mit sehr niedriger Priorität getestet.

3.11.2020 • 11:22 Uhr

Trump-Beraterin fordert härtere Maßnahmen

Die Trump-Beraterin und Ärztin Deborah Birx hat die US-Regierung kurz vor der Wahl zu drastischeren Maßnahmen im Umgang mit der Corona-Pandemie in den USA aufgefordert. "Wir treten in die beunruhigendste und tödlichste Phase dieser Pandemie ein, die zu einer steigenden Sterblichkeit führt", heißt es nach Informationen der US-Zeitung "Washington Post" in einem internen Bericht an das Weiße Haus. Angesichts der aktuellen Lage seien "viel aggressivere Maßnahmen" notwendig.

Birx, die auch die Coronavirus-Task Force des Weißen Hauses koordiniert, widerspricht der Politik des US-Präsidenten in dem dem Bericht nach in vielen Punkten. So warnt sie etwa ausdrücklich vor großen Veranstaltungen, wie Trump sie im Wahlkampf mit Hunderten Teilnehmern durchführte. Die steigenden Infektionszahlen seien, anders als von Trump behauptet, nicht auf mehr Tests zurückzuführen.

3.11.2020 • 10:58 Uhr

Polen nun mehr als 400.000 Corona-Fälle

In Polen übertrifft die Zahl der Positiv-Tests die Marke von 400.000. Binnen 24 Stunden seien weitere 19.364 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilt das Gesundheitsministerium mit.

Damit seien seit Beginn der Pandemie 414.844 Fälle nachgewiesen. Innerhalb von nicht einmal zwei Wochen hat sich ihre Zahl verdoppelt. Bislang starben 6102 Menschen mit oder an dem Coronavirus.

3.11.2020 • 10:54 Uhr

Mutmaßlicher Nizza-Attentäter positiv getestet

Der mutmaßliche Messer-Attentäter von Nizza ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Dadurch könnte sich die Vernehmung des 21-Jährigen Tunesiers Brahim Issaoui um mehrere Tage verzögern, hieß es von Seiten der französischen Ermittler.

Die Anti-Terror-Ermittler halten Issaoui für den Mann, der am vergangenen Donnerstag drei Menschen in einer Kirche in Nizza ermordete. Zugleich nahm die Polizei vier weitere mutmaßliche Helfer in Gewahrsam. Damit sind derzeit fünf mögliche Hintermänner im Gewahrsam der Ermittler. Mehrere andere Verdächtige waren zuvor freigelassen worden.

Die vier neuen Verdächtigen wurden demnach im Pariser Großraum vorläufig festgenommen. Ein 29-Jähriger soll Kontakt zu Issaoui gehabt haben. Drei weitere hätten sich in der Wohnung des 29-Jährigen aufgehalten, hieß es. Der mutmaßliche Attentäter liegt mit Schussverletzungen weiter im Krankenhaus.

3.11.2020 • 10:51 Uhr

Energieverbrauch und Treibhausgas-Ausstoß sinken

Der Corona-Einbruch der Wirtschaft wird den Energieverbrauch in Deutschland in diesem Jahr voraussichtlich um knapp sieben Prozent sinken lassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Schätzung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen.

Weil gleichzeitig auch die Nutzung erneuerbarer Energien weiter zugenommen habe, könnte der energiebedingte Kohlendioxid-Ausstoß 2020 sogar um zehn Prozent sinken.

Sollte der Verlauf der Corona-Pandemie noch weitere Maßnahmen erzwingen, sei mit einem stärkeren Rückgang beim Energieverbrauch sowie beim CO2-Ausstoß zu rechnen.

3.11.2020 • 10:38 Uhr

Liverpool will Massentests starten

In Liverpool sollen mit Schnelltests ab kommenden Freitag massenweise Bürger auf das Coronavirus getestet werden. "Jeder, der in Liverpool lebt oder arbeitet, kann sich testen lassen - ob mit Symptomen oder ohne", teilte die britische Regierung mit.

Mit Hunderttausenden Tests, die in weniger als einer Stunde ein Ergebnis liefern, wolle man mehr Infizierte entdecken und Infektionsketten unterbrechen, hieß es.

"Je nach Erfolg in Liverpool wollen wir bis Weihnachten Millionen von Schnelltests in lokalen Gemeinden durchführen, um die Verbreitung des Virus zu mindern", sagte Premier Boris Johnson.

Die Stadt Liverpool im Norden Englands ist die mit am schwersten von Corona gebeutelte Region des Landes. Ende Oktober zählte die Stadt 410 Fälle pro 100.000 Einwohner. Ab Donnerstag gilt in England ein strenger Teil-Lockdown ähnlich dem in Deutschland.

3.11.2020 • 10:32 Uhr

Ministerpräsident Hans: "Lage droht zu entgleiten"

Angesichts der Zuspitzung der Corona-Lage hat der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans vor chaotischen Zuständen gewarnt. "Die Lage droht uns zu entgleiten", sagte Hans in einer Regierungserklärung.

"Es drohen uns Verhältnisse, wie wir sie im Frühjahr etwa in Bergamo gesehen haben: überfüllte Krankenhäuser; zu Notlazaretten eingerichtete Turnhallen; Ärzte, die entscheiden müssen, wer behandelt werden kann und wer nicht; Personal weit über der Belastungsgrenze." Nichts sei mehr undenkbar, so Hans.

Noch sei die Botschaft nicht bei allen angekommen. Fakt sei aber: "Wir befinden uns in einer akuten Notlage unseres Gesundheitssystems." Noch gebe es aber "die Chance, das Schlimmste zu vermeiden" - über die mit den am Montag bundesweit in Kraft getretenen verschärften Corona-Maßnahmen zur Kontaktreduzierung.

Wenn diese nach vier Wochen nicht ausreichten, um die Pandemie einzudämmen: "Dann müssen wir gegebenenfalls unseren Kurs noch ein Stück weit verschärfen. Etwas Anderes wird uns dann nicht übrig bleiben", sagte Hans.

3.11.2020 • 10:12 Uhr

Neuer Tageshöchstwert in Ungarn

Ungarn meldet mit 3989 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages einen neuen Rekordwert. Auch die tägliche Zahl der Todesopfer ist auf ein Rekordhoch von 84 gestiegen, teilte die Regierung mit. Die Gesamtzahl der Todesopfer ist damit auf 1973 gestiegen.

3.11.2020 • 10:01 Uhr

Neuseeland: Erster lokaler Corona-Fall seit zehn Tagen

Neuseeland hat zum ersten Mal seit zehn Tagen wieder eine lokale Neuinfektion mit dem Coronavirus verzeichnet. Es handle sich um einen Gesundheitsmitarbeiter aus einer staatlichen Quarantäneeinrichtung in Christchurch, sagte der Chef der Gesundheitsbehörden, Ashley Bloomfield.

Die Einrichtung werde ausschließlich von Seeleuten aus Russland und der Ukraine genutzt, die auf Charterflügen von Fischereifirmen eingeflogen würden. Sie müssten nun 24 Stunden länger als ursprünglich geplant in Quarantäne bleiben. Gleichzeitig meldete Neuseeland vier neue importierte Fälle.

Das Land im Südpazifik mit seinen fast fünf Millionen Einwohnern ist bisher ausgesprochen glimpflich durch die Pandemie gekommen. Bis heute wurden weniger als 2000 Infektionen verzeichnet, 25 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben.

Neuseeland hatte das Virus mit sehr strikten Maßnahmen relativ schnell unter Kontrolle gebracht. Die Menschen sind dort zu einer relativen Normalität zurückgekehrt - selbst Großveranstaltungen ohne Maskenpflicht sind wieder erlaubt.

3.11.2020 • 09:58 Uhr

Ministerpräsident Woidke infiziert

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe nach ersten Erkältungserscheinungen am Sonntag keine Diensttermine mehr wahrgenommen, teilte Regierungssprecher Florian Engels mit.

Nun würden Kontaktpersonen identifiziert, die - in Abhängigkeit von Kontaktsituationen mit Woidke seit vergangenem Freitag - in häusliche Quarantäne gingen.

Dietmar Woidke hält Regierungserklärung | picture alliance/dpa

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hast sich mit dem Coronavirus infiziert. Bild: picture alliance/dpa

Woidke hatte am Samstag an der Eröffnung des Flughafens BER in Schönefeld teilgenommen. Dort waren unter anderem auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Lufthansa-Chef Carsten Spohr zu Gast. Sie standen auf einem Podium mit Woidke.

3.11.2020 • 09:53 Uhr

Intensivmediziner: Mehr Junge schwer an Corona erkrankt

Der Direktor der Intensivmedizin am Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, berichtet von immer mehr jungen Corona-Patienten auf der Intensivstation. Anders als bei der ersten Welle der Virusausbreitung im Frühjahr seien dieses Mal viele Jüngere betroffen, sagte der Professor am Dienstag dem Radiosender Bayern 2.

"Wir betreuen mehrere Patienten deutlich unter 50 Jahren und teilweise ohne Vorerkrankungen." Kluge, der auch Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist, wies darauf hin, dass die Entwicklung bei der Zahl der Intensivpatienten der der Infizierten um mehrere Tage hinterherläuft: "In wenigen Tagen werden wir, was die Zahl der Krankenhauspatienten angeht, die erste Welle übertreffen. Und das ist besorgniserregend."

3.11.2020 • 09:48 Uhr

In Spanien bleiben die Touristen fern

Die Zahl der internationalen Touristen, die nach Spanien kamen, ist im September gegenüber dem Vorjahr um 87 Prozent zurückgegangen, wie offizielle Daten des nationalen Statistik-Instituts INE zeigen. Hauptgrund für den Rückgang waren die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, die viele Touristen von Reisen nach Spanien abhielten.

In den ersten neun Monaten des Jahres besuchten rund 16,8 Millionen ausländische Touristen Spanien, rund 75 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2019, teilte das INE mit.

3.11.2020 • 09:24 Uhr

Paris: Regierung erwägt erneute Ausgangssperre

Die französische Regierung will für Paris und möglicherweise auch dem Großraum Paris Île-de-France erneut eine Ausgangssperre verhängen, um die stark ansteigenden Infektionszahlen des Landes zu bekämpfen, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal.

"Wir werden eine Ausgangssperre für Paris und möglicherweise die Ile-de-France wieder einführen. Das Innenministerium wird die Einzelheiten später am Tag festlegen und ein Dekret erlassen", sagte Attal gegenüber dem französischen Fernsehsender BFM TV.

Eine formelle Entscheidung über eine Ausgangssperre habe die Regierung bislang noch nicht getroffen, heißt es aus dem Büro des Premierministers Jean Castex.

3.11.2020 • 08:55 Uhr

Russland: 18.648 Neuinfektionen

In Russland registrieren die Behörden 18.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Fälle auf über 1,67 Millionen. Weltweit rangiert Russland damit hinter den USA, Indien und Brasilien. Im Vergleich zu diesen Ländern verzeichnet Russland aber deutlich weniger Todesfälle. Ihre Zahl stieg binnen eines Tages um 355 auf 28.828.

3.11.2020 • 08:54 Uhr

Scholz: Verbesserte Corona-Überbrückungshilfen

Das Bundesfinanzministerium will die Überbrückungshilfen für Unternehmen und Selbstständige, die besonders unter den Corona-Maßnahmen leiden, für die Zeit nach November weiterentwickeln. Es solle dann das geben, "was es bisher schon gab - aber noch mal verbessert", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz im ZDF-"Morgenmagazin".

Für die neuen Hilfen im November hat der Bund bis zu zehn Milliarden Euro vorgesehen. Scholz erwartet, dass die "neue Normalität" sich bis weit ins kommende Jahr ziehen wird. Die Regierung habe sich aber vom Bundestag große Mittel zur Verfügung stellen lassen, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern. "Wir haben die Kraft, für dieses und das nächste Jahr Wirtschaft und Arbeitsplätze zu stabilisieren", sagte er. 

3.11.2020 • 08:39 Uhr

Mehr als 9000 Infektionen in Tschechien

Die Tschechische Republik meldet aktuell 9241 neue Coronavirus-Fälle und 225 neue Todesfälle. Die Zahl der Infektionen ist auf insgesamt 350.896 Fälle gestiegen, während die Zahl der Todesfälle bei 3654 liegt.

3.11.2020 • 08:12 Uhr

Polarforscher Fuchs: Klimaschutz nicht vergessen

Der Klimaschützer und Polarforscher Arved Fuchs hat davor gewarnt, wegen der Corona-Krise bei den Anstrengungen für den Klimaschutz nachzulassen. "Die Pandemie, so schlimm sie ist, wird irgendwann wieder vorbei sein", sagte Fuchs der Deutschen Presse-Agentur.

"Der Klimawandel ist nicht vorbei, er schreitet voran." Ihm sei nicht beizukommen, außer in dem die Emission reduziert werden. Innovationen, etwa im Bereich der Mobilität und der Stromerzeugung, dürften nicht zurückgedreht werden. "Man sollte die derzeitige Situation vielmehr dazu nutzen, nicht wieder in alte Muster zurück zu verfallen."

Der Klimawandel sei kein drohendes Zukunftsszenario, sondern Gegenwart, sagte Fuchs. Der 67-Jährige hat in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach Expeditionen in die nördliche Polarregion unternommen und dabei die Veränderungen wahrgenommen. "Es ist schon schockierend, wenn man selbst in seiner Lebensspanne, die man so überblicken kann, Zeitzeuge wird einer solch gravierenden Veränderung."

3.11.2020 • 08:03 Uhr

Ukraine meldet Rekord an Neuinfektionen

Die Ukraine registriert mit 8899 neuen Corona-Fällen in den letzten 24 Stunden einen neuen Rekord, teilte das Gesundheitsministerium mit. Den letzten Tageshöchstwert hatte es am 30. Oktober mit 8312 Fällen gegeben. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt laut Behörden bei 411.093 die Zahl der Todesfälle bei 7532.

3.11.2020 • 07:42 Uhr

88.600 Neuinfektionen in den USA

In den USA verzeichnen die Behörden mindestens 88.600 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt haben sich damit mehr als 9,33 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um mindestens 508 auf 231.606.

3.11.2020 • 06:53 Uhr

Corona-Maßnahmen: Steigende Gewaltbereitschaft von Demonstranten

Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik sieht eine steigende Gewaltbereitschaft von Demonstranten gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. "Wir beobachten, dass sich die Versammlungen der Corona-Bestreiter verändern", sagte Slowik der Tageszeitung "Die Welt". Die Demonstranten seien deutlicher gewaltbereit. "Wir mussten auch schon Menschen, die mit Messern bewaffnet sind, feststellen. Ich gehe davon aus, dass das in den nächsten Wochen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Lockdown light, weiter zunimmt", sagte die Polizeipräsidentin.

Slowik sprach von einer "deutlich stärkeren Emotionalisierung" bei den Demonstrationen. Auch verändere sich die Teilnehmerschaft. "Anfangs waren dort noch viele Anhänger von Verschwörungstheorien, esoterische Menschen, unterschiedlichste politische Orientierungen", sagte sie: "Inzwischen ist auch die Mitte der Gesellschaft dort vertreten: die Mutter oder der Vater mit dem Kind auf den Schultern, aber auch die ältere Dame von nebenan."

3.11.2020 • 06:30 Uhr

Fehler im DIVI-Register?

Die Angaben der Kliniken zur Zahl belegbarer Intensivbetten sind offenbar nicht immer korrekt. Hinweise und Stichproben zeigten, dass mitunter auch Betten als frei gemeldet würden, für die gar kein Pflegepersonal verfügbar sei, sagte DIVI-Präsident Uwe Janssens der dpa. Das Ausmaß der fehlerhaften Meldungen sei unklar.

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) erfasst die Zahl der Intensivbetten zentral. Krankenhäuser sind seit dem Frühjahr verpflichtet, die Zahl belegbarer Intensivbetten täglich an die DIVI zu melden.

Dabei zählt ausdrücklich die Zahl der Betten, für die ausreichend Intensivkräfte für die Betreuung und Behandlung zur Verfügung stehen. Janssens will sich um 12.30 Uhr in Berlin mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und mehreren Experten zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie äußern.

3.11.2020 • 05:50 Uhr

Panamas Präsident Cortizo in Quarantäne

Panamas Präsident Laurentino Cortizo begibt sich nach Bekanntwerden einer Coronavirus-Infektion eines engen Mitarbeiters in häusliche Quarantäne. Zwei Coronavirus-Tests seien negativ ausgefallen, Cortizo werde sich aber weiterhin isolieren, "bis er die Tests in wenigen Tagen wiederholt", schreibt das Präsidialamt auf Twitter.

3.11.2020 • 05:28 Uhr

Verkehrsunternehmen für gestaffelten Unterrichtsbeginn als Corona-Maßnahme

Die deutschen Verkehrsunternehmen fordern einen gestaffelten Beginn des Schulunterrichts in den Morgenstunden als Maßnahme gegen die Corona-Pandemie. Dadurch würde das Verkehrsaufkommen in Bussen und Bahnen am Morgen gemindert und der Gesundheitsschutz im öffentlichen Nahverkehr verstärkt, argumentierte der Präsident des Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann, in den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Beeinträchtigung des Schulbetriebes wäre "minimal", wenn der Unterricht für die jüngeren Kinder gegen 08.00 Uhr beginnen und für die älteren zeitversetzt, beispielsweise eine Stunde später, führte Wortmann aus. Der Effekt auf den Nahverkehr in der Hauptverkehrszeit am Morgen wäre nach seinen Worten "enorm" - die Kapazität und damit der zur Verfügung stehende Platz in den Fahrzeugen würde demnach "sofort um mindestens 20 Prozent steigen".

3.11.2020 • 05:28 Uhr

15.352 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die lokalen Behörden in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut 15.352 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise 560.379 Menschen in Deutschland nachweislich angesteckt, wie das RKI am frühen Morgen meldete. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 131 auf insgesamt 10.661. Das RKI schätzt, dass rund 371.500 Menschen inzwischen genesen sind.