Touristen in Griechenland | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Einreise nach Griechenland nur mit Test ++

Stand: 09.01.2022 22:04 Uhr

Griechenland verlangt ab Montag einen Corona-Test bei der Einreise. Binnen einer Woche haben mehr als eine Viertelmillion Israelis eine vierte Corona-Impfdosis erhalten. Der Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen.

9.1.2022 • 22:04 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Wir beenden an dieser Stelle für heute den Liveblog und wünschen Ihnen eine angenehme Nacht.

9.1.2022 • 19:50 Uhr

Lauterbach rechnet mit weiteren Maßnahmen

Die bisher getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Omikron-Variante werden nach Einschätzung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach kaum ausreichen. Die Vereinbarungen seien zwar "ein wichtiger Schritt nach vorne", sagte er im "Bericht aus Berlin". Allerdings werde es, auch weil es noch so viele Ungeimpfte in Deutschland gebe, weitere Maßnahmen geben müssen.

9.1.2022 • 18:50 Uhr

Tausende protestieren in Prag und Brüssel gegen Impfpflicht

In der tschechischen Hauptstadt Prag haben Tausende Menschen gegen eine Corona-Impfpflicht für ältere Personen und bestimmte Berufsgruppen protestiert. Die Teilnehmer versammelten sich auf dem zentralen Wenzelsplatz. In Parolen wurde die Wirksamkeit aktuell verfügbarer Vakzine infrage gestellt, einige sprachen sich gegen Impfungen von Kindern aus.

Die Vorgängerregierung der jetzigen Administration hatte Anfang Dezember eine Impfpflicht für Menschen ab dem Alter von 60 Jahren und für medizinische Fachkräfte, Polizisten, Feuerwehrleute und Medizinstudenten beschlossen. In Kraft treten soll die Anordnung am 1. März, doch könnte sie noch gekippt werden, denn das Kabinett des bisherigen Ministerpräsidenten Andrej Babis wurde Mitte Dezember vom neuen Regierungsbündnis aus fünf Parteien abgelöst. Das hatte sich bereit gezeigt, den Beschluss zu kassieren.

Impfgegner demonstrieren in Prag | AFP

Impfgegner demonstrieren in Prag. Sie hoffen: Die neue Regierung könnte die just verabschiedete Teil-Impfpflicht wieder kassieren. Bild: AFP

In Belgien demonstrierten etwa 5000 Menschen gegen die Impfpflicht für das Gesundheitspersonal sowie die Verwendung des digitalen Covid-Zertifikats, das den Impfstatus oder einen negativen Corona-Test anzeigt. Nach Angaben des Senders RTBF gab es mehrere Festnahmen, größtenteils blieb es jedoch friedlich.

9.1.2022 • 14:46 Uhr

Kritik an Lauterbachs Plänen zu Pflegebonus

Der designierte CDU-Generalsekretär Mario Czaja kritisiert die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), den im Koalitionsvertrag vereinbarten Pflegebonus nur an einen begrenzten Kreis von Pflegekräften zu zahlen. "In der Coronakrise sind die allermeisten Pflegekräfte ins persönliche Risiko gegangen - und auch die Männer und Frauen der Hilfsorganisationen und Krankentransporte sowie Ärzte und Sanitäter haben einen Bonus verdient", sagte Czaja dem "Tagesspiegel". Wenn die Politik sich entscheide, nach fast zwei Jahren Pandemie einen Bonus zu zahlen, dann sollte den "die volle erste Front" des Gesundheitswesens erhalten.

Auch die Linkspartei im Bundestag übte Kritik. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susanne Ferschl sagte der Zeitung: "Ein Pflegebonus müsste an alle Pflegekräfte gezahlt werden." Die Pandemie sei für Intensivpflegekräfte bis hin zu ambulanten Pflegediensten eine sehr hohe Belastung. "Diese unsägliche Differenzierung hat schon bei der Auszahlung des letzten Bonus zu viel Frust und Verärgerung geführt."

9.1.2022 • 14:45 Uhr

DSV-Präsident: "Keine Erkenntnisse" zu Manipulation in China

Präsident Franz Steinle vom Deutschen Skiverband hat sich von Aussagen über eine Manipulationsgefahr bei Corona-Tests während der Olympischen Winterspiele in Peking distanziert. "Da liegen uns überhaupt keine Erkenntnisse vor. Wir wüssten ehrlich gesagt auch nicht, mit welcher Intention so etwas geschehen sollte", sagte Steinle beim Biathlon-Weltcup in Oberhof.

Der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier hatte am Samstag Befürchtungen geäußert, dass in Peking Manipulationen durch Corona-Tests möglich sein könnten. "Mit einem PCR-Test kann ich sofort jeden sportlichen Gegner aus dem Rennen nehmen. Es braucht mir keiner sagen, dass das jetzt ein Hirngespinst von mir ist, weil man weiß, um was es geht", so der Topfunktionär des DSV in der ARD.

9.1.2022 • 14:31 Uhr

Leipzig: Polizei findet gefälschte Impfausweise

Die Leipziger Polizei hat bei einem 27-Jährigen gefälschte Impfausweise, Impfchargen-Aufkleber und Arztstempel gefunden. Wie die Polizeidirektion Leipzig mitteilte, war der Mann am Freitag bei einer Verkehrskontrolle aufgefallen. Als die Beamten im Fahrzeug die Aufkleber und einen Arztstempel fanden, schöpften sie schnell Verdacht und ließen eine Wohnungsdurchsuchung anordnen. In der Wohnung wurden sie dann weiter fündig. Auch der Führerschein des Mannes und sein Personalausweis waren gefälscht. In seinem Wagen wurden zudem Drogen gefunden, ein Drogentest schlug bei dem 27-Jährigen an. Bei dem Beifahrer (57) stellte die Polizei einen gefälschten Impfausweis sicher.

9.1.2022 • 13:51 Uhr

Strobl: Demo-Teilnehmer sollen sich von Extremisten fernhalten

Der Vizevorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl, hat an die Teilnehmer von Demonstrationen gegen staatliche Corona-Maßnahmen appelliert, sich von Extremisten zu distanzieren. "Ich appelliere an die friedlich gesinnten Demonstrationsteilnehmer: Distanzieren Sie sich unmissverständlich von geistigen Brandstiftern, von Extremisten, die ihr eigenes Süppchen kochen, ja sogar zur Gewaltausübung bereit sind", sagte der baden-württembergische Innenminister der "Rheinischen Post".

Die Menschen sollten sich nicht vor den "Karren spannen" lassen. Eine kleine, radikale Minderheit von "Querdenkern" sei in einer Radikalisierungs-Spirale: "Der Protest wird immer lauter, immer heftiger, immer brutaler. Wir stellen auch die Vernetzung von sogenannten Querdenkern untereinander zum 'Widerstand' gegen staatliche Maßnahmen fest", so der CDU-Politiker. Bei einigen Chatgruppen könnten auch militante Aktionen "in der realen Welt" nicht ausgeschlossen werden.

Zuletzt sei bundesweit eine Zunahme des Versammlungsgeschehens und eine Emotionalisierung der Teilnehmer hin zu Aggression und Feindseligkeit festzustellen gewesen. Vereinzelt hätten Personen innerhalb der Demonstrationen nicht davor zurückgeschreckt, "aggressiv zu agieren und Polizistinnen und Polizisten auch mit Gewalt anzugehen. Eine weiter ansteigende Emotionalisierung ist durchaus möglich", erklärte Strobl.

Dabei hätten Polizeikräfte in den bisherigen zwei Jahren der Pandemie einen doppelten Einsatz geleistet, betonte Strobl: Sie hätten nicht nur Corona-Maßnahmen kontrolliert, sondern auch dafür gesorgt, Versammlungen und Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen abzusichern - und damit dafür gesorgt, dass auch diese Meinung gehört werden könne. "Wer das jetzt in der Form mit Füßen tritt, beschädigt wirklich massiv unsere demokratische Gemeinschaft - und genau das ist übrigens das Ziel der Extremisten und Verschwörungsideologen: die Demolierung der Demokratie."

9.1.2022 • 13:34 Uhr

Holetschek fordert schnelle Entscheidung über Impfpflicht

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert eine schnelle Entscheidung über eine Corona-Impfpflicht. "Wir müssen diese Diskussion endlich konkret und vor allem zielorientiert führen und dürfen keine Zeit mehr verlieren", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen".

Generell beklagte er ein fehlendes Tempo im Kampf gegen die Pandemie. "Wir müssen wichtige Entscheidungen zügiger treffen und dann auch umsetzen. Durch Zaudern und Zögern werden wir kein schnelleres Pandemieende bekommen", sagte Holetschek der Zeitung. Er sei überzeugt davon, dass eine Impfpflicht in Deutschland der schnellste Weg aus der Pandemie sei. "Aber wir tun gut daran, offen zu bleiben für Diskussionen, in welcher Form diese am sinnvollsten wäre." Möglich sei eine Befristung, zum Beispiel auf zwei Jahre. Ebenso denkbar sei es, die Impfpflicht nur für die besonders gefährdeten Altersgruppen einzuführen.

Bayerns FDP-Chef Martin Hagen äußerte Verständnis für das Zögern der Ampel-Koalition. "Die Impfpflicht wäre ein Eingriff in das Recht am eigenen Körper, der sehr gut begründet sein müsste", sagte er der Zeitung. Er könne sich vorstellen, dass eine altersabhängige Lösung im Bundestag mehrheitsfähig wäre.

9.1.2022 • 13:15 Uhr

Söder für Überarbeitung von DFL-Regeln nach Corona-Fällen beim FC Bayern

In der Diskussion um den Corona-Ausbruch beim FC Bayern München hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine Anpassung der DFL-Regeln zur Absetzung von Profispielen angeregt. "Die passen nicht wirklich", befand Söder am Sonntag im TV-Sender Sport1 auch mit Blick auf die sich ausbreitende Omikron-Variante. "Wegen Corona sollte man sich wirklich etwas Vernünftiges überlegen." Er habe die Partie als "ziemliche Wettbewerbsverzerrung" empfunden, sagte Söder.

Der Rückrundenauftakt des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach am Freitagabend hatte trotz vieler Corona-Fälle bei den Münchnern stattgefunden. Grundlage ist die Spielordnung der Deutschen Fußball Liga (DFL), wonach 16 einsatzbereite Spieler für den Anpfiff genügen. "Gesperrte Spieler oder Spieler mit 'sporttypischen' Verletzungen gelten demnach als 'zur Verfügung stehend' im Sinne der Statuten", steht dort allerdings auch geschrieben.

Auch Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn hatte eine Überarbeitung der Spielordnung angemahnt. Trainer Julian Nagelsmann regte ebenfalls schon vor der Partie an, das Thema nochmal zu diskutieren und die "eine oder Tagungsminute dafür zu investieren".

9.1.2022 • 13:00 Uhr

Soldaten von "Gorch Fock" nach Corona-Infektion zurück in Deutschland

Auf dem deutschen Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock" haben sich mehrere Besatzungsmitglieder mit Corona infiziert. Ein für medizinische Versorgung ausgestatteter Airbus A310 brachte sie am Samstagabend von der spanischen Insel Teneriffa nach Hamburg zurück, wie ein Sprecher der Luftwaffe sagte. Transportiert wurden demnach 14 Soldaten. Schwere Krankheitsfälle waren laut Sanitätsdienst nicht dabei.

Die "Gorch Fock" war Mitte November nach jahrelanger Reparatur wieder zu einer Ausbildungsfahrt ausgelaufen. An Bord waren zunächst 120 Besatzungsmitglieder. Laut Marine wurden mehrere Soldaten bei einem PCR-Test positiv auf Corona getestet. Geplant war, dass auf der "Gorch Fock" insgesamt 220 Offiziersanwärter ab Januar in zwei Gruppen ihre seemännische Grundausbildung erhalten. Ursprünglich sollte das Schiff Mitte Januar mit der ersten Gruppe in See stechen.

Das Segelschulschift Gorch Fock im Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa | dpa

"Die 'Gorch Fock' soll zunächst im Hafen von Santa Cruz bleiben", erklärte die Marine. Die erste Ausbildungsgruppe soll demnach nun zunächst auf der Fregatte "Sachsen-Anhalt" ein zweiwöchiges Ausbildungsprogramm durchlaufen. Für Ende März ist die Rückkehr der "Gorch Fock" nach Kiel geplant. Bild: dpa

9.1.2022 • 12:23 Uhr

Verbraucherschützer fordern Überprüfung aller Schnelltests

Schnell- und Selbsttests sind ein wichtiger Teil der Corona-Teststrategie. Die deutsche Gesundheitspolitik setzt auf sie. Nur wird immer klarer. Viele Tests sind nicht gut - und Qualitätssicherung und Kontrolle ein Problem. Wie will man das ändern - mitten in der Omikron-Pandemie?

Alle in Deutschland verfügbaren Antigen-Schnell- und Selbsttests müssten unabhängig evaluiert werden, sagt etwa Arne Weinberg, Gesundheitsmarktexperte der Verbraucherzentrale NRW, dem ARD-Hauptstadtstudio. Zudem müssten Informationen zur Qualität einzelner Tests besser aufbereitet werden. Bislang hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) nur einen Teil der Tests untersucht und die Erkenntnisse in einer Liste auf seiner Website veröffentlicht.

9.1.2022 • 12:22 Uhr

Streit über Schulbeginn nach Winterferien in Italien

Vor dem Schulbeginn nach den Winterferien regt sich in einigen Regionen Italiens Unmut gegen den Plan der Regierung, trotz der aktuellen Corona-Lage am Präsenzunterricht festzuhalten. "Als Regionen haben wir um eine Verschiebung gebeten", sagte der Regionalpräsident Venetiens, Luca Zaia, im Interview der Zeitung "La Repubblica". Ihm zufolge hätte man den Wiederbeginn um zwei Wochen verschieben können. Das Problem sei, dass mit dem Schulbeginn ab Montag viele Klassen in den Distanzunterricht müssten und dadurch Stunden reduziert würden.

Italiens Regierung hat stets den Präsenzunterricht befürwortet. In den Schulen gelten nun je nach Jahrgangsstufe unterschiedliche Vorgaben für den Wechsel ins Homeschooling. Maßgeblich ist dabei, wie viele Corona-Fälle es in einer Klasse gibt. In der weiterführenden Schule müssen sich die Schüler bei einem Corona-Fall in der Klasse testen lassen und FFP2-Masken tragen. Bei zwei Fällen müssen Schüler, die keine Auffrischungsimpfung haben oder deren zweite Corona-Impfdosis oder die Genesung länger als 120 Tage zurückliegt, digital am Unterricht teilnehmen. Ab drei Fällen muss die gesamte Klasse für zehn Tage ins Homeschooling.

Der Präsident der süditalienischen Region Kampanien griff bereits vor und untersagte per Dekret den Präsenzunterricht bis zum 29. Januar. Ein Gericht prüft das Vorgehen. Sizilien verschob den Schulbeginn auf Donnerstag. Italien erlebt derzeit einen rasanten Anstieg der Corona-Fallzahlen. Laut Gesundheitsexperten steigen die Fallzahlen auch bei Minderjährigen und jungen Erwachsenen deutlich an.

9.1.2022 • 12:19 Uhr

Bedford-Strohm wirbt um mehr Nachsicht

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat sich für mehr Barmherzigkeit in der Impfdebatte ausgesprochen. Auch wenn die Konfrontation zwischen Impfgegnern und -befürwortern sehr emotional sei, sei es wichtig, hier die richtige Linie zu finden, sagte der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im BR.

Zwar gebe es Regeln, die alle einhalten müssen. Dennoch solle man im Einzelfall barmherziger miteinander sein. Er habe zwar kein Verständnis für Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker auf der Straße, sagte Bedford-Strohm: "Aber natürlich dürfen Menschen, die Angst vor der Impfung haben und sagen 'Ich will das nicht', demonstrieren." Es dürfe dabei aber nicht zu Gewalt kommen.

Erneut bekräftigte der Landesbischof, dass er sich aktuell nicht für eine allgemeine Impfpflicht aussprechen könne. Noch sei ihm dafür zu viel ungeklärt, etwa wie sie durchgesetzt werden könne. Unklar sei auch, ob durch eine Impfpflicht alle ihre Freiheit zurückbekämen und sich die Lage in den Krankenhäusern deutlich entspanne. Auch sei unklar, welche Wirkung eine Impfpflicht auf die Menschen habe, die Angst vor der Impfung haben. Sie dürften nicht einfach als dumm abgestempelt werden, sagte Bedford-Strohm. Die Gesellschaft müsse aufpassen, dass sie nicht in die Arme von Extremisten getrieben werden.

Es sei richtig, dass über die Einführung einer Impfpflicht diskutiert wird, sagte Bedford-Strohm. Es gelte abzuwägen, ob es dieses letzte drastische Mittel wirklich brauche. "Zum aktuellen Zeitpunkt würde ich dafür nicht die Hand dafür heben", sagte Bedford-Strohm. Stattdessen sollte beispielsweise noch mehr in Brennpunkte gegangen und aufgeklärt werden.

9.1.2022 • 12:07 Uhr

Enttäuschung über Corona-Politik: Kommunalpolitiker verlässt CSU

Aus Enttäuschung über die Corona-Politik der bayerischen Landesregierung kehrt der bisherige CSU-Ortsvorsitzende im oberfränkischen Wunsiedel seiner Partei den Rücken. Er könne nicht länger das Handeln von Landesleitung und Ministerpräsident Markus Söder vertreten, teilte Kommunalpolitiker Jürgen Fraas mit. Deshalb trete er mit sofortiger Wirkung aus der Partei und der CSU-Stadtratsfraktion aus, bleibe aber im Stadtrat aktiv.

"Diese Kündigung ist kein Schnellschritt, sondern gereifte Überlegung", betonte Fraas. "Sie hat auch nichts mit der Kommunalpolitik oder Personen vor Ort zu tun." Medien hatten zuvor über den Schritt berichtet. "Ich betone ausdrücklich, kein Impfgegner, Radikaler oder Andersgeleiteter zu sein, sondern sehe mich als absoluten Demokraten", begründete Fraas. Doch die Politik in den beiden vergangenen Jahren mit nicht nachvollziehbaren und wechselhaften Einschränkungen im Einzelhandel und Kleingewerbe sowie die Sprunghaftigkeit von Anordnungen ließen keine Weitsicht erkennen.

9.1.2022 • 12:05 Uhr

Mehr als 250.000 Israelis viermal geimpft

Das israelische Gesundheitsministerium teilte mit, bisher seien 254.000 Menschen mit der vierten Dosis geimpft worden. Entsprechend einer Expertenempfehlung bekommen diese bisher nur über 60-Jährige, Immungeschwächte und medizinisches Personal. Der israelische Regierungschef Naftali Bennett sprach bei der wöchentlichen Kabinettssitzung von einer hohen Impfbereitschaft innerhalb der Risikogruppen, "die sehr viele schwere Erkrankungen und Leid vermeiden wird".

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist in der Omikron-Welle so hoch wie nie seit Beginn der Pandemie. Laut Gesundheitsministerium sind binnen 24 Stunden mehr als 17.500 neue Fälle registriert worden. Angesichts steigender Infektionszahlen auch bei medizinischem Personal erwägt das Gesundheitsministerium nach Medienberichten, Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenschwestern und -pfleger trotz positiven Corona-Befunds arbeiten zu lassen, solange sie keine Symptome haben. Grund sei die Sorge vor einem Pflege-Notstand wegen einer Isolierung von Fachkräften.

9.1.2022 • 11:56 Uhr

Johnson beklagt "furchtbaren Tribut"

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich betrübt gezeigt über die hohe Zahl an Corona-Toten in seinem Land. Am Wochenende hatte die Zahl der Todesfälle bei mittels PCR-Test bestätigten Corona-Infizierten die Marke von 150.000 überschritten. Großbritannien ist das erste Land Europas, mit Ausnahme Russlands, das so viele Tote in der Pandemie zu beklagen hat.

"Das Coronavirus hat einen furchtbaren Tribut in unserem Land gefordert (...)", schrieb Johnson auf Twitter. Den Angehörigen der Gestorbenen sprach der konservative Politiker sein Mitgefühl aus und fügte hinzu: "Unser Ausweg aus dieser Pandemie ist, dass jeder seinen Booster bekommt, oder die erste oder zweite Impfung, wenn noch nicht erhalten."

Die tatsächliche Zahl der Corona-Toten im Vereinigten Königreich dürfte sogar noch höher sein. So wurde bereits bei mehr als 173.000 Totenscheinen in Großbritannien Covid-19 vermerkt. Das Land mit etwa 67 Millionen Einwohnern ist weiter fest im Griff der Omikron-Welle. Allein am Samstag wurden rund 146.000 Neuinfektionen registriert.

9.1.2022 • 11:10 Uhr

Impf-Appell des Ärztepräsidenten

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt hat an die Menschen appelliert, sich wegen der rasant ausbreitenden Omikron-Variante umgehend impfen oder eine Auffrischungsimpfung geben zu lassen. Wer noch nicht erst- und zweitgeimpft sowie geboostert sei, sollte dies dringend nachholen, sagte Reinhardt der "Rheinischen Post".

"Zwar schützt auch die Booster-Impfung nicht verlässlich vor einer Corona-Infektion, sehr wahrscheinlich bleibt einem aber ein schwerer Krankheitsverlauf mit Krankenhausaufenthalt oder sogar intensivmedizinischer Behandlung erspart", machte Reinhardt deutlich. Er riet zudem: "Auch dreifach Geimpfte müssen sich strikt an die AHA-Regeln halten, um das Virus nicht an die besonders gefährdeten älteren Menschen oder an solche mit Vorerkrankungen weiterzutragen." Die AHA-Regeln beinhalten, dass man Masken im Alltag tragen, Abstand halten und Hygienemaßnahmen beachten soll.

9.1.2022 • 11:04 Uhr

Australien: New South Wales meldet Höchstwert an Todesfällen

Der australische Staat New South Wales hat so viele Corona-Tote verzeichnet wie noch nie seit Beginn der Pandemie. 16 Infizierte seien gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Alle seien über 60 gewesen. In den Krankenhäusern würden 1927 Corona-Kranke behandelt, 151 von ihnen auf Intensivstationen. Am Sonntag seien gut 30.000 Neuinfektionen gemeldet worden.

Das südlich angrenzende Victoria meldete sogar mehr als 44.000 Neuinfektionen. Hier gab es acht Tote. Insgesamt wurden nach Behördenangaben etwa 80 Prozent der Neuinfektionen in Australien von der Omikron-Variante des Virus verursacht. Es gebe jedoch vergleichsweise wenig schwere Verläufe, sagte Gesundheitsminister Greg Hunt.

Neuinfektionen, Kontaktbeschränkungen und Quarantäneregeln führten dazu, das bei vielen Arbeitgebern das einsatzfähige Personal knapp wurde. In Supermärkten leerten sich die Regale, berichteten Kunden. Die Behörden in New South Wales kündigten an, die Quarantäne werde für Personen verkürzt, die im Nahrungsmittelsektor oder der Industrie arbeiten und nach einem positiven Test keine Symptome zeigen. Sie müssten nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz Schutzmasken tragen und sich täglich auf Corona testen.

9.1.2022 • 10:33 Uhr

Rund 16.300 Neuinfektionen und 763 Tote in Russland

In Russland verzeichnen die Gesundheitsbehörden 16.246 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. 763 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Mit mehr als 10,6 Millionen nachgewiesenen Ansteckungsfällen liegt Russland weltweit auf dem sechsten Platz, mit rund 664.000 Toten auf dem zweiten Platz hinter den USA und vor Brasilien.

9.1.2022 • 10:25 Uhr

Serie A begrenzt Zahl der Stadionbesucher auf 5000

Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen hat die italienische Fußball-Liga die Zuschauerzahlen in den Stadien stark reduziert. Die Vereine hätten sich einstimmig für maximal 5000 Fans im Stadion ausgesprochen, teilte die Serie A mit. Die Einschränkung gelte ab dem 15. Januar bis zum 5. Februar. In dieser Zeit würden außerdem keine Tickets für den Gästeblock verkauft. Italiens Regierung hatte Ende Dezember bereits eine Reduzierung der Fan-Zahlen auf 50 Prozent der Stadionkapazität beschlossen. Zuvor lag die Begrenzung bei 75 Prozent.

9.1.2022 • 10:23 Uhr

Buschmann will härter gegen Telegram vorgehen

Nach Tötungsaufrufen über den Messengerdienst Telegram gegen Politiker, Ärzte und Wissenschaftler hat Bundesjustizminister Marco Buschmann härtere Maßnahmen angekündigt. "Auch für Telegram gelten unsere Gesetze", sagte der FDP-Politiker der "Bild am Sonntag". "Danach muss Telegram einen Ansprechpartner in Deutschland benennen und einen leicht erkennbaren Meldeweg für strafbare Inhalte einrichten. Da diese Pflichten verletzt werden, haben wir mehrere Bußgeldverfahren eingeleitet." Dazu sei das Justizministerium kontinuierlich mit den Vereinigten Arabischen Emiraten im Austausch, wo Telegram seinen Firmensitz habe.

Buschmann stellte Telegram ein Ultimatum: "Sollte der nächste Zustellungsversuch scheitern, ist der nächste Schritt eine öffentliche Zustellung. Danach können wir dann ein Bußgeld verhängen. Unsere Gesetze sehen Bußgelder in Millionenhöhe vor."

Auch gegen die Urheber von Drohungen im Internet werde die Justiz stärker vorgehen, kündigte Buschmann an. "Viele Äußerungen und Drohungen erfüllen Straftatbestände. Und gegen diese Personen sollte mit Onlinestreifen der Polizei und hohem Fahndungsdruck ermittelt werden."

9.1.2022 • 09:52 Uhr

Lauterbach empfiehlt Maskenpflicht und Tests in der Schule

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich erneut für eine Maskenpflicht in der Schule und regelmäßiges Testen ausgesprochen. Daten aus Großbritannien zeigten, dass mit der Omikron-Variante deutlich mehr infizierte Kinder in Krankenhäusern aufgenommen würden, twitterte der SPD-Politiker. Masken könnten das Virus weiterhin gut abwehren.

9.1.2022 • 09:45 Uhr

Rund 900 Quarantänefälle bei der Bundespolizei

Bei der Bundespolizei gibt es in der Corona-Pandemie derzeit rund 900 Quarantänefälle. Das berichtete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Insgesamt arbeiten bei der Bundespolizei rund 51.500 Mitarbeiter, darunter etwa 34.000 Polizeivollzugsbeamte. Beim Bundeskriminalamt wurden mit Stand Freitag demnach 41 Quarantänefälle registriert, im Innenministerium selbst 29. "Die Arbeitsfähigkeit der Sicherheitsbehörden ist uneingeschränkt gewährleistet", sagte ein Sprecher des Innenministeriums dem Blatt.

9.1.2022 • 08:55 Uhr

Nahverkehr: Verband rechnet nicht vor 2023 mit Erholung

Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr werden nach Einschätzung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen frühestens kommendes Jahr wieder das Niveau der Vor-Corona-Zeit erreichen. 2022 sei dies noch nicht möglich, sagte der hessische VDV-Vorsitzende Thomas Wissgott der Nachrichtenagentur dpa. Ohne staatliche Rettungsschirme sei die Krise existenzbedrohend für die Unternehmen.

Zugleich sei es wichtig, jetzt weiter zu investieren, sagte Wissgott. Neue Strecken oder Fahrzeuge hätten jahrelange Vorlaufzeiten. Die Auslastung im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) lag zuletzt bei etwa zwei Dritteln. Es sei nachgewiesen, dass es in Bussen und Bahnen kein erhöhtes Ansteckungsrisiko gebe, so der VDV-Vorsitzende. Dennoch stiegen einige Fahrgäste aus Angst nicht mehr ein. Viele Menschen arbeiteten zudem im Homeoffice, so dass Fahrtanlässe wegfielen. Dies könne auch dauerhafte Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen haben.

Um Menschen für den ÖPNV zu gewinnen, die bisher mit dem Auto gefahren sind, sei ein gutes und flexibles Angebot auch auf dem Land wichtig - On-Demand-Angebote beispielsweise, die die Menschen an zentrale Haltestellen bringen.

9.1.2022 • 07:39 Uhr

Neue Beschränkungen in Indien

In Indien beschränken mehrere Bundesstaaten wegen stark steigender Infektionszahlen erneut das öffentliche Leben. So werden in Maharashtra, dem reichsten Bundesstaat, Schwimmbäder und Fitnessstudios geschlossen, in Schulen und Hochschulen fällt bis 15. Februar der Unterricht aus. In Gujarat wird die nächtliche Ausgangssperre verlängert und allen Beschäftigten im Gesundheitswesen der Urlaub gestrichen.

Im ganzen Land verzeichnete das Gesundheitsministerium fast 160.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt sind es damit 35,52 Millionen nachgewiesene Fälle, weltweit ist das nach den USA der zweithöchste Wert. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 327 auf 483.790.

9.1.2022 • 07:38 Uhr

Massentests in chinesischer Millionenstadt Tianjin

Nach mindestens zwei Omikron-Fällen haben die chinesischen Behörden Corona-Tests für alle 14 Millionen Einwohner der Hafenstadt Tianjin angeordnet. Insgesamt seien 15 Kinder und fünf Erwachsene positiv auf Corona getestet worden, hieß es. Die Massentests sollen binnen zwei Tagen abgeschlossen sein.

Die ersten beiden Infektionen waren bei einem Mädchen und einer Mitarbeiterin in einem Schulhort festgestellt worden. Beim Überprüfen enger Kontaktpersonen wurden 18 weitere Fälle entdeckt. 767 Tests waren negativ. Tianjin liegt 115 Kilometer von Peking entfernt. China hat seine Null-Covid-Strategie wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking verschärft. In den etwas weiter entfernten Städten Xi'an und Yuzhou müssen Millionen Menschen in ihren Häusern bleiben. In der Provinzhauptstadt Zhengzhou laufen ebenfalls Massentests.

9.1.2022 • 07:02 Uhr

Lehrer: Schüler können Corona-Versäumnisse im Schuljahr nicht aufholen

64 Prozent der Lehrer an Gymnasien und zum Abitur führenden Schulen gehen davon aus, dass ihre Schüler die Versäumnisse durch die Corona-Pandemie bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr nachholen können. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Philologenverbandes unter rund 7000 Lehrkräften an diesen Schulen im Bundesgebiet vom November 2021 hervor, die der "Bild am Sonntag" vorliegt.

"Die Kultusminister müssen das Bildungssystem langfristig personell und materiell qualitätsorientiert stärken", sagt Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Verbandes, der Zeitung. 49 Prozent der befragten Lehrerinnen und Lehrer hatten angegeben, dass an ihrer Schule nicht ausreichend Fachlehrkräfte für den regulären Unterricht eingestellt worden seien.

9.1.2022 • 07:00 Uhr

Richter lehnt Antrag der Regierung zur Vertagung von Djokovic-Fall ab

Einen Tag vor dem erwarteten Gerichtsentscheid zur möglichen Ausweisung von Tennis-Star Novak Djokovic hat der mit dem Fall befasste Richter einen Antrag der Regierung zur Vertagung abgelehnt. Richter Anthony Kelly erklärte, dass das Verfahren wie geplant am Montag fortgesetzt werde.

Die Regierung wollte die Verhandlung auf Mittwoch verschieben. Dies lehnte der Richter ab. Der Weltranglistenerste Djokovic, der seinen Impfstatus nicht öffentlich macht und sich wiederholt kritisch über Corona-Impfungen geäußert hatte, war am Mittwochabend in Melbourne gelandet, nachdem er nach eigenen Angaben eine medizinische Ausnahmegenehmigung von den Veranstaltern der Australian Open für eine Einreise erhalten hatte. Die australischen Grenzbeamten erkannten dies jedoch nicht an. Seitdem sitzt der 34-Jährige in einem Abschiebehotel in Melbourne fest.

Seine Anwälte kämpfen um seine Teilnahme an den Australian Open, die am 17. Januar beginnen. Laut den australischen Behörden wurde Djokovics Visum für das Land wegen fehlender Impfnachweise annulliert. Nun befasst sich ein Gericht mit der möglichen Ausweisung. Djokovics Anwälte wollen eine Rücknahme der Annullierung erreichen.

9.1.2022 • 06:32 Uhr

Peru meldet neuen Tageshöchstwert an Neuinfektionen

In Peru ist am Samstag mit mehr als 16.000 Corona-Ansteckungen ein neuer Tageshöchstwert verzeichnet worden. Die Gesundheitsbehörden meldeten angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante 16.135 Neuinfektionen. In dem südamerikanischen Land mit 33 Millionen Einwohnern stieg die Zahl der registrierten Fälle seit Beginn der Pandemie vor knapp zwei Jahren damit auf mehr als 2.350.000. Insgesamt starben 203.019 Menschen in Folge der Viruserkrankung.  Der bisherige Rekord an täglichen Infektionen lag bei 13.326 Fällen und war im vergangenen April verzeichnet worden. Die Regierung verlängerte den geltenden Ausnahmezustand bis zum 31. Januar.

9.1.2022 • 04:08 Uhr

RKI registriert 36.552 Neuinfektionen

Der Inzidenzwert bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut sprunghaft gestiegen. Das Robert-Koch-Institut gab die Sieben-Tage-Inzidenz mit 362,7 an. Am Vortag hatte sie bei 335,9 gelegen, vor einer Woche bei 222,7. Der Wert beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen. Die Inzidenz liegt damit wieder so hoch wie zuletzt vor Weihnachten.

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 36.552 Neuinfektionen verzeichnet. Vor einer Woche waren es 12.515. Ferner wurden am Sonntag 77 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.

9.1.2022 • 03:29 Uhr

Städtetag fordert rasche Einführung einer Impfpflicht

Der Deutsche Städtetag dringt auf die rasche Einführung einer Impfpflicht. "Um die Pandemie hinter uns zu lassen, müssen wir ganz überwiegend geimpft sein, das schaffen wir vermutlich nur mit einer allgemeinen Impfpflicht", sagt Städtetagspräsident Markus Lewe den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die notwendige Debatte dazu müsse der Bundestag zügig führen und entscheiden.

9.1.2022 • 02:00 Uhr

Buschmann: Gewalt bei Corona-Demos nicht hinnehmbar

Bundesjustizminister Marco Buschmann hat ein konsequentes Vorgehen gegen Regelverstöße und Gewalt bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik gefordert. "Wenn systematisch gegen Regeln verstoßen wird oder es sogar zu gewalttätigen Angriffen kommt, müssen Versammlungen als ultima ratio notfalls auch aufgelöst werden", sagte der FDP-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Gewalt gegen Polizisten oder Journalisten dürfen wir als Rechtsstaat unter keinen Umständen hinnehmen. Und wenn es rechtliche Vorgaben oder Auflagen gibt, wie beispielsweise Masken zu tragen oder Abstand zu halten, müssen diese selbstverständlich eingehalten werden", betonte der Minister.

"Leider nehmen an solchen Demonstrationen immer wieder auch Extremisten teil, die nicht auf dem Boden der Verfassung stehen, und versuchen, die Kritik an den Corona-Maßnahmen für ihre eigenen Zwecke zu nutzen", sagte der FDP-Politiker. "Man sollte sich deshalb gut überlegen, ob man wirklich an der Seite von solchen Gruppen mitmarschieren möchte."

9.1.2022 • 01:55 Uhr

Ärzteverband warnt vor Überlastung der Normalstationen

Der Ärzteverband Marburger Bund warnt vor einer Überlastung der Normalstationen in Krankenhäusern. "Es wäre ein Fehler, bei der Omikron-Welle nur auf die Auslastung der Intensivstationen zu schauen", sagt die Vorsitzende des Verbands, Susanne Johna, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Großteil der milder verlaufenden Fälle müsse in den Notaufnahmen und auf den Normalstationen behandelt werden. Der Marburger Bund rechne mit insgesamt deutlich mehr Krankenhauseinweisungen als bei der Delta-Variante.

9.1.2022 • 01:55 Uhr

Spediteure befürchten Lieferengpässe wegen Omikron

In Deutschland befürchten die Spediteure wegen der Auswirkungen der Omikron-Variante Lieferengpässe. "Omikron hat das Potenzial, dass Lieferengpässe vermehrt auftreten und nicht alle Lieferketten aufrechterhalten werden können", sagte der Präsident des Bundesverbands Güterkraftverkehr und Logistik (BGL), Dirk Engelhardt, der "Bild am Sonntag". "Einerseits haben wir Omikron als ein kurzfristiges, aber sehr ernstes Problem, andererseits haben wir langfristig einen weltweiten Fahrermangel." Engelhardt rief dazu auf, schon jetzt zügig Vorkehrungen für den Ernstfall zu ergreifen. Deutschland könnte beispielsweise in vier bis sechs Regionen aufgeteilt werden, um gezielter auf mögliche Engpässe zu reagieren.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Januar 2022 um 08:55 Uhr.