Helge Braun bei Anne Will |
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Coronavirus-Pandemie ++ Braun: Öffnungen mit mehr Tests absichern ++

Stand: 28.02.2021 23:37 Uhr

Kanzleramtschef Braun kann sich weitere Öffnungsschritte in Kombination mit mehr Tests vorstellen. Erstmals ist in Großbritannien die brasilianische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Der Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen.

  • Kanzleramtschef deutet Option für Öffnungen an
  • 20 Millionen Briten sind geimpft
  • Französische Grenzregion Moselle jetzt Mutationsgebiet
  • Kinderärzte: Schulen und Kitas umgehend öffnen
  • RKI meldet 7890 Neuinfektionen und 157 neue Todesfälle
  • USA: Notfallzulassung für Johnson & Johnson-Impfstoff
28.2.2021 • 23:37 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

28.2.2021 • 22:18 Uhr

Kanzleramtschef Braun: Testen kann Kontakte sicherer machen

Kanzleramtschef Helge Braun hat angedeutet, dass Bund und Länder bei ihrem Treffen am Mittwoch neue Öffnungsschritte beschließen könnten. Man werde in den nächsten Tagen besprechen, wie man die dadurch ausgelösten zusätzlichen Kontakte sicher machen könne, indem man deutlich mehr und einfacher teste, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Anne Will". Jeder Öffnung müsse man etwas gegenüberstellen, "was die Infektionszahlen stabilisiert".

Braun kündigte eine zweigleisige Teststrategie an. Es gehe zum einen darum, Infektionen in der Frühphase zu entdecken - etwa durch das Angebot, dass sich jeder ein- bis zweimal die Woche testen lassen könne. Zum anderen gehe es um tagesaktuelle Tests etwa bei größeren Veranstaltungen, um dort das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.

28.2.2021 • 22:02 Uhr

Viele Kinos beteiligen sich an Lichtaktion

Am Vorabend der Berlinale haben zahlreiche Kinobetreiber in Deutschland eine Öffnungsperspektive für ihre Häuser gefordert. Filmtheater in großen und kleinen Städten wurden am Abend beleuchtet. Nach Angaben der Branche gebe es keine Hinweise, dass Kinos Treiber der Pandemie seien. Sie müssten deshalb schnellstmöglich geöffnet werden.

28.2.2021 • 21:49 Uhr

Südafrika lockert Corona-Maßnahmen

Südafrika lockert angesichts weniger neu gemeldeter Corona-Fälle und aus Sorge um die Wirtschaft seine Lockdown-Maßnahmen. Präsident Cyril Ramaphosa kündigte in einer TV-Ansprache an, dass unter anderem die Ausgangssperre verkürzt und die Einschränkungen bei Treffen und dem Verkauf von Alkohol gelockert werden sollen.

Von den Lockerungen erwarte man höhere Konsumausgaben und eine stetige Erholung des Arbeitsmarkts, sagte Ramaphosa. "Unsere ganze Anstrengung muss dem Wachstum der Wirtschaft gelten." 33 der 53 Grenzübergänge ins Land bleiben geschlossen, zudem sind nur fünf Flughäfen für internationale Reisen geöffnet. Südafrika gilt mit mehr als 1,5 Millionen registrierten Infektionen und fast 50.000 Toten als das zahlenmäßig am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land auf dem afrikanischen Kontinent.

28.2.2021 • 21:32 Uhr

Iran nun mit mehr als 60.000 Corona-Toten

Der Iran hat die Marke von 60.000 Corona-Toten überschritten. "Leider sind in den vergangenen 24 Stunden 93 Menschen an Covid-19 gestorben", teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Iran registrierte damit seit Beginn der Pandemie insgesamt 60.073 Todesopfer und 1.631.169 Infektionen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen war zuletzt auf rund 8000 gesunken, weit unter dem bisherigen Rekordwert von 14.051 neuen Fällen Ende November vergangenen Jahres. Teheran startete Anfang Februar eine Impfkampagne mit dem russischen Impfstoff Sputnik V.

28.2.2021 • 21:09 Uhr

Lauterbach für neue Impf- und Teststrategie

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz von Bund und Ländern eine neue Impf- und Teststrategie vorgestellt. "Es ist ganz klar, dass das exponentielle Wachstum insbesondere der Mutation B.1.1.7 wie im Lehrbuch abläuft", sagte Lauterbach dem "Spiegel". Eine Verlängerung des aktuellen Shutdowns allein würde demnach wenig bringen.

Um schneller mehr Menschen impfen zu können, fordert Lauterbach, die zweite Dosis erst am Ende des jeweils zugelassenen Spielraums zu verabreichen. Bei den mRNA-Präparaten wären das sechs Wochen. Bislang halten die Bundesländer etwa die Hälfte der Impfdosen zurück, um Geimpften die zweite Spritze zu garantieren.

Ergänzend schlägt Lauterbach ein Testprogramm vor: An Schulen und in Betrieben sollen alle Menschen mindestens einmal pro Woche einen Schnelltests machen, mithilfe von geschultem Personal. Wer ein negatives Ergebnis hat, soll anschließend mit dem Nachweis einen Tag lang in Geschäfte gehen dürfen. Dadurch könnten die Läden zeitnah öffnen, natürlich weiterhin mit Maskenpflicht - gleichzeitig verhindere man aber Ansteckungen, sagt Lauterbach.

28.2.2021 • 20:42 Uhr

Laschet findet, "Spahn macht einen guten Job"

CDU-Parteichef Armin Laschet setzt weiter auf seinen Parteikollegen Jens Spahn als Bundesgesundheitsminister. Auf die Frage, ob Spahn angesichts vielfältiger Kritik als Minister noch zu halten sei, sagte er in der ZDF-Sendung "Berlin direkt": "Ja, ich denke auf jeden Fall." Die Gesundheitsminister hätten im Moment eine ganz besonders schwierige Aufgabe, sagte er mit Blick auf die Corona-Pandemie. "Da macht Jens Spahn einen guten Job", meinte Laschet.

Spahn hatte am Tag, bevor er selbst im Oktober ein positives Corona-Testergebnis erhalten hat, an einem Abendessen mit mehreren Personen teilgenommen. Laut "Spiegel" hatte er am 20. Oktober ein Abendessen mit etwa einem Dutzend Unternehmern in Leipzig. Am Morgen habe Spahn noch im ZDF darauf hingewiesen, dass es die Hauptansteckungspunkte beim Feiern und Geselligsein gebe. Laschet sagte, wie er gehört habe, habe sich Spahn an jenem Abend an die im Land Sachsen geltenden Corona-Regeln gehalten.

28.2.2021 • 20:04 Uhr

Laschet für möglichst bundeseinheitliche Öffnungsschritte

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet drängt Bund und Länder dazu, in der Chefrunde am 3. März wieder stärker zu "bundeseinheitlichen Lösungen" zu kommen. Er werde sich dafür einsetzen, dass man zu einer "differenzierten, vorsichtigen, angleichenden Öffnung in den 16 Ländern" komme, fügt er im ZDF. Der CDU-Chef warnt davor, die Corona-Politik zum Gegenstand parteipolitischer Auseinandersetzungen zu machen. In Wahrheit würden 16 Landesregierungen mit sehr unterschiedlichen Koalitionen und Realitäten in ihren Ländern mit der Bundesregierung um den richtigen Weg in der Corona-Krise ringen.

28.2.2021 • 19:52 Uhr

Giffey plädiert für Lockerungen

Für Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ist mit Blick auf die Bund-Länder-Gespräche am kommenden Mittwoch klar, "dass es Öffnungsschritte geben muss. Die neuen Entwicklungen bei der Zulassung von Selbsttests und das begonnene Impfen geben Rückenwind dafür", zitiert das "Handelsblatt" die SPD-Politikerin. Allerdings sei es sicherlich nicht verantwortbar, alles zeitgleich wieder zu öffnen. Eine Verlängerung des Lockdowns bis April lehnt Giffey dem Bericht nach ab.

28.2.2021 • 19:33 Uhr

Brasilianische Mutante in England und Schottland nachgewiesen

Erstmals ist in Großbritannien auch eine Variante des Coronavirus nachgewiesen worden, die zuerst in der brasilianischen Stadt Manaus entdeckt worden war. Drei Fälle seien in England und drei weitere in Schottland bestätigt worden, teilen die Gesundheitsbehörden mit.

28.2.2021 • 18:06 Uhr

Israel will Impfkampagne für palästinensische Arbeiter beginnen

Israel will in den kommenden Tagen mit der Impfung von Zehntausenden palästinensischen Arbeitern beginnen. Das teilte das Verteidigungsministerium des Landes mit. Palästinenser mit einer Arbeitserlaubnis für Israel oder die Industriegebiete an oder innerhalb der Siedlungen des Westjordanlands sollen den Impfstoff des Herstellers Moderna erhalten. Israelische Ärzteteams würden an ausgewählten Punkten im Westjordanland eingesetzt, wo palästinensische Arbeiter geimpft werden könnten, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums, das die zivilen Angelegenheiten im besetzten Gebiet koordiniert.

Die Kampagne soll "die öffentliche Gesundheit und das Funktionieren der Wirtschaft erhalten", heißt es in einer Erklärung der für die israelischen Aktivitäten in den Palästinensergebieten zuständigen Behörde Cogat. Ein vollständiger Plan solle in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Mehrere Menschenrechtsgruppen haben Israel als Besatzungsmacht vorgeworfen, nicht genug für die Impfung von im Westjordanland und im Gazastreifen lebenden Palästinensern zu tun. Israel betonte, dass die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) laut Abkommen selbst für Gesundheitsfragen zuständig sei. Israel argumentierte weiter, dass die eigenen Bürger an erster Stelle stehen müssten und die PA keine Anträge auf Unterstützung gestellt habe.

28.2.2021 • 17:58 Uhr

Berliner Volksbühne-Intendant: Bleibende Schäden für Theater

Der Intendant der Berliner Volksbühne, Klaus Dörr, hat vor Dauerschäden für die Theater durch die Pandemie gewarnt. Er rechne damit, dass viele Theaterschaffenden ihren Beruf aufgeben werden, sagte Dörr der "Berliner Zeitung". "Ich befürchte, dass sich ein Fünftel der Theaterschaffenden eine neue Arbeit suchen muss." Die Schließung der Theater scheine keinen gravierenden Effekt auf das Pandemiegeschehen zu haben, sagte der 60-Jährige. "Das öffentliche Leben ist jetzt seit vier Monaten wieder still gestellt - und trotzdem geht die Inzidenz hoch? Es gibt übrigens nach wie vor keinen einzigen nachgewiesenen Ansteckungsfall, der sich in einem Theater zugetragen hätte. Die Theater sind es also offenbar nicht."

28.2.2021 • 17:45 Uhr

Über 6000 Neuinfektionen in Großbritannien

In Großbritannien registrieren die Behörden 6035 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Am Samstag lag die Zahl bei 7434, wie Daten der Regierung zeigen. Die Zahlen vom Sonntag bedeuten einen Rückgang binnen sieben Tagen von 21,2 Prozent. Zudem wurden 144 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Samstag waren es 290. Hier beträgt der Rückgang binnen sieben Tagen 33,5 Prozent.

28.2.2021 • 17:43 Uhr

Färöer-Inseln erstmals seit Juli Covid-frei

Die Färöer-Inseln haben erstmals seit Juli 2020 keinen aktiven Corona-Fall mehr. Am Wochenende prangte eine blaue Null in der entsprechenden Auflistung auf der Corona-Webseite der Inselgruppe, nachdem dort bereits am späten Freitagabend zu lesen gewesen war: "Covid-free - for now" (Covid-frei - vorerst). Die vorerst letzte infizierte Person ist demnach am Freitag als gesund erklärt und aus der Quarantäne entlassen worden. "Das sind ermutigende Nachrichten", wurde Regierungschef Bárður á Steig Nielsen in einer Mitteilung auf der Webseite zitiert. Vieles sei richtig gemacht worden auf den Färöern. "Unsere beste Entscheidung ist gewesen, uns an unseren ursprünglichen Plan zum Testen, Verfolgen und Isolieren zu halten."

Gleichzeitig wurde in der Mitteilung darauf verwiesen, dass Covid-19 bereits mehrere Male gezeigt habe, dass es zurückkehren und sich schnell verbreiten könne. Die Färöer-Inseln mit ihren rund 50.000 Einwohnern zählen offiziell zum dänischen Königreich, sind aber weitgehend autonom. Sie liegen abgeschieden im Nordatlantik etwa auf halber Strecke zwischen Schottland und Island. Bislang sind auf den Inseln 658 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden - bei mehr als 230.000 Tests. 657 der Infektionen sind überstanden, eine Person ist gestorben.

28.2.2021 • 17:35 Uhr

Italien: Knapp 17.500 Neuinfektionen - 192 weitere Tote

In Italien verzeichnet das Gesundheitsministerium 17.455 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Am Samstag waren es 18.916. 192 weitere Menschen seien in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, am Vortag wurden 280 Todesfälle gemeldet. Insgesamt wurden bislang 2,92 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Seit Ausbruch der Seuche im Februar vergangenen Jahres starben 97.699 Menschen mit oder an dem Virus.

28.2.2021 • 17:30 Uhr

Brasilien: Noch keine Anzeichen für Impfstoff-Schwarzmarkt

In Brasilien haben in den Sozialen Netzwerken verbreitete Videos, die Betrug beim Impfen älterer Menschen belegen sollen, für Aufmerksamkeit gesorgt. So soll statt des Impfstoffes nur "Wind" injiziert worden sein, sprich: die Spritze war leer. Bisher gibt es laut Medienberichten dabei 13 Fälle sogenannter "Wind-Impfungen". Anzeichen eines Schwarzmarktes für Corona-Impfstoffe in Brasilien gibt es den Berichten zufolge bisher jedoch nicht. Allerdings erwarten Experten, dass es angesichts der schleppend verlaufenden Impfkampagne der Regierung früher oder später dazu kommen wird.

In einigen Fällen sollten die Scheinimpfungen wohl verdecken, dass das Impfpersonal durch einen Fehler zuvor eine Dose verloren hatte. Die Justiz verfolgt lediglich einen Fall, bei dem vermutet wird, dass die nicht verabreichte Impfung unter der Hand weiterverkauft wurde. Wer Impfstoffe entwenden und unter der Hand weiterverkaufen will, würde anders vorgehen, erklärte die Epidemiologin Ethel Maciel von der Bundesuniversität UFES. So sei es am einfachsten, am Ende des Impftages ein neues Fläschchen zu öffnen und die Reste zu verkaufen.

28.2.2021 • 16:39 Uhr

Positiver Corona-Test bei Kölner Haien

Bei den Kölner Haien aus der Deutschen Eishockey Liga gibt es einen positiven Corona-Fall in der Mannschaft. Das teilten die Haie wenige Stunden vor dem Spiel gegen die Krefeld Pinguine mit. Auf den Spielbetrieb soll der Befund aber keine Auswirkungen haben, obwohl sich auch weitere Spieler vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben haben. Der positiv getestete Profi soll nach Angaben der Haie bislang symptomfrei sein.

28.2.2021 • 16:11 Uhr

Baden-Württembergs Innenminister will massenhafte Tests an Grenzen zu Frankreich und Schweiz

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl will mit Hilfe von massenhaften Tests mögliche Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich und der Schweiz vermeiden. In Briefen an Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Gesundheitsminister Manne Lucha, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegen, schreibt Strobl: "Da wir bei den Impfungen auf absehbare Zeit nicht schnell genug vorankommen werden, möchte ich eindringlich dafür werben, durch eine umfassende Test-Strategie in den Grenzregionen die Pandemie bestmöglich einzudämmen."

Der Vize-Ministerpräsident reagierte damit auf die Entscheidung der Bundesregierung, die Einreise aus der französischen Region Moselle, die an Rheinland-Pfalz und das Saarland grenzt, zu erschweren. Mit Wirkung ab Dienstag wurde die Region als sogenanntes Virusvariantengebiet eingestuft. Strobl schrieb dazu: "Sollten unsere Nachbarländer ebenso vom Bund als 'Virusvarianten-Gebiete' oder 'Hochinzidenzgebiete' eingestuft werden, drohen auch hier neuerliche Binnengrenzkontrollen. Dieses Szenario gilt es aus meiner Sicht dringlich zu vermeiden." Denkbar wäre aus seiner Sicht ein gemeinsam betriebenes deutsch-französisches und ein deutsch-schweizerischen Testzentrum.

28.2.2021 • 16:01 Uhr

Impfstoff-Hilfe aus Deutschland für Tschechien

Sachsen, Bayern und Thüringen wollen Tschechien mit Corona-Impfstoff aushelfen. Ab Montag sei die Lieferung von insgesamt 15.000 Impfstoff-Dosen an das Nachbarland geplant, sagte Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber. Zuvor hatte MDR Aktuell darüber berichtet. Die tschechische Regierung werde demnach über die weitere Verteilung entscheiden. Tschechien hat gegenwärtig die höchste Infektionsrate in der ganzen EU. Das Land mit 10,7 Millionen Einwohnern registrierte seit Beginn der Pandemie rund 1,2 Millionen Infektionen. Mehr als 20.000 Corona-Patienten starben.

28.2.2021 • 15:52 Uhr

20 Millionen Briten sind geimpft

In Großbritannien sind bereits mehr als 20 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Das sei eine großartige Leistung für das Land, schreibt Gesundheitsminister Matt Hancock auf Twitter. "Der Impfstoff ist unser Ausweg. Wenn Sie einen Anruf erhalten, holen Sie sich ihre Injektion", appelliert er an seine Landsleute.

Großbritannien hat als erstes europäisches Land sein Impfprogramm begonnen und stellt eine Aufhebung der derzeitigen Beschränkungen bis Ende Juni in Aussicht. In Großbritannien leben rund 66,6 Millionen Menschen.

28.2.2021 • 15:44 Uhr

Fauci wirbt für Impfstoff von Johnson & Johnson

Anthony Fauci, oberster medizinischer Berater der US-Regierung, sagte auf NBC, er würde den neu zugelassenen Covid-19-Impfstoff von Johnson & Johnson nehmen und ermutige seine Landsleute dazu.

Die Amerikaner sollten den Impfstoff nehmen, an den sie am einfachsten gelangen könnten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Corona-Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson eine Notfallzulassung erteilt.

28.2.2021 • 15:22 Uhr

Tschechien will Sputnik V ohne EMA-Zulassung verimpfen

Tschechien will auch ohne eine europäische Zulassung den russischen Impfstoff Sputnik V nutzen. "Wir können nicht auf die EMA warten, wenn Russland keinen Genehmigungsantrag gestellt hat", sagte der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis dem Sender CNN Prima News. Eine Zulassung der tschechischen Arzneibehörde SUKL sei ausreichend. Vor gut zwei Wochen hatte Babis noch erklärt, sein Land werde die Entscheidung der EMA abwarten.

Denkbar sei dasselbe Vorgehen auch bei dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinopharm, ergänzte Babis und verwies auf Ungarn. Die dortige Regierung setzt Impfstoffe aus Russland und China ein, obwohl die Europäische Arzneibehörde (EMA) sie bislang nicht zugelassen hat.

Tschechien hat bezogen auf die Bevölkerungszahl eine der höchsten Infektionsraten weltweit. Bis Samstagabend wurden im Land knapp 650.000 Menschen geimpft. In den meisten Fällen wurde das Mittel von BioNTech und Pfizer eingesetzt. Auch Vakzine der Hersteller Moderna und AstraZeneca werden verabreicht.

28.2.2021 • 14:48 Uhr

Olympia 2021 weiter mit Zuschauern geplant

Olympia-Organisationschefin Seiko Hashimoto rechnet weiter mit der Zulassung von Zuschauern bei den Sommerspielen in Tokio. "Wenn wir über die Möglichkeit von Olympia ohne Fans auf den Tribünen nachdenken, dann werden sich die Athleten ganz bestimmt wundern, warum es nur keine Fans bei Olympia und Paralympics gibt, wenn andere Wettbewerbe Zuschauer erlauben", sagte die 56-Jährige in einem Interview mehrerer Medien. Hashimoto zufolge wollen Organisatoren, Internationales Olympisches Komitee und die Stadt Tokio in den nächsten Tagen über die Zuschauerfrage beraten.

"Jeder will eine frühe Entscheidung über die Richtung, damit Tickets und Übernachtungen für die Fans vorbereitet werden können", sagte Hashimoto. Für das Frühjahr hatten die Gastgeber einen Beschluss angekündigt, ob Fans in den olympischen Arenen dabei sein können und ob auch ausländische Besucher zugelassen werden. Einiges deutet darauf hin, dass höchstens japanischen Zuschauern der Zugang zu den Wettkampfstätten ermöglicht wird.

Zumindest für ausländische Athleten könnte das derzeit geltende Einreiseverbot bald aufgehoben werden, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News. Der Corona-Notstand in Tokio soll voraussichtlich am 7. März enden. Auch danach müssten ausländische Sportlerinnen und Sportler aber weiter mit Beschränkungen rechnen und dürften sich nur zwischen Unterkunft und Wettkampfstätte bewegen, hieß es.

Die olympischen Ringe in Japans Hauptstadt Tokio |

Einiges deutet darauf hin, dass höchstens japanischen Zuschauern der Zugang zu den Wettkampfstätten für die Sommerspiele in Tokio ermöglicht wird.

28.2.2021 • 14:31 Uhr

Prinz William warnt vor Falschinformationen

Der britische Prinz William und seine Frau Herzogin Kate haben sich der Queen angeschlossen und für die Corona-Impfung geworben. "Catherine und ich sind zwar überhaupt keine medizinischen Experten", sagte William bei einem Videotelefonat mit einer Frau, die an Diabetes erkrankt ist. "Aber wenn es sie tröstet, wir können Sie vorbehaltlos darin unterstützen, die Impfungen zu bekommen (...)", so der Enkel von Königin Elizabeth II. Besonders für Menschen mit Vorerkrankungen sei das sehr wichtig.

Die Nummer zwei in der britischen Thronfolge warnte auch vor falschen Informationen im Internet. "Die sozialen Medien sind voller Gerüchte und Fehlinformationen. Wir müssen aufpassen, wem wir Glauben schenken und wo wir unsere Informationen herbekommen", sagte William. Die Queen hatte die Menschen kürzlich ebenfalls dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen. Menschen mit Vorbehalten, müssten "eher an andere denken als an sich selbst", sagte das britische Staatsoberhaupt. Der Piks habe auch "überhaupt nicht wehgetan", so die Monarchin.

Prinz William | dpa

"Die sozialen Medien sind voller Gerüchte und Fehlinformationen. Wir müssen aufpassen, wem wir Glauben schenken und wo wir unsere Informationen herbekommen", sagte Prinz William. Bild: dpa

28.2.2021 • 14:21 Uhr

Müller erwartet Beschluss zu Öffnungsstrategie

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller geht davon aus, dass Bund und Länder bei ihren Beratungen Mitte der Woche gemeinsame Kriterien für eine schrittweise Öffnungsstrategie in der Corona-Krise beschließen. "Grundlage wird ein Stufenplan sein, den wir in Berlin schon formuliert haben", sagte der aktuelle Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz der Nachrichtenagentur dpa. "Ich rechne fest damit, dass wir ein Grundgerüst miteinander verabreden, an dem sich die Länder orientieren können."

So sei es auch bei den bisherigen Treffen immer gewesen: "Dass wir einen Rahmen definieren, so dass die Grundrichtung klar ist und die Bundesländer trotzdem regionale Anpassungen vornehmen können", sagte der SPD-Politiker. "Und dieser Plan sollte am besten so gestaltet sein, dass er in beide Richtungen etwas formuliert: Wenn die Infektionszahlen sinken - aber auch, wenn sie wieder steigen."

28.2.2021 • 14:17 Uhr

Lindner fordert nationales Impfportal und Nachrückliste

FDP-Chef Christian Lindner hat gefordert, den Stau bei der Verwendung von Impfstoff gegen das Coronavirus schnell aufzulösen. "Wir brauchen den Bürokratieabbau beim Impfen. Die Bürger haben längst den Durchblick verloren, wann wer geimpft werden kann", sagte Lindner der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Millionen Bürger warteten seit vielen Wochen auf Termine. "Deutschland braucht ein nationales Impfportal, damit der Zugang zu Impfterminen erleichtert wird", forderte Lindner. "Wir drohen schon bald mehr Impfstoff als Impftermine zu haben." Deshalb sollten auch die Arztpraxen impfen dürfen.

"Haus- und Fachärzte kennen ihre Patienten am besten", sagte er. Sie könnten entsprechend der bundesweiten Vorgaben am besten einschätzen, wer den Impfstoff am dringendsten brauche. "Für nicht genutzte Termine brauchen wir eine Nachrückliste, damit Impfdosen so schnell wie möglich verimpft werden können." Die Bundesregierung sei bei der Beschaffung des Impfstoffs zu zögerlich und zu knausrig gewesen und habe Warnungen ignoriert, kritisierte Lindner. Ähnliche Fehler dürften sich jetzt bei der Impflogistik nicht wiederholen. Von der Bund-Länder-Runde am Mittwoch erwarte er sich zudem "ein klares Signal der Öffnung". Es könne keinen Dauer-Lockdown geben, bis Deutschland beim Impfen vorangekommen sei.

FDP-Parteichef Christian Lindner nimmt eine FFP2-Maske ab. | dpa

"Wir drohen schon bald mehr Impfstoff als Impftermine zu haben", sagte FDP-Parteichef Christian Lindner. Bild: dpa

28.2.2021 • 14:09 Uhr

Maskenverweigerer randalieren in Berliner Linienbus

Zwei Maskenverweigerer haben in einem Berliner Linienbus randaliert und andere Fahrgäste angegriffen. Die beiden Männer seien am späten Samstagabend ohne den vorgeschriebenen Mund-Nase-Schutz in den Bus eingestiegen, erklärte die Polizei. Sie hätten dann andere Fahrgäste angepöbelt und zur Abnahme ihrer Masken aufgefordert. Ein Mann forderte demnach die mutmaßlich alkoholisierten Pöbler auf, Abstand zu halten, und wurde von einem von ihnen getreten. Ein weiterer Fahrgast ging dazwischen und wurde daraufhin ins Gesicht geschlagen und dadurch verletzt. Die Busfahrerin alarmierte die Polizei. Die 22 und 50 Jahre alten Pöbler verließen den Angaben zufolge den Bus, wurden aber in der Nähe von der Polizei festgenommen. Gegen sie wird wegen Körperverletzung ermittelt.

28.2.2021 • 13:52 Uhr

Tschechiens Präsident: Pandemie im September vorbei

Tschechiens Präsident Milos Zeman glaubt, dass die Corona-Pandemie in seinem Land spätestens im September ausgestanden sein könnte. Alle, die eine Corona-Impfung bekommen möchten, würden bis dahin geimpft sein, sagte Zeman dem Fernsehsender CNN Prima News, wie die Nachrichtenagentur CTK meldete. Auch glaube er, dass die "leicht wahnsinnige Gruppe", die eine Impfung ablehne, bis dahin ihre Meinung geändert habe.

Tschechien hat gegenwärtig die höchste Infektionsrate in der ganzen EU. Am Samstag meldeten die Behörden 7798 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Von Montag an soll die Bewegungsfreiheit der Menschen im ganzen Land drastisch eingeschränkt werden. Sie dürfen ihren jeweiligen Bezirk nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Die Maßnahmen gelten zunächst für drei Wochen. Zusätzlich zu 26.000 Polizisten sollen 5000 Soldaten darüber wachen, dass die Auflagen eingehalten werden.

28.2.2021 • 13:27 Uhr

Handelsverband: Wirtschaft mehr einbinden

Der Groß- und Außenhandelsverband BGA fordert bei der Corona-Politik mehr Einbindung von Wirtschaftsvertretern. "Die deutsche Wirtschaft kann Krisen lösen, sie tut es jeden Tag auf der ganzen Welt", schreibt BGA-Präsident Anton Börner in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". "Dass sie nicht in das Corona-Krisen-Management der EU, der Bundesregierung und der Bundesländer einbezogen wird, ist skandalös." Experten aus der Wirtschaft würden bei den Themen Impfkampagne und Öffnungsstrategie nicht involviert, kritisierte Börner. "Stattdessen scheitert der Staat mit einer planwirtschaftlichen Intervention nach der anderen. Probleme sollen wegverwaltet und mit immer neuen Verordnungen bekämpft werden." Der BGA-Chef forderte einen runden Tisch mit Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

28.2.2021 • 13:25 Uhr

London: Milliardenpaket für Einzelhandel und Gastgewerbe

Die britische Regierung will Unternehmen unter anderem im Einzelhandel und Gastgewerbe mit einem Hilfspaket in Höhe von fünf Milliarden Pfund (umgerechnet rund 5,8 Milliarden Euro) unter die Arme greifen. Das kündigte der britische Finanzminister Rishi Sunak in einem Interview des Nachrichtensenders Sky News an. "Wir wissen, dass Unternehmen speziell in Gastgewerbe, Freizeit, Hotel und Einzelhandel von den Einschränkungen betroffen waren und sie werden in den kommenden Wochen noch immer geschlossen sein und nur langsam wieder aufmachen (...)", so der Schatzkanzler. Das Hilfspaket solle den Unternehmen ermöglichen, Angestellte zu behalten und Rechnungen zu zahlen. Einzelne Unternehmen könnten mit Einmalzahlungen von bis zu 18.000 Pfund (rund 21.000 Euro) unterstützt werden. Profitieren sollen davon rund 650.000 Unternehmen im ganzen Land.

28.2.2021 • 13:07 Uhr

Lauterbach: AstraZeneca auch für über 65-Jährige

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine Neuausrichtung der Impfstrategie. Der Impfstoff von AstraZeneca solle für alle unter 65-Jährigen in den ersten drei Prioritätsgruppen der Impfverordnung "sofort zur Verfügung gestellt werden", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das Präparat solle auch bei über 65-Jährigen "sofort eingesetzt werden dürfen". Der Abstand zwischen erster und zweiter Impfung solle bei allen Impfstoffen innerhalb der Zulassung soweit gestreckt werden wie möglich.

Karl Lauterbach | dpa

Der Impfstoff von AstraZeneca solle auch bei über 65-Jährigen "sofort eingesetzt werden dürfen", forderte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Bild: dpa

28.2.2021 • 13:03 Uhr

Französische Grenzregion Moselle jetzt Mutationsgebiet

Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft die grenznahe französische Region Moselle als Coronavirusvarianten-Gebiet ein. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf das Leben im deutsch-französischen Grenzgebiet zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz. Das RKI veröffentlichte eine entsprechende Entscheidung des Krisenstabes der Bundesregierung auf seiner Webseite. Hintergrund ist die sehr starke Ausbreitung der in Südafrika erstmals festgestellten, hochansteckenden Virus-Mutation in der Region Moselle. Die Grenzen nach Frankreich sollen aber nach Angaben aus Regierungskreisen in Berlin nicht geschlossen werden.

Mit der Einstufung muss der grenzüberschreitende öffentliche Nahverkehr ins Saarland und nach Rheinland-Pfalz gestoppt werden, weil ab Dienstag ein Beförderungsverbot gilt. Berufspendler müsse einen negativen Schnell- oder PCR-Test vorweisen. Allerdings soll es auf deutscher Seite keine stationären Grenzkontrollen geben, die beide Bundesländer abgelehnt haben, hieß es. Stattdessen soll es durch Schleierfahndung Kontrollen im Hinterland geben. Auch diese Regelung tritt am Dienstag in Kraft. Zuvor soll es mit der französischen Seite weitere Abstimmungen über möglichst synchrone Maßnahmen geben.

28.2.2021 • 12:45 Uhr

Orban lässt sich chinesischen Impfstoff spritzen

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat sich nach eigenen Angaben gegen Covid-19 impfen lassen. Der rechtsnationale Politiker veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite Bilder, die ihn bei der Impfung zeigen. Auf einem weiteren Foto ist eine Packung mit chinesischer Aufschrift zu sehen. Bereits zuvor hatte Orban angekündigt, sich den chinesischen Impfstoff Sinopharm spritzen lassen zu wollen.

Bisher verabreichte Ungarn seinen Bürgern 680.000 Impfungen gegen Corona, die meisten davon mit Produkten westlicher Hersteller. Doch allein in den letzten 24 Stunden wurden nach offiziellen Angaben vom Sonntag 114.000 Impfungen vorgenommen - die weitaus meisten davon mit Sinopharm. Der Impfstoff ist ebenso wie das russische Produkt Sputnik V in der EU nicht zugelassen. Von Sinopharm hat Ungarn fünf Millionen Dosen, von Sputnik V zwei Millionen Dosen bestellt. Von Sinopharm trafen bisher 550.000, von Sputnik V 145.600 Dosen ein. Angesichts der Lieferengpässe bei den westlichen Vakzinen erhofft sich Orban vom Einsatz östlicher Produkte eine positive Wende im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Letztere sind jedoch nicht unumstritten

Ein von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban veröffentlichtes Bild soll ihn bei einer Corona-Impfung zeigen.  |

Ein von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban veröffentlichtes Bild soll ihn bei einer Corona-Impfung zeigen.

28.2.2021 • 12:43 Uhr

Britischer Minister: Impfpass könnte Wirtschaft helfen

Ein Corona-Impfpass könnte nach Einschätzung des britischen Finanzministers Rishi Sunak dem Land und der Wirtschaft helfen, sich von den Folgen der Corona-Pandemie zu erholen. Möglicherweise könnten dann zum Beispiel Großveranstaltungen wieder stattfinden, sagte er der BBC. Allerdings ist es laut Sunak eine schwierige Frage, ob geimpften Menschen größere Freiheiten erlaubt werden sollen als nicht geimpften. Premierminister Boris Johnson hat vergangene Woche eine Überprüfung der wissenschaftlichen, moralischen und ethischen Fragen zu einem Impfpass angekündigt.

28.2.2021 • 12:22 Uhr

Kinderärzte: Schulen und Kitas umgehend öffnen

Vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie fordern die Kinderärzte eine rasche Öffnung von Schulen und Kitas. "Auch nach dem Auftreten von Virusmutationen bleibt es dabei, dass Kinder und Jugendliche keine Treiber der Pandemie sind", sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Deshalb können und müssen alle Schulen und die Kitas umgehend wieder geöffnet werden. Sie spielen im Infektionsgeschehen keine nennenswerte Rolle."

Eine weitere Schließung der Schulen würde die Kollateralschäden für Kinder und Jugendliche massiv erhöhen, warnte Fischbach. Die psychischen, sozialen und emotionalen Beeinträchtigungen seien nach einem Jahr im Corona-Ausnahmezustand jetzt im zweiten Lockdown noch stärker als im ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr. Neben Vereinsamung, Depression, aggressivem Verhalten und innerfamiliären Konflikten sei auch eine Zunahme der Fettleibigkeit aufgrund von Bewegungsmangel zu beobachten. "Je länger der Lockdown dauert, desto massiver werden aller Voraussicht nach die Langzeitfolgen sein", sagte Fischbach.

Notfallbetreung in einer Schule in Frankfurt am Main. | dpa

Eine weitere Schließung der Schulen würde die Kollateralschäden für Kinder und Jugendliche massiv erhöhen, warnte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach. Bild: dpa

28.2.2021 • 12:14 Uhr

Dreyer: Ab Frühling mehr Öffnungen mit Schnelltests

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hält die Wiedereröffnung vieler Geschäfte und Einrichtungen ab dem Frühjahr unter Verwendung von Corona-Schnelltests für sinnvoll. Vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch betont sie, dass Schritt für Schritt weitere Öffnungen nötig seien. "Ich glaube, dass wir ein echtes Signal an die Bevölkerung aber auch an die Wirtschaft geben müssen", sagte sie dem ARD-Hauptstadtstudio. Mehr Testungen und mehr Impfungen könnten mehr Möglichkeiten geben, so Dreyer weiter, "da müssen wir jetzt nochmal richtig Druck reingeben."

"Mit Schnelltests kann ein privater Veranstalter oder Gastgeber, egal ob er eine Gaststätte, einen Laden oder ein Museum betreibt, sicherstellen, dass von seinen Kunden kaum Ansteckungsgefahr ausgeht, und damit sein Gewerbe wieder betreiben", sagte sie zuvor der "Bild am Sonntag". Dreyer betonte zugleich, dies müsse "unter strengen Auflagen passieren". Ein solches Vorgehen "kann Praxis im Frühling und Sommer werden".

Mit Blick auf Corona-Selbsttests für den Hausgebrauch, die seit wenigen Tagen in Deutschland zugelassen sind, forderte Dreyer Unterstützung für Menschen mit niedrigem Einkommen. "Man muss sicherlich eine Regelung für Geringverdiener finden. Selbsttests dürfen kein Luxusgut für Besserverdiener werden", sagte sie. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuletzt offen gelassen, ob die Abgabe der Selbsttests bezuschusst wird. Dies hänge auch vom Preis ab. Ursprünglich hatte Spahn erwogen, die Selbsttests mit einer Eigenbeteiligung von einem Euro abzugeben. 

Malu Dreyer |

"Selbsttests dürfen kein Luxusgut für Besserverdiener werden", sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

28.2.2021 • 12:11 Uhr

Immunologe schlägt AstraZeneca-Impfung für Merkel im Live-TV vor

Um der Skepsis gegen den AstraZeneca-Impfstoff in Deutschland zu begegnen, hat sich ein führender Immunologe dafür ausgesprochen, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) live im Fernsehen mit dem Präparat impfen lässt. Das sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, dem britischen öffentlich-rechtlichen Rundfunksender BBC in einem Radiointerview. Es sei bereits abzusehen, dass die Ständige Impfkommission das Vakzin auch für die über 65-Jährigen empfehlen werde, so Watzl.

"Wenn Angela Merkel zu diesem Zeitpunkt ins Live-Fernsehen gehen würde und mit dem Impfstoff geimpft würde, wäre das natürlich großartig", so der Immunologe. Der AstraZeneca-Impfstoff habe ein reines PR-Problem, betonte Watzl in dem Interview. Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie werde in den kommenden Tagen eine Stellungnahme veröffentlichen, "in der wir klar die Fakten darlegen, dass dies ein sicherer und effektiver Impfstoff auch für Ältere ist", sagte der Wissenschaftler. Es forderte aber auch von der Politik die Botschaft, dass die Menschen sich impfen lassen sollten.

28.2.2021 • 11:31 Uhr

Mode- und Schuhhandel warnt vor Massenschließungen

Der deutsche Mode- und Schuhhandel warnt vor einem massenhaften Ladensterben. "Wenn Mode- und Warenhäuser sowie Schuh- und Lederwarengeschäfte nicht zeitnah noch im März wieder öffnen dürfen, werden Tausende Läden für immer geschlossen bleiben", erklärten die Handelsverbände Textil, Schuhe und Lederwaren. Denn das wäre nach Frühjahr/Sommer 2020 und Herbst/Winter 2020/21 die dritte Saison mit großen Verlusten in Folge. "Das werden viele Mode- und Schuhhäuser, und zwar aller Umsatzgrößen, nicht überleben", sagte Verbandsgeschäftsführer Siegfried Jacobs.

28.2.2021 • 11:06 Uhr

Hunderte verstoßen gegen Corona-Regeln in Stuttgart

Mehrere Hundert Menschen haben sich am Samstag in der Stuttgarter Innenstadt getroffen und gegen Corona-Regeln verstoßen. Die überwiegend jungen Menschen haben sich am Abend im Bereich des Schlossplatzes getroffen, ein Großteil von ihnen hielt sich nicht an Abstandsregeln und trug keinen Mund-Nasen-Schutz, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.

Weil auch gegen das Ansammlungs- und Alkoholverbot verstoßen worden sei, forderte die Polizei die Menschen auf zu gehen. Etliche wurden dabei nach Angaben der Polizei aggressiv, es bildeten sich Sprechchöre gegen den Einsatz. Mehrere Flaschen und Steine wurden demnach in Richtung der Polizisten geworfen. Ein Beamter soll von einem Gegenstand am Helm getroffen worden sein, er blieb jedoch unverletzt.

28.2.2021 • 10:54 Uhr

Gesundheitsdirektor: Frankreich kann Lockdown verhindern

Frankreichs Direktor der nationalen Gesundheitsbehörde geht davon aus, dass das Land trotz angespannter Corona-Situationen einen landesweiten Lockdown verhindern kann. "Ein Lockdown kann immer noch vermieden werden, wenn sich alle mobilisieren, wenn sich alle anstrengen", sagte Jérôme Salomon der Sonntagszeitung "Journal du Dimanche". Frankreich befinde sich in der "kritischen Phase eines Wettlaufs". Bisher habe man Zeit gewinnen können - etwa durch die abendliche Ausgangssperre.

Am meisten bereite derzeit die Verbreitung der Varianten Sorge. "Ihre Anwesenheit bedeutet, dass wir eine höhere Stufe der kollektiven Immunität erreichen müssen, nämlich 80 Prozent. Heute sind zwischen 15 und 20 Prozent der französischen Bevölkerung immun und 5 Prozent sind geimpft." Problematisch sei auch, dass es viele asymptomatische Fälle bei jungen Menschen gebe. Salomon rief die Menschen dazu auf, sich beim geringsten Zweifel testen zu lassen. Das ist in Frankreich problemlos in Apotheken und medizinischen Laboren möglich. Pro Woche werden in der Regeln mehr als zwei Millionen Tests durchgeführt.

28.2.2021 • 10:52 Uhr

Papst trotz Covid-Fall im Planungsstab im Irak erwartet

Ungeachtet einer Covid-Erkrankung des Vatikanbotschafters in Bagdad soll ein Besuch von Papst Franziskus im Irak wie geplant diese Woche stattfinden. Das bestätigte die Vertretung des Heiligen Stuhls in Bagdad. Nuntius Mitja Leskovar zeige nur leichte Krankheitssymptome und setze die Vorbereitungen aus der häuslichen Quarantäne fort, hieß es. Bei Auslandsreisen des Kirchenoberhaupts spielt der Botschafter in dem jeweiligen Land eine Schlüsselrolle.

Virologen raten von der bevorstehenden Reise des Papstes zu christlichen Gemeinden im Irak ab, weil dabei sogenannte Superspreader-Events zur Verbreitung des Coronavirus entstehen könnten. Franziskus will mit seinem Besuch vom 5. bis 8. März der von Konflikten dezimierten christlichen Minderheit Iraks Mut machen und als erster Papst den Geburtsort Abrahams aufsuchen. Das 84-jährige katholische Oberhaupt und seine Delegation sind gegen das Coronavirus geimpft, die irakischen Gläubigen jedoch nicht.

Der Sieben-Tage-Mittelwert von Corona-Infektionen im Irak ist in den vergangenen vier Wochen um das Viereinhalbfache gestiegen. Die Regierung verhängte landesweite Ausgangssperren. Der Vatikan hatte die Papstreise im Dezember angekündigt, aber stets betont, ihre Durchführung vom Pandemieverlauf abhängig zu machen.

28.2.2021 • 10:42 Uhr

Söder warnt vor zu weitreichenden Öffnungen

Drei Tage vor der nächsten Bund-Länder-Runde zu Corona hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor zu weitreichenden Öffnungen gewarnt. "Wir dürfen nicht in einer Art Öffnungsrausch in die dritte Welle mit einer Art Blindflug hineinkommen", sagte er dem ARD-Hauptstadtstudio. Es müsse das Prinzip gelten: "Öffnen ja, aber mit großer Vorsicht." Aufgrund unterschiedlicher Inzidenzwerte plädiert Söder für regionale Differenzierungen auch innerhalb von Bundesländern. Es sei wichtig, durch das Bund-Länder-Treffen am Mittwoch nicht den Eindruck eines Durcheinanders zu geben.

"Wir dürfen mit Deutschland keine Experimente machen, sondern brauchen eine nachhaltige Öffnungsmatrix. Es geht nur Schritt für Schritt", sagte Söder zurvor der "Bild am Sonntag". Unterdessen spricht sich eine Mehrheit der Deutschen für weitreichende Öffnungen aus: Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der Zeitung sind 75 Prozent für die Öffnung des Einzelhandels im März, 17 Prozent sind dagegen, acht Prozent waren unentschieden. Zudem sprachen sich von den 1.016 Befragten 54 Prozent dafür aus, Restaurants und Kneipen im März wieder zu öffnen (35 Prozent dagegen). Für die Öffnung von Schulen und Kitas votierten 64 Prozent (26 Prozent dagegen), bei Hotels war es 45 zu 37 Prozent. Auch bei den Museen gibt es mehr Öffnungs-Befürworter als Gegner: 42 zu 35 Prozent). Umgekehrt verhält es sich hingegen bei Kinos und Theatern (35 Prozent für Öffnungen, 46 Prozent dagegen) sowie Sportstätten und Fitnessstudios (40 zu 41 Prozent).

28.2.2021 • 10:38 Uhr

Lehrerverband schlägt freiwilliges Zusatzschuljahr vor

Um Lerndefizite durch die Schulschließungen in der Corona-Krise auszugleichen, schlägt der Deutsche Lehrerverband ein freiwilliges Zusatzschuljahr vor. "Aber nicht komplett in allen Fächern, sondern in eigenen Lerngruppen, in denen der Stoff wiederholt wird, in dem es Defizite gibt", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Zielgruppe seien Kinder, bei denen Ferienkurse und Nachhilfe nicht weiterhelfen.

Um den Zusatzunterricht für die freiwilligen Wiederholer zu organisieren, schlug Meidinger vor, Lehrkräfte aus dem Ruhestand zu reaktivieren. Außerdem sollten Teilzeitkräfte ermutigt werden, ihre Stunden aufzustocken. Die Schülerinnen und Schüler sollten zudem von ehrenamtliche Mentoren und Mentorinnen begleitet werden. Ein detailliertes Konzept will der Lehrerverband dem Zeitungsbericht zufolge in den kommenden Tagen vorlegen.

In einem Klassenraum einer Grundschule in Niedersachsen sind die Stühle hochgestellt.  | dpa

Um Lerndefizite durch die Schulschließungen in der Corona-Krise auszugleichen, schlägt der Deutsche Lehrerverband ein freiwilliges Zusatzschuljahr vor. Bild: dpa

28.2.2021 • 10:34 Uhr

Proteste nach "VIP-Impfungen" in Argentinien

Nach einem Skandal um so genannte VIP-Impfungen sind in Argentinien tausende Menschen auf die Straße gegangen. In der Hauptstadt Buenos Aires versammelten sich die Demonstranten vor dem Regierungssitz und forderten eine gerechte Verteilung des Corona-Impfstoffs. 

Der Skandal war ans Tageslicht gekommen, nachdem ein Journalist im Radio berichtet hatte, er sei dank seiner persönlichen Freundschaft mit Gesundheitsminister Ginés Gonzalez García bereits außer der Reihe geimpft worden. Der Minister musste daraufhin zurücktreten. Die Regierung veröffentlichte inzwischen eine Liste mit 70 Personen, die in einem Verstoß gegen die Impfreihenfolge bei der Immunisierung vorgezogen wurden, darunter der 38 Jahre alte Gesundheitsminister sowie Ex-Präsident Eduardo Duhalde, dessen Frau und Kinder.

"Sie haben damit begonnen, die Freunde der Macht zu impfen", sagte die Demonstrantin Irene Marcet. "Damit stehlen sie das Leben von jemand anderem." Am Zaun des Regierungssitzes Casa Rosada befestigten die Demonstranten Attrappen von Leichensäcke mit den Namen der Geimpften aus dem Umfeld der Regierung. Präsident Alberto Fernández verurteilte dies als "barbarischen Akt". 

Am Zaun des argentinischen Regierungssitzes Casa Rosada in Buenos Aires befestigten Demonstranten Attrappen von Leichensäcke mit den Namen der Geimpften aus dem Umfeld der Regierung. | AFP

Am Zaun des argentinischen Regierungssitzes Casa Rosada in Buenos Aires befestigten Demonstranten Attrappen von Leichensäcke mit den Namen der Geimpften aus dem Umfeld der Regierung. Bild: AFP

28.2.2021 • 10:22 Uhr

Steinmeier lobt Geduld der Kinder

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Geduld der Kinder in der Corona-Pandemie gelobt. "Ich bin ganz, ganz tief beeindruckt, wie ihr das macht", sagte er bei einem Auftritt in der "Sendung mit der Maus" der ARD. "Ihr seid die meiste Zeit zuhause bei den Eltern, kein Spielen, keine Freunde treffen", beschrieb das Staatsoberhaupt die Situation der Kleinsten in der Pandemie. "Aber ihr kriegt das hin und das finde ich ganz toll."

Allzu viel Hoffnung auf Besserung konnte er den Kindern nicht machen: Selbst die "schlauesten Wissenschaftler" wüssten nicht, wie lange die Pandemie noch dauern werde. "Sicher ist nur: Es wird wieder normaler, je mehr und schneller wir uns impfen lassen." Auch Steinmeiers Ehefrau Elke Büdenbender zeigte sich beeindruckt vom Umgang der Kinder mit der Situation. Die Erwachsenen könnten sich gar nicht vorstellen, wie es den Kindern gehe. "Ich bin echt stolz darauf, wie ihr das macht", sagte sie in der Sendung. 

28.2.2021 • 09:43 Uhr

Festnahmen bei Protesten in Dänemark

Am Rande von Protesten gegen die Corona-Beschränkungen in Dänemark sind in Kopenhagen acht Menschen festgenommen worden. Die Demonstration am Samstagabend verlief nach Polizeiangaben weitgehend friedlich, die acht Festnahmen seien wegen des Einsatzes von Feuerwerk und gewalttätigen Verhaltens erfolgt.

Die dänische Regierung hatte am Mittwoch angekündigt, einige Corona-Maßnahmen ab Montag zu lockern, die meisten Beschränkungen wurden aber bis zum 5. April verlängert. Zunächst nahmen rund 600 Menschen an einem Protestzug teil, am späten Abend wurden rund 1200 Menschen auf dem Platz vor dem Rathaus von Kopenhagen gezählt. "Freiheit für Dänemark, wir haben genug" war das Motto der Demonstration. Organisiert wurde sie von der radikalen Gruppe "Männer in Schwarz", die seit Dezember bereits zu mehreren Kundgebungen aufgerufen hatte.

Ab Montag dürfen in Dänemark zunächst Geschäfte öffnen, deren Ladenfläche kleiner als 5000 Quadratmeter ist und die sich nicht in Einkaufszentren befinden. Auch einige größere Geschäfte dürfen wieder öffnen, aber nur mit einer behördlichen Genehmigung und einer Kunden-Obergrenze. An Sport- und Vereinsaktivitäten im Freien dürfen statt fünf künftig 25 Menschen teilnehmen. Die meisten weiterführenden Schulen sowie Bars und Restaurants bleiben hingegen weiter geschlossen. Dänemark befindet sich seit Dezember in einem Teil-Lockdown. Die Infektionszahlen gehen seit Wochen deutlich zurück. Sorgen bereitet der Regierung aber die ansteckendere britische Corona-Mutante, die inzwischen bei der Mehrheit der Virustests nachgewiesen wird.

28.2.2021 • 08:08 Uhr

Schwesig dringt auf Perspektivplan

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat vor dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch ihre Forderung nach einem Ausstiegsszenario aus dem Lockdown erneuert. "Wir brauchen dringend einen Perspektivplan für ganz Deutschland. Wir müssen den Menschen sagen, in welchen Schritten wir vorangehen wollen", sagte Schwesig der Nachrichtenagentur dpa.

Bei der Festlegung auf Lockerungen dürfe nicht allein die Sieben-Tage-Inzidenz bei Neuinfektionen der Maßstab sein. "Wir müssen stärker darauf schauen, wie die Belastung der Krankenhäuser ist, wie der Stand der Impfungen. Und wir müssen mit dem Testen vorankommen", sagte die SPD-Politikerin. Wenn flächendeckend Selbsttests zur Anwendung kämen, etwa in Kitas, Schulen und auch wirtschaftlichen Bereichen, wären mehr Öffnungen möglich.

Manuela Schwesig |

"Wir müssen den Menschen sagen, in welchen Schritten wir vorangehen wollen", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

28.2.2021 • 06:48 Uhr

Volkswirte: Wirtschaftsaufschwung hängt am Erfolg der Impfkampagne

Volkswirte führender Finanz- und Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland sehen eine wirtschaftliche Erholung in direkter Abhängigkeit von einem Erfolg der Impfkampagne gegen das Coronavirus.

"Die Beschleunigung der Impfungen ist für die wirtschaftliche Erholung ein ganz entscheidender Faktor. Das ist der wesentliche Knackpunkt", sagte die Nürnberger Professorin und Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung, Veronika Grimm. "Geht es mit den Impfungen zu langsam, so werden auch die Einschränkungen länger andauern", betonte sie.

28.2.2021 • 05:17 Uhr

RKI: 7890 Neuinfektionen und 157 neue Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden 7890 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung Verstorbenen stieg um 157. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.17 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Vor genau einer Woche waren es 7676 neue Fälle und 145 neue Todesfälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bundesweit bei 63,8 und damit so hoch wie am Vortag.

Insgesamt wurden in Deutschland bisher 2.442.336 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 70.045.

28.2.2021 • 04:53 Uhr

Großbritannien stellt Schnelltests für Schüler bereit

Die britischen Behörden wollen allen Haushalten mit Schülern oder Studenten pro Woche zwei Schnelltests pro Person anbieten. Gesundheitsminister Matt Hancock wies in einer Erklärung auf das vordringliche Ziel der Regierung hin, wieder die Klassenräume zu füllen. Ab Montag sollen Schnelltest-Kits an mehr als 500 Orten abgeholt werden können. Großbritannien will die Schulen am 08. März wieder öffnen.

28.2.2021 • 02:42 Uhr

Ärztekammer: Ergebnisse von Schnelltests zentral erfassen

Die Ergebnisse von Corona-Schnelltests sollten nach Ansicht der Bundesärztekammer zentral durch das Robert Koch-Institut (RKI) erfasst werden. "Mit der wachsenden Bedeutung der Antigen-Schnelltests in Deutschland sollten die Ergebnisse dieser Testverfahren detailliert ausgewertet werden", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Unkomplizierte digitale Meldeverfahren und eine zentrale Erfassung der Testergebnisse durch das RKI würden das Dunkelfeld nicht registrierter Infektionen aufhellen und ein umfassenderes Lagebild der Pandemie in Deutschland ermöglichen. Bislang werden in Deutschland nur die Ergebnisse der laborgebundenen PCR-Tests an das RKI gemeldet. Wegen der geringeren Empfindlichkeit müssen positive Schnelltest-Ergebnisse im Labor bestätigt werden, was Experten zufolge aber vermutlich nicht immer geschieht.

28.2.2021 • 02:22 Uhr

Britische Regierung plant neue Wirtschaftshilfen

Die britische Regierung will Firmen in der Coronavirus-Pandemie weitere fünf Milliarden Pfund zukommen lassen. "Jetzt sehen wir Licht am Ende des Tunnels", erklärte Finanzminister Rishi Sunak. Das zusätzliche Geld werde dafür sorgen, dass die Geschäfte mit Zuversicht ihre Türen wieder öffnen könnten. Die Regierung in London hat allein in diesem Jahr 280 Milliarden Pfund im Kampf gegen die Pandemie sowie als Steuerkürzungen ausgegeben. Da der Lockdown in Großbritannien frühestens im Sommer komplett aufgehoben werden soll, will die Regierung zunächst weiteres Geld in die Hand nehmen.

28.2.2021 • 01:33 Uhr

Tschechien soll russischen Impfstoff Sputnik V bekommen

Tschechien rechnet mit einer Lieferung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V. Er habe sich mit einer entsprechenden Anfrage an seinen russischen Kollegen Wladimir Putin gewandt, erläuterte der tschechische Präsident Milos Zeman im Fernsehsender CNN Prima News. "Wenn ich richtig informiert bin, wird diesem Wunsch nachgekommen", sagte der 76-Jährige. Man brauche indes noch eine Zulassung für den Impfstoff, räumte Zeman ein. Ihm selbst würde nach eigener Aussage eine Genehmigung durch die tschechische Arzneimittelbehörde SUKL "vollauf genügen". Anders hatte sich vor kurzem Ministerpräsident Andrej Babis geäußert, der erst die offizielle Freigabe durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) abwarten will.

In Tschechien werden derzeit die Impfstoffe von BioNtech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca verwendet. Bislang wurden in dem EU-Mitgliedstaat mit 10,7 Millionen Einwohnern 644.321 Einzeldosen verabreicht.

28.2.2021 • 00:37 Uhr

Impfstoff von Johnson & Johnson erhält US-Notfallzulassung

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Corona-Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson eine Notfallzulassung erteilt. Damit ist - nach den Impfstoffen des Mainzer Pharma-Unternehmens BioNtech und seines US-Partners Pfizer sowie des US-Pharma-Unternehmens Moderna - nun ein dritter Corona-Impfstoff in den USA bedingt zugelassen. Zudem handelt es sich um das erste Präparat, das nur einmal gespritzt werden muss. Anfang Februar hatte Johnson & Johnson die Notfallzulassung für den von seiner Pharmasparte entwickelten Corona-Impfstoff bei der FDA beantragt.

Mitte Februar folgte der Antrag bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA. Die EMA erklärte, man werde das Vakzin der Johnson & Johnson-Tochter Janssen-Cilag International N.V. in einem beschleunigten Verfahren prüfen. Der zuständige Ausschuss könnte seine Bewertung Mitte März abgeben.

28.2.2021 • 00:15 Uhr

Söder und Kretschmann wollen AstraZeneca-Dosen freigeben

Die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Bayern, Winfried Kretschmann und Markus Söder, haben sich für mehr Pragmatismus bei der Impf-Reihenfolge ausgesprochen. Man könne es sich nicht leisten, "dass Impfstoff herumsteht und nicht verimpft wird, weil Teile der Berechtigten ihn ablehnen", sagte Kretschmann der "Welt am Sonntag". In diesem Fall "müssen wir dieses strenge Regiment auflockern und Menschen impfen, die nach der Priorisierung noch nicht an der Reihe wären". Solange der Impfstoff Mangelware sei, sei die Priorisierung aber sehr wichtig, betonte der Grünen-Politiker.

CSU-Chef Söder will den Impfstoff von AstraZeneca angesichts Hunderttausender ungenutzter Dosen freigeben: "Bevor er liegen bleibt, impfen wer will", sagte Bayerns Regierungschef der "Bild am Sonntag". Es dürfe keine Dosis übrig bleiben oder weggeschmissen werden. "Es kann nicht sein, dass einerseits zu wenig Impfstoff vorhanden ist, aber andererseits AstraZeneca in hohen Zahlen nicht verimpft wird." Dazu solle für den Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers die Impf-Reihenfolge gelockert werden. Einen Alleingang will Bayern dem Bericht zufolge aber nicht starten, vielmehr strebe man eine bundeseinheitliche Regelung an. Laut Söder solle mit der Freigabe auch über die Hausärzte verimpft werden.

28.2.2021 • 00:09 Uhr

Landkreistag fordert Strategie für regionale Lockerungen

Der Deutsche Landkreistag fordert von der Bund-Länder-Runde am Mittwoch eine Strategie für regionale Lockerungen von Corona-Beschränkungen. "Erste Öffnungsschritte in einzelnen Landkreisen lassen sich sehr wohl verantworten", sagte der Präsident des Landkreistags, Reinhard Sager, der "Welt am Sonntag". Bundesregierung und Ministerpräsidenten müssten stärker die Corona-Situation vor Ort betrachten. "Wir können nicht warten, bis innerhalb eines Bundeslands oder sogar im gesamten Bundesgebiet die Werte so niedrig sind, dass sich überall Öffnungsmaßnahmen rechtfertigen lassen. Dafür sind die regionalen Unterschiede einfach zu groß", betonte Sager. Benachbarte Kommunen und Bundesländer sollten Öffnungsschritte koordinieren, so Sager.