FDP-Parteichef Christian Lindner nimmt eine FFP2-Maske ab. | dpa
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Liveblog zum Nachlesen ++ Lindner fordert Debatte über Inzidenzwert ++

Stand: 21.02.2021 23:00 Uhr

FDP-Chef Lindner zweifelt am Festhalten an Inzidenzwerten zur Lockerung der Corona-Beschränkungen. Im Gazastreifen ist der russische Corona-Impfstoff Sputnik V eingetroffen. Alle Entwicklungen vom Sonntag zum Nachlesen.

  • Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt auf 60,2
  • Verstärkte Kontrollen in MV und Berlin
  • Mehr als 4500 Menschen an deutscher Grenze abgewiesen
  • Großbritannien beschleunigt Impfkampagne
  • Israelisches Gesundheitsministerium: BioNTech-Impfstoff hochwirksam
21.2.2021 • 23:00 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse!

21.2.2021 • 22:28 Uhr

US-Seuchenbehörde meldet 63,1 Millionen Impfungen

Die US-Seuchenbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang 63,1 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 75,2 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

21.2.2021 • 21:01 Uhr

Zu viele Fans: Polizei löst "Line Dance"-Aufführung auf

Im Ostseebad Kühlungsborn hat die Polizei wegen der Corona-Einschränkungen eine "Line Dance"-Vorführung gestoppt. Etwa 50 Tänzerinnen und Tänzer hatten sich in der Innenstadt getroffen, wie ein Polizeisprecher sagte. Durch großen Andrang im Zuge des sonnigen Wetters blieben mehrere Hundert Zuschauer auf dem Boulevard stehen, so dass sich eine größere Ansammlung bildete. Dabei seien die Kontaktabstände nicht mehr eingehalten worden. So mussten die Tanzgruppe abbrechen und die Besucherinnen und Besucher sich entsprechend der Vorgaben wieder anders verteilen.

21.2.2021 • 20:56 Uhr

FDP-Chef fordert Debatte über Inzidenzwert

Der FDP-Chef Christian Lindner hat angesichts wieder steigender Infektionszahlen eine Debatte über die Sinnhaftigkeit des jüngst angestrebten Inzidenzwertes von unter 35 zur Lockerung des öffentlichen Lebens gefordert. "Die alleinige Orientierung an den Zahlen 35 oder 50 wird dem Pandemie-Geschehen nicht gerecht", sagte Lindner dem Magazin "Spiegel". Je mehr Tests zur Verfügung stünden und je mehr Menschen mit hohem Risiko einer schweren Erkrankung geimpft seien, desto weniger sagten diese Zahlen allein etwas aus.

Um Maßnahmen verhältnismäßig zu gestalten, müssten auch andere Messgrößen betrachtet werden, sagte der FDP-Vorsitzende. "Wichtig ist zum Beispiel zu wissen, welche Altersgruppen sich infizieren, wie die Auslastung der Intensivstationen ist und wie tatsächlich die Nachverfolgung von Infektionsketten gelingt", so Lindner. "Das Raster der Inzidenzen von 35 und 50 ist dafür längst zu grob." Bund und Länder hatten kürzlich beschlossen, Lockerungen des öffentlichen Lebens erst ab einem stabilen Inzidenzwert von unter 35 zu ermöglichen.

21.2.2021 • 20:14 Uhr

Spahn hält frühere Impfungen für Lehrer und Erzieher für möglich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält vorgezogene Corona-Impfungen für Lehrkräfte und Kita-Personal ab März für möglich. Er wolle mit den Gesundheitsministern der Länder darüber beraten, sagte Spahn im Bericht aus Berlin. Danach wolle er zügig die Impfverordnung anpassen. Dies könne binnen einer guten Woche geschehen. Von Anfang März an könnten die Lehrerinnen und Erzieher dann in die Impfzentren kommen. Zuerst müsse aber die Priorisierungsgruppe eins, zu der vor allem Menschen über 80 gehören, durchgeimpft sein. Zuvor hatte der Gesundheitsminister bereits in Aussicht gestellt, dass Grundschul- und Kita-Personal - bislang in Priorisierungsgruppe drei - in die zweite Priorisierungsgruppe aufrücken.

21.2.2021 • 19:42 Uhr

Italien: Angst vor weiterer Corona-Welle

In Italien steigt die Angst vor einer weiteren Ansteckungswelle mit dem Coronavirus. Besondere Sorge bereite die Ausbreitung der britischen Virus-Variante, auf die der Anstieg der Fallzahlen zurückzuführen sei, sagte der führende Virologe Massimo Galli der Zeitung "Il Messaggero". Experten befürchten auch eine beschleunigte Verbreitung durch das milde Wetter am Wochenende, das kaum einen Italiener zu Hause hielt. Stattdessen strömten Menschenmassen auf die Straßen, in die Parks und an die Uferpromenaden mehrerer italienischer Städte. So musste in Rom die Via del Corso, eine der Haupteinkaufsstraßen in der Altstadt, für den Publikumsverkehr gesperrt werden: Der Zustrom der Passanten war so groß, dass Abstände nicht mehr eingehalten werden konnten. Als Reaktion auf die Ausbreitung von Corona-Varianten verschärften drei Regionen ihre Corona-Beschränkungen.

Menschen schlendern durch die Via del Corso in Rom. | EPA

Sonniges Wochenend-Wetter: Die Via del Corso in Rom musste gesperrt werden, weil zu viele Menschen unterwegs waren. Bild: EPA

21.2.2021 • 18:54 Uhr

USA fordern von China alle Daten über Pandemie-Beginn

Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden hat China Versäumnisse bei der Aufarbeitung der Corona-Pandemie vorgeworfen. "Wir sind nicht der Ansicht, dass China ausreichend Originaldaten darüber zur Verfügung gestellt hat, wie diese Pandemie begonnen hat, sich in China und schließlich in der ganzen Welt auszubreiten", sagte Jake Sullivan dem Sender CBS News. Sowohl China als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) müssten in dieser Hinsicht nachbessern. Für eine notwendige "glaubwürdige, offene, transparente, internationale Untersuchung" unter Federführung der WHO brauche es Zugriff auf alle Daten, so Sullivan.

Im Auftrag der WHO hatte ein internationales Expertenteam bis Anfang des Monats in China nach der Herkunft des Erregers gesucht. Nach Untersuchungen in der Metropole Wuhan, wo im Dezember 2019 erstmals Infektionen mit dem Coronavirus entdeckt worden waren, gab es jedoch wenig greifbare Ergebnisse. Die Suche nach dem Ursprung des Virus gilt als politisch heikel, weil China fürchtet, als Schuldiger für die Pandemie angeprangert zu werden.

21.2.2021 • 18:50 Uhr

Bulgarien: Großer Andrang bei Corona-Impfaktion

Bulgarien hat bei großem Andrang von Impfwilligen einen Durchbruch bei der Corona-Impfaktion geschafft. "An diesem Wochenende gingen wir zur Massenimpfung über", sagte der Oberste Inspektor für Gesundheit und Mitglied des Corona-Stabs, Angel Kuntschew. In Bulgarien wurden nach einer Anordnung von Regierungschef Boiko Borissow jetzt auch sogenannte grüne Korridore für Impfwillige eröffnet, die nicht vom Impfplan der Regierung erfasst werden oder erst viel später dran gewesen wären. Lange Warteschlangen von Menschen bildeten sich vor den 318 teils neu eingerichteten Impfstationen in der Hauptstadt Sofia und in anderen größeren Städten. "Das Interesse an Impfungen gegen Covid-19 ist enorm", sagte sich Gesundheitsminister Kostadin Angelow. Er stellte die Eröffnung von rund um die Uhr geöffneten Impfstellen sowie mobilen Impfteams in Aussicht. Überall würden jetzt Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca verabreicht, erläuterte Angelow.

21.2.2021 • 18:34 Uhr

Spahn: Kein langfristiger Öffnungsplan

Gesundheitsminister Jens Spahn hält nach eigenen Worten einen längerfristigen Öffnungsplan derzeit für unmöglich. Er wisse zwar, alle wünschten sich einen Plan für drei oder sechs Monate, sagt er im Bericht aus Berlin. "Das geht halt gerade nicht. Wir dürfen keine falschen Versprechungen machen." Er wies daraufhin, dass ja schon demnächst Friseure wieder öffneten und ähnliches auch für Schulen gelte. "Wenn wir da trittsicher sind, dann können wir einen weiteren Schritt gehen." Er spricht sich zudem erneut dafür aus, Lehrer und Erzieher in der Impfreihenfolge vorzuziehen. Bund und Länder beraten darüber am Montag.

21.2.2021 • 18:09 Uhr

Italien: AstraZeneca mit weniger Lieferungen

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat weniger Corona-Impfdosen als vorgesehen nach Italien geliefert und damit Unmut der Politik auf sich gezogen. Die Situation sei inakzeptabel, sagte der Präsident der wirtschaftsstarken Region Lombardei, Attilio Fontana, im Fernsehen. Italiens neuer Ministerpräsident Mario Draghi solle sich in Europa mehr Gehör verschaffen, um die Impfkampagne zu sichern.

Der Konzern hatte bereits im Januar angekündigt, im ersten Quartal des Jahres weniger Impfdosen nach Italien zu liefern als geplant und geriet damals schon in die Kritik. Wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, will AstraZeneca nun bis Ende März 4,2 Millionen Dosen liefern. Die Regierung hatte mit acht Millionen Dosen für die ersten drei Monate gerechnet.

21.2.2021 • 17:35 Uhr

Müller kündigt Perspektive für mögliche Öffnungen an

Vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen zur Corona-Pandemie hat der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), eine "Perspektive für das Spektrum möglicher Öffnungen" angekündigt. Orientieren soll sich der Plan nicht nur an der Zahl der Neuansteckungen in der vorangegangenen Woche, wie "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" berichteten. "Wir werden mehrere Faktoren einbeziehen", sagte Müller den Zeitungen. "Der Inzidenzwert bleibt wichtig, aber auch ein R-Wert deutlich unter eins und eine sinkende Auslastung der Intensivmedizin werden wichtige Kriterien für nächste Lockerungsschritte sein", sagte Berlins Regierungschef.

Müller plädierte zudem dafür, dass sich die Ministerpräsidentenkonferenz an den gesetzlich festgeschriebenen Inzidenzwerten 35 und 50 orientiert. Angesichts der zuletzt wieder gestiegenen Fallzahlen und der Gefahr durch Virusmutationen stellte Müller zudem klar, dass der Stufenplan "keine Einbahnstraße in Richtung von Lockerungen" sei.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, mit Gesichtsmaske | dpa

"Wir werden notfalls auch wieder Einschränkungen beschließen müssen, wenn die Zahlen wie in anderen europäischen Ländern wieder stark steigen", sagt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. Bild: dpa

21.2.2021 • 17:32 Uhr

Tansanias Staatschef leugnet Corona nicht länger

Nach langem Widerstand hat Tansanias Präsident John Magufuli eingeräumt, dass sein Land ein Corona-Problem hat. Er rief die Bürgerinnen und Bürger zu Vorsichtsmaßnahmen und dem Tragen von Masken auf - allerdings sollten es nur lokal hergestellte sein. Im Laufe der Pandemie hatte der populistische Staatschef sich argwöhnisch gegenüber Produkten aus dem Ausland gezeigt und die Sicherheit von Impfstoffen infrage gestellt. Erst vor wenigen Tagen hatte das Land den Tod des Vizepräsidenten der halbautonomen Inselregion Sansibar, Seif Sharif Hamad, betrauert, der nach Angaben seiner Partei an Covid-19 erkrankt war. Zudem starb vor kurzem Magufulis Chefstaatssekretär John Kijazi. Die Todesursache wurde aber nicht bekanntgegeben. Bei der Beerdigungsfeier für Kijazi hatte Magufli seine Landsleute ber zu dreitägigen "Gebeten gegen Atemwegsleiden" aufgerufen. Vielleicht habe das Volk sich an Gott versündigt, sagte er. Wiederholt hatte Magufuli zuvor behauptet, das Virus sei in Tansania mit Gottes Hilfe bezwungen worden.

In Tansania lösen Magufulis Sparmaßnahmen Jubel aus. | null

Seit April hat die Regierung von John Magafuli keine aktuellen Infektions- und Opferzahlen zur Pandemie mehr vorgelegt. Präsident und Gesundheitsministerium warben für pflanzliche Heilmittel, deren Wirkung nicht belegt sind. (Archivbild)

21.2.2021 • 16:50 Uhr

Intensivmediziner: Können Corona im Herbst im Griff haben

Der Präsident der deutschen Intensivmediziner, Gernot Marx, ist zuversichtlich, dass Deutschland die Corona-Pandemie in der zweiten Jahreshälfte unter Kontrolle bekommen kann. "Wenn sich jetzt alle Menschen bald gut durchimpfen lassen, dann könnte es sein, dass wir Corona Ende des dritten Quartals 2021, also im Herbst, im Griff haben", sagte Marx der "Augsburger Allgemeinen". "Aber das setzt wirklich voraus, dass sich so gut wie alle impfen lassen. Sonst entstehen in der Zwischenzeit wieder neue Mutanten."

Sorge bereitet die britische Mutante des Coronavirus, die deutlich ansteckender ist. Marx rechnet wie viele andere damit, dass die Corona-Zahlen deshalb wieder nach oben gehen werden: "Wir gehen von einer dritten Welle aus", sagte er. "Unsere Bitte lautet darum: Lassen Sie sich impfen - auch mit AstraZeneca."

21.2.2021 • 16:45 Uhr

Corona-Impfdosen im Gazastreifen eingetroffen

20.000 Dosen des russischen Corona-Impfstoffs SputnikV sind im Gazastreifen eingetroffen. Die Lieferung sei von Ägypten aus über den Rafah-Grenzübergang in das Palästinensergebiet gebracht worden, teilten Repräsentanten der dort herrschenden islamistischen Hamas mit. Sie waren von den Vereinigten Arabischen Emiraten gespendet worden, um bei der Bekämpfung des Coronavirus in dem Küstenstreifen zu helfen. Zunächst sollten medizinisches Personal, Patienten mit chronischen Erkrankungen und Organtransplantierte geimpft werden. Am Mittwoch waren 2000 von der russischen Regierung gespendete Impfdosen in Gazastreifen eingetroffen.

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes im Gazastreifen nehmen eine Lieferung des russischen Corona-Impfstoff SputnikV in Empfang. | AFP

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes im Gazastreifen nehmen die Lieferung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in Empfang. Bild: AFP

21.2.2021 • 16:43 Uhr

Dobrindt für nationale Alleingänge bei Fehlern der EU

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat nationale Alleingänge bei Versäumnissen der EU gefordert. "Wenn Impfstoffe zu spät bestellt, Hilfsmittel nicht ausgezahlt und nationale Maßnahmen blockiert werden, untergräbt die EU selbst das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit ihrer Institutionen", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Deshalb gilt: Wenn Brüssel als langsamer Tanker agiert, muss der Bund handeln." Europäisch Verantwortung zu übernehmen und national zu handeln, das sei kein Widerspruch, sagte er.

21.2.2021 • 16:07 Uhr

Zelt-Krankenhaus in der Westukraine errichtet

Wegen Überlastung mit Corona-Patienten sind im Westen der Ukraine an einem Krankenhaus Zelte zur Behandlung aufgestellt worden. In Bohorodtschany im Gebiet Iwano-Frankiwsk seien somit 120 zusätzliche Betten bereitgestellt worden, teilte der Zivilschutzdienst mit. Auf Fotos war zu sehen, wie die Zelte mitten im Schnee direkt an der Klinik stehen. Die Karpatenregion unweit der EU-Außengrenze weist seit etwa zwei Wochen in der Ukraine die höchsten Infektionszahlen aus. Die Ursachen dafür sind unklar. Dem Land fehlen zur Feststellung von neuen Virusstämmen die Mittel.

21.2.2021 • 15:45 Uhr

Fauci: Auch 2022 noch Maskenpflicht möglich

Der Virologe und US-Chefseuchenberater Anthony Fauci hält es für möglich, dass in den USA noch im nächsten Jahr Masken getragen werden müssen. Allerdings würden die Beschränkungen im öffentlichen Leben immer mehr entlang dem Fortschritt beim Impfen gelockert, sagte er dem Sender CNN.

Sieben selbst genähte Mund- und Nasenmasken aus Stoff hängen in einem Büro am Aktenschrank | dpa

Inzwischen längst Gewohnheit: Masken im Alltag könnten noch eine Zeitlang bleiben. Bild: dpa

21.2.2021 • 15:11 Uhr

Briten und Franzosen lockern Testpflicht für Lkw-Fahrer

Großbritannien und Frankreich lockern die Test-Vorschriften für Lkw-Fahrer beim Überqueren der Grenze. Wer sich weniger als 48 Stunden in Großbritannien aufhalte, brauche keinen Test mehr an der Grenze bei der Rückkehr vorzuweisen, erklärt der britische Verkehrsminister Grant Shapps. Im Dezember hatte Frankreich einen Nachweis von allen Lkw-Fahrern aus Großbritannien verlangt, da sich auf der Insel eine ansteckendere Virus-Mutante schnell verbreitete. Dies hatte zeitweise zu chaotischen Zuständen bei der Lkw-Abfertigung am Ärmel-Kanal geführt.

21.2.2021 • 15:00 Uhr

MV für vorgezogene Impfung von Lehrkräften

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe empfiehlt eine frühere Impfung von Grundschullehrern sowie Kitaerziehern. "Grundschule und Kita wären nach der aktuellen Impfverordnung in der Priorität in Gruppe drei mit dem Impfen dran. Dann könnten sie voraussichtlich erst im Sommer geimpft werden", sagte er. "Hier wollen wir eine entsprechende Änderung erzielen, so dass Grundschullehrer und Erzieher in die Prioritätengruppe zwei vorgezogen werden."

21.2.2021 • 14:56 Uhr

Asselborn warnt vor Grenzschließungen

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat Deutschland vor Grenzschließungen gewarnt. "Natürlich muss es angesichts der Virusmutationen Tests geben, aber wir müssen alles dafür tun, dass die Pendler ohne Einschränkungen zu ihren Arbeitsplätzen kommen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er verwies darauf, dass Luxemburg auf Grenzpendler angewiesen sei. "60 Prozent der Beschäftigten in unseren Krankenhäusern, Altenheimen und Pflegeeinrichtungen sind Grenzgänger. Wenn diese Pendler nicht mehr einreisen können, dann bricht das Gesundheitssystem in Luxemburg zusammen."

Jean Asselborn, luxemburgischer Außenminister und EU-Chefdiplomat | dpa

Jean Asselborn, Außenminister von Luxemburg, fordert, dass Berufspendler weiterhin die Grenze überqueren dürfen. Bild: dpa

21.2.2021 • 14:41 Uhr

Festnahmen bei illegalen Partys in Frankreich

Gut 200 Menschen haben am Wochenende in Frankreich trotz strenger Corona-Regeln auf illegalen Partys gefeiert. Sowohl in der französischen Hauptstadt als auch im südlich von Paris gelegenen Orly versammelten sich etwa 100 Menschen, wie die Pariser Polizei auf Twitter mitteilte. Beamte nahmen in der Nacht zum Sonntag zehn Personen fest und sprachen mindestens 59 gebührenpflichtige Verwarnungen aus.

21.2.2021 • 14:03 Uhr

Trotz Corona Tausende Fans vor Mailänder Stadion

Kurz vor dem Derby der Mailänder Fußballclubs AC und Inter haben sich Tausende Fans vor dem Giuseppe-Meazza-Stadion getroffen. Wie auf Live-Bildern der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" zu sehen war, warteten die Anhänger des AC Mailand vor dem Anpfiff auf den Mannschaftsbus. Trotz geltender Corona- und Abstandsregeln standen die Fans dicht gedrängt zusammen und stimmten laute Fangesänge an. Bei der Einfahrt des Busses zündeten einige bengalische Feuer und Rauchbomben.

Dicht gedrängt warten Anhänger des AC Mailand vor dem Stadion auf ihr Team. | REUTERS

Dicht gedrängt warteten die Anhänger des AC Mailand vor dem Stadion. Bild: REUTERS

21.2.2021 • 14:00 Uhr

Polizei löst illegale Party mit 33 Gästen in Berlin auf

Die Polizei hat in der Nacht eine illegale Party mit mehr als 30 Teilnehmern in Berlin-Neukölln aufgelöst. Demnach hatten die Behörden nach anonymen Hinweisen schon länger ein leerstehendes Industriegebäude auf der Neuköllnischen Allee im Blick, wie sie mitteilte. Wiederholt sollen dort Tanz-Events veranstaltet worden sein, bei denen die Infektionsschutzverordnung nicht eingehalten wurde. Am späten Samstagabend beobachteten die Beamten demnach mehrere Kleingruppen, die im Gebäude von einem Türsteher eingelassen worden seien. Gegen 23.40 Uhr griffen die Einsatzkräfte dann zu. Das Gebäude wurde nach dem Einsatz verschlossen und versiegelt. Es laufen nun mehrere Verfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- sowie das Infektionsschutzgesetz.

21.2.2021 • 13:59 Uhr

Nizza fordert Wochenend-Lockdown gegen Touristenandrang

Nizzas Bürgermeister fordert erneut einen örtlichen Lockdown, um Touristen aus der Region fernzuhalten. Ein Wochenend-Lockdown könne helfen, das in der französischen Stadt besonders starke Infektionsgeschehen einzudämmen, sagt Bürgermeister Christian Estrosi dem TV-Sender LCI. Bereits am Samstag hatte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Veran einen entsprechenden Schritt ins Spiel gebracht und war damit auf Estrosis Zustimmung gestoßen.

Menschen am sitzen am Strand | AFP

Savoir-vivre in Nizza: Die Stadt hat mit 740 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen den höchsten Inzidenzwert in Frankreich. Bild: AFP

21.2.2021 • 13:58 Uhr

NRW: Minister fordert rasche Entscheidung bei Lehrer-Impfung

Nordrhein-Westfalens Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat einen unverzüglichen Beschluss über eine raschere Corona-Impfung für Lehrkräfte und Erzieher gefordert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dürfe "nicht länger Ankündigungsminister bleiben", so Stamp, der auch NRW-Familienminister ist. Das Vorziehen der Impfung für alle Beschäftigten in Schulen und Kindertagesbetreuung müsse jetzt erfolgen, damit die Länder die Chance bekämen, dies auch zügig umzusetzen. "Das wäre ein Befreiungsschlag nicht nur für Beschäftigte und Familien, sondern für unsere ganze Gesellschaft".

21.2.2021 • 13:37 Uhr

Berichte: Israel kauft für Gefangenenaustausch Impfstoff für Syrien

Israel hat Russland nach Medienberichten 1,2 Millionen Dollar für die Belieferung der syrischen Regierung mit Corona-Impfstoff gezahlt. Im Gegenzug sei die Freilassung einer in Damaskus gefangen gehaltenen Israelin erreicht worden, hieß es. Einzelheiten des von Moskau eingefädelten Deals zwischen den verfeindeten Staaten sind nicht bekannt.

Die Tatsache, dass Israel für die Versorgung Syriens mit Impfstoff sorgte, stieß im jüdischen Staat auf Kritik - insbesondere angesichts der israelischen Weigerung, größere Mengen Impfstoff an Millionen in Westjordanland und Gazastreifen lebende Palästinenser zu liefern. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagte, "nicht ein israelisches Vakzin" sei in den Deal involviert. Zu der Frage, ob Israel für russischen Impfstoff bezahlte, äußerte er sich nicht. Russland bestehe auf eine Geheimhaltung der Einzelheiten des Deals, sagte Netanyahu.

21.2.2021 • 13:31 Uhr

Studie: BioNTech-Impfstoff könnte auch vor Infektionen schützen

Der Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer könnte einer unveröffentlichten Publikation zufolge auch vor einer Infektion mit dem Erreger schützen. Bisher gab es nur Erkenntnisse, inwiefern das Mittel vor Erkrankungen schützt. Der Wirkstoff sei "hocheffektiv" bei der Verhinderung von Infektionen mit Sars-CoV-2, heißt es nun in einem Manuskript zu einer Studie der beiden Hersteller zusammen mit dem israelischen Gesundheitsministerium. Allerdings schreiben die Studienautoren auch, dass ihre Herangehensweise dazu führen könnte, dass der Effekt der Impfung auf Infektionen überschätzt wird.

Die Studienergebnisse sind schwierig zu beurteilen. Das Manuskript wurde israelischen Journalisten des Internetportals "ynet" zugespielt und ist nicht offiziell veröffentlicht - weder auf einem Preprint-Server noch in einem von Fachexperten beguachteten Fachjournal. Es liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. BioNTech wollte das Dokument auf Anfrage nicht kommentieren. Auch das Gesundheitsministerium äußerte sich nicht dazu.

21.2.2021 • 13:22 Uhr

Italien vor Entscheidung über neue Corona-Regeln

Italien wartet auf die Entscheidung der neuen Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Morgen ist ein Treffen des Kabinetts geplant, in dem es auch um das Corona-Dekret gehen soll, wie die Regierung mitteilte. Die italienischen Medien spekulieren, dass Draghi stärker unterscheiden will, wie viel Risiko tatsächlich von Bars, Restaurants, Museen, Kinos und Fitnessstudios ausgeht. Außerdem will Draghi als neuer Regierungschef das Parlament und die Regionen stärker in Entscheidungen einbeziehen, wie die Zeitung "La Repubblica" schrieb. Damit soll auch verhindert werden, dass betroffene Unternehmer erst kurzfristig von Schließungen erfahren - wie unlängst die Betreiber von Skiliften einen Tag vor einer geplanten Öffnung.

21.2.2021 • 13:14 Uhr

Grüne drängen auf Grundgesetz-Änderung bei Kinderrechten

Die Grünen drängen die Große Koalition zu einer Einigung über die Aufnahme von Kinderrechten in die Verfassung. "Das Grundgesetz wird nicht alle paar Monate geändert. Wir haben also die Pflicht, es jetzt richtig zu machen - das heißt, besser als die Bundesregierung", heißt es in einem Positionspapier der Partei, aus dem das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" zitiert. Darin betonten die Grünen, dass Kinderrechte absolut gelten müssen. Statt wie im Regierungsentwurf vorgesehen, sollten Kinderrechte nicht nur angemessen, sondern vorrangig berücksichtigt werden.

Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass "Kinderrechte in politischen Entscheidungen mit bedacht werden, aber nicht die herausragende Stellung einnehmen, die den besonderen Entwicklungsbedarfen der Kinder gerecht wird". Das müsse sich ändern. Das Papier ist unter anderem von Parteichefin Annalena Baerbock, Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt und Grünen-Landesministern aus acht der zehn Bundesländer unterzeichnet, in denen die Grünen mitregieren.

Kinder sitzen in einer Reihe | dpa

Die Grünen fordern, dass Kinderrechte nicht nur angemessen, sondern vorrangig berücksichtigt werden. Bild: dpa

21.2.2021 • 12:55 Uhr

Erneuter Gehaltsverzicht beim VfB Stuttgart

Spieler und Mitarbeiter des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart verzichten aufgrund der finanziellen Einbußen durch die Coronakrise erneut auf Teile ihres Gehalts. "Der Gehaltsverzicht gilt rückwirkend ab Januar. Die Jungs helfen uns für volle sechs Monate", sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat.."Für uns als Club sind die Zuschauereinnahmen eine wichtige Einnahmequelle, die uns wegbricht." Schon zu Beginn der Corona-Pandemie hatten Profis und Clubführung ab Ende März 2020 auf teilweise bis zu rund 20 ihres Gehalts verzichtet.

21.2.2021 • 12:12 Uhr

Israel: Viele Einschränkungen aufgehoben

Israel hat viele seiner Corona-Einschränkungen im öffentlichen Leben aufgehoben und mit der Wiedereröffnung des Geschäftslebens begonnen. Die ambitionierte Impfkampagne im Land sowie ein dritter Lockdown hatten zuletzt zu einem Rückgang der Zahl der Neuinfektionen geführt. Grund- und Oberschulen wurden für die meisten Klassen nach fast zweimonatiger Schließung wieder geöffnet, ebenso Museen, Bibliotheken, Einkaufszentren und Märkte. Allerdings gelten weiterhin einige Beschränkungen bei der Zahl der Teilnehmer beziehungsweise Besucher. Geimpften und Genesenen soll künftig der Besuch von Kulturveranstaltungen, Restaurants und Fitness-Centern mithilfe eines "Grünen Passes" möglich sein.

21.2.2021 • 11:52 Uhr

Walhalla wegen großen Andrangs gesperrt

Weil der Andrang bei sonnigem Wetter so groß war, ist die Gedenkstätte Walhalla in Donaustauf bei Regensburg gesperrt worden. Viele Menschen hätten keine Masken getragen und keinen Corona-Abstand gehalten, teilte die Polizei mit. Das Wahrzeichen sei am Samstagnachmittag dicht gemacht worden. Anwohner hatten sich über Falschparker beschwert, die teils Privatwiesen zugeparkt hatten. Die Polizei sprach von einem "wahren Verkehrschaos", bis zu 250 Besucher tummelten sich im sonnigen Außenbereich der Walhalla.

21.2.2021 • 11:46 Uhr

Flensburg: Wenig Verstöße gegen Ausgangssperre

Die Polizei Flensburg hat nach dem ersten Tag der vorerst einwöchigen Ausgangsperre ein positives Fazit gezogen. Vier Menschen hätten auf einem Spielplatz Bier getrunken und seien von den Beamten nach Hause geschickt worden, teilte ein Sprecher mit. Ihnen droht nun ebenso ein Bußgeld wie einem Mann, der nach 21 Uhr Bier an einer Tankstelle kaufen wollte. Die Polizei habe zudem 75 Autos angehalten. Die meisten Fahrer hätten einen triftigen Grund für ihre Fahrt gehabt. Das Verkehrsaufkommen in der Stadt habe sich in der Nacht auf ein bisher nie festgestelltes Minimum reduziert, hieß es. Vor Beginn der Ausgangssperre habe die Polizei auch zwei Gruppen aus mehreren Haushalten bemerkt, die damit gegen die Kontaktbeschränkungen verstießen. Auch in diesen Fällen seien Anzeigen geschrieben worden.

21.2.2021 • 11:38 Uhr

Großbritannien beschleunigt Impfkampagne

Die britische Regierung will jedem Erwachsenen im Land bis zum 31. Juli eine erste Impfung gegen das Coronavirus ermöglichen, einen Monat früher als ursprünglich geplant. Jeder im Alter über 50 oder mit Vorerkrankungen soll die erste Dosis nun bis zum 15. April statt bis zum 1. Mai erhalten. Großbritannien nutzt die Vakzine von BioNTech/Pfizer und Astrazeneca. Beide Hersteller meldeten in Europa zeitweise Lieferschwierigkeiten. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock sagte: "Wir glauben jetzt, dass wir den Nachschub haben", um die Impfkampagne zu beschleunigen.

21.2.2021 • 11:35 Uhr

BVB räumt Verstöße bei Feiern nach Derby ein

Borussia Dortmund hat nach den Jubelfeiern im Anschluss an den Sieg im Derby beim FC Schalke 04 Verstöße gegen die Corona-Regeln eingeräumt. Dies sei "nicht zu tolerieren", hieß es in einer Stellungnahme. Demnach hatten 150 bis 200 Fans das BVB-Team außerhalb des Trainingsgeländes bejubelt und dabei teils weder Masken getragen noch den notwendigen Abstand gehalten. Zudem feierten auch die Spieler im Bus und filmten dies "im Überschwang", wie der Club mitteilte.

Das Video der Szene, das zunächst auf dem Instagram-Account von Mahmoud Dahoud veröffentlicht worden war, wurde in der Nacht wieder gelöscht. Die Dortmunder baten um Entschuldigung für die Vorkommnisse.

21.2.2021 • 11:09 Uhr

SII stellt Auslandslieferungen hintan

Der weltgrößte Impfstoffhersteller Serum Institute of India (SII) stellt bei Lieferungen ausländische Abnehmer hintan. Das Unternehmen, das das von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelte Vakzin in Lizenz produziert, bittet seine internationalen Kunden um Geduld. Indien habe das Unternehmen angewiesen, vorrangig für den heimischen Bedarf zu produzieren, twittert SII-Chef Adar Poonawalla. Zu den Abnehmern des SII zählen Brasilien, Bangladesch und Kanada. Auch Großbritannien hält sich eine Bestellung beim SII offen.

21.2.2021 • 11:08 Uhr

Polizei in Berlin kündigt Kontrollen an

Wegen des sonnigen Wetters hat auch die Berliner Polizei verstärkte Kontrollen der Corona-Regeln angekündigt. Fokus sollen innerstädtische Parkanlagen sein, wie ein Sprecher sagte. Am Samstag hatten zahlreiche Menschen den Wetterumschwung genutzt und einen Tag in der Sonne verbracht. Heute soll es noch wärmer werden. Laut den derzeit geltenden Corona-Regeln sind die Bürger in Berlin dazu angehalten, die sozialen Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, auf das "absolut nötige Minimum" zu reduzieren und die eigene Wohnung nur aus "triftigen Gründen" zu verlassen.

21.2.2021 • 11:05 Uhr

Frei: Bei Schul- und Kitaöffnung behutsam vorgehen

Vor der für Montag geplanten Rückkehr vieler Kinder in Schulen und Kitas hat der stellvertretende Unionsfraktionschef im Bundestag, Thorsten Frei, zu einem behutsamen Vorgehen aufgerufen. Bei dem Thema gehe es auf der einen Seite um den Gesundheitsschutz für Lehrkräfte und Schüler, sagteer der "Welt". Andererseits habe Schule einen hohen Wert, und allein durch Digitalunterricht seien die Dinge nicht zu lösen. "All das muss man in den Blick nehmen, aber klar ist auch im Bereich der Schulen, dass Öffnungen immer nur im Verhältnis zur Entwicklung der Inzidenz erfolgen können. Das heißt, es muss alles sehr behutsam passieren, und das bedeutet auch, dass man Möglichkeiten zum Gegensteuern haben muss."

Schulen in vielen Bundesländern hätten sich nun auf den Montag eingestellt. Er glaube, es sei schwierig, da sehr schnell zu reagieren. "Aber man muss die Inzidenzentwicklung im Blick haben und da sehen wir, dass das Überhandnehmen der Mutation bereits zu einem Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz geführt hat."

21.2.2021 • 10:26 Uhr

Leichte Entwarnung nach Corona-Ausbruch in Husumer Schlachthof

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Husumer Schlachthof hat der Kreis Nordfriesland leichte Entwarnung gegeben. Die Quarantäne für 169 Mitarbeiter sei am Freitag aufgehoben worden, teilte der Kreis mit. Am Montag werde die gesamte Belegschaft einschließlich externer Mitarbeiter erneut getestet. Es werde angestrebt, den Betrieb am Donnerstag mit einem überarbeiteten Hygienekonzept wieder aufzunehmen.

Bei zwei Reihentestungen seien insgesamt 113 Mitarbeiter und 23 Kontaktpersonen positiv getestet worden. Weitere 178 Tests fielen negativ aus. Hinweise auf Virusvarianten hätten die Ergebnisse nicht erbracht, hieß es. "Die hohe Anzahl an Negativergebnissen aus der zweiten Reihentestung ist beruhigend", sagte Landrat Florian Lorenzen. Er appellierte jedoch an das Unternehmen, die Hygienebestimmungen künftig konsequent umzusetzen.

21.2.2021 • 09:52 Uhr

Studie: Pandemie kostete 20,6 Millionen Lebensjahre

Einem internationalen Forscher-Team zufolge sind durch die Corona-Pandemie bisher geschätzt 20,6 Millionen Lebensjahre verloren gegangen. Dafür wurden 1,2 Millionen Todesfälle aus 81 Ländern ausgewertet, um zu ermitteln, wie alt die Menschen waren, die an Covid-19 gestorben sind, wie das Max-Planck-Institut für demografische Forschung mitteilte. Es wurde untersucht, wie stark ihre Leben im Vergleich zur durchschnittlichen Lebenserwartung verkürzt wurden. Menschen unter 75 verlieren demnach am meisten Lebenszeit, wenn sie sterben. "Menschen in der Mitte ihres Lebens und im frühen Rentenalter tragen im weltweiten Vergleich den größten Anteil an den insgesamt verlorenen Lebensjahren", sagt Mikko Myrskylä, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock.

21.2.2021 • 09:29 Uhr

Verstärkte Kontrollen in Mecklenburg-Vorpommern

Angesichts des warmen und sonnigen Wetters hat die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert. Den Angaben zufolge standen am Samstag insbesondere tagestouristische Ausflüge im Fokus. So habe man im Ostseebad Boltenhagen einen "lebhaften Personenzulauf" verzeichnet, teilte die Polizei mit. Da auch viele Autos aus benachbarten Bundesländern registriert wurden, richtete die Polizei mehrere Kontrollstellen ein. Insgesamt seien 352 Fahrzeuge kontrolliert und dabei 59 Ordnungswidrigkeiten geahndet worden. 28 Mal seien Fahrer zur Rückreise in ihre jeweiligen Bundesländer aufgefordert worden.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald richtete das Polizeipräsidium Neubrandenburg an den Zufahrtsstraßen zur Insel Usedom, in Wolgast und Ueckermünde sowie in Pasewalk Kontrollstellen ein. Die Polizei kündigte an, die Einhaltung der Corona-Regeln auch am Sonntag zu kontrollieren.

Spaziergänger sind am Strand von Warnemünde an der Ostsee unterwegs. | dpa

Ostseestrand in Warnemünde: Bei Sonnenschein und zweistelligen Plusgraden zog es viele Menschen zum Spazieren an die Küste. Bild: dpa

21.2.2021 • 09:28 Uhr

Daten aus Israel: BioNTech-Impfstoff hochwirksam

Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer verhindert laut Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums nach der zweiten Impfung zu rund 99 Prozent schwere Krankheitsverläufe oder Todesfälle. Das geht aus Daten hervor, die das Ministerium veröffentlichte. Israel hatte am 19. Dezember begonnen, den Impfstoff zu verabreichen. Die Daten reichen bis zum 13. Februar.

Demnach wurde eine Corona-Erkrankung zu 95,8 Prozent verhindert, zu 98 Prozent das Auftreten von Symptomen wie Fieber und Atembeschwerden und zu rund 99 Prozent Krankenhausaufenthalte, schwere Erkrankungen und Tod. Gemessen wurde der Grad der Wirksamkeit des Impfstoffs 14 Tage nach der zweiten Impfung. Das Ministerium verglich die Erkrankungs- und Sterberaten zwischen denen, die geimpft worden waren und jenen, die nicht geimpft wurden.

21.2.2021 • 06:37 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 60,2

In Deutschland ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz erneut gestiegen, auf 60,2, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Gestern hatte sie bei 57,8 gelegen. Der Wert gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche rechnerisch neu positiv getestet werden. Bund und Länder streben zunächst eine Inzidenz von 50 an. Öffnungen etwa des Einzelhandels werden aber erst in Aussicht gestellt, wenn der Wert 35 erreicht wird.

Laut RKI wurden binnen 24 Stunden in 7676 neuen Fällen Menschen positiv auf Corona getestet. Vor einer Woche waren 6114 Ansteckungen verzeichnet worden. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Virus stieg binnen eines Tages um 145.

21.2.2021 • 05:25 Uhr

BA-Forschungsinstitut erwartet "keine Pleitewelle" nach Lockdown

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erwartet nach dem zweiten Lockdown in Deutschland "keine Pleitewelle". Es könne jedoch "im Laufe des Jahres zu einer Zunahme bei Insolvenzen und Betriebsschließungen kommen", sagt IAB-Direktor Bernd Fitzenberger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Leiter des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit (BA) verweist auf eine neue Betriebsbefragung, wonach "knapp ein Viertel der Betriebe angegeben, dass ihre liquiden Mittel nur noch bis zu vier Wochen reichen". Bei einem weiteren Viertel der Betriebe genügten sie lediglich für zwei Monate. Den Arbeitsmarkt bezeichnet er als widerstandfähig: Während die Anträge auf Kurzarbeit in den letzten Monaten deutlich zugenommen hätten, vor allem im Gastgewerbe und in der Reisebranche, sei die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt zuletzt leicht gesunken, da die Unternehmen an ihren Fachkräften festhielten.

21.2.2021 • 04:55 Uhr

Australiens Regierungschef Morrison erhält erste Impfung

Der australische Regierungschef Scott Morrison hat sich in einem Impfzentrum in Sydney die erste Dosis des Impfstoffs von Pfizer und BioNTech verabreichen lassen. Außerdem gehörte Personal von Krankenhäusern und Pflegeheimen zu den ersten Empfängern des Vakzins. Die Impfkampagne auf dem südlichen Kontinent begann damit einen Tag früher als geplant. Bis zu vier Millionen Menschen - etwa ein Sechstel der australischen Bevölkerung - sollen noch bis März eine erste Impfung erhalten können. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung soll bis Ende Oktober den Impfstoff von AstraZeneca gespritzt bekommen.

Der australische Premierminister Scott Morrison erhält eine Corona-Schutzimpfung. | AP

Der australische Premierminister Scott Morrison erhält seine Corona-Schutzimpfung mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer. Bild: AP

21.2.2021 • 03:48 Uhr

Zeitung: Mehr als 4500 Menschen ohne negative Tests an deutscher Grenze abgewiesen

Bei den verstärkten Einreisekontrollen an den Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sind in dieser Woche nach einem Zeitungsbericht mehr als 4500 Menschen abgewiesen worden, weil sie ohne negativen Corona-Test nach Deutschland einreisen wollten. 4522 Menschen sei aus diesem Grund die Einreise verwehrt worden, berichtete die "Bild am Sonntag." Insgesamt habe die Bundespolizei binnen einer Woche 104.178 Menschen kontrolliert und 15.877 von ihnen abgewiesen. 

21.2.2021 • 03:30 Uhr

Brinkhaus: Staat braucht "Jahrhundertreform" zur Krisenbewältigung

Der Vorsitzende der Unionsbundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus, fordert angesichts der Corona-Krise eine grundlegende Reform des deutschen Staatswesens. Er bezweifle, dass die staatlichen Strukturen noch komplett in die digitale Welt des 21. Jahrhunderts passen, sagte der CDU-Politiker der Zeitung "Welt am Sonntag". "Wir brauchen eine Jahrhundertreform - vielleicht sogar eine Revolution." Brinkhaus nannte fünf Felder, in denen eine umfassende Modernisierung erforderlich sei: Verwaltung, Digitalisierung, Bund-Länder-Kooperation, Bildungssystem und Katastrophenschutz. Der Reformprozess müsse nach der Bundestagswahl in diesem Jahr ein maßgeblicher Bestandteil der Koalitionsverhandlungen werden.

21.2.2021 • 02:57 Uhr

Lauterbach: Geimpfte laut israelischen Daten wohl nicht ansteckend

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußert die Hoffnung, dass sich mit dem Impfstoff von Pfizer und Biontech eine Herdenimmunität erreichen lässt. Lauterbach verweist im Gespräch mit der Zeitung "Bild am Sonntag" auf Ergebnisse einer Studie des israelischen Gesundheitsministeriums und von Pfizer. "Diese Auswertungen sind von großer Bedeutung. Sie sind der erste klare Hinweis darauf, dass man sich nach der Impfung nicht ansteckt und auch nicht ansteckend ist", führt er aus. Damit würde die Impfung eine Herdenimmunität tatsächlich ermöglichen - "und die Rückkehr zum normalen Leben möglich machen".

21.2.2021 • 02:57 Uhr

Johnson: Impfangebot für alle erwachsenen Briten bis 31. Juli

Bis Ende Juli sollen alle Erwachsenen in Großbritannien einen Impftermin für die erste Dosis angeboten bekommen. Dies kündigt der Premierminister Boris Johnson im Vorfeld abschließender Beratungen heute über die Lockerung des dritten landesweiten Lockdowns an. Der genannte Termin ermögliche es, Risikogruppen früher zu schützen und Corona-Maßnahmen früher abzuschwächen, sagt Johnson. Ursprünglich war als Stichtag dafür der 1. September vorgesehen. Bis 15. April - und nicht wie erst geplant bis Mai - solle allen Personen ab 50 Jahren die Möglichkeit gegeben werden, sich impfen zu lassen. Am Montag will Johnson einen umfassenden Strategieplan vorlegen. Über 17 Millionen Menschen wurden seit Dezember im Vereinigten Königreich geimpft, das eine Bevölkerung von 67 Millionen hat.

Über dieses Thema berichtete am 21. Februar 2021 Inforadio um 12:03 Uhr und das Erste um 18:05 Uhr in der Sendung "Bericht aus Berlin".