Leere Straßen in Frankreich. | AFP
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Liveblog zum Coronavirus ++ Dritter Lockdown in Frankreich? ++

Stand: 24.01.2021 22:57 Uhr

Wegen der britischen Mutante könnte Frankreich ein dritter Lockdown bevorstehen. Das sagte Gesundheitsminister Véran in einem Interview. 500 Airbus-Angestellte in Hamburg müssen in Quarantäne. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Corona-Ausbruch bei Airbus
  • Großbritannien: Drei Viertel der über 80-Jährigen geimpft
  • Angriff auf Polizisten bei Corona-Party
  • Niederlande: Krawalle bei erster Ausgangssperre
  • USA: Bisher fast 25 Millionen Infizierte
  • RKI: 12.257 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden
  • Regierung befürchtet offenbar Störaktionen bei Impfkampagne
24.1.2021 • 22:57 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

24.1.2021 • 22:29 Uhr

Mehr als 100 Festnahmen nach Krawallen in Amsterdam

Die niederländische Polizei nimmt in Amsterdam nach gewaltsamen Protesten gegen die Pandemie-Beschränkungen mehr als 100 Menschen fest. Die Beamten setzten Wasserwerfer, Hunde und Reiterstaffeln ein, um den Museumsplatz zu räumen. Die Demonstranten warfen mit Steinen und zündeten Feuerwerkskörper an.

24.1.2021 • 22:25 Uhr

Krankenhaus-Aufnahmen in Frankreich wieder auf Stand von November

Frankreich meldet 493 Neuaufnahmen in die Krankenhäuser, die größte Zunahme seit November. Auch die Zahl der Verlegungen auf die Intensivstation sei mit 69 erstmals wieder so hoch wie damals. Den zweiten Tag in Folge liegt der Sieben-Tages-Schnitt für Neuinfektionen bei mehr als 20.000.

24.1.2021 • 21:27 Uhr

UKE: Werden Antikörper-Medikamente gegen Corona einsetzen

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wird die neuen Corona-Antikörper-Medikamente einsetzten. Das sagte die Leiterin der Infektiologie, Marylyn Addo, gegenüber dem NDR. Das UKE ist damit laut eigenen Angaben eine der ersten Kliniken in Deutschland, die die Medikamente bei der Behandlung von Covid-19-Patientinnen und Patienten verabreichen wird. Es handelt sich dabei um Antikörper-Medikamente der Hersteller Eli Lilly und Regeneron.

"Es ist angekündigt, dass die Medikamente in den kommenden Wochen im UKE ankommen werden. Wie viele Dosen und wann genau ist bislang noch unklar", sagte Addo. Es sollen stationäre und teil-stationäre Patienten damit behandelt werden, die milde oder moderate Symptome haben und Risikofaktoren für einen schweren Verlauf zeigen. Für Intensivpatienten, die bereits beatmet werden, sei das Medikament nicht geignet.

24.1.2021 • 20:30 Uhr

Hochansteckende Corona-Variante in Flensburg bestätigt

Die hochansteckende Mutation des Corona-Virus ist in Flensburg nachgewiesen worden. Um wie viele Fälle es sich genau handelt, konnte ein Stadtsprecher nicht sagen. Anfang dieser Woche war von rund 30 Verdachtsfällen mit der Variante aus Großbritannien berichtet worden. Die Stadt werde entsprechend reagieren, eine neue Allgemeinverfügung werde erarbeitet. Zuvor hatte das "Flensburger Tageblatt" (online) darüber berichtet.

24.1.2021 • 20:28 Uhr

Schwesig für unterschiedliches Tempo bei Schul-Neustart

Die Frage der Schulöffnungen beschäftigt die Politik. Im Bericht aus Berlin sprach sich Mecklenburg-Vorpommerns Chefin Schwesig für individuelles Tempo aus. Als Entscheidungsträger sei man es den Kindern schuldig, konkret vor Ort zu schauen und da, wo es von der Infektionslage vertretbar sei, mehr zu ermöglichen als andernorts.

24.1.2021 • 19:07 Uhr

Dobrindt hält längeren Lockdown für wahrscheinlich

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt geht nicht davon aus, dass angesichts der neuen Virusmutationen der Lockdown schnell wieder aufgehoben wird. Im Bericht aus Berlin sagte er, dass die Menschen in Deutschland sich auf eine Verlängerung einstellen müssten. Bisher gelten die verschärften Auflagen bis 14. Februar. Die jetzige Situation ließe es auch nicht zu, schon wieder über Öffnungen von Schulen zu sprechen, sagte der Politiker.

24.1.2021 • 18:27 Uhr

FFP2-Masken in Österreich teils gratis erhältlich

In Österreich gilt ab Montag die Pflicht, die besonders wirksamen FFP2-Masken unter anderem beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln zu tragen. Supermärkte händigen die Masken oft gratis aus oder verlangen einen geringen Betrag. Die Händler versichern, dass genügend Masken für alle Kunden vorrätig seien. Auch Patienten müssen beim Arztbesuch die FFP2-Masken nun verpflichtend tragen. Außerdem wird der verpflichtende Mindestabstand von einem auf zwei Meter vergrößert.

24.1.2021 • 18:20 Uhr

Briten melden Impfrekord

Großbritannien meldet einen neuen Tagesrekord von 491.970 Impfungen. Insgesamt haben damit mehr als 6,3 Millionen Briten die erste Impfung erhalten bei einer Bevölkerung von knapp 67 Millionen. In den vergangenen sieben Tagen wurden 251.504 Neuinfektionen verzeichnet, wie aus den amtlichen Daten weiter hervorgeht. Das ist ein Rückgang von 22 Prozent zum gleichen Zeitraum davor.

24.1.2021 • 18:08 Uhr

Pandemiebeauftragter: "Antikörper können Krankheitsverlauf abmildern"

Die Bundesregierung hat für Deutschland ein neues Corona-Medikament auf Antikörper-Basis gekauft. Der Pandemiebeauftragte, Christoph Spinner, erklärte im Interview mit tagesschau24, dass diese im Labor entworfenen Antikörper freie Viruspartikel abfangen können und dadurch der Krankheitsverlauf abgemildert wird. Das Mittel muss als Infusion in der ersten Erkrankungswoche verabreicht werden. Ziel sei es, einen Aufenthalt auf Intensivstationen zu vermeiden.

24.1.2021 • 17:50 Uhr

Frankreich droht dritter Lockdown

Ohne eine Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus könnte die französische Regierung in den kommenden Tagen den dritten Lockdown seit Beginn der Pandemie verhängen. Gesundheitsminister Olivier Véran sagte in einem Interview der Zeitung "Le Parisien" mit Blick auf die in den vergangenen Wochen aufgetauchten neuen, ansteckenderen Varianten des Virus: "Wenn die Varianten anfangen, sich überall auszubreiten, werden wir besondere Maßnahmen ergreifen. Und das heißt Ausgangssperre."

Aus dem Élysée-Palast verlautete, es seien alle Optionen auf dem Tisch, aber es werde keine endgültige Entscheidung getroffen werden bis der Effekt der landesweiten nächtlichen Ausgangssperre in der kommenden Woche klar wird. Diese gilt täglich von 18.00 bis 6.00 Uhr.

24.1.2021 • 17:48 Uhr

Israel stoppt Passagierflüge bis Ende Januar

Israel will den internationalen Flugverkehr wegen hoher Corona-Infektionszahlen drastisch einschränken. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, man wolle den Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv "hermetisch abriegeln". Nach israelischen Medienberichten soll die Maßnahme am Montagabend um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft treten und mindestens bis Ende des Monats gelten.

Netanjahu sagte, es sollte nur wenige Ausnahmen von der Sperre geben. Ziel sei es, das Einschleppen weiterer Corona-Mutationen nach Israel zu verhindern. Bis zu 40 Prozent der Neuerkrankungen gehen nach amtlichen Angaben auf eine Mutation zurück, die aus Großbritannien kommt. Die israelische Regierung war wegen laxer Kontrollen am Flughafen scharf kritisiert worden.

24.1.2021 • 16:56 Uhr

Ägypten startet mit Impfkampagne

Ägypten hat mit dem Impfen gegen das Coronavirus begonnen. Die ersten Dosen des von dem staatlichen chinesischen Konzern Sinopharm produzierten Impfstoffs wurden nach offiziellen Angaben am Sonntag Beschäftigten des Gesundheitswesens in der Stadt Ismailia am Suezkanal verabreicht. Die Gesundheitsministerin Hala Sajed sagte, Priorität habe bei den Impfungen das Personal von 40 Krankenhäusern in ganz Ägypten, die für die Behandlung und Isolierung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten vorgesehen sind. Danach seien ältere Menschen und solche, die unter chronischen Krankheiten leiden, an der Reihe.

Pro Person würden innerhalb von 21 Tagen zwei Spritzen verabreicht. Der Impfstoff sei zu 86 Prozent wirksam. Es wird vermutet, dass er bei Temperaturen von zwei bis acht Grad Celsius transportiert werden kann und damit nicht solch extrem tiefe Temperaturen benötigt wie mach anderer Impfstoff.

24.1.2021 • 15:50 Uhr

Konfrontationen ultraorthodoxer Israelis mit Polizei

Hunderte ultraorthodoxe Israelis haben sich Konfrontationen mit Polizisten geliefert, die Corona-Regeln durchsetzen wollte. Die Polizisten waren von den frühen Morgenstunden an im Einsatz, um die regelwidrige Öffnung strengreligiöser Bildungseinrichtungen zu verhindern. Ein einflussreicher Rabbiner hatte zuvor dazu aufgerufen, die Schulen im ultraorthodoxen Sektor trotz eines allgemeinen Verbots zu öffnen.

In der Hafenstadt Aschdod sowie in Jerusalem kam es zu teilweise heftigen Konfrontationen mit der Polizei. Im strengreligiösen Viertel Mea Schearim in Jerusalem wurden Sicherheitskräfte als "Nazis" beschimpft. Auch in Bnei Brak bei Tel Aviv blockierten strengreligiöse Einwohner Straßen und bewarfen Polizisten mit Steinen. Nach Polizeiangaben wurden bei Zusammenstößen mehrere Polizisten verletzt und mindestens 15 Demonstranten festgenommen.

Viele Ultraorthodoxe fühlen sich nicht vom Staat Israel vertreten. Sie leben teilweise in einer Art Parallelwelt und folgen eher Vorgaben ihrer Rabbiner als denen des Staates. In ultraorthodoxen jüdischen Wohnvierteln leben häufig größere Familien auf engem Raum zusammen.

Nach Medienberichten gehören inzwischen 40 Prozent der Corona-Neuinfizierten dem tiefreligiösen Sektor an. Gleichzeitig lassen sich im Vergleich zum Rest der Gesellschaft weniger Ultraorthodoxe gegen das Coronavirus impfen.

24.1.2021 • 15:46 Uhr

Schwedenschließt Grenze für Reisende aus Norwegen

Nach dem Auftreten einer Corona-Mutation in Norwegen schließt Schweden die Grenzen für Reisende aus dem Nachbarland. Laut Innenminister Mikael Damberg gilt das Verbot bis 14. Februar, wobei es Ausnahmen für Pendler und einige andere Gruppen gibt. Damit soll auch Shopping-Tourismus über die lange gemeinsame Grenze unterbunden werden, da in Norwegen zuletzt wegen des Auftretens einer ansteckenderen Virus-Variante verschärfte Lockdowns verhängt wurden - so in der Hauptstadt Oslo und im Umland.

24.1.2021 • 14:55 Uhr

Ausbruch bei Airbus: Quarantäne für rund 500 Mitarbeiter

Beim Flugzeughersteller Airbus in Hamburg hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Insgesamt 21 Mitarbeiter seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, sagte Martin Helfrich, Pressesprecher der Gesundheitsbehörde, der Nachrichtenagentur dpa. Für rund 500 Mitarbeiter wurde Quarantäne angeordnet. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Ob es sich um eine hochansteckende Mutation des Virus handelt, konnte die Behörde nicht bestätigen. "Um eine Mutation nachzuweisen, ist eine andere Untersuchung nötig, die Genom-Sequenzierung", sagte Helfrich. Diese Untersuchung wurde auch angeordnet. Bis das Ergebnis vorliege, dauere es aber bis zu sieben Tage. "Hierzu können wir frühestens Mitte der Woche etwas sagen", so der Sprecher.

Auch Airbus bestätigte ein Auftreten von mehreren Infektionen in einem Produktionsbereich am Standort Hamburg. "Die entsprechenden Maßnahmen wie umgehende Reihentestungen und Quarantäne wurden umgehend eingeleitet gemäß der dafür vorgesehenen Prozesse, in Zusammenarbeit mit den Behörden", teilte Sprecher Daniel Werdung mit. Die Ursache der Fälle werde noch untersucht. Mit mehr als 12.000 Mitarbeitern ist Airbus der größte industrielle Arbeitgeber Hamburgs.

24.1.2021 • 14:46 Uhr

Frankfurter Flughafen: Schärfere Kontrollen angelaufen

Ab heute kontrolliert die Bundespolizei am Flughafen Frankfurt die Passagiere aus Hochrisikogebieten deutlich intensiver. Fluggäste müssen eine Einreiseanmeldungen und einen Nachweis über einen aktuellen, negativen Corona-Test vorweisen. Das konnten heute nicht alle Fluggäste, wie ARD-Korrespondentin Sandra Scheuring berichtet:

24.1.2021 • 14:23 Uhr

Niederlande: Krawalle bei erster Ausgangssperre

Die coronabedingte Ausgangssperre hat in den Niederlanden zu Protesten und Krawallen geführt. In der Kleinstadt Urk, 80 Kilometer nördlich von Amsterdam, hatten Dutzende Menschen am späten Samstagabend gegen die Sperrstunde protestiert, wie die Polizei mitteilte. Sie hätten Steine und Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen und Polizeiautos demoliert. Jugendliche steckten nach Polizeiangaben ein Corona-Testzentrum des Gesundheitsamtes in Brand. Zwei Personen wurden festgenommen und Dutzende Geldstrafen verhängt.

Polizei und Kommunalverwaltung in Urk zeigten sich empört über die Ausschreitungen. Das Anzünden der Teststation sei ein Tiefpunkt, erklärten sie. "Das ist nicht nur inakzeptabel, sondern auch ein Schlag ins Gesicht besonders der lokalen Gesundheitsbehörden, die in dem Testzentrum alles in ihrer Kraft stehende tun, um den Menschen in Urk zu helfen."

Landesweit hat die Polizei nach eigenen Angaben in der ersten Nacht der Sperrstunde mehr als 3600 Geldstrafen verhängt und 25 Personen festgenommen. Auch in Stein im Süden des Landes gab es Zusammenstöße mit der Polizei, als die Beamten eine illegale Party mit etwa 100 Besuchern beenden wollten. Am Samstagabend war erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie eine Ausgangssperre in Kraft getreten. Die Bürger müssen von 21 Uhr bis 4.30 Uhr in ihren Wohnungen bleiben. Verstöße werden mit Geldbußen von je 95 Euro bestraft.

24.1.2021 • 13:59 Uhr

Lange Schlangen wegen Testpflicht für Pendler aus Tschechien

Nach der Verschärfung der Testpflicht für tschechische Berufspendler, die in Deutschland arbeiten, haben sich vor den Teststationen teils lange Schlangen gebildet. Die deutsche Polizei berichtete am frühen Nachmittag von etwa 500 Menschen auf deutscher Seite, die wegen eines Corona-Tests im Bereich des Übergangs Schirnding (Landkreis Wunsiedel) unterwegs waren.

Der stellvertretende Bürgermeister der tschechischen Nachbargemeinde Cheb (Eger), Jiri Cerny, sagte der Nachrichtenagentur dpa, bei Temperaturen unter null Grad betrage die Wartezeit zwei bis drei Stunden. Auch aus hygienischen Gründen sei die lange Warteschlange ungünstig, sagte Cerny. Die Menschen stünden "ziemlich dicht beieinander". Die Bundesregierung hat Tschechien wegen der vielen Corona-Fälle zum Hochrisikogebiet erklärt. Pendler müssen bei der Einreise nach Bayern einen Corona-Test (PCR-Test oder Labor- oder Schnelltests vergleichbarer Qualität) vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

24.1.2021 • 13:23 Uhr

Spahn will Verbrauchern Schnelltests ermöglichen

Gesundheitsminister Jens Spahn will Verbrauchern einem Zeitungsbericht zufolge selbstständige Antigen-Schnelltests ermöglichen. "Antigentests zur Eigenanwendung mittels Antigenbestimmung werden von der Abgabebeschränkung ausgenommen", heißt es in einem Entwurf zur Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung, aus dem die "Rheinische Post" zitiert: "Tests zur Eigenanwendung durch Laien werden perspektiv eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung der Pandemie spielen."

24.1.2021 • 12:49 Uhr

London: Polizei löst Party mit 300 Feiernden auf

Mit einer Hundestaffel und einem Hubschrauber ist die Polizei in London gegen eine illegale Party mit 300 Gästen vorgegangen. Die Beamten seien bei der Feier auf Widerstand gestoßen und hätten eine Tür aufbrechen müssen, teilte die Polizei mit. Noch an Ort und Stelle seien 78 Teilnehmern Strafen in Höhe von je 200 Pfund (rund 225 Euro) wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln aufgebrummt worden. Dutzende Gäste seien über Zäune geflohen.

Einsatzleiter Roy Smith kritisierte die Feiernden scharf. "Die Beamten waren wieder einmal gezwungen, ihre eigene Gesundheit zu gefährden, um es mit einer großen Gruppe unglaublich egoistischer Menschen aufzunehmen, die auf engstem Raum zusammengepfercht waren", sagte Smith. Auch am vorigen Wochenende hatte die Polizei in London Partys mit Hunderten Teilnehmern aufgelöst.

24.1.2021 • 12:42 Uhr

EU-Ratspräsident macht Druck auf Impfstoffhersteller

Angesichts verzögerter Impfstofflieferungen will die EU den Herstellern Beine machen. "Wir wollen dafür sorgen, dass die Pharmaunternehmen die Verträge respektieren, die sie unterzeichnet haben", sagte EU-Ratspräsident Charles Michel dem Radiosender Europe 1. Dafür würden die Staaten die ihnen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel nutzen. Zu konkreten Konsequenzen äußerte er sich nicht.

Lieferengpässe der Hersteller Pfizer und AstraZeneca hatten zuletzt für Verärgerung gesorgt. Im Fall Pfizer habe die EU erfolgreich Druck gemacht, sagte Michel: "Wir haben mit der Faust auf den Tisch gehauen, und schließlich wurden aus angekündigten Verzögerungen von mehreren Wochen verlangsamte Lieferungen."

24.1.2021 • 12:38 Uhr

Fruchthandel warnt vor Versorgungsengpass bei Obst und Gemüse

Der Deutsche Fruchthandelsverband sieht die Versorgung mit Obst und Gemüse aus dem Ausland gefährdet. Grund sei die Verschärfung der Corona-Einreise-Verordnung durch die Bundesregierung, teilte der Verband in Bonn mit. Innerhalb von wenigen Stunden seien die Einreisebedingungen auch für die Fahrer von Lebensmitteltransporten so verschärft worden, dass es kaum noch möglich sei, Obst und Gemüse zum Beispiel aus Spanien nach Deutschland zu importieren.

Verbandsgeschäftsführer Andreas Brügger sagte der Nachrichtenagentur dpa, die Fahrer aus den festgelegten Hochrisikogebieten wie Portugal und Spanien müssten seit Sonntag bei Grenzübertritt einen negativen PCR-Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sei. In der Praxis sei das kaum machbar. "Spanien ist zurzeit mit einem Anteil von rund 30 Prozent eines der Hauptlieferländer für Obst und Gemüse", erläuterte Brügger.

Gemeinsam mit anderen Verbänden habe man die Bundesregierung frühzeitig auf die möglichen Konsequenzen hingewiesen, "leider ohne Ergebnis". Der Verband forderte europaweit verbindliche Regelungen, wie sie mit der Green-Lanes-Richtlinie der Europäischen Union bereits definiert seien. Die Richtlinie sieht Grenzübergänge innerhalb der EU mit Sonderfahrspuren vor, die eine schnelle Durchfahrt von Güterfahrzeugen ermöglichen.

24.1.2021 • 12:34 Uhr

Israel will auch Jugendliche impfen

Israel will nun auch Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren impfen. Damit soll ihnen laut Regierung die Teilnahme an Schulprüfungen ermöglicht werden, die für die Aufnahme an Universitäten wichtig sind. Dafür benötigen die Jugendlichen allerdings die Einwilligung der Eltern.

Zunächst hatte Israel Ältere und Menschen aus Hochrisiko-Gruppen geimpft. Mittlerweile werden auch die über 40 Jahre alten Bürger geimpft. Mehr als ein Viertel der Neun Millionen Israelis hat laut Gesundheitsministerium bereits mindestens eine Dosis des Impfserums von Pfizer verabreicht bekommen.

24.1.2021 • 12:03 Uhr

Großbritannien: Drei Viertel der über 80-Jährigen geimpft

Großbritannien kommt mit den Corona-Impfungen älterer Leute voran. Mittlerweile hätten drei Viertel der über 80-Jährigen eine erste Impfdosis erhalten, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock. Genauso hoch sei die Rate bei Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen. Insgesamt seien bis Samstag knapp 5,9 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Die britischen Gesundheitsbehörden wollen bis Mitte Februar 15 Millionen Menschen impfen, darunter alle über 70. Großbritannien impft seit Anfang Dezember gegen Corona.

Das Programm steht in der Kritik, weil die Behörden zwischen der ersten und der zweiten Spritze bis zu zwölf Wochen verstreichen lassen wollen, um angesichts von Impfmittelengpässen möglichst vielen Menschen möglichst schnell eine erste Impfung geben zu können. Die Hersteller Biontech und Pfizer empfehlen für ihr Mittel jedoch einen zeitlichen Abstand von drei Wochen.

24.1.2021 • 11:54 Uhr

Angriff auf Polizisten bei Corona-Party

Bei einer Party im Landkreis Osnabrück haben Feiernde Polizisten angegriffen und verletzt. Die Beamten hatten nach einem Hinweis sechs erheblich alkoholisierte Männer zwischen 20 und 44 Jahren in einer Partyhütte in Belm angetroffen, wie die Polizei mitteilte. Die Personen hätten sich unkooperativ und aggressiv gezeigt. 

Zur Feststellung der Identität sollte ein Partygast den Angaben zufolge mit zur Wache genommen werden. Dieser habe sich geweigert. Als er zum Streifenwagen geführt werden sollte, griffen vier Männer die Polizisten an, hieß es. Die Beamten setzten Pfefferspray ein und nahmen alle Feiernden in Gewahrsam. Ein 21-Jähriger habe dabei einen 29 Jahre alten Polizisten so stark am Knie verletzt, dass dieser dienstunfähig gewesen sei. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

24.1.2021 • 11:49 Uhr

USA: Bisher fast 25 Millionen Infizierte

In den USA haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr fast 25 Millionen Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus angesteckt. Die Zahl der bisher registrierten Toten im Zusammenhang mit dem Virus stieg auf knapp 417.500, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Die Zahl der Toten binnen 24 Stunden erreichte am Samstag demnach 3332.

Der bisherige Höchstwert an Corona-Toten wurde am 12. Januar mit 4462 verzeichnet. Zudem registrierten die Behörden für Samstag 172.650 Neuinfektionen. Der bisherige Tagesrekord lag am 2. Januar bei 298.031 neuen Fällen. Das Land mit rund 330 Millionen Einwohnern verzeichnet in absoluten Zahlen gemessen weltweit die meisten Infektionsfälle und Toten im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

24.1.2021 • 11:06 Uhr

Medienbericht: Britische Regierung plant zehntägige Quarantäne

Die britische Regierung plant laut einem Bericht der "Daily Mail" eine zehntägige Quarantänepflicht für Reisende aus Ländern, in denen ein hohes Risiko einer Corona-Ansteckung herrscht. Reisende etwa aus Brasilien oder Südafrika sollen demnach nach ihrer Ankunft in Hotels eskortiert werden, um sich dort in Quarantäne zu begeben. Beschlossen werden soll die Quarantänepflicht dem Bericht nach am Montag.

24.1.2021 • 10:44 Uhr

Mehr Freiheiten für Geimpfte?

Je mehr die Impfkampagne in der Pandemie vorangeht, desto drängender wird die Frage, ob Geimpften wieder alle Grundrechte zustehen. Unklar ist, wie solche Vorteile überhaupt im Alltag umgesetzt werden könnten. 

24.1.2021 • 10:35 Uhr

Britische Regierung korrigiert Aussage zu höherer Sterblichkeit

Nach überraschenden Aussagen des britischen Premierministers über eine mögliche höhere Sterblichkeit mit einer Coronavirus-Variante rudert die Regierung nun etwas zurück. Es sei "nicht wirklich sicher, wie tödlich" die Mutation B.1.1.7 ist, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock dem Sender Sky News. Studien hätten unterschiedliche Daten ergeben.

Das Risiko bestehe aber, dass mehr Menschen wegen der zuerst in Südostengland entdeckten Variante sterben. Erwiesen sei, dass diese sich schneller übertrage. Johnson hatte am Freitag gesagt, es gebe "einige Hinweise" dafür, dass die neue Variante mit einer höheren Sterblichkeit verbunden sei. Dies betreffe Männer in ihren Sechzigern. Wissenschaftler hatten sich über Johnsons Aussagen verwundert gezeigt. Es lägen noch nicht ausreichend Daten vor.

24.1.2021 • 10:29 Uhr

Ex-Verfassungsrichter bringt "Corona-Soli" ins Gespräch

Der ehemalige Verfassungsrichter Hans-Jürgen Papier hat einen Solidaritätszuschlag zur Tilgung der Corona-Schulden ins Gespräch gebracht. "Zur Finanzierung der deutschen Einheit ist ein Solidaritätszuschlag eingeführt worden. Ähnliche Spielräume hat der Gesetzgeber in der Corona-Krise und zu deren Bewältigung", sagte der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Das Grundgesetz steht der Einführung eines Corona-Soli wie auch einer allgemeinen Steuererhöhung nicht entgegen." Nach dem Grundgesetz sei es möglich, die Bürger finanziell an den Lasten der Corona-Krise zu beteiligen, sagte Papier weiter. "Ob das über ein Lastenausgleichsgesetz wie nach dem Zweiten Weltkrieg oder über Steuern erfolgt, ist eine politische Entscheidung." Er würde eher dafür plädieren, die Corona-Schulden aus dem allgemeinen Steueraufkommen zu finanzieren. Der 77-Jährige war von April 2002 bis März 2010 Präsident des Bundesverfassungsgerichts.

24.1.2021 • 10:20 Uhr

Büdenbender: Mehr Mitgefühl für Opfer von Corona

Angesichts der steigenden Zahl an Corona-Toten mahnt die Juristin Elke Büdenbender mehr Mitgefühl mit den Opfern der Pandemie und ihren Angehörigen an. Nachdem am Freitag in Deutschland insgesamt mehr als 50.000 Tote gezählt worden waren, sagte die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Das ist eine ungeheuer große Zahl. Dennoch habe ich den Eindruck, es bleibt oftmals abstrakt. Vielleicht haben wir als Gesellschaft noch gar nicht so richtig verstanden, was das bedeutet."

Wegen der Ansteckungsgefahr stürben Menschen mitunter sehr einsam, Angehörige könnten nicht richtig Abschied nehmen, Corona überschatte auch die Rituale rund um die Bestattung. Das hinterlasse Spuren, so die First Lady: "Auch deshalb müssen wir über diese Erfahrung, über den Tod und das Sterben, reden."

Die Pläne des Bundespräsidenten, nach Ostern mit einer staatlichen Gedenkveranstaltung den Opfern der Pandemie zu gedenken, heißt Büdenbender ausdrücklich gut: "Ein Gedenken für alle, die an Corona verstorben sind, aber auch für Menschen, die einsam an anderen Krankheiten gestorben sind, markiert öffentlich: Das ist ein schweres, ein ungewöhnliches Leid." Vielleicht sei auch die Einrichtung eines öffentlichen Orts der Trauer, beispielsweise ein Gedenkpark, hilfreich für Menschen, die nicht angemessen hätten Abschied nehmen können: "Wichtig ist, dass das Leid nicht ungesehen bleibt."

24.1.2021 • 10:12 Uhr

Britischer Gesundheitsminister: Keine Lockerungen in Sicht


Ein Ende des Lockdowns in Großbritannien ist laut dem britischen Gesundheitsminister Matt Hancock noch nicht in Sicht. Trotz sinkender Infektionszahlen sei das Land noch weit davon entfernt, die nationalen Beschränkungen zu lockern. "Es gibt erste Anzeichen dafür, dass der Lockdown die Infektionsfälle allmählich reduziert. Aber wir sind noch weit, weit davon entfernt, dass die Zahlen niedrig genug sind", so Hancook in einem Interview mit dem Fernsehsender "Sky News".

24.1.2021 • 09:54 Uhr

Ex-Bundestrainer Brand: Handball-WM hätte nicht stattfinden dürfen

Ex-Bundestrainer Heiner Brand hat sich in die Reihe der Kritiker an der laufenden Austragung der Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten eingereiht. "Ich bin vielleicht auch ein bisschen ängstlich, weil ich vom Alter her ja inzwischen schon zur Risikogruppe gehöre. Aber ich denke, dass es überhaupt nicht zusammenpasst, eine WM in Pandemiezeiten abzuhalten. In anderen Sportarten sind große Turniere abgesagt worden, das hätte man auch im Handball so handhaben müssen", sagte Brand der "Welt am Sonntag" mit Blick auf die weltweite Corona-Krise.

Handballbundestrainer Heiner Brand

Ex-Bundestrainer Heiner Brand kritisiert die Austragung der Handball-WM zu Zeiten der Corona-Krise.

Für die Außendarstellung der Sportart sei es nicht förderlich gewesen, dass aufgrund etlicher Corona-Fälle zwei Teams - Tschechien und die USA - ihre Teilnahme absagen mussten und WM-Neuling Kap Verde vorzeitig abreisen musste. Dadurch habe "etwa eine Mannschaft wie Uruguay die Hauptrunde erreicht – ohne einen Punkt geholt zu haben, mit einer Tordifferenz von minus 45. Das wirft kein tolles Licht auf so eine Weltmeisterschaft", betonte der 68-Jährige.

Die Handball-WM läuft noch bis zum 31. Januar und endet mit dem Finalspiel in Kairo.

24.1.2021 • 09:46 Uhr

Mehr als 100 Infizierte in Lübecker Kliniken

In den Lübecker Sana-Kliniken hat es einen großen Corona-Ausbruch gegeben. Bis zum Samstag seien 79 Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden, bestätigte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa. Zudem werden 41 Patienten auf den beiden Covid-Stationen versorgt, zwei weitere intensivmedizinisch. Die allermeisten dieser Patienten seien aufgrund einer Covid-19-Erkrankung von außen stationär in dem Klinikum aufgenommen worden, hieß es. Zuvor hatten die "Lübecker Nachrichten" berichtet.

Gemäß den Krisen-Plänen wurde der Krankenhausbetrieb reduziert, so dass die Notfallversorgung und die Versorgung der bereits stationär behandelten Patienten zu jeder Zeit aufrechterhalten werden konnte, wie das Klinikum mitteilte. Sämtliche verschiebbaren geplanten Eingriffe seien ausgesetzt worden, um die Behandlung sicherzustellen und die Anzahl der Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Die Klinik stehe in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt. Sowohl Patienten als auch Mitarbeiter würden alle zwei bis drei Tage auf Corona getestet. In Kernbereichen würden Mitarbeiter sogar täglich bei Dienstantritt getestet.

Aufgrund umfangreicher Recherchemaßnahmen konnte nach Angaben des Klinikums mittlerweile ein symptomfreier Patient der chirurgischen Station, der bei der Aufnahme zunächst negativ getestet worden war, dessen Testergebnis dann jedoch positiv ausgefallen war, als mögliche Ursache für das Ausbruchsgeschehen identifiziert werden.

24.1.2021 • 09:40 Uhr

Impfkampagne: Hohe Gefahr von Cyberangriffen

Die Bundesregierung befürchtet wohl offenbar Störaktionen während der Impfkampagne gegen das Coronavirus. Das Innenministerium spricht in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen etwa von möglichen Cyberangriffen.

24.1.2021 • 09:36 Uhr

Schärfere Kontrollen bei Flügen aus Risikogebieten

Die Bundespolizei am Flughafen Frankfurt intensiviert von heute an die Kontrollen bei Flügen aus Hochrisikogebieten. Überprüft werden vor allem die Einreiseanmeldungen und der Nachweis über einen aktuellen, negativen Corona-Test.

24.1.2021 • 09:33 Uhr

Bund kauft neues Corona-Medikament

Impfstoffe gegen das Coronavirus gibt es inzwischen viele, Medikamente für Erkrankte sind dagegen noch rar. Gesundheitsminister Spahn hat nun 200.000 Dosen eines Mittels gekauft, das auch Ex-US-Präsident Trump geholfen haben soll.

24.1.2021 • 09:01 Uhr

Israel beginnt mit Impfung von Jugendlichen

Als eines der ersten Länder weltweit hat Israel mit der Impfung von Teenagern gegen das Coronavirus begonnen. Die ersten Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren wurden am Samstag geimpft, wie israelische Medien berichteten. Erforderlich ist eine Genehmigung der Eltern. Damit soll Schülern, die vor dem Abitur stehen, wieder die Teilnahme an Präsenzunterricht in den Schulen ermöglicht werden.

Am Freitag und Samstag - dem Wochenende in Israel - wurden insgesamt 195.000 Menschen geimpft, teilte Gesundheitsminister Juli Edelstein auf Twitter mit. Von den etwa neun Millionen Einwohnern erhielten inzwischen 2,5 Millionen die erste Dosis und fast eine Million bereits die zweite Dosis. Ungeachtet eines mehrwöchigen Lockdowns seien die Infektionszahlen bislang aber nicht stark genug gesunken, so der Minister.

Israels Regierung berät deshalb über eine zweiwöchige Schließung des internationalen Flughafens Ben Gurion für die meisten Flüge. Ziel ist, die Einschleppung weiterer Virus-Varianten zu verhindern. Bis zu 40 Prozent der Neuerkrankungen gehen nach amtlichen Angaben auf die Mutation zurück, die aus Großbritannien kommt. In jüngster Zeit gab es auch mehrere Fälle schwerer Erkrankungen von Schwangeren und Kindern.

24.1.2021 • 07:21 Uhr

Neuseeland meldet ersten Ansteckungsfall seit November

Im von der Pandemie wenig betroffenen Inselstaat Neuseeland gibt es offenbar den ersten lokalen Ansteckungsfall seit November. Es handle sich um eine 56-jährige Frau, die nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland zwei Wochen Quarantäne absolviert und dabei zwei negative Covid-Tests gemacht hatte, teilten die Behörden mit. Wie sich die Frau angesteckt habe, sei unbekannt, aber möglicherweise sei das im Land passiert.

Die Frau habe bereits Tage vor dem positiven Corona-Test Symptome gehabt, teilten die Behörden weiter mit. Nach ihrer Entlassung aus dem Quarantäne-Hotel seien sie und ihr Mann zudem für mehrere Tage durch die nördlich von Auckland gelegene Region Northland gereist und hätten rund 30 verschiedene Orte besucht. Die Kontaktverfolgung laufe nun auf Hochtouren. 

Zuletzt war nach Angaben des Gesundheitsministeriums am 18. November ein lokaler Ansteckungsfall gemeldet worden. Daneben meldeten die Behörden am Sonntag acht weitere Infektionsfälle bei Reiserückkehrern in Quarantäne.

24.1.2021 • 06:54 Uhr

Clubs rechnen nach Corona mit längerer Anlaufphase

Die Berliner Clubs rechnen bei einem Neustart nach der Corona-Krise mit einer längeren Anlaufphase. "Wir sind die Ersten, die geschlossen wurden, und wir sind die Letzten, die wieder öffnen dürfen", sagte Club-Betreiberin Pamela Schobeß ("Gretchen"), die auch für die Szene spricht, der Nachrichtenagentur dpa. "Wir wissen überhaupt nicht, wann es weitergeht und wie es weitergeht." Ohne die Hilfen von Bund und Ländern, die bis Juni gesichert sind, ginge es überhaupt nicht, sagte die Vorsitzende des Dachverbands Clubcommission.

Wenn es irgendwann wieder eine Anlaufphase gebe, brauche es weiter Hilfe. "Es kann nicht von Null auf Hundert gehen." Konzerte brauchten Vorlauf, so Schobeß. Die Touristen werden demnach erst nach und nach wiederkommen. Und: "Sehr viele Leute werden weniger Geld fürs Ausgehen haben." Laut Schobeß werden die Auftritte von DJs und Musikern von diesem März bereits auf den März 2022 verschoben. Und bis das Nachtleben wieder wie vor der Krise ist, könnte es bis Ende 2022 dauern. Die Clubs in Deutschland sind seit März 2020 mehr oder weniger in der Zwangspause.

24.1.2021 • 06:15 Uhr

RKI: 12.257 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut innerhalb von 24 Stunden 12.257 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Außerdem wurden 349 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekannt gab. Vergangenen Sonntag hatte das RKI 13.882 Neuinfektionen und 445 neue Todesfälle binnen 24 Stunden registriert.

Insgesamt sind den Angaben zufolge seit Pandemiebeginn 2.134.936 Menschen an dem Virus erkrankt, 51.870 Menschen sind seitdem im Zusammenhang mit einer Erkrankung gestorben. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Morgen bei 111,1.

24.1.2021 • 05:13 Uhr

Kassenärzte bitten um Geduld bei Buchung von Impfterminen

Die Kassenärzte bitten um Geduld bei den weiter anlaufenden Terminbuchungen für Corona-Impfungen in den Bundesländern. "Ein Wettrennen um Impftermine ist nicht notwendig", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Nachrichtenagentur dpa. "Jeder, der sich impfen lassen möchte, wird auch geimpft werden." Momentan sei der Impfstoff noch knapp, doch die Situation werde sich in den kommenden Wochen und Monaten entspannen. Seine Bitte laute daher: "Buchen Sie in Ruhe Ihre beiden Termine. Das ist in der Regel nicht nur telefonisch, sondern auch online möglich." Bei der bundesweiten Service-Telefonnummer 116 117 der Kassenärzte können sich Bürger auch über Corona-Impfungen informieren.

24.1.2021 • 05:02 Uhr

England: Lockdown-Befugnisse für Kommunen bis Juli verlängert

Die britische Regierung hat einem Bericht des "Telegraph" zufolge die Lockdown-Befugnisse für englische Kommunen bis zum Beginn der Sommerferien Mitte Juli verlängert. Das Gesetz, das dem Bericht nach eigentlich vergangene Woche ausgelaufen wäre, gilt nur für England. Es erlaubt Kommunen, zur Eindämmung der Corona-Pandemie Restaurants, Kneipen, Geschäfte und öffentliche Plätze zu schließen.

24.1.2021 • 04:43 Uhr

Italiens Corona-Zahlen sinken leicht - Erleichterungen in der Lombardei

Nach leicht sinkenden Corona-Zahlen treten in einigen Teilen Italiens Erleichterungen bei den Covid-Beschränkungen in Kraft. Die wirtschaftsstarke Lombardei mit ihren etwa zehn Millionen Einwohnern ist seit heute keine Rote Zone mit strengen Ausgangsverboten mehr, sondern wurde eine Risiko-Stufe herabgesetzt. Viele Läden dürfen dort wieder öffnen. Den Erlass dazu hatte Gesundheitsminister Roberto Speranza unterschrieben. Sizilien im Süden und die Autonome Provinz Bozen im Norden bleiben rote Hochrisiko-Gebiete. Ein Großteil Italiens gehört ohnehin als Orange Zone ins Mittelfeld. Dort sollen die Menschen in der Regel ihre Orte nicht verlassen. Restaurants und Bars dürfen Gäste nicht mehr am Tisch bedienen, erlaubt ist nur zeitweiser Außer-Haus-Verkauf.

Im Anti-Corona-Kampf hatte Italien die Zoneneinteilung im Herbst 2020 eingeführt. Die Risiko-Klasse hängt von einem Bündel an Zahlen über das Infektionsgeschehen und die Lage in den Krankenhäusern ab. Zuletzt verzeichneten die Gesundheitsbehörden moderat verbesserte Werte. So sei der sogenannte R-Wert für die Zahl der Menschen, die ein Infizierter durchschnittlich ansteckt, "nach fünf Wochen des Anstiegs" gesunken: Er beträgt 0,97 (30. Dezember bis 12. Januar). Wenn er unter 1 fällt, gibt es weniger Neuinfektionen und die Epidemie läuft aus. Italien registrierte zudem in der Woche vom 11. bis 17. Dezember etwa 145 Ansteckungen auf je 100.000 Einwohner (Inzidenz-Wert). Gestern verzeichneten die Behörden in dem Land mit 60 Millionen Einwohnern gut 13.000 Neuinfektionen in 24 Stunden mit dem Coronavirus. 488 Menschen starben demnach im Zusammenhang mit Corona.

24.1.2021 • 04:23 Uhr

Virus-Variante könnte zu erneuten Infektionen führen

Die in Südafrika entdeckte Variante des Coronavirus könnte sich womöglich stärker ausbreiten als die in Deutschland bisher hauptsächlich verbreitete Sars-CoV-2-Variante. Zudem könnten Antikörper-Therapien und Impfstoffe deutlich an Wirksamkeit gegen diesen Erregertyp einbüßen. Von diesen Ergebnissen berichten Wissenschaftler in zwei Fachartikeln, die vor der Veröffentlichung noch nicht durch unabhängige Fachkollegen begutachtet wurden. Die Forscher schreiben weiter, dass die Mutationen auch dazu führen könnten, dass sich Covid-19-Genesene mit der neuen Variante ein zweites Mal anstecken.

Die Coronavirus-Variante wurde in Südafrika zuerst entdeckt und ist mittlerweile in zahlreichen Ländern, auch in Deutschland, nachgewiesen. Sie zeichnet sich unter anderem durch mehrere Mutationen aus, die das sogenannte Spike-Protein des Virus verändern. Dieses Eiweiß nutzt das Virus, um sich an die Körperzellen anzuheften und schließlich in sie einzudringen.

24.1.2021 • 02:38 Uhr

Regierung kauft neues Antikörper-Mittel

Die Bundesregierung hat für Deutschland ein neues Corona-Medikament auf Antikörper-Basis gekauft. "Ab nächster Woche werden die monoklonalen Antikörper in Deutschland als erstem Land in der EU eingesetzt. Zunächst in Uni-Kliniken", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der "Bild am Sonntag". Der Bund habe 200.000 Dosen für 400 Millionen Euro eingekauft, so Spahn. Mit dieser Form der Antikörper wurde laut dem Medienbericht der frühere US-Präsident Donald Trump nach seiner Corona-Infektion behandelt. "Sie wirken wie eine passive Impfung. Die Gabe dieser Antikörper kann Risikopatienten in der Frühphase helfen, dass ein schwerer Verlauft verhindert wird", sagte Spahn.

Der damalige US-Präsident Trump war Anfang Oktober mit dem Antikörper-Cocktail REGN-COV2 der US-Firma Regeneron behandelt worden. Der Wirkstoff von REGN-COV2 ist eine Kombination aus zwei speziell entwickelten Antikörpern, die sich an das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus binden und so dessen Struktur deformieren können. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass das Coronavirus menschliche Zellen angreifen kann. Die Kombination aus zwei verschiedenen Antikörpern soll laut dem Hersteller verhindern, dass der Erregervirus Sars-COV2 mutiert.

24.1.2021 • 02:04 Uhr

Bundesregierung: Sorge vor Störaktionen bei Impfkampagne

Die Bundesregierung befürchtet massive Störaktionen während der Corona-Impfkampagne. Es seien bereits "mehrere mutmaßliche Ausforschungsversuche bezüglich deutscher Impfstoffhersteller bekannt geworden", zitierten die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen. Die Gefahr von Cyberangriffen müsse "als hoch eingestuft" werden. Als potenzielle Ziele für Spionage und Sabotage durch fremde Nachrichtendienste werden Einrichtungen zur Impfstoffforschung, -produktion oder -zulassung genannt.

Die Regierung warnt dem Bericht zufolge auch vor Aktionen von Verschwörungsideologen. Die Grünen-Innenpolitikerin Irene Mihalic sagte, man habe beim Angriff auf das Kapitol in Washington gesehen, "wie schnell absurde Verschwörungserzählungen in Gewalt umschlagen" könnten. Sie kritisierte, dass die Bundesregierung die Bedrohungsszenarien für Impfzentren nicht direkt dem Rechtsextremismus zuordne. Die Antwort auf die Anfrage zeige, "dass die Gefahr des Rechtsextremismus immer noch nicht konstant auf dem Schirm ist".

24.1.2021 • 02:04 Uhr

Spahn warnt vor Schuldzuweisungen in Pandemie

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor Schuldzuweisungen bei der Aufarbeitung der Corona-Pandemie gewarnt. "Wir sollten aufpassen, dass 2021 nicht das Jahr der Schuldzuweisung wird", sagte er der "Bild am Sonntag". "Über Fehler und Versäumnisse reden ist wichtig. Aber ohne dass es unerbittlich wird. Ohne dass es nur noch darum geht, Schuld auf andere abzuladen." Für die hohen Infektionsraten und Todeszahlen in der zweiten Welle der Pandemie seien Politik und Bürger gemeinsam verantwortlich. "Wir hatten alle zusammen das trügerische Gefühl, dass wir das Virus gut im Griff hätten. Die Wucht, mit der Corona zurückkommen könnte, ahnten wir, wollten es aber in großer Mehrheit so nicht wahrhaben", sagte Spahn.

Eine Aufhebung von Einschränkungen für Geimpfte lehnte Spahn ab: "Wir haben ein Jahr lang solidarisch diese Pandemie durchgestanden. Jetzt können wir uns die Monate, bis jeder geimpft werden kann, auch noch alle an die Regeln halten." Es gehe in dieser Frage um Solidarität, erklärte der Minister.

24.1.2021 • 02:04 Uhr

CDU-Politiker Jung für Neuauflage des Corona-Bonus

Der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Jung, hat eine Neuauflage der steuerfreien Corona-Sonderzahlungen an Arbeitnehmer ins Spiel gebracht. "Es gibt gute Gründe dafür, eine solche Regelung auch in diesem Jahr wieder umzusetzen. Darüber werden wir in der Koalition beraten", sagte Jung der "Welt am Sonntag". Der Steuerbonus bringe einen Anreiz, herausragenden Einsatz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Krise zu honorieren.

Die Möglichkeit einer einmaligen steuerfreien Sonderzahlung von bis zu 1500 Euro pro Mitarbeiter hatte die Politik zu Beginn der Corona-Pandemie beschlossen. Die Frist für die Zahlung wurde inzwischen vom 31. Dezember 2020 auf Ende Juni 2021 verlängert.

Der SPD-Fraktionsvize Achim Post sagte: "Ich hoffe, dass bis dahin noch etliche weitere Arbeitgeber von der Möglichkeit Gebrauch machen. Dann werden wir Bilanz ziehen und im Lichte der Krisenentwicklung entscheiden, wie es weitergeht." Der "Welt am Sonntag" zufolge hat fast die Hälfte der 30 Dax-Konzerne den Angestellten eine solche Prämie überwiesen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 24. Januar 2021 um 08:00 Uhr.