Die norwegische Flagge | REUTERS
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Liveblog zum Nachlesen ++ Weitere Einschränkungen in Norwegen ++

Stand: 03.01.2021 22:56 Uhr

Norwegen will in den kommenden zwei Wochen das Sozialleben weiter einschränken. Die Zahl der Corona-Toten in den USA hat die Marke von 350.000 überstiegen. Alle Entwicklungen im Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen.

  • RKI meldet 10.315 Neuinfektionen
  • Länderchefs für Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar
  • Laut RKI mehr als 238.000 Impfungen erfasst
  • Städte rechnen mit sieben Milliarden Euro weniger Gewerbesteuer
  • Papst kritisiert Feiertags-Urlauber
  • Frankreich: Höheres Tempo bei Impfkampagne
  • Mehr als 75.000 Corona-Tote in Italien
3.1.2021 • 22:56 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Danke für Ihr Interesse und gute Nacht.

3.1.2021 • 21:57 Uhr

Neue Virus-Variante nun auch in Griechenland aufgetaucht

In Griechenland haben die Behörden bei vier Menschen die neue Variante des Coronavirus nachgewiesen, die erstmals in Großbritannien entdeckt worden war und ansteckender sein soll. Die Betroffenen seien kürzlich von Großbritannien aus nach Griechenland gekommen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Sie befänden sich in Quarantäne. Es ist der erste Mal, dass Griechenland Infektionen mit der neuen Virus-Variante meldet.

3.1.2021 • 20:24 Uhr

Kritik an Zulassung von indischem Impfstoff Covaxin

Unmittelbar nach der Zulassung der indischen Impfstoff-Eigenentwicklung Covaxin äußern Experten Zweifel an deren Wirksamkeit und Sicherheit, berichtet ARD-Korrespondent Bernd Musch-Borowska. Für Covaxin, entwickelt von dem Unternehmen Bharat Biotech und staatlichen Einrichtungen, sind bislang erst zwei der drei Studienphasen abgeschlossen. Die dritte Phase, bei der die Wirksamkeit getestet wird, begann Mitte November.

3.1.2021 • 18:48 Uhr

Norwegen schränkt Sozialleben weiter ein

Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg hat weitere Einschränkungen zur Eindämmung des Virus angekündigt. Die kommenden zwei Wochen müsse das Sozialleben heruntergefahren werden, sagte sie auf einer Pressekonferenz, damit die Epidemie nicht außer Kontrolle gerate. Restaurants und Bars dürfen landesweit keinen Alkohol mehr ausschenken. Auch dürfen keine Gäste mehr nach Hause eingeladen werden. Bereits am Samstag hatte die Regierung eine Aussetzung der Vorlesungen an Universitäten bis zum 18. Januar angekündigt.

3.1.2021 • 17:37 Uhr

Britische Handelsketten wollen bei Impfstoff-Logistik helfen

Britische Handelsketten wie Boots oder Tesco wollen Berichten zufolge beim Transport und der Logistik für die Corona-Impfkampagne helfen. Die Drogeriekette Boots werde im Laufe des Monats drei Impfzentren eröffnen, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Weitere könnten folgen. Die regulären Filialen der Drogerie bieten bereits Grippeimpfungen und Corona-Schnelltests an. Die Supermarktkette Tesco hat Berichten zufolge der Regierung vorgeschlagen, dass ihre Logistik-Tochter beim Transport und der Lagerung des AstraZeneca-Impfstoffes helfen könnte.

3.1.2021 • 17:33 Uhr

Belgien kontrolliert Zehntausende Einreisende

Zur Durchsetzung von Quarantänepflichten in der Corona-Krise hat Belgien binnen einer Woche rund 35.000 Einreisende kontrolliert. Dies meldete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Bundespolizei. Die allermeisten Kontrollen fanden demnach am Flughafen und an Bahnhöfen statt, rund 500 aber auch an Straßen im Grenzgebiet. Wegen Regelverstößen gab es insgesamt 98 Anzeigen.

Seit Donnerstag müssen alle Rückkehrer aus ausländischen roten Zonen mit hohen Infektionszahlen in Belgien in Quarantäne. Sie müssen am ersten und am siebten Tag der Quarantäne einen Corona-Test machen. Die Polizei kontrolliert, ob belgische Rückkehrer das nötige Formular ausgefüllt haben. Reisende ohne Wohnsitz in Belgien müssen zudem einen frischen, negativen Corona-Test vorlegen. Ausnahmen gibt es bei Reisen mit einer Dauer von weniger als 48 Stunden.

3.1.2021 • 17:27 Uhr

Mehr als 75.000 Corona-Tote in Italien

Italien hat am Sonntag die Marke von 75.000 Corona-Toten überschritten. Mit offiziell 75.332 gemeldeten Sterbefällen seit Beginn der Pandemie zählt das Land die meisten Todesopfer in Europa, noch vor Großbritannien. Am Sonntag meldeten italienische Behörden 14.245 Neuinfektionen und 347 Sterbefälle in Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt verzeichnete das Land seit dem vergangenen Frühjahr über 2,15 Millionen Ansteckungen mit dem Coronavirus.

Weltweit belegt Italien den fünften Platz in der Statistik der in Zusammenhang mit Covid-19 Gestorbenen - nach den USA, Brasilien, Indien und Mexiko. Auch mit der Zahl der Toten pro eine Million Einwohner nimmt Italien weltweit einen der vorderen Ränge ein. Hingegen liegt das Land bei den bisher registrierten Fällen pro Million Einwohner an 35. Stelle, deutlich etwa hinter der Schweiz und Österreich.

3.1.2021 • 17:09 Uhr

Ramelow will Bewegungsradius in Thüringen einschränken

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält angesichts der noch immer hohen Infektionswerte eine Verschärfung der Corona-Regeln in dem Bundesland für nötig. Er habe dem Kabinett vorgeschlagen, nach dem Beispiel von Sachsen den Bewegungsradius der Menschen im Freistaat auf 15 Kilometer im Umkreis ihres Wohnortes zu beschränken, sagte Ramelow in Erfurt. Entscheidungen werde das Thüringer Kabinett am Dienstag nach den Bund-Länder-Gesprächen fällen.

Ramelow reagierte damit auch auf den Ansturm, den es am Wochenende auf die Wintersportgebiete im Thüringer Wald gab, wo sich entgegen den Kontaktbeschränkungen Menschen aus verschiedenen Landesteilen sowie aus Franken begegneten.

3.1.2021 • 17:07 Uhr

Kretschmer: Lockdown-Verlängerung in Sachsen unvermeidbar

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) spricht sich für einen über den 10. Januar hinaus verlängerten Corona-Lockdown aus. "Es ist uns in Deutschland gelungen, durch den Lockdown im Dezember den rapiden Anstieg der Neuinfektionen abzubremsen", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. "Allerdings dürfen wir uns nicht in einer falschen Sicherheit wiegen."

Man befinde sich in der härtesten Phase der Pandemie und die Erfahrungen der Nachbarn zeigten, dass frühes Lockern zu einem sprunghaften Anstieg der Infektionen führt. "Ich plädiere statt einem Hü und Hott zwischen Lockerungen und Beschränkungen dafür, konsequent zu sein und Nervenstärke zu haben", sagte er. "Eine Verlängerung des Lockdowns in Sachsen bis mindestens Ende Januar ist daher unvermeidbar."

3.1.2021 • 16:53 Uhr

Lehrerverband fordert Hygienestufenplan je nach Inzidenz

Vor der Tagung der Kultusministerkonferenz am Montag fordert der Deutsche Lehrerverband einen bundesweit gültigen Hygienestufenplan für Schulen abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen. "Die Kultusministerinnen und -minister haben schlicht ihre Hausaufgaben im Sommer und Herbst nicht ordentlich erledigt", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger n-tv am Sonntag. Ein bundesweiter Stufenplan müsse klar regeln, wie der Schulbetrieb abhängig vom Inzidenzgeschehen zu organisieren sei. Dabei könnte man sich auf Empfehlungen des Robert Koch-Instituts stützen.

3.1.2021 • 16:40 Uhr

Trump: Zahl von Infektionen und Todesfällen wird übertrieben

Der amtierende US-Präsidenten Donald Trump hält das Ausmaß der Corona-Pandemie in den Vereinigten Staaten für deutlich überzogen. Trump schrieb am Sonntag auf Twitter, die Zahl von Infektionen und Todesfällen durch das "China-Virus" werde in den USA "weit übertrieben" durch die "lächerliche" Zählmethode der US-Gesundheitsbehörde CDC, während andere Länder absichtlich falsche niedrigere Zahlen meldeten. Im Zweifel werde etwas einfach als Covid bezeichnet, schrieb er weiter und schloss mit den Worten "Fake News!"

Der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci hielt dagegen: "Die Todesfälle sind reale Todesfälle", sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten am Sonntag dem Fernsehsender CNN. Man müsse sich nur die Lage in den Krankenhäusern anschauen, in denen Betten knapp würden und Mitarbeiter erschöpft seien. "Das ist real, das ist nicht fake."

3.1.2021 • 16:30 Uhr

Thüringens Regierungschef Ramelow für Lockdown bis Ende Januar

Zwei Tage vor neuen Bund-Länder-Gesprächen plädiert Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) für eine Verlängerung des Lockdowns um drei Wochen. Wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich Ramelow nach einer Sitzung des Thüringer Kabinetts für eine Beibehaltung der strengen Corona-Einschränkungen bis Ende Januar aus. Sein Kabinett habe sich darauf verständigt, endgültige Entscheidungen würden am Dienstag fallen, sagte der Chef einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung. Dann berät die Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

3.1.2021 • 16:01 Uhr

Spahn bremst bei Einmal-Impfung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Vorschläge gebremst, beim Biontech-Impfstoff nur einmal statt zweimal zu impfen, um mehr Menschen zu erreichen. "Das ist eine schwerwiegende Entscheidung, die man nur auf wissenschaftlicher Basis treffen kann", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Er habe die Ständige Impfkommission um eine Empfehlung gebeten.

Außerdem wies er die Forderung zurück, dass Biontech seinen Impfstoff in Lizenz bei anderen Firmen herstellen lassen solle. "Wir unterstützen Biontech dabei, zusätzliche Partner zu finden und in Marburg im Februar mit der weiteren Produktion starten zu können", sagte er. Es stünden in Deutschland und Europa aber keine ungenutzten Produktionsstätten herum. "Eine Pillenproduktion lässt sich leider nicht einfach auf Impfstoff umstellen."

3.1.2021 • 15:23 Uhr

Kultusminister beraten über Öffnung der Schulen

Die Kultusminister der Länder beraten morgen über das weitere Vorgehen an den Schulen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters, ist im Gespräch, nach dem 11. Januar wieder einen Präsenzunterricht für die unteren Klassen zu erlauben. Es werde aber noch diskutiert, ob dies die Klassen 1 bis 4, 1 bis 6 oder 1 bis 7 betreffen solle, heißt es. Denkbar seien auch regionale Differenzierungen, wenn etwa Länder mit hohen Corona-Fallzahlen eine Präsenzpflicht für Schüler erst später einführen wollen.

3.1.2021 • 15:04 Uhr

UN-Generalsekretär kritisiert "Impf-Nationalismus"

UN-Generalsekretär Antonio Gutteres hat "Impf-Nationalismus" im Kampf gegen die Corona-Pandemie kritisiert. "Impf-Nationalismus ist nicht nur unfair, er ist selbstzerstörerisch", twitterte der UN-Generalsekretär. "Kein Land wird sicher vor Covid-19 sein, wenn nicht alle Länder sicher sind." Hintergrund ist das Rennen vieler Regierungen um den Bezug von Impfstoff-Dosen.

3.1.2021 • 14:51 Uhr

Auch Bouffier rechnet mit Lockdown-Verlängerung

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier erwartet von der Bund-Länder-Schalte am Dienstag keine Lockerungen der Corona-Auflagen. "Ich gehe davon aus, dass die Maßnahmen verlängert werden", zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe den stellvertretenden CDU-Bundesvositzenden. "Einzelheiten, insbesondere Schule und Kitas, müssen noch besprochen werden."

3.1.2021 • 14:45 Uhr

Orban kritisiert EU-Strategie bei Impfstoff-Beschaffung

Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hat die Strategie der EU bei der Impfstoff-Beschaffung kritisiert. Er sei "nicht zufrieden mit der Geschwindigkeit" beim Ankauf der Impfdosen, sagte Orban im staatlichen ungarischen Rundfunk. Der Regierungschef will nun wegen des Impfstoffes "Richtung Osten" schauen. Es habe Impfstoffe auch aus der EU gegeben, die anderswo früher verfügbar waren, wie beispielsweise in Kanada, Großbritannien und Israel, sagte Orban. "Aber das ist der Job von Brüssel, die kümmern sich darum." Ungarn dagegen kümmere sich auch um die "Beziehungen zum Osten, da Brüssel dies nicht tut". Es sei besser, auf zwei Beinen zu stehen, sagte Orban.

Nachdem Ungarn Ende Dezember 6000 Dosen des russischen Corona-Impfstoffs erhalten hatte, dämpfte Orban allerdings Hoffnungen auf eine Massenimpfung mit dem Sputnik V genannten Stoff in Ungarn. "Wir wissen dass der russische Impfstoff gut ist, aber es gibt und wird wahrscheinlich nicht genug davon geben", sagte Orban und verwies auf Produktionsengpässe. Der chinesische Impfstoff sei erfolgversprechender als der russische. "Es scheint, als sei dieser früher und in größerer Menge verfügbar", erklärte Orban.

3.1.2021 • 14:42 Uhr

Simbabwe führt wieder Beschränkungen ein

Simbabwe hat wegen einer Zunahme von Corona-Fällen neue Beschränkungen eingeführt. "Wir werden überwältigt und überrannt", sagte Informationsminister Nick Mangwana. Die Krankenhäuser des Landes wären mit ihren Kapazitäten am Limit. Simbabwe habe in der vergangenen Woche 1342 Fälle und 29 Todesfälle mit dem Virus verzeichnet, das sei "die bislang höchste registrierte Zahl", teilte Vizepräsident Constantino Chiwenga mit.

Bis auf Weiteres wurde die Wiedereröffnung von Schulen ausgesetzt. Zudem hat das Land eine nächtliche Ausgangssperre eingeführt und öffentliche Versammlungen verboten. An Trauerfeiern dürfen derzeit nur 30 Personen teilnehmen. Hochzeiten und Gottesdienste werden für 30 Tage verboten. Restaurants und Kneipen wurden geschlossen. Reisen zwischen Städten in Simbabwe werden auf "unbedingt erforderliche Dienstleistungen" beschränkt.

3.1.2021 • 14:28 Uhr

Dreyer sieht keine Möglichkeit für Lockerungen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sieht keine Möglichkeiten, derzeit die Corona-Maßnahmen zurückzunehmen. Die Auswirkungen der privaten Treffen an Weihnachten und Silvester auf die Infektionszahlen seien "frühestens in einer Woche" sichtbar, sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post". "Wir können daher noch keine Lockerungen vornehmen, aber wir arbeiten weiter daran, wie wir das öffentliche Leben wieder hochfahren können."

3.1.2021 • 14:12 Uhr

Montgomery für Verlängerung des Lockdowns bis Anfang Februar

Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert eine Verlängerung des Corona-Lockdowns bis Anfang Februar. "Wir sind von den Infektionszahlen her noch weit von Lockerungen entfernt. Deswegen wäre es am klügsten, jetzt den Menschen reinen Wein einzuschenken und gleich die vollen vier Wochen des Infektionsschutzgesetzes zu nutzen", sagte er der "Rheinischen Post". Eine Vier-Wochen-Frist ab der Bund-Länder-Runde am Dienstag würde am 2. Februar ablaufen, so der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes: "Und ich bin überhaupt nicht sicher, dass dann Schluss ist."

3.1.2021 • 14:07 Uhr

Bericht: US-Talkmaster Larry King mit Corona in Klinik

Der legendäre amerikanische Talkshow-Moderator Larry King ist einem Medienbericht zufolge an Covid-19 erkrankt und muss stationär im Krankenhaus behandelt werden. Der 87-jährige TV-Star sei schon vor gut einer Woche in die Klinik in Los Angeles gebracht worden, berichtete sein langjähriger Arbeitgeber CNN am Samstag unter Berufung auf das Umfeld der Familie. Seine drei Söhne könnten King wegen der Infektionsschutzregeln derzeit nicht besuchen. Über die Schwere seiner Erkrankung war zunächst nichts bekannt.

King wurde mit seiner Show "Larry King Live" bekannt, die von 1985 bis 2010 bei CNN zu sehen war. Sein praktisch immer gleiches Outfit mit Hornbrille, Hemd und Hosenträgern wurde zu seinem Markenzeichen. In der Sendung interviewte der vielfach ausgezeichnete Journalist Hollywoodstars, Sportler, Topmanager und Spitzenpolitiker, darunter der russische Kreml-Chef Wladimir Putin und US-Präsidenten von Gerald Ford bis Barack Obama.

3.1.2021 • 13:47 Uhr

Schweizer Bundespräsident räumt Fehler bei Krisenmanagement ein

Der neue Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin hat Fehler der Regierung beim Krisenmanagement der Corona-Pandemie eingeräumt. "Zwischen Juli und September haben wir die Lage unterschätzt", sagte der Politiker der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP) in der aktuellen Ausgabe der Schweizer Zeitung "SonntagsBlick". "Wir dachten, wir könnten das Virus meistern. Gedanklich war es weit weg", fügte der 61-Jährige hinzu. Insbesondere im Dezember sei die Koordination zwischen den Kantonen "nicht immer einfach" gewesen, räumte Parmelin ein.

Die Kantone waren sich lange uneins darüber gewesen, ob die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus verstärkt werden sollten. Parmelin bezeichnete den gefundenen Kompromiss als eine "Güterabwägung zwischen Gesundheit, Wirtschaftlichkeit und der Psyche der Menschen. Es ist nicht alles schwarz-weiß", erklärte er.

3.1.2021 • 13:43 Uhr

350.000 Corona-Tote in USA

Die Zahl der Corona-Toten in den USA hat die Marke von 350.000 überstiegen. Das geht aus den von der Johns Hopkins-Universität zusammengetragenen Daten hervor. Mehr als 20 Millionen Menschen haben sich in dem Land seit Ausbruch der Pandemie infiziert. Die USA haben mehr Corona-Tote als jedes andere Land auf der Welt vermeldet. Experten sagten voraus, dass die Zahl der Toten und diagnostizierten Infektionen weiter steigen dürfte, weil sich viele Amerikanerinnen und Amerikaner bei Zusammenkünften an Weihnachten und Silvester angesteckt haben könnten.

3.1.2021 • 13:41 Uhr

Indien gewährt zwei Corona-Impfstoffen Notfallzulassung

Indien hat erstmals zwei Corona-Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilt. Neben dem in Indien entwickelten Impfstoff namens Covaxin handelt es sich um den des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca. Die Vakzine des Serum Institute of India und von Bharat Biotech seien "für den eingeschränkten Gebrauch in Notfallsituationen zugelassen", teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Das Serum Institute stellt den Impfstoff, der von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelt wurde, für Indien und andere Märkte her. Damit ist in dem Land mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern der Weg frei für eine der weltweit größten Impfaktionen.

3.1.2021 • 13:39 Uhr

Papst verurteilt Urlaubsreisen zur Flucht vor Lockdown

Papst Franziskus hat Urlauber, die ins Ausland reisen, um dem Lockdown daheim zu entgehen kritisiert. Diese Menschen müssten sich des Leids Anderer mehr bewusst werden, sagt das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche in einer Videobotschaft. Er habe Zeitungsberichte über Menschen gelesen, die verreist seien, um vor den Beschränkungen in ihrer Heimat zu fliehen und im Ausland Spaß zu haben. "Sie haben nicht an diejenigen gedacht, die zu Hause geblieben sind, an die wirtschaftlichen Probleme vieler Menschen, die von den Beschränkungen schwer getroffen sind, an die Kranken." Das habe ihn traurig gemacht. Man wisse nicht, was 2021 bringe, sagte der Papst nach seinem traditionellen Angelus-Segen. "Aber wir alle können uns ein bisschen mehr bemühen, aufeinander aufzupassen."

3.1.2021 • 13:13 Uhr

Robert Koch-Institut: Mehr als 238.000 Impfungen erfasst

Mehr als 238.000 Menschen in Deutschland wurden bislang gegen das Coronavirus geimpft. Bis Sonntagmorgen (Stand 08.00 Uhr) wurden insgesamt 238.809 Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl dort erfasster Geimpfter um 40.665, wie aus den RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

Unter den Geimpften sind 103.894 Bewohner von Pflegeheimen. 107.019 Personen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen. Darunter fällt medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege. Insgesamt 56.197 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft. Die meisten Impfungen wurden vom RKI bisher für Bayern erfasst (57.833), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (48.691) und Hessen (30.085). Die in absoluten Zahlen am wenigsten Impfungen wurden bisher in Thüringen (810), Bremen (1837) und Brandenburg (3219) gemeldet.

3.1.2021 • 12:59 Uhr

Bayerische Alpen: "Genauso voll, als wenn Skibetrieb wäre"

Zehntausende Menschen haben am Wochenende nach Neujahr in den bayerischen Bergen Abwechslung von der Lockdown-Tristesse gesucht. Obwohl der Ansturm vielerorts nicht übermäßig war, kam es an einigen Orten erneut zu Überfüllungen. "Der Ansturm ist enorm", sagte etwa der Bürgermeister von Schliersee, Franz Schnitzenbaumer (CSU). Hunderte Schlittenfahrer tummelten sich selbst auf kleinen Hügeln und die Skipisten bevölkerten Tourengeher.

Peter Lorenz, Geschäftsführer der Alpenbahnen Spitzingsee sagte, die Parkplätze seien teilweise überfüllt. "Es ist genauso voll, als wenn Skibetrieb wäre", sagte er. Viele nutzten die Eisfläche des zugefrorenen Spitzingsees zum Langlaufen oder Schlittschuhlaufen. Allerdings führte das vergleichsweise schlechte Wetter am Wochenende und der Schneefall in den Mittelgebirgen zu einer gewissen Entspannung in den bayerischen Alpen. Viele Ausflügler entschlossen sich auch zu einer Fahrt etwa ins Fichtelgebirge oder in den Frankenwald statt in die Alpen.

3.1.2021 • 12:57 Uhr

Realschullehrer-Verband: Klare Regeln für Unterricht je nach Inzidenz

Nach dem Ende der Weihnachtsferien müssen nach Ansicht des Deutschen Realschullehrerverbands klare Regeln zu Wechsel- und Distanzunterricht abhängig von den Corona-Infektionszahlen gelten. "Präsenzunterricht bis 50, Wechselunterricht ab 50 und Fernunterricht ab 100 würden wir als Richtwert ins Feld schlagen", sagte der Vorsitzende des Deutschen und des Bayerischen Realschullehrerverbands, Jürgen Böhm, der Nachrichtenagentur dpa.

Auch über einen Wert von 150 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen könne man noch diskutieren. "Aber es müssen jetzt klare Ansagen gemacht werden, wie wir in den nächsten Wochen und Monaten handeln", betonte Böhm. Es mache keinen Sinn, die Schüler nach den Ferien wieder dicht gedrängt in Bussen durch die Gegend zu fahren, so lange die Ansteckungsraten so hoch seien.

3.1.2021 • 12:52 Uhr

Haseloff ruft zu noch mehr Vorsicht auf

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat die Bevölkerung aufgerufen, sich im Privatleben stärker vor Corona-Infektionen zu schützen. Der CDU-Politiker sprach sich für rasche Impfungen aus und gegen eine Aufhebung des Lockdowns. "Zur Zeit ist an größere Lockerungen leider nicht zu denken", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Das Infektionsgeschehen ist in Deutschland insgesamt weiterhin auf einem zu hohen Niveau. Wir müssen versuchen, die Infektionsketten auch in der nächsten Zeit zu unterbrechen. Daran kann jeder durch die Einhaltung der Hygieneregeln vor allem im privaten Umfeld beitragen."

3.1.2021 • 12:44 Uhr

Frankreich: Höheres Tempo bei Impfkampagne

Nach Kritik am langsamen Anlaufen der französischen Impfkampagne hat Regierungssprecher Gabriel Attal ein schnelleres Vorankommen versichert. In einem Interview mit der französischen Zeitung "Le Parisien" sagte er, eine Beschleunigung sei bereits im Gange. "Wir stärken die Mittel, um die Impfstoffe in Altenpflegeheime zu bringen." Am Wochenende habe man zudem damit begonnen, medizinisches Pflegepersonal im Alter von mehr als 50 Jahren zu impfen. Attal sagte, dass ab Montag Informationen zu den erfolgten Impfungen transparent veröffentlicht werden sollen.

Bisher gibt es keine genauen Angaben dazu, wie viele Menschen geimpft wurden. Französische Medien sprechen teils von wenigen Hunderten und berufen sich unter anderem auf die Webseite CovidTracker, die von einem Datenwissenschaftler betrieben wird. Dort werden die Zahlen nach eigenen Angaben auf Basis der Gesundheitsbehörden zusammengetragen. Diese würden dem Betreiber der Seite von den Behörden zugänglich gemacht, hieß es auf Nachfrage. Demnach wurden mit Stand Samstagabend etwa 430 Menschen in Frankreich geimpft.

3.1.2021 • 12:40 Uhr

Lehrer pochen trotz Corona auf vollwertiges Abitur

Laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" fordert der Deutsche Philologenverband für 2021 ein vollwertiges Abitur auch unter Corona-Bedingungen. Dafür sollten nach Auffassung von Verbandschefin Susanne Lin-Klitzing die Kultusminister den Ländern mehr Freiheiten gewähren: "Geben Sie den Lehrkräften eine größere Auswahl bei den Klausurprüfungsthemen, lassen Sie landeseigene neben zentralen Abiturklausurfragestellungen zu."

Außerdem, so Lin-Klitzing weiter, sollten die Länder angemessene Terminverschiebungen für die Abitur-Prüfungen nach hinten direkt einplanen: " Schöpfen Sie dabei die zeitlichen Spielräume des Schuljahrs 20/21 aus". Abiturientinnen und Abiturienten bräuchten auf alle Fälle einen vollwertigen Abschluss, zumal die Anforderungen der Universitäten und der Ausbildungsinstitutionen nicht sinken würden.

3.1.2021 • 12:36 Uhr

Großbritannien bereitet Impfungen mit AstraZeneca-Vakzin vor

In Großbritannien bereiten sich Krankenhäuser und Arztpraxen auf den Impfstart mit dem heimischen Präparat der Universität Oxford und des Pharmakonzerns AstraZeneca vor. Die Impfungen sollen ab Montag anlaufen, wie der staatliche Gesundheitsdienst NHS mitteilte. Zu den 700 bereits aktiven Impfstellen sollten Hunderte weitere Krankenhäuser und Praxen im Laufe der kommenden Woche hinzukommen.

Zunächst stehen dem Land gut eine halbe Million Impfdosen des AstraZeneca-Mittels zur Verfügung. Am Wochenende kamen die ersten Lieferungen bei den Einsatzorten an. Wie in Deutschland werden auch in Großbritannien zunächst die ältesten Bürger sowie Mitarbeiter von Pflegeheimen oder medizinischen Berufen geimpft.

3.1.2021 • 12:32 Uhr

Erneuter Ansturm im Harz: Volle Parkplätze und Staus

Erneut haben sich entgegen allen Mahnungen am Sonntag viele Ausflügler auf den Weg in den Harz gemacht. Schon am Morgen waren die Parkplätze voll, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Die Bundesstraße 4 musste zudem kurzzeitig am Ortsausgang Bad Harzburg in Richtung Torfhaus einseitig gesperrt werden, da es zu Staus kam und einige Autos bereits liegengeblieben waren.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte es trotz der Corona-Pandemie einen Ansturm auf die Ausflugsziele im Harz mit stundenlangen Staus auf der B4 gegeben. Die Polizei äußerte die Hoffnung, dass die Lage im Laufe des Sonntags nicht wieder ausartet: "Momentan ist ein starker Schneefall, vielleicht hält das den einen oder anderen Besucher ab", sagte der Sprecher am Sonntagvormittag.

3.1.2021 • 11:51 Uhr

Erneute Reisebeschränkungen in Australien

Nach Corona-Ausbrüchen in den Bundesstaaten New South Wales und Victoria haben australische Regionen Einreisen von dort beschränkt. Das Hauptstadtterritorium darf nicht mehr von Personen besucht werden, die sich im Großraum Sydney oder an manchen anderen Orten aufgehalten haben, solange sie keine Ausnahmegenehmigung haben. Von der Insel Tasmanien müssen Menschen fern bleiben, die in Verbindung mit Infizierten in Victoria gestanden haben. Australien ist von der Pandemie dank strikter Beschränkungen weitgehend verschont geblieben. Victoria vermeldete am Sonntag drei neue Ansteckungen und New South Wales acht.

3.1.2021 • 11:50 Uhr

Drosten nimmt EU bei Impfstoff-Bestellung in Schutz

Der Berliner Virologe Christian Drosten hat die EU und Regierungen im Streit über die Frage, ob zu wenig Corona-Impfstoff bestellt worden sei, in Schutz genommen. "Man musste den Impfstoff mit Monaten Vorlauf bestellen - und wusste zu dem Zeitpunkt gar nicht, ob der betreffende Impfstoff auch funktionieren würde. Es ist jetzt praktisch unmöglich, das im Nachhinein zu bewerten", sagte Drosten der "Berliner Morgenpost". Er forderte die EU auf, jetzt schnell den Impfstoff der Firma AstraZeneca zuzulassen, weil dieser nicht besonders gekühlt werden müsse und deshalb in Arztpraxen verimpft werden könne.

3.1.2021 • 11:47 Uhr

Städte rechnen mit sieben Milliarden Euro weniger Gewerbesteuer

Die Kommunen werden 2021 durch die Corona-Pandemie in 2021 nach Schätzungen des Deutschen Städtetages mindestens sieben Milliarden Euro weniger Gewerbesteuer-Einnahmen haben. Das wirke sich auf die kommunale Investitionsplanung aus, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy im Deutschlandfunk. Betroffen seien langfristige Programme für Schulen, Kitas, den öffentlichen Nahverkehr und Straßenbau. Deshalb bräuchten die Städte von Bund und Ländern ein Signal der Unterstützung.

3.1.2021 • 10:58 Uhr

Johnson: Vor uns liegt eine harte Zeit

Der britische Premierminister Boris Johnson rechnet mit einer Verbesserung der Pandemie-Lage im Frühling. "Vor uns liegt eine harte Zeit", sagte der Konservative der BBC. Es gebe eine Reihe von strikteren Maßnahmen, die möglicherweise in einigen Regionen des Landes in Erwägung gezogen werden müssten. Einzelheiten nannte er nicht. Die Schulen seien sicher, sagte Johnson und forderte die Eltern auf, ihre Kinder nach den Weihnachtsferien wieder zum Unterricht zu schicken, sofern dies die örtlichen Behörden erlauben.

3.1.2021 • 10:49 Uhr

CDU zu SPD-Kritik an Impfstoffstrategie: "Plumpe Manöver"

Nach der Kritik aus der SPD an der deutschen Impfstoffstrategie hat CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak der Partei plumpe Manöver vorgeworfen. "Schuldzuweisungen in diesen schweren Zeiten aus der Regierungspartei SPD sind plumpe Manöver und durchschaubar. Wir sollten uns einfach alle auf Problemlösungen konzentrieren", schrieb Ziemiak auf Twitter. Der CDU-Vorsitzkandidat Armin Laschet twitterte: Dass in zehn Monaten ein Impfstoff erforscht, entwickelt, erprobt, genehmigt, ausgeliefert und eingesetzt werde, sei eine sensationelle wissenschaftliche Leistung. "Trotzdem wie stets: nachträgliche Besserwisserei und parteipolitisches Kleinklein."

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider hatte von Impf-Chaos gesprochen und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa aufgefordert, das abzustellen. Fraktionsvize Dirk Wiese hatte sich "entsetzt über Jens Spahn" geäußert und bei t-online gesagt, er müsse "endlich seinen Aufgaben nachkommen und die offensichtlichen Probleme unverzüglich in den Griff bekommen". Auch der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hatte sich in der "Rheinischen Post" kritisch zur Impfstrategie von EU und Bundesregierung geäußert.

3.1.2021 • 10:36 Uhr

Zahl der Ordnungsrufe im Bundestag auf Rekordniveau

Die Zahl der Ordnungsrufe gegen Abgeordnete im Deutschen Bundestag ist unter anderem wegen Verstößen gegen die Corona-Maskenpflicht auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung gestiegen. Seit der Wahl 2017 zählt der laufende Bundestag insgesamt 38 Ordnungsrufe, mehr als in allen vier vorausgegangenen Legislaturperioden zusammen, wie die "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf eine ihr vorliegende Aufstellung der Bundestagsverwaltung und Parlamentsprotokolle berichtet. Allein 2020 sprach das Bundestagspräsidium demnach 20 Ordnungsrufe und eine Rüge gegen Abgeordnete aus. Ein Fünftel der Ordnungsrufe wurde wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht auf den Wegen im Plenarsaal erteilt. Zwei Drittel der Ordnungsrufe ergingen im vergangenen Jahr laut Bundestagsprotokollen gegen Abgeordnete der AfD-Fraktion wegen entsprechender Äußerungen.

3.1.2021 • 10:26 Uhr

Spanische Regionen verschärfen Corona-Maßnahmen

Mehrere spanische Regionen haben unter dem Eindruck einer illegalen Massenparty bei Barcelona die Verschärfung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus angekündigt. "Zunehmende Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Gesundheitsempfehlungen lässt eine Verschlechterung der Lage befürchten. Ein Beispiel dafür ist der illegale Rave", berichtete der staatliche Fernsehsender RTVE am Sonntag. Kritik gab es auch am späten Eingreifen der Polizei, die die Massenparty in einem Industriegebiet der Kleinstadt Llinars del Vallès bei Barcelona am Samstag erst nach knapp 40 Stunden beendet hatte.

Angesichts steigender Infektionszahlen und den befürchteten Folgen der Feiertage kündigte die Regionalregierung Madrids ab Montag die Abriegelung von 18 Gesundheitsbezirken und fünf umliegenden Gemeinden an. Die betroffenen Bewohner dürfen ihr Wohnumfeld dann nur noch aus wichtigen Gründen verlassen, etwa um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen. Zugleich forderte der regionale Gesundheitsminister Enrique Ruiz Escudero die Behörden auf, die Einhaltung der Maßnahmen strenger zu überwachen. In der spanischen Region vor Gibraltar, Campo de Gibraltar, wurden acht Gemeinden abgeriegelt, das britische Überseegebiet befindet sich schon in einem weitgehenden Lockdown und auch in Aragón und Castilla und León wurde die Bewegungsfreiheit weiter eingeschränkt.

3.1.2021 • 10:21 Uhr

Ramelow, Weil und Tschentscher für Lockdown-Verlängerung

Vor den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie zeichnet sich ein breiter Konsens unter den Ländern für eine Verlängerung des harten Lockdowns ab. Die Infektionslage gebe "keinen Grund zur Entwarnung", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) der "Welt am Sonntag".

"In der nächsten Zeit muss unser vorrangiges Ziel sein, die Infektionszahlen zu senken und so das Gesundheitssystem zu entlasten", sagte Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) dem Blatt. Weil sagte der Zeitung, er gehe "zunächst von einer Fortsetzung der bisherigen Einschränkungen aus, so belastend das in vielen Bereichen auch ist". Das habe auch damit zu tun, dass es wegen der Feiertage derzeit "keine hinreichend zuverlässige Datenbasis" gebe. 

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sieht ebenfalls noch keine Grundlage für "wesentliche Lockerungen", wie er der "Welt am Sonntag" sagte. Er wolle aber über den Umgang mit den Schulen diskutieren. Zuvor hatte bereits der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Verlängerung der Einschränkungen um drei Wochen gefordert.

3.1.2021 • 10:11 Uhr

Unbekannte beschmieren Impfzentrum im sächsischen Vogtlandkreis

Unbekannte haben im sächsischen Vogtlandkreis ein Corona-Impfzentrum beschmiert. Mit gelber und schwarzer Farbe sprühten die Täter am Samstag in Treuen den Schriftzug "Gift" auf das Gebäude und Hinweisschilder, wie die Polizei in Zwickau am Sonntagmorgen mitteilte. Der Sachschaden liegt bei etwa 1200 Euro. Der Vogtlandkreis in Südsachsen ist bundesweit der Landkreis mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Im Vogtlandkreis lag er nach Angaben des Robert-Koch-Instituts von Sonntagmorgen bei 745,6.

3.1.2021 • 10:09 Uhr

Russland verzeichnet mehr als 24.000 Neuinfektionen

In Russland haben die Behörden 24.150 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet. 3851 von ihnen wurden in der Hauptstadt Moskau gemeldet. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,2 Millionen Ansteckungsfälle registriert. Die Zahl der Menschen, die nachweislich mit oder an dem Coronavirus starben, stieg um 504 auf 58.506.

3.1.2021 • 09:31 Uhr

Polizei löst Gottesdienst in Herford auf

In einer Freikirche im ostwestfälischen Herford hat die Polizei einen Gottesdienst mit mehr als 100 Teilnehmern aufgelöst. Dabei trugen die Gläubigen am Samstagabend keine Mund-Nasen-Bedeckung und sangen, wie ein Sprecher am Sonntagmorgen mitteilte. Die Gäste und den Veranstalter erwarteten nun Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie, hieß es.  

3.1.2021 • 09:12 Uhr

Patientenschützer fordert genauere Impf-Priorisierung

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert eine neue kleinteilige Verordnung, die eine genauere Reihenfolge der zu Impfenden festlegt. "Die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sind gefordert, dem Impf-Wirrwarr am Dienstag ein Ende zu setzen", sagte Vorstand Eugen Brysch der Agentur dpa. Der größte Teil der Pflegebedürftigen lebe zu Hause. Ihr Risiko sei ähnlich dem der Heimbewohner, denen Spahn nun eine Impfung im Januar versprochen hat. Viele seien hilfsbedürftig. Mit den Alleingängen der Länder bei der Information und Terminvergabe via Homepages, Apps, Anschreiben und Call-Center eskaliere jetzt die Lage.

3.1.2021 • 07:29 Uhr

Hotline für Impftermine offenbar schwer erreichbar

Die in einigen Bundesländern auch für Termine zur Corona-Impfung nutzbare Hotline des ärztlichen Bereitschaftsdienstes kämpft einem Bericht zufolge mit Problemen. Die Nummer 116 117  sei teilweise überlastet oder schwer erreichbar, schreibt die "Welt am Sonntag". Es gebe Probleme mit längeren Wartezeiten. Den "sehr ernst zu nehmenden Hinweisen auf eine Überlastung der Hotline gehen wir derzeit intensiv nach", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums der Zeitung.

3.1.2021 • 05:20 Uhr

RKI meldet 10.315 Neuinfektionen

In Deutschland ist die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen binnen 24 Stunden um 10.315 auf knapp 1,77 Millionen gestiegen. Das meldet das Robert Koch-Institut. Die Zahl der registrierten Todesfälle legte demnach um 312 auf insgesamt 34.272 zu. Die tatsächlichen Zahlen könnten allerdings höher liegen. Denn wegen der Feiertage kann es nach Angaben des Instituts Verzögerungen bei den Meldungen der Gesundheitsämter geben. Zudem seien weniger Menschen bei Beschwerden zum Arzt gegangen und es habe weniger Tests und Laboruntersuchungen gegeben.

3.1.2021 • 05:10 Uhr

Medien: Saudi-Arabien hebt Einreisesperre auf

Saudi-Arabien hebt nach zwei Wochen ein Einreiseverbot auf, das wegen der neuen, ansteckenderen Variante des Virus erlassen wurde. Die Sperre ende am heutigen Sonntag, meldet die staatliche Nachrichtenagentur.

3.1.2021 • 04:06 Uhr

Söder für Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine Verlängerung der bis 10. Januar befristeten Corona-Beschränkungen um weitere drei Wochen. "Der Lockdown muss bis Ende Januar verlängert werden. Vorschnelle Lockerungen würden uns wieder weit zurückwerfen", sagte er der "Bild am Sonntag" vor der für Dienstag geplanten Ministerpräsidenten-Konferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). "Die Zahlen sind einfach noch viel zu hoch. Dabei sind die Auswirkungen von Weihnachten und Silvester noch gar nicht absehbar." Dies könne man erst Mitte Januar genau beurteilen, sagte Söder. "Wir müssen konsequent bleiben und dürfen nicht wieder zu früh aufgeben. Das war die Schwäche der Corona-Politik in Deutschland: zu spät begonnen und zu früh aufgehört."

3.1.2021 • 04:06 Uhr

Neuer Rekord der Corona-Neuinfektionen in den USA

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA hat einen neuen Höchstwert erreicht: Innerhalb eines Tages wurden nach Angaben der Johns Hopkins-Universität bis Samstag mehr als 277.000 neue Fälle gemeldet, so viele wie noch nie. Insgesamt infizierten sich bislang bereits fast 20,4 Millionen US-Bürger mit dem Coronavirus, die Zahl der Todesopfer liegt bei fast 350.000. Die USA sind das am schwersten vom Coronavirus betroffenen Land weltweit. Top- Virologe Anthony Fauci hatte kurz vor dem Jahresende gewarnt, das Schlimmste könne dem Land noch bevorstehen, da der Reiseverkehr rund um Weihnachten und Silvester die Verbreitung des Virus vermutlich weiter angetrieben haben dürfte.