Polizeikontrolle während des Lockdowns in Israel | REUTERS
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Liveblog zum Nachlesen ++ Israel geht in den dritten Teil-Lockdown ++

Stand: 27.12.2020 23:36 Uhr

In Israel hat wegen anhaltend hoher Infektionszahlen ein dritter zweiwöchiger Teil-Lockdown begonnen. Wegen Ungereimtheiten in der Kühlkette musste der Impfstart in acht oberfränkischen Landkreisen verschoben werden. Alle Entwicklungen im Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen.

  • Acht oberfränkische Landkreise verschieben Impfung
  • Schärfere Auflagen für Mallorca
  • Corona-Impfungen in Deutschland haben offiziell begonnen
  • RKI: 13.755 Neuinfektionen in Deutschland
  • Lauterbach für schnellere Produktion des Impfstoffs
  • Seehofer: Keine Sonderrechte für Geimpfte
27.12.2020 • 23:35 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

27.12.2020 • 19:25 Uhr

Israel verschärft erneut Maßnahmen

Nach dem erneuten starken Anstieg der Corona-Infektionszahlen hat in Israel ein dritter zweiwöchiger Teil-Lockdown begonnen. Die meisten Menschen dürfen sich nur noch in einem Umkreis von einem Kilometer um ihr Zuhause bewegen. Die meisten Geschäfte müssen schließen, Lieferdienste dürfen aber weiter arbeiten. Bei Unternehmen ohne Publikumsverkehr darf höchstens die Hälfte der Belegschaft ins Büro kommen. Die Schulen bleiben teilweise geöffnet - das Land setzt auf Hybridunterricht. Die Maßnahmen können um weitere zwei Wochen verlängert werden, wenn es nicht gelingt, die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf unter 1000 zu senken.

27.12.2020 • 18:49 Uhr

Auch in Estland wird geimpft

Nach vielen anderen europäischen Ländern hat auch Estland mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Als erste Person wurde vor laufender Kamera eine Ärztin in der Industriestadt Kohtla-Järve im Nordosten des baltischen EU-Landes geimpft. Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohner registriert seit dem Herbst einen deutlichen Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen.

27.12.2020 • 18:07 Uhr

Mutiertes Coronavirus auch in Norwegen nachgewiesen

Auch in Norwegen ist eine vermutlich ansteckendere Variante des Coronavirus nachgewiesen worden, die sich in Großbritannien verbreitet hat. Infiziert sind zwei Reisende, die diesen Monat aus Großbritannien gekommen sind, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Norwegen hatte diese Woche als Schutzmaßnahme ein Landeverbot für Flugzeuge aus Großbritannien erlassen. Bis zum 10. Januar gelten neben der generellen zehntägigen Quarantäne nach Ankunft für Reisende aus Großbritannien mehrere zusätzliche Anforderungen in Norwegen: Innerhalb von 24 Stunden nach Einreise muss ein PCR-Test und frühestens an Tag sieben ein neuer Test gemacht werden.

Den Angaben zufolge ist die Virusmutation damit nun schon in rund einem Dutzend europäischen Staaten nachgewiesen worden. Schweden hatte erst am Samstag eine Infektion gemeldet, in Dänemark wurden schon mehr als 40 registriert.

27.12.2020 • 17:46 Uhr

AstraZeneca: Impfstoff wird vor neuer Corona-Variante schützen

Der Pharmakonzern AstraZeneca hat sich zuversichtlich über die Wirksamkeit seines in der Prüfung befindlichen Impfstoffs gegen die neue britische Variante des Coronavirus geäußert. "Bislang glauben wir, dass der Impfstoff wirksam bleiben sollte. Aber wir können nicht sicher sein, deshalb werden wir das testen", sagte der Vorstandschef Pascal Soriot der "Sunday Times".

Es wird weithin erwartet, dass Großbritannien den Impfstoff von AstraZeneca in den kommenden Tagen zulassen wird. Die britische Medikamentenbehörde prüft nach Regierungsangaben derzeit die endgültigen Daten der klinischen Studien der Phase drei.

27.12.2020 • 17:25 Uhr

Fauci warnt vor neuem Anstieg der Infektionen nach Feiertagen

Weil viele Amerikaner zu Weihnachten trotz gegenteiliger Empfehlung der Gesundheitsbehörden verreist sind, befürchtet der renommierte US-Experte Anthony Fauci einen weiteren Anstieg der Corona-Infektionen im neuen Jahr. Dies sei angesichts der zuletzt bereits sehr hohen Zahlen von rund 200.000 bestätigten Infektionen pro Tag "ziemlich besorgniserregend", sagte der Immunologe Fauci dem Fernsehsender CNN.

"Wir befinden uns wirklich an einem kritischen Punkt", betonte er. Die Lage könnte sich im Lauf der nächsten Wochen weiter zuspitzen, warnte Fauci. Im Schnitt wurden in den USA zuletzt fast 120.000 Infizierte in Krankenhäusern behandelt, täglich starben mehr als 2000 Menschen nach einer Infektion.

Am Mittwoch, dem Tag vor Heiligabend, wurden an den US-Flughäfen fast 1,2 Millionen Menschen abgefertigt - der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Am Freitag gingen 1,13 Millionen Menschen durch die Sicherheitskontrollen der zuständigen Behörde TSA. Im Vorjahr waren es an dem Tag 2,5 Millionen gewesen.

27.12.2020 • 17:20 Uhr

Biontech - Impfstoff trotz Temperaturabweichung sicher

Das Mainzer Biotechnologieunternehmen Biontech hält seinen Corona-Impfstoff ungeachtet der gemeldeten Probleme mit der Kühlkette für sicher. "Wir haben den Landkreisen Dillingen und Augsburg heute Vormittag mitgeteilt, dass die Temperaturabweichung, die registriert wurde, keinen Einfluss auf die Qualität des Impfstoffes hat", erklärte eine Biontech-Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Im bayerischen Landkreis Lichtenfels kamen die Impfstoffe in einer Kühlbox an, die eine Temperatur von unter acht Grad Celsius haben sollte. Sie soll aber zeitweise darüber gelegen haben, wie ein Sprecher des Landratsamtes sagte. Der Impfstoff kam aus dem Erlanger Tiefkühllager, ging dann nach Bamberg zur weiteren Verteilung in einzelne Städte.

27.12.2020 • 17:12 Uhr

Acht Landkreise in Oberfranken müssen Impfung verschieben

Wegen Ungereimtheiten in der Kühlkette beim Transport des Impfstoffes musste in Bayern der geplante Start der Impfung in acht oberfränkischen Landkreisen und den dazugehörigen kreisfreien Städten verschoben werden. Betroffen waren die Regionen Coburg, Lichtenfels, Kronach, Hof, Bayreuth, Wunsiedel, Forchheim und Kulmbach. Geimpft werden konnte in Oberfranken lediglich in der Stadt und dem Landkreis Bamberg.

Zunächst hatten sechs Landräte mitgeteilt, dass wegen einer Abweichung von den Normwerten bei der Kühlung in den Transportboxen vorsichtshalber auf die Impfung verzichtet werden solle - darunter auch Deutschlands derzeitiger Top-Corona-Hotspot Coburg, wo am Sonntag laut Robert Koch-Institut eine Sieben-Tage-Inzidenz von 543 mitgeteilt wurde. Später kamen auch Forchheim und Bayreuth dazu.

27.12.2020 • 16:53 Uhr

Spaniens Hotspot Mallorca bekommt schärfere Auflagen

Wegen der seit Wochen steigenden Corona-Zahlen werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auf Mallorca erneut verschärft. Unter anderem werden Restaurants, Cafés und Kneipen auf der spanischen Urlaubsinsel ab Dienstag auch werktags schon um 18.00 Uhr - also vier Stunden früher als bisher - schließen müssen. Das teilte die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol mit.

Außerdem wird der Ladenschluss von 22.00 Uhr auf 20.00 Uhr vorgezogen. Ausgenommen sind Lebensmittelgeschäfte sowie Läden für den Grundbedarf, wie etwa Tankstellen. Strengere Auflagen gibt es auch für Einkaufszentren und große Geschäfte mit mehr als 700 Quadratmetern Verkaufsfläche. Sie müssen an den Wochenenden und an den Feiertagen schließen. Die nächtliche Ausgangssperre ab 22.00 Uhr wird beibehalten, entgegen den Erwartungen wird sie aber in der Silvesternacht nicht gelockert.

Die neuen Restriktionen sollen zwei Wochen lang - bis zum 11. Januar - gelten. Die Balearen sind seit Mitte des Monats die Region mit den höchsten Corona-Zahlen in ganz Spanien. Besonders schlimm ist die Lage auf Mallorca. Dort kletterte am Sonntag die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen zwei Wochen auf 607.

27.12.2020 • 16:53 Uhr

Britische Coronavirus-Variante auf Madeira aufgetaucht

Die neue Variante des Coronavirus, die mit einem raschen Anstieg der Infektionen in Großbritannien in Zusammenhang gesetzt wird, ist auf der portugiesischen Insel Madeira entdeckt worden. Das teilte die regionale Katastrophenschutzbehörde mit. In ihrer Erklärung heißt es, dass die neue Variante "bei Reisenden entdeckt wurde, die aus dem Vereinigten Königreich nach Madeira kamen". Es wurden keine Angaben darüber gemacht, wie viele Personen damit infiziert sein sind.

27.12.2020 • 15:48 Uhr

Impfstart in Finnland: Ärzte und Pfleger zuerst

Mit der Impfung von Ärzten und Pflegern hat auch in Finnland die Immunisierung gegen das Coronavirus begonnen. Drei Frauen und drei Männer erhielten in der Universitätsklinik Helsinki die Impfung. Die Klinikmitarbeiter gehörten der Intensiv- oder Lungenstation an oder arbeiteten bei den Corona-Tests mit, sagte die stellvertretende Chefärztin der Klinik, Eeva Ruotsalainen.

Finnland hatte am Samstag die erste Lieferung von knapp 10.000 Impfdosen gegen das Coronavirus erhalten. Der Impfstoff stammt von den Herstellern Biontech und Pfizer. Auch die Universitätskliniken in Turku, Tampere, Kuopio und Oulu erhielten Impfdosen.

27.12.2020 • 15:00 Uhr

Ansturm auf die Pisten

Die Ski-Gebiete in Österreich dürfen öffnen - trotz geltendem Lockdown. Doch der Andrang ist so groß, dass einige Betreiber ihre Pisten wieder für Besucher geschlossen haben.

27.12.2020 • 14:51 Uhr

Erstes Impfzentrum in Berlin nimmt Arbeit auf

Nach den ersten Impfungen in Pflegeheimen ist in Berlin auch das erste von insgesamt sechs Impfzentren geöffnet. In der Arena-Halle in Berlin-Treptow können sich medizinisches Personal und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen impfen lassen. Schon vor der offiziellen Eröffnung des Zentrums hatte sich vor dem Eingang eine Schlange von Impfwilligen gebildet.

27.12.2020 • 14:48 Uhr

Paris: Festnahmen wegen Corona-Partys

In der französischen Hauptstadt Paris hat die Polizei in der vergangenen Nacht mehrere sogenannte Corona-Partys aufgelöst. Bei einer Feier waren etwa 40 Gäste zusammengekommen, auf einer weiteren Party rund 50 Feiernde. Eine andere Gruppe hatte in einem nicht mehr genutzten Eisenbahntunnel gefeiert.

Die vier Organisatoren der Partys wurden festgenommen und kamen in Polizeigewahrsam. Gegen sie wird weiter ermittelt. Die Partygäste erhielten Verwarnungen und müssen Bußgelder zahlen. Insgesamt sprach die Polizei 93 solcher Verwarnungen und Geldstragen aus.

27.12.2020 • 14:31 Uhr

Maskenverweigerung droht in Bahn Beförderungsausschluss

Wer sich wiederholt weigert, im Zug eine Maske zu tragen, muss eventuell auf diese Art zu reisen verzichten. Außer die Betroffenen können einen Nachweis erbringen, dass sie von der Maskenpflicht befreit sind. Das sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn der "Welt am Sonntag".

Maskenverweigerer verstießen "gegen die Coronaschutzverordnungen der Länder und begründet somit eine Wiederholungsgefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung". Gemäß der Eisenbahnverordnung könne ein Beförderungsausschluss "bei drohender Gefahr präventiv ausgesprochen werden".

Bisher kann das Bahnpersonal Fahrgäste, die keine Maske tragen, einmalig die Weiterfahrt untersagen. Zudem müssen die Reisenden dann ein Bußgeld bezahlen - je nach Höhe der Strafe im entsprechenden Bundesland.

27.12.2020 • 14:26 Uhr

Kühlprobleme in Schwaben offenbar geklärt

Die Probleme mit der Kühlkette bei Impfstofflieferungen in Schwaben haben sich offenbar als nicht schwerwiegend herausgestellt. Die betroffenen Landkreise in Schwaben hätten nach Gesprächen mit der Regierung von Schwaben und dem Impfstoff-Hersteller Biontech das Signal erhalten, dass der betroffene Impfstoff problemlos verwendet werden könne, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums.

In den Kühlboxen, in denen der Impfstoff transportiert worden war, hatte es Ungereimtheiten bei der Temperatur gegeben. Es waren Bedenken aufgekommen, ob die Kühlkette durchgehend eingehalten wurde.

27.12.2020 • 14:25 Uhr

Skiflug-Weltmeister Karl Geiger wartet auf Startfreigabe

Morgen soll Karl Geiger bei der 69. Vierschanzentournee an den Start gehen. Seine Quarantäne nach einer Corona-Infektion ist beendet, doch noch wartet er auf die Freigabe. Dafür soll heute noch ein PCR-Test durchgeführt werden, dessen Ergebnis wohl morgen vorliegen wird. Geiger ist in dieser Woche schon einmal negativ auf das Virus getestet worden.

27.12.2020 • 14:18 Uhr

Putin will sich wohl impfen lassen

Anfang Dezember hat Russland die Impfkampagne mit dem eigenen Wirkstoff "Sputnik V" gestartet. Bislang hat sich Präsident Wladimir Putin aber nicht impfen lassen. Das habe er noch vor, sagte nun Kreml-Sprecher Dmitri Peskow Staatssenders Rossija 1: "Er hat diese Entscheidung getroffen und wartet, bis alle Formalitäten erledigt sind."

27.12.2020 • 14:08 Uhr

Lauterbach für schnellere Produktion des Impfstoffs

Der Impfstart laufe gut an, lobt SPD-Gesundheitsexperte im Gespräch mit den Redaktionsnetzwerk Deutschland. Trotzdem macht er Druck und fordert, die Produktionskapazitäten für das Vakzin zu erhöhen.

"Das Problem aber ist, dass wir mit dem vorhandenen Impfstoff nur fünf Millionen Menschen bis Ende März impfen können. Das ist bei weitem nicht so viel, wie wir impfen könnten", sagte Lauterbach. Ein weiteres Problem seien die Mutationen, die das Virus bereits bilde. Er verwies auf neuere Studien, wonach das Virus diese Mutationen vielleicht in immungeschwächten Patienten bilden könnte, etwa bei Krebspatienten.

"Durch die Mutationen wird die Impfung zum Wettlauf mit dem Virus", sagte Lauterbach: "Wir müssen also möglichst schnell impfen, bevor sich die Mutationen auch gegen die Impfung auswirken."

27.12.2020 • 14:00 Uhr

Kretschmann: Impfstoff ist "Meilenstein"

In Baden-Württemberg hat eine Pflegerin die erste Corona-Impfung erhalten. Sie arbeitet seit mehreren Monaten auf einer Station, auf der Covid-19-Patienten behandelt werden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann war bei der ersten Impfung anwesend. Er bezeichnete den Impfstoff als einen "Meilenstein in der Pandemiebekämpfung". "Er ist der Schlüssel für die von uns allen ersehnte Rückkehr zum gewohnten Leben, auch wenn wir weiter geduldig bleiben müssen."

Christine Helbig, Pflegekraft am Klinikum Stuttgart, wird im Impfzentrum des Klinikum Stuttgart von einer Ärztin mit einer Dosis eines Covid-19 Impfstoffes geimpft.  | RONALD WITTEK/EPA-EFE/Shuttersto

Die Pflegekraft Christine Helbig kam direkt von ihrer Schicht ins Impfzentrum, um die Corona-Impfung zu erhalten. Bild: RONALD WITTEK/EPA-EFE/Shuttersto

27.12.2020 • 13:53 Uhr

Impfen, Impfen, Impfen - in der ganzen EU

Nicht nur in Deutschland, in der gesamten EU beginnen die Länder heute mit den Corona-Impfungen. Roman Rusch gibt einen Überblick über die Starts in den verschiedenen Staaten.

27.12.2020 • 13:35 Uhr

Sachsen-Anhalt verteidigt Impf-Frühstart

Der Technische Leiter des Impfzentrums im Landkreis Harz hat den vorgezogenen Impfstart am Samstag verteidigt. "Es wurde immer gesagt: Bei Corona zählt jeder Tag", sagte Immo Kramer der "Bild". "Wir hatten den Impfstoff am Samstag und waren bereit - warum sollten wir dann bis Sonntag warten? Das versteht kein Mensch."

Eigentlich war ein gemeinsamer bundes- und EU-weiter Impfstart am heutigen Sonntag geplant gewesen. Im sachsen-anhaltinischen Halberstadt waren gestern dann in einem Seniorenheim mehrere Dutzend Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal geimpft worden.

27.12.2020 • 13:14 Uhr

Augsburger Christen verstoßen gegen Auflagen

In Augsburg haben Christen an Heiligabend gegen die Corona-Schutzauflagen verstoßen. Nach Angaben der Polizei trafen Streifenbeamte etwa 200 Menschen im Veranstaltungsraum einer freikirchlichen Gemeinde an. Die Gläubigen hielten demnach keine Mindestabstände ein. Der Veranstalter der Versammlung sei daher angezeigt worden. Zu der Art der Zusammenkunft machte die Polizei keine Angaben.

Am ersten Weihnachtstag sei die Baptisten-Gemeinde erneut kontrolliert worden. Dabei habe es keine Beanstandungen gegeben. Die Gemeinde äußerte sich bisher nicht.

27.12.2020 • 12:20 Uhr

Strenge Sicherheitsvorkehrungen in Peking

In Peking sind die Corona-Maßnahmen vor Beginn der Ferienzeit verschärft worden. Alle Stadtbezirke der Hauptstadt wurden aufgefordert, in den "Notfall-Modus" überzugehen und Wohnanlagen abzuriegeln, in denen Neuinfektionen aufgetreten sind. Zuvor waren vier Tage in Folge lokal übertragene Fälle gemeldet worden.

Alle Fälle wurden im Stadtbezirk Shunyi registriert. Dort wurden alle 800.000 Einwohner getestet. Wer noch kein Testergebnis erhalten hat, dürfe nicht nach draußen gehen, verfügte die Bezirksregierung. China hat die Pandemie weitgehend unter Kontrolle gebracht, aber sporadisch tauchen immer mal wieder Fälle auf.

Vor den einwöchigen Neujahrsferien im Februar sollen nach Behördenplänen 50 Millionen Menschen aus Hochrisikogruppen geimpft werden. Dies berichtet die staatliche "Global Times".

27.12.2020 • 12:01 Uhr

Impf-Panne in Bayern

Der Impfstart in Teilen Oberfrankens verzögert sich - nur in den Landkreisen Bamberg, Forchheim und Bayreuth wird bereits heute geimpft. Die Regierung von Oberfranken sei mit der Firma Biontech im Gespräch, teilte Kulmbachs Landrat Klaus Peter Söllner dem BR mit. Der Grund für die Verzögerung seien Probleme in der Kühlkette. Derzeit werde geprüft, ob die Impfungen trotzdem bedenkenlos durchgeführt werden können.

Morgen soll dann überall in Oberfranken mit dem Impfen begonnen werden.

27.12.2020 • 11:53 Uhr

Kurz: "Der Anfang vom Sieg gegen die Pandemie"

In Österreich hat die Impfkampagne gegen das Coronavirus begonnen. "Es ist der 27. Dezember des Jahres 2020 ein historischer Tag", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Es sei "der Anfang vom Sieg gegen die Pandemie". Jede Impfung sei ein Schritt hin zur Normalität.

Bis zum Sommer sollen in dem Land mit knapp neun Millionen Einwohnern gut vier Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Der Impfstoff geht zuerst an die über 80-Jährigen in Pflegeheimen sowie medizinisches Personal. Theresia Hofer war die erste Patientin, die geimpft wurde. Sie wolle endlich ihre Kinder, Enkel und Urenkel wiedersehen, sagte die 84-Jährige.

27.12.2020 • 11:42 Uhr

Högl lobt Corona-Amtshilfe - und mahnt Debatte an

Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl, hat den Einsatz der Bundeswehr in der Corona-Pandemie gelobt. Nach der Pandemie müsse aber über das richtige Zusammenspiel zwischen Bund und Ländern im Katastrophenschutz gesprochen werden, forderte Högl. Das Instrument der Amtshilfe durch die Bundeswehr habe sich bewährt.

"Wir brauchen keine Änderung der Rechtsgrundlagen! Worüber wir aber diskutieren müssen ist, ob das im föderalen System so gut funktioniert mit den jeweiligen Hilfseinrichtungen und den Zuständigkeiten. Ich denke, die Debatte ist nach der Pandemie sehr geboten", sagte die SPD-Politikerin. "Ich würde mich immer dafür aussprechen, im sogenannten Blaulichtbereich, bei Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, darüber nachzudenken, ob wir eine stärkere Verzahnung der Zuständigkeiten brauchen oder sogar mehr Kompetenzen auf der Bundesebene."

Eva Högl (SPD), neue Wehrbeauftragte der Bundesregierung |

Högl (Archivbild) fordert eine Debatte nach dem Ende der Pandemie.

Das sei aber losgelöst von der Frage Bundeswehr, die hilfsweise unterstütze. "Und das klappt mit der Amtshilfe sehr gut, wie wir jetzt sehen", sagte Högl. "Ich finde es wichtig, dass gar nicht erst der Eindruck entsteht, die Bundeswehr würde hoheitliche Aufgaben übernehmen - und schon gar nicht im Feld der Polizei."

Die Corona-Pandemie sei für die Truppe eine enorme Herausforderung, sagte Högl. Ausbildung, Übung und vor allem die Auslandseinsätze fänden unter erschwerten Bedingungen statt. Das leiste die Bundeswehr mit großem Engagement. "Es ist für die einzelnen Soldaten eine enorme Belastung, vor allem im Auslandseinsatz. 14 Tage vorher Quarantäne, 14 Tage im Einsatzland, 14 Tage nochmal häusliche Isolation", erklärte Högl.

27.12.2020 • 11:20 Uhr

Quarantäne-pflichtige Briten aus Verbier verschwunden

Aus dem Schweizer Skiort Verbier sind Hunderte zur Corona-Quarantäne verpflichtete Britinnen und Briten verschwunden. Einige hätten sich inzwischen aus Frankreich gemeldet, sagte Jean-Marc Sandoz, Sprecher der Gemeinde Bagnes, zu der Verbier gehört, der Nachrichtenagentur dpa.

Die Behörden hätten vor Weihnachten 420 Gäste aus Großbritannien identifiziert, die in Quarantäne mussten. Etwa 50 seien umgehend abgereist. Von den 370 anderen sei weniger als ein Dutzend noch da gewesen. "Wir verstehen ihre Wut", sagte Sandoz. Er kritisierte die überstürzt und rückwirkend eingeführten Quarantänepflichten für Anreisende aus Großbritannien scharf.

Die Schweiz hatte am 20. Dezember alle Flüge aus Großbritannien gestoppt, weil dort neue und mutmaßlich hoch ansteckende Varianten des Coronavirus nachgewiesen worden waren.

27.12.2020 • 11:02 Uhr

Schweden: Der erste Piks für eine 91-Jährige

Auch in Schweden sind die ersten Menschen zum Schutz vor dem Coronavirus geimpft worden. "Ich habe nichts gespürt", sagte die 91-jährige Gun-Britt Johnsson, die in einem Pflegeheim in Mjölby, als erste Person landesweit geimpft worden war. Der Fernsehsender SVT übertrug die Impfung. In Schweden sollten zunächst ältere Menschen, Angehörige von Risikogruppen und Personal in Pflegeheimen und im Gesundheitssektor geimpft werden, hatte Ministerpräsident Stefan Löfven angekündigt.

In Schweden rechnet man zunächst mit einer Lieferung von etwa 10.000 Impfdosen, nach Neujahr sollen dann wöchentlich größere Mengen ins Land kommen.

Schweden ist in der Corona-Krise einen Sonderweg mit relativ lockeren Maßnahmen und Appellen an die Vernunft der Bürger gegangen. Im Vergleich zum Rest Skandinaviens und zu Deutschland wurden in dem Land seit Pandemie-Beginn auf die Einwohnerzahl gerechnet deutlich mehr Infektionen und Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 registriert. Auch die Neuinfektionszahlen waren zuletzt höher als in Deutschland und auch höher als im Großteil der restlichen EU.

27.12.2020 • 10:52 Uhr

Spahn: "Impfstart macht Hoffnung"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich anlässlich des Impfstarts per Videobotschaft an die Deutschen gewandt. Er zeigte sich optimistisch, dass die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen sei. "Der Impfstart heute macht Hoffnung und gibt Zuversicht", so der CDU-Politiker.

"Dass dieser Impfstoff in Deutschland für uns und für die Welt entwickelt wurde, erfüllt mich mit Stolz", betonte Spahn.

27.12.2020 • 10:45 Uhr

Conte: Impfung "für immer in Erinnerung"

Etwa zehn Monate nach den ersten Corona-Fällen in Italien sind die ersten Menschen geimpft worden. Drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Krankenhauses wurde in Rom der von Pfizer and Biontech entwickelte Impfstoff gespritzt.

Es sei ein aufregender und historischer Moment gewesen, sagte die 29-jährige Krankenschwester Claudia Aliverini danach. Die Impfung ist kostenlos. In Italien werden Ältere und medizinisches Personal zuerst geschützt.

"Dieses Datum wird uns für immer in Erinnerung bleiben", schrieb der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte. Italien wurde in Europa früh von der Corona-Pandemie erreicht. Mehr als 70.000 Menschen starben an den Folgen einer Infektion.

Im Rom wurde medizinisches Personal eines großen Krankenhauses zuerst geimpft. | AFP

Im Rom wurde medizinisches Personal eines großen Krankenhauses zuerst geimpft. Bild: AFP

27.12.2020 • 10:13 Uhr

Minister Müller ruft zu Spenden auf

Entwicklungsminister Gerd Müller hat vor dem Jahreswechsel zu Spenden aufgerufen. "Kirchliche und andere humanitäre Organisationen tun sich gerade schwer, Spenden zu bekommen, weil Gottesdienste oder Veranstaltungen nicht stattfinden können", sagte er dem "Tagesspiegel". "Umso wichtiger ist deshalb, dass die Menschen selbst die Initiative ergreifen und spenden."

In Zeiten von Corona sei die Hilfe besonders wichtig. Durch die Folgen der Pandemie würden 130 Millionen Menschen in Hunger und extreme Armut zurückgeworfen. "Täglich verhungern 15.000 Kinder auf der Welt", sagte Müller. "Wir können das verhindern."

27.12.2020 • 10:13 Uhr

Berliner Gesundheitssenatorin lobt "guten Start"

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat sich erleichtert über den "guten Start" der Impfungen in der Hauptstadt gezeigt. Drei hochbetagte Frauen eines Pflegeheims in Berlin-Steglitz bekamen die ersten Spritzen. Es sei das Signal, dass es für das Impfen nie zu spät sei, sagte die Senatorin. Gerade bei älteren Menschen könnten durch Impfungen schwere Krankheitsfälle und viel Leid vermieden werden.

Die SPD-Politikerin appellierte an die Hausärzte, ihre Patienten in den Pflegeheimen gut auf das Impfen vorzubereiten und sie zu begleiten. Das mobile Impfteam, das zum ersten Mal im Einsatz war, habe "super funktioniert", so Kalayci. Für den Impfstart hat Berlin nach Angaben der Gesundheitsverwaltung zunächst 9750 Impfdosen erhalten.

27.12.2020 • 09:55 Uhr

Erste Spanierin geimpft

Im Rahmen der EU-weiten Kampagne wird ab sofort auch in Spanien gegen das Coronavirus geimpft. Als erste Spanierin wurde eine 96-jährige Bewohnerin eines Seniorenheims in Guadalajara gegen Covid-19 geimpft. Sie habe "nichts" gespürt, als ihr die Injektion verabreicht worden sei, sagte Araceli Hosario Hildalgo Sánchez. Nach ihr erhielt die Pflegerin Monica Tapias den Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer.

Das Seniorenheim in Guadalajara war wegen der Nähe zu dem spanischen Pfizer-Standort, an dem am Samstag die ersten Dosen des Vakzins eingetroffen waren. In dem Heim gab es bisher keine Corona-Infektionsfälle.

27.12.2020 • 09:36 Uhr

Bundesweite Corona-Impfungen offiziell gestartet

In Deutschland hat die bundesweite Impfkampagne offiziell begonnen. In Berlin bekam eine 101-jährige Frau im Beisein von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci in einem Pflegeheim eine Spritze mit dem Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer. Zuvor war ein mobiles Impfteam zur der Einrichtung gefahren.

Im nordrhein-westfälischen Siegen wurde die 95-jährige Erika Löwer in einem Seniorenheim geimpft. In Magdeburg begannen drei mobile Impfteams um kurz vor 9.00 Uhr, Bewohnerinnen und Bewohner eines kommunalen Pflegeheims zu impfen, wie Matthias Boxhorn, organisatorischer Leiter vom zuständigen Johanniter-Regionalverband sagte. Etwa 120 Senioren sowie etwa 60 Mitarbeiter wollten sich immunisieren lassen.

Im Rahmen der bundesweiten Aktion sollen zuerst Menschen über 80 Jahre sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden. Dazu werden vor allem mobile Impfteams unterwegs sein.

Bereits gestern waren in Sachsen-Anhalt 40 Altenheim-Bewohnerinnen und -Bewohner sowie zehn Mitarbeiter geimpft worden.

27.12.2020 • 09:18 Uhr

Russland meldet mehr als 28.000 Neuinfektionen

In Russland sind am Sonntag mehr als 28.000 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Die Gesamtzahl stieg damit auf 3.050.248 Fälle.

Innerhalb von 24 Stunden wurden 552 Corona-Tote registriert. Damit starben insgesamt mindestens 54.778 Menschen nach einer Corona-Infektion.

27.12.2020 • 08:45 Uhr

Tschechischer Ministerpräsident geimpft

Der Ministerpräsident Andrej Babis des hart von der Pandemie getroffenen Tschechien hat sich öffentlich gegen das Coronavirus impfen lassen. Er besuchte das Zentrale Militärkrankenhaus in Prag und gab damit den Startschuss für das Impfprogramm in seinem Land.

Tschechiens Ministerpräsident Babis wird geimpft | MARTIN DIVISEK/EPA-EFE/Shutterst

Ministerpräsident Babis wurde als Erster in seinem Land geimpft. Bild: MARTIN DIVISEK/EPA-EFE/Shutterst

Neben Babis wurde auch die 95 Jahre alte Weltkriegsveteranin Emilie Repikova geimpft. "Es hat ein klein wenig gepikst - das war alles", sagte die Seniorin.

Heute meldeten die tschechischen Behörden 3024 neue Fälle. Seit Beginn der Pandemie gab es 670.599 bestätigte Infektionen und 11.044 Todesfälle. Seit heute ist das Land mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern erneut im Lockdown.

27.12.2020 • 08:37 Uhr

Post rechnet mit Rekordgewinn

Die Deutsche Post rechnet angetrieben vom Boom im Paketgeschäft in diesem Jahr mit einem Rekord beim Gewinn. Post-Chef Frank Appel sagte der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", Der Internet-Handel wachse enorm, und der Umsatz mit Geschäftskunden habe wieder kräftig zugenommen. Außerdem profitiere man von der eigenen Flugzeugflotte.

Im Jahr 2020 dürfte die Post nach Einschätzung von Appel 1,8 Milliarden Pakete in Deutschland transportiert haben, so viele wie noch nie.

27.12.2020 • 08:34 Uhr

Lufthansa-Chef: Langstrecke nur mit Test oder Impfung

Langstreckenflüge werden nach Ansicht von Lufthansa-Chef Carsten Spohr künftig wohl nur mit einem negativen Corona-Test oder einem Impfnachweis möglich sein. Der "Welt am Sonntag" sagte er, in einer ersten Phase werde die Anzahl der Strecken mit verbindlichen Schnelltests zunächst zunehmen. "In der zweiten Phase wird es wahrscheinlich eine Option zwischen Test oder Impfnachweis geben." Wenn eine ausreichende Immunität der Weltbevölkerung erreicht sei, werde das Impfzertifikat überflüssig.

Eine Impfpflicht, wie sie die australische Fluggesellschaft Quantas plant, sei bei der Lufthansa nicht vorgesehen.

27.12.2020 • 08:01 Uhr

Bald Impfung mit neuem Vakzin in Großbritannien?

In Großbritannien könnte bald ein weiterer Corona-Impfstoff eingesetzt werden. Nach Informationen des "Sunday Telegraph" soll ab dem 4. Januar auch mit dem von der Universität Oxford und dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca entwickelten Vakzin geimpft werden. Demnach werden die Behörden in den kommenden Tagen dafür grünes Licht geben.

Das britische Gesundheitsministerium teilte lediglich mit, dass der Arzneimittelbehörde Zeit gegeben werden müsse, um den Oxford/AstraZeneca-Impfstoff zu prüfen. Dieser beruht auf einer eher herkömmlichen Herstellungsweise und ist ein sogenannter Vektorimpfstoff, der auf Adenoviren von Affen basiert. Eine Zwischenanalyse ergab, dass er eine Wirksamkeit von 90 Prozent zeigt, wenn zunächst eine halbe Dosis verabreicht wurde, gefolgt von einer vollen Dosis mindestens einen Monat später. Im Durchschnitt lag die Wirksamkeit bei 70 Prozent.

Das Unternehmen erwägt eine neue weltweite Studie zur Wirksamkeit, um zu bestätigen, dass die niedrigere Dosis offenbar zu einem besseren Ergebnis führt. Der Zulassungsprozess könnte sich dadurch verzögern.

Bereits Anfang Dezember hatte Großbritannien dem Impfstoff des Mainzer Biotechunternehmens Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer eine Notfallgenehmigung erteilt. Dieses Vakzin basiert auf einem neuen Ansatz, der sogenannten Boten-RNA (mRNA).

27.12.2020 • 07:31 Uhr

Mehr als 213.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA sind innerhalb eines Tages mehr als 213.000 Menschen neue Corona-Infizierte registriert worden. Die Gesamtzahl stieg damit auf 18,91 Millionen Menschen.

Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten starben in dem Zeitraum an oder mit dem Virus mindestens 1618 Menschen. Die Gesamtzahl der Todesfälle erhöht sich damit auf 331.929.

27.12.2020 • 06:56 Uhr

Nach der Pandemie: Sparen oder investieren?

Wie soll es nach der Corona-Pandemie finanziell weitergehen? Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat den Staat zu einer "Ausgaben-Diät" nach den massiven Hilfen in der Corona-Pandemie aufgefordert. Die Schuldenbremse sei die Voraussetzung für die Handlungsfähigkeit des Staats gewesen, sagte Dulger der Nachrichtenagentur dpa. "Es gilt nun, die konsumtiven Ausgaben auf Diät zu setzen um Freiräume für Zukunftsinvestitionen zu haben." Sobald sich die Pandemielage verbessere, müsse auch die staatliche Fürsorge nachlassen.

Dagegen warnte DGB-Chef Reiner Hoffmann: "Wer jetzt den Gürtel enger schnallen will, der verspielt unsere Zukunftsfähigkeit." Nötig seien Investitionen in Milliardenhöhe, betonte der Gewerkschaftsvorsitzende der dpa. "Die digitale Infrastruktur in Deutschland hat in manchen Regionen den Status eines Entwicklungslandes. Das ist unerträglich."

Der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke sagte, eine Orientierung darauf, die Corona-Schulden so schnell wie möglich wieder tilgen zu wollen, wäre vollkommen falsch.

27.12.2020 • 05:01 Uhr

RKI: 13.755 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.755 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gemeldet. Die Zahl der Toten stieg um 356 auf insgesamt 29.778. Vor genau einer Woche waren 22.771 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden. Bei den Todesfällen war der Höchststand von 952 am Mittwoch vergangener Woche (16.12.) registriert worden. Das RKI wies darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit weniger Tests und Laboruntersuchungen sowie weniger Übermittlungen von Testergebnissen durch die Gesundheitsämter zu rechnen sei. Die Zahlen sind also nur sehr bedingt vergleichbar.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 161,3 von zuletzt 170,7. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen positiv getestet wurden.

27.12.2020 • 04:17 Uhr

Söder dringt auf schnellere Impfstoff-Produktion

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert mehr Tempo bei der Produktion von Corona-Impfstoffen. "Leider kann es keine schnelle Entwarnung geben. Denn es gibt einfach zu wenig Impfstoff", sagte Söder der "Bild am Sonntag". "Daher muss das Tempo der Produktion massiv verstärkt werden. Sonst müssen viele Menschen zu lange warten."  An der zur Verfügung stehenden Menge des Impfstoffes hingen alle anderen Maßnahmen, betonte Söder. "Je mehr Impfstoff, desto mehr Freiheit. Je weniger, desto länger dauern die Beschränkungen."

27.12.2020 • 04:04 Uhr

Offizieller Impfstart in der EU

Bundesweit und in den meisten EU-Ländern starten heute die Impfungen gegen das Coronavirus. Die landesweite Kampagne in Deutschland beginnt in Alten- und Pflegeeinrichtungen, dafür stehen mobile Impfteams bereit. Wer zuerst geimpft wird, entscheiden die Bundesländer und Behörden vor Ort.

Die ersten Impfdosen waren am Samstagmorgen in den Bundesländern eingetroffen. In den kommenden Tagen und Wochen sollen stetig weitere Dosen geliefert werden.

27.12.2020 • 03:48 Uhr

Argentinien will russischen Impfstoff einsetzen

Argentinien will ab Dienstag mit Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. Hierfür wird nach Angaben der Regierung der russische Impfstoff Sputnik V genutzt, der eine Notfallgenehmigung der Behörden bekommen hatte. Argentinien ist nach Russland und Belarus das dritte Land, in dem das Vakzin grünes Licht erhalten hat. Rund 300.000 Dosen des Mittels waren am Donnerstag in Argentinien angekommen. Das südamerikanische Land hat außerdem den Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen.

27.12.2020 • 02:21 Uhr

Scholz: 2021 Entlastungen trotz Wegfalls der Mehrwertsteuersenkung

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat das Auslaufen der befristeten Mehrwertsteuersenkung zum Jahresende verteidigt. "Die Senkung der Mehrwertsteuer haben wir im Sommer bewusst befristet, damit die Verbraucherinnen und Verbraucher größere Anschaffungen nicht wegen der Pandemie aufschieben", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Scholz trat dem Eindruck entgegen, das Jahr 2021 beginne mit einer "gefühlten Steuererhöhung". "Falsch! Das neue Jahr beginnt mit einer ordentlichen Steuersenkung", sagte Scholz mit Hinweis auf den Wegfall des Solidaritätszuschlags für 90 Prozent der Steuerzahler. Zudem gebe es mehr Kindergeld und höhere Kinderfreibeträge.

27.12.2020 • 02:10 Uhr

Europol warnt vor Betrug mit Impfstoffen

Zum Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland und anderen EU-Staaten warnt die europäische Polizeibehörde Europol vor Betrügern. Es bestehe die reale Gefahr, dass Kriminelle versuchen, die immense Nachfrage auszunutzen, sagte Direktorin Catherine De Bolle den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Darauf gebe es schon konkrete Hinweise, wie etwa Verkaufsangebote in sozialen Netzwerken. Wer darauf anspringe, dem werde entweder nach Bezahlung gar nicht geliefert oder er bekomme gefälschten Impfstoff. "Wenn man Opfer eines solchen Betrugs wird, kann das natürlich ernste gesundheitliche Folgen haben", warnte sie. Europol habe den Mitgliedstaaten bereits eine Warnmeldung übermittelt und sie aufgerufen, sehr wachsam zu sein.

27.12.2020 • 01:20 Uhr

Seehofer: Keine Sonderrechte für Geimpfte

Wer gegen Corona geimpft ist, sollte aus Sicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer keine Sonderrechte bekommen. "Eine Unterscheidung zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften kommt einer Impfpflicht gleich. Ich bin aber gegen einen Impfzwang", sagte der CSU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Wir alle stecken in dieser Krise. Und wir sollten uns gemeinsam und solidarisch heraus kämpfen." Auch Sonderrechte privater Unternehmen wie von Fluglinien oder Konzertveranstaltern für Geimpfte lehnt Seehofer ab. "Ich kann davor nur warnen", sagte er dem Blatt. Dies spalte die Gesellschaft. "Des einen Privileg ist die Benachteiligung des anderen."

27.12.2020 • 00:52 Uhr

Spahn überrascht über Impfstart in Heim in Sachsen-Anhalt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich von den bereits am Samstag gestarteten Impfungen in Halberstadt in Sachsen-Anhalt überrascht gezeigt. Der Minister freue sich für die erste Corona-Geimpfte in Deutschland, sagte sein Sprecher der "Bild am Sonntag". "Allerdings hatten wir mit allen Partnerländern der EU und mit den 16 Bundesländern vereinbart, am Samstag an alle auszuliefern und ab Sonntag gemeinsam mit den Impfungen zu beginnen."