Ein Corona-Patient wird in einer Klinik in Rom behandelt. | AP
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Liveblog zum Coronavirus ++ Britische Virus-Variante auch in Italien ++

Stand: 20.12.2020 23:36 Uhr

Die sich in Großbritannien ausbreitende neue Virus-Variante ist bei einem Corona-Patienten in Italien festgestellt worden. Auch Frankreich verhängt wegen des mutierten Virus ein Einreiseverbot. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • RKI meldet 22.771 Neuinfektionen - 7-Tage-Inzidenz auf Höchstwert
  • Experten sehen keine Auswirkungen auf Impfwirkung durch Virus-Mutation
  • Großbritannien mit höchstem Anstieg an Neuinfektionen seit Pandemie-Beginn
  • Die WHO fordert Europa auf, die Corona-Maßnahmen zu verschärfen
  • Lockdown nach Corona-Ausbruch in Vorort von Sydney
  • Arztpraxen erwarten Übernahme von Impfungen im Sommer
  • Früherer Verfassungsgerichtspräsident kritisiert Impfverordnungen
  • Zahl der Flugpassagiere bis Oktober um 72 Prozent eingebrochen
20.12.2020 • 23:34 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

20.12.2020 • 23:04 Uhr

Flugpassagiere aus London in Hannover gestoppt

Aus Sorge vor der in Großbritannien aufgetauchten neuen Variante des Coronavirus hat die Region Hannover die Einreise für 63 Passagiere eines Flugs aus London gestoppt. Bis zum Vorliegen des Corona-Testergebnisses müssten die Passagiere auf dem Flughafengelände bleiben, sagte eine Regionssprecherin. Sie rechne damit, dass die Ergebnisse am Montag vorliegen, das stehe aber nicht fest.

Nach Angaben des Flughafens Hannover wurden im Terminal D Feldbetten aufgebaut, die Passagiere werden dort auch verpflegt. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, eine Frau wolle nach London zurückfliegen, alle anderen müssten sich dem sogenannten PCR-Test unterziehen. "Unser Ziel ist, zu verhindern, dass die neue Virusart unbemerkt nach Niedersachsen einzieht", sagte Andreas Kranz, Leiter des Fachbereichs Öffentliches Gesundheitswesen der Region Hannover.

20.12.2020 • 22:24 Uhr

NRW: Quarantäne für Reisende aus Großbritannien und Südafrika

Wegen der in Großbritannien und Südafrika entdeckten Coronavirus-Mutationen setzt Nordrhein-Westfalen für diese beiden Länder die Quarantäne-Verordnung wieder in Kraft.

Ministerpräsident Armin Laschet sagte mit Blick auf die Verordnung im WDR Fernsehen: "Sie wissen, sie ist für NRW vom Oberverwaltungsgericht für alle Länder aufgehoben worden. Wir werden sie ab Mitternacht wieder in Kraft setzen - insbesondere für Südafrika und Großbritannien." Die Passagiere, die am Sonntag noch an den Flughäfen Köln, Düsseldorf und Dortmund mit Maschinen aus Manchester und London ankamen, wurden demnach auf die Quarantäne-Pflicht hingewiesen.

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hatte die in der Corona-Einreiseverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geregelte Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer aus Risikogebieten gekippt. Nach Ansicht des Gerichts hatte das Land nicht berücksichtigt, dass Reisende bei der Rückkehr aus Ländern mit geringeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort nach der Heimkehr einem höherem Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Die Regelung schrieb vor, dass sich Rückkehrer aus ausländischen Risikogebieten nach der Einreise nach NRW in häusliche Quarantäne begeben müssen und zehn Tage lang keinen Besuch aus anderen Haushalten empfangen dürfen.

20.12.2020 • 22:16 Uhr

Mehr als 200.000 Neuinfektionen in den USA

Die Zahl der Neuinfektionen in den USA steigt nach Angaben des Zentrums zur Seuchenbekämpfung (CDC) um 201.490 auf rund 17,592 Millionen. Die Zahl der Toten erhöht sich um 2624 auf 315.260. Die Zahlen der CDC können von den aus den einzelnen Bundesstaaten gemeldeten Fällen abweichen.

20.12.2020 • 22:13 Uhr

Baltische Staaten reagieren auf neue Corona-Variante

Auch Lettland hat den Passagierverkehr mit Großbritannien vorübergehend ausgesetzt. Die Regelung gilt nach Angaben der Staatskanzlei in Riga ab Montag (21. Dezember) bis zum 1. Januar und umfasst den Luft-, See- und Landweg. "Die Entscheidung wurde getroffen, um die Öffentlichkeit vor der neuen Virusvariante zu schützen", schrieb Regierungschef Krisjanis Karins auf Twitter. 

Auch die beiden anderen baltischen Staaten reagierten: Estland setzte den Flugverkehr komplett aus, Litauen verhängte ein Landeverbot. Beide Maßnahmen gelten nach Regierungsangaben jeweils bis Jahresende.

20.12.2020 • 21:40 Uhr

Türkei stoppt Flugverbindungen

Die Türkei hat mehrere Flugverbindungen vorübergehend ausgesetzt, um die Verbreitung der neuen Virus-Variante zu unterbinden. Betroffen sind nach Aussage von Gesundheitsminister Fahrettin Koca Flüge aus Großbritannien, den Niederlanden, Dänemark und Südafrika.

20.12.2020 • 20:41 Uhr

Frankreich verhängt Einreiseverbot

Wegen der neuen hoch ansteckenden Variante des Coronavirus verhängt Frankreich ein Einreiseverbot für Reisende aus Großbritannien. Das Verbot gelte für alle Grenzübergänge auf dem Luft-, See-, Schienen- und Landweg aus dem Vereinigten Königreich. Nur der unbegleitete Frachtverkehr sei genehmigt, teilte der Amtssitz des französischen Premierministers nach einer Sitzung des von Staatschef Emmanuel Macron per Video geleiteten Verteidigungsrates mit. Der Einreisestopp soll ab Mitternacht und zunächst 48 Stunden dauern.

Mit Flugverboten oder Grenzschließungen haben unter anderem auch Deutschland, die Niederlande und Belgien reagiert. Frankreichs Präsident Macron, Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen und Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, hatten zuvor in einem Telefonat ein gemeinsames Vorgehen angesichts der neuen Variante des Coronavirus erörtert.

20.12.2020 • 20:30 Uhr

Erster Fall mit mutiertem Virus in Italien

In Italien ist zum ersten Mal bei einem Corona-Patienten die neue Virus-Variante aus Großbritannien festgestellt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Mann und sein Partner seien in den letzten Tagen aus Großbritannien nach Rom zurückgeflogen und befänden sich jetzt in Isolation.

20.12.2020 • 20:03 Uhr

Neuseeländische Wirtschaft wächst um 14 Prozent

Die Wirtschaft in Neuseeland ist im Vergleich zum Vorquartal von Juli bis September um 14 Prozent gewachsen. Das teilte die Statistikbehörde des Landes mit. Finanzminister Grant Robertson sagte, das starke Wachstum sei "die Folge unserer Entscheidung, hart und früh auf die Pandemie zu reagieren".  Neuseeland hatte im Frühjahr einen harten Lockdown verhängt - insgesamt starben in dem Land mit rund fünf Millionen Einwohnern nur 25 Menschen nachweislich am Coronavirus. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte wegen der harten Einschränkungen im zweiten Quartal von April bis Juni um 11,0 Prozent. Im dritten Quartal kehrte das Land zur Normalität zurück. 

Einzelhandel und Gastgewerbe steigerten ihren Umsatz im dritten Quartal laut Statistikbehörde um fast 43 Prozent. Die Baubranche legte um mehr als 52 Prozent zu. "Es war das stärkste Wachstum in einem Quartal in der Geschichte Neuseelands", erklärte die Statistikbehörde. Aufs Jahr gerechnet werde die Wirtschaft nur um 2,2 Prozent schrumpfen.  Der Chefökonom der Kiwibank, Jarrod Kerr, erklärte, 95 Prozent der Wirtschaft arbeiteten "ausgezeichnet". "Aber wir müssen auch an die restlichen fünf Prozent denken." Wegen der weiterhin strikten Einreisebeschränkungen leidet vor allem die Tourismusbranche. Premierministerin Jacinda Ardern kündigte diese Woche an, die Grenzen zu Australien im ersten Quartal 2021 wieder zu öffnen. 

Ein Passagier aus Neuseeland kommt am Flughafen im australischen Sydney an. | REUTERS

Im Oktober durften zum ersten Mal wieder Passagiere aus Neuseeland nach Australien reisen. Bild: REUTERS

20.12.2020 • 19:54 Uhr

Schweden verschärft Einreisebestimmungen für Großbritannien

Auch Schweden wird neue Einreisebeschränkungen für Reisende aus Großbritannien erlassen. "Wir bereiten den Beschluss zum Einreisestopp aus Großbritannien vor" sagte Innenminister Mikael Damberg im schwedischen Fernsehen. Er solle so schnell wie möglich in Kraft treten. Die formale Entscheidung darüber soll morgen stattfinden. Zuvor hatten bereits andere europäische Staaten die Einreise aus Großbritannien eingeschränkt.

20.12.2020 • 18:48 Uhr

Spahn: "Es wird am Anfang ruckeln"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Kritik, Deutschland habe bei der Beschaffung des Impfstoffs zu spät gehandelt und zu wenig Dosen bestellt, zurückgewiesen. Im Bericht aus Berlin sagte der CDU-Politiker, jeder Imfpstoff, der Deutschland erreiche, werde so schnell wie möglich in die Impfzentren gebracht und dann auch verabreicht. "Er ist ja für alle knapp." Der Eindruck, dass der Rest der Welt ganz viel und Deutschland gar nichts habe, sei falsch, erklärte Spahn.

Geplant sei, dass im Januar 3 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen, sagte der Minister weiter, im ersten Quartal insgesamt 11 bis 13 Millionen. Organisiert werde es von den Behörden vor Ort. Beginnen soll es in den Pflegeheimen und dann auch in den Impfzentren. "Es wird am Anfang ruckeln", sagte Spahn. Das sei in allen anderen Ländern auch der Fall gewesen. Gleichzeitig zeigte er sich zuversichtlich. "Die Impfdosen, die zur Verfügung stehen, das bin ich mir sehr sicher, die werden auch zügig zur Verimpfung kommen."

20.12.2020 • 17:53 Uhr

Höchster Anstieg der Neuinfektionen in Großbritannien

In Großbritannien sind 35.928 Neuinfektionen gemeldet worden. Das ist der höchste Anstieg seit Beginn der Pandemie. 326 weitere Menschen verstarben an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus. Gestern meldeten die Gesundheitsbehörden mehr als 27.000 Neuinfektionen und 534 Todesfälle.

Die britische Regierung hat die Beschränkungen in London und dem Südosten Englands wegen der Verbreitung einer neuen, sich schnell verbreitenden Virus-Variante verschärft.

20.12.2020 • 17:17 Uhr

Neuer Höchstwert in den Niederlanden

Die Zahl der Neuinfektionen in den Niederlanden steigt auf 13.302 und liegt damit so hoch wie nie. Die Zahl war zuletzt bereits trotz Lockdown-Maßnahmen, wie etwa der Schließung von Schulen und Geschäften, weiter angestiegen.

20.12.2020 • 17:15 Uhr

Deutschland will Reiseverkehr mit Großbritannien einschränken

Wegen der neuen Variante des Coronavirus will die Bundesregierung die Reisemöglichkeiten mit Großbritannien und Südafrika einschränken. Eine entsprechende Regelung werde zur Zeit erarbeitet, teilte eine Regierungssprecherin auf Twitter mit. Man stehe dazu im Kontakt mit den europäischen Partnern.

20.12.2020 • 17:04 Uhr

Diskussion über Sonderabgabe für Online-Händler

Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag denkt über eine finanzielle Paketabgabe für den Onlinehandel zur Unterstützung der Innenstädte nach. Diese Abgabe solle beim Onlinehändler erhoben und von ihm an das Finanzamt abgeführt werden. Das geht aus einem vom kommunalpolitischen Sprecher Christian Haase sowie vom Fraktions-Vize Andreas Jung (beide CDU) unterzeichneten Papier hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ob im Internet bestellte Ware dadurch teurer würde, hänge von den Anbietern ab. Die Abgabe solle sich in der Höhe nach dem Bestellwert richten.

Einspruch kommt umgehend vom Handelsverband Deutschland (HDE). Im Verhältnis zum internationalen Online-Handel gehe es vor allen Dingen um einen fairen Wettbewerb. «Dazu braucht es keine neuen Steuern auf Pakete, sondern bessere Kontrollen, um sicherzustellen, dass auch bei Lieferungen aus Fernost unsere hiesigen Regelungen für Produktsicherheit und Steuerzahlungen eingehalten werden», sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Eine Paketsteuer träfe auch viele heimische Online-Händler, die korrekte und pünktliche Steuerzahler sind", argumentierte der Verbandschef. Zudem sei es ein "Bärendienst" gegenüber dem Drittel der stationären Händler, die sich ein Online-Standbein aufgebaut hätten.

Für die FDP wäre eine Paketsteuer "ein neues Bürokratiemonster". Wichtiger sei es vielmehr, dem Einzelhandel "eine klare und verlässliche Öffnungsperspektive für das nächste Jahr" zu geben, sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer. SPD-Fraktionsvize Achim Post äußerte sich positiv zu dem Unionsvorschlag. "Eine Art Corona-Abgabe von Online-Händlern wie Amazon kann ein Baustein für mehr Gerechtigkeit in der Krise sein und den Einzelhandel vor Ort konkret unterstützen." Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Ladenschließungen ist der Online-Handel stark gewachsen.

20.12.2020 • 16:52 Uhr

Markt in Thailand nach Corona-Ausbruch abgeriegelt

Nach einem Corona-Ausbruch ist ein Markt für Fisch und Meeresfrüchte in Thailand komplett abgeriegelt worden. Tausende Menschen wurden getestet, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. In der Ortschaft Mahachai in der Provinz Samut Sakhon, wo der Markt - einer der größten des Landes - liegt, bildeten sich lange Schlangen vor einem mobilen Testlabor. Auch an zwei anderen Stellen wurde getestet, nachdem bis Sonntag mindestens 700 Infektionen im Zusammenhang mit dem Markt gemeldet wurden. Die Sorge ist groß, dass das Virus dort noch weiter um sich greifen könnte. Die meisten Infizierten sind Arbeiter aus dem benachbarten Myanmar, die dort nahe dem Markt in überfüllten Unterkünften wohnen. Zurückgeführt wurde der Ausbruch auf einen 67-jährigen Garnelen-Verkäufer auf dem Markt.

Heute meldete die zuständige Gesundheitsbehörde 141 neue Fälle, die auf den Markt zurückzuführen sind - gestern waren es mehr als 500. Für Thailand, wo im gesamten Verlauf der Pandemie bisher nur weniger als 5000 Fälle und 60 Tote gemeldet worden waren, ein extrem hoher Wert.

Ein nach einem Corona-Ausbruch mit Stacheldraht abgesperrter Fischmarkt in Thailand. | AP

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Fischmarkt, wurde das Gelände mit Stacheldraht abgesperrt. Bild: AP

20.12.2020 • 16:30 Uhr

Laschet fordert Einreiseverbot für Reisende aus Großbritannien

Angesichts der Coronavirus-Mutation hat der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ein Einreiseverbot für Reisende aus Großbritannien in Europa gefordert. Auf Twitter schrieb der Unionspolitiker, Belgien und die Niederlande hätten bereits den Flug- und Zugverkehr eingestellt. "Um Ausweichreisen über Düsseldorf, Köln oder Frankfurt am Main zu verhindern, brauchen wir schnelles Einreiseverbot, am besten europäisch", so Laschet.

20.12.2020 • 16:19 Uhr

Lockdown nach Corona-Ausbruch bei Sydney

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Vorort der australischen Metropole Sydney werden immer mehr Fälle gemeldet. Die Behörden meldeten heute 30 Neuinfektionen, damit stieg die Zahl der Fälle, die auf den Cluster in Avalon zurückzuführen sind, auf 70. Die Ministerpräsidentin von New South Wales, Gladys Berejiklian, sagte, es gebe keine Hinweise darauf, dass sich das Virus auch in größerem Ausmaß außerhalb von Avalon verbreitet habe. Allerdings zeigte die Liste der Neuinfektionen auch Fälle in anderen Teilen des Großraum Sydneys und im Rest von New South Wales. Die Regierung hat einen Lockdown bis mindestens Mittwoch verhängt.

Durch strenge Einreisebestimmungen und Quarantäneregelungen auch zwischen den einzelnen Bundesstaaten Australiens hat das Land das Virus eigentlich weitgehend eingedämmt. Wie es jetzt in Avalon wieder aufgetaucht ist, ist unklar. Man suche weiterhin nach jener Person, die dafür verantwortlich sei, sagte der Gesundheitsbeauftragte von New South Wales, Kerry Chant.

Ein Schild an einem Strand im australischen Sydney fordert die Bevölkerung dazu auf, zuhause zu bleiben. | DAN HIMBRECHTS/EPA-EFE/Shutterst

Der Lockdown in Sydney gilt auch für die Strände der Stadt. Ein Schild fordert die Bevölkerung dazu auf, zuhause zu bleiben. Bild: DAN HIMBRECHTS/EPA-EFE/Shutterst

20.12.2020 • 16:03 Uhr

Auch Österreich plant Landeverbot für britische Flieger

Österreich will wegen der Coronavirus-Mutation in Großbritannien offenbar auch ein Landeverbot für Flüge aus Großbritannien verhängen. Details zu der Maßnahme würden noch erarbeitet, teilte das Gesundheitsministerium der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Die im Südosten Englands entdeckte Mutation des Coronavirus Sars-CoV-2 sei in Österreich bisher nicht nachgewiesen worden. Außerdem müssen Einreisende aus Großbritannien wie aus den meisten anderen Staaten laut der seit gestern geltenden Einreiseverordnung für bis zu zehn Tage in Quarantäne.

20.12.2020 • 15:58 Uhr

WHO fordert striktere Corona-Maßnahmen in Europa

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihre europäischen Mitgliedsstaaten angesichts einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien zu einer Verschärfung ihrer Corona-Maßnahmen aufgerufen. "In Europa, wo die Übertragung hoch und weit verbreitet ist, müssen die Länder ihre Kontroll- und Vorbeugemaßnahmen verstärken", sagte eine Sprecherin der WHO-Europa. Außerhalb Großbritanniens wurden bisher elf Fälle der Virus-Mutation gemeldet, die deutlich ansteckender sein soll als das bisherige Virus - neun in Dänemark und je einer in den Niederlanden und Australien.

Mehrere europäische Staaten kündigten daraufhin an, die Flugverbindungen aus Großbritannien einzuschränken. Die britische Regierung verhängte in London und Südostengland eine Ausgangssperre. Ersten Erkenntnissen zufolge ist die neue Virus-Mutation "bis zu 70 Prozent ansteckender" als die bisher verbreitete Form, wie der britische Premierminister Boris Johnson sagte. Sie sei aber nach bisherigen Erkenntnissen nicht tödlicher.

20.12.2020 • 14:31 Uhr

Italien will Großbritannien-Flüge aussetzen

Die italienische Regierung will die Flugverbindungen von und nach Großbritannien wegen der Corona-Lage in England aussetzen. "Das Vereinte Königreich hat wegen einer neuen Form von Covid Alarm geschlagen, die das Ergebnis einer Virus-Mutation sein könnte", schrieb der italienische Außenminister Luigi Di Maio auf Facebook. Als Regierung müsse man die Italiener schützen, und deshalb sei man dabei, eine Anordnung zu unterzeichnen, um Flüge mit Großbritannien auszusetzen, teilte er weiter mit. Die Regierung im Vereinten Königreich sei zuvor benachrichtigt worden.

20.12.2020 • 14:15 Uhr

Experten sehen keinen Einfluss der Impfwirksamkeit durch Virusmutation

Die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffes wird durch die in Großbritannien aufgetauchte neue Variante des Virus nach Expertenansicht vermutlich nicht entscheidend beeinträchtigt. "Ich sehe da derzeit keinen Grund für Alarm", sagte Richard Neher vom Biozentrum der Universität Basel. Auch Andreas Bergthaler von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM) in Wien hält die derzeitige Entwicklung nicht für "wahnsinnig alarmierend". Dass Mutationen auftauchen, sei nicht ungewöhnlich. Derzeit wisse man nicht, ob die beobachteten Veränderungen die Eigenschaften des Erregers überhaupt entscheidend verändern. Mit Blick auf die Wirksamkeit der Impfung betonen die Experten, dass der Impfstoff eine Immunreaktion gegen gleich mehrere Virusmerkmale erzeugt. Veränderungen einzelner Merkmale würden deshalb nicht dazu führen, dass das Immunsystem den Erreger nicht mehr erkenne, sagte Neher. Man müsse die weitere Dynamik genau beobachten.

Seit einigen Wochen breitet sich im Südosten Englands eine Coranavirus-Variante aus, die ersten Erkenntnissen zufolge ansteckender ist als bisherige Varianten. Dass diese Variante sich schneller ausbreite, sei grundsätzlich plausibel, sagte Neher. Wenn sich das bestätige, seien deutlich schärfere Maßnahmen nötig, um die Ausbreitung des Coronavirus wie gewünscht einzudämmen. Denkbar sei aber auch, dass die derzeitige verstärkte Ausbreitung dieser Variante letztlich Zufall sei und etwa auf ein Superspreading-Event zurückgehe.

20.12.2020 • 14:07 Uhr

Frankreich will offenbar auch Verbindungen aus Großbritannien stoppen

Nach Medienberichten folgt Frankreich möglicherweise dem Beispiel Belgiens und der Niederlande und setzt alle Flüge und Zugverbindungen aus Großbritannien aus. Noch im Laufe des Sonntags solle eine Entscheidung getroffen werden. "Wir verfolgen die Situation genau", hieß es seitens der französischen Regierung. "Wir versuchen, bis heute Abend eine europäische Entscheidung zu koordinieren", verlautete nach Angaben des Fernsehsenders France Télévisions aus dem Außenministerium.

20.12.2020 • 13:22 Uhr

Volle Innenstädte in Italien vor Lockdown

In Italien haben viele Menschen kurz vor Beginn härterer Corona-Regeln die letzte Gelegenheit genutzt, um Weihnachtseinkäufe zu erledigen. In Großstädten wie Mailand, Rom und Bologna seien die Innenstädte voll gewesen, wie mehrere italienische Medien berichteten. In der nördlichen Metropole Mailand wurden der Nachrichtenagentur Ansa zufolge die Eingänge zu manchen U-Bahn-Stationen bis zum Samstagnachmittag rund 150 Mal für wenige Minuten gesperrt. Wegen der Corona-Pandemie sollen die Züge nur halb so viele Passagiere befördern.

Außerdem verließen viele Menschen die Großstädte. Ansa schrieb von einem "Exodus" aus Mailand. Zeitweise habe sich der Verkehr an einer Autobahnauffahrt um die Metropole am Samstag auf bis zu neun Kilometer gestaut. Ab Montag gelten laut dem Dekret der Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte strengere Corona-Beschränkungen. Reisen zwischen den Regionen sind dann nicht mehr erlaubt. Ausnahmen gelten etwa, um zur Arbeit zu fahren, oder aus Gründen der Gesundheit. Reisende aus dem Ausland müssen mit einer Quarantäne rechnen. Für die Zeit ab Weihnachten verharrt das Land mit rund 60 Millionen Einwohnern dann bis zum 6. Januar quasi in einem Lockdown. Nur zwischen dem 28. und 30. Dezember sowie am 4. Januar werden die Regeln gelockert.

Viele Menschen mit Gesichtsmasken in der Mailänder Innenstadt beim Weihnachtsshopping | MATTEO CORNER/EPA-EFE/Shuttersto

Die Innenstadt von Mailand ist am Wochenende vor Weihnachten gut gefüllt. Bild: MATTEO CORNER/EPA-EFE/Shuttersto

20.12.2020 • 12:43 Uhr

Auch Belgien kappt Verkehrsverbindungen nach Großbritannien

Wegen der besonders ansteckenden neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien kappt nach den Niederlanden nun auch Belgien seine Flugverbindungen dorthin. Die belgische Regierung kündigte zudem eine Unterbrechung des Zugverkehrs mit der Insel an, um zu verhindern, dass die Virusvariante eingeschleppt wird, die sich im Südosten Englands ausgebreitet hat.

Die Anordnung gelte ab Mitternacht für 24 Stunden, sagte der belgische Ministerpräsident Alexander De Croo. "Es gibt sehr viele Fragen zu dieser neuen Mutation", sagte De Croo. Er hoffe, bis Dienstag mehr Klarheit zu haben. In den Niederlanden dürfen mindestens bis zum Jahresende keine Flugzeuge aus Großbritannien landen.

Der britische Gesundheitsminister, Matt Hancock, sagte der BBC, die neue Virusvariante sei "außer Kontrolle". Man müsse sie wieder unter Kontrolle bekommen. Das Land stehe vor einer enormen Herausforderung.

20.12.2020 • 12:36 Uhr

Erster Corona-Fall bei Darts-WM

Bei der Darts-Weltmeisterschaft in London ist der erste Profi positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Niederländer Martijn Kleermaker wurde nach einem Positivtest aus dem Turnier genommen, wie der Weltverband PDC mitteilte. "Ich bin sehr enttäuscht, dass ich nicht teilnehmen darf. Meine Gesundheit ist aber meine Priorität. Derzeit zeige ich keine Symptome, aber ich möchte jeden bitten, meine Privatsphäre in dieser schwierigen Zeit zu respektieren", teilte der 29-Jährige mit.

20.12.2020 • 12:28 Uhr

Landkreis Oder-Spree ruft Katastrophenfall aus

Die Verwaltung des brandenburgischen Landkreises Oder-Spree hat angekündigt, am Sonntag um 24 Uhr das sogenannte Großschadenereignis "Massenanfall von Erkrankten" auszurufen. Grund dafür sind die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen im Landkreis. Durch den Ausruf dieses Katastrophenfalls kann die Verwaltung die Kräfte des Katastrophenschutzes gezielter steuern.

Landrat Rolf Lindemann (SPD) appellierte an die Bevölkerung, ihr Verhalten dem Ernst der Lage anzupassen. In dem Landkreis im Osten Brandenburgs wurden seit Samstag 107 neue Infektionen gezählt. 131 Personen müssen im Krankenhaus behandelt werden: 119 auf der Normalstation, zwölf auf der Intensivstation, zehn davon müssen beatmet werden. "Mittlerweile sind wir nicht mehr im theoretischen Bereich. Die Lage ist eine Katastrophe, man kann das Wort auch ruhig mal verwenden. Das zeigt eigentlich in welchem ernsten Umstand wir jetzt sind", sagte Lindemann in einer Telefon-Pressekonferenz. Laut Lindemann sind die Intensivbetten vor Ort - so wörtlich - "im Grunde genommen ausgeschöpft". 

20.12.2020 • 12:14 Uhr

Hancock: Neue Corona-Variante ist "außer Kontrolle"

Die in Großbritannien entdeckte Variante des Coronavirus bereitet den Behörden große Sorgen. "Sie ist außer Kontrolle, und wir müssen sie wieder unter Kontrolle bekommen", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock der BBC. Nach ersten Erkenntnissen der Behörden ist die Mutation deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass die Variante schwerere Krankheitsverläufe auslöse oder eine höhere Sterblichkeitsrate. Zudem gehen die Behörden bisher davon aus, dass Impfstoffe auch gegen die Mutation wirksam sind.

20.12.2020 • 11:49 Uhr

Bald Einschränkung von Flügen aus Großbritannien?

Nach dem Auftreten einer Mutation des Coronavirus in Großbritannien ist auch für Deutschland die Einschränkung des Flugverkehrs aus dem Königreich eine "ernsthafte Option". Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Kreisen des Bundesgesundheitsministeriums erfuhr, gelte dies wegen einer neuen Variante des Coronavirus auch für Südafrika.

In den Niederlanden dürfen bereits vorerst keine Flugzeuge mehr aus Großbritannien landen. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte, die Entwicklung in Großbritannien werde sehr genau verfolgt. "Mit Hochdruck" würden die von dort vorliegenden Informationen zu der Mutation ausgewertet. Die Bundesregierung sei dazu auch in Kontakt mit ihren europäischen Partnern.

20.12.2020 • 11:22 Uhr

Drosten: Britische Virusvariante in Deutschland bisher nicht gesehen

In Deutschland ist die neue Coronavirus-Variante, die sich derzeit in Großbritannien ausbreitet, nach Angaben von Christian Drosten bisher nicht nachgewiesen worden. Die Verbreitung könne Zufall sein, schreibt der Coronavirus-Experte der Berliner Charité auf Twitter. Die Mutationen verschafften dem Virus nicht zwingend einen Selektionsvorteil, auch wenn das möglich sei.

Ein Selektionsvorteil kann dazu führen, dass sich ein Virus leichter ausbreiten kann. Ersten Analysen britischer Wissenschaftler zufolge verfügt die neue Variante über ungewöhnlich viele genetische Veränderungen, vor allem im Spike-Protein. Dieses Protein benötigt das Virus, um in Zellen einzudringen. Der in Großbritannien eingesetzte Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech erzeugt eine Immunantwort gegen genau dieses Protein. Deswegen gibt es die Befürchtung, dass der Impfstoff gegen die neue Variante möglicherweise nicht wirkt. Nach Angaben des britischen Premierministers Boris Johnson gibt es aber keine Hinweise darauf.

20.12.2020 • 10:44 Uhr

Bayern schickt Helfer in Pflegeheime

Bayern will eine Spezialeinheit zur Corona-Bekämpfung in den Pflegeheimen schaffen. Das hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder der "Bild am Sonntag" gesagt. Bereits von Montag an solle die Task Force die Bewohnerinnen und Bewohner in den rund 1.500 stationären Alten- und Pflegeheime und in etwa 800 Behinderteneinrichtungen zum Einsatz kommen, sagte Söder. Ziel ist es, die am stärksten Betroffenen besonders vor Ansteckung zu schützen.

Nach Informationen der Zeitung soll die Einheit aus mehr als 200 Mitarbeitern bestehen, die aus den Landesämtern für Pflege und Gesundheit sowie den Heimaufsichten vor Ort stammen. Sie sollen die Einrichtungen in der Vorbeugung unterstützen, beraten, wenn Bewohner erkrankt sind und die Umsetzung der Maßnahmen kontrollieren. Klaus Holetschek, bayerischer Staatssekretär für Gesundheit und Pflege, sagte laut BamS, die flexible Einheit werde schon bei einem ersten positiven Corona-Fall aktiviert, um der jeweiligen Einrichtung beizustehen und ein größeres Ausbruchsgeschehen zu verhindern.

Söder bereitet in dem Bericht Deutschland auf einen möglichen längeren Lockdown als bis zum 10. Januar vor. Die aktuellen Zahlen seien so hoch, dass es falsch wäre, schon jetzt in eine Debatte um Lockerungen einzusteigen, erklärte er. "Der Corona-Winter wird leider noch lang."

20.12.2020 • 10:18 Uhr

WHO in Kontakt zu Großbritannien wegen Virusmutation

Wegen der Ausbreitung einer neuen Mutation des Coronavirus stehen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Großbritannien in engem Kontakt. Wie die WHO am Samstagabend auf Twitter schrieb, teilten die britischen Behörden Ergebnisse aus Analysen und Studien. Man werde die Mitgliedstaaten und die Öffentlichkeit über Neuerungen informieren. Die WHO betonte, in der Zwischenzeit werde dringend dazu geraten, die Schutzmaßnahmen einzuhalten.

20.12.2020 • 09:59 Uhr

Sydney abgeschottet vom Rest Australiens

Wegen eines größeren Corona-Ausbruchs ist die einwohnerreichste Stadt Australiens Sydney vom Rest des Landes abgeschottet. Alle anderen Regionen haben strenge Reisebeschränkungen für Menschen aus Sydney verhängt. Von Montag an dürfen die Einwohner der Stadt etwa nicht mehr in die Bundesstaaten Victoria und Queensland reisen. Queensland will Polizeikontrollen einrichten an der Grenze zu New South Wales, dem Staat, dessen Hauptstadt Sydney ist. Dort stehen die nördlichen Vororte, wo der Ausbruch zu rund 70 Infektionen geführt hat, unter einem strengen Lockdown.

20.12.2020 • 09:17 Uhr

USA vor Verabschiedung von neuem Hilfspaket

In den USA stehen Republikaner und Demokraten nach langem Ringen kurz vor der Verabschiedung eines milliardenschweren Corona-Hilfspakets. "Wenn die Dinge so weiterlaufen und uns nichts in den Weg kommt, werden wir morgen (Sonntag) abstimmen können", sagte der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, am Samstagabend.

Insgesamt soll das Paket ein Volumen von 900 Milliarden Dollar haben. Das Hilfspaket, das an ein reguläres Haushaltsgesetz für das neue Fiskaljahr im Volumen von 1,4 Billionen Dollar angedockt werden soll, sieht unter anderem Zahlungen von 600 Dollar pro Person vor plus einen Zuschuss von 300 Dollar pro Woche zum Arbeitslosengeld.

Im US-Kongress wird seit Monaten über das Hilfsprogramm zur Überwindung der Coronavirus-Pandemie gestritten. Bislang hatte der Kongress Maßnahmen in Höhe von drei Billionen Dollar genehmigt. Sollte er dem Paket am Sonntag doch nicht zustimmen, droht ein Stillstand des öffentlichen Lebens. Um 24.00 Uhr würde der derzeit geltende Überbrückungshaushalt auslaufen. Damit würde den Bundeseinrichtungen das Geld ausgehen.

20.12.2020 • 08:38 Uhr

Lauterbach warnt vor Coronavirus-Mutationen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor Mutationen des Coronavirus. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass Mutationen die Ansteckungsgefahr erhöhen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Das ist ein weiterer Grund dafür, dass die zweite Welle nicht so stark werden darf. Je mehr Ansteckungen man zulässt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass noch gefährlichere Mutationen folgen. Das ist quasi ein Teufelskreis: Mehr Ansteckungen führen zu mehr Mutationsgelegenheiten und damit zu mehr Mutationen. Diese wiederum führen zu mehr Ansteckungen. So geht es dann immer weiter."

20.12.2020 • 08:32 Uhr

Sechs schwere allergische Reaktionen nach 250.000 Impfungen in USA

Nach mehr als einer Viertelmillion Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer haben die USA bislang sechs schwere allergische Reaktionen registriert. Die Gesundheitsbehörde CDC teilte mit, bis Samstagmorgen (Ortszeit) sei der Impfstoff gegen das Coronavirus mehr als 272.000 Mal verabreicht worden. Die Zahl von sechs Fällen, bei denen Geimpfte schwere allergische Reaktionen gehabt hätten, sei der Stand von Freitagabend.

Bei einer der betroffenen Personen seien auch schon in der Vergangenheit nach Impfungen Reaktionen aufgetreten, teilte die CDC mit. Geimpfte sind in den USA angehalten, sich nach Verabreichen der Spritze noch eine Weile in der Einrichtung aufzuhalten, in der sie diese erhielten, falls Anzeichen für eine Allergie auftreten. Laut CDC traten die sechs Fälle alle innerhalb des empfohlenen Beobachtungszeitraums auf und wurden sofort behandelt. Auch weniger schwere Nebenwirkungen des Impfstoffs waren selten.

Von den ersten 215.000 Personen, die in den USA geimpft wurden, hatten weniger als 1,5 Prozent Probleme aufgrund derer sie nicht ihren normalen Aktivitäten nachgehen konnten oder medizinisch behandelt werden mussten. Viele Impfstoffe können vorübergehendes Unwohlsein wie Schmerzen im Arm oder bestimmte grippeähnliche Symptome hervorrufen.

20.12.2020 • 08:17 Uhr

Praxisärzte erwarten Übernahme von Impfungen im Sommer

Nach dem geplanten Start in regionalen Impfzentren rechnen die Kassenärzte mit einer Übernahme der Corona-Impfungen in der Fläche einige Monate später. "Wir gehen derzeit davon aus, dass die Praxen vermutlich im Sommer impfen werden", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Nachrichtenagentur dpa.

Der Impfstoff, der jetzt als erstes zur Verfügung stehe, müsse bei minus 70 Grad gelagert werden, was in den Praxen so nicht handhabbar sei. Wenn dann aber ein Impfstoff da sei, der nicht so extrem gekühlt sein müsse, könne es direkt losgehen.

20.12.2020 • 08:04 Uhr

Mehr als 1000 neue Fälle in Südkorea

Die Behörden in Südkorea melden 1097 neue Corona-Infektionen, darunter 185 in einem Gefängnis in der Hauptstadt Seoul. Es ist der fünfte Tag in Folge mit mehr als 1000 Positiv-Tests und die höchste Zahl täglicher Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie. Damit liegt die nationale Fallzahl insgesamt bei 49.665, darunter 674 Todesfälle.

Etwa 70 der neuen Fälle stammen aus der dicht besiedelten Metropolregion Seoul. Das Tempo der Ausbreitung hat bereits die Bedingungen der Regierung erfüllt, um die Beschränkungen auf ein neues Niveau zu heben. Bislang zögert die Regierung jedoch.

Corona-Tests in Südkorea | dpa

Bild: dpa

20.12.2020 • 07:53 Uhr

Bolsonaro hält Eile bei Corona-Impfung für "nicht gerechtfertigt"

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat Eile bei Kauf und Verteilung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus als unbegründet bezeichnet. "Die Eile ist nicht gerechtfertigt", sagte Bolsonaro in einem Internet-Video, das eines seiner Söhne, der Abgeordnete Eduardo Bolsonaro, in den sozialen Netzwerken verbreitete. "Man mischt sich damit in das Leben der Menschen ein."

Der Präsident, der das Virus von Anfang an verharmlost, hatte erst am Donnerstag die Unternehmen Pfizer und Biontech kritisiert und mögliche Kollateralschäden ihres Impfstoffs herangezogen. "Im Vertrag ist klar geregelt, dass Pfizer nicht für Nebenwirkungen verantwortlich ist. Wenn Du Dich in einen Kaiman verwandelst, ist es Dein Problem", sagte Bolsonaro und lachte. In Brasilien - dem größten Land Lateinamerikas - sind inzwischen mehr als sieben Millionen Menschen infiziert. Der 210-Millionen-Einwohner-Staat steuert auf 200.000 Tote zu und meldet nahezu täglich weitere Höchstwerte. Bolsonaro sagte jedoch, die Pandemie gehe in Brasilien zu Ende.

20.12.2020 • 06:48 Uhr

Merz: Politiker mit Vorbildfunktion beim Impfen

CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat sich angesichts von Skepsis gegenüber den bevorstehenden Impfungen gegen Corona dafür ausgesprochen, unter anderem Politiker frühzeitig impfen zu lassen. "Sobald es die Kapazitäten hergeben, sollten auch Vertreter des öffentlichen Lebens geimpft werden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Es gebe viele Menschen, die Zweifel an den Impfungen hätten. "Denen muss man die Angst und die Befürchtungen nehmen."

Auch Menschen aus der Politik sollten deswegen mit gutem Beispiel voran gehen und sich impfen lassen, sagte Merz. Dies sei auch notwendig, um zu zeigen, dass man die Funktionsfähigkeit der Institutionen in Deutschland aufrecht erhalten wolle, begründete Merz seinen Vorschlag. "Sie werden hartgesottene Impfgegner mit noch so guten Argumenten nicht überzeugen. Das muss man in einer offenen Gesellschaft auch akzeptieren", sagte er. Man könne aber vielleicht die Unsicheren überzeugen, "es mit dem Impfen eben doch ernster zu nehmen". Wenn dann eine Schwelle von 50 oder 60 Prozent an geimpfter Bevölkerung überschritten worden sei, dürfte sich das Problem insgesamt relativieren.

20.12.2020 • 05:55 Uhr

Hilfsorganisation fürchtet Rückgang der Weihnachtsspenden

Die Hilfsorganisation Brot für die Welt befürchtet wegen der Beschränkungen in der Corona-Krise einen deutlichen Einbruch bei den Spenden zur Weihnachtszeit. "Wegen des harten Lockdowns werden dieses Jahr deutlich weniger Menschen die Weihnachtsgottesdienste besuchen. Wir befürchten daher auch einen drastischen Rückgang bei den Weihnachtskollekten - einem wichtigen Teil unserer jährlichen Einnahmen", sagte Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Die Weihnachtskollekten fehlten dann ausgerechnet in einem Jahr, in dem die Not weltweit massiv gestiegen sei und die Partnerorganisationen Hoffnung auf Hilfe setzten.

20.12.2020 • 05:30 Uhr

RKI: 22.771 Neuinfektionen und 409 weitere Todesfälle

In Deutschland wurden in 22.771 neuen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte. Damit steigt die Gesamtzahl auf 1.494.009 nachgewiesene Infektionsfälle. Weitere 409 Menschen starben. Insgesamt werden nun 26.049 Todesfälle registriert. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 192,2 - das ist der höchste Wert seit Pandemie-Beginn. Bund und Länder streben das Ziel von 50 an. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen positiv getestet wurden.

20.12.2020 • 05:05 Uhr

Früherer Verfassungsgerichtspräsident kritisiert Impfverordnung

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hat rechtliche Bedenken gegen die Impf-Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geäußert. Die grundsätzlichen Entscheidungen, ob und nach welchen allgemeinen Kriterien einzelne Personengruppen bei der möglicherweise lebensrettenden Impfung bevorzugt würden, müsse "der parlamentarische Gesetzgeber selbst treffen", sagte Papier den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dies gelte jedenfalls dann, wenn Impfungen "für eine erhebliche Zeit nicht allen impfwilligen Personen zur Verfügung stehen", ergänzte er.

20.12.2020 • 04:29 Uhr

Fauci: Ich habe den Weihnachtsmann persönlich geimpft

Der US-Virologe Anthony Fauci hat sich nach eigenen Angaben ganz persönlich um die Sicherheit des Weihnachtsmannes in der Corona-Pandemie gekümmert. "Ich bin zum Nordpol gereist und habe persönlich den Weihnachtsmann geimpft", sagte der Corona-Experte auf Fragen von Kindern während einer Fernsehsendung für Familien. "Ich habe seine Immunität überprüft - er kann problemlos reisen."

20.12.2020 • 04:12 Uhr

Jeder Zweite für Verbot der Weihnachtsgottesdienste

Jeder zweite Deutsche ist angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen für ein Verbot öffentlicher Weihnachtsgottesdienste. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa sprachen sich 50 Prozent dafür aus, Präsenzgottesdienste zu untersagen, nur 35 Prozent sind für die Gottesdienste. 15 Prozent machten keine Angaben.

20.12.2020 • 03:54 Uhr

Laschet stellt Weihnachtsgottesdienste in Frage

Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen hat sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet skeptisch gezeigt, ob Weihnachtsgottesdienste tatsächlich in der bisher geplanten Form stattfinden können. "In den nächsten Tagen werde ich angesichts der aktuellen Lage noch einmal Gespräche mit den Kirchen führen", kündigte der CDU-Politiker im "Tagesspiegel am Sonntag" an.

20.12.2020 • 02:16 Uhr

Söder fordert "mehr Tempo" beim Impfstoff

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert "mehr Tempo" bei der Beschaffung und Verteilung des Impfstoffs. "Es muss alles darauf ausgerichtet werden, mehr Impfstoff zu bekommen, der dann schneller verteilt wird", sagt der CSU-Chef der Zeitung "Bild am Sonntag". Dies müsse "absolute politische Priorität sein". Söder warnt zugleich vor übertriebenen Hoffnungen, dass der Lockdown am 10. Januar sicher aufgehoben wird. "Die aktuellen Zahlen sind so hoch, dass es falsch wäre, schon jetzt in eine Debatte um Lockerungen einzusteigen", sagt er.

20.12.2020 • 01:46 Uhr

Zahl der Flugpassagiere bis Oktober um 72 Prozent eingebrochen

Zwischen Januar und Oktober dieses Jahres sind in Deutschland 155 Millionen weniger Passagiere geflogen als im Vorjahreszeitraum, wie die Zeitung "Bild am Sonntag" unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion berichtet. Das entspreche einem Rückgang von 72 Prozent. Die Zahl der Flüge habe sich um 1,1 Millionen reduziert, ein Minus von 63 Prozent.

20.12.2020 • 00:52 Uhr

62 Prozent der Deutschen wollen sich impfen lassen

62 Prozent der Menschen in Deutschland wollen sich gegen das Coronavirus impfen lassen, wie die Zeitung "Bild am Sonntag" unter Berufung auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Kantar berichtet. Demnach wollen 32 Prozent sich nicht impfen lassen. Unentschlossen äußerten sich sechs Prozent der Befragten