Ein Schild an der Fußgängerzone in Bautzen mahnt zur Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Zweiter Landkreis in Sachsen mit 500er-Inzidenz ++

Stand: 06.12.2020 22:16 Uhr

Die Corona-Lage in Sachsen verschärft sich weiter - der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt nun bei 301. Ganz Mecklenburg-Vorpommern ist wieder Risikogebiet. Die Entwicklungen vom Sonntag zum Nachlesen.

  • 17.767 Neuinfektionen in Deutschland
  • Bayern verschärft die Einschränkungen
  • Thüringen will keine Lockerungen über die Feiertage erlauben
  • Landesminister fordern Impf-Priorität für Justiz
  • Scholz will Kostenersatz bei Veranstaltungsabsagen
  • Die Zahl der Corona-Intensivpatienten steigt stark an
6.12.2020 • 22:16 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden den Blog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse!

6.12.2020 • 21:48 Uhr

Trump: Anwalt Giuliani positiv auf Corona getestet

Der persönliche Anwalt des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, Rudy Giuliani, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Trump auf Twitter mit. Der 76-jährige ehemalige Bürgermeister New Yorks leitet die rechtlichen Anstrengungen, das Wahlergebnis in den USA zu Gunsten Trumps zu kippen - bislang ohne nennenswerten Erfolg. Trump sendete seinem Anwalt in seiner Twitter-Nachricht Genesungswünsche.

6.12.2020 • 21:09 Uhr

Sachsen: Zweiter Landkreis mit Inzidenz von mehr als 500

Mit Bautzen hat ein zweiter Landkreis in Sachsen einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von mehr als 500 erreicht. Das Gesundheitsamt des Landkreises meldete am Sonntag 155 erfasste Corona-Neuinfektionen, die Inzidenz stieg auf 502. Erst am Sonntagvormittag hatte das RKI im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt die Inzidenz der vergangenen sieben Tage in Sachsen bei 301 neuen Fällen pro 100.000 Einwohnern. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des RKI hervor. Das ist der derzeit höchste Wert eines Bundeslandes. Deutschlandweit liegt er bei 142 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Sachsens Landeschef Michael Kretschmer erklärte im ZDF, dass im Laufe der Woche weitere Entscheidungen bezüglich neuer Maßnahmen getroffen werden sollen. "So geht das nicht weiter", sagte der CDU-Politiker zur Lage.

6.12.2020 • 21:00 Uhr

Corona-Maßnahmen: "Die Zahlen müssen runter"

Einig sind sich die Länder darin, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen gedrückt werden muss. Aber wie? Bayern will unter anderem die Kontaktbeschränkungen verschärfen. Die geplanten Lockerungen zu Weihnachten sorgen für Diskussionen.

6.12.2020 • 20:38 Uhr

Mehr als 30.000 Neuinfektionen in der Türkei

Die Türkei meldet 30.402 Neuinfektionen und 195 weitere Todesfälle. Den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge sind damit insgesamt 14.900 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Gesamtinfektionen ist dagegen unbekannt, weil die Türkei vier Monate lang nur Fälle verzeichnete, bei denen Symptome vorlagen. Seit dem 25. November werden wieder alle Fälle gezählt.

6.12.2020 • 20:33 Uhr

Aktionstag zu Kontrolle der Maskenpflicht

Am Montag findet der erste bundesweite Aktionstag zur Kontrolle und Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr statt. Deutschlandweit wollen die zuständigen Behörden und die Verkehrsunternehmen ihre Maßnahmen zur Umsetzung der Maskenpflicht als Schutz gegen die weitere Verbreitung der Corona-Pandemie sichtbar erhöhen. Das Maskentragen ist in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Die Bundespolizei ermahnte in den vergangenen Wochen bereits zehntausende Bahnfahrer und Bahnhofsbesucher wegen Verstößen

6.12.2020 • 18:54 Uhr

Mehr als 60.000 Corona-Tote in Italien

Die Zahl der Corona-Toten hat in Italien die Schwelle von 60.000 überschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Rom starben bis Sonntag 60.078 Menschen an oder mit einer Coronavirus-Infektion. 1.728.878 Menschen infizierten sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus.

Italien war das erste Land in Europa, das von der Pandemie getroffen wurde. In der zweiten Welle hatte zuletzt der Druck auf die Krankenhäuser wieder nachgelassen, die Ansteckungskurve flachte ab. In mehreren Regionen wurden die strikten Corona-Beschränkungen gelockert. Unter anderem in der Toskana, in Kampanien und dem Aostatal dürfen die Menschen seit heute wieder innerhalb ihrer Region reisen, diese aber weiterhin nicht verlassen. Der Einzelhandel ist wieder geöffnet, nur Restaurants und Bars müssen weiterhin geschlossen bleiben. 

6.12.2020 • 18:33 Uhr

Bouffier: Ausgangssperre für Corona-Hotspots wäre vernünftig

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier plädiert für strengere Kontaktbeschränkungen in Corona-Hotspots mit hohen Inzidenzwerten. Er glaube, "dass eine Ausgangssperre dort, wo nachhaltig über 200 Inzidenzen sind, notwendig ist", sagte der CDU-Politiker im Bericht aus Berlin.

Bouffier mahnte aber ein regional differenziertes Vorgehen an. "Wenn ich unser Bundesland nehme, dann haben wir in Offenbach eine sehr hohe Inzidenz, in anderen Gegenden nicht. Da macht es ja keinen Sinn, landesweit so etwas zu machen", sagte der Ministerpräsident. Er bleibe bei der Linie: "Dort, wo ein sehr heftiges Geschehen ist, müssen wir gegebenenfalls immer weiter einschränken. Sie müssen auch über die Frage reden, ob Sie die Geschäfte offenhalten. Das wollen wir eigentlich. Aber viel mehr andere Möglichkeiten haben Sie nicht mehr. Und deshalb glaube ich, dass eine Ausgangssperre vernünftig ist."

6.12.2020 • 18:26 Uhr

Lehrerverband gegen schnelle Verlängerung der Weihnachtsferien

Der Deutsche Lehrerverband stellt sich gegen eine schnelle Verlängerung der Weihnachtsferien. Verlängerte Ferien sollte "nur als letztes Mittel in Frage kommen, wenn alle anderen Maßnahmen nicht greifen", zitiert das "Handelsblatt" Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger. "Wir dürfen uns nichts vormachen: Jede weitere Phase von Schulschließungen vergrößert auch das Problem der Lerndefizite und der sich vergrößernden sozialen Schere beim Bildungserfolg." Es fehle ein Gesamtkonzept.

6.12.2020 • 18:06 Uhr

US-Regierungsberaterin: Müssen falsche Behauptungen bekämpfen

In den USA halten sich nach Angaben der Regierungsberaterin Deborah Birx auch Monate nach Beginn der Corona-Pandemie falsche Behauptungen. Wenn sie im Land unterwegs sei, höre sie Menschen "nachplappern", dass Masken nicht funktionierten, dass man auf Herdenimmunität hinarbeiten sollte und dass Versammlungen nicht zu Superspreading-Events würden, sagte die Ärztin im Sender NBC News. "Ich denke, unsere Aufgabe ist es, ständig zu sagen, dass dies Mythen sind, dass sie falsch sind."

Birx gehört zur Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Sie beklagte auch den Widerstand von Gouverneuren und Bürgermeistern gegen strengere Maßnahmen. In einigen Südstaaten gebe es Fallzahlen wie im Sommer, aber die Verantwortlichen griffen nicht auf bewährte Maßnahmen zurück. In den vergangenen Tagen lag die Zahl der bestätigten Neuinfektionen in den USA nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bei mehr als 200.000 pro Tag.

Die Beraterin von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Krise, die Ärztin Deborah Birx, bei einer Pressekonferenz. | AP

Die Beraterin von Donald Trump in der Corona-Krise, die Ärztin Deborah Birx, warnt vor falschen Behauptungen (Archivbild). Bild: AP

6.12.2020 • 17:37 Uhr

Dänemark meldet Rekord bei Corona-Neuinfektionen

Dänemark hat bei den erfassten Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Wie aus Zahlen des staatlichen Gesundheitsinstituts SSI hervorging, wurden seit Samstag 1745 neue bestätigte Fälle bekannt. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion stieg im gleichen Zeitraum um sieben auf 885. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen schrieb auf Facebook, dass die Regierung die Einführung neuer Corona-Maßnahmen plane, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen. Das nordeuropäische Land mit rund 5,8 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang rund 90.600 Corona-Fälle.

6.12.2020 • 17:35 Uhr

Heilbronn kündigt nächtliche Ausgangsbeschränkungen an

Im Corona-Hotspot Heilbronn soll es ab Dienstag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung geben. Eine entsprechende Allgemeinverfügung werde am Montag verkündet, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Die Ausgangsbeschränkung soll von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr gelten. Das Verlassen des Hauses wäre demnach in dieser Zeit nur noch mit "triftigem Grund" möglich, wie in den Städten Mannheim und Pforzheim, wo eine solche Regelung bereits seit dem Wochenende greift. Die Stadt überschritt zuletzt mehrere Tage den Wert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche und gilt damit als Hotspot.

6.12.2020 • 17:35 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern überschreitet Inzidenzwert von 50

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern um 95 Fälle gestiegen. Das sind mehr als doppelt so viele wie vor einer Woche, als 46 Fälle binnen eines Tages festgestellt worden waren. Einen Tag zuvor waren es 82 neue Fälle. Insgesamt wurden dem Landesamt für Gesundheit und Soziales seit März im Land 6783 Infektionen gemeldet. Landesweit liegt der Inzidenzwert damit bei 50,6 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen Wochenfrist. Damit gilt Mecklenburg-Vorpommern insgesamt als Risikogebiet. 

6.12.2020 • 16:58 Uhr

Bayerischer Landkreis Regen fast auf 600er-Corona-Warnwert

Im niederbayerischen Landkreis Regen steigt der Corona-Warnwert auf neue Höhen. Am Sonntag lag der Wert in dem Landkreis an der tschechischen Grenze bei fast 600 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, sagte Carolin Müller vom Gesundheitsamt bei einer Pressekonferenz. Laut Robert Koch-Institut wies am Sonntag kein anderer Ort in Deutschland einen so hohen Wert auf.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gab den Wert mit 593 an. Die Gründe für die starke Ausbreitung konnte Landrätin Rita Röhrl nicht erklären. Es sei aber unter anderem zu vermuten, dass viele Infizierte nicht alle Kontaktpersonen angeben hätten, damit diese nicht in Quarantäne müssten. In der Gegend im Bayerischen Wald gelten bereits strenge Ausgangsbeschränkungen.

6.12.2020 • 16:10 Uhr

Lauterbach: Bayerische Corona-Regeln auf Bund ausweiten

Die von Bayern geplanten schärferen Corona-Maßnahmen sollten nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zügig auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. Der Wellenbrecher-Shutdown reiche bei weitem nicht mehr aus, sagte er der Funke-Mediengruppe. "Es ist nicht akzeptabel, dass wir jeden Tag bis zu 500 Tote haben." Er regte zudem die Schließung des Einzelhandels nach Weihnachten an: Die Geschäfte sollten mindestens bis Ende der ersten Januar-Woche geschlossen bleiben. "Wir brauchen jetzt einen harten Shutdown, um etwas zu bewirken."

6.12.2020 • 15:52 Uhr

Polizei Heidelberg löst "Glühweinspaziergang" auf

Die Polizei hat in Heidelberg eine Gruppe von rund 200 Menschen aufgelöst, die zum Glühweintrinken zusammengekommen waren. In fast allen Fällen hätten sie weder Abstand gehalten noch eine Mund-Nase-Bedeckung getragen, teilte die Polizei mit. Die Beteiligten seien am Samstag wegen eines "Glühweinspaziergangs" von vier Gaststätten zusammengekommen, hätten dann aber dicht gedrängt auf der Straße gestanden, statt zu spazieren. Es seien mehr als 20 Polizisten im Einsatz gewesen, um die Gruppe aufzulösen. Ein für heute geplanter erneuter "Glühweinspaziergang" solle streng kontrolliert werden, hieß es von der Polizei.

6.12.2020 • 15:40 Uhr

Österreichs Skispringer melden vier weitere Corona-Fälle

Österreichs Skispringer werden weiter von positiven Corona-Fällen im eigenen Team geplagt. Bei Routinetests im russischen Nischni Tagil wurden Daniel Huber, Thomas Lackner, Jan Hörl und Manuel Fettner positiv auf das Virus getestet, wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) mitteilte. Der 27 Jahre alte Huber hatte am Samstag noch den zweiten Platz im Einzel belegt und ist bisher einer der besten Athleten des laufenden Winters. Österreich ist ohnehin schon mit einem B-Kader unterwegs, weil zuvor auch Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer, Trainer Andreas Widhölzl, Gesamtweltcup-Sieger Stefan Kraft sowie Michael Hayböck und Philipp Aschenwald positiv getestet wurden. Ob und in welcher Besetzung der ÖSV am nächsten Wochenende bei der Skiflug-WM in Planica an den Start gehen kann, ist noch nicht abzusehen.

6.12.2020 • 15:34 Uhr

Papst: Keine Pandemie kann das Licht Gottes auslöschen

Papst Franziskus hat zur Adventszeit dazu aufgerufen, trotz der Corona-Pandemie Hoffnung zu haben. Man solle zum Sinn der Weihnachtszeit zurückkehren, "zu Jesus, zur Liebe Gottes, die er uns offenbart hat, zur unendlichen Güte, die die Welt zum Leuchten gebracht hat", sagte er in seiner Angelus-Botschaft zu Gläubigen auf dem Petersplatz. "Es gibt keine Pandemie, keine Krise, die dieses Licht auslöschen kann."

6.12.2020 • 15:23 Uhr

Lauterbach fordert mehr Personal für das RKI

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eine personelle Aufstockung des Robert Koch-Instituts (RKI) gefordert. Konkret geht es um die IT-Abteilung, wie Lauterbach der "Welt am Sonntag" sagte. Nach Angaben der Zeitung bewilligte der Haushaltsausschuss des Bundestags dem Institut für den IT-Bereich Ende November nur vier neue Stellen - von 68, die das Institut beantragt habe. Damit habe der Ausschuss einem Entwurf der schwarz-roten Bundesregierung zugestimmt. Lauterbach sagte der Zeitung: "Der Personalhaushalt des RKI für IT-Aufgaben muss sofort aufgestockt werden." Das RKI könne sonst seine zahlreichen Aufgaben nicht ausreichend schnell erfüllen. "Das können wir uns jetzt nicht wirklich leisten, hier zu sparen."

6.12.2020 • 15:09 Uhr

Thüringen: Ramelow gegen Lockerungen zu Weihnachten und Silvester

In Thüringen soll es wegen der zunehmenden Zahl an Corona-Infektionen über die Feiertage keine Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben. "Es wird keine Entlastungen für Weihnachten und Silvester geben", zitierten die Thüringer Zeitungen der Funke-Mediengruppe Ministerpräsident Bodo Ramelow. Wegen der aktuellen Entwicklung sei ein anderes Vorgehen aus seiner Sicht nicht möglich, hieß es.

Der Chef der Thüringer Staatskanzlei, Benjamin-Immanuel Hoff bestätigte, dass das Kabinett am Dienstag darüber beraten werde. Damit würden voraussichtlich die aktuellen Regelungen der Thüringer Corona-Eindämmungsverordnung auch über die Festtage Bestand haben. Danach sollen "private Zusammenkünfte, die in der eigenen Wohnung stattfinden, auf die Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstands bis zu einer Gruppengröße von höchstens fünf Personen beschränkt werden". Kinder bis 14 Jahre würden nicht mitgezählt.

6.12.2020 • 14:44 Uhr

Hunderte gehen in Düsseldorf auf die Straße

Anhänger der "Querdenken"-Initiative haben sich im Düsseldorfer Rheinpark versammelt, um gegen die Corona-Beschränkungen zu demonstrieren. Die Veranstalter haben 1000 Teilnehmer angemeldet. Zugleich gingen an verschiedenen Orten in der Innenstadt Gegendemonstranten des Bündnisses "Düsseldorf stellt sich quer" auf die Straße - unter ihnen sind auch Vertreter von Kirchen, Gewerkschaften sowie Krankenhaus- und Pflegepersonal. Die Polizei ist im gesamten Innenstadtgebiet vor Ort.

6.12.2020 • 14:22 Uhr

Bayern verschärft Beschränkungen deutlich

Bayern schränkt den Präsenzunterricht für ältere Schüler ab kommenden Mittwoch deutlich ein: Ab Klassenstufe acht sollen die Klassen überall geteilt werden und in Wechselunterricht übergehen. In Hotspots ab einer Inzidenz von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche sollen die Schüler ab der achten Klasse komplett in den Distanzunterricht wechseln. Das hat das Kabinett in München bei einer Sondersitzung beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder anschließend mitteilte.

Außerdem sollen die Corona-Beschränkungen bis zum 5. Januar verschärft werden. Dazu zählen Ausgangsbeschränkungen, nach denen Wohnungen nur aus triftigem Grund verlassen werden dürfen, Lockerungen bei Zusammenkünften gelten nur für Weihnachten, aber nicht für Silvester. In Hotspots mit ab 200 Inzidenzfällen gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Der Landtag soll am Dienstag darüber beraten.

6.12.2020 • 14:11 Uhr

Medienpreis für "Kontaktsperre"

Der Erich-Klabunde-Preis geht 2021 an die NDR-Dokumentarfilmer Timo Großpietsch und Christian von Brockhausen für ihren Film "Kontaktsperre - Hamburg im Ausnahmezustand". Den mit 2.500 Euro dotierten Preis vergibt der Deutsche Journalisten-Verband (DJV). Der Beitrag sei "ein historisch bedeutsames Werk", urteilte die Jury. Für ihren Film haben von Brockhausen und Großpietsch die ersten Wochen der Corona-Beschränkungen im Frühling 2020 in Hamburg mit ihrer Kamera dokumentiert. Dem 30-minütigen Beitrag gelinge "ein sehr intimes Protokoll der ersten Shutdown-Wochen". Es sei wohl der einzige der zahlreichen Corona-Beiträge, der über die Tagesaktualität hinaus als Zeitzeugnis Bedeutung behalten werde, sagte Marina Friedt, Vorsitzende der Jury und des DJV Hamburg. Der Film ist weiterhin in der ARD-Mediathek zu sehen.

6.12.2020 • 13:57 Uhr

100 junge Leute geraten in Düsseldorf mit Polizei aneinander

Rund 100 junge Leute sind am Samstagabend in der Düsseldorfer Altstadt mit der Polizei und dem Ordnungsdienst aneinander geraten. Einige hätten gegen die Coronaschutzverordnung verstoßen und die Kontrollen behindert, sagte ein Sprecher. Ein Jugendlicher aus der Gruppe habe Mitarbeiter des Dienstes tätlich angegriffen. Als die Polizei ihn in einem Streifenwagen abtransportieren wollte, umringten die anderen das Fahrzeug und hinderten es an der Weiterfahrt.

6.12.2020 • 13:34 Uhr

Bischof verurteilt religiöse Symbole bei Corona-Protesten

Die Kirchen sollen sich nach den Worten des Augsburger Bischofs Bertram Meier stärker gegen die Verwendung religiöser Symbole bei Protesten gegen die Corona-Politik wehren. "Das ist nicht nur eine Instrumentalisierung des Glaubens, das ist ein Verbiegen des Religiösen", sagte Meier der "Augsburger Allgemeinen". Er kritisierte, dass Proteste als Gottesdienste deklariert und Kruzifixe getragen und am Martinstag Lichterumzüge als Corona-Proteste veranstaltet würden.

"Mich erinnert das an die islamfeindliche und nationalistische Pegida-Bewegung, bei deren Demos ebenfalls Kreuze zu sehen waren", sagte Meier. "Im Zeichen des Kreuzes erklangen dumpfe Parolen. Wir müssen hier als Kirchen, als Christen sehr aufpassen. Wir müssen uns davon distanzieren." Es mache ihn "fassungslos", wenn Protestierende sich mit Judensternen wie Verfolgte des Dritten Reiches als Opfer der Corona-Politik darstellten.

6.12.2020 • 13:26 Uhr

Polizei löst Karaoke-Party mit 41 Teilnehmern auf

Die Polizei hat in Berlin eine illegale Karaoke-Party mit mehr als 40 Teilnehmern aufgelöst - gegen vier von ihnen hat ein Haftbefehl vorgelegen. Ein anonymer Anrufer hatte die Beamten am frühen Sonntagmorgen wegen Lärms zu einem Haus in Lichtenberg gerufen, wie die Polizei mitteilte. Als die Polizisten eintrafen, schallte ihnen aus einer Wohnung in der ersten Etage laute Musik entgegen. Als die Beamten klopften, wurde sie abgestellt. Mehrere Leute versuchten, über das Dach zu fliehen.

Nachdem Verstärkung eingetroffen war, überprüften die Einsatzkräfte in der Wohnung und auf dem Dach 24 Männer und 17 Frauen. Niemand von ihnen trug eine Maske. Die Polizei stellte entsprechende Anzeigen aus. Zum Alter der Beteiligten wurde am Sonntag nichts bekannt. Bei vier Partygästen stellten die Polizisten bei der Überprüfung fest, dass Haftbefehle vorlagen. Sie wurden in eine Polizeisammelstelle gebracht. Zu den Gründen der Haftbefehle machte die Polizei zunächst keine Angaben.

6.12.2020 • 13:23 Uhr

Bericht bestätigt: Lufthansa streicht 29.000 Jobs

Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie lässt die Lufthansa viele Jets am Boden und baut massiv Jobs ab. Bis zum Jahresende werden 29.000 Stellen weggefallen sein, bestätigte eine Unternehmenssprecherin einen Bericht der "Bild am Sonntag". Übrig bleiben demnach noch 109.000 Mitarbeiter. Im Ausland werden über 20.000 Jobs gestrichen. Zudem hat die Airline das Europageschäft der Catering-Tochter LSG mit 7500 Mitarbeitern verkauft.

6.12.2020 • 13:21 Uhr

IW-Chef: Ausschluss von "Querdenkern" aus Versicherungsschutz prüfen

IW-Chef Michael Hüther hat ein hartes Vorgehen gegen die sogenannte "Querdenken"-Bewegung gefordert. "Gegen die verantwortungslosen Querdenker hilft kurzfristig nur Ordnungswidrigkeitenrecht", sagte der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft dem "Handelsblatt". "Mittelfristig bei medizinisch nicht indizierter Impfverweigerung wäre der Ausschluss einer Covid-Erkrankung aus dem Versicherungsschutz zu erwägen." Zuletzt demonstrierten viele Anhänger der "Querdenken"-Bewegung ohne Maske dicht an dicht und protestierten gegen die Corona-Auflagen.

6.12.2020 • 13:18 Uhr

Britische Arzneiaufsicht: Auch für No-Deal-Brexit gerüstet

Die britische Arzneiaufsicht sieht sich für den Fall eines No-Deal-Brexits gerüstet. "Wir haben geprobt, wir sind bereit, wir sind voll und ganz auf jedes Ergebnis vorbereitet", sagte MHRA-Chefin June Raine der BBC auf die Frage, ob ein Scheitern der Verhandlungen über ein Handelsabkommen die Impfungen gefährden könnte. Raines Behörde hatte am 2. Dezember den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens BioNTech und seines US-Partners Pfizer zugelassen. Am Dienstag soll mit der Impfung begonnen werden. Die Verhandlungen zwischen EU und Großbritannien über ein Handelsabkommen nach dem Brexit stocken. Die Übergangsphase endet am 31. Dezember, dann gehört Großbritannien nicht mehr der Zollunion an.

6.12.2020 • 13:12 Uhr

Österreich bereitet sich auf Lockerungen vor

Aus der ganztägigen Ausgangssperre wird ab Montag eine nächtliche Ausgangssperre von 20.00 bis 06.00 Uhr, außerdem dürfen wieder alle Geschäfte und Friseure öffnen. Zudem dürfen sich die Menschen wieder mit Mitgliedern eines anderen Haushalts treffen. Auch Museen und Bibliotheken dürfen ab Montag wieder öffnen. Kulturveranstaltungen bleiben hingegen untersagt, Kinos geschlossen. Einige Sportarten wie Eislaufen, Skilanglauf, Golf oder Leichtathletik sind wieder unter Auflagen erlaubt. Die Skigebiete dürfen aber erst ab dem 24. Dezember öffnen, Hotels und Gastronomiebetriebe müssen bis einschließlich 6. Januar geschlossen bleiben. Der strikte Lockdown war am 17. November in Kraft getreten, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

6.12.2020 • 13:10 Uhr

Italien lockert Beschränkungen in einigen Regionen

In mehreren italienischen Regionen sind die strikten Corona-Beschränkungen gelockert worden. Unter anderem in der Toskana, in Kampanien und dem Aostatal dürfen die Menschen seit Sonntag wieder innerhalb ihrer Region reisen, diese aber weiterhin nicht verlassen. Der Einzelhandel ist wieder geöffnet, nur Restaurants und Bars müssen weiterhin geschlossen bleiben. In der Region Abruzzen im Zentrum des Landes herrschen weiterhin strenge Einschränkungen. Die Bewohner dürfen ihre Häuser nur für die Arbeit, Lebensmitteleinkäufe oder Arztbesuche verlassen oder um ihre Kinder zur Schule zu bringen. 

6.12.2020 • 13:04 Uhr

Pakistanische Krankenhäuser mit Corona-Patienten überfüllt

Angesichts steigender Corona-Fallzahlen in Pakistan geraten Krankenhäuser dort an ihre Kapazitätsgrenzen. "Wir sind in einer kritischen Situation, die sich jeden Tag durch neue Infektionen verschlimmert", sagte der Generalsekretär des Medizinerverbands Pakistan Medical Association, Sajjd Qasier, der Nachrichtenagentur dpa. Die Kliniken seien mit schwerkranken Covid-19-Patienten überfüllt. "Ein neuer Patient bekommt ein Bett, wenn er Glück hat oder ein Patient entlassen wird", erklärte Qasier. Zudem gebe es einen Mangel an Beatmungsgeräten und mancherorts auch an Sauerstoffflaschen.

Mindestens sieben Patienten starben Medienberichten zufolge in der Nacht zum Sonntag in der nordwestlichen Stadt Peshawar, als einem öffentlichen Krankenhaus der Sauerstoffnachschub ausging. Die Provinzregierung kündigte eine Untersuchung zu dem Vorfall an. Seit Ende Oktober steigt in dem südasiatischen Land die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder rapide an, seit Donnerstag wurden täglich mehr als 3000 bestätigte neue Fälle gemeldet.

6.12.2020 • 12:23 Uhr

Scholz hält Beschränkungen nicht für zu milde

Vize-Kanzler Olaf Scholz hält den Teil-Shutdown seit Anfang November nicht für zu milde. Die Maßnahmen hätten Wirkung gezeigt, allerdings nicht so stark wie erhofft, sagte der SPD-Kanzlerkandidat in einem heute ausgestrahlten Interview des Deutschlandfunks. Die Infektionszahlen in der Corona-Krise hätten sich stabilisiert, würden aber noch nicht deutlich zurückgehen.

Die Bundesregierung will die Sonderhilfen im November und Dezember, die Umsatzentschädigungen für zwangsweise geschlossene Betriebe vorsehen, ab Januar anders gestalten. Dann sollen von Corona-betroffene Unternehmen einen Großteil ihrer Fixkosten ersetzt bekommen. Ab Dienstag berät der Bundestag endgültig über den Haushalt für 2021. Weitere Hilfen seien möglich, solange wie es nötig sei, sagte Scholz. Der Bundesfinanzminister plant 2021 mit einer Neuverschuldung von rund 180 Milliarden Euro.

6.12.2020 • 12:19 Uhr

Impfung: Patientenschützer fordert medizinische Aufklärung

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, warnt vor Vereinfachungen bei der bevorstehenden Impfkampagne gegen das Coronavirus. Es sei zwar wichtig, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen, sagte er der Nachrichtenagentur epd. "Doch es muss geklärt sein, wie die Aufklärungspflichten auch bei Massenimpfungen gewahrt werden können." Dazu gehöre, den Immunstatus jedes einzelnen in den Blick zu nehmen und in einem medizinischen Aufklärungsgespräch individuelle Krankheiten und den jeweils verwendeten Impfstoff zu besprechen.

Erschwerend sei zudem, dass - abgesehen von den logistischen Herausforderungen bei der Verteilung, Lagerung und Aufbereitung des Impfstoffs - über Verträglichkeiten und Wechselwirkungen des jeweiligen Impfstoffes noch nicht viel bekannt sei, sagte Brysch. Zudem sei die Rangfolge der Bevölkerungsgruppen, die als erstes das Angebot zu einer Corona-Schutz-Impfung erhalten, noch nicht bekannt. Brysch kritisierte, dass es keine verbindlichen Leitlinien für die Zuordnung von Patienten in eine bestimmte Gruppe gebe. Ärzte dürften hier im Gespräch mit ihren Patienten über mögliche Ansprüche auf eine Impfung nicht alleine gelassen werden. Auch die Zuordnung von Impfwilligen zu einer Berufsgruppe scheine nur vordergründig einfach.

6.12.2020 • 11:08 Uhr

Landesminister fordern Impf-Priorität für Justiz

Die Justiz soll nach einer Forderung mehrerer Landesminister bei Impfungen gegen das Coronavirus auch Priorität haben. "Wir waren uns auf der Justizministerkonferenz einig, dass in der Corona-Impffolge der Justizvollzug in der Priorisierung ebenfalls oben rangieren muss, so wie das Medizinpersonal, Polizei und Feuerwehr", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU). Daher hätten sich Justizminister der Union mit einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gewandt, damit er bei den Mitgliedern der Ständigen Impfkommission auf die Bedeutung der Justizbediensteten hinweise.

Für den Justizvollzug gehe es zum Beispiel um sensible Bereiche wie Quarantäne-Station, medizinische Abteilung und Küche. Auch Betreuungsrichter, Gerichtsvollzieher und Wachtmeistereien müssten berücksichtigt werden, erläuterte die Ministerin. An den Gerichten und Staatsanwaltschaften könnten eilige Haftsachen nicht aus dem Homeoffice erledigt werden.

6.12.2020 • 10:53 Uhr

Erstmals in Sachsen Landkreis mit Inzidenz über 500er-Marke

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Die 7-Tage-Inzidenz kletterte nach Zahlen des Landratsamtes und des Robert Koch-Instituts (RKI) über die Marke von 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das habe es laut Gesundheitsministerium in Dresden seit Ausbruch der Pandemie in Sachsen nicht gegeben.

Das RKI gab den Wert für den Landkreis mit 534,6 an. Im bundesweiten Vergleich gehört die Region damit zu jenen, in denen die Pandemie derzeit am heftigsten grassiert. Höher liegt die Inzidenz einzig im bayerischen Landkreis Regen. Unter den Bundesländern bleibt Sachsen insgesamt negativer Spitzenreiter: Der Inzidenzwert des Freistaates ist laut RKI knapp über die Marke von 300 geklettert.

6.12.2020 • 10:42 Uhr

Grüne für bundesweit einheitliche Corona-Regeln

Führende Grünen-Politiker im Bundestag haben einen 5-Stufen-Plan vorgelegt, der während der Pandemie bundeseinheitliche Vorgaben macht. "Nötig ist eine längerfristige Perspektive", sagte die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt. "Wir schlagen dafür einen bundesweit verbindlichen Stufenplan vor, mit dem klar ist, ab wann wo welche Maßnahmen gelten. Im Vergleich zur jetzigen Situation sieht der Plan frühere Eingriffsstufen vor, verlangt zum Teil konsequentere Maßnahmen, macht durch seine stärkere Differenzierung aber auch mehr Kultur, Begegnung, Gastronomie und Handel möglich, solange das lokale Infektionsgeschehen niedrig ist und kontrollierbar bleibt."

6.12.2020 • 10:40 Uhr

Russland meldet erneut Höchstwert bei Neuinfektionen

Russland hat erneut einen Höchstwert bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Binnen 24 Stunden wurden nach Behördenangaben 29.039 nachgewiesene Ansteckungsfälle gemeldet - so viele wie nie zuvor. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,46 Millionen Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 457 auf 43.141.

6.12.2020 • 10:27 Uhr

Söder fordert Verschärfung der Einschränkungen in Bayern

Vor der Sitzung des bayerischen Kabinetts am Mittag dringt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen auf eine Verschärfung der Corona-Regeln. "Es braucht jetzt konsequentes Vorgehen. Wir können die hohen Todeszahlen in Deutschland nicht hinnehmen. Die Ansteckungszahlen sind weiterhin zu hoch", sagte Söder der "Bild am Sonntag". "Es ist besser, bis Weihnachten zu handeln, als ein dauerhaftes Stop-and-go für die Bevölkerung."

Wie der "Münchner Merkur" am Samstag berichtete, soll bei der Sitzung des bayerischen Ministerrats etwa über Wechselunterricht an Schulen für ältere Schüler, strengere Kontaktregeln an Silvester und mögliche Ausgangssperren beraten werden. Details der neuen Maßnahmen seien jedoch noch offen.

6.12.2020 • 10:23 Uhr

Israel lockert Corona-Maßnahmen weiter

Im Rahmen einer stufenweisen Lockerung der Corona-Maßnahmen sind in Israel die Mittelschulen wieder geöffnet worden. Rund 400.000 Schüler der 7. bis 9. Klasse, die monatelang online unterrichtet worden waren, erhalten damit wieder tageweise Präsenzunterricht. Jüngere und ältere Schüler durften schon früher wieder die Schule besuchen. In Israel beginnt die Schulwoche sonntags.

Auf ihrem bisherigen Höhepunkt hatte die Zahl der Neuinfektionen in Israel mehr als 9000 Fälle an einem Tag betragen. Nach einem zweiten landesweiten Lockdown sank sie auf mehrere Hundert. Nach schrittweisen Lockerungen nimmt die Zahl nun wieder zu. Zuletzt gab es Spekulationen über einen dritten Teil-Lockdown. Auch in den Palästinensergebieten waren die Corona-Zahlen zuletzt deutlich gestiegen.

6.12.2020 • 09:20 Uhr

Interesse an Massentests in Österreich geringer als erwartet

Das Interesse der Bürger an den Corona-Massentests in Österreich ist bislang geringer als erwartet. In den ersten beiden Tagen ließen sich in den Bundesländern Wien, Tirol und Vorarlberg nach einem ersten Überblick rund 300.000 Menschen auf das Virus untersuchen. Besonders die Teststationen in Wien waren nach Angaben der Stadt nicht ausgelastet. Am Samstag wurden 22.000 Tests gemacht, die Kapazität in der Hauptstadt liegt bei 150.000 täglich. Es wurden insgesamt nur wenige Infizierte gefunden.

Von den knapp 160.000 in Tirol getesteten Menschen waren 417 positiv. Dies entspreche 0,27 Prozent, teilte das Land mit. Die Regierung hofft, dass sich zumindest mehrere Millionen Menschen testen lassen. In Wien ist das noch bis zum 13. Dezember möglich. Andere Bundesländer starten erst in den nächsten Tagen.

6.12.2020 • 09:10 Uhr

Braun: Bisher 1,5 Millionen Menschen durch Corona-App gewarnt

Die Corona-Warn-App hat laut Kanzleramts-Chef Helge Braun (CDU) bisher mehr als 1,5 Millionen Menschen vor einer möglichen Infektion gewarnt. "Die App hilft uns in der Pandemie sehr", sagte Braun im Interview mit der Zeitung "Welt am Sonntag". Sie mache "genau das, was sie soll". Die App zeichne die Kontakte zu Fremden auf, die ansonsten gar nicht gewarnt werden könnten. 

Durch die Warnungen der App würden Braun zufolge bisher unbekannte Infektionscluster entdeckt. "Bisher haben über 100.000 Nutzer einen positiven Corona-Test in der App geteilt", sagte der Minister. Bei 15 relevanten Kontakten je Nutzer wären das mehr als 1,5 Millionen Menschen, die bis heute von der App gewarnt worden seien.  

Der entscheidende Vorteil der App sei die Anbindung an Labore. Bei positiven Testergebnissen würden die Nutzer sofort davon erfahren, "nicht erst am Montag, wenn Ihr Hausarzt das Fax vom Wochenende mit Ihrem positiven Testergebnis gefunden hat", so Braun.

6.12.2020 • 09:10 Uhr

Südkorea verschärft erneut Beschränkungen in Seoul

Südkorea hat erneut die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in der Hauptstadt Seoul verschärft. Nun seien Versammlungen von mehr als 50 Menschen untersagt, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap. Auch für Gottesdienste und Schulunterricht, Fitness-Studios und Karaoke-Bars gebe es strengere Auflagen. Diese würden mindestens bis Ende des Jahres gelten, meldete die Nachrichtenagentur News1. Südkorea verzeichnete erneut einen Höchstwert bei den täglichen Neuinfektionen. Bereits am Samstag wurden Ausgangssperren für Seoul verhängt.

6.12.2020 • 08:33 Uhr

Giffey warnt vor Angriffen auf Demokratie aus "Querdenker"-Szene

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey fordert ein härteres Vorgehen des Staates gegen die "Querdenken"-Bewegung. "Bei Gruppen, die sich verfassungsfeindlich äußern oder einen Angriff auf die Demokratie planen, muss sich der Verfassungsschutz einschalten", sagt die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das heißt nicht, dass alle, die bei solchen Demonstrationen mitlaufen, als Verfassungsfeinde angesehen werden." Der Staat müsse wachsam sein, wenn die Demokratie oder die demokratischen Organe angegriffen würden.

Gestern hatte das Bundesverfassungsgericht einen Eilantrag gegen ein Verbot einer "Querdenker"-Demonstration in Bremen zurückgewiesen. Trotz des Versammlungsverbots dort waren Anhänger der "Querdenker"-Bewegung gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Bis zum Abend meldete die Polizei zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Regeln sowie weitere Ordnungswidrigkeiten. Sie erteilte nach eigenen Angaben mehr als 300 Platzverweise und unternahm mehr als 460 Identitätsfeststellungen. Zwei Beamte wurden demnach verletzt. 

Anhänger der "Querdenker"-Szene versammelten sich in Bremen trotz Demonstrationsverbots | dpa

Anhänger der "Querdenker"-Szene versammelten sich trotz Demonstrationsverbots Bild: dpa

6.12.2020 • 08:22 Uhr

Dreyer rechnet nicht mit Lockdown-Verlängerung

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer rechnet nicht mit einer Verlängerung des derzeitigen Lockdowns über den 10. Januar hinaus. "Weil die meisten Menschen die Regeln vorbildlich einhalten, glaube ich daran, dass wir die Infektionszahlen im Dezember runterkriegen. Und dann den Lockdown in dieser Ausprägung nicht weiter verlängern müssen", sagte die SPD-Politikerin der "Bild am Sonntag". Wenn das Frühjahr komme und die Impfungen liefen, werde es die ersten Schritte in ein normales Leben geben. "Wenn wir dann den Sommer über weiter impfen, haben wir beste Chancen, durch den nächsten Herbst und Winter ohne Lockdown zu kommen."

6.12.2020 • 06:37 Uhr

Bericht: Pfizer beantragt Notfallzulassung in Indien

Der US-Pharmakonzern Pfizer hat Medienberichten zufolge in Indien eine Notfallzulassung für seinen Impfstoff beantragt. Ein entsprechendes Schreiben sei bei der Arzneiaufsicht DCGI eingegangen, berichtet CNN-News 18 unter Berufung auf Regierungskreise. Damit wäre Pfizer der erste Pharmakonzern, der in dem Land mit den weltweit zweithöchsten Infektionszahlen einen solchen Antrag stellt. Eine Bestätigung für den Bericht war zunächst nicht zu erhalten.

6.12.2020 • 06:36 Uhr

Grundschulen reaktivieren Schulglocken für Lüftung

In vielen Grundschulen sind wegen der Lüftungsempfehlungen in der Corona-Krise abgeschaltete Schulglocken wieder reaktiviert worden. Das sagte der Vorsitzende des Grundschulverbands, Edgar Bohn, der Nachrichtenagentur dpa. "In vielen Grundschulen war die Glocke weitgehend außer Dienst. Vielfach wurde sie wieder in Dienst gestellt und läutet nun jeweils zur 20-Minuten-Lüftung."

Das Umweltbundesamt hatte empfohlen, in Schulen regelmäßig alle 20 Minuten für rund fünf Minuten stoßzulüften, um die Ansteckungsgefahren zu verringern. Jetzt im Winter, wird es dadurch in vielen Klassenzimmern ungemütlich. Leider seien manche Kinder immer noch nicht passend angezogen, sagte Bohn. "Der Unterrichtsfluss wird durch das Lüften während der Unterrichtszeit nicht unbedingt befördert", fügte der frühere Grundschulrektor hinzu. Nicht so sehr störe das Lüften, wenn Kinder in freien Unterrichtsformen selbstständig arbeiteten.

Allgemein verläuft der Unterricht nach Einschätzung Bohns an den Grundschulen im Rahmen der Corona-bedingten Einschränkungen "verhältnismäßig ruhig und geregelt". In Deutschland gibt es rund 15.000 Grundschulen mit 2,8 Millionen Schülern.

6.12.2020 • 06:34 Uhr

Bahn im November deutlich pünktlicher als im Vorjahr

Vor allem aufgrund der niedrigen Auslastung sind die Fernzüge der Deutschen Bahn im November so pünktlich unterwegs gewesen wie seit 2005 in diesem Monat nicht mehr: 80 Prozent der Fahrten kamen ohne Verspätung an, wie der bundeseigene Konzern mitteilte. Das waren fast 8 Prozentpunkte mehr als im November des Vorjahres und 1,2 Punkte mehr als im Oktober. Hauptgrund ist erneut die Corona-Krise, aufgrund derer die Auslastung in den Zügen zuletzt wieder deutlich gesunken ist. Doch auch in den Sommermonaten, als nach einigen Lockerungen der Corona-Maßnahmen die Züge wieder deutlich voller waren, lag die Bahn bei der Pünktlichkeit über den Vorjahreswerten. Aus ihrer Sicht machen sich ein besseres Baustellenmanagement und eine wachsende Zugflotte allmählich bemerkbar.

6.12.2020 • 05:08 Uhr

Deutschland: Mehr als 17.700 Neuinfektionen

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 17.700 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 17.767 neue Ansteckungsfälle erfasst. Das waren rund 3160 mehr als am Sonntag vor einer Woche, als das RKI 14.600 Neuinfektionen gemeldet hatte. 

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI an Sonn- und Montagen in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie in Deutschland nach RKI-Angaben 1.171.323 Infektionen erfasst. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland stieg den Angaben zufolge um 255 auf 18.772. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 846.400.

6.12.2020 • 03:30 Uhr

USA: Neuer Höchstwert bei Neuinfektionen

Die USA haben am dritten Tag in Folge einen neuen Höchstwert bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen registriert. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Samstagabend mehr als 230.000 neue Fälle registriert, rund 5.000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten binnen eines Tages lag bei 2527. 

Die USA sind das am schwersten von der Pandemie betroffene Land weltweit. Insgesamt verzeichneten die Vereinigten Staaten bereits mehr als 14,6 Millionen Corona-Fälle. Mehr als 281.000 Infizierte starben. Seit zwei Wochen registrieren die US-Behörden täglich mehr als 2000 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Die Zahl der Menschen, die wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, steigt stetig, besonders in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Florida, Kalifornien und Texas. 

6.12.2020 • 03:27 Uhr

Südkorea meldet höchsten Wert an Neuinfektionen seit Monaten

Südkorea meldet mit 631 Neuinfektionen den höchsten Wert seit neun Monaten. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen mit dem Coronavirus auf 37.546 bei 545 Todesfällen, wie die Behörden mitteilen.

Nachdem erst am Samstag in der Hauptstadt Seoul neue Beschränkungen wie eine abendliche Sperrstunde in Kraft traten, will die Regierung heute über weitere Maßnahmen im Kampf gegen eine dritte Corona-Welle entscheiden. Im Gespräch war zuletzt etwa eine Schließung der rund 30.000 Karaoke-Bars im Land und eine Begrenzung religiöser Zusammenkünfte auf maximal 20 Teilnehmer.

Südkorea hatte die Pandemie im Frühjahr und Sommer mit strikter Kontaktnachverfolgung erfolgreich eingedämmt und wurde immer wieder als Musterbeispiel genannt.

6.12.2020 • 03:07 Uhr

Großbritannien will Dienstag mit Impfungen beginnen

Großbritannien will am Dienstag mit den ersten Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. Oberste Priorität hätten dabei die über 80-Jährigen und Mitarbeiter des Gesundheitssystems sowie das Personal und die Bewohner von Pflegeheimen, teilt die Regierung in London mit. Der Impfstoff des Mainzer Unternehmens BioNTech und seines US-Partners Pfizer solle zunächst in Krankenhäusern verfügbar sein, bevor Vorräte an Arztpraxen verteilt würden.

Es wird erwartet, dass innerhalb der ersten Woche etwa 800.000 Impfdosen zur Verfügung stehen. Insgesamt hat Großbritannien bei den beiden Unternehmen 40 Millionen Dosen bestellt - genug um bei der erforderlichen Zweifachdosierung 20 Millionen Menschen in dem 67 Millionen Einwohner zählenden Land zu impfen. Großbritannien hatte am Mittwoch als weltweit erstes Land den Corona-Impfstoff von BioNTech und Pfizer zugelassen.

6.12.2020 • 03:04 Uhr

Deutschen Skigebieten droht Millionen-Schaden

In deutschen Skigebieten droht laut Verbandsangaben bei einer Fortdauer der Corona-Beschränkungen über den ganzen Winter ein Verlust von 400 Millionen Euro. Rein rechnerisch kämmen auf jeden Euro Umsatz bei den Seilbahnen vier weitere Euro in der Region, die für Essen, Übernachtungen, Skiausrüstung oder -kurse ausgegeben würden, sagte Matthias Stauch, Vorstand des Verbands Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte, der Zeitung "Welt am Sonntag". Wenn die Bergbahnen in den Weihnachtsferien geschlossen blieben, gingen in ihrem Umfeld letztlich 150 Millionen Euro an Wertschöpfung verloren. "Dürfen wir die komplette Saison nicht öffnen, sind es 400 Millionen."

6.12.2020 • 02:46 Uhr

Scholz will Kostenersatz bei Veranstaltungsabsagen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz ermuntert Unternehmen, für die zweite Jahreshälfte 2021 wieder Veranstaltungen zu planen, und verspricht einen Ersatz der Kosten, falls sie coronabedingt doch abgesagt werden müssen. "Wer jetzt solche Veranstaltungen in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 plant, die dann wider Erwarten doch abgesagt werden müssen, soll dafür Ersatz bekommen", sagte er dem "Tagesspiegel".

Scholz wolle Konzertveranstalter mit dieser Maßnahme ermutigen, jetzt wieder loszulegen. "Sonst ist die Pandemie irgendwann vorbei, aber es finden keine Konzerte statt. Und so kommt auch die ganze Maschinerie mit den vielen Soloselbstständigen und Musikern wieder in die Gänge." Zudem arbeite er an einem Förderprogramm, das Kulturveranstaltungen unterstützen solle, die wegen der Corona-Restriktionen nur von einem beschränkten Publikum besucht werden könnten und daher nicht wirtschaftlich seien.

6.12.2020 • 02:44 Uhr

Regierung rechnet mit Überbrückungshilfen bis Juni

Die Bundesregierung geht Kanzleramtschef Helge Braun zufolge derzeit davon aus, dass "wir bis Juni Überbrückungshilfen zahlen werden". Das Kurzarbeitergeld werde genauso bis zum Ende der Krise gelten wie auch die Überbrückungshilfe, sagt der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". Zu der Höhe der Staatsverschuldung erklärt er: "Da gibt es keine fixe Grenze. In der Krise werden wir keine notwendige Unterstützungsmaßnahme aus fiskalischer Strenge unterlassen."

6.12.2020 • 02:08 Uhr

40 Prozent mehr Intensiv-Patienten als im Frühjahr

Die Krankenhäuser in Deutschland kommen laut einem Medienbericht angesichts der steigenden Belastungen durch die Corona-Pandemie an ihre Grenzen. "In einzelnen Ländern wie Sachsen ist die Zahl der Intensivpatienten fünfmal so hoch wie im April. Dort geraten Kliniken an ihre Kapazitätsgrenzen oder haben diese bereits überschritten", warnte Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) im Gespräch mit der "Welt am Sonntag". 

Nach Angaben der DKG befinden sich laut dem Bericht gegenwärtig 40 Prozent mehr Corona-Intensivpatienten auf Station als noch während der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr. Hinzu kämen rund 16.000 Corona-Fälle, die auf Normalstationen versorgt würden. "Diese haben einen deutlich höheren Versorgungsaufwand als andere Patienten", sagte Gaß.

Im Frühjahr hätten kleinere, weniger gut ausgerüstete Kliniken ihre schwer kranken Corona-Patienten meist problemlos an Maximalversorger wie etwa Universitätskliniken überweisen können. Nun würden sich diese in manchen Regionen selbst der Belastungsgrenze nähern. 

"Noch können wir Patienten von den kleineren Häusern aufnehmen", sagte Gernot Marx von der Uniklinik Aachen der Zeitung. Angesichts personeller Ausfälle werde die Übernahme solcher Patienten zusehends schwieriger. "Nicht die Intensivbetten sind der limitierende Faktor, sondern das entsprechend qualifizierte Personal", warnte Marx.

6.12.2020 • 02:01 Uhr

Lufthansa baut 29.000 Stellen bis Jahresende ab

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa wird im Zuge der Corona-Krise einem Zeitungsbericht zufolge bis Jahresende 29.000 Stellen abbauen und dann nur noch 109.000 Mitarbeiter beschäftigen. Im Ausland würden mehr als 20.000 Jobs gestrichen, berichtete die "Bild am Sonntag" vorab unter Berufung auf Konzernkreise.

Von den neun Milliarden Euro staatlicher Hilfen sind dem Vorabbericht zufolge drei Milliarden aufgebraucht. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte im November erklärt, dass im gesamten Konzern 27.000 Vollzeitstellen überflüssig seien, weil die Airline durch die Krise dauerhaft schrumpfen werde.