Die französische Flagge und ein Protestplakat gegen die Ausgangssperre | REUTERS
Liveblog

Liveblog zur Corona-Pandemie Fast 30.000 neue Fälle in Frankreich

Stand: 18.10.2020 23:48 Uhr

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Frankreich steigt um 29.837. Italien meldet einen neuen Höchstwert. Die CDU diskutiert über ihren für Dezember geplanten Präsenz-Parteitag.

Die Entwicklungen vom Sonntag zum Nachlesen.

  • RKI meldet 5587 neue Fälle
  • Steinmeier zum zweiten Mal negativ getestet
  • Klöckner warnt vor Hamsterkäufen
  • Schweiz verschärft Corona-Regeln
  • Israel öffnet Kindergärten und Vorschulen wieder
  • Mehr als 24.000 Neuinfektionen in Brasilien
  • Knapp 30.000 neue Fälle in Frankreich
  • Behandlungen mit Beatmung kosten mehr als 10.000 Euro
18.10.2020 • 23:48 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Hiermit beenden wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse, starten Sie gut in die neue Woche und vor allem: Bleiben Sie gesund.

18.10.2020 • 22:59 Uhr

Italien schränkt Gastronomie weiter ein

Italien verschärft zum dritten Mal in weniger als zwei Wochen die Vorschriften zum Coronaschutz. Wegen steil steigender Ansteckungskurven schränkt die Regierung die Gastronomie weiter ein. Ministerpräsident Giuseppe Conte rief die Italiener zu "maximaler Vorsicht" auf, um sich und ihre Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen.

Nach den neuen Vorschriften dürfen in Lokalen höchstens sechs Menschen am Tisch sitzen, wie Conte sagte. Die Sperrstunde für Restaurants und Bars mit Tischservice bleibe bei Mitternacht. Lokale ohne Sitzplätze müssten jedoch nach 18 Uhr den Service einstellen.

Bürgermeister werden ermuntert, beliebte Plätze abends zu schließen, auf denen sich viele Leute treffen. Büros sollen die Arbeit zu Hause forcieren. Das Dekret selbst werde in Kürze präsentiert.

18.10.2020 • 21:13 Uhr

Diskussion über Präsenz-Parteitag der CDU

Innerhalb der CDU gibt es angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen Medienberichten zufolge Zweifel am Präsenzformat für den Bundesparteitag im Dezember. "Es ist politisch nicht zu vermitteln, dass wir uns zu einem Parteitag treffen, während der Rest des Landes zu Hause bleiben muss", zitiert das "Handelsblatt" ein Mitglied des Parteipräsidiums. Demnach gilt es derzeit als realistische Variante, den Parteitag digital abzuhalten und den neuen Parteivorsitzenden samt Vorstand per Briefwahl zu bestimmen.

Auch nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa gibt es im CDU-Vorstand Stimmen, die eine parallele Wahl an zehn oder mehr Standorten in Deutschland für möglich halten, während die Parteispitze mit den Kandidaten an einem Ort zusammenkommen könnte. Die Bewerbungsreden müssten dann per Videokonferenz live an den anderen Standorten zu sehen sein. Zugleich gibt es Bedenken, ob ein solches Verfahren rechtssicher sein kann.

Auf Nachfrage der Agentur Reuters sagte eine Parteisprecherin: "Wir planen nach wie vor mit einem Parteitag in Präsenz in Stuttgart." Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus versicherte im "Tagesspiegel", es gebe ein "sehr gutes Hygienekonzept". Momentan ist das noch tragfähig. "Und wenn wir die Pandemie im Griff behalten, wird es auch im Dezember noch tragen", fügte er hinzu.

18.10.2020 • 20:49 Uhr

USA registrieren mehr als 53.000 Neuinfektionen

In den USA gibt es binnen eines Tages 53.157 Neuinfektionen. Damit meldet die US-Seuchenschutzbehörde CDC insgesamt knapp 8,1 Millionen Infektionen. Die Zahl der Toten steigt um 593 auf 218.511.

18.10.2020 • 20:30 Uhr

Frankreich meldet knapp 30.000 Neuinfektionen

In Frankreich haben die gemeldeten Fälle von Corona-Infektionen innerhalb eines Tages erneut um etwa 30.000 zugenommen. Sie seien um 29.837 auf insgesamt 897.034 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Weitere 85 Personen seien an oder mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Toten in Frankreich beträgt 33.477.

Um den rasanten Anstieg der Fälle zu bremsen, gilt in mehreren französischen Großstädten seit diesem Wochenende eine nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr abends bis 6 Uhr morgens.

18.10.2020 • 20:03 Uhr

Lindner zu Corona-Maßnahmen: "Nicht überdramatisieren"

Eine Ausgangssperre wie in Frankreich wäre in Deutschland unverhältnismäßig, so FDP-Chef Lindner im Bericht aus Berlin. Die Politik sollte die Lage nicht überdramatisieren. Große Feiern und Massenbesäufnisse seien hingegen tabu.

18.10.2020 • 18:38 Uhr

In Bayern gelten vielerorts verschärfte Corona-Maßnahmen

Angesichts steigender Infektionszahlen gelten die verschärften Corona-Maßnahmen in Bayern ab diesem Montag bereits für einen Großteil des Freistaats. Die Corona-Ampel des bayerischen Gesundheitsministeriums zeigt für mehr als die Hälfte aller Landkreise und kreisfreien Städte die gelbe Frühwarnstufe beziehungsweise die rote Warnstufe an.

In Bayern gilt seit Samstag, dass in derart betroffenen Gebieten automatisch verschärfte Sicherheitsmaßnahmen greifen - wie ein ausgeweitetes Gebot für das Tragen von Masken oder Sperrstunden in der Gastronomie.

Diese strikteren Regeln gelten überall dort, wo die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen den Wert 35 beziehungsweise 50 übersteigt. Die Liste der betroffenen Kreise und Städte will das Gesundheitsministerium ab sofort täglich um 15.00 Uhr auf seiner Homepage veröffentlichen - die verschärften Regeln gelten dann jeweils ab dem Tag darauf.

18.10.2020 • 17:47 Uhr

Steinmeier zum zweiten Mal negativ getestet

Auch ein zweiter Corona-Test bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ ausgefallen, wie eine Sprecherin mitteilte. Steinmeier hatte sich in Quarantäne begeben, nachdem ein Personenschützer positiv auf das Virus getestet worden war. Die häusliche Isolation solle aber erst nach Absprache mit dem Gesundheitsamt aufgehoben werden, so die Sprecherin.

18.10.2020 • 17:40 Uhr

Zeitung: EU-Kommission treibt Verknüpfung von Warn-Apps voran

Die Europäische Kommission gibt für den Aufbau einer EU-weiten Corona-Warn-Plattform nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" rund 13 Millionen Euro aus dem Notfallfonds ESI frei. Die Plattform soll ermöglichen, die bisher strikt getrennten nationalen Corona-Warn-Apps grenzüberschreitend zu nutzen.

Sieben Millionen Euro fließen demnach bis Anfang 2021 für Entwicklung und Installation an die Konzerne SAP und Deutsche Telekom, rund drei Millionen Euro sind bis Ende 2021 für die Wartung vorgesehen. Zusätzliche drei Millionen Euro liegen im Topf als Entwicklungskostenzuschüsse an EU-Länder bereit, die ihre Apps an die Warnplattform anschließen wollen.

18.10.2020 • 17:32 Uhr

Fast 17.000 neue Corona-Fälle in Großbritannien

In Großbritannien haben die Gesundheitsbehörden 16.982 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Zudem seien 67 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, teilte die Regierung mit.

18.10.2020 • 17:31 Uhr

Italien meldet erneut Rekord an Neuinfektionen

In Italien ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden auf den Höchstwert von 11.705 gestiegen, wie das Gesundheitsministerium meldete. Erst gestern hatte es einen Rekord gegeben - mit 10.925 Fällen.

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 69 auf insgesamt 36.543. Italien wurde im Februar als erstes europäisches Land von der Pandemie heimgesucht und hat nach Großbritannien die meisten Todesfälle in Europa zu beklagen.

18.10.2020 • 16:34 Uhr

Pflegebevollmächtigter fordert höhere Löhne für Pflegekräfte

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, warnt vor Todesfällen als Folge von Personalmangel in Kliniken. "Wenn ein Patient beatmet wird und da ist niemand außer der Maschine, können Menschen durch Komplikationen sterben, die nicht sterben müssten", sagte Westerfellhaus der Funke Mediengruppe. "Das Risiko ist um ein Vielfaches höher." Es gebe schon lange Untersuchungen, dass die Zahl der verfügbaren Fachkräfte sich direkt auswirke auf die Komplikationsrate und die Zahl der Todesfälle.

Es sei gut, dass Bundestagsabgeordnete den Pflegekräften für ihre Arbeit in der Corona-Krise applaudiert hätten, so der Pflegebevollmächtigte. "Wenn es dabei bleiben würde, wäre das aber fatal", fügte er hinzu. Auch ein Bonus könne nur ein kleines Signal sein. Westerfellhaus forderte flächendeckende Tarifverträge und höhere Löhne. Zu hoffen sei, dass die Beteiligten der laufenden Tarifrunde die Zeichen der Zeit erkannt hätten.

18.10.2020 • 16:21 Uhr

Parlament in Rom wird zum Corona-Hotspot

Im Abgeordnetenhaus in Rom häufen sich die Corona-Fälle. Nach einer Zählung der Zeitung "Il Messaggero" wurden bis Samstag 20 Parlamentarier und Parlamentarierinnen der größeren der zwei Kammern in Rom positiv auf das Virus getestet. Hinzu kommen Medienberichten zufolge weitere Personen, die vorsorglich in Quarantäne sind.

Zeitungen schrieben unter Berufung auf Abgeordnete, dass es in der kommenden Woche keine Abstimmungen in der Kammer geben solle. Trotzdem gehe die politische Arbeit mit Debatten und Ausschusstagungen weiter, hieß es. "Die Demokratie darf in einem so komplizierten Moment nicht ausgesetzt werden", zitierte die Nachrichtenagentur Adnkronos die Politikerin Mariastella Gelmini von der Oppositionspartei Forza Italia. Italien mit seinen rund 60 Millionen Einwohnern registrierte am Samstag fast 11.000 Neuinfektionen mit Corona innerhalb von 24 Stunden.

18.10.2020 • 15:56 Uhr

Karliczek will Prämie für Azubi-Übernahme verlängern

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will die Corona-Übernahmeprämien für Azubis aus insolventen Betrieben um ein halbes Jahr bis Ende 2021 verlängern. Da das Insolvenzrecht derzeit wegen der Pandemie teilweise ausgesetzt ist, sei es auch "sinnvoll, diese Ausbildungsprämien bis zum Ende des nächsten Jahres zu verlängern", sagte Karliczek dem "Handelsblatt". "Denn erst nach dem Auslaufen der Insolvenzrecht-Sonderregelungen wird sich zeigen, wie viele Auszubildende einen neuen Ausbilder brauchen, um ihre Ausbildung sicher beenden zu können." 

Die Prämie von 3000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen soll dafür sorgen, dass mehr Auszubildende aus Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, ihre Lehre in einem anderen Betrieb fortsetzen können. 

18.10.2020 • 15:53 Uhr

Fan-Protest in Prag gegen Corona-Maßnahmen

Mehr als 2000 Fußball- und Eishockeyfans haben in Prag gegen die Corona-Einschränkungen im Sport protestiert. Dabei sei die maximal erlaubte Teilnehmerzahl bei Demonstrationen von 500 Menschen überschritten worden, teilte die Polizei mit. Die Veranstalter beendeten die Versammlung im Stadtzentrum nach rund einer Stunde.

Anschließend kam es zu Auseinandersetzungen zwischen gewaltbereiten Hooligans und den Sicherheitskräften. Rauchbomben und Feuerwerkskörper wurden gezündet. Bei Personenkontrollen wurden nach Angaben der Polizei unter anderem Schlagstöcke und Schusswaffen sichergestellt. Mehr als ein Dutzend Personen wurden festgenommen. Derweil rief Ministerpräsident Andrej Babis die Menschen erneut auf, wenn möglich zu Hause zu bleiben. Die Regierung hatte ab dem 12. Oktober für zunächst zwei Wochen alle Sportveranstaltungen untersagt. Der Fußball-Ligabetrieb wurde daraufhin unterbrochen. Ausnahmen gelten nur für internationale Wettkämpfe.

Demonstranten protestieren in Prag gegen die von der tschechischen Regierung verhängten Corona-Maßnahmen. | REUTERS

Bild: REUTERS

18.10.2020 • 15:40 Uhr

Italien ehrt gestorbene Ärzte

In Italien ist 179 Ärztinnen und Ärzten gedacht worden, die im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben sind. Für sie gab es eine Zeremonie in der Stadt Duno nördlich von Mailand. Die Namen der Mediziner wurden vorab auf Marmor verewigt.

Unter ihnen ist der von Roberto Stella, dem ersten italienischen Arzt, von dem bekannt wurde, dass er am Virus gestorben ist. Sein Tod am 11. März im Alter von 67 Jahren machte die Gefahr deutlich, die das Virus für Hausärzte darstellt. Italien hat in den vergangenen Tagen täglich mehr als 10.000 neue Coronavirus-Fälle verzeichnet.

18.10.2020 • 15:36 Uhr

Zehn polnische Bischöfe infiziert

Die Pandemie trifft auch die katholischen Bischöfe in Polen: Binnen einer Woche sind zehn Bischöfe positiv auf das Coronavirus getestet worden. Unter ihnen ist nach Angaben seiner Erzdiözese Posen (Poznan) auch der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Gadecki.

Ebenfalls infiziert haben sich zwei der drei Posener Weihbischöfe und mehrere Mitarbeiter der Kurie in der westpolnischen Stadt, hieß es. Gadecki setzt demnach seine vor mehreren Tagen begonnene häusliche Quarantäne fort. "Er ist geschwächt, fühlt sich aber gut", so das Erzbistum. Der emeritierte Weihbischof von Gnesen (Gniezno) wurde als einziger an Covid-19 erkrankter Bischof in eine Klinik eingeliefert

18.10.2020 • 15:33 Uhr

Erstes Pokalspiel von Alba Berlin abgesetzt

Das erste Gruppenspiel im deutschen Basketball-Pokal von Titelverteidiger Alba Berlin ist wegen eines positiven Corona-Tests bei einem Spieler des Hauptstadtclubs abgesetzt worden. Über das weitere Vorgehen für die eigentlich heute (18.00 Uhr) geplante Partie gegen die Basketball Löwen Braunschweig in Bonn werde zu gegebener Zeit informiert, teilte die Liga weiter mit. Mit der Entscheidung wolle man der "übergeordneten gesundheitlichen Verantwortung" gerecht werden. Damit wird der nationale Spielbetrieb bereits am zweiten Tag des Pokals von der Coronavirus-Pandemie beeinflusst.

18.10.2020 • 15:08 Uhr

Klöckner warnt vor Hamsterkäufen

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner appelliert an die Verbraucher, trotz steigender Corona-Zahlen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. "Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund", sagte Klöckner der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Die Lieferketten funktionieren - das gilt nach wie vor." Zu keiner Zeit in der Pandemie sei die Lebensmittelversorgung in Deutschland gefährdet gewesen. "Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch", betonte die Ministerin. Große Supermarktketten berichteten zuletzt wieder über eine steigende Nachfrage etwa nach Toilettenpapier - ähnlich wie im Frühjahr.

18.10.2020 • 14:48 Uhr

Schweiz verschärft Maßnahmen

Die Schweiz verschärft ihre Corona-Maßnahmen. Von Montag an seien Versammlungen von mehr als 15 Menschen auf öffentlichen Plätzen untersagt, teilt die Regierung nach einer Sondersitzung mit. In allen öffentlichen Gebäuden müssten Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden. Die Pflicht, eine solche Maske im öffentlichen Personenverkehr zu tragen, wird auf Bahnhöfe, Flughäfen sowie Bus- und Straßenbahnhaltestellen ausgeweitet. Dies gilt auch für Geschäfte, Schulen, Kirchen und Kinos. Am Freitag hatte das Land, in dem 8,6 Millionen Menschen leben, mit 3105 die bislang höchste Zahl an Neuinfektionen an einem Tag gemeldet.

18.10.2020 • 14:33 Uhr

150 Vergehen bei Sperrstunde in Hamburg

Bei Kontrollen der angeordneten Sperrstunde ab 23 Uhr hat die Hamburger Polizei fast 150 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Insgesamt blieb die Nacht jedoch vergleichsweise ruhig, wie eine Sprecherin mitteilte. Den größten Verstoß stellten Beamte im "Club 25" auf der Reeperbahn fest. Hier waren ihnen zunächst gegen 1.20 Uhr etwa 30 Menschen vor dem Eingang aufgefallen. Kurz darauf trafen sie auf eine Party mit rund 90 Menschen im Kellerbereich des Gebäudes, so die Sprecherin. Über 300 Örtlichkeiten wurden nach Angaben der Polizei in der Nacht zu Sonntag kontrolliert. Vier Betriebe mussten geschlossen werden.

18.10.2020 • 13:17 Uhr

Überbrückungshilfen auch für Heizpilze und Außenzelte

Das Bundeswirtschaftsministerium will der Gastronomie in den Wintermonaten unter die Arme greifen. Mit den Überbrückungshilfen von September bis Dezember können sich Betriebe Sonderkosten für die Außenbewirtung teilweise erstatten lassen. "Damit kann auch die Anschaffung von Zelten und Heizstrahlern künftig bezuschusst werden", teilte das Ministerium der Nachrichtenagentur Reuters mit. Bisher würden mit den Überbrückungshilfen zum Beispiel Anschaffungen wie Desinfektionsmittel oder Luftfilteranlagen gefördert. "Außengastronomie wird in den Wintermonaten zunehmend eine Rolle spielen und kann eine Möglichkeit sein, den Betrieb trotz steigender Corona-Infektionszahlen aufrechtzuerhalten."

Für die Überbrückungshilfen, die sich an kleine und mittlere Unternehmen richten, stehen 25 Milliarden Euro zur Verfügung. Davon ist aber bisher nur ein Bruchteil ausgezahlt worden. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wurden Anträge von 1,6 Milliarden Euro gestellt, 1,1 Milliarden seien bewilligt worden. 60 Prozent der Anträge kommen vom Hotel- und Gaststättengewerbe sowie von der Reisebranche und Veranstaltern.

18.10.2020 • 12:08 Uhr

Italien beschließt Corona-Notmaßahmen in Milliardenhöhe

Die Regierung in Rom hat einen Haushaltsentwurf in Höhe von 40 Milliarden Euro für Corona-Maßnahmen und die Stärkung der angeschlagenen Wirtschaft beschlossen. Die Pläne sehen rund vier Milliarden Euro für das Gesundheitssystem vor, darunter die Verlängerung von Zeitverträgen für 30.000 Ärzte und Krankenschwestern. Etwa sechs Milliarden Euro sollen in Schulen und Universitäten fließen, vier Milliarden sind für Hilfen in Krisensektoren der Wirtschaft eingeplant. Außerdem soll eine spezielle Arbeitslosenkasse weiter aufgestockt werden. Der Rest des Geldes ist für Familien, eine Steuerreform und die Unterstützung des armen Südens des Landes vorgesehen.

Es wird damit gerechnet, dass die Wirtschaft in Italien in diesem Jahr um neun Prozent einbrechen wird. Der Haushaltsentwurf soll in Kürze ins Parlament eingebracht und dann der Europäischen Kommission übermittelt werden.

18.10.2020 • 11:41 Uhr

Erfinderisch: Beatmungsgeräte "made in Cuba"

Kuba muss in der Corona-Krise erfinderisch werden. Wegen der US-Sanktionen ist die Einfuhr ausländischer Beatmungsgeräte nicht möglich. Da Improvisationstalent in dem sozialistischen Land schon immer gefragt war, konstruierten kubanische Wissenschaftler ihre eigenen Apparate. Unterstützung kam diesmal ausgerechnet aus den USA.

18.10.2020 • 11:13 Uhr

Aida nimmt Kreuzfahrtbetrieb wieder auf

Die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat nach siebenmonatiger Unterbrechung das Reisegeschäft wieder aufgenommen. Wie ein Unternehmenssprecher mitteilte, legte die "Aidablu" gestern Abend im italienischen Civitaveccia zu einer siebentägigen Kreuzfahrt entlang der Westküste ab. Landgänge seien unter anderem in Neapel, Palermo und Rom geplant.

Aufgrund der Corona-Schutzvorkehrungen dürfen nur 1000 Passagiere an Bord, das entspricht weniger als der Hälfte der Kapazität. Nach Unternehmensangaben sind noch weitere Reisen geplant. Die Nachfrage sei groß.

18.10.2020 • 10:23 Uhr

Malta verschärft Maskenpflicht

Nach einer langen Phase mit niedrigen Infektionszahlen verschärft sich die Situation auf der Mittelmeerinsel wieder. Die Regierung in Valletta verschärfte deshalb die Maskenpflicht. Ein Mund-Nasen-Schutz ist jetzt auch im Freien verpflichtend. Außerdem müssen ab morgen alle Bars ab 23 Uhr schließen.

Der Inselstaat Malta hat rund eine halbe Million Einwohner. Gestern meldeten die Behörden 204 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Am Freitag waren es noch 122 gewesen.

18.10.2020 • 09:42 Uhr

Russland meldet mehr als 15.000 Neuinfektionen

Die russischen Behörden haben 15.099 bestätigte Corona-Neuansteckungen verzeichnet. Damit haben sich in Russland bisher insgesamt fast 1,4 Millionen Menschen infiziert. 185 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden im Zusammenhang mit Virus gestorben.

18.10.2020 • 09:12 Uhr

Studie: Coronavirus überlebt länger auf der Haut als Grippevirus

Das Coronavirus kann laut einer Studie japanischer Forscher fünf Mal so lange auf Haut eines Menschen überleben wie das Grippevirus. Demnach bleibt SARs-CoV-2 bis zu neun Stunden aktiv, während Influenza-A nur knapp zwei Stunden überlebt. Das Risiko einer Infektion könne durch regelmäßiges Händewaschen reduziert werden, wie es auch von der WHO empfohlen wird. Beide Virenarten könnten zudem durch Ethanol, das in Handdesinfektionsmitteln verwendet wird, innerhalb von 15 Sekunden abgetötet werden.

18.10.2020 • 08:57 Uhr

Auch erste Lockerungen in Israel

Nach einem Monat im Lockdown sind in Israel erste Lockerungen in Kraft getreten. Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren durften wieder in Kindergärten und Vorschulen. Auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr dürfen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass sich Bürgerinnen und Bürger nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wurde aufgehoben. Außerdem dürfen Naturparks und Strände wieder besucht werden und Restaurants können Mahlzeiten zur Abholung verkaufen.

Die Klagemauer, die Grabeskirche und der Tempelberg in Jerusalem sollen unter Auflagen für Besucher zugänglich sein. Es gelten jedoch weiterhin Versammlungsbeschränkungen.

18.10.2020 • 08:20 Uhr

Melbourne lockert Lockdown

In der zweitgrößten australischen Stadt Melbourne ist der Lockdown nach einem Rückgang der Corona-Infektionen gelockert worden. Die Bewohner dürfen dürfen ihr Zuhause für Bildung und Freizeit so lange verlassen wie sie wollen. Auch der Bewegungsradius wurde von 5 auf 25 Kilometer ausgeweitet. Außerdem werden Versammlungen im Freien von bis zu zehn Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Golf und Tennis spielen sind auch wieder gestattet.

Geplant ist, die Beschränkungen am 2. November noch weiter zu lockern. Dann sollen Geschäfte, Bars und Restaurants teilweise wieder öffnen dürfen.

Eine Gruppe von Menschen beim Picknicken in einem Park im australischen Melbourne | AFP

Nachdem die Corona-Beschränkungen in Melbourne gelockert wurden, ist auch ein Picknick im Park wieder möglich. Bild: AFP

18.10.2020 • 08:03 Uhr

Städtebund ruft zur Aussetzung des Heizpilz-Verbots auf

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich dafür ausgesprochen, das Heizpilz-Verbot zeitweilig aufzuheben, um die Gastronomie in der Corona-Krise zu unterstützen. "Wir wissen alle, dass die Ansteckungsgefahr im Freien weniger groß ist als in geschlossenen Räumen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Handelsblatt. Deswegen sollten die Kommunen, die bisher aus Umweltschutzgründen ein Heizpilz-Verbot verordnet hätten, dies vorübergehend aussetzen. Nach Landsbergs Ansicht kann so die durch die steigenden Infektionszahlen schwieriger werdende Lage der Gaststätten etwas verbessert werden. Er plädierte auch dafür, den Gastronomen unentgeltlich mehr Platz im öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen, um die notwendigen Abstände zwischen den Tischen zu ermöglichen.

18.10.2020 • 07:32 Uhr

Polizei beklagt zunehmend aggressive Stimmung

Nach Angaben der Polizeigewerkschaften eskalieren Auseinandersetzungen über die Einhaltung der Corona-Regeln immer häufiger. Nach wie vor gebe es immer noch eine hohe Akzeptanz, sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörd Radek, der Nachrichtenagentur dpa, es sei aber zu spüren, dass die Stimmt beginne aggressiver zu werden. "Zum Beispiel, wenn wir als Polizei die Maßnahmen durchsetzen wollen. Da kommt es dann zu Widerstand. Das fängt an mit Beleidigungen, dann wird gepöbelt, gespuckt, angehustet." Die zunehmende Aggressivität gehe aber nicht nur von Maskenverweigerern aus, so Radek, sondern auch von denen, die auf Regelbrüche hinwiesen.

Ähnlich äußerte sich der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt. Es gebe immer häufiger Berichte aus der Belegschaft darüber, dass offen und aggressiv gegen Einsatzkräfte vorgegangen werde, wenn diese die Einhaltung der Vorschriften kontrollierten.

18.10.2020 • 05:03 Uhr

RKI meldet 5587 neue Fälle

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages mehr 5587 neue Corona-Infektionsfälle gemeldet worden.

Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 361.974, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 9777 - zehn mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 290.000.

Am Wochenende fallen die Zahlen häufig niedriger aus als während der Woche, da die Gesundheitsämter dann oft nicht alle Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht.

18.10.2020 • 03:06 Uhr

Fast 5500 neue Fälle in Mexiko

In Mexiko ist die Zahl der bestätigten Infektionen um 5447 auf 847.108 gestiegen. In dem lateinamerikanischen Land starben am Samstag nach einer Infektion 355 Menschen. Damit steigt die Zahl der Pandemie-Opfer auf 86.059.

18.10.2020 • 01:07 Uhr

Lauterbach rechnet mit lokalen Shutdowns

Bei einer weiterhin so schnellen Ausbreitung des Coronavirus rechnet SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach mit lokalen Shutdowns in Deutschland. "Es ist ganz simpel: Der R-Wert liegt bei etwa 1,3. Wenn wir den nicht runter bekommen, steigen die täglichen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit so stark an, dass die Kliniken und Gesundheitsämter überlaufen werden. Dann kommen lokale Shutdowns", sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die auch R-Wert genannte Reproduktionszahl gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter ansteckt. Laut Lagebericht des Robert Koch-Instituts von Samstagabend lag der R-Wert bei 1,40. "Das exponentielle Wachstum hat eine solche Kraft - da würde jedem einleuchten, dass nichts mehr stattfinden kann", so Lauterbach weiter. "Dann würde auch die Wirtschaft einbrechen." Im Kampf gegen das Virus zählt der Politiker auf das Verhalten der Menschen - weniger auf die Eindämmungsmaßnahmen: "Es wird darauf ankommen, wie sich die Bevölkerung verhält. Das ist wichtiger als einzelne Maßnahmen. Viele Auflagen lassen sich ohnehin schwer überprüfen."

18.10.2020 • 00:43 Uhr

New York: Hochzeit mit mehr als 10.000 Gästen

New Yorker Behörden sind gegen eine geplante Hochzeit mit möglicherweise mehr als 10.000 Teilnehmern vorgegangen. "Es war eine große Hochzeit geplant, die die Versammlungsregeln verletzt hätte", sagte Gouverneur Andrew Cuomo.

Einer Mitarbeiterin zufolge habe eine Untersuchung herausgefunden, dass die Feier am Montag im Viertel Williamsburg in Brooklyn stattfinden sollte. Die Veranstaltung sei per Verfügung ausdrücklich untersagt worden. Die städtischen Behörden seien alarmiert, so Cuomo. "Ich bin sicher, die haben Leute, die das beobachten."

18.10.2020 • 00:30 Uhr

Kretschmer will Bundeswehr mehr einbinden

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert im Kampf gegen das Coronavirus eine stärkere Unterstützung durch die Bundeswehr in den Gesundheitsämtern. "Wir sind in der exponentiellen Phase", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Wir müssen damit rechnen, dass sich die Zahl der Neuinfektionen im Drei- oder Vier-Tages-Rhythmus verdoppelt. Das bringt die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Kontakten positiv getesteter Fälle an ihre Grenzen und wir können die Infektionsketten nicht mehr unterbrechen."

Laut Kretschmer müssen die Gesundheitsämter dringend personell aufgerüstet werden. "Da muss die Bundeswehr stärker eingebunden und Mitarbeiter aus den Landesministerien abgeordnet werden. Die Polizei muss den Ordnungsämtern bei der Kontrolle der Maßnahmen helfen."

18.10.2020 • 00:25 Uhr

Behandlung mit Beatmung kostet mehr als 10.000 Euro

Wenn Covid-19-Erkrankte im Krankenhaus beatmet werden müssen, fallen einem Medienbericht zufolge nach Krankenkassen-Daten durchschnittliche Kosten von mehreren Zehntausend Euro pro Fall an. Die "Welt am Sonntag" berief sich auf Zahlen der AOK und der Barmer Ersatzkasse zu Krankenhaus-Behandlungen von Covid-19-Fällen - also Erkrankungen infolge einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus.

Eine Auswertung der Daten der AOK-Versicherten ergab demnach, dass eine stationäre Behandlung einer Covid-19 Erkrankung im Schnitt 10.700 Euro kostet. Die Barmer Ersatzkasse nannte für Covid-19-Erkrankte, die im Krankenhaus behandelt werden, aber nicht beatmet werden müssen, Kosten von durchschnittlich 6900 Euro.

18.10.2020 • 00:20 Uhr

Mehr als eine halbe Milliarde Euro Soforthilfen zurückgezahlt

Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer haben Corona-Soforthilfen in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro an den Staat zurückgezahlt. Das ergab eine Nachfrage der "Welt am Sonntag" bei den Bundesländern.

Demnach gaben Soforthilfe-Empfänger bis zum 30. September mehr als 560 Millionen Euro ungerechtfertigt gezahlter Zuschüsse zurück. Auf den ersten drei Plätzen liegen Nordrhein-Westfalen mit 170 Millionen Euro, Berlin mit 143 Millionen Euro und Bayern mit 107 Millionen Euro. Die Angaben beziehen sich sowohl auf das Soforthilfeprogramm des Bundes als auch auf die entsprechenden Programme der Länder.

13,8 Milliarden Euro wurden im Rahmen des Bundesprogramms bislang insgesamt an Antragssteller verteilt. Das Programm ist am 31. Mai ausgelaufen, daher gibt es nur noch geringe Änderungen bei den Antrags- und Bewilligungszahlen.

18.10.2020 • 00:15 Uhr

Mehr als 24.000 Neuinfektionen in Brasilien

In Brasilien haben die Behörden in den vergangenen 24 Stunden 24.062 neue Infektionen erfasst. Damit ist die Zahl der Menschen, die sich nachweislich mit dem Virus angesteckt haben, auf 5.224.362 gestiegen. Die Zahl der Corona-Toten erhöhte sich um 461 auf 153.675.