US-Präsident Donald Trump | REUTERS
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Trump nach eigenen Angaben immun ++

Stand: 11.10.2020 23:05 Uhr

US-Präsident Trump ist nach eigenen Angaben von seiner Covid-19-Erkrankung genesen. In Berlin gab es auch in dieser Nacht Verstöße gegen die Sperrstunde. Alle Entwicklungen vom Sonntag zum Nachlesen.

  • NRW beschränkt Privatfeiern auf 50 Leute
  • Trump nach eigenen Angaben nun immun
  • RKI: 3483 registrierte Neuinfektionen in Deutschland
  • Erneut Sperrstunden-Verstöße in Berlin
  • Auch Essen über kritischer Marke
  • Söder fordert Bußgeld für Maskenverweigerer in Höhe von 250 Euro
11.10.2020 • 23:05 Uhr

Ende des Liveblogs

Das war es für heute von unserem Liveblog. Danke für Ihr Interesse und eine gute Nacht.

11.10.2020 • 22:24 Uhr

Laschet für einheitliche Bußgelder

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat Unterstützung für den Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder für bundesweit ähnliche Bußgelder bei Corona-Verstößen signalisiert. "Dass wir die Bußgelder ähnlich handhaben, dass wir auch das Bestrafen vom Verletzen der Quarantäneregeln ähnlich handhaben, ich glaube, das ist ein guter Gedanke. Ich könnte mir auch vorstellen, dass wir da zu gemeinsamen Beschlüssen kommen", sagte der CDU-Politiker im ZDF-"heute journal".

Am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten erneut über Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. "Lokal weiter handeln mit den örtlichen Gesundheitsämtern, aber vergleichbare Regeln in ganz Deutschland haben - das ist das Ziel, dem wir uns auch am Mittwoch mit der Bundeskanzlerin widmen wollen", sagte Laschet.

11.10.2020 • 22:22 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern erlaubt Privatbesuche aus Risikogebieten

Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung hat nun doch die Einreise von Privatpersonen aus Risikogebieten zu Familienbesuchen ohne vorherigen negativen Coronatest und anschließende Quarantäne gestattet. Nach deutlichen Unverständnis-Erklärungen über die seit Freitag geltende neue Corona-Verordnung hat Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) mit sofortiger Wirkung die Bestimmung verändert.

Danach dürfen Personen, die in Risikogebieten leben, zu privaten Besuchen bei ihrer Kernfamilie mit Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern einreisen, sich im Land aufhalten oder wieder zurückkehren. "Ein solcher Familienbesuch ist auch zusammen mit dem Ehegatten, eingetragenen Lebenspartner oder Lebensgefährten möglich", heißt es in der am Abend veröffentlichten sogenannten Allgemeinverfügung. Es müssten aber die angemessenen Schutz- und Hygienekonzepte eingehalten werden.

Die Regelung gelte auch für Anlässe, bei denen die Anwesenheit der Personen aus rechtlichen Gründen oder zur Erfüllung einer moralischen Verpflichtung zwingend erforderlich ist. Eine Sprecherin interpretierte diesen Passus beispielsweise mit einer Trauerfeier. Einreisen dürften auch Personen, die beabsichtigen, im Nordosten eine Ehe zu schließen.

11.10.2020 • 21:26 Uhr

Söder will vorsichtigste Regeln zum Maßstab für alle Länder machen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat bundeseinheitliche Regeln im Kampf gegen Corona zu gefordert. In den tagsthemen plädierte er dafür, "die Vorsichtigsten" zum Maßstab zu machen.

"Wir sollten jetzt nicht die Regeln, die am leichtesten sind, für alle anwenden, sondern die Vorsichtigsten." Deutschland erlebe gerade "einen sprunghaften Anstieg" der Neuinfektionen, betonte der CSU-Politiker. "Deswegen brauchen wir auch für die kommenden Wochen noch deutlichere Regelungen, zum Beispiel mit mehr Masken." Diese seien der entscheidende Schlüssel, um Alltagsnormalität so lang und so gut wie möglich zu erhalten.

Söder verteidigte seine Forderung nach einem bundeseinheitlichen Bußgeld von 250 Euro bei einem Verstoß gegen die Maskenpflicht. Die Maske zu verweigern, wenn kein Abstand gehalten werden könne, sei "kein Kavaliersdelikt", sondern "eine ernsthafte Sache".

11.10.2020 • 21:11 Uhr

Twitter markiert Trump-Tweet über Gesundheit mit Warnhinweis

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat einen Eintrag von US-Präsident Donald Trump über seine Gesundheit mit einem Warnhinweis versehen. "Gestern vollständige und komplette Entwarnung von den Ärzten des Weißen Hauses", hatte Trump über seine Ansteckung mit dem Coronavirus getwittert. "Das heißt, ich kann es nicht mehr bekommen (immun) und ich kann es nicht weitergeben. Sehr schön, das zu wissen."

Im Warnhinweis von Twitter heißt es, der Tweet verletzte die Regeln über die Verbreitung von irreführender und möglicherweise gefährlicher Informationen in Bezug auf Covid-19. In der Forschung ist unklar, wie lange von einer Ansteckung genesene Menschen Antikörper gegen das Virus haben und ob sie dauerhaft immun sind.

11.10.2020 • 20:28 Uhr

Slowakei verhängt Maskenpflicht im Freien

Die Slowakei verschärft ihre Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Von Donnerstag an muss im Freien eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, wie der Krisenstab in Bratislava bekanntgab. Man ziehe die Notbremse, sagte Regierungschef Igor Matovic nach Angaben der Agentur TASR.

Restaurants dürfen ab Donnerstag nur noch Speisen zum Mitnehmen verkaufen, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Saunen werden ganz geschlossen. Lebensmittelgeschäfte und Drogerien müssen einen Teil ihrer Öffnungszeiten für Senioren reservieren. Alle Großveranstaltungen werden untersagt. Die Wettkämpfe der Profi-Sportligen dürfen nur ohne Publikum ausgetragen werden. Diskutiert wird noch über ein Versammlungsverbot für mehr als sechs Personen.

11.10.2020 • 20:04 Uhr

Frankreich meldet mehr als 16.000 Neuinfektionen

In Frankreich bleibt die Zahl der neuen Fälle auf hohem Niveau: In den vergangenen 24 Stunden wurden 16.101 Neuinfektionen festgestellt. Damit haben sich insgesamt 734.974 Menschen mit dem Erreger angesteckt. Die Zahl der Corona-Toten steigt um 46 auf 32.730.

11.10.2020 • 19:35 Uhr

Weitere Städte über kritischem 50er-Wert

In großen Städten steigen die Corona-Fallzahlen rasant an. Nachdem am Wochendende bereits Köln, Stuttgart und Essen die wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten hatten, gilt nun auch Mainz als Hotspot.

11.10.2020 • 19:26 Uhr

Zahl der neuen Fälle in Großbritannien geht leicht zurück

Großbritannien hat 12.872 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet, gut 2000 weniger als noch am Samstag. 65 Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, sterben der amtlichen Zählung zufolge.

11.10.2020 • 19:24 Uhr

Kanzleramtschef Braun für mehr Strenge bei Reisen und Feiern

Kanzleramtschef Helge Braun hat schärfere Einschränkungen verteidigt. Die Bundesregierung wolle, dass die Wirtschaft weiterlaufe und dass Schulen und Kindergärten offen blieben, damit das Land gut durch die Krise komme, sagt Braun im "Bericht aus Berlin". "Und deshalb müssen wir da, wo die Infektionsketten sich hauptsächlich ausbreiten - nämlich bei Feiern und eben leider auch beim Reisen - etwas strenger sein."

11.10.2020 • 18:10 Uhr

Frankreich: Jede dritte Krankenschwester will anderen Job

Viele Krankenschwestern und -pfleger in Frankreich sind nach eigenen Angaben erschöpft und ihres Berufs überdrüssig. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des nationalen Verbands von Pflegekräften. 37 Prozent antworteten, dass sie wegen der Corona-Pandemie ihren Job wechseln wollten. Knapp 59.400 der 350.000 Mitglieder des Verbands nahmen an der Umfrage zum Einfluss der Pandemie auf ihre Arbeitsbedingungen teil. 57 Prozent gaben an, sie seien beruflich erschöpft. Das Virus breitet sich in Frankreich rasant aus: Die Gesundheitsbehörden zählten am Samstag fast 26.900 neue Corona-Infektionen.

11.10.2020 • 17:32 Uhr

Katalonien und Navarra verschärfen Regeln

Die spanischen Regionen Katalonien und Navarra verschärfen ihre Corona-Maßnahmen. In Katalonien sollen Firmen ihre Mitarbeiter auffordern, für die kommenden 15 Tage von zuhause aus zu arbeiten. "Ohne neue Maßnahmen könnten wir in zwei oder drei Wochen in die Lage von Madrid gelangen", sagt der Gesundheitsminister der autonomen Region, Josep Maria Argimon.

Madrid gilt als einer der größten Corona-Hotspots in Europa, seit Freitag gilt dort der Notstand. In der nordspanischen Region Navarra sollen Treffen von mehr als sechs Personen verboten werden, Restaurants müssen ihre Gästekapazität halbieren und um zehn Uhr abends schließen.

11.10.2020 • 17:08 Uhr

Trump nach eigenen Angaben von Covid-19 genesen

Der mit dem Coronavirus infizierte US-Präsident Donald Trump ist nach eigener Einschätzung wieder gesund. Er habe die Krankheit nicht mehr und stelle kein Ansteckungsrisiko dar, sagte er dem konservativen Nachrichtensender Fox News: "Sieht so aus, als ob ich immun bin." Er habe die strengsten Tests bestanden und sei in großartiger Form.

11.10.2020 • 17:00 Uhr

Auch Mainz überschreitet kritische Schwelle

In Rheinland-Pfalz hat nun auch die Stadt Mainz den kritischen Wert von 50 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Der Wert lag bei 57, wie das Sozialministerium in Rheinland-Pfalz mitteilte. Weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens wurden zunächst nicht angekündigt. Es werde jedoch eine lokale Task Force geben, die zeitnah zusammentrete. Die Stadt hatte in den vergangenen Tagen bereits Maßnahmen wie ein nächtliches Alkoholverbot beschlossen.

11.10.2020 • 15:53 Uhr

Libanon: Ausgangssperren für etwa 170 Dörfer und Städte

Angesichts eines Anstiegs der Neuinfektionen hat die Regierung im Libanon Ausgangssperren über rund 170 Dörfer und Städte verhängt. Die Maßnahme gelte eine Woche lang und beginne am Montagmorgen, teilten die Behörden mit. Im ganzen Land müssen Bars und Diskotheken geschlossen bleiben. 

Im Libanon haben sich bislang rund 53.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 455 Todesfälle wurden registriert. Der libanesische Gesundheitsminister Hamad Hassan warnte, die Neuinfektionen könnten "europäisches Niveau", und nannte lokale Lockdowns eine "letzte Chance". 

Seit der Explosionskatastrophe in der Hauptstadt Beirut mit mehr als 200 Todesopfern Anfang August haben die Infektionszahlen im Libanon stark zugenommen. Die Behörden befürchten, dass der kontinuierliche Anstieg der Fälle das schwache Gesundheitssystem des Landes weiter überfordern könnte.

11.10.2020 • 15:45 Uhr

Türkei kündigt vollständige Meldung von Corona-Zahlen an

Nach heftiger Kritik an ihrer Informationspolitik hat die türkische Regierung angekündigt, ab der kommenden Woche die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Land melden zu wollen. Das sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in einem Interview mit der Zeitung "Hürriyet". Zuvor war Ankara dafür kritisiert worden, lediglich Zahlen für Patienten mit Symptomen einer Infektion zu nennen. Ab dem 15. Oktober würden auch asymptomatische Fälle aufgeführt und an die Weltgesundheitsorganisation gemeldet, hieß es nun.

Koca hatte im September enthüllt, dass in den offiziellen Zahlen nur Patienten mit Symptomen enthalten seien. Ärztevereinigungen und die Opposition hatten die Aussagekraft der Statistik seit langem angezweifelt.

11.10.2020 • 15:40 Uhr

NRW will Zahl der Teilnehmer an Feiern deckeln

Angesichts deutlich steigender Corona-Fallzahlen in Nordrhein-Westfalen will die Landesregierung die Zahl der Teilnehmer an privaten Feiern im öffentlichen Raum auf maximal 50 Personen beschränken. Dies kündigte Ministerpräsident Armin Laschet nach einer Sondersitzung seines Kabinetts an.

Zahlreiche Städte in dem bevölkerungsreichsten Bundesland hatten zuletzt die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten, darunter Köln und Essen. In den betroffenen Städten sollen nun einheitliche Regeln gelten. So werden in den Hotspots die Öffnungszeiten von Kneipen eingeschränkt und Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern im Freien und 250 Teilnehmern in geschlossenen Räumen gestrichen. Außerdem soll eine Maskenpflicht auch am Platz gelten.

11.10.2020 • 14:41 Uhr

Mediziner sieht Großbritannien in Pandemie am Wendepunkt

Großbritannien stehe im Kampf gegen die Virus-Pandemie am Wendepunkt, sagt Englands stellvertretender Chefmediziner Jonathan Van Tam. Die Verbreitung von Covid-19 verlagere sich in den am schlimmsten betroffenen Gebieten nun von den jüngeren Altersgruppen der Erwachsenen auf ältere Menschen. Und "so wie die Nacht auf den Tag folgt, wird nun auch die Zahl der Todesfälle zunehmen", warnt der Epidemiologe. "In unserem nationalen Kampf gegen Covid-19 befinden wir uns an einem ähnlichen Wendepunkt wie im März. Aber wir können verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt, wenn wir alle jetzt handeln."

Die britische Regierung hatte angekündigt, im Kampf gegen das Corona-Virus lokale Beschränkungen zu verstärken. "Zusätzlich zu den einfachen Grundregeln, die für das ganze Land gelten, entwerfen wir einen Rahmen für die Orte, die stark vom Virus betroffen sind", sagt Wohnungsbauminister Robert Jendrick dem Sender Sky News. Man strebe eine möglichst enge Arbeitsbeziehung zwischen der Zentralregierung in London und den Kommunalverwaltungen an.

11.10.2020 • 13:26 Uhr

Stuttgart mobilisiert Verwaltung und erbittet Hilfe der Bundeswehr

Stuttgart mobilisiert zur Verfolgung von Kontaktpersonen im Zuge der Corona-Pandemie die ganze Stadtverwaltung. Zudem bittet die Stadt die Bundeswehr um Unterstützung, wie Stefan Ehehalt, Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts, mitteilte. "Die Zahlen steigen auf besorgniserregende Weise an, und zwar so stark, dass das Gesundheitsamt die für die Kontrolle der Pandemie so wichtige Kontaktpersonennachverfolgung nicht mehr gewährleisten kann", so Ehehalt.

Zuvor war in der Landeshauptstadt die Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten worden, der Wert war am Samstagabend auf 50,5 gestiegen. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte nach einer Telefonkonferenz zur Lagebesprechung: "Wir müssen jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen sofort wieder runter zu bekommen. Nur so können wir Schulen, Kitas, Wirtschaft und Handel offen halten. Nur so kann es gelingen, dass wieder alle Fälle durch das Gesundheitsamt nachvollzogen werden können."

11.10.2020 • 13:13 Uhr

Ethikrat-Vorsitzende hält Corona-Impflicht in Deutschland für ausgeschlossen

Die Vorsitzende des deutschen Ethikrates, Alena Buyx, hält eine Impfpflicht gegen Covid-19 hierzulande für ausgeschlossen. "Es wird keine allgemeine Corona-Impfpflicht geben. Da bin ich mir sicher", sagte die Medizinethikerin der "Augsburger Allgemeinen". Sie könne sich - wie der Ethikrat in einer früheren Stellungnahme zur Masernimpfung bereits geäußert hatte - lediglich eng berufsbezogene Impfvorgaben vorstellen. 

11.10.2020 • 12:56 Uhr

Iranische Spitzenpolitiker mit Corona infiziert

Der iranische Atomchef und Vizepräsident Ali-Akbar Salehi hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim bestätigte die iranische Atomorganisation (AEOI), dass ein Corona-Test bei Salehi in der vergangenen Woche positiv ausgefallen war. Der Atomchef sei seitdem in häuslicher Quarantäne, aber es gehe ihm gut, hieß es in der AEOI-Erklärung.

Salehi ist bereits der zweite Stellvertreter von Präsident Hassan Ruhani, der sich mit dem Virus infiziert hat. Am Samstagabend hatte auch Mohammed Bagher Nobacht seinen positiven Corona-Test bekanntgegeben.  

11.10.2020 • 12:36 Uhr

Erneut Verstöße gegen Sperrstunde in Berlin

In der zweiten Nacht mit der neuen Sperrstunde in Berlin musste die Polizei erneut Lokale schließen und größere Gruppen auflösen. "Wir kontrollieren die Corona-Verstöße derzeit im Rahmen unseres normalen Dienstes. Schwerpunkteinsätze gibt es an diesem ersten Wochenende noch nicht", sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Genaue Zahlen zu den Verstößen und den eingesetzten Beamten lagen demnach zunächst nicht vor.

Mehrere größere Menschenansammlungen wurden aufgelöst, teilte die Polizei per Twitter mit. So seien 50 Menschen bei einem Spätverkauf am Kottbusser Tor entdeckt worden und 20 vor einer Bar in Friedrichshain. Im Freien dürfen sich nach der neuen Infektionsschutzverordnung von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr nur noch fünf Personen versammeln.

11.10.2020 • 11:06 Uhr

Rekordwert in Russland

In Russland hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen den Rekordwert von 13.634 erreicht, teilten die Behörden am Sonntag mit. Erst am Samstag waren mit 12.846 so viele Neuinfektionen wie nie seit Beginn der Pandemie gemeldet worden. Einen Hotspot bildet die nach wie vor Hauptstadt Moskau, hier wurden in den vergangenen 24 Stunden 4500 neue Corona-Fälle erfasst.

Insgesamt wurden in Russland seit Beginn der Pandemie fast 1,3 Millionen bestätigte Infektionen registriert. Mehr als 22.500 mit dem Virus infizierte Menschen starben.

Menschen mit Masken zum Schutz gegen das Coronavirus auf dem Roten Platz in Moskau, Russland. | AFP

Vor allem die Hauptstadt Moskau ist stark von der Pandemie betroffen. Bild: AFP

11.10.2020 • 10:55 Uhr

Weiter hohe Infektionszahlen in Bayerns Corona-Brennpunkten

Die Infektionswerte in den Corona-Brennpunkten in Bayern sind weiter gestiegen. Die Städte Memmingen und Rosenheim sowie die Landkreise Fürstenfeldbruck und Regen lagen laut Robert Koch-Institut (RKI) auch am Sonntag (Stand: 00.00 Uhr) über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

In Rosenheim meldete das Institut 70,8 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Im Landkreis Fürstenfeldbruck lag dieser Wert bei 64,3, in der kreisfreien Stadt Memmingen bei 56,7, im Landkreis Regen bei 60,7. München lag mit 48,6 nur noch knapp unterhalb des Grenzwerts von 50. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte deshalb die Menschen eindringlich zur Beachtung der Corona-Regeln ermahnt.

11.10.2020 • 10:18 Uhr

Söder fordert "Corona-Steuerreform" vor Bundestagswahl

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verlangt ein Entlastungsprogramm für die Wirtschaft und ein "Update" des Konjunkturprogrammes. "Wir brauchen eine Corona-Steuerreform als Frischzellenkur für die Wirtschaft", sagte der CSU-Chef dem "Handelsblatt". Dazu gehöre die Senkung der Unternehmenssteuersätze auf ein Niveau von 25 Prozent.

Zudem solle die Möglichkeit des Verlustrücktrages deutlich verlängert und erweitert werden. "Wir brauchen die Impulse einer Steuerreform unbedingt noch vor der Bundestagswahl."

11.10.2020 • 08:29 Uhr

Mehr als sieben Millionen Infektionen in Indien

In Indien ist die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf über sieben Millionen gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 74.383 Neuinfektionen registriert worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Todesfälle legte demnach um 918 auf 108.334 zu.

Passanten mit Gesichtsmasken in Neu Delhi, Indien. | AFP

Innerhalb von nur 13 Tagen stieg in Indien die Zahl der Infektionsfälle um eine Million. Bild: AFP

Indien verzeichnet nach den USA die meisten Ansteckungsfälle weltweit, bei den Todesfällen liegt das Land hinter den USA und Brasilien. Innerhalb von nur 13 Tagen stieg in Indien die Zahl der Infektionsfälle um eine Million.

11.10.2020 • 08:26 Uhr

Essen überschreitet kritische Marke

Die Stadt Essen hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die knapp 600.000 Einwohner große Ruhrgebietsstadt am Sonntag mit 57,3 an. In Essen gelten nun unter anderem strenge Grenzen für Partys.

11.10.2020 • 05:16 Uhr

RKI meldet 3483 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 3483 registrierte Neuinfektionen in Deutschland gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungsfälle innerhalb von 24 Stunden auf 322.864. Die Zahl der Menschen, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, steigt um elf auf 9615. Als inzwischen von einer Corona-Erkrankung wieder genesen gelten in Deutschland mehr als 270.000 Menschen.

Zuletzt waren mehrere Tage in Folge jeweils mehr als 4000 neue Infektionsfälle registriert worden. Allerdings fallen die Daten am Wochenende häufig niedriger aus als während der Woche, weil die Gesundheitsämter dann oft nicht alle Daten an das RKI melden.

11.10.2020 • 03:48 Uhr

Trumps Arzt: Präsident nach Corona-Erkrankung nicht mehr ansteckend

Nach seiner Covid-19-Erkrankung ist US-Präsident Donald Trump seinem Leibarzt zufolge nicht mehr ansteckend. Das habe der jüngste Corona-Test ergeben, teilte Sean Conley in einem vom Weißen Haus verbreiteten Schreiben mit. Der Präsident könne nun - etwa zehn Tage nach dem Auftreten erster Symptome - gemäß den Kriterien der Gesundheitsbehörde CDC seine freiwillige Quarantäne beenden, erklärte er. Die Tests im Verlauf seiner Erkrankung hätten zudem eine abnehmende Viruskonzentration gezeigt, hieß es weiter.

Trump habe seit "weit mehr als 24 Stunden" kein Fieber mehr und alle Symptome hätten sich "verbessert", schrieb der Arzt. Conley machte aber keine Angaben dazu, welche Symptome bei Trump noch in welchem Maß feststellbar waren. Zudem schrieb Conley an keiner Stelle explizit, dass der jüngste Corona-Test bei Trump negativ ausgefallen war. Es schien daher auch möglich, dass der jüngste Test wegen einer geringen Viruskonzentration immer noch positiv ausgefallen war.

Er werde Trump, der wieder voll zu seinen Geschäften zurückkehre, weiter beobachten, erklärte Conley.

Der 74-jährige Trump hatte sich mit dem Coronavirus infiziert und erkrankte daraufhin an Covid-19. Er wurde deswegen drei Tage im Krankenhaus behandelt und war am Montag ins Weiße Haus zurückgekehrt. Trump hatte am vergangenen Freitag erstmals einen längeren TV-Auftritt absolviert, gestern trat er im Weißen Haus erstmals wieder kurz öffentlich auf. Für Montag, Dienstag und Mittwoch plant Trump bereits wieder große Wahlkampfauftritte. Er bewirbt sich bei der bevorstehenden Wahl am 3. November um eine zweite Amtszeit.

11.10.2020 • 02:14 Uhr

Kolumbien: Zahl der Infektionen übersteigt Marke von 900.000

In Kolumbien hat die Zahl der Corona-Infektionen die Marke von 900.000 überschritten: 902.747 Fälle wurden mittlerweile bestätigt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. 27.660 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben.

11.10.2020 • 01:46 Uhr

Bundespräsident warnt vor Pandemie-Folgen im globalen Süden

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor den Auswirkungen der Corona-Pandemie in Entwicklungsländern gewarnt. "Die Menschen in vielen Ländern des globalen Südens sind doppelt verwundbar", sagte Steinmeier laut Bundespräsidialamt zum Auftakt der Woche der Welthungerhilfe bei einer Fernsehansprache. Masken und Schutzkleidung seien Mangelware, Beatmungsmaschinen fehlten, Schwerstkranke könnten nicht behandelt werden. Ohne fließendes Wasser, Seife und Desinfektionsmittel bestehe für die Menschen zudem ein erhöhtes Infektionsrisiko, mahnte Steinmeier.

Auch die wirtschaftlichen Folgen sind dem Bundespräsidenten zufolge schwerwiegend. "Felder werden nicht bestellt, die Ernte nicht eingefahren. Millionen verlieren ihre Arbeit und können ihre Familien nicht mehr ernähren", sagte Steinmeier. Viele Menschen in den Armenvierteln befürchteten, eher an Hunger zu sterben, als an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

11.10.2020 • 01:39 Uhr

Brasilien: Mehr als 26.000 Neuinfektionen an einem Tag

In Brasilien ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden um 559 auf 150.198 gestiegen. Mehr Todesfälle gibt es weltweit nur in den USA mit mehr als 213.000 Verstorbenen. Zudem wurden in Brasilien weitere 26.749 Infektionen bestätigt - insgesamt wurden demnach bereits mehr als fünf Millionen Corona-Infektionen registriert; mehr verzeichneten nur die USA und Indien.

11.10.2020 • 01:39 Uhr

Kretschmann: "Man muss gerade keine Party feiern"

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat wegen steigender Corona-Zahlen die Menschen zum Party-Verzicht aufgerufen. "Ich erwarte von den Bürgern, dass sie aus Verantwortungsbewusstsein nicht mehr alles machen, was sie noch dürfen", sagte der Grünen-Politiker der "Bild am Sonntag". "Man muss gerade keine Party bei sich zu Hause oder in der Gaststätte feiern." Er könne verstehen, dass die Jungen gern feiern würden. "Doch sie müssen jetzt solidarisch mit den Alten sein, so wie die Alten beim Kampf gegen den Klimawandel solidarisch mit den Jungen sein müssen", mahnte Kretschmann.

Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart hat am Samstag die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Auch der Landkreis Esslingen liegt über diesem Schwellenwert. Einen erneuten sogenannten Lockdown könne sich das Land Kretschmann zufolge nicht leisten. In Schulen, Kindergärten, Universitäten und in der Wirtschaft dürfe es diese drastischen Maßnahmen nicht mehr geben. "Deshalb ziehen wir die Schrauben an anderer Stelle an. Partys muss man nicht feiern, arbeiten und lernen schon. Die Menschen müssen sich im Freizeitbereich auf Einschränkungen einstellen", betonte Kretschmann.

11.10.2020 • 01:39 Uhr

Söder will bundesweit einheitliches Bußgeld für Maskenverweigerer

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht sich für bundesweit schärfere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln stark. In mehreren Interviews forderte der CSU-Chef für Verstöße gegen die Maskenpflicht bundeseinheitliche Bußgelder von 250 Euro. In Bayern gilt dieser Regelsatz bereits. "Es ist wird langsam gefährlich", sagte Söder der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Maske sei das wirksamste Mittel.

Der "Bild am Sonntag" sagte Söder: "Wir haben fünf vor zwölf. Man darf sich die Lage nicht länger schönreden." Nötig seien rasche Maßnahmen für alle: "Frühere Sperrstunden und keine größeren Partys und Feiern für eine gewisse Zeit."