Eine Passantin in Manchester mit Maske | REUTERS
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Liveblog zum Nachlesen ++ Neue Corona-Maßnahmen in Manchester ++

Stand: 02.08.2020 23:13 Uhr

Der Stadtrat von Manchester hat für die englische Stadt und ihre Region weitere Corona-Maßnahmen beschlossen. Trump-Beraterin Deborah Birx hält die Amerikaner dazu an, grundsätzlich Masken zu tragen. Der Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen.

  • Paul-Ehrlich-Institut hofft auf schnellen Impfstoff
  • Neuer Lockdown in Manila
  • Trump-Beraterin: "Virus außerordentlich weit verbreitet"
  • Großer Andrang an Teststationen
  • Tunesien: Wieder steigende Fallzahlen
  • Kipping kritisiert Corona-Demonstranten
2.8.2020 • 23:13 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen an dieser Stelle für heute den Liveblog und bedanken uns für Ihr Interesse.

2.8.2020 • 22:55 Uhr

US-Notenbanker hält harten Lockdown für nützlich

Ein "wirklich harter Lockdown" von vier bis sechs Wochen könnte der US-Wirtschaft nach Einschätzung des US-Notenbankers Neel Kashkari letztlich nützen. Der Wirtschaft könne eine starke Erholung gelingen, aber nur, wenn das Virus unter Kontrolle gebracht werde, sagt der Präsident der Fed von Minneapolis dem Sender CBS

2.8.2020 • 22:45 Uhr

Regierungschef des Kosovo mit Coronavirus infiziert

Der Ministerpräsident des Kosovo, Avdullah Hoti, hat sich nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus angesteckt. Er habe keine Symptome außer einem sehr schwachen Husten, teilt Hoti auf seiner Facebook-Seite mit. Er werde sich nun für zwei Wochen zu Hause unter Quarantäne stellen. Hoti und seiner Regierung wird vorgeworfen, nicht genug im Kampf gegen das Virus zu unternehmen. Im Kosovo sind rund 9000 Menschen nachweislich infiziert, rund 250 Menschen starben. In den vergangenen zwei Tagen sind die Infektionszahlen steil angestiegen.

2.8.2020 • 22:30 Uhr

Neue Corona-Maßnahmen in Manchester

Der Stadtrat von Manchester hat für die englische Stadt und ihre Region weitere Corona-Maßnahmen beschlossen. Örtliche Behörden kündigten an, Ressourcen und Zuständigkeiten sollten besser gebündelt werden, um die Pandemie besser bekämpfen zu können. In der Stadt gelten seit Donnerstag wieder strenge Auflagen. So dürfen sich Personen aus unterschiedlichen Haushalten nicht mehr treffen. In Großbritannien sind bisher 46.000 Menschen an dem Virus gestorben.

2.8.2020 • 21:56 Uhr

Mindestens 40 Infizierte auf norwegischem Kreuzfahrtschiff

Mindestens 40 Passagiere und Besatzungsmitglieder des norwegischen Kreuzfahrtschiffes "MS Roald Amundsen" sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Virus sei bei 36 der 158 Crew-Mitglieder nachgewiesen worden, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Vier von ihnen seien bereits am Freitag ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem das Schiff im Hafen Tromsö festgemacht hatte. Die Crew wurde unter Quarantäne gestellt. Die 178 Passagiere durften von Bord gehen, da zu dem Zeitpunkt keine Ansteckung bekannt war. Die Behörden versuchen, die Reisenden zu finden, die bei den beiden jüngsten Arktis-Reisen an Bord waren.

2.8.2020 • 20:57 Uhr

Paul-Ehrlich-Institut hofft auf schnellen Impfstoff

Das für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut macht Hoffnung auf eine vergleichsweise schnelle Verfügbarkeit einer Corona-Impfung. "Die Zuversicht ist groß, denn wir haben gerade in den letzten Wochen erlebt, dass wir aus den ersten klinischen Prüfungen Ergebnisse erhalten haben, die zeigen, dass einige Impfstoffe tatsächlich eine spezifische Immunreaktion beim Menschen gegen Coronavirus 2 induzieren können", sagte Präsident Klaus Cichutek am Sonntagabend im ZDF.

Weltweit gebe es 140 bis 150 Impfstoffprojekte in diesem Bereich. "Wir haben bereits 26 klinische Prüfungen laufen, und auch sechs dieser klinischen Prüfungen befinden sich bereits in einem Stadium, wo noch mal statistisch signifikant Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten am Menschen erhoben werden", erklärte Cichutek. In sogenannten Phase-III-Studien wird überprüft, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt.

Klaus Cichutek , Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts lobt die gute Zusammenarbeit auch mit den US-Behörden. "Wir müssen es schaffen, mehrere Impfstoffe in die Zulassung zu bekommen." | dpa

Bild: dpa

2.8.2020 • 20:32 Uhr

Neuer Lockdown in Manila

Nach einer Vielzahl neuer Corona-Fälle in Manila steht der philippinischen Hauptstadt ein erneuter Lockdown bevor. Am Dienstag würden neue Schutzmaßnahmen für zwei Wochen eingeführt, kündigte Präsident Rodrigo Duterte an. Auf den Philippinen breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Mit 5032 Neuinfektionen meldet das Gesundheitsministerium erneut einen Tageshöchstwert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen stieg damit auf 103.185. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 20 auf 2059.

2.8.2020 • 19:42 Uhr

Maskenverweigerer randalieren auf Flug von Amsterdam nach Ibiza

Zwei Maskenverweigerer haben auf einem Flug von Amsterdam nach Ibiza randaliert und sind nach der Landung von spanischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Die beiden Männer hätten sich auf dem Flug am Freitag geweigert, Masken zu tragen, und andere Passagiere verbal und körperlich angegriffen, sagte ein Sprecher der Fluglinie der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Beide Männer seien betrunken gewesen und auf Anweisung des Piloten in Schach gehalten worden. Passagiere hätten mitgeholfen.

2.8.2020 • 18:54 Uhr

Missbrauchsbeauftragter ruft zu genauem Hinsehen nach Schulferien auf

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat Lehrkräfte aufgerufen, nach den Sommerferien auf mögliche Verhaltensänderungen ihrer Schüler zu achten. Er wisse, dass alle stark gefordert seien - aber gerade jetzt werde Hilfe gebraucht, um Kinder zu schützen. Wegen des Corona-Lockdowns und der Sommerferien seien viele Kinder isoliert gewesen, daher sollten die Schulen sie jetzt besonders im Blick haben. Im Schnitt seien etwa ein bis zwei Kinder pro Schulklasse von sexueller Gewalt betroffen.

2.8.2020 • 18:06 Uhr

Trump-Beraterin: "Virus außerordentlich weit verbreitet"

Die Beraterin von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Krise, Deborah Birx, sieht die USA in einer neuen Phase der Pandemie. "Was wir heute sehen, unterscheidet sich von März und April", sagte sie bei CNN. Das Virus sei "außerordentlich weit verbreitet". Ländliche Gebiete seien ebenso betroffen wie Städte. "An alle, die auf dem Land leben: Sie sind nicht immun oder geschützt vor diesem Virus", warnte Birx. Jeder Amerikaner müsse eine Maske tragen - egal, wo er lebe.

Seit annähernd vier Wochen verzeichnen die USA pro Tag über 55.000 Neuinfektionen pro Tag. An mehreren Tagen lag die Zahl bei mehr als 70 000. Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt mehr als 4,6 Millionen Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Mehr 154.000 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19.

Trump führt die hohe Zahl der nachgewiesenen Infektionen auf die Vielzahl der Corona-Tests zurück, die die USA mittlerweile durchführen.

2.8.2020 • 17:26 Uhr

Großer Andrang an Teststationen

Im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus über die Sommerreisezeit laufen auf breiter Front freiwillige Tests bei Urlaubsrückkehrern an. Von Teststationen wird wachsender Andrang gemeldet. An bayerischen Stationen etwa haben sich bisher rund 18.000 Urlauber auf das Coronavirus testen lassen. Am Flughafen Hannover nahm die Nachfrage nach freiwilligen Tests für Reisende, die nicht in einem Risikogebiet waren, nach Angaben der Betreiber zu. Am Frankfurter Flughafen wurden an dem schon länger geöffneten Testzentrum bisher mehr als 40.000 Menschen getestet, wie es von Deutschlands größtem Airport hieß.

2.8.2020 • 17:00 Uhr

Tunesien: Wieder mehr Corona-Neuinfektionen

In Tunesien ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen nach einer teilweisen Öffnung der Grenzen im vergangenen Monat wieder stark gestiegen. Zudem meldeten die Gesundheitsbehörden den ersten Corona-Todesfall seit Wochen.

Insgesamt haben sich seit Anfang März mehr als 1500 Menschen in Tunesien mit dem neuartigen Virus infiziert. Durch strenge Maßnahmen war es dem Land zu Beginn der Pandemie zunächst gelungen, den Ausbruch des Coronavirus relativ gut einzudämmen. Am 27. Juni öffnete Tunesien deshalb seine Grenzen für einige Länder und lockerte viele Schutzmaßnahmen. Daraufhin wurden im Juli wieder mehr Neuinfektionen verzeichnet. Zuletzt wurden mehrere Dutzend Fälle pro Woche gemeldet.

(Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version hatte es geheißen, die Zahl der Corona-Fälle in Tunesien habe sich binnen eines Monats verzehnfacht. Tatsächlich gab es bereits Anfang Juli mehr als 1100 bekannte Fälle in dem Land. Stark gestiegen ist laut der Nachrichtenagentur AFP im Juli aber die Zahl der Neuinfektionen.)

2.8.2020 • 16:44 Uhr

Bericht: Wenige Rechnungen für AA-Flugreisen verschickt

Nur wenige deutsche Reisende, die wegen des Corona-Ausbruchs per Flieger aus dem Ausland zurückgeholt werden mussten, haben bisher eine Rechnung erhalten. Das geht aus der Antwort des Auswärtigen Amts auf eine Anfrage der "Welt am Sonntag" hervor. "Bis zum Ende dieser Arbeitswoche werden ca. 3000 Rechnungen versandt worden sein", berichtet die Zeitung. Bis Ende April waren wegen der Pandemie etwa 240.000 Reisende mit Chartermaschinen nach Deutschland zurückgebracht worden waren. Das Auswärtige Amt begründete die Verzögerungen dem Bericht zufolge damit, dass die Abrechnung der Rückholaktion die Strukturen der Behörde vor große Herausforderungen stelle.

Den Angaben zufolge belaufen sich die Forderungen an die heimgeholten Touristen auf 200 Euro etwa für die Heimholung von den Kanarischen Inseln, auf 500 Euro für die Karibik und das südliche Afrika sowie 1000 Euro für Australien und Neuseeland.

2.8.2020 • 15:39 Uhr

Kipping kritisiert Corona-Demonstranten

Linken-Chefin Katja Kipping hat die Forderungen von Demonstranten, die Corona-Auflagen aufzuheben, als "Aufruf zur Rücksichtslosigkeit" bezeichnet. Sie kritisiere das auf das Schärfste, sagte Kipping im ZDF-Sommerinterview. Es sei mittlerweile bekannt, dass insbesondere kränkere, ältere und einkommensschwächere Menschen stärker unter dem Coronavirus litten, sagte Kipping. Gleichwohl sei es Ausdruck der Stärke der Demokratie, dass solche Demonstrationen möglich seien.

Kipping bemängelte auch die Corona-Politik der Bundesregierung. Dort gebe es "zwei große Leerstellen". So würden die Ärmsten bei den Rettungsschirmen außen vor gelassen. Die Regierung habe es nicht geschafft, Massenunterkünfte wie bei Fleischbetrieben durch dezentrale Unterbringungen zu ersetzen. Zudem brauche es "massenhaft Tests, aber kostenlos", so Kipping weiter.

2.8.2020 • 15:28 Uhr

Spaniens Tourismusbranche fürchtet um 750.000 Jobs

Der spanischen Tourismusindustrie droht der Verlust von bis zu 750.000 Arbeitsplätzen und ein Rückgang der in normalen Zeiten zu erwartenden Einnahmen um mehr 50 Prozent oder 83 Milliarden Euro. Das berichtete die Zeitung "El País" unter Berufung auf Schätzungen des Reiseunternehmerverbandes Exceltur. Bis vor kurzem rechnete der Verband noch mit Einbußen von 40 Milliarden Euro im Tourismus.

"Dies ist der katastrophalste Sommer der vergangenen 50 Jahre", zitierte die Zeitung Exceltur-Vizepräsident José Luis Zoreda. Am schlimmsten sei die Entscheidung Großbritanniens, für Rückkehrer aus Spanien eine 14-tägige Quarantäne anzuordnen. Gut ein Fünftel der fast 84 Millionen ausländischen Urlaubsgäste in Spanien kam 2019 aus Großbritannien. Danach folgten Deutsche und Franzosen mit einem Anteil von jeweils gut 13 Prozent. Der Tourismus in Spanien trug 2019 mehr als zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei.

2.8.2020 • 13:51 Uhr

Indischer Innenminister im Krankenhaus

Der indische Innenminister Amit Shah ist positiv auf das Coronavirus getestet und ins Krankenhaus eingeliefert worden. "Ich bitte Sie alle, die in den letzten Tagen mit mir in Kontakt gekommen sind, sich zu isolieren und sich testen zu lassen", schreibt Shah in einem Tweet. Er ist ein enger Mitarbeiter von Regierungschef Narendra Modi und einer der mächtigsten Politiker des Landes. Seinem Ministerium kommt im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine Schlüsselfunktion zu.

2.8.2020 • 13:24 Uhr

Fast 10.000 Corona-Tests für Reiserückkehrer in Bayern

In Bayern haben sich fast 10.000 Reisende an Teststationen an der Grenze zu Österreich und den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg auf das Coronavirus testen lassen. Den größten Andrang gab es mit mehr als 5000 Tests am Samstag, wie ein Sprecher des bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in München mitteilte. Seit Donnerstag gibt es die drei Teststationen an den Autobahnen 3, 8 und 93 sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg. Das BRK betreibt diese zusammen mit Freiwilligen anderer Hilfsorganisationen. Bis zu 13.000 Abstriche können die Mitarbeiter dort täglich machen. Auch an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen können sich Reiserückkehrer kostenlos auf eine Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 untersuchen lassen.

2.8.2020 • 13:13 Uhr

Göring-Eckardt wirft Regierung "Fahrlässigkeit" vor

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hat der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie vorgeworfen. In einem Schreiben an Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) beklagte sie: "Auch ein halbes Jahr nach Beginn der Corona-Krise in Deutschland mit schmerzhaften Erfahrungen von Kita- und Schulschließungen und unkontrollierten Ausbrüchen in Corona-Hotspots fehlen klare, bundesweit einheitliche Regeln und ein verständliches Konzept." Die Grünen-Politikerin fügte hinzu: "Das ist an Fahrlässigkeit kaum zu überbieten." Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" über das Schreiben berichtet. Die Bundesregierung habe wichtige Zeit verloren und es nicht geschafft, die Bundesländer zusammenzuhalten und für einheitliche Regeln zu sorgen, so Göring-Eckardt.

2.8.2020 • 13:09 Uhr

Stiftung Patientenschutz warnt vor rechtsfreien Räumen

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat mit Blick auf die Corona-Pandemie vor rechtsfreien Räumen gewarnt. "Offenbar schauen Ordnungsämter und Polizei immer mehr weg, damit es nicht eskaliert. Auch trauen sich weniger Menschen, ihr Gegenüber auf einen fehlenden Infektionsschutz hinzuweisen", sagte der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, der Nachrichtenagentur epd. "So entstehen rechtsfreie Räume und die Infektionsrate steigt." Nicht nur für die Hochrisikogruppe sei eine solche Entwicklung alarmierend. Es zeige sich auch, "dass wir hierzulande für die zweite Welle nicht gut gerüstet sind."

Am Samstag waren Tausende Corona-Leugner, Verschwörungsideologen, Esoteriker und Rechtsextremisten aus dem ganzen Bundesgebiet durch Berlin gezogen. An dem Aufzug beteiligten sich nach Angaben der Polizei in Spitzenzeiten bis zu 20.000 Teilnehmer. Fast alle der Demonstranten trugen keinen Mund-Nasen-Schutz und hielten die Abstandsregeln nicht ein.

2.8.2020 • 12:38 Uhr

Studie: Vor allem Jüngere wirtschaftlich von Corona-Krise betroffen

Vor allem Jüngere haben laut einer Umfrage die Corona-Krise wirtschaftlich gespürt. Das zeigt eine Studie im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Je älter die Menschen in Deutschland waren, desto seltener hatten sie Einbußen, heißt es in dem Papier, für das 1000 Menschen vom Marktforscher Nielsen repräsentativ befragt wurden.

Demnach berichtete fast ein Drittel (31 Prozent) aller Befragten von finanziellen Einbußen bei sich oder in der Partnerschaft, etwa wegen Kurzarbeit oder Auftragsmangels bei Selbstständigkeit. 68 Prozent gaben an, keine negativen Folgen in der Haushaltskasse zu haben. Jüngere Menschen waren dabei weit überdurchschnittlich von der Krise betroffen: Bei den 18- bis 29-Jährigen berichtete jeder Zweite von wirtschaftlichen Einbußen und bei den 30- bis 39-Jährigen noch 38 Prozent. An den Älteren ging die Pandemie demnach finanziell sehr oft folgenlos vorbei: Nur 15 Prozent der über 60-Jährigen spürten Einbußen, 85 Prozent gaben das nicht an. Auch bei Familien machten sich die Corona-Krise bemerkbar, wie die Studie weiter zeigt. Während Singles und Paare wenig betroffen waren, berichteten Haushalte mit drei bis vier und mehr als fünf Personen häufiger über Folgen für das Portemonnaie (42 bzw. 54 Prozent).

2.8.2020 • 11:48 Uhr

Zahl der Fälle auf den Philippinen bei mehr als 100.000

Die Zahl der Coronavirus-Fälle auf den Philippinen ist auf mehr als 100.000 gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete die bislang höchste Zahl von neuen Fällen innerhalb von 24 Stunden - 5032 -, wodurch die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf den Philippinen auf 103.185 stieg. Das Land hat die zweitmeisten Fälle in Südostasien hinter Indonesien. Es gab mehr als 2000 Todesfälle mit dem Coronavirus.

Menschen mit Mundschutz und Atemschutzmasken gehen an einem leeren Sarg vorbei, der vor einem öffentlichen Markt aufgestellt wurde, um die Anwohner daran zu erinnern, zu Hause zu bleiben. | dpa

In Manila wurde vor einem öffentlichen Markt ein leerer Sarg aufgestellt, um die Anwohner an die Einhaltung der Corona-Regeln zu erinnern. Bild: dpa

2.8.2020 • 10:55 Uhr

5427 Neuinfektionen in Russland

In Russland ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Ansteckungen auf über 850.000 gestiegen. Die Behörden melden 5427 Neuinfektionen. Die Neuinfektionen bewegen sich damit seit dem 20. Juli in etwa auf diesem Niveau unterhalb der Marke von 6000. Landesweit wurden nun insgesamt 850.870 Fälle bestätigt. Das sind nach den USA, Brasilien und Indien die meisten Infektionsfälle weltweit. Die Zahl der Todesfälle stieg um 70 auf 14.128.

2.8.2020 • 10:50 Uhr

Belgien verhängt Reiseverbote für mehrere EU-Regionen

Wegen des starken Anstiegs von Infektionsfällen hat die belgische Regierung touristische Reisen in mehrere EU-Regionen verboten. "Nicht unbedingt notwendige Reisen" in die spanischen Regionen Navarra, Aragon, Barcelona und Lleida in Katalonien seien nicht mehr erlaubt, teilte das Außenministerium in Brüssel mit.

Auch Gebiete in Bulgarien, Rumänien, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz stehen auf einer "roten Liste". Wer von dort nach Belgien zurückkehrt, muss in Quarantäne. Von den Reisebeschränkungen betroffen sind in der Schweiz die Kantone Waadt, Wallis und Genf, in Frankreich das Département Mayenne und in Großbritannien die Stadt Leicester. Zudem müssen seit Samstag aus dem Ausland nach Belgien zurückkehrende Reisende, die länger als 48 Stunden in Belgien bleiben, Formulare zur Identifizierung ausfüllen. Sie müssen unter anderem angeben, wo sie sich in den vergangenen 14 Tagen aufgehalten haben.

2.8.2020 • 09:51 Uhr

Covid-19 schließt Körperspende aus

Wer an einer Coronavirus-Infektion stirbt, kann seinen Leichnam nicht mehr als Körperspender zur Verfügung stellen. Bei meldepflichtigen Infektionskrankheiten lehne das Institut für Klinische Anatomie der Universität Tübingen Körperspenden ab, teilte Direktor Bernhard Hirt mit. Auch bei extremer Dickleibigkeit oder einer Tumorerkrankung mit vielen Metastasen kommt eine Spende nicht infrage.

4000 Menschen sind derzeit an der Tübinger Anatomie als Körperspender eingetragen. Das bedeutet, sie stellen ihren Körper nach ihrem Tod der Ausbildung von Medizinstudenten und Chirurgen zur Verfügung. Laut Hirt werden rund 80 Leichname pro Jahr für die sogenannten Präparationskurse benötigt.

2.8.2020 • 08:56 Uhr

Nominierung von Trump soll unter Ausschluss der Medien stattfinden

Die Abstimmung zur Nominierung von US-Präsident Donald Trump als Präsidentschaftskandidat der Republikanischen Partei soll unter Ausschluss der Medien stattfinden. Das teilte eine Sprecherin des Nominierungsparteitags der Republikaner unter Berufung auf Beschränkungen wegen des Coronavirus mit.

Wenn es bei der Entscheidung bleibt, wäre es der erste Nominierungsparteitag in der modernen Geschichte der USA, bei dem keine Reporterinnen und Reporter zugelassen sind. Über den Beschluss berichtete zuerst die Zeitung "Arkansas Democrat-Gazette".

336 Delegierte sollen sich am 24. August in North Carolina versammeln, um Trump offiziell zum Kandidaten zu wählen. Sie geben stellvertretend Stimmen für die mehr als 2500 offiziellen Delegierten ab. Trump hatte im Juli den öffentlichen Teil des Nominierungsparteitags im US-Staat Florida wegen der hohen Coronazahlen abgesagt.

2.8.2020 • 07:41 Uhr

Ausgangssperre im australischen Bundesstaat Victoria

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen haben die Behörden im australischen Bundesstaat Victoria den Katastrophenzustand ausgerufen und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Zudem dürfe nur noch eine Person aus jedem Haushalt einmal am Tag einkaufen gehen, sagt Victorias Regierungschef Daniel Andrews. In Melbourne, der Hauptstadt des Bundesstaates, dürfen sich die Menschen nicht mehr als fünf Kilometer von zu Hause entfernen. Es sind die bislang strengsten Kontakt- und Bewegungsbeschränkungen in dem Bundesstaat zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus. Sie sollen für sechs Wochen bis Mitte September gelten.

Die Neuinfektionen nahmen zuletzt zu. Die Behörden meldeten am Sonntag 671 neue Fälle, nachdem es am Samstag mit 397 nachgewiesenen Ansteckungen mehr als ein Drittel weniger gewesen waren als am Freitag. Am Donnerstag gab es einen Höchstwert von 723 Neuinfektionen.

Polizisten mit Mundschutz in Melbourne | dpa

In Melbourne dürfen sich die Menschen nicht mehr als fünf Kilometer von zu Hause entfernen. Bild: dpa

2.8.2020 • 07:29 Uhr

RKI meldet 240 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 240 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 209.893 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete (Datenstand 2.8., 0.00 Uhr).

Tags zuvor hatte die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen bei 955 gelegen. Die Zahlen der Neuinfektionen sind am Wochenende tendenziell niedriger als an Werktagen, weil nicht alle Gesundheitsämter ihre Werte übermitteln. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9141. Bis Samstagmorgen hatten 192.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

2.8.2020 • 05:56 Uhr

Polizeigewerkschaft verteidigt Zugriff auf Corona-Gästelisten

Polizeigewerkschaften haben die Kritik an der Praxis zurückgewiesen, Daten von sogenannten Corona-Gästelisten für Ermittlungszwecke zu nutzen. "Es gehört zu den Kernaufgaben der Polizei, Gefahren abzuwehren und Straftaten zu verfolgen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek. "Dazu kann auch - je nach landesrechtlicher Konkretisierung der Regelungen - die Möglichkeit gehören, Dokumente einzusehen, wie etwa solche Corona-Gästelisten." Grundlage dafür sei die bundesweit geltende Strafprozessordnung. Ob solche Listen zu Ermittlungen herangezogen werden, entscheide die Polizei nicht allein, sondern auf Anordnung der Staatsanwaltschaft oder eines Richters. "Es ist im Einzelfall abzuwägen und zu begründen", sagte Radek.

2.8.2020 • 04:20 Uhr

Karliczek für Maskenpflicht in Schulen

Kurz vor dem Ende der Sommerferien in sechs Bundesländern hat sich Bildungsministerin Anja Karliczek für eine Maskenpflicht in den Schulgebäuden ausgesprochen. Es sei zwar "nachvollziehbar, wenn Länder auf Abstandsregeln in den Schulen verzichten wollen, weil die räumlichen Bedingungen ansonsten nur eingeschränkt Präsenzunterricht zulassen würden", sagte Karliczek der "Welt am Sonntag". Dennoch werde der Präsenzunterricht nur dann funktionieren können, wenn weitere Regelungen zur Hygiene, zum Tragen von Schutzmasken sowie zum Abstandhalten auf dem Schulhof und auf den Fluren strikt eingehalten würden. Berlin, Bayern und Baden-Württemberg haben eine solche Maskenpflicht bereits eingeführt. 

2.8.2020 • 04:19 Uhr

Bareiß: "Es spricht nichts dagegen, in die Sonne zu fahren"

Tourismus-Staatssekretär Thomas Bareiß sieht keinen Grund, auf Urlaub außerhalb von Deutschland zu verzichten. Schließlich hätten die Menschen nach den schwierigen Monaten ihren Urlaub verdient. "Unsere Freiheit und das Reisen sind wichtig und es spricht nichts dagegen, in die Sonne zu fahren, so lange man weiter verantwortungsvoll bleibt", sagte der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ich traue das den Deutschen zu."

2.8.2020 • 04:17 Uhr

18 Polizisten bei Kundgebung in Berlin verletzt

Bei Einsätzen anlässlich der Kundgebung von Gegnern staatlicher Corona-Auflagen in Berlin sind am Samstag 18 Polizeibeamte verletzt worden. Drei Polizisten mussten im Krankenhaus behandelt werden, wie die Polizei über Twitter mitteilte. Trotz steigender Infektionszahlen hatten Tausende Menschen gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. Nach Schätzungen der Polizei schlossen sich bis zu 17.000 Menschen einem Demonstrationszug an, rund 20.000 beteiligten sich anschließend an der Kundgebung. Weil dort viele Demonstranten weder die Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, löste die Polizei die Versammlung auf.

Anmerkung: Zunächst hieß es, die 18 Beamten seien bei der Auflösung der Kundgebung verletzt worden. Tatsächlich bezieht sich die Zahl aber auf Einsätze beim gesamten Demonstrationsgeschehen.

2.8.2020 • 04:11 Uhr

Mexiko: Fast 10.000 Infektionen an einem Tag

In Mexiko haben die Behörden mit 9556 Infektionen einen neuen Tages-Rekord gemeldet. Damit steigt die Zahl der Menschen, die sich an dem Virus angesteckt haben, auf 434.193. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben 784 Patienten, damit wächst die Zahl der Corona-Toten auf 47.472.