Mitarbeiter des Gesundheitswesens desinfizieren einen Viehmarkt in Rabat. | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Marokko riegelt Städte ab ++

Stand: 26.07.2020 23:06 Uhr

Weil die Fallzahlen in Marokko sprunghaft steigen, riegelt die Regierung mehrere Städte ab. FDP-Chef Lindner will eine Testpflicht für Reiserückkehrer. In St. Wolfgang gibt es 44 bestätigte Fälle. Der Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen.

  • Lindner fordert Testpflicht für Reiserückkehrer
  • RKI meldet 305 Neuinfektionen in Deutschland
  • Karliczek erwartet keine Engpässe bei Impfstoff
  • Mehr als 12.000 neue Coronavirus-Fälle in Südafrika
  • Australien - zehn Tote an einem Tag
  • Inzwischen 44 Infektionen im österreichischen St. Wolfgang
  • Britische Regierung verteidigt Quarantäneanweisung für Spanien-Rückkehrer
26.7.2020 • 23:06 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen an dieser Stelle für heute den Liveblog und bedanken uns für Ihr Interesse.

26.7.2020 • 22:56 Uhr

Marokko riegelt mehrere Städte ab

Nach einem sprunghaften Anstieg der Fälle am Sonntag riegelt Marokko ab Mitternacht mehrere Städte ab, darunter Casablanca. Das teilten Innen- und Gesundheitsministerium mit. Am Sonntag wurden 633 neue Infektionen verzeichnet, einer der größten Anstiege bislang. Insgesamt sind 20.278 Fälle und 313 Tote registriert.

26.7.2020 • 20:35 Uhr

Mehr als 60.000 neue Corona-Fälle in den USA

In den USA steigt die Zahl der Infizierten um 64.582 auf 4.163.892. Die Zahl der Corona-Toten wächst nach Angaben der Seuchenbehörde CDC um 929 auf 145.942.

26.7.2020 • 17:49 Uhr

Lindner will eigenfinanzierte Testpflicht bei Reiserückkehr

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat für Rückkehrer aus Risiko-Urlaubsgebieten eine Corona-Testpflicht verlangt - die Kosten dafür sollten die Reisenden selbst tragen. "Verbindliche Tests für Menschen an Flughäfen dürfen kein Tabu sein", sagte Lindner im ZDF. Und: "Wer sich in ein Risikogebiet freiwillig begibt als Tourist, der wird damit in Kauf nehmen müssen, dass er für diesen Test auch bezahlt." Dies sei für ihn "eine Frage der Eigenverantwortung".

Der FDP-Chef forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf, im Eiltempo eine Strategie für den Umgang mit Urlaubsrückkehrern zu entwickeln. Nötig sei eine nationale Teststrategie. "Die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen einer zweiten Infektionswelle wären nicht verantwortbar", so Lindner.

26.7.2020 • 16:28 Uhr

Israel billigt Einmalzahlung für Bürger

Die israelische Regierung hat eine Einmalzahlung für viele Bürger gebilligt, um deren Finanznöte während der Corona-Krise zu lindern. Das Hilfspaket habe einen Umfang von umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro, teilte das Büro des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit. Fast jeder Israeli soll demnach eine Zahlung von rund 190 Euro erhalten. Eltern sollen zudem knapp 40 Euro für jedes Kind bekommen, für bis zu drei Kinder. Sozialhilfempfänger sollen eine größere Summe erhalten.

Kritiker hatten den Schritt als populistisches Vorgehen Netanjahus eingestuft, um Proteste gegen seine Corona-Politik zu verringern. Angesichts der wachsenden Finanzkrise Israels handelt es sich aus ihrer Sicht um gefährliche Verschwendung. Netanyahu hatte dagegen am 15. Juli erklärt, Ziel der Maßnahme sei es, "die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen". Netanyahu hatte zuvor bereits ein milliardenschweres Hilfspaket zur Linderung des finanziellen Drucks während der Corona-Krise vorgestellt.

26.7.2020 • 15:57 Uhr

Niemand darf Gemüsehof in Mamming verlassen

Nach einer Corona-Masseninfektion auf einem großen Gemüsehof im bayerischen Mamming stehen fast 500 Menschen unter Quarantäne und dürfen den Betrieb nicht mehr verlassen. Ein Sicherheitsdienst und die Polizei überwachen das Ausgehverbot. "Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, müssen wir zum Schutz der Bevölkerung leider diesen Schritt gehen", erklärte Landrat Werner Bumeder. Derzeit deute alles darauf hin, dass es außerhalb des Betriebs keine Infektionen gibt.

Insgesamt 174 Menschen - vor allem Saisonarbeitskräte aus dem Ausland - wurden bei der Reihenuntersuchung positiv auf den Corona-Erreger Sars-CoV-2 getestet, wie das Landratsamt Dingolfing-Landau mitteilte.

26.7.2020 • 15:38 Uhr

Nicht mehr als 15.000 Fans in Dortmund

Das größte deutsche Fußballstadion in Dortmund wird zum Saisonstart im Fall einer Fan-Rückkehr nicht einmal zu 20 Prozent gefüllt sein. "Aufgrund der Abstandsregelung, die zwingend einzuhalten ist, planen wir nach derzeitigem Stand mit 12.000 bis 15.000 Zuschauern", sagte Dortmunds Geschäftsführer Carsten Cramer dem "Tagesspiegel". In der Arena finden mehr als 81.000 Menschen Platz.

Cramer lobte die BVB-Profis für ihren Gehalts-Teilverzicht, der zur Überwindung der Krise beitragen soll: "Selbstverständlich wissen die Spieler, dass ihr Gehaltsverzicht einen anderen Effekt hat, als wenn wir 100 Leute, die im Merchandising arbeiten, auf Kurzarbeit setzen."

26.7.2020 • 15:32 Uhr

Ministerin Huml lobt Reaktion der Behörden

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml hat bei einer Pressekonferenz betont, dass die Situation in Mamming sehr ernst genommen wird. "Es sei zügig gehandelt worden", sagte sie. Der betroffene Hof mit 174 Infizierten sei schnell unter Quarantäne gestellt worden.

Im Landkreis Dingolfing-Landau und umliegenden Landkreisen sollen nun vermehrt Saisonarbeitskräfte getestet werden, um mögliche Infektionen schnell zu entdecken. "Reihentestungen sind wichtig."

26.7.2020 • 14:54 Uhr

Spanien will Quarantäne-Ausnahmen erreichen

Die spanische Regierung bemüht sich nach eigenen Angaben darum, Ausnahmen für britische Touristen bei Rückreisen von den Balearen und den Kanarischen Inseln zu erreichen. Für diese sollte die 14-tägige Quarantänepflicht nicht gelten, wünscht sich Außenministerin Arancha Gonzalez Laya. "Spanien ist sicher - es ist sicher für die Spanier und es ist sicher für Touristen", betonte sie.

Kurz zuvor hatte das Außenministerium in Madrid mitgeteilt, dass die Corona-Pandemie in Spanien unter Kontrolle sei. Die Krankenhäuser arbeiteten trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen normal. Mehr als die Hälfte der Neuinfektionen verliefe ohne Krankheitssymptome.

Die britische Regierung hatte eine überraschend verhängte Quarantänepflicht für britische Spanien-Rückkehrer mit der dort steigenden Anzahl von Infektionen begründet.

26.7.2020 • 14:03 Uhr

Kampanien: Masken-Verstöße werden teurer

In der süditalienischen Region Kampanien rund um die Stadt Neapel sind die Strafen bei Verstößen gegen Corona-Auflagen verschärft worden. "Wenn unsere Mitbürger glauben, dass das Problem gelöst ist, heißt das, dass wir innerhalb weniger Wochen wieder einen schlimmen Notstand haben werden", erklärte der Gouverneur von Kampanien, Vincenzo de Luca.

Wer in geschlossenen Räumen oder im öffentlichen Nahverkehr keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, riskiert eine Geldbuße von 1000 Euro, wie mehrere italienische Medien berichten. Die ersten Bußgelder wurden demnach schon gestern unter anderem gegen die Betreiber einer Bar und eines Friseurgeschäfts in der Hafenstadt Salerno verhängt.

Einzelhändlern, die in ihren Geschäften die Maskenpflicht nicht durchsetzen, droht neben der Geldbuße zusätzlich eine Ladenschließung zwischen fünf und 30 Tagen. Für Wiederholungstäter kann die Schließung sogar auf bis zu 60 Tage ausgeweitet werden.

26.7.2020 • 13:50 Uhr

Eintracht Frankfurt plant mit 20.000 Fußballfans

Eintracht Frankfurt will in der kommenden Bundesliga-Saison zunächst vor etwa 20.000 Zuschauern spielen. "Wir gehen in unserer Planung von einer Größe von 20.000 Zuschauern aus, wobei es je nach Auflagen auch 15.000 oder 24.000 werden können", sagte Vorstandsmitglied Axel Hellmann dem "Kicker". In das Stadion passen mehr als 51.000 Menschen.

Der Verein orientiert sich am Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga. Die DFL hat Konzepte von den Vereinen gefordert, die von den Gesundheitsbehörden mit Blick auf das Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie genehmigt werden.

Auf einer Mitgliederversammlung des Ligaverbandes wollen die Vertreter der 36 Proficlubs über ein einheitliches Vorgehen beraten - dazu gehören Karten-Kontingente für Gäste-Fans und ein mögliches Alkoholverbot.

Leere Sitzplätze im Stadion von der SG Eintracht Frankfurt | AFP

Bei der Begegnung zwischen Frankfurt und Paderborn am 27. Juni waren die Spieler noch unter sich - in der neuen Bundesliga-Saison soll es wieder lauter werden. Bild: AFP

26.7.2020 • 13:15 Uhr

Hunderte Corona-Tests in St. Wolfgang durchgeführt

Im österreichischen Touristenort St. Wolfgang führen die Behörden Massentests auf das Coronavirus durch. Hunderte Mitarbeiter von Tourismusbetrieben, Urlauber und Einheimische wurden getestet. Die Zahl der bestätigten Fälle wird derzeit noch mit 44 angegeben, doch die Auswertung dauert an.

"Es gibt dort und da Absagen und Stornierungen" von Buchungen, sagte der Chef des Tourismusverbandes Wolfgangsee, Hans Wieser, der Nachrichtenagentur dpa. Vereinzelt seien Gäste vorzeitig abgereist.

St. Wolfgang ist ein wichtiger Touristenort in Oberösterreich. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 400.000 Übernachtungen gezählt. In einer normalen Saison sind rund ein Drittel der Gäste aus Deutschland.

26.7.2020 • 13:00 Uhr

Britische TUI streicht Flüge nach Festland-Spanien

TUI streicht als Reaktion auf die Quarantänepflicht für britische Spanien-Heimkehrer für zwei Wochen alle Reisen auf das spanische Festland. "TUI UK hat beschlossen, alle Urlaube auf dem spanischen Festland bis einschließlich Sonntag, den 9. August 2020, zu stornieren", teilte der Touristikkonzern mit. Es handele sich um sieben bis acht Flüge pro Woche.

Die Balearen und die Kanarischen Inseln seien jedoch nicht betroffen. "Rückflüge von Spanien nach Großbritannien finden ganz normal statt", betonte ein Unternehmenssprecher. Für deutsche Reisende gebe es keine Auswirkungen.

26.7.2020 • 12:12 Uhr

Außenminister Raab verteidigt Quarantänepflicht

Die britische Regierung hat die Quarantänepflicht für Spanien-Rückkehrer verteidigt. "Wir haben die Entscheidung so schnell getroffen wie wir konnten", sagte Außenminister Dominic Raab dem Nachrichtensender Sky News. Eine Vorwarnung sei nicht möglich gewesen. Man habe damit auf einen "großen Anstieg an Covid-19-Fällen" auf dem spanischen Festland reagiert. Mit der Quarantänepflicht sollen eine zweite Infektionswelle und neue Ausgangsbeschränkungen verhindert werden, wie Raab betonte.

Spanien gehört zu den Staaten, in denen die Briten am liebsten Ferien machen. Vermutlich müssen Tausende Briten nach ihrem Sommerurlaub in Spanien in eine zweiwöchige Quarantäne. Britische Touristen an spanischen Flughäfen reagierten enttäuscht und teils erbost auf die Entscheidung ihrer Regierung.

26.7.2020 • 11:30 Uhr

Demo statt Party auf dem Frankfurter Opernplatz

Nach Auseinandersetzungen am vergangenen Wochenende ist es am Frankfurter Opernplatz in der Nacht ruhig geblieben. Nur etwa rund 400 Menschen trafen sich dort, während es an den Wochenenden zuvor mehrere Tausend gewesen waren. Um kurz nach 01.00 Uhr war der Platz dann menschenleer - abgesehen von den Polizisten, die dies überwachten.

Am Abend hatten sich etwa 150 Menschen zu einer Spontandemo versammelt, die am Opernplatz endete. Sie beklagen, dass Migranten vermehrt von der Polizei angehalten und kontrolliert worden seien.

Der Platz vor der Alten Oper in Frankfurt am Main ist mit Flatterband abgesperrt. | dpa

Der Platz vor der Alten Oper in Frankfurt am Main ist mit Flatterband abgesperrt. Kurz nach 01.00 Uhr war der Platz menschenleer. Bild: dpa

26.7.2020 • 11:12 Uhr

Zweite Corona-Welle - Australien meldet zehn Tote

In Australien sind innerhalb eines Tages zehn Menschen nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. Dies ist die bisher höchste Totenzahl in einer 24-Stunden-Periode. Die Opfer seien zwischen 40 und 80 Jahre alt gewesen, teilte der Regierungschef des Bundesstaats Victoria, Daniel Andrews, mit.

Die Behörden in Victoria meldeten 459 neue Ansteckungsfälle - am Samstag waren 357 Neuinfektionen verzeichnet worden. Der Bundesstaat mit der Millionenmetropole Melbourne ist weitgehend vom Rest des Landes abgeriegelt, in Melbourne wurden Ausgangsbeschränkungen und eine Maskenpflicht verhängt. Trotzdem seien die Infektionszahlen immer noch "viel zu hoch", sagte Andrews. Besonders betroffen seien Altenheime, Logistikzentren, Schlacht- und Kühlhäuser. Er rief die Menschen dazu auf, keinesfalls zur Arbeit zu gehen, wenn sie sich krank fühlten.

Australien hatte die Ausbreitung des Coronavirus zunächst erfolgreich eingedämmt. Bereits im April gab die Regierung Entwarnung, im ganzen Land wurden die Corona-Regeln wieder gelockert.

26.7.2020 • 10:35 Uhr

Kurzarbeitsregelung könnte verlängert werden

Mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland sind derzeit in Kurzarbeit. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil denkt über eine Verlängerung des erleichterten Zugangs zur Kurzarbeit nach - dann möglicherweise verknüpft mit Anreizen für Weiterbildung und Qualifizierung.

26.7.2020 • 10:22 Uhr

Belgien weitet Maskenpflicht aus

In Belgien sind an diesem Wochenende die Corona-Sicherheitsmaßnahmen ausgeweitet worden. Auch auf Märkten, in Einkaufsstraßen und öffentlichen Gebäuden muss eine Maske getragen werden. Zuvor galt dies bereits in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Geschäften, Gotteshäusern, Kinos und Museen.

Zudem werden in gastronomischen Betrieben die Kontaktinformationen der Gäste für 14 Tage gespeichert. Eine Maskenpflicht gilt dort auch, allerdings nicht, wenn die Besucher an einem Tisch sitzen. Die maximale Gruppengröße für private Treffen, Ausflüge oder Restaurantbesuche ist auf 15 Personen beschränkt.

Fußgänger in Brüssel | JULIEN WARNAND/EPA-EFE/Shutterst

In Belgien muss nun auch in Einkaufsstraßen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Bild: JULIEN WARNAND/EPA-EFE/Shutterst

26.7.2020 • 10:04 Uhr

Mehr als 12.000 neue Infektionen in Südafrika

Südafrika meldet schnell steigende Zahlen von Coronavirus-Infektionen. Innerhalb eines Tages wurden mehr als 12.000 Fälle registriert. Damit sind in dem Land insgesamt mehr als 434.000 Infektionen bekannt. 6655 Menschen starben mit Covid-19.

Nach WHO-Angaben sind auch mehr als 10.000 Menschen im Gesundheitssektor infiziert, was die Bekämpfung der Pandemie zusätzlich erschwert. Experten fürchten, dass sich das Virus in Regionen mit schlechter Gesundheitsversorgung besonders schnell ausbreitet und dort lange verbleibt.

26.7.2020 • 09:46 Uhr

Kritik an Umgang mit Spätaussiedlern

Das Bundesinnenministerium wird von mehreren Politikern für den Umgang mit Spätaussiedlern in der Corona-Pandemie kritisiert. Seit Mitte Juni waren im Grenzdurchgangslager Friedland, das die Spätaussiedler im Aufnahmeprozess durchlaufen müssen, 63 Menschen an Covid-19 erkrankt. Nach Angaben der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen waren darunter 53 Spätaussiedler, drei Asylsuchende und sieben Mitarbeiter des Lagers.

"Es kann nicht sein, dass Menschen aus Risikoländern ungetestet oder gar mit Krankheitssymptomen quer durch das Land nach Friedland reisen. Der Bund muss für klare, sinnvolle Verhältnisse unter Corona-Bedingungen sorgen", sagte Kreisrätin Marlies Dornieden, die den Krisenstab im Landkreis Göttingen leitet, der "Welt am Sonntag". Eine "ungesteuerte Einreise" müsse verhindert werden.

"Es ist nicht hinnehmbar, dass der Bund seine Verantwortung für die Aufnahme bestimmter Gruppen auf die lokalen Verantwortlichen und die Landesbehörden abwälzt", sagte der innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Konstantin Kuhle. "Gerade in Zeiten einer Pandemie endet die Verantwortung des Bundes nicht mit der Einreise."

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums wies die Kritik in Teilen zurück. Der Bund habe sich nach dem Auftreten von Covid-19-Fällen in Friedland umgehend um weitere Unterbringungsmöglichkeiten zur Quarantäne bemüht. Da Spätaussiedler in der Regel in Deutschland keine Wohnung besäßen, würden sie auf staatlich bereitgestellte Unterkünfte verteilt. "Zudem erfolgt eine Testung auf Covid-19", so der Sprecher.

26.7.2020 • 05:27 Uhr

RKI meldet 305 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Corona-Infektionen ist innerhalb eines Tages um 305 gestiegen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Vortag waren es 781 neue Fälle. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl auf 205.269. Die Zahl der Todesfälle blieb mit 9118 unverändert. Bis Sonntagmorgen hatten 190.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

26.7.2020 • 04:43 Uhr

Britischer Verkehrsminister von Quarantäne-Beschluss betroffen

Der Beschluss der britischen Regierung, Spanien-Urlauber nach ihrer Rückkehr zwei Wochen lang unter Quarantäne zu stellen, betrifft laut Presseberichten auch den Verkehrsminister des Landes. Demnach befindet sich Verkehrsminister Grant Shapps derzeit in Spanien im Urlaub. Wegen der dort wieder steigenden Corona-Zahlen strich das Kabinett in London das Land von der Liste derjenigen Länder, aus denen eine Einreise ohne Quarantäneauflagen möglich ist. Die neue Regelung gilt seit Sonntag, damit wird auch Shapps nach seiner Rückkehr in Quarantäne müssen.

"Zahlreiche Minister dürften im Vorhinein gewusst haben, dass die Möglichkeit besteht, dass eine Quarantäne für Urlauber Spanien verhängt wird", kommentierte die Labour-Abgeordnete Diane Abbot. "Aber offenbar hat sich niemand die Mühe gemacht, Grant Shapps Bescheid zu sagen."

Knapp einen Monat nach dem Ende des Corona-Notstands in Spanien und dem Auslaufen der strengen Ausgangssperre steigen die Infektionszahlen in dem Land wieder. Virologen machen vor allem das Nachtleben für die neuerliche Ausbreitung verantwortlich.

26.7.2020 • 04:01 Uhr

Institut für Weltwirtschaft kritisiert Corona-Hilfen der Bundesregierung

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat der Bundesregierung unzureichende Hilfen für Unternehmen in der Corona-Krise vorgeworfen. "Die Politik hat sich verzettelt", sagte der Leiter des Prognosezentrums am IfW in Kiel, Stefan Kooths, der Nachrichtenagentur dpa. Das Konjunkturprogramm sei aus "stabilisierungspolitischer Sicht" nicht zweckmäßig, "weil es nicht dort ansetzt, wo die Unternehmen die größten Probleme haben". Sachgerecht wären aus Kooths Sicht vor allem Eigenkapitalhilfen in Form von Zuschüssen.

In den Branchen gebe es große Unterschiede. So sei die Bauwirtschaft wenig betroffen, Gastronomie oder Messebauer hingegen stark. Beim verarbeitenden Gewerbe seien einige Unternehmen gar nicht, andere enorm getroffen worden. "Die einzelnen Branchen sollten die Kosten nicht nach zufälliger Betroffenheit tragen müssen", forderte Kooths. "Vielmehr sollte es einen Lastenausgleich geben." Der Staat könne sich die teuren Hilfsmaßnahmen zwar leisten. "Aber teilweise werden die staatlichen Mittel verpulvert und nicht mit maximaler Stabilitätswirkung eingesetzt."

26.7.2020 • 03:29 Uhr

Nordkorea meldet erstmals Corona-Verdachtsfall

Mehr als ein halbes Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie hat Nordkorea erstmals einen Corona-Verdachtsfall gemeldet. Ein nordkoreanischer Staatsbürger, der illegal die Grenze überquert habe, stehe nach seiner Rückkehr unter dem Verdacht, "mit dem bösartigen Virus infiziert zu sein", meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

Die an Südkorea grenzende Stadt Kaesong wurde wegen des Verdachtsfalls komplett abgeriegelt. Bei einem Dringlichkeitstreffen des Politbüros der Arbeiterpartei habe Machthaber Kim Jong Un für das betroffene Gebiet den Notstand ausgerufen. Sollte das Virus bei der Person nachgewiesen werden, wäre es offiziell der erste Corona-Infektionsfall in dem isolierten Land. Nordkorea hatte bisher erklärt, es sei von Infektionen verschont geblieben.

26.7.2020 • 03:17 Uhr

Österreich: Noch mehr Infektionen in St. Wolfgang

Die Zahl der Corona-Infektionen in mehreren Tourismusbetrieben in St. Wolfgang in Oberösterreich ist auf mindestens 44 gestiegen. Bei den Betroffenen handelt es sich nach Medienberichten überwiegend um Mitarbeiter, allerdings sei auch bei einem Urlauber das Virus nachgewiesen worden.

Die meisten Infizierten sind demnach Auszubildende oder Praktikanten. Ob sie sich in ihren Unterkünften oder beim Ausgehen angesteckt haben, sei unklar. Zwei Bars seien geschlossen worden. Zudem ordneten die Behörden für die örtliche Gastronomie eine Sperrstunde ab 23 Uhr an.

26.7.2020 • 02:47 Uhr

Corona-Impfstoff: Karliczek erwartet keine Engpässe

Die Bundesregierung geht davon aus, dass es im Fall der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus keine Engpässe bei der Bereitstellung in Deutschland geben wird. "Wir sind dabei, die Produktionskapazitäten in Deutschland zu erhöhen", sagte Forschungsministerin Anja Karliczek der "Bild am Sonntag". "Wenn ein Impfstoff gefunden ist, wird jeder Deutsche, der es will, auch geimpft werden können. Das müssen wir schaffen und das werden wir schaffen."

Karliczek dämpfte allerdings zugleich Erwartungen an eine schnelle Impfstoffentwicklung. "Ein zugelassener Impfstoff, der für die breite Masse der Bevölkerung geeignet ist, wird wahrscheinlich frühestens Mitte nächsten Jahres zur Verfügung stehen. Bei der Entwicklung eines Impfstoffes kann es immer Rückschläge geben."

Weltweit suchen Forscher unter Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Zuletzt hatten mehrere Forscherteams vielversprechende Zwischenergebnisse veröffentlicht.

26.7.2020 • 02:30 Uhr

US-Behörden melden 74.818 neue Fälle

Die US-Behörden verzeichnen einen Anstieg der Corona-Infektionen um 74.818 Fälle. Nach Angaben des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) gibt es demnach bisher 4.099.310 nachgewiesene Infektionen im Land. Die Zahl der Todesfälle stieg um 1145 auf 145.013.

26.7.2020 • 02:00 Uhr

Frankreich kündigt kostenlose Corona-Tests an

Frankreich will angesichts steigender Corona-Infektionen kostenlose Tests bereitstellen. Diese sollen zudem rezeptfrei erhältlich sein, wie die Regierung mitteilte. "Wir würden dies nicht als eine zweite Welle bezeichnen, aber es ist klar, dass wir seit einigen Tagen einen spürbaren Anstieg der Zahl der bestätigten Fälle beobachten", sagte Gesundheitsminister Olivier Veran der Zeitung "Le Parisien".

Frankreich hat bislang offiziell 30.192 Todesfälle verzeichnet, die dem Coronavirus zugeschrieben werden. Insgesamt wurden 180.528 Infektionen festgestellt. Die Zahl der Neuinfektionen stieg zuletzt den zweiten Tag in Folge um mehr als 1000.