Corona-Krise | dpa
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Coronavirus-Pandemie ++ WHO gegen Lockerungen in England ++

Stand: 14.06.2020 23:05 Uhr

Bevor England weiter Auflagen aufhebt, müsse sich das System zur Rückverfolgung von Infektionsketten als "effektiv" erweisen, erklärte WHO-Europa-Direktor Kluge. In Lima gab es eine bewegende Gedenkfeier für die Opfer.

  • Macron: Restaurants im Großraum Paris dürfen ab morgen öffnen
  • Condor will bis zu 1000 Stellen streichen
  • Spanien will Grenzen schon am 21. Juni öffnen
  • Sprunghafter Anstieg der Todeszahlen im Iran
  • Abstand und Quarantäne: Britische Regierung prüft Lockerungen
  • Spanien: Hilfspaket über 3,7 Milliarden Euro für Autobranche angekündigt
  • China meldet höchsten Anstieg bei Corona-Neuinfektionen seit April
  • Corona-Warn-App startet am Dienstag
  • "Unteilbar"-Kundgebungen: Abstandsregeln eingehalten
  • RKI: 247 registrierte Neuinfektionen in Deutschland
22:50 Uhr

WHO: Kluge vorerst gegen weitere Lockerungen in England

WHO-Europa-Direktor Hans Kluge warnt vor weiteren Lockerungen der im Zuge der Coronavirus-Pandemie auferlegten Beschränkungen in England. Zuerst müsse sich das System zur Rückverfolgung von Infektionsketten der Regierung als "robust und effektiv" erweisen, sagt Kluge in einen Interview mit dem "Guardian". England verharre in einer "sehr aktiven Phase der Pandemie". Der Europa-Direktor der Weltgesundheitsorganisation warnt zudem vor einer zu schnellen Wiederöffnung der Wirtschaft.

22:08 Uhr

Zeremonie zum Gedenken an die Corona-Opfer in Lima

Mit einer bewegenden Zeremonie ist in der peruanischen Hauptstadt Lima der 6500 Corona-Toten in dem Land gedacht worden. Die Fotos von Todesopfern der Corona-Pandemie wurden in der Kathedrale von Lima auf den Stühlen aufgestellt, die sonst mit Gläubigen besetzt sind.

Wegen der Corona-Beschränkungen fand die Messe ohne Angehörige und andere Besucher statt. Der Erzbischof von Lima., Carlos Castillo, erinnerte an die Opfer der Pandemie und warnte vor noch mehr Toten durch Hunger, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Er ging auch von noch schwierigeren Zeiten aus - offenbar auch mit Blick auf die Millionen Arbeitslosen in Peru infolge der Corona-Restriktionen. Nach Brasilien ist Peru mit über 225.000 Infektionsfällen in Lateinamerika das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land.

Gedenken Corona in Lima | AP

Der Erzbischof von Lima, Carlos Castillo, segnet die mehr als viertausend Porträts von Covid-19-Opfern während der Fronleichnamsmesse in der Kathedrale von Lima. Bild: AP

21:01 Uhr

Türkei meldet 1562 neue Coronavirus-Fälle

In der Türkei werden 1562 neue Coronavirus-Fälle registriert. Damit haben sich laut Daten des Gesundheitsministeriums insgesamt 178.239 Menschen angesteckt. Die Zahl der Neuinfektionen ist damit fast doppelt so hoch wie Anfang Juni. Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen erhöht sich um 15 auf 4807.

20:42 Uhr

Macron kündigt Lockerung der Auflagen an

In einer Fernsehansprache hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigt, Beschränkungen weiter aufzuheben. Demnach könnten im Pariser Großraum erstmals wieder alle Restaurants und Cafés zu Wochenbeginn öffnen. Bisher war dies nur für die Außengastronomie erlaubt. Zudem sollen Alten- und Pflegeheime landesweit wieder für Besucher öffnen.

Ab dem 22. Juni sollen zudem wieder "alle Schüler" - außer an Gymnasien - zur Schule gehen können, wie Macron betonte. Der Staatschef sprach von einem "ersten Sieg gegen das Virus". 

Mit 29.398 Coronavirus-Toten ist Frankreich eines der am stärksten betroffenen Länder in Europa. Es war die vierte Fernsehansprache Macrons in der Corona-Krise.

20:28 Uhr

Ägypten öffnet alle Flughäfen am 1. Juli

Ägypten will alle seine Flughäfen am 1. Juli wieder öffnen. Das teilt die zuständige Behörde mit. Das nordafrikanische Land hatte seine regulären internationalen Flüge im März im Zuge der Coronavirus-Pandemie eingestellt. Der Tourismus für ausländische Gäste solle auf Urlaubsorte in drei an der Küste liegenden Provinzen begrenzt werden.

18:52 Uhr

Trotz steigender Zahlen - Bulgarien lockert Regeln

Bulgarien lockert trotz zuletzt rasant gestiegener Corona-Infektionen weitere Maßnahmen zum Schutz gegen das Virus. Ab diesem Montag soll die Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen - wie etwa in Läden - entfallen. Zudem dürfen ab 15. Juni Diskotheken, Nachtclubs und Pianobars wieder öffnen. Dann sollen auch Feste in geschlossenen Räumen mit bis zu zehn Personen sowie Sportevents, Kongresse und Konferenzen unter Corona-Auflagen erlaubt sein.

Außerdem lockert Bulgarien ab 15. Juni auch seine Einreisebestimmungen weiter, wie heute veröffentlichte Verordnungen vorsehen. Schutzmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln, Apotheken und Kliniken sollen bis Ende Juni weiter Pflicht sein.

In Bulgarien gab es mit 555 Coronavirus-Neuinfektionen von 8. bis 14. Juni einen Wochenrekord seit Beginn der Pandemie. Das Land befindet sich nach Ansicht des Obersten Inspektors für Gesundheit und Mitglied des Krisenstabs in Sofia, Angel Kuntschew, wohl in einer zweiten Corona-Welle. In dem Balkanland mit knapp sieben Millionen Einwohnern wurden bis heute insgesamt 3266 Coronavirus-Fälle nachgewiesen. Es starben 172 Menschen.

18:37 Uhr

Spahn wirbt für Corona-Warn-App

Gesundheitsminister Jens Spahn hat im Bericht aus Berlin die letzten Testergebnisse der Corona-Warn-App vor der Freischaltung in der kommenden Woche als "sehr vielversprechend" bezeichnet. Er betonte, dass die App nach strengen Maßstäben des Datenschutzes entwickelt worden sei. Auch ein niedriger Akkuverbrauch sei berücksichtigt worden, damit die App nicht gleich wieder gelöscht werde. Ziel sei es, die Infektionsketten schnell zu durchbrechen.

17:31 Uhr

Ferienflieger Condor will bis zu 1000 Stellen streichen

Der Ferienflieger Condor wird nach Worten von Firmenchef Ralf Teckentrup wegen der Corona-Krise bis zu 25 Prozent seiner Arbeitsplätze streichen. Das wären bis zu 1000 Stellen, sagte Teckentrup der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Er äußerte zugleich die Einschätzung, dass die durch die Corona-Pandemie bedingte Krise der Luftfahrtbranche noch bis 2024 dauern werde.

Geparkte Condor-Maschine am Flughafen Düsseldorf | AP

Condor wird mit rund einer halben Milliarde Euro Finanzhilfe vom Staat am Leben gehalten. Bild: AP

17:10 Uhr

Tausende Menschen bei illegalen Partys in Großbritannien

In Großbritannien haben tausende Menschen in der Corona-Krise gegen das Versammlungsverbot verstoßen und Rave-Partys gefeiert. Auf einem Rave in Droylsden mit rund 4000 Feiernden starb ein 20-Jähriger mutmaßlich an einer Überdosis Drogen, wie die Polizei des Bezirks Greater Manchester mitteilte. An einem weiteren Rave in Carrington beteiligten sich etwa 2000 Menschen. 

Dabei kam es zu schweren Zwischenfällen: Die Polizei meldete drei Messerangriffe, bei denen unter anderem ein 18-Jähriger schwer verletzt wurde. Ein 25-Jähriger wurde wegen mutmaßlichen Waffenbesitzes festgenommen. Die Polizei ermittelt zudem wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 18-Jährigen. Einige Teilnehmer griffen die Polizei mit Projektilen an, ein Polizeiauto wurde beschädigt.

Der stellvertretende Polizeichef Chris Sykes kritisierte die Raves scharf. Sie seien "ein eindeutiger Verstoß gegen das Gesetz" gewesen und hätten "tragische Folgen" gehabt. Die örtliche Abgeordnete Angela Rayner von der Labour-Partei verurteilte die Rave-Partys ebenfalls. Die Teilnehmer hätten "ihr eigenes Leben und das ihrer Angehörigen in Gefahr gebracht". Gemäß der britischen Corona-Auflagen dürfen sich höchstens sechs Menschen im Freien, in Parks oder in privaten Gärten treffen.

16:36 Uhr

Spanien kündigt Hilfspaket über 3,7 Milliarden Euro für Autobranche an

Spanien plant ein Hilfspaket über 3,7 Milliarden Euro für die heimische Autoindustrie. Details sollen am Montag präsentiert werden, kündigte Ministerpräsident Pedro Sanchez an. Mit dem Programm sollen Investitionen und Autokäufe angekurbelt werden, insbesondere im Bereich der Elektrofahrzeuge. Die Branche steht für zehn Prozent der Wirtschaftsleistung und für fast 20 Prozent der Exporte des Landes.

16:17 Uhr

Putin: Russland meistert Corona-Krise besser als USA

Russland schlägt sich laut Präsident Wladimir Putin bei der Bewältigung der Corona-Krise weit besser als die USA. Das Land hat offiziellen Statistiken zufolge 6948 Tote durch die Pandemie bei mehr als einer halben Million Infektionen zu beklagen. In den USA liegt die Zahl der Todesfälle bei mehr als 115.000. Putin sagte im Staatsfernsehen, Russland komme "mit Zuversicht und minimalen Verlusten" aus der Krise heraus. In den Vereinigten Staaten sei dies nicht so, fügte er hinzu. Experten bezweifeln allerdings die vergleichsweise niedrigen offiziellen Todeszahlen in Russland.

16:00 Uhr

Bayerischer Innenminister will wieder abschieben

Angesichts sinkender Corona-Infektionen rechnet Bayerns Innenminister Joachim Herrmann für die zweite Jahreshälfte mit der Wiederaufnahme von Abschiebeflügen. "Wir haben durch die Corona-Krise neue Rahmenbedingungen. De facto sind derzeit die Flüge eingestellt, da auch die Herkunftsländer wegen der Infektionsgefahr Rückführungen kaum akzeptieren", sagte der CSU-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Er gehe aber davon aus, dass sich das im zweiten Halbjahr wieder lockern werde.

Von Mittwoch bis Freitag konferieren die Innenminister von Bund und Ländern in Erfurt. Bei der anstehenden Konferenz sei eine Verlängerung des Abschiebestopps zwar noch unvermeidbar. Perspektivisch müsse es aber auch wieder Abschiebungen nach Syrien geben, so Herrmann.

15:48 Uhr

Bangladesch meldet mehr als 3000 Neuinfektionen

Bangladesch hat 3141 neue Corona-Infektionen gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl im Land auf 87.520. 32 Menschen sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden an dem Virus gestorben, wodurch die Gesamtzahl der Todesfälle auf 1171 stieg. Die wichtigsten staatlichen Krankenhäuser von Bangladesch sind ausgelastet. Viele schwer kranke Covid-19-Patienten bekommen keine Betten auf Intensivstationen oder Beatmungsgeräte.

15:34 Uhr

Österreich plant Investitionsprämie für Firmen

Österreich will Firmen in der Corona-Krise mit weiteren Hilfen unter die Arme greifen. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck kündigt im ORF Pläne für eine Investitionsprämie an. Diese sollen Firmen erhalten, die in den nächsten sechs Monaten Investitionen tätigen wollen. Unternehmen soll zudem ermöglicht werden, bei der Steuerermittlung Verluste mit den Gewinnen aus Vorjahren gegenzurechnen.

14:43 Uhr

"Unteilbar"-Kundgebungen: Abstandsregeln werden eingehalten

In Berlin und anderen Städten haben am Nachmittag bundesweite Kundgebungen gegen Rassismus und für Solidarität in der Corona-Krise begonnen. Allein in der Bundeshauptstadt kamen bereits zum Beginn der Proteste mehrere hundert Menschen unter dem Motto "#SogehtSolidarisch" zusammen, um ein "Band der Solidarität" zu bilden. Auch in anderen Städten wie Leipzig und Hamburg waren Protestveranstaltungen angekündigt. Das von 130 Organisationen unterstützte Bündnis will "verantwortungsbewusst und mit Abstand" demonstrieren.

In Berlin nahmen laut Polizei bereits gut 1000 Menschen an der Auftaktkundgebung teil. Dabei seien auch die Abstandsregeln "vorbildlich" eingehalten worden, sagte ein Polizeisprecher. Es sei alles "ruhig und friedlich". Quer durch die Stadt bildete sich eine rund neun Kilometer lange Menschenkette. Zuletzt hatte sich die Bundesregierung besorgt gezeigt über die Verstöße gegen die Corona-Auflagen bei Großdemonstrationen mit Zehntausenden Menschen.

13:32 Uhr

Iran meldet starken Anstieg der Todeszahlen

Im Iran ist die Zahl der Corona-Toten erneut sprunghaft angestiegen. Das Land meldete erstmals seit zwei Monaten mehr als 100 neue Todesfälle binnen eines Tages. Die Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Sima Sadat Lari, sprach im Fernsehen von 107 Covid-19-Toten innerhalb der vergangenen 24 Stunden. "Dies ist ein unberechenbares und wildes Virus, das uns zu jeder Zeit überraschen kann", sagte die Sprecherin und forderte die Bevölkerung auf, die Gesundheitsvorschriften zu beachten.

Der Iran war zu Beginn der Pandemie eines der besonders schwer getroffenen Länder. Später ging die Zahl der Ansteckungen zeitweise wieder zurück, zuletzt stieg sie aber wieder stetig an. Die Regierung führt dies auf verstärktes Testen zurück. Heute lag die Zahl der Corona-Toten im Iran nach Behördenangaben bei knapp 8900. Mit rund 2400 Neuinfektionen stiegt die Infiziertenzahl demnach auf insgesamt rund 187.500. Es gibt allerdings im In- und Ausland Zweifel an den offiziellen Zahlen, die als zu niedrig angesehen werden. 

12:43 Uhr

Abstand und Quarantäne: Britische Regierung prüft Lockerungen

Nach öffentlicher Kritik an der Quarantänepflicht für Einreisende hat die britische Regierung eine Überprüfung der Regeln in Aussicht gestellt. "Wir möchten alle, dass sich der Reisebereich wieder öffnet", sagte Finanzminister Rishi Sunak dem Fernsehsender BBC. Daher schaue sich die Regierung "alle Optionen" an. Der Verkehrsminister prüfe aktiv Vorschläge, wie "einige Reisekorridore" wieder geöffnet werden könnten. Die vorige Woche eingeführten Quarantänebestimmungen waren auf breite Kritik gestoßen - insbesondere auch in der Touristikbranche. Die ohnehin in der Krise in Turbulenzen geratenen Fluggesellschaften fürchten um Jobs und ihr Geschäft in Großbritannien.

Wie Finanzminister Sunak dem TV-Sender Sky News mitteilte, stellt die Regierung auch die Vorschriften für die soziale Distanz auf den Prüfstand. Premierminister Boris Johnson habe eine umfassende Überprüfung der Abstandsregel von zwei Metern in Auftrag gegeben. Dies würde bedeuten, dass zum Beispiel drei Viertel aller britischen Pubs ihre Türen für Gäste wieder öffnen könnten. Derzeit ist es nur ein Drittel. Sunak sagte, der Rückgang der britischen Wirtschaftsleistung um ein Viertel in Zeitraum März und April zeige, welch großen Schlag der Lockdown der Wirtschaft versetzt habe.

12:17 Uhr

Bericht: 500 Millionen Euro weniger Maut-Einnahmen durch Corona?

Wegen des sinkenden Frachtaufkommens in der Corona-Krise rechnet der Bund mit mindestens einer halben Milliarde Euro weniger Einnahmen durch die Lkw-Maut. "Insgesamt können die Mautmindereinnahmen für das Jahr 2020 mit 500 bis 600 Millionen Euro abgeschätzt werden, die auszugleichen sind", heißt es in einer Vorlage des Bundesverkehrsministeriums zu den Beschlüssen der Koalition für ein Konjunkturpaket, aus dem das "Handelsblatt" zitiert.

Angesichts der Einnahmeausfälle bestehe bei der Finanzierung der Straßenbauinvestitionen "dringender Handlungsbedarf". Pro Monat seien rund 100 Millionen Euro weniger eingenommen worden. Der Bund rechnet laut "Handelsblatt" in der Regel mit Jahreseinnahmen von sieben Milliarden Euro bei der Lkw-Maut. Im April flossen dem Bund nach Angaben des Ministeriums 550 Millionen Euro zu und damit knapp 89 Millionen Euro weniger als im Vorjahresmonat. Für Mai wurden Ausfälle "in ähnlicher Höhe" angenommen.

12:02 Uhr

Indien: 500 Eisenbahnwaggons werden zu Corona-Krankenhäusern

500 Eisenbahnwaggons sollen in Indiens Hauptstadt Neu Delhi zu mobilen Corona-Krankenhäusern mit bis zu 8000 Betten umgebaut werden. Wie die Behörden mitteilten, sollen zudem künftig dreimal so viele Tests auf das Coronavirus durchgeführt werden wie bisher. 

Neu Delhi ist zuletzt zu einem der größten Ausbreitungsherde in Indien geworden. Innerhalb von zwei Tagen wurden 2000 neue Infektionen mit Sars-CoV-2 verzeichnet. Auch in den Städten Mumbai und Ahmedabad verbreitet sich das Virus weiterhin schnell.

Menschen mit Coronavirus-Symptomen stehen in einem Krankenhaus in Neu-Delhi | AFP

Insgesamt wurden in der indischen Hauptstadt fast 39.000 Corona-Fälle gezählt. Die Behörden befürchten, dass diese Zahl bis Mitte Juli auf bis zu eine halbe Million steigen könnte, sollte die Ausbreitung nicht eingedämmt werden. Bild: AFP

11:43 Uhr

IWF dürfte Konjunkturprognose nach unten revidieren

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird seine Prognose für die Weltwirtschaft wahrscheinlich nach unten revidieren. Die meisten Staaten habe die Krise stärker getroffen als in der Vorhersage vom April angenommen, erklärt IWF-Chefin Kristalina Georgiewa. "Eine kleine Anzahl von Staaten schlägt sich besser, doch das ändert nichts an der allgemeinen Tendenz." Im April hatte der IWF für die globale Wirtschaft ein Minus von drei Prozent im Jahr 2020 vorhergesagt. Er war damit optimistischer als etwa die Weltbank, die von minus 5,2 Prozent ausgeht. Die aktualisierte Prognose des IWF wird laut Georgiewa am 24. Juni veröffentlicht.

11:22 Uhr

Corona-Warn-App startet am Dienstag

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird am Dienstag vorgestellt und freigeschaltet. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa. Letzte Tests seien gut verlaufen, hieß es. Die App solle von Gesundheitsminister Jens Spahn, Innenminister Horst Seehofer, Vertretern der an der Entwicklung beteiligten Unternehmen T-Systems und SAP sowie Kanzleramtschef Helge Braun vorgestellt werden.

Mit der App sollen die Corona-Infektionsketten besser erkannt werden. Sie soll dafür sorgen, dass bei einer Lockerung für das öffentliche Leben die Ausbreitung des Coronavirus nicht wieder stark zunimmt. Nach dpa-Informationen dürfte die App bereits am Montagabend in den Stores von Google und Apple zum Herunterladen bereitstehen.

11:08 Uhr

Spanien öffnet Grenzen am 21. Juni

Spanien wird seine Grenzen zu EU-Schengen-Staaten schon am 21. Juni öffnen. Die Grenze zu Portugal soll allerdings noch bis einschließlich 30. Juni geschlossen bleiben. Das gab Ministerpräsident Pedro Sanchez bekannt.

Zuvor hatte die Regierung ausländischen Touristen erst am 1. Juli die Einreise ohne anschließende Quarantäne ermöglichen wollen. Von der Regelung ausgenommen sind die Balearen, wo schon morgen erste Touristen erwartet werden, die Teil eines Tourismus-Pilotprojekts sind.

10:47 Uhr

FAQ: So funktioniert die deutsche Corona-Warn-App

Anfang der Woche soll die Corona-Warn-App in Deutschland vorgestellt werden. Wie sie funktioniert, auf welchen Handys sie geladen werden kann und welche Daten erhoben werden - ein Überblick von Dominik Lauck.

10:40 Uhr

Noch keine neuen Regeln für Asylunterkünfte trotz RKI-Hinweisen

Die Bundesregierung hat noch keine praktischen Konsequenzen aus den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zum Umgang mit Covid-19 in Asylunterkünften gezogen. Das RKI habe den Entwurf Ende April vorgelegt, schreibt das Bundesinnenministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Die Beratungen mit den Gesundheitsbehörden und Innenministerien der Länder dauerten demnach an.

Jelpke forderte ein schnelles Umsteuern. "Dezentrale Unterbringung statt Massenlager ist das Gebot der Stunde. Es darf keinen Gesundheitsschutz zweiter Klasse für Geflüchtete geben." Wie das RKI in einer Fassung von Anfang Mai schreibt, ist das Übertragungsrisiko in Gemeinschaftsunterkünften "besonders hoch, da hier viele Menschen auf engem Raum zusammen leben und Wohn-, Ess- und Sanitärräume gemeinsam nutzen." Das Institut empfiehlt unter anderem, Risikopersonen und Angehörige präventiv und spätestens mit Auftreten eines Falls separat unterzubringen. Möglichst wenige Menschen sollten sich ein Zimmer teilen, zudem müssten 1,5 Meter Abstand zueinander und Kontaktreduzierung überall möglich sein.

Im April hatten sich in einer Unterkunft in Unterfranken 89 Bewohner und 16 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Ein Armenier mit schweren Vorerkrankungen starb. Die Einrichtung mit 600 Bewohnern in Geldersheim stand unter Quarantäne.

10:28 Uhr

Bericht: Schutzschirm für Lehrstellen in der Corona-Krise geplant

Betriebe, die trotz Corona-Krise weiter ausbilden, sollen dafür finanzielle Unterstützung erhalten. Das sieht offenbar ein Eckpunktepapier der Regierung hervor, aus dem die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Pro Lehrstelle soll es demnach bis zu 3000 Euro geben.

10:19 Uhr

Russland meldet mehr als 8800 Neuinfektionen

In Russland haben sich nachweislich 8835 weitere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Damit steige die Infektionszahl binnen 24 Stunden auf 528.964, teilten die Behörden mit. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg demnach um 119 auf 6948.

10:10 Uhr

Bahn nimmt reguläre Fahrten ins Ausland wieder auf

Nach der Grenzöffnung will die Deutsche Bahn (DB) ihr Angebot an Verbindungen ins Ausland schrittweise wieder hochfahren. Bis Ende Juni werde der internationale Fernverkehr in alle erreichbaren Länder wieder aufgenommen, kündigte DB-Fernverkehrschef Michael Peterson an. Einige Strecken ins Ausland waren auch in den vergangenen Wochen schon bedient worden.

Bis Ende Juni sollen dann wieder alle Züge in die Schweiz, nach Österreich, Italien, Tschechien, Frankreich, Belgien, Dänemark, Polen und in die Niederlande regulär fahren. Zudem ist nach DB-Angaben ab 27. Juni eine neue ICE-Verbindung zwischen Berlin und Innsbruck geplant sowie eine neue Direktverbindung von Berlin über Dresden, Prag und Wien nach Graz ab dem 16. Juni.

Deutschland beendet seine wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen heute um 24:00 Uhr. Mit der Aufhebung der Binnengrenzkontrollen müssen Reisende auch keinen triftigen Einreisegrund mehr nachweisen.

09:51 Uhr

Scheuer kündigt Konzept für Entsorgung von Masken an

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will ein Konzept für die Entsorgung gebrauchter Atemschutzmasken in Zügen vorlegen. "Es kann nicht sein, dass verschmutzte Masken täglich einfach so weggeworfen werden, da es sich eigentlich um Sondermüll handelt", sagte Scheuer der "Bild am Sonntag". "Wir prüfen, wie man Millionen benutzte Mund- und Nasenschutzmasken in Zügen und Bahnhöfen hygienisch entsorgen und wieder recyceln kann." Die Deutsche Bahn habe bereits Konzepte für eine umweltgerechte Entsorgung ausgearbeitet, sagte der Minister. Diese Pläne könnten Vorbild auch für andere Bereiche sein: "Über ähnliche Konzepte müssen wir an Flughäfen und Busbahnhöfen, ja generell nachdenken."

09:01 Uhr

Tausende Infektionen in Mexiko

In Mexiko sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 3494 Neuinfektionen nachgewiesen worden. Damit seien insgesamt 142.690 Ansteckungsfälle registriert. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg binnen 24 Stunden um 424 auf 16.872. Die tatsächliche Ansteckungszahl dürfte laut Regierung weit höher sein. Mexiko gehört zu den am stärksten vom Virus betroffenen Ländern in Lateinamerika. Die Region ist der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge zum neuen Brennpunkt der Pandemie geworden.

08:28 Uhr

Braun warnt vor Infektionen durch Urlaubsrückkehrer

Kanzleramtsminister Helge Braun warnt vor den Infektionsgefahren durch die bevorstehende Reisesaison. "Wenn Urlaubsrückkehrer aus einem Hotspot sich in ganz Deutschland verteilen würden und wir die Infektionsketten nicht erkennen könnten: Dann kommen wir sehr schnell wieder in eine Situation, in der wir bundesweite Maßnahmen ergreifen müssten", sagt der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Es sei jedoch die "Top-Priorität" der Regierung, dass so etwas nicht wieder geschehe. Dazu diene auch die Corona-App, die kommende Woche vorgestellt werden soll.

07:29 Uhr

Nachfrage nach Tieren aus Heimen gestiegen

In der Corona-Krise haben Menschen in Deutschland vermehrt Haustiere aus Tierheimen angefragt. Einige Heime hätten in den vergangenen Wochen sehr viele Anfragen erhalten, teilte der Deutsche Tierschutzbund mit. Das Berliner Tierheim bekam während der Krise beispielsweise an einem Wochenende 500 E-Mails. "Das ist vorher noch nie passiert", sagte die Sprecherin des Tierheims, Annette Rost.

In Köln ist ebenfalls eine gestiegene Nachfrage zu beobachten. "Bei Kaninchen zum Beispiel war es so, dass viele Menschen durch Corona Zeit hatten, endlich das schon lange geplante Gehege im Garten zu bauen und Tiere dann aufzunehmen", erklärte die erste Vorsitzende des örtlichen Tierschutzvereins, Anne Kolditz.

Der Deutsche Tierschutzbund führt die höhere Nachfrage auf die besonderen Umstände seit dem Ausbruch der Pandemie zurück. "Unsere Tiere fühlen mit uns, leisten uns Gesellschaft, lenken uns ab und spenden Trost", sagte Sprecherin Lea Schmitz.

Ein Kaninchen in einem Tierheim | dpa

In Köln sind offenbar Kaninchen besonders gefragt. Bild: dpa

04:58 Uhr

RKI: 247 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 247 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 186.269 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. 8787 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland. Etwa 172.200 Menschen haben die Infektion demnach überstanden.

04:41 Uhr

Zahl der Corona-Toten in den USA auf mehr als 115.000 gestiegen

In den USA sind binnen 24 Stunden 734 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore meldete, starben damit seit Beginn der Pandemie in den USA mehr als 115.300 Menschen an den Folgen ihrer Corona-Infektion. Die Zahl der Infektionen stieg demnach auf mehr als 2,07 Millionen.

Täglich kommen in den USA derzeit nach wie vor etwa 20.000 neue Infektionsfälle hinzu. Sowohl gemessen an den Todes- als auch an den Infektionsfällen sind die USA weiterhin das am schwersten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Der Leiter der Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield, betonte am Freitag: "Es ist wichtig, dass wir uns ins Gedächtnis rufen, dass diese Situation beispiellos ist. Und dass die Pandemie noch nicht vorbei ist." 

03:12 Uhr

Schwesig fordert nationale Teststrategie für Schulen und Kitas

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig fordert eine nationale Corona-Teststrategie für Schulen und Kitas. Eine solche Teststrategie sollte bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch vereinbart werden, sagte die SPD-Politikerin der "Bild am Sonntag". Auch anlasslose Präventivtestungen sollten darin enthalten sein.

"Sobald es einen Fall in einer Schule oder Kita gibt, muss sofort die Schule oder die Kita durchgetestet werden", sagte Schwesig. Die Kosten dafür sollten die Krankenkassen tragen. Zusätzlich seien auch ohne Infektionsfall stichprobenartig Präventivtests nötig, um das Coronavirus unter Kontrolle zu halten.

Der Deutsche Lehrerverband hatte kürzlich vor einer zu schnellen Rückkehr zum vollständigen Schulbetrieb gewarnt. "Die Schulen können schnell zum Corona-Superspreader werden - das dürfen wir nie vergessen", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger. Für eine Rückkehr zum Regelunterricht müssten erst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu müsse es ein völlig neues Hygienekonzept geben.

03:11 Uhr

China meldet höchsten Anstieg bei Corona-Neuinfektionen seit April

China hat den höchsten Anstieg bei Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 seit April gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden seien 57 neue Infektionsfälle registriert worden, teilte die nationale Gesundheitskommission mit. 36 der Fälle traten den Angaben zufolge in der Hauptstadt Peking auf und wurden offenbar nicht aus dem Ausland eingeschleppt. Auch in der nordöstlichen Provinz Liaoning gab es demnach zufolge zwei Infektionsfälle, die nicht aus dem Ausland eingeschleppt wurden. Bei diesen beiden Infizierten handelte es sich demnach um Kontaktpersonen von Patienten aus Peking.

In der Volksrepublik wächst derzeit die Angst vor einer zweiten Infektionswelle. Wegen Dutzender Neuinfektionen in Peking hatten die Behörden am Samstag mehrere Wohngebiete im Süden der Hauptstadt abgeriegelt. Die Neuinfektionen stehen nach Behördenangaben im Zusammenhang mit einem nahegelegenen Fleischgroßmarkt. Auch neun Schulen und Kindergärten wurden wegen des neuen Krankheitsausbruchs geschlossen. 

Die ursprünglich für Montag geplante Öffnung der Grundschulen wurde wegen des neuen Infektionsherds verschoben. Auch alle Sportveranstaltungen und sowie Gruppenreisen in andere Provinzen wurden abgesagt. Am Donnerstag war in Peking erstmals seit zwei Monaten wieder ein Corona-Infektionsfall festgestellt worden. Bei dem Infizierten handelte es sich um einen Besucher des Xinfadi-Fleischmarkts, der in letzter Zeit nicht gereist war.

China, das als Ursprungsland des Coronavirus gilt, hatte die Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 nach offiziellen Angaben durch strikte Ausgangsbeschränkungen weitgehend unter Kontrolle gebracht. Bei der Mehrzahl der Fälle in den vergangenen Monaten handelte es sich demnach um aus dem Ausland kommende Menschen, die bei ihrer Rückkehr nach China positiv getestet wurden.

02:50 Uhr

Großbritannien will alle Schulen im September wieder öffnen

Im Rahmen der Corona-Lockerungen strebt die britische Regierung eine Wiederöffnung aller Schulen im September an. Premierminister Boris Johnson arbeite mit Bildungsminister Gavin Williamson an entsprechenden Plänen, teilte das Büro des Regierungschefs mit. Dazu gehörten auch Hilfspakete, um Schüler zu unterstützen, den Lernverlust aufzuholen. Im Fokus seien vor allem Kinder, die zu Hause weniger Unterstützung hätten. Detailplanungen mit Schulen, Stadtverwaltungen und Gewerkschaften sind Regierungskreisen zufolge bereits im Gange.

Die Schulen waren im März wegen der Coronavirus-Pandemie für die meisten Schüler geschlossen worden. Einige Altersgruppen konnten seit Anfang Juni zurückkehren. Die schrittweise Öffnung der Schulen ist allerdings umstritten. Großbritannien gehört zu den Ländern, die am schwersten von der Pandemie betroffen sind. Kritiker der Pläne mahnen zu größerer Vorsicht, um eine zweite Infektionswelle zu vermeiden.

01:41 Uhr

Braun räumt Versäumnisse bei Entwicklung der Warn-App ein

Kanzleramtschef Helge Braun hat Versäumnisse bei der Entwicklung der Corona-Warn-App eingeräumt. "Aus heutiger Sicht hätten wir die Entscheidung, die Unternehmen mit der technischen Umsetzung der Corona-App zu betrauen, zehn Tage früher treffen sollen", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". Braun sprach auch von Differenzen im ursprünglichen Projektteam, die einen schnellen Erfolg verhindert hätten. Eigentlich sollte die Warn-App bereits Ende April starten, nun soll sie nächste Woche kommen. Ende April hatte die Bundesregierung entschieden, nicht mehr das Projektteam, sondern die Unternehmen SAP und T-Systems mit der Umsetzung der App zu beauftragen.

00:18 Uhr

Mehr als 21.000 Neuinfektionen in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter rasant aus. Das Gesundheitsministerium meldete 21.704 Neuinfektionen. Damit stieg die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 850.514. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 892 auf 42.720 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

00:12 Uhr

Fast 200.000 Zurückweisungen bei Corona-Grenzkontrollen

Die Bundespolizei hat bei den coronabedingten Grenzkontrollen bis zum 11. Juni rund 196.000 Zurückweisungen ausgesprochen. Die Zahl nannte Bundesinnenminister Horst Seehofer der "Bild am Sonntag". Seit dem 16. März seien 6000 Beamte täglich im Einsatz gewesen.

Der CSU-Politiker sprach von einem der "schwierigsten Einsätze" der Bundespolizei. Er lobte die Beamten für ihr "umsichtiges Handeln in dieser Ausnahmesituation". Dafür gebühre allen Polizistinnen und Polizisten der Dank der gesamten Bundesregierung. In der Nacht zum Montag enden um Mitternacht die in der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an der deutschen Grenze.

00:08 Uhr

70 Prozent der Maschinenbauer verzichten auf Staatshilfe

Die deutschen Maschinenbauer sind laut dem Branchenverband VDMA bislang vergleichsweise wenig auf staatliche Hilfe angewiesen. 70 Prozent der Unternehmen planten derzeit nicht mit Geldern aus den Schutzschirm-Programmen von Bund und Ländern, heißt es in einer Umfrage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, die der "Welt am Sonntag" vorliegt. Viele Firmen hätten deutlich höhere Polster aufgebaut und ihr Eigenkapital gestärkt. Nur 18 Prozent hätten in den vergangenen Wochen Kreditlinien gezogen, weil ihnen Aufträge fehlen oder Kunden nicht bezahlt haben. 59 Prozent der Betriebe erklären, sie hätten aktuell keinen zusätzlichen ungeplanten Liquiditätsbedarf.

Über dieses Thema berichtete unter anderem der "Bericht aus Berlin" am 14. Juni 2020 um 18:05 Uhr.