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Liveblog zum Coronavirus ++ Göttinger Schulen bleiben geschlossen ++

Stand: 07.06.2020 20:13 Uhr

In Göttingen bleiben wegen des jüngsten Corona-Ausbruchs Schulen eine weitere Woche geschlossen. Die USA verzeichnen so viele Neuinfizierte wie seit Mitte Mai nicht mehr. Alle Entwicklungen im Liveblog.


  • Niedersachsen schickt Schweden-Rückkehrer in Quarantäne
  • Schulen in Göttingen bleiben weitere Woche geschlossen
  • Lob von EU für deutsches Corona-Konjunkturpaket
  • Mehr als 400.000 Covid-19-Tote weltweit
  • RKI meldet 301 neue Fälle in Deutschland
  • USA verzeichnen wieder viele Neuinfektionen
7.6.2020 • 21:23 Uhr

Das war's für heute

An dieser Stelle beenden wir den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse. Bleiben Sie gesund!

7.6.2020 • 20:32 Uhr

USA: So viele Neuinfektionen wie seit Wochen nicht

In den USA steigt die Zahl der Neu-Infizierten auf den höchsten Stand seit Mitte Mai. Das Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) meldet 29.214 neue Fälle, womit die Zahl nun insgesamt bei rund 1,92 Millionen liegt. Am Samstag hatte die Zahl der Neuinfektionen 29.034 betragen, am Freitag 20.555 und am Donnerstag 14.676.

Die Zahl der neuen Toten sinkt hingegen nach zwei Tagen mit Zuwächsen wieder: Die CDC gibt sie am Sonntag mit 709 an, womit die Gesamtzahl bei 109.192 liegt. Am Samstag hatte es 1128 neue Todesfälle gegeben, am Freitag 1035 und am Donnerstag 827.

7.6.2020 • 20:13 Uhr

Schulen in Göttingen bleiben weitere Woche geschlossen

Die Schulen in Göttingen bleiben nach dem Corona-Ausbruch in der Stadt eine weitere Woche geschlossen. Der Präsenzunterricht wurde bis einschließlich Freitag untersagt, wie die Stadt mitteilte. Auch zwei Kindertagesstätten bleiben noch zu. Zuvor hatte sich der Göttinger Elternrat gegen eine allgemeine Öffnung ausgesprochen. Die Entscheidung, ob die Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen oder zu Hause lernen, solle alleine von den Erziehungsberechtigten getroffen werden, forderte der Elternrat.

Die Zahl der aktuell an Covid-19 erkrankten Menschen in Stadt und Landkreis Göttingen stieg am Sonntag um 21 auf 226. Die Gesamtzahl bestätigter Infektionen mit dem Coronavirus stieg auf 1025, davon 312 im Stadtgebiet. Als Schwerpunkt des Ausbruchs gilt ein Hochhaus am Rande der Innenstadt. Die Stadt geht davon aus, dass Regelverstöße bei Privatfeiern von Großfamilien zum muslimischen Zuckerfest die Ursache sind. Unter den Infizierten sind viele Schulkinder.

In dem Hochhaus lässt die Stadt einen Massentest unter den Bewohnern durchführen. Bis Samstagabend waren 300 der 600 offiziell gemeldeten Bewohner untersucht worden. Die abschließenden Testergebnisse wurden bis Sonntagabend noch nicht mitgeteilt.

7.6.2020 • 19:54 Uhr

New Yorks Bürgermeister ruft Demonstranten zu Corona-Tests auf

Nach Großdemonstrationen gegen rassistische Polizeigewalt in vielen Städten der USA haben örtliche Politiker die Teilnehmer aufgerufen, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. "Macht einen Test, macht einen Test", appellierte der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo. Die Staatsregierung von New York werde 15 Teststätten speziell für Demonstranten einrichten, damit diese schnell ein Ergebnis bekommen.

Ähnliche Aufrufe gab es in Seattle, San Francisco und Atlanta. Aus Teilnehmerkreisen gab es Verständnis dafür. "Da geht eine Pandemie um, und die Leute wissen das", sagte eine Demonstrantin in Seattle, Jennifer Cota, dem Fernsehsender KCPQ-TV. "Ich denke, niemand von uns hat das vergessen. Es ist noch ein Risiko, dass die Leute in Kauf nehmen."

7.6.2020 • 19:31 Uhr

SPD-Chef verteidigt Konjunkturhilfen für Autoindustrie

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hat das Corona-Konjunkturpaket der Großen Koalition in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin gegen Kritik aus der Autobranche verteidigt. Diese entzündet sich vor allem daran, dass es für Pkw mit Verbrennermotor keine Kaufprämie geben soll, für solche mit E-Antrieb hingegen schon.

Das Paket enthalte vieles, wovon Vertreter der "Schlüsselbranche" Auto profitierten, betonte Walter-Borjans. "Aber es kann nicht sein, dass diejenigen, die lange Zeit falsch gehandelt haben - die Autobosse -, heute nicht nur sagen, ob wir zu helfen haben, sondern, wie wir das zu tun haben", sagte er. Die Branche habe lange Zeit große Gewinne gemacht. Jetzt, wo Geld der Steuerzahler eingesetzt werde, gehe es um einen "Wandel in die richtige Richtung. Und die muss heißen: Wir müssen in Richtung E-Mobilität".

7.6.2020 • 18:42 Uhr

Länder vor weiteren Lockerungen

Mehrere Bundesländer bereiten sich auf weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen vor, die morgen in Kraft treten.

In Schleswig-Holstein gehen Grundschulkinder unter Hygiene-Auflagen wieder in ihre Klassen. Auch Besuche in Schwimmbädern, Saunen und Freizeitparks werden wieder möglich – ebenso Treffen von bis zu zehn Menschen im privaten und öffentlichen Raum.

In Mecklenburg-Vorpommern öffnen die Hallen- und Spaßbäder ihre Pforten für Schul- und Vereinssport sowie Schwimmkurse. In Bayern sind Fitnessstudios, Tanzschulen und Freibäder ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Niedersachsen rückt morgen auf die vierte von fünf Lockerungsstufen vor: Profitieren kann dort vor allem das Gastgewerbe, etwa mit der Öffnung von Bars und einer höheren Auslastung für Hotels. Auch der Kulturbetrieb kann langsam wieder anlaufen - allerdings nur im Freien und unter Auflagen.

7.6.2020 • 18:22 Uhr

Johns-Hopkins-Universität: Mehr als 400.000 Covid-19-Tote weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit mehr als 400.000 Menschen infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das geht aus aktuellen Daten der Johns Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Die meisten Opfer haben demnach die USA zu beklagen, hier starben rund 110.000 Menschen. An zweiter Stelle lag Großbritannien mit mehr als 40.000 Toten, gefolgt von Brasilien mit mehr als 35.000 Todesopfern. Weltweit wurden von der Universität fast sieben Millionen Infektionen seit Beginn der Pandemie verzeichnet, 1,9 Millionen davon in den USA.

7.6.2020 • 17:56 Uhr

Biathlon-Sommer-WM ist abgesagt

Die Sommer-Weltmeisterschaft der Biathleten in Ruhpolding fällt aus und wird ersatzlos gestrichen. Wie der Weltverband IBU mitteilte, ist eine Durchführung der ursprünglich vom 20. bis 23. August geplanten Titelkämpfe in Bayern aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht möglich, da noch bis 31. August keine Großveranstaltungen in Deutschland durchgeführt werden dürfen. Eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt wurde geprüft, musste aufgrund der bestehenden Unsicherheiten aber verworfen werden, wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte.

7.6.2020 • 17:48 Uhr

VW-Chef Diess deutet weitere Sparpläne an

Volkswagen-Vorstandschef Herbert Diess hat das Topmanagement des weltgrößten Autokonzerns in der Corona-Pandemie auf weitere Sparbemühungen eingeschworen. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, dass Diess auf einer internen Veranstaltung in der vergangenen Woche darüber gesprochen habe, wie weiter gespart werden könne. Konkrete Beschlüsse gebe es aber noch nicht. Zuvor hatte die "Automobilwoche» darüber berichtet", dass Diess den Sparkus spürbar verschärfen wolle: Ausgaben für Forschung und Entwicklung, Investitionen und Fixkosten müssten gegenüber bisherigem Planungsstand deutlich gekappt werden, habe Diess in einer Rede vor Topmanagern erläutert. Dennoch würden im laufenden Jahr "nicht alle VW-Marken ein positives Jahresergebnis schaffen". Der VW-Chef lasse analysieren, welche Modelle künftig komplett entfallen könnten, hieß es in dem Bericht.

7.6.2020 • 17:09 Uhr

"'Spiegel": Maskenpflicht an Flughäfen wahrscheinlich

An den deutschen Flughäfen könnte es nach "Spiegel"-Informationen bald einheitlich zu einer Maskenpflicht kommen - bisher wird das noch etwas unterschiedlich gehandhabt. In den Terminal- und Abfertigungsgebäuden der größeren Flughäfen wie Stuttgart, München, Düsseldorf oder Berlin gibt es bereits eine Maskenpflicht. Beim Flughafen Frankfurt heißt es auf der Homepage, die seit dem 27. April hessenweit geltende Maskenpflicht in Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs und den Publikumsbereichen von Geschäften, Bank- und Postfilialen "gilt auch für den Bus-Shuttle und die SkyLine, sowie Shops am Flughafen".

Der "Spiegel" schreibt, dass Behörden und Flughafenbetreiber derzeit ein Paket mit Maßnahmen erarbeiteten, um den Flugverkehr möglichst rasch wieder hochfahren zu können. Auch die Chefs der Staatskanzleien der Bundesländer hätten Ende vergangener Woche in einer Schalte mit dem Kanzleramt über das Thema gesprochen. Zuständig für die Umsetzung einer solcher Maskenpflicht ist grundsätzlich die Landesebene. Nach Darstellung des Magazins gibt es einen Entwurf für ein Paket von Vorschriften, damit die Flughäfen wieder mehr Passagiere abfertigen könnten. Eine Maskenpflicht sei dazu notwendig, da in vielen Bereichen des Flughafens ein ausreichendes Abstandhalten nicht möglich sei, so das Papier, dessen Herkunft nicht näher beschrieben wird. Konkret genannt werden demnach die Luftsicherheitskontrollen, die Flughafen- und Shuttlebusse oder die Gepäckausgabe über Rollbänder, da sich dort viele Passagiere auf kleinem Raum drängeln. Ausgenommen werden sollten von der Maskenpflicht lediglich die Zonen, in denen die Pässe kontrolliert werden. Auch Kinder unter sechs Jahren müssten laut dem Entwurf keine Masken tragen, zudem sollen die Passagiere die Masken in den Flughafenrestaurants abnehmen dürfen, heißt es in dem Bericht.

Eine Mitarbeiterin der Lufthansa am Flughafen München trägt einen Mund-Nasen-Schutz aus Stoff. | AFP

Eine Mitarbeiterin der Lufthansa am Flughafen München trägt einen Mund-Nasen-Schutz aus Stoff. Bild: AFP

7.6.2020 • 17:06 Uhr

Neuer Bahn-Ansager wünscht Passagieren Gesundheit

Mit einer Durchsage zur Corona-Pandemie hat der neue Bahnansager Heiko Grauel seinen ersten großen Auftritt: Seit diesem Wochenende ist der Hesse an Bahnhöfen bundesweit mit Hygiene-Hinweisen zu hören. "Schützen Sie sich und andere", ruft der 46-Jährige darin auf - und bittet die Fahrgäste, den Mindestabstand einzuhalten, die Mund-Nasen-Bedeckung im gesamten Bahnhof zu tragen und die gesamte Zuglänge zum Ein- und Aussteigen zu nutzen. "Bleiben Sie gesund", heißt es zum Schluss.

Von Montag an sollen die Durchsagen bundesweit an rund 500 Bahnhöfen zu hören sein, hatte die Deutsche Bahn mitgeteilt. Darunter seien vor allem die großen Knoten- und Metropolbahnhöfe wie beispielsweise Frankfurt, Kassel, Gießen, Fulda, Bremen, Essen, Berlin, Mannheim, Nürnberg, Rosenheim und Würzburg. Die Durchsage sei Teil der Hygieneoffensive der Bahn.

7.6.2020 • 17:02 Uhr

EU-Kommissar: Trendwende in Corona-Rezession

Die europäische Wirtschaft hat nach Einschätzung von EU-Kommissar Paolo Gentiloni den Tiefpunkt in der Corona-Krise voraussichtlich erreicht. Die Rezession gehe auf die Beschränkungen des öffentlichen Lebens zurück. "Jetzt wird die Wirtschaft langsam wieder hochgefahren und makroökonomisch betrachtet dürfte es nicht mehr schlimmer werden", sagte der Italiener der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" laut einem Vorabbericht. "Die europäische Wirtschaft wird erst wieder wachsen, wenn das Vertrauen der Verbraucher und der Investoren zurückkehrt."

Deutschland und Europa droht dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie die schwerste Rezession der Nachkriegszeit. Der EU-Wirtschaftskommissar lobte in diesem Zusammenhang das 130 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket in Deutschland. Es zeuge von politischem Mut, vor allem die befristete Mehrwertsteuersenkung sei wichtig, um den Konsum wieder anzukurbeln. "Die europäische Wirtschaft wird sich nicht erholen, ohne dass die deutsche wieder deutlich wächst, und umgekehrt. Deshalb wird dieses Paket ganz Europa helfen."

7.6.2020 • 15:53 Uhr

Niedersachsen: Weiterer Infektionsfall in Schlachtbetrieb

In einem Schlacht- und Zerlegebetrieb im niedersächsischen Lohne bei Oldenburg gibt es einen weiteren bestätigten Corona-Fall. Die Kontaktpersonen am Arbeitsplatz des Mannes und in seinem privaten Umfeld wurden in Quarantäne versetzt, teilte der Landkreis Vechta mit. Obwohl die Kollegen schon negativ getestet worden seien, nehme das Gesundheitsamt erneute Tests bei ihnen vor.

Bereits am Freitag war eine Infektion bei einer Mitarbeiterin des Betriebs bestätigt worden. Vier Familienmitglieder, die am Freitag in Quarantäne versetzt wurden, seien inzwischen ebenfalls positiv getestet worden. Mit den jetzt vorliegenden Ergebnissen habe das Gesundheitsamt die vom Land angeordnete Testreihe in Schlacht- und Zerlegebetrieben, die Subunternehmer beschäftigen, abgeschlossen, hieß es. Die Arbeits- und Lebensbedingungen von Schlachthof-Mitarbeitern waren nach einer Reihe von Coronavirus-Infektionen bundesweit in die Kritik geraten.

7.6.2020 • 15:50 Uhr

Bildungseinrichtungen in Afghanistan dicht bis September

In Afghanistan bleiben Schulen und Universitäten wegen der Coronakrise für weitere drei Monate geschlossen. Dies bestätigten das Bildungsministerium und das Ministerium für Höhere Bildung. Grund seien die steigenden Coronavirus-Infektionen im Land. "Seit einem Monat haben wir Fernunterricht eingeführt, damit die Schüler ihre Zeit nicht zu Hause vergeuden müssen", sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums - dieser werde über Radio und Fernsehen fortgesetzt. An den Universitäten gibt es für Studierende Online-Kurse.

In Afghanistan sind nur etwas mehr als 20 000 Infektionen mit Sars-Cov-2 bekannt. Jedoch fallen aktuell rund die Hälfte der Tests positiv aus. Das Land leidet nach rund vier Jahrzehnten Konflikt und Krisen unter medizinischer Unterversorgung. Durch die Coronakrise verschärfen sich laut Unicef die ohnehin bestehenden Defizite im Bildungssystem: Laut dem Jahresbericht der UN-Kinderhilfsorganisation Unicef gehen in Afghanistan immer noch 3,7 Millionen Kinder nicht zur Schule. Insbesondere Mädchen litten unter der Situation, da sie zuhause zusätzlicher Gewalt ausgesetzt seien. Nur etwas mehr als die Hälfte der Kinder absolviere die Grundschule.

7.6.2020 • 15:43 Uhr

Niedersachsen schickt Schweden-Rückkehrer in Quarantäne

Wer aus Schweden an seinen Wohnort in Niedersachsen zurückkehrt, muss wegen der Corona-Entwicklung in dem skandinavischen Land in eine zweiwöchige Quarantäne. Das hat das Gesundheitsministerium in Hannover entschieden. Hintergrund sei, dass es in Schweden in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Infizierte pro 100.000 Einwohner gegeben habe. Rückkehrer müssen demnach unverzüglich in die eigene Wohnung oder an ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort und dort 14 Tage bleiben - selbst Einkäufe sind untersagt. Außerdem muss das Gesundheitsamt informiert werden.

7.6.2020 • 15:08 Uhr

Britische Fluggesellschaften klagen über Quarantäne-Auflagen

Drei große Fluggesellschaften haben die britische Regierung wegen der aus ihrer Sicht zu strengen Einreisebestimmungen scharf angegriffen. Die Vorgaben für eine 14-tägige Quarantäne von Einreisenden aus dem Ausland sei "völlig ungerechtfertigt und unverhältnismäßig", heißt es in einem Brief von British Airways, Ryanair und Easyjet an die Regierung, aus dem die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Die Regeln seien vor allem bei EU-Ländern mit geringeren Corona-Infektionszahlen irrational.

Von Montag an muss sich fast jeder nach Großbritannien Einreisende für zwei Wochen isolieren und angeben, wo genau dies geschehe. Verstöße sollen mit Geldstrafen geahndet werden. In dem Schreiben wird angedeutet, dass die Unternehmen bald rechtliche Schritte einleiten könnten. Willie Walsh, der Chef der British-Airways-Mutter IAG, hatte zuletzt schon bemängelt, die Branche sei von der Politik nicht einbezogen worden.

Seit März steht der weltweite Flugverkehr wegen der Coronavirus-Pandemie weitgehend still. Viele Airlines hoffen ab Juli auf eine Erholung. Doch die Regeln in Großbritannien könnten dies erschweren: Das Land ist deutlich stärker von Corona betroffen als viele andere europäische Staaten.

7.6.2020 • 14:36 Uhr

Erstes Wochenende ohne Ausgangssperre in Istanbul

Am ersten Wochenende ohne Ausgangssperre in Istanbul sind Bewohner an die Ufer und in die Parks der Stadt geströmt. Gesundheitsminister Fahrettin Koca warnte, dass die Corona-Pandemie weiterhin eine Bedrohung sei. "Lasst uns nicht zu stark normalisieren", twitterte er und rief dazu auf, Mundschutzmasken zu tragen und Abstand zu anderen Menschen zu halten. In sozialen Netzwerken und den Medien waren allerdings Bilder zu sehen, auf denen Menschenmengen am Samstagabend picknickten und feierten, ohne Abstand zu wahren oder Masken zu tragen. Restaurants, Cafés, Fitnessstudios, Parks, Strände und Museen hatten schon am Montag begonnen, wieder zu öffnen.

Eine Menschengruppe isst am Ufer in unmittelbarer Sichtweite zum Bosporus. | AFP

Eine Menschengruppe isst am Ufer in unmittelbarer Sichtweite zum Bosporus. Bild: AFP

7.6.2020 • 13:52 Uhr

Israel muss fast 130 Schulen wieder schließen

Seit einem Monat sind die Schulen in Israel wieder geöffnet. Doch seitdem steigen die Infektionszahlen wieder an: Behörden zufolge haben sich seitdem mindestens 347 Schüler und Lehrer mit dem Coronavirus angesteckt. Etwa 17.500 Schüler und Lehrkräfte befinden sich in Quarantäne.

Die Regeln im Kampf gegen die Pandemie sind streng: Sobald nur ein Schüler oder Lehrer nachweislich infiziert ist, wird sofort die ganze Schule geschlossen.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sprach von einem "deutlichen Anstieg" der Fallzahlen in den vergangenen acht Tagen. Im Mai hatten Behörden in der Regel Neuinfektionen im zweistelligen Bereich gemeldet, seit Monatsende wurden mehrfach mehr als 100 neue Fälle binnen 24 Stunden erfasst.

7.6.2020 • 13:37 Uhr

Papst mahnt weiterhin zur Vorsicht

Papst Franziskus hat davor gewarnt, "zu früh Siegeslieder anzustimmen", weil die Corona-Pandemie überwunden scheint. "Bleiben Sie vorsichtig", forderte der 83-Jährige nach seinem traditionellen Angelus-Gebet vor Gläubigen auf dem Petersplatz.

Auch wenn Italien die akute Phase der Pandemie überstanden habe, so wüte das Virus in anderen Ländern der Welt weiter. "Am letzten Freitag ist in einem Land pro Minute ein Mensch gestorben - furchtbar", so das katholische Kirchenoberhaupt.

7.6.2020 • 13:32 Uhr

China sieht keine Fehler im Umgang mit Pandemie

Die chinesische Regierung hat sich aus eigener Sicht nichts vorzuwerfen, was ihr Handeln in der Corona-Krise betrifft. Das hat sie sogar schwarz auf weiß festgehalten, wie ARD-Korrespondent Steffen Wurzel berichtet.

7.6.2020 • 13:23 Uhr

Richtiger Umgang mit den Daten von Restaurantgästen

Restaurants müssen derzeit festhalten, wer wann ihr Lokal besucht hat. Doch im Umgang mit den Daten gibt es einiges zu beachten, sagt Datenschützer Stefan Brink gegenüber dem SWR.

7.6.2020 • 13:12 Uhr

Ausgangssperre in griechischen Flüchtlingslagern verlängert

Seit dem 21. März gilt in den Flüchtlingslagern in Griechenland eine strikte Ausgangssperre. Nun teilte die Regierung mit, dass die Maßnahme um zwei Wochen, bis zum 21. Juni, verlängert wird.

In den völlig überfüllten Lagern ist es so gut wie unmöglich, die vorgegebenen Sicherheitsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus umzusetzen. Allein in den insgesamt auf 5400 Bewohner ausgelegten Flüchtlingslagern auf den Ägäis-Inseln leben mehr als 33.000 Menschen. Hinzu kommen etwa 70.000 Menschen in Flüchtlingslagern auf dem Festland.

7.6.2020 • 13:05 Uhr

Großbritannien will Kirchen ab Mitte Juni teilweise öffnen

Ab dem 15. Juni können Briten wieder Gotteshäuser aufsuchen, allerdings nur für "private individuelle Gebete", wie das Büro von Premierminister Boris Johnson ankündigte. Gottesdienste bleiben weiterhin untersagt.

"Menschen aller Glaubensrichtungen haben enorme Geduld bewiesen", sagte Gemeindeminister Robert Jenrick. Sie hätten ertragen, Ostern, Pessach, Ramadan oder Vaisakhi nicht mit Freunden und Familien feiern zu können. "Jetzt können wir mit diesem kleinen, aber wichtigen Schritt ein Stück vorankommen."

7.6.2020 • 12:54 Uhr

Demonstrieren mit Abstand

Bundesweit gingen gestern Zehntausende Menschen gegen Rassismus auf die Straße. Angesichts der Menschenmassen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gemahnt, die Sicherheitsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie einzuhalten.

Im Interview mit der "Rheinischen Post" sagte er zudem, die EU müsse "einen besseren Mechanismus für Gesundheitskrisen" entwickeln, "so wie wir auch einen für Finanzkrisen gefunden haben". Er stelle sich eine Art "Gesundheits-NATO" vor, in der sich die EU-Staaten gegenseitig im Pandemiefall unterstützten.

EU-Staaten sollten mithilfe gemeinsamer Strukturen auf Experten, Ärzte und Ressourcen zugreifen können. Dann müsse man auch nicht 27 Mal nationale Reserven mit Schutzmasken anlegen, sondern könne eine europäische Reserve aufbauen.

7.6.2020 • 12:40 Uhr

Lehrerverband für Maskenpflicht im Unterricht

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat sich im "Bild"-Interview für eine Maskenpflicht im Unterricht ausgesprochen, sobald die Schulen zum normalen Betrieb zurückkehren. Das Tragen eines Nasen-Mund-Schutzes auch in den Unterrichtsstunden sei sinnvoll, würde den Unterricht aber auch erschweren, räumte Meidinger ein.

Bereits am Freitag hatte die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, erklärt, dass die Schulen "so bald wie möglich" wieder zu einem geregelten Schulablauf zurückkehren sollten. Allerdings mahnte sie an, Mindestabstände und Hygieneregeln einzuhalten. Wo das nicht möglich sei, müsste über weitere vorsorgliche Maßnahmen nachgedacht werden.

7.6.2020 • 12:03 Uhr

Mehrere arabische Länder lockern Beschränkungen

Nach dem weitgehenden Stillstand des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie kehren mehrere Länder im arabischen Raum wieder schrittweise zum gewöhnlichen Alltag zurück. Unter anderem kündigten Ägypten, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen an, um Wirtschaft und Tourismus langsam wiederzubeleben - trotz vielerorts steigender Infektionszahlen. "Die Lockerungen kommen ziemlich früh", teilte das Zentrum für internationalen Gesundheitsschutz des Robert Koch Instituts auf Anfrage mit. Die Fallzahlen in den Ländern der Arabischen Halbinsel seien aktuell besonders hoch. Weltweit sei in der Region pro 100.000 Einwohner aktuell gar die höchste Falldichte zu vermelden.

Menschen halten Abstand, während sie eine Springbrunnen-Show in Dubai verfolgen. | AFP

Menschen halten Abstand, während sie eine Springbrunnen-Show in Dubai verfolgen. Bild: AFP

7.6.2020 • 10:39 Uhr

Ungarn hebt Reisebeschränkungen auf

Ungarn hebt alle Beschränkungen im Personenverkehr mit Deutschland auf, die das mitteleuropäische Land im März wegen der Corona-Pandemie verhängt hat. Dies gab der ungarische Außenminister Peter Szijjarto auf seiner Facebook-Seite bekannt. Deutsche Staatsbürger können ab Sonntag, 80 Uhr, ohne Auflagen in Ungarn einreisen. Ungarn, die aus Deutschland zurückkehren, brauchen sich nicht mehr einer 14-tägigen Heimquarantäne zu unterziehen.

7.6.2020 • 10:36 Uhr

Hamburg kassierte mehr als 320.000 Euro an Corona-Bußgeldern

Rund 6650 Bußgeldbescheide wurden bis Ende Mai in Hamburg ausgestellt, weil Einwohner gegen die geltenden Corona-Auflagen verstoßen haben. Das ergab eine Anfrage der Linksfraktion. Dadurch seien bereits mehr als 320.270 Euro in die Haushaltskasse geflossen.

Am häufigsten wurde demnach gegen das Kontaktverbot verstoßen. An zweiter Stelle steht die Missachtung von Sicherheitsabständen und auf Platz drei liegt die unerlaubte Nutzung von gesperrten Spielplätzen.

7.6.2020 • 10:07 Uhr

Virologe Streeck hofft auf "schleichende Immunität" im Sommer

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck geht davon aus, dass es noch dauern wird, bis ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung steht. Trotzdem "sollten wir uns im Sommer etwas mehr Mut erlauben", so der Professor gegenüber der Deutschen Presseagentur.

Sein Gedankengang: Studien hätten belegt, dass knapp 80 Prozent der Ansteckungen mit dem Virus ohne Symptome verlaufen. Und nach der Infektion seien die Betroffen immun oder zumindest teilweise immun.

"Wir wissen noch nicht, ob es eine schützende Immunität ist, aber sie bauen zumindest Antikörper gegen das Virus auf, und da kann man davon ausgehen, dass das zumindest einen Teilschutz ergibt. Wenn wir jetzt während der Sommermonate solche Infektionen zulassen, dann bauen wir eine schleichende Immunität in der Gesellschaft auf, die dann am Ende diejenigen schützt, die auch einen schwereren Verlauf haben können", so Streeck.

7.6.2020 • 09:46 Uhr

Moskau eröffnet trotz Pandemie Buchmesse

Mitten auf dem Roten Platz in Moskau wurde trotz der Ausbreitung des Coronavirus eine Buchmesse eröffnet. Drei Tage lang können Gäste die Messe unter freiem Himmel besuchen.

Es sei wichtig, wieder ins Leben zurückzukehren, teilten die Veranstalter mit. Allerdings gibt es umfangreiche Sicherheitsvorschriften wie Schutzkleidung. Bei den Besuchern wird am Eingang zur Messe die Temperatur gemessen.

Die Infektionszahlen in Russland sind nach wie vor hoch: In den vergangenen 24 Stunden wurden den Gesundheitsbehörden fast 9000 weitere bestätigte Fälle und 134 Todesopfer gemeldet.

Eine Frau in kompletter Corona-Schutzkleidung stapelt auf dem Roten Platz Bücher an einem Stand der Anfang Juni eröffneten Buchmesse. | dpa

Ein Stück Normalität in Pandemie-Zeiten - so werben die Veranstalter für die Messe auf dem Roten Platz. Bild: dpa

7.6.2020 • 08:59 Uhr

WHO empfiehlt nun Gesichtsmasken

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihren Standpunkt zum Tragen von Gesichtsmasken in der Corona-Krise geändert. Zur Eindämmung von Infektionen empfehle man nun ihre Nutzung in überfüllten öffentlichen Einrichtungen, teilte die WHO in Genf mit. Zugleich warnte die UN-Organisation jedoch, Masken könnten das Erkrankungsrisiko sogar erhöhen, wenn Menschen diese mit schmutzigen Händen berührten und so kontaminierten. "Masken können auch ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Bislang war die Haltung der WHO, dass Mundschutz nur für Kranke und Menschen, die Kranke pflegten, sinnvoll sei. Der Massengebrauch wurde nicht empfohlen.

7.6.2020 • 07:29 Uhr

Erste Lockerungen in New York

Nach rund drei Monaten treten morgen in der US-Metropole New York die ersten Lockerungen der Corona-Auflagen in Kraft. In der ersten Phase, in der Einschränkungen aufgehoben werden, können dann unter anderem Bauarbeiten fortgesetzt werden und nicht systemrelevante Geschäfte können ihre Waren beispielsweise durch die Eingangstür heraus verkaufen. Insgesamt soll es vier solcher Lockerungsphasen geben, wobei jede über einen Zeitraum von zwei Wochen andauert.

Im gesamten Bundesstaat New York haben sich bislang insgesamt 400.000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt. Etwa 30.000 Menschen starben nach einer Infektion. Rund zwei Drittel der Infektions- wie auch der Todesfälle entfielen dabei auf die Großstadt New York.

7.6.2020 • 07:22 Uhr

Minus im chinesischen Außenhandel

Nachdem die Exporte Chinas im April sogar noch ein Plus von 3,5 Prozent verbucht hatten, brach der Außenhandel der Volksrepublik im Mai gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein. In US-Dollar berechnet gingen die Ausfuhren aus China um 3,3 Prozent zurück. Die Importe brachen sogar um 16,7 Prozent ein.

7.6.2020 • 06:39 Uhr

Richterbund fürchtet lange Aufarbeitung Verfahren

Der Deutsche Richterbund rechnet damit, dass es noch bis zum Ende des Jahres dauern könnte, um die Gerichtsverfahren aufzuarbeiten, die wegen der Corona-Krise vorübergehend ausgesetzt worden waren. Das sagte der Geschäftsführer der Richterbundes, Sven Rebehn, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die verschobenen Prozesse müssten parallel zu den neu startenden Verhandlungen abgearbeitet werden. Viele Anwälte seien bereits komplett ausgelastet. Zudem seien viele Gerichtssäle zu klein, um den vorgeschriebenen Mindestabstand zwischen den Teilnehmern an den Verfahren einhalten zu können.

7.6.2020 • 05:45 Uhr

Maas erteilt Rückholaktionen für infizierte Deutsche eine Absage

Die Bundesregierung wird nach Angaben von Außenminister Heiko Maas (SPD) im Sommer keine Urlauber mit Coronavirus-Infektionen nach Deutschland zurückholen. "Wer sich im Urlaub infiziert, kann jedenfalls nicht davon ausgehen, dass wir ihn nach Deutschland zurückbringen", sagte Maas der "Bild am Sonntag".

"Natürlich stehen in akuten Notfällen unsere Auslandsvertretungen immer bereit, konsularisch zu unterstützen. Aber: Die Bundesregierung wird im Sommer nicht noch einmal Flieger schicken können, um deutsche Urlauber heimzuholen."

7.6.2020 • 05:30 Uhr

RKI meldet 301 bestätigte Neuinfektionen für Deutschland

Das Robert Koch-Institut meldet 301 bestätigte Neuinfektionen für Deutschland. Die Gesamtzahl der Fälle liegt damit bei 183.979. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus erhöht sich um 22 auf 8668.

7.6.2020 • 05:24 Uhr

Brasilien nimmt Zahl der Corona-Fälle und -Toten aus dem Netz

Die brasilianische Regierung veröffentlicht im Internet keine Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle und der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 in dem Land mehr. Das Gesundheitsministerium entfernte auch die Datensammlung, die die Entwicklung der vergangenen Monate aufzeigte, aus dem Netz. "Die kumulativen Daten spiegeln nicht wider, wo sich das Land gerade befindet", twittert Präsident Jair Bolsonaro. "Andere Bemühungen laufen für die Berichterstattung über die Fälle und die Bestätigung der Diagnosen."

Zuletzt hatte Brasilien mehr als 672.000 Fälle gemeldet - mehr als jedes andere Land abgesehen von den USA. Die Zahl der Toten steuerte bis Samstag auf 36.000 zu.

7.6.2020 • 03:19 Uhr

Vestager peilt stärkere Regulierung von US-Technologieriesen an

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager strebt eine stärkere Regulierung der US-Technologieriesen an, die in der Corona-Krise noch dominanter geworden seien als sie es ohnehin schon waren. "In den vergangenen Wochen waren wir alle fasziniert davon, was digital alles möglich ist. Aber Corona hat gezeigt wie abhängig wir von US-Konzernen sind, und das war ein Weckruf", sagte die dänische Politikerin der "Welt am Sonntag". Die EU müsse digitale Märkte künftig besser regulieren als bisher und sammle dafür gerade Ideen.

7.6.2020 • 02:45 Uhr

Reservierung per App soll überfüllte Strände verhindern

Mit Reservierungen über eine Smartphone-App will Schleswig-Holstein in diesem Sommer für eine Einhaltung der Corona-Abstandsregeln an den Stränden sorgen. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sagte dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag", in einigen Orten könnten Besucher demnächst Strandabschnitte per App buchen, um eine Überfüllung zu verhindern. "Man kann über die App anmelden, dass man in einem bestimmten Zeitraum an einen Strandabschnitt will. Wenn dort noch Platz ist, bucht man sich ein und hat dann eine Zugangsberechtigung", sagte Günther. Das System sei von der Gemeinde Scharbeutz in der Lübecker Bucht entwickelt worden und könne nun auch von anderen Orten genutzt werden.

7.6.2020 • 02:31 Uhr

Johnson will Restaurant-Besuche und Hochzeiten im Freien erleichtern

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson will die Beschränkungen für Restaurant-Besuche im Freien und Hochzeiten Medienberichten zufolge lockern. Johnson wolle angesichts der Coronavirus-Pandemie die Vorschriften entschärfen, deretwegen viele Pubs, Cafes und Restaurants ihre Außenbereiche nicht bestuhlen können, berichtete die "Sunday Times". Zudem sollten Hochzeiten im Freien zugelassen werden, was bisher nur Juden und Quäkern gestattet ist. Hochzeiten in geschlossenen Räumen und Trauerfeiern mit bis zu zehn Gästen sollten ebenfalls ab Anfang Juli wieder erlaubt werden.

7.6.2020 • 02:20 Uhr

Art Basel 2020 endgültig abgesagt

Die wegen der Corona-Pandemie bereits vom Juni auf September verschobene Kunstmesse Art Basel ist nun für 2020 ganz abgesagt worden. Die Veranstalter teilten am Samstag mit, ausschlaggebend dafür seien unter anderem die Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für alle Beteiligten, die finanziellen Risiken für Aussteller und Partner sowie die anhaltenden Behinderungen des internationalen Reiseverkehrs. Eine Rolle habe auch gespielt, dass in der Schweiz noch keine Regeln für Großveranstaltungen getroffen worden seien. Ende März hatte der Veranstalter MCH Group die Messe zunächst von Juni auf September verschoben.

7.6.2020 • 02:10 Uhr

Maas hofft auf EU-China-Gipfel noch bis Jahresende

Bundesaußenminister Heiko Maas hofft darauf, den verschobenen EU-China-Gipfel noch in diesem Jahr nachholen zu können. «Ich hoffe noch, dass der Gipfel bis zum Jahresende stattfinden kann», sagte Maas der «Bild am Sonntag». «China ist kommende Supermacht. China ist Deutschlands größter Handelspartner.» Dennoch dürfe man den Dialog mit Peking «nicht allein auf Wirtschafts- und Handelsfragen reduzieren». «Wir brauchen eine gemeinsame europäische Strategie, um unsere freiheitlichen Werte gegenüber China zu vertreten.»