Demonstration in Paris gegen die Corona-Politik | AP
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Coronavirus-Pandemie ++ Proteste gegen Macrons Politik ++

Stand: 08.01.2022 23:41 Uhr

Mehr als 100.000 Menschen haben in Frankreich gegen die Corona-Politik protestiert. In Großbritannien gab es bislang mindestens 150.000 Tote nach einer Corona-Infektion. Der Liveblog vom Samstag zum Nachlesen.

8.1.2022 • 23:41 Uhr

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8.1.2022 • 22:45 Uhr

Infizierte "Gorch Fock"-Crewmitglieder in Hamburg gelandet

14 mit Corona infizierte Crewmitglieder des Segelschulschiffs "Gorch Fock" sind in Deutschland eingetroffen. Gemeinsam mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr seien die Covid-Patienten in einem Spezialflugzeug von Teneriffa nach Hause gebracht worden, sagte ein Luftwaffensprecher der Nachrichtenagentur dpa. Am Abend landete der Airbus in Hamburg-Fuhlsbüttel.

Die Corona-Infektionen bei der Stammbesatzung der "Gorch Fock" hatten den Beginn der ersten Ausbildungsfahrt des Segelschulschiffs nach jahrelanger Restaurierungspause verzögert. Die Bark liegt derzeit im Hafen von Santa Cruz. Die Anreise der Offiziersanwärter für die vorgesehene Ausbildungsfahrt musste verschoben werden. Anfang Oktober war der runderneuerte Dreimaster nach jahrelanger Werft-Zeit nach Kiel zurückgekehrt. Die Kosten für die Sanierung waren in den vergangenen Jahren von zunächst geplanten 10 auf 135 Millionen Euro gestiegen. Im Heimathafen Kiel werden Schiff und Crew im März zurückerwartet.

8.1.2022 • 20:57 Uhr

Demonstrationen gegen Macrons Politik

Insgesamt mehr 100.000 Menschen haben in Frankreich gegen die Corona-Politik der Regierung von Präsident Emmanuel Macron demonstriert. Allein in Paris gingen laut Medienberichten 18.000 Menschen auf die Straße.

Im Fokus der Proteste stehen geplante drastische Einschränkungen für Ungeimpfte. Sie sollen schon bald keinen Zugang mehr zu Kinos, Bars oder Fernzügen haben. Das Gesetzesvorhaben ist aber noch nicht durch das Parlament. Im Unterhaus hatte es hitzige Debatten dazu gegeben.Angefacht wurden die Proteste auch von der Ankündigung Macrons in einem Interview, Ungeimpfte in der Corona-Pandemie bis zum Ende "nerven" zu wollen. Macron hatte dabei eine Vokabel aus der Umgangssprache verwendet, was ihm heftige Kritik aus Opposition und Gesellschaft einbrachte.

Aktuell ist Frankreich stark von der Pandemie getroffen. Der Inzidenzwert lag zuletzt bei 2528.

8.1.2022 • 18:24 Uhr

Insgesamt mehr als 150.000 Tote in Großbritannien

Die Zahl der Todesfälle nach einer bestätigten Corona-Infektion in Großbritannien hat die Marke von 150.000 überschritten. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden inzwischen 150.057 Todesfälle in dem Land innerhalb von 28 Tagen nach einem positiven Testergebnis registriert. Die tatsächliche Zahl dürfte aber noch höher sein. Auf dem Totenschein wurde bereits bei mehr als 173.000 Menschen in Großbritannien Covid-19 vermerkt.

Das Land mit etwa 67 Millionen Einwohnern ist weiterhin fest im Griff der Omikron-Welle. Allein am Samstag wurden rund 146.000 Neuinfektionen registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt inzwischen bei 1900. Schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie lehnt die Regierung in London bislang ab.

8.1.2022 • 18:13 Uhr

Wüst: "Geboosterte von der Testpflicht im Sport befreien"

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst will im Sport die Menschen mit einer Auffrischungsimpfung von einer zusätzlichen Testpflicht befreien. Auf die Frage, ob die Testpflicht für Geboosterte auch im Sport wegfallen solle, sagte Wüst in Düsseldorf: "Die Gleichsetzung der Geboosterten mit den Getesteten soll generell gelten. Das ist meine Überzeugung." Gerade die Bedeutung von Sport für junge Leute, für Kinder sei noch mal thematisiert worden. Wüst sprach nach einer gemeinsamen Klausurtagung der CDU-Spitzen aus NRW, des Europaparlaments und des Bundestags.

Die Bund-Länder-Runde mit Bundeskanzler Olaf Scholz hatte am Freitag keine neuen Beschlüsse zum Sport gefasst. Derzeit müssen nach der geltenden Corona-Schutzverordnung in NRW beispielsweise auch Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung bekommen haben, zusätzlich einen aktuellen negativen Test vor dem Indoor-Sportreiben nachweisen (2G plus). Dies gilt beispielsweise für das Betreten von Fitnessstudios oder beim Tennis in der Halle.

8.1.2022 • 17:29 Uhr

Wieder 40.000 Menschen bei Protesten in Wien

In Österreich haben erneut Zehntausende gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. In Wien beteiligten sich nach Schätzungen der Polizei rund 40.000 Menschen an einem Protestmarsch. Die Demonstration verlief weitgehend friedlich. Zur Überprüfung einiger Teilnehmer wurde der Protestzug kurz angehalten. Einige Demonstranten versuchten dabei laut Polizei die Sperre zu durchbrechen. Es habe einzelne Festnahmen gegeben, hieß es. Mehr als 1000 Polizisten waren im Einsatz. Die Demonstranten wandten sich unter anderem gegen die geplante Corona-Impfpflicht, die ab Februar gelten soll. In den vergangenen Wochen war es mehrfach zu ähnlich großen Protestkundgebungen in Wien gekommen.

8.1.2022 • 17:25 Uhr

Dresden: Kerzenaktion erinnert an Corona-Opfer

Mehrere Hundert Menschen haben in Dresden ein Zeichen gegen gewaltsame Corona-Proteste und für Solidarität gesetzt. Vor der Dresdner Frauenkirche wurden dazu Kerzen abgestellt, um an die Todesopfer der Corona-Pandemie zu erinnern. In Dresden sind bisher rund 1400 Menschen an und mit Covid-19 gestorben. Zur Kerzenaktion auf dem Neumarkt hatte die Initiative "Haltung zeigen" aufgerufen. Sie stand unter dem Motto "Mit Abstand und Anstand optimistisch ins neue Jahr". Bis zum späten Nachmittag waren rund 300 Menschen, darunter viele Familien mit Kindern, dem Aufruf gefolgt.

Die Aktion wurde unter anderem vom Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), der Semperoper Dresden, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Schlösserland Sachsen unterstützt. Das Areal zum Abstellen der Kerzen durfte nur von bis zu zehn Personen gleichzeitig betreten werden. Das Tragen einer FFP2-Maske war für eine Teilnahme zwingende Voraussetzung.

8.1.2022 • 17:17 Uhr

Soldaten auf "Gorch Fock" an Covid-19 erkrankt

Auf dem deutschen Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock" sind mehrere Besatzungsmitglieder an Covid-19 erkrankt. Am Nachmittag startete von der spanischen Insel Teneriffa aus ein für medizinische Versorgung ausgestatteter Airbus A310, "um Covid-Patienten von der Gorch Fock nach Hause zu bringen", wie die Luftwaffe auf Twitter mitteilte. Ein Sprecher sagte auf Anfrage, es seien 14 Passagiere aufgenommen worden. Das Flugzeug sollte demnach am Abend in Hamburg eintreffen, wo die Patienten weiter versorgt werden sollten.

Die "Gorch Fock" war Mitte November nach jahrelanger Reparatur wieder zu einer Ausbildungsfahrt ausgelaufen. An Bord waren zunächst 120 Besatzungsmitglieder. Der Dreimaster sollte nach den Kanarischen Inseln weiter ins spanische Malaga und dann zurück über Brest nach Kiel fahren.

8.1.2022 • 16:53 Uhr

Iranischer Filmemacher Abtin stirbt an Corona

Knapp einen Monat nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ist der iranische Filmemacher und Dichter Baktasch Abtin an den Folgen von Covid-19 gestorben. Wie die halbamtliche Nachrichtenagentur Isna berichtete, starb er in einem Teheraner Krankenhaus im Kreise seiner Familie. Abtin wurde 47 Jahre alt.

Der Filmemacher hatte sechs Jahre in Haft verbracht, offiziell wegen "Propaganda, die gegen die nationale Sicherheit" gerichtet gewesen sei. Nachdem er sich zum zweiten Mal mit dem Coronavirus infizierte, wurde ihm im Dezember Hafturlaub gewährt. Als er freikam, versetzten ihn Ärzte in ein künstliches Koma. Abtin drehte Dokumentarfilme und brachte mehrere Gedichtbände heraus.

Der US-Autorenverband PEN America schrieb, Abtin sei im iranischen Gefängnis vernachlässigt worden, sein Tod sei gänzlich vermeidbar gewesen.

8.1.2022 • 16:42 Uhr

Corona-Demonstration in Hamburg

Etwa 14.000 Impfgegner und Gegner der Corona-Maßnahmen sind nach Angaben der Polizei durch die Hamburger Innenstadt gezogen, um gegen die Corona-Politik von Bund und Ländern zu demonstrieren. Zu größeren Zwischenfällen sei es nicht gekommen. In der Menge waren viele Menschen ohne Masken und Abstand unterwegs. Die Polizei hatte strenge Kontrollen angekündigt. Gegen eine Person sei ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet worden, hieß es weiter. Sie habe einen Davidstern mit der Aufschrift "ungeimpft" getragen. Wegen der Demonstration kam es in der Innenstadt aufgrund von Straßensperrungen zu Verkehrsbehinderungen.

8.1.2022 • 16:28 Uhr

Schwedische Thronfolgerin Victoria positiv getestet

Die schwedische Kronprinzessin Victoria ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das teilte der Hof in Stockholm mit. Weiter heißt es, die Thronfolgerin sei vollständig geimpft. Victoria habe sich isoliert. Ihr offizielles Programm für die kommende Woche sei entsprechend angepasst worden.

Zu Beginn der Woche waren König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia ebenfalls positiv getestet worden. Beide hätten "milde Symptome" und fühlten sich "den Umständen entsprechend gut".

8.1.2022 • 15:56 Uhr

Britischer Ex-Berater belastet Regierung Johnson

In der Affäre um angebliche Partys während des Lockdowns in der Londoner Downing Street hat der Ex-Chefberater von Premierminister Boris Johnson die Regierung belastet. Laut Dominic Cummings hatte ein führender Mitarbeiter im Regierungssitz per Email zu einer Veranstaltung am 20. Mai 2020 im Garten eingeladen. Warnungen, solch eine Party sei illegal, habe man ignoriert.

Ein im "Guardian" veröffentlichtes Foto, auf dem neben dem Ex-Berater auch Regierungschef Johnson im Mai 2020 bei Käse und Wein im Garten der Downing Street 10 zu sehen sind, zeige hingegen keinen Verstoß, behauptete Cummings. Es habe sich lediglich um den Ausklang von mehreren Sitzungen gehandelt, die damals wegen der geringeren Ansteckungsgefahr häufig im Freien stattgefunden hätten, so der Wahlkampfstratege.

Zu der Zeit galten in Großbritannien aufgrund der Corona-Pandemie strenge Kontaktbeschränkungen. Eine interne Untersuchung soll klären, ob die Regierung gegen die eigenen Lockdown-Regeln verstoßen hat.

8.1.2022 • 15:35 Uhr

Wüst fordert rasche Vorlage eines Impfgesetzes

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst pocht auf die baldige Vorlage eines Gesetzes zur Impfpflicht. "Das Gesetz muss relativ zügig da sein", sagte Wüst in Düsseldorf am Rande einer Klausurtagung der NRW-CDU. "Es wäre gut, dass ein Entwurf vorliegt. Wir brauchen zügig Klarheit." Dies sei auch mit Blick auf kursierende Verschwörungstheorien von Impfgegnern notwendig. "Klarheit schafft ein Stück Befriedung", betonte Wüst.

8.1.2022 • 14:45 Uhr

Britische Regierungsberater derzeit gegen vierte Impfung

Britische Regierungsberater haben sich gegen eine vierte Corona-Impfspritze für ältere Menschen und Pflegeheimbewohner ausgesprochen. Daten der Gesundheitsschutzbehörden hätten ergeben, dass Menschen über 65 drei Monate nach einer dritten Impfdosis zu 90 Prozent vor Krankheitsverläufen geschützt sind, bei denen sie im Krankenhaus behandelt werden müssten, erklärte das Komitee für Impfung und Immunisierung. Drei Dosen böten daher anhaltend Schutz vor schweren Corona-Infektionen.

Das Komitee riet der Regierung deshalb, auf eine vierte Spritze für Menschen über 80 und in Pflegeheimen zu verzichten und sich stattdessen darauf zu konzentrieren, möglichst vielen Menschen eine dritte Spritze zu verabreichen. Man werde die Entwicklung aber im Auge behalten.

8.1.2022 • 14:12 Uhr

Ermittler griffen unrechtmäßig auf Luca-App-Daten zu

Nach SWR-Recherchen hat die Polizei Mainz bei Ermittlungen zu einem Todesfall unrechtmäßig auf Daten von Besuchern einer Gaststätte aus der Luca-App zugegriffen. Dafür habe keine hinreichende rechtliche Grundlage bestanden, erklärte die Staatsanwaltschaft Mainz am Freitagabend. Die Behörde hatte der Abfrage eigenen Angaben zufolge zugestimmt. Als Folge seien 21 potenzielle Zeugen telefonisch kontaktiert worden. Die Staatsanwaltschaft entschuldigte sich bei den Betroffenen.

Die Ermittlungen folgten auf den Sturz eines Mannes am 29. November vergangenen Jahres nach dem Verlassen einer Gaststätte, wie der SWR berichtete. Der Mann starb demnach einige Tage später an den Folgen. Mit der Datenabfrage seien Besucher der Gaststätte ausfindig gemacht worden, um sie als mögliche Zeugen zu gewinnen. Daten aus der Luca-App dürfen nicht für die Strafverfolgung verwendet werden.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, es werde nun sichergestellt, dass die entsprechenden Daten nicht weiter genutzt werden. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz soll informiert werden.

8.1.2022 • 12:14 Uhr

IOC-Chef Bach verspricht Olympia-Quarantäne in angemessenem Hotel

Trotz der sich weiter verschärfenden Pandemie hat IOC-Chef Thomas Bach eine Absage der Olympischen Winterspiele in Peking erneut "definitiv" ausgeschlossen. "Die Corona-Politik in China ist eine Null-Covid-Politik, das heißt, sie ist sehr, sehr strikt und streng. Das sieht man immer wieder", sagte Bach der "Welt am Sonntag".

Die zuletzt auch von deutschen Sportlern geäußerte Kritik an den Bedingungen in Peking wollte Bach nicht gelten lassen. "Ich glaube nicht, dass sich die Bedenken gegen die Herangehensweise insgesamt gerichtet haben, sondern weil die Umsetzung einiger Bestimmungen bei diesen Testwettkämpfen nicht funktioniert hat. Es wurde teilweise übers Ziel hinausgeschossen, und es wurden auch noch nicht alle Protokolle für die Spiele angewandt, sondern strengere Regeln. Das ist von uns adressiert worden. Die kritisierten Maßnahmen werden korrigiert."

Niemand, der einen positiven Test abgegeben habe, aber asymptomatisch sei, müsse in ein Krankenhaus, sondern könne in einem angemessenen Hotel seine Quarantäne absolvieren, sagte Bach. Die Maßnahmen seien zwar einerseits strikter als in Tokio, wo die Impfrate innerhalb der Olympia-Blase bei knapp 90 Prozent gelegen habe, doch der Umgang innerhalb des geschlossenen Zirkels werde diesmal unbeschwerter sein.

8.1.2022 • 12:10 Uhr

Rumänien verschärft Vorschriften

In Rumänien sind strengere Corona-Schutzmaßnahmen in Kraft getreten. Unter anderem sind Gesichtsmasken auch im Freien vorgeschrieben. Einfache Stoffmasken sind verboten. Bei Verstößen werden bis zu 500 Euro Strafe fällig. Bars und Gaststätten dürfen nur noch 22 Uhr öffnen und je nach Infektionsrate nur noch 30 bis 50 Prozent ihrer Sitzplätze anbieten. Besucher müssen einen Corona-Pass vorzeigen. Das Gleiche gilt für Sportveranstaltungen, Fitnessstudios und Kinos. Quarantänezeiten wurden indessen verkürzt.

8.1.2022 • 12:08 Uhr

Rund 648.000 Impfdosen gegen Corona verabreicht

In Deutschland sind am Freitag mindestens 648.000 Impfdosen gegen Corona verabreicht worden. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Mindestens 59,7 Millionen Menschen in Deutschland (71,8 Prozent der Bevölkerung) haben demnach den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze.

Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung ("Booster") haben mindestens 35,1 Millionen Menschen (42,3 Prozent) bekommen. An der Spitze liegt hier das Saarland (50,8 Prozent), das Schlusslicht bildet Sachsen (33,4 Prozent). Diese dritte Dosis gilt inzwischen als wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron.

Hinzu kommen bei den Impfungen aber in der Regel noch einige Nachmeldungen. Am Donnerstag waren mindestens 595.189 Dosen gegen Corona in Deutschland verabreicht worden. Laut RKI haben etwa 62 Millionen Menschen (74,5 Prozent) bislang mindestens eine Impfdosis bekommen.

8.1.2022 • 11:20 Uhr

Neue Corona-Hilfen vor allem im Gastgewerbe gefragt

Die neue Überbrückungshilfe IV zum Ausgleich von Belastungen durch die Corona-Krise stößt vor allem im Gastgewerbe auf Nachfrage. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wurde unmittelbar mit dem Start der verbesserten Hilfen am Freitag ein Fördervolumen von fast 200.000 Euro beantragt. Die ersten Anträge seien unter anderem aus Bremen und Nordrhein-Westfalen eingereicht worden und hätten vor allem das Gastgewerbe betroffen, teilte das Ministerium mit.

Seit Freitag können bis Ende April Anträge für die Überbrückungshilfe IV für den Förderzeitraum Januar bis März 2022 gestellt werden. Die Förderbedingungen für Unternehmen wurden den Angaben zufolge nochmals verbessert, "um die Sorgen der betroffenen Branchen aufzunehmen". So könnten jetzt nicht nur Sach-, sondern auch Personalkosten geltend gemacht werden, die Unternehmen durch 2G- und 2G-Plus-Zutrittskontrollen entstehen. Man gehe davon aus, dass je nach Pandemieverlauf bis zu 100.000 Unternehmen Anträge stellen, hieß es weiter.

8.1.2022 • 11:01 Uhr

Italien: Impfpflicht für über 50-Jährige in Kraft

In Italien ist die Corona-Impfpflicht für Menschen im Alter von mehr als 50 Jahren in Kraft getreten. Das am Mittwoch im Ministerrat beschlossene Dekret wurde am heute wirksam, nachdem es gestern im Amtsblatt erschien.

Ungeimpfte haben jedoch noch Zeit, bis ihnen Konsequenzen drohen. Ab dem 1. Februar ist eine Strafe von 100 Euro für diejenigen vorgesehen, die bis dahin noch ungeimpft sind oder ihre zweite Dosis beziehungsweise den Booster nicht erhalten haben, obwohl sie es könnten. Die Impfpflicht gilt bis zum 15. Juni und für alle Menschen über 50 mit Wohnsitz in Italien, also auch ausländische Staatsbürger.

Ab dem 15. Februar greift für die über 50-Jährigen zudem die 2G-Regel auf der Arbeit. Wer ab dann nicht geimpft oder nachweislich genesen ist, kann zum Beispiel nicht mehr ins Büro kommen. Für jüngere Arbeitnehmer reicht ein negativer Test. Wer dennoch erscheint und erwischt wird, muss wie bisher mit einer Strafe zwischen 600 und 1500 Euro rechnen.

8.1.2022 • 11:00 Uhr

Finanzielle Auswirkungen von Homeoffice

Im Dezember vergangenen Jahres waren laut Berechnungen des ifo-Instituts zeitweise 27,9 Prozent der Beschäftigten von zu Hause aus tätig. Das hat Folgen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, erklärt Lilli-Marie Hiltscher.

8.1.2022 • 10:46 Uhr

Holetschek skeptisch gegenüber 2G plus in der Gastro

Mit Blick auf die Omikron-Entwicklung werde die bayerische Staatsregierung die gestern von Bund und Ländern beschlossene 2G-Plus-Regel für die Gastronomie genau prüfen. Das sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek dem BR. Man müsse "genau abwägen", ob die die 2G-Plus-Regel für Bayern verhältnismäßig sei.

Er trage die "Skepsis gegenüber der 2G-Plus-Regel in der Gastro vollkommen mit", die Ministerpräsident Markus Söder gestern geäußert hatte, sagte Holetschek. Die Bayerische Staatsregierung werde auch Gespräche mit dem Hotel- und Gaststätten-Verband sowie mit Virologen führen.

Der CSU-Politiker kritisierte die Beschlüsse des Bund-Länder-Treffens scharf: Es sei "nichts wesentlich Substantielles beschlossen worden". Die Beschlüsse seien lediglich "eine Lage-Darstellung" gewesen, man habe "nichts wesentlich Substantielles beschlossen": Weder zur epidemischen Lage, die Holetschek "nach wie vor für richtig" halte, noch zur Impfpflicht. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern habe man bereits scharfe Maßnahmen beschlossen.

Die Omikron-Frage sei zudem beim Bund-Länder-Treffen nicht beantwortet worden: "welche Parameter sich da an was koppeln, konnte nicht einmal der Expertenrat richtig beantworten".

8.1.2022 • 10:29 Uhr

Omikron-Anteil in Hamburg bei 90 Prozent

Nach Angaben der Hamburger Sozialbehörde steht die Omikron-Variante mittlerweile hinter nahezu jeder Corona-Neuinfektion in der Hansestadt. Ende November sei die Delta-Variante noch der "Normalfall" gewesen und Omikron nur in Einzelfällen nachgewiesen worden.

8.1.2022 • 10:15 Uhr

Bundestagspräsidentin für Debatte über Impfpflicht noch im Januar

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas dringt auf eine Debatte über eine allgemeine Impfpflicht noch im Januar. "Das Parlament muss sich gründlich mit dem komplexen und kontroversen Thema Impfpflicht befassen", sagte sie der "Rheinischen Post".

"Ich würde es daher sehr begrüßen, wenn sich die Fraktionen im Bundestag auf eine Orientierungsdebatte zur Impfpflicht noch im Januar 2022 verständigen könnten", sagte die SPD-Politikerin. "Der Bundestag hat in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen, dass gerade die Debatten abseits der Fraktionslinien mit großem Interesse in der Bevölkerung aufgenommen worden sind." So könnten die Argumente für und gegen eine Impfpflicht am besten abgewogen werden.

8.1.2022 • 10:14 Uhr

FDP-Politiker Ullmann regt altersbezogene Impfpflicht an

In der Debatte über eine mögliche allgemeine Impfpflicht gegen Corona kann sich der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann eine altersabhängige Regelung vorstellen. "Der Maßstab für unser Handeln müssen nicht die Infektionszahlen, sondern die Krankheitszahlen sein", sagte Ullmann der "Augsburger Allgemeinen". "Wenn diese sich trotz aller anderen Maßnahmen erhöhen, könnte eine selektive, altersbezogene Impfpflicht greifen. Zum Beispiel für Menschen ab 50 Jahren - das ist aber bislang nur eine Überlegung." Ähnlich äußerte Ullmann sich bei "Zeit Online".

Eine Impfpflicht ab 50 Jahren hatte bereits der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger vorgeschlagen. Italiens Regierung hat sich bereits auf die Einführung einer Impfpflicht für Menschen über 50 Jahren verständigt, in Griechenland wurde eine Impfpflicht für Menschen über 60 beschlossen. Über eine allgemeine Corona-Impfpflicht in Deutschland soll der Bundestag voraussichtlich in diesem Jahr in freier Abstimmung ohne die sonst übliche Fraktionsdisziplin entscheiden.

8.1.2022 • 09:49 Uhr

Polizei beklagt Überlastung wegen Corona-Demonstrationen

Mit Blick auf die Versammlungen von Impfskeptikern und Kritikern der Corona-Maßnahmen beklagt der stellvertretende Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft GdP, Dietmar Schilff, eine permanente Überlastung der Beamtinnen und Beamten. Die zumeist unangemeldeten Versammlungen führten dazu, "dass die Polizei aus den Stiefeln nicht mehr herauskommt", sagte Schilff der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Zudem seien die Einsatzkräfte angesichts aggressiver Versammlungsteilnehmer erhöhter psychischer Belastung ausgesetzt. Die Beamten müssten "sehr viel Ruhe an den Tag legen und sich ein dickes Fell zulegen", um etwa Pöbeleien oder Angriffe zu ertragen. Schilff kritisierte "Sprüche von einer angeblichen Corona-Diktatur", die immer wieder aus dem Lager der "Spaziergänger" zu hören seien.

Schilff äußerte auch Sorge um die Gesundheit der Einsatzkräfte: "Bei diesen Auseinandersetzungen besteht allerdings auch die Gefahr, dass sich meine Kolleginnen und Kollegen mit Corona infizieren." Deshalb fordere die GdP schon lange, dass Infektionen im Dienst als Dienstunfall anerkannt werden.

8.1.2022 • 09:35 Uhr

Viel Kritik an Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern

Die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie stoßen auf ein geteiltes Echo. Ärzte, Patientenschützer und Gastronomen zeigten sich skeptisch.

8.1.2022 • 09:26 Uhr

Anwälte: Djokovic im Dezember mit Coronavirus infiziert

Nach Angaben seiner Anwälte ist Tennisstar Novak Djokovic am 16. Dezember 2021 zum zweiten Mal positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das geht aus Unterlagen hervor, die die Anwälte des Serben dem Gericht in Melbourne präsentiert haben und aus denen unter anderem die BBC berichtete.

Sollte sich der Sachverhalt bestätigen, könnte Djokovic eventuell doch das Recht gehabt haben, Anfang Januar nach Australien zu reisen. Ihm war am Mittwochabend die Einreise verweigert worden, weil er nicht die nötigen Dokumente für eine umstrittene medizinische Ausnahmegenehmigung hatte vorlegen können. Seitdem hält er sich in einem Hotel für Ausreisepflichtige auf.

Das Gericht in Melbourne will am Montagvormittag darüber entscheiden, ob Djokovic das Land verlassen muss oder doch bleiben und an den am 17. Januar beginnenden Australian Open teilnehmen darf. Dort würde es als Titelverteidiger an den Start gehen. Erstmals war der 34 Jahre alte Weltranglisten-Erste während seiner heftig kritisierten Adria Tour im Juni 2020 positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damals hatte Djokovic das Ergebnis selbst publik gemacht. Warum das dieses Mal nicht das Fall war, ist unklar.

8.1.2022 • 07:25 Uhr

Lauterbach betont Nutzen der Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet spürbare Effekte für den Kampf gegen die Corona-Pandemie durch die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. "Ich bin davon überzeugt, dass es eine große Gruppe von Ungeimpften gibt, die wir durch die Impfpflicht zu einer Impfung bewegen können", sagte er der "Welt am Sonntag". Auch wenn man selbst dann nicht alle Menschen erreichen werde.

Der SPD-Politiker betonte, seine Hoffnung sei, dass die Gesellschaft durch die Impfpflicht relativ gut geschützt sein werde. "Wir dürfen nicht mehr in eine Situation geraten, in der ein Sommer trügerisch gut ist, uns aber im Herbst neue Varianten überraschen - und das, ohne dass die breite Bevölkerungsmehrheit geimpft ist. Denn dann ginge alles wieder von vorne los."

Der Minister sagte, dass die Impfpflicht trotz eines geringeren Risikos für schwere Erkrankungen bei der neuen Omikron-Variante nötig sei. "Eine Omikron-Infektion macht nicht zwingend immun vor der nächsten Virusvariante. Der Glaube, dass die Omikron-Variante das Ende der Pandemie ist, ist naiv."

8.1.2022 • 07:05 Uhr

Mehr als 140.000 Infektionen in Indien

In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium rund 142.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist der höchste offizielle Wert seit Ende Mai. In vielen Ballungsräumen ist die Omikron-Variante inzwischen häufiger als die Delta-Variante des Coronavirus.

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 285 auf 483.463. Auch in Indien wird von hohen Dunkelziffern bei Infizierten und Todesopfern ausgegangen.

8.1.2022 • 05:44 Uhr

Mexiko überschreitet Marke von 300.000 Corona-Toten

Als fünftes Land der Welt hat Mexiko in der Coronavirus-Pandemie inzwischen mehr als 300.000 Todesopfer registriert. Der nordamerikanische Staat meldete am Freitag 131 neue Todesfälle, womit die Gesamtzahl bei 300.101 lag. Mehr Todesopfer infolge einer Covid-19-Erkrankung haben bisher nur die USA, Brasilien, Indien und Russland verzeichnet.

In Mexiko wird äußerst wenig auf das Coronavirus getestet. Dennoch nahm die Zahl der offiziell bestätigten Neuinfektionen zuletzt deutlich zu. Am Freitag stieg sie um 28.023 auf 4.083.118.

8.1.2022 • 05:27 Uhr

Analyse: Booster schützt Ältere zu 90 Prozent vor schwerem Verlauf

Booster-Impfungen gegen das Coronavirus bieten Senioren einer aktuellen Analyse zufolge auch bei einer Infektion mit der Omikron-Variante einen hohen Schutz vor einem schweren Verlauf. Drei Monate nach der Drittimpfung liegt der Schutz vor Einlieferung ins Krankenhaus bei rund 90 Prozent, wie die britische Gesundheitsbehörde UKHSA mitteilte.

Nach zwei Impfdosen liege der Schutz vor schweren Verläufen drei Monate nach der Impfung bei rund 70 Prozent, nach sechs Monaten noch bei 50 Prozent. Der Schutz vor einer Corona-Infektion mit milden Symptomen lag auf Omikron bezogen drei Monate nach der Booster-Impfung noch bei rund 30 Prozent.

8.1.2022 • 04:24 Uhr

Regierung peilt Impfquote von 95 Prozent bei Gefährdeten an

Die Bundesregierung hat die Messlatte für die sogenannte Herdenimmunität gegen Corona nach oben gelegt. "Unser Ziel muss es sein, zu einer Quote von 95 Prozent vor allem bei den gefährdeten Gruppen zu kommen", sagte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Sabine Dittmar, der "Augsburger Allgemeinen".

"Man hat am Anfang gedacht, dass eine Quote von 70 Prozent für die Herdenimmunität ausreicht. Das allerdings reicht, wie wir jetzt wissen, vor dem Hintergrund der zahlreichen Mutationen nicht aus." Omikron biete eine gewisse Chance, von einer weltweiten Pandemie in eine Endemie zu kommen. Aber dazu "brauchen wir noch mehr Impfungen", sagte Dittmar.

8.1.2022 • 03:54 Uhr

RKI meldet 55.889 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 335,9

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 55.889 Corona-Neuinfektionen. Das sind 29.497 Fälle mehr als am Samstag vor einer Woche, dem Neujahrstag, als 26.392 Positiv-Tests gemeldet wurden. Das RKI weist darauf hin, dass zum Jahreswechsel weniger getestet wurde und demnach vermutlich weniger Fälle gemeldet wurden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 335,9 von 303,4 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 268 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 113.900. Insgesamt wurden in Deutschland bislang mehr als 7,47 Millionen Corona-Infektionen registriert.

8.1.2022 • 03:54 Uhr

USA: Immer mehr Kinder mit Corona im Krankenhaus

In den USA müssen immer mehr mit dem Coronavirus infizierte Kinder unter fünf Jahren ins Krankenhaus. Deren Zahl sei auf den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie gestiegen, teilte die Gesundheitsbehörde CDC mit. Es handelt sich um die einzige Gruppe, die wegen ihres jungen Alters nicht impfberechtigt ist. Seit Mitte Dezember sei die Zahl der Klinikeinweisungen pro 100.000 Kinder von 2,5 auf vier gestiegen. In der Gruppe der Kinder von fünf bis 17 Jahren liegt der Wert bei rund 1,0 pro 100.000, wie aus den CDC-Daten hervorgeht. Sie beruhen auf Angaben von mehr als 250 Krankenhäusern in 14 US-Staaten.

CDC-Direktorin Rochelle Walensky wies darauf hin, dass mehr als 50 Prozent der Kinder von zwölf bis 18 Jahren und nur 16 Prozent in der Gruppe der Fünf- bis Elfjährigen vollständig geimpft seien. Es sei nötig, dass sich mehr ältere Kinder und Erwachsene impfen ließen, um ihr Umfeld zu schützen, gerade jene, die zu jung für die Impfung seien, sagte Walensky. Alles in allem ist die Rate der Klinikeinweisungen unter Kindern und Jugendlichen nach wie vor niedriger als in anderen Altersgruppen. Sie machten im Schnitt weniger als fünf Prozent der Einweisungen in Krankenhäuser aus, rechnete CDC vor.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Januar 2022 um 08:55 Uhr.