Ein Einwegmaske liegt in einer Fußgängerzone auf dem Boden | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ 25.000 feiern illegale Party in Madrid ++

Stand: 18.09.2021 22:21 Uhr

In Spaniens Hauptstadt Madrid haben nach Polizeiangaben rund 25.000 Menschen trotz Verbots eine Open-Air-Party gefeiert. Gesundheitsminister Spahn will die Nachweise für Genesene erleichtern. Die Entwicklungen vom Samstag zum Nachlesen.

  • 25.000 Menschen feiern illegale Party in Madrid
  • GEW-Chefin warnt vor erneuten Schulschließungen
  • DIW-Chef: Gestiegene Inflation kein Grund zur Sorge
  • Kassenärztechef fordert "Freedom Day" in sechs Wochen
  • RKI meldet 8901 Neuinfektionen - Inzidenz bei 72,0
18.9.2021 • 22:19 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute beenden wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse!

18.9.2021 • 17:48 Uhr

Madrid: 25.000 Menschen feiern illegale Open-Air-Party

In der spanischen Hauptstadt Madrid haben nach Angaben der Polizei rund 25.000 junge Leute trotz Verbots eine riesige Open-Air-Party gefeiert. In sozialen Netzwerken war zu sehen, wie die Teilnehmer in der Nacht zum Samstag auf Freiflächen zwischen Universitätsgebäuden in Madrids Stadtteil Ciudad Universitaria tanzten und Alkohol tranken, wie die Zeitung "El País" berichtete.

Auch aus Barcelona wurde vom Campus der Autonomen Universität eine ähnliche Massenfete mit 8000 Teilnehmern gemeldet, wie die Zeitung "La Vanguardia" schrieb. In Spanien hat gerade das Wintersemester begonnen. Partys im Freien oft mit viel Alkohol, die in Spanien "Botellones" genannt werden, sind verboten und das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit kann hohe Bußgelder nach sich ziehen. Das offizielle Nachtleben in Spanien unterliegt wegen Corona aber immer noch einigen Einschränkungen und ist gerade für junge Leute auch oft zu teuer.

Die Polizei in Madrid betonte, sie habe für die Auflösung einer solchen Massenansammlung nicht genügend Kräfte zur Verfügung gehabt und sich deshalb zurückgehalten. Die letzten Partygänger seien in Madrid erst am Samstagmorgen gegen sieben Uhr abgezogen. Elf Jugendliche kamen wegen Alkoholvergiftung in ärztliche Behandlung.

18.9.2021 • 17:46 Uhr

New Yorker Philharmoniker: Erstes Konzert seit über 500 Tagen

Nach Corona-bedingter Pause von mehr als 500 Tagen haben die New Yorker Philharmoniker ihr erstes reguläres Konzert gespielt. Wie der Lokalsender "NY1" berichtete, trugen die Zuschauer und fast alle Musiker in der ausverkauften Alice Tully Hall in der Upper West Side Manhattans am Freitagabend Masken. Zudem musste jeder Besucher nachweisen, geimpft zu sein. Der Saisonstart der Philharmoniker markiert einen weiteren Wegpunkt bei der vollständigen Öffnung New Yorks angesichts der gefallenen Corona-Beschränkungen. Zuletzt hatten auch die Spielstätten am Broadway wieder ihre Arbeit aufgenommen.

Zuschauer bei einem Konzert der New Yorker Philharmoniker in der Alice Tully Hall. | AFP

Die New Yorker Philharmoniker spielen erstes Konzert seit über 500 Tagen. Bild: AFP

18.9.2021 • 13:42 Uhr

Reiter: 2022 "definitiv keine Wiesn für alle"

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat schon jetzt klare Regeln für das Oktoberfest 2022 angekündigt. "Es wird definitiv keine Wiesn für alle geben", sagte der SPD-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Wenn sich jemand nicht testen oder impfen lassen will, dann wird er auch 2022 nicht aufs Oktoberfest gehen können." Nur für Kinder gebe es Ausnahmen.

Im Gegenzug solle aber in den Bierzelten und auf dem Festgelände Betrieb wie vor Corona herrschen, so Reiter. "Eine kastrierte Wiesn kann es nicht geben."  In den Zelten etwa könne es keine Vorschriften wie Abstandhalten oder das Tragen von Masken geben. "Das ist dann kein Oktoberfest. Bevor so etwas kommt, lassen wir es lieber sein."

Das Oktoberfest war wegen der Corona-Pandemie 2020 und 2021 abgesagt worden. Ob es 2022 tatsächlich wieder klappt, soll laut Reiter spätestens im April endgültig feststehen.

Zwei Freunde trinken pünklich um 12:00 Uhr ihr mitgebrachtes Bier auf der leeren Theresienwiese.  | dpa

Zwei Freunde trinken pünklich um 12 Uhr ihr mitgebrachtes Bier auf der leeren Theresienwiese in München. Heute hätte normalerweise das Oktoberfest begonnen - mehrere Wiesn-Fans zogen daher in Tracht und mit Bier und Brotzeit im Gepäck zur Theresienwiese, um trotzdem ein bisschen zu feiern. Bild: dpa

18.9.2021 • 13:38 Uhr

Leichte Entspannung der Lage im Iran

Im Iran zeichnet sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums eine leichte Entspannung der Corona-Lage ab. Die Fallzahlen seien wegen der Delta-Variante zwar immer noch relativ hoch, aber weitaus niedriger als in den letzten vier Wochen, erklärte das Ministerium auf seinem Webportal. Die Zahl der täglichen Todesfälle sei von über 700 auf fast 350, die der Neuinfektionen von mehr als 50.000 auf weniger als 13.000 gesunken.

Als Grund für die Wende nennen Gesundheitsexperten die Einfuhr ausländischer und Fertigstellung heimischer Impfstoffe in den vergangenen Wochen. Der bis dahin schleppende Fortgang der Impfungen sei kräftig beschleunigt worden. Laut Gesundheitsministerium wurden mittlerweile über ein Drittel der mehr als 83 Millionen Iraner mindestens einmal und 16 Prozent doppelt geimpft.

18.9.2021 • 13:01 Uhr

Demo in Melbourne: Festnahmen und Verletzte

In der australischen Metropole Melbourne sind bei gewaltsamen Protesten gegen den anhaltenden Corona-Lockdown mehrere Polizisten verletzt worden. Es seien mehr als 200 Demonstranten festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Die Demonstranten durchbrachen demnach Absperrungen im Stadtzentrum und lieferten sich gewaltsame Auseinandersetzungen mit den Beamten. Trotz eines Versammlungsverbots nahmen nach Polizeiangaben und 700 Menschen an der Protestaktion teil.

Beamte seien mit Wurfgeschossen beworfen, andere in der Menge regelrecht "niedergetrampelt" worden. Sechs Polizisten mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei setzte unter anderem Pfefferspray gegen die Demonstranten ein.

18.9.2021 • 12:37 Uhr

Spahn will Nachweis durchgemachter Infektion erleichtern

Für den Nachweis einer durchgemachten Corona-Infektion vor einer Impfung sollen bald auch Antikörpertests verwendet werden können. "Viele Bürgerinnen und Bürger waren infiziert, ohne es zu merken", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der "Bild"-Zeitung.

"Mit einem qualitativ hochwertigen Antikörpertest kann man das mittlerweile sicher nachweisen." Künftig gelte jeder als vollständig geimpft, "der mit einem Antikörpertest eine durchgemachte Infektion nachweisen kann und sich einmal hat impfen lassen", kündigte Spahn an. "So bekommen noch mehr Impfwillige ihre Freiheit zurück."

18.9.2021 • 12:06 Uhr

London Fashion Week ist zurück auf den Laufstegen

Erstmals seit Beginn der Pandemie hat die Modewoche in London ihren Auftakt mit echten Shows und Veranstaltungen gefeiert. "Bei der Fashion Week geht es nicht nur darum, Kleidung anzuschauen, es geht auch darum, über die Zukunft zu reden", sagte die Vorsitzende des Branchenverbandes British Fashion Council, Stephanie Phair, dem "Guardian". "Wir müssen zusammen kommen und darüber reden, wie der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft gelingen kann." Damit ist die möglichst ressourcenschonende Wiederverwertung von Rohstoffen und Materialien gemeint.

Models zeigen Modekreationen während der London Fashin Week. | EPA

Bild: EPA

18.9.2021 • 11:21 Uhr

Indien verabreicht 25 Millionen Impfdosen an Modis Geburtstag

Indien hat bei einer Impfkampagne am Geburtstag von Premierminister Narendra Modi 25 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus verzeichnet. Damit sei die Zahl der Impfungen insgesamt gegen das Coronavirus in Indien auf mehr als 790 Millionen gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Modi wurde am Freitag 71. Mehr als 62 Prozent der impfberechtigten Erwachsenen in Indien sind mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Etwa 21 Prozent haben zwei Dosen bekommen. Dem Gesundheitsministerium zufolge sollen bis Mitte Oktober mehr als eine Milliarde Impfdosen verabreicht sein.

18.9.2021 • 10:57 Uhr

Lauterbach warnt vor schwieriger Lage im Herbst

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fürchtet eine schwierige Corona-Lage im Herbst, falls die Impfkampagne nicht besser vorankommt. "Was wir momentan sehen, ist nach meinem Dafürhalten eine Verschnaufpause, nicht viel mehr", sagte er der "Passauer Neuen Presse" mit Blick auf die zuletzt leicht sinkenden Corona-Infektionszahlen.

"Ich gehe davon aus, dass die Fallzahlen in dem Moment wieder steigen werden, in dem sich das Leben der Menschen verstärkt in Innenräumen abspielt." Deutschland brauche ein "sehr viel höhere Impfquote", um in absehbarer Zeit in die Normalität zurückzukehren, mahnte Lauterbach. "Andernfalls droht uns ein schwieriger Herbst."

18.9.2021 • 10:51 Uhr

Polizei setzt Tränengas gegen Demonstranten in Melbourne ein

Die Polizei ist mit Tränengas gegen Demonstranten gegen den Lockdown wegen des Coronavirus in Melbourne vorgegangen. Bei der Demonstration von rund 1000 Menschen gab es auch kleinere Handgemenge. Mehrere Protestteilnehmer wurden festgenommen. Die meisten Teilnehmer trugen keine Maske, wodurch sie sich nicht an die Vorgaben hielten.

Der Ort des Protests war kurzfristig geändert worden, damit die Demonstranten den Behörden ausweichen konnten. Rund 2000 Polizisten wurden eingesetzt, um die Kundgebung zu stoppen. Der sechste Lockdown in Melbourne hatte am 5. August begonnen.

18.9.2021 • 10:50 Uhr

Auskunftspflicht wird ausgeweitet

Beschäftigte in Pflegeheimen, Schulen und Kitas dürfen inzwischen von ihren Arbeitgebern gefragt werden, ob sie gegen Covid-19 geimpft sind. Was das für den Alltag in den Einrichtungen bedeutet, erklärt Lothar Gries.

18.9.2021 • 10:40 Uhr

US-Experten: Auffrischungsimpfungen nur ab 65 Jahren

Ein Expertengremium der US-Gesundheitsbehörde FDA hat sich gegen Auffrischungsimpfungen für die meisten Menschen ausgesprochen. Für Senioren über 65 und Angehörige von Risikogruppen würde dies aber Sinn ergeben.

18.9.2021 • 10:17 Uhr

Spahn: Mehr als 62 Prozent der Bevölkerung haben vollständige Impfung erhalten

Nach Angaben von Gesundheitsminister Spahn haben 52,3 Millionen Menschen in Deutschland eine vollständige Impfung erhalten. 55,8 Millionen seien mindestens einmal geimpft worden. Doch noch seien die Unterschiede zwischen den Bundesländern deutlich. "Im Nordwesten sind wir fast am Ziel, im Südosten sollten wir noch deutlich höhere Quoten erreichen", schrieb Spahn auf Twitter.

18.9.2021 • 10:12 Uhr

Tokio-Marathon wegen Corona-Pandemie auf März 2022 verschoben

Der für den 17. Oktober geplante Tokio-Marathon ist wegen den Corona-Pandemie auf den 6. März 2022 verschoben worden. Noch immer befindet sich die Olympiastadt wegen der hohen Infektionszahlen im Ausnahmezustand. Aufgrund der schwierigen Prognose des Covid-19-Trends und den damit verbundenen Mobilitätseinschränkungen habe man sich für die Verschiebung entschieden, hieß es am Samstag vom Veranstalter.

18.9.2021 • 10:12 Uhr

GEW-Chefin warnt vor erneuten Schulschließungen

Die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Maike Finnern, warnt vor erneuten Schul- und Kita-Schließungen wegen der Corona-Pandemie im Herbst und Winter. "Die Politik muss jetzt alles dafür tun, dass wir keinen Winter wie im vergangenen Jahr bekommen," sagt sie dem Online-Magazin "Business Insider".

Der aktuelle Kurs sei aber der Falsche und die Maßnahmen für Schulen zu zögerlich. Ein Problem sei vor allem, dass nach wie vor flächendeckende PCR-Tests an Schulen fehlten. Zu viele Schulen setzten immer noch auf übliche Schnelltests, bei denen das Ergebnis aber oft nicht präzise genug sei.

Statt über Prävention zu diskutieren, begrenzten die Gesundheitsminister der Länder die Quarantäne in Kitas und Schulen auf wenige Personen. Es brauche aber einen Mix aus Maßnahmen aus PCR-Tests, Luftfiltern und mehr Personal. Sonst könne man nicht am Präsenz-Unterricht festhalten, wie von den Gesundheitsministern versprochen.

Schüler einer 12. Klasse sitzen in einem Klassenzimmer auf ihren Plätzen. | dpa

Schüler einer 12. Klasse in Dresden. Das Schuljahr steht erneut im Zeichen von Corona - mit zahlreichen Regeln für Quarantäne, Test- und Maskenpflicht. Bild: dpa

18.9.2021 • 09:31 Uhr

Städtetag will weitere Impfangebote

Zum Ende der Impfaktionswoche hat der Deutsche Städtetag von den Bundesländern Pläne für weitere kreative Impfangebote gefordert. "Gelegenheit macht Impfungen. Umso wichtiger ist es, dass es diese wirksamen Angebote auch nach dem Ende der Impfzentren zum 1. Oktober 2021 gibt", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland".

"Die Landesregierungen müssen dafür jetzt ihre Pläne auf den Tisch legen." Die Impfaktionswoche von Bund, Ländern und Kommunen sei ein Erfolg gewesen, fügte Dedy hinzu. "Sie hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig niedrigschwellige Impfangebote sind, um die Menschen zu erreichen, die noch nicht geimpft sind."

Die Städte hätten viel Kreativität bewiesen. Man müsse den Menschen weiter dort den schnellen Piks zum Schutz vor dem Coronavirus ermöglichen, wo sie sich im Alltag aufhalten. Laut dem Robert Koch-Institut sind bislang knapp 63 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

18.9.2021 • 09:12 Uhr

DIW-Chef: Gestiegene Inflation kein Grund zur Sorge

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, ist Sorgen wegen der aktuell hohen Inflation entgegengetreten. Derzeit gebe es letztlich eine Normalisierung von den gefallenen Preisen in der Corona-Krise im vergangenen Jahr, sagte Fratzscher im Deutschlandfunk.

Wenn man das über zwei Jahre vergleiche, sei das völlig konsistent mit der Preisstabilität. "Wir sehen also eine willkommene Normalisierung der Preise", sagte der Ökonom. Es sei zudem relativ wahrscheinlich, dass die Preissteigerung im nächsten Jahr wieder eher unter zwei Prozent liege und damit unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB).

18.9.2021 • 09:09 Uhr

Lauterbach fordert staatliche Impfprämie

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie fordert der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach eine staatliche Impfprämie. "Aus meiner Sicht sollten wir in der Situation, in der wir sind, kein Mittel ausschließen, um mehr Menschen zum Impfen zu bewegen", sagte der Bundestagsabgeordnete der "Passauer Neuen Presse".

"Das gilt auch für die Zahlung sogenannter Impfprämien, der ich bislang immer sehr skeptisch gegenüberstand", erklärte er. Deutschland brauche eine sehr viel höhere Impfquote, um in absehbarer Zeit in die Normalität zurückzukehren. Andernfalls drohe "ein schwieriger Herbst".

Die derzeit leicht zurückgehenden Inzidenzwerte sind laut dem Gesundheitsexperten kein Grund zur Entwarnung. "Was wir momentan sehen, ist nach meinem Dafürhalten eine Verschnaufpause, nicht viel mehr", sagte Lauterbach. "Ich gehe davon aus, dass die Fallzahlen in dem Moment wieder steigen werden, in dem sich das Leben der Menschen verstärkt in Innenräumen abspielt."

18.9.2021 • 08:36 Uhr

Kassenärztechef fordert "Freedom Day" in sechs Wochen

Kassenärztechef Andreas Gassen hat die Aufhebung aller Corona-Beschränkungen zum 30. Oktober gefordert. "Nach den Erfahrungen aus Großbritannien sollten wir auch den Mut haben zu machen, was auf der Insel geklappt hat", sagte er der der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Also braucht es jetzt eine klare Ansage der Politik: In sechs Wochen ist auch bei uns Freedom Day! Am 30. Oktober werden alle Beschränkungen aufgehoben!"

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) betonte, das Datum gebe jedem, der wolle, genug Zeit, sich noch impfen zu lassen. Gassen berief sich bei seinem Vorstoß auf die Erfahrungen in Großbritannien, wo Premier Boris Johnson schon Mitte Juli die Pandemie-Eindämmung weitestgehend beendet hatte.

"Dort ist das Gesundheitssystem nicht kollabiert. Das muss Mut machen, zumal das deutsche Gesundheitssystem deutlich leistungsfähiger als das britische ist und deutlich mehr Schwerkranke, die wir hoffentlich auch nicht haben werden, behandeln könnte", erläuterte der KBV-Chef. Ohne die Ankündigung eines "Freiheitstages" würde sich Deutschland endlos weiter durch die Pandemie schleppen.

18.9.2021 • 07:24 Uhr

Verfahren gegen mutmaßlichen 9/11-Drahtzieher wegen Corona ausgesetzt

Das Verfahren gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001, Khalid Sheikh Mohammed, im US-Gefangenenlager Guantanamo ist erneut unterbrochen worden. Der vorsitzende Richter setzt die Vorverhandlungen am Freitag aus, nachdem eine Corona-Ansteckung unter den anwesenden Journalisten festgestellt wurde, wie das Gericht mitteilte. Ein weiterer Anwesender während der Anhörungen zeigte demnach Symptome, eine Ansteckung ist bislang aber nicht erwiesen.

Die Anhörung am Freitag sollte die letzte der zweiwöchigen Sitzung sein, nachdem das Verfahren nach rund eineinhalbjähriger Unterbrechung wieder aufgenommen worden war. Auch abgesehen von der erneuten Unterbrechung ist weiterhin völlig unklar, wann der eigentliche Prozess beginnen wird. Der neue, bereits achte Richter in dem Fall, Luftwaffen-Oberst Matthew McCall, hatte bekräftigt, dass es "Bewegung" gebe. Gemeinsam mit Mohammed waren in den vergangenen Anhörungen vier weitere Angeklagte vor dem Militärtribunal erschienen - Ramsi Binalshibh, Mustafa al-Hawsawi, Ammar al-Baluchi und Walid bin Attash. Den fünf Männern werden unter anderem Terrorismus und Mord in 2976 Fällen zur Last gelegt. Bei einer Verurteilung droht ihnen die Todesstrafe.

18.9.2021 • 05:08 Uhr

RKI meldet 8901 Neuinfektionen - Inzidenz bei 72,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am fünften Tag in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 72,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 74,4 gelegen, vor einer Woche bei 82,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8901 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.214 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 63 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 45 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.134.779 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

18.9.2021 • 05:08 Uhr

Kanzler Kurz: Bei steigenden Corona-Zahlen Après-Ski nur für Geimpfte

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz verspricht eine sichere Skisaison. Falls sich die Corona-Situation weiter verschärft, würden nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten, kündigte er in einem Interview mit der Funke Mediengruppe an. Sowohl 70 Prozent der über 12-Jährigen in Österreich als auch die überwiegende Masse der Touristen seien geimpft. "Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege." Der österreichische Party- und Skiort Ischgl war voriges Jahr zum Corona-Hotspot geworden. Am Freitag wurde in Wien ein Schadenersatz-Prozess gegen den Staat Österreich verhandelt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. September 2021 um 12:00 Uhr.