Italiens Regierungschef Mario Draghi | EPA
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Impf-Offensive in Italien ++

Stand: 13.03.2021 23:02 Uhr

Italiens Regierung will bis Ende September 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus impfen lassen. In den Niederlanden steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder stark an. Die Entwicklungen vom Samstag zum Nachlesen.

  • Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 76,1
  • Mehr als 10.000 Verfahren wegen Corona-Vorschriften
  • Impfstoffbeauftragter: Ziel ist Selbstversorgung Deutschlands ab 2022
  • Thüringen stoppt Impfterminvergabe
  • EU-Regierungschefs fordern Impfstoff-Gipfel
  • Corona-Demos in mehreren Städten
  • Niederlande verzeichnen höchsten Infektionsanstieg seit Mitte Januar
13.3.2021 • 23:02 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Corona-Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse!

13.3.2021 • 22:50 Uhr

Corona-Fall bei Hannover 96

Beim Fußball-Zweitligisten Hannover 96 ist ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben des Vereins wurde für die gesamte Mannschaft, das Trainerteam und einen Physiotherapeuten eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Das für Sonntag angesetzte Heimspiel gegen die Würzburger Kickers wurde bereits von der Deutschen Fußball Liga abgesagt. "Dem Spieler geht es gut, er hat keine Symptome", sagte Hannovers Mannschaftsarzt Axel Partenheimer. "Obwohl wir uns an alle Hygiene- und Sicherheitsvorschriften gehalten haben, gibt es keine Garantie, dass so ein Fall nicht auftritt. Zum Schutz der Spieler und um ein weiteres Ausbreiten der Infektion zu verhindern, ist die Quarantäne unumgänglich."

13.3.2021 • 22:25 Uhr

Trotz Corona-Regeln: Hunderte gedenken in London getöteter Frau

Trotz Warnungen vor rechtlichen Konsequenzen haben sich Hunderte Menschen in einem Park im Süden Londons versammelt und einer getöteten Frau gedacht. Sie kamen in die Gegend Clapham, nahe dem Gebiet, in dem das Opfer zuletzt lebend gesehen worden war. Viele legten Blumen an einem Gedenkort nieder. Versuche der Polizei, die wegen der Corona-Maßnahmen nicht genehmigte Versammlung teils mit Gewalt aufzulösen, wurden mit lautstarken Protestrufen und Pfeifkonzerten beantwortet, wie auf Videos im Internet zu sehen war.

Der Fall hatte zu einem landesweiten Aufschrei gegen Belästigungen und Gewalt an Frauen geführt. Das 33-jährige Opfer war am Abend des 3. März zuletzt auf dem Weg nach Hause gesehen worden. Die Leiche der Frau wurde am Mittwoch versteckt in einem Waldgebiet in Kent, mehr als 80 Kilometer südöstlich von London, gefunden. Der Tatverdächtige ist ein Polizist.

Hunderte gedachten in London der Getöteten und protestierten gegen Gewalt gegen Frauen. | AFP

Hunderte gedachten in London der Getöteten und protestierten gegen Gewalt gegen Frauen. Bild: AFP

13.3.2021 • 22:19 Uhr

Demo in Dresden: Zwölf verletzte Polizisten

Die Zahl der in Dresden bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik verletzten Polizisten ist auf zwölf gestiegen. Das teilte die Polizeidirektion Dresden mit. Zudem wurden 47 Straftaten registriert - darunter neun tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte, sieben Beleidigungen sowie jeweils zwei Verstöße gegen das Waffengesetz und das Versammlungsgesetz. Außerdem wurde 17 Mal Widerstand gegen Vollzugsbeamte geleistet. Insgesamt wurden 915 Platzverweise erteilt sowie 943 Anzeigen wegen Verstoßes gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung gestellt. Ein 36-Jähriger kam vorübergehend in Polizeigewahrsam. Drei Menschen im Alter von 16, 41 und 50 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Ihnen wird ein tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.

13.3.2021 • 22:15 Uhr

Frankreich: Fünf Millionen Menschen haben erste Impfdosis erhalten

In Frankreich haben knapp über fünf Millionen Menschen die erste Dosis der Corona-Impfung erhalten. Das teilt das Gesundheitsministerium mit. Das entspricht 7,6 Prozent der Bevölkerung. 2,2 Millionen Menschen haben bereits zwei Impfdosen erhalten.

13.3.2021 • 20:29 Uhr

80 Prozent der Italiener sollen bis Ende September geimpft sein

Die italienische Regierung will bis Ende September 80 Prozent der italienischen Bevölkerung gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Büro von Ministerpräsident Mario Draghi gab weitere Ziele des italienischen Impfprogramms bekannt. Mit Stand heute sind knapp zwei Millionen Menschen in dem Land vollständig geimpft, das sind etwa drei Prozent der Bevölkerung. Die Zahl der bestätigten neuen Infektionen pro Tag ist in den vergangenen Tagen auf mehr als 20.000 gestiegen. Das italienische Gesundheitsministerium meldete 26.062 Fälle. Italien hat nach Großbritannien die zweithöchste bekannte Zahl von Todesopfern mit dem Coronavirus in Europa.

13.3.2021 • 20:19 Uhr

SPD greift Union wegen der Maskenaffäre an

Die Masken- und Lobbyismusaffäre in der Union sorgt für Ärger zwischen den Regierungsparteien. Kurz vor dem Auftakt zum Superwahljahr mit den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz griff die SPD den Koalitionspartner an und warf der Union vor, die Verfehlungen dort hätten System.

13.3.2021 • 19:32 Uhr

Vier Polizisten bei Corona-Protesten in Dresden verletzt

Bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik sind in Dresden vier Polizisten verletzt worden. Das teilte die zuständige Polizeidirektion nach dem Einsatz mit. Zudem seien 32 Straftaten registriert worden - unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. Insgesamt wurden 49 Platzverweise erteilt sowie knapp 400 Anzeigen wegen Verstoßes gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung erstattet. Die Zahl werde sich voraussichtlich noch erhöhen, so die Polizei. Trotz eines gerichtlichen Verbots hatten sich mehrere Hundert Menschen in Dresden versammelt, um gegen die Corona-Beschränkungen zu demonstrieren.

13.3.2021 • 19:32 Uhr

Fast 30.000 Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden auf 29.759 gestiegen. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums hervor. Gestern wurden den französischen Behörden knapp 25.000 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der Menschen, die an dem Virus starben, stieg um 169 auf insgesamt 64.978. Weitere 37 Corona-Patienten mussten auf einer Intensivstation behandelt werden, damit stieg deren Zahl auf 4070.

13.3.2021 • 17:30 Uhr

Niederlande verzeichnen höchsten Infektionsanstieg seit Mitte Januar

Die Zahl der Neuinfektionen in den Niederlanden ist innerhalb eines Tages um 6396 Fälle angestiegen. Das ist der höchste Wert seit Mitte Januar. Die Infektionszahlen waren nach Angaben der Gesundheitsbehörden in den letzten Wochen recht stabil. Grund für den Anstieg sei die Ausbreitung der Virus-Varianten. Die Niederlande befinden sich seit Ende Januar im Lockdown. Treffen von mehr als zwei Personen sind untersagt, Restaurants und Bars geschlossen. Derzeit bereitet sich das Land auf die anstehende Parlamentswahl vor. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren ist die Stimmabgabe an drei Tagen möglich. Beginn der Wahl ist am kommenden Montag.

Eine Informationstafel zur Parlamentswahl vor einem Imbiss in Den Haag. | REUTERS

Während die Infektionszahlen in den Niederlanden weiter stark ansteigen, finden ab Montag die Parlamentswahlen statt. Die Stimmabgabe ist an drei aufeinanderfolgenden Tagen möglich. Bild: REUTERS

13.3.2021 • 16:51 Uhr

Norwegen meldet drei Fälle von Blutgerinseln nach AstraZeneca-Impfung

In Norwegen werden drei Personen im Krankenhaus wegen Blutgerinnseln behandelt, nachdem sie kürzlich mit dem AstraZeneca-Vakzin geimpft worden waren. Das teilen die Gesundheitsbehörden des Landes mit. Den Angaben zufolge handelt es sich um Beschäftigte des Gesundheitswesens. Alle seien jünger als 50 Jahre. Nach Auskunft der Behörden ist unklar, ob ein Zusammenhang mit der Impfung besteht. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA werde die drei Fälle untersuchen. Norwegen hat zuletzt die Ausgabe des Impfstoffs gestoppt. Ähnliche Schritte unternahmen kurz darauf Dänemark und Island.

13.3.2021 • 16:43 Uhr

Vorerst keine weiteren Lockerungen in Österreich

Österreich wartet mit Lockerungen von Corona-Maßnahmen noch weiter ab. Bei den für Montag vorgesehenen Gesprächen zwischen der Regierung und den Bundesländern seien entgegen früherer Ankündigungen keine Entscheidungen zur Öffnung von Gastronomie oder Veranstaltungen zu erwarten, hieß es aus dem Kanzleramt in Wien. Die Regierung wolle die Situation erst noch weiter beobachten. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen steigt seit rund zwei Wochen an und lag zuletzt bei 3023. Die 7-Tage-Inzidenz lag heute bei fast 205.

Trotzdem werden die bereits beschlossenen Öffnungsschritte ab Montag umgesetzt. Kinder und Jugendliche dürfen landesweit wieder in Kleingruppen Sport und organisierte Freizeitaktivitäten ausüben. Im westlichen Bundesland Vorarlberg, wo die Inzidenz unter 70 liegt, werden zusätzlich auch Gastronomie und Veranstaltungen mit Zutrittstests ermöglicht.

13.3.2021 • 16:04 Uhr

Sachsen-Anhalt impft vorerst keine Polizisten

Die neuen Lieferengpässe des Herstellers AstraZeneca treffen auch Sachsen-Anhalt: Dort werden in den kommenden drei Wochen rund 70 Prozent weniger Impfstoffdosen ankommen als bislang zugesichert, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. "Darauf müssen wir reagieren und unsere Verteilung anpassen", sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Die reduzierten Impfstofflieferungen werden in den kommenden beiden Wochen zu gleichen Teilen auf nur noch zwei Impfzentren, nämlich die in Magdeburg und Halle, aufgeteilt. Angesichts der geringen Menge sei die Belieferung aller Impfzentren im Land nicht effektiv. "Zudem müssen wir vorerst die Impfungen der Polizei zurückstellen", sagte Grimm-Benne laut Mitteilung.

13.3.2021 • 15:30 Uhr

Proteste gegen Corona-Beschränkungen in mehreren Städten

In mehreren deutschen Städten haben Menschen gegen die Coronamaßnahmen demonstriert. In Berlin versammelten sich etwa 1200 Teilnehmer zu einer Kundgebung vor dem Gesundheitsministerium. In Dresden gingen trotz eines Versammlungsverbots durch das Verwaltungsgericht ebenfalls Hunderte Menschen auf die Straße. Eine Demonstration in München mit mehreren Tausend Teilnehmern wurde von der Polizei aufgelöst. Dort sei nicht nur die zugelassene Teilnehmerzahl überschritten, sondern vielfach auch die Maskenpflicht ignoriert und der Mindestabstand nicht eingehalten worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Auch in Stuttgart und Düsseldorf kam es zu Demonstrationen.

13.3.2021 • 13:28 Uhr

USA verzeichnen fast 1800 Corona-Tote an einem Tag

In den USA sind den Behörden innerhalb eines Tages 1798 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet worden. Zudem wurden für denselben Zeitraum 61.204 Neuinfektionen registriert. Das geht aus Daten auf der Internetseite der Johns-Hopkins-Universität hervor. Der bisherige Tageshöchstwert an Todesfällen seit Beginn der Pandemie war in den USA am 12. Januar mit 4465 Toten erreicht worden. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden markierte am 2. Januar mit 300.416 ihren bisher höchsten Wert. Mit bisher mehr als einer halben Million Toten und fast 30 Millionen Infizierten sind die USA in absoluten Zahlen das weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land.

13.3.2021 • 13:09 Uhr

Jordaniens Gesundheitsminister tritt zurück

Der jordanische Gesundheitsminister ist nach dem Tod von mindestens sechs Patienten in einem Krankenhaus zurückgetreten. Nathir Obeidat kam damit einer Aufforderung von Ministerpräsident Bischer al-Chassauneh nach, berichteten staatliche Medien. Al-Chassauneh hat eine Untersuchung des Vorfalls in einem staatlichen Krankenhaus in der Stadt Salt angeordnet. Der Tod der Patienten wird auf einen Mangel an Sauerstoffvorräten zurückgeführt, berichteten Staatsmedien. Die regierungseigene Zeitung "Al-Rai" bestätigte den Rücktritt Obeidats. In Jordanien nehmen die Infektionen mit dem Coronavirus und die damit im Zusammenhang stehenden Todesfälle derzeit zu. Bislang wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 464.000 Fälle registriert, mehr als 5200 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Virus.

13.3.2021 • 12:40 Uhr

Niederlande weisen Vorwürfe wegen Impfstoffbeschaffung zurück

Die Niederlande haben Vorwürfe Österreichs zurückgewiesen, sich außerhalb der EU-Vereinbarungen extra Impfdosen zu beschaffen. Das Land erhalte Impfstoffe über den Mechanismus in der EU, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. "Wir halten uns an die Absprachen." Die Niederlande nutzten den Spielraum aber "maximal" aus. Es könnten Kontingente frei werden, etwa weil ein Land verzichte, sagte der Sprecher, dann könnten andere Länder diese übernehmen. Das habe man getan.

In den Niederlande,, die als letztes Land der EU mit ihrer Impfkampagne begonnen hatten, haben etwa 1,4 Millionen Bürger zumindest die erste Dosis erhalten. Mehr als 400.000 hätten bereits zweimal eine Spritze bekommen. Das sind etwa 2,5 Prozent der Bevölkerung.

13.3.2021 • 12:29 Uhr

China will mit Impfungen bis spätestens 2022 Herdenimmunität erreichen

China will bis Ende diesen oder Mitte nächsten Jahres 70 bis 80 Prozent seiner Bevölkerung gegen das Coronavirus impfen und so die sogenannte Herdenimmunität erreichen. Der Leiter des Zentrums für Krankheitskontrolle, Gao Fu, sagte im staatlichen Fernsehsender CGTN, für die Impfung von 900 Millionen bis einer Milliarde Menschen stünden derzeit vier Vakzine zur Verfügung. "Wir hoffen, dass China beim Erreichen der Herdenimmunität führend in der Welt sein kann", sagte er.

Bis Ende Februar wurden in China 52,5 Millionen Menschen geimpft. Die Impfkampagne lief bisher langsamer als in anderen Ländern wie zum Beispiel den USA. China hat bisher schätzungsweise zehnmal mehr Impfstoffe ins Ausland geliefert, als selbst verimpft. Bisher sind vier im eigenen Land entwickelte Vakzine zugelassen, darunter zwei der staatlichen Unternehmen Sinopharm und Sinovac. 17 weitere Impfstoffe sind derzeit Kandidaten für die klinische Erprobung.

13.3.2021 • 11:00 Uhr

Thüringen stoppt Impfterminvergabe wegen AstraZeneca-Lieferproblemen

Wegen drastischer Lieferprobleme des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca stoppt Thüringen vorerst die Terminvergabe für Impfungen und verschiebt den Start von Impfungen bei Hausärzten. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bezeichnete die angekündigte Lieferkürzung als "absolut inakzeptabel", wie Werners Ministerium mitteilte. Der Hersteller AstraZeneca hatte am Freitag angekündigt, statt der zuletzt anvisierten 220 Millionen Dosen sollen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten zu liefern. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen.

Nach Thüringen sollten kommende und die darauffolgende Woche 31.200 AstraZeneca-Impfdosen geliefert werden. Laut Gesundheitsministerium werden es nun nur noch 9600 sein. Werner kritisierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der die Länder im Februar aufgefordert habe, keine AstraZeneca-Impfstoffdosen zurückzuhalten, weil die Liefermengen sicher seien."Genau das haben wir getan und jede einzelne Impfdosis verplant. Jetzt zwingt uns die Ankündigung aus dem Bundesgesundheitsministerium zu einem Stopp unserer Terminvergabe und zur Verschiebung der Einbindung der Hausärzte", sagte Werner. Dies sei mehr als ärgerlich.

13.3.2021 • 10:23 Uhr

Regierungschefs fordern EU-Gespräche zu Impfstoffverteilung

Fünf EU-Länder dringen auf hochrangige EU-Gespräche für eine gerechtere Verteilung von Corona-Impfdosen. Das derzeitige Bestellsystem würde sonst "bis zum Sommer riesige Ungleichheiten unter Mitgliedsstaaten schaffen und vertiefen", schrieben die Regierungschefs von Österreich, Bulgarien, Lettland, Slowenien und Tschechien an den EU-Ratspräsidenten Charles Michel und die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Der Brief liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte am Freitag beklagt, dass Impfdosen unter den EU-Staaten nicht anteilig aufgeteilt werden, sondern dass zusätzliche Lieferverträge durch nicht transparente Verhandlungen in einer EU-Steuerungsgruppe zustande kämen.

13.3.2021 • 09:49 Uhr

Mehr als 10.000 Verfahren wegen Corona-Vorschriften

In der Corona-Pandemie haben die Verfassungs- und Verwaltungsgerichte in Deutschland im vergangenen Jahr in mehr als 10.000 Verfahren die Verordnungen von Bund, Ländern und Gemeinden überprüft. Das geht aus Zahlen des Deutschen Richterbundes hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegen. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet. Ein deutlicher Rückgang zeichne sich auch in diesem Jahr nicht ab. Die Verfahren drehen sich zum Beispiel um Kontaktverbote und Schulschließungen, Testpflichten und Quarantäneauflagen. Aber auch Kinos oder Restaurants wollen vor Gerichten erreichen, dass sie ihre Betriebe wieder öffnen dürfen.

Zum größten Teil hätten die Gerichte die jeweiligen Corona-Beschränkungen bislang bestätigt, erklärte der Deutsche Richterbund. Unter den Bundesländern liegt laut den Zahlen Nordrhein-Westfalen an der Spitze. Die sieben Verwaltungsgerichte und das Oberverwaltungsgericht des Landes haben demnach 2020 rund 2000 Corona-Verfahren erreicht.

13.3.2021 • 09:41 Uhr

Service-Nummer 116 117 mit deutlich stärkerem Andrang

Die Corona-Pandemie führt zu einem deutlich stärkerem Andrang bei der bundesweiten Service-Telefonnummer 116 117 der Kassenärzte. Im Januar und Februar gingen fast 22 Millionen Anrufe ein - und damit schon mehr als im gesamten vergangenen Jahr mit 18 Millionen, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte. Dabei drehten sich fast 90 Prozent der Anrufe um das Thema Corona. Bei gut zehn Prozent ging es um Nachfragen zum ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Bei der 116 117 kann man sich auch über Corona-Impfungen informieren. Anrufer werden in den meisten Bundesländern an Call Center geleitet, die Fragen zum Impfen beantworten und teils auch Termine vermitteln. Daneben gibt es das Internetportal www.116117.de mit einer Übersicht über die je nach Land vorgesehenen Buchungsmöglichkeiten für Termine.

13.3.2021 • 09:05 Uhr

SPD-Fraktion fordert sofortige Impfung durch Hausärzte in Hotspots

Die SPD-Bundestagsfraktion hat einen sofortigen Start von Corona-Impfungen durch Hausärzte in Gebieten mit hohen Infektionszahlen gefordert. "Wenn wir jetzt nicht nur darüber reden, sondern den Impfturbo tatsächlich einlegen wollen, führt kein Weg an den Haus- und Fachärzten vorbei", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Sabine Dittmar, der "Augsburger Allgemeinen". Gerade in Grenzgebieten mit hoher Inzidenz sei es sinnvoll, die ambulanten Praxen umgehend einzubeziehen. "Die niedergelassenen Ärzte könnten innerhalb von wenigen Tagen den kompletten vorrätigen Impfstoff problemlos verimpfen", so Dittmar. Eine Registrierung sei dazu nicht notwendig, da die Terminvergabe am sinnvollsten direkt in der Arztpraxis erfolge. Von den Priorisierungsvorgaben könne "in diesen extrem betroffenen Regionen abgewichen werden".

13.3.2021 • 09:05 Uhr

Schäuble für zügige Impfung bei Olympia-Startern

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble befürwortet eine zügige Impfung von Olympia-Teilnehmern gegen Corona, sobald die Impfstoff-Situation es zulässt. Er hoffe, dass man für diese Athleten, was die Verfügbarkeit der Impfstoffe und das Impfen anbetreffe, innerhalb der nächsten Wochen zu einem etwas pragmatischeren Umgang kommen könne, sagte der CDU-Politiker im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Sobald einigermaßen genügend Impfstoff vorhanden sei, so dass auch Hausärzte in die Versorgung einbezogen würden, "stellt sich die Frage der strengen Priorisierung neu", und er finde es dann richtig, dass die potenziellen Olympiakandidaten, "wenn sie das möchten", geimpft werden, sagte Schäuble.

13.3.2021 • 05:32 Uhr

Lindner: Bundesregierung soll Impfgarantie bis zu den Sommerferien geben

FDP-Chef Christian Lindner hat die Bundesregierung aufgefordert, den Bürgern eine Garantie für eine Corona-Erstimpfung bis zum Beginn der Sommerferien zu geben. Dazu müsse es beim Impfgipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Landesregierungschefs am kommenden Mittwoch aber handfeste Ergebnisse geben. "Insbesondere erwarte ich, dass schneller über Haus-, Fach- und Betriebsärzte geimpft wird", sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur. Merkel hatte davon gesprochen, dass allen Erwachsenen bis zum kalendarischen Sommerende am 21. September ein Impfangebot gemacht werden solle.

13.3.2021 • 05:20 Uhr

RKI meldet 12.674 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut 12.674 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet - und damit 3.117 mehr als vor genau einer Woche. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter auf 76,1. Am Vortag hatte dieser Wert 72,4 betragen. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich den Angaben zufolge auf 2.558.455. Laut RKI wurden 239 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden registriert - vor einer Woche hatte die Zahl bei 300 gelegen. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 73.301.

13.3.2021 • 04:25 Uhr

Gesundheitsminister: Tschechiens Impfkampagne nimmt Fahrt auf

Im besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffenen Tschechien treiben die Behörden die Impfkampagne voran. Insgesamt wurden in dem Land mit etwa 10,7 Millionen Einwohnern bislang eine Million Impfdosen verabreicht. Gesundheitsminister Jan Blatny sagte, das Impfprogramm nehme Fahrt auf. An zwei Tagen in Folge wurden demnach Rekordwerte bei den verabreichten Dosen erreicht. Im März erwartet das Land nach Angaben Blatnys 1,13 Millionen Impfdosen der Vakzine von Moderna und Astrazeneca. 2,1 Millionen Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson sollen im April in Tschechien eintreffen - bei diesem Mittel reicht eine Dosis aus. Die Behörden hatten am Donnerstag 11.083 neue Corona-Infektionen registriert. Gestorben waren seit Pandemie-Beginn nach offiziellen Zahlen 22.865 Menschen.

13.3.2021 • 03:54 Uhr

Impfstoffbeauftragter: Ziel ist Selbstversorgung Deutschlands ab 2022

Die Bundesregierung strebt für das nächste Jahr an, dass sich Deutschland selbst mit Impfstoff versorgen kann. Von 2022 an solle "eine sichere Versorgung Deutschlands über eigene Produktionskapazitäten gewährleistet" sein, sagte der Impfstoffbeauftragte der Regierung, Christoph Krupp (SPD), den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dafür werde eine "Taskforce bis Mai ein Konzept zu Produktionskapazitäten in Deutschland ab 2022 erstellen". Das Ziel sei, die Produktion von Impfstoffen auszubauen und langfristig zu sichern.

13.3.2021 • 03:54 Uhr

Sozialverband VdK fordert Arbeitslosenversicherung für alle

Der Sozialverband VdK sieht nach einem Jahr Corona-Pandemie Geringverdiener, Minijobber und Solo-Selbständige besonders hart getroffen und fordert die Öffnung der Arbeitslosenversicherung für alle. "Für den VdK ist das Kurzarbeitergeld ein Beispiel dafür, wie wichtig ein guter Sozialstaat in der Krise ist", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie ergänzte aber: "Vielen Geringverdienerinnen und Geringverdienern fehlt ein finanzielles Polster, weil sie schon vorher jeden Cent umdrehen mussten." Nach vielen Monaten mit nur 87 Prozent des Einkommens müssten sie noch mehr rechnen als sonst.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. März 2021 um 09:00 Uhr.