Kontrollposten in Mailand | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Erstmals wieder mehr Infektionen in Europa ++

Stand: 07.03.2021 00:01 Uhr

Laut WHO steigen in Europa erstmals seit sechs Wochen die Infektionszahlen wieder. Aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen sind in Österreich und in der Schweiz Tausende auf die Straße gegangen. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • Infektionszahlen steigen laut WHO in Europa wieder
  • RKI: 9557 Neuinfektionen und 300 Todesfälle
  • Sozialverbände warnen vor Spaltung in der Gesellschaft
  • Schnelltests: Kritik an Spahn wächst
  • "FT": EU will AstraZeneca-Impfstoff aus den USA beschaffen
  • Verschärfte Wochenend-Ausgangssperren in Frankreich
  • WHO warnt vor Nachlässigkeit im Kampf gegen Corona wegen Impfungen
7.3.2021 • 00:01 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

6.3.2021 • 22:30 Uhr

Verletzte und Festnahmen bei Protesten in Schweden

Bei Ausschreitungen am Rande einer Demonstration gegen Corona-Beschränkungen in Schweden sind sechs Polizisten verletzt worden. Zwei Menschen seien festgenommen worden, teilte die Polizei in Stockholm mit. An der nicht genehmigten Veranstaltung im Zentrum der Hauptstadt unter dem Motto "Für Freiheit und Wahrheit" nahmen Hunderte Menschen teil. Als sich die Polizei entschloss, die Versammlung aufzulösen, gab es starke Gegenwehr von einigen Demonstranten. Schweden hat in der Corona-Pandemie einen anderen Weg eingeschlagen als die meisten anderen europäischen Länder und wurde dafür auch kritisiert. Vor kurzem verschärfte die Regierung jedoch angesichts steigender Fallzahlen die Maßnahmen.

6.3.2021 • 21:04 Uhr

Schwesig greift Bund wegen fehlender Selbsttests an

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat den Bund für fehlende Corona-Selbsttests verantwortlich gemacht und scharf kritisiert. Sie sei sehr verärgert darüber, "dass der Bund es zulässt, dass zunächst Aldi und Co. Selbsttests verramschen können und wir die Selbsttests erst Mitte März geliefert bekommen", sagte sie. Mecklenburg-Vorpommern habe bereits vor der Ministerpräsidentenkonferenz zwei Millionen dieser Selbsttests geordert, "weil wir geahnt haben, dass wir uns nicht auf den Bund verlassen können".

6.3.2021 • 21:04 Uhr

WHO sieht steigende Infektionszahlen in Europa

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in Europa in der vergangenen Woche eine Million neue Corona-Fälle verzeichnet worden - neun Prozent mehr als in der Vorwoche. Damit endete eine sechswöchige Phase mit rückläufigen Infektionszahlen. Der Anstieg werde durch die Ausbreitung neuerer Varianten des Virus angetrieben sowie von der Öffnung der Gesellschaft, wenn sie nicht auf eine sichere und kontrollierte Weise durchgeführt werde, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge.

6.3.2021 • 19:31 Uhr

WM-Qualifikationsspiele in Südamerika abgesagt

Die nächsten zwei Spieltage der südamerikanischen Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 sind im Zuge der Corona-Pandemie abgesagt worden. Der Weltverband FIFA prüfe eine Neuansetzung der für Ende März geplanten Partien, teilte der südamerikanische Fußballverband Conmebol mit. Hintergrund sind Reiserestriktionen, wodurch Spieler mitunter in Quarantäne müssen.

Wann der fünfte und sechste Spieltag nachgeholt werden, steht noch nicht fest. Im Gespräch sind Termine im September und Oktober. Unter anderem stand am 30. März ein Duell der Erzrivalen Brasilien und Argentinien auf dem Spielplan. Zuvor hatte eine Reihe von Trainern europäischer Vereine wie Pep Guardiola von Manchester City oder Jürgen Klopp vom FC Liverpool betont, ihre südamerikanischen Profis nicht zu den Länderspielen reisen lassen zu wollen, wenn diese danach für längere Zeit in Quarantäne müssen.

6.3.2021 • 18:39 Uhr

Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Wien und Chur

Aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen sind in der Schweiz Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Wie die Nachrichtenagentur SDA unter Berufung auf die Polizei berichtete, zogen mehr als 4000 Demonstranten schweigend durch die Stadt Chur. Einige der Menschen hielten Protest-Plakate mit Aufschriften wie "Stopp Diktatur" oder "Finger weg von unseren Kindern" in die Höhe. Die Churer Stadtpolizei hatte den vom Verein "Stiller Protest" initiierten Demonstrationszug unter Auflagen bewilligt. Einen Auftritt während der Kundgebung hatte unter anderem der SVP-Politiker Ruedi Weber.

Auch in der österreichischen Hauptstadt Wien gingen erneut Gegner der Corona-Maßnahmen auf die Straße. Unter ihnen waren Rechtsextreme, Antisemiten und Anhänger von Verschwörungserzählungen. Eine Rede vor den zunächst am Heldenplatz versammelten Demonstranten hielt der frühere österreichische Innenminister Herbert Kickl von der rechtspopulistischen FPÖ, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete.  

6.3.2021 • 18:33 Uhr

US-Senat stimmt für 1,9-Billionen-Dollar-Hilfspaket

Nach dem US-Repräsentantenhaus hat auch der Senat einen Gesetzentwurf für weitere Corona-Hilfen mit einem Volumen von 1,9 Billionen Dollar verabschiedet. Wegen Änderungen an der ursprünglichen Vorlage muss sich nun wieder das Repräsentantenhaus mit dem Entwurf beschäftigen, bevor dieser von Präsident Joe Biden unterzeichnen werden kann.

Da dessen Demokraten im Senat nur über eine kleine Mehrheit verfügen - die Abstimmung ging 50-49 aus - konnten die Republikaner in der Kongresskammer Kompromisse durchsetzen. Zunächst war unklar, ob das Repräsentantenhaus sie akzeptieren wird. Biden selbst signalisierte zuletzt seine Zustimmung.

6.3.2021 • 18:16 Uhr

Das ist bei Selbsttests zu beachten

Corona-Selbsttests sind nicht so exakt wie PCR-Tests, insbesondere bei niedriger Virenlast und unsachgemäßer Anwendung. NDR-Wissenschaftsredakteurin Anja Martini erklärt, was man vor dem Selbsttest wissen muss.

6.3.2021 • 17:13 Uhr

Quarantäne für 200 Menschen nach Corona-Fällen in Kita

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Kindergarten in Geislingen an der Steige in Baden-Württemberg müssen etwa 200 Menschen in Quarantäne. Bei insgesamt neun Kindern und Erziehern aus mehreren Gruppen des Kindergartens sei das Coronavirus nachgewiesen worden, wobei es sich in mindestens zwei Fällen um die zunächst in Großbritannien entdeckte ansteckendere Corona-Variante handle, teilte das Landratsamt Göppingen mit. Zudem sei das Virus bereits in mindestens fünf Fällen im familiären Umfeld einzelner Kindergartenkinder oder -mitarbeiter entdeckt worden, auch hier teils in mutierter Form. Das Gesundheitsamt ordnete daraufhin laut Landratsamt eine Quarantäne für alle positiv getesteten Kinder und Erwachsene, deren Kontaktpersonen sowie weitere Haushaltsangehörige an. Alleine in der Stadt Geislingen seien in diesem Zusammenhang mindestens 200 Quarantänen notwendig.

6.3.2021 • 16:24 Uhr

Weniger Teilnehmer bei Autokorsos als angemeldet

Gegner der Corona-Maßnahmen haben für ihren Protest in Leipzig offenbar weniger Menschen mobilisieren können als angekündigt. Die Polizei sprach von etwa 350 Fahrzeugen bei verschiedenen Autokorsos, die sich auch aus anderen Städten Sachsens und Sachsen-Anhalts auf den Weg gemacht hatten. Angemeldet waren etwa 1000 Fahrzeuge.

Die Demonstranten waren unter anderem aus Naumburg und Dresden unter Begleitung der Polizei nach Leipzig gefahren. An ihre Autoscheiben hatten sie Plakate geheftet, auf denen sie ihren Unmut etwa gegen die Impfungen äußerten - oder die Sorge, die Demokratie könne durch die Maßnahmen zum Schutz vor Corona Schaden nehmen.

Zum Teil wurden auch Fahrzeuge von Gegendemonstranten aufgehalten. Ein Bündnis aus Vereinen, Initiativen, Parteien und Gewerkschaften hatte dazu aufgerufen, sich den Gegnern der Corona-Maßnahmen entgegenzustellen. Unter dem Motto "Querdenken ausbremsen" beteiligten sich nach ersten Schätzungen der Polizei mehr als 1000 Menschen. Sie machten sich per Fahrrad und Motorrad aus verschiedenen Stadtteilen auf den Weg zum Augustusplatz im Zentrum von Leipzig. Dort gab es am Nachmittag eine Kundgebung.

6.3.2021 • 15:56 Uhr

NRW nimmt Patienten aus der Slowakei auf

Nordrhein-Westfalen nimmt kurzfristig schwerkranke Covid-19-Patienten aus der Slowakei auf. Am Samstag wurden am Flughafen Dortmund die ersten beiden Patienten erwartet, die mit einer Chartermaschine nach Deutschland kommen sollten, teilte die Landesregierung mit. Sie sollen am Klinikum Dortmund behandelt werden. In den nächsten Tagen könnten weitere Patienten kommen.

Insgesamt habe NRW der Slowakei zehn Plätze zur Behandlung von Covid-19-Patienten angeboten. Die Slowakei ist besonders von der Corona-Pandemie betroffen. Bezogen auf die Bevölkerungszahl hat das Land mittlerweile die höchste Zahl an Corona-Toten weltweit, und die Zahl der Neuinfektionen stieg zuletzt weiter.

6.3.2021 • 15:47 Uhr

Großkonzert in Barcelona binnen Stunden ausverkauft

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie soll es in Barcelona wieder ein großes Popkonzert mit 5000 Zuschauern geben. Die Eintrittskarten für den Auftritt der spanischen Indie Popband Love of Lesbian am 27. März waren binnen Stunden ausverkauft. In der Halle muss kein Mindestabstand eingehalten werden, aber es gelten strenge Schutzmaßnahmen. Wenn sie sich als wirksam erweisen, sollen weitere Großkonzerte erlaubt werden.

6.3.2021 • 15:37 Uhr

Finnland verschiebt Kommunalwahlen

Wegen der Corona-Pandemie hat Finnland die für den 18. April geplanten Kommunalwahlen auf den 13. Juni 2021 verschoben. Das teilte das Justizministerium mit. Acht der neun im Parlament vertretenen Parteien hätten der Verschiebung zugestimmt. Nur die rechtsnationale Partei der Finnen, die mit den regierenden Sozialdemokraten in den Umfragen um Platz eins kämpft, ist dagegen. Für die Terminverschiebung hatten sich die Gesundheitsämter stark gemacht. Das Land mit 5,5 Millionen Einwohnern hat bisher 61.000 Corona-Fälle gezählt, wovon 760 Infizierte gestorben sind.

6.3.2021 • 15:21 Uhr

Maskenaffäre: Grüne werfen Unionspolitikern Raffgier vor

Die Grünen fordern von CSU-Chef Markus Söder und CDU-Chef Armin Laschet Konsequenzen aus Geschäften von Unionspolitikern mit Corona-Schutzmasken. "Die Korruptions- oder Bestechungsskandale in der CDU/CSU zeigen eine Selbstbedienungsmentalität", sagte Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner der Nachrichtenagentur Reuters. "Raffgierige Unionspolitiker bedienen sich auf Kosten der Steuerzahler, missbrauchen ihr politisches Mandat, um sich in die eigene Tasche zu wirtschaften", sagte Kellner. "Söder und Laschet müssen sich jetzt äußern, die Aufklärung vorantreiben und konsequent dafür sorgen, dass Abgeordnete, die ihr Amt missbraucht haben, nicht wieder in den Bundestag zurückkehren." Es reiche nicht, dass der CSU-Politiker Georg Nüßlein gehe: "Alle müssen Verantwortung übernehmen."

6.3.2021 • 15:18 Uhr

Schnelltests: Kritik an Spahn wächst

Die Kritik an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wächst auch in den Reihen der großen Koalition. CSU-Generalsekretär Markus Blume warf Spahns Ressort Versäumnisse beim Thema Schnelltests vor. "Tests sind die Brücke bis zum Impfangebot für alle. Aber leider sehen wir auch hier wieder: Es wurde zu spät, zu langsam, zu wenig bestellt. Man muss deutlich sagen, es sind wohl Fehler im Bundesgesundheitsministerium passiert. Jetzt muss endlich geliefert werden", sagte Blume der "Welt".

Spahn verteidigte die Teststrategie der Bundesregierung. "Es war nie vereinbart, dass der Bund diese Tests beschafft", sagte er bei einer digitalen Gesprächsrunde. "Was vereinbart war, ist, dass wir mithelfen, dass sie zugänglich sind, dass sie verfügbar sind." Schnelltests seien "mehr als genug verfügbar", bekräftigte er. "Deswegen können wir ab Montag als Bund auch sagen, wir übernehmen die Kosten für einen Bürgertest für jeden, der sich mindestens einmal die Woche testen lassen will." Die Strukturen dafür würden entstehen.

6.3.2021 • 14:51 Uhr

Bremerhaven: Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff

Wegen zwei Coronavirus-Fällen auf dem neugebauten Kreuzfahrtschiff "Odyssey of the Seas" sitzen Hunderte Arbeiter fest. Sie dürfen das in Bremerhaven liegende Schiff nach Anordnung des Hafenärztlichen Dienstes vorerst nicht verlassen, wie die Meyer-Werft mitteilte. Bei zwei Arbeitern war demnach das Virus festgestellt worden, der Luxusliner liege daher vorerst in Bremerhaven fest, wie ein Werftsprecher sagte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Laut der Meyer-Werft waren die Fälle am Mittwoch bekannt und am Donnerstag mit PCR-Tests bestätigt worden. Die Infizierten seien separiert worden. Ob sie zwischenzeitlich von Bord gebracht wurden, war laut Sprecher nicht bekannt. Weitere Fälle gebe es bislang nicht. Die Mannschaft werde täglich getestet, über das weitere Vorgehen werde noch mit den Behörden beraten, hieß es.

6.3.2021 • 14:36 Uhr

Sydney: Gay Pride ohne Corona-Sorgen

Im großen Cricket Ground von Sydney haben sich heute tausende Menschen zur alljährlichen Gay Pride versammelt, die völlig ohne Corona-Sorgen über die Bühne ging. Wegen der Pandemie wurde die Parade für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen mit ihren 5000 Teilnehmern von der Innenstadt in das Stadion verlegt. Das Ereignis zog 36.000 Zuschauer an. Die Anhänger der LGBTQ-Gemeinde verfolgten eine farbenfrohe und lautstarke Veranstaltung. Zahlreiche Einwohner begaben sich zu Feiern in Bars und Pubs, denn schon seit 48 Stunden hatte es im gesamten Bundesstaat New South Wales keine einzige gemeldete Infektion mit dem Coronavirus gegeben.

Die Einwohner von Sydney waren auch deshalb in Feierlaune, weil ihr Land im internationalen Vergleich im Umgang mit der Corona-Krise gut abschneidet. Seit Pandemie-Beginn wurden in dem Land mit 25 Millionen Einwohnern nur 29.000 Infektionen und gut 900 Todesfälle registriert.

Zuschauerinnen und Zuschauer der Gay Pride-Parade in Sydney sitzen und stehen dicht an dicht. | dpa

Zuschauerinnen und Zuschauer ohne Masken - ein Bild, das im Rest der Welt gerade undenkbar ist. Bild: dpa

6.3.2021 • 14:25 Uhr

Schleswig-Holstein: Einzelhandel öffnet ab Montag

Aufgrund niedriger Corona-Infektionszahlen treten in Schleswig-Holstein am Montag weitere, vorsichtige Öffnungsschritte in Kraft. Neben Fahrschulen, Kosmetikschulen und Museen darf im Norden mit einer Ausnahme der Einzelhandel unter Hygieneauflagen wieder öffnen - nur nicht in Flensburg. Dort gibt es weiter relativ viele Corona-Neuinfektionen. Sollte die Zahl der Neuinfektionen auch in anderen Orten in Schleswig-Holstein wieder ansteigen, müssen die Lockerungen wieder zurückgenommen werden.

Schleswig-Holstein, Kiel: Ein Kreidetafel ("Montag - Noch nie habe ich mich so sehr auf dich gefreut...) ist am Eingang eines Bekleidungsgeschäftes in Kielt zu sehen, Archivbild April 2020 | dpa

Die Wiedereröffnung nach dem ersten Lockdown im April 2020 ist jetzt fast ein Jahr her. Bild: dpa

6.3.2021 • 13:45 Uhr

Demo gegen Corona-Maßnahmen

Seit den Mittagsstunden sind Kritiker der Corona-Maßnahmen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt in Autokorsos auf dem Weg nach Leipzig. Allerdings zeichnete sich nach Polizeiangaben eine deutlich geringere Teilnehmerzahl ab als erwartet. In Leipzig sind mehrere Gegendemonstrationen angekündigt - die Polizei hat sich auf einen Großeinsatz vorbereitet. So war sie etwa mit einem gepanzerten Fahrzeug an der Messe, wo sich ein Impfzentrum befindet.

In Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) startete der Korso gegen 11.15 Uhr, wie die Polizei informierte. Die Rede war von etwa 60 Fahrzeugen. Eine geplante Autokolonne aus Halle wurde dagegen kurz nach dem Start von Gegendemonstranten blockiert und die Fahrt wurde schließlich abgebrochen. Aus Naumburg machten sich laut Polizei etwa 50 Fahrzeuge auf dem Weg - und damit weit weniger als die angemeldeten 250. In Dresden war von 45 statt der prognostizierten mehr als 100 Fahrzeuge die Rede. Ein Autokorso in Plauen wurde laut Polizei vom Veranstalter am Vormittag abgesagt. Hierfür waren der Versammlungsbehörde rund 200 Teilnehmer avisiert worden. Wegen der hohen Corona-Inzidenz im Vogtland war für ihn nur eine Strecke in der Region genehmigt worden.

In der Innenstadt formierte sich auch Gegenprotest unter dem Motto "Querdenken ausbremsen". Ein Bündnis aus Vereinen, Initiativen, Parteien und Gewerkschaften wollte sich den Gegnern der Corona-Regeln entgegenstellen. Dazu starteten Kundgebungen von Fahrrad- und Motorradfahrern, zudem ist eine Veranstaltung mit 1000 Teilnehmern auf dem Augustusplatz geplant.

6.3.2021 • 13:10 Uhr

Baden-Württemberg liefert keine Impfdosen mehr an Klinken

Angesichts eines weiter großen Mangels an Corona-Impfstoffen stellt die baden-württembergische Landesregierung den Krankenhäusern im Südwesten vorerst keine gesonderten Impfdosen mehr für das Personal zur Verfügung. Man habe entschieden, "zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Impfstoff mehr exklusiv an die Krankenhäuser zu geben", teilte das Landesgesundheitsministerium in Stuttgart auf Anfrage mit. Stattdessen wolle man neue Impfdosen komplett an die Impfzentren liefern. "Noch immer ist der Impfstoff knapp und die dem Land zur Verfügung gestellten Impfdosen sind über Wochen in den Impfzentren verplant", hieß es zur Begründung.

Klinik-Mitarbeiter, die noch keine Erstimpfung erhalten haben, müssen sich nun in Impfzentren um Termine bemühen. Der Chefvirologe des Universitätsklinikums Heidelberg, Hans-Georg Kräusslich, kritisiert dieses Vorgehen.

6.3.2021 • 12:55 Uhr

Corona-Tests in vielen Aldi-Filialen bereits ausverkauft

Der Verkaufsstart von Corona-Tests für den privaten Gebrauch bei den Discountern Aldi Nord und Aldi Süd ist bei Verbraucherinnen und Verbrauchern auf enormes Interesse gestoßen. "Die Selbsttests waren aufgrund der hohen Nachfrage in vielen unserer Filialen bereits nach kurzer Zeit ausverkauft", teilte ein Specher von Aldi Nord mit. 

Von Aldi Süd hieß es ebenfalls, dass die Tests bereits am Vormittag in den meisten Filialen "erwartungsgemäß ausverkauft" gewesen seien. "Wir sind stolz darauf, als erste Händler Corona-Selbsttests anbieten zu können, gleichzeitig hat uns das Interesse in dieser Intensität doch überrascht", sagte eine Sprecherin hinzu. Auch Aldi Nord erklärte, dass die Märkte "in den nächsten Tagen" mit neuen Selbsttests beliefert würden."

6.3.2021 • 12:45 Uhr

Ticketkäufe lassen Kölner Museumsserver zusammenbrechen

Nach der viermonatigen Corona-Zwangspause bei den Museen hat das Interesse an einer großen Andy Warhol-Ausstellung die Server des Kölner Museum Ludwig zusammenbrechen lassen. Ab heute konnten Besucher eigentlich die ersten Zeitfenster zum Besuch der Ausstellung in der neuen Woche buchen - doch das Interesse war so groß, dass die Seite innerhalb kürzester Zeit nicht mehr erreichbar war. "Unsere Techniker arbeiten auf Hochtouren", sagte eine Sprecherin. Am Montag dürfen in NRW Museen, Zoos und weitere Einzelhandelsgeschäfte wieder öffnen - allerdings nur nach Terminbuchung.

Das Kölner Museum Ludwig darf wegen der Vorgaben immer nur 73 Besucher für zwei Stunden in die lange erwartete Ausstellung lassen. Die Ausstellung "Andy Warhol Now" mit über 100 Werken zeichnet ein in Teilen neues Bild des bedeutendsten Pop Art-Künstlers. Schwerpunkte sind seine Homosexualität, sein Migrationshintergrund und seine Religiosität. Daneben wird deutlich, wie stark Warhol (1928-1987) bereits ein Multimediakünstler war, der zum Beispiel für Print- und Fernsehformate bekannte und unbekannte Amerikaner interviewte. Für das Kölner Museum ist es die wichtigste Ausstellung seit Jahren.

Warhol-Ausstellung | EPA

Die Kunstwerke "Mao", "Mao Wallpaper", "Hammer And Sickle" und "Ladies And Gentlemen (Wilhelmina Ross)" des US-Künstlers Andy Warhol sind im Museum Ludwig in Köln zu sehen. Bild: EPA

6.3.2021 • 12:21 Uhr

Scholz fordert mehr Anstrengung bei Impfkampagne

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat hat mehr Anstrengungen bei der Corona-Impf- und Testkampagne in Deutschland gefordert. Der verfügbare Impfstoff müsse überall auch genutzt werden, sagte der Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat beim digitalen Parteitag der NRW-SPD. Überall müsse das Impfen so gut organisiert werden, dass die Impfdosen, die jetzt in großen Mengen kämen, auch genutzt würden.

Scholz räumte Anfangsfehler bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen ein. Jetzt aber müssten "alle Kräfte auf die Beschaffung von so viel Impfstoff wie möglich konzentriert werden". Die künftig verfügbaren Schnell- und Selbsttests machen laut Scholz Hoffnungen. "Wir sorgen jetzt dafür, dass wir mit dem Testen neue Möglichkeiten für Öffnungsstrategien finden." Das gebe den Menschen Hoffnung, aus dem Lockdown herauskommen zu können, "dass wir im Sommer auch mal wieder auf einer Bierbank sitzen können, dass wir Fußball sehen können, wenn die nächste Saison beginnt".

6.3.2021 • 12:21 Uhr

Merkel: Pandemie zeigt überwunden geglaubte Rollenmuster

In der Corona-Pandemie sind nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel schon überwunden geglaubte Rollenmuster innerhalb von Familien zu erkennen. "So sind es doch wieder vermehrt Frauen, die den Spagat zwischen Homeschooling, Kinderbetreuung und dem eigenen Beruf meistern. Und es sind vor allem auch Frauen, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz in sozialen und Pflegeberufen derzeit besonders gefordert sind", sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Podcast anlässlich des Weltfrauentags an diesem Montag.

Insgesamt könne es nicht sein, "dass Frauen unsere Gesellschaften maßgeblich tragen und gleichzeitig nicht gleichberechtigt an wichtigen Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beteiligt sind", betonte die Kanzlerin. Die Bundesregierung setze sich dafür ein, dies zu ändern. Sie werde etwa immer wieder daran arbeiten, dass Familie und Beruf noch besser vereinbar sind. Dafür sei der Ausbau von Betreuungsangeboten für Kinder im Vorschulalter von großer Bedeutung.

6.3.2021 • 11:27 Uhr

Pflegeschutzbund fordert Erleichterungen für Geimpfte

Der BIVA-Pflegeschutzbund fordert eine sofortige Anpassung der Besuchsverordnungen für geimpfte Pflegeheimbewohner. Trotz erfolgter Impfungen in so gut wie allen Heimen der Bundesrepublik warteten die alten Menschen weiterhin auf Erleichterungen der besonders strikten Kontaktbeschränkungen, erklärte BIVA-Vorsitzender Manfred Stegger in Bonn. Besuche nach den allgemein geltenden Regeln müssten jetzt unverzüglich ermöglicht werden. "Die Politik hat bisher offenbar nach erfolgter Impfkampagne in den Heimen die Bewohnerinnen und Bewohner wieder vergessen", sagte Stegger. Seit Wochen liege eine Empfehlung des Ethikrates vor, dieser Personengruppe mit dem erreichten Impfschutz spürbare Erleichterungen zu ermöglichen, betonte er. Doch es sei wenig geschehen.

6.3.2021 • 11:25 Uhr

"FT": EU will AstraZeneca-Impfstoff aus den USA importieren

Im Kampf gegen den Impfstoffmangel will sich die Europäische Union (EU) einem Zeitungsbericht zufolge Impfdosen von AstraZeneca aus den USA beschaffen. Die EU-Kommission wolle die Vereinigten Staaten bitten, die Ausfuhr des Impfstoffs zu genehmigen, der in den USA produziert oder abgefüllt werde, berichtete die "Financial Times". Mit einer solchen Zusammenarbeit solle sichergestellt werden, dass die vertraglichen Verpflichtungen der Impfstoff-Hersteller gegenüber der EU eingehalten würde, zitierte das Blatt die Brüsseler Behörde. Die USA sollten zudem die Lieferungen wichtiger Impfstoffbestandteile sicherstellen, die in der europäischen Produktion benötigt würden.

Hintergrund ist der Streit zwischen der EU und AstraZeneca, weil der britisch-schwedische Pharmakonzern bislang weniger Impfstoff an die Staatengemeinschaft liefert als zugesagt. In den USA kommt die Impfkampagne deutlich schneller voran als in Europa: Präsident Joe Biden kündigte kürzlich an, bis Ende Mai genug Impfstoff für jeden Erwachsenen im Land zur Verfügung zu haben.

6.3.2021 • 10:36 Uhr

Britische Unternehmen können kostenlose Selbsttests beantragen

Unternehmen in Großbritannien können nun kostenlose Corona-Schnelltests für ihre Beschäftigten beantragen. Auch Firmen mit weniger als 50 Angestellten könnten sich bis Ende März für das Angebot registrieren, teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Die Tests zeigten spätestens nach einer halben Stunde ein Ergebnis. Sie würden dabei helfen, positiv Getestete sofort zu isolieren und Infektionsketten zu durchbrechen. Das Angebot ist zunächst bis Ende Juni kostenlos.

6.3.2021 • 10:28 Uhr

Ethikrats-Vorsitzende Buyx wünscht sich mehr Solidarität

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, wünscht sich mehr Gemeinschaftlichkeit und Solidarität in der Pandemie. "Auch wenn es dem Einzelnen manchmal nicht gefällt, wir sind faktisch alle voneinander abhängig. Das wird uns in der Pandemie machtvoll bewusst", sagte sie im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) und fügte hinzu: "Der Appell der Ethikerin ist daher, dass wir uns alle noch gemeinschaftlicher und solidarischer verhalten."

Die Debatten in der Pandemie heizten sich an und alle seien irgendwie ausgelaugt, sie eingeschlossen. "Man ist hin- und hergerissen zwischen den positiven Nachrichten über Schnelltests und Impfstoffe - das heißt, wir können das Ganze besiegen - und dem Gefühl, im Lockdown dennoch vor oder in der dritten Welle zu stehen." Vieles gehe auch zu langsam, so Buyx.

6.3.2021 • 10:26 Uhr

Neuer Höchstwert an Neuinfektionen in Ungarn

Ungarn meldet trotz Lockdown mit 7269 Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Das sind 14 Prozent mehr Fälle als am Freitag, wie die Behörden mitteilen. Das Land mit rund zehn Millionen Einwohnern weist eine der höchsten Infektions- und Todesraten weltweit auf. Zuletzt stiegen die Zahlen trotz eines Teil-Lockdowns rasant an. Dabei verwiesen die Gesundheitsbehörden auf eine Ausbreitung der britischen und südafrikanischen Mutanten, die als ansteckender gelten.

Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban spricht von einer "sehr starken dritten Welle" und verschärfte deswegen bereits kürzlich den seit Mitte November geltenden Lockdown. Nun müssen die meisten Geschäfte schließen und auch die Grundschulen wechseln ins Homeschooling.

6.3.2021 • 10:24 Uhr

Affäre um Schutzmasken weitet sich aus

Nach dem CSU-Politiker Georg Nüßlein hat auch der Mannheimer CDU-Abgeordnete Nikolaus Löbel Konsequenzen aus der Affäre im Zusammenhang mit Verträgen über Corona-Schutzmasken gezogen. Löbel gab seinen Sitz im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages auf, nachdem das Magazin "Der Spiegel" über Provisionszahlungen in Höhe von 250.000 Euro berichtet hatte.

6.3.2021 • 09:44 Uhr

Dalai Lama bekommt erste Corona-Impfung

Der Dalai Lama hat seine erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter bekam in einem Krankenhaus im nordindischen Dharamsala eine Spritze verabreicht. Danach forderte er andere Menschen auf, mutig zu sein und sich impfen zu lassen. Um einige schwere Probleme zu verhindern, sei diese Injektion sehr hilfreich, sagte der 85-Jährige.

Der Arzt G.D. Gupta sagte Reportern, der Dalai Lama sei nach der Impfung für einen Zeitraum von 30 Minuten beobachtet worden. "Er hat angeboten, wie ein normaler Mensch ins Krankenhaus zu kommen und geimpft zu werden." Zehn weitere Menschen seien ebenfalls immunisiert worden, die in dem Anwesen des Dalai Lamas wohnen. Alle elf bekamen das gemeinsam von AstraZeneca und der Oxford University entwickelte Vakzin.

6.3.2021 • 09:23 Uhr

Sozialverbände: Ein kostenloser Schnelltest reicht nicht

Sozialverbände in Deutschland fordern mehr kostenlose Corona-Schnelltests für Menschen mit wenig Geld und warnen vor einer vertieften sozialen Spaltung der Gesellschaft. "Ein kostenfreier Test pro Person und Woche ist nicht genug, besonders wenn der Besuch von Veranstaltungen von einem negativen Testergebnis abhängig gemacht wird», sagte die Präsidentin des Verbandes VdK, Verena Bentele, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Nach den jüngsten Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern soll jeder Bundesbürger einmal pro Woche mindestens einen kostenlosen Antigen-Schnelltest bei geschultem Personal in einem Testzentrum oder einer Arztpraxis machen können. Die Kosten für Selbsttests, die etwa bei Discountern oder im Drogeriemarkt zu kaufen sind, müssen allerdings privat bezahlt werden.

Bentele und der Paritätische Gesamtverband forderten Zusatzzahlungen von 100 Euro pro Monat für Menschen in Grundsicherung während der Pandemie. Bisher ist nur vorgesehen, zusätzliche Kosten über einen einmaligen Corona-Zuschlag von 150 Euro abzudecken.

6.3.2021 • 07:00 Uhr

Chefvirologe Kräusslich: Teilimmunität könnte Mutationen fördern

Der Chefvirologe am Heidelberger Universitätsklinikum, Hans-Georg Kräusslich, hat Sorge, dass sich in der Phase zwischen Erst- und Zweitimpfung weitere Corona-Varianten bilden könnten. Mit Blick auf die von Bund und Ländern geplanten Lockerungen sagte er der "Rhein-Neckar-Zeitung": "Besorgniserregend wäre insbesondere, wenn wir in den nächsten Wochen in eine Situation kämen, dass zahlreiche Menschen nach der Erstimpfung einen inkompletten Schutz haben und gleichzeitig sehr viele Infektionen stattfinden. Das wäre eine Brutstätte für die Selektion von Varianten, die möglicherweise dem Impfstoff entkommen könnten."

Wenn sich viele Menschen infizieren würden, die teilimmun, aber noch nicht richtig immun sind, dann sei die Warscheinlichkeit, dass sich das Virus dort festsetzen kann und resistente Varianten auftreten, höher, sagte der Virologe.

6.3.2021 • 05:51 Uhr

Niedersachsens Ministerpräsident schließt Lockdown zu Ostern nicht aus

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) schließt einen erneuten Lockdown zu Ostern nicht aus. "Wenn jetzt alle die neuen Möglichkeiten exzessiv ausreizen, werden die Infektionszahlen steigen und Einschränkungen notwendig sein", sagte Weil gegenüber der "Rheinischen Post". Es gebe einfach noch keine klare Zusage, ob Reisen zu Ostern möglich werde, so Weil. "Es ist vorgesehen, dass wir bei der nächsten Bund-Länder-Runde am 22. März dazu Entscheidungen treffen", erklärte Weil, dieser Termin sei jedoch zu spät für die Menschen, die Pläne für einen Osterurlaub machen wollten. Weiterhin gab er an, neue Testkonzepte könnten zusätzliche Öffnungsmöglichkeiten schaffen.

6.3.2021 • 05:31 Uhr

RKI meldet 9557 Neuinfektionen

In Deutschland sind laut Robert-Koch-Institut innerhalb eines Tages 9557 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 65,6. Am Vortag hatte dieser Wert 65,4 betragen. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs den Angaben zufolge auf 2.492.079. Laut RKI wurden ferner 300 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden registriert. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 71.804. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI mit rund 2,299 Millionen.

6.3.2021 • 05:06 Uhr

Paraguay: Gewalt bei Protesten wegen Corona-Krise

In Paraguay ist es wegen des Umgangs der Regierung mit der Corona-Krise zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Die Polizei setzte Gummigeschosse und Tränengas ein, Demonstranten brannten Barrikaden ab und warfen Steine. "Diese Gewalt macht keinen Sinn", sagte Innenminister Arnaldo Giuzzio im Fernsehkanal Telefuturo. In dem südamerikanischen Land haben die Neuinfektionen einen Rekordwert erreicht. Die Krankenhäuser sind am Rande des Zusammenbruchs. Bisher wurden weniger als 0,1 Prozent der Bevölkerung geimpft. Am Freitagmorgen musste bereits der Gesundheitsminister zurücktreten. Die Regierung hat versprochen mehr Medikamente und Impfstoffe zu besorgen.

In Asunción protestieren Menschen gegen den Umgang der Regierung mit der Pandemie | EPA

Bild: EPA

6.3.2021 • 04:57 Uhr

Erstes Konzert in Tel Aviv mit hunderten geimpften Menschen

Dank der Massenimpfungen gegen das neuartige Coronavirus hat in Israel ein Konzert mit hunderten Zuschauern stattgefunden. Rund 500 gegen Covid-19 geimpfte Menschen mit Masken kamen in Tel Aviv in einem Stadion zusammen, das Platz für bis zu 30.000 Zuschauer bietet. Sie durften sich ein Konzert des israelischen Popsängers Ivri Lider anhören.

Israelis genießen erstes Konzert nach Anlaufen der Impfkampagne | AP

Bild: AP

6.3.2021 • 04:40 Uhr

Stiko-Chef: Knappheit beim Impfen wird bald vorbei sein

Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, erwartet nach April ein deutlich höheres Impftempo in Deutschland. Er verstehe den Frust der Menschen über das Impfmanagement, sagte Mertens der "Augsburger Allgemeinen". "Kern des Problems ist aber fraglos der bisher mangelnde Impfstoff. Ich gehe jedoch davon aus, dass im zweiten und dritten Quartal so viel zur Verfügung stehen wird, dass ihn die Zentren nicht mehr verimpfen können", sagte der Vorsitzende der am Robert Koch-Institut angesiedelten Expertengruppe.

6.3.2021 • 04:18 Uhr

Verschärfte Wochenend-Ausgangssperren in Frankreich

Heute treten in weiteren französischen Corona-Hotspots Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Betroffen sind nun auch rund 1,5 Millionen Bürger im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais mit der Hafenstadt Calais. Sie dürfen ihre Häuser am Wochenende nur noch aus triftigem Grund verlassen, etwa zum Einkaufen oder Joggen. Auch sehr große Geschäfte müssen schließen.  In der Region am Ärmelkanal breitet sich die britische Coronavirus-Variante rapide aus. Im benachbarten Dünkirchen und an Teilen der Côte d'Azur gelten bereits Ausgangssperren an Wochenenden. Zudem gilt landesweit eine nächtliche Sperrstunde ab 18.00 Uhr.

6.3.2021 • 04:01 Uhr

Pfizer-Deutschlandchef würde sich mit AstraZeneca-Vakzin impfen lassen

Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Pfizer Deutschland, Peter Albiez, hat den von AstraZeneca entwickelten Konkurrenzimpfstoff gelobt. "Den würde ich nehmen, den Impfstoff, ja", sagte Albiez in der Internetsendung "Bild live". Jeder Impfstoff werde von der Europäischen Arzneimittelagentur geprüft und sei daher "sicher und verträglich". Grundsätzlich halte er in Deutschland "eine größere Dynamik" der Impfkampagne für nötig, sagte Albiez. "Da müssen wir in großen Schritten denken, in großen Dimensionen." Er forderte, mit Blick auf die kommenden Monate, "alles" zu mobilisieren. Die Angebote zum Impfen müssten "flächendeckend und niederschwellig" sein.  

6.3.2021 • 04:01 Uhr

WHO warnt vor Nachlässigkeit im Kampf gegen Corona wegen Impfungen

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Belieferung von Dutzenden weiteren Entwicklungsländern mit Corona-Impfstoffen angekündigt und zugleich vor einem Nachlassen im Kampf gegen die Pandemie wegen der Immunisierungskampagnen gewarnt. Kommende Woche werde die internationale Corona-Impfinitiative Covax 31 weitere Länder mit insgesamt 14,4 Millionen Impfdosen beliefern. Diese Wochen waren 20 andere Länder mit 20 Millionen Impfdosen beliefert worden, darunter Nigeria, Moldau und Indien. "Die Ankunft des Impfstoffs ist ein Moment großer Hoffnung", sagte der WHO-Notfalldirektor Michael Ryan bei einer Pressekonferenz in Genf. "Aber potenziell ist es auch ein Moment, in dem wir an Konzentration verlieren."