Menschen spazieren abends vor dem Eiffelturm in Paris | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Mehr als 70.000 Tote in Frankreich ++

Stand: 16.01.2021 23:13 Uhr

In Frankreich ist die Zahl der infolge einer Covid-19-Infektion gestorbenen Menschen auf 70.142 gestiegen. In Wien protestierten rund 10.000 Menschen gegen Corona-Maßnahmen. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • RKI meldet 18.678 Neuinfektionen und 980 Todesfälle
  • Mehr als eine Million Impfungen in Deutschland
  • Schottland führt Homeoffice-Pflicht ein
  • Weltgrößte Impfkampagne in Indien gestartet
  • Mehr als 70.000 Tote in Frankreich
  • Italiens Restaurants schließen wieder
  • Tausende protestieren in Wien gegen Maßnahmen
16.1.2021 • 23:13 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

16.1.2021 • 21:01 Uhr

Mehr als 70.000 Tote in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der infolge des Coronavirus gestorbenen Menschen auf mehr als 70.000 gestiegen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde stieg die Zahl der Toten binnen 24 Stunden um 196 auf 70.142. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden liegt mit 21.406 knapp über dem Wert vom Freitag. Dem Gesundheitsministerium zufolge wurden 413.046 Menschen geimpft.

16.1.2021 • 19:41 Uhr

Dritthöchste Todeszahl in Großbritannien

In Großbritannien melden die Behörden die dritthöchste Todeszahl an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Das Gesundheitsministerium gibt 1295 Todesfälle bekannt nach 1280 am Freitag. Die Zahl der Todesopfer steigt damit auf insgesamt 88.590. Die Zahl der positiven Tests beträgt 41.346 nach 55.761 am Freitag. Bislang wurden in Großbritannien rund 3,6 Millionen Impfungen verabreicht.

16.1.2021 • 19:41 Uhr

Portugals Finanzminister positiv getestet

Portugals Finanzminister Joao Leao ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gibt sein Büro bekannt. Einen Tag zuvor habe er noch an einem Treffen in Lissabon mit hochrangigen EU-Vertretern wie Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilgenommen. Der 46-jährige Minister zeige keine Symptome. Er werde seine Arbeit zuhause in Selbstisolierung fortsetzen.

16.1.2021 • 18:17 Uhr

Italien streicht Flüge aus Brasilien

Italien streicht wegen einer neuen Corona-Variante Brasilien-Flüge. Alle, die in den letzten 14 Tagen auf Durchreise in Brasilien waren, dürften nicht mehr nach Italien einreisen, teilt Gesundheitsminister Roberto Speranza mit. Aus Brasilien ankommende Personen müssten sich testen lassen.

Nach Angaben seines Ministeriums gibt es 16.310 Neuinfektionen und weitere 475 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt sind in Italien 81.800 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Das ist die zweithöchste Rate in Europa und die sechshöchste weltweit. Die Gesamtzahl der Infektionen beträgt 2,369 Millionen.

16.1.2021 • 18:16 Uhr

Mehr als 10.000 Neuinfektionen in Portugal

In Portugal steigen die Infektions- und Todeszahlen so stark wie noch nie seit Beginn der Epidemie. Das Land meldet 10.947 neue Fälle und weitere 166 Tote. Damit steigen die gesamten Infektionen auf 539.416 bei einer Bevölkerung von etwas über zehn Millionen. 8709 Menschen starben an oder mit dem Virus.

Die 14-Tage-Inzidenz in Portugal beträgt 901 und ist damit fast doppelt so hoch wie im benachbarten Spanien, wie aus Daten des Europäischen Seuchenzentrums hervorgeht. Die Krankenhäuser des Landes stoßen an ihre Grenzen. In Portugal gibt es den Gesundheitsbehörden zufolge 672 Intensivbetten für Covid-Patienten. Davon seien 638 belegt.

16.1.2021 • 18:07 Uhr

Tausende protestieren in Wien gegen Maßnahmen

Rund 10.000 Menschen haben in Wien gegen die Corona-Maßnahmen der österreichischen Regierung protestiert. Die Demonstranten beklagten die derzeitigen Einschränkungen und forderten den Rücktritt der Regierung von Kanzler Sebastian Kurz, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. 

Die meisten Teilnehmer der Kundgebung, unter ihnen der frühere Vizekanzler Heinz-Christian Strache, trugen keinen Mund-Nasen-Schutz und missachteten die Abstandsregeln. Einem Bericht des "Kurier" zufolge handelt es sich bei den Aktivisten um "eine Mischung aus Corona-Leugnern, besorgten Bürgern und ehemaligen Staatsverweigerern und Rechtsextremen". Der österreichische Verfassungsschutz sehe "staatsgefährdendes Potential" bei den Demonstranten.

An einer von linken Gruppen organisierten Gegendemonstration beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 500 Menschen. In Österreich gilt noch bis zum 24. Januar ein harter Lockdown. Bislang starben nach Angaben der Behörden landesweit rund 7000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

Demontranten protestieren in Wien gegen Corona-Maßnahmen | dpa

Demontranten protestieren in Wien gegen Corona-Maßnahmen Bild: dpa

16.1.2021 • 17:47 Uhr

Dänemark meldet ersten Fall mit Variante aus Südafrika

Dänemark hat seinen ersten Infektionsfall mit der Coronavirus-Variante registriert, die zuerst in Südafrika gefunden wurde. Das teilte das Statens Serum Institut (SSI), das dänische Pendant zum Robert Koch-Institut, mit. Der Fund der Variante B.1.351/501Y hänge demnach mit einer Reise nach Dubai zusammen.

Die aus England stammende Corona-Mutante ist bereits vor Wochen im nördlichsten deutschen Nachbarland eingetroffen: Sie wurde bisher 256 Mal im Land nachgewiesen. Die britische Variante macht nach SSI-Angaben im Augenblick 3,6 Prozent aller positiven Corona-Befunde aus, die man in Dänemark sequenziert. Das Institut geht allerdings davon aus, dass diese Mutation in den kommenden Wochen und Monaten häufiger vorkommen wird - wie häufig, das hänge davon ab, wie gut die Kontaktzahlen kontrolliert werden könnten.

16.1.2021 • 17:04 Uhr

Bars und Restaurants in Italien fast überall wieder zu

Erst geschlossen, dann wieder auf, dann wieder geschlossen: Im Hin und Her der Corona-Beschränkungen müssen ab Sonntag Tausende Wirte in Italien ihre Bars, Restaurants und Pizzerien für Gäste wieder zumachen. Rund 70 Prozent der gastronomischen Betriebe seien landesweit davon betroffen, teilte der italienische Landwirtschaftsverband Coldiretti mit. Essen darf dann in 15 der 20 Regionen und Autonomen Provinzen nur noch zum Mitnehmen verkauft werden.

Vor dem Jahreswechsel galten wegen der Feiertage in Italien strenge Corona-Regeln, um etwa Feiern mit vielen Menschen zu verhindern. Im Restaurant essen gehen war nicht möglich. Im neuen Jahr lockerte die Regierung die Beschränkungen in vielen Regionen wieder für kurze Zeit, so dass man seine Pizza oder den Aperitif in den Bars und Gaststätten zu sich nehmen konnte.

Zuletzt machte sich jedoch die Angst vor einer dritten Corona-Welle breit und die Regierung zog die Zügel wieder straff. Der Verband Coldiretti klagte, die Einschränkungen träfen die gesamte Agrar- und Nahrungsmittelbranche. Langfristige Subventionen seien nötig, um die Wirtschaft und die Arbeitsplätze zu retten.

Stühle stehen gestapelt vor einem geschlossenen Café in Venedig | dpa

Stühle stehen gestapelt vor einem geschlossenen Café in Venedig Bild: dpa

16.1.2021 • 16:56 Uhr

Laschet: Schulen können nicht Monate geschlossen bleiben

Der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet mahnt zu einer sorgsamen Abwägung in der Frage, wie lange Schulen noch geschlossen sein müssen. Ziel müsse sein, wieder zu guter Bildung zu kommen, sagt Laschet in der ARD-Sendung "Farbe bekennen". "Das darf man nicht über Monate aussetzen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder werden sich Laschet zufolge am Montagabend erneut mit Wissenschaftlern über die Pandemie beraten. Am Dienstag wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen entscheiden.

16.1.2021 • 16:40 Uhr

Tests auch in Apotheken und Zahnarztpraxen möglich

Corona-Tests sind ab sofort grundsätzlich auch in Apotheken und in Zahnarztpraxen möglich. Eine entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums trat heute in Kraft. Voraussetzung ist allerdings jeweils ein Auftrag durch die Gesundheitsbehörden. Zugleich wurde die Anzahl der Tests für ambulante Pflegedienste, insbesondere solche der ambulanten Intensivpflege sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe, auf 20 Tests pro Betreuten und Monat erhöht. Künftig können auch Tests in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe erfolgen.

"Der Kreis der beauftragungsfähigen Personen und Einrichtungen wird konkretisiert, um die für die Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes erforderliche Rechtssicherheit zu schaffen", teilte das Ministerium dazu mit. Neben medizinischen Laboren sowie Ärztinnen und Ärzten würden auch Zahnärztinnen und Zahnärzte für Testungen an möglicherweise infizierten Menschen sowie deren Kontaktpersonen zugelassen.

16.1.2021 • 16:34 Uhr

Pakistan erteilt AstraZeneca Notfallzulassung

Im Kampf gegen die Pandemie hat Pakistan dem Impfstoff von AstraZeneca eine Notfallzulassung erteilt. Dies bestätigte Gesundheitsminister Faisal Sultan in Islamabad. Er gab indes keine Details über die Menge, den Zeitrahmen und die Umstände der Beschaffung bekannt. Mitarbeiter im Gesundheitswesen, ältere Bürger und Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herzkrankheiten sollen als erste die Impfung gratis bekommen.

Pakistan hofft außerdem darauf, Gratisdosen von Covid-19-Impfstoffen über Gavi zu erhalten, die Impfinitiative der Weltgesundheitsorganisation WHO. Vergangenen Monat hatte Pakistan angekündigt, den Impfstoff von Sinopharm aus China zu beschaffen, doch wurde dieser bisher noch nicht zugelassen.

In der EU ist der von AstraZeneca gemeinsam mit Universität Oxford entwickelte Impfstoff noch nicht zugelassen. Damit wurde für den 29. Januar gerechnet. Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen sprach am Freitag lediglich von "Ende Januar" für "einen dritten Impfstoff".

16.1.2021 • 15:59 Uhr

Frankreich zieht nächtliche Ausgangssperre vor

Franzosen müssen sich beim abendlichen Einkaufen beeilen: Im ganzen Land gilt wegen der Corona-Krise ab heute eine nächtliche Ausgangssperre bereits von 18 Uhr an. Auch Geschäfte müssen dann schließen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen und im schlimmsten Fall auch Haftstrafen, wie das Innenministerium mitteilte. Premierminister Jean Castex hatte am Donnerstag angekündigt, dass die Regelung mindestens 15 Tage für das Festland gelten solle.

Zuvor war das ursprünglich von 20 Uhr bis 6 Uhr geltende Ausgehverbot bereits in einzelnen besonders betroffenen Départements des Landes vorverlegt worden. Den Menschen ist es während dieser Zeit nicht mehr gestattet, spazieren zu gehen, Sport zu treiben oder einzukaufen. Sie dürfen aber zum Beispiel zur Arbeit fahren oder wegen zwingender familiärer Gründe vor die Türe gehen. Die Pandemie hat Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Menschen schwer getroffen. Rund 70.000 Bürger starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

16.1.2021 • 15:44 Uhr

Brandenburgs Regierungschef für schärfere Corona-Regeln

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält schärfere Corona-Beschränkungen für angebracht. "Es werden weitere Verschärfungen notwendig sein, auch aufgrund der Mutation des Virus' mit deutlich höheren Ansteckungsquoten", sagte Woidke der Tageszeitung "Die Welt". Einen Lockdown auch für die Industrie lehnte Woidke aber ab. "Kraftwerke müssen weiterlaufen, auch Instandhaltungsbetriebe. Wasser, Abwasser, Strom, Gas, Logistik - das muss doch alles funktionieren, sonst brechen die Versorgung und das ganze Land zusammen."

16.1.2021 • 15:09 Uhr

Mehr als eine Million Impfungen in Deutschland

Die Zahl der Corona-Schutzimpfungen in Deutschland hat die Schwelle von einer Million überschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete eine Gesamtzahl von 1.048.160 Impfungen, 79.759 mehr als am Vortag. Die Impfquote stieg damit auf 1,26 Prozent. Spitzenreiter bei den Impfungen bleibt Mecklenburg-Vorpommern mit einer Impfquote von 2,34 Prozent vor Schleswig-Holstein mit 1,92 Prozent. Schlusslicht ist Baden-Württemberg mit einer Quote von 0,90 Prozent hinter Thüringen mit 1,03 Prozent.

Bislang wurde fast ausschließlich die erste von zwei Impfdosen gespritzt. Am Freitag hatten erstmals einige Menschen in einem Pflegeheim in Halberstadt in Sachsen-Anhalt auch die zweite Dosis erhalten.

16.1.2021 • 15:05 Uhr

Schottland führt Homeoffice-Pflicht ein

In Schottland ist das Arbeiten im Homeoffice - soweit die Tätigkeit es zulässt - nun verpflichtend. "Unter den aktuellen Regeln brauchen Sie eine ernsthafte Entschuldigung, Ihr Zuhause zu verlassen. Arbeit zählt nur dazu, wenn sie nicht von zuhause aus erledigt werden kann", heißt es in einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen der schottischen Regierung, die jetzt in Kraft getreten ist. Schottische Arbeitgeber sind demnach gesetzlich dazu verpflichtet, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren. Dazu gehöre es, Beschäftigte ins Homeoffice zu schicken, wenn ihre Tätigkeiten dies zuließen. Von zuhause aus zu arbeiten, müsse der Standard sein.

Eine Frau im Homeffice am Schreibtisch | dpa

Streitpunkt Homeoffice: In Deutschland fordern unter anderem die Grünen, das Arbeiten von zuhause verpflichtend in den Corona-Verordnungen festzuschreiben. Bild: dpa

16.1.2021 • 15:00 Uhr

Dänemark meldet mehr als 250 Infektionen mit britischer Virus-Mutation

Die Behörden in Dänemark haben 256 Infektionen mit der britischen Coronavirus-Variante B 1.1.7 registriert. Die bestätigte das Gesundheitsministerium des Landes. Zwischen Mitte November und dem 10. Januar wurde die mutierte Virus-Variante 256 Mal nachgewiesen. Dies entspricht etwa 1,3 Prozent aller in diesem Zeitraum analysierten Positiv-Tests, hieß es in einem nun veröffentlichten Bericht.

Die vor allem in England verbreitete Virus-Mutation ist nach derzeitigem Erkenntnisstand zwar nicht tödlicher als die bisher grassierenden Varianten. Aber sie ist wohl deutlich ansteckender. Das heißt, dass ein Infizierter im Schnitt mehr Menschen ansteckt als bisher - je nach Untersuchung um etwa 50 bis 70 Prozent.

16.1.2021 • 14:28 Uhr

Brinkhaus: Härterer kurzer Lockdown besser für Wirtschaft

Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus fordert, die Zahl der Neuinfektionen mit harten neuen Maßnahmen "ganz schnell nach unten zu bringen". Man sei sehr beunruhigt wegen der Virus-Mutationen, sagte der CDU-Politiker im Sender "Phoenix". Für die Wirtschaft seien kürzere härtere Maßnahmen besser als eine lange Fortsetzung milderer Corona-Auflagen. Sehr wichtig sei zudem der bessere Schutz von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen.

Ralph Brinkhaus | dpa

Kurz vor den Beratungen über mögliche neue Verschärfungen des Lockdowns ringen Bund und Länder um das weitere Vorgehen. Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus plädiert für eine umfassende Ausweitung der Maßnahmen. "Jetzt lieber einmal richtig, anstatt eine Endlosschleife bis in den Sommer hinein", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Bild: dpa

16.1.2021 • 14:17 Uhr

Polizei beendet mehrere Geburtstagsfeiern

Die Polizei in Mannheim hat eine Geburtstagsparty mit 27 Gästen aufgelöst. In einer Vier-Zimmer-Wohnung feierten die Veranstalter mit 22 Erwachsenen und fünf Kindern, wie die Polizei mitteilte. Alle Beteiligten seien wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung angezeigt worden.

Auch in Delmenhort bei Bremen beendete die Polizei eine illegale Geburtstagsfeier. Kurz vor Mitternacht waren die Beamten dort über eine Ruhestörung durch eine Party mit mindestens zwölf Personen informiert worden. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte flohen einige Gäste. Die Party konnte demnach zunächst mit mehreren Anzeigen unter anderem wegen Verstoßes gegen die Corona-Auflagen beendet werden. Am Morgen rückte die Polizei dann aber erneut aus, da die Party fortgesetzt worden war.

16.1.2021 • 14:06 Uhr

Tennisspielerin Angelique Kerber in Quarantäne

Angelique Kerber gehört zu den 47 Tennisprofis, die sich nach der Ankunft in Melbourne für 14 Tage komplett im Hotel isolieren müssen. Dies teilte die ehemalige Weltranglisten-Erste auf Twitter mit. Grund dafür ist, dass nach dem Flug von Abu Dhabi zu den Australian Open eine Person positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Wie die Organisatoren des Grand-Slam-Turniers erklärten, waren 23 Tennisprofis an Bord, die nun nicht wie eigentlich geplant für zumindest fünf Stunden am Tag das Hotel für Training und Fitness verlassen dürfen. Keiner von ihnen ist allerdings von dem positiven Corona-Test betroffen. 24 Profis, die mit einem anderen Flug ankamen, müssen ebenfalls in Quarantäne.

16.1.2021 • 13:30 Uhr

Gesundheitsminister: Corona-Zahlen sind weiterhin zu hoch

Gesundheitsminister Jens Spahn sieht keine Möglichkeit, alle Corona-Beschränkung zum 1. Februar aufzuheben. "Die Zahlen gehen nicht so runter, wie es notwendig ist", sagte Spahn im Sender "Phoenix". Zwar gebe es eine Bewegung in die richtige Richtung. Aber man werde bei der Bund-Länder-Runde entscheiden müssen, wie man weiter vorgehen müsse.

16.1.2021 • 13:08 Uhr

Drei slowenische Biathleten in Oberhof in Quarantäne

Drei slowenische Biathleten mussten sich beim Weltcup in Oberhof in Quarantäne begeben. Wie der Weltverband IBU mitteilte, gab es zwei positive Befunde auf das Coronavirus in der Mannschaft, einen davon bei einem Sportler. Zwei weitere Athleten wurden zudem als direkte Kontaktpersonen identifiziert und mussten sich isolieren.

Es waren nicht die ersten Fälle in Thüringen. Unter anderen mussten schon zwei Athleten aus Tschechien sowie die gesamte bulgarische Mannschaft in Quarantäne. Auch freiwillige Helfer waren betroffen. Insgesamt wurden bei den bisherigen Biathlon-Weltcups in diesem Winter in Kontiolahti (Finnland), Hochfilzen (Österreich) und Oberhof rund 7400 Corona-Tests durchgeführt. Dabei gab es 41 Fälle, die eine Quarantäne erforderten.

16.1.2021 • 12:55 Uhr

Günther fordert Perspektiven für Lockerungen

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther fordert eine Perspektive für Lockerungen in der Pandemie. Natürlich sei die Zahl der Neuinfektionen nach wie vor zu hoch, aber sie gehe zurück, sagte der CDU-Politiker dem Sender "Phoenix". Daher dürfe beim Treffen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder nicht nur über weitere Verschärfungen der Auflagen gesprochen werden. Es gehe jetzt auch darum, "dass wir sehr viel klarer auch beschreiben müssen, wie geht es eigentlich in den nächsten Wochen und Monaten weiter", sagte Günther.

16.1.2021 • 12:54 Uhr

Englische Kathedralen als Impfzentren

In England sind die ersten Menschen in Kirchen gegen das Coronavirus geimpft worden. In der Kathedrale im nordenglischen Lichfield haben die Impfungen in der ungewöhnlichen Kulisse bereits begonnen; in der berühmten Kathedrale in Salisbury in Südengland soll damit angefangen werden.

Der Abgeordnete von Lichfield, Michael Fabricant, bezeichnete die Kirche seiner Stadt als "glamourösestes Impfzentrum Großbritanniens". Der Dekan der Kirche, Adrian Dorber, sagte: "Ich hoffe, es ist ein Symbol dafür, wie Gemeinden gemeinsam helfen können, diesen großartigen Impfstoff zu verteilen."

In der Kathedrale im englischen Lichtfield warten Menschen auf ihre Corona-Impfung. | REUTERS

Die Kathedrale im englischen Lichtfield: Weil viele Gotteshäuser derzeit leer bleiben, werden einige von ihnen nun als Impfzentren genutzt. Bild: REUTERS

16.1.2021 • 12:43 Uhr

Brinkhaus fordert Konzentration auf Corona-Pandemie

Nach der Wahl von Armin Laschet zum neuen CDU-Vorsitzenden hat Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus die Union aufgerufen, sich nun vor allem auf die Bekämpfung der Corona-Pandemie zu konzentrieren. "Es war gut und wichtig, die Führung der Partei zu klären", sagte Brinkhaus. Jetzt müsse der Blick rasch wieder auf das gerichtet werden, was die Bürger in ihrem täglichen Leben bewege. "Es geht vor allem darum, die Pandemie zu bewältigen."

16.1.2021 • 12:38 Uhr

Brasilien: Proteste wegen dramatischer Lage in den Kliniken

Dramatische Zustände in den Krankenhäusern im Bundesstaat Amazonas haben neue Proteste gegen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ausgelöst. In Millionenstädten wie Rio de Janeiro, São Paulo oder Brasília gingen zahlreiche Menschen auf ihre Balkone, schlugen mit Löffeln auf Töpfe und riefen "Bolsonaro, tritt zurück". Ähnliche Proteste hatte es bereits Mitte 2020 auf dem ersten Höhepunkt der Corona-Krise gegeben.

Der Bundesstaat Amazonas im Nordwesten Brasiliens, wo das Gesundheitssystem schon im vergangenen April und Mai zusammengebrochen war und Tote in Massengräbern bestattet werden mussten, ächzt wieder unter steigenden Infektionszahlen. Die Intensivstationen sind voll, viele Kliniken haben bereits keinen Sauerstoff zur Beatmung schwer kranker Patienten mehr.

Präsident Bolsonaro, der wegen seines Krisenmanagements seit Monaten in der Kritik steht, hat die Gefahr durch das Coronavirus stets heruntergespielt und zuletzt auch immer wieder Zweifel an Impfungen geäußert.

16.1.2021 • 12:29 Uhr

Mehr als zwei Millionen Corona-Tote weltweit

Die Zahl der weltweiten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist über die Schwelle von zwei Millionen gestiegen. Sie erhöhte sich auf fast 2,007 Millionen, wie aus einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten hervorgeht. Zudem sind mehr als 93,62 Millionen Ansteckungen nachgewiesen.

16.1.2021 • 12:23 Uhr

Notfallzulassung für AstraZeneca-Impfstoff in Pakistan

Die pakistische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (DRAP) hat dem Corona-Impfoff des schwedisch-britischen Pharmaunternehmens AstraZenca eine Notfallzulassung erteilt. Dies bestätigte der pakistanische Gesundheitsminister Faisal Sultan der Nachrichtenagetur Reuters. Das AstraZenca-Vakzin ist damit das erste Präparat, das im Land zugelassen wurde.

16.1.2021 • 11:31 Uhr

Iran: Keine Kundgebungen zum Jahrestag der Revolution

Die staatlich organisierten Großkundgebungen zum 42. Jahrestag der islamischen Revolution im Iran werden dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Das gab Präsident Hassan Ruhani im iranischen Staatsfernsehen bekannt. Anstelle der sonst jedes Jahr stattfindenden landesweiten Demonstrationen sollten diesmal nur symbolische Aktionen via Internet oder höchstens Auto- und Motorradkorsos veranstaltet werden, sagte der Präsident.

Eine Gruppe Frauen in Teheran mit Mund-Nasen-Bedeckung. | dpa

Corona im Iran: Das Land registrierte seit Beginn der Pandemie mehr als 1,3 Millionen Infektionen. Zuletzt testete Iran den selbst entwickelten Impfstoff "Coviran Barekat" an ersten Probanden. Bild: dpa

16.1.2021 • 11:08 Uhr

Schweiz könnte AstraZeneca-Impfstoff noch im Januar zulassen

Der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Universität Oxford könnte in der Schweiz noch im Januar zugelassen werden. Die Aufsichtsbehörde Swissmedic plane dafür ein Treffen am Ende des Monats, berichtet die "Neue Zürcher Zeitung" unter Berufung auf zwei Insider. Zugelassen in der Schweiz sind bereits die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer sowie der US-Biotechfirma Moderna. Wenn alles rund laufe und bald die nötigen Daten vorlägen, könne der nächste Zulassungsentscheid sehr schnell kommen, zitierte die Zeitung zudem einen Swissmedic-Sprecher.

16.1.2021 • 11:04 Uhr

Biontech-Impfstoff künftig einfacher einsetzbar

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland kann das Präparat der Hersteller BioNTech und Pfizer künftig einfacher eingesetzt werden. Wie aus aktualisierten Handlungsempfehlungen von BioNTech hervorgeht, kann der Impfstoff auch schon als fertige Dosis in der Spritze bis zu sechs Stunden bei zwei bis acht Grad transportiert werden. Das hätten neue Daten zur Stabilität des Impfstoffes ergeben.

Besonders für Pflegebedürftige, die zu Hause auf eine Impfung warten, sei dies eine gute Nachricht, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der Nachrichtenagentur dpa. "Dass fertige Impfdosen in Spritzen künftig bereits in den Impfzentren für den Transport vorbereitet werden können, hilft ganz praktisch beim Kampf gegen die Pandemie."

Bisher wurde empfohlen, bereits verdünnten Impfstoff nicht zwischen Einrichtungen zu transportieren - also zwischen den Impfzentren der Länder, wo das Präparat bei minus 70 Grad lagert, und Impf-Einsätzen in Pflegeheimen oder Einrichtungen des betreuten Wohnens. Nach Angaben von Biontech ist verdünnter Impfstoff maximal sechs Stunden bei 2 bis 30 Grad haltbar.

Impfdosen von Pfizer-BioNTech | dpa

Eine Frage der Kühlung: Der BioNTech/Pfizer-Impfstoff lagert bei minus 70 Grad. Neue Empfehlungen erlauben nun, das Vakzin bei Bedarf schon im Impfzentrum zu verdünnen und als vorbereitete Dosis vorsichtig zu transportieren. Bild: dpa

16.1.2021 • 10:52 Uhr

Debatte um Corona-Lockdown

Die Politik diskutiert fraktionsübergreifend über weitere Verschärfungen der Corona-Beschränkungen. Die Forderungen reichen von einer Homeoffice-Pflicht bis hin zu flächendeckenden Ausgangssperren. Denn angesichts neuer Virus-Mutationen und weiterhin hoher Infektionszahlen gibt es kaum Zweifel: Es wird Verschärfungen geben.

16.1.2021 • 10:46 Uhr

Epidemiologe: "Man muss sich auf die Risikopatienten konzentrieren"

Der Epidemiologe Klaus Stöhr hat dazu aufgerufen, die Lage im Kampf gegen die Corona-Pandemie differenziert zu betrachten. Stöhr sagte im RBB-Inforadio: "In so einem Winter, wenn es kalt wird, das Virus noch so aggressiv zirkuliert und die Populationsempfänglichkeit noch so hoch ist, kann man eigentlich nicht erwarten, dass die Zahlen von allein nach unten gehen." Die Entwicklungen in England und Irland haben demnach gezeigt, dass nach Lockerungen die Zahlen "durch die Decke" gegangen sind und die Intensivstationen voll waren. Da wolle man in Deutschland nicht hinkommen.

Man müsse die Lage aber differenzierter betrachten, so Stöhr. So gebe es geographische Unterschiede, aber auch bei den Sterbefällen. "Man muss sich auf die Risikopatienten konzentrieren und auf diejenigen, die Vorerkrankungen haben." In Alten- und Pflegheimen gebe es gute Hygienekonzepte, diese müssten aber auch umgesetzt werden. "Es ist unverantwortlich, wenn man ohne Testung in die Alten- und Pflegeheime gehen kann."

16.1.2021 • 10:36 Uhr

Experten warnen vor Lockdown-Lockerung in Österreich

Medizinische Experten sprechen sich klar für eine Verlängerung des Lockdown in Österreich aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner, die sich zuletzt zwischen 130 und 150 eingependelt hat, sei für eine Lockerung viel zu hoch, warnte Oswald Wagner von der Medizinischen Universität Wien auf einer Pressekonferenz mit anderen Experten im Bundeskanzleramt. Zudem müsse im Gleichklang mit anderen europäischen Ländern gehandelt werden. "Es kann nicht sein, dass ein Land aufmacht und ein anderes zu", sagte Wagner. Darüber hinaus fordert der Experte eine FFP2-Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und strengere Abstandsregeln. Das Land ist seit dem 26. Dezember in seinem dritten Lockdown, der nach bisherigen Plänen bis zum 24. Januar gelten soll. Angesichts der Furcht vor einer Ausbreitung infektiöserer Virus-Mutationen wird seit Tagen über eine Verlängerung des Lockdown spekuliert.

16.1.2021 • 10:14 Uhr

Tennisprofis müssen nach Charterflug in Hotel-Quarantäne

Nach einem Charterflug von Los Angeles zu den Australian Open nach Melbourne müssen alle mitgereisten Tennisprofis in Quarantäne und dort auf ihren Hotelzimmern bleiben. An Bord der Maschine waren zwei Personen, die nach der Ankunft positiv auf das Coronavirus getestet wurden, berichtete die Nachrichtenagentur AAP. Bei den beiden Passagieren handele es sich um ein Crew-Mitglied und einen Turnierteilnehmer - aber keinen Tennisspieler. Die am Freitag zum ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres angereisten Profis müssen sich nun in ihren Hotels in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Im Gegensatz zu anderen angereisten Tennisspielern, die täglich einige Stunden im Freien trainieren dürfen, sich die Profis nun in ihren Hotelzimmern fit halten.

16.1.2021 • 10:12 Uhr

Italien kritisiert Pfizer wegen Verzögerung bei Impfstoff-Lieferung

Italien hat die Ankündigung des US-Pharmakonzerns Pfizer kritisiert, von Montag an vorübergehend weniger Corona-Impfdosen zu liefern als geplant. Der von der Regierung bestellte Kommissar für den Corona-Notfall habe "den Ernst und das unglaubliche Timing" dieser Nachricht zur Kenntnis genommen, hieß es in einer Mitteilung. Demnach sollen von Wochenbeginn an 29 Prozent weniger Vakzine geliefert werden als geplant. Zudem sei unklar, in welchem Umfang die Lieferungen weiter erfolgen sollten. Italien hatte seine Impfkampagne zuletzt immer weiter forciert und bereits 1,04 Millionen Menschen geimpft.

16.1.2021 • 10:03 Uhr

60 Prozent weniger Flugpassagiere im Jahr 2020

Wegen der Reisebeschränkungen in der Corona-Krise ist die Zahl der Flugpassagiere im vergangenen Jahr weltweit um 60 Prozent zurückgegangen. Wie die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) mitteilte, beförderten die Fluggesellschaften 2020 insgesamt 1,8 Milliarden Fluggäste - so wenige wie zuletzt im Jahr 2013. Im Jahr 2019 waren noch 4,5 Milliarden Passagiere gezählt worden. Der größte Einbruch wurde den Angaben zufolge im internationalen Luftverkehr verzeichnet. Während die Zahl der Passagiere auf Inlandsflügen um 50 Prozent zurückging, waren es auf internationalen Flügen 74 Prozent weniger.

16.1.2021 • 10:03 Uhr

14.000 Corona-Neuinfektionen in Indonesien - Neuer Höchstwert

Auch in Indonesien breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Die Behörden melden mit 14.224 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Damit steigt die Zahl der bestätigten Ansteckungen auf 896.642. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöht sich 283 auf 25.767. Indonesien ist in Südostasien am schwersten von der Pandemie betroffen.

Menschenleere Straßen in Jakarta | AFP

Jakarta im Lockdown-Modus: menschenleere Straßen in der Haupstadt Indonesiens. Bild: AFP

16.1.2021 • 10:03 Uhr

Ältere Arbeitnehmer von Covid-19-Erkrankung besonders oft getroffen

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 50 Jahre sind von der Corona-Pandemie in der zweiten Welle deutlich härter getroffen als Jüngere. Die Zahl der Krankschreibungen bei den über 50-Jährigen stieg zwischen Ende Oktober und Mitte Dezember um 44 Prozent, wie aus einer Datenanalyse der Krankenkasse Barmer hervorgeht, die dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" vorliegt. Bei den 30- bis 49-Jährigen habe die Zahl der Corona-Krankschreibungen im gleichen Zeitraum um 25 Prozent zugenommen, hieß es. Bei den unter 30-Jährigen sei sie sogar um 18 Prozent gesunken.

In der ersten Pandemiewelle seien die Unterschiede in den einzelnen Altersgruppen bei den Krankschreibungen wegen Covid-19 nicht so groß gewesen. "Auch wenn der Anteil der Krankschreibungen unter den Jüngeren abnimmt, darf sich keine Altersgruppe in falscher Sicherheit wiegen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Christoph Straub. "Der schwerste Teil der Pandemie steht uns noch bevor", warnte er.

16.1.2021 • 09:53 Uhr

Linke fordern Gipfel zu Corona in Pflegeheimen

Die Linken im Bundestag fordern, das die Corona-Lage in Pflegeheime bei den neuen Bund-Länder-Gesprächenganz oben auf die Tagesordnung zu setzen. "Das nächste Treffen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten muss auch zu einem Heimgipfel werden", sagte Fraktionschef Dietmar Bartsch der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Situation in den Pflegeheimen sei weiter dramatisch. "Das Sterben in den Heimen ist das vielleicht dunkelste Kapitel der letzten Jahrzehnte." Der Fraktionsvorsitzende kritisierte: "Die Lockdown-Regeln gelten bundesweit, aber bei den Pflegeheimen gibt es bisher keine Einheitlichkeit." Er forderte eine nationale Kraftanstrengung und einen Null-Inzidenz-Ansatz. "Niemand darf ungetestet ein Heim betreten, FFP2-Masken-Pflicht und schnellstmögliche Durchimpfung sind dafür wesentlich", sagte Bartsch.

16.1.2021 • 08:36 Uhr

US-Finanzministerium zahlt Milliardenhilfe an Airlines aus

Das US-Finanzministerium hat mit der Auszahlung von Hilfsgeldern in Höhe von 15 Milliarden Dollar an die unter der Corona-Pandemie leidenden Fluggesellschaften begonnen. Als Gegenleistung müssen die Airlines mehr als 32.000 Beschäftigte in ihre Jobs zurückholen. Die großen Unternehmen müssen 30 Prozent der Hilfen binnen zehn Jahren an die Regierung zurückzahlen und außerdem die Vergütung von Managern deckeln. Das Verbot von Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen wurde bis März 2022 verlängert.

Finanzminister Steven Mnuchin sagte, dass das Programm "eine zusätzliche wirtschaftliche Erleichterung für die Beschäftigten bringen wird, während es auch die Gelder der Steuerzahler schützt." Allein Delta Air Lines rechnet mit einer Finanzspritze von 2,9 Milliarden US-Dollar aus dem vom Kongress beschlossenen Hilfspaket.

Flugzeuge von Delta Airlines parken auf dem internationalen Flughafen in Birmingham, Alabama, USA. | REUTERS

Viele Fluglinien leiden unter dem eingebrochenen Passagieraufkommen. Allein Delta Air Lines hofft nun auf Unterstützung in Höhe von 2,9 Milliarden US- Dollar. Bild: REUTERS

16.1.2021 • 08:32 Uhr

Branchenverband Dehoga: Hundertausende Gastronomie-Jobs gefährdet

Die Gastwirte in Deutschland werden durch die Corona-bedingten Schließungen im Januar nach Prognose ihres Branchenverbandes etwa 80 Prozent ihrer geplanten Umsätze verlieren. "Wir gehen davon aus, dass 70.000 Betriebe die Krise nicht überstehen werden", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, der "Rheinischen Post". Wochenlange Umsatzausfälle könnten auch die gesündesten Unternehmen nicht überstehen. Damit stünden "Hunderttausende Jobs auf dem Spiel", sagte Hartges.

16.1.2021 • 08:27 Uhr

Chinesische Behörden: Jüngste Infektionsherde durch Reiserückkehrer

Die Behörden in China führen die jüngsten Infektionsherde staatlichen Medien zufolge auf aus dem Ausland eingeschleppte Corona-Fälle zurück. Dies habe der Minister der Nationalen Gesundheitskommission, Ma Xiaowei, bei einer Regierungssitzung erklärt, berichtet der Sender CCTV. Die Behörden haben im Januar mehr als 28 Millionen Menschen unter häusliche Quarantäne gestellt, um eine neue Ausbreitung des Virus einzudämmen. Betroffen davon waren nördliche Provinzen wie Hebei, Liaoning und Heilongjiang sowie die Hauptstadt Peking.

Inzwischen ging die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen erstmals seit Tagen wieder zurück. Binnen 24 Stunden wurden laut Gesundheitsbehörde 130 neue Covid-19-Fälle bekannt. Tags zuvor war mit 138 der höchste Wert seit dem 1. März 2020 verzeichnet worden.

Checkpoint in der chinesischen Provinz Hebei | REUTERS

Nach neuen Virusausbrüchen in China wurden etwa 28 Millionen Menschen unter häusliche Quarantäne gestellt. In der Provinz Hebei wurden Städte vorübergehend abgeriegelt. Bild: REUTERS

16.1.2021 • 08:18 Uhr

Weltweit größte Impfkampagne in Indien gestartet

Indien hat mit der weltweit wohl größten Impfkampagne gegen das Coronavirus begonnen. In dem Land wurde nun damit begonnen, Mitarbeiter des Gesundheitswesens zu impfen. Die örtlichen Behörden wollen insgesamt 300 Millionen Menschen impfen, was etwa der Bevölkerung der USA entspricht. Unter ihnen sind 30 Millionen Angestellte des Gesundheitswesens. Die 270 Millionen weiteren Impfkandidaten unter den knapp 1,4 Milliarden Einwohnern sind entweder über 50 oder sind wegen Vorerkrankungen anfällig für eine schwere Covid-19-Erkrankung. Der indische Premierminister Narendra Modi leitete die Impfkampagne mit einer im Fernsehen übertragenen Rede ein. "Wir starten das weltweit größte Impfvorhaben und es zeigt der Welt unsere Fähigkeit", sagte Modi. Inder sollten keine "Gerüchte über die Sicherheit der Impfstoffe" glauben, mahnte Modi.

16.1.2021 • 08:13 Uhr

Sportmediziner schlägt Schutzimpfungen für Athleten vor

Der Sportmediziner Wilhelm Bloch hält es für vertretbar, Athleten vor großen Wettkämpfen wie Olympia in der Coronavirus-Pandemie bevorzugt zu impfen. "Nicht in erster Priorität. Aber ich könnte mir vorstellen, dass wir Ende März genügend Kapazitäten haben werden. Wobei immer noch eine Rolle spielen wird, ob auch Geimpfte das Virus übertragen", sagte der Leiter der Abteilung molekulare und zelluläre Sportmedizin an der Sporthochschule Köln in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Für ihn wäre Olympia "ohne Impfung wie ein Ritt auf der Rasierklinge, aber auf einer ganz scharfen."

Bloch und sein Team erforschen die Langzeitfolgen von Covid-19 für Sportler. Ganz genaue Aussagen könne man noch nicht treffen, aber die Sorge, dass da etwas Problematisches kommt, werde stärker. "Wir sehen bei einem Teil von infizierten Sportlern, dass wir Leistungsveränderungen haben, die auch nach vielen Wochen oder Monaten noch anhalten. Ich denke, dass wir im Leistungssport Karrieren enden sehen werden", sagte Bloch.

16.1.2021 • 06:36 Uhr

Mehr als 18.000 neue Corona-Fälle in Deutschland

Dem Robert Koch-Institut (RKI) sind innerhalb von 24 Stunden 18.678 Neuinfektionen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der seit Pandemie-Beginn bekanntgewordenen Fälle auf 2.019.636. Noch am Vortag waren 22.368 Neuinfektionen gemeldet worden. Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden 980 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der bisherige Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt nun bei 139,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 268,3 und Sachsen mit 255,8. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 80,0. Bundesweit ist die 7-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen nach RKI-Daten vom Freitag leicht gesunken.

Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 45.974. Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit etwa 1.657.900 an.

16.1.2021 • 06:30 Uhr

Scholz drängt auf weitere Entlastung für Kommunen

Vizekanzler Olaf Scholz drängt auf eine weitere finanzielle Entlastung für Kommunen und eine "Stunde Null" für Gemeinden mit hohen Schulden. In den kommenden Jahren müssten überall in Deutschland gigantische Summen investiert werden, etwa für den Kampf gegen den Klimawandel, den Ausbau erneuerbarer Energien und der Strom-Infrastruktur, sagte der Finanzminister der Nachrichtenagentur dpa. "Zwei Drittel der öffentlichen Investitionen werden in Deutschland von den Kommunen getätigt, dafür brauchen sie die finanzielle Kraft", betonte Scholz. "Deshalb bin ich unverändert für eine finanzielle Entlastung der Kommunen in Deutschland und dafür, dass diejenigen, die mit besonders großen Lasten aus der Vergangenheit zu kämpfen haben, eine neue "Stunde Null" bekommen." Für die Zukunft sei ganz wichtig, "dass wir die großen Aufgaben nicht zu klein machen", mahnte der SPD-Kanzlerkandidat.

16.1.2021 • 06:15 Uhr

Covid-19-Simulation: Lockdown bis Ende Januar reicht nicht

Der von Politikern verfolgte Zielwert bei Corona-Neuinfektionen für ein Lockdown-Ende wird nach Berechnungen des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr Ende Januar wohl nicht erreicht. "Die Chance ist extremst gering bis nicht vorhanden", sagte Lehr. Er gehe davon aus, dass die angestrebte Rate von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen frühestens Mitte Februar möglich sei. "Und das wäre eine optimistische Vorhersage." Der Professor für Klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes hat mit seinem Forscherteam einen "Covid-Simulator" entwickelt, der das Infektionsgeschehen in Deutschland berechnet und Prognosen liefert: für ganz Deutschland, die einzelnen Bundesländer, bis hin auf Landkreisebene. Er kann auch online genutzt werden:

16.1.2021 • 04:45 Uhr

Hans: Auch Ausgangssperre darf bei Bund-Länder-Treffen kein Tabu sein

Vor den Bund-Länder-Beratungen über weitere Corona-Restriktionen hat Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) eine Diskussion über verschärfte Corona-Auflagen ohne Tabus gefordert und Ausgangssperren ins Gespräch gebracht. "Für die Ministerpräsidentenkonferenz darf es keine Denk- und Diskussionsverbote geben", sagte Hans der "Rheinischen Post". Dies gelte "für das Thema Ausgangssperre, aber auch für die Diskussion um die Arbeit im Homeoffice". Bei der Heimarbeit sieht Hans ebenso Nachholbedarf wie beim Tragen von FFP2-Masken. "Dadurch schützt man nicht nur andere, sondern auch sich selbst", betonte der saarländische Regierungschef. "Deshalb sollten wir als Staat dafür sorgen, dass diese Masken überall und unkompliziert allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen".

16.1.2021 • 04:45 Uhr

Frankreich verschärft Maßnahmen

Frankreich verschärft ab dem Wochenende seine Corona-Maßnahmen: Ab Samstag tritt eine landesweite Ausgangssperre zwischen 18.00 Uhr und sechs Uhr morgens in Kraft. Auch alle Geschäfte müssen dann schließen. Kritiker fürchten dadurch einen größeren Andrang, auch im öffentlichen Nahverkehr. Zudem verschärft Frankreich die Kontrollen für Einreisende aus Nicht-EU-Ländern. Sie müssen ab Montag einen negativen PCR-Test vorlegen und sollen zudem in Frankreich eine Woche lang vorsorglich in Quarantäne gehen. Danach wird ein zweiter PCR-Test fällig. Grund für die Verschärfung ist die Sorge vor einer Ausbreitung der britischen Corona-Mutation.

Über dieses Thema berichtete am 16. Januar 2021 die tagesschau um 09:25 Uhr und tagesschau24 um 13:00 Uhr.