Ärzte transportieren einen Patienten aus einem Krankenwagen in das Royal London Hospital. | REUTERS
Liveblog

Liveblog zum Nachlesen ++ Fast 60.000 Neuinfektionen in Großbritannien ++

Stand: 02.01.2021 22:55 Uhr

Großbritannien hat 57.725 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, so viele wie noch nie an einem Tag. In Italien startet die Impfung der Bevölkerung nur schleppend. Alle Entwicklungen im Liveblog vom Samstag zum Nachlesen.

  • Mediziner und Politiker fordern Lockdown-Verlängerung
  • RKI verzeichnet 12.690 Neuinfektionen
  • Lehrer und Kinderärzte wollen verlässliche Regeln für Schulen
  • Sachsen bleibt Bundesland mit höchster Inzidenz
  • Neuer Höchstwert bei Neuinfektionen in Großbritannien
  • Anlaufprobleme bei Impfungen in Italien
  • Griechenland verschärft erneut Corona-Maßnahmen
2.1.2021 • 22:55 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog und wünschen eine gute Nacht.

2.1.2021 • 21:30 Uhr

Simbabwe: Lockdown und strenge Ausgangssperre

Simbabwe geht aufgrund steigender Corona-Fallzahlen in einen Lockdown mit einer strengen Ausgangssperre. Das hat Vizepräsident Constantino Chiwenga angekündigt. In den nächsten 30 Tagen dürfen die Menschen dort zwischen 18.00 Uhr und 6.00 Uhr nicht das Haus verlassen. Bei Versammlungen sind nicht mehr als 30 Teilnehmer erlaubt. Unter anderem müssen Restaurants, Bars und Sporthallen schließen.

Chiwenga erklärte, dass zuletzt innerhalb einer Woche 1342 Neuinfektionen gezählt wurden, 29 Menschen seien gestorben. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem afrikanischen Land 14.084 Infektionen verzeichnet. Die Zahlen sind im Vergleich zu denen anderer Länder zwar gering, bringen das Gesundheitssystem des Landes aber bereits in Schwierigkeiten.

2.1.2021 • 18:56 Uhr

Illegale Silvesterparty mit 300 Gästen in Barcelona aufgelöst

Die katalanische Polizei hat eine 40 Stunden andauernde illegale Silvesterparty bei Barcelona mit etwa 300 Teilnehmern aufgelöst. Gegen die Organisatoren und die Gäste der Feier werde nun ermittelt, teilte die Polizei mit. Die Party fand ohne Rücksicht auf die geltenden Corona-Auflagen in einer verlassenen Lagerhalle 30 Kilometer nordöstlich von Barcelona statt. Die drei bereits festgenommenen Organisatoren der Feier müssen nach Polizeiangaben mit Strafen von bis zu 600.000 Euro rechnen. Den Partygästen drohen demnach Geldstrafen von mindestens 3000 Euro.

Die Polizei räumt eine seit 40 Stunden andauernde Party in Llinars del Valles in der Provinz Barcelona. | Alejandro Garcia/EPA-EFE/Shutter

Auf die Frage, warum die Polizei die Party erst am Samstag aufgelöst habe, sagten Polizeibeamte lokalen Medien, dass sie erst eingegriffen hätten, als sie sich in der Lage sahen, die Sicherheit der Beamten und der Partygäste zu gewährleisten. Bild: Alejandro Garcia/EPA-EFE/Shutter

2.1.2021 • 17:49 Uhr

Italien öffnet Skigebiete ab 18. Januar

Italiens Wintersportgebiete dürfen nach einer langen Corona-Sperre ihre Ski-Lifte ab dem 18. Januar wieder für Freizeitsportler öffnen. Eine entsprechende Anordnung gab Gesundheitsminister Roberto Speranza heraus. Ursprünglich war der Neustart der Wintersportsaison schon nach der ersten Januarwoche vorgesehen gewesen. Viele betroffene Regionen und Provinzen hatten jedoch um eine Verschiebung gebeten. Sie bräuchten mehr Zeit, um die Gesundheitsregeln in Pandemiezeiten anzupassen.

Die Regierung in Rom hatte den Saisonstart wegen der zweiten Corona-Welle gestoppt. Der Wintersporttourismus ist in dem Alpenland ein Milliardengeschäft. Betroffene Unternehmen und Verbände hatten den 18. Januar als "letztmöglichen Zeitpunkt" für die Öffnung bezeichnet.

2.1.2021 • 17:44 Uhr

Spahn: Lockdown verlängern, auch Schulen und Kitas nicht öffnen

Vor dem nächsten Bund-Länder-Gipfel am Dienstag hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dafür ausgesprochen, den Corona-Lockdown zu verlängern und auch Schulen und Kitas nicht zu öffnen. "Angesichts der immer noch zu hohen Zahlen ist es notwendig, die Maßnahmen, die Einschränkungen, zu verlängern", sagte er bei "RTL Aktuell". Bezüglich der längeren Schließung von Kitas und Schulen argumentierte Spahn, es sei leichter, aus den Ferien heraus zu verlängern als zu einem späteren Zeitpunkt.

Der Gesundheitsminister stellte zudem in Aussicht, dass im Laufe des Januars alle Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen geimpft würden. "Dieses Ziel können wir im Januar erreichen. Und das wollen und werden wir auch mit den Ländern erreichen", so Spahn. In den Einrichtungen schlage das Virus besonders brutal zu.

2.1.2021 • 17:16 Uhr

Großbritannien: 57.725 Neuinfektionen und 445 Tote

Großbritannien hat 57.725 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, das ist ein neuer Höchstwert. Die Zahlen liegen den fünften Tag in Folge über der Schwelle von 50.000 Fällen. Innerhalb eines Tages starben 445 Menschen infolge einer Corona-Infektion. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt landesweit inzwischen bei knapp 400. Der Wert stammt vom 28. Dezember.

Viele der Neuinfektionen werden auf eine neue Virusvariante zurückgeführt, die besonders in London sowie dem Südosten und Osten Englands grassiert. Krankenhäuser in London kommen Berichten zufolge an ihre Kapazitätsgrenzen. Patienten werden demnach auf Fluren untergebracht oder müssen stundenlang in Krankenwagen warten, bis ein Bett frei wird. Der Präsident des britischen Ärzteverbands, Andrew Goddard, riet Kliniken landesweit, sich auf ähnliche Verhältnisse vorzubereiten. "Diese neue Variante ist definitiv ansteckender und breitet sich im ganzen Land aus", sagte er der BBC.

2.1.2021 • 16:39 Uhr

Schleppender Impfstart in Italien

Italien hat offiziell erst etwa 46.000 Dosen Corona-Impfstoff an Menschen gespritzt. Das gab das Gesundheitsministerium bekannt. Mehrere Zeitungen berichteten über Schwierigkeiten zum Start. Wie "La Repubblica" schrieb, fehlte es um den Jahreswechsel an Impfärzten und Mitarbeitern in Krankenhäusern. Viele Dienstpläne seien für "Routinetage" geplant gewesen und nicht für eine Großaktion. Nach Behördenangaben verfügt Italien seit Jahresende über knapp 470.000 Dosen des Impfstoffs der Unternehmen Pfizer und Biontech.

2.1.2021 • 15:34 Uhr

Mehr als 800.000 Menschen in Russland gegen Corona geimpft

Mehr als 800.000 Menschen sind in Russland bislang gegen das Coronavirus geimpft worden. Insgesamt seien 1,5 Millionen Dosen des Impfstoffs "Sputnik V" in die verschiedenen Regionen des Landes geliefert worden, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko der Agentur Tass zufolge. Damit sind deutlich weniger Impfdosen im Umlauf als ursprünglich angekündigt: Zum Start der Massenimpfungen vor wenigen Wochen hatte Kremlchef Wladimir Putin noch alleine für Dezember mit rund zwei Millionen Dosen gerechnet. Doch Russland mit seinen 146 Millionen Einwohnern hat Probleme, das Vakzin in großen Mengen zu produzieren.

Eine Frau bekommt von einer Krankenschwester eine Spritze mit dem russischen Corona-Impfstoff "Sputnik V". | AFP

Eine Frau bekommt von einer Krankenschwester eine Spritze mit dem russischen Corona-Impfstoff "Sputnik V". Bild: AFP

2.1.2021 • 15:32 Uhr

Wieder großer Andrang rund um Taunusgipfel

Der Ansturm von Schneesuchenden am Großen Feldberg hält mitten in der Corona-Pandemie an. Rund um den höchsten Gipfel im Taunus sei es "chaotisch wie die letzten Tagen", sagte ein Sprecher der Polizei in Königstein. Zahlreiche Ausflügler seien trotz gesperrter Gipfel-Zufahrten unterwegs, Straßen in den umliegenden Ortschaften rund um den Feldberg seien zugeparkt, teils auch die Bundesstraße 8. Die Polizei war dem Sprecher zufolge für Kontrollen vor Ort und um den Verkehr zu lenken. Die Beamten appellierten erneut, die Region für einen Winterausflug zu meiden.

2.1.2021 • 15:22 Uhr

Erste Opernaufführung in Sydney seit neun Monaten

Nach neun Monaten ohne eine Aufführung freut sich Sydney auf die Wiedereröffnung seines berühmten Opernhauses unter Corona-konformen Bedingungen. Die Operette "Die lustige Witwe" wird am Dienstag aufgeführt werden - und ist damit ein Hoffnungsschimmer für die gesamte Kulturszene, wie der Künstlerische Direktor Lyndon Terracini der Nachrichtenagentur AFP sagte. Das ikonische Haus am Hafen von Sydney wird lediglich 75 Prozent der Zuschauerplätze besetzen; die Zuhörer müssen zudem Mund-Nasenschutz tragen.

2.1.2021 • 15:01 Uhr

Linke fordert Regierungserklärung zu Corona-Impfstoff

Die Linke fordert eine Regierungserklärung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Corona-Impfstoffvergabe. "Es muss aufgearbeitet werden, warum der Impfstoff zu knapp ist und wo geschlampt wurde", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Jan Korte, der Nachrichtenagentur dpa. Es sei "dringend geboten", dass der Gesundheitsminister sich in der kommenden Sitzungswoche dem Bundestag erkläre. Außerdem müsse dargelegt werden, wie die Impfkapazitäten schnell erhöht werden könnten und inwiefern die Bundesregierung in die Verhandlungen in der EU eingebunden gewesen sei, sagte Korte.

2.1.2021 • 14:17 Uhr

Niedersachsens Gesundheitsministerin erwartet Lockdown-Verlängerung

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann geht von einer Verlängerung des Lockdowns aus. "Wir haben immer mehr Patienten, die wir behandeln müssen. Deshalb sehe ich für eine Veränderung keinen Anlass", sagte die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Noch gebe es aber wegen der Feiertage keine belastbaren Infektionszahlen. Die müsse man in den nächsten Tagen im Blick behalten, "aber so wie es aussieht, ist kein anderes Vorgehen angezeigt". Man müsse sehen, wie sich das Infektionsgeschehen in Folge der Weihnachtsfeiertage darstelle, sagte Reimann. Ein massiver Anstieg der Infektionszahlen sei zu befürchten. Dieser Anstieg werde sich dann auch in den Zahlen der Kliniken auswirken. Die Belastung in den Krankenhäusern sei schon jetzt immens.

2.1.2021 • 14:15 Uhr

Wieder Ansturm auf Skigebiete

Erneut haben sich im Sauerland und im Harz viele Ausflügler auf den Weg in die Ski- und Rodelgebiete gemacht - trotz wiederholter Bitten, darauf im Lockdown zu verzichten. Polizei und Ordnungsbehörden schrieben am Samstag Anzeigen wegen zahlreicher Verstöße gegen die Coronaschutzmaßnahmen, wie eine Sprecherin der Stadt Winterberg sagte. In den verschneiten Ortschaften der Region bildeten sich längere Autoschlangen und Staus, die Parkplätze füllten sich. Die Polizei hatte am Morgen via Twitter angekündigt, die Stadt am Wochenende verstärkt bei der Durchsetzung der Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht und der Coronaschutzverordnung zu unterstützen. Dafür würden auch Kräfte der Bereitschaftspolizei hinzugezogen. Dabei sind Lifte und Pisten, Restaurants und Hütten bis mindestens 10. Januar geschlossen.

Der Ansturm ging auch im Harz weiter. Wanderer und Rodler steuerten die Parkplätze in den teils verschneiten Orten schon am Samstagmorgen an. Die Polizei Goslar twitterte am Vormittag, dass die Parkplätze weitgehend ausgelastet seien. Sie appellierte an Tagesausflügler, weiträumig auf andere Gebiete im Harz auszuweichen und die Rettungswege frei zuhalten. In Niedersachsen gibt es keine Beschränkung für Tagestouristen. Die Schlepplifte sind aber wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Viele Familien und auch Gruppen machten sich zu Fuß auf den Weg. Schon an den vergangenen Tagen stauten sich die Autos in Ausflugsorten kilometerlang.

Fahrzeuge parken auf dem Großraumparkplatz vor der Abfahrt am Wurmberg im Harz. | dpa

Fahrzeuge parken auf dem Großraumparkplatz vor der Abfahrt am Wurmberg im Harz. Bild: dpa

2.1.2021 • 14:03 Uhr

Niederlande ändern Plan für Impfungen

Die niederländische Regierung ändert ihren Plan für die Impfungen von Bevölkerungsgruppen gegen das Coronavirus. Sie teilte am Samstag mit, dass sie so bald wie möglich damit anfangen werde, Tausende Angestellte des Gesundheitswesens zu impfen, um Druck auf Krankenhäuser wegen Personalmangels zu verringern. Bislang waren bei den Impfungen Angestellte in Pflegeheimen und Pflegekräfte von gefährdeten Personen mit Priorität behandelt worden, nicht Krankenhausangestellte.

2.1.2021 • 13:58 Uhr

Verschärfte Ausgangssperre für sechs Millionen Franzosen

Eine verschärfte nächtliche Ausgangssperre bereits ab 18 Uhr ist am Samstag in besonders vom Coronavirus betroffenen Gebieten Frankreichs in Kraft getreten. In insgesamt 15 Regionen wurde die nationale Ausgangssperre von 20 Uhr auf 18 Uhr vorverlegt. Betroffen sind rund sechs Millionen Franzosen.

Die strengere Ausgangssperre, die weiterhin bis 6 Uhr morgens gilt, trat unter anderem für das Départment Alpes Maritimes einschließlich Nizza in Kraft. Die anderen betroffenen Regionen liegen vorwiegend im Osten des Landes, die derzeit besonders hohe Coronavirus-Fallzahlen vermelden. Paris bleibt von der Neuregelung vorerst ausgenommen. 

Regierungssprecher Gabriel Attal hatte die Verschärfung am Freitag damit begründet, dass sich das Coronavirus immer weiter ausbreite. Zugleich schloss er eine ursprünglich geplante mögliche Wiedereröffnung von Theatern, Kinos und Konzertsälen am 7. Januar aus.

2.1.2021 • 13:53 Uhr

Leopoldina-Mitglied kritisiert Bund wegen Impfstoffbeschaffung

Die Neurologin Frauke Zipp, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, hat der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Beschaffung von Impfstoffen in der Corona-Pandemie vorgeworfen. "Ich halte die derzeitige Situation für grobes Versagen der Verantwortlichen", sagte sie der "Welt". "Warum hat man im Sommer nicht viel mehr Impfstoff auf Risiko bestellt?" Es habe diese Angebote gegeben.

2.1.2021 • 12:40 Uhr

Impfungen im Vatikan beginnen Mitte Januar

Im Vatikanstaat sollen in der zweiten Januarhälfte die Corona-Impfungen beginnen. Das teilte das vatikanische Gesundheitsamt mit. Es sei eine "ausreichende Menge" an Impfdosen bestellt worden, um den Bedarf sowohl der Leitungsbehörden als auch des Stadtstaats zu decken. Der Impfplan sehe vor, bei den ansteckungsgefährdetsten Personen zu beginnen, vorrangig Beschäftigte im Gesundheits- und Sicherheitsbereich, Betagte und Mitarbeiter mit häufigem Publikumskontakt. Die Teilnahme an dem Programm sei freiwillig, heißt es in der Mitteilung.

Die Verabreichung der Vakzine erfolge durch medizinische Angestellte des Vatikan unter Beachtung der gängigen Empfehlungen. Zur Lagerung des Impfstoffs habe man eigens ein Kühlgerät für die erforderlichen tiefen Temperaturen angeschafft. Ob und wann Papst Franziskus geimpft wird, der vor kurzem sein 84. Lebensjahr vollendete, teilte die Behörde nicht mit. Informationen aus dem Vatikan zufolge sicherte sich der Heilige Stuhl 10.000 Dosen des Corona-Impfstoffs von dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer. Laut dem Gesundheitsamt wird die Lieferung in der zweiten Januarwoche erwartet.

2.1.2021 • 12:32 Uhr

Patientenschützer: Nur Lockdown reicht nicht

Aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz reicht eine Verlängerung des Lockdowns alleine nicht aus, um die Zahl der Corona-Infizierten und -Toten deutlich zu senken. "Solange der Impfstoff praktisch nicht da ist, braucht es tägliche Schnelltests und laborgestützte PCR-Tests in der Altenpflege zweimal die Woche", sagte Vorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur KNA: "Die Abrechnungsdaten zeigen, dass nicht mal vierzehntäglich Pflegebedürftige, Angehörige und Mitarbeiter getestet werden. So kann das Virus nicht gestoppt werden."

Brysch erklärte weiter, es werde "ein böses Erwachen geben, wenn die Meldesysteme der Gesundheitsämter in der kommenden Wochen wieder verlässlich die Zahlen der Neuinfizierten und Toten melden". Wegen der vielen Feiertage befinde man sich hier momentan "teilweise im Blindflug. Wann endlich erkennen Bund und Länder, dass der Lockdown allein zu wenig bringt."

2.1.2021 • 11:37 Uhr

Weitere Maßnahmen in Sydney und Seoul

Australiens bevölkerungsreichste Stadt Sydney und Südkoreas Hauptstadt Seoul reagieren mit weiteren Maßnahmen auf den Anstieg bei neuen Corona-Fällen. Beide Länder gelten dank rascher und umfassender Maßnahmen als vergleichsweise erfolgreich im Kampf gegen das Coronavirus. In Sydney gilt ab Sonntag eine Maskenpflicht unter anderem in Einkaufszentren und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie für Mitarbeiter im Gastgewerbe, wie die Regierungschefin des Bundesstaats New South Wales, Gladys Berejiklian, am Samstag ankündigte. Verstöße sollen mit bis zu 200 australischen Dollar (rund 126 Euro) geahndet werden.

Für Südkoreas Hauptstadt Seoul verlängerten die Behörden die Corona-Auflagen der zweithöchsten Stufe bis zum 17. Januar. Demnach sind Versammlungen von 50 oder mehr Personen verboten, Fitnessstudios sowie Veranstaltungsorte wie Karaokebars und Tanzlokale müssen schließen. Speiselokale dürfen Gäste nur bis 21 Uhr bedienen. Die Einschränkungen gelten auch für die umliegende Provinz Gyeonggi und die westliche Küstenstadt Incheon. Das Land mit rund 51,6 Millionen Einwohnern verzeichnete zuletzt im Schnitt täglich rund 1000 Neuinfektionen. Am Samstag stieg die Zahl der Corona-Fälle 824 auf 62 593. Insgesamt starben bislang 942 Menschen mit dem Virus.

2.1.2021 • 11:33 Uhr

Lehrer und Kinderärzte fordern verlässliche Regeln für Schulbetrieb

Lehrer und Kinderärzte fordern vor den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag verlässliche Regeln für den Schulbetrieb in der Corona-Pandemie. Die Politik müsse "für bundeseinheitliche und verbindliche Rahmenbedingungen und zusätzliche Gesundheitsschutzmaßnahmen" sorgen, "damit unsere Schulen so bald wie möglich für eine Rückkehr zum Unterrichtsbetrieb bestmöglich vorbereitet sind", heißt es in einer heute veröffentlichten Erklärung des Deutschen Lehrerverbands und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ).

Den Vorschlag, die Weihnachtsferien bis Ende Januar zu verlängern und dafür die Sommerferien zu verkürzen, lehnen beide Verbände ab. "Eine Verlängerung von Ferien ist nichts anderes als eine weitere Phase der Schulschließung, in der wir Kinder und Jugendliche sich selbst überlassen und unseren Bildungsauftrag nicht wahrnehmen", erklärte der Präsident des Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. "Außerdem führen solche Vorschläge nicht zu mehr Verlässlichkeit von Schule, sondern zu mehr Verunsicherung."

2.1.2021 • 11:27 Uhr

Bangkok verhängt Teil-Lockdown

Wegen steigender Corona-Zahlen haben die Behörden der thailändischen Hauptstadt Bangkok einen Teil-Lockdown verhängt. Bars und Diskotheken wurden am Samstag geschlossen, auch der Verkauf von Alkohol in Restaurants ist nicht mehr gestattet. Von den Maßnahmen sind laut Behörden auch Boxstadien, Hahnenkampf-Ringe und Schönheitssalons betroffen. Zudem wurden alle öffentlichen Schulen für zwei Wochen geschlossen. In der ganzen Stadt sollen rund ein Dutzend Corona-Teststationen eingerichtet werden.

Thailand war bislang vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie gekommen, im November wurden landesweit nur rund 4000 Fälle verzeichnet. Im vergangenen Monat sorgte ein neuer Corona-Ausbruch im Umfeld eines Markts für Meeresfrüchte jedoch für einen sprunghaften Anstieg der Fälle. In 53 der insgesamt 77 Provinzen des Königreichs wurden Corona-Infektionen festgestellt. Bis Samstag registrierten die Behörden insgesamt rund 7300 aktive Fälle, davon allein 2600 in Bangkok. Es wird erwartet, dass landesweite Beschränkungen ab Montag in Kraft treten.

2.1.2021 • 11:07 Uhr

Griechenland verschärft erneut seine Corona-Maßnahmen

In Griechenland werden die Corona-Einschränkungen ab Sonntagmorgen um 6 Uhr erneut massiv verschärft. Viele Lockerungen, die Athen wegen Weihnachten und Silvester genehmigt hatte, fallen weg. So müssen Friseure, Buchhandlungen und auch Kirchen wieder schließen. Die nächtliche Ausgangssperre gilt wieder von 21 Uhr bis 5 Uhr statt wie zuvor ab 22 Uhr. Auch die Möglichkeit, Waren bei Geschäften telefonisch zu bestellen und dort abzuholen, fällt weg. Die strengeren Maßnahmen sollen vorerst bis zum 11. Januar gelten - dann will die Regierung die Schulen wieder öffnen.

Griechenland befindet sich bereits seit Anfang November in einem strengen Lockdown - so darf nur aus dem Haus, wer zuvor eine entsprechende SMS an den Zivilschutz gesendet hat. Erlaubt sind unter anderem der Weg zur Arbeit, Arztbesuche, Lebensmitteleinkäufe, sportliche Betätigung oder auch der Spaziergang mit dem Hund. Reisen zwischen den 13 Regionen des Landes ohne triftigen Grund sind verboten.

2.1.2021 • 10:59 Uhr

Virus-Variante: Schulen in London bleiben geschlossen

Schulen in London bleiben auch nach dem Ende der Weihnachtsferien vorerst flächendeckend geschlossen. Zu dieser Entscheidung sah sich die britische Regierung aufgrund hoher Infektionszahlen gezwungen. Es sei die Ultima Ratio, teilte Bildungsminister Gavin Williamson am Freitagabend mit. Die Lehrergewerkschaft National Education Unit forderte eine landesweite Verlängerung der Weihnachtsferien.

Großbritannien verzeichnete am Neujahrstag zum vierten Mal in Folge mehr als 50.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Vor allem in London und dem Süden und Osten Englands ist das Niveau der Infektionen hoch. Größtenteils wird dies auf die Ausbreitung einer neuen und möglicherweise ansteckenderen Virus-Variante zurückgeführt.

2.1.2021 • 10:49 Uhr

Sachsen bleibt Bundesland mit höchster Inzidenz

Sachsen hat in der Corona-Pandemie weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller Bundesländer. Die Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag wies für den Freistaat 341,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche aus und damit 6,7 mehr als am Vortag. Im Vogtlandkreis erhöhte sich der Wert um 66,8 auf 885,4, damit ist die Region weiterhin Negativ-Spitzenreiter in Deutschland. Im Landkreis Meißen auf dem zweiten Rang ging er um knapp 20 auf 594,1 zurück. Der bundesweite Durchschnittswert liegt laut RKI bei 141,2, die geringste Inzidenz hat mit 30,1 der Landkreis Nordfriesland.

2.1.2021 • 10:35 Uhr

Asselborn verteidigt EU-Impfstrategie

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat die Corona-Impfstrategie der Europäischen Union verteidigt. Die EU-Kommission habe sehr viel in die Erforschung des Corona-Impfstoffs investiert, sagte Asselborn im rbb. Die Kommission müsse zudem jedem in Europa ein Recht auf Impfung garantieren. "Ich bin überzeugt, dass die Kommission das Richtige gemacht hat, dass jedes Land genug Impfstoff zur Verfügung hat", sagte der Außenminister. "Wir sind ja in einer Zeit, wo immer mehr Impfstoffe auch genehmigt werden. Da habe ich nicht allzu große Bedenken."

Die EU-Kommission hatte seit dem Sommer Verträge mit insgesamt sechs Impfstoffherstellern ausgehandelt und sich Bezugsrechte von bis zu knapp zwei Milliarden Dosen für die 450 Millionen EU-Bürger gesichert. Doch hat bisher nur der Impfstoff von Biontech und Pfizer eine EU-Zulassung. Von diesem Mittel hat die EU-Kommission 300 Millionen Dosen bestellt und versucht nun, mehr zu bekommen. Am 6. Januar könnte auch der US-Hersteller Moderna eine Zulassung für seinen Impfstoff in der EU bekommen.

Jean Asselborn, luxemburgischer Außenminister und EU-Chefdiplomat | dpa

"Ich bin überzeugt, dass die Kommission das Richtige gemacht hat, dass jedes Land genug Impfstoff zur Verfügung hat" - Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn (Archivbild). Bild: dpa

2.1.2021 • 10:33 Uhr

Lauterbach: Stehen vor den schlimmsten drei Monaten

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet im ersten Quartal sehr hohe Ansteckungs- und Totenzahlen, zeigt sich aber zuversichtlich, dass 2021 insgesamt deutlich besser wird als 2020. "Wir werden jetzt die schlimmsten drei Monate der gesamten Pandemie mit hohen Infektions- und Todeszahlen vor uns haben", sagte er der "Rheinischen Post. "Dann ist aber Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Die Kombination aus mehr verfügbarem Impfstoff und besserem Wetter wird ab April hoffentlich für Entspannung sorgen."

Wegen des gegenwärtigen Engpasses bei Impfstoffen dringt er auf eine raschere Zulassung des Mittels von AstraZeneca und der Universität Oxford durch die europäische Arzneibehörde EMA. "Zur Not wäre bei Verzögerungen hier ein deutscher Alleingang sogar vertretbar."

2.1.2021 • 10:23 Uhr

Illegale Silvesterparty mit 2500 Menschen in Frankreich

Eine illegale Silvesterparty mit rund 2500 Teilnehmern im Westen Frankreichs hat am Samstagmorgen begonnen sich aufzulösen. Die Musik sei ausgeschaltet worden, und zahlreiche Feiernde hätten das Gelände inzwischen verlassen, hieß es aus der Präfektur des Départements Ille-et-Vilaine in der Bretagne. Es habe "kein Einschreiten der Polizei" gegeben. Innenminister Gérald Darmanin schrieb bei Twitter, die Polizei werde alle Teilnehmer beim Verlassen des Geländes kontrollieren und gebührenpflichtige Verwarnungen verhängen.

Die illegale Silvesterparty in einer leerstehenden Lagerhalle in Lieuron war am Donnerstag völlig aus dem Ruder gelaufen. Trotz Corona-Auflagen und Ausgangssperre feierten Raver aus verschiedenen Regionen Frankreichs und aus dem Ausland in dem kleinen Ort in der Bretagne. Als die Polizei die Party beenden wollte, wurde sie gewaltsam angegriffen und vertrieben.  Bei den Ausschreitungen wurden nach Polizeiangaben ein Fahrzeug der Beamten angezündet und drei weitere beschädigt. Zudem seien Polizisten mit Flaschen und Steinen beworfen worden. Nach den Ausschreitungen nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. 

2.1.2021 • 10:22 Uhr

Audi-Chef gegen Corona-Subventionen für Auto-Branche

Audi-Chef Markus Duesmann lehnt Corona-Hilfen des Staates für seine Branche ab. "Die Automobilindustrie weiter zu fördern, hielte ich für vermessen", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Corona nimmt uns unsere Gewinne komplett weg, ok. Aber fast alle Firmen - Hersteller wie Zulieferer - können überleben." Anders sei es etwa in der Gastronomie und der Veranstaltungsbranche, wo viele Firmen wohl dauerhaft schließen müssten. "Das tut mir super weh. Das ist tragisch. Tragisch ist nicht, dass wir zehn Prozent weniger Umsatzvolumen haben. Das verkraften wir, und danach geht es weiter", so Duesmann.

Der künftige Audi-Chef, Markus Duesmann | AP

"Fast alle Firmen - Hersteller wie Zulieferer - können überleben." Audi-Chef Markus Duesmann (Archivbild). Bild: AP

2.1.2021 • 10:01 Uhr

Russland meldet mehr als 26.000 Neuinfektionen

In Russland melden die Behörden 26.301 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Allein in der Hauptstadt Moskau seien fast 5500 weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 447 auf 58.002. Nach den USA, Indien und Brasilien verzeichnet Russland weltweit die meisten Ansteckungsfälle.

2.1.2021 • 09:50 Uhr

Lauterbach fordert neues Bundesgesundheitsamt

Als eine Lehre aus der Corona-Pandemie fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach die Wiedergründung des 1994 aufgelösten Bundesgesundheitsamts mit einem Schwerpunkt auf Präventionsmedizin. "Die Tatsache, dass wir in Deutschland bei Corona eine relativ hohe Sterblichkeit pro Infizierten haben, liegt nicht nur an unserer Altersstruktur, sondern an einer weiten Verbreitung von Risikofaktoren", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". Es müsse mehr für Prävention getan werden. Das frühere Bundesgesundheitsamt wurde 1994 aufgelöst, nachdem die Behörde für den Skandal um HIV-verseuchte Blutpräparate mitverantwortlich gemacht wurde. Seine Aufgaben wurden auf neue Einrichtungen verteilt, unter anderem das Robert Koch-Institut.

2.1.2021 • 07:18 Uhr

Handel rechnet nicht mit baldiger Öffnung der Läden

Der Handel rechnet nicht mit einem raschen Ende der coronabedingten Ladenschließungen in Deutschland. "Ich fürchte, dass die Läden am 10. Januar noch nicht wieder öffnen dürfen. Denn das Ziel, die 7-Tage-Inzidenz bundesweit auf unter 50 zu senken, wird bis dahin wohl nicht zu erreichen sein", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, der Nachrichtenagentur dpa. Der Handel fühlt sich in der Krise alleingelassen. "Die Lage ist wirklich sehr ernst", erklärte Genth. "Bundesfinanzminister Olaf Scholz kündigt zwar immer Milliardenhilfen an, tatsächlich kommen die Hilfen aber nicht zur Auszahlung, weil die Zugangshürden viel zu hoch sind." Dadurch habe der Einzelhandel keinen ausreichenden Zugang zu Staatshilfen.

In den nächsten Monaten drohe eine Insolvenzwelle im Einzelhandel, warnte Genth. Viele Handelsunternehmen, die von dem zweimaligen Lockdown betroffen seien, hätten ihr Eigenkapital weitgehend aufgezehrt und benötigten jetzt wirtschaftliche Unterstützung. Andernfalls drohe das Aus "für bis zu 50 000 Geschäfte". Vorrangiges Ziel müsse es sein, die Geschäfte wieder zu öffnen, sobald dies aus Sicht der Virologen wieder möglich sei und sie dann auch geöffnet zu halten. "Wir können uns nicht von einem Lockdown zum nächsten entlanghangeln. Das werden viele Tausende Handelsunternehmen, insbesondere Modehäuser, nicht überstehen", warnte Genth. Dass geöffnete Ladentüren und Pandemiebekämpfung kein Widerspruch seien, habe der Einzelhandel in den vergangenen Monaten bewiesen. Einkaufen sei kein Hotspot. Die Erkrankungszahlen bei den Mitarbeitern im Handel bewegten sich auf unauffälligem Niveau.

2.1.2021 • 06:59 Uhr

DIW-Präsident erwartet Pleitewelle

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, erwartet eine Zunahme der Unternehmenspleiten in der Corona-Krise. "Die zweite Welle wird härter", sagte Fratzscher der "Augsburger Allgemeinen". Je länger es dauere, desto mehr Unternehmen kämen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Die Frage sei nicht, ob eine Welle an Unternehmensinsolvenzen kommen werde, sondern wann. Nach Einschätzung des DIW-Präsidenten sei gleichzeitig auch mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Dennoch sei es richtig, den Lockdown zu verlängern. Auch für die Wirtschaft müsse es oberste Priorität haben, dass die zweite Infektionswelle möglichst schnell begrenzt werde. "Wirtschaftliche Lockerungen jetzt mögen kurzfristig manchen nutzen, langfristig würden sie jedoch allen schaden."

Gleichzeitig warf Fratzscher der Politik Versäumnisse beim Krisenmanagement vor. Deutschland habe sich nicht ausreichend auf die zweite Corona-Welle vorbereitet. So sei beispielsweise bei Schulen das digitale Angebot nicht ausreichend erweitert worden. Zudem habe die Politik zu spät auf die zweite Welle reagiert. "Wenn Bundes- und Landesregierungen auf die zweite Welle frühzeitig Mitte Oktober reagiert hätten, hätte man sicherlich Menschenleben retten und Schaden von der Wirtschaft fernhalten können", sagte er.

2.1.2021 • 05:41 Uhr

RKI verzeichnet 12.690 Neuinfektionen

In Deutschland steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 12.690 auf knapp 1,76 Millionen, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um 336 auf 33.960 zu.

Eine Bewertung der Daten ist momentan schwierig, weil während der Weihnachtsfeiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI noch zu Nachmeldungen kommen. Vor einer Woche, also am ersten Weihnachtsfeiertag, waren 14.455 Corona-Neuinfektionen und 240 Todesfälle registriert worden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden.

2.1.2021 • 04:58 Uhr

Lauterbach hält Öffnung von Grundschulen und Kitas ab Mitte Januar für möglich

Die Kitas und Grundschulen könnten nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach ab Mitte des Monats wieder öffnen. "Ich kann mir vorstellen, dass es epidemiologisch vertretbar wäre, Kitas und Grundschulen in der zweiten Januarhälfte zu öffnen", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post". Voraussetzung wäre, dass alle anderen Klassenstufen geteilt würden und wechselnd Präsenz- und Digitalunterricht erhalten oder der Präsenzunterricht ganz ausgesetzt werde. Wenn dagegen alle Schulen wieder aufmachten wie vor den Ferien, "laufen wir Gefahr, dass wir selbst den Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche trotz Lockdowns gar nicht erst erreichen werden", warnte der SPD-Politiker. 

Angesichts des Engpasses bei Impfstoffen drang Lauterbach auf eine schnellere Zulassung des Wirkstoffs des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca und brachte notfalls einen deutschen Alleingang ins Gespräch.

2.1.2021 • 04:35 Uhr

Irland: Tausende Fälle noch nicht in der Statistik erfasst

Irischen Gesundheitsbehörden zufolge fehlen in der amtlichen Statistik deutlich mehr Fälle als zunächst angenommen. Mehr als 9000 positive Tests tauchten dort noch nicht auf, erklärt das National Public Health Emergency Team. Am Vortag sprachen die Behörden von 4000 fehlenden Fällen. Hintergrund ist eine hohe Zahl von positiven Tests seit Weihnachten, das Meldesystem ist überlastet. Am Freitag wurden 1754 Neuinfektionen erfasst, ein Rekord.

2.1.2021 • 03:39 Uhr

Mediziner dämpfen Hoffnung auf rasche Entspannung

Mediziner dämpfen die Hoffnung auf eine rasche Entspannung. Es müsse klar sein, "dass durch die Impfung zumindest in den ersten drei Monaten des neuen Jahres kaum Entlastung" zu erwarten sei, sagt die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna, der Funke Mediengruppe. Der Präsident der Vereinigung der Intensiv- und Notfallmediziner, Uwe Janssens, rechnet laut "Rheinischer Post" erst im Sommer mit einer nachhaltigen Entspannung auf den Intensivstationen. Ärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt sagt "Bild", man müsse den Menschen klarmachen "dass wir jetzt noch vor zwei, drei, vier Monaten stehen, die Anstrengungen von allen erfordern".

2.1.2021 • 03:14 Uhr

TUI-Chef erwartet "weitgehend normalen" Sommer 2021

Der Tourismuskonzern TUI erwartet in diesem Jahr trotz der Corona-Krise beim Reiseverkehr einen "weitgehend normalen Sommer". TUI werde allerdings nur rund 80 Prozent so viele Flugreisen wie in früheren Jahren anbieten, um eine optimale Auslastung zu erreichen, sagte Vorstandschef Fritz Joussen der "Rheinischen Post". In den Sommerferien sei es daher wahrscheinlich, "dass die Jets auf manchen Strecken im Mittelmeerraum schnell ausgebucht sind". Laut Joussen geben viele Kunden in diesem Jahr mehr für Reisen aus. Ein Grund sei, dass Gutscheine für 2020 stornierte Reisen eingelöst würden. Außerdem gebe es einen "hohen Nachholbedarf."

2.1.2021 • 03:14 Uhr

Ärztevertreter fordern bundesweite Lockdown-Verlängerung

Ärztevertreter fordern mit Blick auf die Bund-Länder-Schalte am kommenden Dienstag dringend eine bundesweit einheitliche Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen: "Die Belastung durch die Versorgung der Patienten mit Covid-19 ist auch an den Feiertagen weiter angestiegen", sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Kliniken hätten keine Atempause. "Das Gesundheitssystem braucht dringend eine Entlastung, die nur durch eine Verlängerung der Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung zu erreichen ist. Anders werden wir die Lage nicht in den Griff bekommen."