Menschen mit Mund-Nasen-Schutz in Istanbul | AP
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Liveblog zum Nachlesen ++ Zahlen in der Türkei so hoch wie nie ++

Stand: 28.11.2020 22:57 Uhr

Die Türkei meldet so viele Corona-Tote und Neuinfektionen wie nie zuvor. Einen leichten Rückgang verzeichnet hingegen Großbritannien, das nun einen eigenen Impfminister hat. Alle Entwicklungen im Liveblog.

  • Traurige Rekordzahlen in der Türkei
  • Patientenschützer kritisieren Merkels Impfpläne
  • Belgien kritisiert deutsche Corona-Weihnachtsregeln
  • Merkel spricht Bürgern Mut zu
  • RKI: 21.695 Neuinfektionen in Deutschland
  • Altmaier: Noch monatelang Beschränkungen
  • Städtetag: Länder sollen genügend Personal für Impfungen stellen
28.11.2020 • 22:57 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

28.11.2020 • 22:40 Uhr

Kroatischer Regierungschef in Quarantäne

In Kroatien begibt sich Ministerpräsident Andrej Plenkovic in häusliche Quarantäne, nachdem seine Ehefrau positiv auf Covid-19 getestet wurde. Ein Corona-Test beim Ministerpräsidenten selbst sei am Samstag negativ ausgefallen, sagt ein Sprecher. Gleichwohl werde Plenkovic in den nächsten zehn Tagen die Regierungsgeschäfte von zu Hause aus führen.

Der kroatische Ministerpräsident und Vorsitzende der konservativen Partei HDZ Andrej Plenkovic | REUTERS

Der kroatische Ministerpräsident Plenkovic wurde zwar negativ auf Corona getestet, begibt sich aber in Quarantäne, da seine Ehefrau positiv getestet wurde. Bild: REUTERS

28.11.2020 • 22:30 Uhr

Hotels in Mecklenburg-Vorpommern öffnen für Familienbesuche

Nach mehreren anderen Bundesländern hat auch Mecklenburg-Vorpommern entschieden, dass Hotels über die Feiertage Übernachtungen für Familienbesuche anbieten dürfen. Konkret dürften Hotels und Pensionen vom 23. Dezember bis 1. Januar für Gäste öffnen, die ihre Familie besuchen, drei Übernachtungen seien erlaubt, teilte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Abend nach einem Treffen der Landesregierung mit Vertretern von Wirtschaft, Kommunen und Verbänden mit.

28.11.2020 • 20:49 Uhr

Rekord bei Corona-Intensivpatienten in Japan

Den Behörden in Japan bereiten erhöhte Corona-Fallzahlen Sorgen. Die Zahl der Intensivpatienten in den Kliniken liege mittlerweile bei einem Rekordwert von 440, teilte das Gesundheitsministerium mit. Berechnungen lokaler Medien ergaben mehr als 2600 bestätigte Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Aus der Hauptstadt Tokio sind kürzlich mehr als 500 pro Tag gemeldet worden - in den vergangenen Monaten waren es etwa die Hälfte weniger. Zwar gab es bisher in Japan noch keinen Lockdown, wie ihn etwa Deutschland verhängt hat. Doch sind zeitweise Restaurants und Bars geschlossen worden, etwa in Tokio, wo diese Maßnahmen ab Samstag wieder greifen. Mehr als 2000 Menschen in dem ostasiatischen Land sind schon mit oder am Virus gestorben.

28.11.2020 • 20:49 Uhr

Positive Coronatests bei Union Berlin

Vier Mitarbeiter aus dem Trainer- und Betreuerteam des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin sind in der vergangenen Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Verein nach der Partie gegen Eintracht Frankfurt (3:3) mitteilte, konnten alle Betroffenen frühzeitig vom Team isoliert werden und befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Alle anderen Mitarbeiter und die Spieler der Lizenzspielerabteilung wurden negativ getestet und unterliegen keinen weiteren Einschränkungen, gab der Club bekannt.

Vereinslogo des 1. FC Union Berlin am roten Eisentor des Stadiongeländes, Berlin | dpa

Bild: dpa

28.11.2020 • 20:10 Uhr

Neuer Tagesrekord bei Corona-Todesfällen in Griechenland

Griechenland hat einen neuen traurigen Rekord bei Corona-Todesfällen gemeldet. Binnen 24 Stunden seien 121 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben, teilten die Behörden mit. Damit liegt die Zahl der Corona-Todesfälle seit Pandemiebeginn bei mehr als 2200. Hinzu kamen rund 1750 Neuinfektionen, womit sich in dem Land mit rund elf Millionen Einwohnern mehr als 103.000 Menschen angesteckt haben. Bis zum 7. Dezember gilt ein Lockdown - und Regierungsvertreter lassen durchblicken, dass die Maßnahme verlängert wird.

28.11.2020 • 19:48 Uhr

Zahl neuer Corona-Fälle in Italien geht leicht zurück

Auch in Italien gehen die Fall-Zahlen leicht zurück. Die Zahl der Neuinfektionen beträgt 26.323, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Gestern waren es noch 28.253. Die Zahl der Toten steigt um 686 - gestern waren es 827.

28.11.2020 • 19:23 Uhr

Großbritannien: Zahl der Neuinfektionen sinkt leicht

In Großbritannien ist die Zahl der Neuinfektionen um 15.871 gestiegen. Gestern wurden 16.022 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der Toten stieg um 479 - nach 521 am Vortag.

28.11.2020 • 19:03 Uhr

Niederländische Geschäfte schließen früher

Mehrere niederländische Großstädte lassen Geschäfte früher schließen. In der Hafenmetropole Rotterdam durften Läden in der Innenstadt heute bereits um 17 Uhr keine neuen Kunden mehr einlassen und mussten um 18 Uhr endgültig schließen - statt sonst um 20 Uhr. Ausgenommen waren Lebensmittelgeschäfte. Auch in Eindhoven und Dordrecht gab es frühere Schließzeiten. Amsterdam rief Bürger über die sozialen Netzwerke auf, nicht in die Geschäftszone der Innenstadt zu kommen. Menschen sollten Orte verlassen, wo der vorgeschriebene Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden könne.

28.11.2020 • 18:36 Uhr

Türkei: Zahl der Corona-Toten so hoch wie nie

Die Zahl der Corona-Toten in der Türkei ist den sechsten Tag in Folge auf ein Rekordhoch gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden seien 182 Personen im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl steige damit auf 13.373. Die Zahl der Neuinfektionen kletterte den Angaben zufolge ebenfalls auf ein Rekordhoch von 30.103.

28.11.2020 • 18:16 Uhr

Papst erhebt Bischöfe erstmals auch online zu Kardinälen

Erstmals in der Geschichte hat ein Papst zwei Geistliche über das Internet zu Kardinälen erhoben. Weil die Bischöfe Cornelius Sim aus Brunei und Jose Fuerte Advincula von den Philippinen pandemiebedingt nicht nach Rom reisen konnten, nahmen sie per Videoschalte an dem Gottesdienst teil. Außer ihnen erhob Papst Franziskus im Petersdom elf weitere Männer in den Kardinalsstand. Zum Schutz vor Ansteckungen war die physische Teilnehmerzahl auf 100 begrenzt.

28.11.2020 • 17:55 Uhr

Auch Kraft positiv: Weitere Corona-Fälle bei Österreichs Skispringern

Die österreichischen Skispringer und Zimmerkollegen Stefan Kraft und Michael Hayböck sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Gesamtweltcupgewinner Kraft und Hayböck waren nach den positiven Tests ihrer Teamkollegen Gregor Schlierenzauer und Philipp Aschenwald sowie von Cheftrainer Andreas Widhölzl bereits in Quarantäne gewesen und nicht zum Weltcup ins finnische Ruka gereist. Beide haben keine Symptome, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf den Österreichischen Skiverband (ÖSV) berichtete. Für den Weltcup im russischen Nischni Tagil am kommenden Wochenende fallen sie ebenfalls aus. Bei der Skiflug-WM in Slowenien vom 10. bis zum 13. Dezember wollen Kraft und Hayböck wieder dabei sein.

28.11.2020 • 17:41 Uhr

Mehr als 60 Festnahmen bei Anti-Lockdown-Protesten in London

Bei Protesten gegen die Corona-Beschränkungen der britischen Regierung sind in London mehr als 60 Menschen festgenommen worden. Die Demonstranten hätten Aufforderungen ignoriert, die Kundgebung aufzulösen, teilte die Polizei mit. Außerdem hätten Teilnehmer Flaschen und Rauchbomben geworfen und sich Handgemenge mit Beamten geliefert. Die Demonstranten waren mit Transparenten mit Aufschriften wie "Hört auf, uns zu kontrollieren" oder "Keine Lockdowns mehr" durch das Zentrum Londons marschiert. England ist noch bis kommenden Mittwoch im Lockdown, in dem auch Massenveranstaltungen verboten sind. Der Lockdown soll anschließend von stufenweise festgelegten Beschränkungen abgelöst werden.

28.11.2020 • 16:39 Uhr

Biontech-Impfstoff nächste Woche in Großbritannien zugelassen?

Großbritannien wird einem Zeitungsbericht zufolge den von Biontech und Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff in der kommenden Woche zulassen. Mit der Auslieferung solle nur Stunden später begonnen werden, berichtet die "Financial Times".

28.11.2020 • 16:35 Uhr

Berliner Großkrankenhaus vor Aufnahmestopp

Eine der größten Kliniken Deutschlands steht offenbar auch wegen vieler Covid-19-Fälle vor einem Aufnahmestopp. Das Vivantes-Krankenhaus in Berlin-Neukölln soll künftig keine Patienten mehr von den Rettungsdiensten annehmen, berichtet der Berliner "Tagesspiegel" unter Berufung auf Klinikkreise. Feuerwehr und Krankentransporter müssten dann mit ihren Patienten andere Kliniken anfahren. Das Krankenhaus verfügt über eine hochfrequentierte Notaufnahme, die zu den wichtigsten der Hauptstadtregion zählt. Dem Bericht zufolge sind derzeit 85 Prozent der rund 1200 Betten des Hospitals belegt. Das Problem seien allerdings "nicht die belegten Betten, sondern fehlende Pflegekräfte", sagte der Friedrichshainer Vivantes-Arzt Thomas Werner der Zeitung.

28.11.2020 • 16:25 Uhr

Tausende demonstrieren länderübergreifend gegen Einschränkungen

Mehr als 2000 Menschen aus Deutschland und Polen haben in Frankfurt (Oder) nach Polizeiangaben gegen Corona-Beschränkungen demonstriert. Zu der Demo hatte die Initiative "Querdenken" aus Duisburg aufgerufen. Auf Deutsch und Polnisch wurde "Frieden" und "Freiheit" gerufen. Aus Słubice auf polnischer Seite kamen Hunderte nach Frankfurt (Oder), einige schwenkten polnische Flaggen.

28.11.2020 • 14:50 Uhr

Großbritannien ernennt eigenen Impfminister

Die britische Regierung will mit Hilfe eines eigenen Ministers die Impfung der Bevölkerung gegen das Coronavirus koordinieren. Der Abgeordnete Nadhim Zahawi werde als Impfminister dafür zuständig sein, teilte Premierminister Boris Johnson mit.

Die britische Arzneimittelaufsicht prüft derzeit zwei Impfstoffe auf eine Zulassung, den des deutschen Unternehmens Biontechs und seines US-Partners Pfizers sowie den von Astrazeneca. Die Zeitung "Guardian" berichtete, dass britische Krankenhäuser darüber informiert worden seien, dass sie die ersten Dosen des Biontech-Impfstoffs in der Woche ab dem 7. Dezember erhalten könnten, wenn er zugelassen werde. Großbritannien hat 355 Millionen Dosen von sieben verschiedenen Impfstoffherstellern für die 67 Millionen Briten bestellt, darunter 40 Millionen von Biontech sowie 100 Millionen von Astrazeneca.

28.11.2020 • 14:40 Uhr

Franzosen demonstrieren für Öffnung der Skilifte

In Südosten Frankreichs haben mehrere hundert Menschen für eine Öffnung der Skilifte und der Restaurants und Bars in den Wintersportorten demonstriert. In der Stadt Gap folgten nach Angaben der Veranstalter rund 2000 Menschen einem Aufruf der Skigebiete im Département Hautes-Alpes. Die Polizei sprach von 400 Demonstranten.

Frankreichs Regierungschef Jean Castex hatte am Donnerstag angekündigt, dass die französischen Skigebiete in den Weihnachtsferien öffnen dürfen - die Skilifte müssen allerdings geschlossen bleiben. Die französischen Liftbetreiber sprachen von einer "wahnwitzigen" Entscheidung.

Die Alpenländer verhandeln derzeit über eine gemeinsame europäische Linie. Deutschland und Italien befürworten eine europaweite Schließung der Skigebiete. Österreich will den Skibetrieb dagegen aufrecht erhalten und nur Après-Ski untersagen. Widerstand kommt auch aus der Schweiz.

28.11.2020 • 14:30 Uhr

NRW baut Hilfe für Wohnungslose im Winter aus

Das Land Nordrhein-Westfalen baut Hilfen für wohnungslose Menschen im Winter wegen der Corona-Krise aus. In der Landesinitiative "Endlich ein Zuhause!" gegen Wohnungslosigkeit stellt die Landesregierung 340.000 Euro für Schutzmaßnahmen zur Verhinderung gesundheitlicher und coronabedingter Beeinträchtigungen in der kalten Jahreszeit zur Verfügung, wie das Sozialministerium in Düsseldorf mitteilte.

Im vorletzten Winter hatte das Land nach eigenen Angaben erstmals 100.000 Euro für Kältehilfen zur Verfügung gestellt. Im Frühjahr dieses Jahres wurde ein Notfallpaket zur Soforthilfe in Höhe von 500.000 Euro zur Versorgung von obdachlosen Menschen während der Corona-Krise bereitgestellt.

28.11.2020 • 14:21 Uhr

Scholz: Lebenswerte Zukunft kommt nicht von allein

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat bei den Jusos dafür geworben, mit ihm zusammen für einen Politikwechsel und eine lebenswerte Zukunft zu kämpfen. "Wir müssen dafür Sorge tragen, dass unser Land sich weiterentwickelt", sagte der Vizekanzler beim Bundeskongress der Jungsozialisten. Das gemeinsame politische Ziel müsse ein Deutschland sein, das sozial sei und das zusammenhalte. Eine bessere Zukunft komme nur, wenn man sich dafür einsetze. Es gehe darum, dass all das, was Deutschland in der Corona-Krise stark mache - eine leistungsfähige Volkswirtschaft und ein schützendes Gemeinwesen - nach der Krise nicht ab-, sondern ausgebaut werde, betonte Scholz. Es gehe auch darum, dass sich niemand in der Gesellschaft als etwas Besseres empfinde.

28.11.2020 • 14:13 Uhr

Hunderte demonstrieren gegen AfD-Bundesparteitag

Rund 500 Demonstranten haben im niederrheinischen Kalkar gegen den Bundesparteitag der AfD protestiert. Zu der Kundgebung hatte das Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus" aufgerufen, und Bundestagsabgeordnete fast aller Parteien meldeten sich auf der Kundgebung zu Wort. Die Veranstaltung sei am frühen Nachmittag friedlich zu Ende gegangen, teilte die Polizei mit.

Die Entscheidung der AfD, trotz der Corona-Pandemie in einer Veranstaltungshalle auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände im "Wunderland Kalkar" einen Präsenzparteitag mit 600 Delegierten abzuhalten, war auf breite öffentliche Kritik gestoßen.

28.11.2020 • 13:59 Uhr

Demonstration gegen Corona-Maßnahmen an polnischer Grenze

Begleitet von einem Großaufgebot der Polizei hat in Frankfurt (Oder) an der Grenze zu Polen eine Demonstration von Gegnern der Corona-Einschränkungen begonnen. Zu der Demo der Initiative "Querdenken" aus Duisburg waren nach Angaben der Polizei 1500 Teilnehmer angemeldet. Die Veranstalter wollen gemeinsam mit Gästen aus Polen ein "Zeichen für Frieden und Freiheit" setzen. Zwei Gegendemonstrationen sind vorgesehen.

In Słubice auf der polnischen Seite waren nur vier Kundgebungen mit je fünf Teilnehmern erlaubt. Die Beamten gingen davon aus, dass auch Teilnehmer aus Polen nach Frankfurt (Oder) kommen.

28.11.2020 • 12:44 Uhr

Patientenschützer kritisieren Merkels Impfpläne

Die Aussicht auf die ersten Corona-Impfstoffe heizt die Debatte darüber an, wer in Deutschland zuerst geimpft werden soll. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warf Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, falsche Erwartungen zu wecken. Irritierend seien zudem Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die geplante Reihenfolge zu ändern, sagte Vorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Der Deutsche Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und die am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelte Ständige Impfkommission hatten am 9. November empfohlen, dass Ältere und Vorerkrankte in die vorrangig zu priorisierende Personengruppe gehören sollen. Dies solle besonders in Pflegeheimen mit vielen Kontakten gelten. Merkel hatte in ihrer Regierungserklärung am Donnerstag nun aber gesagt: "Wir haben verabredet, dass diese Impfstoffe dann den Menschen angeboten werden, die im medizinischen, pflegerischen Bereich arbeiten, und sie als Erste Zugriff darauf haben." Brysch warnte nun davor, dass der Impfstoff doch nicht zunächst für Pflegebedürftige, schwer und chronisch Kranke zur Verfügung steht. "Die Hochrisikogruppe darf ihren ersten Platz nicht verlieren", forderte er.

Brysch wies auf die noch offenen Fragen zur Wirkung der Seren hin. "Die Impfstoffe helfen, die Erkrankung möglichst zu verhindern", sagte er. "Ob ein Serum die Infektion verhindern kann, ist reine Spekulation." Gesundheitsminister Spahn solle nicht den Eindruck verbreiten, dass die Impfungen so vor dem Virus schützen würden, als werde danach ein Schalter im Körper umgelegt. Laut Brysch kann noch nicht ausgeschlossen werden, dass ein Geimpfter das Virus nicht doch auch noch weitergeben könne.

28.11.2020 • 12:30 Uhr

AfD-Chef Meuthen sieht in Deutschland keine "Corona-Diktatur"

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat die Mitglieder seiner Partei aufgefordert, sich klar von Krawallmachern und Provokateuren in den eigenen Reihen zu distanzieren. Mit Blick auf die von AfD-Abgeordneten eingeladenen dreisten Besucher im Bundestag mahnte er auf dem Bundesparteitag in Kalkar: "Wir werden nicht mehr Erfolg erzielen, indem wir immer aggressiver, immer derber, immer enthemmter auftreten."

Da derartige Vorkommnisse auch auf viele AfD-Wähler abschreckend wirkten, sei es falsch, sich mit Parteimitgliedern zu solidarisieren, die sich "in der Rolle des Provokateurs gefallen".

Die Politik der Bundesregierung in der Corona-Pandemie und der Kurs von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) seien zwar nicht angemessen "und schon gar nicht verhältnismäßig". Dies dürfe man auch mit deutlichen Worten kritisieren. "Aber ist es wirklich klug, von einer 'Corona-Diktatur' zu sprechen?", fragte Meuthen die mehr als 500 Delegierten im Saal. "Wir leben in keiner Diktatur, sonst könnten wir diesen Parteitag auch heute wohl kaum so abhalten", fügte er hinzu.

28.11.2020 • 12:22 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Indiens Hauptstadt sinkt weiter

In Indien und vor allem in der besonders hart getroffenen Hauptstadt Neu Delhi geht die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen weiter zurück. 41 322 neue Fälle kamen in dem Land mit seinen rund 1,4 Milliarden Einwohnern innerhalb von 24 Stunden dazu, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. 5482 waren es in Neu Delhi, das am 12. November einen Höchststand von 8593 verzeichnet hatte.

Fast täglich wurden seither aus Neu Delhi mindestens 100 Tote gemeldet, am Samstag waren es immer noch 98. Landesweit starben 485 Menschen an oder mit dem Virus. Dass die Zahl der Neuinfektion sich auch in dieser Woche konstant unter 50.000 hielt, ließ Hoffnungen aufkommen, dass eine befürchtete Zunahme der Fälle nach dem hinduistischen Lichterfest Diwali vor zwei Wochen ausbleiben könnte.

28.11.2020 • 12:18 Uhr

Mehr als 1300 positive Coronatests in Großbritannien ungültig

In Großbritannien ist mehr als 1300 Menschen fälschlicherweise ein positives Corona-Testergebnis ausgestellt worden. 1311 Bürgern aus mehr als 100 Kommunen, die sich zwischen dem 19. und 23. November hätten testen lassen, sei ein positives Ergebnis ausgestellt worden, das jedoch ungültig sei, teilte die britische Gesundheitsbehörde mit. Es habe Probleme mit den verwendeten Chemikalien gegeben. Die Betroffenen würden benachrichtigt und sollten sich einem weiteren Test unterziehen.

Es ist nicht die erste Panne des britischen Test- und Nachverfolgungssystems: Im Oktober waren Tausende positive Fälle zunächst nicht in die Statistik eingegangen, da sie nicht korrekt in eine Excel-Tabelle übertragen worden waren. Mittlerweile zählt Großbritannien mehr als 1,5 Millionen bestätigte Corona-Infektionen. Bei mehr als 72.000 Todesfällen ist Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt.

28.11.2020 • 12:11 Uhr

Belgien kritisiert deutsche Corona-Weihnachtsregeln

Belgiens Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke hat die in Deutschland geplanten Lockerungen der Corona-Regeln über Weihnachten kritisiert. "Wenn es etwas gibt, was das Virus mag, dann sind das Feste, vor allem mit wechselnden Teilnehmern, das müssen wir unbedingt vermeiden", sagte Vandenbroucke laut einem Bericht der Agentur Belga. "Deshalb finde ich, dass unsere Nachbarländer nicht das tun, was angebracht wäre."

Ministerpräsident Alexander De Croo hatte von Reisen in rote Zonen im Ausland abgeraten und Kontrollen an den belgischen Grenzen angekündigt, ob Einreisende das vorgeschriebene Formular ausgefüllt haben. Anschließend soll stichprobenartig geprüft werden, ob die geforderte Quarantänezeit eingehalten wird. "Wir sehen, dass sich die Zahlen in unserem Land gut entwickeln", sagte De Croo. "Das Letzte, was wir wollen, ist, das Virus wieder nach Belgien zu importieren."

Belgien hatte sich trotz sinkender Corona-Zahlen entschieden, bis mindestens Mitte Januar und auch über Weihnachten strikte Kontaktbeschränkungen aufrecht zu erhalten. Haushalte dürfen nur eine weitere Person einladen. Nur Alleinstehende dürfen an den Feiertagen zwei Freunde oder Verwandte gleichzeitig empfangen - die sogenannten Knuffelcontacte. In Deutschland sollen an Weihnachten bis zu zehn Personen zusammen feiern dürfen, plus Kinder.

Das kleine Belgien hatte zeitweise pro Kopf die höchsten Corona-Fallzahlen in Europa und verhängte deshalb Anfang November scharfe Auflagen. Am Freitag einigten sich Regierung und Regionen auf geringfügige Lockerungen: Ab Dienstag dürfen alle Geschäfte wieder öffnen, statt nur Lebensmittelhändler und Läden mit unbedingt notwendigen Waren. Auch Museen und Schwimmbäder dürfen wieder aufmachen. Lokale, Kinos und Veranstaltungssäle bleiben jedoch geschlossen, ebenso Friseure und andere Geschäfte mit Körperkontakt. Über Neujahr gilt ein landesweites Böllerverbot.

28.11.2020 • 11:04 Uhr

Merkel spricht Bürgern Mut zu: "Zeigen, was in uns steckt"

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht in ihrem neuen Video-Podcast zur Corona-Pandemie den Bürgerinnen und Bürgern Mut zu. Sie hob die herausragenden Forschungsleistungen und die täglichen Anstrengung der Menschen hervor. "Wir können durchaus stolz darauf sein, wozu wir in den vergangenen 10 Monaten seit Beginn der Pandemie in der Lage waren. Jede und jeder einzelne von uns - und wir als Gemeinschaft", sagte die CDU-Politikerin.

Seit dem Beginn der Verbreitung des Coronavirus habe sich viel getan, sagte Merkel. Noch zu Jahresanfang habe man es mit einem völlig unbekannten Virus zu tun gehabt. "Heute wissen wir so viel mehr über die Wege der Infektion, über die Möglichkeiten sich zu schützen, über Symptome und Behandlungswege." Impfstoffe würden in Rekordzeit entwickelt.

Das liege am "großartigen Forschergeist" der Menschen, erklärte Merkel. "Wenn diese Pandemie überhaupt irgendetwas Gutes hat, dann ist es dies: Sie zeigt, wozu wir Menschen imstande sind, wenn wir unser Herz in die Hand nehmen, wenn wir mit Ausdauer und mit Kreativität handeln - und ganz wichtig: Wenn wir über Grenzen hinweg zusammenarbeiten."

Merkel appellierte an die Menschen im Land, sich auch in der Advents- und Weihnachtszeit an die Sicherheitsregeln zu halten. "Zeigen wir Menschen weiter, was in uns steckt, indem wir uns auch jetzt - im Winter, vor Weihnachten, zum Jahreswechsel - an die Regeln halten, die für uns alle gelten", sagte sie. "Weil wir erleben werden, dass es sich lohnen wird. Weil wir so gemeinsam stärker sein werden als das Virus."

28.11.2020 • 10:43 Uhr

AfD-Parteitag: Meuthen sagt Einhaltung der Auflagen zu

Die AfD hat ihren umstrittenen Bundesparteitag im nordrhein-westfälischen Kalkar eröffnet. Die rund 600 Delegierten sollen das erste Renten- und Sozialkonzept der 2013 gegründeten Partei beschließen. Der Parteitag inmitten der zweiten Corona-Welle war im Vorfeld heftig kritisiert worden.

AfD-Chef Meuthen. | REUTERS

Jörg Meuthen zu den Corona-Auflagen: "Wir werden das strikt einhalten und es wird keine Ausnahmen geben. (...) Sollte sich jemand dem widersetzen, fliegt er raus." Bild: REUTERS

Für den Parteitag gelten strenge Hygieneauflagen. So muss auch an den Sitzplätzen ein Mund-Nasenschutz getragen werden, eine Beschwerde der AfD dagegen beim Oberverwaltungsgericht Münster war erfolglos. AfD-Chef Jörg Meuthen sagte NDR Info zu den Corona-Auflagen: "Wir werden das strikt einhalten und es wird keine Ausnahmen geben. (...) Sollte sich jemand dem widersetzen, fliegt er raus." Ein solches Treffen in Zeiten der Corona-Pandemie funktioniere nur mit äußerster Disziplin. "Wir haben den Wunsch, der Republik zeigen, dass das geht", so Meuthen. 

28.11.2020 • 10:33 Uhr

Strenge Ausgangsbeschränkungen in Passau

Angesichts der stark gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen gelten in Passau seit heute strenge Ausgangsbeschränkungen. Die Maßnahmen sollen zunächst eine Woche dauern, kündigte Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) an.

Passauer dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Außerdem gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Die Stadt verordnet Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 - mit Ausnahme von Abschlussklassen an Mittel- und Realschulen. Wer einen Angehörigen in einem Altenheim besuchen will, muss vorher einen Schnelltest machen und damit nachweisen, dass er nicht infiziert ist.

Stadtansicht von Passau | picture alliance / Felix Hörhag

Passauer dürfen ab heute ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Bild: picture alliance / Felix Hörhag

Passau hatte am Freitag einen Corona-Inzidenzwert von knapp 440 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen erreicht. Frühestens bei dem Rückgang der Infektionszahlen auf eine Inzidenz von 300 könnten die Beschränkungen wieder gelockert werden, so der Oberbürgermeister.

28.11.2020 • 10:24 Uhr

Niedersachsens Finanzminister lehnt Corona-Soli ab

Der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers spricht sich gegen einen Corona-Soli aus. Er halte dies "nicht für zielführend", sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Dagegen plädiert Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für einen Corona-Soli, um zusätzliche Gesundheitskosten in der Pandemie abzufedern.

Hilbers äußert sich auch skeptisch zum Vorstoß von Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus, dass ab Januar die Länder sich an den Kosten für Schließungen etwa der Gastronomie beteiligen müssten. "Wir zahlen erheblich. ... Auch wir Länder engagieren uns." Keine Ebene dürfe sich auf Kosten einer anderen sanieren.

28.11.2020 • 08:59 Uhr

Beschränkungen könnten laut Altmaier bis deutlich ins Jahr 2021 hinein gelten

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält eine Verlängerung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens bis ins nächste Jahr für möglich. "Wir haben drei bis vier lange Wintermonate vor uns", sagt der CDU-Politiker der "Welt". "Deshalb kann man leider keine Entwarnung geben: Es kann sein, dass die Beschränkungen auch in den ersten Monaten 2021 bestehen bleiben." Solange es in großen Teilen Deutschlands Inzidenzen von über 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner gebe, sei die Pandemie nicht unter Kontrolle.

28.11.2020 • 07:52 Uhr

"Wirtschaftsweise": Teil-Lockdown ohne viel Einfluss auf Konjunktur

Der verlängerte Teil-Lockdown in Deutschland wird nach Auffassung der "Wirtschaftsweisen" Veronika Grimm kaum gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft in der Bundesrepublik haben. Die hauptsächlich betroffenen Branchen wie Gastronomie, die Kulturszene oder die Verkehrsbranche hätten einen vergleichsweise geringen Anteil an der Bruttowertschöpfung, sagte die Inhaberin des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre an der Universität Erlangen der Nachrichtenagentur dpa. So habe das derzeit weitgehend geschlossene Gastgewerbe einen Anteil von 1,6 Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung - die gegenwärtig vergleichsweise gut laufende Industrie dagegen einen Anteil von rund 25 Prozent und der ebenfalls geöffnete Einzelhandel von um die 10 Prozent. "Die Wirtschaft wird dadurch nicht stark einbrechen. Es kommt jetzt darauf an, die betroffenen Betriebe gut durch die Krise zu bringen", sagte Grimm. Deshalb seien die Milliarden-Ausgaben von Bund und Ländern für Hilfsprogramme gerechtfertigt.

28.11.2020 • 07:38 Uhr

16.294 Neuinfektionen in der Ukraine

In der Ukraine sind binnen 24 Stunden 16.294 Neuinfektionen gemeldet worden. Das teilte Gesundheitsministers Maksym Stepanow mit. Die Gesamtzahl an Corona-Fällen in dem Land liegt damit bei 709.701. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, stieg um 184 auf 12.093.

28.11.2020 • 07:12 Uhr

Brinkhaus sieht Lockerungen an Silvester kritisch

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) befürchtet, dass die jüngsten Beschlüsse zur Eindämmung des Coronavirus noch einmal verschärft werden müssen. "Da steckt viel Gutes drin. Aber ich habe Zweifel, dass sie ausreichen, um die Corona-Welle nachhaltig zu brechen", sagte Brinkhaus der "Passauer Neuen Presse". So sei es zum Beispiel sehr ehrgeizig, schon jetzt für Weihnachten und Silvester Lockerungen zu versprechen. Fraglich sind aus Sicht von Brinkhaus vor allem, ob die geplanten Lockerungen über die Feiertage auch für Silvester gelten sollten. Weihnachten sei vielen Menschen sehr wichtig, als Fest der Familie, als christliches Hochfest. "Silvester ist vor allem Party - das ist auch wichtig, aber nicht so wichtig wie Weihnachten. Wir dürfen nicht durch eine ausgelassene Partynacht einreißen, was zwei Monate lang hart erarbeitet wurde", sagte er.

28.11.2020 • 07:04 Uhr

Schäuble: "Eine Impfpflicht wird es nicht geben"

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat eine Impfpflicht ausgeschlossen. "Wir brauchen die Bereitschaft der Menschen, sich impfen zu lassen", sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Aber eine Impfpflicht wird es nicht geben. Das will niemand, der Verantwortung trägt." Schäuble zeigte sich zuversichtlich, dass schon bald verschiedene Impfstoffe zur Verfügung stehen werden. "Und so werde ich wie viele andere vermutlich relativ bald in Abwägung der Risiken und möglicher Nebenwirkungen sagen können: Ja, ich bin froh, wenn ich die Impfung bekommen kann."

28.11.2020 • 06:48 Uhr

Frankreich entschärft strikte Corona-Einschränkungen

Von heute an gelten in Frankreich wieder weniger strikte Corona-Regeln. Auch nichtlebensnotwendige Läden dürfen ihre Türen dann wieder öffnen - allerdings nur unter Auflagen. So müssen pro Kunde acht Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung stehen. Die Wirtschaft hatte schon seit Wochen eine Wiederöffnung aller Geschäfte gefordert. Für Sport und Spazieren im Freien wird künftig mehr Zeit eingeräumt. Statt bisher einer Stunde pro Tag sind nunmehr drei erlaubt, der Radius erweitert sich von einem auf 20 Kilometer um den Wohnort herum. Auch außerschulische Aktivitäten dürfen draußen wieder stattfinden. Messen können mit maximal 30 Gläubigen wieder abgehalten werden. Auch Bibliotheken und Archive dürfen wieder öffnen. Die Entschärfung der Regeln folgt auf knapp einen Monat strikter Beschränkungen, von denen zahlreiche weiterhin gelten. Das Verlassen des Hauses ist in Frankreich auch künftig nur aus triftigem Grund erlaubt - etwa, um zur Arbeit oder einkaufen zu gehen. Dabei ist eine Bescheinigung mitzuführen.

28.11.2020 • 06:34 Uhr

Städtetag: Länder sollen genügend Personal für Impfungen stellen

Der Deutsche Städtetag hat die Länder aufgefordert, rasch genügend medizinisches Personal für Corona-Impfungen bereitzustellen. "Wenn der Impfstoff da ist, dürfen die Impfungen nicht an fehlendem Personal scheitern", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung der Nachrichtenagentur dpa. "Bund, Länder und Kommunen wollen gemeinsam, dass die Impfungen ein Erfolg werden", betonte Jung. Sie seien ein entscheidender Baustein, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. "Die Städte unterstützen selbstverständlich tatkräftig den Aufbau und Betrieb der Impfzentren. Sie sind in der Lage, zügig die notwendigen organisatorischen Vorbereitungen zu treffen. Das heißt zum Beispiel Gebäude anmieten und ausstatten." Die Kosten, die den Kommunen entstünden, müssten Bund, Länder und Krankenkassen ausgleichen. Die Impfungen selbst seien Aufgabe der kassenärztlichen Vereinigungen und ihrer niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, so der Leipziger Oberbürgermeister. "Das medizinische Personal der Gesundheitsämter bleibt durch die Pandemie auf absehbare Zeit voll ausgelastet und kann nicht zusätzlich auch noch die Impfungen übernehmen. Wir fordern die Länder auf, sich gemeinsam mit den kassenärztlichen Vereinigungen jetzt schnell um genügend medizinisch-pflegerisches Personal für die Impfzentren und die mobilen Impfteams zu kümmern."

28.11.2020 • 06:01 Uhr

RKI: 21.695 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.695 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden übermittelt. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl bei 22.964 gelegen. Der Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 379 neue Todesfälle. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Sars-CoV-2 Infektion gestorben sind, stieg auf insgesamt 15.965. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.028.089 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 28. 11., 00.00 Uhr).

28.11.2020 • 05:29 Uhr

US-Impfpläne nehmen Gestalt an

In den USA sollen Mitarbeiter des Gesundheitssystems und von Pflegeeinrichtungen den Corona-Impfstoff zuerst bekommen. Darüber berät am Dienstag ein Ausschuss der Seuchenzentren CDC in einer Dringlichkeitssitzung. Die Experten stimmen über eine Empfehlung ab, die sie dann an die Arzneimittelbehörde FDA richten, wie eine CDC-Sprecherin erläuterte.

28.11.2020 • 05:10 Uhr

Irland lockert Corona-Beschränkungen

Irland steht vor einer Lockerung der strengen Corona-Auflagen. Ab dem kommenden Dienstag könnten viele Geschäfte und Einrichtungen wieder öffnen, teilte die Regierung mit. Dazu gehörten Friseursalons, Fitnessstudios, Kinos, Museen und Galerien. Auch Gottesdienste könnten wieder abgehalten werden. Restaurants und Pubs mit Essensangebot dürften ab dem 4. Dezember wieder öffnen - Bars, die nur Getränke servieren, bleiben jedoch dicht. Für die Weihnachtszeit sind weitere Lockerungen geplant: So sollen zwischen dem 18. Dezember und 6. Januar wieder Reisen und Treffen von bis zu drei Haushalten möglich sein. Über sechs Wochen hinweg hatten in Irland strikte Sperrmaßnahmen gegolten.

28.11.2020 • 03:47 Uhr

Dänische Regierung erwägt Exhumierung gekeulter Nerze

Aus Sorge vor Fäulnisgasen im Boden erwägt die dänische Regierung die Kadaver Millionen gekeulter Nerze ausgraben und einäschern zu lassen. Der Landwirtschaftsminister Rasmus Prehn sprach sich im Sender TV2 für die Idee aus. Dänemark hatte wegen einer mutierten Form des Coronavirus die Keulung von Nerzen angeordnet - einige der Kadaver waren jedoch an der Erdoberfläche wieder aufgetaucht. Der Minister merkte an, dass ein solcher Schritt der Zustimmung der dänischen Umweltbehörde bedürfe. Im Parlament wurde die Idee jedoch bereits debattiert, dort wird sie mehrheitlich unterstützt. Laut den jüngsten Zahlen wurden in Dänemark bereits rund zehn Millionen Nerze getötet und begraben. Die Regierung befürchtet nun aber, dass durch den Zersetzungsprozess große Menge an Phosphor und Stickstoff im Boden freigesetzt werden könnten. Vor einigen Tagen wurden in einem provisorischen Massengrab, das auf einem Militärgelände angelegt wurde, die Kadaver der Pelztiere aufgrund von Fäulnisgasen an die Erdoberfläche getrieben.

28.11.2020 • 03:15 Uhr

Bischofskonferenz schlägt bundesweiten Corona-Gedenktag vor

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, regt die Einführung eines bundesweiten Gedenktags zur Erinnerung an die Opfer der Corona-Pandemie an. Ein solcher Tag könne auch "ein Zeichen der Zuversicht dafür sein, dass wir die Pandemie und andere Krisen mit vereinten Kräften überwinden können", sagte der Limburger Bischof den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Als möglichen Termin für einen solchen Gedenktag schlägt Bätzing den Beginn der geplanten bundesweiten Corona-Impfkampagne vor. Als Begründung für seinen Vorstoß nannte der Bischofskonferenz-Vorsitzende die prägenden Erfahrungen der vergangenen Monate. Man habe als Gesellschaft erfahren, "wie gefährdet menschliches Leben ist, wie wichtig Solidarität ist, wie sich Einschränkungen anfühlen und wie wertvoll Freiheit ist". Diese Erfahrungen seien wert, "dass man sich immer wieder daran erinnert", so Bätzing.

28.11.2020 • 02:01 Uhr

USA: Verschärfte Corona-Regeln im Bezirk Los Angeles

Für die rund zehn Millionen Einwohner des Bezirks Los Angeles im US-Westküstenstaat Kalifornien werden ab Montag noch strengere Corona-Auflagen gelten. Alle Bürger werden aufgefordert, "so viel wie möglich zuhause zu bleiben", wie es in einer Verfügung vom Freitag hieß. Wer sein Haus verlasse, müsse jederzeit eine Maske tragen, die Mund und Nase abdecke. Alle öffentlichen und privaten Versammlungen mit Menschen aus einem anderen Haushalt sind verboten. Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste und Demonstrationen, die von der Verfassung besonders geschützt sind, wie es weiter hieß. Die neuen Auflagen sollen zunächst für drei Wochen gelten.