Schülerinnen und Schüler an einem Gymnasium in Bayern | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Bald Wechselunterricht für ältere Schüler? ++

Stand: 21.11.2020 23:03 Uhr

Berichten zufolge plädieren die Kultusminister im Ausnahmefall für Wechselunterricht in oberen Klassen. Die Kanzlerin wirbt beim G20-Gipfel für die Unterstützung der internationalen Impfstoff-Initiative. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Bericht: Kultusminister im Ausnahmefall für Wechselunterricht oberer Klassen
  • G20: Merkel ruft zu "globaler Kraftanstrengung" auf
  • Altmaier stellt weitere Hilfen in Aussicht
  • RKI: 22.964 registrierte Neuinfektionen binnen eines Tages
  • Karliczek: Impfung bleibt freiwillig
  • Krankenkassen warnen vor deutlich höheren Zusatzbeiträgen
  • Kanzleramtschef dringt auf Vorsicht vor Weihnachten
  • 34.767 Neuinfektionen in Italien
21.11.2020 • 23:03 Uhr

Ende des Liveblogs für heute

An dieser Stelle schließen wir den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse

21.11.2020 • 22:59 Uhr

Bereits mehr als zwölf Millionen Fälle in den USA

In den USA sind seit dem Beginn der Pandemie bereits mehr als zwölf Millionen bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das ging aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Damit nahm die Zahl der bekannten Infektionen innerhalb einer Woche um eine Million zu. Mehr als 255.000 Menschen starben der Universität zufolge bislang im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen erreichte unterdessen einen neuen Höchststand. Die Behörden meldeten für den Freitag 195.542 neue Fälle

21.11.2020 • 22:31 Uhr

Berichte: Kultusminister im Ausnahmefall für Wechselunterricht

Die Kultusminister der Länder beharren darauf, in der Corona-Pandemie die Schulen grundsätzlich offenzuhalten, plädieren aber für einige eng begrenzte Ausnahmen. So sollen vom Infektionsgeschehen besonders betroffene Schulen in Hotspot-Gebieten ab der 11. Klasse auf einen rollierenden Präsenzunterricht in verkleinerten Lerngruppen umstellen können. Das haben die Minister nach Informationen des Nachrichtenportals "ThePioneer" und der Nachrichtenagentur dpa am Freitagnachmittag vereinbart.

In einem zweiten Schritt sollen diese Ausnahmen auf untere Klassenstufen der weiterführenden Schulen (Sekundarstufe I) ausgeweitet werden können. Eine feste Zahlengröße, ab welcher Infektionszahl das gelten soll, haben die Minister ausdrücklich nicht festgelegt.

Auch die Unionsländer sollen sich Berichten zufolge darüber einig sein, dass es in Corona-Hotspots mit einem Inzidenzwert über 200 in den Schulen Wechselunterricht geben soll - und zwar bereits ab der siebten Klasse.

21.11.2020 • 21:58 Uhr

Frankreich meldet Rückgang der Zahlen

Frankreichs Gesundheitsministerium meldet 17.881 Neuinfektionen nach 22.882 am Freitag. Die Krankenhäuser verzeichnen demnach 276 weitere Corona-Tote. Am Vortag waren es 386. Insgesamt bestätigte Frankreich damit bislang 48.518 Tote, von denen 33.231 in Kliniken starben. Die Zahl der Erkrankten, die in Krankenhäusern liegen, sei ebenso wie die derjenigen auf Intensivstationen den fünften Tag in Folge zurückgegangen.

21.11.2020 • 21:40 Uhr

Portugal schränkt Bewegungsfreiheit wegen Corona weiter ein

Portugal kündigt ein mehrtägiges Verbot von Inlandsreisen und die Schließung von Schulen für die nächsten beiden "langen Wochenenden" Ende November und in die erste Dezemberwoche an. So soll verhindert werden, dass sich unmittelbar vor Weihnachten das Virus im Land im Zusammenhang mit Reisen rund um die Feiertage am 1. und 8. Dezember noch stärker ausbreitet. Neben anderen Maßnahmen wird auch eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz eingeführt.

Mit 6994 Neuinfektionen binnen 24 Stunden hatte Portugal erst am Donnerstag einen neuen Höchstwert seit Ausbruch der Pandemie gemeldet. In dem Land mit rund 11,3 Millionen Einwohnern wurden bis Samstag insgesamt mehr als 255.000 Ansteckungen mit dem Virus Sars-Cov-2 erfasst. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Lissabon stieg die Zahl der Todesfälle um 62 auf 3824.

Eine Straßenbahn auf einer leeren Straße in Lissabon. | REUTERS

Portugal kündigt Reiseverbote und Schulschließungen an. Bild: REUTERS

21.11.2020 • 21:24 Uhr

G20 sichern ärmeren Staaten faire Verteilung von Corona-Impfstoffen zu

Die G20-Staats- und Regierungschefs sichern ärmeren Ländern den Zugang zu Corona-Impfstoffen, Medikamenten und Tests zu. In einem Entwurf für die am Sonntag geplante Abschlusserklärung des derzeit laufenden Gipfeltreffens der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer heißt es, die Gruppe werde keine Mühen scheuen, dass alle Menschen einen "bezahlbaren und gerechten" Zugang zu den Mitteln bekämen. Mehrere Teilnehmer des zweitägigen virtuellen Treffens hatten dies gefordert, so auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

21.11.2020 • 21:20 Uhr

"Bild": Unionsländer wollen Beschränkungen bis mindestens Weihnachten

Die Unionsländer dringen nach einem Medienbericht auf eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen bis mindestens Weihnachten. Das berichtete die "Bild"-Zeitung aus einer Vorbesprechung der unionsgeführten Bundesländer vor dem anstehenden Bund-Länder-Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel am kommenden Mittwoch. Einigkeit bestand demnach aber darüber, dass Kontaktbeschränkungen zumindest über die Weihnachtsfeiertage gelockert werden sollten, damit Menschen ohne Familie das Fest mit Freunden feiern können.

Generell wollen die Unionsländer demnach solchen Regionen Abweichungen erlauben, die wenig von der Pandemie betroffen sind. So sollen Länder und Landkreise mit weniger als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen die Möglichkeit bekommen, die Corona-Maßnahmen auszusetzen ("Opt-Out-Regelung"). Davon könnten nach dem Stand von Samstagabend nur Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie rund zwei Dutzend Landkreise profitieren.

Die Unionsländer sind sich dem Bericht zufolge einig, dass Schulen im Prinzip offen bleiben sollen. Aber in Corona-Hotspots mit einem Sieben-Tage-Inzidenzwert über 200 soll es ab der 7. Klasse Wechselunterricht geben. Die Klassen würden also halbiert und abwechselnd in Präsenz oder Distanz unterrichtet.

21.11.2020 • 20:52 Uhr

Mehr als 250.000 Teilnehmer bei Massentest in Südtirol

Am Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol haben bis Samstag mehr als 250.000 Menschen teilgenommen. Der Andrang auf die Teststationen in der kleinen Alpen-Provinz blieb damit auch am zweiten Tag groß. Wie die Behörden im Internet weiter mitteilten, erhielten bis 20 Uhr insgesamt 2553 Menschen (ein Prozent) ein positives Corona-Resultat bei ihrem Abstrich. Die zentrale Phase der Reihenuntersuchung auf das Virus Sars-CoV-2 läuft bis zum Sonntagabend.

21.11.2020 • 20:49 Uhr

Minister: Corona-Impfung für Spanier ab Januar gratis und freiwillig

Die Bürger Spaniens werden sich nach Schätzung der Regierung bereits ab Januar freiwillig gegen das Coronavirus impfen lassen können. "Irgendwann im Januar" werde man mit den Impfungen beginnen können, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa in Interviews mit verschiedenen spanischen Medien. Eine Impfpflicht wäre zwar in Spanien rechtlich möglich, "nach Meinung vieler Experten aber wohl sogar kontraproduktiv". Jüngst hatte Illa bereits angekündigt, die Impfung werde für die Spanier gratis sein.

Illa äußerte die Überzeugung, dass sich ein großer Teil der Spanier wird impfen lassen wollen. "Spanien ist ein Land mit einer ausgeprägten Impftradition", sagte der Minister der linken Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez. Man erwarte, dass schon bis Mitte kommenden Jahres rund 70 Prozent der zirka 47 Millionen Bürger Spaniens geimpft sein werden.

Seit Ausbruch der Pandemie wurden in Spanien mehr als 1,5 Millionen Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 gezählt. Mehr als 42.600 infizierte Menschen starben mit.

21.11.2020 • 20:40 Uhr

Griechenland meldet bislang stärksten Tagesanstieg bei Corona-Toten

Griechenland meldet 108 weitere Corona-Tote - so viele wie noch nie binnen eines einzigen Tages. Eine Aufhebung des aktuell geltenden Lockdowns am 1. Dezember scheint daher kaum noch realistisch. Ein Regierungssprecher hatte diese Einschätzung angesichts der Entwicklung der Pandemie in Griechenland bereits am Freitag geäußert. Insgesamt wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden bislang 90.121 Infektionen und 1527 Todesfälle bestätigt.

21.11.2020 • 19:54 Uhr

Merkel ruft zu "globaler Kraftanstrengung" gegen Corona auf

Beim G20-Gipfel hat Kanzlerin Angela Merkel zu einer "globalen Kraftanstrengung" gegen Corona aufgerufen. In einer Videobotschaft warb sie für die Unterstützung der internationalen Impfstoff-Initiative Covax und eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation.

"Wenn wir weltweit zusammenstehen, können wir das Virus und seine Folgen beherrschen und überwinden", sagte sie. "Dafür lohnt sich auch mehr Anstrengung." Merkels Äußerungen konnten auch als Spitze gegen Trump verstanden werden, der eine protektionistische Politik des "Amerika zuerst" vertritt und internationalen Organisationen ablehnend gegenüber steht.

Die Kanzlerin rief die G20-Partner ausdrücklich zur finanziellen Unterstützung der Covax-Initiative auf. Um die Corona-Pandemie einzudämmen, müsse der Zugang zur Impfung für jedes Land möglich und bezahlbar sein. "Dazu reichen die bisher zugesagten Mittel noch nicht aus", sagte Merkel. Ziel der Initiative sei es, bis Ende kommenden Jahres zwei Milliarden Impfdosen zu verteilen. Es gibt Warnungen, dass die ärmeren Länder nicht genug Impfstoffe bekommen könnten.

21.11.2020 • 18:53 Uhr

WHO-Chef Tedros fordert faire Verteilung von Impfstoffen

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat die G20-Staaten aufgefordert, weltweit eine "faire Verteilung" der Corona-Impfstoffe zu gewährleisten. Die sei die Voraussetzung zur Eindämmung der Pandemie und für eine schnellere Erholung der Weltwirtschaft, sagte Tedros in der Videoschalte der Staats- und Regierungschefs. Den Ländern der G20, die zwei Drittel der Weltbevölkerung und 80 Prozent der globalen Wirtschaft repräsentierten, komme dabei besondere Verantwortung zu.

21.11.2020 • 18:32 Uhr

Lettland: Höchststand an Neuinfektionen

In Lettland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen mit 642 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht. Damit habe es seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr über 12. 700 erfasste Fälle in dem baltischen EU-Land gegeben, teilte die  Gesundheitsbehörde in Riga mit.

In dem Ostseestaat starben nach offiziellen Daten bislang 163 Menschen in Verbindung mit dem Virus. Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern war von der ersten Corona-Welle im Frühjahr nur wenig betroffen, registrierte im Herbst aber einen rasanten Anstieg der Infektionsraten. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist die Entwicklung in dem Ostseestaat aktuell aber noch besser als in Deutschland. Dennoch wird die Bundesregierung ganz Lettland ab Sonntag als Corona-Risikogebiet einstufen.

Angesichts der steigenden Neuinfektionen hat die Regierung in Riga zum zweiten Mal einen rund einmonatigen Notstand bis zum 6. Dezember aufgerufen. Wie bereits im Frühjahr sind dadurch das öffentliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt. Damit soll eine Überlastung des seit Jahren chronisch unterfinanzierten lettischen Gesundheitswesen verhindert werden.

21.11.2020 • 17:06 Uhr

Italien: 34.767 Neuinfektionen, 692 Todesfälle

In Italien wurden in den letzten 24 Stunden 34.767 neue Coronavirus-Infektionen registriert, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit, gegenüber 37.242 am Vortag. Das Ministerium meldete auch 692 damit zusammenhängende Todesfälle, gegenüber 699 am Freitag.

21.11.2020 • 16:47 Uhr

Von der Leyen: Mehr Geld für Kampf gegen Corona

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat beim G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsnationen eine stärkere finanzielle Unterstützung der globalen Initiative zur Bewältigung der Corona-Pandemie gefordert.

Von der Leyen rief nach eigenen Angaben in ihrem Redebeitrag dazu auf, bis Jahresende weitere 4,5 Milliarden US-Dollar (3,8 Milliarden Euro) für die Koordinationsplattform ACT Accelerator bereitzustellen. Es gehe darum, weltweit Corona-Tests, Behandlungen und Impfungen zu ermöglichen. "Wir müssen globale Solidarität zeigen."

Von der Leyen wies in der Videoschalte mit den Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten zudem darauf hin, dass sie im kommenden Jahr mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte einen Weltgesundheitsgipfel organisieren wolle.

Videoleinwand mit Teilnehmern des G20-Gipfels. | AFP

Videoleinwand mit Teilnehmern des G20-Gipfels. Bild: AFP

21.11.2020 • 16:45 Uhr

Keine "Querdenken"-Demo in München

Die von der "Querdenken"-Bewegung gegen die Corona-Politik angekündigte Demonstration auf der Theresienwiese in München hat nicht stattgefunden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, gab es "vereinzelt Zulauf", den Menschen sei jedoch ein Platzverweis erteilt worden. Die Veranstalter hatten für Samstag eine Kundgebung mit bis zu 30.000 Teilnehmern auf der Theresienwiese angemeldet. Die Stadt München untersagte das und wurde am Freitag vom Verwaltungsgericht bestätigt.

Dagegen fand in Kempten am Samstag eine genehmigte "Querdenken"-Demonstration im Illerstadion statt. Rund 1200 Menschen kamen laut Polizeiangaben zu der Kundgebung. Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt. An einer Gegendemonstration beteiligten sich etwa 200 Menschen, wie ein Sprecher sagte.

21.11.2020 • 16:16 Uhr

Putin bietet breiten Zugang zum Impfstoff "Sputnick-V" an

Russlands Präsident Wladimir Putin hat beim G20-Gipfel der internationalen Gemeinschaft einen breiten Zugang zu dem in Russland entwickelten Impfstoff "Sputnik-V" angeboten. Sein Land unterstütze die Entscheidung des G20-Gipfels, die Impfstoffe für die gesamte Bevölkerung des Planeten zugänglich zu machen, sagte der 68-Jährige.

Russland sei bereit, seine selbst entwickelten Impfstoffe - es sind drei verschiedene - bedürftigen Staaten zur Verfügung zu stellen. Konkurrenz unter den Herstellern der Vakzine sei unausweichlich, meinte Putin. Aber es gehe hier zuerst auch um die "humanitäre Seite".

21.11.2020 • 15:17 Uhr

Altmaier stellt weitere Hilfen in Aussicht

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier stellt im Fall einer Verlängerung und Verschärfung von Beschränkungen im Kampf gegen die Pandemie weitere Wirtschaftshilfen in Aussicht. "Als Wirtschaftsminister stehe ich dafür ein, dass wir den Betroffenen dann auch ein akzeptables Hilfsangebot machen", sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk laut Vorabbericht.

Altmaier ließ demnach offen, ob die November-Hilfen eins zu eins auch im Dezember gewährt würden. Dies könne erst nach den Bund-Länder-Beschlüssen am kommenden Mittwoch geklärt werden. "Aber es wird so sein, dass wir niemanden im Regen stehenlassen."

21.11.2020 • 15:02 Uhr

Neuer Höchststand an Neuinfektionen in Russland

In Russland hat die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus einen neuen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsbehörden verzeichneten 24.822 Ansteckungen und 476 Todesfälle binnen 24 Stunden.

Erst am Donnerstag hatte die Zahl der Neuansteckungen in dem Land die Zwei-Millionen-Marke überschritten - heute waren es insgesamt 2.064.748 Fälle. Die meisten Neuinfektionen wurden in der Hauptstadt Moskau (7168) und der zweitgrößten Stadt des Landes, St. Petersburg (2476), registriert.

Die russische Regierung schließt striktere Einschränkungen bislang aus, um die Wirtschaft nicht weiter zu schwächen. Der Kreml nannte die Lage "besorgniserregend", erklärte jedoch, die Situation weiter unter Kontrolle zu haben.

21.11.2020 • 15:02 Uhr

Proteste dänischer Nerzfarm-Besitzer

Hunderte dänische Nerzfarm-Besitzer sind zum Protest gegen die von der Regierung veranlasste Massenkeulung der Pelztiere mit Traktoren durch Kopenhagen und Aarhus gefahren. Etwa 850 Traktor-Besitzer hätten sich zu den Demonstrationen angemeldet, meldete die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Organisatoren.

Die dänische Regierung hatte Anfang November mitgeteilt, dass alle Pelztiere im Land getötet werden sollen, weil das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich bereits auf den Menschen übertragen habe. Es handelt sich insgesamt um etwa 15 bis 17 Millionen Nerze. Etwa neun Millionen davon wurden den Angaben nach bislang gekeult.

Begründet wurde der drastische Schritt mit Sorgen vor negativen Auswirkungen dieser veränderten Viren auf die Wirkung möglicher künftiger Corona-Impfstoffe.

21.11.2020 • 14:30 Uhr

Habeck warnt vor gesellschaftlichen Gräben

Grünen-Chef Robert Habeck hat vor einer Spaltung der Gesellschaft in der Corona-Krise gewarnt. Die Pandemie verstärke Fliehkräfte und Gereiztheit, Orte des Austauschs wie Schwimmhallen, Sportplätze, Theater, Museen, Kinos und Kneipen seien "Orte der Gefährdung" geworden, führte Habeck in seiner Auftaktrede zum zweiten Tag des dreitägigen digitalen Grünen-Parteitags aus.

"Der gemeinsame Grund unserer Gesellschaft ist ausgetrocknet, er hat Risse bekommen, und kleine Schollen sind entstanden. Auf diesen kleinen Schollen leben die Menschen in Gruppen und Grüppchen", sagte Habeck. "Wenn es aber stark regnet, dann kann ein solche ausgetrockneter Boden all das Wasser nicht mehr aufnehmen. Dann bildet sich ein Graben, der das Land in zwei Hälften teilt."

Konflikte entstünden zwischen den Generationen, Stadt und Land, den Geschlechtern, Mehrheiten und Minderheiten. "Und der gemeinsame Grund unserer liberalen Demokratie wird weggeschwemmt." Wohin das führe, zeige das gute Abschneiden von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl, erklärte Habeck. "Und auch in Deutschland macht sich die politische Rechte die Corona-Pandemie jetzt zunutze."

21.11.2020 • 14:20 Uhr

Marx: Corona-Beschränkungen als "kreative Pause" nutzen

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sollten die Kirche und die Menschen nach Auffassung von Kardinal Reinhard Marx als "kreative Pause" nutzen. "Wir müssen Heimat und Geborgenheit zusammenbringen mit Wagnis, der Neugier auf Neues und Aufbruch", sagte Marx bei einem Gottesdienst im Freisinger Dom.

Die Pandemie habe den Menschen gezeigt, dass sie aufeinander achten müssen und dass sie in Familie, Schule oder am Arbeitsplatz in ein großes Gemeinwesen eingebunden seien. Die "Zurückgeworfenheit auf das eigene Leben" sei manchmal schmerzhaft und habe gegenüber der Hektik und Betriebsamkeit das modernen Lebens ein "unfreiwilliges Stoppschild" gesetzt, sagte der Erzbischof von München und Freising.

21.11.2020 • 14:14 Uhr

Vereinzelt neue Infektionen in China: Eine Million Menschen getestet

Nach vereinzelten neuen Infektionen sind in der nordchinesischen Stadt Tianjin eine Million Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Die Massentests wurden im Hafengebiet von Binhai vorgenommen, nachdem dort in einem Wohngebiet fünf neue lokal übertragene Infektionen und weitere drei asymptomatische Fälle festgestellt worden waren, wie Staatsmedien berichteten. Zwei weitere lokale Ansteckungen wurden jeweils aus Shanghai sowie aus Manzhouli in der Inneren Mongolei gemeldet.

Bus- und Zugverbindungen in die Stadt an der Grenze zu Russland wurden unterbrochen, wie die Webseite Toutiao berichtete. Seit dem Sommer hat China das Virus mit strengen Maßnahmen, Massentests, Quarantäne, Kontaktverfolgung und strikten Einreisebeschränkungen weitgehend unter Kontrolle gebracht. Vor knapp einem Jahr waren erstmals Infektionen mit dem neuartigen Virus in der zentralchinesischen Metropole Wuhan entdeckt worden.

Massentest in der nordchinesischen Stadt Tianjin | AP

Massentest in der nordchinesischen Stadt Tianjin. Bild: AP

21.11.2020 • 14:10 Uhr

Jugendherbergen: 80 Prozent weniger Übernachtungen

Die deutschen Jugendherbergen verzeichnen in der Coronakrise weiterhin massive Einbußen. "Aktuell gehen wir von über 80 Prozent weniger Übernachtungen in diesem Jahr aus", sagte der Sprecher des Deutschen Jugendherbergswerks, Justin Blum, dem Berliner "Tagesspiegel". Die rund 450 deutschen Jugendherbergen litten unter der Absage von Klassenfahrten und den behördlichen Reiseverboten.

Bereits für den Juni hatte das Statistische Bundesamt von einem solch hohen Rückgang der Gästezahlen berichtet. Im vergangenen Jahr hatten die Jugendherbergen dem Bericht zufolge noch rund zehn Millionen Übernachtungen und einen Umsatz von rund 385 Millionen Euro verbuchen können. Für dieses Jahr rechnet der Jugendherbergsverband mit einem Umsatzrückgang um zwei Drittel.

21.11.2020 • 13:46 Uhr

Umfrage: Corona-Pandemie verändert Beziehung zu Freunden

Bei fast einem Viertel der Deutschen verändert die Corona-Pandemie einer Umfrage zufolge die Beziehung zu Freunden. Durch die auferlegten Kontaktbeschränkungen würden die Menschen dazu gezwungen, ihre Freundschaften zu priorisieren, erläuterte dazu der Soziologe Janosch Schobin in der Wochenendbeilage "Sonntag" der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Der Kasseler Soziologe war an einer internationalen Studie des amerikanischen Social-Media-Unternehmens Snap Inc. beteiligt. Insgesamt hätten 23 Prozent der deutschen Befragten angegeben, dass sich mindestens eine ihrer Freundschaften während der Pandemie verändert habe.

Die Daten der Studie legten nahe, dass die Menschen sich zunächst auf die engen und wichtigeren Freunde fokussierten, berichtete der Soziologe. "Das Problem ist, dass man oft nicht weiß, ob man seinem Freund genauso wichtig ist, wie er einem selbst." Es gebe also innerhalb des Freundeskreises unterschiedliche Wege, wie das für einen selbst ausgehen könne.

21.11.2020 • 13:15 Uhr

Saudi-Arabien warnt vor weiteren Folgen in Corona-Krise

Kurz vor Beginn des diesjährigen G20-Gipfels hat Saudi-Arabien vor weiteren schweren Folgen für die Weltgemeinschaft in der Corona-Krise gewarnt. "Es wird am Ende von Covid-19 relative Gewinner und Verlierer geben", sagte der saudi-arabische Investitionsminister Chalid al-Falih in einer Diskussionsrunde. Die Welt sei auf eine Pandemie des jetzigen Ausmaßes nicht vorbereitet gewesen. "Es gab keinen Mechanismus, um mit einer Krise dieses Maßstabes umzugehen."

Für Saudi-Arabien sei wegen der Abhängigkeit vom Ölgeschäft in der Pandemie eine zweite Krisenebene" hinzugekommen, sagte Al-Falih. Die Nachfrage beim Öl sei "kollabiert", die Preise seien stark gesunken. Die Umstrukturierung der Wirtschaft im Rahmen der sogenannten "Vision 2030" habe aber geholfen, "dem Schock standzuhalten".

21.11.2020 • 13:10 Uhr

Testlauf für Impfzentrum in Ulm

In den Hallen der Messe Ulm wird heute ein Probelauf für ein Corona-Impfzentrum durchgeführt. Getestet werden die Abläufe der Impfungen großer Menschenmengen. Am Tag sollen nämlich rund 1500 Menschen gegen Covid-19 geimpft werden können, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht.

21.11.2020 • 12:55 Uhr

Kanzleramtschef dringt auf Vorsicht vor Weihnachten

Kanzleramtschef Helge Braun setzt darauf, das Weihnachten im Familienkreis gefeiert werden kann. "Es ist für mich nicht vorstellbar, dass die Großeltern an Weihnachten nicht mitfeiern", sagte Braun dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Die Bürger sollten vorher besonders vorsichtig sein und ihre Kontakte reduzieren. Das sei wichtiger als die Anzahl der Menschen, die zusammenkommen. Die Maßgabe des Bundeskanzleramts, privat die Kontakte strikt zu reduzieren, sei ein Verhaltenshinweis, sagte er: "Es ist eine Art Winter-Knigge." Kontaktvermeidung klinge sehr abstrakt, der Hinweis, dass man Feiern, Treffen mit vielen Freunden und Reisen vermeiden soll, zeige, worauf es ankomme.

Der Virologe Alexander Kekulé fordert auch mit Blick auf das Weihnachtsfest die schnellstmögliche Zulassung von Corona-Antigentests für die private Nutzung. Die Schnelltests für jedermann könnten viel Freiheit und Sicherheit bringen, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Apotheken sollten Schnelltests rezeptfrei verkaufen dürfen, wenn sichergestellt ist, dass ausreichend Tests für Pflegeheime verfügbar sind, die diese Tests für Besucher brauchen." Er werde das Instrument in seiner Familie für ein unbekümmertes Weihnachtsfest einsetzen.

Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) forderte die Politik auf, Pläne für Weihnachten in der Pandemie zu entwickeln. Es gehe um Kompromisse zwischen Hygienevorschriften und erwünschter Nähe, sagte Beckstein, der viele Jahre Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) war, dem "Spiegel". "Ein kompletter Verzicht ist keine Option", sagte er. Der Schutz der Familie und die menschliche Nähe insgesamt seien überragend wichtig.

21.11.2020 • 12:33 Uhr

Tourismusbeauftragter erwartet Wandel im Reiseverhalten

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, erwartet nach der Corona-Pandemie einen grundlegenden Wandel beim Reiseverhalten. "Der Fokus wird insgesamt noch mehr auf Sicherheit liegen. Menschen werden eben dorthin reisen, wo es sicher ist", sagte der CDU-Politiker der "Heilbronner Stimme".

Mit Blick auf Deutschland sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium: "Hier haben wir aufgrund unserer sehr guten Tourismus-Infrastruktur einen Vorteil, der mich ausgesprochen zuversichtlich stimmt, dass das Reiseland Deutschland wieder zu den Gewinnern gehören wird." So sei Deutschland im Kulturbereich, bei Städtereisen, bei Tagungen oder Messen "seit Jahren ganz vorne in der Welt, diesen Status wird auch die Pandemie nicht kaputt machen". Seine Erwartung an die Nach-Pandemiezeit sei, "dass wir schnell einen Boom erleben werden".

Auch Winterurlaube könne es wohl geben, meinte Bareiß. "Ich bin sicher, dass Skifahren möglich sein wird. Nur unter anderen Bedingungen, mit mehr Abstand beispielsweise. In Gondeln werden sicher weniger Menschen als üblich zusteigen dürfen. Das wird mit einem großen Aufwand für die Unternehmen vor Ort verbunden sein." Klar sei auch: "Auf die Après-Ski-Party wird man verzichten müssen."

21.11.2020 • 11:26 Uhr

Hohe Beteiligung bei Corona-Massentest in Südtirol

"Südtirol testet": Mindestens 300.000 Menschen sollen an der Aktion der Landesregierung teilnehmen. Schon am ersten Tag bildeten sich vor den Teststellen lange Schlangen.

21.11.2020 • 11:22 Uhr

Paul-Ehrlich-Institut sieht keinen Druck bei Impfstoff-Zulassung

Das Paul-Ehrlich-Institut tritt Befürchtungen entgegen, dass die schnelle Entwicklung eines Impfstoffes gegen Covid-19 zu Lasten der Qualität gehen könnte. Präsident Klaus Cichutek sagte der "tageszeitung", die zuständigen Experten hätten jahrzehntelange Erfahrung bei präventiven Humanimpfstoffen. "Wir haben bei Herstellung und Qualität von Covid-19-Impfstoffen exakt die gleiche Vorgehensweise wie bei anderen Humanimpfstoffen", fügte er hinzu.

Das Paul-Ehrlich-Institut ist in Deutschland für Impfstoffe verantwortlich und überwacht ihre Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit. Die vergleichsweise schnelle Entwicklung eines Impfstoffes erklärte Cichutek unter anderem damit, dass bestimmte Untersuchungen, die sonst vorher stattfinden, jetzt parallel zu den klinischen Tests gemacht wurden. Bei den klinischen Prüfungen der Covid-19-Impfstoffe seien sogar mehr Probanden dabei als sonst üblich. Auch eine vorläufige Zulassung lege zugrunde, dass ein ausreichender Datensatz vorhanden ist. Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit können damit beurteilt werden.

Cichutek sagte: "Die Datenbasis wird sehr groß sein, es gibt ja zwischen 30.000 und 60.000 Probanden bei den Tests." Wenn 3.000 Menschen geimpft wurden, könnten seltene Risiken für Nebenwirkungen mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:1.000 erkannt werden, sagte der PEI-Präsident. Druck durch politische Prozesse oder eine öffentliche Erwartungshaltung schloss Cichutek aus: "Die Auswertung ist rein wissenschaftlich und unterliegt keinem öffentlichen Einfluss."

21.11.2020 • 11:13 Uhr

Luftverkehr-Vereinbarung zwischen Singapur und Hongkong verschoben

Hongkong und Singapur haben wegen einer Zunahme von Infektionen eine geplante Ankurbelung des Tourismus zwischen beiden Gebieten verschoben. Die Luftverkehr-Reisevereinbarung, die eigentlich am Sonntag hätte beginnen sollen, werde um mindestens zwei Wochen verschoben, teilte der Minister für Handel und wirtschaftliche Entwicklung in Hongkong, Edward Yau, bei einer Pressekonferenz mit.

Hongkong meldete am Samstag 43 neue Coronavirus-Fälle, darunter 13 örtliche Fälle, die nicht nachverfolgt werden konnten. Nach der Vereinbarung hätten Besucher zwischen beiden Städten ohne Quarantäne reisen können, wenn sie sich vor und nach der Ankunft an ihrem Ziel einem Corona-Test unterziehen und mit bestimmten Flügen anreisen.

Ein Flugzeug von Singapore Airlines parkt auf dem Changi International Airport | AFP

Die erleichterten Reiseregeln zwischen Hongkong und Singapur wurden vorerst auf Eis gelegt. Bild: AFP

21.11.2020 • 11:07 Uhr

Krankenkasse warnt vor deutlich höheren Zusatzbeiträgen

Der Chef der Techniker Krankenkasse erwartet einen massiven Anstieg der Zusatzbeiträge. "2022 wird ein hartes Jahr für Kassen und Mitglieder. Ohne Gegensteuern durch den Staat droht eine Verdoppelung des Zusatzbeitrags", sagte TK-Chef Jens Baas der "Rheinischen Post". Dann fehlten voraussichtlich mehr als 16 Milliarden Euro und alle Reserven seien aufgebraucht.

Die eigentlichen Behandlungskosten von Covid-19-Patienten seien für die Kassen finanzierbar, sagte Baas. Anders sehe es mit Kosten aus, die etwa durch Rettungsschirme entstehen. "Breit angelegte Corona-Tests, der Aufbau von Intensivbetten und der Kauf von Schutzausrüstung - das darf nicht einseitig bei den Beitragszahlern der gesetzlichen Krankenkassen hängen bleiben." Zudem schwäche die Pandemie die Konjunktur, weswegen Beitragseinnahmen sänken.

21.11.2020 • 10:54 Uhr

Italien erhöht Finanzhilfen kurz vor Jahresende erneut

Italiens Regierung will die Finanzhilfen für die von den Corona-Sperren besonders betroffenen Firmen etwa in Handel, Kultur und Gastronomie noch einmal aufstocken. Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete am Freitagabend ein Dekret, das rund zwei Milliarden Euro an Hilfen für den Rest des Jahres 2020 umfasst.

In dem Mittelmeerland gelten seit Anfang November in sogenannten Roten Zonen strenge Ausgangsbeschränkungen. Außerdem ist dort ein Großteil der Geschäfte zu. Das neue Notpaket sieht auch Hilfen zu Unterstützung armer Bürger und zum Kauf von Arzneimitteln zur Behandlung von Patienten mit Covid-19 vor.

Die Mitte-Links-Regierung hatte in der zweiten Corona-Welle mehrfach ihre Hilfen aufgestockt. Dafür muss das ohnehin hoch verschuldete Land weitere Finanzmittel auftun. Ein Antrag auf eine erhöhte Etatabweichung für 2020 soll am Mittwoch im Parlament vorgelegt werden, hieß es.

21.11.2020 • 10:54 Uhr

2560 neue Infektionen in Japan

In Japan sind die bestätigten Neuinfektionen um 2560 Fälle gestiegen, wie der Sender NHK berichtet. In Tokio wurden 539 Neuansteckungen gemeldet.

21.11.2020 • 10:46 Uhr

Polen will Einkaufszentren öffnen, Schulen bleiben zu

Polen lockert in der Vorweihnachtszeit die Schutzmaßnahmen für den Einzelhandel. Unter Einhaltung strengster Hygieneauflagen dürften Geschäfte in Einkaufszentren vom 28. November an wieder öffnen, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Am 6. und 20. Dezember soll es außerdem zwei verkaufsoffene Sonntage geben. Es gehe um die Rettung von Millionen von Arbeitsplätzen, sagte Morawiecki.

Anfang November hatte die Regierung die Schließung aller Geschäfte in Einkaufszentren verfügt - Ausnahmen galten für Lebensmittelläden, Drogerien und Apotheken. Restaurants, Bars sowie Fitnessstudios und Kultureinrichtungen bleiben bis nach Weihnachten geschlossen. Der landesweite Fernunterricht an allen Schulen wird bis zu den Feiertagen verlängert. Außerdem werden die Winterferien, die bislang ähnlich wie in Deutschland regional unterschiedlich verteilt waren, landesweit einheitlich für die Zeit vom 4. bis 17. Januar angesetzt.

Morawiecki appellierte an die Menschen, das Weihnachtsfest nur im engsten Familienkreis zu feiern und Reisen zu vermeiden. "Vor uns liegen 100 Tage der Solidarität", sagte der Regierungschef. Solange müssten die Bürger Disziplin zeigen und mit den Einschränkungen leben. Danach werde voraussichtlich der Impfstoff gegen das Virus verfügbar sein.

21.11.2020 • 10:44 Uhr

Strenger Lockdown soll Anstieg der Fallzahlen im Iran stoppen

Im Iran ist ein strenger Lockdown in der Hauptstadt Teheran und mehr als 160 anderen Groß- und Kleinstädten eingeführt worden, um den drastischen Anstieg der Corona-Fallzahlen zu stoppen. Damit dürfen nur noch wenige Branchen ihre Arbeit ausüben. Auch Schulen, Universitäten und Basare wurden geschlossen. Zwei Drittel der Beamten im öffentlichen Dienst müssen nun von zu Hause aus arbeiten. Außerdem dürfen zwischen 21.00 Uhr abends und 4.00 Uhr früh außer Taxis keine Pkw unterwegs sein.

Die Einschränkungen sind zwar zunächst nur für zwei Wochen geplant. Sollten die Fallzahlen jedoch nicht sinken, müsste der Lockdown nach den Worten von Präsident Hassan Rouhani danach weiterlaufen. Um das zu vermeiden, müssten sich alle Bürger strikt an die Corona-Vorschriften halten, sagte Rouhani im Staatsfernsehen. Auch Treffen mit Familien, Verwandten und Freunden sollten vermieden werden.

Aus wirtschaftlichen Erwägungen war Rouhani bis jetzt gegen einen solchen Lockdown eingetreten. Die dramatisch steigenden Fallzahlen in den vergangenen Wochen ließen ihm jedoch keine andere Wahl. Fast im Minutentakt sterben im Iran Corona-Patienten, im Sekundentakt werden Neuinfektionen registriert. Aktuell liegt die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land bei fast 44.000, die der Infizierten bei mehr als 800.000. Die Fallzahlen dürften jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es im Iran noch zu wenige Testmöglichkeiten gibt.

21.11.2020 • 10:44 Uhr

Leipzig bereitet sich auf Demonstrationen vor

In Leipzig haben die Vorbereitungen auf mehrere angekündigte Demonstrationen begonnen, zu denen erneut Tausende Teilnehmer erwartet werden. Seit acht Uhr gilt die Innenstadt als Kontrollbereich, wie ein Polizeisprecher sagte. Bis zum Abend können dort somit anlasslose Personenkontrollen stattfinden. Rund um den Augustusplatz und den Kurt-Masur-Platz stehen zudem Metallgitter bereit, die im Tagesverlauf errichtet werden sollen.

Der Deutsche Journalistenverband in Sachsen begrüßte in den sozialen Netzwerken, dass Journalisten nach den jüngsten Übergriffen vor Ort Polizeischutz in Anspruch nehmen können. Für den Samstag sind an verschiedenen Orten in der Stadt Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik sowie Protestversammlungen dagegen angemeldet. Die Polizei rechnet mit Teilnehmerzahlen im vierstelligen Bereich. "Das lässt sich aber nur schwer einschätzen - es ist sehr ungewiss, was kommt", sagte der Polizeisprecher.

Nach Einschätzung des sächsischen Verfassungsschutzes wurde im Vorfeld der Demonstrationen sowohl im rechtsextremistischen als auch im linksextremistischen Lager mobilisiert. Stadt und Polizei haben angekündigt, jegliche Verstöße gegen die Corona-Regeln konsequent zu ahnden. Vor zwei Wochen war es bei einer "Querdenken"-Demonstration in Leipzig zu massiven Verstößen gegen die Maskenpflicht und gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Auch in Bochum, Göppingen, Pforzheim, Hannover und Berlin sind Demonstrationen gegen Corona-Auflagen angemeldet.

21.11.2020 • 10:32 Uhr

Mehr als 195 000 Neuinfektionen in den USA

In den USA hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Höchststand erreicht. Die Behörden meldeten am Freitag innerhalb von 24 Stunden 195.542 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) hervorging. Der bislang höchste Tageswert war erst am Vortag registriert worden und lag bei 187.833 Fällen.

Seit Beginn der Pandemie starben in dem Land mehr als 254.400 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, insgesamt haben sich mehr als 11,9 Millionen Menschen nachweislich infiziert.

21.11.2020 • 09:08 Uhr

Russland meldet 24.822 Neuinfektionen

Die Zahl der Neuansteckungen in Russland ist nach Angaben der Behörden um 24.822 gestiegen. 7168 neue Fälle entfallen allein auf die Hauptstadt Moskau. Damit beträgt die Zahl der Infektionen in Russland insgesamt 2.064.748. Binnen 24 Stunden wurden den Behörden 467 neue Todesfälle gemeldet. Damit stieg diese Zahl auf insgesamt 35.778

21.11.2020 • 08:52 Uhr

Mehr als 14.580 neue Fälle in der Ukraine

Die Ukraine meldet ein Rekordhoch an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Nach Aussagen von Gesundheitsminister Maksym Stepanov stieg die Zahl der Fälle binnen 24 Stunden um 14.580 auf 612.665.

21.11.2020 • 07:32 Uhr

Verband warnt vor Weihnachtsmarktsterben

Angesichts der abgesagten Märkte im Advent des Corona-Jahres warnen Schausteller vor einem Sterben der gesamten Weihnachtsmarkttradition in Deutschland. Wenn die Schausteller-Familienbetriebe die Coronavirus-Pandemie nicht überlebten, werde es "Weihnachtsmärkte, so wie wir sie kennen und lieben, zukünftig nicht mehr geben", sagte Frank Hakelberg, Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Schaustellerbund (DSB), der Nachrichtenagentur dpa.

Das diesjährige weitgehende Verbot komme "in seiner Wirkung einem Berufsausübungsverbot gleich" und bedeute für die Mehrzahl der Vereinsmitglieder einen kompletten Einnahmeausfall. Vielen drohe der Untergang. Der Verband glaube, dass Weihnachtsmärkte auch unter Corona-Bedingungen an frischer Luft möglich gewesen wären - "mit größeren Abständen, neuer Platzarchitektur, veränderter Angebotsstruktur und durchdachten Hygienekonzepten".

Eigentlich eröffnen die Weihnachtsmärkte in diesen Tagen - nach dem Totensonntag. In vielen Kommunen wurden die Märkte aber bereits wegen des hohen Infektionsgeschehens abgesagt, darunter der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg und der Dresdner Striezelmarkt.

Dresdner Weihnachtsmarkt | dpa

Auch der Dresdner Striezelmarkt wurde für dieses Jahr abgesagt. Bild: dpa

21.11.2020 • 06:04 Uhr

CDU-Vize Breher sieht Corona-Proteste als "laute Minderheit"

Die CDU-Vizevorsitzende Silvia Breher sieht den zunehmend radikalen Protest gegen die Corona-Politik rund um die "Querdenken"-Szene mit Sorge. "Das ist nicht die Mehrheit, das ist eine laute Minderheit. Die große Mehrheit trägt die Maßnahmen mit", sagte die Bundestagsabgeordnete der Nachrichtenagentur dpa. "Aber wenn wir von den Menschen Einschränkungen erwarten, dann muss die Politik auch mit einer Stimme sprechen und die Maßnahmen einheitlich vertreten. Das erwarte ich auch von dem nächsten Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten." Anderenfalls drohe die Akzeptanz der Corona-Einschränkungen in der Bevölkerung zu sinken.

Zuletzt hatte es im Bundeskanzleramt und unter den Länderchefs unterschiedliche Auffassungen gegeben, wie es mit den Corona-Regeln weitergehen soll. Am Mittwoch will die Ministerpräsidentenkonferenz neue Beschlüsse fassen, die bis ins neue Jahr reichen könnten.

Heute sind erneut "Querdenken"-Demonstrationen in Leipzig und Hannover geplant. Bei ähnlichen Veranstaltungen in den vergangenen Wochen hatten sich viele Teilnehmer nicht an die Auflagen zum Schutz vor Corona gehalten, teils gab es Zusammenstöße mit der Polizei. Im Bundestag waren Abgeordnete unter der Woche von Besuchern bedrängt, belästigt, gefilmt und beleidigt worden.

21.11.2020 • 05:21 Uhr

Mehr als 22.000 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.964 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche wurden gut 500 Fälle mehr gemeldet - am vergangenen Samstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 22.461 gelegen. Der Höchststand war am Freitag mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 902.528 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 254 auf insgesamt 13.884. Das RKI schätzt, dass etwa 593.100 Menschen inzwischen genesen sind.

Nachdem die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Oktober und Anfang November stark gestiegen war, war der Wert zuletzt vergleichsweise stabil. Einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen gibt es aber bislang nicht, obwohl seit Anfang November ein Teil-Lockdown in Deutschland gilt. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut jüngstem RKI-Lagebericht bei 1,05 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

21.11.2020 • 04:45 Uhr

Corona-Krise als Integrationshürde

Die Pandemie trifft Zuwanderer und Geflüchtete besonders hart: Leben in Sammelunterkünften, erschwerte Arbeitssuche und die Integrationskurse finden oft nur virtuell statt.

21.11.2020 • 04:38 Uhr

Teil-Lockdown trifft deutsche Wirtschaft hart

Die Corona-Pandemie löst bei mehr als der Hälfte der deutschen Unternehmen einen Nachfrageeinbruch aus. Das geht aus einer aktuellen DIHK-Umfrage unter mehr als 13.000 Unternehmen aller Branchen und Regionen hervor. "Gekürzte Investitionsbudgets drücken in vielen Weltregionen derzeit die Nachfrage auch nach deutschen Produkten", teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit. Im Inland komme es wegen der neuen Corona-Beschränkungen und des Teil-Lockdowns in etlichen Branchen zu weiteren Nachfrageausfällen. "Insgesamt rechnen mehr als zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland 2020 mit einem Umsatzrückgang."

Besonders hoch ist demnach der Anteil der Betriebe mit Umsatzrückgängen im Gastgewerbe (93 Prozent), der Reisewirtschaft (94 Prozent) sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft (90 Prozent). Insbesondere in diesen Branchen stehen die Geschäfte derzeit laut DIHK "komplett oder in großen Teilen still". Aber auch im Kfz-Handel (73 Prozent) und in der Industrie (69 Prozent) verzeichnen demnach überdurchschnittlich viele Betriebe Umsatzrückgänge für dieses Jahr.

21.11.2020 • 04:05 Uhr

Philippinen erlauben medizinischem Personal wieder Auslandsarbeit

Die Philippinen erlauben Arbeitsminister Silvestre Bello zufolge wieder ihrem medizinischen Personal, im Ausland zu arbeiten. Präsident Rodrigo Duterte habe der Aufhebung des vorübergehenden Verbots zugestimmt, sagt Bello der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings sei die Zahl von entsprechenden Ausreisen pro Jahr auf 5000 beschränkt, damit das Land selbst noch genug Personal zum Kampf gegen die Pandemie habe.

21.11.2020 • 03:52 Uhr

Verkehrsminister lehnen schärfere Regeln im Nahverkehr ab

Die Abstands- und Hygieneregeln in Bussen und Bahnen sollen einem Zeitungsbericht zufolge nicht verschärft werden. Darauf hätten sich das Bundesverkehrsministerium und die zuständigen Minister der Bundesländer verständigt, berichtet die "Bild"-Zeitung. Eine zuvor diskutierte Abstandsregelung für öffentliche Verkehrsmittel sei einstimmig abgelehnt worden.

21.11.2020 • 03:17 Uhr

Wie Kitas mit der Pandemie umgehen

Trotz hoher Corona-Ansteckungszahlen sollen Kindertagesstätten weiter offen bleiben - und zugleich möglichst hohen Infektionsschutz bieten. Nicht nur für das Betreuungspersonal ist das eine Gratwanderung.

21.11.2020 • 02:55 Uhr

Spahn bewertet Teil-Lockdown als Erfolg im Kampf gegen Pandemie

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Teil-Lockdown diesen Monat als einen Erfolg im Kampf gegen die Corona-Pandemie bewertet. "Der Wellenbrecher funktioniert doch", sagte Spahn im Streitgespräch der Zeitung "Die Welt" mit FDP-Chef Christian Lindner. "Das exponentielle Wachstum ist gebrochen", fügte Spahn mit Blick auf die Infektionszahlen hinzu. "Wir sind uns einig, dass das nicht reicht. Aber es ist gelungen - einmal mehr."

Der Gesundheitsminister rechtfertigte, dass die Bundesregierung die Priorität auf die Senkung der Infektionszahlen lege. "Wir sind das Land mit einer der ältesten Bevölkerungen weltweit", hob Spahn hervor. "Wenn die Infektionszahlen steigen, steigt früher oder später auch der Behandlungsbedarf auf den Intensivstationen." Belgien, die Niederlande und Frankreich hätten Deutschland bereits erneut gebeten, Patienten aufzunehmen, weil ihre Intensivkapazitäten ausgeschöpft seien. "Ich will, dass wir die Welle brechen, bevor unnötig viel Leid in den Krankenhäusern entsteht", sagte Spahn. Bislang habe die Bundesregierung dabei mit vergleichsweise milden Maßnahmen gute Ergebnisse erreicht.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner warf der Regierung hingegen Strategielosigkeit vor: "Meine Befürchtung ist: Wir finden aus dem aktuellen November-Lockdown in diesem Jahr nicht wieder raus", sagte er der Zeitung. "Und falls wir ihn beenden, dann ist wenige Wochen später der nächste da. Das wäre eine Stop-and-Go-Politik, die enormen sozialen und wirtschaftlichen Schaden verursacht."

21.11.2020 • 02:38 Uhr

Biden und führende Demokraten wollen Konjunkturpaket bis Jahresende

Der gewählte US-Präsident Joe Biden und die Führung der Demokraten im Kongress haben sich für die Verabschiedung eines weiteren Corona-Konjunkturpakets bis zum Jahresende ausgesprochen. Darauf hätten sich Biden, die Vorsitzende des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi und der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, verständigt, hieß es in einer Erklärung des gewählten Präsidenten. Das Paket solle mit der Unterstützung beider Parteien noch vom aktuellen Kongress beschlossen werden, hieß es weiter. Die neue Legislaturperiode nach den Wahlen vom 3. November beginnt erst im Januar. Bis dahin können die bisherigen Abgeordneten und Senatoren weiter über Gesetze befinden, obwohl manche abgewählt wurden.

Es ist jedoch unklar, ob es tatsächlich zu einem Konjunkturpaket kommen wird. Demokraten und Republikaner hatten schon vor der Wahl seit Monaten um ein weiteres Hilfspaket gerungen. Den Demokraten, die das Repräsentantenhaus kontrollieren, schwebte zuletzt ein Paket von mehr als zwei Billionen US-Dollar vor. Die Republikaner, die im Senat die Mehrheit haben, lehnten ein so umfassendes Konjunkturpaket ab. Führende Republikaner sagten zeitweise, sie könnten sich eher ein begrenztes Paket von etwa 500 Milliarden Dollar vorstellen.

Der US-Kongress hat seit März bereits Konjunkturpakete mit einem Volumen von etwa drei Billionen Dollar auf den Weg gebracht, was mehr als zehn Prozent der Wirtschaftsleistung entspricht.

21.11.2020 • 01:53 Uhr

Kanada: Lockdown für Toronto verfügt

Wegen der beschleunigten Ausbreitung des Coronavirus ist für Kanadas größte Stadt Toronto ein Lockdown verfügt worden. Die Restriktionen für Toronto und viele Vororte der Stadt treten am Montag in Kraft, wie der Regierungschef der Provinz Ontario, Doug Ford, mitteilte. "Ich bin deutlich gewesen: Die Lage ist extrem ernst, und es sind weitere Maßnahmen nötig", sagte er bei einer Pressekonferenz.

Der Lockdown soll mindestens 28 Tage lang dauern, Verstöße können mit Geldbußen von bis zu 750 kanadischen Dollar (483 Euro) geahndet werden. Für Treffen im Freien sowie für religiöse Feiern, Beerdigungen und Hochzeiten gilt eine Obergrenze von zehn Menschen. Private Treffen drinnen sind gänzlich untersagt. Friseursalons und Schönheitssalons sowie Fitnessstudios und Casinos müssen schließen. Nicht notwendige Geschäfte sowie Restaurants dürfen ihre Waren nur liefern oder zum Mitnehmen anbieten. Die Schulen bleiben offen.

21.11.2020 • 01:48 Uhr

Karliczek: Corona-Impfstoff wird Sicherheitsstandards erfüllen

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat die Sicherheit der neuen potenziellen Corona-Impfstoffe betont. "Der Impfstoff wird die gleichen Sicherheitsstandards erfüllen wie alle anderen", sagte Karliczek der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Das heißt auch, dass die Behörden nach der Zulassung weiter eng begleiten und einen Blick auf die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs haben - also genauso wie das sonst auch abläuft." Sie fügte hinzu: "Es braucht sich also niemand Sorgen zu machen." Karliczek betonte auch, dass eine Impfung absolut freiwillig bleibe.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte deutlich gemacht, dass sie schon im Dezember oder "sehr schnell nach der Jahreswende" mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffs in Europa rechnet. Das Mainzer Unternehmen Biontech bereitet zusammen mit dem US-Pharmariesen Pfizer bereits einen Zulassungsantrag für Europa vor, hieß es von den beiden Firmen.

21.11.2020 • 01:48 Uhr

Trumps ältester Sohn mit Coronavirus infiziert

Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump, Donald Trump Jr., hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Er habe in dieser Woche von der Infektion erfahren, habe keine Symptome und sei in Quarantäne, teilte ein Sprecher mit. Trump Jr. ist das jüngste Mitglied der Präsidentenfamilie, das sich mit dem Virus infiziert hat. Der Präsident selbst, First Lady Melania, und deren gemeinsamer Sohn Barron hatten sich bereits angesteckt, haben sich aber mittlerweile wieder davon erholt.

Donald Trump Jr. nimmt an einer Veranstaltung der Republikaner in Washington teil.  | AFP

Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump, Donald Trump Jr., hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Bild: AFP

21.11.2020 • 01:48 Uhr

Wisconsin erlässt Maskenpflicht auch in Innenräumen

Der US-Bundesstaat Wisconsin erlässt angesichts steigender Corona-Neuinfektionen für die kommenden 60 Tage eine strenge Maskenpflicht. Diese gilt auch in Innenräumen, sobald Menschen aus unterschiedlichen Haushalten zusammenkommen. "Die Krankenhäuser in Wisconsin sind überlastet und kämpfen mit Personalmangel", sagt Gouverneur Tony Evers. Der Bundesstaat mit 5,8 Millionen Einwohnern gehört zum Mittelwesten der USA, wo die Infektionszahlen zuletzt stark zunahmen.