Passanten mit Mund-Nasen-Bedeckung in Turin | JESSICA PASQUALON/EPA-EFE/Shutte
Liveblog

Liveblog zur Corona-Pandemie ++ Italien meldet 10.925 Neuinfektionen ++

Stand: 18.10.2020 00:08 Uhr

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Italien erreicht einen neuen Höchststand. Baden-Württemberg ruft die höchste Alarmstufe aus und kündigt weitere Maßnahmen an. Alle Entwicklungen vom Samstag zum Nachlesen.

  • Höchste Alarmstufe in Baden-Württemberg
  • Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne
  • Mecklenburg-Vorpommern hebt Quarantänepflicht im Tourismus auf
  • Merkel appelliert an Bürger Kontakte einzuschränken
  • RKI: 7830 Neuinfektionen in Deutschland
18.10.2020 • 00:08 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

17.10.2020 • 21:28 Uhr

Zahl der Corona-Toten im Iran auf mehr als 30.000 gestiegen

Im Iran hat die Zahl der Todesopfer durch die Corona-Pandemie die Schwelle von 30.000 Fällen überschritten. Seit den am 19. Februar registrierten ersten Ansteckungen im Land seien 30.123 Infizierte gestorben, teilte das iranische Gesundheitsministerium in Teheran mit. In den vergangenen 24 Stunden seien 253 Corona-Tote registriert worden, führte Ministeriumssprecherin Sima Sadat Lari aus.

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus stieg demnach um 4103 auf 526.490 Fälle. Der Gouverneur der Hauptstadt Teheran kündigte an, die Beschränkungen für die Hauptstadt würden bis zum 23. Oktober verlängert. Teile von Teheran und vier weiteren Großstädten sind abgeriegelt, um die Ausbreitung der Pandemie zu bremsen.

17.10.2020 • 20:42 Uhr

Frankreich meldet Rekord bei Neuinfektionen

Frankreich meldet einen Rekord bei den Neuinfektionen. Am Samstag habe es 32.427 neue Fälle gegeben, gab das Gesundheitsministerium bekannt. Insgesamt zählt das Land seit Beginn der Pandemie 867.197 Infektionen. Die Zahl der Toten stieg am Samstag um 90 auf 33.392.

17.10.2020 • 20:10 Uhr

Baden-Württembergs Innenminister in Corona-Quarantäne

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) ist in Corona-Quarantäne. Der Minister habe alle Termine für das Wochenende abgesagt, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Ein Beamter aus seinem Personenschutzkommando habe zuvor ein positives Testergebnis erhalten. Strobl zeige keine Symptome. "Es geht ihm gut und er ist voll arbeitsfähig", erklärte der Sprecher. Das Ergebnis von Strobls Corona-Test stand zunächst noch aus.

17.10.2020 • 19:40 Uhr

Drohnen sollen britische Kliniken mit Corona-Tests versorgen

In Großbritannien sollen künftig Drohnen Corona-Tests und Schutzausrüstungen zwischen Kliniken in Großbritannien liefern. Das Projekt "Apian" habe dafür die Genehmigung der britischen Raumfahrtbehörde bekommen, teilte die Regierung in London mit.

Der Service wurde von Mitarbeitern des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS im Rahmen eines Förderprogramms gegründet. Die Nutzung von Drohnen verringere im Vergleich zu herkömmlichen Kurierdiensten den Zeit- und Personalaufwand sowie das Infektionsrisiko, betonten Mitarbeiter des Start-ups.

Jede Drohne kann etwa zwei Kilogramm transportieren und mit ihrem Hybrid-Antrieb ein fast 100 Kilometer entferntes Ziel erreichen. Sie fliegt in 90 Metern Höhe auch bei schlechtem Wetter.

Viele britische Krankenhäuser sind in der Corona-Krise überlastet und könnten schon bald nicht mehr den Ansturm der Covid-19-Patienten stemmen. Besonders stark betroffen von der Pandemie sind der Norden Englands, Teile von Schottland und Wales sowie Nordirland. Mediziner fordern einen nationalen Lockdown. Das lehnt Premierminister Boris Johnson bisher ab.

17.10.2020 • 19:32 Uhr

Bund will Heizpilze in Gastronomie fördern

Die in einigen Städten und Gemeinden verbotenen Heizpilze für die Gastronomie sollen in der Corona-Krise nun sogar vom Bund gefördert werden. "Auch in den Herbst- und Wintermonaten ist eine funktionierende Außengastronomie ein Teil der Lösung", sagte der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), dem "Handelsblatt".

"Deshalb möchten wir Heizpilze nicht nur ermöglichen, sondern in den laufenden Überbrückungshilfen II wird die Anschaffung sogar finanziell unterstützt." Damit solle der "stark gebeutelten" Gastronomie in dieser schweren Zeit geholfen werden.

Die bis zum Jahresende laufenden Überbrückungshilfen für Unternehmen sollen nach den jüngsten Plänen des Bundeswirtschaftsministeriums um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden.

Aus dem Ministerium hieß es dazu, Außengastronomie in den Wintermonaten könne eine Möglichkeit sein, den Betrieb trotz steigender Infektionszahlen aufrechtzuerhalten. "Deshalb fördern wir mit der Überbrückungshilfe II künftig auch Maßnahmen zur temporären Verlagerung des Geschäftsbetriebs in die Außenbereiche. Damit kann die Anschaffung von Außenzelten, Wärmestrahlern, etc. künftig bezuschusst werden."

17.10.2020 • 18:59 Uhr

Slowenien gibt Nachverfolgung von Corona-Kontakten auf

Slowenien gibt wegen Überlastung die Corona-Kontaktnachverfolgung auf. Die Gesundheitsbehörden des Landes seien nicht mehr in der Lage, allen Kontakten von Infizierten nachzugehen, teilte das Institut für öffentliche Gesundheit mit. In einer Erklärung wurden die betroffenen Bürger aufgefordert, ihre Kontakte selbst zu informieren.

Das Zwei-Millionen-Einwohnerland zählte in den vergangenen 24 Stunden 900 neue Infektionsfälle. Dies entspricht einer Verdoppelung binnen einer Woche. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 180 Menschen in Slowenien nach einer Coronavirus-Infektion, rund 12.000 Infektionsfälle wurden registriert.

17.10.2020 • 18:29 Uhr

Österreich verzeichnet Rekordwert bei Neuinfektionen

In Österreich ist erneut eine Rekordzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden am Samstag 1747 neue Fälle binnen 24 Stunden registriert. Der bisher höchste Tageswert war am Donnerstag mit 1552 Fällen gemeldet worden.

Die Fallzahlen sind seit Anfang September stetig gestiegen - damals lagen sie noch bei unter 400 pro Tag. Die österreichische Regierung will am Montag mit Vertretern der neun Bundesländer über neue Schutzmaßnahmen beraten.

17.10.2020 • 18:21 Uhr

Zwei EU-Außenminister nach Treffen in Luxemburg Corona-positiv

Wenige Tage nach dem EU-Außenministertreffen sind zwei der Spitzendiplomaten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es handelt sich um den österreichischen Außenminister Alexander Schallenberg und um seine belgische Kollegin Sophie Wilmes.

Die Außenminister der Europäischen Union hatten sich am Montag in Luxemburg getroffen. Bundesaußenminister Heiko Maas, der ebenfalls teilgenommen hatte, wurde nach Angaben seines Sprechers am Freitag negativ getestet.

Eine Sprecherin von Schallenberg sagte, der Minister sei positiv getestet worden, zeige aber keine Symptome. Er habe am Mittwoch an der Kabinettssitzung teilgenommen. Alle Regierungsmitglieder hätten dabei Masken getragen, würden nun aber als Vorsichtsmaßnahme ebenfalls getestet.

Es sei möglich, dass Schallenberg am Montag infiziert wurde. Er habe während eines Frühstücks neben seiner belgischen Kollegin Wilmes gesessen. Diese teilte per Twitter mit, sie sei positiv getestet worden. Vermutlich sei die Ansteckung innerhalb ihrer Familie erfolgt. Am Freitag hatte sie erklärte, sie werde sich selbst isolieren, weil es den Verdacht auf Covid-19-Symptome gebe.

17.10.2020 • 17:38 Uhr

16.171 neue Fälle in Großbritannien

Auch in Großbritannien steigt die Zahl der Infektionen wieder schneller an. Die Behörden meldeten 16.171 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden, so viele wie noch nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Am Freitag waren es 15.650. Den Angaben nach gab es 150 neue Todesfälle, am Vortag waren es 136.

17.10.2020 • 17:18 Uhr

Erneut mehr als 10.000 Neuinfektionen in Italien

Die italienischen Behörden haben mit 10.925 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen neuen Höchststand verzeichnet. Am Freitag lag die Zahl neuer Fälle bei 10.010. Zudem starben weitere 47 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

17.10.2020 • 16:25 Uhr

Slowakei kündigt Massentests an

Die slowakische Regierung hat angekündigt, in den kommenden Wochen alle Einwohner, die älter als zehn Jahre sind, auf das Coronavirus zu testen. Das Land kauft dazu 13 Millionen Antigentests, twittert ARD-Korrespondent Danko Handrick.

17.10.2020 • 15:25 Uhr

Niederlande verzeichnen 8114 Neuinfektionen

Die Niederlande haben 8114 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Das ist erneut ein Rekordwert, wie Daten des Nationalen Instituts für Öffentliche Gesundheit zeigen.

17.10.2020 • 15:22 Uhr

Baden-Württemberg ruft höchste Corona-Alarmstufe aus

Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft die Landesregierung von Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und weitere Kontaktbeschränkungen sollen von Montag an gelten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte.

Man müsse aufgrund der Geschwindigkeit, mit der sich die Pandemie entwickele, die Maßnahmen verschärfen, sagte Kretschmann. Die Menschen sollten unnötige Reisen und Kontakte vermeiden. "Das ist das Gebot der Stunde, damit nicht alles aus dem Ruder läuft." Die Pandemiestufe 3 bedeutet den Eintritt in die "kritische Phase". Die beginnt insbesondere dann, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche die Grenze von 35 überschreitet. Das ist im Südwesten seit vergangenem Donnerstag der Fall. Am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 42,2.

17.10.2020 • 14:54 Uhr

Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich heute in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, ist ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden.

17.10.2020 • 14:02 Uhr

FDP kritisiert geplanten Ausbau der Corona-Sonderrechte für Spahn

Die FDP übt scharfe Kritik am geplanten Ausbau der Corona-Sonderrechte für Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). "Der Gesundheitsminister scheint die Lektion aus den jüngsten Gerichtsentscheidungen nicht verstanden zu haben", sagte der stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzende Stephan Thomae der Nachrichtenagentur AFP etwa mit Blick auf die Urteile aus mehreren Bundesländern gegen das Beherbergungsverbot. "Die hektische Rechtsetzung durch Bundes- und Länderregierungen hat sich nicht bewährt."

Thomae kritisierte, dass eine öffentliche  parlamentarische Debatte nicht stattgefunden habe. "Minister und Staatsregierungen sind nicht die besseren Gesetzgeber", betonte er. Der FDP-Politiker fügte hinzu: "Im Rausch der Befugnisermächtigungen fielen so manche berechtigten Interessen von Arbeitnehmern und Unternehmern, Eltern und Ehrenamtlern unter den Tisch der Ministerialbürokratie."

Am Freitag war bekannt geworden, dass das Bundesgesundheitsministerium im Eilverfahren die Sonderrechte für Spahn über den 31. März 2021 hinaus verlängern und ausbauen will. Die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes würde es Spahn ermöglichen, eigenmächtig Verordnungen zu erlassen, soweit dies "zum Schutz der Bevölkerung vor einer Gefährdung durch schwerwiegende übertragbare Krankheiten erforderlich ist". 

17.10.2020 • 13:50 Uhr

Lettland: Rekordwert bei Neuinfektionen und neue Schutzmaßnahmen

In Lettland hat die Zahl an Corona-Neuinfektionen am zweiten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Es wurden 188 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie die Gesundheitsbehörde in Riga mitteilte. Lettland mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnet bislang 3392 bestätigte Infektionen und 43 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Angesichts der steigenden Infektionszahlen gelten wieder strengere Schutzmaßnahmen: So dürfen sich bei privaten Feiern nicht mehr als 30 Personen in Innenräumen und 300 Personen im Freien versammeln. Zuvor hatte die Regierung bereits die erlaubte Teilnehmerzahl für öffentliche Veranstaltungen herabgesetzt und eine Maskenplicht im öffentlichen Raum verhängt.

Nach Angaben der EU-Behörde ECDC lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen in Lettland zuletzt bei 65,6 und damit unter dem deutschen Wert von 71,6. Der Baltenstaat ist als eines von wenigen EU-Ländern vom Auswärtigen Amt in Berlin bisher nicht als Risikogebiet eingestuft worden.

17.10.2020 • 13:38 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern hebt Quarantänepflicht im Tourismus auf

Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten auf. Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem dazu erwarteten Gerichtsurteil einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche darauf, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht.

Die bislang geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen somit. Diese Regelung galt bislang nur in Mecklenburg-Vorpommern, war die bundesweit schärfste und hatte für massive Kritik gesorgt. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hatte angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen lange Zeit auf dem Sonderweg bestanden, lenkte nun aber angesichts abschlägiger Urteile zum Beherbergungsverbot in einer Reihe anderer Bundesländer ein.

17.10.2020 • 13:22 Uhr

Inzwischen mehr als 30.000 Corona-Tote im Iran

Die Zahl der Corona-Opfer im Iran ist auf mehr als 30.000 angestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministerium sind in den letzten 24 Stunden 253 weitere tote registriert worden. Insgesamt seit dem Ausbruch der Pandemie im Iran 526.490 Infektionen nachgewiesen. Der drastische Anstieg der Fallzahlen hat zu kritischen Engpässen bei der medizinischen Versorgung von Corona-Patienten geführt.

17.10.2020 • 13:18 Uhr

Zusätzliche Corona-Hilfen für Holocaust-Überlebende

Wegen ihrer Belastungen durch die Corona-Pandemie sollen Holocaust-Überlebende zusätzliche Hilfen von der Bundesregierung bekommen. Wie das Bundesfinanzministerium mitteilte, sollen ein Teil der Mittel in Höhe von insgesamt mehr als einer halben Milliarde Euro noch in diesem Jahr bereitgestellt werden. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit der jüdischen Claims Conference getroffen worden, die sich weltweit für die Entschädigung von Holocaust-Überlebenden einsetzt. Berechtigt sind etwa 240.000 Betroffene. Vereinbart wurde demnach eine pandemiebedingte Sonderzahlung von 2400 Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren für diejenigen NS-Opfer, die bislang lediglich eine Einmalzahlung aus dem Härtefallfonds erhielten.

17.10.2020 • 13:10 Uhr

Handelsverband skeptisch bei vorzeitigem Weihnachtsgeld

Der Handelsverband Deutschland reagiert zurückhaltend auf Vorschläge von Politikern, Weihnachtsgeld-Zahlungen in diesem Jahr vorzuziehen und damit den Einzhelhandel zu stärken. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Wir begrüßen alle Maßnahmen, die unseren Innenstadt-Einzelhändlern helfen, durch diese Corona-Krise zu kommen". Eine vorgezogene Auszahlung tue dies allerdings nur in sehr geringem Umfang. "Leider meiden viele Kunden derzeit den Einkaufsbummel, weil sie in Corona-Zeiten möglichst wenig Menschen begegnen wollen", sagte Genth. Außerdem sei die Sparquote zurzeit sehr hoch. Für die in Not geratenen Händler seien deshalb direkte Hilfszahlungen zielführender, fügte er hinzu.

17.10.2020 • 13:03 Uhr

Berlin plant offenbar Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Der Berliner Senat will nach einem Bericht des Tagesspiegel die Kontaktbeschränkungen in der Hauptstadt verschärfen. Das gehe aus dem finalen Entwurf der neuen Infektionsschutzverordnung hervor. Demnach dürfen sich ab kommender Woche maximal fünf Personen gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten oder mehrere Angehörige zweier Haushalte. Ausgenommen seien sportliche Aktivitäten. Bisher galt die Fünf-Personen-Begrenzung nur zwischen 23 und sechs Uhr.

Außerdem soll dem Bericht zufolge eine Maskenpflicht auf Märkten und anderen belebten öffentlichen Plätzen eingeführt werden. Die bisherige Personenobergrenze bei Veranstaltungen soll bestehen bleiben. Beschlossen sind die Pläne noch nicht, sie stehen laut Tagesspiegel am Dienstag auf der Tagesordnung des Senats.

Ein Stand, der Alltagsmasken verkauft auf einem Markt in Berlin-Zehlendorf | REUTERS

Auch auf Märkten gilt möglicherweise demnächst in Berlin eine Maskenpflicht. Bild: REUTERS

17.10.2020 • 12:55 Uhr

70.000 Menschen in NRW in Quarantäne

In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann derzeit etwa 70.000 Menschen wegen Corona in Quarantäne. Das Bundesland teste rund 350.000 Menschen pro Woche auf das Virus, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Trotz Personallücken bei den Gesundheitsämtern seien die nötigen Tests und Kontaktnachverfolgungen grundsätzlich gewährleistet.

Das Gesundheitssystem habe noch "sehr viele Kapazitäten" zur Versorgung Infizierter, auch in der Intensivmedizin, erklärte Laumann. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen leben etwa 18 Millionen Menschen.

17.10.2020 • 12:22 Uhr

Maas: Deutschland zur Aufnahme von Corona-Patienten aus EU bereit

Bundesaußenminister Heiko Maas hat mit Blick auf die stark steigenden Fallzahlen bekräftigt, dass Deutschland dazu bereit ist, Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten aufzunehmen. "Wenn es bei unseren Nachbarn in der Versorgung von Corona-Patienten Engpässe gibt, bieten wir natürlich schnell Hilfe an, wie unsere Kapazitäten dies erlauben", sagte Maas dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Über das neue Frühwarnsystem könne das inzwischen viel besser europäisch koordiniert werden als im Frühjahr. "Auf diese Solidarität setze ich, wenn es ein schwieriger Herbst wird", sagte der SPD-Politiker weiter.

17.10.2020 • 11:48 Uhr

Auch Polen meldet Rekordanstieg bei Neuinfektionen

In Polen sind 9622 neue Corona-Ansteckungen registriert worden. Damit haben sich bisher dort 167.230 Menschen infiziert, 3524 starben nach einer Corona-Infektion. In der Hauptstadt Warschau protestierten Beschäftigte der Fitnessbranche gegen die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Anfang der Woche hatte die Regierung die Bevölkerung aufgerufen zu Hause zu bleiben und ordnete an, dass Fitnessstudios und Schwimmbäder schließen müssen.

17.10.2020 • 11:30 Uhr

Intensivbetten in Norddeutschland reichen noch aus

Mit dem Anstieg der Neuinfektionen steigt derzeit auch die Zahl der Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Experten warnten bereits vor einem Engpass bei Intensivplätzen in den Krankenhäusern. In Norddeutschland reichen die Betten nach einer Datenanalyse des NDR noch aus. Moment liege alles noch im Bereich des Erwartbaren, noch weit entfernt von der Auslastungsgrenze, sagt der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Stefan Kluge. "Die Lage ist nicht dramatisch, es wird zu keiner Katastrophe kommen."

Allerdings warnte Kluge vor einem Mangel an Pflegekräften. Dieser könne dazu führen, dass Personal aus anderen Bereichen der Kliniken abgezogen werden müsse und so Patienten mit Nicht-Covid-Erkrankungen schlechter versorgt würden.

17.10.2020 • 10:59 Uhr

ADAC sagt Hauptversammlung ab

Der Automobilclub ADAC hat seine für Ende November geplante Hauptversammlung wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Nach Angaben des Verbandes hatte das Präsidium gestern eine entsprechende Entscheidung getroffen. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus und der damit einhergehenden Verschärfung der Kontakt- und Reisebeschränkungen könne das Treffen bedauerlicherweise nicht stattfinden, sagte ADAC-Präsident August Markl.

Die jährlich tagende Hauptversammlung ist das oberste Organ des ADAC. Die Abstimmungen zur Feststellung des Jahresabschlusses 2019, zur Entlastung des Präsidiums sowie zum Wirtschaftsplan 2020 sollen nun im Umlaufverfahren stattfinden.

17.10.2020 • 10:27 Uhr

Merkel ruft Bürger zum Kampf gegen Corona-Ausbreitung auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat an die Bürger appelliert, eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. "Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet", sagt sie in ihrem wöchentlichen Podcast. "Dabei zählt jetzt jeder Tag. Dafür müssen die Kontaktpersonen jedes infizierten Menschen benachrichtigt werden, um die Ansteckungsketten zu unterbrechen. Die Gesundheitsämter leisten dabei Großartiges, aber wo die Zahl der Infizierten zu hoch wird, da kommen sie nicht mehr hinterher."

Bundeskanzlerin Angela Merkel, Archivbild | dpa

"Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet", so Merkel. Bild: dpa

17.10.2020 • 09:22 Uhr

Österreichs Außenminister mit Corona infiziert

Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte eine Sprecherin seines Ministeriums. Schallenberg sei symptomfrei. Er habe am Mittwoch an der Kabinettssitzung teilgenommen. Alle Regierungsmitglieder hätten dabei Masken getragen, als Vorsichtsmaßnahme würden sie aber ebenfalls getestet.

Möglicherweise war Schallenberg bereits am Montag infiziert gewesen. An dem Tag hatte er ebenso wie Bundesaußenminister Heiko Maas an einem EU-Treffen in Luxemburg teilgenommen.

17.10.2020 • 09:15 Uhr

FDP fordert Verbesserungen an Corona-Warn-App

Aus Sicht der FDP muss die Bundesregierung die Corona-Warn-App überarbeiten. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Bundestagsfraktion, Bettina Stark-Watzinger, sagte der Nachrichtenagentur dpa, weitere Optimierungen seien dringend notwendig. Es dürfe nicht passieren, dass nach der aktuellen Überarbeitung monatelang deine Weiterentwicklung stattfinde.

Die Corona-Warn-App bekommt am Montag zwei neue Funktionen. Zum einen können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen. Zum anderen wird die App über die Grenzen Deutschlands hinaus in mehreren europäischen Ländern funktionieren.

17.10.2020 • 09:08 Uhr

Tschechien meldet mehr als 11.000 Neuinfektionen

Ihn Tschechien hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals die Marke von 11.000 übersprungen. Das Gesundheitsministerium meldete 11.105 Fälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Die Gesamtzahl liegt damit bei 160.112.

17.10.2020 • 09:08 Uhr

Rekordzahl auch in der Ukraine

Die Ukraine verzeichnet eine Rekordzahl von 6410 Corona-Neuinfektionen. 109 Patienten seien in den vergangenen 24 Stunden verstorben, teilt der Nationale Sicherheitsrat mit. Auch dies ist ein Höchstwert. Mit 5992 Neuinfektionen hatte die Ukraine bereits am Freitag einen neuen Rekord gemeldet. Insgesamt verzeichnet das Land 293.641 bestätigte Ansteckungen und 5517 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie.

17.10.2020 • 07:40 Uhr

Thailand meldet erste lokale Infektionen seit mehr als einem Monat

In Thailand sind die ersten beiden lokal übertragenen Corona-Neuinfektionen seit über einem Monat registriert worden. Wie die zuständige Behörde meldete, handele es sich um zwei Menschen, die an der Grenze zu Myanmar leben. Den letzten bekannt gewordenen lokalen Fall gab es Anfang September.

17.10.2020 • 05:13 Uhr

Söder warnt vor "Kontrollverlust in einigen Regionen in Deutschland"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt mit Blick auf die Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten vor einem "Kontrollverlust in einigen Regionen in Deutschland". "Das ist hochgefährlich", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". "Wenn keine Nachverfolgung der Infektionen mehr möglich ist, so wie in den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Tschechien, muss man die Kontakte generell begrenzen. Das geht nur mit einem Lockdown oder ähnlichen strikten Maßnahmen."

17.10.2020 • 04:34 Uhr

Neuinfektionen erreichen in Deutschland neuen Höchststand

Das Robert-Koch-Institut meldet mit 7830 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert in Deutschland. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 348.557.

17.10.2020 • 04:05 Uhr

Kanzleramtsminister Braun will Staatsakt für Corona-Tote

Kanzleramtsminister Helge Braun will eine besondere Ehrung für Corona-Tote. "Ich spreche mich dafür aus, einen Staatsakt für die Opfer abzuhalten, wenn die Corona-Pandemie im Wesentlichen besiegt ist", sagt der CDU-Politiker der "Rheinischen Post".

17.10.2020 • 03:35 Uhr

Kommunen halten manche Corona-Regeln für kaum kontrollierbar

Der Städte- und Gemeindebund hält die Einhaltung einzelner Coronaregeln für kaum kontrollierbar. Wo Clubs und Bars wieder geschlossen werden, verlagere sich das Partyleben in Parks oder auf große Wiesen, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Bild"-Zeitung. "Da kann nur stichprobenartig kontrolliert werden, mehr ist personell gar nicht möglich." Es gebe "ein Katz- und Maus-Spiel zwischen Ordnungskräften und Feiernden, die sich an immer neuen Orten treffen".

17.10.2020 • 03:15 Uhr

Mehr als 31.000 Neuinfektionen in Brasilien

In Brasilien ist die Zahl der Corona-Toten nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden um 754 auf 153.214 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Infektionen klettert demnach um 30.914 auf 5,2 Millionen.