Mann mit Maske steht vor dem Louvre in Paris | IAN LANGSDON/EPA-EFE/Shutterstoc
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Liveblog zum Coronavirus ++ Mehr als 14.000 Neuinfektionen in Frankreich ++

Stand: 26.09.2020 22:25 Uhr

Nach dem Rekord von Donnerstag bleibt die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich weiterhin hoch. Die meisten deutschen Städte halten an Weihnachtsmärkten fest. In London ist es erneut zu Protesten gekommen. Der Liveblog vom Samstag zum Nachlesen.


  • Zahl der Neuinfektionen in Frankreich bleibt hoch
  • Städte halten an Weihnachtsmärkten fest
  • RKI meldet rund 2500 neue Infektionen binnen 24 Stunden
  • Bundesländer plädieren für begrenzte Gästezahl bei Feiern
  • Litauen führt wieder Quarantänepflicht für Deutsche ein
  • Bundesliga-Spiel Schalke gegen Bremen doch ohne Zuschauer
26.9.2020 • 22:29 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir unseren Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

26.9.2020 • 22:05 Uhr

Tausende Israelis protestieren gegen Netanyahus Corona-Politik

In Israel haben Tausende Menschen vor der offiziellen Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu protestiert, um dessen Rücktritt zu fordern. Die Demonstranten treiben die wochenlangen Proteste gegen den israelischen Staatschef und seine Corona-Politik trotz der neuen strengeren Lockdown-Maßnahmen voran.

Am Freitagnachmittag trat in Israel eine Verschärfung des seit einer Woche geltenden Lockdowns in Kraft. Die Bevölkerung muss sich mit weiteren Einschränkungen arrangieren. Nur in Ausnahmefällen dürfen sich die Menschen weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause wegbewegen. Die Pandemie verlief in Israel zunächst glimpflich, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach von Experten kritisierten Lockerungen im Mai schnellten die Zahlen jedoch in die Höhe.

Netanyahu hatte sich vehement für ein Verbot der Demonstrationen eingesetzt und behauptet, sie stellten eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit dar. Er drohte damit, den Ausnahmezustand auszurufen, um die Unruhen zu stoppen. Seine Gegner werfen ihm vor, die Pandemie als Vorwand zu benutzen, um wochenlange Demonstrationen gegen ihn zu stoppen.

26.9.2020 • 20:10 Uhr

Mehr als 14.000 Neuinfektionen in Frankreich

Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich bleibt hoch. Binnen 24 Stunden gab es 14.412 neue Fälle. Das sind zwar deutlich weniger als an den beiden Vortagen, als mit 15.797 am Freitag und 16.096 am Donnerstag neue Tagesrekorde verzeichnet worden waren. Die Gesamtzahl steigt trotz des Rückgangs aber weiterhin deutlich an auf 527.446.

Seit Freitag wurden in Frankreich zudem 39 neue Todesfälle registriert. Am Vortag waren 56 Todesfälle verzeichnet worden. Mit rund 31.700 Corona-Todesfällen ist Frankreich bereits eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder Europas. Seit einigen Wochen steigen die Infektionszahlen wieder stark an.

26.9.2020 • 18:54 Uhr

Zehn Festnahmen in London

In London ist es bei Protesten gegen die verschärften Corona-Maßnahmen zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Zehn Menschen seien festgenommen und vier Polizisten verletzt worden, teilte die Polizei mit. Zwei der Polizisten mussten demnach im Krankenhaus behandelt werden.

Auf dem Trafalgar Square im Londoner Stadtzentrum hatten sich Tausende Menschen versammelt, um unter dem Motto "Wir sind nicht einverstanden" gegen die Corona-Politik der britischen Regierung zu demonstrieren. Als die Polizei die Demonstration auflösen wollte, weil sich die Teilnehmer nicht an die Auflagen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hielten, kam es zu den Rangeleien zwischen Demonstranten und Beamten.

Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten in London bei Protesten gegen die verschärften Corona-Maßnahmen. | AFP

Bei Protesten gegen die verschärften Corona-Maßnahmen ist es in London zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Bild: AFP

26.9.2020 • 18:37 Uhr

Johnson ruft zu internationaler Zusammenarbeit auf

Der britische Premierminister Boris Johnson hat zu internationaler Zusammenarbeit im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. Neun Monate nach Beginn der Pandemie sehe es so aus, als sei schon "die bloße Vorstellung von internationaler Gemeinschaft ruiniert", sagte Johnson in einer Aufzeichnung seiner Rede für die UN-Generalversammlung. "Nie wieder darf es passieren, dass wir 193 Kampagnen gegen denselben Feind führen."

Johnson stellte einen Plan zur Vorbeugung künftiger Pandemien vor, darunter ein Forschungsnetzwerk für Infektionskrankheiten in aller Welt, das gefährliche Erreger identifizieren soll, bevor sie von Tieren auf Menschen springen. Er rief dazu auf, Daten für ein Frühwarnsystem gegen Krankheitsausbrüche zu teilen. Johnson, der im Frühjahr selbst schwer an Covid-19 erkrankt war, kündigte an, dass Großbritannien 500 Millionen Pfund für das globale Impfschutzprogramm Covax beisteuern werde, das die Versorgung der 92 ärmsten Länder mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus gewährleisten soll. Zur Finanzierung er Weltgesundheitsorganisation wolle Großbritannien in den nächsten vier Jahren 340 Millionen Pfund beitragen.

26.9.2020 • 16:58 Uhr

Städte halten an Weihnachtsmärkten fest

Trotz der Corona-Pandemie sollen die Weihnachtsmärkte in den meisten deutschen Städten stattfinden - allerdings unter strengen Auflagen. Das geht aus einer Umfrage des Evangelischen Pressedienstes hervor. So sollen in Nürnberg die Stände des Christkindlesmarkts mit größeren Abständen aufgestellt werden. Auch Dresden will am traditionellen Striezelmarkt festhalten und die Veranstaltungsfläche vergrößern. Heidelberg plant, den Weihnachtsmarkt auf verschiedene Plätze im Innenstadtgebiet zu verteilen. In Frankfurt am Main ist nach Angaben des Stadtmarketings bislang lediglich eine Grundsatzentscheidung gefallen, dass der Markt stattfinden soll.

Weihnachtsmarkt in Lüneburg | dpa

Wird es Weihnachtsmarkte, wie hier in Lüneburg, auch in diesem Jahr geben? Viele Städte halten bisher daran fest. Bild: dpa

26.9.2020 • 16:39 Uhr

Proteste in London

Tausende Menschen haben in London gegen die verschärften Maßnahmen der britischen Regierung gegen die Corona-Pandemie demonstriert. Auf dem Trafalgar Square prangerten sie Einschränkungen von Freiheitsrechten an und kritisierten die Schließung von Gaststätten. Großbritannien verzeichnet die meisten Todesfälle wegen Covid-19 in Europa (42.000). Am Nachmittag beendete die Polizei die Kundgebung, da die Teilnehmer keinen Abstand gehalten beziehungsweise keine Masken getragen hätten. Mehrere Polizisten wurden bei dem Versuch verletzt, die Demonstration aufzulösen.

26.9.2020 • 15:43 Uhr

Etwas weniger Fälle in Hamm

Nach tagelang steigenden Corona-Werten sind in Hamm die Fallzahlen leicht gesunken. Die nordrhein-westfälische Stadt gab die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen Infizierten pro 100 000 Einwohner mit 95,5 an. Am Freitag hatte die Stadt einen Wert von 99,9 errechnet. Ob damit bereits ein Wendepunkt erreicht sei, werde sich aber erst in ein bis zwei Tagen sagen lassen, sagte ein Sprecher der Stadt. Laut dem Robert-Koch-Institut ist Hamm die Stadt mit den bundesweit höchsten Infektionszahlen pro 100 000 Einwohner. Seit Freitag seien in Hamm 16 Neuinfektionen registriert worden.

26.9.2020 • 15:31 Uhr

Mehr als 7500 neue Infektionen in Russland

Russland verzeichnet mit 7523 Corona-Neuinfektionen den höchsten Tagesanstieg seit dem 22. Juni. Nach Angaben der Behörden starben weitere 169 Menschen an Covid-19. Die Gesamtzahl der Ansteckungen erhöht sich damit auf 1,143 Millionen, die der Toten auf 20.225.

26.9.2020 • 12:30 Uhr

Iran: Einwöchiger Lockdown bei zu hohen Fallzahlen

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus möglichst zu verhindern, hat die iranische Regierung schärfere Maßnahmen beschlossen. In Provinzen mit hohen Fallzahlen solle eine einwöchige Ausgangssperre verhängt werden, kündigte Präsident Hassan Rouhani an. Zudem sollten die Strafen auf Verstöße gegen die Maskenpflicht erhöht werden.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es zuletzt bis zu 200 Tote sowie 3500 Neuinfektionen täglich. Insgesamt starben im Iran mit etwa 82 Millionen Einwohnern bereits mehr als 25.000 Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt hatten. Bei rund 440.000 Einwohnern wurde bislang eine Infektion nachgewiesen.

26.9.2020 • 12:25 Uhr

Wie umgehen mit den wieder steigenden Zahlen?

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat bundesweit den höchsten Stand seit April erreicht. Doch warum steigen die Zahlen? Und welche Konsequenzen sind nun im Gespräch?

26.9.2020 • 12:17 Uhr

Berliner Gesundheitsverwaltung segnet Weihnachtsmärkte ab

Einwohner und Besucher von Berlin werden im Dezember wohl nicht auf Weihnachtsmärkte verzichten müssen. Die Gesundheitsverwaltung will sie erlauben, allerdings unter Auflagen wie einer begrenzten Besucherzahl.

26.9.2020 • 12:04 Uhr

Fast 3000 neue Fälle in Tschechien

Innerhalb von 24 Stunden sind den Gesundheitsbehörden in Tschechien 2946 bestätigte Corona-Infektionen gemeldet worden - der zweithöchste Anstieg, den das Land verzeichnete, seitdem die Pandemie Tschechien erreicht hat.

Insgesamt haben sich in Tschechien bislang mehr als 61.300 Einwohner mit dem Virus angesteckt. 582 Menschen starben, nachdem die Infektion bei ihnen nachgewiesen worden war.

26.9.2020 • 12:01 Uhr

BDI: Auflagen auf "kleinsten regionalen Nenner" beschränken

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat an Bund und Länder appelliert, mögliche neue Corona-Beschränkungen "auf den kleinsten regionalen Nenner" einzuschränken, wie es Verbandspräsident Dieter Kempf formulierte. Das Herunterfahren wirtschaftlicher Aktivität in ganzen Landkreisen mit hohem Industrieanteil müsse unbedingt vermieden werden. Sonst würde die konjunkturelle Erholung massiv zurückgeworfen.

Auch Reisewarnungen und -beschränkungen sollten sich stark am lokalen Infektionsgeschehen der einzelnen Regionen orientieren, damit der Warenverkehr zwischen den Ländern nicht gehemmt werde, so Kempf weiter. Für Geschäftsreisende sollte eine möglichst kurze Quarantänepflicht gelten, die eventuell durch schnelle Corona-Tests verkürzt werden könnte.

26.9.2020 • 11:46 Uhr

Gesundheitsministerin in Australiens Corona-Hotspot Victoria tritt ab

Die Gesundheitsministerin des australischen Bundesstaates Victoria, Jenny Mikakos, ist nach anhaltender Kritik wegen der starken Zunahme der Coronavirus-Fälle zurückgetreten. Für die zweite Welle der Pandemie in dem besonders hart getroffenen Bundesstaat und der Millionen-Metropole Melbourne sei sie aber nicht verantwortlich zu machen, teilte sie mit.

Die Zahl der Toten nach einer Infektion mit dem Coronavirus stieg in Victoria nach Behördenangaben auf 782 - das entspricht einem Großteil der insgesamt 870 Todesfälle in dem 25 Millionen Einwohner zählenden Land. Der vor Wochen in Victorias Hauptstadt Melbourne angeordnete Lockdown gilt als einer der härtesten der Welt und soll voraussichtlich nicht vor Ende Oktober aufgehoben werden.

Victorias Premier Daniel Andrews hatte Mikakos am Freitag im Rahmen einer Untersuchung eine Mitverantwortung an der hohen Fallzahl zugeschrieben. "Ich bin enttäuscht, dass versucht worden ist, meine Integrität infrage zu stellen", sagte die Ministerin. Sie werde auch ihr Abgeordnetenmandat abgeben.

26.9.2020 • 10:21 Uhr

Armutsforscher: Corona-Krise fördert soziale Ungleichheit

Der Armutsforscher Christoph Butterwegge hat der Bundesregierung vorgeworfen, in der Corona-Krise einkommensschwache Menschen zu vernachlässigen. Zwar habe der Staat Sozialschutzpakete auf den Weg gebracht, die Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmern einen erleichterten Zugang zu Hartz IV verschafften, sagte Butterwegge im Deutschlandfunk. An diejenigen, die sowieso zu den Ärmsten zählten, sei aber kaum gedacht worden.

Durch die Schließung von Tafeln und Kitas hätten zum Beispiel Familien, die Hartz IV bezögen, zusätzliche Lasten gehabt, sagte der Politikwissenschaftler, der bis zu seiner Emeritierung 2016 an der Universität Köln lehrte. Auch der Kinderbonus komme viel zu spät. Butterwegge forderte, den Solidaritätszuschlag für wirtschaftlich Benachteiligte in der Corona-Krise einzusetzen und wieder eine Vermögensteuer zu erheben. Die Gesellschaft müsse erkennen, dass das Geld von oben nach unten umverteilt werden müsse.

26.9.2020 • 10:12 Uhr

BMW erwartet in China starkes Wachstum

Im globalen Einbruch des Autogeschäfts durch die Corona-Krise ist der chinesische Markt ein Lichtblick für BMW. "Ich sehe bis Jahresende sehr starkes Wachstum", sagte BMW-China-Chef Jochen Goller zum Auftakt der internationalen Automesse in Peking

Ungeachtet aller Unsicherheiten durch die Pandemie und die Entwicklung der Weltwirtschaft wird sich das Wachstum in China nach seiner Einschätzung auch im nächsten Jahr fortsetzen. "Unser Ziel ist immer, schneller als der Premiummarkt zu wachsen", sagte Goller in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa.

26.9.2020 • 08:48 Uhr

Litauen führt wieder Quarantänepflicht für Deutsche ein

Für Reisende aus Deutschland gilt in Litauen ab Montag wieder eine Quarantänepflicht. Bei Ankunft in dem baltischen Staat müssen sich Neuankömmlinge und Rückkehrer in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Dies geht aus einer vom Gesundheitsministerium in Vilnius veröffentlichten Liste von Ländern mit hohen Corona-Ansteckungsraten hervor.

Die Quarantänepflicht wird demnach auch für Estland, Polen, Island und San Marino eingeführt. Grund dafür ist die hohe Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den betroffenen Ländern.

26.9.2020 • 08:37 Uhr

Schalke gegen Bremen doch ohne Zuschauer

Das Duell zwischen dem FC Schalke 04 und Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga muss heute Abend doch ohne Zuschauer stattfinden. Wie die Schalker am Morgen mitteilten, haben sie von den lokalen Behörden die entsprechende Nachricht bekommen, nachdem die 7-Tage-Inzidenz in Gelsenkirchen wieder über die kritische Marke von 35 gestiegen ist. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen sich in einer Region pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen neu mit dem Coronavirus infiziert haben.

26.9.2020 • 05:13 Uhr

RKI meldet 2507 Neuinfektionen

Laut Robert Koch-Institut haben sich innerhalb von 24 Stunden 2507 weitere Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert. Das ist der höchste Wert seit Ende April. Seit Beginn der Pandemie wurden 282.730 Infektionen registriert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um neun auf 9452. Rund 249.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 0,91 (Vortag: 0,78). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

26.9.2020 • 01:53 Uhr

Schausteller hoffen auf Weihnachtsmärkte

Die von der Corona-Krise schwer getroffenen Schausteller setzen ihre Hoffnungen auf die Weihnachtsmärkte. "Wenn die Innenstädte wieder öffnen und Reisen möglich sind, dann spricht auch nichts dagegen, Weihnachtsmärkte - natürlich unter Corona-Bedingungen - stattfinden zu lassen", sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Schaustellerbunds, Frank Hakelberg, der "Rheinischen Post". Die Situation der Schausteller sei dramatisch. Einige hätten seit Herbst 2019 gar keine Einnahmen mehr und hielten sich nur mit Überbrückungshilfen über Wasser. "90 Prozent der Unternehmer, die sonst im Sommer auf Volksfesten im Einsatz sind, beschicken auch die Weihnachtsmärkte. Was früher einmal ein Zubrot war, ist inzwischen wirtschaftlich extrem wichtig."

26.9.2020 • 01:41 Uhr

Landkreise wollen bundeseinheitliche Obergrenze für Privatfeiern

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie fordert der Deutsche Landkreistag eine bundesweite Obergrenze von weniger als 50 Menschen bei Privatfeiern. "Ab 50 Teilnehmern wird es logistisch extrem schwierig, die Kontakte nachzuverfolgen, wenn ein Covid-Positiver unter der Gesellschaft war", sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Bislang gibt es keine einheitliche Teilnehmerbegrenzung für Privatfeiern, auf dem Treffen zwischen Bund und Ländern kommende Woche müsse diese aber kommen. "Wir sehen in Hamm, wozu eine rauschende Hochzeit mit 150 Gästen führen kann", sagte Sager mit Blick auf eine Großhochzeit in der NRW-Stadt.

Bundesweit alles einheitlich regeln will der CDU-Politiker dabei aber nicht. Der dezentrale Ansatz sei "ein Erfolgsmodell und muss beibehalten werden", sagte er. "Wenn wir den Menschen im dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern verbieten, in der Öffentlichkeit ein Bier zu trinken, weil in München alle Signale auf Rot stehen, würde das die Akzeptanz drastisch schwächen." Aus seiner Sicht spreche auch nichts dagegen, "in kaum von Corona betroffenen Kreisen Weihnachtsmärkte zu erlauben, wenn vernünftige Hygienekonzepte vorliegen."

26.9.2020 • 01:25 Uhr

UBA-Chef hält vorübergehenden Einsatz von Heizpilzen für vertretbar

Der Präsident des Umweltbundesamts, Dirk Messner, hat keine Einwände gegen einen vorübergehenden Betrieb elektrischer Heizstrahler in der Gastronomie. "Für eine Übergangszeit - etwa bis es einen Corona-Impfstoff für die breite Bevölkerung gibt - ist der Einsatz von Heizpilzen vertretbar", sagte Messner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir müssen abwägen: Gehen wir in die Lokale und vergrößern das Risiko einer Ansteckung? Oder bleiben wir länger draußen, als wir das normalerweise könnten, und nehmen die elektrischen Heizstrahler?" Grundsätzlich sehe das Umweltbundesamt solche Heizpilze allerdings kritisch, betonte Messner. "Ein handelsüblicher Heizpilz verursacht in acht Stunden Betrieb dieselbe Menge CO2 wie ein Benzinauto auf einer Strecke von 145 Kilometern. Daher sollten wir uns grundsätzlich aus dieser Technologie verabschieden."

Gastronomen blicken in der Corona-Krise mit Sorge auf die kalte Jahreszeit. Viele hoffen, Außenbereiche mit Heizpilzen länger offen halten zu können. Die Heizstrahler gelten allerdings als Klimasünder, die zu viel Energie verbrauchen und CO2-Emissionen verursachen.

26.9.2020 • 01:10 Uhr

Tourismusverband: Einbußen von 35 Milliarden Euro im ersten Halbjahr

Der Deutsche Tourismusverband (DTV) geht für das erste Halbjahr von Umsatzeinbußen in der Branche in Höhe von 35 Milliarden Euro aus, wie die "Rheinische Post" berichtet. "Ohne passgenaue staatliche Hilfen können zahlreiche Betriebe der Branche den Winter nicht überstehen", wird DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz zitiert. Er verweist darauf, dass der Tourismus in Deutschland mit drei Millionen Arbeitsplätzen eine systemrelevante Branche sei.

26.9.2020 • 00:54 Uhr

Mehr Geld für die WHO aus Großbritannien

Großbritannien will seine Gelder für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) deutlich aufstocken. Für den Zeitraum von vier Jahren kündigte Premierminister Boris Johnson insgesamt 340 Millionen Pfund (371 Millionen Euro) an Zuwendungen an. Das sind 30 Prozent mehr als für die vorherige Vier-Jahres-Periode. Allerdings ist ein Drittel der zugesagten Mittel an die Bedingung einer Reform der WHO gebunden. Johnsons Ankündigung ist Teil einer Rede an die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN), die in Auszügen vorab von seinem Büro verbreitet wurde.

26.9.2020 • 00:41 Uhr

31.911 Neuinfektionen in Brasilien

Innerhalb von 24 Stunden sind in Brasilien 31.911 neue Corona-Infizierte registriert worden. Das teilte das brasilianische Gesundheitsministerium mit. Es gab 729 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl stieg damit auf 140.537. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Brasilien 4,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.