Corona-Test in einem Vorort von Paris | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Mehr als 8500 Neuinfektionen in Frankreich ++

Stand: 06.09.2020 00:25 Uhr

In Frankreich sind erneut mehr als 8500 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. In Italien ist die Zahl der Besucher aus dem Ausland im Sommer um knapp 66 Prozent eingebrochen. Der Liveblog vom Samstag zum Nachlesen.

  • Gegner von Corona-Maßnahmen protestieren in Italien und Kroatien
  • 5000 neue Stellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst bis 2022
  • Italien verzeichnet 66 Prozent weniger Touristen aus dem Ausland
  • RKI meldet 1378 Neuinfektionen
  • Merkel würdigt Öffentlichen Gesundheitsdienst
  • Laschet verteidigt Teilnahme an Feier mit 2000 Gästen in Sachsen
6.9.2020 • 00:25 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen den Corona-Liveblog für heute. Über alle Entwicklungen rund um die Pandemie informieren wir Sie natürlich weiter auf tagesschau.de.

5.9.2020 • 22:53 Uhr

Wieder mehr als 8500 Neuinfektionen in Frankreich

Das Coronavirus breitet sich in Frankreich weiter stark aus. Das Gesundheitsministerium registrierte am Samstag 8550 Neuinfektionen nach 8975 Neuinfektionen am Vortag. Insgesamt haben sich nachweislich 317.706 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um zwölf auf 30.698.

5.9.2020 • 19:39 Uhr

Fast 50.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA sind binnen 24 Stunden 49.400 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt steckten sich damit 6,181 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus an, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Die Zahl der Todesopfer sei um 986 auf 187.159 gestiegen. Die Zahlen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) spiegeln nicht unbedingt die Daten wider, die die einzelnen Bundesstaaten melden.

5.9.2020 • 19:28 Uhr

Proteste gegen Corona-Politik in Italien

Mehrere hundert Menschen haben in Rom gegen die Corona-Politik der italienischen Regierung demonstriert. Bei dem Protest auf einem Platz in der Innenstadt sprachen unter anderem Impfgegner, ein ultrarechter Politiker der Partei Forza Nuova und Elternvertreter. Sie kritisierten eine angebliche "Gesundheits-Diktatur". Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht etwa in Schulen nannten sie "kriminell". Die Kinder müssten davor und vor Impfungen bewahrt werden.

Kurz vor der Demonstration hatte Italiens Regierungschef Giuseppe Conte die Gegner von Anti-Corona-Maßnahmen zur Faktentreue aufgefordert: "Wir wollen mit einer laufenden Pandemie fertig werden. Heute gibt es in Rom eine Demonstration von Menschen, die glauben, dass sie nicht existiert. Ihnen antworten wir mit Zahlen", sagte Conte laut der Nachrichtenagentur Ansa auf einer Podiumsdiskussion in Rom. In Italien war die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Freitag mit über 1700 Fällen auf den höchsten Wert seit Anfang Mai gestiegen.

Hunderte Menschen protestieren in Rom gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung. | dpa

Bild: dpa

5.9.2020 • 18:57 Uhr

Portugal registriert höchsten Anstieg der Fallzahlen seit Mai

Portugal meldet 486 neue Coronavirus-Infektionen an einem Tag. Es handelt sich um den höchsten Anstieg der Fallzahlen seit dem Ende der strengen Ausgangsbeschränkungen im Mai. Mittlerweile beträgt die Gesamtzahl der Infektionen 59.943 bei einer Bevölkerungszahl von etwa zehn Millionen, wie die portugiesische Gesundheitsbehörde mitteilte. Die Zahl der Todesfälle bezifferte die Behörde auf 1838. Die Mehrheit der neuen Corona-Infektionen sei in der Hauptstadt Lissabon registriert worden.

Ab Mitte September sind in Portugal wieder strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie geplant, da die Schule beginnt und viele Angestellte in ihre Büros zurückkehren.

5.9.2020 • 18:38 Uhr

Laschet verteidigt Teilnahme an Feier in Sachsen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat seine Teilnahme an einer 30-Jahr-Feier des Landes Sachsen mit 2000 Gästen verteidigt. "Die Regeln in Sachsen sind andere als in Nordrhein-Westfalen", sagte der CDU-Politiker vor dem Festkonzert im Stadion von Erzgebirge Aue. In Sachsen seien die Infektionszahlen sehr viel geringer, deshalb könne man dort ein solches Konzert im Freien zulassen. "Bei uns ist es derzeit noch nicht möglich", fügte Laschet hinzu. "Das ist gelebter Föderalismus."

Laschets Teilnahme an der Feier hatte im Vorfeld für Kritik gesorgt, weil in Nordrhein-Westfalen noch sehr viel strengere Corona-Regeln für Großveranstaltungen gelten. "Wie glaubwürdig ist ein Ministerpräsident, der in seinem Bundesland Wasser predigt und Großveranstaltungen untersagt, aber selbst auf einer Party mit 2000 Gästen in Sachsen Geburtstagswein trinkt?", fragte der nordrhein-westfälische SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet steht neben Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer beim Besuch eines Bergwerkes. | dpa

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wurde von seinem sächsischen Amtskollegen Michael Kretschmer eingeladen. Bild: dpa

5.9.2020 • 18:32 Uhr

Tausende demonstrieren in Zagreb gegen Corona-Maßnahmen

Rund 3000 Menschen haben in der kroatischen Hauptstadt Zagreb gegen die Corona-Politik der Regierung demonstriert. Sie führten Transparente mit Aufschriften wie "Freiheit ist unsere Macht" und "Eltern und Kinder sind unzufrieden" mit sich, berichtete das Internet-Portal "index.hr". Kaum jemand habe Masken getragen, Abstandsregeln seien nicht eingehalten worden, hieß es dort. Die Polizei sei nicht eingeschritten. Unter den Rednern und prominenten Teilnehmern waren vor allem Politiker und Publizisten vom rechten Rand des politischen Spektrums sowie Impfgegner und Verschwörungstheoretiker, die vor dem Ausbau des neuen 5G-Mobilfunknetzes warnen.

Kroatien ist von der Pandemie relativ stark betroffen. Am Samstag wurden 311 neue Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Die Zahl der aktiv Erkrankten in dem rund 4,2 Millionen Einwohner zählenden Land betrug am selben Tag 2771. 285 Patienten befanden sich in Behandlung in Krankenhäusern, 19 von ihnen an Beatmungsgeräten.

Demonstranten halten in der Innenstadt von Zagreb Schilder in die Luft. | AP

Ohne Masken und mit wenig Abstand demonstrierten die Menschen in der Hauptstadt Kroatiens gegen die Regierung. Bild: AP

5.9.2020 • 17:50 Uhr

Spahn wirbt für Urlaub in Deutschland

Gesundheitsminister Jens Spahn hat angesichts der Pandemie dafür geworben, im Herbst- und Winterurlaub "die Schönheit Deutschlands zu genießen". Das würde "es uns allen, übrigens auch den Gesundheitsämtern vor Ort, deutlich leichter machen", so der CDU-Politiker.

5.9.2020 • 17:38 Uhr

Vereinzelte Verzögerungen bei Tests in Bayern

An den Corona-Testzentren auf Autobahnen in Bayern gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums erneut einzelne Verzögerungen bei der Übermittlung von Ergebnissen. Diesen gehe das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nach, sagte ein Sprecher des Ministeriums in München. Man befinde sich aber nach Angaben des Betreibers Eurofins noch "im 48h-Zeitfenster" für die Übermittlung der Befunde.

Bei den verzögerten "Einzelfällen" seien unter anderem weitere Laboranalysen notwendig, da die ersten Befunde kein eindeutiges Ergebnis gebracht hätten. "Grund dafür kann zum Beispiel die vorherige Anwendung von Nasenspray, der Konsum von Alkohol oder bestimmter Lutschpastillen bei der Testperson gewesen sein."

Eine weitere Ursache könnten auch Fehler bei E-Mail-Adressen und Telefonnummern sein. Dem Sprecher zufolge geht aus Daten des Betreibers Eurofins hervor, dass "die Befundübermittlung generell in der Regel in über 90 Prozent aller Fälle innerhalb des gewünschten Zeitrahmens erfolgt."

Eine Frau scannt einen QR-Code am Corona-Testzentrum an der Autobahn 93 an der Rastanlage Inntal-Ost. | dpa

Corona-Testzentrum an der Autobahn 93 an der Rastanlage Inntal-Ost  Bild: dpa

5.9.2020 • 17:21 Uhr

Sanofi-Impfstoff soll unter zehn Euro kosten

Ein künftiger Corona-Impfstoff des französischen Pharmakonzerns Sanofi soll weniger als zehn Euro pro Dosis kosten. Ein endgültiger Preise stehe aber noch nicht fest, sagte der Präsident von Sanofi France, Olivier Bogillot, im Radiosender France Inter.

Mehrere Hersteller arbeiten an Impfstoffen. "Es müssen Millionen, um nicht zu sagen Milliarden Menschen geimpft werden", so der Sanofi-Topmanager. Zum Preis sagte er: "Wir werden bei weniger als zehn Euro sein." Sanofi kündigte im Juni an, 610 Millionen Euro für die Impfstoffforschung und -produktion im Land zu investieren. Im Juli teilten Sanofi und der britische Konkurrent GlaxoSmithKline dann mit, mit der US-Regierung einen Milliardendeal zur Weiterentwicklung eines potenziellen Corona-Impfstoffs vereinbart zu haben.

5.9.2020 • 16:37 Uhr

Italiens Touristiker beklagen "verlorenen Sommer"

Italien hat nach Angaben des Tourismus-Verbands zwischen Juni und August über 65 Millionen Übernachtungen weniger verzeichnet als im Vorjahreszeitraum. Mit rund 30,4 Prozent weniger Gästen in Hotels und anderen Unterkünften sei es ein "verlorener Sommer für den Tourismus", teilte der Tourismus-Verband Assoturismo Confesercenti (AC) mit. Die leichte Erholung des italienischen Marktes im August reiche nicht aus, "um den Sommer 2020 zu retten".

Eine Untersuchung des Zentrums für Tourismus-Studien in Florenz kommt zu dem Ergebnis, dass die Zahl der italienischen Urlauber in Italien zwar um gut ein Prozent zugenommen habe. Die Zahl der Besucher aus dem Ausland sei aber stark um knapp 66 Prozent eingebrochen. Für die Untersuchung wurden 1975 Tourismus-Unternehmen befragt. Der Tourismus macht etwa 13 Prozent von Italiens Bruttoinlandsprodukt aus.

5.9.2020 • 16:11 Uhr

Nations League: Tschechien stellt Ersatzmannschaft auf

Tschechien wird eine Ersatzmannschaft für das Heimspiel in der Nations League am kommenden Montag nominieren. Die ursprünglich vorgesehenen Spieler dürfen wegen zweier Corona-Fälle im Betreuerteam nicht antreten. Noch am Samstagmittag war eine Absage des Spiels befürchtet worden.

Am Nachmittag gab der tschechische Fußballverband jedoch zunächst über Twitter eine erste Entwarnung und konkretisierte dann auf seiner Internetseite: "Nach Gesprächen mit der UEFA wurde entschieden, dass das Spiel am Montag gegen Schottland zum ursprünglich geplanten Termin stattfinden kann. Der tschechische Fußballverband steht nun in enger Kommunikation mit den Clubs, um zu klären, welche Spieler für das Nationalteam antreten können."

5.9.2020 • 15:34 Uhr

Schuljahr im Iran beginnt mit strengen Corona-Regeln

Trotz hoher Infektionszahlen hat im Iran das neue Schuljahr begonnen. Nach Angaben des Bildungsministeriums wurden allerdings nicht alle Schulen wiedereröffnet. In Städten, die als rote Zone, also als stark gefährdet eingestuft sind, dürfen die Kinder noch nicht wieder zur Schule gehen. In der Hauptstadt Teheran, die als gelbe Zone gilt, sollen die Eltern entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken oder sie lieber am Online-Unterricht teilnehmen lassen. Beim Unterricht vor Ort müssen Masken getragen und Abstandsregeln eingehalten werden. Gesundheitsexperten halten die Schulöffnungen für verfrüht.

Eine iranische Grundschülerin geht durch einen Desinfektionstunnel als sie das Schulgebäude betritt. | ABEDIN TAHERKENAREH/EPA-EFE/Shut

Diese Grundschülerin muss erst durch einen Desinfektionstunnel, bevor sie zum Unterricht gehen kann. Heute hat das neue Schuljahr begonnen, obwohl die Corona-Zahlen im Iran wieder stark gestiegen sind. Bild: ABEDIN TAHERKENAREH/EPA-EFE/Shut

5.9.2020 • 14:52 Uhr

Italienische Regierung appelliert an Corona-Demonstranten

Kurz vor einer Demonstration gegen die staatliche Corona-Politik in Rom hat die italienische Regierung die Teilnehmer aufgerufen, die Fakten der Pandemie zu respektieren. Außenminister Luigi di Maio forderte die Corona-Leugner auf, zumindest Respekt für Familien der Toten zu zeigen. "Wir wollen mit einer laufenden Pandemie fertig werden. Heute gibt es in Rom eine Demonstration von Menschen, die glauben, dass sie nicht existiert. Ihnen antworten wir mit Zahlen", sagte Regierungschef Giuseppe Conte.

In Italien waren die täglichen Neuinfektionen gestern auf den höchsten Wert seit Anfang Mai gestiegen. Die Behörden verzeichneten mehr als 1700 Corona-Falle innerhalb von 24 Stunden und 11 neue Todesfälle.

5.9.2020 • 13:14 Uhr

Bundesliga-Testspiel Mainz gegen Frankfurt abgesagt

Wegen zwei Corona-Fällen beim Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 fällt das für den Nachmittag geplante Testspiel gegen Eintracht Frankfurt aus. Die Entscheidung fiel nach Angaben der Mainzer nach Rücksprache mit den Gesundheitsbehörden und dem Frankfurter Verein. Das weitere Vorgehen ist noch nicht bekannt. Mainz soll zum Saisonstart am kommenden Freitag in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den TSV Havelse antreten.

5.9.2020 • 13:06 Uhr

Bayern will an Teststrategie festhalten

Trotz mehrerer Pannen hält Bayern an seiner Teststrategie fest. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte, es gehe nicht um irgendwelche sinnlosen Massentestungen. Menschen mit Symptomen sollten mit Priorität getestet werden. Aber auch der mit einem "leichten Kratzen im Hals", der seine Großmutter besuchen und nicht anstecken wolle, solle die Chance haben, sich kostenlos testen zu lassen. "Das ist ein Angebot an die Bevölkerung", erklärte Huml weiter.

Die Probleme mit den Testzentren an Flughäfen in Bayern seien mittlerweile gelöst. Gestern war bekannt geworden, dass etwa 10.000 Menschen länger als die versprochenen zwei Tage auf ihr Ergebnis warten mussten.

Alle anderen Bundesländer sollen die kostenlosen Corona-Tests für Urlauber zum Ende der Sommerferien beenden, sofern die Reisenden nicht aus Risiko-Gebieten stammen. In Bayern bleibt das Angebot dagegen bestehen.

5.9.2020 • 12:17 Uhr

5000 neue Stellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Bund und Länder wollen als Konsequenz aus der anhaltenden Corona-Pandemie bis Ende 2022 mindestens 5000 neue und unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) schaffen. In einem ersten Schritt solle es bis zum 31. Dezember 2021 mindestens 1500 Stellen für Ärzte, weiteres Fachpersonal und Verwaltungsmitarbeiter geben, teilten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die Vorsitzende der Länder-Gesundheitsminister, Berlins Senatorin Dilek Kalayci, in Berlin mit.

Neben den neuen Stellen geht es um eine bessere Digitalisierung der Gesundheitsämter und -behörden sowie darum, die Arbeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst attraktiver zu machen und zukunftsfähige Strukturen zu schaffen. Die 375 Gesundheitsämter spielen etwa beim Verfolgen von Infektionsketten sowie bei Anordnungen von Tests und Quarantäne eine wesentliche Rolle.

5.9.2020 • 11:47 Uhr

Tschechien sagt Nations-League-Spiel gegen Schottland ab

Wegen zweier Corona-Fälle im Betreuerteam hat die tschechische Fußball-Nationalmannschaft vorerst ihre weitere Teilnahme an der Nations League abgesagt. Die Mannschaft könne nicht zu dem für Montag geplanten Heimspiel gegen Schottland antreten, teilte Michal Jurman, der Sprecher des tschechischen Fußballverbands, in Bratislava der Nachrichtenagentur CTK mit.

Die gemeinsame Vorbereitung werde sofort abgebrochen und die Spieler würden direkt aus der Slowakei getrennt nach Hause geschickt. Alle Spieler seien zwar mit negativem Ergebnis auf Covid-19 getestet worden. Dennoch befürchte man eine Weiterverbreitung des Virus, falls die Mannschaft zusammenbleibe, so Jurman. Neben einer zeitlichen Verschiebung komme auch das Antreten einer Ersatzmannschaft infrage.

5.9.2020 • 11:43 Uhr

NRW-Familienminister Stamp fordert "Bildungsgarantie"

Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat die anderen Bundesländer aufgefordert, Eltern eine Bildungs- und Betreuungsgarantie für ihre Kinder auch bei wieder steigenden Corona-Infektionszahlen zu geben. Die Familien dürften kein weiteres Mal eine Notsituation wie beim Lockdown fürchten müssen, sagte Stamp der Nachrichtenagentur dpa. Das Thema gehöre auch auf die Tagesordnung des nächsten Treffens der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten.

In Nordrhein-Westfalen gebe er Familien eine solche Bildungs- und Betreuungsgarantie. Sollten die Fallzahlen im Winter wieder steigen, werde man mit lokalen Eingriffen reagieren, nicht mit landesweiten Schließungen von Kitas und Schulen.

5.9.2020 • 11:34 Uhr

Patientenschützer für weitere Überprüfung positiver Testergebnisse

In der Debatte um zielgenauere Maßnahmen gegen das Coronavirus schlagen Patientenschützer weitere Vorkehrungen bei Tests vor. Es gelte, falsch-positive Tests möglichst auszuschließen, so der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch.

Deshalb sollte eine zweite Überprüfung der Probe verbindlich werden. "So gelingt es, unnötige Quarantäneanordnungen zu verhindern und die Akzeptanz notwendiger Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu erhöhen", sagte Brysch.

Falsch-positiv bedeutet, dass man ein positives Testergebnis bekommt, obwohl keine Infektion vorliegt. Laut Robert Koch-Institut (RKI) kommen solche Befunde wegen der Eigenschaften der PCR-Tests und hoher Qualitätsanforderungen nach derzeitigen Erkenntnissen nur selten vor.

5.9.2020 • 11:22 Uhr

Massentests statt Parlamentswahl in Hongkong

In Hongkong war eigentlich für Sonntag die Wahl eines neuen Parlaments angesetzt - doch diese wurde verschoben, aus Angst vor der Verbreitung des Coronavirus. Stattdessen sollen die Hongkonger zu einem Massentest in eins von 140 Testzentren kommen. Das pro-demokratische Lager zu hat zum Testboykott aufgerufen - es fürchtet einen Missbrauch der Daten durch Chinas kommunistische Führung.

5.9.2020 • 10:40 Uhr

Neuinfektionen in Ukraine auf Höchststand

Die Ukraine verzeichnet einen Rekordanstieg bei neuen Infektionen mit dem Coronavirus. Binnen 24 Stunden seien 2836 Fälle hinzugekommen, teilt der Nationale Sicherheitsrat mit. In dem Land gilt bis zum 28. September ein Einreiseverbot für die meisten Ausländer, außerdem wurden die Corona-Einschränkungen bis Ende Oktober verlängert, um das Virus einzudämmen.

5.9.2020 • 10:37 Uhr

Merkel würdigt Arbeit der Gesundheitsämter

Kanzlerin Angela Merkel hat die Rolle der Gesundheitsämter bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gewürdigt. "Wenn unser Land bisher so verhältnismäßig gut durch die Pandemie gekommen ist, wenn das Infektionsgeschehen nicht die Ausmaße erreicht hat, die wir in anderen Ländern beobachten mussten, dann hat das nicht zuletzt mit dem zu tun, was tagtäglich im Öffentlichen Gesundheitsdienst geleistet wird", sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Die Mitarbeiter hätten einen "großartigen Beitrag" geleistet.

Am Dienstag will Merkel einer Videokonferenz mit Verantwortlichen vor Ort sprechen. Insbesondere wolle sie erfahren, "wie die Arbeit in den Gesundheitsämtern vor Ort abläuft, welche Herausforderungen sich stellen und wo die Politik helfen kann". Mit dem geplanten "Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst" wolle man mehr Stellen schaffen und die technische Ausstattung verbessern.

5.9.2020 • 09:12 Uhr

Deutsche Millionenhilfe für Textilindustrie in Entwicklungsländern

Entwicklungsminister Gerd Müller hat Corona-Hilfen in zweistelliger Millionenhöhe für die Textilindustrie in Entwicklungsländern angekündigt. "In dieser schwierigen Lage unterstützen wir sieben besonders betroffene Länder bei der Stabilisierung des wirtschaftlich wichtigen Textilsektors mit 14,5 Millionen Euro und helfen so zwei Millionen Menschen", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Junge Mütter und besonders armutsgefährdete Beschäftigte erhalten beispielsweise einmalige Unterstützungszahlungen." Außerdem würden die Kapazitäten für Corona-Tests ausgebaut. "So schaffen wir es, Hunderttausende Arbeitsplätze zu erhalten."

5.9.2020 • 08:34 Uhr

Niedersachsen erwägt Verlängerung der Regelstudienzeit

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler erwägt, den etwa 210.000 Studierenden im Land wegen der Corona-Pandemie mit einem Freisemester entgegenzukommen. "Ich halte eine Verlängerung der Regelstudienzeit für denkbar", sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Unabhängig davon, wann die Hochschulen in den Regelbetrieb zurückkehren werden, würde es in jedem Fall nur eine einmalige Verlängerung um ein Semester geben, stellte Thümler klar.

5.9.2020 • 07:11 Uhr

Indien überschreitet Vier-Millionen-Marke

In Indien ist die Zahl der Corona-Infizierten auf mehr als vier Millionen gestiegen. Laut der Johns-Hopkins-Unversität wurden 4.023.179 Fälle registriert. Damit rückt Indien näher an Brasilien, das derzeit das Land mit den zweitmeisten Infektionsfällen der Welt ist.

Brasilien registriert derzeit 4.091.801 Fälle. An der Spitze liegen die USA mit mehr als 6,2 Millionen Infizierten. Das indische Gesundheitsministerium meldete mehr als 1000 neue Todesfälle. Verbreitete sich das Coronavirus zunächst meist in großen Städten, ist inzwischen das ganze Land betroffen.

5.9.2020 • 05:52 Uhr

1378 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Samstagmorgen 1378 neue Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 248.997 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert (Datenstand 5.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9324. Seit dem Vortag wurden zwei Todesfälle mehr gemeldet.

Bis Samstagmorgen hatten etwa 222.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Freitag bei 0,85 (Vortag: 0,77). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

5.9.2020 • 05:19 Uhr

Steinmeier schlägt Gedenkstunde für Corona-Opfer vor

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will eine offizielle Trauerveranstaltung für die Corona-Opfer in Deutschland vorschlagen. Er werde darüber mit Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht sprechen, sagte Steinmeier dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Samstag). "Wir müssen den Menschen in ihrer Trauer helfen - und darüber nachdenken, wie wir unser Mitgefühl ausdrücken können", erklärte das Staatsoberhaupt. "Wann dafür der richtige Zeitpunkt ist und ob etwa eine Gedenkstunde der richtige Rahmen ist, darüber muss man sprechen, und das tue ich mit den Repräsentanten der anderen Verfassungsorgane."

5.9.2020 • 05:19 Uhr

Russischer Pharmakonzern will Impfstoff in Illertissen produzieren

Der russische Pharmakonzern R-Pharm investiert mehr als 20 Millionen Euro in den Standort Illertissen im Landkreis Neu-Ulm. Das sagte Standortleiter Ivan Semenov der "Südwest Presse". An dem Standort solle noch im ersten Quartal 2021 die Fertigung eines sogenannten Oxford-Impfstoffes gegen das Coronavirus starten.

Die Kapazität sei ausgelegt auf 500 Millionen Impfdosen im Jahr. Mit dem Impfstoff sollen 35 Länder beliefert werden - nicht aber Deutschland oder andere EU-Staaten. Der Oxford-Impfstoff (AZD1222) befindet sich im Moment in der Erprobungsphase III, also der entscheidenden. Das Werk in Illertissen stelle zu einem späteren Zeitpunkt womöglich auch den Impfstoff Sputnik V her. Er ist in Russland schon zugelassen, die Erprobung entspricht aber noch nicht internationalen Standards.

5.9.2020 • 05:19 Uhr

Brasilien korrigiert Zahl der Neuinfektionen nach oben

Brasilien hat die neuesten Corona-Zahlen nach oben korrigiert. Das Gesundheitsministerium meldet für die vergangenen 24 Stunden 51.194 Neuinfektionen und 907 weitere Todesfälle - zuvor war von 50.163 neuen Fällen die Rede. Damit steigen die Zahlen auf insgesamt fast 4,1 Millionen Infektionen und 125.521 Tote.

5.9.2020 • 05:19 Uhr

Scholz: Das Schlimmste der Wirtschaftskrise wohl überstanden

Die deutsche Wirtschaft erholt sich nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz bereits von der Corona-Krise. "Im Augenblick spricht vieles dafür, dass wir das Schlimmste hinter uns haben und dass es allmählich wirtschaftlich aufwärts geht", sagte Scholz der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag. In den wirtschaftlichen Kerndaten zeige sich, dass "unsere frühen und entschlossenen Maßnahmen zur Stabilisierung unserer Wirtschaft im März und zum Ankurbeln der Konjunktur im Sommer offenbar besser wirken, als wir erhoffen durften", sagte der Vizekanzler.

Zwar sei das neuartige Coronavirus noch nicht besiegt. Seine Hoffnung sei aber, "dass wir Ende nächsten Jahres, Anfang 2022 wieder das Niveau erreichen, das wir vor der Krise hatten." Der SPD-Kanzlerkandidat hob hervor, vieles spreche dafür, dass das beschlossene Konjunkturpaket in Höhe von 130 Milliarden Euro ausreiche. Die Verlängerung von Kurzarbeit, Überbrückungshilfen und dem vereinfachten Zugang zur Grundsicherung sei ein "wichtiges Signal", weil "Unternehmen wie Beschäftigte wissen, dass wir sie nicht auf halber Strecke im Stich lassen".