Menschen mit Mundschutz im Hochhausviertel La Défense bei Paris | AP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Frankreich meldet 3602 neue Fälle ++

Stand: 22.08.2020 22:21 Uhr

Nach mehr als 4500 Fällen am Vortag verzeichnet Frankreich wieder weniger Neuinfektionen - Tschechien meldet hingegen ein Allzeit-Hoch. Gute Nachrichten gibt es für den deutschen Mittelstand. Der Liveblog vom Samstag zum Nachlesen.

  • Erstmals seit Mitte Mai mehr als 1000 Infektionen in Italien registriert
  • Tschechien meldet Höchststand von Neuinfektionen - 506 Fälle an einem Tag
  • Zuschüsse für Mittelständler bis Ende des Jahres angedacht
  • 2034 neue Corona-Fälle in Deutschland
  • Die meisten Corona-Infektionen passieren im Privaten
  • GEW kritisiert Situation an Schulen: "Kein Regelbetrieb"
  • Städtetag fordert Tests in Bussen und Bahnen
  • Keine Fanmeile beim Champions-League-Finale Bayern gegen Paris
22.8.2020 • 22:21 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit schließen wir unseren Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

22.8.2020 • 22:11 Uhr

Frankreich meldet 3602 Neuinfektionen

Das französische Gesundheitsministerium meldet 3602 Neuinfektionen nach 4586 am Vortag. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich den Angaben zufolge um neun auf insgesamt 30.512.

22.8.2020 • 20:36 Uhr

46.754 neue Fälle in den USA

Die US-Seuchenzentren CDC geben 46.754 bekannte Neuinfektionen und 1155 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 5,598 Millionen Infektionen und 174.645 Tote verzeichnet.

22.8.2020 • 19:45 Uhr

Irland meldet 156 Neuinfektionen

Irland meldet 156 Neuinfektionen und zwei weitere Todesopfer. Damit liegt die Zahl das vierte Mal in acht Tagen über der Marke von 100 Neuinfektionen. Wegen der steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen wurden in Irland vor kurzem öffentliche Versammlungen wieder eingeschränkt.

22.8.2020 • 17:40 Uhr

Mehr als 1000 Neuinfektionen in Italien

Auch in Italien wächst die Sorge vor einer "zweiten Welle". Das Gesundheitsministerium meldet erstmals seit Mitte Mai mehr als 1000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Die Zahl der Fälle in dem Land steigt seit Tagen stetig an - von 642 am Mittwoch auf 845 am Donnerstag, 947 am Freitag und jetzt 1071.

Die Hauptstadt Rom meldet einen Rekord: Hier wurden 215 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert, so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie. Bei 61 Prozent der neu Infizierten handele es sich um Urlaubsrückkehrer, sagte Alessio D'Amato von der Gesundheitsbehörde der Stadt. Fast die Hälfte von ihnen sei von Sardinien zurückgekehrt.

Laut D'Amato handelt es sich bei den meisten der neuen Fälle um junge Menschen ohne Symptome. Er rief junge Urlaubsheimkehrer auf, äußerst vorsichtig zu sein und Abstand zu Verwandten zu halten, während sie auf ihr Testergebnis warteten. Die Infektionskette müsse dringend durchbrochen und eine Ausbreitung des Virus in den Familien vermieden werden.

22.8.2020 • 16:38 Uhr

Insgesamt elf deutsche Soldaten infiziert

Bei ihrem Einsatz im Irak haben sich insgesamt elf Bundeswehr-Soldaten mit dem Coronavirus infiziert. Zehn Soldaten wurden nach Angaben der Bundeswehr bereits nach Deutschland zurückgebracht.

Im Irak wurden "unverzüglich Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionskette ergriffen und umgesetzt". Bei einer weiteren Reihentestung wurde dann die elfte Infektion nachgewiesen. Eine zeitnahe Rückverlegung des betroffenen Soldaten nach Deutschland werde vorbereitet, so die Bundeswehr.

22.8.2020 • 16:25 Uhr

Mehr als 500 Infektionen in Tschechien - neuer Rekord

In Tschechien sind innerhalb von 24 Stunden 506 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Das sei ein neuer Höchstwert, teilte das Gesundheitsministerium in Prag mit. Der bisherige Höchstwert hatte bei 377 gelegen und war am 27. März erreicht worden.

In Tschechien sind mehr als 21.000 Corona-Infektionen bestätigt. 411 Menschen starben an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung.

Am Freitag hatte die benachbarte Slowakei einen neuen Rekord an Neuinfektionen gemeldet - 123 Fälle. In der Slowakei wurden insgesamt rund 3000 Infektionen und 33 Tote registriert.

22.8.2020 • 15:44 Uhr

Lehrergewerkschaft: Eher Betreuung als wirkliches Lernen

"Wir haben keinen Regelbetrieb an Schulen" - dies sagte der Berliner Landesvorsitzende der GEW, Tom Erdmann, auf dem Landesparteitag der Linkspartei. "Unterricht findet fast nur frontal statt. Gruppenarbeit geht ja nicht", sagte er. "An vielen Schulen gibt es keine Förderkurse, keinen Musikunterricht, und oft nicht mal Sportunterricht." Es handele sich eher um Betreuung als um wirkliches Lernen.

Tom Erdmann, GEW-Vorsitzender des Landes Berlin. (Juni 2018) | dpa

Tom Erdmann, GEW-Vorsitzender des Landes Berlin. (Juni 2018) Bild: dpa

Jedem sei klar, dass die Situation hochdynamisch sei. "Und wir verstehen auch, dass es nicht den einen großen Plan gibt, der alles richten wird", sagte Erdmann. "Wir wünschen uns aber, dass nicht nach außen hin der Schein gepflegt wird, hier läuft alles super, aber innen brodelt es, und die Kollegen stehen mit dem Rücken an der Wand."

Die Infektionszahlen rechtfertigten nicht, dass Schulen vollständig geschlossen seien, auch die GEW wolle gerechte Bildung für alle. "Unsere Kolleginnen und Kollegen sind aber pappesatt, wenn sie hören, wir haben Regelbetrieb."

22.8.2020 • 15:02 Uhr

Momentaufnahme - immer Ärger mit der Brille

In diese Szene können sich wohl alle Brillenträgerinnen und -träger hineinversetzen - bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verhedderten sich Brille und der Mund-Nasen-Schutz. Die Pressekonferenz anlässlich der Salzburger Festspiele konnte dennoch planmäßig stattfinden.

Steinmeier ist anlässlich des "Jedermann"-Tages dorthin gereist. Vor 100 Jahren - am 22. August 1920 - wurde Hugo von Hofmannsthals "Jedermann - Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes" erstmals bei den Salzburger Festspielen aufgeführt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sortiert bei einer Pressekonferenz im Rahmen der Salzburger Festspiele seine mit dem Mundschutz verhedderte Brille. | dpa

Bundespräsident Steinmeier bei einer Pressekonferenz im Rahmen der Salzburger Festspiele. Bild: dpa

22.8.2020 • 14:40 Uhr

Registrierung von Reisenden soll digitaler werden

Die Bundesregierung plant Vereinfachungen bei der Einreise für Urlauber, die aus Corona-Risikogebieten zurückkommen. Anstelle der Aussteigekarten, die derzeit an Bord eines Flugzeugs oder Reisebusses ausgefüllt werden müssen, sollen Reisende die Möglichkeit bekommen, alle Angaben vorher auch über eine Internetseite zu machen, wie das Bundesinnenministerium bestätigte. Zuerst hatte "Business Insider" darüber berichtet.

In die Aussteigekarten müssen Reisende aus Risikogebieten Name, Adresse, Telefonnummer und Reiseroute eintragen. Außerdem müssen Angaben zum eigenen Gesundheitszustand gemacht werden. Die Papiere werden dann zuerst an das Gesundheitsamt des Einreiseortes und von dort an das Gesundheitsamt am Wohnort weitergeleitet. Reisende aus Risikogebieten müssen einen kostenlosen Corona-Pflichttest machen.

22.8.2020 • 14:02 Uhr

Viele Neuinfektionen in der Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Menschen aufgefordert, sich an Corona-Schutzmaßnahmen zu halten. Die Ukrainer sollten Mund-Nasen-Schutz tragen und auf Abstandsregeln achten.

Die Infektionszahlen sind in den vergangenen Tagen schnell angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 2328 Neuinfektionen registriert. 37 Menschen starben an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung, so dass die Gesamtopferzahl nun mit 2244 angegeben wird.

22.8.2020 • 13:36 Uhr

Frankreich präsentiert Konjunkturplan später

Die französische Regierung verschiebt die Vorstellung eines Konjunkturpakets von kommendem Dienstag auf Anfang September. Derzeit sei die Vorbereitung des neuen Schuljahrs wichtiger.

Das Konjunkturpaket mit einem Volumen von 100 Milliarden Euro sei fertig, teilte ein Regierungssprecher mit. Lediglich der Zeitplan zur Vorstellung der Maßnahmen sei verändert worden.

22.8.2020 • 12:55 Uhr

Ohne Maske kein Brötchen

In Hagen soll ein 24-Jähriger ohne Mund-Nasen-Schutz in einer Bäckerei gewütet und über den Tresen gespuckt haben. Zuvor habe die Verkäuferin den Mann "höflich, aber bestimmt" aufgefordert, eine Maske zu tragen oder das Geschäft zu verlassen, teilte die Polizei mit.

Darüber habe sich der 24-Jährige derart aufgeregt, dass er die 30-Jährige mit Beleidigungen "deutlich unter der Gürtellinie" überzogen habe. Er habe das Geschäft schließlich mit zwei erhobenen Mittelfingern verlassen. Ihn erwartet eine Strafanzeige.

22.8.2020 • 11:55 Uhr

Altmaier will Überbrückungshilfen für Mittelstand verlängern

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will in der Corona-Krise eine Verlängerung der Überbrückungshilfen für den Mittelstand bis Ende des Jahres. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus dem Bundeswirtschaftsministerium.

Altmaiers Vorstoß kommt vor einem für Dienstag geplanten Treffen der Koalitionsspitzen, die auch angesichts gestiegener Corona-Neuinfektionen über das weitere Vorgehen beraten wollen. Die staatlichen Überbrückungshilfen laufen bisher bis Ende August, können jedoch bis Ende September beantragt werden. Insgesamt hat der Bund dafür 25 Milliarden Euro eingeplant.

22.8.2020 • 11:31 Uhr

Konzert-Experiment mit Popstar Bendzko in Leipzig gestartet

Mit einem aufwendigen Check-in hat die Universitätsmedizin Halle ein Konzertexperiment zu Großveranstaltungen in der Corona-Pandemie begonnen. Bei allen freiwilligen Teilnehmern wurde vor dem Betreten der "Arena Leipzig" Fieber gemessen.

Die Menschen wurden zudem mit sogenannten "Contact Tracern" ausgestattet, mit denen ihre Laufwege nachvollzogen werden sollen. In dem Experiment unter dem Motto "Restart-19" spielt Popstar Tim Bendzko drei Konzerte in verschiedenen Szenarien. Laut Studienleitung kamen 2200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ergebnisse sollen demnach im Herbst vorliegen.

ranziska Brauer (l) und Doreen Linke zeigen sogenannte "Tracer". Die Sensoren werden beim Konzert-Großversuch in Leipzig eingesetzt, um Laufwege zu überwachen. | dpa

Franziska Brauer (l) und Doreen Linke zeigen sogenannte "Tracer". Die Sensoren werden beim Konzert-Großversuch in Leipzig eingesetzt, um Laufwege zu überwachen. Bild: dpa

22.8.2020 • 10:19 Uhr

Keine große Fanmeile zum Champions-League-Finale

Zum Champions-League-Finale in der französischen Hauptstadt Paris wird es keine große Fanmeile geben. Der Fußballclub Saint-Germain lädt morgen aber 5000 ausgewählte Besucher ins Prinzenpark-Stadion im Westen der Stadt ein, um dort gemeinsam das Endspiel gegen den FC Bayern München zu verfolgen. Das ist die aktuell erlaubte Obergrenze für Sportveranstaltungen in Frankreich.

Am Dienstag war es nach dem Halbfinalsieg von PSG gegen RB Leipzig an der Champs-Élysées zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen, weil Fans ohne Schutzmasken und Sicherheitsabstand den Sieg der Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel gefeiert hatten. In einem Video riefen Tuchel, Thiago Silva und Ángel Di María die Fans dazu auf, sich an die Corona-Sicherheitsvorgaben zu halten, Abstand zu halten und eine Schutzmaske zu tragen.

Die Profis des FC Bayern München haben vor dem Champions-League-Finale eine Botschaft an ihre Fans übermittelt. "Wir vermissen Euch", heißt es in einem Brief an die Anhänger, die wegen der Coronavirus-Pandemie nicht im Estádio da Luz dabei sein können.

22.8.2020 • 09:46 Uhr

Die meisten Corona-Infektionen passieren im Privaten

Privathaushalte und Altenheime sind laut einer RKI-Untersuchung die Orte der meisten Corona-Übertragungen. Allerdings gab es bei einem Ausbruch zu Hause im Schnitt nur jeweils 3,2 Infizierte - die Übertragung fand vermutlich nur auf weitere Familienmitglieder statt. Die zweitmeisten Corona-Ausbrüche gehen laut Robert Koch-Institut auf Alten- und Pflegeheime zurück. In diesen Einrichtungen steckten sich bei bei einem Ausbruch im Schnitt fast 19 Personen an.

Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr beim Ausbruch in einem Flüchtlingsheim - im Schnitt wurden 21 Fälle pro Ausbruch erfasst, so viele wie nirgends sonst. Schulen spielen der RKI-Studie zufolge bislang keine Rolle bei den Infektionen. Das RKI ordnet ihnen nur 31 Ausbrüche und 150 Infektionen zu.

Auch Restaurants, Hotels oder Büros sind bislang Nebenschauplätze. Ausbrüche in der Bahn lassen sich laut RKI nur schwer ermitteln, da die Identität eines Kontaktes kaum nachvollziehbar sei.

22.8.2020 • 09:01 Uhr

WHO empfiehlt Maskenpflicht für Jugendliche ab zwölf Jahren

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat neue Richtlinien vorgelegt, in denen Jugendlichen ab zwölf Jahren das Maskentragen zum Schutz vor einer Corona-Infektion in denselben Situationen empfohlen wird wie Erwachsenen.

"Kinder ab zwölf Jahren sollten unter denselben Umständen Masken tragen wie Erwachsene - besonders, wenn sie den Mindestabstand von einem Meter nicht einhalten können und die Infektionsrate in der Region hoch ist", heißt es in Richtlinien, die die WHO in Zusammenarbeit mit dem UN-Kinderhilfswerk Unicef erstellt hat. 

Eine Jugendliche trägt eine selbstgenähte Gesichtsmaske. | dpa

Eine Jugendliche trägt eine selbstgenähte Gesichtsmaske. Bild: dpa

22.8.2020 • 09:01 Uhr

Heinsberger Landrat für Karnevalsabsage

Nach einer Karnevalssitzung im Februar wurde der Kreis Heinsberg einer der ersten deutschen Corona-Hotspots - nun hat sich der Landrat für eine Absage des kommenden Karnevals ausgesprochen. "Ich glaube nicht, dass es nächstes Jahr Karneval geben wird. Unsere Aufgabe ist jetzt, Dinge aufrechtzuerhalten, die essenziell sind", sagte Landrat Stephan Pusch. Dazu gehöre, Schulen und Kitas offenzuhalten. "Die anderen Dinge sind Luxus und Freizeitvergnügen, die müssen zurückstehen. Auch wenn der Karneval eine wahnsinnig ernste Angelegenheit ist."

22.8.2020 • 08:03 Uhr

Südkorea weitet Abstandsregeln aufs gesamte Land aus

Südkorea verschärft die Abstandsregeln, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das Verbot von großen Veranstaltungen und Gottesdiensten, das bisher nur für den Großraum Seoul galt, soll ab Sonntag auf das gesamte Land ausgeweitet werden. Außerdem ist geplant, landesweit alle Nachtclubs zu schließen.

22.8.2020 • 05:52 Uhr

Viele Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut meldet einen Rekordwert bei den Neuinfektionen. Insgesamt seien 2034 weitere Corona-Fälle registriert worden - das ist der höchste Wert seit April. Die Gesamtzahl aller Infektionen seit Jahresbeginn steigt damit auf 232.082. Insgesamt seien 9267 Menschen an den Folgen der Erkrankung gestorben, das sind sieben mehr als am Vortag.

22.8.2020 • 04:53 Uhr

Städtetag für Ausweitung von Corona-Tests für Reisende

Der Deutsche Städtetag fordert eine Ausweitung der Corona-Tests bei Reiserückkehrern. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Wir konzentrieren uns stark auf Flughäfen. Aber wir haben ja auch Auslandsverkehre mit der Bahn oder mit Flixbus oder dem Auto. Und da haben wir noch eine Lücke, die wir füllen müssen." Das Angebot auch an Bahnhöfen und Busbahnhöfen für Rückkehrer aus Risikogebieten müsse verstärkt werden. "Das wird nicht überall gehen, aber kann helfen, um die Zeit bis zum Test nach der Rückkehr zu verkürzen."

Bei den Tests an Flughäfen gebe es noch Probleme. "Die Airlines geben uns für jeden Passagier ein Blatt in Papierform, das sind Kisten voller Papiere. Und dann müssen die Papiere den einzelnen Gesundheitsämtern zugeordnet werden." Das binde Personal, das für Kontaktnachverfolgung oder Tests sinnvoller eingesetzt werden sollte. "Das ist vorsintflutlich. Das geht nicht mehr. Wir brauchen einen Datenaustausch."

Reisende bringen ihr Gepäck auf dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in den Bus. | dpa

Reisende bringen ihr Gepäck auf dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in den Bus. Bild: dpa

22.8.2020 • 04:26 Uhr

Großbritannien-Reisende aus Frankreich müssen symptomfrei sein

Großbritannien-Reisende aus Frankreich müssen künftig bestätigen, dass sie nicht an Covid-19-Symptomen leiden oder in den vergangenen 14 Tagen in Kontakt mit einer positiv getesteten Person waren. Dies kündigte die britische Regierung an.

22.8.2020 • 04:01 Uhr

Laschet gegen dauerhaft kostenlose Corona-Pflichttests

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich dagegen ausgesprochen, dass die verpflichtenden Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten dauerhaft kostenlos bleiben. "Solche Tests sollten mittelfristig ähnlich wie Flughafengebühren auf den Reisepreis aufgeschlagen werden", sagte der Anwärter auf den CDU-Parteivorsitz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es sei nicht akzeptabel, dass dies auf Dauer die Allgemeinheit bezahle. 

Laschet sprach sich zudem für konsequente Strafen bei Verstößen gegen die Quarantänepflicht aus. Wer sich nicht an eine angeordnete Quarantäne halte, gefährde absichtlich die Gesundheit anderer. Der gesetzlich mögliche Rahmen für Bußgelder reiche dabei bis zu einer Höhe von 25.000 Euro, betonte er.

22.8.2020 • 03:36 Uhr

Deutsche Reisende nach Lettland müssen in Quarantäne

Deutsche, die nach Lettland reisen möchten, müssen sich künftig nach der Ankunft in dem Baltenstaat in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Das geht aus den jüngsten Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts hervor. Grund dafür ist demnach die steigende Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland.

Lettland verhängt eine Quarantänepflicht für Reisende aus Ländern, in denen es binnen zwei Wochen mehr als 16 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gegeben hat. Auf der entsprechenden Liste des lettischen Zentrums für Seuchenkontrolle und -Prävention wurde für Deutschland zuletzt ein Wert von 16,5 angegeben. Bei der Einreise nach Lettland besteht nach Angaben des Auswärtigen Amtes für alle Reisenden eine Registrierungspflicht.

22.8.2020 • 03:02 Uhr

BA-Chef warnt vor zweitem Lockdown

Der Präsident der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, warnt vor den Folgen eines zweiten bundesweiten Corona-Lockdowns. "Wenn es dazu käme, dass Schulen und Kitas wieder schließen würden und Eltern nicht mehr arbeiten könnten, würden das einige Branchen wahrscheinlich nicht überstehen", sagt er der "Rheinischen Post".