Microsoft-Gründer Bill Gates (Archivbild) | AFP
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Liveblog zum Nachlesen ++ Gates zeigt sich optimistisch ++

Stand: 11.07.2020 18:16 Uhr

Microsoft-Gründer Gates lobt den weltweiten Kampf gegen das Coronavirus. Laut "Spiegel" planen die Länder mit Schulden von rund 95 Milliarden Euro. Kanzlerin Merkel ruft zu globaler Solidarität auf. Die Entwicklungen vom Samstag zum Nachlesen im Liveblog.

  • Bill Gates ist im Kampf gegen Coronavirus "optimistisch"
  • Merkel appelliert an Bereitschaft zu globaler Solidarität
  • USA verzeichnen mehr als 66.000 Corona-Neuinfektionen
  • Bundesländer planen offenbar Schulden in Höhe von rund 95 Milliarden Euro
  • Altmaier: Bei weniger als 100 Neuinfektionen könnte Maskenpflicht fallen
  • RKI meldet 378 Neuinfektionen
12.7.2020 • 06:35 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog und danken für Ihr Interesse.

11.7.2020 • 17:50 Uhr

Bill Gates ist im Kampf gegen Coronavirus "optimistisch"

Der mit seiner Stiftung an internationalen Gesundheitsprojekten beteiligte Microsoft-Gründer Bill Gates sieht den weltweiten Kampf gegen das neuartige Coronavirus nach eigenen Angaben positiv. "Ich bleibe optimistisch", sagte Gates in einer Videobotschaft an die Teilnehmer einer internationalen Konferenz zum Coronavirus und HIV. Er fügte hinzu: "Wir werden Covid-19 besiegen, und wir werden weiterhin Fortschritte im Kampf gegen Aids und andere Gesundheitskrisen machen." 

Gates mahnte, Medikamente und Impfstoffe sollten Menschen kriegen, die sie dringend brauchen, statt sie schlicht den "höchsten Bietern" zu überlassen. Andernfalls drohten die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch tödlicher zu werden, sagte Gates. Für eine gerechte Verteilung von Medikamenten und Impfstoffen brauche es "Führungspersönlichkeiten, die diese harten Entscheidungen" treffen könnten.

Der US-Milliardär hob hervor, dass es bei der Entwicklung von Impfstoffen Fortschritte gebe. "Das wird nicht nur gegen dieses spezielle Virus nützlich sein. Sondern uns auch im Kampf gegen HIV helfen", sagte er. Sorge bereitet Gates jedoch, dass die Pandemie auch die Versorgungsketten für Aids-Medikamente unterbrochen habe. Hunderttausende HIV-Patienten bekämen daher die von ihnen benötigten Behandlungen möglicherweise nicht.

11.7.2020 • 16:56 Uhr

Erneut Demonstration gegen Corona-Beschränkungen in Stuttgart

In Stuttgart haben erneut Hunderte Menschen gegen die Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus und für die Wahrung der Grundrechte demonstriert. Die von der Initiative "Querdenken 711" organisierte Veranstaltung im Unteren Schlossgarten trug den Titel "Fest für Frieden und Freiheit". Zuvor hatte es laut Polizei eine Demonstration durch die Innenstadt gegeben. Die Polizei sprach von einem ruhigen Verlauf, von Zwischenfällen war nichts bekannt. Offizielle Angaben zur Teilnehmerzahl gab es nicht. Angemeldet zu der mehrstündigen Kundgebung im Schlossgarten waren laut Stadt 5000 Teilnehmer.

11.7.2020 • 16:44 Uhr

Italienischer Erstligist Parma wegen Corona-Fall in Isolation

Der italienische Fußball-Erstligist Parma Calcio ist wegen eines Corona-Falls bei einem Mitarbeiter unter medizinischer Beobachtung in Isolation. Das teilte der Verein auf seiner Internetseite mit. Bei den regelmäßigen Virustests habe eine Person aus dem Team, die kein Spieler ist, ein positives Ergebnis gehabt. Die Person habe keine Symptome und sei den Vorschriften entsprechend unter Isolation gestellt worden.

Bei allen Sportlern der Mannschaft seien die Corona-Überprüfungen dagegen negativ ausgefallen, berichtete der Club Parma Calcio 1913. Das Team aus der Region Emilia-Romagna bleibe abgeschirmt im Sportzentrum von Collecchio. Die Sportler könnten ihr regelmäßiges Training fortsetzen, stünden aber unter strenger medizinischer Kontrolle.

11.7.2020 • 16:40 Uhr

Karliczek rechnet mit Mischung aus Präsenz- und Onlineunterricht

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat die Schulen gemahnt, sich trotz der geplanten Rückkehr zum Regelbetrieb nach den Sommerferien auch auf weiteren Onlineunterricht vorzubereiten. "Wir leben in der Pandemie - deshalb kann es auch wieder auf eine Mischung aus Präsenzunterricht und digitales Lernen hinauslaufen, wenn in den Schulen die Abstandsregeln eingehalten werden müssen", sagte Karliczek der "Passauer Neuen Presse". Wichtig sei, dass die Schulen auf verschiedene Szenarien vorbereitet seien. Es könne am Ende auch Unterschiede zwischen den Bundesländern geben, vielleicht müsse sogar von Schule zu Schule unterschieden werden.

Die Bildungsministerin versicherte, alle Bundesländer arbeiteten daran, "dass wieder ein verlässlicher Unterricht angeboten werden kann". Nach den Sommerferien sollen die Schulen möglichst zum Regelbetrieb zurückkehren.

11.7.2020 • 16:29 Uhr

Bundesländer planen offenbar rund 95 Milliarden Euro Corona-Schulden

Die Bundesländer planen einem Medienbericht zufolge eine umfassende Ausweitung ihrer Verschuldung und begründen dies mit dem Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise. Wie der "Spiegel" unter Berufung auf eine eigene Umfrage unter den 16 Länder-Finanzministerien meldete, summieren sich kreditfinanzierte "Sondervermögen" und Nachtragshaushalte, die in diesem Zusammenhang beschlossen sind oder vorbereitet werden, auf rund 95 Milliarden Euro.

Einige Länder wollen demnach im Herbst über weitere Schulden in Milliardenhöhe entscheiden. Besonders hoch falle die Neuverschuldung in Bundesländern aus, die sogenannte Sondervermögen zur Krisenbewältigung gegründet haben - wie beispielsweise Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und das Saarland.

11.7.2020 • 16:11 Uhr

"Walt Disney World" wieder geöffnet

Trotz steigender Coronavirus-Fallzahlen im US-Bundesstaat Florida hat der Freizeitpark "Walt Disney World" seine Türen wieder teilweise für Besucher geöffnet. "Der Magic Kingdom-Park und der Disney's Animal Kingdom-Park sind jetzt geöffnet", hieß es auf der Webseite des Freizeitparks nahe der Stadt Orlando.

Am Eingang werde die Körpertemperatur gemessen und Abstands- und Hygieneregeln müssten eingehalten werden, hieß es weiter. "Es wird anders sein als beim letzten Mal, als du uns besucht hast. Aber gemeinsam können wir neue Wege finden, magische Momente zu schaffen - und kostbare Erinnerungen."

Der Freizeitpark war wegen der Corona-Pandemie seit März geschlossen. Ein ebenfalls vom US-Unterhaltungsriesen Walt Disney betriebener Vergnügungspark im US-Bundesstaat Kalifornien bleibt vorerst weiter geschlossen, nur ein angeschlossenes Einkaufszentrum öffnete in der vergangenen Woche.

Autos fahren unter einem Schild entlang, das die Besucher von "Walt Disney World" begrüßt. | AP

Normalerweise kommen fast 60 Millionen Menschen jedes Jahr in den Freizeitpark in Florida. Bild: AP

11.7.2020 • 15:43 Uhr

Mallorca: Ballermann-Party ohne Masken und ohne Abstand

Hunderte Urlauber aus Deutschland sollen am Ballermann auf Mallorca Party gemacht haben, ohne sich um die derzeit in Spanien geltenden Corona-Regeln zu scheren. Auf einem Video der "Mallorca Zeitung" (MZ) ist zu sehen, wie die Menschen am Freitagabend auf der berühmten "Bierstraße" im dichten Gedränge feiern, trinken und tanzen - "als gäb's kein Corona", so die "MZ". Praktisch niemand trägt dabei Maske, obwohl der von der spanischen Regierung für die Zeit der "neuen Normalität" vorgeschriebene Mindestabstand von eineinhalb Metern weder auf der Straße noch in den Lokalen einzuhalten ist.

Die Bilder schockierten die Insel. Die Szenen zeigten, so die Zeitung, "wie groß die Gefahr einer zweiten Corona-Welle auf Mallorca sein könnte". Viele der angetrunkenen Gäste hätten mit fremden Urlauberinnen und Urlaubern geflirtet, in größeren Gruppen getanzt und Straßenhändler umarmt. Die wenigen Menschen, die Maske trugen, seien zum Teil ausgelacht worden, berichteten Medien.

11.7.2020 • 14:48 Uhr

USA verzeichnen mehr als 66.000 Corona-Neuinfektionen

Die USA haben erstmals mehr als 66.000 Neuinfektionen an einem einzelnen Tag verzeichnet. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) lag die Zahl der am Freitag registrierten Neuansteckungen bei 66.627. Erst am Donnerstag war die Zahl auf einen Rekordwert von 63.247 gestiegen.

Seit Beginn der Pandemie verzeichneten die Forscher der JHU in den USA insgesamt fast 3,2 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus. Mehr als 134.000 Menschen starben demnach infolge einer Covid-19-Erkrankung.

11.7.2020 • 14:36 Uhr

Hofreiter: Zu wenig Hilfen für finanziell Schwache

Grünen-Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter hat Lücken bei der Unterstützung finanziell schwacher Bevölkerungsgruppen in der Corona-Krisenpolitik der Bundesregierung beklagt. "Wir geben über 200 Milliarden Euro zusätzlich aus, und für Hartz-IV-Empfänger, für Grundsicherungsempfänger war noch nicht einmal ein temporärer Aufschlag drin. Das finde ich, ehrlich gesagt, wirklich beschämend von Seiten der Bundesregierung", sagte Hofreiter beim digitalen kleinen Parteitag der Bayern-Grünen. Ebenso seien generell Kulturschaffende, Soloselbstständige und Familien mit Kindern bislang zu wenig unterstützt worden.

Insgesamt sei Deutschland zwar bislang vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen, sagte Hofreiter. Dennoch habe die Krise bereits vorher bestehende Probleme deutlich aufgezeigt. Als Beispiel nannte er die teilweise schlechten Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, die durch den Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt seien.

11.7.2020 • 13:38 Uhr

Johnson will Beschäftigte aus dem Homeoffice zurückholen

Der britische Premierminister Boris Johnson will einem Bericht der "Daily Mail" zufolge nächste Woche die Firmen auffordern, ihre Beschäftigten zurück an die Arbeitsplätze zu beordern, sofern dies sicher sei. So sollten die Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft eingedämmt werden.

Hochrangige Beamte fordert Johnson demnach auf, mit gutem Beispiel voranzugehen und ihre Mitarbeiter aus dem Homeoffice zurück an die Schreibtische in den Verwaltungen zu holen. Auch Firmen wie Goldman Sachs rufe er zu einem solchen Schritt auf.

11.7.2020 • 13:26 Uhr

Indien meldet mehr als 820.000 Corona-Infizierte

Das Coronavirus greift in Indien immer rasanter um sich. Die Behörden meldeten mit mehr als 27.000 Fällen den nächsten Rekord bei den täglichen Neuinfektionen. Die Gesamtzahl lag bei knapp 821.000 Erkrankten. Mehr als 22.000 Infizierte starben bereits. Damit ist Indien nach den USA und Brasilien das drittgrößte Epizentrum der Pandemie.

Die Pandemie in Indien konzentriert sich auf acht der 28 Unionsstaaten. Dort wurden fast 90 Prozent aller Infektionen festgestellt. Uttar Pradesh verhängte über das Wochenende eine Ausgangssperre für seine knapp 230 Millionen Einwohner. Andere haben für besonders hart betroffene Bezirke Einschränkungen angekündigt.

Die indische Regierung hatte im März dem ganzen Land eine Ausgangssperre verordnet. Seit es Lockerungen gibt, steigt die Zahl der Infektionen aber deutlich. Ihre Zahl verdoppelt sich inzwischen etwa alle drei Wochen. Experten gehen zudem davon aus, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt.

11.7.2020 • 12:48 Uhr

Autobauer Daimler will noch mehr Stellen streichen

Der Autobauer Daimler will wegen der Corona-Krise noch deutlich mehr Stellen streichen als bisher bekannt. Mehr als 15.000 Stellen seien in Gefahr, bestätigte Daimler dem SWR.

Die Corona-Krise setzt den zuletzt ohnehin schwächelnden Konzern mit seinen weltweit rund 300.000 Mitarbeitern unter Druck. Vorstandschef Ola Källenius hatte schon bei der Hauptversammlung am Mittwoch betont, dass das im vergangenen Herbst aufgelegte Sparprogramm verschärft werden müsse. Darin waren, neben einer Vielzahl weiterer Maßnahmen, Einsparungen im Personalbereich in Höhe von 1,4 Milliarden Euro vorgesehen

11.7.2020 • 12:38 Uhr

Kalifornien will wegen Corona-Pandemie Tausende Gefangene freilassen

Wegen der Corona-Pandemie will der US-Bundesstaat Kalifornien bis zu 8000 weitere Strafgefangene vorzeitig freilassen. "Diese Maßnahme dient der Gesundheit und Sicherheit der Insassen und des Personals", teilte die kalifornische Gefängnisbehörde mit.

Bis Ende August könnten die Gefangenen demnach aus den überbelegten Haftanstalten entlassen werden. Seit Beginn der Corona-Krise durften in dem schwer von der Pandemie betroffenen Westküstenstaat bereits 10.000 Häftlinge das Gefängnis vorzeitig verlassen.

11.7.2020 • 12:25 Uhr

DFB-Chef Keller setzt auf Corona-Tests vor Stadion-Besuch

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Fritz Keller, hofft, dass es bald wieder Bundesliga-Spiele mit Publikum gibt. "Wir müssen alles daran setzen, dass wir wieder Zuschauer in die Stadien reinkriegen", sagte Keller in einem SWR-Interview.

Voraussetzung sei, wie schon beim Re-Start der Bundesliga nach der Corona-Pause, ein detailliertes Hygienekonzept. Einen zeitlichen Rahmen gebe es noch nicht. Ein zentraler Bestandteil für eine mögliche Rückkehr der Fans könnten Corona-Tests sein, so Keller. "Mein Traum wäre es, über Testungen, vielleicht irgendwann mal ein volles Stadion zu kriegen." Mit den Tests könne im Idealfall dafür gesorgt werden, dass es im Stadion keine Ansteckungsgefahr gebe.

11.7.2020 • 12:08 Uhr

Bundesregierung warnt vor falschem "Bundesamt für Krisenschutz"

Die Bundesregierung warnt Unternehmen vor Betrügern, die sich als Vertreter eines imaginären "Bundesamts für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe" ausgeben. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte, in der Sache werde bereits ermittelt.

Die Website des erfundenen "Bundesamtes" erinnert in ihrer Optik stark an die Internet-Auftritte der Bundesbehörden. In der Vergangenheit hatte es bereits mehrere Versuche von Betrügern gegeben, an die Daten von Unternehmen zu kommen, die Corona-Soforthilfe beantragen wollen. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte in diesem Zusammenhang bereits eine Warnung vor entsprechenden E-Mail veröffentlicht.

11.7.2020 • 11:54 Uhr

Fluggesellschaft Emirates will bis zu 9000 Stellen streichen

Die Fluggesellschaft Emirates will bis zu 9000 Angestellte entlassen. Zehn Prozent der Stellen seien bereits gestrichen worden, sagte Konzernchef Tim Clark der BBC. Insgesamt könnten die Kürzungen demnach bis zu 15 Prozent der Beschäftigten treffen.

Emirates sei aber "weniger schlimm" von der Corona-Krise betroffen als andere Fluggesellschaften, sagte Clark weiter. Vor der Pandemie habe die Airline mit einem der besten Geschäftsjahre in seiner Geschichte gerechnet, sagte Clark.

Noch im März hatte die Fluggesellschaft mit Sitz in Dubai eine Steigerung des Jahresgewinns um 21 Prozent gemeldet. Im selben Monat musste die Airline ihren weltweiten Flugverkehr wegen der Corona-Pandemie vorübergehend komplett einstellen. Bis Mitte August will Emirates wieder 58 Städte anfliegen - vor der Corona-Pandemie waren es noch 157.

11.7.2020 • 11:50 Uhr

Krankenhäuser im Nordwesten Syriens schränken Hilfen ein

Nach Bekanntwerden eines ersten Corona-Falls in der von Rebellen kontrollierten Region Idlib in Syrien haben mehrere Krankenhäuser ihre Arbeit drastisch reduziert. Das Krankenhaus in Bab al-Haua, wo ein Arzt positiv auf das Corona-Virus getestet worden war, sei komplett geschlossen worden, sagte Mazen Kewara von der Syrian American Medical Association. Weitere Krankenhäuser nähmen nur noch Notfälle an. Inzwischen seien zwei weitere Ärzte positiv auf das Virus getestet worden.

In der Provinz Idlib leben nach UN-Angaben mehr als vier Millionen Menschen, von denen die meisten Flüchtlinge sind. Hilfsorganisationen warnen vor einem unkontrollierten Ausbruch des Coronavirus in der Provinz im Nordwesten des Bürgerkriegslandes.

11.7.2020 • 11:21 Uhr

Merkel: Pandemie nur global zu besiegen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat erneut gefordert, bei der Bekämpfung von Corona auf internationale Zusammenarbeit zu setzen. "Nur wenn wir auf diese globale Bedrohung globale Antworten finden, haben wir die Chance, aktuell und künftig Pandemien zu besiegen", sagte die Bundeskanzlerin in ihrem Video-Podcast. Das gelte insbesondere bei einer wachsenden Weltbevölkerung. Sie sehe in vielen Staaten "die große Bereitschaft, diese Herausforderungen gemeinsam anzugehen - das stimmt mich hoffnungsvoll."

Merkel machte den heutigen "Weltbevölkerungstag" zum Schwerpunkt ihres aktuellen Podcasts. Dieser Gedenktag wird seit 1989 begangen, um auf die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung weltweit aufmerksam zu machen. Das Datum erinnert an den 11. Juli 1987, als die Grenze von fünf Milliarden durchbrochen wurde. Heute leben mehr als sieben Milliarden Menschen auf der Erde.

11.7.2020 • 11:05 Uhr

Mehr als 70.000 Corona-Tote in Brasilien

In Brasilien sind nach Auskunft des Gesundheitsministeriums 45.048 Neuinfektionen registriert worden. Damit stieg die Zahl der festgestellten Ansteckungen auf 1.800.827. Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg in den vergangenen 24 Stunden um 1214 auf 70.398.

Am Dienstag hatte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro bekanntgegeben, mit dem neuartigen Virus infiziert zu sein. Der Staatschef hatte die Gefahr durch die Corona-Pandemie wiederholt kleingeredet. Er hat sich nach seiner Infektion aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, postet aber täglich Videos über seinen Gesundheitszustand. So zelebriert er vor laufender Kamera die Einnahme des Malariamedikaments Hydroxychloroquin. Viele Ärzte warnen davor, es zur Behandlung einer Corona-Infektion einzunehmen.

11.7.2020 • 09:33 Uhr

Geplante Hinrichtung in den USA wegen Corona-Pandemie aufgeschoben

Wegen der Corona-Pandemie hat ein US-Gericht die erste Hinrichtung seit 17 Jahren auf Bundesebene vorerst ausgesetzt. Die Hinrichtung des 47-jährigen Daniel Lee per Giftspritze war ursprünglich für den kommenden Montag angesetzt. Er war 1999 wegen der Ermordung eines Ehepaares und dessen achtjähriger Tochter zum Tode verurteilt worden.

Grund für den Aufschub sei, dass Hinterbliebene der Opfer der Hinrichtung zwar beiwohnen wollten, aber Angst hätten, während der Corona-Pandemie zu reisen, so die zuständige Richterin. Angehörige der Opfer hatten an US-Präsident Donald Trump appelliert, Lee zu lebenslanger Haft zu begnadigen. Eine Hinrichtung mache nichts wieder gut.

11.7.2020 • 09:06 Uhr

Debatte über Maskenpflicht innerhalb der Bundesregierung

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat davor gewarnt, die Sicherheitsvorkehrungen in der Corona-Krise vorschnell aufzuheben. "Wir müssen an der gegenwärtigen Maskenpflicht und den Abstandsregeln festhalten", sagte sie der "Passauer Neuen Presse". Ein schwerer Rückschlag würde nicht nur die Gesundheit von Menschen gefährden, sondern auch der Wirtschaft schwer schaden.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier kann sich hingegen vorstellen, die Maskenpflicht aufzuheben. Bedingung dafür wäre für ihn, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Deutschland unter die Schwelle von 100 sinkt. "Wenn wir bei den Infektionen dauerhaft zweistellig sind, müssen Mediziner und Politik neu nachdenken", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Tatsächlich ist die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland seit Tagen vergleichsweise gering, lag aber stets über der Marke von 300.

11.7.2020 • 08:46 Uhr

Eishockey-Liga NHL soll am 1. August wieder starten

Die nordamerikanische Eishockey-Liga NHL soll am 1. August mit fünf Spielen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Der Liga-Vorstand und die Mehrheit der Profis billigten einen von Liga und Spielergewerkschaft verabschiedeten Plan. Die Saison war am 12. März wegen der Coronavirus-Pandemie noch vor dem Ende der Hauptrunde unterbrochen worden.

11.7.2020 • 07:34 Uhr

Altmaier kündigt weitere Staatsbeteiligungen an

Der deutsche Staat wird sich nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in der Coronavirus-Krise nach der Lufthansa an weiteren in ihrer Existenz gefährdeten Unternehmen beteiligen. "Wir reden wahrscheinlich über einige Dutzend Fälle", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"In dieser sehr begrenzten Zahl der Fälle werden wir die Möglichkeiten des Wirtschaftsstabilisierungsfonds nutzen und uns gegebenenfalls auch beteiligen." Auch weitere strategische Beteiligungen wie die am Impfstoffhersteller Curevac sind offenbar geplant. Davon werde es aber nur "wenige" geben. "Ich habe immer deutlich gemacht, dass eine staatliche Beteiligung die absolute Ausnahme sein muss."

11.7.2020 • 05:36 Uhr

378 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 378 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 198.556 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. In Deutschland starben nach RKI-Angaben 9060 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von sechs im Vergleich zum Vortag. Bisher haben 184.400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

11.7.2020 • 05:13 Uhr

Sicherheitsrat könnte nächste Woche wieder im UN-Gebäude tagen

Der UN-Sicherheitsrat könnte in der kommenden Woche möglicherweise erstmals seit vier Monaten Corona-Krise wieder im Hauptgebäude der Vereinten Nationen in New York zusammenkommen. Es gebe Überlegungen, die Debatte über den Konflikt in Kolumbien am Dienstag vor Ort im Saal des Rates abzuhalten - unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln, hieß es aus Diplomatenkreisen. Eine Entscheidung werde in den kommenden Tagen erwartet, dann soll es auch mehr Details zum Vorgehen geben.

11.7.2020 • 05:13 Uhr

Ansturm von Freiwilligen für Corona-Impfstudie in Tübingen

Rund 4000 Freiwillige haben sich in der Tübinger Universitätsklinik als Probanden für eine Corona-Impfstudie gemeldet. "Wir sind in einer Luxuslage wie noch bei keiner klinischen Studie. Sonst müssen wir um Probanden ringen", sagte Studienleiter Peter Kremsner der Deutschen Presse-Agentur. An der Uniklinik hatte Mitte Juni eine klinische Studie begonnen, um den Impfstoff des Tübinger Biopharma-Unternehmens Curevac auf seine Verträglichkeit zu testen. Seitdem haben rund 50 Menschen das Mittel erhalten. Laut Kremsner sind noch keine überraschenden Nebenwirkungen aufgetreten. 

11.7.2020 • 05:13 Uhr

WHO schickt Expertenteam zur Untersuchung von Corona-Ursprung nach China

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entsendet auf der Suche nach dem Ursprung des neuartigen Coronavirus heute ein Expertenteam nach China. Den chinesischen Behörden zufolge ging das Coronavirus von einem Wildtiermarkt in Wuhan auf den Menschen über. Immer wieder wurde aber auch ein Labor in Wuhan mit dem Ausbruch der Pandemie in Verbindung gebracht, unter anderem von US-Präsident Donald Trump. Die USA und andere Staaten fordern seit längerem von Peking mehr Transparenz über den Ursprung der Pandemie. Die WHO hatte China seit Anfang Mai gedrängt, seine Experten ins Land einzuladen, um bei der Erforschung des Ursprungs des Coronavirus mitzuhelfen.