Corona-Tests in Gütersloh | REUTERS
Liveblog

Corona-Liveblog zum Nachlesen ++ Mehr Fälle ohne Tönnies-Bezug im Kreis Gütersloh ++

Stand: 27.06.2020 21:57 Uhr

Im Kreis Gütersloh ist die Zahl positiver Tests in der Bevölkerung ohne direkten Bezug zur Tönnies-Belegschaft "merklich" gestiegen. In den US-Bundesstaaten Florida und Arizona geht die Zahl der Neuinfektionen deutlich nach oben. Der Liveblog vom Samstag zum Nachlesen.

  • Geberkonferenz sammelt weitere 6,15 Mrd. Euro für Impfstoffsuche
  • Mehr Fälle ohne Tönnies-Bezug im Kreis Gütersloh
  • Beschäftigte in NRW-Fleischbranche werden regelmäßig getestet
  • Millionen-Förderungen für Kulturszene im Gespräch
  • Nur noch Kreis Gütersloh über Corona-Grenzwert
  • Brasilien, Russland und USA wohl nicht auf EU-Liste für Einreisen
27.6.2020 • 21:55 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

27.6.2020 • 21:30 Uhr

Kreis Gütersloh: Mehr positive Tests bei Menschen ohne Tönnies-Bezug

Im Kreis Gütersloh ist die Zahl nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektionen in der Bevölkerung ohne direkten Bezug zur Tönnies-Belegschaft "merklich" gestiegen. Grund dafür seien wohl vor allem die deutlich umfangreicheren Tests, viele der Infizierten zeigten aber keine Symptome, erklärte der Kreis in einer Mitteilung am Abend. In den sieben Tagen bis einschließlich Freitag (20. bis 26. Juni) seien 75 Fälle ohne Bezug zur Fleischfirma Tönnies bekannt geworden. Das waren den Angaben zufolge 28 mehr als im Vergleichszeitraum einen Tag zuvor.

27.6.2020 • 21:16 Uhr

Spanien verlängert Verbot für Kreuzfahrtschiffe bis Krisenende

Die spanische Regierung verlängert das Einreiseverbot für Kreuzfahrttouristen. Wie aus einem entsprechenden Gesetzblatt hervorgeht, soll das Anlegen der Touristenschiffe erst nach der Corona-Krise wieder erlaubt werden. Mit der Maßnahme soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden.

Die spanische Regierung öffnet derzeit das Land wieder für Touristen, die im Hotel übernachten. Spanien erzielt gut zwölf Prozent seiner Wirtschaftsleistung mit Urlaubern.

27.6.2020 • 20:23 Uhr

"Corona-Rebellen" legen Kretschmanns Facebook-Seite lahm

Nach zahlreichen Drohungen und Beleidigungen auf der Facebook-Seite von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat das Staatsministerium die Seite vorübergehend vom Netz genommen. Die Seite sei nach Veröffentlichung des jüngsten Podcasts des Grünen-Politikers am Freitagabend ununterbrochen von sogenannten "Corona-Rebellen und Verschwörungsideologen" angegriffen worden, teilte die Pressestelle des Staatsministeriums mit.

"Im Sekundentakt posteten die Nutzerinnen und Nutzer zahlreiche Falschaussagen, Verschwörungserzählungen, Drohungen, Beleidigungen und andere strafrechtlich relevante Inhalte." Insgesamt gingen in 20 Stunden weit mehr als 4000 Kommentare der "Störer" ein, wie es hieß. Zudem seien auch andere Nutzerinnen und Nutzer massiv attackiert worden. Ein normaler Betrieb der Seite sei daher nicht mehr möglich gewesen.

27.6.2020 • 18:52 Uhr

Rekordzunahme der Infektionen in Florida und Arizona

Der US-Bundesstaat Florida verzeichnet eine Zunahme der Corona-Infektionen um 9585 Fälle. Dies sei der stärkste Anstieg binnen einem Tag seit Beginn der Pandemie, erklären die Gesundheitsbehörden.

Aus dem ebenfalls stark betroffenen Bundesstaat Arizona werden 3591 Neuinfektionen gemeldet. Dies sind genauso viele wie am 23. Juni, als ein Rekord bei der Anzahl der neuen Fälle binnen einem Tag verzeichnet wurde.

27.6.2020 • 18:18 Uhr

Globaler Spendenmarathon: Staaten sagen weiteren Milliardenbetrag zu

Beim internationalen Spendenmarathon für Impfstoffe und Behandlungen gegen die Lungenkrankheit Covid-19 sind neue Hilfszusagen in Höhe von 6,15 Milliarden Euro zusammengekommen. Allein die EU-Kommission und Deutschland sagten bei einer virtuellen Geberkonferenz am Nachmittag zusammen knapp 5,3 Milliarden Euro zu. Weitere Großspenden kamen zum Beispiel aus den USA und Kanada.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einem unglaublichen Ergebnis. Sie hatte die Geberkonferenz zusammen mit der New Yorker Nichtregierungsorganisation Global Citizen organisiert. Zum Abschluss sollte es am Abend noch ein großes Online-Konzert mit Künstlern wie Miley Cyrus, Shakira und Justin Bieber geben.

27.6.2020 • 17:31 Uhr

(Zu) volle Strände an der Ostseeküste

Sonnenschein und der Ferienbeginn in einigen Bundesländern haben für volle Strände an der Ostseeküste gesorgt. Die Kapazitätsgrenze für Parkplätze und Strand war zwischenzeitlich erreicht, wie die Scharbeutzer Bürgermeisterin Bettina Schäfer mitteilte. "Anreisende Gäste werden nur noch durch unsere Orte durchgeleitet", schreibt sie bei Facebook. Anwohner und der öffentliche Nahverkehr hätten freie Fahrt, auch Gäste zu Ferienwohnungen und Hotels.

Weil es am Nachmittag zu regnen begann, konnten die Sperrungen nach Angaben von Schäfer wieder aufgehoben werden.

Viele Menschen am Timmendorfer Strand. | dpa

Sonnenschein, Samstag und hohe Temperaturen sorgten für volle Strände - so wie hier am Timmendorfer Strand. Bild: dpa

27.6.2020 • 17:19 Uhr

Gütersloh: Neun Infektionen in der Allgemeinbevölkerung

Im Kreis Gütersloh sind bei rund 4100 Tests in der Allgemeinbevölkerung neun Infektionen nachgewiesen worden. Dies sagte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann nach dem Besuch eines Testzentrums in Gütersloh. In einem Interview bei ntv ordnete er dies als "sehr niedrige Infektionsrate" ein.

In den Kreisen Gütersloh und Warendorf war nach dem Ausbruch des Coronavirus in dem Tönnies-Werk mit mehr als 1500 infizierten Mitarbeitern bis zum 30. Juni ein eingeschränkter Lockdown verkündet worden. Von den Tests in der Allgemeinbevölkerung erhofft sich das Gesundheitsministerium ein Bild, inwieweit sich das Virus ausgebreitet hat.

Da der regionale Lockdown bis zum 30. Juni befristet ist, muss spätestens am Dienstag eine Entscheidung über Auslaufen oder Verlängerung fallen.

27.6.2020 • 16:27 Uhr

Alle Beschäftigte in NRW-Fleischbetrieben werden getestet

Die Fleischindustrie in Nordrhein-Westfalen muss Beschäftigte auf ihre Kosten künftig mindestens zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen. Die neue Vorgabe gelte ab 1. Juli für Schlachthöfe, Zerlegebetriebe und vorrangig fleischverarbeitende Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten und unabhängig davon, ob es sich um eigene Beschäftigte oder Werkvertragsnehmer handele, teilte das NRW-Ministerium für Arbeit und Gesundheit mit.

Die Kosten müssen die Betriebsinhaber tragen. Nur Mitarbeiter mit negativem Testergebnis dürfen weiter eingesetzt werden, die Betrieb müssen entsprechende Nachweise auf Verlangen vorzeigen. Zudem sind sie verpflichtet, die Namen und Wohn- beziehungsweise Aufenthaltsadressen sämtlicher auf dem Betriebsgelände anwesender Personen zu erheben und für vier Wochen aufzubewahren. "Es kann nicht sein, dass bei einem Ausbruchsgeschehen die Behörden vor Ort tagelang diesen Daten hinterherlaufen müssen", erklärte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) dazu.

27.6.2020 • 15:33 Uhr

Mast fordert flächendeckende Tests in Fleischindustrie

Angesichts der Corona-Ausbrüche in großen Schlachtbetrieben hat sich SPD-Vizefraktionschefin Katja Mast für bundesweite Tests in der Branche ausgesprochen. "Ich bin dafür, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Fleischindustrie auf das Corona-Virus getestet werden", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. "Falls notwendig auch mehrfach", fügte sie hinzu. "Arbeitsschutz ist immer auch Gesundheitsschutz."

Nachdem sich die deutsche Fleischindustrie am Freitag nun doch für das von der Bundesregierung geplante Verbot von Werkverträgen ausgesprochen hatte, betonte Mast zudem, es gehe nicht nur um Werkverträge. "Es geht auch um das Verbot von Leiharbeit im Kernbereich der Produktion, Subunternehmertum und Unterbringung der Beschäftigten", sagte sie. "Die Fleischindustrie hat uns doch jahrelang vorgemacht, dass sie jedes Schlupfloch findet", kritisierte die SPD-Politikerin.  Sie hoffe nun "auf einen breiten politischen Konsens", sagte Mast. "Die Bevölkerung gibt uns Rückhalt. Niemand versteht, wenn das jetzt im politischen Klein-Klein endet. Damit wäre vor allem den Betroffenen nicht geholfen."

Die Bundesregierung will Werkverträge in Schlachthöfen nach einer Häufung von Corona-Infektionen verbieten lassen. Nur noch Angestellte des eigenen Betriebs sollen Tiere schlachten und zerlegen dürfen. Ein Kabinettsbeschluss sieht vor, die Werkverträge ab 1. Januar 2021 zu untersagen.

27.6.2020 • 14:23 Uhr

26 Feinkost-Filialen bei Karstadt gerettet

Die Gewerkschaft ver.di und die Karstadt Feinkost GmbH haben sich nach Angaben der Dienstleitungsgewerkschaft auf einen umfassenden Sozialtarifvertrag verständigt. "Es ist uns gelungen, dass mindestens 26 Filialen erhalten bleiben und es für vier weitere Filialen Hoffnung auf den Erhalt gibt", erklärte der Verdi-Bundesfachgruppenleiter für den Bereich Einzelhandel, Orhan Akman.

Bei Karstadt-Feinkost arbeiten nach Verdi-Angaben rund 2100 Beschäftigte in 50 Filialen. Für die im Unternehmen Verbleibenden wurde demnach eine Beschäftigungssicherung bis zum 1. Januar 2025 vereinbart.

27.6.2020 • 13:11 Uhr

Grüne fordern Durchgreifen des Bundes an Hotspots

Zur Verhinderung einer zweiten Corona-Infektionswelle hat die Grünen-Bundestagsfraktion Gesundheitsminister Jens Spahn aufgefordert, mehr Kompetenzen für die Bekämpfung der Pandemie bei der Bundesregierung zu bündeln.

Der Bund müsse Ländern und Kreisen mehr konkrete Vorgaben machen und sie stärker dabei unterstützen, gegen lokale Infektionsherde vorzugehen, schrieben Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sowie die Grünen-Innenpolitikerinnen Irene Mihalic und Kordula Schulz-Asche in einem Brief an Spahn. Sie forderten klare, bundesweit einheitliche Regeln: Nötig seien "bundesweit verbindliche Vorgaben zum Umgang mit Corona-Hotspots" - beim Corona-Ausbruch beim Fleischunternehmen Tönnies sei zu spät und unkoordiniert reagiert worden.

27.6.2020 • 12:38 Uhr

Tourismus - Mecklenburg-Vorpommern gibt sich gelassen

Die Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern sieht sich gut für die Urlaubssaison gerüstet. "Wir sind da ganz unaufgeregt", sagte Verbandsgeschäftsführer Tobias Woitendorf in Bezug auf vermehrte Anreisen. Dass aufgrund der Corona-Lockerungen mehr Gäste ins Land kämen, sei indes ein Trugschluss. Die Kapazitäten in den Hotels, Pensionen und auf den Campingplätzen sei coronabedingt auf etwa 80 Prozent verringert.

"Wir haben insgesamt durch die Begrenzungen eine geringere Zahl an Menschen im Land", so Woitendorf. Er rechnete an diesem Wochenende mit 350.000 bis 400.000 Übernachtungsgästen. Tagesbesucher aus anderen Bundesländern sind in dem Bundesland an der Ostsee ohnehin nicht zugelassen.

Mecklenburg-Vorpommern setzt bei der Öffnung für den Tourismus auf einen behutsamen Start, um eine Nachvollziehbarkeit der Kontakte im Corona-Fall gewährleisten zu können. Grenzkontrollen gibt es nicht, stichprobenartige Kontrollen in den Urlaubsorten soll es dagegen geben.

27.6.2020 • 12:18 Uhr

Corona-Lockerungen in Ägypten

Nach mehr als drei Monaten dürfen heute in Ägypten erstmals wieder Cafés, Clubs, Theater und Fitnessstudios geöffnet. Cafés dürfen allerdings nur ein Viertel ihrer Sitzmöglichkeiten ausschöpfen und Wasserpfeifen dürfen aus Hygienegründen nicht ausgegeben werden.

Auch Moscheen und Kirchen dürfen wieder Gläubige einlassen. Die großen Freitagsgebete in den Moscheen und Gottesdienste am Sonntag in den Kirchen bleiben aber verboten, teilte Ministerpräsident Mustafa Madbuli mit.

Gläubige beten in der Al-Rahman-Moschee in Kairo. | REUTERS

Gläubige beten in der Al-Rahman-Moschee in Kairo. Auf dem Boden sind Abstandsmarkierungen angebracht worden. Bild: REUTERS

27.6.2020 • 12:01 Uhr

Söder: "Wir müssen wirklich aufpassen"

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder warnt in einer Videobotschaft vor einer zweiten Corona-Welle. "Wir müssen wirklich aufpassen", sagte der CSU-Politiker.

In der vergangenen Woche sei "unglaublich viel passiert", sagte Söder mit Blick auf Ausbrüche im Kreis Gütersloh, in Niedersachsen und Berlin. "Wir dürfen nicht riskieren, dass wir sogar noch schneller als befürchtet, vor dem Herbst, eine zweite Welle bekommen, eine schleichende Welle, und überall regionale Lockdowns bekommen."

27.6.2020 • 11:24 Uhr

Peru: Ausgangssperre soll nach mehr als 100 Tagen enden

Die Regierung in Peru hat die Aufhebung der strikten Ausgangssperre für den Großraum Lima und mehrere weitere Regionen des Landes am kommenden Dienstag angekündigt. Gemäß einem Dekret des Präsidenten Martín Alberto Vizcarra Cornejo sollen die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie jedoch in sieben der insgesamt 25 Provinzen in Kraft bleiben.

Die landesweite Ausgangssperre gilt bereits seit mehr als hundert Tagen. Nach Regierungsangaben ist das neuartige Coronavirus in der Hauptstadtregion inzwischen auf dem Rückzug - obwohl dort 70 Prozent der mehr als 270.000 landesweit registrierten Infektionsfälle gezählt wurden. Von Dienstag an dürfen sich die meisten Menschen in der Zehn-Millionen-Metropole Lima wieder frei bewegen. Ausgenommen von den Lockerungen sind Kinder unter 15 Jahren und Senioren über 65 Jahren sowie Menschen mit Vorerkrankungen.

Frauen warten mit ihren Kindern in Lima auf eine Impfung. | dpa

Frauen warten mit ihren Kindern in Lima auf eine Impfung. Um die medizinische Grundversorgung für gefährdete Bevölkerungsgruppen zu stärken, hat das Gesundheitsministerium die Gesundheitsleistungen erhöht. Bild: dpa

27.6.2020 • 11:11 Uhr

Großbritannien plant Quarantäne-Ampel

Wer derzeit nach Großbritannien einreist, muss sich zwei Wochen selbst isolieren. Dagegen protestieren nicht nur Reiseveranstalter und Fluggesellschaften. Nun will die Regierung die Quarantänepflicht lockern - mit einem Ampelsystem, wie Eric Graydon aus dem ARD-Studio London berichtet:

27.6.2020 • 10:38 Uhr

Kanzlerin: Corona-Schutzauflagen weiter ernst nehmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert angesichts aktueller Corona-Ausbrüche an alle Menschen in Deutschland, weiter vorsichtig zu sein. "Nehmen Sie es ernst, denn es ist ernst - und die vom Virus ausgehende Gefahr ist weiterhin ernst", sagte sie in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Sie forderte zur Nutzung der Corona-Warn-App auf und rief dazu auf, die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie - Mindestabstand, Mund-Nasen-Schutz und Händewaschen - weiter einzuhalten.

Zugleich betonte Merkel, sie sehe die Überwindung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen als zentrale Aufgabe während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli beginnt. Die Pandemie habe bereits mehr als hunderttausend Menschen in Europa das Leben gekostet. "Und auch zentrale europäische Errungenschaften wie die Freizügigkeit und die offenen Grenzen waren und sind zum Teil noch eingeschränkt", erwähnte sie. Sie werde EU-Ratspräsident Charles Michel nach Kräften dabei unterstützen, so rasch wie möglich einen neuen EU-Haushalt aufzustellen und Aufbaumaßnahmen zu verabschieden, damit die europäische Wirtschaft wieder wachse und der soziale Zusammenhalt gesichert werde.

27.6.2020 • 10:34 Uhr

Tokio: Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Notstands-Ende

Japans Hauptstadt Tokio hat am Samstag die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit Aufhebung des nationalen Notstands Ende Mai registriert. Demnach wurden 57 Menschen binnen eines Tages positiv auf das Coronavirus getestet, wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete. Damit bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen seit nunmehr vier Tagen um die Marke von 50 Fällen.

Als Cluster wurden unter anderem Tokios nächtliche Amüsierviertel ausgemacht. Landesweit stieg die Zahl am Vortag erstmals seit Anfang Mai wieder auf mehr als 100 Fälle. Der Trend der Neuinfektionen zeigte bis Ende Mai nach unten, doch nach Aufhebung des Notstands am 25. Mai begann die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Tokio wieder zu steigen.

Die Millionen-Hauptstadt will im Sommer nächsten Jahres die wegen der globalen Pandemie verschobenen Olympischen Spiele ausrichten. Japan hatte vergangenen Monat den Notstand im ganzen Land aufgehoben, da die Krise so gut wie unter Kontrolle gebracht worden sei. Während des Notstands waren die Bürger gebeten, möglichst zu Hause zu bleiben. Ausgangssperren wie in Europa sind rechtlich nicht möglich.

Eine junge Frau mit Mundschutz geht an einem Drogeriegeschäft vorbei, an dessen Eingang ein Zettel mit der Information über 55 neue Corona-Infektionen hängt. | dpa

Eine junge Frau mit Mundschutz geht an einem Drogeriegeschäft vorbei, an dessen Eingang ein Zettel mit der Information über 55 neue Corona-Infektionen hängt. Bild: dpa

27.6.2020 • 09:51 Uhr

Grütters will Förderung für Clubs in Millionenhöhe

Kulturstaatsministerin Monika Grütters stellt Clubs Förderung in Millionenhöhe in Aussicht. "Corona hat die Clubs hart getroffen: Sie waren die ersten, die schließen mussten, und sie werden voraussichtlich erst sehr spät wieder öffnen können. Deshalb müssen wir reagieren, um ein Clubsterben zu verhindern", sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Grütters kündigte an: "In der kommenden Woche wird der Deutsche Bundestag das eine Milliarde Euro umfassende Konjunkturprogramm 'Neustart Kultur' verabschieden. Darin sind alleine 150 Millionen Euro für die überwiegend privatwirtschaftlich organisiere Musikkultur enthalten - ein Teil dieser Mittel steht auch den Clubs zur Verfügung, die Live-Aufführungen bieten."

Darüber hinaus könnten die Clubs "pandemiebedingte Investitionen" beantragen sowie von Überbrückungshilfen des Bundeswirtschaftsministeriums profitieren. Grütters nahm aber auch die Bundesländer in die Pflicht: "Unabhängig von den Leistungen des Bundes müssen im Übrigen natürlich auch die Länder ihren Beitrag für den Erhalt der Clubkultur leisten", sagte sie.

27.6.2020 • 09:51 Uhr

Corona-Aufbauplan der EU: Von der Leyen macht Druck

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen pocht auf eine zügige Verabschiedung des geplanten Corona-Wiederaufbauplans. "Wichtig ist, dass wir vor der Sommerpause fertig werden", sagte von der Leyen dem "Handelsblatt". Falls beim EU-Gipfel am 17. Juli keine Einigung zwischen den Mitgliedstaaten erzielt werde, müssten die Staats- und Regierungschefs ein zweites Mal zusammenkommen.

Die deutsche Ratspräsidentschaft bezeichnete die CDU-Politikerin als "großes Glück".  Die Mitgliedstaaten müssten "so lange arbeiten, bis das Paket auf den Weg gebracht ist", forderte von der Leyen. Europa stecke in der tiefsten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg und brauche den Hilfsfonds für die besonders von der Pandemie betroffenen Länder daher dringend.

Der Vorschlag der EU-Kommission sieht ein Konjunkturprogramm in Höhe von insgesamt 750 Milliarden Euro vor. Davon sollen 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuwendungen ausgezahlt werden. Der Vorschlag ist unter den Mitgliedstaaten umstritten.

27.6.2020 • 08:17 Uhr

TK: Wenige Krankmeldungen im Mai

Bei der Techniker Krankenkasse (TK) haben sich im Mai so wenige Arbeitnehmer krank gemeldet, wie in keinem Mai der vergangenen zehn Jahre. Demnach lag der Anteil krankgeschriebener Beschäftigter bei 3,35 Prozent, wie eine Auswertung der Kasse zeigt, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. 2010 lag der Anteil im Monat Mai bei 3,39 Prozent. Der niedrigste Mai-Krankenstand seit Beginn der Auswertungen wurde nach Angaben der TK 2006 mit 2,92 Prozent gemessen.

TK-Chef Jens Baas führt den seit April währenden Rückgang unter anderem auf das Ende der Erkältungssaison zurück, die jedes Jahr für hohe Fehlzeiten verantwortlich sei. "Zum anderen kommen da aber sicher auch eine Reihe von Faktoren hinzu: allgemein verbesserte Hygienemaßnahmen, mehr Homeoffice, weniger Sport-, Schul- und Wegeunfälle, aber auch Faktoren wie eine unsicherere Arbeitsmarktsituation", wird Baas zitiert.

Die Diagnose Covid-19 komme im Krankenstand vergleichsweise selten vor. Demnach waren im Monat Mai nur 0,35 Prozent der krankgemeldeten Beschäftigten davon betroffen. Im Vormonat waren es 0,64 Prozent.

27.6.2020 • 08:08 Uhr

Verschärfungen im Großraum Buenos Aires

Im Großraum der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires werden die weitgehenden Ausgangsbeschränkungen wieder verschärft. Der argentinische Präsident Alberto Fernández verkündete in einer Video-Ansprache zum einen die Verlängerung der bisherigen Maßnahmen bis zum 17. Juli. Zum anderen erklärte er, dass einige Lockerungen in der Hauptstadtregion wegen steigender Infektionszahlen wieder zurückgenommen würden. "Der Großraum Buenos Aires steckt den Rest des Landes an", sagte Fernández. "Wir müssen ihn isolieren."

Ein Mann desinfiziert einen Passagierwagen im öffentlichen Nahverkehr von Buenos Aires. | AP

Ein Mann desinfiziert einen Passagierwagen im öffentlichen Nahverkehr von Buenos Aires. Bild: AP

27.6.2020 • 07:17 Uhr

Indien mit mehr als 17.000 Neuinfektionen

In Indien ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen 24 Stunden um über 17.000 gestiegen. Die Gesamtzahl belaufe sich damit auf über 500.000 Fälle, wie Daten des Gesundheitsministeriums zeigen. Dabei nähmen die Infektionen in den größeren Städten, darunter die Hauptstadt Neu-Delhi, stark zu. Indien liegt nach Zählungen der Nachrichtenagentur Reuters hinter den USA, Brasilien und Russland auf Platz vier bei der Zahl der bestätigten Covid-19-Infektionen.

27.6.2020 • 06:38 Uhr

Volkswirte: Arbeitslosigkeit steigt wegen Corona weiter

Volkswirte führender deutscher Finanzinstitute erwarten eine weiter wachsende Arbeitslosigkeit in Deutschland im Zuge der Corona-Krise. "Die Zahl der Arbeitslosen dürfte in den nächsten Monaten weiter steigen, denn es wird weitere Entlassungen geben und die Unternehmen stellen weniger ein", sagte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der staatliche Förderbank KfW.

Auch Katharina Utermöhl, Volkswirtin bei der Allianz-Gruppe, geht von steigender Arbeitslosigkeit aus. "Viele Firmen werden schlussendlich doch nicht um Kapazitätsanpassungen, sprich Jobstreichungen oder gar eine Insolvenz, herumkommen", sagte sie. «"Daher besteht für rund jeden fünften Kurzarbeiter in Deutschland weiterhin ein erhöhtes Risiko, in die Arbeitslosigkeit zu rutschen."

27.6.2020 • 06:09 Uhr

Entwicklungsminister Müller: Corona-Krisengewinner besteuern

Entwicklungsminister Gerd Müller fordert eine stärkere finanzielle Beteiligung der Weltwirtschaft am Kampf gegen die Corona-Pandemie. Unternehmen wie der Internet-Händler Amazon hätten in unglaublichem Ausmaß von der Krise profitiert, sagte der CSU-Politiker im "Interview der Woche" im Radioprogramm B5 aktuell des Bayerischen Rundfunks.

"Der Besitzer von Amazon ist seit Januar bis heute 35 Milliarden Euro reicher geworden." Problematisch sei, dass die Firma fast keinen Euro Steuern zahle. Müller erwartet sich von Deutschlands Europäischer Ratspräsidentschaft eine Besteuerung solcher Krisengewinner.

27.6.2020 • 05:12 Uhr

Nur Kreis Gütersloh noch über Corona-Grenzwert

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Deutschland ist um 687 auf 193.243 gestiegen. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Zahl der Todesfälle steigt um sechs auf 8954.

Aktuell liegt nur noch der Kreis Gütersloh über dem Corona-Grenzwert von 50 neuen Fällen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Laut RKI liegt der Wert für den Kreis in Nordrhein-Westfalen jetzt bei 164. Der benachbarte Kreis Warendorf, der zuletzt ebenfalls über der kritischen Marke gelegen hatte, liegt mit knapp 20 Fällen pro 100.000 Einwohner wieder deutlich darunter. Grund waren in beiden Kreisen die vielen Infektionen bei Mitarbeitern eines Tönnies-Fleischwerks.

27.6.2020 • 03:11 Uhr

Trotz hoher Infektionszahlen lockert Mexiko-Stadt Corona-Regeln

In Mexiko-Stadt dürfen ab kommender Woche Einzelhandelsgeschäfte und Märkte sowie Restaurants, Hotels und Schönheitssalons wieder öffnen. Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum begründete diese Entscheidung mit einem leichten Rückgang der Auslastung der Krankenhäuser. Im Laufe der kommenden Woche sollen sukzessive verschiedene Betriebe in begrenztem Umfang wieder öffnen dürfen. Voraussetzung ist die Einhaltung bestimmter Hygienemaßnahmen, etwa das Tragen von Mundschutz. Nicht wieder öffnen dürfen etwa Kinos, Kirchen, Schulen, Kneipen und Fitnessstudios.

Mexiko gehört mit inzwischen mehr als 200.000 bestätigten Infektionen und mehr als 25.000 Todesfällen zu den derzeit am schlimmsten von der globalen Pandemie betroffenen Ländern.

27.6.2020 • 02:50 Uhr

Brasilien, Russland und USA wohl nicht auf EU-Liste für Einreisen

Die EU konnte sich noch nicht auf eine Liste von Staaten einigen, für die die Corona-Einreisebeschränkungen zum 1. Juli gelockert werden sollen. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen zeichnet sich aber schon ab, dass die USA, Russland und Brasilien nicht auf der Liste stehen werden. Reisende aus diesen drei Ländern, in denen es derzeit viele Neuinfektionen gibt, sollen demnach auch weiterhin nur in Ausnahmefällen in die EU einreisen dürfen.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Der Einreisestopp war mehrfach verlängert worden und gilt derzeit bis Ende Juni.

27.6.2020 • 00:20 Uhr

Brasilien meldet fast 47.000 neue Infektionen

In Brasilien wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden 46.860 neue Infektionen und 990 weitere Todesfälle verzeichnet. Insgesamt gebe es damit mehr als 1,27 Millionen bekannte Fälle und 55.961 Todesfälle. Es wird vermutet, dass es in Brasilien eine hohe Dunkelziffer von Infektionen gibt.