Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ 300 Millionen Impfdosen für EU gesichert ++

Stand: 13.06.2020 23:14 Uhr

Deutschland und weitere EU-Staaten haben einen ersten Vertrag mit einem Pharmakonzern über 300 Millionen Impfdosen geschlossen. Die Corona-Warn-App des Bundes ist nach Einschätzung des TÜV sicher. Der Liveblog vom Samstag zum Nachlesen.


  • Russland: Deutlich mehr Corona-Tote als bislang angegeben, insgesamt mehr als 520.000 Infizierte
  • Deutsche Corona-Warn-App laut TÜV stabil und sicher
  • Thüringen hebt Kontaktbeschränkungen auf, Infektionsrate im Kreis Sonneberg aber kritisch
  • RKI meldet 348 Neuinfektionen in Deutschland
  • Österreich plant Einmalhilfen für Familien und Arbeitslose
  • Schutzmasken-Preis hat sich im Schnitt um 509 Prozent erhöht
13.6.2020 • 23:14 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den heutigen Liveblog.

13.6.2020 • 22:01 Uhr

China bietet Afrika Testkits und Geräte an

China will afrikanischen Ländern im Kampf gegen die Corona-Pandemie jeden Monat 30 Millionen Testkits und 10.000 Beatmungsgeräte liefern. Dies teilte das Büro des südafrikanischen Cyril Ramaphosa mit. Demnach sollen die Lieferungen über eine neue kontinentale Plattform erworben werden können. Diese haben afrikanische Länder gemeinsam geschaffen, um angesichts der massiven globalen Konkurrenz günstigere Preise für dringend benötigte medizinische Ausrüstung aushandeln zu können.

Laut der Führung des afrikanischen Zentrums für Seuchenkontrolle soll jedes Land jeweils einen bestimmten Anteil von Testkits und Geräten erhalten, der sich nach der Bevölkerungszahl und der Zahl der Corona-Fälle orientiert. Nach Angaben Südafrikas beteiligen sich Kanada, die Niederlande, Südafrika und Frankreich als Partnerländer an der Initiative.

13.6.2020 • 21:09 Uhr

Chile: Gesundheitsminister tritt zurück

Inmitten der Corona-Krise in Chile ist Gesundheitsminister Jaime Mañalich zurückgetreten. Präsident Sebastián Piñera gab dies persönlich bekannt. Zuvor hatten die stetig wachsenden Infektionsfälle in dem Land für heftige Kontroversen gesorgt.

Die Behörden hatten am Freitag einen Rekord an neuen Todes- und Infektionsfällen in dem südamerikanischen Land gemeldet. Binnen 24 Stunden steckten sich demnach über 6700 Menschen mit dem Virus an, 222 weitere starben an den Folgen ihrer Infektion. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten auf insgesamt mehr als 3100 und die Zahl der Infizierten auf über 167.000. 

13.6.2020 • 20:37 Uhr

Gericht in Frankreich setzt Demonstrationsverbot aus

Das höchste Verwaltungsgericht in Frankreich hat ein wegen der Corona-Pandemie erlassenes Demonstrationsverbot ausgesetzt. Das Gericht folgte den Beschwerden, laut denen das pauschale Verbot eine unverhältnismäßige Beeinträchtigung der Grundrechte darstelle. Das Verbot angefochten hatten die Gewerkschaften und ein individueller Antragsteller. Es war zwar theoretisch in Kraft, wurde praktisch aber nicht wirklich durchgesetzt. Trotz des Verbots hatten zuletzt verschiedene Demonstrationen in Frankreich stattgefunden. In Paris setzten am Samstag zum Beispiel Tausende ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt.

13.6.2020 • 19:39 Uhr

Macron hält TV-Ansprache

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erläutert am Sonntagabend in einer Fernsehansprache das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Nach Angaben aus seinem Umfeld will er unter anderem auf die geplante Lockerung der Corona-Beschränkungen in Frankreich zu sprechen kommen. So soll etwa das Versammlungsverbot von mehr als zehn Menschen Ende Juni fallen.

Macron, Archivbild | Francois Mori/POOL/EPA-EFE/Shutt

Frankreichs Präsident Macron will über seine Corona-Politik informieren. Bild: Francois Mori/POOL/EPA-EFE/Shutt

Macron dürfte auch das Rettungspaket von rund 45 Milliarden Euro erläutern, für das die Regierung diese Woche den Weg frei gemacht hatte. Es sieht Hilfen unter anderem für die Tourismusbranche sowie den Automobil- und Luftfahrtsektor vor. Auch die jüngsten Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA und Frankreich könnte der Staatschef ansprechen.

13.6.2020 • 19:11 Uhr

78 neue Coronavirus-Tote in Italien

In Italien steigt die Zahl der Coronavirus-Toten um 78 auf 34.301. Die Zahl der Neuinfektionen erhöht sich um 346 auf 236.651, wie die zuständige Behörde mitteilt. Das ist die siebthöchste Zahl weltweit hinter den USA, Russland, Brasilien, Spanien, Großbritannien und Indien.

13.6.2020 • 17:49 Uhr

Konjunkturpaket: Was bringt die Mehrwertsteuer-Senkung?

Die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer ist Teil des Konjunkturpakets der Bundesregierung, das die Auswirkungen der Corona-Krise abmildern soll. Sowohl Konsumenten als auch Händler sollen davon profitieren. Doch Händler klagen über einen zu großen Aufwand bei der Umstellung der Kassen. Und wie stark profitieren Kunden tatsächlich?

13.6.2020 • 17:33 Uhr

Italiens Ministerpräsident will Krise für Reformen nutzen

Italiens Regierung will die Corona-Krise zu weitreichenden Reformen nutzen. Ministerpräsident Giuseppe Conte stellte ehrgeizige Vorhaben in Aussicht, die das Land in zahlreichen Feldern voranbringen sollen. Demnach geht es um einen Abbau der Bürokratie, um Investitionen in die Digitalisierung und in umweltfreundliche Energiequellen, um verbesserte Bildung, mehr Unterstützung für Arme und bessere Berufschancen für Frauen. "Wir müssen die Gelegenheit ergreifen, und die Krise zu einer Chance machen, und alle Hindernisse beseitigen, die das Land gebremst haben", sagte Conte zum Auftakt von neuntägigen Beratungen über den Weg aus der Corona-Misere.

Nach Schätzung der italienischen Regierung wird die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr um wenigstens acht Prozent einbrechen. Hilfe verspricht sich Italien insbesondere vom geplanten europäischen Wiederaufbaufonds. Pläne der EU-Kommission zufolge wäre Italien mit Zuwendungen von 170 Milliarden Euro größter Nutznießer des Fonds.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte Italien zuvor dazu aufgerufen, die richtigen Reformschritte gemäß den EU-Prioritätensetzungen zu unternehmen: Diese sehen vor allem einen umweltfreundlichen Umbau der Wirtschaft und eine bessere digitale Infrastruktur vor.

13.6.2020 • 17:06 Uhr

Russland: Deutlich mehr Corona-Tote als bislang angegeben

In Russland sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden im April mehr als doppelt so viele Menschen infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben wie bislang angegeben. Die Gesundheitsbehörde Rosstat teilte mit, im April seien 2712 Menschen in Verbindung mit dem Virus gestorben. Bislang hatten die Behörden die Zahl mit 1152 angegeben.

Grund für die höheren Zahlen ist demnach eine neue Zählweise. Zuvor waren lediglich die Todesfälle gezählt worden, bei denen eine Covid-19-Erkrankung eindeutig als Haupt-Todesursache festgestellt worden war. Nach der neuen Zählweise werden nun auch solche Fälle mitgerechnet, bei denen es einen Zusammenhang zu Covid-19 gab. Dazu zählen auch Verdachtsfälle oder Fälle, bei denen die Viruserkrankung einen "erheblichen Einfluss" auf den Tod des Patienten hatte.

Mit der Neuregelung folgt Russland den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Zuvor hatte es bereits Kritik an den russischen Behörden gegeben; die relativ niedrige Opferzahl wurde in Zweifel gezogen. Die Zahl der Corona-Infektionen liegt in Russland bei insgesamt rund 520.000 mit rund 8700 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden.

13.6.2020 • 17:02 Uhr

Autozulieferer Ifa streicht wegen Corona-Krise Hunderte Jobs

Die Folgen der Corona-Pandemie bremsen die Sanierung des Autozulieferers Ifa mit Sitz in Sachsen-Anhalt. Weltweit müssten rund 400 Arbeitsplätze abgebaut werden, sagte Ifa-Geschäftsführer Arno Haselhorst dem MDR. Eigentlich sei geplant gewesen, Ifa ohne Kündigungen zu sanieren.

Der große Autozulieferer mit Sitz in Haldensleben in der Börde produziert Seiten- und Gelenkwellen, die für den Antrieb von Autos benötigt werden. Ifa war in der Vergangenheit in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Seither soll das Unternehmen neu aufgestellt werden. Die Corona-Krise habe jedoch dafür gesorgt, dass Ifa wieder Verluste gemacht habe, sagte Haselhorst im MDR. In Werken in den USA und Polen wurden laut Haselhorst schon Beschäftigte entlassen. Am Hauptsitz in Haldensleben gehen nach MDR-Informationen 100 Jobs verloren. Nach früheren Angaben beschäftigt die Firma weltweit 3300 Mitarbeiter, davon 2000 in Sachsen-Anhalt.

13.6.2020 • 16:41 Uhr

Corona auf Mallorca derzeit unter Kontrolle

Kurz vor Beginn des Pilotprojekts mit knapp 11.000 deutschen Urlaubern auf den Balearen ab Montag bleibt die Corona-Pandemie auf Mallorca und den anderen drei Inseln unter Kontrolle. Binnen 24 Stunden seien in dieser spanischen Region nur sechs neue Infektionsfälle registriert worden, teilten die Gesundheitsbehörden in der Hauptstadt Palma mit. Von den insgesamt 168 Betten auf Intensivstationen waren den amtlichen Angaben zufolge nur noch 15 mit Covid-19-Patienten belegt.

Obwohl der einstige Corona-Hotspot Spanien seine Grenzen für Besucher aus dem EU-Raum erst am 1. Juli öffnet, dürfen die stark vom Tourismus abhängigen Balearen schon ab Montag und bis Ende Juni bis zu 10.900 Touristen aus Deutschland empfangen. Das Projekt soll dazu dienen, den Ernstfall zu proben. Man wolle prüfen, ob die Sicherheitsvorkehrungen unter anderem an Flughäfen und in Hotels funktionieren, hieß es.

Menschen sonnen sich am Strand von Arenal auf Mallorca | dpa

Ein Aspekt des Pilotprojekts: Die pandemiegebeutelte Tourismusbranche erzielt schon früher als geplant erste Einnahmen. Bild: dpa

13.6.2020 • 16:29 Uhr

Griechenland verstärkt Medizinpersonal vor Tourismusstart

Vor dem Tourismusstart in Griechenland am Montag sind alle Inseln in der Ägäis und im Ionischen Meer mit zusätzlichem medizinischem Personal verstärkt worden. "Die Gesundheit unserer Gäste hat erste Priorität", sagte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis auf der Touristeninsel Santorini vor Journalisten. Zuvor hatte er das dortige Krankenhaus besucht.

Bereits am Vortag hatte der griechische Gesundheitsminister Vassilis Kikilias mitgeteilt, Griechenland habe angesichts des Neustarts des Tourismus 687 Ärzte und Pflegepersonal auf den Inseln eingestellt. Zudem seien rund 450 Betten in Intensivstationen für Urlauber zur Verfügung gestellt worden. Vorgesehen seien zudem auch Transporte mit Flugzeugen und Hubschraubern, falls ein Urlauber auf den Inseln erkranken sollte, teilte der Gesundheitsminister mit.

Reisende aus zahlreichen Staaten werden ab Montag ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen können. Es soll aber stichprobenartige Kontrollen wegen des Coronavirus geben. Unter diesen Staaten sind Deutschland, Österreich und die Schweiz. Flüge wird es zunächst nur nach Athen und Thessaloniki geben.

13.6.2020 • 16:18 Uhr

Queen Elizabeth II. feiert offiziell Geburtstag in kleinerem Format

Die britische Queen Elizabeth II. hat offiziell ihren Geburtstag gefeiert - wegen der Corona-Pandemie allerdings in kleinerem Format. Auf Windsor Castle, wo sich die 94-jährige Monarchin seit Beginn der Pandemie im März isoliert, schaute sie sich eine zu ihren Ehren abgehaltene - kleinere - Militärparade an, die von der BBC auch live im Fernsehen übertragen wurde.

Die Soldaten der Militärparade hielten sich an die wegen der Corona-Pandemie vorgegebenen Abstandsregeln. Normalerweise nehmen an der traditionellen "Trooping the Colour"-Zeremonie in London Hunderte Soldaten vor Tausenden von Zuschauern teil. Wegen der Gesundheitskrise wurde eine Parade dieser Art in diesem Jahr aber abgesagt.

Die britische Königin Elizabeth II. nimmt an der zu ihren Ehren stattfindenden Militärparade Trooping the Colour teil. | REUTERS

Die Queen ist bereits am 21. April 94 Jahre alt geworden. Traditionell wird aber mit einer Parade im Juni gefeiert. Bild: REUTERS

13.6.2020 • 15:32 Uhr

Mehrere EU-Länder schließen Impfstoff-Vertrag mit Pharmakonzern

Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben einen ersten Vertrag über 300 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus geschlossen. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Die Entwicklung eines Impfstoffs könnte im günstigen Fall schon Ende des Jahres abgeschlossen sein, hieß es aus dem Ministerium.

Vertragspartner ist das Pharmaunternehmen AstraZeneca. Profitieren sollen alle EU-Staaten, die dabei sein wollen. Die Impfdosen würden relativ zur Bevölkerungsgröße aufgeteilt. "Viele Länder der Welt haben sich schon Impfstoffe gesichert, Europa noch nicht", erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. "Durch das zügige koordinierte Agieren einer Gruppe von Mitgliedsstaaten entsteht in dieser Krise Mehrwert für alle EU-Bürger."

Die vier Staaten haben sich nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums zu einer Impfallianz zusammengeschlossen und sind mit mehreren Unternehmen im Gespräch, die an aussichtsreichen Impfstoffen forschen. "Damit Impfstoffe sehr zügig nach einer möglichen Zulassung in diesem oder im nächsten Jahr in großer Zahl verfügbar sind, müssen Produktionskapazitäten schon jetzt vertraglich gesichert werden", hieß es weiter. Bei der Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister am Freitag sei zudem vereinbart worden, die Aktivitäten der Impfallianz mit denen der EU-Kommission zusammenzuführen.

13.6.2020 • 15:02 Uhr

Russland will mit Corona-Impfstoff-Produktion im Herbst beginnen

Russland will nach eigenen Angaben im September mit der Massenproduktion eines Impfstoffs gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 starten. Nach den derzeitigen klinischen Tests an Freiwilligen sei die Zulassung des Medikaments im August geplant, sagte Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa der Staatsagentur Tass zufolge. Im September könne der Impfstoff in die großtechnische Produktion gehen.

Bereits im Mai hatte das staatliche Gamalaja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau mitgeteilt, einen Impfstoff entwickelt zu haben. Dieser habe eine Immunität gegen Corona erzeugt - ohne negative Nebenwirkungen, sagte Institutsdirektor Alexander Ginsburg. Demnach hatten Wissenschaftler den Stoff an sich selbst und an Tieren getestet. Eine Studie zu dem anscheinend in Rekordzeit entwickelten Impfstoff haben die Forscher bisher nicht vorgelegt. Es gibt deshalb keine unabhängige Bewertung der Aussagen von Regierung und Wissenschaftlern.

Derzeit laufen klinische Test mit 50 freiwilligen Soldaten, wie das Verteidigungsministerium mitgeteilt hatte. Die Untersuchungen sollen bis Ende Juli abgeschlossen sein. Insgesamt befassen sich nach offiziellen Angaben in Russland sieben Forschungseinrichtungen unabhängig voneinander mit der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs. Vize-Regierungschefin Golikowa sagte, drei Projekte davon seien erfolgversprechend.

13.6.2020 • 14:35 Uhr

Ukraine öffnet Grenzen für Ausländer am Montag wieder

Die Ukraine öffnet ihre seit drei Monaten wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossenen Grenzen wieder für Ausländer. Die Aufhebung der Einreisesperre trete mit der Veröffentlichung der Regierungsbeschlüsse in Kraft, teilte der Grenzschutzdienst mit. Die Grenzöffnung wird demnach für Montag gleichzeitig mit der Wiederaufnahme des internationalen Flugverkehrs erwartet.

Die Ukraine hatte Mitte März mit harten Einschränkungen auf erste Infektionsfälle reagiert. Auch die Grenzen des flächenmäßig größten Landes in Europa waren geschlossen worden. Nach ersten Lockerungen stiegen in der vergangenen Woche die Neuinfektionen wieder. Die Behörden schlossen erneute Einschränkungen nicht aus. Inzwischen sind in dem osteuropäischen Land mehr als 30.500 Infektionen nachgewiesen, 880 Menschen starben. Präsident Wolodymyr Selenskij verordnete sich selbst gestern eine Kontaktsperre, nachdem bei seiner Ehefrau Olena das Virus nachgewiesen worden war.

13.6.2020 • 14:09 Uhr

Irans Präsident droht mit Wiedereinführung von Beschränkungen

Irans Präsident Hassan Rouhani droht mit der Wiedereinführung von Beschränkungen, sollten die Gesundheitsvorgaben nicht befolgt werden. Nur wenn die Bürger kooperierten, könnten die Betriebe geöffnet bleiben, sagte er. In den vergangenen Wochen war es zu einem starken Anstieg der täglichen Neuinfektionen gekommen.

Straßenszene in Teheran: Viele Menschen gehen dicht an dicht, die meisten tragen keine Schutzmaske mehr. | ABEDIN TAHERKENAREH/EPA-EFE/Shut

Der Iran hat seit Mitte April schrittweise Restriktionen gelockert. In Teheran tragen viele Menschen schon keine Masken mehr. Bild: ABEDIN TAHERKENAREH/EPA-EFE/Shut

13.6.2020 • 13:54 Uhr

Corona-Infektionsrate im Thüringer Kreis Sonneberg kritisch

Die Corona-Situation im Thüringer Kreis Sonneberg bleibt kritisch. Die Infektionsrate lag dort nur knapp unter der Marke von 35 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Thüringen setzt diesen Grenzwert in seiner Corona-Verordnung niedriger an als die von Bund und Ländern erarbeiteten Empfehlungen, die eine Schwelle von 50 Neuinfektionen vorsehen.

Die Zahl der bekannten Infektionen im Kreis Sonneberg stieg um drei auf 284, wie das Landratsamt mitteilte. Der Kreis setzt nun nicht alle in der neuen Thüringer Corona-Verordnung vorgesehenen Lockerungen um. Per Allgemeinverfügung ist etwa die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz erweitert und gilt auch für Beschäftigte in Geschäften sowie Servicepersonal in Gaststätten.

Als erstes Bundesland hat Thüringen seine Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie heute beendet. Nun gelten nur noch Empfehlungen: Man soll sich mit nicht mehr als einem weiteren Haushalt oder zehn weiteren Menschen treffen.

13.6.2020 • 13:06 Uhr

Österreich plant Einmalhilfen für Familien und Arbeitslose

Die österreichische Regierung aus ÖVP und Grünen plant Einmalhilfen für Familien und Arbeitslose. Arbeitslose sollten 450 Euro erhalten, Familien würden 360 Euro je Kind unter 18 Jahren bekommen, sagten Bundeskanzler Sebastian Kurz und Grünen-Chef Werner Kogler im Fernsehsender ORF. Zudem solle in der niedrigsten Einkommenssteuerklasse der Satz von 25 auf 20 Prozent gesenkt werden. Dies soll rückwirkend von Jahresbeginn an gelten. Die Maßnahmen sollen kommende Woche im Kabinett beschlossen werden.

13.6.2020 • 12:46 Uhr

Infektionswelle in Lateinamerika

In Lateinamerika steuert die Corona-Pandemie auf einen Höhepunkt zu: Die Infektions- und Todeszahlen steigen in vielen Ländern seit Wochen rasant, die Krankenhäuser arbeiten am Limit. Warum trifft die Corona-Krise den Kontinent so hart?

13.6.2020 • 12:30 Uhr

Lockerungen: Thüringen geht am weitesten

In Thüringen gelten seit heute keine Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie mehr. Mit diesem Schritt steht das Land vorerst allein da. Doch auch andernorts werden Bestimmungen gelockert. Ein Überblick.

13.6.2020 • 11:45 Uhr

Jenas Oberbürgermeister: Ende der Kontaktbeschränkungen ist verfrüht

Das seit Samstag geltende erstmalige Ende landesweiter Kontaktbeschränkungen stößt in Thüringen selbst auf Kritik. Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche kritisierte diesen Schritt als "verfrüht". Die Verordnung sei mutig, sagte er in einer Videobotschaft. "Nur ist das eine Art Mut, dessen Nachbar der Leichtsinn ist." Zwar wird in der neuen Verordnung empfohlen, sich mit nicht mehr als einem weiteren Haushalt oder zehn weiteren Menschen zu treffen; eine Pflicht dazu gibt es aber nicht mehr. Der FDP-Politiker sagte: "Das halten wir für falsch."

Die Stadt Jena war in der Corona-Pandemie bundesweit Vorreiter in Sachen Maskenpflicht gewesen. Es sei zwar gut, die Eigenverantwortung der Bürger zu stärken, betonte Nitzsche. Er befürchte aber, dass Corona-Leugner und Masken-Gegner die neuen Freiheiten ausnutzen werden. Das Tragen von Masken ist auch mit der neuen Verordnung im öffentlichen Personenverkehr sowie in Geschäften weiter vorgeschrieben.

13.6.2020 • 11:22 Uhr

Paris: Fahrrad-Boom durch Corona

Die Corona-Krise führt dazu, dass viele Pariser von öffentlichen Verkehrsmitteln auf das Fahrrad umsteigen. Aber: Die Stadt ist darauf kaum vorbereitet.

13.6.2020 • 11:08 Uhr

Prüffirma: Deutsche Corona-Warn-App ist stabil und sicher

Die für kommende Woche erwartete Corona-Warn-App des Bundes wird nach Einschätzung des IT-Dienstleisters TÜV Informationstechnik stabil und sicher laufen, ohne die Anwender auszuspionieren. Das habe eine Prüfung der App ergeben, die man im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unternommen habe, sagte TÜV-IT-Chef Dirk Kretzschmar der Nachrichtenagentur dpa.

Bei der Überprüfung der App habe man auch kontrolliert, ob Unbefugte Daten abgreifen könnten. Das sei nicht der Fall. "Die Anwender müssen keine Angst vor Überwachung haben." Die Entwickler von SAP und T-Systems hätten auch sichergestellt, dass niemand über die App Zugriff auf andere Daten bekomme. Frühe Versionen der App seien noch instabil gewesen, sagte Kretzschmar. "Die Tester hatten zum Schluss aber ein sehr positives Bild, weil inzwischen alles sehr stabil läuft."

Die offizielle deutsche App setzt auf den Smartphone-Schnittstellen von Apple und Google auf und wurde von SAP und der Deutschen Telekom entwickelt. Die App soll helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen und Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen.

13.6.2020 • 10:57 Uhr

Klöckner will EU-Ratspräsidentschaft wegen Corona "neu denken"

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner will die deutsche EU-Ratspräsidentschaft wegen der Corona-Krise "neu denken" und einen Schwerpunkt auf die Sicherung der Lebensmittelversorgung legen. "Die europäische Ernährungsversorgung in einem gut aufgestellten Binnenmarkt zu sichern, wird für uns eine entscheidende Rolle spielen", sagte Klöckner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Pandemie habe verdeutlicht, dass es für die Bürger wichtig sei zu wissen, dass es genug Nahrungsmittel gebe. 

In der Gesundheitskrise hatte es wegen leerer Supermarktregale vermehrt Diskussionen um die Nahrungsmittelsicherung in Deutschland und Europa gegeben. Zudem legten die Preise für Nahrungsmittel zuletzt spürbar zu.

13.6.2020 • 10:47 Uhr

Heil hält in Corona-Krise an Rentenerhöhungen fest

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil weist Überlegungen von Renteneinsparungen inmitten der Corona-Krise zurück. An der geplanten Rentenerhöhung solle nicht gerüttelt werden, sagte Heil im Deutschlandfunk. "Das ist eine Frage der Verlässlichkeit", betonte er.

Einerseits gelte, dass die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt der vergangenen Jahre "ein Jahr später bei der Rentenanpassung auch nachvollzogen wird". Außerdem sei dies auch ökonomisch vernünftig. Die Rentenentwicklung wirke sich positiv auf die Nachfrage aus, so Heil. Wie die Rentenanpassung im kommenden Jahr aussehe, das könne er nicht genau prognostizieren.

Auch die Einführung der Grundrente helfe, Kaufkraft zu steigern, erklärte Heil. Dass die Umsetzung des Koalitionskompromisses dazu technisch eine Herausforderung sei, sei schon vor Corona bekannt gewesen. Aber die Grundrente sei "überfällig" und "vielleicht gerade jetzt besonders notwendig", sagte der Minister.

13.6.2020 • 10:24 Uhr

Mehr als 520.000 Infizierte in Russland

In Russland ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus um 8706 auf 520.129 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien zudem 114 Menschen gestorben, teilen die Behörden mit. Insgesamt wurden 6829 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus registriert. Russland hat 144,5 Millionen Einwohner.

13.6.2020 • 09:27 Uhr

US-Regierungsberater Fauci sieht Alarmzeichen

Der Pandemie-Experte und US-Regierungsberater Anthony Fauci warnt davor, dass der von einigen Bundesstaaten gemeldete Anstieg von Krankenhausaufenthalten von Corona-Infizierten ohne strikte Kontaktsperren außer Kontrolle geraten könnte. Da die Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert würden, stiegen die Infektionszahlen, sagt er CNN. "Wenn man aber anfängt, immer mehr Krankenhausaufenthalte zu registrieren, ist das ein sicheres Alarmzeichen dafür, dass man dabei ist, in die falsche Richtung zu gehen." In den USA sind mehr als 114.000 Menschen in Verbindung mit dem Virus gestorben, mehr als zwei Millionen Menschen haben sich nachweislich damit angesteckt.

Treffen von US-Regierungsberater Fauci mit Präsident Trump | REUTERS

Der US-Experte und -Regierungsberater Fauci warnt vor weiteren Lockerungen. Bild: REUTERS

13.6.2020 • 09:00 Uhr

Mexiko-Stadt lockert Corona-Maßnahmen

Trotz der anhaltenden Verbreitung des Coronavirus in Mexiko sollen nächste Woche in der Hauptstadt die Beschränkungen gelockert werden. Dies betreffe ab Montag den Autoverkehr und den öffentlichen Personenverkehr, sagte die Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt, Claudia Sheinbaum. Zudem soll ab Dienstag in 340.000 Unternehmen der Betrieb wieder aufgenommen werden - wenn auch unter strengen Hygienevorschriften. Im Laufe der Woche sollen auch kleine Geschäfte wieder öffnen dürfen. "Wir denken, dass die Stadt nächste Woche einen sehr geordneten Übergangsprozess beginnen kann", sagte Sheinbaum.

13.6.2020 • 07:58 Uhr

Umsatz-Boom bei Schutzmasken

Das Geschäft mit Schutzmasken in der Corona-Kise boomt. Von Januar bis Ende Mai sind Umsätze und Preise von Atem- und Mundschutz rasant gestiegen, wie aus Daten des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervorgeht. Den stärksten Umsatzzuwachs mit nahezu 14.200 Prozent gab es demnach beim Verkauf im Großhandel. Der Preis pro Schutzmaske erhöhte sich dort im Schnitt um rund 509 Prozent. Auch die Lebensmittel- und Drogeriemärkte verzeichneten mit knapp 8000 Prozent ein starkes Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Preiserhöhungen um etwa 254 Prozent.

13.6.2020 • 06:47 Uhr

Neue Corona-Fälle in Peking

Wegen mehrerer neuer Corona-Infektionen haben die Behörden in Chinas Hauptstadt Peking mehrere Wohngebiete abgeriegelt. Auch neun Schulen und Kindergärten seien geschlossen worden, sagten Behördenvertreter bei einer Pressekonferenz in Peking. Die Neu-Infektionen stehen demnach im Zusammenhang mit einem Fleischmarkt in Peking.

45 von bislang 517 untersuchten Personen, die den Markt Xinfadi besucht hätten, seien positiv getestet worden, teilten die Behörden am Samstag mit. Der Markt sei einstweilen geschlossen worden. Für den Stadtbezirk Fengtai seien Notstandsmaßnahmen verfügt worden. 10.000 Händler und Beschäftigte des Marktes sollen getestet werden. Zur Eindämmung des Virus verboten die Behörden zudem umgehend Sportveranstaltungen und Reisen in andere Provinzen.

Bereits in den vergangenen zwei Tagen hatte es einen Anstieg an Infektionen in Peking gegeben. Am Feitag waren zwei Mitarbeiter eines Fleischforschungszentrum positiv getestet worden, die kürzlich den Markt besucht hatten.

13.6.2020 • 04:40 Uhr

RKI meldet 348 Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 348 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 186.022 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI meldete. 8781 mit dem Virus infizierte Menschen starben demnach in Deutschland. Etwa 171.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

13.6.2020 • 04:36 Uhr

Ärzte fordern bessere Vorkehrungen für Gesundheitskrisen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat angesichts der Corona-Pandemie weitere Verbesserungen der Krisenmechanismen angemahnt. "Wir müssen jetzt die Zeit nutzen, damit wir für ein mögliches Wiederaufflackern der Corona-Infektionen und für künftige Epidemien gut gerüstet sind", sagte der Chef der Bundesärztekammer der Nachrichtenagentur dpa.

Die Krise habe gezeigt, dass engere europäische Vernetzung und Abstimmung nötig seien. Das gelte für Meldestrukturen, technische Plattformen wie Corona-Apps, Vorräte an Schutzausrüstung und das Entwickeln von Medikamenten und Impfstoffen. "In Deutschland hat die Politik vieles richtig gemacht", sagte Reinhardt. "Trotzdem müssen wir auch hier Strukturen reformieren." Bund, Länder, Kommunen und öffentliche Einrichtungen müssten Pandemiepläne regelmäßig aktualisieren und zu Übungszwecken scharf schalten.

Reinhardt befürwortete weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen. Nach bisherigen Öffnungsschritten spiele sich das Infektionsgeschehen nach wie vor auf einem niedrigen Niveau ab. Es sei aber sehr genau hinzugucken, was in der Folge passiere.

13.6.2020 • 04:04 Uhr

USA registrieren mehr als 800 neue Corona-Todesfälle

In den USA sind binnen 24 Stunden fast 840 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert worden. Wie aus einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging, erhöhte sich die Zahl der Corona-Todesfälle in dem Land damit auf insgesamt 114.613. Die Zahl der Infektionsfälle lag am Freitagabend demnach bei 2,04 Millionen. 

Täglich kommen in den USA derzeit nach wie vor etwa 20.000 neue Infektionsfälle hinzu. Sowohl gemessen an den Todes- als auch an den Infektionsfällen sind die USA weiterhin das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt.  Der Leiter der Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield, betonte, dass die Pandemie noch nicht überstanden sei. "Es ist wichtig, dass wir uns ins Gedächtnis rufen, dass diese Situation beispiellos ist. Und dass die Pandemie noch nicht vorbei ist", sagte er. 

13.6.2020 • 03:17 Uhr

Verbraucherschützer kritisieren Mehrwertsteuersenkung

Mit Blick auf das Konjunkturpaket der Bundesregierung haben Verbraucherschützer direkte Hilfen für Konsumenten gefordert. Verbraucher rechneten nicht damit, dass Unternehmen die Mehrwertsteuersenkung an sie weitergeben, schreibt der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Klaus Müller, in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung". Verbraucherhilfen dürften nicht von Unternehmen abhängig sein.

"Eine Senkung der Stromkosten um zusätzliche neun Milliarden, ein doppelt so hoher und besser erklärter Kinderbonus von 600 Euro wären eine mögliche Alternative zur Mehrwertsteuersenkung", schreibt Müller. Durch die geplante Senkung der EEG-Umlage spare ein Durchschnittshaushalt im kommenden Jahr schätzungsweise zehn Euro. "Ein paar Cent pro Monat werden weder einen Konjunkturimpuls auslösen noch Zuversicht und Sicherheit steigern", argumentiert Müller. Die Strompreise müssten spürbar sinken. Auch "eine deutliche Absenkung der Lohnnebenkosten, die Arbeitnehmer und Unternehmen gleichermaßen entlastet, könnte in Betracht kommen", schreibt Müller. Wichtig sei, dass Unternehmen und Verbraucher in den Fokus genommen werden, "und letztere wirklich entlastet werden".

13.6.2020 • 03:16 Uhr

Viele erkrankte Briten steckten sich in Kliniken an

Etwa jeder fünfte Covid-19-Patient in Großbritannien hat sich einem Zeitungsbericht zufolge im Krankenhaus angesteckt. Auf dem Höhepunkt des Coronavirus-Ausbruchs sei die Übertragung innerhalb von Kliniken für bis zu 22 Prozent der Fälle bei stationären Patienten und für bis zu elf Prozent der Todesfälle verantwortlich, berichtete der "Daily Telegraph" unter Berufung auf Veröffentlichungen von Regierungswissenschaftlern.

13.6.2020 • 01:49 Uhr

Polen öffnet Grenze zu EU-Ländern

Fast drei Monate lang war die Grenze zwischen Frankfurt (Oder) und dem polnischen Slubice geschlossen. Um Mitternacht fielen die Kontrollen weg, Frankfurts Oberbürgermeister Rene Wilke (l, Die Linke), und Mariusz Olejniczak, Bürgermeister von Slubice, umarmten sich auf der Stadtbrücke.

Menschen stehen um Mitternacht an der deutsch-polnischen Grenze | dpa

Polen hat seine Grenzen zu allen EU-Nachbarländern wieder geöffnet. Bild: dpa

13.6.2020 • 01:27 Uhr

Lambrecht wirbt für Gutscheine bei ausgefallenen Flügen

Bundesverbraucherschutzministerin Christine Lambrecht (SPD) hat dafür geworben, Gutscheine bei coronabedingt gestrichenen Flügen zu akzeptieren. "Ab dem Sommer kann ja in Europa voraussichtlich wieder gereist werden. Daher rate ich, die Gutscheine schnellstmöglich zu nutzen", sagte Lambrecht der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Zwar müssten Flugunternehmen ausgefallene Reisen binnen sieben Tagen erstatten, wenn die Kunden keine Gutscheine akzeptierten, sagte Lambrecht. Sie gab aber zu bedenken: "Wenn alle auf einer Auszahlung bestehen, wird es für manche Airline hart."

Die Verbraucherschutzministerin trat auch Befürchtungen entgegen, Kunden könnten bei abgesagten Pauschalreisen auf ihren Kosten sitzen bleiben. "Der Gutschein ist nicht nur ein Stück Papier. Selbst wenn der Anbieter in die Pleite rutscht, ist der Gutschein staatlich abgesichert", sagte die SPD-Politikerin. "Und bereits ausgegebene Gutscheine können gegen die neuen abgesicherten Reisegutscheine ausgetauscht oder entsprechend angepasst werden."

13.6.2020 • 01:22 Uhr

Frankreich will Grenzen zu Nicht-Schengen-Ländern schrittweise öffnen

Frankreich will die Grenzen zu Ländern außerhalb des Schengen-Raums ab dem 1. Juli schrittweise öffnen. Wie Innenminister Christophe Castaner und Außenminister Jean-Yves Le Drian mitteilten, werde der Zeitpunkt der Öffnung "je nach Gesundheitslage in den verschiedenen Drittstaaten" variieren und den Vereinbarungen entsprechen, "die bis dahin auf europäischer Ebene beschlossen worden sein werden". 

Die Minister bestätigten auch die Aufhebung der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen an den europäischen Binnengrenzen am Sonntag um Mitternacht. Ab diesem Zeitpunkt können Bürger aller EU-Staaten und des Schengen-Raums ohne Einschränkungen wieder nach Frankreich einreisen. Ausnahmen gelten weiterhin für Spanien und Großbritannien.

13.6.2020 • 01:19 Uhr

Brasilien jetzt weltweit mit der zweithöchsten Totenzahl

In Brasilien sind mittlerweile mehr Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben als in Großbritannien. Das südamerikanische Land weist damit nach den USA die meisten Todesfälle und die meisten Infektionen auf.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Totenzahl binnen 24 Stunden um 909 auf nunmehr 41.828. Die Zahl der bestätigten Infektionen legte demnach um 25.982 auf insgesamt 828.810 Fälle zu. 365.063 an Covid-19 Erkrankte seien inzwischen wieder genesen.

13.6.2020 • 01:10 Uhr

Tulsa meldet erhöhte Corona-Fallzahlen vor geplantem Trump-Auftritt

Eine Woche vor einer geplanten Kundgebung von US-Präsident Donald Trump wird aus Tulsa ein starker Anstieg von Corona-Fällen gemeldet, den die Behörden auf Indoor-Veranstaltungen zurückführen. Bürger, die solche Events besuchen wollten, sollten Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, mahnte das Gesundheitsamt der Stadt in Oklahoma.

Für den 19. Juni hat Trump einen Auftritt im BOK Center in Tulsa geplant, eine Arena, die 19.199 Besucher fasst. Dort möchte er seinen seit Anfang März wegen der Pandemie ruhenden Wahlkampf wieder aufnehmen. Eine nicht näher genannte Zahl von jüngsten Corona-Fällen stehe in Verbindung mit zwei Versammlungen in Gebäuden, sagte Leanne Stephens, Sprecherin des Gesundheitsamts. Sie betonte, dass die Warnung an die Bürger sich nicht auf Trumps geplante Kundgebung beziehe.

13.6.2020 • 01:04 Uhr

Erst knapp jede dritte Schutzmaske in Deutschland eingetroffen

Von den gut zwei Milliarden von der Bundesregierung gekauften Schutzmasken sind laut einem Medienbericht erst rund 600 Millionen in Deutschland eingetroffen. Das habe das Gesundheitsministerium auf Anfrage mitgeteilt, berichtet die "Welt".

Auch von diesen 600 Millionen Masken sei ein Teil noch nicht an die Empfänger - die Bundesländer sowie Kassenärztliche und Kassenzahnärztliche Vereinigungen - ausgeliefert worden. "Ein größerer Teil" befinde sich noch in der Qualitätsprüfung in Depots des Bundes.

Rund 1,5 Milliarden Masken müssten bis zum Herbst noch, überwiegend aus China, angeliefert werden. Ende Mai hatte das Bundesgesundheitsministerium erklärt, Kassenärztliche Vereinigungen und Länder seien durch das Ministerium bislang mit etwa 400 Millionen Masken versorgt worden. Damals hieß es, seit Anfang März habe der Bund mehr als 500 Millionen Schutzmasken beschafft. Knapp 130 Millionen Schutzmasken befänden sich "in der Qualitätskontrolle". Es habe sich gezeigt, dass etwa 20 Prozent, also ein Fünftel der gelieferten Ware, mangelhaft gewesen sei, weswegen es einen "sorgfältigen, dreistufigen Qualitätssicherungsprozess" gebe.

13.6.2020 • 00:58 Uhr

EU-Kommission will Hilfen für Start-Ups und Kleinunternehmen erleichtern

Die EU-Kommission will Vorschriften lockern, um zusätzliche Hilfen für Kleinunternehmen während der Corona-Krise zu ermöglichen. Zum einen soll es für Privatinvestoren leichter werden, solche Firmen und Start-Ups zu rekapitalisieren, erklärte sie. Parallel dazu sollen auch die kleineren Unternehmen staatliche Hilfen erhalten dürfen, die bereits vor der Krise in Schwierigkeiten waren.

Durch diese Änderungen könnten insbesondere innovative Start-Ups besser unterstützt werden, die für die wirtschaftliche Erholung der EU dringend benötigt würden. Die Kommission will nun Stellungnahmen der EU-Mitgliedsstaaten einholen und dann einen endgültigen Entwurf der Maßnahmen ausarbeiten.

13.6.2020 • 00:37 Uhr

Göttingen am Corona-Pranger

Als sich in Göttingen in einem Hochhaus Dutzende Menschen infizierten, verbreiteten sich schnell Gerüchte. Arabische Clans und Familienfeiern von Muslimen seien schuld - doch die widersprechen scharf. Marco Schulze hat sich in Göttingen selbst ein Bild gemacht.

13.6.2020 • 00:22 Uhr

Stärkster Anstieg von Corona-Fällen in Südafrika an einem Tag

Südafrika hat den bisher stärksten Anstieg von Corona-Neuinfektionen an einem Tag gemeldet. Es seien 3359 Fälle bestätigt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Damit gibt es nun mehr als 61.000 Corona-Nachweise, womit mehr als 25 Prozent der offiziell erfassten Fälle auf dem gesamten afrikanischen Kontinent auf Südafrika entfallen. 1354 Menschen sind im Land bisher infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Brennpunkt der Pandemie ist Kapstadt in der Provinz Westkap.

13.6.2020 • 00:13 Uhr

Studie: Maskenpflicht verhinderte offenbar Zehntausende Infektionen

Die Maskenpflicht hat einer Studie zufolge womöglich Zehntausende Corona-Infektionen verhindert. Zur Eindämmung des Virus sei das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes sogar noch wichtiger als Abstandsregeln und Ausgangssperren, heißt es in der im US-Fachmagazin PNAS veröffentlichten Untersuchung.

So habe sich das Infektionsgeschehen dramatisch verändert, als die Maskenpflicht in Norditalien am 6. April und in New York am 17. April eingeführt worden seien. "Allein diese Schutzmaßnahme reduzierte die Zahl der Infektionen erheblich, und zwar um mehr als 78.000 in Italien vom 6. April bis 9. Mai und um mehr als 66.000 in New York City vom 17. April bis 9. Mai", berechneten die Wissenschaftler.