Särge in der Kirche San Giuseppe in Seriate, Italien | picture alliance/dpa

Coronavirus-Pandemie ++ Mehr als 100.000 Tote in Europa ++

Stand: 19.04.2020 00:02 Uhr

In Europa gibt es laut der Agentur AFP inzwischen mehr als 100.000 Corona-Tote. Arbeitsminister Heil ist zuversichtlich hinsichtlich der Aufstockung des Kurzarbeitergeldes. Israel will Beschränkungen stufenweise lockern. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Mehr als 100.000 Corona-Tote in Europa
  • Netanyahu kündigt Lockerung in Israel an
  • Spanien will Lockdown erneut verlängern
  • Hunderte Menschen bei unerlaubter Demonstration in Berlin
  • Fast die Hälfte der Bundesbürger ist für Maskenpflicht
18.4.2020 • 23:59 Uhr

Ende des Liveblogs

An dieser Stelle beenden wir unseren Liveblog für heute. Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht.

18.4.2020 • 23:48 Uhr

Heil: Grundrente notfalls rückwirkend auszahlen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat vorgeschlagen, dass die geplante Grundrente notfalls rückwirkend zum 1. Januar 2021 ausgezahlt wird. In einem Interview mit den tagesthemen sagte Heil: "Es kann sein, wenn wir das technisch zum 1. Januar nicht hinbekommen sollten, dass man ein paar Monate später rückwirkend zum 1. Januar auszahlt." Er stellte klar, dass die Grundrente trotz der Milliardenausgaben in der Corona-Krise an alle ausgezahlt werden soll. "Diejenigen, die die Grundrente nach Gesetz bekommen sollen, sollen ihren Anspruch ab dem 1. Januar haben."

Er wolle, dass das Gesetz, das in der kommenden Woche im Bundestag beraten wird, zum 1. Januar in Kraft tritt, betonte Heil. Dies sei auch der Plan der Bundesregierung. Allerdings werde die Umsetzung "nicht ganz einfach", da die Rentenversicherung wegen Corona personell und finanziell Lasten zu tragen hätte. Deshalb müsse man hinsichtlich der technischen Umsetzung "auch mit einem Plan B rechnen," sagte der SPD-Politiker.

Die Dimension dessen, was man derzeit in der Corona-Krise zu stemmen habe, sei riesig. "Aber die Grundrente ist finanzierbar und das haben wir miteinander in der Koalition auch besprochen", wies er CDU-Politiker zurück, die an der derzeitigen Finanzierbarkeit der Grundrente zweifeln.

Hinsichtlich einer Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 80 bzw. 87 Prozent des Nettolohnes gab sich Heil zuversichtlich, dass es zu einer Einigung mit dem Koalitionspartner kommen werde. "Wir brauchen generell (...) eine Aufstockung aus der Sozialversicherung, das heißt aus der Arbeitslosenversicherung, die ja von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gemeinsam finanziert ist," betonte Heil. Er wolle nicht, dass "wir darüber Parteistreit haben zwischen den Koalitionsfraktionen" und glaube, dass man da innerhalb der Regierung zu "guten gemeinsamen Lösungen kommen wird". Es gehe um einen auf drei Monate befristeten Schritt, der auch finanzierbar sei.

18.4.2020 • 22:46 Uhr

Migranten von Rettungsschiff kommen auf Quarantänefähre

Die Migranten von einem spanischen Rettungsschiff kommen auf eine Quarantänefäre vor Italien. Die 34 Flüchtlinge der "Aita Mari" würden nun wegen der Coronavirus-Pandemie auf der privaten Fähre "Rubattino" vor Palermo zwei Wochen isoliert, teilte das italienische Verkehrsministerium mit. Dort sind bereits 146 Menschen, die das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" auf dem Mittelmeer vor Libyen gerettet hatte.

18.4.2020 • 22:39 Uhr

Menschenauflauf bei Beerdigung von Bürgermeister

Die Beerdigung eines an Covid-19 gestorbenen Bürgermeisters hat in Italien für Aufsehen gesorgt. Bei der Feier in dem Ort Saviano bei Neapel waren Medien zufolge rund 200 Menschen anwesend, obwohl im ganzen Land strikte Ausgangssperren gelten und Menschenansammlungen verboten sind. "Die Gesetzesvorschriften sind auf schwerwiegende Art und Weise verletzt worden", erklärte der Regionalpräsident von Kampanien, Vincenzo De Luca.

18.4.2020 • 21:29 Uhr

Mehr als 100.000 Corona-Tote in Europa

In Europa sind inzwischen mehr als 100.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich am Abend auf mindestens 100.501, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergab. Das sind knapp zwei Drittel der weltweiten Corona-Todesfälle. Insgesamt wurden fast 1,14 Millionen Corona-Fälle in europäischen Ländern registriert. Europa ist der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent. Weltweit liegt die Zahl der bestätigen Corona-Infektionsfälle bei fast 2,3 Millionen.

18.4.2020 • 21:03 Uhr

Netanyahu kündigt Lockerung in Israel an

Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu hat eine Lockerung der Regeln zum Schutz gegen das Coronavirus angekündigt. Dies sei möglich, weil Israel unter den OECD-Ländern vergleichsweise gut dastehe im Umgang mit der Corona-Krise. "Wir haben eine der niedrigsten Sterberaten", sagte Netanyahu. "Dies ermöglicht Schritte in Richtung einer Lockerung."

Von Sonntag an solle nun eine "verantwortliche und stufenweise Lockerung" der Schutzmaßnahmen erfolgen. "Wir werden es schaffen, die Wirtschaft wiederzubeleben." Statt bislang 15 Prozent dürften nun 30 Prozent der Angestellten wieder zurück an ihren Arbeitsplatz kommen, unter Einhaltung strenger Hygieneregeln.

18.4.2020 • 20:55 Uhr

Spanien will Lockdown erneut verlängern

Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez will die drastischen Einschränkungen im Land um weitere 15 Tage bis zum 9. Mai verlängern. Er werde eine entsprechende Bitte an das Parlament richten, erklärt der Ministerpräsident. Der "Lockdown" besteht bereits seit dem 14. März. Für Kinder sollten bestimmte Beschränkungen aber gelockert werden. Bedingung sei, dass Ansteckungen verhindert würden.

18.4.2020 • 20:46 Uhr

Hunderte Menschen bei unerlaubter Demonstration in Berlin

Trotz geltender Kontaktbeschränkungen haben am Samstag in Berlin wieder mehrere Hundert Menschen gegen eine Einschränkung von Grundrechten in der Corona-Krise demonstriert. Die Polizei forderte die Teilnehmer über Lautsprecher auf, die unerlaubte Demonstration zu zu verlassen. Die meisten seien dem Aufruf gefolgt, vereinzelt sei zu "freiheitsbeschränkenden Maßnahmen" gegriffen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Rund 100 Kräfte seien im Einsatz gewesen.

18.4.2020 • 20:45 Uhr

Weniger neue Todesfälle in Italien

Die Zahl der neuen Virus-Toten in Italien hat sich wieder verringert. Laut den Behörden starben binnen 24 Stunden 482 Personen an dem Virus, nach 575 am Freitag und 525 am Donnerstag. Insgesamt sind damit 23.227 Menschen den Virus-Folgen erlegen. Die Zahl der Neuinfektionen steigt um 3491 auf 175.925.

18.4.2020 • 19:46 Uhr

Mehr als 19.000 Corona-Todesopfer in Frankreich

In Frankreich sind inzwischen mehr als 19.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der Corona-Toten in Krankenhäusern und Pflegeheimen habe sich binnen 24 Stunden um 642 Opfer auf 19.323 erhöht, teilten die französischen Gesundheitsbehörden mit. Die Zahl der Krankenhauspatienten sank derweil weiter. 30.639 Infizierte wurden den Angaben zufolge am Samstag in den Kliniken behandelt, das waren 551 weniger als am Vortag.

18.4.2020 • 19:24 Uhr

Fast die Hälfte der Bundesbürger ist für Maskenpflicht

Fast die Hälfte der Bundesbürger würde einer Umfrage zufolge eine landesweite Maskenpflicht während der Corona-Pandemie befürworten. 46,2 Prozent sprachen sich für die Bedeckung von Mund und Nase in der Öffentlichkeit aus, hieß es in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den Berliner "Tagesspiegel". Gegen eine Maskenpflicht sprachen sich demnach 39,7 Prozent der Befragten aus, 14,1 Prozent waren unentschieden. Die kontrovers diskutierte und in einzelnen Bundesländern und Städten bereits eingeführte oder angekündigte Maskenpflicht bezieht sich nicht auf das Tragen medizinischer Schutzmasken, sondern sogenannter Community-Masken zur Abdeckung von Mund und Nase in der Öffentlichkeit.

18.4.2020 • 19:18 Uhr

Kroatien verlängert Ausgangsbeschränkungen bis zum 4. Mai

Kroatien verlängert die Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus bis zum 4. Mai. Dies teilte die Zivilschutzbehörde mit. Seit dem 19. März waren in dem EU-Mitgliedstaat zunächst für 30 Tage alle Geschäfte mit Ausnahme von Supermärkten, Apotheken und Tankstellen geschlossen. Schulen und Kindergärten wurden ebenfalls geschlossen, die Menschen dürfen ihre Wohnorte nur mit einer Sondergenehmigung verlassen.

18.4.2020 • 18:53 Uhr

Portugal will Maßnahmen im Mai lockern

Portugal will die zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie verhängten Maßnahmen schrittweise lockern. Die neuen Regeln wolle er am 30. April bekanntgeben, sagte der sozialistische Ministerpräsident António Costa der Wochenendzeitung "Expresso". Der Ausnahmezustand gilt noch bis zum 2. Mai. Dieser war am 18. März ausgerufen worden.

Seitdem gilt für die etwa zehn Millionen Bürger eine strikte Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle liegt in Portugal bei knapp 20.000, fast 700 Menschen sind gestorben. Nach Angaben der Behörden wurde der Höhepunkt bei den Neuinfektionszahlen bereits Ende März erreicht.

18.4.2020 • 18:33 Uhr

Weniger neue Todesfälle in New York

Die Zahl der Virus-Toten im stark von der Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York ist laut Gouverneur Andrew Cuomo auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Wochen gesunken. Binnen 24 Stunden habe es 540 neue Todesfälle gegeben, 630 waren es am Vortag. Dies seien so wenige wie seit dem 1. April nicht mehr.

Auch die Lage in den Krankenhäusern hat sich etwas entspannt. Die Zahl der Covid-19-Patienten sei in den letzten drei Tagen kontinuierlich gesunken, sagte Cuomo. Das seien gute Nachrichten, erklärte der Demokrat.

Insgesamt sind in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern bereits mehr als 226.000 Menschen infiziert und mehr als 16.000 gestorben. Cuomo betonte, es seien deutlich mehr Tests notwendig, bevor an eine Öffnung der Wirtschaft in New York zu denken sei. Es gebe weiterhin Engpässe bei den Testverfahren. Der Gouverneur verlangte zusätzliche Unterstützung aus Washington.

18.4.2020 • 18:18 Uhr

Grenze zwischen USA und Kanada bleibt geschlossen

Die Grenze zwischen den USA und Kanada soll für weitere 30 Tage weitgehend geschlossen bleiben. "Das ist eine wichtige Entscheidung und eine, die Menschen auf beiden Seiten der Grenze schützt", sagte der kanadische Premierminister Justin Trudeau. Ziel sei weiterhin, jeden nicht notwendigen Reiseverkehr zwischen den beiden Ländern zu unterbinden und zugleich den Verkehr wichtiger Waren wie medizinische Ausrüstung und Nahrung zu gewährleisten.

US-Präsident Donald Trump hatte noch am Mittwoch gesagt, die Grenze zu Kanada werde eine derjenigen sein, die früh wieder geöffnet werde. "Kanada geht es gut. Uns geht es gut. Wir werden sehen. Aber irgendwann werden wir das tun", hatte Trump gesagt.

18.4.2020 • 17:41 Uhr

In Kanada flohen Pfleger aus Angst aus einem Heim

Pfleger haben ein kanadisches Seniorenheim aus Angst vor dem Coronavirus fluchtartig verlassen. Die Gesundheitsbehörden fanden die Heimbewohner in Dorval bei Montréal erst Tage später vor. Viele der Überlebenden waren dehydriert, unterernährt und teilnahmslos. Zwei Todesfälle blieben tagelang unbemerkt.

Der Premierminister von Quebec, Francois Legault, kündigte Ermittlungen wegen grober Fahrlässigkeit an. Laut Legault waren am Ende nur noch zwei Pflegekräfte in dem Heim, um die insgesamt 130 Bewohner zu versorgen.

Offiziellen Angaben zufolge starben mindestens fünf Heimbewohner an der Lungenkrankheit Covid-19. Der Todesursache von 26 weiteren Fällen geht nun ein Gerichtsmediziner nach. 

18.4.2020 • 17:25 Uhr

Debatte um Maskenpflicht in Deutschland

In Deutschland wird weiter darüber gestritten, ob es eine Maskenpflicht geben sollte. Einfache Gesichtsmasken müssten in der Corona-Pandemie nach Ansicht von Polizeigewerkschaften in Bussen, Bahnen und Geschäften deutschlandweit zur Pflicht werden. Sowohl die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) als auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprachen sich dafür aus. Hintergrund ist das unterschiedliche Vorgehen der Bundesländer und Kommunen.

Zwei Menschen mit Schutzmaske in Dresden | dpa

Nach Ansicht der Polizeigewerkschaften sollte in Deutschland in Bussen, Bahnen und Geschäften eine Maskenpflicht gelten. Bild: dpa

So führt die Stadt Wolfsburg - angesichts der vorsichtigen Öffnung von Geschäften - am Montag eine Maskenpflicht ein. Diese gelte in den Geschäften, in öffentlichen Gebäuden, Arztpraxen, medizinischen Einrichtungen und in Bussen, teilte die Kommune mit. Mit einer Übergangsfrist von einer Woche gelte sie zunächst bis zum 6. Mai.

18.4.2020 • 17:25 Uhr

Deutsches Kreuzfahrtschiff "Artania" darf Australien verlassen

Nach mehr als drei Wochen hat das wegen der Corona-Krise in Australien gestrandete deutsche Kreuzfahrtschiff "Artania" seine Heimreise angetreten. Das Schiff, auf dem sich noch elf Passagiere und rund 300 Besatzungsmitglieder befinden, lief in Fremantle aus, wie der Gouverneur von Western Australia mitteilte. Zuerst soll die "Artania" Indonesien ansteuern, um Besatzungsmitglieder und Passagiere abzusetzen, dann nimmt sie Kurs auf Europa.

Rund 800 der überwiegend deutschen Passagiere waren bereits am 27. März ausgeflogen worden. Nach Angaben des australischen Gesundheitsministeriums wurden zwölf Passagiere der "Artania" positiv auf das Virus getestet.

Australien, Fremantle: Das Kreuzfahrtschiff MV Artania verlässt den Hafen | dpa

Das Kreuzfahrtschiff MV Artania verlässt den Hafen von Fremantle. Bild: dpa

18.4.2020 • 16:50 Uhr

Portugal erwägt Zugangsbeschränkung zu Stränden

Die Regierung Portugals zieht eine Zugangsbeschränkung zu den Stränden des Landes in Erwägung. "Das Virus schläft im Sommer nicht", sagt Ministerpräsident Antonio Costa der Zeitung "Expresso". Die Städte müssten Maßnahmen ergreifen, um eine Überfüllung der Strände zu verhindern. In Portugal sind bisher knapp 19.700 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt und 687 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger registriert - deutlich weniger als in dem besonders stark von der Pandemie betroffenen, größeren Nachbarland Spanien.

18.4.2020 • 16:11 Uhr

Schweiz meldet 1111 Coronavirus-Tote

Die Zahl der Coronavirus-Toten in der Schweiz ist um 52 auf 1111 gestiegen. Die Zahl der positiv Getesteten erhöhte sich nach Angaben der Gesundheitsbehörden um 326 auf 27.404 Fälle. Am Vortag waren 346 neu registrierte Fälle gemeldet worden.

18.4.2020 • 16:07 Uhr

Hinweise auf Coronavirus-Infektionen in Nordkorea

Einem Rundfunkbericht zufolge gibt es auch in Nordkorea Coronavirus-Infektionen - entgegen der offiziellen Darstellung aus Pjöngjang. Radio Free Asia meldet, dass die Behörden des abgeschotteten Landes in Mitteilungen an einzelne Organisationen und Bürgergruppen von bestätigten Fällen gesprochen hätten. Seit Ende März seien die Erkrankungen bekannt, berichtete der Sender unter Berufung auf zwei Insider. Die Zahl der Patienten wurde nicht bekannt.

Nach offizieller Darstellung gibt es in Nordkorea keine einzige bestätigte Infektion mit dem Coronavirus. Experten zweifeln das stark an.

18.4.2020 • 15:49 Uhr

Fast 900 neue Todesfälle in Großbritannien

In Großbritannien sind innerhalb von 24 Stunden fast 900 Menschen an Covid-19 gestorben. Es habe 888 weitere Todesfälle gegeben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt seien damit 15.464 Menschen im Königreich gestorben.

In dieser Statistik der britischen Regierung werden allerdings nur die im Krankenhaus Verstorbenen erfasst. Damit ging die Zahl der neuen Todesfälle wieder nach oben. Am Freitag hatte das Gesundheitsministerium 847 Tote innerhalb von 24 Stunden vermeldet, was ein leichter Rückgang war.

Zu der offiziellen Zahl der Covid-19-Toten in den britischen Krankenhäusern kommt eine hohe Dunkelziffer hinzu. Schätzungen zufolge starben allein in britischen Pflegeheimen mehrere tausend Menschen.

Den Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge wurden innerhalb von 24 Stunden mehr als 5500 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl liege nun bei gut 114.000.

London: Ein Frau mit Mundschutz geht an Telefonzellen vorbei | dpa

Innerhalb von 24 Stunden sind fast 900 Menschen in Großbritannien an Covid-19 gestorben, insgesamt sind nun mehr als 15.000 Tote zu verzeichnen. Man geht aber von einer hohen Dunkelziffer aus. Bild: dpa

18.4.2020 • 15:43 Uhr

Klinik-Leitung in Potsdam räumt Fehler ein

Nach dem schweren Ausbruch von Corona-Infektionen mit zahlreichen Todesfällen im Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann hat die Klinikleitung erstmals Versäumnisse eingeräumt. "Im Zeitraum vom 13. bis 26. März ist im Klinikum Ernst von Bergmann eine kritische Entwicklung im Rahmen der Corona-Pandemie nicht ausreichend erkannt worden", teilte die Geschäftsführung nach einer nichtöffentlichen Beratung im Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung mit.

"Dabei sind tatsächlich nachgewiesene und registrierte Infektionen bei einzelnen Mitarbeitern nicht in einen inhaltlichen Zusammenhang gebracht und tiefgreifend analysiert worden", hieß es in der Mitteilung weiter.

An dem größten Potsdamer Krankenhaus, das auch die Region versorgt, hatten sich die Fälle von Corona-Infizierten und von Toten gehäuft - bisher wurden dort nach Angaben der Stadt 37 Todesfälle gezählt.

18.4.2020 • 15:32 Uhr

Bayern will weiter Krankschreibung per Telefon

Bayern pocht auf die Ausnahmeregelung bei Krankschreibungen für Arbeitnehmer. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kritisierte, dass Arbeitnehmer für Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden vom kommenden Montag an wieder zum Arzt gehen müssen. "Dieser Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ist mit Blick auf die Gefahren durch die Corona-Pandemie verfrüht", erklärte Huml.

Mann hält Telefon und Krankenkassenkarte in der Hand |

Bayerns Gesundheitsministerin Huml will an der Krankschreibung per Telefon festhalten.

Sie fordert deshalb eine Verlängerung der Regelung, dass Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt möglich sind. Es sei sonst zu befürchten, dass auch Covid-19-Patienten wieder in den Arztpraxen erschienen und dadurch andere Menschen ansteckten.

18.4.2020 • 15:24 Uhr

Mangel an Schutzkitteln in britischen Kliniken

In den Kliniken in Großbritannien werden Ausrüstungen zum Schutz gegen das Coronavirus bedrohlich knapp. Es wird erwartet, dass noch an diesem Wochenende die für Ärzte und Pfleger empfohlenen langärmeligen, flüssigkeitsabweisenden Einweg-Kittel auf vielen Intensivstationen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die Lagerbestände sind aufgebraucht. Daher haben die Behörden auch die Verwendung anderer Kittel erlaubt - ein Schritt, der auf heftige Kritik unter anderem von Gewerkschaften stößt. Sie befürchten ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für das Klinikpersonal.

18.4.2020 • 15:19 Uhr

Amazon sucht mit Wärmebildkameras nach fiebrigen Mitarbeitern

Amazon setzt seinen Angestellten zufolge in den USA Wärmebildkameras ein, um fiebrige Mitarbeiter zu identifizieren. In mindesten sechs Lagerhallen des Online-Händlers rund um Los Angeles und Seattle seien entsprechende Geräte installiert worden, berichten die Mitarbeiter. Wenn die Kameras erhöhte Temperaturen zeigten, werde bei den betroffenen Mitarbeitern noch einmal auf der Stirn Fieber gemessen.

Amazon bestätigte den Einsatz solcher Kameras in einigen Lagerhallen. Damit werde für die Gesundheit und Sicherheit gesorgt. Aus mehr als 50 Amazon-Lagern in den USA sind Coronavirus-Fälle gemeldet worden, woraufhin Arbeitnehmervertreter die Schließung von Einrichtungen forderten.

18.4.2020 • 15:02 Uhr

Bahnkunden-Verband: Mindestabstand im Nahverkehr

Der Deutsche Bahnkunden-Verband fordert, es müsse auch in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs das Abstandsgebot zwischen den Menschen gelten. "Wenn die oberste Priorität das Einhalten eines Mindestabstandes von 1,5 Metern ist, dann muss dies auch in allen öffentlichen Verkehrsmitteln umsetzbar sei", erklärte der Verband. "Deshalb gehören bauliche Maßnahmen auf den Bahnsteigen und in den Fahrzeugen selbstverständlich dazu." Der Verband versteht sich als Lobby der Bahnkunden.

Eine Frau steigt in die Straßenbahn 18.04.2020, Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin | dpa

Es müsse auch in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs das Abstandsgebot gelten, fordert der Deutsche Bahnkunden-Verband. Bild: dpa

18.4.2020 • 14:33 Uhr

Mehr als 20.000 Tote insgesamt in Spanien

Spanien hat offiziell die Marke von mehr als 20.000 Toten erreicht. Das Land liegt mit der Zahl der Toten weltweit nach den USA und Italien an dritter Stelle. Die Zahl der Infizierten erhöhte sich nach Angaben der Gesundheitsbehörden auf mehr als 190.000, mehr als 74.000 sind inzwischen wieder genesen. Die Zahl der Toten stieg den Angaben zufolge binnen 24 Stunden um 565, die der Neuinfektionen um fast 4500.

18.4.2020 • 13:57 Uhr

Deutscher Städtetag rechnet nicht mit Ansturm auf Geschäfte

Der Deutsche Städtetag rechnet bei der Wiedereröffnung kleinerer Geschäfte von diesem Montag an mit Zurückhaltung der Kunden. "Wir gehen davon aus, dass die Bevölkerung die wiedergewonnenen Möglichkeiten gerne nutzen wird", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Deutschen Presse-Agentur. "Aber wir erwarten jetzt auch nicht den riesigen Ansturm: Die Geschäfte, die jetzt wieder öffnen, sind eine Woche später noch genauso erreichbar." Die Städte rechneten damit, dass diese ersten Lockerungen auch mit der weiter gebotenen Vorsicht genutzt werden.

 An einem Schaufenster in Bochum (NRW) hängt ein Zettel mit dem Text: "We're back! Montag an 11 wieder regulär geöffnet" | dpa

Von Montag an dürfen wieder einige Geschäfte in Deutschland wieder öffnen. Bild: dpa

18.4.2020 • 13:35 Uhr

Immer mehr Kritik an britischer Regierung

Queen-Gitarrist Brian May hat der britischen Regierung schwere Mängel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie vorgeworfen. Es sei eine "ewige Schande", dass noch nicht einmal die Ärzte und Krankenpfleger in den Kliniken bei der Behandlung der Infizierten ausreichend geschützt werden, sagte der Rockmusiker. Der staatliche Gesundheitsdienst National Health Service, kurz: NHS, sei seit vielen Jahren in einem schlechten Zustand. "Und das ist der Preis, den wir jetzt zahlen müssen", so May. Der 72-Jährige sprach von einer "nationalen Tragödie". In Großbritannien mangelt es an Schutzausrüstungen, Tests, Beatmungsgeräten und Personal in den Krankenhäusern.

18.4.2020 • 13:15 Uhr

Brasilien: Missionierung bei indigenen Völkern verboten

Wegen der Infektionsgefahr mit dem Coronavirus hat ein brasilianischer Richter christliche Missionierungsversuche bei isoliert lebenden Stämmen im Amazonasgebiet untersagt. Evangelistische Missionare dürfen nach der Entscheidung von Richter Fabiano Verli keinen Kontakt zu den Stämmen im Javari-Tal am Amazonas aufnehmen, wie die Organisation Survival International mitteilte. Bei einem Verstoß gegen das Urteil droht eine Geldstrafe von umgerechnet 175 Euro pro Tag. Die Entscheidung des Richters richtet sich vor allem gegen die evangelistische US-Gruppe Ethnos 360, die Geld zum Kauf eines Hubschraubers gesammelt hatte, um isolierte Stämme im brasilianischen Amazonasgebiet missionieren zu können.

Begründet wurde die Entscheidung mit der besonderen Anfälligkeit der isoliert lebenden Ureinwohner für von außen eingeschleppte Krankheiten. Eine Kontaktaufnahme setze sie großen Gefahren aus. Durch die spanische Eroberung Südamerikas im 16. Jahrhundert starben fast 95 Prozent aller Ureinwohner, meist durch eingeschleppte Krankheiten. Bislang wurden unter den Ureinwohnern Brasiliens 23 Infektionen mit dem Coronavirus registriert, drei Menschen starben.

18.4.2020 • 13:01 Uhr

Frankreich: Kreuzfahrtschiff darf nicht anlegen

Die französischen Behörden haben einem Kreuzfahrtschiff das Anlegen im Hafen von Marseille verwehrt. Die "Costa Deliziosa" war seit Anfang Januar auf See und wollte vor Erreichen ihres Ziels in Italien 1400 Passagiere von Bord gehen lassen.

Die Regionalverwaltung des Départements Bouches-du-Rhône verwies auf ein landesweites Verbot für das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise. Die Passagiere hätten am Freitag von Bord gehen wollen, bevor das Schiff seinen Zielhafen Venedig erreicht, erklärte die Regionalverwaltung.

18.4.2020 • 12:58 Uhr

Queen Elizabeth verzichtet auf Geburtstagsfeier

Die britische Königin Elizabeth II. verzichtet in diesem Jahr auf jegliche Form von Feierlichkeiten zu ihrem Geburtstag. Wie das Königshaus mitteilte, hält die Monarchin vor allem die traditionellen Salutschüsse für unangebracht in einer Phase, in der das Land mit der Corona-Pandemie zu kämpfen habe. Es ist das erste Mal in ihrer 68-jährigen Regentschaft, dass Elizabeth um den Verzicht auf die üblichen Gepflogenheiten bittet. Sie wird am 21. April 94 Jahre alt. Normalerweise wird ihr Geburtstag im Juni nachgefeiert.

Königin Elizabeth II | REUTERS

Die britische Königin Elizabeth II. verzichtet wegen der Corona-Krise auf alle Feierlichkeiten zu ihrem Geburtstag. Die Monarchin wird am Dienstag 94 Jahre alt. Bild: REUTERS

18.4.2020 • 11:50 Uhr

Frankreich bekommt milliardenschweren Nothaushalt

Die französische Nationalversammlung hat einen Nothaushalt gebilligt, der geplante Maßnahmen der Regierung im Umfang von 110 Milliarden Euro zur Bewältigung der Corona-Krise berücksichtigt. Darin enthalten sind Boni für medizinisches Personal, Unterstützung für von den Auswirkungen der Krise betroffene Arbeitnehmer und Familien sowie Hilfen für Unternehmen, darunter strategisch wichtige Branchen wie Luftfahrt und Fahrzeugbau. Die Vorlage geht am Dienstag an den Senat. Nach Prognosen der Regierung in Paris könnte die französische Wirtschaft in diesem Jahr um acht Prozent schrumpfen und in die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg stürzen.

18.4.2020 • 11:48 Uhr

Müller verteidigt WHO gegen Kritik

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller fordert eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation. Die Welt müsse sich besser gegen Seuchen wappnen, mahnte der CSU-Politiker im Deutschlandfunk. Denn die Corona-Pandemie werde nicht die letzte sein. Die Weltgesundheitsorganisation sollte deshalb zu einer Art Weltpandemiezentrum ausgebaut werden, um Seuchen über Grenzen hinweg zu bekämpfen.

Kritik übte der Minister an der Politik von US-Präsident Donald Trump, der die US-Unterstützung für die WHO auf Eis gelegt hatte. "Es gibt sicher Verbesserungsbedarf in der Abstimmung, in der Koordinierung", sagte er. Die WHO müsse Fehler abstellen und die Stärken ausbauen als eine weltweit agierende Pandemiebekämpfungsorganisation. "Aber jetzt müssen wir nach vorne gehen." Die Strukturen der WHO seien weltweit funktionsfähig. Müller schlug eine andere Form der Finanzierung vor. Die Organisation müsse möglicherweise stärker staatlich unterstützt werden und dürfe nicht so stark von privaten Geldgebern abhängig sein.

Besorgt zeigte sich der Minister über Corona-Ausbrüche in Afrika. "Sollte das Virus in derselben Gefährlichkeit und Dramatik wie in Italien, Spanien oder Deutschland um sich greifen, dann gibt es Hunderttausende von Toten, weil es überhaupt keine Chance gibt bei der bestehenden Gesundheitsstruktur, Intensivmedizin zu machen, wie wir sie in Europa kennen." Positiv könnte sich auswirken, dass die afrikanische Bevölkerung durchschnittlich viel jünger sei und außerdem die Mobilität nicht so stark ausgeprägt sei. Dennoch sorge er sich, dass das Virus ganze Gesellschaften destabilisieren könne.

18.4.2020 • 11:13 Uhr

Bundesverfassungsgericht gibt Eilantrag gegen Demonstrationsverbot statt

Das Bundesverfassungsgericht hat einem Eilantrag gegen das Verbot einer Demonstration am Nachmittag in Stuttgart stattgegeben. Die Stadt hatte dem Anmelder und dessen Anwalt nach deren Darstellung nicht einmal einen ablehnenden Bescheid geschickt. Ein Mitarbeiter habe am Telefon gesagt, über Versammlungen werde derzeit nicht entschieden, weil sich deren Verbot direkt aus der Corona-Verordnung für Baden-Württemberg ergebe. Dieses Vorgehen verletze den Kläger in seinem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, entschieden die Karlsruher Richter.

Der Mann wollte am Nachmittag von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr auf dem zentralen Schlossplatz mit maximal 50 Leuten gegen die Einschränkung der Grundrechte in der Corona-Krise demonstrieren. Der Beschluss verpflichtet die Stadt Stuttgart, über die Anmeldung neu zu entscheiden. Treffe die Stadt keine Entscheidung, dürfe der Kläger die Demonstration wie angemeldet abhalten, hieß es. Mit Eilanträgen bei den Verwaltungsgerichten war der Mann vorher gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht dagegen hielt den Erlass einer einstweiligen Anordnung für geboten. "Eine Verfassungsbeschwerde wäre nach gegenwärtigem Stand offensichtlich begründet", heißt es in dem Beschluss.

Die Stadt hatte dem Gericht in einer Stellungnahme mitgeteilt, es sei ihr nicht möglich, Auflagen festzusetzen, die der aktuellen Pandemielage gerecht würden. Das ist den Richtern viel zu pauschal. Es sei zwar richtig, dass die Infektionszahlen gerade in Stuttgart in den vergangenen Wochen stark gestiegen seien. Das befreie aber nicht davon, "möglichst in kooperativer Abstimmung mit dem Antragsteller alle in Betracht kommenden Schutzmaßnahmen in Betracht zu ziehen und sich in dieser Weise um eine Lösung zu bemühen". Es müssten immer die Umstände des Einzelfalls berücksichtigt werden.

(AZ: 1 BvQ 37/20)

18.4.2020 • 11:08 Uhr

Russland: Zahl der Corona-Toten steigt

In Russland ist die Zahl der Todesfälle um 40 auf 313 gestiegen. Die Behörden meldeten 4785 Neuinfektionen, der bisher höchste Anstieg. 2649 davon und 21 Tote gab es allein in Moskau, dem Zentrum des Ausbruchs in Russland. Insgesamt summiert sich die Zahl der Coronavirus-Infektionen in dem Land inzwischen auf 36.793.

18.4.2020 • 11:07 Uhr

Heil stellt Alten- und Krankenpflegern Bonus in Aussicht

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat neben den Altenpflegern auch Pflegekräften in Krankenhäusern einen baldigen Bonus in Aussicht gestellt. In einem ersten Schritt hatten die Gewerkschaft ver.di und der Pflegearbeitgeberverband BVAP eine Tarifvereinbarung über eine Sonderzahlung von 1500 Euro für Altenpfleger geschlossen. "Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und ich haben auch die anderen Arbeitgeber und Akteure zusammengerufen, um weiterzugehen", sagte Heil der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Das Ziel unserer Initiative: Es soll zeitnah einen Bonus geben für die, die in der Pflege arbeiten." Pflegekräfte hätten mehr verdient als Applaus und warme Worte, und die Erwartungshaltung sei hoch, "dass es einen angemessenen Bonus gibt". Die 1500 Euro blieben steuer- und sozialabgabenfrei, ergänzte der Minister und betonte, er wünsche sich eine bundeseinheitliche Regelung.

18.4.2020 • 11:02 Uhr

Handys für Strafgefangene in Hamburg

Hamburger Gefangene bekommen während der Corona-Krise zeitlich befristet einfache Mobiltelefone, um weiter Kontakt zu ihren Angehörigen halten zu können. Die Prepaid-Handys haben keine Kamera und sind nicht internetfähig, wie die Justizbehörde mitteilte. Wegen der aktuellen Lage seien unter anderem Besuche und Lockerungen in den Anstalten stark eingeschränkt. Diese befristete technische Lösung gebe den Gefangenen auch die Möglichkeit, weiterhin wichtige private Angelegenheiten zu klären. Insgesamt sollen schrittweise insgesamt rund 470 Handys ausgegeben werden. Es gelten strenge Nutzungsbedingungen, die von den Anstalten erarbeitet wurden. Die Handys dürfen nur im eigenen Haftraum genutzt und nicht an andere Gefangene übergeben werden. Die Geräte können jederzeit kontrolliert, ausgelesen und bei Missbrauch eingezogen werden. Kontakt- und Gesprächslisten dürfen nicht gelöscht werden. Wenn den Gefangenen wieder mehr Freiheiten gewährt werden können, würden die Geräte wieder eingesammelt, hieß es.

18.4.2020 • 10:19 Uhr

Gerichte halten Warenhausschließungen für vertretbar

Oberverwaltungsgerichte in Berlin und in Greifswald halten die behördlichen Anordnungen zur Schließung von Warenhäusern wegen der Corona-Krise für vertretbar. Die beiden Gerichte wiesen jeweils Eilanträge dagegen zurück. Die behördlichen Anordnungen seien "bei summarischer Prüfung durch das Infektionsschutzgesetz gedeckt und mit dem Grundgesetz vereinbar", teilte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg mit. "Warenhäuser müssten nicht gleich behandelt werden wie Einzelhandelsgeschäfte, die der Grundversorgung der Bevölkerung dienen und deshalb von der Schließung ausgenommen sind", hieß es dazu weiter.

In einer ähnlichen Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern hieß es dazu, die Regelung "der Schließung sämtlicher Verkaufsstellen des Einzelhandels unter gleichzeitiger Bestimmung ausdrücklich bezeichneter Ausnahmefälle erweise sich auch im konkreten Einzelfall der Antragstellerin als noch verhältnismäßiger, insbesondere erforderlicher und angemessener Eingriff in ihre Rechte". Für eine unterschiedliche Behandlung verschiedener Branchen und Warenangebote lägen hinreichende sachliche Gründe vor.

Insbesondere der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof geht durch Eilanträge in unterschiedlichen Bundesländern gegen die Schließung seiner Filialen vor. Das Unternehmen hatte sein juristisches Vorgehen damit begründet, dass die Schließung der Filialen des ohnehin angeschlagenen Konzerns zur Eindämmung der Corona-Pandemie "ein gravierender Einschnitt für das Tagesgeschäft und sämtliche Umsätze des Unternehmens" sei.

(AZ: OVG 11 S 22/20 und OVG 11 S 23/20; AZ: 2 KM 333/20 OVG)

18.4.2020 • 10:09 Uhr

EU-Ratspräsident Michel glaubt nicht mehr an Corona-Bonds

EU-Ratspräsident Charles Michel glaubt nach eigenen Angaben nicht mehr an die Einführung sogenannter Corona-Bonds. "Es gibt im Rat nun einmal verschiedene Befindlichkeiten", sagte Michel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Ein solcher Beschluss erfordere aber Einstimmigkeit. Michel betonte: "Alle 27 Mitgliedstaaten stehen zur gegenseitigen Solidarität." Es gehe nun vor allem darum, die richtigen Instrumente dafür zu finden. "Der Haushalt, vor allem wenn man in den ersten zwei Jahren der Finanzperiode 2021 bis 2027 Ausgaben vorzieht, wäre dafür ideal." Er könne dabei als Basis genutzt werden, um neue Förderinstrumente zu entwickeln und Investitionen zu finanzieren. "Wir müssen kreativ sein, konstruktiv und innovativ", sagte Michel. 

Spanien drängte derweil erneut auf die Aufnahme gemeinsamer europäischer Schulden zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. "Niemand verlangt, dass Deutschland die Schulden Spaniens oder Italiens übernimmt", sagte die spanische Außenministerin Arancha González Laya der "FAZ". Sie lobte die erste Krisenreaktion der EU, bezeichnete diese aber als nicht ausreichend. Jetzt sei eine gemeinsame, zeitlich befristete Investition der EU-Partner für die Zeit nach der Pandemie wichtig, erklärte sie. "Wenn wir nicht gemeinsam handeln, laufen wir Gefahr, uns in ein Anhängsel anderer zu verwandeln, statt eine Kraft zu sein, die politisches Gewicht in der Welt hat", sagte die spanische Außenministerin über die EU. "Wir brauchen Führung, besonders aus Deutschland, aber auch von den anderen EU-Mitgliedern." 

18.4.2020 • 10:04 Uhr

Ärztepräsident fordert neues Finanzierungsmodell für Krankenhäuser

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat für die Zeit nach der Corona-Krise ein neues Finanzierungsmodell für Krankenhäuser in Deutschland gefordert. "Kliniken sind Einrichtungen der Daseinsfürsorge und keine Industriebetriebe. Krankenhäuser müssen dem Patienten dienen, nicht dem Profit. Das muss sich ins kollektive Gedächtnis einbrennen", sagte Reinhardt der Bielefelder "Neuen Westfälischen". Standorte können nach Angaben des Allgemeinmediziners zusammengelegt werden. "Aber die Kapazitäten müssen bleiben. Wie wichtig das ist, sehen wir in Krisenzeiten wie diesen", erklärte der Ärztepräsident.

18.4.2020 • 10:00 Uhr

Braun rät zu Patientenverfügungen

Kanzleramtschef Helge Braun rät den Bürgern, eine Patientenverfügung zu verfassen. "Eine Patientenverfügung ist immer sinnvoll, gerade bei hochbetagten und stark vorerkrankten Menschen. Und auch in dieser Corona-Krise", sagte Braun, der selbst Mediziner ist, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger". Wer im Krankenhaus nicht mehr intubiert oder beatmet werden, sondern lieber im Kreis der Familie sterben wolle, könne das in einer Patientenverfügung festlegen. Das könne auch verhindern, dass Angehörige Entscheidungen treffen müssten, die sie überforderten, sagte der CDU-Politiker. "Es ist für alle - den Kranken, die Familie und auch die Ärzte - eine Hilfe, wenn der Wunsch für die Behandlung oder eben Nichtbehandlung schriftlich festgelegt ist." Das sei nicht immer leicht. Es gebe aber gute Berater, die beim Aufsetzen einer Patientenverfügung helfen würden.

18.4.2020 • 09:46 Uhr

Mexiko entlässt Migranten aus Auffanglagern

In Mexiko müssen Migranten und Geflüchtete aus Auffanglagern entlassen werden, die bei einer Infektion mit dem Coronavirus besonders gefährdet sind. Das ordnete ein Bundesrichter einem Medienbericht zufolge an. Menschen über 60 Jahre oder mit Vorerkrankungen sollen danach eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung und damit Zugang zu Gesundheitsversorgung und Sozialleistungen bekommen. Mehr als 40 zivilgesellschaftliche Organisationen hatten dies mit einer Klage eingefordert. Das Gericht ordnete zudem an, dass die Behörden in den Migrantenlagern für eine effektive sanitäre Versorgung sorgen müssen, um der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vorzubeugen. Zudem müssten Maßnahmen ergriffen werden, um mögliche Infizierte festzustellen. Besonderes Augenmerk solle jetzt darauf gelegt werden, unbegleitete Kinder und Jugendliche auf der Flucht vor Armut und Gewalt zu betreuen. Angesichts der schwierigen sanitären Situation und der Überfüllung der Lager gab es in letzter Zeit mehrere Aufstände. Ein Mensch kam dabei ums Leben.

18.4.2020 • 09:40 Uhr

Walmart stellt Tausende neue Mitarbeiter ein

Der US-Supermarktkonzern Walmart will weitere 50.000 Mitarbeiter einstellen, um die gestiegene Nachfrage nach Lebensmitteln und Hygieneprodukten während der Coronavirus-Pandemie bewältigen zu können. Das frühere Ziel, 150.000 neue Stellen zu besetzen, habe man bereits sechs Wochen vor dem Zeitplan erreicht, teilte Walmart mit. Pro Tag würden im Schnitt 5000 neue Mitarbeiter eingestellt. Viele dieser Menschen hätten vorher in der Restaurant- oder Hotelbranche gearbeitet. 85 Prozent der neuen Stellen seien zeitlich befristet oder in Teilzeit.

18.4.2020 • 09:39 Uhr

NBA-Profis verzichten auf Gehalt

Die Basketballer aus der nordamerikanischen Profiliga NBA werden vom 15. Mai an auf 25 Prozent ihres Gehaltes verzichten. Eine entsprechende Übereinkunft mit der Spielergewerkschaft gab die Liga bekannt. Der Spielbetrieb in der NBA ist seit dem 11. März unterbrochen, wann es weitergehen könnte, ist laut Liga-Chef Adam Silver weiterhin unklar. Im Zuge der Coronavirus-Pandemie gibt es laut Silver bereits mehr als die sieben bekanntgewordenen Fälle von Basketball-Profis, die positiv auf das Virus getestet wurden.

18.4.2020 • 09:09 Uhr

Griechenland: religiöse Eiferer festgenommen

Die griechische Polizei hat 13 Personen festgenommen, die trotz Versammlungsverbots in eine Kirche in Piräus einzudringen versuchten, in der eine Messe zum orthodoxen Karfreitag stattfand. Die Bereitschaftspolizei sei eingesetzt worden, weil unter den Menschen auch gewaltbereite Rechte waren, die Steine auf die Beamten schleuderten, hieß es aus Polizeikreisen. Die Regierung in Athen hat bereits seit Mitte März in Zusammenarbeit mit der Führung der Orthodoxen Kirche des Landes angeordnet, dass die Messen hinter verschlossenen Türen stattfinden müssen.

18.4.2020 • 09:00 Uhr

Weil: "Geisterspiele sind wie unaufgetaute Tiefkühlkost"

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil ist kein Anhänger von Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga. "Dass diese Frage wirtschaftlich für die Vereine von existenzieller Bedeutung ist, ist offenkundig. Persönlich als Fan kann ich mich allerdings kaum für Spiele ohne Zuschauerinnen und Zuschauer erwärmen. Das ist wie der Genuss von unaufgetauter Tiefkühlkost", sagte der SPD-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Aber dass darüber geredet werden muss, ist klar, denn auch Fußball ist eine Form von Berufsausübung. Ein wichtiger Bereich des Leistungssports würde andernfalls eingehen, und das will auch niemand." Die Fußball-Bundesliga pausiert aufgrund der Corona-Krise noch bis mindestens 30. April. Die Clubs wollen die Saison mit Hilfe von Geisterspielen bestenfalls bis zum 30. Juni abschließen. Niedersachsens Ministerpräsident macht sich aber nach eigener Aussage vor allem Sorgen um Sportarten, die nicht von den Fernsehrechten leben, wie etwa der Handball. Wenn Spitzenmannschaften auseinander gehen müssten, weil sie derzeit keine Einnahmen hätten, wäre das "jammerschade", so Heil.

18.4.2020 • 07:13 Uhr

Neue Zahlen vom Robert Koch-Institut

Laut neuesten Zahlen des Robert Koch-Instituts sind jetzt in Deutschland 137.439 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Im Vergleich zum Vortag sind das 3609 mehr. Die Zahl der Toten stieg auf 4110, ein Plus von 242. Die Zahl der Genesenen liegt jetzt bei rund 85.400, das sind etwa 3600 mehr als am Vortag.

18.4.2020 • 05:30 Uhr

Bundeswehr hält 32.000 Soldaten für Corona-Einsatz bereit

Für den Einsatz in der Corona-Krise hält die Bundeswehr inzwischen mehr als 32.000 Soldaten zur Unterstützung von Ländern und Kommunen bereit. Zu dem Einsatzkontingent "Hilfeleistung Corona" gehörten mehr als 17.000 Männer und Frauen aus dem Sanitätsdienst der Streitkräfte, heißt es in einer Vorlage für die Spitze des Verteidigungsministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

(In einer vorherigen Meldung hieß es, die Bundeswehr halte 37.000 Soldaten bereit. Die Zahl wurde nun korrgiert.)

18.4.2020 • 05:05 Uhr

Kanzleramtschef hält weitere Hilfen für die Wirtschaft für möglich

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) schließt nicht aus, dass die staatlichen Milliardenhilfen für die Bewältigung der Corona-Krise noch einmal aufgestockt werden. "Wir sehen uns unsere Hilfsprogramme ganz genau an. Viele Branchen und Betriebe sind von der Corona-Krise schwer getroffen", sagte Braun der Düsseldorfer "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger". Für die Sitzungswoche des Bundestags in der kommenden Woche erwarte er noch keine Notwendigkeit für ein nächstes Hilfspaket. "Aber wir können für die Zeit danach nicht ausschließen, dass wir mit weiteren Hilfsmaßnahmen nachsteuern müssen», sagte er auf die Frage, ob es in wenigen Wochen Beratungen über ein zweites großes schnelles Hilfspaket mit Zuschüssen für Betriebe geben müsse.

18.4.2020 • 04:25 Uhr

Schäuble: Müssen Lehre aus Coronavirus-Krise ziehen

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble fordert als Lehre aus der Coronavirus-Krise gesellschaftliche Konsequenzen. Das Verhältnis zwischen Marktwirtschaft und staatlicher Regulierung müsse neu definiert werden, sagt Schäuble der "Augsburger Allgemeine". Man müsse darüber nachdenken, "ob es damit zu tun hat, dass wir vieles übertrieben haben."

Die Krise offenbare die Probleme der globalen Vernetzung. Es gehe aber nicht darum, marktwirtschaftliche Mechanismen außer Kraft zu setzen. "Aber den Rahmen, in dem wir uns bewegen, muss man neu bewerten." Gleichwohl müsse der freie Binnenmarkt und Reiseverkehr in Europa schnellstmöglich wieder hergestellt werden.

18.4.2020 • 04:11 Uhr

Großes Staraufgebot bei virtuellem Benefizkonzert

Die Rolling Stones, Billie Eilish und Taylor Swift treten neben zahlreichen anderen internationalen Stars am Wochenende bei einer virtuellen Benefizshow auf, mit der Spenden für den Kampf gegen das Coronavirus gesammelt werden sollen. Den Auftakt der Sondersendung "One World - Together At Home" bildet am Abend ein sechsstündiger Livestream (ab 20.00 Uhr MEZ) mit Auftritten zahlreicher Prominenter. Im Anschluss daran startet um 02.00 Uhr eine zweistündige Show, bei der auch Musiker wie Paul McCartney, Pharrell Williams, Elton John und Stevie Wonder auftreten. Die Konzerte sind per Livestream unter anderem auf Youtube, Twitter, Facebook und Instagram zu sehen. Organisiert wurde das Event von der Aktivisten-Bewegung Global Citizen.

18.4.2020 • 03:20 Uhr

Ex-Gouverneur Schwarzenegger wird Corona-Berater in Kalifornien

Der frühere Gouverneur von Kalifornien, Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger (72), soll während der Corona-Krise dem amtierenden Gouverneur Gavin Newsom als Berater zur Seite stehen. Der Demokrat Newsom stellte eine Arbeitsgruppe von Politikern und Geschäftsleuten vor, die an Plänen für die wirtschaftliche Öffnung und einen Neustart nach der Corona-Zwangspause mitarbeiten sollen. Neben dem Republikaner Schwarzenegger, von 2003 bis 2011 Kaliforniens Gouverneur, sind auch die Ex-Gouverneure Jerry Brown, Gray Davis und Pete Wilson an Bord. Aus der Wirtschaft stoßen unter anderem der frühere Disney-Chef Bob Iger und Apple-Konzernchef Tim Cook dazu.

Der "Terminator" und ehemalige Gouverneur Kaliforniens, Arnold Schwarzenegger. | dpa

Der "Terminator" und ehemalige Gouverneur Kaliforniens, Arnold Schwarzenegger. Bild: dpa

18.4.2020 • 02:40 Uhr

Heil stellt baldige Anhebung von Kurzarbeitergeld in Aussicht

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat angesichts der Corona-Krise eine baldige Anhebung des Kurzarbeitergeldes in Aussicht gestellt. Nicht nur für Geringverdiener, auch für Facharbeiter bedeute Kurzarbeit einen erheblichen Einbruch, sagte Heil der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Miete und Rechnungen müssen ja weiterbezahlt werden. Deswegen suchen wir in der Regierung und mit den Sozialpartnern intensiv nach einer Lösung." Der Minister stellte sich damit hinter eine Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die staatlichen Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld von 60 auf 80 Prozent der Nettoeinbußen (87 Prozent bei Arbeitnehmern mit Kindern) für die Monate Mai, Juni und Juli aufzustocken.

18.4.2020 • 02:27 Uhr

Zahl der Corona-Toten weltweit übersteigt 150.000

Weltweit sind nach der Zählung der Forscher von der Johns-Hopkins-Universität mittlerweile mehr als 150.000 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Mehr als 36.000 Tote wurden bis Freitagabend allein in den USA gezählt, über 22.000 waren es in Italien. Die Zahl der bestätigten Infektionen lag bei mehr als 2,2 Millionen. Die Dunkelziffern dürften aber deutlich höher liegen, weil Verstorbene nicht auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurden oder bei Infizierten die Krankheit ohne Symptome abgelaufen ist.

18.4.2020 • 02:27 Uhr

Weltbank stellt armen Ländern 160 Milliarden Dollar zur Verfügung

Die Weltbank fürchtet, dass die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie alle Fortschritte der ärmeren Länder zunichte machen. Es müsse schnell gehandelt werden, sagte Weltbank-Chef David Malpass am Freitag bei der Frühjahrstagung per Videokonferenz. Die Weltbank will in den kommenden 15 Monaten armen Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika 160 Milliarden Dollar (147 Milliarden Euro) zur Verfügung stellen, um die Folgen der Pandemie abzufedern.

18.4.2020 • 02:27 Uhr

In Deutschland bleibt die Corona-Reproduktionszahl niedrig

Infektionsforscher Michael Maier-Hermann vom Helmholtz-Institut Braunschweig war zu Gast in den tagesthemen und äußerte sich zur gefallenen Reproduktionszahl.

18.4.2020 • 02:27 Uhr

WHO äußert sich besorgt über starken Anstieg der Fälle in Afrika

Die Weltgesundheitsorganisation blickt mit großer Sorge auf die schnelle Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Afrika. In der vergangenen Woche habe sich die Zahl der Infizierten auf dem Kontinent um 51 Prozent erhöht, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer Online-Pressekonferenz. Die Zahl der Todesopfer sei um 60 Prozent gestiegen. Angesichts des Mangels an Corona-Tests gebe es aber wohl eine hohe Dunkelziffer.