Ein Mann erhält eine Corona-Booster-Impfung. | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Nachimpfungen wegen abgelaufener Dosen in Köln ++

Stand: 10.01.2022 22:29 Uhr

Etwa 2000 Dosen eines abgelaufenen Impfstoff sind in Köln verabreicht worden - nun soll es Nachimpfungen geben. Der britische Premier Johnson ist gerät erneut wegen einer Party im Lockdown unter Druck. Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen.

10.1.2022 • 23:06 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Wir beenden an dieser Stelle für heute den Liveblog und wünschen Ihnen eine angenehme Nacht.

10.1.2022 • 21:41 Uhr

CDC rät US-Bürgern von Reisen nach Kanada ab

Die US-Seuchenbehörde CDC rät US-Bürgern von Reisen nach Kanada ab. Sie stufte das Nachbarland auf ihrer Website nun in die vierte und höchste Risiko-Kategorie ein.

10.1.2022 • 21:34 Uhr

Köln: Nachimpfungen wegen abgelaufener Dosen

Nachdem in Köln bis zu 2000 Dosen eines abgelaufenen Impfstoffes verabreicht worden sind, will die Stadt Betroffenen mögliche Nachimpfungen und schnellere Booster-Impfungen anbieten. In einer Stellungnahme könne das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) nicht ausschließen, dass bei Impfstoff, der abweichend von den vorgeschriebenen Lagerbedingungen aufbewahrt wurde, gewisse Einbußen hinsichtlich der Wirksamkeit auftreten könnten, teilte die Stadt mit. Das Institut gehe allerdings nicht von einem Komplettverlust des Wirkstoffs aus.

Zwei Dienstleister hatten nach früheren Angaben der Stadt zwischen dem 26. Dezember 2021 und dem 5. Januar 2022 bis zu 2000 Menschen mit einem Vakzin geimpft, das als abgelaufen galt. Eine gesundheitliche Gefahr gehe davon nicht aus, hatte die Stadt bereits erklärt.

10.1.2022 • 21:33 Uhr

Pfizer-Chef: Möglicherweise jährliche Impfungen

Pfizer-Chef Albert Bourla zufolge könnten jährliche Impfungen gegen das Coronavirus notwendig werden. Möglicherweise müssten Hochrisiko-Patienten noch häufiger eine Auffrischung erhalten, sagte er auf einem Gesundheitskongress von J.P. Morgan. Bourla wiederholte die Ankündigung, dass ein spezieller Impfstoff des BioNTech-Partners gegen Omikron im März bereitstehen werde. Dem Sender CNBC sagte er wenige Stunden vor der Veranstaltung dazu, es müsse noch getestet werden, ob eine vierte Impfung zunächst notwendig sein werde.

10.1.2022 • 20:10 Uhr

Neue Vorwürfe gegen Johnson

Berichte über eine Gartenparty in der Downing Street während des Corona-Lockdowns erhöhen den Druck auf den britischen Premierminister Boris Johnson. Der Regierungschef und seine Frau Carrie hätten am 20. Mai 2020 mit 30 bis 40 Mitarbeitern an einer Zusammenkunft im Garten seines Amtssitzes teilgenommen, berichteten die Sender ITV und Sky News. Damals durften sich laut Corona-Regeln in England nur zwei Personen aus verschiedenen Haushalten im Freien treffen.

ITV zitierte aus einer Email-Einladung von Johnsons Privatsekretär Martin Reynolds an rund 100 Beschäftigte. Die Mitarbeiter sollten "das Beste aus dem schönen Wetter machen" und selbst Alkohol zu "Drinks mit Abstand" mitbringen. Am selben Nachmittag hatte der damalige Kulturminister Oliver Dowden die Bevölkerung aufgerufen, sich an die geltenden Bestimmungen zu halten. Gegen Johnson und seine Mitarbeiter gibt es seit Wochen Vorwürfe, sie hätten die Corona-Regeln gebrochen.

10.1.2022 • 19:57 Uhr

Erneut Proteste in mehreren Städten

In zahlreichen Städten Deutschlands haben Menschen wieder gegen die Corona-Politik demonstriert. In Lübeck zogen mehr als tausend Teilnehmer durch die Stadt, ebenso in Köln. In Mecklenburg-Vorpommern sprach die Polizei zunächst von insgesamt etwa 8000 Demonstranten in verschiedenen Städten, weitere Versammlungen sollten erst noch beginnen. In Potsdam hatte die Polizei eine Versammlung von Corona-Kritikern vorab verboten, dennoch demonstrierten Hunderte Menschen in der Innenstadt. Auch in Berlin wurde an mehreren Orten protestiert.

In Koblenz und Mainz berichtete die Polizei ebenfalls von Versammlungen. In Fulda in Hessen waren nach Polizeiangaben bis zu 1000 Menschen unangemeldet unterwegs, auch in Wangen im Allgäu versammelten sich etwa 1000 Menschen, in Balingen zwischen Freiburg und Stuttgart Hunderte. In Sachsen wurde unter anderem in Dresden, Zwickau, Görlitz, Chemnitz und Freiberg gegen die Corona-Politik protestiert.

10.1.2022 • 19:55 Uhr

Länder: Genesenen-Nachweis bald nur digital

Genesene sollen ihren Status nach dem Willen der Länder künftig ausschließlich digital mit einem QR-Code nachweisen können. Das haben die Gesundheitsminister der Länder beschlossen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) habe zugesichert, dies zeitnah umzusetzen, sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne.

Das Bundesgesundheitsministerium soll eine entsprechende Rechtsgrundlage schaffen, "mit der die Verpflichtung zur ausschließlichen Vorlage eines digital auslesbaren Genesenennachweises" bei Zutrittskontrollen beispielsweise für Veranstaltungen oder in Restaurants möglich wird. Möglich wäre dies durch Speicherung des Nachweises in der Corona-Warn-App. "Bislang ist das Überprüfen eines Genesenennachweises in Form eines einfachen Ausdruckes in der Regel nicht möglich. Mit dem digital auslesbaren Nachweis wird hier eine Fälschung deutlich erschwert", so Grimm-Benne.

10.1.2022 • 19:53 Uhr

Italien: Draghi verteidigt Impfpflicht

Italiens Regierung hat sich nach der Ausweitung der Corona-Impfpflicht für ihre Maßnahmen gerechtfertigt. "Ein Großteil der Probleme, die wir heute haben, hängen mit der Tatsache zusammen, dass es Ungeimpfte gibt", sagte Ministerpräsident Mario Draghi. Die Regierung habe die Impfpflicht für über 50-Jährige auf Grundlage von Daten entschieden. Sie trügen mehr Risiken. Außerdem seien zwei Drittel der Corona-Patienten auf den Intensivstationen nicht gegen Covid-19 geimpft.

10.1.2022 • 18:18 Uhr

Impfzentren sollen bis Jahresende offen bleiben

Die Laufzeit für die Impfzentren in ganz Deutschland soll bis Ende des Jahres verlängert werden. Das kündigte die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann an. Das Saarland habe einen entsprechenden Antrag bei der Gesundheitsministerkonferenz eingebracht, der von den anderen Ländern mitgetragen worden sei. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach habe die Verlängerung mündlich zugesagt, teilte das Ministerium in Saarbrücken mit.

10.1.2022 • 18:00 Uhr

Schleswig-Holstein beschließt epidemische Lage

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat der Landtag in Kiel die epidemische Lage für das Land Schleswig-Holstein festgestellt. Damit kann die Landesregierung zum Beispiel Clubs und Diskotheken schließen. Außerdem sollen Gaststätten von 23 bis 5 Uhr schließen. Dies ist ab Mittwoch vorgesehen. Die Koalitionsfraktionen CDU, Grüne und FDP hatten sich mit SPD und SSW auf einen Antrag verständigt. Schleswig-Holstein gehört mittlerweile zu den Bundesländern mit den höchsten Corona-Zahlen, nachdem es lange die niedrigsten Werte hatte.

10.1.2022 • 17:41 Uhr

Mexiko: Präsident ruft zum Testverzicht auf

Angesichts mangelnder Testkapazitäten hat der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador seine Landsleute dazu aufgerufen, beim Auftreten von Symptomen einfach von einer Corona-Infektion auszugehen. Sie sollten einfach zu Hause bleiben, Paracetamol nehmen und sich isolieren, statt vor die Tür zu gehen und zu versuchen, an Corona-Tests zu gelangen. Seit Weihnachten hatten sich vor Apotheken und den wenigen verfügbaren Testzentren im Land teils lange Schlangen gebildet. Die Regierung López Obradors hat sich lange geweigert, in der Pandemie auf Massentests zu setzen, und von Geldverschwendung gesprochen.

10.1.2022 • 17:27 Uhr

Mehr Tempo bei der Impfpflicht gefordert

Beim Thema Impfpflicht wächst der Druck auf die Ampel-Koalition: Die CDU wirft Kanzler Scholz Zögerlichkeit vor und fordert rasches Handeln. Auch Baden-Württemberg drückt aufs Tempo.

10.1.2022 • 17:20 Uhr

Warum die Impfpflicht so kontrovers ist

Die allgemeine Corona-Impfpflicht soll kommen - früher oder später. Oder doch nicht? Was steckt hinter dem politischen Streit - und welche praktischen Probleme sind ungelöst? Ein Überblick.

10.1.2022 • 16:59 Uhr

Chile beginnt mit vierter Impfung

Chile setzt im Kampf gegen das Coronavirus angesichts steigender Fallzahlen auf eine vierte Impfdosis für einige Bürger. Zwei Erwachsene mit Immunsuppressionsproblemen erhielten in Anwesenheit von Präsident Sebastián Piñera die vierte Impfdose gegen das Virus. Noch bis zum 7. Februar sollen Menschen mit Immunsuppressionsproblemen in dem Land mit einer vierten Dosis eines Corona-Vakzins immunisiert werden. Danach sollen Menschen über 55 Jahren an die Reihe kommen, deren Drittimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

10.1.2022 • 16:17 Uhr

Indien startet Booster-Impfungen

Angesichts einer extrem schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus haben die indischen Behörden mit den Booster-Impfungen begonnen. Ein Anrecht auf eine Drittimpfungen haben zunächst vorerkrankte Menschen ab 60 Jahren sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen und in anderen wichtigen Berufen.  Innerhalb eines Tages wurden in Indien fast 180.000 neue Infektionen registriert - fast sechs Mal so viel wie eine Woche zuvor. Mehrere Städte verhängten nächtliche Ausgangssperren und untersagten öffentliche Versammlungen.

10.1.2022 • 16:06 Uhr

Bremer Grüne für flächendeckende Testungen in Kitas

Angesichts der hochansteckenden Omikron-Variante fordert die Grünen-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft flächendeckende Testungen in Kitas. Die nicht überprüften Selbsttests zu Hause sollen durch drei verbindliche Lolli-Tests pro Woche in der Kita abgelöst werden, wie die Fraktion vorschlug. So solle der Schutz der Kinder und Beschäftigten verbessert werden.

Außerdem drängen die Grünen darauf, die Quarantäne-Zeiten "umgehend" anzupassen und damit den Bund-Länder-Beschluss auf Basis der medizinischen Erkenntnisse umzusetzen. "Kita-Kinder sollen demnach ohne Test nach zehn Tagen aus der Isolation nach einer Infektion und als Kontaktperson aus der Quarantäne entlassen werden", hieß es. Mit Test könnten sie diese Zeit auf sieben Tage Isolation beziehungsweise fünf Tage Quarantäne verkürzen. Das Freitesten solle allerdings mit einem verbindlichen und kostenlosen PCR-Lolli-Test beispielsweise in Apotheken verbunden werden.

10.1.2022 • 15:53 Uhr

Experten zweifeln an türkischem Impfstoff

Präsident Erdogan wirbt für den türkischen Corona-Impfstoff Turkovac - auf den hätten viele gewartet. Doch Experten melden Zweifel an.

10.1.2022 • 15:29 Uhr

EMA will bald über Anti-Corona-Pille entscheiden

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will in Kürze über eine Zulassung der Anti-Corona-Pille Paxlovid von Pfizer entscheiden. Eine Einschätzung solle innerhalb von Wochen getroffen werden, teilt die Behörde mit. Pfizer beantragte bei der EMA eine bedingte Marktzulassung für das Medikament zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Covid-Erkrankungen bei Patienten ab zwölf Jahren mit einem hohen Risiko für schwere Verläufe. Den Zulassungsantrag will die Behörde nun beschleunigt prüfen.

10.1.2022 • 14:51 Uhr

Baden-Württemberg: 14 Corona-Tote in Seniorenheimen

In Baden-Württemberg sind 13 Bewohner eines Seniorenheims in Rastatt infolge eines Corona-Ausbruchs gestorben. Keiner habe eine Booster-Impfung gehabt, sagte ein Sprecher des Landratsamts. Manche seien keinmal, andere ein- oder zweimal geimpft gewesen. Weiter hieß, es von 82 Bewohnern seien noch 28 positiv getestet und vier im Krankenhaus. Hinzu kämen fünf infizierte Mitarbeiter. Seit Beginn des Ausbruchs sei bei 55 Bewohnern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden, in keinem der Fälle mit der hochansteckenden Omikron-Variante. Es gibt einen unbefristeten Aufnahmestopp.

Gleiches gilt für ein Seniorenheim in Gaggenau im Kreis Rastatt, für das zudem ein Besuchsverbot verhängt wurde. Hier grassiert die Omikron-Mutante: Ein Bewohner sei an oder in Verbindung damit gestorben, sagte der Sprecher. Sechs weitere Bewohner sowie drei Mitarbeiter seien positiv getestet, sechs davon mit Omikron-Nachweis. Insgesamt lebten in dem Heim den Angaben zufolge 108 Menschen.

10.1.2022 • 14:32 Uhr

Israel: Höchststand bei Neuinfektionen

In Israel klettern die Corona-Infektionszahlen täglich auf neue Höchststände: Das Gesundheitsministerium meldete am Montag 21.501 neue Fälle für den Vortag. Die Zahl der Schwerkranken stieg auf 222. Im Herbst während der vierten Welle lag der Höchststand bei mehr als 11.000 Fällen pro Tag. Die tatsächlichen Infektionszahlen dürften aktuell allerdings deutlich höher liegen. Denn Israel hat in der vergangenen Woche die Testpflicht gelockert: Nur noch Risikogruppen und Menschen ab 60 Jahren müssen einen PCR-Test machen, nachdem sie in Kontakt mit einem Corona-Infizierten gekommen sind. Für alle anderen reicht ein Antigen-Schnelltest.

10.1.2022 • 13:50 Uhr

Bildungsministerin fordert Notfallpläne

In acht weiteren Bundesländern hat die Schule wieder begonnen. Damit der Unterricht trotz drohender Quarantänefälle aufrecht erhalten werden kann, fordert Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger Notfallpläne auch für Schulen.

10.1.2022 • 13:38 Uhr

Moderna-Chef kündigt Omikron-Vakzin an

Der Chef des Pharmaunternehmens Moderna, Stéphane Bancel, hat einen Impfstoff gegen die Corona-Variante Omikron angekündigt. Das Unternehmen arbeite derzeit an einem spezifischen Omikron-Vakzin und erwarte, dieses schon bald in die klinische Entwicklung bringen zu können, sagte Bancel in einem Interview mit dem US-Sender CNBC.

10.1.2022 • 12:48 Uhr

Schweden will Maßnahmen verschärfen

Angesichts stark steigender Infektionszahlen und wachsenden Drucks auf das Gesundheitssystem kündigt Schweden eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen an. "Die Situation hat sich zweifellos verschärft", sagte Ministerpräsidentin Magdalena Andersson. "Der Stand bei den Infektionen ist auf einem historischen Höchstwert." Zu den geplanten Maßnahmen gehört demnach eine Homeoffice-Pflicht dort, wo es möglich ist. Zudem sollen die Öffnungszeiten von Restaurants und Bars verkürzt und weniger Menschen bei öffentlichen Veranstaltungen zugelassen werden.

10.1.2022 • 12:47 Uhr

Großbritannien erwägt kürzere Quarantäne

Großbritannien erwägt Premierminister Boris Johnson zufolge angesichts von Fortschritten im Kampf gegen die Corona-Variante Omikron die Isolationszeit von sieben auf fünf Tage zu verkürzen. "Wir denken darüber nach", sagte er in einem Rundfunkbeitrag. Die Regierung werde dabei aber den wissenschaftlichen Erkenntnissen folgen. Im Kampf gegen Omikron gehe es voran. "Wir machen große Fortschritte." Allerdings steige auch die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern stark an. Von den derzeit 18.000 Covid-Patienten in den Klinken hätten sich womöglich 30 Prozent dort infiziert.

10.1.2022 • 12:45 Uhr

Gesundheitsminister beraten über vierte Impfung

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten bei ihrer ersten regulären Konferenz in diesem Jahr voraussichtlich über eine mögliche vierte Impfung gegen das Coronavirus. Das geht nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus der Tagesordnung für die Runde hervor.

Bisher läuft in Deutschland die Booster-Impfkampagne mit Auffrischungsimpfungen. Israel impft zum Beispiel bereits das vierte Mal. Die Gesundheitsminister wollen sich den Informationen zufolge auch über die aktuelle Infektionslage und über neue Erkenntnisse zur Omikron-Virusvariante sowie über den Stand von Corona-Tests austauschen.

10.1.2022 • 12:12 Uhr

VDI wart vor Mangel an Ingenieuren

Durch die Corona-Krise wird sich nach Einschätzung des Vereins deutscher Ingenieure (VDI) der Mangel an Ingenieuren und Informatikern in Deutschland weiter verschärfen. Ursache dafür seien die negativen Auswirkungen der Schulschließungen auf die mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, aber auch die sinkende Zuwanderung von Studierenden aus dem Ausland in Informatik- und Ingenieurfächer während der Pandemie, warnte der Verein. Nach dem vom VDI gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlichten Ingenieurmonitor ist die Zahl der offenen Stellen in den Ingenieur- und Informatikberufen im dritten Quartal 2021 auf 132.000 gestiegen. Sie liegt damit bereits wieder über dem Vorkrisenniveau.

10.1.2022 • 12:02 Uhr

Bundestag soll Zeitplan für Impfpflicht festlegen

Bundeskanzler Olaf Scholz will sich nicht auf einen Zeitplan für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht festlegen. Der Bundeskanzler "überlässt es dem Bundestag, wie er den Zeitplan jetzt gestalten will", sagte Vizeregierungssprecherin Christiane Hoffmann. "Er ist der Meinung, dass es schnell gehen sollte." Einen eigenen Gesetzentwurf will die Bundesregierung wohl nicht vorlegen. "Es soll Gruppenanträge aus dem Bundestag geben", sagt Hoffmann. Für die Entscheidung soll der Fraktionszwang aufgehoben werden.

10.1.2022 • 11:48 Uhr

Papst: Weniger Ideologie, mehr Transparenz

Papst Franziskus hat "starke ideologische Gegensätze" bei der weltweiten Pandemie-Bekämpfung kritisiert. Leider werde vieles von einer "Ideologie des Augenblicks" bestimmt, die häufig auf unzulänglich dokumentierten Fakten beruhe, sagte er bei einem Neujahrsempfang. "Jede ideologische Aussage durchtrennt die Bindung der menschlichen Vernunft an die objektive Realität der Dinge", so Franziskus . Gerade im Kampf gegen die Pandemie sei eine Art von "Wirklichkeitspflege" notwendig. Man müsse dem Problem ins Auge schauen, um geeignete Lösungen zu finden.

Papst Franziskus zelebriert eine Silvestervespermesse im Petersdom im Vatikan. | dpa

Papst Franziskus hat "starke ideologische Gegensätze" bei der weltweiten Pandemie-Bekämpfung kritisiert. Bild: dpa

"Impfstoffe sind keine magischen Heilungswerkzeuge", betonte das Oberhaupt der katholischen Kirche. "Aber sie stellen zusätzlich zu den Therapien, die entwickelt werden müssen, die vernünftigste Lösung zur Vorbeugung der Krankheit dar." Der Papst forderte die Politik auf, die Bürger im Kampf gegen das Coronavirus mit einzubeziehen, "so dass sie sich mitbeteiligt und mitverantwortlich fühlen können". Dies sei nur durch "transparente Kommunikation" möglich. Ein Mangel an Entscheidungsbereitschaft und an klarer Kommunikation führe zu Verwirrung, schaffe Misstrauen und untergrabe den sozialen Zusammenhalt.

10.1.2022 • 11:35 Uhr

Experten: Vermeintlicher "Deltakron"-Nachweis wohl falsch

Der vermeintliche Nachweis einer Misch-Variante aus Delta und Omikron in Zypern geht Experten zufolge wohl auf Verunreinigungen während der Analyse zurück. "Diese Genome sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Artefakte", erläuterte Richard Neher von der Universität Basel in der Schweiz, führender Experte für Virusvarianten, der Nachrichtenagentur dpa. Die Omikron-Mutationen, die hier in einem Zusammenhang mit Delta-Genomsequenzen beobachtet würden, beträfen alle einen DNA-Abschnitt, der bei Delta-Nachweisen oft sehr schwach ausfalle und daher sehr anfällig für Kontamination sei. Ähnlich äußerten sich weitere Experten bei Twitter, etwa die WHO-Expertin Maria van Kerkhove: Das Ergebnis gehe wahrscheinlich auf Verunreinigungen beim Sequenzieren zurück.

Zuvor kursierten Berichte mit Verweis auf ein Interview mit dem örtlichen Sender Sigma TV, denen zufolge Leontios Kostrikis von der Universität Zypern 25 Fälle identifiziert haben will, in denen eine Mischvariante aus Delta und Omikron - Deltakron genannt - Ursache der Infektionen war. Auch ein Mitglied des griechischen Krisenstabes für die Corona-Pandemie, Gikas Magiorkinis, erklärte, dass Kostrikis' Schlüsse falsch seien. "Erste Analysen zeigen, dass es sich um einen technischen Fehler des Labors handelt", twitterte der Epidemiologe.

10.1.2022 • 11:32 Uhr

Spanien will Preis für Antigentests deckeln

Die spanische Regierung arbeitet an Vorschriften, um den Verkaufspreis von Corona-Antigentests zu begrenzen, sagte Ministerpräsident Pedro Sanchez. Zuletzt hatte es in vielen Apotheken des Landes Lieferprobleme gegeben. Die Debatte rund um die Weihnachtszeit habe sich um einen Versorgungsengpass gedreht, erklärte der Regierungschef im Radiosender Cadena SER. "Jetzt werden wir die Preise für die Tests in den Griff bekommen." Die höheren Preise für Antigentests während der Ausbreitung der Omikron-Variante und die Knappheit der Tests in Apotheken sorgten für Proteste von Oppositionspolitikern und Verbrauchergruppen. Viele forderten, den Verkauf in Supermärkten zu erlauben.

10.1.2022 • 11:29 Uhr

Uganda öffnet Schulen nach fast zwei Jahren Schließung

In Uganda sind heute die Schulen nach knapp zwei Jahren coronabedingter Schließung wieder geöffnet worden. Etwa 15 Millionen Schülerinnen und Schüler kehrten in die Schulen zurück, wie der ugandische Nachrichtensender NTV berichtete. Demnach hatten sie seit März 2020 keinen Unterricht mehr.

Kinderrechtsorganisationen hatten die lange Schließung wiederholt kritisiert. Die UN-Kinderrechtsorganisation UNICEF erklärte auf Twitter, eine solche Schließung dürfe nicht mehr vorkommen. Uganda ist nach Angaben der UNESCO das letzte afrikanische Land, in dem die Schulen wegen der Corona-Pandemie noch geschlossen waren.

10.1.2022 • 11:26 Uhr

Weniger Krankenhauseinweisungen in Indien

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen müssen in Indien deutlich weniger Menschen in Krankenhäusern behandelt werden als in früheren Infektionswellen. Derzeit würden fünf bis zehn Prozent der Infizierten in Krankenhäuser eingewiesen nach 20 bis 23 Prozent im Mai, als sich die Delta-Variante des Coronavirus schnell in dem Land ausbreitete, wie das indische Gesundheitsministerium mitteilte. Die Situation könne sich aber rasch ändern und die Hospitalisierungsquote könne jederzeit wieder zunehmen. Die Behörde bat deshalb die Krankenhäuser ihre Personallage regelmäßig zu überprüfen.

10.1.2022 • 11:24 Uhr

Beamtenbund kritisiert Krisenmanagement der Politik

Der Beamtenbund dbb hat Bund und Ländern ein verheerendes Zeugnis beim Krisenmanagement in der Corona-Pandemie ausgestellt. Die Menschen seien mit teils "widersprüchlichen und widersinnigen" Maßnahmen und Ansagen "kirregemacht" worden, sagte der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach bei der dbb-Jahrestagung in Berlin. Dabei sei der Eindruck erweckt worden, "dass in diesem Land jeder Kindergeburtstag besser organisiert ist als das staatliche Krisenmanagement". Silberbach warf der Politik "Saumseligkeit und Begeisterung für schwarze Nullen" vor. Deshalb sei es über Jahre versäumt worden, die Behörden und Verwaltungen krisenfest aufzustellen.

10.1.2022 • 11:07 Uhr

Slowakei hebt nächtliches Ausgehverbot auf

In der Slowakei ist heute ein nächtliches Ausgehverbot ausgelaufen. Das Verbot war ab Mitte Dezember verhängt worden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, und hatte von 20 Uhr abends bis fünf Uhr morgens gegolten. Ebenfalls ab heute dürfen die Schulen in der ganzen Slowakei wieder Präsenzunterricht abhalten. Allerdings müssen auch die jüngsten Kinder während des Unterrichts zumindest einen Mund-Nasen-Schutz tragen, in stärker von Covid-19 betroffenen Regionen eine FFP2-Maske.

Weiterhin verboten bleiben Versammlungen von mehr als sechs Personen aus verschiedenen Haushalten. Die Oppositionsparteien warfen der Vier-Parteien-Regierung vor, damit nicht die Pandemie, sondern regierungskritische Proteste einschränken zu wollen.

10.1.2022 • 11:05 Uhr

Umfrage: Jede siebte Firma sieht sich in Existenz bedroht

Fast jedes siebte Unternehmen in Deutschland sieht sich durch die Corona-Pandemie in seiner Existenz bedroht. Besonders der Dienstleistungssektor und Einzelhandel machen sich große Sorgen, wie aus einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts hervorgeht. Bundesweit sagten demnach 14 Prozent der im Dezember befragten Betriebe, dass sie ihre Existenz als gefährdet einstufen. Damit bewerteten die Unternehmen ihre Bedrohung auf gleichem Niveau wie im Juni vergangenen Jahres. Bei drei weiteren Umfragen im Februar 2021, sowie im November und Juni 2020 waren die Sorgen mit Werten zwischen 17,6 und 21,8 Prozent noch deutlich ausgeprägter.

Die aktuell höchste Bedrohung empfindet der Dienstleistungssektor mit 20,4 Prozent - Treiber sind dabei unter anderem die Reise- und Veranstaltungswirtschaft sowie das Gastgewerbe. Hier sieht sich durchweg mehr als die Hälfte der Unternehmen bedroht, bei Reisebüros und -veranstaltern sind es sogar fast drei Viertel.

10.1.2022 • 11:01 Uhr

Impfpflicht: CDU-Politiker für Bundestags-Sondersitzung

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß hat eine Sondersitzung des Bundestages ins Gespräch gebracht, um einen Beschluss über eine allgemeine Impfpflicht zu beschleunigen. "Eine Entscheidung darüber darf nicht um Wochen geschoben werden - zur Not brauchen wir eine Sondersitzung des Bundestages", sagte der Hamburger CDU-Landesvorsitzende dem "Spiegel". Man brauche jetzt keine langwierige Orientierungsdebatte, sondern eine schnelle Entscheidung.

Über eine Impfpflicht soll der Bundestag ohne Fraktionsvorgaben abstimmen. Im Gespräch ist zunächst eine "Orientierungsdebatte" im Januar. Die SPD strebt nach bisherigen Angaben den Abschluss eines Gesetzgebungsprozesses im ersten Quartal an, also bis Ende März.

10.1.2022 • 10:51 Uhr

Bericht: Spanien erwägt weniger strikte Nachverfolgung

Spanien erwägt laut einem Zeitungsbericht eine weniger strikte Nachverfolgung von Corona-Infektionen. Die Regierung denke über Wege wie bei einer klassischen Grippe-Erkrankung nach, schreibt das Blatt "El Pais". Dabei würde nicht mehr jeder einzelne Fall dokumentiert und es würden auch nicht alle Personen mit Symptomen getestet. Ministerpräsident Pedro Sanchez bestätigte grundsätzliche Überlegungen: Da die Todesfall-Raten bei Corona-Erkrankungen gesunken seien, könne es an der Zeit sein, mit der Pandemie nun auf anderen Wegen umzugehen, sagt er dem Sender SER. Darüber solle auch auf europäischer Ebene gesprochen werden.

10.1.2022 • 10:43 Uhr

Philippinen: Infektionszahlen auf Höchststand

Die Philippinen haben so viele Corona-Neuinfektionen wie noch nie zuvor verzeichnet. Am Montag seien 33.169 Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Es ist der dritte Tag in Folge mit Höchstständen. Ingesamt gibt es in dem südostasiatischen Land drei Millionen Corona-Infektionen. Am Montag verzeichneten die Ämter zudem 145 weitere Tote. 52.293 Menschen sind damit auf den Philippinen an oder mit dem Virus gestorben.

10.1.2022 • 10:26 Uhr

Wiese: Impfpflicht kann im ersten Quartal kommen

SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese hat Berichten widersprochen, dass eine allgemeine Impfpflicht frühestens im Mai oder Juni kommen könne. "Der Februar hat in der Tat nur eine Sitzungswoche. Bundestag und Bundesrat können aber natürlich jederzeit Sondersitzungen ansetzen, falls erforderlich", sagte Wiese der Nachrichtenagentur Reuters. "Aber auch ohne Sondersitzungen ist ein Beschluss im ersten Quartal machbar." Alles andere sei Spekulation.

Wiese verwies darauf, dass eine allgemeine Impfpflicht ohnehin perspektivisch für den kommenden Herbst oder Winter wirke. Eine ausführliche und gründliche Debatte sei sehr wichtig. "Die Orientierungsdebatte im Januar wird eine wichtige Wegmarke im Hinblick auf die konkreten Gruppenanträge sein."

10.1.2022 • 10:18 Uhr

Zentralrat der Juden befürwortet allgemeine Impfpflicht

Der Zentralrat der Juden in Deutschland befürwortet eine allgemeine Impfpflicht zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie. Das Judentum betrachte medizinische Errungenschaften wie die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs als einen "Akt, der die Welt verbessert", teilte der Zentralrat mit. Daher würden Impfungen als präventive Maßnahmen befürwortet. "Im Falle von Epidemien ist eine Impfung Pflicht. Grundlage ist das biblische Gebot, das Leben zu schützen und körperliche Schäden abzuwenden." Ein Impfzwang könne daraus allerdings nicht abgeleitet werden.

"Die Covid-19-Pandemie zieht neben den Folgen für Leben und Gesundheit auch gefährliche gesellschaftliche Entwicklungen nach sich. Impfgegner und Corona-Leugner radikalisieren sich in einem erschreckenden Ausmaß", beklagte Zentralratspräsident Josef Schuster. Bei der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht seien weitere Proteste und Gewalt nicht auszuschließen. "Dennoch wiegt der Gesundheitsschutz der Gesamtbevölkerung schwerer. Daher halten wir eine allgemeine Impfpflicht für unumgänglich."

10.1.2022 • 10:10 Uhr

Rund 149.000 Corona-Impfungen am Sonntag

In Deutschland sind am Sonntag 149.000 Impfdosen gegen Corona verabreicht worden. Dies teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit. Damit haben nun mindestens 59,8 Millionen Menschen (71,9 Prozent der Bevölkerung) den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze. Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung ("Booster") erhielten inzwischen mindestens 35,6 Millionen (42,9 Prozent). Diese dritte Dosis gilt als wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron.

Nicht geimpft sind 21,1 Millionen (25,4 Prozent) - darunter auch etwa vier Millionen Kinder unter vier Jahren, für die bislang kein Impfstoff zugelassen ist. Dem RKI zufolge bekamen etwa 62 Millionen (74,5 Prozent) bislang mindestens eine Spritze. Die Bundesregierung strebt eine Marke von 80 Prozent bis Ende Januar an.

10.1.2022 • 10:04 Uhr

Luftverkehr über Deutschland nur langsam erholt

Der Luftverkehr über Deutschland hat sich im abgelaufenen Jahr 2021 nur langsam vom Corona-Tiefpunkt erholt. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) und weitere Institutionen kontrollierten mit 1,67 Millionen Starts, Landungen und Überflügen nur 14,3 Prozent mehr Bewegungen als im Jahr 2020, wie die bundeseigene Gesellschaft berichtete. Damit wurde eine Verkehrsdichte erreicht, die knapp über der im Jahr 1991 lag und in etwa der Hälfte des vor Corona beobachteten Niveaus entsprach. 2020 hatte es mit 1,46 Millionen Flugbewegungen den niedrigsten Wert seit der deutschen Wiedervereinigung gegeben, obwohl vor dem Corona-Schock im März des Jahres noch einige Wochen ein voller Flugplan geflogen wurde.

Für die Flugsicherungen bedeutet die sinkende Zahl kontrollierter Flüge auch deutlich geringere Gebühreneinnahmen, ohne dass die Kosten für Personal und Infrastruktur im gleichen Maße reduziert werden könnten.

10.1.2022 • 09:12 Uhr

Polizei warnt erneut vor Überlastung durch Proteste

Die Gewerkschaft der Polizei warnt vor einer Überlastung durch die zunehmenden Proteste gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Beamtinnen und Beamten hätten ohnehin viel Arbeit, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, der "Rheinischen Post". "Wir müssen dann unsere Prioritäten neu setzen, andere Aufgaben bleiben dann liegen." Es mache etwas mit dem Sicherheitsgefühl der Menschen, wenn die Polizei nicht sofort zur Verfügung stehe, weil sie an anderer Stelle eingesetzt sei. "Es darf nicht dazu kommen, dass die Bürger an der Funktionstüchtigkeit des Staates zweifeln. Das könnte eine Gefahr sein."

10.1.2022 • 08:46 Uhr

Ethikratsvorsitzende: Impfpflicht auch bei hohen Quoten sinnvoll

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, hält eine Impfpflicht auch dann für sinnvoll, sollte die Impfquote in Deutschland auf über 90 Prozent steigen. Man muss laut Expertinnen und Experten davon ausgehen, dass man "sehr hohe Impfquoten" brauche, um die Corona-Pandemie zu besiegen, wie Buyx bei RTL/ntv sagte. Der Ethikrat habe diese Meinung bereits mit Blick auf die Delta-Variante vertreten. "Aber mit Omikron gilt das gegebenenfalls sogar noch mehr, weil es einfach so wahnsinnig ansteckend ist." Eine Impfpflicht sei sinnvoll, solange die Gefahr bestehe, dass "die Grundrechte von Millionen von Menschen eingeschränkt werden durch die Maßnahmen". Trotzdem sei die Impfpflicht weiterhin nur "ein letztes Mittel", das immer sehr gut begründet werden müsse, betonte Buyx.

10.1.2022 • 08:42 Uhr

Stark-Watzinger für bessere Vorkehrungen an Schulen

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hat bessere Vorkehrungen für die wegen der Omikron-Variante drohenden vermehrten Quarantänefälle an Schulen gefordert. "Schulen sind für mich auch kritische Infrastruktur", sagte Stark-Watzinger im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Deshalb müsse jetzt eine Ausfallplanung auch ins Schulmanagement integriert werden.  Das bedeute, dass etwa in Quarantäne geschickte Lehrer in hybrider Form zugeschaltet werden und so weiter unterrichten sollten. Auch Schüler, die in Quarantäne sind, sollten weiter in den Unterricht eingebunden werden. Daneben forderte die Bundesbildungsministerin außerdem verstärkte Impfungen in der Altersgruppe der Schüler.

10.1.2022 • 08:37 Uhr

Omikron-Ausbruch in China: Weitere Infektionen entdeckt

Nach dem ersten lokalen Ausbruch der Omikron-Variante in China sind weitere Infektionen entdeckt geworden. Die Zahl der Fälle in der Pekinger Nachbarstadt Tianjin stieg von 20 auf 40, während auch in Zentralchina zwei Infektionen entdeckt wurden, wie Staatsmedien berichteten. Zwei Omikron-Ansteckungen in Anyang in der Provinz Henan in Zentralchina wurden auf den Ausbruch in Tianjin zurückgeführt. Zwei infizierte Studenten seien Ende Dezember aus dem betroffenen Bezirk Jinnan in Tianjin zurückgekehrt.

Die Entdeckung lokaler Omikron-Infektionen knapp vier Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Peking und vor der Reisesaison zum chinesischen Neujahrsfest Ende Januar alarmiert die Behörden. Gesundheitsämter rechneten mit weiteren Infektionen. Die hoch ansteckende Variante dürfte die strikte Null-Covid-Strategie Chinas mit Massentests, Ausgangssperren, Quarantäne und Abschottung schwer auf die Probe stellen.

10.1.2022 • 08:27 Uhr

Landkreise: Mittel für Gesundheitsämter fehlen

Die Landkreise in Deutschland fordern angesichts der heranrollenden Omikron-Welle des Coronavirus Finanzierungszusagen für den Stellenausbau in den Gesundheitsämtern. Entscheidend für die Einstellung von Amtsärzten und anderem Personal seien verlässliche Zusagen der Länder, die nötigen Stellen auch über 2026 hinaus zu bezahlen, sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Erst dann können flächendeckend und in deutlich größerem Umfang die notwendigen Ausschreibungen und Neueinstellungen erfolgen, vorher nicht." Schon jetzt arbeiteten die Gesundheitsämter der Landkreise am Anschlag. Er sei besorgt, dass es zu Engpässen kommen könnte, wenn die Inzidenzen hochschnellen, sagte Sager.

10.1.2022 • 08:08 Uhr

Tennisstar Djokovic gewinnt Rechtsstreit

Im Streit um seine Teilnahme an dem Tennisturnier Australian Open hat der serbische Tennis-Star Novak Djokovic einen Punktsieg errungen. Ein australisches Gericht erklärte, Djokovic dürfe das Einreise-Gebäude verlassen, in dem er derzeit festgehalten werde. Sein Pass und andere Reisedokumente müssten ihm wieder ausgehändigt werden. Die Entscheidung der Regierung, das Einreise-Visum Djokovics zu widerrufen, sei unangemessen. Ob Djokovic damit nun regulär einreisen kann, ist aber noch unklar. Ein Anwalt der australischen Bundesregierung erklärte nach dem Urteilsspruch, der Einwanderungsminister behalte sich vor, das Visum von Djokovic erneut zu widerrufen.

Dem Weltranglistenersten war am Donnerstag bei seiner Ankunft am Flughafen Melbourne die Einreise verweigert worden, nachdem er überraschend eine medizinische Ausnahme-Erlaubnis von der vorgeschriebenen Corona-Impfung erhalten hatte.

10.1.2022 • 07:48 Uhr

Cichutek: Verkaufte Corona-Schnelltests sind zuverlässig

In Deutschland gibt es nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) keine Corona-Schnelltests zu kaufen, die das Label "unzuverlässig" verdienen. Das PEI habe eine Liste mit Tests veröffentlicht, die über eine "erhöhte Sensitivität" verfügten, sagte der Präsident des Instituts, Klaus Cichutek, im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Die Tests, die die höheren Anforderungen nicht erfüllten, würden in Deutschland nicht verkauft, weil sich Testzentren, Apotheken und Discounter an der PEI-Liste orientierten.

Cichutek sagte zudem, an Omikron angepasste Impfstoffe würden voraussichtlich noch im ersten Halbjahr in ausreichender Menge verfügbar sein. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte im Bericht aus Berlin eine Positivliste für Schnelltests angekündigt. Er habe das PEI veranlasst, eine solche Aufstellung vorzubereiten mit Tests, die für Omikron besonders geeignet seien beziehungsweise Omikron früh erkennen sollten.

10.1.2022 • 07:02 Uhr

Bundesliga: Manager für Anpassung der Regeln in der Pandemie

Augsburg-Manager Stefan Reuter würde eine Anpassung der DFL-Regeln zur Absetzung von Profispielen während der Corona-Pandemie begrüßen. "Wenn es mal so viele Ausfälle gibt wie bei den Bayern, dann ist eine Verlegung sicher mal sinnvoll", sagte der ehemalige Fußball-Weltmeister im BR.

Auf die steigenden Corona-Zahlen mit Blick auf die sich ausbreitende Omikron-Variante blickt auch Reuter mit Sorge. "Es ist schon bedenklich und kann natürlich dazu führen, dass die Liga auch mal unterbrochen wird."

10.1.2022 • 04:23 Uhr

RKI registriert 25.255 Corona-Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 375,7 an. Am Vortag hatte der Wert bei 362,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 232,4 (Vormonat: 389,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 25.255 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 18.518 Ansteckungen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 52 Todesfälle verzeichnet.

10.1.2022 • 04:23 Uhr

Dahmen fordert Ausweitung berufsbezogener Impfpflicht

Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen fordert eine zügige Ausweitung der berufsbezogenen Corona-Impfpflicht. Angesichts der Omikron-Welle und der drohenden Gefahr von massiven Personalausfällen in der kritischen Infrastruktur sei es sinnvoll, die einrichtungsbezogene Impfpflicht etwa auf Polizei oder Feuerwehren auszuweiten, sagte Dahmen dem "Tagesspiegel". Damit könne man handeln, so lange es noch keine allgemeine Impfplicht gebe.

10.1.2022 • 03:04 Uhr

Schulbeginn in acht Bundesländern

Nach den Weihnachtsferien beginnen heute in acht Bundesländern die Schulen wieder. Dabei gibt es Vorkehrungen wegen der Corona-Pandemie und der sich schnell ausbreitenden Virusvariante Omikron. So sollen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen alle Schüler, Lehrkräfte und weitere Beschäftigte an den Schulen am ersten Tag nach den Ferien getestet werden. In Bayern müssen sich auch geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler wieder regelmäßig testen. Auch in Baden-Württemberg wird zunächst für sechs Wochen an den Schulen stärker getestet.

10.1.2022 • 00:43 Uhr

Mehr als eine Million Infektionen in Australien

Australien verzeichnet offiziellen Daten zufolge mehr als eine Million Corona-Infektionen. Die Bundesstaaten New South Wales und Victoria meldeten zusammen etwa 55.000 Positiv-Tests. Damit steigt die Gesamtzahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 1,03 Millionen. Weitere Bundesstaaten und Territorien werden erst im Laufe des Tages ihre Zahlen melden. Das Land konnte die Ausbreitung des Virus fast zwei Jahre lang mit der Schließung von Landesgrenzen und Lockdowns kontrollieren. Nach der Lockerung der Beschränkungen kämpft Australien zurzeit mit einem Ausbruch der hochansteckenden Omikron-Variante.

10.1.2022 • 00:34 Uhr

Virologe Streeck für neuen Umgang mit Pandemie

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat sich für einen pragmatischen Umgang mit der Pandemie ausgesprochen. "Der Gedanke setzt sich langsam durch, dass wir einen pragmatischen Umgang mit der Pandemie brauchen, um mit dem Virus leben zu lernen. Dagegen ist der dauerhafte Alarmzustand ermüdend und nicht erfolgreich", sagte Streeck, der auch dem Expertenrat der Bundesregierung angehört.

Er mahnte an, die Belastung in den Krankenhäusern aber "weiterhin aufmerksam zu beobachten und notfalls mit Maßnahmen zu reagieren". Dazu gehöre es aber auch, die "Hospitalisierungsinzidenz valide zu erfassen". Aktuell bildet diese alle Patienten ab, die mit einem positiven Corona-Test in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Experten und Politiker fordern daher, nur jene Patienten in den Kennwert aufzunehmen, bei denen Corona auch der Grund für die Hospitalisierung ist.

10.1.2022 • 00:34 Uhr

Italien: Weitere Einschränkungen im Reiseverkehr

In Italien gelten seit heute weitere Einschränkungen. In Hotels, Kongresszentren, Restaurants, Skiliften und den Transportmitteln im Nah- und Fernverkehr gilt nun die 2G-Regel. Das bedeutet, dass dort nur noch Menschen Zutritt bekommen, die nachweislich gegen Covid-19 geimpft oder von der Krankheit genesen sind. Deutsche Touristen können in Italien die QR-Codes ihrer Impfnachweise verwenden.

Damit erweitern sich die Einschränkungen im Alltag vor allem für die Ungeimpften, ein negativer Corona-Test reicht für viele Orte nicht mehr aus. Die Regierung reagierte damit auf die stark gestiegenen Neuinfektionen. Die zuletzt offiziell ermittelte Sieben-Tage-Inzidenz lag landesweit im Schnitt mit 1669 Fällen je 100.000 Einwohnern auf einem Rekordhoch.

10.1.2022 • 00:34 Uhr

Ab Februar neue Gültigkeitsdauer bei Impfzertifikaten

Ab 1. Februar verkürzt sich offenbar der Geimpften-Status für Personen, die zwei Mal gegen Corona geimpft wurden. Ab dem Tag werden "digitale Impfzertifikate der EU für die Grundimmunisierung" nach 270 Tagen ungültig, berichtet die "Bild" unter Berufung auf die Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Sabine Dittmar auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers (CDU) zu einer Entscheidung der Europäischen Kommission. Demnach werde die Anerkennungsdauer von Digitalen Impfzertifikaten der Europäischen Union für die Grundimmunisierung auf 270 Tage festgelegt. "Für Booster-Impfungen selbst wird mangels wissenschaftlicher Erkenntnisse noch keine maximale Anerkennungsdauer vorgesehen."

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Januar 2022 um 09:00 Uhr.