In einer Schule in Santiago warten Chilenen darauf, gegen Covid-19 geimpft zu werden. | dpa
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Coronavirus-Pandemie ++ Chile beendet Notstand ++

Stand: 27.09.2021 22:37 Uhr

Aufgrund sinkender Infektionszahlen hat Chile den Anfang 2020 ausgerufenen Pandemie-Notstand beendet. Die europäische Arzneimittelagentur prüft einen Antrag des Impfstoffherstellers Moderna auf Zulassung einer dritten Dosis. Die Entwicklungen vom Montag zum Nachlesen.

  • Inzidenz steigt leicht auf 61,7
  • Mallorca: Tanzflächen dürfen wieder öffnen
  • TK: Deutlich mehr Grippeimpfungen
  • Pfizer treibt Entwicklung von Anti-Corona-Pille voran
  • EMA prüft Moderna-Vakzin für Drittimpfung
  • Biden erhält Auffrischungsimpfung
27.9.2021 • 22:14 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

27.9.2021 • 21:47 Uhr

Chile beendet Pandemie-Notstand

Chile hat den Pandemie-Notstand beendet. Grund sei ein Rückgang der Corona-Neuinfektionen, teilten die zuständigen Behörden mit. Chile hatte den Notstand Anfang 2020 ausgerufen. Dadurch war es der Regierung möglich, nächtliche Ausgangssperren zu verhängen und Quarantäne in schwer getroffenen Bezirken anzuordnen. Zudem sollen Beschränkungen bei der Bewegungsfreiheit und bei der Personenzahl bei Veranstaltungen fallen. Für Montag gab Chile 640 Neuinfektionen bekannt.

27.9.2021 • 20:05 Uhr

Biden bekommt Auffrischungsimpfung

US-Präsident Joe Biden hat wenige Tage nach der Zulassung von Corona-Auffrischungsimpfungen in den USA seine dritte Dosis erhalten. Der 78-Jährige ließ sich im Weißen Haus vor laufenden Kameras eine Booster-Impfung mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer verabreichen. Er warb dabei für Auffrischungsimpfungen im Kampf gegen die Pandemie und rief Ungeimpfte erneut auf, sich impfen zu lassen.

"Booster sind wichtig, aber das Wichtigste ist, dass mehr Menschen sich impfen lassen", sagte Biden. 23 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in den USA hätten noch keine einzige Impfdosis erhalten und würden damit "furchtbar viel Schaden" anrichten. "Wir wissen, dass die Menschen sich impfen lassen müssen, um diese Pandemie besiegen und Leben zu retten", sagte der Präsident.

US-Präsident Biden bekommt eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus | AP

Die dritte Dosis: US-Präsident Biden bekommt eine Corona-Auffrischungsimpfung. Bild: AP

Die US-Gesundheits- und Arzneimittelbehörden hatte in der vergangenen Woche grünes Licht für Drittimpfungen mit dem BioNTech/Pfizer-Vakzin gegeben. Anspruch auf die Drittimpfung haben fortan Menschen ab 65 Jahren, Menschen mit einem erhöhten gesundheitlichen Risiko wie Diabetiker und Übergewichtige sowie Beschäftigte in Berufen mit hohem Ansteckungsrisiko - etwa Ärzte, Krankenpfleger und Lehrer, aber auch Mitarbeiter von Lebensmittelgeschäften. Möglich ist die Auffrischung sechs Monate nach der zweiten Impfdosis.

27.9.2021 • 19:16 Uhr

USA: Mehr Tötungsdelikte auch wegen Corona-Pandemie

Die Zahl der Tötungsdelikte in den USA ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Wie aus der vom FBI veröffentlichten Kriminalstatistik hervorgeht, wurden 2020 mehr als 21.500 Tötungsdelikte registriert - ein Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist der stärkste Zuwachs seit Erhebung der Zahlen in den 1960er-Jahren und die höchste Zahl seit 25 Jahren.

Experten führen den Anstieg unter anderem auf die Folgen der Corona-Pandemie und die Zunahme von Waffenverkäufen zurück. Laut FBI wurden 77 Prozent der Tötungsdelikte mit Schusswaffen verübt. Auf 100.000 Einwohner kamen in den USA im vergangenen Jahr 6,5 Tötungsdelikte. Zum Vergleich: Deutschland verzeichnet jährlich etwa ein Tötungsdelikt pro 100.000 Einwohner.

27.9.2021 • 18:16 Uhr

EMA prüft dritte Dosis von Moderna-Impfstoff

Der Impfstoffhersteller Moderna hat der europäischen Arzneimittelbehörde EMA einen Antrag zur Prüfung auf Zulassung einer Drittimpfung vorgelegt. Die vorgelegten Daten sollten nach einem beschleunigten Verfahren bewertet werden, teilte die EMA in Amsterdam mit. Der sogenannte Booster könnte Menschen ab zwölf Jahren mindestens sechs Monate nach der zweiten Impfdosis gespritzt werden, um den Schutz vor einer Corona-Infektion zu erhöhen. Bisher werden diese Booster in einigen Ländern bereits Menschen mit einem geschwächten Immunsystem angeboten.

27.9.2021 • 17:38 Uhr

Johnson trifft sich mit Angehörigen von Corona-Opfern

Der britische Premierminister Boris Johnson wird sich am Dienstag mit Kritikern seiner Corona-Politik treffen. Das Treffen mit Vertretern der Organisation Covid-19 Bereaved Families for Justice, in der sich mehr als 4000 Angehörige von Corona-Toten zusammengeschlossen haben, sei privater Natur, teilte Johnsons Büro mit. Mitglieder wollten berichten, wie sich ihre Angehörigen mit dem Virus infiziert haben und ihre Forderung nach einer gesetzlichen Untersuchung des Umgangs der Regierung mit der Pandemie wiederholen. Das Treffen wird auf Wunsch der Gruppe im Freien und unter Einhaltung von Abstandsregeln stattfinden - obwohl in England sämtliche Einschränkungen aufgehoben wurden.

Die Mitbegründerin der Gruppe Covid-19 Bereaved Families for Justice, Jo Goodman | AP

Die Mitbegründerin der Gruppe Covid-19 Bereaved Families for Justice, Jo Goodman Bild: AP

27.9.2021 • 16:49 Uhr

Internationales Filmfest Emden nur für Geimpfte und Genesene

Für das in der kommenden Woche startende 31. Internationale Filmfest Emden-Norderney gilt die 2G-Regel. An beiden Spielorten dürften nur geimpfte und genesene Festivalgäste in die Kinosäle, teilten die Organisatoren mit. Dafür entfielen bei allen Filmen, Events und Rahmenveranstaltungen die bisherigen pandemiebedingten Einschränkungen. In den Kinosälen gebe es weder eine Maskenpflicht noch Abstandsregelungen.

Die Grundlage hierfür bilde die in der vergangenen Woche beschlossene Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen, die für Geimpfte und Genesene wieder mehr Freiheit geschaffen habe, hieß es. Allerdings seien die Ausnahmeregelungen der Corona-Verordnung für Kinder und Jugendliche sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, weiterhin gültig.

27.9.2021 • 16:46 Uhr

Pfizer treibt Entwicklung von Anti-Corona-Pille voran

Der US-Pharmakonzern Pfizer hat eine große klinische Studie mit einem Medikament zur Vorbeugung gegen Covid-19 begonnen. In dieser soll das Mittel an bis zu 2660 gesunden Erwachsenen getestet werden, die im selben Haushalt wie eine mit Corona infizierte Person leben. Die Arznei wird in der Studie der Phase 2/3 zusammen mit einer niedrigen Dosis des HIV-Medikaments von Pfizer oral eingenommen. In den USA ist Remdesivir von Gilead, das intravenös verabreicht wird, das bislang einzige zugelassene antivirale Medikament zur Behandlung von Covid-19.

27.9.2021 • 16:01 Uhr

USA: Ausreichend Impfstoff für anstehende Corona-Impfungen

Die USA verfügen nach Angaben der Gesundheitsbehörden über ausreichend Impfstoff für Auffrischungen für Senioren und für die Versorgung von Kindern. Der aktuelle Vorrat und eine beständige Produktion reichten problemlos zur Versorgung aller aus, erklärten die Gesundheitsbehörden auf der Ebene des Bundes und der Einzelstaaten. Mehr als 40 Millionen Dosen stünden zur Verfügung. Die Zulassung der Erstimpfung von Kindern unter zwölf Jahren wird in den USA in Kürze erwartet. Eine Auffrischungsimpfung wurde in der vergangenen Woche offiziell von den US-Behörden empfohlen. Doch mehr als 70 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner sind weiterhin ungeimpft, trotz Anreizen wie etwa Lotteriegewinnen, kostenlosen Lebensmitteln oder anderen Geschenken.

27.9.2021 • 15:59 Uhr

Papst fordert weltweit kostenlose Gesundheitsversorgung

In der Corona-Pandemie spricht sich Papst Franziskus für eine weltweit kostenlose Gesundheitsversorgung aus. Ein entsprechendes Angebot sollte es in jedem Land geben, sagte er vor den Teilnehmern einer Gesundheitskonferenz im Vatikan. Die "schmerzliche Realität", dass es nicht für alle Menschen einen gleichwertigen Gesundheitsschutz gebe, dürfe keinesfalls akzeptiert werden. Das Kirchenoberhaupt forderte konkrete Initiativen, um entsprechende Regeln auf internationaler Ebene durchzusetzen. Der Schutz der Menschenwürde müsse überall sichergestellt sein. Speziell die Päpstliche Akademie für das Leben könne dafür einen wertvollen Beitrag leisten. Gemeinsam mit anderen Organisationen werde man sich "in geeigneter Weise" an der öffentlichen Debatte beteiligen.

27.9.2021 • 15:55 Uhr

Befangenheitsvorwürfe gegen Richter im Corona-Verfahren

Das Bundesverfassungsgericht sieht sich mit neuen Befangenheitsvorwürfen wegen eines gemeinsamen Abendessens mit Mitgliedern der Bundesregierung im Kanzleramt konfrontiert. Eine Sprecherin des Karlsruher Gerichts bestätigte, dass in einem Verfahren zur sogenannten Corona-"Notbremse" des Bundes ein Ablehnungsgesuch eingegangen sei. Es richte sich gegen Gerichtspräsident Stephan Harbarth und die Richterin Susanne Baer. Das Treffen in Berlin hatte am 30. Juni stattgefunden. An dem Abendessen mit der Kanzlerin nahmen alle 16 Verfassungsrichterinnen und -richter und die meisten Bundesministerinnen und -minister teil, wie in der Regierungsantwort auf eine frühere AfD-Anfrage steht.

Wegen dieses Treffens hatte auch schon die AfD den Richtern Befangenheit vorgeworfen - in einem Verfahren zu Äußerungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Thüringen-Wahl. Das Gericht hatte diesen Antrag im Juli mit der Begründung zurückgewiesen, die regelmäßigen Treffen seien Ausdruck des Respekts zwischen den Verfassungsorganen. Das neue Ablehnungsgesuch wurde laut von dem Berliner Anwalt Niko Härting gestellt, wie die "Welt am Sonntag" berichtete.

27.9.2021 • 14:52 Uhr

Erstes Profi-Fußballspiel mit voller Auslastung erlaubt

Die Zweitliga-Partie zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim ist am Freitagabend das erste Fußballspiel in einer deutschen Profiliga, das seit dem Ausbruch der Pandemie wieder in einem vollen Stadion stattfinden darf. Trotz der entsprechenden Genehmigung durch die Gesundheitsbehörde glauben die Bremer aber nicht daran, dass alle zugelassenen 42.100 Zuschauer auch gleich zu diesem Spiel ins Wohninvest Weserstadion kommen werden. "Wir rechnen nicht damit, dass bereits an diesem Freitag die volle Kapazität ausgeschöpft wird. Das hat einerseits mit dem kurzen zeitlichen Vorlauf und andererseits auch mit dem Termin am Freitagabend um 18.30 Uhr zu tun", sagte Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald.

27.9.2021 • 14:46 Uhr

AfD-Abgeordnete scheitern im Rechtsstreit um Maskenpflicht

Im Rechtsstreit um die Maskenpflicht in den Gebäuden des Niedersächsischen Landtags haben zwei AfD-Abgeordnete eine Niederlage erlitten. Der Niedersächsische Staatsgerichtshof verwarf mit Beschluss Anträge der Abgeordneten Stephan Bothe und Christopher Emden, die sich gegen insgesamt drei Anordnungen von Parlamentspräsidentin Gabriele Andretta (SPD) richteten, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Die Antragsteller in dem sogenannten Organstreitverfahren sahen sich durch die Anordnungen in ihrer parlamentarischen Arbeit beeinträchtigt und rügten eine Verletzung ihrer Grundrechtrechte. Dem Staatsgerichtshof zufolge werden die Antragsteller durch die Maskenpflicht aber nicht in ihren verfassungsmäßigen Rechten verletzt. Anders als von den AfD-Abgeordneten geltend gemacht, werde auch ihr Rederecht nicht beeinträchtigt, weil die Anordnungen für Parlamentsreden Ausnahmeregelungen vorsehe.

27.9.2021 • 14:31 Uhr

Mallorca: Tanzflächen dürfen wieder öffnen

Erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie vor eineinhalb Jahren dürfen Clubs, Discos und Nachtlokale auf Mallorca und den anderen Baleareninseln ab dem 8. Oktober wieder ihre Tanzflächen öffnen. Das kündigte der regionale Tourismusminister Iago Negueruela angesichts niedriger Corona-Zahlen an. Wer tanzen will, muss dabei allerdings eine Maske tragen. Wer nicht tanzt, sondern am Getränk nippt, muss sitzen. Um 05.00 Uhr morgens ist Schluss. Die Justiz muss den Plänen der Politiker noch zustimmen. Diese sehen auch vor, dass beim Einlass per Covid-Pass nachgewiesen werden muss, dass man geimpft, genesen oder getestet ist. Und: Voraussichtlich werden die Lokale nur 75 Prozent ihrer eigentlich zulässigen Gästezahl einlassen dürfen.

Ein DJ legt in einem Beachclub in Can Pastilla in Palma de Mallorca auf. | AFP

Beachclub in Can Pastilla in Palma de Mallorca: Bars und Kneipen durften zwar auch während der Pandemie unter wechselnden Auflagen Kunden bedienen, die Tanzflächen waren jedoch tabu. Das könnte sich nun ändern. Bild: AFP

27.9.2021 • 14:28 Uhr

Online-Gottesdienste auch nach Ende des Lockdowns beliebt

Laut einer neuen Studie haben zwei Drittel der evangelischen Kirchengemeinden auch nach dem Ende des ersten Lockdowns im vergangenen Jahr weiterhin Online-Gottesdienste angeboten. Zu diesem Ergebnis kommt die veröffentlichte Vergleichsstudie der Evangelischen Arbeitsstelle midi "Gottesdienstliches Leben während der Pandemie". Das Online-Angebot habe es gegeben, obgleich eine überdeutliche Mehrheit Gottesdienste auch wieder analog gefeiert habe.

Das neue Normal im gottesdienstlichen Leben ist nach den Erkenntnissen der Studienautoren die analoge und digital-asynchrone Verkündigung. Über die Hälfte der Gemeinden feierten Gottesdienste analog und stellten den aufgezeichneten Gottesdienst digital in erster Linie über YouTube zur Verfügung. Der Präsenz-Gottesdienst profitiere aber auch von den guten Erfahrungen aus dem Digitalen. Kürzer, innovativer und partizipativer seien die Gottesdienste geworden.

27.9.2021 • 14:28 Uhr

Papst: Jugend soll Chance auf Neuanfang ergreifen

Papst Franziskus fordert Jugendliche weltweit auf, "ein neues Kapitel der Menschheitsgeschichte" aufzuschlagen. Die Corona-Krise habe gravierende Einschränkungen für junge Menschen mit sich gebracht, schreibt er in einer veröffentlichten Botschaft zum diözesanen Weltjugendtag, der am 21. November stattfinden wird. Doch nun gebe es die Chance für einen Neuanfang. "Um aufzustehen, braucht die Welt eure Kraft, eure Begeisterung und eure Leidenschaft", heißt es in dem Text.

27.9.2021 • 13:53 Uhr

Putin trifft Erdogan nach zwei Wochen Selbstisolation

Nach zwei Wochen in Selbstisolation wird Russlands Präsident Wladimir Putin Kremlangaben zufolge in dieser Woche den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan persönlich empfangen. Den Großteil seiner weiteren Termine werde Putin aber auch künftig per Video wahrnehmen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der Agentur Interfax in Moskau.

Russlands Präsident Wladimir Putin in einer Videoschalte mit Wahlleiterin Ella Pamfilowa. | AFP

Videoschalte mit Russlands Präsident Wladimir Putin: Der Kremlchef plane zunächst weiterhin kaum persönliche Treffen, sagte sein Sprecher. Dies sei aber eine reine Vorsichtsmaßnahme. Bild: AFP

27.9.2021 • 13:48 Uhr

Österreich: Impfskeptiker-Partei MFG will breit kandidieren

In Österreich will die Corona-Protestpartei MFG (Menschen-Freiheit-Grundrechte) nach ihrem überraschenden Wahlerfolg in Oberösterreich künftig auch bei anderen Wahlen auf Landes- und Bundesebene antreten. Die bis vor wenigen Wochen unbekannte Partei schaffte es bei der Landtagswahl in Oberösterreich am Sonntag auf Anhieb auf über sechs Prozent der Stimmen. Die im Februar gegründete Liste kritisiert die Corona-Maßnahmen der Regierung und hat dies zu ihrem Wahlkampfthema gemacht.

Laut Bundesparteiobmann Michael Brunner geht es der Partei vor allem um den Schutz der Grundrechte. Der in seinem Zivilberuf als Strafverteidiger tätige Parteiobmann bezweifelt etwa den Nutzen von Masken, kritisiert Corona-Tests und warnt davor, Kinder und Jugendliche gegen Covid-19 zu impfen. Gewonnen wurde die Wahl in Oberösterreich wie erwartet von der konservativen Regierungspartei ÖVP.

27.9.2021 • 13:37 Uhr

Vietnam: Millionen Impfdosen aus Deutschland

Deutschland unterstützt Vietnam mit weiteren 2,6 Millionen Impfdosen. Die Vakzine des Herstellers AstraZeneca seien am Sonntag in Ho-Chi-Minh-Stadt angekommen, teilte die deutsche Botschaft in der Hauptstadt Hanoi mit. "Dies ist ein weiterer Beitrag Deutschlands zur vietnamesischen Impfkampagne", hieß es. Es handele sich bereits um die zweite Lieferung von Impfstoffen aus Deutschland innerhalb von zwei Wochen. "Zusammen mit der Covax-Sendung vom 16. September umfasst Deutschlands Unterstützung für Vietnam nun insgesamt 3,45 Millionen Impfstoffdosen", sagte der deutsche Botschafter in Vietnam, Guido Hildner, bei einer Feierstunde im Außenministerium. Die Hilfen seien Ausdruck der Solidarität mit dem vietnamesischen Volk.

27.9.2021 • 12:48 Uhr

Thailand lockert Regeln - kürzere Quarantäne für Reisende

Ab dem 1. Oktober müssen vollständig Geimpfte bei der Einreise nach Thailand nur noch sieben statt wie bisher 14 Tage in Hotel-Quarantäne. Für nicht-geimpfte Besucher gilt eine zehntägige Quarantänepflicht. Die neuen Regeln sind Teil der Lockdown-Lockerungen, die die Regierung in Bangkok bekanntgegeben hat.

Die Corona-Zahlen in dem südostasiatischen Urlaubsland sind zuletzt langsam aber stetig gesunken. Deshalb werden nun auch in den 29 sogenannten dunkelroten Zonen, die besonders von der jüngsten Corona-Welle betroffen waren und zu denen die Hauptstadt Bangkok und der beliebte Ort Pattaya gehören, die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen um eine Stunde verkürzt. Sie gelten ab Freitag von 22.00 bis 4.00 Uhr statt wie bisher ab 21.00 Uhr. Damit können auch Geschäfte, Einkaufszentren und Restaurants wieder länger öffnen. Zudem dürfen Schönheitssalons, Spas, Kinos und Fitnessstudios aufmachen.

27.9.2021 • 12:06 Uhr

EU-Parlamentspräsident ruft deutsche Parteien zu rascher Regierungsbildung auf

Nach der Bundestagswahl hat Europaparlaments-Präsident David Sassoli die deutschen Parteien zu einer raschen Regierungsbildung aufgerufen. "Nach dieser historischen Krise gibt es keine Zeit zu verlieren", schrieb der Italiener mit Verweis auf die Corona-Pandemie auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter. "Europa braucht einen starken und verlässlichen Partner in Berlin, damit wir unsere gemeinsame Arbeit für eine soziale und grüne Erholung fortsetzen können."

27.9.2021 • 11:50 Uhr

Notfallseelsorgende tagen zum Thema häusliche Gewalt

Die katholische und evangelische Kirche laden zu einem Tag der Notfallseelsorge zum Thema häusliche Gewalt ein. Durch die Corona-Pandemie sei die Brisanz gestiegen, erklärte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Thorsten Latzel, in Düsseldorf. "Lockdown und Schulschließungen haben häusliche Gewalt noch stärker in die Dunkelräume des Privaten gedrängt." Der katholische Aachener Bischof Helmut Dieser erklärte, angesichts pandemiebedingter Existenznöte und psychischer Krisen seien die Hilfen für Familien sowie der Dienst von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Notfallseelsorge unerlässlich.

Das Treffen findet laut rheinischer Landeskirche am 2. Oktober in der Bischöflichen Marienschule in Mönchengladbach statt. Rund 150 Menschen - neben Notfallseelsorgenden auch Rettungskräfte und Polizei - werden erwartet.

27.9.2021 • 10:45 Uhr

TK: Mehr Grippeimpfungen während der Pandemie

Während der Corona-Pandemie haben sich deutlich mehr Menschen gegen Grippe impfen lassen als in den Vorjahren. Fast jeder Zweite in der Risikogruppe ab 60 Jahren ließ sich von September 2020 bis Ende März diesen Jahres gegen Influenza impfen - insgesamt 46,5 Prozent und damit zehn Prozentpunkte mehr als in der vorhergehenden Grippesaison. Das zeigt eine heute in Hamburg veröffentlichte Auswertung der Techniker Krankenkasse, meldet die Nachrichtenagentur AFP.

Insgesamt ließ sich demnach fast jeder fünfte TK-Versicherte (18 Prozent) während der Pandemie gegen Grippe impfen. In der Saison 2019/2020 war es im gleichen Zeitraum nur jeder Achte (zwölf Prozent). Den größten Sprung gab es bei den 60- bis 69-Jährigen. In dieser Gruppe ließen sich im vergangenen Herbst und Winter 39 Prozent der Versicherten impfen - im Vergleich zu 27 Prozent in der vorherigen Grippesaison.

27.9.2021 • 10:06 Uhr

Wie das Virus Australiens Aborigines gefährdet

Bislang wurden Australiens Ureinwohner von Covid-19 weitgehend verschont. Die kleinen Orte im Outback, in denen viele von ihnen leben, galten als isoliert und sicher. Doch die hochansteckende Delta-Variante hat alles verändert. In vielen Gemeinden sind die Infektionszahlen zuletzt rasant gestiegen. So haben sich etwa in der kleinen Outback-Gemeinde Enngonia an der Grenze zu Queensland zwischen August und September innerhalb von drei Wochen 30 Prozent der Einwohner infiziert. Auch aus anderen Gemeinden werden ähnliche Entwicklungen gemeldet.

Ein Grund sind Wohnraummangel und beengte Behausungen. Häufig sind die Orte zudem weit entfernt von Krankenhäusern und Ärzten. Und auch aus medizinischer Sicht sind Australiens Ureinwohner stärker gefährdet als die nicht-indigene Bevölkerung. Eine Studie unter der Leitung der Australian National University (ANU) in Canberra bestätigte, das das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs in dieser Bevölkerungsgruppe höher ist. "Indigene Australier leiden häufiger unter Diabetes und chronischen Herz- oder Nierenleiden. Und wir wissen, dass Menschen mit Vorerkrankungen bei einer Corona-Infektion besonders gefährdet sind", sagte ein Facharzt der ANU.

27.9.2021 • 09:12 Uhr

Thailand erhält Impfstoff aus Spanien und Ungarn

Thailand wird mehr als 3,3 Millionen Impfdosen aus Europa erhalten. Demnach kommen aus Spanien 2,8 Millionen Dosen des Vakzins von BioNTech/Pfizer sowie 165.000 von AstraZeneca. Aus Ungarn erhält das ostasiatische Land 400.000 Rationen AstraZeneca. In Thailand sind bislang gut 25 Prozent der 70 Millionen Einwohner vollständig immunisiert.

27.9.2021 • 08:34 Uhr

Kretschmer: Schlechtes CDU-Ergebnis auch Folge der Corona-Politik

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat das Verhalten der Union auf Bundesebene nach der Bundestagswahl kritisiert. Das Wahlergebnis sei ein Erdbeben gewesen und habe eine ganz klare Wechselstimmung gegen die CDU gezeigt, sagte er im MDR. Das müsse man sich ganz klar eingestehen. Ihm erschließe sich deshalb die Haltung im Adenauer-Haus in Berlin nicht, von einem Regierungsauftrag zu sprechen, sagte Kretschmer.

Den Erfolg der AfD in Sachsen, die erneut stärkste Kraft wurde und zehn von 16 Direktmandaten holte, schrieb Kretschmer Fehlern in der Bundespolitik zu, vor allem bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dort habe Sachsen näher an den Menschen agiert und sich etwa gegen Kita- und Schulschließungen entschieden. Dieser Weg sei aber durch die Bundesnotbremse gestoppt worden.

27.9.2021 • 08:03 Uhr

Studie: Pandemie senkt Lebenserwartung erheblich

Die Corona-Pandemie hat die Lebenserwartung in vielen Ländern so stark sinken lassen, wie es seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr geschehen ist. Das geht aus einer Studie der Universität Oxford hervor. Darin werden 29 Länder untersucht. In 27 davon sank durch die vielen Toten die Lebenserwartung statistisch. Besonders betroffen sind die USA. Dort verloren die Menschen rechnerisch über zwei Jahre. Dort forderte die Pandemie besonders viele Todesopfer, unter anderem weil - zumeist republikanische Wähler - Corona-Schutzmaßnahmen und Impfungen ablehnen.

27.9.2021 • 07:04 Uhr

Lauterbach sieht Wahlergebnis als Bestätigung für Corona-Politik

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach sieht sein erneut errungenes Direktmandat bei der Bundestagswahl als "ein Votum für unsere Corona-Politik". Der in der Pandemie bundesweit bekanntgewordene Gesundheitsexperte hatte seinen Wahlkreis Leverkusen - Köln IV mit 45,6 Prozent der Erststimmen zum fünften Mal gewonnen und bleibt im Bundestag. Lauterbach hatte vor der Wahl Interesse am Posten des Bundesgesundheitsministers geäußert.

Die CDU-Kandidatin, NRW-Integrationsstaatssekretärin Serap Güler, kam auf 20,4 Prozent. Sie gilt als eine Vertraute von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet. Da Güler auf Platz acht der Landesliste der nordrhein-westfälischen CDU steht, dürfte ihr Einzug in den Bundestag gesichert sein. Laut NRW-Landeswahlleiter stand am Montagmorgen aber noch nicht endgültig fest, bis zu welchen Listenplätzen die Kandidaten in den Bundestag einziehen.

27.9.2021 • 06:31 Uhr

Sydney: Lockdown wird für Geimpfte aufgehoben

Nach einem wochenlangen Lockdown in Sydney sollen die Corona-Beschränkungen für geimpften Einwohner der Metropole Mitte Oktober gelockert werden. Ein "Plan für die Freiheit" werde in Kraft treten, sobald 70 Prozent der Menschen mit zwei Impfdosen vollständig immunisiert seien, kündigte die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, an. Sie sei zuversichtlich, dass diese Zielmarke am 11. Oktober erreicht werde. Die Anordnung, nur in dringenden Fällen die Wohnung zu verlassen, soll dann in Sydney und New South Wales aufgehoben werden. Bars, Restaurants und Geschäfte dürfen dann wieder für geimpfte Gäste öffnen. Für Ungeimpfte bleiben die Beschränkungen hingegen noch bis Anfang Dezember bestehen. Bis dahin rechnen die Behörden mit einer 90-prozentigen Impfquote. 

Skyline von Sydney bei Sonnenuntergang | EPA

Pläne für Sydney: In der australischen Metropole sollen die Beschränkungen für Geimpfte Mitte Oktober gelockert werden. Bild: EPA

27.9.2021 • 04:58 Uhr

RKI registriert 3022 Corona-Neuinfektionen

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat es im Vergleich zum Vortag kaum Dynamik gegeben. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 61,7 an. Am Vortag hatte der Wert bei 61,4 gelegen, vor einer Woche bei 71,0.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3022 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 3736 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zehn Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 13 Todesfälle.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.199.400 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93.403. An Wochenenden ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen in der Regel niedriger als im Wochendurchschnitt, weil weniger getestet wird und weniger Testergebnisse übermittelt werden.

27.9.2021 • 03:46 Uhr

Australien: Regierungschef lässt Teilnahme an Weltklimakonferenz offen

Australiens Regierungschef Scott Morrison lässt seine Teilnahme an der Weltklimakonferenz COP26 offen. Er wisse noch nicht, ob er zu dem zwölftägigen Treffen im November nach Glasgow reisen werde, sagte Morrison der Zeitung "The West Australian". "Wir haben noch keine abschließende Entscheidung getroffen."  Er habe dieses Jahr bereits mehrere Auslandsreisen absolviert und "viel Zeit" in Quarantäne verbracht, sagte Morrison. "Ich muss mich auf die Dinge hier konzentrieren", fügte er mit Blick auf die Corona-Pandemie hinzu.

Die australische Regierung will nach eigenen Angaben "so schnell wie möglich" das Ziel der Treibhausgasneutralität erreichen und hat als mögliches Datum das Jahr 2050 genannt, ohne aber verbindliche Vorgaben zu machen. Australien ist der größte Kohle-Exporteur der Welt und setzt weiterhin hauptsächlich auf fossile Energieträger.

27.9.2021 • 02:28 Uhr

Der Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen

In Norwegen feierten zahlreiche Menschen das Ende vieler der Corona-Einschränkungen. Das RKI hat 7774 Neuinfektionen registriert. Der Start des Corona-Passes in den Niederlanden ist durch Hackerangriffe behindert worden. Die Entwicklungen vom Sonntag zum Nachlesen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. September 2021 u.a. um 04:00 Uhr und 05:00 Uhr in den Nachrichten.