Zwei Radfahrer vor den Olympischen Ringen an der Uferpromenade von Odaiba im nächtlichen Tokio, Japan. | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ USA warnen vor Japan-Reisen ++

Stand: 24.05.2021 22:29 Uhr

Zwei Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Japan raten die USA davon ab, ins Land zu reisen - die Verbreitung des Coronavirus sei "sehr hoch". Malta erreicht offenbar als erstes EU-Land die Herdenimmunität. Die Entwicklungen zum Nachlesen.

  • Malta erreicht 70-prozentige Impfquote
  • Italien: 110 Tote und 2490 Neuinfektionen
  • China bietet Taiwan Hilfe an
  • WHO: Weltweit 115.000 Pflegekräfte an Corona gestorben
  • RKI: 2682 Neuinfektionen, 43 Todesfälle; Inzidenz sinkt auf 62,5
24.5.2021 • 22:29 Uhr

Ende des Liveblogs

Das war's mit dem heutigen Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse!

24.5.2021 • 21:28 Uhr

Großer Andrang wegen Impf-Aktion vor Duisburger Moschee

Die Stadt Duisburg ist am Pfingstmontag vom großen Interesse an einer Corona-Impfaktion vor einer Moschee im Stadtteil Marxloh überrascht worden. Nach Angaben einer Sprecherin warteten die ersten Impfwilligen bereits ab 4 Uhr mit Klappstühlen, Decken und warmen Getränken. Wegen des großes Andrangs wurde bereits ab 9.15 Uhr mit der Einmalimpfung mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson begonnen. Ursprünglich sollte das Impfteam um 10 Uhr starten.

Wegen des Andrangs wurde die Warteschlange am Mittag geschlossen. Am Pfingstmontag wurden nach Angaben der Stadt insgesamt 1367 Impfdosen gespritzt.

24.5.2021 • 21:22 Uhr

USA warnen vor Japan-Reisen

Zwei Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Japan hat das US-Außenministerium angesichts der Ausbreitung des Coronavirus vor Reisen in das Land gewarnt. Die Warnstufe für Reisen wurde auf die höchste Stufe vier angehoben. Dies basiere auf der Einstufung des Infektionsgeschehens in Japan durch die US-Gesundheitsbehörde CDC, wonach es dort derzeit eine "sehr hohe" Verbreitung des Virus gibt.

Selbst vollständig geimpfte Reisende könnten sich in Japan infizieren und dadurch Varianten des Virus verbreiten, erklärte die Gesundheitsbehörde. "Reisende sollten jegliche Reisen nach Japan vermeiden", hieß es.

 Einige Menschen stehen vor den Olympischen Ringen im Shinjuku-Bezirk von Tokio. | dpa

Bild: dpa

24.5.2021 • 21:17 Uhr

Polizei löst illegale Techno-Party in Dortmund auf

In einer ehemaligen Werkshalle in Dortmund hat die Polizei am frühen Samstagmorgen eine Techno-Party mit mindestens 50 Beteiligten aufgelöst. Als die Beamten nach dem Hinweis eines Sicherheitsunternehmens auf dem Gelände eintrafen, hätten die Feiernden versucht zu fliehen, teilte die Polizei heute mit. 25 Personen wurden demnach aufgehalten. Sie erhielten Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs und Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung.

24.5.2021 • 19:13 Uhr

Malta erreicht 70-prozentige Impfquote

Malta hat nach Angaben seines Gesundheitsministers als erstes EU-Land 70 Prozent seiner erwachsenen Bevölkerung mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. "Wir haben heute die Herdenimmunität erreicht", sagte Minister Chris Fearne bei einer Pressekonferenz. In dem Land mit etwa 500.000 Einwohnern wurden laut Daten des Gesundheitsministeriums Stand Sonntag bislang mehr als 475.000 Impfstoffdosen verabreicht. Fearne zufolge sind von den Menschen über 16 Jahren knapp 42 Prozent durchgeimpft.

In Malta sank die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Monaten stark. Jeder Bürger über 16 Jahre kann derzeit eine Impfung bekommen. Von den über 60-Jährigen wurden bereits 95 Prozent geimpft. Vom 1. Juli an will die Regierung laut Fearne bei weiter niedrigen Corona-Fallzahlen die Regeln zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen lockern. Durchgeimpfte Menschen sollen dann den Schutz nicht mehr tragen müssen, wenn sie zum Beispiel alleine draußen unterwegs sind. An Stränden soll die Maskenpflicht bereits ab dem 1. Juni entfallen.

24.5.2021 • 19:01 Uhr

Italien: 110 Tote und 2490 Neuinfektionen

Italien meldet heute 110 Tote im Zusammenhang mit dem Cororavirus. Im Vergleich zum Vortag, an dem 72 Todesfälle gemeldet wurden, ist das ein Anstieg. Die Zahl der Neuinfektionen sank hingegen von 3995 auf 2490.

Insgesamt sind in Italien seit Ausbruch der Pandemie 125.335 Menschen mit oder an Covid-19 gestorben. Das ist europaweit der zweithöchste Wert nach Großbritannien und global betrachtet der siebthöchste. Bis heute gab es 4,19 Millionen registrierte Fälle.

24.5.2021 • 17:38 Uhr

Indisches Paar heiratet in Flugzeug und umgeht Lockdown

Ein indisches Paar hat Corona-Regeln umgangen und in einem gecharterten Flieger geheiratet. Ein Reisebüro habe den Flug gebucht und dabei angegeben, dass es sich um einen Trip nach einer Hochzeit handle, sagte ein Sprecher der Billigfluggesellschaft SpiceJet der Nachrichtenagentur dpa. Doch dann hätten die Gäste einfach während des Flugs eine Hochzeitszeremonie abgehalten. Der Sprecher sagte, dass seine Firma überlege, Schritte gegen die Hochzeitsgesellschaft zu unternehmen. Die Passagiere seien vor der Reise über die geltenden Corona-Richtlinien informiert worden und hätten keine Erlaubnis für Aktivitäten an Bord erhalten.

In einem Video, das indische Medien verbreiteten, sieht man ein Paar und eine Hochzeitsgesellschaft, die eng beieinander und ohne Masken feiert. In dem Flugzeug seien mehr als 100 Gäste gewesen, während im Bundesstaat Tamil Nadu, von wo der Flieger startete, gerade ein strikter Lockdown herrsche, berichteten örtliche Medien. Die Zivilluftfahrtbehörde habe Ermittlungen eingeleitet, schrieb die indische Nachrichtenagentur ANI. In Indien herrscht gerade eine heftige zweite Welle. Seit Pandemiebeginn sind in dem Land mehr als 300 000 Menschen an oder mit Corona gestorben.

24.5.2021 • 17:08 Uhr

New York: Ab Herbst kein Distanzunterricht mehr

In New York soll es im kommenden Schuljahr nach den Corona-Einschränkungen der vergangenen Monate keinerlei Distanzunterricht geben. Ab September sollen alle Schüler aller Klassen wieder vor Ort unterrichtet werden, sagte Bürgermeister Bill de Blasio dem TV-Sender MSNBC. "Man kann keine komplette Genesung haben, ohne dass die Schulen wieder auf voller Stärke laufen - mit allen wieder in den Klassenzimmern und lernenden Kindern. Es ist an der Zeit. Es ist wirklich an der Zeit, wieder auf voller Stärke zu laufen", so de Blasio.

Die meisten Schulen in New York bieten schon wieder Unterricht vor Ort an. Rund zwei Drittel der mehr als eine Million Schüler an öffentlichen Schulen in der Stadt sind aber nach eigener Entscheidung derzeit weiter im Distanzunterricht, unter anderem aus gesundheitlichen Bedenken. Ursprünglich hatte die Stadt geplant, auch in Zukunft eine Option für Distanzunterricht beizubehalten. Das wurde nun aber ausgeschlossen. New York war im Frühjahr 2020 das Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA. Inzwischen nimmt das Infektionsgeschehen immer weiter ab, die Impfkampagne kommt rasch voran.

24.5.2021 • 16:49 Uhr

Irland lockert, Schottland ruft junge Leute zu Impfung auf

Als letzter Landesteil des Vereinigten Königreichs hat auch Nordirland zahlreiche Corona-Regeln gelockert. Pubs, Restaurants und Cafés dürfen seit heute wieder Gäste auch in geschlossenen Räumen empfangen. Hotels und Museen haben geöffnet. Bis zu sechs Menschen dürfen sich in Innenräumen treffen und bis zu 15 in privaten Gärten; an Veranstaltungen im Freien dürfen bis zu 500 Gäste teilnehmen. Anders als in den übrigen Landesteilen bleiben aber soziale Abstandsregeln in Kraft, Umarmungen und Begrüßungsküsse sind also weiterhin untersagt.

Die Gesundheitspolitik ist im Vereinigten Königreich Sache der Regionalregierungen. Ein Grund für die Lockerungen der Corona-Restriktionen ist der Erfolg des Impfprogramms. Landesweit haben fast drei Viertel der Erwachsenen eine erste Impfung erhalten, in Wales sind es bereits mehr als 80 Prozent.

In Schottland dürfen sich nun alle über 18-Jährigen für eine Corona-Impfung anmelden. "Bitte tut es - es ist der beste Weg, sich und andere zu schützen und uns alle wieder auf den Weg zur Normalität zu bringen", twitterte Regierungschefin Nicola Sturgeon. In Großbritannien sind nach Angaben der Regierung mittlerweile mehr als 22,5 Millionen Menschen - 43 Prozent der Erwachsenen - vollständig gegen das Virus geschützt, haben also die zweite Impfdosis erhalten.

24.5.2021 • 16:23 Uhr

China bietet Taiwan Hilfe an

Die chinesische Regierung hat Taiwan Hilfe bei der Bewältigung der Corona-Krise angeboten. Man sei willens, schnellstmöglich Impfstoffe und Experten zu schicken, hieß es aus Peking. "Wir sind sehr besorgt über die aktuellen Entwicklungen in Taiwan, die das Leben und die Gesundheit der Menschen dort gefährden", so die zuständige Behörde.

In Taiwan sind die Fallzahlen zuletzt deutlich angestiegen, nachdem sie dort monatelang vergleichsweise niedrig waren. Die taiwanesische Führung hat die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus deshalb verschärft.

24.5.2021 • 14:34 Uhr

Thailand: Erholung des Tourismussektors erst 2026?

Die Tourismusindustrie in Thailand könnte nach Auffassung der Regierung in Bangkok weitere fünf Jahre brauchen, um sich vollständig von der Corona-Pandemie zu erholen. Der wichtige Sektor, der vorher ein Fünftel der Wirtschaft des südostasiatischen Landes ausmachte, werde sich voraussichtlich nicht vor 2026 normalisieren, zitierte die Zeitung "Bangkok Post" die örtliche Tourismusbehörde. Betroffen seien mehr als sieben Millionen Menschen, die in der Branche beschäftigt gewesen seien.

Das für seine Strände, Dschungel und Tempel bekannte Thailand hatte 2019 noch fast 40 Millionen Besucher empfangen. Seit die Regierung die Grenzen im März 2020 wegen des Virus geschlossen hat, liegt die Urlaubsindustrie am Boden. Derzeit versuchen die Behörden, zumindest einige beliebte Regionen wieder für Touristen zugänglich zu machen. So hatte Phuket im März Pläne vorgelegt, wonach geimpfte Urlauber von Juli an quarantänefrei auf der Insel Urlaub machen dürfen.

Derzeit wird diskutiert, ob und wie dies angesichts seit Wochen steigender Corona-Zahlen im Land noch umgesetzt werden kann. Aber auch wenn bis Oktober knapp ein Dutzend Urlaubsgebiete aufmachen könnten, würden 2021 der Regierung zufolge insgesamt höchstens 500 000 Touristen erwartet - ein Bruchteil der früheren Gästezahl.

Thailand galt lange als Vorzeigestaat in der Bekämpfung der Pandemie, erlebt aber derzeit seine bisher schwerste Welle. Am Montag wurden rund 2700 Neuinfektionen verzeichnet, insgesamt wurden damit bislang mehr als 132 000 Fälle bestätigt. 30 weitere Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 kamen hinzu. Die Gesamtzahl kletterte auf rund 800.

24.5.2021 • 14:30 Uhr

China weist US-Bericht über Erkrankung von Wissenschaftlern zurück

China hat einen US-Medienbericht zurückgewiesen, wonach drei Wissenschaftler des Instituts für Virologie in Wuhan im November 2019 in ein Krankenhaus gekommen waren. Es handele sich um eine "komplette Lüge", zitierte die chinesische Staatszeitung "Global Times" den Chef des Wuhaner Instituts, Yuan Zhiming.

Zuvor hatte das "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen US-Geheimdienstbericht geschrieben, dass drei Mitarbeiter des Instituts im November 2019 so schwer erkrankt seien, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Schon in den letzten Amtstagen von Ex-US-Präsident Donald Trump hatte die Regierung in Washington ein Papier vorgelegt, in dem die Behauptung aufgestellt wurde, dass mehrere Forscher in Wuhan im Herbst 2019 an Symptomen erkrankt seien, die sowohl mit Covid-19 als auch mit häufigen saisonalen Erkrankungen in Zusammenhang stehen könnten. Während die Trump-Regierung auf die Theorie drängte, dass die Pandemie im Wuhaner Institut begann, forderte die Administration von Joe Biden weitere Untersuchungen zum Ursprung des Virus.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO war in einer im März vorgelegten Studie zu dem Schluss gekommen, dass das Coronavirus außer in Fledermäusen auch in Schuppentieren seinen Ursprung haben könnte. Die Theorie, dass es aus einem Labor entwichen sein könnte, bezeichneten die beteiligten Wissenschaftler dagegen als "extrem unwahrscheinlich".

24.5.2021 • 14:07 Uhr

Schweizer Labor bewahrt für WHO Krankheitserreger auf

Viren und andere Krankheitserreger mit Epidemie- oder Pandemiepotenzial können für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) künftig in einem Schweizer Sicherheitslabor aufbewahrt werden. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus unterzeichnete dazu am Montag in Genf einen Kooperationsvertrag mit dem Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset.

Die WHO will im Rahmen ihrer "BioHub-Initiative" den freiwilligen Austausch solcher Materialien zwischen Ländern fördern. Ein Pilotprojekt mit Sars-CoV-2-Viren laufe bereits, so Tedros. Weitere Viren oder andere Erreger sollen im kommenden Jahr dazukommen.

Das Labor liegt in Spiez 40 Kilometer südöstlich von Bern und ist dem Verteidigungsministerium unterstellt. Das Material soll dort sequenziert und bei Bedarf und unter WHO-Aufsicht mit anderen Ländern geteilt werden. Bislang ist so ein Austausch nur auf bilateraler Ebene möglich und dauert deshalb oft lange, wie die WHO berichtete. Die Analyse des Materials soll helfen, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen. Zudem können Firmen Tests, Medikamente oder Impfstoffe damit entwickeln.

24.5.2021 • 13:36 Uhr

Singapur lässt Schnelltest per Atemanalyse vorläufig zu

Die ungeliebten Corona-Schnelltests durch Abstriche in Nase oder Rachen könnten demnächst vielleicht der Vergangenheit angehören: In Singapur haben die Gesundheitsbehörden einen neuartigen Atemtest vorläufig zugelassen, der das Virus "akkurat innerhalb einer Minute" nachweisen soll, wie die National University of Singapore (NUS) mitteilte.

"Der Atemtest kann einfach von geschultem Personal durchgeführt werden, erfordert aber kein medizinisch geschultes Personal oder Laborverarbeitung", hieß es in der Mitteilung. Zur Messung muss man demnach in ein Mundstück pusten, der Atem wird ein Massenspektrometer eingespeist. Das Gerät identifiziert flüchtige organische Verbindungen im Atem (VOC; volatile organic compounds) als Biomarker für eine Corona-Infektion. Ergebnisse werden in weniger als einer Minute generiert.

24.5.2021 • 13:16 Uhr

WHO: Weltweit 115.000 Pflegekräfte an Corona gestorben

Mindestens 115.000 Pflegekräfte sind nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion ums Leben gekommen. "Es gibt nur spärliche Berichte, aber wir schätzen, dass mindestens 115.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheits- und Pflegedienste mit dem Leben für ihren Dienst an anderen bezahlt haben", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus zum Auftakt der Jahrestagung der 194 WHO-Länder in Genf.

Er werde nicht um eine Schweigeminute bitten, sagte Tedros. Stattdessen rief er die wenigen Dutzend Anwesenden im Tagungsraum sowie alle online aus den Hauptstädten Zugeschalteten zu einer Dankes-Aktion für die Pflegekräfte weltweit auf. Er ermunterte Zuschauerinnen und Zuschauer, viel Krach zu machen, etwa zu applaudieren, zu rufen oder mit den Füßen zu stampfen. Er selbst stimmte in anhaltenden Applaus ein.

24.5.2021 • 12:40 Uhr

Großer Andrang bei Impfaktion Duisburg-Marxloh

Die Stadt Duisburg ist vom großen Interesse an einer Corona-Impfaktion vor einer Moschee im Stadtteil Marxloh überrascht worden. Nach Angaben einer Sprecherin warteten die ersten Impfwilligen bereits ab 4.00 Uhr mit Klappstühlen, Decken und warmen Getränken.

Wegen des großes Andrangs wurde bereits früher als geplant mit der Einmalimpfung mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson begonnen. "Die Menschen hier sind in großen Teilen sehr gut informiert und vorbereitet, wir können deswegen bis zu 150 Impflinge pro Stunde schaffen und zügig durchimpfen", sagte Feuerwehrchef Oliver Tittmann laut einer Mitteilung. Wegen des Andrangs wurde die Warteschlange am Mittag geschlossen.

24.5.2021 • 12:36 Uhr

Studie: Hunde erschnüffeln Corona-Infizierte

Trainierte Hunde können einer britischen Studie zufolge Corona-Infizierte am Geruch erkennen. Sechs Hunde hätten Proben von Infizierten mit einer Genauigkeit von 82 bis 94 Prozent erschnüffelt, teilte die London School of Hygiene and Tropical Medicine (LSHTM) mit. Das Ergebnis betätigt damit frühere Studien unter anderem aus Deutschland.

Die britischen Forscher nutzten Socken von 400 Probanden. 200 der Menschen waren infiziert, hatten aber keine oder allenfalls leichte Symptome, 200 waren in der Kontrollgruppe. Die Hunde waren auf das ursprüngliche Coronavirus trainiert. Sie hätten aber ohne zusätzliches Training auch die britische Variante Variante erschnüffelt, sagte Studienleiter James Logan. "Das macht uns wirklich Hoffnung und legt nahe, dass Hunde in der Lage sind, verschiedene Corona-Varianten zu entdecken."

In einer nächsten Phase wollen die Forscher prüfen, ob die Hunde das Virus auch an Personen an Orten mit großen Menschenmassen wie Flughäfen oder Stadien erschnüffeln können. Die Studie ist bislang noch in keinem Journal veröffentlicht worden.

Die Beagle Hündin Djaka findet mit ihrem Geruchssinn coronapositive Proben in der Tierärztlichen Hochschule Hannover. | dpa

Ein Forscherteam um Holger Volk von der Tierärztlichen Hochschule Hannover war zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Hier erschnüffelt Hündin Djaka eine coronapositive Probe. Bild: dpa

24.5.2021 • 12:28 Uhr

UN-Chef fordert globalen "Krieg gegen Pandemie"

Zum Auftakt der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation hat UN-Generalsekretär António Guterres die internationale Gemeinschaft aufgerufen, der weltweiten Corona-Krise mit derselben Strategie wie in einem Krieg zu begegnen. "Wir sind im Krieg mit einem Virus", sagte Guterres. Die Welt brauche "die Logik und die Dringlichkeit einer Kriegswirtschaft", um dafür zu sorgen, dass alle Länder gleichen Zugang zu den "Waffen" im Kampf gegen die Pandemie erhalten. Die Pandemie habe einen "Tsunami des Leidens" ausgelöst, klagte Guterres.

Seit ihrem Beginn Ende 2019 seien mehr als 3,4 Millionen Menschen gestorben, etwa eine halbe Milliarde Menschen habe ihre Arbeit verloren. "Die Schwächsten leiden am meisten, und ich fürchte, das ist noch lange nicht vorbei", sagte Guterres. Er warnte vor den anhaltenden Gefahren einer "globalen Reaktion der zwei Geschwindigkeiten".

24.5.2021 • 12:22 Uhr

Berlin: Erneute Kundgebungen gegen Corona-Maßnahmen

Nach zwei verbotenen Demonstrationen und zahlreichen Festnahmen in Berlin sind erneut mehrere Kundgebungen von Gegnerinnen und Gegner der Corona-Politik in der Hauptstadt geplant. Es seien Versammlungen mit jeweils zwischen 500 und 1000 Teilnehmern angemeldet worden, teilte die Polizei mit. Geplant sind außerdem mehrere Gegenkundgebungen. Insgesamt seien in Berlin rund 30 Versammlungen angemeldet, hieß es.

24.5.2021 • 12:18 Uhr

WHO-Chef kritisiert ungleiche Impfstoffverteilung

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hat die reichen Länder kritisiert, die den Großteil der verfügbaren Corona-Impfdosen aufgekauft hätten. 75 Prozent der Impfdosen seien in nur zehn Ländern, sagt der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation. In vielen anderen Ländern müssten deshalb Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens auf die wichtige Impfung warten. Er appellierte an diese Länder, Impfdosen abzugeben und rief die Welt auf, dafür zu sorgen, dass bis September mindestens zehn Prozent der Menschen weltweit und bis Ende des Jahres 30 Prozent geimpft werden können.

24.5.2021 • 12:06 Uhr

Merkel macht sich für globalen Pandemievertrag stark

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für die Verabschiedung eines globalen Pandemie-Abkommens eingesetzt. Ein derartiges Abkommen könne die Menschen besser vor einer neuen Pandemie schützen, sagte Merkel in einer Videobotschaft vor der Versammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. "Nach der Pandemie ist vor der Pandemie", sagte die Kanzlerin.

Zudem rief Merkel die Weltgemeinschaft auf, bessere Vorbereitungen zu treffen. "Diese Pandemie ist noch nicht bewältigt. Und sie wird auch nicht die letzte sein", sagte Merkel. Sie sprach sich für eine Stärkung der WHO aus. Diese müsse in die Lage versetzt werden, um eine führende Rolle im globalen Gesundheitswesen zu spielen.

24.5.2021 • 12:03 Uhr

Japan: Empörung über Olympia-Aussagen der IOC-Spitze

IOC-Chef Thomas Bach und sein Vizepräsident John Coates haben mit Aussagen zum Festhalten an Olympia in Tokio für Empörung in Japan gesorgt. Bach hatte Medienberichten zufolge zum wiederholten Mal davon gesprochen, dass für die Austragung der Sommerspiele "Opfer" nötig seien. Dafür wurde der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees in sozialen Medien massiv kritisiert; viele forderten erneut eine Olympia-Absage.

Zuvor hatte bereits der Australier Coates für Aufregung gesorgt, weil er auch im Fall des anhaltenden Corona-Notstands in Tokio die Spiele veranstalten will. Das IOC betonte, Bach habe bei seinen Aussagen nicht die japanische Bevölkerung gemeint, sondern bei seiner Grußadresse an den Hockey-Weltverband wiederholt: "Jeder in der olympischen Gemeinde muss Opfer bringen." Die Opfer seien in dieser beispiellosen Situation notwendig. Daher würden alle Maßnahmen ergriffen, um die sportlichen Wettbewerbe als Kern der Olympischen Spiele zu bewahren, "damit sich die Athleten ihren olympischen Traum erfüllen können", wurde Bach vom IOC zitiert.

24.5.2021 • 11:56 Uhr

Thüringen als letztes Bundesland mit Inzidenz unter 100

Als letztes Bundesland hat nun auch Thüringen die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 unterschritten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) verzeichnete es zuletzt 97 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Damit liegen nun alle 16 Bundesländer unter dem Wert, für den die Corona-"Notbremse" Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen festschreibt.

Der bundesweite Corona-Hotspot Nummer eins liegt indes in Bayern: Die Stadt Memmingen wies nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) zuletzt eine Inzidenz von 238,1 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen auf und lag damit deutschlandweit an der Spitze. Mit einigem Abstand folgten der Landkreis Hildburghausen (196,2) in Thüringen und die Stadt Emden (192,3) in Niedersachsen.

24.5.2021 • 11:34 Uhr

Italiens Fußball-Nationalmannschaft zweitgeimpft

Wenige Wochen vor dem Beginn der Fußball-Europameisterschaft sind die Spieler der italienischen Nationalmannschaft zu zweiten Mal geimpft worden. Die 33 Azzurri seien in Rom und Mailand gegen Covid-19 immunisiert worden, teilte der italienische Fußballverband (FIGC) mit. Für den Nachmittag beorderte Nationaltrainer Roberto Mancini sein Team zur EM-Vorbereitung auf die Insel Sardinien.

Die italienischen Fußballnationalspieler Federico Chiesa (links) und Giorgio Chiellini vor ihren Corona-Impfungen in einem Krankenhaus in Mailand.  | EPA

Die italienischen Fußballnationalspieler Federico Chiesa (links) und Giorgio Chiellini vor ihrer ersten Impfung in einem Krankenhaus in Mailand. Bild: EPA

24.5.2021 • 11:23 Uhr

TUI weitet sein Angebot wieder aus

Nach monatelangen Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie weitet der weltgrößte Reiseanbieter TUI sein Angebot wieder aus. "Nach und nach öffnen die Mittelmeerziele wieder für touristische Reisen", sagte TUI-Deutschland-Chef Marek Andryszak. "Die Aufhebung der Reisewarnung für die Kanaren ist ein wichtiger Schritt und auch unsere Hotels in Portugal und Italien gehen jetzt an den Start." Die Nachfrage steige. "Allein in der vergangenen Woche haben wir ein deutliches Buchungsplus im Vergleich zum Sommer 2019 verzeichnet", so Andryszak. Derzeit gehörten die Kanarischen Inseln zusammen mit Mallorca zu den am stärksten gebuchten Urlaubsregionen.

24.5.2021 • 11:03 Uhr

England: Projekt soll Akzeptanz von Selbstisolation stärken

Mit einer Reihe von Maßnahmen wie verstärkter Sozialhilfe und alternativen Übernachtungsmöglichkeiten will Großbritannien die Akzeptanz von Corona-Tests und Selbstisolation stärken. Dazu rief die Regierung in mehreren Gegenden im größten Landesteil England ein Pilotprojekt ins Leben. Dort kümmern sich etwa Personen um Menschen mit psychischen Problemen und Dolmetscher um Nicht-Muttersprachler.

Wer in Wohnungen mit vielen anderen lebt und sich daher nicht selbst isolieren kann, kann anderswo Unterschlupf finden. Denn überfüllte Wohnungen vor allem in sozial schwachen Gegenden gelten als ein Hauptgrund für die rasche Verbreitung des Coronavirus. "Wir wissen, wie schwierig die Selbstisolation für viele Menschen ist, und diese Pilotprojekte werden uns dabei helfen, Menschen so gut wie möglich zu unterstützen und es allen zu erleichtern, ihren Beitrag zu leisten", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock einer Mitteilung zufolge.

Eine Frau sitzt während der Coronavirus-Pandemie allein vor einem Zimmerfenster. | AP

Vor allem die Selbstisolation nach einem positiven Corona-Test ist nicht selbstverständlich. Viele Menschen erhalten im Krankheitsfall häufig keinen Lohn. Bild: AP

24.5.2021 • 10:55 Uhr

Tourismus in Spanien und Türkei unter Vorkrisenniveau

Spanien hat offiziellen Daten zufolge für April 4,05 Millionen Hotelübernachtungen verzeichnet. Das sind 85 Prozent weniger als im gleichen Monat 2019. Im April des vergangenen Jahres war der Tourismus wegen des strikten Corona-Lockdowns komplett zum Erliegen gekommen.

Auch die Tourismuszahlen in der Türkei bleiben hinter der Vor-Corona-Zeit zurück: Im April zählte das Land 790.687 ausländische Gäste. Vor einem Jahr waren es wegen der Pandemie nur 24.238 gewesen: im April 2019 noch fast 3,3 Millionen.

24.5.2021 • 10:32 Uhr

Indien: Pilzinfektion breitet sich weiter aus

In Indien breitet sich die seltene, von einem Schimmelpilz verursachte Krankheit Mukormykose weiter aus. Etwa 9000 Fälle seien bisher bekannt geworden, erklärte der Regierungsminister Sadananda Gowda. Der so genannte Schwarze Pilz trifft vor allem Covid-19-Kranke oder Menschen, die eine Corona-Infektion praktisch schon überstanden haben.

Das Medikament Amphotericin B, mit dem die Infektion behandelt werden kann, ist längst knapp geworden. In indischen Medien ist nach Agenturangaben bereits von mehr als 250 Toten die Rede. Die Pilzerkrankung sei nun neben der Virus-Ausbreitung noch eine neue Hürde und Herausforderung, räumte Ministerpräsident Narendra Modi ein. Sein Gesundheitsministerium hat die Unionsstaaten des Landes aufgerufen, die Ausbreitung genau zu verfolgen und die Epidemielage auszurufen. Alle medizinischen Einrichtungen müssen Mukormykose-Fälle nun zentral melden.

24.5.2021 • 10:09 Uhr

17 Menschen versehentlich mit AstraZeneca geimpft

Wegen einer Panne am Impfzentrum Chemnitz sind 17 Menschen versehentlich mit dem Präparat AstraZeneca statt Moderna geimpft worden. Davon sind wohl auch unter 40-Jährige betroffen. Insgesamt habe der Kreis von anfangs mehr als 250 auf 69 Menschen eingegrenzt werden können, die in dem Zeitraum auf der betreffenden Impfstrecke geimpft wurden. Dazu zählten acht Geimpfte, die jünger als 40 Jahre seien.

Der AstraZeneca-Impfstoff kann in seltenen Fällen schwere Nebenwirkungen haben. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt das Vakzin für Personen ab 60 Jahre; nach ärztlicher Aufklärung und Einwilligung ist aber auch ein Impfen Jüngerer möglich.

Die Kassenärztliche Vereinigung bedauerte die Verwechslung: "Leider konnte dies trotz höchster Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollmechanismen nicht verhindert werden." Es sei sehr misslich, dass die Ampullen beider Vakzine das gleiche Volumen hätten und auch ihre Abdeckung farblich gleich sei. Das habe die Verwechslung begünstigt.

24.5.2021 • 10:03 Uhr

Litauen führt Grünen Pass in digitaler Form ein

Litauen hat einen Grünen Pass für Corona-Geimpfte, Getestete und Genesene in digitaler Form eingeführt. Mit dem auf Mobiltelefonen verfügbaren QR-Code sollen spezielle Erleichterungen gewährt werden. Unter strengen Vorgaben dürfen mit dem auf Englisch als "Freedom-ID" bezeichneten Zertifikat dann etwa wieder Veranstaltungen und Gastronomie auch in Innenräumen besucht werden. Der Grüne Pass soll später in das EU-weit geplante Zertifikat für Mobilität und Zutritt zu Geschäften und Veranstaltungen integriert werden können. Nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums in Vilnius könnten Anfang Juni bereits fast 1,5 Millionen Menschen die "Freedom-ID" ohne Test erhalten.

24.5.2021 • 09:40 Uhr

Gemeindebund will Vorbereitung für neues Schuljahr

Der Städte- und Gemeindebund hat die Politik aufgefordert, den Corona-Infektionsschutz an Schulen für das kommende Schuljahr zu verbessern. "Wir können nicht ausschließen, dass die Pandemie im Herbst unser Leben wieder beeinträchtigt", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Nachdem die Schülerinnen und Schüler ein schweres Pandemiejahr hinter sich haben, muss jetzt alles unternommen werden zu verhindern, dass wir im Herbst wieder zu einem schulischen Lockdown kommen", sagte Landsberg. Er nannte Lüftungsanlagen, öffenbare Fenster in allen Unterrichtsräumen und gute Strategien für den Schulweg. Bund, Länder und Kommunen seien gefordert, aus den Erfahrungen des letzten Sommers zu lernen.

24.5.2021 • 08:45 Uhr

Niedersachsen: Landeselternrat mahnt Schutzkonzepte an

Vor einem möglichen Neustart des Präsenzunterrichts in voller Klassenstärke an zahlreichen Schulen in Niedersachsen hat der Landeselternrat zuverlässige Konzepte zum Infektionsschutz angemahnt. "Aus unserer Sicht dürfen Schulen ohne krisensichere Klassenzimmer nicht vollumfänglich öffnen", erklärten die Elternvertreter. "Wir dürfen nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen."

Grundsätzlich begrüßten die Erziehungsberechtigten die Absicht des Kultusministeriums, alle Schülerinnen und Schüler wieder zurück in die Schulen zu holen, "damit endlich wieder so etwas wie Normalität für alle einziehen kann". Die aktuell gültigen Schutzkonzepte der niedersächsischen Landesregierung reichten dafür allerdings nicht aus.

Schulunterricht unter Corona-Bedingungen in Niedersachsen | dpa

Auf Abstand. So lief in Niedersachsen der Unterricht nach der langen Corona-Pause. Elternvertreter warnen: "Wenn steigende Inzidenzwerte wieder zum Wechsel- oder sogar Distanzunterricht führen, kann uns diese gewonnene Normalität ohne ganzheitlich wirksames Schutzkonzept in Schulen schnell wieder abhanden kommen." (Archivbild) Bild: dpa

24.5.2021 • 07:39 Uhr

Massenimpfzentren in Japan öffnen

In Japan können sich die Menschen fortan in Massenimpfzentren impfen lassen. In den Einrichtungen in Tokio und Osaka sollen nun täglich jeweils bis zu 10.000 Menschen ihre Injektionen bekommen. Vor allem die Älteren sind angesprochen. Ziel ist eine Beschleunigung der Impfkampagne vor Beginn der Olympischen Spiele am 23. Juli. Denn: Die Behörden sprechen bereits von einer vierten Infektionswelle.

24.5.2021 • 06:34 Uhr

Indien: Mehr als 300.000 Corona-Tote

In Indien sind mittlerweile mehr als 300.000 Menschen gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Zahl stieg binnen 24 Stunden um 4454 weitere Todesfälle auf nun 303.720, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Innerhalb eines Tages wurden zudem 222.315 Neuinfektionen registriert. Damit meldet das inzwischen mehr als 26,75 Millionen Fälle.

24.5.2021 • 06:31 Uhr

Studie: Jeder vierte Mittelständler bildet weniger aus

Die Corona-Krise hat die Ausbildungschancen junger Menschen in mittelständischen Firmen gebremst. Nach einer Umfrage der staatlichen Förderbank KfW hat im vergangenen Jahr gut jeder vierte (26 Prozent) ausbildende Mittelständler wegen der Verwerfung durch die Pandemie weniger neue Lehrlinge eingestellt als ursprünglich geplant. Nur 3 Prozent weiteten ihre Aktivitäten aus. Die Zurückhaltung in der Krise ist den Angaben zufolge ein wesentlicher Grund für den jüngst vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Rückgang insgesamt.

Im Corona-Krisenjahr 2020 war die Zahl neuer Ausbildungsverträge in Mittelstand, Großunternehmen und im öffentlichen Dienst insgesamt gegenüber dem Vorjahr nach Angaben des Statischen Bundesamtes um 9,4 Prozent auf 465.200 gesunken. Es war der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung und ein deutlich stärkeres Minus als im langfristigen Trend. "Die Unterschrift auf einem Ausbildungsvertrag bedeutet langfristige Verantwortung für die wichtige Erstausbildung eines jungen Menschen", erläuterte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. "Viele Mittelständler kämpfen nach wie vor mit den Krisenfolgen und leiden unter der noch immer unsicheren Lage - sie bleiben daher bei der Einstellung von Azubis zurückhaltend."

24.5.2021 • 06:28 Uhr

Spahn wirbt für internationalen Pandemievertrag

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für einen internationalen Pandemievertrag stark gemacht. Nachdem die weltweite Ausbreitung des Coronavirus im vergangenen Jahr nicht verhindert werden konnte, müsse die internationale Zusammenarbeit verbindlicher werden, sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. "Die Staaten müssen sich zur Kooperation und Umsetzung von gemeinsam gesetzten Vorschriften verpflichten", sagte Spahn vor dem Start der virtuellen Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Bei der Tagung sollen die Weichen für einen Pandemievertrag gestellt werden. Ziel ist etwa, Staaten zu besserem Informationsaustausch zu verpflichten, damit bei Gefahren früher Alarm geschlagen und eine Virusausbreitung rund um den Globus verhindert werden kann. Einige Länder sind dagegen, weil sie einem Souveränitätsverlust befürchten. Spahn rief andere Länder auf, der WHO mehr Geld zu zahlen. "Es kann nicht richtig sein, dass private Stiftungen teilweise mehr Geld geben als die großen Staaten der Welt", sagte der Minister. "Jetzt ist das Momentum für eine Reform der WHO da", sagte Spahn. "Wir sollten es nutzen."

Das WHO-Hauptquartier in Genf. | REUTERS

Das WHO-Hauptquartier in Genf. Nach Deutschland ist die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung derzeit der größte Geldgeber. Bild: REUTERS

24.5.2021 • 06:21 Uhr

CDC untersucht Fälle von Herzmuskelentzündungen

Die US-Behörden untersuchen eigenen Angaben zufolge mehrere Fälle von Herzmuskelentzündungen bei jungen Menschen in Verbindung mit einer Corona-Impfung. Es handle sich um eine geringe Anzahl an Fällen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die mit mRNA-Vakzinen der Hersteller BioNTech/Pfizer oder Moderna geimpft wurden, erklärte die US-Gesundheitsbehörde CDC. "Die meisten Fälle scheinen mild zu verlaufen, eine Nachverfolgung der Fälle ist im Gange".

Nach Angaben der Behörde trat eine sogenannte Myokarditis häufiger bei jungen Männern auf, die bereits zum zweiten Mal geimpft worden waren. Um wie viele Fälle es sind handelt und wie alt die Betroffenen sind, gab die Behörde nicht bekannt.

24.5.2021 • 05:22 Uhr

RKI registriert 2682 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2682 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.13 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 5412 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 62,5 an (Vortag: 64,5; Vorwoche: 83,1). Am Sonn- und Feiertagen sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil dann weniger getestet wird. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 43 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 64 Tote gewesen.

24.5.2021 • 04:02 Uhr

Volldigitaler EU-Impfpass soll Manipulation verhindern

Bund und Länder wollen für eine fälschungssichere Einführung des europaweiten EU-Impfnachweises Millionen persönlicher Daten bereits erfolgter Impfungen rückwirkend volldigital nutzbar machen. Dazu sollen die Datenschutzbestimmungen im Infektionsschutzgesetz geändert und auf Länderebene angepasst werden, sagt der bayerische Landesdatenschutzbeauftragte Thomas Petri der "Augsburger Allgemeinen" laut Vorabbericht. "In einem neuen Absatz 5 soll eine datenschutzrechtliche Grundlage für die Verarbeitung der für die Generierung des Covid-19-Impfzertifikats erforderlichen personenbezogenen Daten durch das Robert Koch-Institut (RKI) und für die Übermittlung dieser Daten an das RKI geschaffen werden." Damit könnten seinen Angaben zufolge die ursprünglich auf Landeseben für Notfälle wie etwa Haftungsfragen gespeicherten Impfdaten entschlüsselt und zusammengeführt werden.

24.5.2021 • 01:46 Uhr

Söder: "Die Coolsten in diesem Jahr waren die Schüler"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat gewarnt, die Lage an den Schulen in der Pandemie zu negativ zu bewerten. "Wir dürfen den Schülern nicht einreden, sie seien eine verlorene Generation", sagte der CSU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Coolsten in diesem Corona-Jahr waren die Schülerinnen und Schüler - da wirkten manche Lehrer- und Elternverbände nervöser. Ich glaube zum Beispiel nicht, dass das Abi in diesem Jahr schlechter ausfallen wird."

24.5.2021 • 01:07 Uhr

Karliczek fordert Fahrplan für Impfungen von Kindern

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fordert einen Fahrplan für Impfungen von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren in allen Bundesländern. Dieser solle bezwecken, dass den Kindern und Jugendlichen möglichst bis zum Beginn des kommenden Schuljahres ein Impfangebot gemacht werden könne, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Ich möchte, dass vor allem nach den Sommerferien überall der Schulbetrieb wieder relativ normal beginnen kann. Dafür wäre es sehr hilfreich, wenn möglichst viele Schülerinnen und Schüler geimpft wären."

Nach dem Willen der Ministerin soll sich der Impfgipfel von Bund und Ländern in der kommenden Woche mit dem Thema befassen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor Corona-Impfungen für Schüler bis Ende August in den Raum gestellt. Dazu müssten Impfdosen der Hersteller BioNTech und Pfizer reserviert werden.

24.5.2021 • 01:03 Uhr

BDI fordert Ende der Homeoffice und pauschaler Testpflicht

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert ein Ende der Homeoffice- und pauschalen Testpflicht in Betrieben. "Die Impffortschritte in Gesellschaft und Unternehmen müssen mit einer parallelen Rückkehr in einen normalen Geschäftsbetrieb verbunden sein", heißt es in einem Papier des Industrieverbandes an die Bundesregierung, aus dem die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der BDI fordere demnach einen Stufenplan, der festlegt, wie die auferlegten Corona-Schutzmaßnahmen in den Betrieben verringert und abgeschafft werden können.

24.5.2021 • 00:29 Uhr

Grüne: Mit Gratis-Interrailtickets für Jugendlichen

Die Grünen fordern Hilfen, um die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche abzumildern. Reisen seien "für viele junge Menschen ein wichtiger Schritt ins Erwachsenenleben", heißt es in einem Positionspapier der Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und der Familienpolitikerinnen Ekin Deligöz und Maria Klein-Schmeink, aus dem das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" vorab berichtet. Der Weg in die Eigenständigkeit erfordere den Blick über den Tellerrand. "Wer in der Pandemie 18 geworden ist, erhält ein kostenloses Interrail-Ticket, um coronagerecht Europa zu erfahren und zu erleben", fordern Göring-Eckhardt und ihre Kolleginnen. Weiter sollen extra Budgets für Sportvereine und Urlaubsgutscheine für Einkommensschwache Familien unterstützen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 24. Mai 2021 um 06:23 Uhr.