AstraZeneca Impfstoff | REUTERS
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ AstraZeneca soll vor Virus-Mutante schützen ++

Stand: 08.03.2021 22:58 Uhr

Der Impfstoff von AstraZeneca soll einer vorläufigen Studie zufolge vor der brasilianischen Virus-Mutation schützen. Ab Anfang April soll in Arztpraxen flächendeckend geimpft werden. Italien meldet mehr als 100.000 Corona-Tote. Die aktuellen Entwicklungen vom Montag zum Nachlesen.

  • Pariser Krankenhäuser müssen wegen Corona erneut OPs absagen
  • Günther rechnet mit Hotelöffnungen über Ostern in Schleswig-Holstein
  • Syriens Präsident Assad positiv auf Corona getestet
  • Mehr als 10 Millionen Menschen in Türkei geimpft
  • EMA: Johnson & Johnson-Impfstoff kurz vor Notfallzulassung
8.3.2021 • 22:58 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

8.3.2021 • 22:05 Uhr

Kurz: Anstieg von Corona-Zahlen war erwartbar

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat den Anstieg der Corona-Zahlen in seinem Land als eine erwartbare Entwicklung bezeichnet. Noch sei die Zunahme der Infektionen kontrollierbar, sagte Kurz im ARD extra zur aktuellen Corona-Lage. Die Schnelltests, auf die Österreich bei seiner Öffnungsstrategie gesetzt habe, seien zwar kein Allheilmittel. Man habe mit ihnen aber sehr gute Erfahren gemacht. Es sei keine Explosion der Infektionszahlen trotz Corona-Mutationen eingetreten.

8.3.2021 • 21:35 Uhr

USA: Geimpfte können sich in kleinen Gruppen ohne Maske treffen

Neuen Empfehlungen der US-Seuchenbehörde CDC zufolge sollen komplett durchgeimpfte Personen sich in kleinen Gruppen ohne Maske treffen dürfen. Außerhalb der Wohnung sollten jedoch auch sie weiter einen Mund-Nasen-Schutz tragen, erklärte CDC-Leiterin Rochelle Walensky. Allerdings sollen auch Geimpfte sich weiter an viele der gängigen Maßnahmen halten, etwa mittlere und große Menschenansammlungen zu vermeiden. Mehr als 90 Prozent der US-Bevölkerung hätten noch keinen Impfschutz, sagte Walensky.

8.3.2021 • 21:20 Uhr

Niederlande erlauben wieder Flugverbindungen aus Großbritannien

Passagierflugzeuge und Fähren dürfen einem Medienbericht zufolge wieder von Großbritannien aus die Niederlande ansteuern. Die niederländische Regierung werde das bisherige Verbot aufheben, meldete die Nachrichtenagentur ANP. Das Verbot war im Januar verhängt worden, um ein Übergreifen der als ansteckender geltenden Virus-Variante aus Großbritannien zu verhindern. Die Maßnahme ergebe aber keinen Sinn mehr, da die Mutation inzwischen ohnehin die neue dominierende Variante in den Niederlanden sei, berichtet ANP unter Berufung auf das Kabinett.

8.3.2021 • 20:43 Uhr

Spahn erwartet über 60 Millionen Impfdosen im zweiten Quartal

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet im zweiten Quartal Lieferungen von insgesamt mehr als 60 Millionen Impfdosen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Davon seien 40,2 Millionen von Pfizer/BioNTech, 6,4 Millionen von Moderna und 16,9 Millionen von AstraZeneca, heiß es weiter. Spahn habe die Zahlen während der Konferenz der Gesundheitsminister bekanntgegeben.

8.3.2021 • 20:20 Uhr

Türkei: Höchste Zunahme bei Infektionen seit Jahresbeginn

Die Türkei hat die höchste Zunahme an Corona-Neuinfektionen seit dem 6. Januar gemeldet. Das Gesundheitsministerium des Landes gab 13.215 neue Positiv-Tests bekannt. Insgesamt wurden damit bislang mehr als 2,79 Millionen Fälle bestätigt. In den vergangenen 24 Stunden starben den Angaben zufolge 64 Menschen an oder mit dem Virus. Damit stieg die Totenzahl auf insgesamt 29.094.

8.3.2021 • 20:18 Uhr

Bundesländer sollen 10,5 Millionen Schnelltests abrufen können

Die Bundesregierung startet einem Medienbericht zufolge kurzfristig die Koordinierung der Lieferung von Selbsttests aus bereits gesicherten Beständen an die Bundesländer. Dieses sogenannte Starter-Paket umfasse 10,5 Millionen Selbsttests, berichtet die "Welt". Sie seien unter anderem für den Einsatz an Schulen und in Kitas gedacht. In einem Schreiben an die Bundesländer böten die für die "Taskforce Testlogistik" zuständigen Bundesminister Jens Spahn (Gesundheit) und Andreas Scheuer (Verkehr) den Bundesländern an, bis Dienstag Selbsttests aus Beständen dieses Starter-Pakets zur Verfügung zu stellen, bis die Bestellungen der Länder einträfen.

8.3.2021 • 20:18 Uhr

Studie: AstraZeneca-Vakzin schützt vor brasilianischer Mutation

Einer vorläufigen Studie zufolge schützt das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca vor der brasilianischen Virus-Mutation P1. Das gab Mauricio Zuma, der Produktionschef des biomedizinischen Instituts Fiocruz, bekannt. Die brasilianische Corona-Variante beunruhigte Experten, weil sie hochansteckend ist. Wegen der Mutation hatten etliche Länder Einreiseverbote aus Brasilien verhängt.

8.3.2021 • 20:14 Uhr

Steigende Corona-Zahlen: Bulgarien vor schärferen Maßnahmen

Wegen schnell steigender Neuansteckungen mit dem Coronavirus sollen in Bulgarien strengere Schutzmaßnahmen gelten. Die Regierung erwägt eine Maskenpflicht auch im Freien, eine Rückkehr zum Fernunterricht, kürzere Öffnungszeiten für Restaurants sowie Einschränkungen für Einkaufsmalls und Fitnessstudios. Binnen Tagen solle entschieden werden, ob diese Maßnahmen lokal oder landesweit eingeführt werden, sagte Gesundheitsminister Kostadin Angelow. In acht von 28 Regionen - einschließlich der Hauptstadt Sofia - stieg die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen auf mehr als 300 pro 100.000 Menschen. Zum Vergleich: In Deutschland lag die Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit zuletzt bei 68.

8.3.2021 • 20:12 Uhr

WHO rät von Impfpässen als Bedingung für Auslandsreisen ab

Ein ranghoher Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich gegen sogenannte Impfausweise als Voraussetzung für Auslandsreisen ausgesprochen. Dafür gebe es vielerlei Gründe, unter anderem sprächen ethische Erwägungen dagegen, sagte WHO-Notfalldirektor Michael Ryan. Schließlich seien Impfstoffe gegen das Coronavirus nicht weltweit ausreichend und in gerechter Verteilung verfügbar. Die WHO rate Ländern daher vorerst davon ab, die Bescheinigung über eine Impfung zur Bedingung für Reisen zu machen, sagte er. Die UN-Organisation hatte in der Vergangenheit auch darauf verwiesen, dass noch nicht bekannt sei, wie lange nach einer Impfung mit einem der zugelassenen Vakzine die Immunität anhalte. Zudem könne eine solche Strategie auch unfair gegenüber Menschen sein, die aus bestimmten Gründen nicht geimpft werden könnten.

8.3.2021 • 20:09 Uhr

Niederlande verlängern den Lockdown

In den Niederlanden werden der Corona-Lockdown und die stark umstrittene Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis Ende März verlängert. Erst wenn die Infektionszahlen deutlich zurückgingen, könne es deutliche Lockerungen geben, sagte Ministerpräsident Mark Rutte. Allerdings kündigte er kleine Erleichterungen an. So dürfen Geschäfte vom 16. März an unter bestimmten Umständen bis zu 50 Kunden einlassen. Angesichts des weiter hohen Drucks auf die Krankenhäuser wären größere Erleichterungen zur Zeit jedoch unverantwortlich, so Rutte. "Bei uns ist es echt schlechter als in Deutschland und Dänemark."

Auf Reisen ins Ausland sollen die Niederländer noch bis mindestens 15. April verzichten. Zu Ostern können jedoch möglicherweise die Terrassen von Cafés und Restaurants öffnen. "Aber der Wendepunkt kommt näher, dass der Impfstoff die Überhand bekommt", sagte der Regierungschef. Nach Ruttes Einschätzung könnte im Juli ein großer Schritt zurück zur Normalität möglich sein. Die Regierung schätzt, dass bis Ende Juli alle Erwachsenen zumindest mit einer Dosis geimpft sein könnten.

8.3.2021 • 20:06 Uhr

Mallorcas Gastronomen hoffen auf Corona-Lockerungen

Im Zuge einer deutlichen Verbesserung der Corona-Lage auf Mallorca erwägt die Regionalregierung von kommender Woche an auch die Öffnung der Innenbereiche von Restaurants, Cafés und Bars. Die endgültige Entscheidung solle am Freitag fallen und sei von der weiteren Entwicklung der Pandemie auf der spanischen Urlaubsinsel abhängig, erklärte der balearische Regierungssprecher und Tourismusminister Iago Negueruela. Unter welchen Auflagen diese erneute Lockerung des Lockdowns erfolgen könnte, ist noch offen. Nach einer siebenwöchigen Corona-Zwangsschließung dürfen die Gastwirte auf Mallorca und auch auf Formentera inzwischen in den Außenbereichen wieder Gäste empfangen - vorerst allerdings nur bis 17 Uhr. Zudem dürfen bis auf weiteres höchstens 50 Prozent der Tische auf den Terrassen aufgestellt werden.

8.3.2021 • 20:03 Uhr

IBM soll digitalen Impfpass in Deutschland erstellen

Der US-Konzern IBM soll offenbar den Auftrag für den digitalen Impfpass in Deutschland erhalten. Dies geht aus der Online-Ausgabe des Amtsblatts der Europäischen Union hervor. Der Abschluss des Vertrags erfolgt jedoch erst nach Ablauf von zehn Kalendertagen. IBM wollte zunächst keine Stellung nehmen. International entwickeln die US-Amerikaner bereits zusammen mit dem Pharmaunternehmen Moderna Technologien, um den Covid-19-Impfprozess zu unterstützen. Um die Erstellung des Impfpasses, dem ein hoher Stellenwert bei der Wiederbelebung des Reiseverkehrs beigemessen wird, hatte sich auch die Deutsche Telekom bemüht, die nun offenbar leer ausgeht.

Reisepass, Impfpass und Impfapp |

Reisepass, Impfpass und Impf-App: Die Hoffnungen sind groß, dass ein digitaler Impfpass den internationalen Reiseverkehr wiederbelebt.

8.3.2021 • 19:37 Uhr

"Corona-freie" Zugstrecke zwischen Rom und Mailand

Italiens staatliche Bahngesellschaft will ab April "Corona-freie" Hochgeschwindigkeitszüge auf der Strecke zwischen Rom und Mailand einsetzen. Alle Mitarbeiter und Passagiere würden vor Reiseantritt mit Hilfe des Roten Kreuzes auf das Coronavirus getestet, sagte Bahn-Chef Gianfranco Battisti. Seinen Angaben zufolge handelt es sich um die erste Initiative dieser Art, um den durch die Pandemie de facto zum Erliegen gekommenen Tourismus wiederzubeleben.

8.3.2021 • 19:27 Uhr

Impfstart in den Arztpraxen im April

Ab Anfang April sollen die niedergelassenen Ärzte in Deutschland flächendeckend mit Corona-Impfungen beginnen. Darauf einigten sich die Fachminister von Bund und Ländern in der Gesundheitsministerkonferenz, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.  Der Impfstoff soll auf dem normalen Weg über Großhandel und Apotheken in die Praxen kommen. Der bürokratische Aufwand für die Arztpraxen solle auf ein Minimum reduziert werden, hieß es. Die Impfzentren sollen vorerst bestehen bleiben. Vereinbarte Termine dort sollen erhalten bleiben. Bis Sonntag wurden laut Bundesgesundheitsministerium 2,5 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft. Das sind drei Prozent der Bevölkerung. 5,2 Millionen Menschen haben mindestens eine Impfdosis erhalten. 

8.3.2021 • 19:06 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien sinkt weiter

In Großbritannien fällt die Zahl der neuen Corona-Infektionen auf den niedrigsten Stand seit dem 28. September. In den vergangenen 24 Stunden wurden 4712 positive Tests gemeldet nach 5177 am Vortag, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. An oder mit dem Virus starben am Montag 65 Menschen. Das ist der geringste Wert seit dem 12. Oktober. In Großbritannien haben mehr als 22,37 Millionen Menschen eine erste Impfdosis erhalten.

8.3.2021 • 18:47 Uhr

Italien zählt mehr als 100.000 Corona-Tote

Italien die Marke von 100.000 Corona-Toten überschritten. Mit weiteren 318 Todesopfern binnen 24 Stunden erhöhte sich die Zahl der Todesfälle auf 100.103, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.  Mit fast 30.000 Toten ist die wirtschaftlich starke Lombardei im Norden des Landes am stärksten von der Pandemie betroffen. In der Emilia Romagna starben fast 11.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus, gefolgt vom Piemont und von Venetien mit jeweils knapp 10.000 Corona-Toten. Italien war 2020 das erste europäische Land, das mit voller Wucht von der Corona-Pandemie getroffen wurde.

Ein Todesopfer der Covid19-Krankheit in Italien | dpa

Seit Beginn der Corona-Pandemie vor etwa einem Jahr sind in Italien mehr als 100.000 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Bild: dpa

8.3.2021 • 18:28 Uhr

USA lockern Beschränkung sozialer Kontakte

Angesichts der wachsenden Zahl von Corona-Impfungen in den USA lockert die Gesundheitsbehörde CDC die Beschränkungen sozialer Kontakte. Nach neuen Empfehlungen können voll geimpfte Menschen in geschlossenen Räumen in kleinen privaten Runden wieder ohne Maske und ohne Mindestabstand zusammenkommen. Auf gleiche Weise können sie sich auch mit Ungeimpften treffen, sofern diese nicht zu einer Risikogruppe gehören - etwa wegen ihres Alters oder einer Vorerkrankung.

CDC-Direktorin Rochelle Walensky betonte zugleich, in der Öffentlichkeit werde nach wie vor für alle - Geimpfte und Ungeimpfte - dringend empfohlen, Maske zu tragen, Abstand zu halten und größere Menschenansammlungen zu meiden. Auch sei von nicht unbedingt nötigen Reisen abzusehen. Etwa 59 Millionen Menschen in den USA haben der Behörde zufolge mindestens eine Impfdosis erhalten, etwa 31 Millionen bereits zwei Impfdosen. Die USA haben annähernd 330 Millionen Einwohner.

8.3.2021 • 18:22 Uhr

Ausreisebeschränkungen in Wiener Neustadt

In Österreich müssen sich erstmals Einwohner einer größeren Stadt auf Ausreisebeschränkungen wegen vieler Corona-Neuinfektionen einstellen. Wer Wiener Neustadt verlassen wolle, benötige ab Mittwoch einen negativen Corona-Test, teilte die Stadt mit. Sanktionen für Ausreisen ohne negatives Testergebnis solle es erst ab Samstag geben. Zugleich werde die Zahl der Teststraßen in der 45.000-Einwohner-Stadt unter anderem für die vielen Tausend Pendler bis dahin von 16 auf 40 erhöht hieß es. Für die Kontrollen seien auch 300 Soldaten angefordert worden. In der Stadt, die etwa 50 Kilometer südlich von Wien liegt, steht die Sieben-Tages-Inzidenz bei etwa 560. Ab einer Inzidenz von 400 sieht eine Verordnung des Gesundheitsministeriums Ausreisebeschränkungen vor. Betroffen waren davon bisher aber eher kleine Gemeinden.

Blick auf den leeren Hauptplatz in Wiener Neustadt.  | picture alliance / ROBERT JAEGER

Blick auf den leeren Hauptplatz in Wiener Neustadt. Angesichts einer Häufung von Corona-Fällen gelten für Wiener Neustadt fortan strenge Bestimmungen; Ausreisen sind nur mit negativen Testergebnis möglich. Bild: picture alliance / ROBERT JAEGER

8.3.2021 • 17:28 Uhr

DFB: Amateurfußball wieder zulassen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) fordert, Amateurfußball wieder zuzulassen. Nach mehr als vier Monaten Stillstand hat die DFB-Spitze - untermauert mit teils besorgniserregenden Daten aus einer Umfrage - an die Politik appelliert, den Ball im Amateur- und Jugendsport trotz der Corona-Krise wieder laufen zu lassen. "Unsere Fußballspieler wollen zurück auf den Platz. Die Sehnsucht nach dem Fußball, nach den Vereinen, nach dem gesellschaftlichen Leben ist riesig", sagte DFB-Präsident Fritz Keller. Der für den Amateurfußball zuständige Vize Rainer Koch fügte mit markigen Worten hinzu: "Das an vielen Stellen prognostizierte Untergangsszenario gibt es für den Amateurfußball nicht, noch nicht. Klar ist aber auch: Der Basisfußball ist gezeichnet von der Corona-Krise. Es wird von Woche zu Woche schlimmer."

Der "Patient Amateurfußball" liege noch nicht auf der Intensivstation, aber er brauche jetzt dringend "Fürsorge, Behandlung und Unterstützung". Demnach leidet die Basis unter erheblichen finanziellen Belastungen, sorgt sich um den Nachwuchs und die Zahl an Ehrenamtlichen und Personen im Trainerbereich. So lauten einige der Erkenntnisse aus einer Umfrage, an der mehr als 100 000 Personen teilnahmen. 61 Prozent der Befragten geben an, dass sich Corona auf die finanzielle Situation ausgewirkt hat, zum Teil ist von einer existenzbedrohenden Lage die Rede.

8.3.2021 • 17:12 Uhr

Estland vor einem Lockdown

Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas hat die Bevölkerung des baltischen EU-Landes auf einen möglichen Lockdown eingestimmt. "Ich habe Informationen über den sogenannten britischen COVID-19-Stamm erhalten, der sich in Estland stärker verbreitet als bisher angenommen. Wesentlich stärker", schrieb sie auf Facebook. Sollte sich dies bewahrheiten, müsse Estland in naher Zukunft in einen Lockdown gehen. 

"Wir müssen noch lernen, mit diesem Virus zu leben, damit wir unser tägliches Leben so sicher wie möglich fortsetzen können. Daher sind umfangreiche Schließungen nötig", schrieb Kallas weiter. Estlands Regierungschefin hatte sich am Freitag vorsorglich in Quarantäne begeben, nachdem sie in Kontakt mit einem Corona-Infizierten war. Estland weist nach Angaben der EU-Behörde ECDC aktuell eine der höchsten Infektionsraten in Europa auf. Die Regierung in Tallinn hatte deshalb zuletzt die im Vergleich zu den Nachbarstaaten Lettland und Litauen lange lockeren Corona-Beschränkungen verschärft.

8.3.2021 • 16:49 Uhr

Flugverkehr in Deutschland um 70 Prozent zurückgegangen

Die fortgesetzte Corona-Krise hat den Luftverkehr in Deutschland im Februar noch mehr gelähmt. Die Deutsche Flugsicherung zählte über den Monat 63.689 Starts, Landungen und Überflüge nach Instrumentenregeln, wie die bundeseigene Gesellschaft berichtete. Gemeint sind also Flüge, die von Fluglotsen kontrolliert wurden. Das waren noch einmal rund 10.000 weniger als im Januar. Das Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug 71,5 Prozent. "Der Abstand zum Vorjahr hat sich noch etwas vergrößert. Es ist zu hoffen, dass sich dieser Trend nicht fortsetzt und der Anstieg der Impfungen in Deutschland und Europa sich ähnlich positiv auf das Buchungsverhalten der Passagiere auswirkt, wie wir es schon jetzt für Großbritannien beobachten können", erklärte der für den Lotsenbetrieb zuständige Geschäftsführer bei der Deutschen Flugsicherung (DFS), Dirk Mahns.

Ein Flugzeug auf dem Münchener Flughafen | AP

Der Flughafen in München verzeichnete als deutsches Passagier-Drehkreuz einen Rückgang der Flugbewegungen von 88,4 Prozent. Zum Vergleich: Der vor allem für Fracht genutzte Flughafen Leipzig/Halle hatte ein Minus von nur etwa 13 Prozent. Bild: AP

8.3.2021 • 16:41 Uhr

Söder: Impfungen bald auch für junge Menschen ermöglichen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich dafür ausgesprochen, schon bald das "starre Impfprotokoll" zu lockern und auch jungen Menschen Zugang zu Impfstoff zu ermöglichen. Das könne bald etwa auch für Studierende an Universitäten gelten, sagte der CSU-Politiker. Von April an sollen in Bayern auch Lehrerinnen und Lehrer, die nicht an Grundschulen tätig sind, geimpft werden. Söder will auch mehr Impfstoff in Corona-Hotspots umverteilen, etwa an die Grenze zu Tschechien. Auch Pendler könnten für Impfungen infrage kommen. Er habe bei der EU zu verstehen gegeben: "Wir brauchen mehr Impfstoff für die Hotspots", so Söder. "Wenn Impfstoff kommt und mehr kommt - und zwar sehr viel mehr kommt - dann muss man das breit aufstellen", sagte Söder.

8.3.2021 • 16:37 Uhr

Österreich: Kurz warnt nach Corona-Demonstrationen vor "Hooligan-Mentalität"

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat die Ausschreitungen bei den jüngsten Anti-Corona-Demonstrationen in Wien scharf kritisiert. Das Recht, andere Meinungen auszudrücken, sei zwar selbstredend zu garantieren, aber angesichts einzelner "Sieg Heil"-Rufe sei er angewidert, sagte Kurz im Parlament. Eine Hooligan-Mentalität sowie Antisemitismus seien inakzeptabel.

Die konservative ÖVP griff zugleich die rechte FPÖ scharf an. Deren Fraktionschef Herbert Kickl hatte bei den Kundgebungen sehr polemische Auftritte. "Kickls Bündnis mit Rechtsextremen gefährdet unseren Rechtsstaat und bringt die Gesundheit sowie die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher in Gefahr", so ÖVP-Generalsekretär Alexander Melchior.

Demonstrierende stehen ohne Masken dicht an dicht und halten bei einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung Schilder in die Höhe. | dpa

Laut Polizei waren am Samstag in Wien rund 20.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Wegen Missachtung des Mindestabstandes und anderer Hygienevorschriften wurden mehr als 3000 Anzeigen ausgesprochen. Nach Polizeiangaben wurden 42 Protestierende festgenommen. Bild: dpa

8.3.2021 • 16:32 Uhr

Mehrere Geschäfte in Hannover öffnen trotz Verbots

Mehrere Geschäfte in der Region Hannover haben Termin-Shopping angeboten und damit gegen die Corona-Verordnung verstoßen. Darunter waren mindestens zwei Möbelhäuser, die telefonisch und im Internet über ihre Eröffnung berichteten. "Ich bin der Meinung, dass die RKI-Werte gelten", sagte der Geschäftsführer des Möbelhauses Staude, Helmut Staude. Ihm zufolge gab das Robert Koch-Institut (RKI) den Inzidenzwert für die Region Hannover mit 99,2 an. "Wir wollen nicht irgendetwas Unrechtmäßiges machen." Bislang habe niemand mitgeteilt, dass die Region Hannover ein Hochinzidenzgebiet sei. Zuvor hatten mehrere Medien über das Termin-Shopping in Möbelhäusern berichtet.

8.3.2021 • 16:28 Uhr

Mehr als eine Million Schutzimpfungen in Ungarn

Ungarn hat bei der Verabreichung von Corona-Impfungen die Millionengrenze überschritten. Bis zum Mittag seien den Ungarn 1.002.714 Dosen verschiedener Impfstoffe gespritzt worden, erklärte die Oberste Amtsärztin Cecilia Müller in einer Online-Pressekonferenz. 307.929 Menschen erhielten bereits eine zweite Dosis, wie sie für den Aufbau des vollständigen Immunschutzes notwendig ist, fügte sie hinzu. Ungarn verabreicht neben den in der EU zugelassenen Impfstoffen auch die Präparate Sputnik V aus Russland und Sinopharm aus China. Diese in der EU noch nicht zugelassenen Vakzine hatten in dem EU-Land Ungarn eine Notzulassung erhalten.

8.3.2021 • 16:20 Uhr

Nüßlein aus CSU ausgetreten

Der im Zusammenhang mit Maskengeschäften unter Korruptionsverdacht stehende Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein ist aus der CSU ausgetreten. CSU-Generalsekretär Markus Blume sagte, das Präsidium der Christsozialen "nimmt die Entscheidung zur Kenntnis, seine Mitgliedschaft in der CSU zu beenden". Blume forderte von Nüßlein, auch sein Bundestagsmandat niederzulegen und Wiedergutmachung zu betreiben. Nüßlein soll Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Geschäften mit Corona-Schutzmasken erhalten haben. Die Generalstaatsanwaltschaft München führt deshalb Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Nüßlein bestreitet alle Vorwürfe.

8.3.2021 • 16:18 Uhr

Niederlande wollen Corona-Pass

Die Niederlande wollen einen Corona-Pass einführen und damit geimpften oder negativ getesteten Bürgerinnen und Bürgern mehr Freiheiten geben. Eine entsprechende App fürs Handy werde zur Zeit entwickelt, sagte Gesundheitsminister Hugo de Jonge dem TV-Sender NOS. Damit könnten Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel reisen, ein Konzert oder Festival besuchen oder ins Restaurant oder Kino gehen. Zuvor müssen aber rechtliche Fragen geklärt werden. Die App solle nur angeben, ob die Person immun sei, sagte der Minister. Man könne aber nicht sehen, ob jemand geimpft oder negativ getestet sei. "Wir wollen keine Impfpflicht, auch keine indirekte", sagte der Minister. Technisch könnte ein solcher Handy-Pass bereits vor dem Sommer zur Verfügung stehen. Er könne auch für freies Reisen innerhalb der EU eingesetzt werden.

8.3.2021 • 16:15 Uhr

Weitere EU-Export-Blockaden für Corona-Impfstoff möglich

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geht davon aus, dass es weitere Export-Blockaden für Corona-Impfstoff geben wird. Der vergangene Woche von Italien verhängte Ausfuhrstopp von AstraZeneca-Impfstoff nach Australien "war kein Einzelfall", sagte von der Leyen der "Wirtschaftswoche". Grund seien die großen Rückstände des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca bei Lieferungen an die EU-Länder. Das Unternehmen hatte im Januar Verzögerungen angekündigt und dies mit Produktionsengpässen in EU-Werken begründet. "AstraZeneca hat im Zeitraum von Dezember bis März der EU weniger als zehn Prozent der bestellten Menge geliefert", sagte von der Leyen.

Die EU ist besonders verärgert, weil Großbritannien und andere Nicht-EU-Länder offenbar weiter in vollem Umfang beliefert wurden. Ende Januar hatte die EU-Kommission deshalb eine "Ausfuhrgenehmigungspflicht" beschlossen, um die Exporte von Corona-Impfstoffen aus der EU zu überwachen und gegebenenfalls zu unterbinden. Erstmals machten die italienischen Behörden von dieser Möglichkeit Gebrauch und stoppten eine Lieferung von 250.000 Dosen von in Italien hergestelltem AstraZeneca-Impfstoff nach Australien.

8.3.2021 • 16:13 Uhr

Finnland schränkt öffentliches Leben weiter ein

In Finnland sind weitere Maßnahmen eingeführt worden, die eine Verbreitung des Corona-Virus stoppen sollen. In vielen Regionen des Landes müssen Studierende und Schülerinnen und Schüler der Oberstufen für die nächsten drei Wochen zu Hause unterrichtet werden. Trainings- und Freizeitaktivitäten für Kinder über zwölf Jahren wurden eingestellt. Es wird zudem empfohlen, dass sich nicht mehr als sechs Personen an einem Ort treffen. Das finnische Parlament beschloss außerdem zahlreiche Beschränkungen für die Gastronomie: In 15 der 19 finnischen Regionen müssen die Restaurants, Kneipen und Nachtclubs schließen. Zulässig ist nur noch der Verkauf von Gerichten zum Mitnehmen.

8.3.2021 • 16:11 Uhr

Corona-Tests: Drogeriemärkte stehen in Startlöchern

Nach den Discountern Aldi und Lidl peilen auch die Drogeriemarktketten dm und Rossmann den Start des Verkaufs von Corona-Selbsttests an. Sofern die Lieferungen wie geplant kämen, "können wir den Corona-Schnelltest voraussichtlich im Laufe der Woche in unseren Verkaufsstellen anbieten", teilte Rossmann mit. Von dm hieß es ebenfalls, man gehe davon aus, im Laufe dieser Woche starten zu können. Ursprünglich hatten beide Ketten den Verkaufsbeginn am 9. März) in Aussicht gestellt, dies aber an notwendige Lieferungen gekoppelt. Diese kamen offenbar nicht so schnell wie erhofft. Die Edeka-Supermärkte wollen die Tests "in Kürze" anbieten, hieß es.

Bei Aldi war es bereits am Samstag losgegangen, die Packungen waren schnell ausverkauft. Eine Sprecherin von Aldi Süd erklärte, es sei weitere Ware unterwegs und es werde noch in dieser Woche Nachschub kommen. "Aufgrund der nach wie vor hohen Nachfrage kann es auch dann sein, dass die Tests zügig ausverkauft sind", so die Sprecherin.

8.3.2021 • 15:56 Uhr

Pariser Krankenhäuser müssen wegen Corona erneut OPs absagen

Wegen eines starken Anstiegs der Corona-Zahlen im Pariser Großraum müssen die Krankenhäuser erneut nicht dringende Operationen verschieben. Die regionale Gesundheitsbehörde ARS wies die Kliniken an, 40 Prozent ihrer medizinischen und chirurgischen Eingriffe zu verschieben, um Betten für Covid-19-Patienten freizumachen. Derzeit seien von rund 1050 Intensivbetten für Corona-Patienten 973 belegt, sagte der Leiter der Gesundheitsbehörde der Île de France, Aurélien Rousseau. Das entspricht einer Auslastung von rund 93 Prozent. Deshalb müsse "sehr schnell reagiert werden", sagte Rousseau. Besorgt äußerte er sich über die rasche Ausbreitung des Virus. Die Wochen-Inzidenz im Großraum Paris ist nach letzten veröffentlichten Zahlen auf mehr als 330 pro 100.000 Einwohner gestiegen. Vor einem Monat hatte der Wert noch bei 240 gelegen. Rund 75 Prozent der positiv Getesteten infizierten sich zuletzt zudem überwiegend mit der ansteckenden britischen Virus-Variante an.

Ärzte in einem Krankenhaus in Levallois-Perret im Norden von Paris. | AFP

Wie hier im Krankenhaus in Levallois-Perret müssen im Großraum Paris wegen des Anstiegs der Corona-Zahlen wieder Operationen verschoben werden. Bild: AFP

8.3.2021 • 15:36 Uhr

Spahn will Beteiligte an Maskendeals öffentlich nennen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Namen aller Bundestagsabgeordneten öffentlich machen, die im Zusammenhang mit der Beschaffung von Corona-Schutzmasken gegenüber seinem Ministerium in Erscheinung getreten sind. Dies soll aber erst nach Rücksprache mit der Bundestagsverwaltung geschehen. "Wir wollen volle Transparenz in einem geordneten Verfahren ermöglichen", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Weil aber die Persönlichkeitsrechte von Abgeordneten berührt seien, habe er den Bundestag gebeten, mit ihm einen Verfahrensvorschlag zu entwickeln.

8.3.2021 • 15:13 Uhr

Löbel tritt wegen Maskenaffäre aus CDU aus

Der wegen Geschäften mit Corona-Masken in die Kritik geratene Politiker Nikolas Löbel ist aus der CDU ausgetreten. Das berichtete die Rhein-Neckar-Zeitung unter Berufung auf Parteikreise. Claudius Kranz, der Fraktionschef der CDU im Mannheimer Gemeinderat, sowie Löbels Wahlkreisbüro bestätigten der Deutschen Presse-Agentur den Parteiaustritt. Zuvor hatte Löbel erklärt, wegen der Maskenaffäre sein Bundestagsmandat sofort niederzulegen.

8.3.2021 • 15:13 Uhr

Tui plant Mallorca-Start zu Ostern

Tui setzt in den bevorstehenden Osterferien auf einen Wiederanlauf des wichtigen Mallorca-Geschäfts. "Die Hotellerie hat sich intensiv vorbereitet, sicheren und verantwortungsvollen Urlaub anzubieten", sagte Tui-Deutschland-Chef Marek Andryszak vor dem Start der Online-Ausgabe der weltgrößten Reisemesse ITB. Entsprechende Hygienekonzepte gäben Zuversicht, die Abstimmung mit den Behörden sei eng. Daher wolle man den Kunden "Osterurlaub auf Mallorca ermöglichen", so der Manager.

Zuletzt wurde Spanien von den deutschen Behörden noch als normales Risikogebiet eingestuft - also als Land ohne außergewöhnlich hohe Corona-Neuansteckungen. Tui wies darauf hin, dass die Werte auf Mallorca "weit unter denen der meisten deutschen Bundesländer" lägen. Hinter den Kulissen laufen bereits seit längerem Gespräche über eine stärkere Wiederöffnung der Insel, auch Interessenvertreter außerhalb des Tourismus machen Druck auf die spanische und deutsche Politik.

8.3.2021 • 14:31 Uhr

Griechenland will Tourismus im Mai hochfahren

Griechenland will seine große Tourismusbranche im Mai wieder von den Corona-Restriktionen befreien. Die Entscheidung hänge allerdings von den epidemiologischen Daten ab, sagte Regierungssprecherin Aristotelia Peloni. Zunächst sei geplant, noch in diesem Monat die Beschränkungen im Einzelhandel aufzuheben und die Schulen wieder zu öffnen. Mit dem erwarteten Fortschritt bei den Impfungen sollen im April wieder Mahlzeiten im Freien erlaubt sein, ehe der Tourismus wieder hochgefahren werden soll. Dieser macht etwa ein Fünftel der griechischen Wirtschaftsleistung aus. Jeder fünfte Beschäftigte ist in diesem Bereich tätig. "Wir haben noch harte Tage vor uns", sagte die Regierungssprecherin. "Aber wir laufen die letzte Meile in diesem Marathon."

Menschen baden im Mittelmeer am Strand von Alimos in der Nähe von Athen. | dpa

Menschen baden im Mittelmeer am Strand von Alimos in der Nähe von Athen. Tourismus macht etwa ein Fünftel der griechischen Wirtschaftsleistung aus. Bild: dpa

8.3.2021 • 14:20 Uhr

Mehr Fälle häuslicher Gewalt

Während der Corona-Pandemie ist die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt offenbar deutlich gestiegen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen verzeichneten die Behörden 2020 einen Zuwachs von 7,7 Prozent, wie aus der NRW-Kriminalitätsstatistik hervorgeht. In Brandenburg meldeten die Behörden sogar einen Anstieg der Fälle häuslicher Gewalt um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In Nordrhein-Westfalen mit seinen knapp 18 Millionen Einwohnern registrierte die Polizei im vergangenen Jahr auch bei der Computerkriminalität einen starken Anstieg von 20,8 Prozent. Steigende Fallzahlen gab es vor allem beim Warenbetrug im Internet: So nutzten Fälscher die große Nachfrage nach Gesundheitsartikeln aus und boten in Onlineshops gefälschte Desinfektionsmittel, Masken, Tests, Testbescheinigungen und auch gefälschte Impfstoffe an.

8.3.2021 • 14:15 Uhr

EU verärgert über Belgiens Verlängerung des Reiseverbots

Die Verlängerung des belgischen Reiseverbots verärgert die EU-Kommission. Man habe überrascht in der Presse gelesen, dass die Regel nun bis zum 18. April gelten solle, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde. In einem Brief der belgischen Regierung an die EU-Kommission sei vom 1. April die Rede gewesen. Nach wie vor sei man der Ansicht, dass das Reiseverbot nicht verhältnismäßig sei und deshalb gegen EU-Recht verstoße. Deshalb habe man Belgien dazu aufgerufen, gezieltere Maßnahmen einzuführen.

Das an Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz grenzende Belgien hat seit Ende Januar alle nicht notwendigen Ein- und Ausreisen mit wenigen Ausnahmen verboten. Die Regel war zunächst bis zum 1. März angelegt, wurde dann jedoch bis zum 1. April und nun bis nach den Osterferien Mitte April verlängert. Die EU-Kommission hatte die Maßnahmen mehrfach kritisiert. Auch Deutschland und vier weitere Staaten haben an ihren Grenzen nach Ansicht der Behörde zu weitgehende Vorgaben, wie sie in Briefen an die jeweiligen Regierungen bemängelte. Die Bundesregierung wies die Vorwürfe zurück.

Ein Lkw fährt über die Landesgrenze von Frankreich nach Belgien | dpa

Belgien verbietet alle nicht notwendigen Ein- und Ausreisen über Ostern hinaus. Bild: dpa

8.3.2021 • 14:02 Uhr

Drei Prozent der Bevölkerung nun vollständig geimpft

In Deutschland sind inzwischen drei Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Rund 2,5 Millionen Menschen haben bereits die zweite Dosis Impfstoff erhalten, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Insgesamt 6,2 Prozent (ca. 5,2 Millionen Menschen) haben demnach mindestens eine Dosis erhalten. Aktuell werde laut Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums bei gut 203.000 Impfungen pro Tag im Schnitt alle 0,4 Sekunden eine Impfung durchgeführt. Die bisher meisten Impfungen wurden demnach mit 235.912 Dosen am 3. März 2021 durchgeführt.

8.3.2021 • 13:50 Uhr

Syriens Präsident Assad positiv auf Corona getestet

Syriens Präsident Baschar al-Assad und seine Frau Asma sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beiden gehe es gesundheitlich gut, teilte das syrische Präsidialamt mit. Der Staatschef und seine Frau hätten "leichte Symptome" verspürt und sich daraufhin einem PCR-Test unterzogen. Das Paar werde sich für zwei bis drei Wochen in häusliche Quarantäne begeben und die Arbeit von dort fortsetzen.

In Syrien wurden seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr mehr als 15.000 Corona-Infektionen und 1000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Hilfsorganisationen warnen, dass das Coronavirus zunehmend um sich greift, vor allem in Nordwesten des Landes. Assad hatte die Macht in Syrien im Jahr 2000 von seinem Vater Hafis im Alter von damals 34 Jahren übernommen. Seit zehn Jahren tobt in dem Land ein Bürgerkrieg. Die Regierungstruppen und Assads Anhänger kontrollieren heute wieder einen Großteil des Landes.

Der syrische Machthaber Assad. | AP

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad befindet sich in häuslicher Quarantäne, nachdem er positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Bild: AP

8.3.2021 • 13:03 Uhr

Gericht: Gesangsverbot und Maskenpflicht in Gottesdiensten rechtmäßig

Das Verbot zu singen und die Maskenpflicht im Gottesdienst sind rechtmäßig. Mit einem entsprechenden Urteil wies das Verwaltungsgericht Hannover die Eilanträge einer Freikirche, eines Pastors und eines weiteren Gemeindemitglieds ab. Die Antragsteller wollten gerichtlich feststellen lassen, dass Gesang während des Gottesdienstes zulässig ist, soweit die Besucher eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Hilfsweise beantragen sie die Feststellung, dass während des Gottesdienstes nach Einnahme des Sitzplatzes keine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss. Sie wandten sich damit gegen die Niedersächsische Corona-Verordnung. Nach dieser Regelung haben Besucher eines Gottesdienstes auch dann eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, wenn und solange sie einen Sitzplatz eingenommen haben. Dabei ist das generelle Abstandsgebot zu wahren. Jeglicher Gesang der Besucherinnen und Besucher ist zu unterlassen.

8.3.2021 • 12:48 Uhr

Weitere Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff

Nach weiteren Corona-Infektionen auf dem Kreuzfahrtschiff "Odyssey of the Seas" sitzen rund 1000 Arbeiter und Besatzungsmitglieder auf dem Luxusliner in Bremerhaven fest. Bei fünf weiteren Personen an Bord seien Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden, wie ein Sprecher der Bremer Senatorin für Gesundheit sagte. Die Infizierten würden nun von Bord gebracht und in einem Hotel isoliert. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Papenburger Meyer-Werft, bei der das Schiff gebaut wurde, zwei Corona-Infektionen bestätigt. Die nun infizierten Personen waren laut der Gesundheitsbehörde als Kontaktpersonen der ersten beiden Fälle eingestuft und umgehend in Einzel-Kabinen isoliert worden. "Wir rechnen nicht mit weiteren Fällen", sagte der Sprecher.

Um ganz sicher zu gehen, gebe es für das Schiff zunächst aber noch keine Freigabe. Rund 1000 Menschen, darunter Arbeiter und Besatzungsmitglieder, sitzen daher nun weiter auf dem Luxusliner fest. Die "Odyssey of the Seas" war vor rund einer Woche über die Ems in Richtung Nordsee überführt worden. Für die Endausrüstung liegt das Kreuzfahrtschiff nun in Bremerhaven. Nach Angaben der Meyer-Werft werden alle Arbeiter an Bord täglich auf das Coronavirus getestet.

Kreuzfahrtschiff "Odyssey of the Seas" liegt kurz vor der Überführung von der Meyer-Werft in Papenburg. | dpa

Der Luxusliner "Odyssey of the Seas": Nach mehreren Infektionsfällen sitzen etwa 1000 Menschen auf dem Schiff fest. Bild: dpa

8.3.2021 • 12:28 Uhr

Maskenaffäre: Abgeordneter Löbel legt Mandat sofort nieder

Der unter Druck geratene Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel legt wegen der Affäre um Geschäfte mit Corona-Masken sein Bundestagsmandat sofort nieder. "Um weiteren Schaden von meiner Partei abzuwenden, lege ich mein Bundestagsmandat mit sofortiger Wirkung nieder", teilte er mit.

8.3.2021 • 12:23 Uhr

TK: Pfleger und Erzieher am häufigsten wegen Corona krankgemeldet

Menschen in Pflegeberufen und Erzieherinnen und Erzieher werden einer Untersuchung der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge am häufigsten wegen Covid-19 krankgeschrieben. Das geht aus vorab ausgewerteten Daten zum TK-Gesundheitsreport 2021 hervor, der im Juni erscheinen soll. Die bundesweit größte gesetzliche Krankenversicherung hat für das vergangene Jahr alle Corona-Diagnosen seiner erwerbstätigen Mitglieder erfasst, insgesamt knapp 28.000 Diagnosen bei rund 5,4 Millionen TK-Versicherten. Demnach wurden 2020 aus der Berufsgruppe der sogenannten Haus- und Familienpflege 1242 Menschen je 100.000 Erwerbstätige mit Covid-19 krankgeschrieben. Darunter fallen auch die Beschäftigten ambulanter Pflegedienste. Auf Platz zwei und drei folgen jeweils die Beschäftigten in der Altenpflege mit 1205 Betroffenen pro 100.000 Erwerbstätigen und die Kita-Beschäftigten mit 1127 krankgeschriebenen Personen pro 100.000.

Am wenigsten betroffen sind der Auswertung zufolge Beschäftigte an den Hochschulen (194) sowie Berufstätige in den klassischen Bürojobs, wie zum Beispiel in der IT (245) oder im Controlling (248). Insgesamt spielt die Diagnose Covid-19 der Auswertung zufolge aber eher eine untergeordnete Rolle bei den Krankschreibungen im vergangenen Jahr. Die TK verzeichnete 2020 rund 5,3 Millionen Krankschreibungen, davon 27.579 aufgrund von Covid-19. Das entspricht einem Anteil von rund 0,5 Prozent am Gesamtkrankenstand. Die meisten Fehlzeiten gehen auf das Konto von psychischen Erkrankungen, mit einem Anteil von 19,8 Prozent, gefolgt von den Muskel-Skelett-Beschwerden (17,9 Prozent) und den Krankheiten des Atmungssystems, wie zum Beispiel Erkältungen, mit 15,3 Prozent.

8.3.2021 • 12:15 Uhr

Deutsches Historisches Museum öffnet wieder

Das Deutsche Historische Museum in Berlin öffnet ab kommender Woche wieder für einen eingeschränkten Publikumsverkehr. Eine begrenzte Besucherzahl könne dann die Ausstellungen "Report from Exile - Fotografien von Fred Stein", Boris Hars-Tschachotins 360-Grad-Virtual-Reality-Installation "Der Sprung - 1961" und die Ausstellung "Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit" sehen, teilte das Museum mit. Die Sonderausstellungen seien ab dem 15. März unter den aktuellen Hygieneauflagen im Pei-Bau zu sehen. Museumsgäste könnten dafür ab Dienstag Onlinetickets buchen. Die Dauerausstellung im Zeughaus soll in einem zweiten Schritt öffnen, wenn die Corona-Inzidenzen in Berlin stabil unter 100 bleiben.

8.3.2021 • 12:04 Uhr

Norweger heiraten in Zeiten von Corona viel seltener

Das Coronavirus nimmt den Norwegerinnen und Norwegern offenbar die Lust am Heiraten. 2020 sei die Zahl der Hochzeiten so stark zurückgegangen wie seit 100 Jahren nicht, teilte die norwegische Statistikbehörde mit. Insgesamt hätten sich 16.200 Paare das Ja-Wort gegeben - 19 Prozent weniger als im Vorjahr, in dem es ohnehin schon so wenige Hochzeiten gegeben habe wie seit 1927 nicht mehr. Der Rückgang um 3000 Hochzeiten von 2019 zu 2020 sei der stärkste von einem Jahr zum anderen seit 1919. Die wegen Corona erlassenen Schutzmaßnahmen hätten viele dazu veranlasst, ihre Hochzeiten zu verschieben, sagte Ane Margrete Tømmeraas von der Statistikbehörde.

8.3.2021 • 11:50 Uhr

Israel beginnt mit Impfung von Palästinensern

Mehr als zwei Monate nach dem Beginn des Impfprogramms für seine Bürger hat Israel mit der Impfung von Palästinensern begonnen, die im Land arbeiten. Arbeitskräfte, die über verschiedene Grenzkontrollpunkte aus dem Westjordanland einreisten, erhielten heute ihre erste Spritze mit dem Moderna-Impfstoff. Auch Menschen, die in jüdischen Siedlungen im Westjordanland arbeiten, erhielten erste Impfungen. Die von Militärbehörden im besetzen Westjordanland organisierten Impfungen hatten sich immer wieder verzögert. Insgesamt arbeiten etwa 100.000 Palästinenser aus dem Westjordanland in Israel und den Siedlungen.

An seine eigenen Bürgerinnen und Bürger hat Israel mittlerweile 8,7 Millionen Impfungen mit dem Mittel von BioNTech und Pfizer verabreicht. Mehr als 3,7 Millionen der 9,3 Millionen Israelis haben bereits ihre zweite Dosis erhalten. Palästinenser aus dem Westjordanland sind dagegen bislang nur in seltenen Fällen geimpft worden. Menschenrechtsgruppen und viele Palästinenser sehen eine Verantwortung für die Impfung von Palästinensern bei Israel. Das Land argumentiert hingegen, dass es laut dem vorläufigen Friedensvertrag mit den Palästinensern nicht für die Gesundheit in deren Autonomiegebieten verantwortlich sei. Die palästinensische Autonomiebehörde will sich Impfstoff über das internationale Covax-Programm besorgen.

8.3.2021 • 11:22 Uhr

Landsberg rechnet erst später mit Andrang auf Schnelltests

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, rechnet zunächst nicht mit einem großen Andrang auf kostenlose Schnelltests. Der Run werde anfänglich gar nicht so groß sein, sondern erst, wenn daran ein konkreter Vorteil geknüpft sei, sagte Landsberg im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Einmal die Woche zu testen, sei nicht "furchtbar viel" und kein Problem. "Aber in dem Moment, wo Sie einen solchen Test brauchen, um ins Kino, ins Theater oder sonst wohin zu gehen, dann ist einmal die Woche einfach zu wenig", betonte Landsberg. Darauf müsse man sich vorbereiten.

8.3.2021 • 11:22 Uhr

Homeoffice bei Beschäftigten laut Studie sehr beliebt

Die meisten Beschäftigten sind einer aktuellen Studie zufolge zufrieden mit ihrer Arbeit im Homeoffice. Etwa drei von vier Menschen, die wegen der Corona-Krise aktuell in teils hohem Umfang von zu Hause aus arbeiten, empfänden das als positiv, heißt es in einer in Nürnberg veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Eine komplette Rückkehr zum Präsenzbetrieb wollen nur wenige.

70 Prozent derjenigen mit Möglichkeit auf Homeoffice wünschten sich für die Zukunft flexible Regelungen oder regelmäßiges Homeoffice für zwei oder drei Tage pro Woche. Beschäftigte, die wenigstens gelegentlich von zu Hause arbeiten, schätzen die eigene Arbeit der Erhebung zufolge zudem mehrheitlich als effizienter ein als vor der Corona-Pandemie. 60 Prozent der Befragten nähmen Homeoffice als "hilfreich" und als "wenig oder nicht belastend" wahr.

8.3.2021 • 11:22 Uhr

Thailand kündigt verkürzte Quarantäne für geimpfte Ausländer an

Thailand schwächt ab April die Quarantänevorschriften für geimpfte Reisende aus dem Ausland ab. Nach Angaben von Gesundheitsminister Anutin Charnvirankul wird die Quarantänefrist auf sieben Tage halbiert. Dies gilt für Ausländer, die sich bis zu drei Monate vor der Reise geimpft haben und zudem einen negativen Corona-Test präsentieren.

Reisende, die nicht geimpft sind, sondern nur einen negativen Test vorweisen, müssen für zehn Tage in Quarantäne.

8.3.2021 • 10:41 Uhr

Paraguay: Proteste gegen Präsident in Corona-Krise

Tausende Demonstranten haben in Paraguay den Rücktritt von Präsident Mario Abdo Benítez gefordert. Auf dem Weg zum Präsidentenpalast wurden die Demonstranten von der Polizei gestoppt, wie die Tageszeitung "La Nación" berichtete. Es kam zu gewaltsamen Zusammenstößen. Die Demonstranten machen den konservativen Präsidenten für den Mangel an Medikamenten und Impfstoff in der Corona-Pandemie verantwortlich.

Benítez kündigte in einer Ansprache eine umfangreiche Kabinettsumbildung an. Die Minister für Bildung und Frauen sowie der Kabinettschef würden neu besetzt, sagte er. Gesundheitsminister Julio Mazzoleni hatte bereits am Freitag nach dem öffentlichen Druck seinen Posten geräumt.

8.3.2021 • 10:35 Uhr

Müller: Corona wirft Gleichberechtigung weltweit um Jahre zurück

Die Corona-Krise wirft die Gleichberechtigung der Frauen nach Einschätzung von Entwicklungsminister Gerd Müller weltweit um Jahre zurück. Frauen und die Ärmsten hätten als erste ihre Jobs verloren, warnte der CSU-Politiker zum Weltfrauentag.

"Die dramatische weltweite Hunger- und Wirtschaftskrise führt auch dazu, dass schätzungsweise 13 Millionen Mädchen zu Früh- oder Zwangsheiraten gedrängt werden. Durch die Lockdowns steigt zudem die häusliche und sexuelle Gewalt", so Müller. Die Teilhabe von Frauen am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben zu stärken, sei der beste Weg, den Wiederaufbau nach der Corona-Krise anzugehen.

8.3.2021 • 10:28 Uhr

Mehr als 10 Millionen Menschen in Türkei gegen Corona geimpft

Im Kampf gegen die Pandemie sind in der Türkei mehr als 10 Millionen Menschen gegen das Virus geimpft worden. Rund 7,6 Millionen Menschen haben bisher nur die erste, 2,4 Millionen auch die zweite Dosis erhalten. Die Zahlen veröffentlichte das Gesundheitsministerium.

In Deutschland wurden seit Beginn der Impfungen Ende Dezember nach Zahlen des Robert Koch-Instituts rund 7,6 Millionen Impfstoffdosen verabreicht. Von mehr als 5 Millionen geimpften Menschen hat knapp die Hälfte auch die Zweitimpfung erhalten.

Die Türkei hat mit ihren rund 84 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie knapp 2,8 Millionen Coronavirus-Infektionen und rund 29.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Mitte Januar hatte die Türkei mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen.

Ein Mann lässt sich in Ankara, Türkei impfen. | picture alliance / Xinhua News

In der Türkei sind inzwischen mehr als 10 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Seit Mitte Januar wird das Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac verabreicht. Bild: picture alliance / Xinhua News

8.3.2021 • 09:23 Uhr

Lindner: Sonderermittler könnte Maskenaffäre aufklären

FDP-Chef Christian Lindner hat die Einrichtung eines Sonderermittlers ins Gespräch gebracht, um die Affäre um Provisionen von Bundestagsabgeordneten bei der Beschaffung von Corona-Schutzmasken aufzuklären. Man müsse auch schauen, was "auf der anderen Seite des Beschaffungsprozesses, also in den Ministerien passiert ist", sagte Lindner in der Sendung "Frühstart" von RTL/n-tv.

"Sicherlich wäre die CDU/CSU gut beraten, einen Sonderermittler zu fordern, der mit besonderen Befugnissen und Akteneinsicht als unabhängige Persönlichkeit hier Transparenz und Klarheit schafft", betonte Lindner. Ein Sonderermittler könne ganz ohne Vorverurteilung "Licht ins Dunkel" bringen. Der Vorgang könnte laut Lindner noch "deutlich" vor der Bundestagswahl abgeschlossen werden.

8.3.2021 • 09:20 Uhr

Impfstoff-Sonderbeauftragter: "Katastrophenvorsorge ist nicht zum Nulltarif zu haben"

Der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für die Impfstoffproduktion, Christoph Krupp, hat sich in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk zu einer eigenen Produktion in Deutschland geäußert. "Die Bundesregierung möchte eigentlich eine eigene Impfstoffproduktion in Deutschland und Europa haben. Damit man auch langfristig auf andere Pandemien vorbereitet ist, will man dann nicht wieder eine Impfstoffproduktion neu aufbauen müssen, sondern dann soll es eine Impfstoffproduktion in Deutschland geben. Mit einigen (Firmen), die einige Millionen Dosen Impfstoff produzieren können pro Quartal."

Krupp machte deutlich, dass die Impfstoffproduktion viel kosten wird: "Katastrophenvorsorge ist nicht zum Nulltarif zu haben. Aber es gibt natürlich auch die Möglichkeit, dass man Kapazitäten aufbaut, die in normalen Zeiten für andere Zwecke genutzt werden können. Die dann relativ schnell umgeswitcht werden könnten auf eine normale Impfstoffproduktion."

8.3.2021 • 08:36 Uhr

Söder: Abgeordnete in Maskenaffäre sollen Mandate abgeben und spenden

In der Affäre um Provisionen von Bundestagsabgeordneten bei der Beschaffung von Corona-Schutzmasken hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Betroffenen aufgefordert, ihre Mandate zurückzugeben. Neben der Abgabe von Ämtern wäre es auch konsequent, die Mandate abzugeben, sagte der CSU-Chef im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF.

Ein wichtiges Signal wäre ferner, Geld, das mit diesen Geschäften verdient worden sei, zurückzugeben und zu spenden, um hier auch "moralisch" reinen Tisch zu machen. Im CSU-Präsidium werde man sich am Nachmittag darüber unterhalten, welche "parteilichen Konsequenzen" das haben müsse, fügte Söder hinzu. Die CSU habe einen klaren Verhaltenskodex vor einigen Jahren aufgestellt. Auch dagegen sei klar verstoßen worden.

8.3.2021 • 08:11 Uhr

Apotheken: Schnelltests noch nicht überall ab sofort möglich

Die Organisation von Schnelltests stellt die Apotheken in Deutschland vor erhebliche Herausforderungen. Es werde nicht möglich sein, dies sofort überall umzusetzen, sagte die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Gabriele Regina Overwiening, im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. So müsse die Wegeführung für Testkunden zumeist eine andere sein als für andere Kunden. Es bestehe aber die Möglichkeit, außerhalb der Apotheken Räume anzumieten. Die Mitarbeiter bräuchten zudem für den eigenen Schutz eine entsprechende Ausrüstung.

Eine Vergabe von Terminen nannte Overwiening sinnvoll. Es gebe auch Apotheken, wo man sich spontan testen lassen könne. Die Arbeitslast müsse aber für die Apotheken kalkulierbar sein.

8.3.2021 • 07:57 Uhr

Grünen-Politiker: Spahn ist bei Weiterentwicklung der Corona-App gescheitert

Angesichts der Pläne von Bund und Ländern für eine neue App zur Kontaktnachverfolgung äußert der Grünen-Digitalexperte Dieter Janecek scharfe Kritik an Gesundheitsminister Jens Spahn. "Die Bilanz der Bundesregierung in Sachen App ist nach einem Jahr Pandemie desaströs", sagt Janecek dem "Handelsblatt". Die Erkennung von Clustern mit der Corona-Warn-App des Bundes, in denen besonders viele Menschen zusammenkommen, sei "monatelang verpennt" worden. "Der Gesundheitsminister ist bei der Weiterentwicklung der Corona-App auf ganzer Linie gescheitert."

Bund und Länder wollen sich über eine neue App zur Kontaktnachverfolgung verständigen, wie Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet vergangene Woche gesagt hatte. Dies könne Besuche von Restaurants und Kinos erleichtern. Im Gespräch ist die App "Luca".

8.3.2021 • 07:53 Uhr

Richterbund: Mehr als 10.000 Eilverfahren und Klagen wegen Corona

Nach Angaben des Deutschen Richterbundes sind im vergangenen Jahr bei deutschen Gerichten mehr als 10.000 Eilverfahren und Klagen gegen Corona-Auflagen eingegangen. "Die Gerichte haben Maßnahmen des Infektionsschutzes inzwischen in Tausenden Verfahren überprüft und nötigenfalls korrigiert", sagte der Bundesgeschäftsführer des Richterbundes, Sven Rebehn, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Ein deutlicher Rückgang der Fallzahlen zeichne sich auch in diesem Jahr an vielen Gerichten bisher nicht ab. "Zum größten Teil haben die Gerichte die angegriffenen Corona-Beschränkungen bislang bestätigt", sagte Rebehn. Eine Quote zum Ausgang der Verfahren hat der Richterbund nicht ermittelt.

8.3.2021 • 07:14 Uhr

Günther: Hotels könnten in Schleswig-Holstein über Ostern öffnen

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther rechnet mit einer Öffnung der Hotels in seinem Bundesland über Ostern. "Wenn sich die Situation nicht dramatisch verändert, gehe ich davon aus, dass wir Hotels in Schleswig-Holstein über Ostern öffnen", sagte Günther der "Rheinischen Post". "Warum sollen die Menschen an Ostern nicht in Hotels und Ferienwohnungen sein können - unter der Voraussetzung eines aktuellen Negativ-Tests und einer Nachverfolgung über Apps", sagte der Regierungschef. 

"Im Gegensatz zu Oktober gibt es jetzt genug verfügbare Schnelltests. Lösungen in diesem Bereich zu finden ist auch ein Gebot des Respekts der Branche und den Menschen gegenüber, die dort arbeiten", sagte der CDU-Politiker. "Die Scheu vor innerdeutschem Reiseverkehr kann ich angesichts der derzeit moderaten Inzidenzwerte nicht nachvollziehen."

Schleswig-Holstein verzeichnet in einigen Regionen seit längerem im Vergleich zu anderen Bundesländern relativ niedrige Werte bei der Sieben-Tage-Inzidenz.

8.3.2021 • 06:33 Uhr

UNICEF: Corona-Pandemie erhöht Risiko von Kinderehen

Die Verwerfungen der Corona-Pandemie erhöhen nach Einschätzung von Unicef für Millionen Mädchen weltweit das Risiko von Kinderehen. "Covid-19 hat eine bereits für Millionen Mädchen schwierige Situation noch verschärft", hieß es in einer Erklärung des UN-Kinderhilfswerks. Demnach könnte bis zum Ende des Jahrzehnts die Zahl der Kinderehen weltweit noch einmal um weitere zehn Millionen steigen.

Schulschließungen, wirtschaftlicher Druck, das Zusammenbrechen der öffentlichen Dienste und der Tod der Eltern als Folgen der Pandemie führten dazu, dass "die verletzlichsten Mädchen einem erhöhten Risiko der Kinderehe ausgesetzt sind", hieß es in der Erklärung. UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore forderte ein Gegensteuern und insbesondere eine baldige Öffnung der Schulen.

8.3.2021 • 06:25 Uhr

Verbandschef: Hausärzte können 2,5 Millionen Menschen pro Woche impfen

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, spricht sich für eine schnelle Einbindung der Haus- und Fachärzte beim Impfen aus. "Wir sind 50.000 Hausärzte, dazu kommen Gynäkologen und Kinder- und Jugendärzte, die auch Eltern mitimpfen könnten" sagt Weigeldt dem Magazin "WirtschaftsWoche". "Wenn jede Praxis im Schnitt zehn Patienten pro Tag schafft, dann schaffen wir sicher 2,5 Millionen Menschen pro Woche."

In einer Hausärztlichen Gemeinschaftspraxis erhalten zwei ältere Patienten die erste Corona-Schutzimpfung. | dpa

Hausärzte können 2,5 Millionen Menschen pro Woche impfen, sagt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes Weigeldt. Bild: dpa

8.3.2021 • 05:11 Uhr

Mehr als 5000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 5000 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 5011 neue Ansteckungsfälle registriert. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 34 neue Todesfälle verzeichnet - und damit ein neuer Tiefstand im Jahr 2021. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4732 Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle verzeichnet.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter auf 68. Am Vortag hatte dieser Wert 66,1 betragen. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich den Angaben zufolge auf 2.505.193. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich auf 71.934. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI mit rund 2,31 Millionen.

8.3.2021 • 04:31 Uhr

Neuseeland will alle Einwohner mit BioNTech/Pfizer-Vakzin impfen

Neuseeland stockt die Bestellung des Impfstoffes der Partner BioNTech und Pfizer um weitere 8,5 Millionen Einheiten auf. "Dies bringt unsere gesamte Bestellung auf 10 Millionen Dosen oder genug für 5 Millionen Menschen, um beide Impfungen zu erhalten, die benötigt werden, um vollständig gegen Covid-19 geimpft zu sein," teilt Ministerpräsidentin Jacinda Ardern mit. Die Entscheidung für das Vakzin als Hauptimpfstoff des Landes sei gefallen, nachdem eine Studie eine 95-prozentige Wirksamkeit belegt habe. Neuseeland rechne in der zweiten Jahreshälfte mit den zusätzlichen Einheiten.

8.3.2021 • 03:45 Uhr

Italien verschärft Corona-Beschränkungen: Kampanien ist Rote Zone

Italien hat wegen steigender Corona-Zahlen in mehreren Regionen die Beschränkungen verschärft. Viele Schulen bleiben dort nun wieder geschlossen, Restaurants in betroffenen Gebieten dürfen nicht mehr für Gäste öffnen. Die süditalienische Urlaubsregion Kampanien, zu der Neapel und die Amalfiküste gehören, ist nun als dritte Region in dem 60-Millionen-Einwohner-Land eine Rote Zone mit den schärfsten Corona-Sperren. Das hatte das Gesundheitsministerium in Rom am Freitag festgelegt. Bisher sind schon die Basilikata im Süden und die kleine Adria-Region Molise solche Roten Zonen. In diese Gebieten müssen alle Schulen zu sein. Die Menschen sollen ihre Wohnungen möglichst selten verlassen.

In ganz Italien gilt zudem weiter eine nächtliche Ausgangssperre ab 22.00 Uhr. Die Regionalgrenzen dürfen nur in Ausnahmefällen überschritten werden. Wegen der nach oben gehenden Corona-Kurve hatten Experten am Wochenende von der Regierung eine weitere Verschärfung der Schutzmaßnahmen gefordert. Die Gesundheitsbehörden in dem Land zählten am Sonntag fast 21.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Damit gibt es in Italien, wo die Pandemie seit Februar 2020 um sich gegriffen hatte, bisher fast 3,07 Millionen Virus-Infizierte.

8.3.2021 • 01:25 Uhr

Klingbeil fordert Rückgabe der Gewinne aus Maskenaffäre

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil fordert von den bisherigen Unionsabgeordneten Nikolas Löbel und Georg Nüßlein neben dem Verzicht auf ihr Parlamentsmandat auch die Abgabe der Gewinne, die sie aus der Vermittlung von Masken-Deals gezogen haben. "Die müssen diese eine Million zurückbezahlen", sagt Klingbeil im Politik-Talk der Zeitung "Bild". Es gehe dabei um "persönliche Bereicherung". Das Verhalten der beiden Abgeordneten schade dem Vertrauen in die Politik. "Deswegen es ist völlig richtig, dass beide jetzt sofort ihr Mandat niederlegen müssen." Klingbeil ist sich sicher, dass es in den Reihen der SPD-Abgeordneten solche Fälle nicht gibt: "Das kann ich ausschließen für die SPD-Fraktion."

8.3.2021 • 01:24 Uhr

Kanzleramtschef fordert "zivile Reserve" zur Unterstützung der Behörden

Als Konsequenz aus der Corona-Pandemie schlägt Kanzleramtsminister Helge Braun die Schaffung einer zivilen Reserve zur Unterstützung staatlicher Behörden in Krisenlagen vor. "Wir brauchen geschulte Helfer aus der breiten Bevölkerung. Eine Art zivile Reserve - wie es auch eine militärische Reserve gibt", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Die Bundesländer müssten aktuell Aufgaben in Größenordnungen bewältigen, die vorher nicht dagewesen seien. Als Beispiele nennt Braun die Bearbeitung von Asylanträgen und die Kontaktnachverfolgung in der Pandemie.

8.3.2021 • 01:23 Uhr

Nordmazedonien bekommt russischen Coronavirus-Impfstoff

Nordmazedonien hat seine erste Lieferung des russischen Coronavirus-Impfstoffs Sputnik V bekommen. Die Ladung von 3000 Dosen kam am Sonntag am wichtigsten Flughafen des Landes nahe der Hauptstadt Skopje an. Der Impfstoff sei für Personen über 65 gedacht, teilte Gesundheitsminister Venko Filipce mit. Die Impfungen würden voraussichtlich Mitte dieser Woche starten. Insgesamt hat Nordmazedonien 200.000 Dosen des Impfstoffs bestellt. Das Land hat vor einigen Wochen damit begonnen, mit Dosen des Impfstoffs von Pfizer und Biontech zu impfen, die das Nachbarland Serbien gespendet hat. Die ersten Impfungen bekamen Ärzte und Krankenschwestern in einen Krankenhaus für ansteckende Krankheiten in Skopje. In Nordmazedonien hat es mit Stand Samstag knapp 107.000 Coronavirus-Fälle und mehr als 3100 Todesfälle mit dem Virus gegeben. Das Land hat etwas mehr als zwei Millionen Einwohner.

8.3.2021 • 00:41 Uhr

EMA: Johnson & Johnson Vakzin kurz vor Notfallzulassung

Der Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johson & Johnson könnte noch im März für die Europäischen Union (EU) zugelassen werden. Am 11. März werde die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) das Vakzin für die Verwendung in der EU überprüfen, teilt EMA-Vorstandschefin Christa Wirthumer-Hoche in einer Talkshow des österreichischen Senders ORF mit. "Wir erwarten eine positive Bewertung und dass die EU-Kommission die Zulassung schnell erteilt." Für eine Genehmigung des russischen Impfstoffs Sputnik V lägen hingegen noch keine ausreichenden Daten vor. "Deshalb würde ich dringend davon abraten, eine nationale Notfallzulassung zu erteilen", erklärt Wirthumer-Hoche.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. März 2021 um 08:00 Uhr.