AstraZeneca Impfstoff | REUTERS
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Coronavirus-Pandemie ++ Frankreich: AstraZeneca auch für Ältere ++

Stand: 01.03.2021 22:52 Uhr

Frankreich gibt den AstraZeneca-Impftoff für bestimmte Menschen über 65 Jahren frei. Die Türkei will die Corona-Maßnahmen in einigen Regionen lockern. Die WHO sieht einen weltweiten Anstieg der Infektionszahlen. Der Liveblog von Montag zum Nachlesen.

  • Frankreich weitet Anwendung von AstraZeneca-Impfstoff aus
  • Türkei lockert Corona-Maßnahmen
  • WHO sieht weltweiten Anstieg der Infektionszahlen
  • Ministerium plant zwei Gratis-Tests pro Woche
  • Altmaier hält Lockerungen bei Inzidenz von über 50 für möglich
  • NRW: Impfstart für Kita- und Schulkräfte ab 8. März
  • Sachsen und Bayern fordern Impfungen in der Grenzregion
  • RKI meldet 4732 Neuinfektionen
1.3.2021 • 23:05 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

1.3.2021 • 22:52 Uhr

Studie: AstraZeneca und Biontech "hochwirksam" bei Älteren

Eine britische Studie entkräftet Vorbehalte: Die Corona-Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie AstraZeneca haben sich demnach bei älteren Menschen als "hochwirksam" erwiesen. Den Daten der britischen Gesundheitsbehörde zufolge wurde die Zahl der Krankenhauseinweisungen durch eine erste Dosis mit einem der beiden Vakzine drei bis vier Wochen nach der Impfung um 80 Prozent verringert.

Der Studie zufolge zeigte eine erste Dosis von AstraZeneca bei älteren Menschen einen Ansteckungs-Schutz von 60 bis 73 Prozent, während das Vakzin von Biontech und Pfizer zu 57 bis 61 Prozent vor Corona schützte. "Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Impfstoffe funktionieren, um Infektionen zu reduzieren und Leben zu retten", sagte die Leiterin des Bereichs Immunisierung bei der britischen Gesundheitsbehörde, Mary Ramsay. Sie fügte jedoch hinzu, dass weiter unklar sei, ob geimpfte Menschen das Virus weitergeben können, auch wenn sie selbst nicht erkranken.

1.3.2021 • 22:19 Uhr

Frankreich : AstraZeneca-Impfstoff auch für Über-65-Jährige

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie weitet die französische Regierung die Anwendung des Impfstoffs von AstraZeneca aus. Auch Menschen in der Altersgruppe von 65 bis 75 Jahren können nun den Impfstoff dieses Herstellers erhalten, falls sie beispielsweise an Diabetes oder Bluthochdruck leiden, wie Gesundheitsminister Olivier Véran am Abend im französischen Fernsehen ankündigte. Davon seien potenziell rund 2,5 Millionen Franzosen betroffen. In Frankreich hatte die oberste Gesundheitsbehörde bisher empfohlen, den Impfstoff von AstraZeneca vorzugsweise bei Erwachsenen unter 65 Jahren einzusetzen.

1.3.2021 • 21:42 Uhr

Mehr als 50 Millionen US-Amerikaner haben Erstimpfung erhalten

1,7 Millionen Impfdosen am Tag wurden nach offiziellen Angaben zuletzt in den USA verabreicht - inzwischen haben mehr als 50 Millionen Menschen ihre Erstimpfung erhalten. Insgesamt wurden mehr als 76 Millionen Impfdosen verabreicht, geht aus Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC hervor. Mehr als 25 Millionen Menschen bekamen demnach bereits zwei Impfdosen.

1.3.2021 • 21:34 Uhr

WHO rechnet nicht mit baldigem Ende der Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation hält ein Ende der Coronavirus-Pandemie noch in diesem Jahr für unrealistisch. Impfstoffe könnten aber helfen, Todesfälle und Krankenhausbehandlungen wegen des Virus drastisch zu reduzieren, sagte der Direktor des WHO-Notfallprogramms, Michel Ryan. Daten zeigten, dass viele der bislang zugelassenen Impfstoffe eine Hilfe dabei seien, die explosionsartige Verbreitung des Virus zu bremsen.

1.3.2021 • 21:22 Uhr

Tschechien ordnet Massentests in Firmen an

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in mittelgroßen und großen Firmen in Tschechien müssen künftig einmal die Woche auf Corona getestet werden. Die Regierung von Ministerpräsident Andrej Babis hat verpflichtende Massentests beschlossen. Das betrifft innerhalb der kommenden zwei Wochen etwa 2,1 Millionen Beschäftigte. Die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse. Für Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten gilt die neue Regelung nicht.

1.3.2021 • 21:05 Uhr

"Kultur ist auch systemrelevant"

Die Regisseurin und Schauspielerin Maria Schrader hofft, dass Kinos und Theater bald wieder öffnen dürfen - zumindest in einem kleinen Rahmen. Anlässlich des Beginns der Berlinale als Online-Veranstaltung sagte sie in den tagesthemen, die Menschen in der Kultur würden lieber arbeiten, als um Unterstützung zu bitten.

Schraders Film "Ich bin dein Mensch" läuft im Wettbewerb der Berlinale. Es geht darin um die Frage, ob man sich in einen Roboter verlieben kann.

1.3.2021 • 20:50 Uhr

Türkei lässt Schulen und Gastronomie teilweise öffnen

Die Türkei lockert die Coronavirus-Restriktionen in Regionen mit niedrigen Neuinfektionen. So würden Ausgangsbeschränkungen am Wochenende in einigen Provinzen aufgehoben, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan. Zudem könnten Restaurants und Cafés wieder eingeschränkt öffnen, außer in Regionen mit hohem Infektionsrisiko. Auch Schulen würden teilweise wieder geöffnet. Ausgangsbeschränkungen am Abend bleiben demnach landesweit bestehen.

1.3.2021 • 19:58 Uhr

Österreich öffnet Außengastronomie ab Ostern

Trotz zuletzt deutlich gestiegener Corona-Zahlen in Österreich sollen am 15. März im westlichsten Bundesland Vorarlberg die Maßnahmen gelockert werden. Davon profitierten der Sport, die Kultur und die Gastronomie, erklärte Kanzler Sebastian Kurz. Für den Rest des Landes gelte das Ziel, dass ab 27. März zumindest Gastronomie im Freien möglich werden soll. Bei den Lockerungen sollten weiterhin Zutrittstests eine zentrale Rolle spielen. Österreich hatte bereits vor drei Wochen den Handel, körpernahe Dienstleister wie Friseure sowie die Schulen wieder geöffnet.

1.3.2021 • 19:30 Uhr

Altmaier hält Öffnungen noch im März für verantwortbar

Obwohl die Corona-Infektionszahlen inzwischen wieder leicht ansteigen, hält Wirtschaftsminister Altmaier es für möglich, den Lockdown noch im März weiter zu lockern. Der CDU-Politiker äußerte sich entsprechend bei einer Veranstaltung des Mittelstands-Verbands BVMW. Wenn man die regionalen Umstände berücksichtige, könnten Öffnungen auch dort möglich sein, "wo die Inzidenzen vielleicht nicht ganz so stark gesunken sind, wie wir uns das eigentlich vorgestellt haben", sagte er. Aspekte dafür könnten die Belastung der Gesundheitsämter, aber auch Schnell- und Selbsttests sein.

1.3.2021 • 19:12 Uhr

Gesundheitsminister: Regeln für Altenheime lockern

Die Gesundheitsminster der Länder wollen die Besuchseinschränkungen in Senioren- und Pflegeheimen lockern. Den Menschen dort sollten nach Corona-Impfungen wieder mehr Freiheiten eingeräumt werden, teilte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach Beratung mit seinen Amtskollegen mit. Der Vorschlag geht nun an die Ministerpräsidentenkonferenz, die an diesem Mittwoch über die weiteren Schritte in der Corona-Krise beraten will. "Die Menschen in den Pflegeheimen mussten in den vergangenen Monaten viel zurückstecken. Mir ist es wichtig, dass niemand in den Einrichtungen vereinsamt.", sagte Holetschek.

1.3.2021 • 18:30 Uhr

WHO: Zahlen steigen weltweit wieder

Die Zahlen der weltweiten Neuinfektionen steigt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum ersten Mal seit sieben Wochen wieder. Abgesehen von Afrika und der Region im westlichen Pazifik sei überall ein Aufwärtstrend zu beobachten. Die Zunahme sei "enttäuschend, aber nicht überraschend", sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Ursachen könnten die Corona-Lockerungen und die ansteckenderen Varianten des Virus sein - "und dass die Menschen weniger vorsichtig werden". Der WHO-Chef ermahnte die internationale Gemeinschaft erneut, nicht allein auf Impfungen zu setzen.

1.3.2021 • 17:47 Uhr

DFB-Pokalspiel wird abgesagt

Nach mehreren Corona-Fällen beim SSV Jahn Regensburg ist das für Dienstag angesetzte Spiel im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen abgesagt worden. Das gesamte SSV-Betreuerteam und die Mannschaft müssten nun in eine zweiwöchige Quarantäne. Über einen neuen Termin will der DFB in Abstimmung mit beiden Vereinen schnellstmöglich entscheiden.

1.3.2021 • 17:40 Uhr

Israel erwägt Kauf von Auffrischungsimpfungen

Israel erwägt den Kauf von 36 Millionen Covid-19-Auffrischungsimpfungen. Das gab Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bekannt. Das wären drei Mal so viele Dosen wie das Land bereits erworben hat. Diese würden für den Fall gelagert, dass Auffrischungsimpfungen im späteren Jahresverlauf benötigt würden. Wissenschaftler hatten die Möglichkeit von regelmäßigen Auffrischungsimpfungen angeregt, um mit den Coronavirus-Mutationen fertig zu werden.

1.3.2021 • 17:38 Uhr

Anstieg der weltweiten Infektionszahlen

Die Zahl der neuen Coronavirus-Infektionen weltweit ist vergangene Woche zum ersten Mal seit sieben Wochen gestiegen, sagte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus. Er sagte, der Anstieg sei "enttäuschend, aber nicht überraschend" und forderte die Länder auf, die Maßnahmen zur Bekämpfung der Virus-Ausbreitung nicht aufzugeben.

1.3.2021 • 17:28 Uhr

Russland: 62 Prozent wollen sich nicht impfen lassen

62 Prozent der Russen wollen sich einer Umfrage zufolge nicht mit dem heimischen Vakzin Sputnik V impfen lassen. Am meisten Widerstand gibt es in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen, wie die Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Levada Center ergab. Als Grund werden demnach vor allem mögliche Nebenwirkungen genannt. Ferner äußerten 64 Prozent der Befragten die Einschätzung, dass das Coronavirus als biologische Waffe künstlich hergestellt worden sei.

1.3.2021 • 17:24 Uhr

Corona-Fälle bei Jahn Regensburg: Pokalspiel gegen Bremen abgesagt

Das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem SSV Jahn Regensburg und Werder Bremen ist abgesagt worden. Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, kann die für Dienstag angesetzte Partie nach mehreren Corona-Fällen bei den Regensburgern nicht wie geplant stattfinden; ein neuer Termin steht noch nicht fest.

1.3.2021 • 17:23 Uhr

Nepal sorgt sich um Versorgung mit Corona-Impfstoff

Nepal wird ohne politische Hilfe anderer Staaten wohl nicht genug Corona-Impfstoff bekommen. Diese Sorge äußerte Gesundheitsminister Hridayesh Tripathi in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. "Wir werden den Impfstoff nicht durch einfache wirtschaftliche Vereinbarungen mit den Unternehmen erhalten können, weil wir mit Dutzenden anderen Ländern konkurrieren, daher brauchen wir den Einfluss der (indischen) Regierung", sagte er. Indien hatte seinem Nachbarland im Januar eine Million Dosen des von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelten Impfstoffs geschenkt, die das Serum Institute of India mit einer Lizenz produziert hatte.

Mit Unterstützung der indischen Regierung kaufte Nepal zudem zwei Millionen Dosen zu einem subventionierten Preis. Doch bezüglich der weiteren Versorgung mit Impfstoff sei er sehr besorgt, sagte Tripathi. Nepal erhält nun auch 500.000 Dosen eines chinesischen Impfstoffs geschenkt. Ob das Land mehr davon kauft, sei nicht entschieden, sagte der Gesundheitsminister: "Der AstraZeneca-Impfstoff ist derjenige, der von der Welt bevorzugt wird und auch von der Weltgesundheitsorganisation zugelassen und empfohlen wurde."

Russland habe angeboten, 25 Millionen Dosen seines Impfstoffs Sputnik V zu liefern, doch Nepal habe für eine Prüfung um zusätzliche Dokumente gebeten, sagte Tripathi. Zudem sind Nepal 2,25 Millionen Dosen im Rahmen des Covax-Programms der Vereinten Nationen versprochen worden.

1.3.2021 • 17:20 Uhr

Drei Oberbürgermeister fordern mehr Verantwortung

Kurz vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten haben die Oberbürgermeister von Rostock, Tübingen und Münster mehr Verantwortung für lokale Lockerungen gefordert. Mit Schnelltests und neuen Apps zur Kontaktnachverfolgung sowie lokalen Corona-Ampeln sollten sichere Teilöffnungen in Gastronomie und Handel möglich werden, schreiben Claus Ruhe Madsen (Rostock/parteilos), Boris Palmer (Tübingen/Grüne) und Markus Lewe (Münster/CDU) in einer gemeinsamen Erklärung.

"Allgemeine Kontaktbeschränkungen als Hauptinstrument der Pandemieabwehr nehmen zu wenig Rücksicht auf das Individuum, und die schädlichen Wirkungen der Lockdown-Maßnahmen auf Menschen, Wirtschaft und Gesellschaft nehmen immer weiter zu", heißt es in der Erklärung. Den Kommunen werde lediglich die Aufgabe zugewiesen, die Vorschriften durchzusetzen. "Wir benötigen flexible, ortsangepasste und praktisch umsetzbare Lösungen", fordern die drei Stadtoberhäupter.

Rostock, Münster und Tübingen hätten eigene Wege zur Bekämpfung der Pandemie beschritten, die sich als erfolgreich erwiesen hätten, betonten sie. Die Sieben-Tage-Inzidenz in den drei Städten liege seit Wochen unter 50. "Öffnungen in unseren Städten wären also nach den bundesweit entwickelten Maßstäben des Infektionsschutzgesetzes möglich." Wo die Pandemie gut unter Kontrolle sei und Konzepte für verantwortliche Öffnungen vorlägen, sollte dies gestattet werden.

1.3.2021 • 17:13 Uhr

Mit "Luca" aus dem Lockdown?

Nach wochenlangem Corona-Lockdown werden die Forderungen nach Lockerungen immer lauter. Bund und Länder stehen unter Druck, eine Strategie zu entwickeln, die Öffnungen ermöglicht und gleichzeitig eine dritte Infektionswelle verhindert. In dieser Diskussion taucht nun immer wieder die Smartphone-App "Luca" auf. Die Idee: Statt überall einen Zettel mit Namen und Adresse zu hinterlassen, können die Nutzerinnen und Nutzer der App ihre Besuche digital dokumentieren.

1.3.2021 • 17:03 Uhr

Deutsche Telekom beteiligt sich an Ausschreibung für Impfpass

Die Deutsche Telekom will den digitalen Impfpass für Deutschland entwickeln. Ein entsprechendes Angebot sei beim Bundesgesundheitsministerium eingereicht worden, teilte ein Firmensprecher mit. Die Ausschreibung für die Entwicklung des Impfpasses, der letztlich auch die Grundlage für eine Wiederbelebung des Reiseverkehrs in der Corona-Krise bilden soll, war erst in der vergangenen Woche erfolgt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will den Pass innerhalb von zwölf Wochen verfügbar haben und damit noch vor den Sommerferien in Deutschland. Die Telekom hatte im vergangenen Jahr bereits zusammen mit dem Softwareanbieter SAP die Corona-Warn-App entwickelt.

1.3.2021 • 16:55 Uhr

Düsseldorf: Infizierte Praxismitarbeiterin hatte bis zu 600 Kontakte

Eine mit der ansteckenderen britischen Variante des Coronavirus infizierte Düsseldorfer medizinische Fachangestellte hatte zu noch mehr Menschen Kontakt als bislang bekannt. Sie sei mit bis zu 600 Personen in Kontakt gekommen, teilte die Stadt Düsseldorf mit. Zuvor war von 450 möglichen Kontaktpersonen die Rede. Die Frau soll zeitweise ohne Schutzmaske und trotz Krankheitssymptomen gearbeitet haben. Die Arztpraxis wurde geschlossen. Von den rund 600 möglichen Kontakten seien bislang 60 Prozent telefonisch erreicht worden. Jeder Einzelfall werde geprüft und je nach Kontakt werde für die Personen Quarantäne verordnet. Wenn sich der Verdacht bestätigt, dass die Fachangestellte keine Maske getragen hat, habe sie gegen die Coronaschutz-Verordnung verstoßen. Strafrechtliche Konsequenzen würden derzeit geprüft.

1.3.2021 • 16:48 Uhr

Scholz signalisiert Aussetzung der Schuldenbremse

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat auch für den Haushalt 2022 eine Aussetzung der Schuldenbremse signalisiert. Der SPD-Politiker verwies auf entsprechende Äußerungen von Koalitionspolitikern. CDU-Chef Armin Laschet wie auch Haushälter der Unions-Fraktion hatten erklärt, angesichts geringerer Einnahmen und höherer Ausgaben durch die Corona-Krise sei die dritte Aussetzung der Schuldenbremse in Folge erforderlich. Scholz will am 24. März die Eckwerte für den Etatentwurf und die Finanzplanung bis 2025 vorlegen. Beschlossen wird der Haushalt erst nach der Bundestagswahl im September. Bereits für 2020 und 2021 war die Schuldenbremse ausgesetzt worden, um dem Bund eine Rekordneuverschuldung von derzeit geplanten rund 310 Milliarden Euro zu ermöglichen.

1.3.2021 • 16:45 Uhr

Habeck warnt vor vorschnellen Lockerungen

Zwei Tage vor der Bund-Länder-Runde zum weiteren Vorgehen in der Pandemie hat Grünen-Chef Robert Habeck vor vorschnellen Lockerungen ohne differenzierten Ansatz gewarnt. Angesichts von steigenden Corona-Fallzahlen und einer höheren Gefahr durch die Ausbreitung der englischen Mutationsvariante könnten Lockerungen "nur sehr vorsichtig und sehr regional" erfolgen, sagte Habeck bei einer digitalen Pressekonferenz. "Es sollte uns nicht ein zweites oder drittes Mal passieren, dass wir wegen der vorschnellen Lockerungen wochenlang danach in einem Lockdown bleiben müssen." Die Ministerpräsidentenkonferenz müsse sich daran erinnern, warum sie die angestrebte Inzidenz für Lockerungsschritte auf 35 gesetzt habe. Das sei richtig gewesen, sagte Habeck. Gleichzeitig sei es wichtig, den Menschen nun eine Perspektive zu bieten.

Robert Habeck auf Monitoren beim digitalen Parteitag der Bündnis90/Die Grünen

Digitale Ansprache: Bislang sei der angestrebte Inzidenzwert von 35 nur sehr lokal erreicht worden, sagte Robert Habeck. Deshalb sei nun vor allem Vorsicht und differenziertes Vorgehen geboten, so der Grünen-Chef.

1.3.2021 • 16:28 Uhr

Brandenburg: Impfungen in vier Arztpraxen als Modellprojekt

In Brandenburg soll von Mittwoch an ein Modellprojekt mit Corona-Impfungen in Arztpraxen starten. Zunächst werde das Vorhaben in vier Praxen in Bad Belzig, Senftenberg, Pritzwalk und Wittenberge umgesetzt, teilten das Gesundheitsministerium in Potsdam, die Kassenärztliche Vereinigung (KV) sowie das Deutsche Rote Kreuz Brandenburg mit. Das Angebot solle noch im März auf 50 Praxen erweitert werden. Für reguläre Impfungen in Arztpraxen müsste jedoch die Corona-Impfverordnung des Bundes geändert werden.

Nach Einschätzung der KV Berlin kommen dort rund 3000 Arztpraxen für Corona-Impfungen infrage. Die KV bereite derzeit eine Pilotphase mit rund 120 Praxen vor, teilte eine Sprecherin am mit. "Das Impfen in den Praxen sollte dann starten, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht", so die KV. "Aktuell wird von Ende März beziehungsweise April ausgegangen."

1.3.2021 • 16:22 Uhr

Saarland: Erstes Impfzentrum der Bundeswehr

Im Saarland werden Corona-Schutzimpfungen nun auch von Bundeswehrsoldaten in einer Kaserne verabreicht. In Lebach sei das bundesweit erste von der Bundeswehr betriebene Impfzentrum gestartet, sagte der Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis. "Das Besondere heute hier ist: Es ist das erste, das auch auf einer Bundeswehr-Liegenschaft betrieben wird." Der Standort könnte Vorbild sein für mögliche andere Impfzentren der Bundeswehr in Deutschland. Bei ausreichender Verfügbarkeit von Impfstoff seien rund 300 Impfungen pro Tag möglich. In Saarland gibt es damit nun vier Impfzentren.

1.3.2021 • 16:19 Uhr

Seibert: "Keine Phase der Sorglosigkeit"

Vor den Bund-Länder-Entscheidungen zu den nächsten Schritte in der Corona-Politik hat die Bundesregierung die Erwartungen an umfassende  Öffnungen gedämpft. "Wir sind in einer Phase der Hoffnungen, es darf aber keine Phase der Sorglosigkeit sein", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Zuvor hatten führende SPD-Politiker eine klare Perspektive für den Ausstieg aus dem Lockdown gefordert. Der Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte zur Vorsicht: Alle Anstrengungen müssten nun "darauf gerichtet sein, dass es keine steilere Zunahme" der Infektionszahlen gebe, sagte Seibert. Anlass zur Hoffnung gäben zwar der Fortgang der Impfkampagne, die Aussicht auf massenhafte Schnelltests im Alltag und der Rückgang der Corona-Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden müssten. Angesichts des leichten Anstiegs von Infektionszahlen und Inzindenzwerten sei aber weiterhin Vorsicht gefragt, so Seibert.

1.3.2021 • 16:16 Uhr

EU-Kommissarin fordert mehr Tempo beim Impfen

EU-Kommissarin Stella Kyriakides drängt Deutschland und die übrigen Mitgliedstaaten zum raschen Ausbau ihrer Corona-Impfkampagnen. Es sei "entscheidend, dass keine Lücke zwischen den gelieferten und den verabreichten Dosen entsteht und dass keine Impfstoffe ungenutzt bleiben", sagte Kyriakides bei einer Online-Konferenz der EU-Gesundheitsminister.

Die EU-Kommission war selbst scharf kritisiert worden, weil anfangs zu wenig Corona-Impfstoff zur Verfügung stand. Doch sollen die Liefermengen vor allem im zweiten Quartal steigen. In Deutschland sind viele bereits ausgelieferte Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca noch nicht verbraucht. Kyriakides sagte, die Impfkampagne müsse mit den wachsenden Impfstoffmengen Schritt halten. "Wir müssen so schnell wie möglich impfen, vor allem, da die neuen Virusvarianten ins Spiel kommen", so die Kommissarin.

1.3.2021 • 16:14 Uhr

Indien: Chaos bei Impf-Freigabe für alle über 60

Wegen eines Fehlers im Online-Buchungssystem für Impftermine sind in Indien Tausende Menschen an Impfzentren abgewiesen worden, obwohl sie eigentlich einen Termin hatten. In dem Land können sich inzwischen theoretisch alle über 60-Jährigen und alle über 45-Jährigen mit schweren Erkrankungen impfen lassen, vielerorts herrschte aber wegen des Fehlers im Buchungssystem Chaos. "Als ich hier angekommen sind, haben sie meine Registrierungsnummer aus dem Regierungsportal überprüft und gesagt, dass sie diese nicht in ihrem System haben", berichtete eine 79-jährige in Neu Delhi.

Die indische Regierung hatte sich zum Ziel gesetzt, 300 Millionen Menschen bis Ende Juni zu impfen. Seit Beginn der Impfkampagne im Januar haben allerdings erst 14 Millionen Menschen eine Injektion bekommen, hauptsächliche Mitarbeiter des Gesundheitswesens und der Sicherheitskräfte. Mit mehr als 11,1 Millionen Corona-Fällen ist Indien hinter den USA weltweit das Land mit den zweitmeisten Corona-Infektionen.

Der indische Premierministers Narendra Modi wird gegen das Corona-Virus geimpft. | dpa

Indiens Premierminister Narendra Modi wird medienwirksam gegen Covid-19 geimpft. Die in Szene gesetzte Injektion mit dem einheimischen Vakzin Covaxin wurde allerdings überschattet vom Fehler im Online-Buchungssystem für Impf-Termine. Bild: dpa

1.3.2021 • 16:05 Uhr

Elfenbeinküste beginnt Impfungen mit Covax-Dosen

Die Elfenbeinküste hat mit dem Spritzen von Corona-Impfstoff der Covax-Initiative begonnen. Das Gesundheitsministerium gab am Montag den Start in der Wirtschaftsmetropole Abidjan bekannt, auf die 95 Prozent der in dem westafrikanischen Land registrierten Corona-Fälle entfallen. Beschäftigte des Gesundheitswesens und des Militärs und Lehrkräfte kommen als erste an die Reihe. Die Covax-Initiative hat das Ziel, Impfstofflieferungen in Staaten mit niedrigen und mittleren Einkommensniveaus zu organisieren. 92 Länder will sie versorgen; weitere 90 Staaten und acht Territorien haben sich bereit erklärt, dies zu bezahlen. Es wird erwartet, dass etwa 24 weitere afrikanische Länder diese Woche Impfstoffe von der Initiative erhalten.

1.3.2021 • 16:01 Uhr

Italien: Draghi tauscht Covid-Sonderbeauftragten aus

Italiens Ministerpräsident Mario Draghi tauscht den Sonderbeauftragten des Landes für die Pandemie aus. Domenico Arcuri werde ersetzt durch den Armee-General Francesco Paolo Figliuolo, teilte Draghis Büro mit. Der Neue ist seit 2018 Hauptverantwortlicher für logistische Fragen der Armee. Mit dem Schritt dürfte die Hoffnung verbunden sein, mehr Tempo in die Impfkampagne zu bekommen.

1.3.2021 • 15:46 Uhr

AstraZeneca-Impfstau droht weiter zu wachsen

Mit der erwarteten Lieferung von über einer Million Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs könnte sich der Impfstau in den Bundesländern bis Ende der Woche vergrößern. Bis Donnerstag sollen knapp 1,1 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca geliefert werden, insgesamt erhöht sich die Liefermenge damit auf fast 3,2 Millionen, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

Bis einschließlich Sonntag haben nach Zahlen des Robert Koch-Instituts aber nur rund 455.000 Menschen eine Impfung mit AstraZeneca erhalten. Davon sind rund 91.000 Menschen am Samstag und Sonntag geimpft worden. Trotz großer Mengen zunächst ungenutzten Impfstoffs will die Bundesregierung das Präparat von AstraZeneca nicht für Impfungen jenseits der festgelegten Vorranggruppen freigeben. Eine grundsätzliche Freigabe verfolge die Bundesregierung zu diesem Zeitpunkt nicht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

1.3.2021 • 15:15 Uhr

Ministerium: Zwei Gratis-Schnelltests pro Woche für alle

Mit Blick auf mögliche weitere Corona-Öffnungen hat das Bundesgesundheitsministerium Überlegungen für deutlich mehr Tests für alle Bürger konkretisiert. Jedermann soll demnach zweimal wöchentlich kostenlos einen Schnelltest durch geschultes Personal machen lassen können - etwa in Testzentren oder Praxen, aber auch bei weiteren Dienstleistern. Das geht aus einem neuen Vorschlag des Ministeriums hervor, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Diese Möglichkeiten zu "Bürgertests" sollen vorerst bis Ende Juni angeboten werden, für Anfang Juni ist eine Evaluation geplant. Der konkrete Starttermin im März ist laut dem Vorschlag noch offen.

Damit in kurzer Zeit ausreichend Testkapazitäten entstehen, solle der Kreis der damit zu beauftragenden Stellen um Dienstleister erweitert werden, die etwa schon an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen in kurzer Frist Testzentren aufgebaut haben, heißt es im Papier. Das Ergebnis eines solchen Schnelltests soll man schriftlich oder digital ausgehändigt bekommen - auch zur Vorlage bei Behörden nach der Einreise aus bestimmten Risikogebieten oder etwa beim Besuch von Pflegeheimen.

1.3.2021 • 14:59 Uhr

Berlins Bürgermeister fordert neue Impfverordnung

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat eine umgehende Änderung der Impfverordnung gefordert. "Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen dürfen wir jetzt keine Zeit mehr verlieren", sagte Müller dem "Tagesspiegel". Der Bund solle möglichst "noch diese Woche" die Impfverordnung anpassen, "damit Arztpraxen schon früher Impfungen vor allem für chronisch Kranke anbieten können". Die Änderung solle bundeseinheitlich gelten.

Müller forderte, dass nun schnell Vergütungsregeln für Corona-Impfungen festgelegt werden müssten. "Das würde es uns erheblich erleichtern, kurzfristig rund 500 freiwillige Arztpraxen durch eine Vereinbarung mit der Kassenärztlichen Vereinigung in den Impfprozess einzubringen". Die Berliner Senatsverwaltung habe diesbezüglich bereits "vor Tagen" mit der Kassenärztlichen Vereinigung gesprochen. "Spätestens im Mai, besser aber schon im April, müssen Corona-Impfungen dann ohnehin zur normalen Kassenleistung in den Arztpraxen gehören", sagte Müller.

1.3.2021 • 14:56 Uhr

Warn-App 25,8 Millionen Mal heruntergeladen

Die Zahl der Nutzer der Corona-Warn-App steigt nach Angaben der Bundesregierung weiter. Die App sei mittlerweile 25,8 Millionen Mal heruntergeladen worden, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. 97 Prozent der niedergelassenen Labore seien an die App angeschlossen, fast 9,4 Millionen Testergebnisse seien direkt an die App übermittelt worden und fast 263.000 Anwender hätten ihr positives Testergebnis über die App geteilt. "Das alleine zeigt schon, wie nützlich sie ist", betont Seibert.

1.3.2021 • 14:55 Uhr

Zahl der Corona-Invensivpatienten steigt wieder leicht

Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Corona-Intensivpatienten steigt wieder leicht. Nach Angaben des Divi-Melderegisters waren es am Mittag 2862 Patienten. Am Vortag waren es 2834.

1.3.2021 • 14:25 Uhr

Altmaier hält Lockerungen bei Inzidenz von über 50 für möglich

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rückt in seinem Öffnungskonzept ab vom Inzidenzwert als alleinigem Maßstab für Lockerungen des Lockdowns. "Oberhalb einer Inzidenz von 50 Infektionen je 100.000 Einwohner eines Bundeslandes, eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt sind Lockerungen zulässig, wenn sie in Verbindung mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen im Einzelfall vertretbar sind", zitierte das "Handelsblatt" aus einem aktuellen Papier Altmaiers. In dem fünfseitigen Schreiben fasst Altmaier die Ergebnisse seiner Beratungen mit den Wirtschaftsverbänden zusammen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier spricht auf einer Pressekonferenz in Berlin. | REUTERS

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hält Lockerungen auch bei Inzidenz von über 50 für möglich. Bild: REUTERS

Das Papier solle als eine Grundlage für die Gespräche von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am kommenden Mittwoch dienen, berichtete die Zeitung. Vom in der letzten Bund-Länder-Runde vereinbarten Ziel, eine Öffnung der geschlossenen Wirtschaftsbereiche erst ab einer Inzidenz von 35 vorzusehen, ist in dem Papier demnach keine Rede mehr. Stattdessen heißt es: "Das Erreichen einer generellen bundesweiten oder regionalen Inzidenz von 35 oder darunter wird unter der Voraussetzung der zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen derzeit nicht für erforderlich gehalten." Altmaier hatte am Freitag angekündigt, er werde ein mit der Wirtschaft abgestimmtes Öffnungskonzept vorlegen. Er betonte, dass sich die Wirtschaft eine unveränderte Fortführung der Corona-Beschränkungen "nicht leisten" könne.

1.3.2021 • 13:40 Uhr

Oberstes Gericht in Israel verbietet Ortung von Infizierten

In Israel hat das Oberste Gericht der Regierung die pauschale Nutzung der Handy-Ortung von Coronavirus-Infizierten untersagt. Die Maßnahme sei ein schwerer Verstoß gegen die bürgerlichen Freiheiten, erklärt das Gericht. Es sei zu befürchten, dass die als vorübergehende Notmaßnahme eingeführte Handyortung allmählich zur Dauereinrichtung werde. Das Gericht gab der Regierung bis zum 14. März Zeit, den wahllosen Einsatz der Überwachung zu beenden und ihn auf bestätigte Coronavirus-Infizierte zu beschränken, die eine epidemiologische Befragung verweigerten. Zur Pandemie-Eindämmung hat der Geheimdienst Schin Bet die Überwachungstechnologie seit März 2020 eingesetzt. Dabei wurden zur Kontaktermittlung Standorte von Infizierten mit Handydaten anderer Personen in der Nähe abgeglichen. Bürgerrechtsgruppen zogen dagegen vor Gericht.

1.3.2021 • 13:31 Uhr

Bulgarien öffnet Gastronomie

In Bulgarien haben Cafés und Restaurants nach dreimonatigem Corona-Lockdown unter Auflagen wieder geöffnet. An einem Tisch dürfen höchstens sechs Kunden Platz nehmen. Das Personal muss Mund-Nasen-Schutz tragen. Die von Regierungschef Boiko Borissow seit Wochen versprochene Öffnung der Gastronomie erfolgte trotz steigender Corona-Fallzahlen. Seit Beginn der Pandemie starben in dem 6,9-Millionen-Einwohner-Land mehr als 10.000 Menschen mit oder an dem Virus. Der Ende November verhängte Lockdown wurde in dem EU-Land bereits mehrmals gelockert. Wieder geöffnet wurden zuvor schon unter anderem Schulen und Kindergärten sowie Einkaufszentren, Fitnessstudios und Tanzclubs.

1.3.2021 • 13:21 Uhr

Ver.di: Schutzstrategie für Beschäftigte vor Öffnungen

Vor den Bund-Länder-Beratungen zu möglichen weiteren Öffnungen des Corona-Lockdowns pocht die Gewerkschaft ver.di auf Schutz für die Beschäftigten. Auch wenn jetzt durch eine Reihe von Wirtschaftsverbänden massiver Druck aufgebaut werde, müsse die Begrenzung des Infektionsgeschehens weiterhin Priorität haben, sagte der Vorsitzende Frank Werneke. Nötig sei endlich eine Schutzstrategie etwa für Erzieherinnen und Erzieher und Mitarbeiter im Einzelhandel. Es sei gut, dass Beschäftigte in Kitas und Schulen nun früher geimpft werden sollten, sagte Werneke. "Jetzt müssen die Länder aber Tempo machen, damit die Einrichtungen den Kindern wieder ohne unvertretbare Risiken offenstehen können." Kanzlerin Angela Merkelund die Ministerpräsidenten der Länder wollen an diesem Mittwoch über das weitere Corona-Vorgehen beraten.

1.3.2021 • 13:13 Uhr

Dienstleister im zweiten Corona-Jahr pessimistisch

Die krisengeplagten Dienstleister sind auch für das zweite Corona-Jahr pessimistisch gestimmt. 38 Prozent der Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage als schlecht, 26 Prozent als gut. Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter knapp 14.000 Dienstleistern hervor. Der Saldo liegt damit bei minus zwölf Punkten, nachdem es in der vorherigen Erhebung im Herbst lediglich minus drei Zähler waren. Gut ist die Lage bei Software-Entwicklern und Beratern, miserabel dagegen bei Kinos, Gastronomen, Beherbergungsbetrieben und Reisebüros. 30 Prozent der Dienstleister beklagen einen Rückgang des Eigenkapitals, 24 Prozent berichten von Liquiditätsengpässen.

1.3.2021 • 12:46 Uhr

Finnland erklärt Notstand wegen Mutationen

Die finnische Regierung erklärt den Notstand als Folge des starken Anstiegs von Infektionen mit Mutanten des Coronavirus. Damit hat die Regierung das Recht, Restaurants zu schließen und andere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Erregers zu ergreifen. Finnland ist von allen europäischen Ländern bislang am geringsten von der Pandemie betroffen. Bislang wurden 58.064 Infektionen gezählt und 742 Todesfälle verzeichnet.

1.3.2021 • 12:31 Uhr

NRW: Impfstart für Kita- und Schulkräfte ab 8. März

Nordrhein-Westfalen startet am 8. März mit Impfungen für das Personal in Kitas und Schulen. Das kündigte Familienminister Joachim Stamp in Düsseldorf an. Stamp sprach von einem Befreiungsschlag für Beschäftigte und Familien.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa geht es dabei um landesweit 186.000 Kita-Erzieher sowie um 89.000 Lehrer an den Grund-, Förder- und Sonderschulen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich vor einer Woche darauf geeinigt, Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen und Kita-Erzieher in der Impfreihenfolge von der dritten in die zweite Gruppe hochzustufen. Zur Gruppe zwei zählen außerdem viele chronisch Kranke und über 70-Jährige sowie auch Polizisten.

1.3.2021 • 12:19 Uhr

Brasilianische Mutante in Großbritannien nachgewiesen

In Großbritannien sind sechs Fälle einer zuerst in Brasilien erkannten, hoch ansteckenden Coronavirus-Variante gefunden worden. Einer der Fälle betrifft eine Person, die bislang nicht aufgespürt wurde. Wissenschaftlern zufolge ist die Variante ansteckender als das ursprüngliche Virus, zudem könnten die aktuell genutzten Impfstoffe dagegen weniger wirksam sein. Die Variante könnte zudem auch Menschen infizieren, die bereits einmal an Covid-19 erkrankt waren. Direktflüge zwischen Brasilien und Großbritannien sind ausgesetzt.

Die neu entdeckten Fälle wurden auf Personen zurückgeführt, die Anfang Februar über andere europäische Staaten aus Brasilien nach Großbritannien gelangten. Wenige Tage nach ihrer Ankunft verhängte das Königreich eine zehntägige Hotelquarantäne für Einreisende aus Hochrisikogebieten, darunter Brasilien. Drei der Fälle mit der brasilianischen Variante traten in Schottland auf, zwei im Südwesten Englands. Die sechste Person konnte zunächst nicht identifiziert werden, da sie ein Formular mit ihren Kontaktdaten nicht korrekt ausgefüllt hatte. Die Gesundheitsbehörden versuchen nach eigenen Angaben, die Person zu finden. Zudem soll mithilfe von Massentests herausgefunden werden, ob sich die Variante bereits verbreitet hat.

1.3.2021 • 12:17 Uhr

Bund: Weitere Hilfen für Jugendherbergen und Bildungsstätten

Die seit der Corona-Pandemie weitgehend leerstehenden Bildungsstätten und Jugendherbergen bekommen weitere Hilfen vom Bund. Wie das Bundesfamilienministerium in Berlin mitteilte, werden für 2021 weitere 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Mittel zur Absicherung des ersten Halbjahrs können bis zum 28. März beantragt werden. 2020 wurden den Angaben zufolge rund 63 Millionen Euro abgerufen.

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2021 will der Bund Jugendherbergen und Bildungsstätten weitere 100 Millionen Euro in der Corona-Pandemie zur Verfügung stellen. Bild: dpa

"Jugendherbergen, Schullandheime, Familienferienstätten oder Jugendbildungsstätten sind wichtige Bestandteile unserer sozialen Infrastruktur und ein besonderer Schatz, den wir bewahren müssen", erklärte Familienministerin Franziska Giffey. Wenn Reisen und das Zusammentreffen in größeren Gruppen wieder möglich sind, werde man diese Orte der Begegnung "dringender denn je benötigen", sagte sie. Mit den Hilfen im vergangenen Jahr sei ein Bestand von 130.000 Betten gesichert worden.

1.3.2021 • 12:14 Uhr

Österreich startet Verteilung von kostenlosen Schnelltests

In Österreich werden seit Montag kostenlose Corona-Schnelltests verteilt. Jeder Österreicher über 15 Jahre kann sich in den Apotheken des Landes fünf Tests pro Monat abholen. Allerdings hat die Regierung dazu aufgerufen, nicht gleich zum Start der Aktion die Apotheken zu stürmen.

In der ersten Woche sollten rund drei Millionen Tests für 600.000 Personen zur Verfügung stehen, erklärte die Apothekerkammer am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur APA. In der kommenden Woche solle sich die Zahl der bereitstehenden sogenannten "Nasenbohrer-Tests" verdoppeln. 

Die Aktion gilt für Menschen über 15 Jahren, weil Jüngere in Österreich seit einiger Zeit in den Schulen an regelmäßigen kostenlosen Schnelltests teilnehmen können. Die österreichische Regierung beriet am Montag über mögliche Lockerungen der Corona-Restriktionen. Diese sollten offenbar trotz steigender Infektionszahlen beschlossen werden, berichtete APA unter Berufung auf Regierungskreise. Die Ergebnisse der Beratungen sollten im Laufe des Tages bekanntgegeben werden.

1.3.2021 • 12:08 Uhr

Tiefststand bei Corona-Toten - Interpretation schwierig

Die Zahl der binnen 24 Stunden ans Robert Koch-Institut gemeldeten Corona-Todesfälle hat den tiefsten Wert seit Anfang November erreicht - allerdings ist diese Entwicklung mit Vorsicht zu interpretieren. Die Behörden der Bundesländer übermittelten im Laufe des Sonntags 60 neue Fälle von Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, wie aus RKI-Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Kann sich der Trend fortsetzen? Ist das auch eine Folge der Impfungen bei Hochbetagten? Bei der Interpretation des Tiefststandes sind mehrere Dinge zu beachten: - Der Wert bezieht sich explizit nicht darauf, wie viele Menschen binnen eines Tages gestorben sind. Es geht um die Zahl der Meldungen an das RKI. Darin können auch Todesfälle enthalten sein, die schon einige Zeit zurückliegen.

An Montagen sind die Zahlen generell besonders niedrig, weil an Sonntagen weniger gemeldet wird. Am Montag vor einer Woche lag der Wert bei 62, am Montag den 11.1. lag der Wert bei 343. - Die Zahl der Corona-Toten hinkt der Entwicklung bei den Infektionszahlen erwartungsgemäß hinterher. Das RKI zitiert Forschungsergebnisse, denen zufolge zwischen Symptombeginn und Tod mehr oder weniger zwei Wochen vergehen.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte Anfang 2021 über mehrere Wochen deutlich abgenommen und Mitte Februar die tiefsten Werte erreicht. Dass nun auch die Todeszahlen vergleichsweise tiefe Werte erreichen, war deshalb auch erwartbar. - Die Impfungen von Hochbetagten, die grundsätzlich ein besonders hohes Sterberisiko haben, könnten eine Rolle spielen. So hat die Mehrheit der Pflegeheimbewohner bereits zwei Dosen und damit den vollen Impfschutz erhalten.

1.3.2021 • 11:57 Uhr

Corona-Lockerungen in Dänemark

In Dänemark darf der Großteil der Einzelhändler wieder Kunden in seinen Geschäften begrüßen. Nach mehr als zwei Monaten der coronabedingten Schließung dürfen Läden mit einer Fläche von weniger als 5000 Quadratmetern wieder öffnen, sofern sie nicht in einem Einkaufszentrum liegen - die bleiben vorerst nämlich noch dicht. Auch größere Läden wie Möbelhäuser dürfen ihre Türen wieder öffnen, allerdings streng begrenzt: Kunden müssen hier vorab eine Zeit gebucht haben, um in diesen Geschäften einkaufen zu können.

Auch Einrichtungen unter freiem Himmel - also zum Beispiel Zoos, Freizeitparks und Freilichtmuseen - dürfen nun wieder Besucher empfangen, wenn die Gäste einen maximal 72 Stunden alten Corona-Test vorweisen können. Für die Lockerungen erhöht Dänemark seine ohnehin guten Testkapazitäten, um maximal 400 000 PCR- oder Corona-Schnelltests pro Tag machen zu können. Die Neuinfektionszahlen in Dänemark sind seit Mitte Dezember stark gesunken.

1.3.2021 • 11:13 Uhr

Sachsen und Bayern fordern Impfungen in der Grenzregion

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schlägt in den Grenzregion die Impfung aller Erwachsenen über 18 Jahre vor. Dies sei ein effektives Mittel zur Corona-Bekämpfung, sagte der CDU-Politiker. Zum einen seien die Menschen in den Grenzregionen zu Tschechien am meisten gefährdet. Zum anderen könnten die Geimpften dann auch das Corona-Virus nicht an andere weitergeben. Über diese Frage müsse in der Bund-Länder-Runde am Mittwoch gesprochen werden. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert zusätzliche Impfstoffdosen von der EU und der Bundesregierung für Corona-Hotspots.

Söder warnte zudem vor einem "Blindflug in die dritte Welle" hinein. Es dürfe in der Runde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch "kein Öffnungsrausch" entstehen, sondern es müsse "ein kluges und ausbalanciertes Öffnen" geben, sagte Söder. "Wir müssen die richtige Balance finden zwischen Vorsicht und Öffnen." Auch Kretschmer sprach sich in der gemeinsamen Pressekonferenz angesichts der Ausbreitung von Virus-Mutationen gegen eine große Lockerung aus.

1.3.2021 • 10:10 Uhr

EU: Entwurf für digitalen Impfpass noch im März

Die EU-Kommission will noch im März einen Gesetzesentwurf zur Einführung eines digitalen Impfpasses vorlegen. Dies kündigt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Video-Konferenz mit deutschen Unionspolitikern an.

1.3.2021 • 09:36 Uhr

Corona-Krise bremst Anstieg der Löhne

Die Corona-Krise hat den Anstieg der Tarifverdienste in Deutschland 2020 gebremst. Einschließlich Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld lagen die Entgelte der Tarifbeschäftigten zwar um 2,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dies ist nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes aber der geringste Zuwachs seit 2016 mit damals ebenfalls 2,1 Prozent. Die Wiesbadener Behörde bestätigte am Montag ihre vorläufigen Angaben aus dem Dezember. 2019 waren die Tarifverdienste noch um durchschnittlich 3,2 Prozent gestiegen. Positiv aus Sicht der Beschäftigten: Die Tarifverdienste legten im vergangenen Jahr trotz der Lohnzurückhaltung vieler Arbeitgeber wegen der Pandemie deutlich stärker zu als die Verbraucherpreise mit 0,5 Prozent. Unter dem Strich haben viele Arbeitnehmer damit rechnerisch mehr Geld in der Tasche.

Überdurchschnittlich stiegen die Tarifverdienste im Jahr 2020 vor allem im öffentlichen Dienst, wo sich neben regulären Tariferhöhungen auch Corona-Prämien positiv auswirkten. Im Gesundheits- und Sozialwesen verdienten die Tarifbeschäftigten im Vergleich zum Vorjahr 2,5 Prozent mehr. Deutlich unterdurchschnittlich erhöhten sich die Tarifverdienste dagegen im Verarbeitenden Gewerbe (plus 0,7 Prozent). Im Baugewerbe, das als eine der wenigen Branchen relativ gut durch die Krise gekommen ist, gab es mit 1,0 Prozent ebenfalls eine Lohnsteigerung unter dem Durchschnitt.

1.3.2021 • 08:46 Uhr

Giffey: Es muss Öffnungsschritte geben

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) erhofft sich von den Bund-Länder-Gesprächen am Mittwoch Lockerungen der Corona-Beschränkungen. "Für mich ist ganz klar, dass es Öffnungsschritte geben muss", sagte Giffey dem "Handelsblatt". "Die neuen Entwicklungen bei der Zulassung von Selbsttests und das begonnene Impfen geben Rückenwind dafür."  Allerdings sei es sicherlich nicht verantwortbar, alles zeitgleich wieder zu öffnen.

Eine Verlängerung des Lockdowns bis April, wie ihn die Intensiv- und Notfallmediziner fordern, lehnte Giffey ab. Der Einzelhandel ringe bereits mit großen Existenzängsten, und die Politik müsse auch die Zeit nach Corona im Blick behalten: "Wir dürfen nicht in eine Situation kommen, in der unsere Innenstädte veröden, weil die Geschäfte den Lockdown nicht überlebt haben."

1.3.2021 • 08:41 Uhr

Virologe warnt vor neuer Dynamik

Der Virologe Martin Stürmer warnt vor einer dritten Corona-Welle: "Wir haben eine neue Dynamik. Und bevor wir die nicht im Griff haben, sollten wir nicht mit Lockerungen vorpreschen", sagte er im ARD-Morgenmagazin. Deshalb sollten die bisherigen Maßnahmen beibehalten werden. Zusätzlich müsste mehr getestet werden. Für die kommenden Wochen hofft er auf deutlich mehr Impfungen.

1.3.2021 • 08:18 Uhr

Habeck: Zwei Schnelltest pro Woche für jeden

Grünen-Chef Robert Habeck fordert, jedem Bürger zwei Schnelltests pro Woche zu ermöglichen. Er regt an, diese Schnelltests mit Impfungen und dem Nachweis von Immunität gleichzustellen. Damit könnte die Ungleichbehandlung von Geimpften und Nichtgeimpften vermieden werden, schreibt der "Spiegel" unter Berufung auf ein von Habeck mit erarbeitetes Konzept für Alternativen zum Lockdown. Der Grünen-Chef warnt vor gesellschaftlichen Konflikten, wenn Gerichte die Entscheidung darüber fällten, wer wen besuchen könne.

1.3.2021 • 06:32 Uhr

Mannschaftssportverbände fordern Öffnung

Die fünf größten Mannschaftssportverbände in Deutschland fordern eine zügige Aufhebung der Corona-Beschränkungen im Vereinssport. "Es wird langsam Zeit, dass die Kinder wieder die Chance bekommen, ihren Sport zu treiben. Das brauchen nicht nur die Kinder und die Jugendlichen, sondern das brauchen auch wir in den Verbänden und in den Vereinen vor Ort, um in unseren Sportarten einigermaßen eine Perspektive entwickeln zu können", sagte Andreas Michelmann, Sprecher der Initiative Teamsport Deutschland, im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Initiative mit Sitz in Berlin ist die Interessengemeinschaft von Deutscher Basketball Bund (DBB), Deutscher Eishockey Bund (DEB), Deutscher Fußball-Bund (DFB), Deutscher Handballbund (DHB) und Deutscher Volleyball-Verband (DVV).

1.3.2021 • 05:33 Uhr

FDP fordert Öffnungsperspektive für weitere Branchen

Vor den Spitzenberatungen von Bund und Ländern fordert die FDP weitere Öffnungsschritte. "Es ist erfreulich, dass die Friseure wieder öffnen. Systematisch ist das allerdings nicht, weil es auch in anderen Branchen vergleichbare Hygienekonzepte gibt", sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, der Nachrichtenagentur dpa. Er wies darauf hin, dass es schon Abweichungen einiger Bundesländer von der Linie von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gebe. "Wir brauchen deshalb dringend einen bundesweiten Stufenplan, der Orientierung gibt und Perspektive schafft. Die Bundeskanzlerin und ihr Kanzleramtsminister dürfen die Menschen nicht schon wieder enttäuschen", so Buschmann. Die Corona-Beratungen müssten zu einem konkreten Ergebnis führen. Das Land und seine Menschen "warten sehnsüchtig auf eine Öffnungsperspektive".

1.3.2021 • 05:14 Uhr

RKI: Mehr als 4700 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4732 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 60 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4369 Neuinfektionen und 62 neue Todesfälle registriert.

Nach Angaben des RKI erhöhte sich die Sieben-Tages-Inzidenz auf 65,8. Am Sonntag lag sie bei 63,8. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg auf 2.447.068. 

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

1.3.2021 • 04:37 Uhr

Maas: Keine Kontrollen an Grenze zu Frankreich

Bundesaußenminister Heiko Maas hat versichert, dass es trotz der Einstufung der französischen Grenzregion Moselle als Gebiet mit besonders gefährlichen Coronavirus-Varianten dort keine stationären Grenzkontrollen geben wird. "Kaum eine Region ist so vom grenzüberschreitenden Leben und Arbeiten geprägt wie die zwischen Saar und Mosel. Ich habe den Maßnahmen deshalb nur unter der Bedingung zugestimmt, dass es keine erneuten Grenzkontrollen gibt", sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur dpa.

Die Bundesregierung hatte am Sonntag das an das Saarland und an Rheinland-Pfalz grenzende Département Moselle mit seinen etwa eine Million Einwohnern ab Dienstag als Virusvariantengebiet eingestuft.

1.3.2021 • 03:50 Uhr

Südafrika verzeichnet Rückgang bei Neuinfektionen

Angesichts eines Rückgangs bei den Corona-Neuinfektionen hat Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa eine Lockerung der Pandemie-bedingten Maßnahmen angekündigt. Die Zahl der Infektionen nehme "dramatisch" ab, sagte Ramaphosa in einer vom Fernsehen übertragenen Rede. Die Alarmstufe wegen des Coronavirus in dem Land werde deshalb in der Nacht zum Montag von drei auf eins gesenkt. Die Ausgangssperre soll nur noch von Mitternacht bis um 04.00 Uhr morgens andauern. In der vergangenen Woche habe es knapp 10.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben, sagte Ramaphosa. Dies waren 30.000 Neuansteckungen weniger als in der letzten Januarwoche.  Als Ursachen für den Rückgang bei den Neuinfektionen wie auch bei den Covid-19-bedingten Krankenhausaufenthalten nannte Ramaphosa gesundheitspolitische Maßnahmen, eine Veränderung der Verhaltensweisen in der Bevölkerung sowie wachsende Immunität.

1.3.2021 • 02:54 Uhr

Lockerungen: Friseure öffnen wieder

Nach zweieinhalb Monaten im Corona-Lockdown dürfen heute bundesweit die Friseure wieder öffnen. Sie mussten seit dem 16. Dezember geschlossen bleiben, damals begann der harte Lockdown. In einigen Bundesländern öffnen zudem auch andere Einrichtungen, darunter sind etwa Gartenmärkte, Blumenläden, Fußpflegesalons oder Fahrschulen.

Die Entscheidung zur bundesweiten Öffnung der Friseurbetriebe war beim vergangenen Bund-Länder-Treffen am 10. Februar getroffen worden. Am Mittwoch kommen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut zusammen - auch um über eine weitere Öffnungsperspektive im andauernden Lockdown zu sprechen. Der Druck vor den Beratungen ist erheblich, da auf der einen Seite der Wunsch nach mehr Freiheiten wächst, Experten aber zugleich den Beginn einer dritten Pandemie-Welle sehen. Zentrale Corona-Kennzahlen steigen seit einiger Zeit wieder an, Grund dürfte die Ausbreitung von ansteckenderen Virusvariationen sein.

1.3.2021 • 02:33 Uhr

Bericht: AstraZeneca stößt Beteiligung an Moderna für mehr als eine Milliarde Dollar ab

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat einem Zeitungsbericht zufolge seine Beteiligung an dem US-Biotech-Unternehmen Moderna verkauft. AstraZeneca habe seine Anteile in Höhe von 7,7 Prozent für 1,2 Milliarden Dollar abgestoßen, nachdem Aktien des US-Pharmaherstellers wegen des Durchbruchs beim Coronavirus-Impfstoff in die Höhe geschnellt waren, berichtete die britische Zeitung "The Times". Es sei jedoch nicht klar, über welchen Zeitraum die in Großbritannien ansässige AstraZeneca ihre Beteiligung an Moderna verkauft habe. Eine Partnerschaft der beiden Biotechnologieunternehmen bliebe für andere Behandlungsmethoden bestehen, hieß es in dem Bericht weiter. Moderna, dessen Impfstoff in den USA für den Notfall zugelassen ist, erwartet aufgrund des Impfstoffs einen Umsatz von 18,4 Milliarden Dollar in im Jahr 2021.

1.3.2021 • 02:14 Uhr

Brasiliens Hauptstadt verhängt Lockdown

Brasiliens Hauptstadt Brasilia hat sich in einen Corona-Lockdown begeben. Gouverneur Ibaneis Rocha ordnete die Schließung von Bars, Restaurants, Shoppingzentren und Schulen bis zum 15. März an. Der Verkauf alkoholischer Getränke nach 20 Uhr wurde verboten. Etwa ein Dutzend weitere Bundesstaaten in dem schwer von der Pandemie getroffenen Land versuchen mit neuen Maßnahmen, die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, die zu einer zunehmenden Belegung der Intensivbetten in einigen wichtigen Städten des Landes führt.

1.3.2021 • 02:09 Uhr

Scholz macht Hoffnung auf Reisen im Sommer

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) macht Hoffnungen auf Urlaubsreisen im Sommer. "Im Sommer werden zig Millionen geimpft sein, und das kann ja nicht konsequenzenlos bleiben", sagte der Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat der "Bild". Es bestehe "berechtigte Hoffung, dass wir im Sommer wieder im Biergarten sitzen können".

1.3.2021 • 02:01 Uhr

USA erwarten Impfstoff von Johnson & Johnson am Dienstag

Die ersten Dosen des in den USA neu zugelassenen Impfstoffs von Johnson & Johnson sollen in den Vereinigten Staaten nun am Dienstag ausgeliefert werden. Bundesbeamte würden eine gerechte Verteilung überwachen, erklärte ein Regierungsvertreter. Zuvor hieß es, das Vakzin könne bereits am Sonntag oder Montag ausgegeben werden.

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 01. März 2021 um 07:39 und die tagesschau um 12:00 Uhr.