Die US-Flagge auf dem Dach des Kapitols in Washington. | AFP
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Liveblog zur Corona-Pandemie ++ Mehr als 500.000 Tote in den USA ++

Stand: 22.02.2021 23:41 Uhr

Die USA beklagen laut Johns-Hopkins-Universität mehr als eine halbe Million Corona-Tote. Für den Freiburger Virologen Hengel sind Impfungen das wichtigste Mittel zur Bewältigung der Pandemie. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.


  • Mehr als 500.000 Corona-Tote in den USA
  • Gefälschte Todeszahlen? - New Yorks Gouverneur Cuomo unter Druck
  • Grundschul- und Kita-Personal soll nun früher geimpft werden
  • Laut Studie weniger Ansteckungen nach BioNTech-Impfung
  • Deutsche Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 61,0
  • Grundschulen und Kitas öffnen in zehn Bundesländern
22.2.2021 • 23:41 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

22.2.2021 • 23:40 Uhr

Brinkhaus mahnt zu Vorsicht bei Öffnungsschritten

CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus hat zu Vorsicht bei weiteren Öffnungsschritten in der Corona-Pandemie gemahnt. Es gehe darum, dass man "Schritt für Schritt sehr bewusst setzt", sagte er in den tagesthemen. "Weil eins wäre sehr, sehr schlecht: Wenn wir jetzt lockern und dann in drei oder vier Wochen wieder den Schritt zurück machen müssen. Und dann wieder in den Lockdown hinein gehen müssen." Brinkhaus fügte hinzu: "Ich glaube, alle Leute sind mittlerweile - auch ich - ziemlich durch." Ein "Rein und Raus" bei den Corona-Beschränkungen wäre nicht gut. "Und deswegen darf es nur in eine Richtung gehen. Und deswegen ist jeder Schritt wirklich mit Vorsicht zu setzen."

22.2.2021 • 22:48 Uhr

Mehr als eine halbe Million Corona-Tote in den USA

Die USA verzeichnen ein neuen, traurigen Rekord. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind in dem Land an oder mit dem Coronavirus mehr als 500.000 Menschen gestorben. Demnach wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 28 Millionen Infektionen bestätigt. In den USA leben etwa 330 Millionen Einwohner.

Kritiker machen das Krisenmanagement des damaligen Präsidenten Donald Trump für das Ausmaß der Pandemie in dem Land mitverantwortlich. Sein Nachfolger Joe Biden hat den Kampf gegen das Coronavirus zu seiner dringlichsten Aufgabe erklärt.  Biden kündigte am Montag an, in Erinnerung an die Corona-Toten sollten die Fahnen fünf Tage lang auf Halbmast gesetzt werden. Der Präsident wollte am Abend eine Schweigeminute für die Opfer abhalten. Er sagte zuvor: "Ab dieser Woche im dunklen Winter der Covid-19-Pandemie sind mehr als 500 000 Amerikaner an dem Virus gestorben. Damit sind in einem einzigen Jahr wegen dieser Pandemie mehr Amerikaner gestorben als im Ersten Weltkrieg, dem Zweiten Weltkrieg und dem Vietnamkrieg zusammengenommen."

22.2.2021 • 21:41 Uhr

New Yorker Kinos kurz vor der Öffnung

Seit rund einem Jahr sind die Kinos in der US-Metropole New York geschlossen. Ab kommender Woche dürfen sie mit Einschränkungen wieder öffnen. Es dürften nur ein Viertel der Plätze besetzt werden, pro Filmvorführung dürften nicht mehr als 50 Menschen anwesend sein, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. Zudem müssten Masken-, Abstands- und Hygieneregeln beachtet werden. Auch Lüften gehöre zu den Bedingungen. Damit verkündete der Gouverneur schon zum wiederholten Mal innerhalb weniger Wochen neue Lockerungen: Zuvor hatte er unter anderem mitgeteilt, dass Vergnügungsparks und Vergnügungseinrichtungen in Innenräumen wie beispielsweise Trampolin-Zentren oder Spielhallen demnächst wieder öffnen dürfen. Außerdem waren Stadien wieder eingeschränkt für Großveranstaltungen freigegeben und die Innenräume der Restaurants, Cafés und Bars bei eingeschränkter Kapazität wieder geöffnet worden.

New York - einst Epizentrum der Pandemie in den USA - hat die zweite Welle auch wegen streng durchgesetzter Maßnahmen bislang vergleichsweise gut und mit in der Spitze weniger Krankenhaus-Einweisungen als bei dem fatalen ersten Ausbruch im Frühjahr 2020 überstanden.

22.2.2021 • 21:20 Uhr

Virus wird uns noch "einige weitere Winter" beschäftigen

Der Chefmediziner Großbritanniens, Chris Witty, sagt noch lange anhaltende Probleme mit dem Virus voraus. Das Thema werde das Land noch "einige weitere Winter" beschäftigen, so Witty auf einer Pressekonferenz. Impfungen würden die Neuinfektionen und Zahl der neuen Toten zwar senken, man werde sie dadurch aber nicht komplett abschütteln können.

22.2.2021 • 21:18 Uhr

ARD extra zur aktuellen Corona-Lage

Lernende und Lehrende freuen sich, dass die Schulen endlich wieder öffnen dürfen - trotz steigender Zahlen. Was sagt Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher dazu? In seiner Stadt sind die Schulen noch geschlossen. Wie groß ist Gefahr durch die Mutationen und wie entstehen sie? Gegen die britische scheinen die Impfstoffe gut zu wirken, nicht aber unbedingt gegen die südafrikanische. Wie ist die Situation in dem Land, in dem diese Variante entdeckt wurde? Antworten auf diese und andere Fragen bietet die Sendung ARD extra.

22.2.2021 • 21:08 Uhr

"Die Impfstoffe sind das entscheidende Mittel"

Durch die Virus-Mutationen, insbesondere der britischen, besteht nach Ansicht des Virologen, Hartmund Hengel, von der Uni Freiburg durchaus die Gefahr einer Dritten Welle. Maßnahmen wie die Schulöffnungen würden daher gewisse Risiken bergen, sagte er in der Sendung ARD extra. Um die Pandemie zu bewältigen, bedürfe es der Impfstoffe. Sie seien "das entscheidende Mittel gegen die Pandemie und gegen die Virusvarianten". Aufgrund des sich ständig verändernden Coronavirus' geht Hengel davon aus, dass es in Zukunft Auffrischungsimpfungen geben wird.

22.2.2021 • 20:37 Uhr

Rewe profitiert von Corona-Einschränkungen

Die Rewe-Gruppe hat 2020 von den Corona-Einschränkungen profitiert und sieht sich auf dem Sprung zum zweitgrößten Lebensmittelhändler in Europa. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das genossenschaftliche Kölner Handels- und Touristikunternehmen nach eigenen Angaben erstmals die Marke von 75 Milliarden Euro Umsatz geknackt. "Wir dürften in Europa Carrefour und Aldi überholt haben", sagte der Rewe-Vorstandsvorsitzende Lionel Souque der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Die Schwarz-Gruppe, die mit ihren Sparten Lidl und Kaufland weltweit mehr als 12.000 Filialen betreibt, erreichte zuletzt einen Umsatz von mehr als 110 Milliarden Euro. Zwölf Milliarden Euro des Umsatzwachstums von Rewe entfielen den Angaben zufolge auf die Übernahme von Lekkerland. "Auch im Ergebnis werden wir die Verluste aus anderen Bereichen wie der Touristik ausgleichen», kündigte Souque an mit Blick auf die Umsatzeinbußen der Tochtergesellschaft DER Touristik.

22.2.2021 • 20:34 Uhr

Niederländische Gastronomen verklagen Regierung wegen Corona-Maßnahmen

Die Regierung von Ministerpräsident Mark Rutte will Medienberichten zufolge am Dienstag Lockerungen ankündigen, allerdings nicht für den Gastronomie-Sektor. Erwartet wird laut den Berichten eine Lockerung für Friseure und manche Schulen. Eine Lockerung der nächtlichen Ausgangssperre zwischen 21.00 Uhr und 04.30 Uhr sowie eine teilweise Öffnung von Restaurants, Bars und Cafés sei aber nicht vorgesehen. Gastronomie-Betriebe sind in den Niederlanden seit Mitte Oktober geschlossen.

Der Gastronomie-Verband, der nach eigenen Angaben rund 20.000 Betriebe mit 255.000 Angestellten vertritt, will nun per Gerichtsurteil eine Öffnung "so schnell wie möglich" erreichen. Viele Betriebe stünden vor dem Bankrott. Zudem fordert der Verband finanzielle Entschädigungen. 

22.2.2021 • 20:08 Uhr

Vorerst keine Grenzkontrollen in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Trotz der angespannten Corona-Lage im französischen Département Moselle soll es im Saarland und in Rheinland-Pfalz vorerst keine Grenzkontrollen geben. Es werde eine Taskforce eingerichtet, um gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie abzustimmen, teilten die Regierungschefs der beiden Bundesländer Malu Dreyer (SPD) und Tobias Hans (CDU) mit. Dieser Taskforce würden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und sein französischer Amtskollege Olivier Véran, Vertreter der Außenministerin, regionale Vertreter sowie Dreyer und Hans angehören.

Deutschland hatte von Mitte März bis Mitte Mai 2020 wegen der Pandemie Grenzkontrollen eingeführt und teils Übergänge geschlossen. Beamte der Bundespolizei und der bayerischen Grenzpolizei kontrollieren seit dem 14. Februar wegen der Corona-Situation an der Grenze zu Tschechien und Tirol den Verkehr - und verwehren allen die Einreise, die nicht unter Ausnahmeregelungen fallen.

22.2.2021 • 20:02 Uhr

Gefälschte Todeszahlen? - New Yorks Gouverneur Cuomo unter Druck

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo kommt in der Corona-Krise wegen hoher Todeszahlen in Pflegeheimen unter Druck. Hintergrund ist, dass die Zahl der Todesfälle in den Heimen zuletzt stark nach oben korrigiert wurde - von 8500 auf mehr als 15.000. Mehrere Medien berichten, dass Abgeordnete des Staates eine Verschleierung der Ausmaße durch Cuomo vermuten. Als Konsequenz planten sie, seine Machtbefugnisse zum direkten Erlassen von Notfallmaßnahmen einschränken zu wollen. Ebenfalls wurde bekannt, dass die Bundespolizei FBI und Ermittler im Staat New York das Vorgehen der Regierung bezüglich Pflegeheimen untersuchten

22.2.2021 • 19:56 Uhr

Spahns Schnelltest-Pläne vorerst gestoppt

Schnelltests für alle, kostenlos und ab 1. März - so hatte es Gesundheitsminister Spahn angekündigt. Doch nun macht das "Corona-Kabinett" einen Strich durch die Rechnung.

22.2.2021 • 19:09 Uhr

Frühere Impfungen für Lehrer und Kita-Personal

Zum Schutz vor Corona-Infektionen sollen sich Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher in Kitas früher impfen lassen können als bisher geplant. Das teilte der Vorsitzende der Länder-Gesundheitsminister, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, nach Beratungen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit.

Diese Beschäftigten sollten von der dritten in die zweite Gruppe der Impf-Reihenfolge vorgezogen werden, soweit nötiger Impfstoff in den Ländern da sei. Spahn hat dazu einen Entwurf für eine Änderung der Impfverordnung in die Abstimmung gegeben, die voraussichtlich an diesem Mittwoch in Kraft treten soll.

22.2.2021 • 18:53 Uhr

Laschet gegen Stufenplan für Lockerungen

CDU-Chef Armin Laschet hat sich gegen einen starren Stufenplan als Weg aus dem Corona-Lockdown ausgesprochen. "Ein Stufenplan, der regelt, welche Inzidenzwerte erreicht werden müssen, um bestimmte Bereiche wieder zu öffnen, könnte uns zu sehr binden", sagte der NRW-Ministerpräsident der "Stuttgarter Zeitung".

Wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert - also die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - etwa nachhaltig knapp über 35 pendele, sei es nicht möglich, den Einzelhandel noch monatelang geschlossen zu halten. "Starre Automatismen helfen in dieser unklaren Lage nicht weiter", ergänzte Laschet.

Man werde auch weiterhin "auf Basis aktueller Erkenntnisse entscheiden müssen, nicht allein aufgrund der Inzidenzwerte". Wenn die Gesundheitsämter bald alle digitalisiert seien, könnten sie mehr Kontakte nachverfolgen, auch der flächendeckende Einsatz von Schnelltests biete mehr Sicherheit. So seien auch bei etwas höheren Werten mindestens punktuelle Öffnungen möglich.

22.2.2021 • 18:40 Uhr

Städte wollen vermehrt kontrollieren

Der Deutsche Städtetag hat angesichts des frühlingshaften Wetters verstärkte Kontrollen der Corona-Regeln angekündigt. "Wir sehen aktuell, dass die Infektionszahlen wieder steigen, und müssen sehr vorsichtig sein. Wenn wir leichtsinnig werden, verspielen wir die Erfolge der vergangenen Wochen", sagte Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, der "Rheinischen Post".

"Wo es nötig ist, werden die Städte daher vermehrt beliebte öffentliche Plätze kontrollieren." Klar sei aber, dass nicht an jeder Ecke Mitarbeiter der Städte stehen könnten, schränkte Dedy ein. Er appellierte daher an die Bürger, sich weiter an Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten. «Die Menschen müssen verantwortlich handeln, dann können wir trotz Corona alle das gute Wetter genießen.»

22.2.2021 • 18:23 Uhr

Ungarn: Parlament billigt Notstand für weitere 90 Tage

Das ungarische Parlament hat am Dienstag wegen der Corona-Pandemie die Verlängerung des Gefahrennotstands für weitere 90 Tage gebilligt. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban hatte sich diesen bereits im vergangenen November für die von der Verfassung vorgesehene Dauer von 90 Tagen gewähren lassen. Bei dem Votum stimmten 133 Abgeordnete des rechtsnationalen Regierungslagers für, 55 gegen die Verlängerung des Notstands. Ein Volksvertreter enthielt sich der Stimme.

Im November hatte die Opposition der damaligen Regierungsvorlage noch zugestimmt. Ihre nunmehrige Ablehnung begründeten Oppositionsvertreter damit, dass Orban seine Machtfülle inzwischen dazu missbraucht habe, um die Korruption auszuweiten, die Universitätsautonomie abzuschaffen und dem unabhängigen Radiosender Klubradio die Sendelizenz zu entziehen. Der Gefahrennotstand ist die Grundlage für verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die in Ungarn seit November gelten.

22.2.2021 • 18:07 Uhr

Regierung erwartet zehn Millionen Impfdosen bis März

Die Bundesregierung erwartet, dass bis zum 4. März mindestens zehn Millionen weitere Impfdosen geliefert werden. Das geht aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Danach werden von der Firma BioNTech weitere 5.844.150 Impfdosen erwartet, von der Firma AstraZeneca 4.154.400 sowie von Moderna 343.000. Allerdings habe Moderna nur für die ersten Woche überhaupt Lieferzahlen genannt, so dass die Gesamtzahl nicht endgültig sein dürfte. Im zweiten Quartal sollen die Zahlen dann rapide ansteigen.

22.2.2021 • 18:01 Uhr

Gesundheitsministerium bittet Bundeswehr um Amtshilfe

Das Gesundheitsministerium hat die Bundeswehr im Rahmen der Amtshilfe gebeten, ab März 2021 jeweils ein Impfzentrum in Bonn und Berlin zu betreiben. Damit wolle sich der Bund darauf vorbereiten, dass Staatsbedienstete der Prioritätengruppe 2 geimpft werden könnten, heißt es in Regierungskreisen. Dies betreffe etwa Polizisten oder Soldaten. Diese waren in der Prioritätengruppe hochgestuft worden, weil der Impfstoff AstraZeneca nur für Personen unter 65 Jahren verimpft werden soll und deshalb nicht an ältere Personen verabreicht wird. Zuvor hatte der "Spiegel" über eine entsprechende Anfrage berichtet.

22.2.2021 • 17:56 Uhr

Mehr Menschen nutzen Warnfunktion der Corona-App

Der Anteil derjenigen, die bei einem positiven Testergebnis die Corona-Warnapp nutzen, um ihre Kontakte zu informieren, hat sich auf etwa 60 Prozent erhöht. Darauf wurde am Montag von Seiten der Bundesregierung hingewiesen. Der Anstieg sei sehr positiv, aber weiterhin "noch ausbaufähig" hieß es dazu weiter. Im vergangenen Jahr hatte die Warnquote teilweise nur zwischen 30 und 40 Prozent gelegen. Die Zahl derjenigen, die sich die Warnapp heruntergeladen haben, ist den Angaben zufolge inzwischen auf 25,8 Millionen gestiegen.

22.2.2021 • 17:01 Uhr

England: Ab Ende Juni keine Einschränkungen mehr

Die britische Regierung will bis zum 21. Juni alle Beschränkungen in der Coronavirus-Pandemie in England aufheben. Das sagte der britische Premierminister Boris Johnson bei der Vorstellung seines Lockdown-Fahrplans im britischen Unterhaus in London.

Der Lockdown soll in mehreren Schritten im Abstand von fünf Wochen aufgehoben werden. Voraussetzung ist demnach jedoch, dass sich die positiven Trends bei der Reduzierung von Infektionszahlen und der Impfkampagne fortsetzen ließen und keine neue Virus-Variante die Lage verändere. Ausschlaggebend seien nicht die vorgesehenen Zeitpunkte, sondern die Daten aus der Pandemie, sagte Johnson.

22.2.2021 • 16:46 Uhr

Slowakei will EU um Impfstoff-Vorschuß bitten

Der slowakische Außenminister erbittet von der EU eine vorgezogene Impfstoff-Auslieferung zur Bekämpfung der "tragischen" Lage. Zudem fragt die Slowakei über den Notfallmechanismus der EU die Hilfe von 10 Ärzten und 25 Krankenschwestern aus dem Ausland an. "Ich werde meine Außenminister-Kollegen über die sehr ernste und sozusagen tragische Situation informieren, die wir mit Covid haben", sagt Ivan Korcok in Brüssel. Er sehe dies als eine gute Möglichkeit, die Zusammenarbeit in der EU zu bekräftigen. Nach Angaben der Regierung waren bis Sonntag 272.341 Menschen mit mindestens einer Dosis geimpft worden, was leicht über dem Durchschnitt der Europäischen Union liegt.

22.2.2021 • 16:37 Uhr

Studie: Weniger Ansteckungen nach Biontech-Impfung

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer verhindert einer Analyse britischer Daten zufolge nicht nur Erkrankungen, sondern schon die bloße Ansteckung mit dem Coronavirus. Das Risiko für eine Infektion sinke nach der ersten der beiden vorgesehenen Dosen wohl um rund 70 Prozent, nach der zweiten um etwa 85 Prozent, teilte die britische Gesundheitsbehörde Public Health England unter Berufung auf vorläufige, noch nicht von unabhängigen Experten geprüfte Daten mit.

"Das deutet darauf hin, dass das Vakzin auch dabei helfen könnte, die Übertragung des Virus zu unterbrechen, weil man das Virus nicht weitergeben kann, wenn man nicht infiziert ist", hieß es in der Mitteilung. Die gemeldeten Werte gehen auf die "Siren"-Studie zurück, bei der für eine Gruppe von etwa 40.000 Mitarbeitern aus dem Gesundheitsbereich regelmäßig Fragebögen zu Symptomen, Abstriche und Blutserum-Proben analysiert werden.

Bestätigt sich durch weitere Analysen, dass die derzeit eingesetzten Impfstoffe die Weitergabe des Virus deutlich reduzieren, ließe sich die Pandemie mit den laufenden Impfkampagnen effektiv ausbremsen - und das umso schneller, je zügiger große Teile der Bevölkerung geimpft werden.

22.2.2021 • 16:27 Uhr

Baerbock: Anspruch auf Förderung für jedes Kind

Grünen-Chefin Annalena Baerbock pocht auf eine stärkere Unterstützung von Schülerinnen und Schülern in der Corona-Krise. Es brauche einen staatlich zugesicherten Anspruch auf Bildung für jedes Kind und jeden Jugendlichen, sagte Baerbock am Montag in Berlin. Dabei gehe es vor allem um jenes Fünftel, dem es an digitaler Ausstattung, Internet zuhause und Unterstützung fehle und die deswegen in den vergangenen Monaten nicht erreicht worden seien. "Wir brauchen einen bundesweiten Anspruch auf Corona-Förderung für jedes Kind", verlangte Baerbock.

Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. | dpa

Grünen-Chefin Annalena Baerbock fordert einen bundesweiten Anspruch auf Corona-Förderung für jedes Kind. Bild: dpa

Dazu müsse geprüft werden, ob es Rückstände im Lernstoff gebe, damit jedes Kind individuelle Unterstützung bekommen könne. Es brauche einen Fonds, aus dem zusätzliche Nachhilfe bezahlt werden könne, etwa von Studenten im Masterstudium.

22.2.2021 • 16:19 Uhr

Bund will rasches Rettungspaket für Flughäfen

Nach längeren Verhandlungen macht die Bundesregierung nun Tempo beim Rettungspaket für die von der Corona-Krise hart getroffenen Flughäfen. "Unsere beiden Häuser arbeiten bereits mit Hochdruck an der Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen", heißt es in einem Brief von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Bundesfinanzminister Olaf Scholz, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. In Regierungskreisen hieß es, das Geld an die Airports soll möglichst schnell fließen. Zuvor müsse sich noch das Kabinett damit befassen.

22.2.2021 • 14:58 Uhr

Bundesregierung: "Die gute Entwicklung ist vorbei"

Wegen der Ausbreitung der ansteckenderen Coronavirus-Variante hat die Bundesregierung Hoffnungen auf weitere rasche Lockdown-Öffnungen gedämpft. Der Anteil der zuerst in Großbritannien aufgetretenen Variante betrage 20 bis 25 Prozent, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Man müsse davon ausgehen, dass dieser Anteil noch weiter zunehme.

"Die gute Entwicklung, die uns über längere Zeit täglich sinkende Infektionszahlen beschert hat, ist im Moment vorbei. Die Zahlen steigen wieder. Der Anteil der gefährlicheren, weil deutlich ansteckenderen Virusmutationen wächst", sagte Seibert und mahnte zu Geduld. Bereits durch die Teilöffnungen der Schulen in den meisten Bundesländern gebe es "ein erhebliches Mehr an Kontakten und damit auch an Übertragungsrisiken".

Am 3. März wollen Bund und Länder erneut über die Lage beraten. Ab dem 7. März sollen Geschäfte dort wieder öffnen können, wo es regional drei Tage lang nicht über 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und sieben Tagen gibt.

22.2.2021 • 14:40 Uhr

Italien verlängert Reiseverbot zwischen Regionen

Italien hat wegen steigender Corona-Zahlen das Reiseverbot zwischen den Regionen des Landes um gut einen Monat verlängert. Damit dürfen die Menschen bis 27. März ihre eigenen Regionen nicht verlassen. Ausnahmen gelten etwa für die Arbeit und in Notfällen. Das entschied die neue Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi.

Außerdem sind Besuche in anderen Privathaushalten nur sehr eingeschränkt möglich. In sogenannten Roten Zonen mit hohem Corona-Risiko sollen die Menschen sogar möglichst ganz zu Hause bleiben, mit Ausnahmen zum Beispiel für Wege zu einer dringenden Arbeit.

22.2.2021 • 14:23 Uhr

Steinmeier und WHO-Chef rufen zu Impf-Solidarität auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, fordern mehr Gerechtigkeit bei der globalen Covid-19-Impfstoffverteilung. Ob und wie überzeugend die weltweite Zusammenarbeit in dieser Frage gelinge, sei auch ein "Lackmustest der internationalen Solidarität", sagte Steinmeier.

Auch wenn Regierungen zuerst der eigenen Bevölkerung verpflichtet seien, dürfe die internationale Dimension der Corona-Pandemie nicht aus dem Blick gelassen werden. "Je rascher auch wir in Deutschland und Europa bereit sind, ein wenig von dem abzugeben, was uns gesichert ist, desto eher können wir das Infektionsgeschehen global eindämmen, desto eher schützen wir uns alle gegen das Risiko neuer und immer gefährlicherer Mutationen", so Steinmeier.

WHO-Generaldirektor Tedros würdigte die jüngsten Finanzzusagen für die internationale Covax-Impfkampagne als "umfangreich", wies aber darauf hin, dass Geld wirkungslos sei, wenn dafür kein Impfstoff gekauft werden könne. Es habe Auswirkungen auf die Covax-Verträge, wenn Industrieländer die Impfhersteller direkt kontaktierten, um sich mehr Impfstoff zu sichern. Denn bereits zugesagte Impfdosen seien infolgedessen reduziert worden.

22.2.2021 • 13:48 Uhr

Durchsuchung bei Hallenser OB wegen vorzeitiger Impfungen

In der Affäre um vorzeitige Corona-Impfungen hat die Staatsanwaltschaft in Halle an der Saale die Diensträume von Oberbürgermeister Bernd Wiegand durchsuchen lassen. Wiegand sei verdächtig, für sich und andere unter Missachtung der Impfreihenfolge Impfungen ermöglicht zu haben, teilten die Ermittler mit. Es liege womöglich der Straftatbestand der veruntreuenden Unterschlagung vor.

Medienrecherchen hatten in den vergangenen Wochen ans Licht gebracht, dass der Katastrophenschutzstab der Stadt Halle ein eigenes System zur Verwendung übriggebliebener Impfdosen eines Tages etabliert hatte. Dies hatte offensichtlich dazu geführt, dass in Halle anstelle der ersten Berechtigungsgruppe mit Pflegebedürftigen, über 80-Jährigen und medizinischem Personal unter anderen Wiegand selbst sowie weitere Mitglieder des Katastrophenschutzstabs und mindestens zehn Stadträte geimpft wurden.

22.2.2021 • 13:46 Uhr

Experten skizzieren Plan für Kulturevents nach Lockdown

Rund 40 Verbände, Veranstalter und Einrichtungen aus Sport und Kultur haben ein Konzept für die schrittweise Rückkehr von Zuschauern in Stadien, Theatern und Sporthallen vorgelegt. Danach könnten mit Hygienekonzepten, groß angelegten Tests und systematischer Kontakt-Nachverfolgung in Gebäuden 25 bis 30 Prozent der Zuschauer zugelassen werden, an der frischen Luft 35 bis 40 Prozent. Mit spezifischen Konzepten seien auch höhere Auslastungen möglich. Auf einen Zeitpunkt für die Umsetzung legen sich die Organisationen nicht fest.

22.2.2021 • 13:30 Uhr

Côte d'Azur verschärft Regeln

Angesichts stark gestiegener Corona-Infektionszahlen wird in Teilen der südfranzösischen Region Alpes-Maritimes rund um Nizza an den nächsten beiden Wochenenden ein neuer Lockdown verhängt. Betroffen sei die Küstenregion zwischen Menton und Theoule, sagte ein Vertreter der Regionalregierung. Weitere Geschäfte müssten dann schließen. Lebensmittelgeschäfte würden aufgefordert, ihre Öffnungszeiten zu staffeln. Auch die Pflicht zum Tragen von Masken in der Öffentlichkeit würde wieder verschärft. Die Lage in der Region habe sich "stark verschlechtert". Deswegen solle auch die Impfkampagne beschleunigt werden. Es seien zusätzliche Impfdosen bei den Herstellern Pfizer und AstraZeneca bestellt worden.

Das Gebiet an der französisch-italienischen Grenze hat derzeit einen Inzidenzwert von 588 Neuinfektionen auf 100.000 Menschen. Die britische Coronavirus-Variante sei zudem sehr verbreitet.

Menschen gehen auf der Promenade in Nizza entlang | REUTERS

Menschen flanieren auf der Strandpromenade von Nizza. Aufgrund stark steigender Zahlen wird in der Region Alpes-Maritimes den nächsten beiden Wochenenden ein neuer Lockdown verhängt. Bild: REUTERS

22.2.2021 • 13:30 Uhr

OECD-Chef mahnt zur Unterstützung Afrikas

Für einen Ausweg aus der Corona-Krise hat der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu mehr internationalem Engagement für den afrikanischen Kontinent aufgerufen. "Das Ende der Pandemie und die globale Erholung der Wirtschaft können ein Trugbild werden, wenn sie Afrika nicht mit einschließen", sagte Angel Gurría beim 20. Afrika-Wirtschaftsforum der Organisation.

Die Pandemie trifft demnach afrikanische Staaten hart. Prognosen zeigten etwa, dass Rücklagen für das Jahr 2020 um 18 Prozent gesunken seien könnten. Das Bruttoinlandprodukt auf dem Kontinent sei im Schnitt um drei Prozent geschrumpft, sagte der OECD-Chef der .

22.2.2021 • 12:16 Uhr

Geschäftsklima steigt trotz Lockdown

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Februar trotz Corona-Beschränkungen aufgehellt. Verglichen mit dem Vormonat stieg das Ifo-Geschäftsklima um 2,1 Punkte auf 92,4 Zähler, wie das Ifo-Institut in München mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Oktober.

Analysten hatten zwar mit einer Verbesserung gerechnet, allerdings nur mit einer geringfügigen auf 90,5 Punkte. "Die deutsche Wirtschaft zeigt sich trotz Lockdown robust, vor allem wegen der starken Industriekonjunktur", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Situation. Die Unternehmen bewerteten sowohl ihre momentane Lage besser als auch die Zukunftsaussichten.

Das Geschäftsklima stieg in allen betrachteten Wirtschaftssektoren an. Selbst in dem von den Corona-Beschränkungen stark getroffenen Handel besserte es sich etwas. In der Industrie, die durch den Lockdown wesentlich weniger stark betroffen ist als der Handel und die Dienstleister, stieg das Geschäftsklima sogar auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren.

22.2.2021 • 12:12 Uhr

Guterres: Pandemie nicht nutzen, um "die grundlegendsten Freiheiten abzuschaffen"

Die Corona-Pandemie darf nach den Worten von UN-Generalsekretär António Guterres kein Vorwand für das Vorgehen gegen Andersdenkende sein. "Abweichende Meinungen" würden ebenso wie Medien zum Schweigen gebracht, beklagte Guterres in einer Video-Botschaft zum Auftakt einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf, ohne dabei bestimmte Länder zu nennen.

Antonio Guterres, UN-Generalsekretär, ist bei seiner Ansprache während der 46. Sitzung des Menschenrechtsrates im europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen auf einem Bildschirm zu sehen. | dpa

UN-Generalsekretär Guterres bei seiner Ansprache während der 46. Sitzung des Menschenrechtsrates. Aufgrund der Corona-Pandemie findet das Treffen dieses Mal fast ausschließlich online statt. Bild: dpa

Die Pandemie werde von einigen Ländern als "Vorwand" genutzt, um scharfe Sicherheitsmaßnahmen zu verhängen und "die grundlegendsten Freiheiten abzuschaffen". Dabei nannte Guterres die "Aushöhlung von Wahlprozessen" ebenso wie die "Schwächung der Stimmen von Oppositionellen".

Menschenrechtsvertreter, Journalisten, Anwälte und sogar Mitarbeiter des Gesundheitssystems würden verhaftet, verfolgt, eingeschüchtert und überwacht, weil sie die Anti-Corona-Maßnahmen oder den Mangel an Maßnahmen kritisiert hätten, beklagte Guterres. Der Zugang zu lebenswichtigen Informationen werde beeinträchtigt, die "tödliche Desinformation" breite sich aus.

22.2.2021 • 11:44 Uhr

Impfungen im Gazastreifen beginnen

Im Gazastreifen hat die Impfkampagne gegen das Coronavirus begonnen. Wie das Gesundheitsministerium in dem Palästinensergebiet mitteilte, bekam die erste Person am Mittag eine Spritze mit dem russischen Sputnik-Impfstoff verabreicht. In einer ersten, dreiwöchigen Phase sollen 11.000 Menschen durchgeimpft werden. Vorrang haben medizinisches Personal, Ältere und Risikopatienten.

Im Gazastreifen leben etwas mehr als zwei Millionen Menschen auf sehr engem Raum. Seit Beginn der Pandemie wurden dort mehr als 54.000 Infektionen und über 540 Todesfälle registriert.

Ein palästinensischer Sanitäter erhält eine Impfdosis des  russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V. | dpa

Ein palästinensischer Sanitäter erhält eine Impfdosis des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V während einer Impfkampagne. Bild: dpa

22.2.2021 • 11:24 Uhr

Europaweite Gottesdienste zum Gedenken an Corona-Opfer

In deutschen Kirchen soll am Samstag der Corona-Toten gedacht werden. Dies gehe auf eine Initiative des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen zurück, teilte die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn mit. Der Rat habe dazu aufgerufen, an jedem Tag der Fastenzeit bis Ostern in einem europäischen Land an die Opfer der Pandemie zu erinnern. Nachdem am 17. Februar in Albanien begonnen worden sei, folge Deutschland am 27. Februar.

22.2.2021 • 10:50 Uhr

Merkel fasst Lockdown-Lockerungen in Etappen ins Auge

Bundeskanzlerin Angela Merkel fasst eine Lockerung des Corona-Lockdowns in mehreren Etappen ins Auge. Bei den Öffnungen sollten Lockerungspakete für drei Bereiche geschnürt werden, sagte sie laut mehreren Medienberichten in einer Gremiensitzung der CDU.

Sie nannte demnach erstens den Bereich der persönlichen Kontakte, zweitens den Bereich von Schulen und Berufsschulen sowie drittens den Bereich von Sport, Restaurants und Kultur.

22.2.2021 • 10:47 Uhr

Bundesjustizministerin erwartet mehr Freiheiten für Geimpfte

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht erwartet, dass Personen, die gegen das Corona-Virus geimpft sind, mehr Freiheiten haben werden als Nicht-Geimpfte. "Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Hoteliers oder Gastronomen sagen, für Geimpfte ist der Zugang möglich", sagte Lambrecht gegenüber RTL und n-tv.

Sie schränkte allerdings ein, dass derzeit die Datenlage zur Übertragung von Infektionen nach der Impfung noch nicht ausreiche.

Allerdings müsse etwa ein Zutritt zu einem Restaurant dann auch für Menschen möglich sein, die einen negativen Schnelltest vorwiesen.

22.2.2021 • 10:42 Uhr

Söder: Gärtnereien, Blumenläden und Fußpflege ab 1. März offen

In Bayern sollen ab der kommenden Woche neben Friseuren auch weitere körpernahe Dienstleistungen wie medizinische Fußpflege möglich sein. Ministerpräsident Markus Söder kündigte vor einer CSU-Vorstandssitzung an, dies in dieser Woche von seinem Kabinett beschließen zu lassen.

Außerdem sollten dann Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenmärkte wieder öffnen dürfen. Söder sagte, diese Lockerungen mache Bayern unabhängig von der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch kommender Woche.

Der CSU-Chef bekräftigte außerdem, dass bei einer Inzidenz von unter 35 der gesamte Handel öffnen dürfe. Auch für Sport und Kultur seien dann Lockerungen machbar-

22.2.2021 • 10:18 Uhr

UN-Chef Guterres: Welt versagt bei Impfstoffverteilung

UN-Generalsekretär António Guterres hat das Versagen der Welt angeprangert, die ersten zur Verfügung stehenden Impfstoffe gerecht - auch an ärmere Länder - zu verteilen. "Eine Gleichbehandlung mit Impfstoffen ist schlussendlich eine Frage der Menschenrechte", sagte er zum Auftakt der Sitzung des UN-Menschenrechtsrats. "Impfnationalismus verweigert diese Rechte."

Nur zehn Länder hätten 75 Prozent der vorhandenen Impfstoffe verwendet, mehr als 130 Länder hätten noch nicht eine einzige Dosis erhalten. Das sei ein moralisches Versagen, so Guterres.

22.2.2021 • 10:01 Uhr

Schulen in England sollen am 8. März wieder öffnen

In England sollen die Schulen am 8. März wieder öffnen, kündigte der für die Impfkampagne zuständige Minister Nadhim Zahawi an. Ab dann sollen sich auch zwei Personen im Freien treffen können. Vom 29. März an dürften dann zwei Familien zusammenkommen, auch Outdoor-Sport werde wieder erlaubt sein, sagte Zahawi dem Radiosender LBC.

Premierminister Boris Johnson will im Tagesverlauf seinen Fahrplan für einen Ausstieg aus dem Corona-Lockdown vorlegen.

22.2.2021 • 09:02 Uhr

Industrieproduktion 2020 um gut ein Zehntel eingebrochen

Die deutsche Industrie hat 2020 coronabedingt gut ein Zehntel weniger produziert. Die Produktion fiel preis- und kalenderbereinigt 10,8 Prozent niedriger aus als 2019. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Während der ersten Phase der Corona-Einschränkungen im April und Mai brach sie um 29,7 beziehungsweise 23,4 Prozent ein, danach begann sie sich zu erholen. Im Dezember lag der Rückstand der Industrieproduktion gemessen am Vorjahresmonat nur noch bei 1,5 Prozent.

Besonders stark fiel der Einbruch in der Automobilindustrie aus. Die Hersteller von Autos und Autoteilen produzierten ein Viertel weniger als im Vorjahr.

"Der einzige Wirtschaftszweig, in dem die Produktion im Vorjahresvergleich gestiegen ist, war die Holzindustrie", stellte das Statistikamt fest. Die Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren - ohne Möbel - nahm um 3,1 Prozent zu

22.2.2021 • 08:53 Uhr

Giffey verteidigt Schulöffnungen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die Öffnung von Schulen und Kitas in zehn weiteren Bundesländern trotz wieder steigender Inzidenzwerte verteidigt. "Dass jetzt erste Öffnungsschritte erfolgen ist richtig, auch im Sinne der Kinder und des Kindeswohls", sagte sie im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Sie sprach sich dabei aber für eine regionale Differenzierung aus - bei stark steigender Inzidenz "muss natürlich wieder geschlossen und zurückgefahren werden".

Giffey forderte, nun möglichst schnell das Personal in Schulen und Kitas zu impfen. Dies könne am besten mit mobilen Impfteams gelingen, die in die Schulen und Kitas gehen.

22.2.2021 • 08:37 Uhr

Kassenärzte wollen BioNTech-Impfstoff in Praxen einsetzen

Die Kassenärzte wollen auch den Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer in ihren Praxen verabreichen, sobald genügend Impfstoff vorhanden ist. Erste Daten hätten gezeigt, dass Transport und Lagerung des Präparats auch bei deutlich höheren Temperaturen möglich sei. "Das wiederum ist die Voraussetzung, um in den Praxen zu impfen. Das heißt, auch Biontech sehen wir als Impfstoff in den Praxen", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Wann die Ärzte mit den Impfungen in den Praxen beginnen werden, könne man derzeit "schwer präzise festmachen". Noch gebe es keine ausreichenden Impfmengen.

Der Impfstoff von BioNTech und Pfizer bleibt laut neuen Untersuchungen der Hersteller auch zwei Wochen lang bei minus 25 bis minus 15 Grad Celsius stabil.

22.2.2021 • 08:06 Uhr

Schleswig-Holstein will Schulpersonal impfen

Schleswig-Holstein will Schulpersonal in den kommenden Wochen eine Impfung mit dem Wirkstoff von AstraZeneca anbieten. Lehrkräfte, Sozialarbeiter und Erzieher an Schulen sowie Kita-Kräfte müssten priorisiert geimpft werden, sagt Bildungsministerin Karin Prien im Deutschlandfunk.

Nach einer Aufnahme dieser Personen in die Gruppe zwei der erhöht Impfberechtigten müsste es möglich sein, in den nächsten Wochen bereits mit der Impfung zu beginnen. Dafür solle, wie auch in Baden-Württemberg geplant, der Wirkstoff von AstraZeneca genutzt werden, erklärte die CDU-Politikerin.

22.2.2021 • 08:01 Uhr

Neue Einreiseregeln in Polen

Polen wird voraussichtlich diese Woche neue Regeln bekannt geben, die ein negatives Coronavirus-Testergebnis für die Einreise in das Land fordern. Das teilte der polnische Gesundheitsminister Adam Niedzielski mit. Eine Person mit einem negativen Testergebnis müsse nach der Einreise nicht in Quarantäne, sagte Niedzielski gegenüber dem privaten Sender TVN. Die neuen Regeln werden voraussichtlich Ende der Woche bekannt gegeben.

22.2.2021 • 07:09 Uhr

Beratungen über Impfreihenfolge

Bund und Länder beraten heute Nachmittag über Änderungen in der Impfreihenfolge. Mit Blick auf die Öffnungen von Grundschulen und Kitas hatten Kanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsidenten der Länder Gesundheitsminister Jens Spahn beauftragt, zu prüfen, ob Grundschullehrer und Kitaerzieher bei den Impfungen höher priorisiert werden können. Dafür müsste die Corona-Impfverordnung geändert werden, damit die laut Statistischem Bundesamt rund eine Million Betroffenen aus der Gruppe drei (erhöhte Priorität) in die Gruppe zwei (hohe Priorität) aufrücken. Mehrere Länder und Spahn sind dafür.

22.2.2021 • 06:59 Uhr

Beschränkungen in Neuseeland enden

In Neuseelands größter Stadt Auckland enden die kürzlich wieder eingeführten Corona-Einschränkungen. Der Lockdown solle um Mitternacht Ortszeit aufgehoben werden, teilte Premierministerin Jacinda Ardern mit. Wegen drei Neuinfektionen war in Auckland ein dreitägiger Lockdown verhängt worden.

Wegen extrem strenger Maßnahmen und genauer Kontaktverfolgungen ist Neuseeland bislang gut durch die Pandemie gekommen. In dem Inselstaat im Südpazifik mit knapp fünf Millionen Einwohnern gab es nur 2350 Fälle und 26 Tote.

Anmerkung: In einer vorigen Version dieses Blog-Eintrags hieß es irrtümlicherweise, dass in Neuseeland eine generelle Maskenpflicht gelte. Wir haben den Eintrag korrigiert.

22.2.2021 • 06:37 Uhr

Grundschulen und Kitas öffnen in zehn Bundesländern

Nach Öffnungen in Niedersachsen und Sachsen nehmen in weiteren zehn Bundesländern Kitas und Grundschulen wieder ihren Betrieb auf oder weiten ihn aus. Die Einzelheiten regelt jedes Bundesland für sich.

22.2.2021 • 05:58 Uhr

RKI: 4369 Neuinfektionen und 62 weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 4369 Neuinfektionen. Das sind rund 60 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 61,0 von zuletzt 60,2. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ziel von Bund und Ländern ist ein Wert von 50, um das Gesundheitssystem zu entlasten, ab einem dauerhaften Wert von unter 35 haben sie weitere Lockdown-Öffnungen in Aussicht gestellt. 62 weitere Menschen starben dem RKI nach einer nachgewiesenen Infektion mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 67.903. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,39 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt.

22.2.2021 • 03:43 Uhr

Halbe Million Tote: Corona-Gedenkzeremonie im Weißen Haus

US-Präsident Joe Biden will der 500.000 Corona-Toten in den USA gedenken. Das Weiße Haus teilte mit, der Präsident werde mit einem Moment des Schweigens und dem Entzünden von Kerzen im Rahmen einer Zeremonie der zahlreichen Toten gedenken. Biden wolle sich am Abend äußern. Es wurde erwartet, dass die USA bis heute eine halbe Millionen Corona-Tote seit Pandemie-Beginn verzeichnen. Bei der Zeremonie anwesend sein sollten auch die First Lady Jill Biden, Vizepräsidentin Kamala Harris und deren Ehemann Doug Emhoff. Bis zum späten Sonntagabend zählte die Johns Hopkins-Universität rund 499.000 Corona-Todesfälle in den USA.

22.2.2021 • 02:05 Uhr

KBV-Chef Gassen: Wer AstraZeneca-Vakzin ablehnt, muss warten

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, spricht sich angesichts der Skepsis gegenüber dem AstraZeneca-Impfstoff für eine Lockerung der Impfreihenfolge aus. "Wenn ein Impfangebot an jemanden ergeht und das wird abgelehnt, muss derjenige sich wieder ganz hinten anstellen und es kommen zuerst andere dran", sagte Gassen der Zeitung "Rheinische Post". Zunächst müsse ärztliches Personal in der Fläche durchgeimpft werden. Ihm fehle jedes Verständnis dafür, sich nicht mit AstraZeneca impfen zu lassen. "Dann muss man sagen: Wer nicht will, der hat schon. In Mangelzeiten ist diese Diskussion absurd", sagt Gassen. "Der AstraZeneca-Impfstoff ist hochwirksam, wirksamer als jeder Grippe-Impfstoff."

22.2.2021 • 01:53 Uhr

Impfstart in Australien

Der australische Regierungschef Scott Morrison wird zum Auftakt der Impfkampagne mit dem BioNTech/Pfizer-Vakzin geimpft. "Der heutige Tag ist ein echter Meilenstein in unserer gemeinsamen Reaktion zur Bekämpfung von Covid-19 und um die Dinge so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen", sagt der Chef der Gesundheitsbehörde TGA, Michael Kidd, im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ABC. Bis Ende der Woche sollen mehr als 60.000 Dosen des deutschen Herstellers zunächst an Mitarbeiter des Gesundheitswesens und an Senioren verimpft werden. Die erste Charge des Vakzins von AstraZeneca soll Australien voraussichtlich in den kommenden zwei Wochen erreichen.

22.2.2021 • 01:15 Uhr

Montgomery warnt vor steigenden Fallzahlen bei Lockerungen

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt angesichts steigender Infektionszahlen vor Lockerungen. "Wer in Zeiten steigender R-Werte über Lockerungen spricht, handelt absolut unverantwortlich", sagt der Mediziner den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Denn bei jeder Öffnung gebe es einen deutlichen Anstieg der Zahlen. "Der Inzidenzwert zeigt, wo wir aktuell stehen. Der R-Wert zeigt, wohin wir gerade gehen. Bei einem Wert klar über 1,0 droht wieder exponentielles Wachstum - und genau das ist jetzt der Fall." Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte den bundesweiten Sieben-Tage-R-Wert am Sonntagnachmittag mit 1,10 angeben, er lag damit zum dritten Mal in Folge über der kritischen Marke von 1,0. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte wieder auf über 60 Fälle pro 100.000 Einwohner.

22.2.2021 • 00:23 Uhr

SPD zweifelt an Spahns Zusage für kostenlose Schnelltests für alle

Die SPD zweifelt an dem Versprechen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, ab dem 1. März kostenlose Corona-Tests für alle Bundesbürger bereitzustellen. "Beim Impfen haben wir gemerkt, wir können den Ankündigungen von Spahn nicht glauben. Da wird jetzt immer weiter korrigiert und korrigiert. Und ich habe ein bisschen Angst, dass wir (beim Testen) die nächste Enttäuschung schaffen", sagt Generalsekretär Lars Klingbeil im Politik-Talk der Zeitung "Bild". Es gebe noch "viele Fragen", die Spahn nicht beantwortet habe.