Jens Spahn | dpa
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Spahn: Herdenimmunität "Richtung Sommer" ++

Stand: 11.01.2021 23:11 Uhr

Minister Spahn rechnet mit einer Herdenimmunität im Kampf gegen Corona "Richtung Sommer". Laut Bayerns Ministerpräsident Söder soll der Ethikrat Vorschläge machen, für wen eine Impfpflicht denkbar wäre. Alle Entwicklungen im Liveblog.

  • Bund lässt nach Virus-Mutationen suchen
  • Private Treffen auf Balearen von Mittwoch an verboten
  • Großbritannien: 2,4 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus
  • Kritik an Verlängerung des Distanzunterrichts in Italien
  • Griechenland öffnet Grundschulen und Kindergärten
  • Moderna-Impfstoff kommt heute nach Deutschland
  • Deutschland: 12.497 Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle
11.1.2021 • 23:11 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir unseren Liveblog für heute. Danke für Ihr Interesse.

11.1.2021 • 23:02 Uhr

Biontech bietet seinen Beschäftigten freiwillige Impfung an

Der Impfmittel-Hersteller Biontech bietet seinen Beschäftigten im Kampf gegen Corona nach einem Zeitungsbericht eine freiwillige Impfung an. Der Impfstoff solle auch Lieferanten und Vertriebspartnern in Deutschland und Österreich zur Verfügung gestellt werden, "die aktiv und direkt am Produktions- und Vertriebsprozess beteiligt sind", teilte das Unternehmen der Zeitungsgruppe VRM mit. Alle damit verbundenen Kosten würden von Biontech übernommen.

Biontech hat derzeit nach eigenen Angaben mehr als 3600 Beschäftigte. Das Impfprogramm für die Mitarbeiter solle keine negativen Auswirkungen auf bestehenden Lieferverträge haben, hieß es. Die benötigten Mengen seien gering im Vergleich zu denen, die der EU und anderen Staaten zugesagt worden seien.

11.1.2021 • 22:17 Uhr

Coronavirus bei Zoo-Gorillas festgestellt

Im Zoo von San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien sind Gorillas positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mittels Stuhlprobentests sei die Infektion bei zwei Tieren, die gehustet hätten, festgestellt worden, teilte der Zoo mit. Es sei nicht auszuschließen, dass weitere Tiere in der Gruppe infiziert seien, hieß es. Die Gorillas befinden sich gemeinsam in Quarantäne.

Sie würden essen und trinken und es gehe ihnen abgesehen von Husten und leichten Beschwerden gut, sagte Zoo-Leiterin Lisa Peterson in einer Mitteilung. Es wird vermutet, dass sich die Tiere trotz Sicherheitsvorkehrungen des Zoos bei einem asymptomatischen Mitarbeiter angesteckt haben. Die Einrichtung ist seit Anfang Dezember für Besucher geschlossen.

11.1.2021 • 21:59 Uhr

US-Abgeordnete nach Sturm auf das Kapitol positiv getestet

Eine 75-jährige US-Abgeordnete hat nach dem Sturm auf das Kapitol einen positiven Corona-Test bekanntgegeben. Bonnie Watson Coleman aus New Jersey erklärte, sie habe sich vermutlich angesteckt, als sie vor der Menschenmenge über Stunden in einem gesicherten Raum verschanzt war. Unter den 200 Menschen dort waren auch Republikaner, die keine Masken trugen. Die Demokratin aus dem Repräsentantenhaus hat nach eigener Darstellung bereits die erste Impfung gegen das Virus erhalten.

Vertreter der Gesundheitsbehörden und andere Experten haben in den vergangenen Tagen erklärt, die Ereignisse in der vergangenen Woche könnten ein "superspreader event" darstellen, bei der sehr viele Menschen angesteckt werden.

11.1.2021 • 21:55 Uhr

Ernst: Keinen Schließungs-Automatismus der Schulen

Die künftige Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst (SPD), lehnt Schulschließungen bei einer bestimmten Inzidenz ab. Die Kultusminister wären gegen einen derartigen Automatismus, sagte die Bildungsministerin von Brandenburg in den tagesthemen. In den vergangenen Monaten habe es Situationen gegeben, wo der Grund in Pflegeheimen gelegen habe, in Krankenhäusern, in Schlachtbetrieben. "Wir möchten genau hingucken und die Gesamtsituation beurteilen", so Ernst.

11.1.2021 • 21:22 Uhr

Frankreich meldet Sieben-Wochen-Hoch bei Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich steigt im Schnitt der vergangenen sieben Tage mit mehr als 18.000 pro Tag auf den höchsten Stand seit sieben Wochen. Die Zahl der Todesfälle stieg zuletzt um 310 auf 68.060.

11.1.2021 • 21:20 Uhr

Tschechien stoppt Einäscherung von Leichen aus Nachbarstaaten

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verbietet Tschechien die Einfuhr von Leichnamen zur Einäscherung aus den Nachbarstaaten. Die Maßnahme gelte von Dienstag an und vorerst bis zum 22. Januar, teilte das für das Bestattungswesen zuständige Ministerium für Regionalentwicklung mit. Vor allem Krematorien im Grenzgebiet zu Deutschland und Österreich hätten ihre Leistungen auch im benachbarten Ausland angeboten, hieß es. Der Grund für die Einschränkungen sei der erwartete weitere Anstieg der Todeszahlen in Tschechien, teilte Regionalministerin Klara Dostalova mit. Mehrere der landesweit 27 Krematorien seien nahe an der Kapazitätsgrenze oder hätten diese bereits erreicht. Unter normalen Umständen könnten bis zu 700 Einäscherungen täglich vorgenommen werden. Diese Zahl solle nun auf 800 erhöht werden.

11.1.2021 • 21:19 Uhr

Biden bekommt zweite Dosis der Corona-Impfung

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat die zweite Dosis seiner Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Biden ließ sich das Präparat in Newark in seinem Heimat-Bundesstaat Delaware vor laufenden Kameras verabreichen. Der Demokrat hatte sich bereits die erste Dosis der Impfung Ende Dezember öffentlich geben lassen, um für Vertrauen in die Impfstoffe zu werben. Seine oberste Priorität im neuen Amt werde sein, die Impfungen im Land voranzutreiben, sagte Biden.

11.1.2021 • 20:54 Uhr

Südafrika schließt Landesgrenzen

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus riegelt Südafrika mit sofortiger Wirkung seine Landesgrenzen ab. Alle 20 Grenzübergänge zu den Nachbarstaaten sollten bis zum 15. Februar geschlossen bleiben, sagte Präsident Cyril Ramaphosa in einer TV-Rede. Ausnahmen gebe es lediglich für Versorgungstransporte, Diplomaten, Heimkehrer aus dem Ausland und einige Pendler. Seine Regierung habe sich zu diesen Maßnahmen entschlossen, da Südafrika aktuell eine massive Zunahme an Infektionen registriere. "Viele Menschen haben sich innerhalb einer kurzen Zeit infiziert, und das setzt das Gesundheitssystem unter Druck", sagte Ramaphosa.

11.1.2021 • 20:04 Uhr

Spahn rechnet mit Herdenimmunität "Richtung Sommer"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass "Richtung Sommer" mit der Herdenimmunität der Bundesbürger im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein Durchbruch erreicht werden kann. Für die Bundesrepublik sei genug Impfstoff bestellt. Zu Beginn der Impf-Kampagne sei der Wirkstoff knapp, weil die Produktionskapazitäten begrenzt seien. Es werde "Woche für Woche und Monat für Monat mehr Impfstoff zur Verfügung stehen", sagte Spahn. Bis zum Sommer werde allen Deutschen, die geimpft werden wollen, ein Angebot gemacht. "Das Ziel ist die sogenannte Herdenimmunität und die werden wir Richtung Sommer erreichen." Er wolle sich aber nicht auf einen Zeitpunkt festlegen, an dem die Bürger keine Maske mehr tragen und keinen Abstand mehr halten müssten.

11.1.2021 • 19:33 Uhr

Söder bringt Impfpflicht für bestimmte Gruppen ins Spiel

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat beklagt, dass es "unter Pflegekräften in Alten- und Pflegeheimen eine zu hohe Impfverweigerung" gebe. Der deutsche Ethikrat solle deshalb Vorschläge machen, "ob und für welche Gruppen eine Impfpflicht denkbar wäre" sagte der CSU-Chef der "Süddeutschen Zeitung". "Sich impfen zu lassen, sollte als Bürgerpflicht angesehen werden", sagte Söder.

Eine staatliche Kampagne zur Förderung der Impfbereitschaft, "an der sich Vorbilder aus Kunst, Sport und Politik beteiligen", könne helfen.

11.1.2021 • 18:54 Uhr

WHO hofft auf COVAX-Impfstart im Februar

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hofft nach eigenen Angaben, dass in ärmeren Ländern im Februar mit den Imfpungen im Rahmen des COVAX-Programms begonnen werden kann. "Mehr als 40 Staaten haben bereits mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen", sagte das WHO-Führungsmitglied Brue Aylward. Dabei handele es sich fast ausschließlich um wohlhabendere Staaten. Das müsse sich ändern.

11.1.2021 • 18:32 Uhr

Zweites EU-Lager für medizinische Vorräte in Deutschland

In Deutschland soll ein zweites Vorratslager mit Medizingütern für alle EU-Staaten entstehen. Belgien, die Niederlande und Slowenien bekommen darüber hinaus jeweils ein erstes Lager, wie die EU-Kommission mitteilte. Insgesamt beherbergen damit den Angaben zufolge nun neun EU-Staaten die gemeinsamen medizinischen Vorräte - unter anderem Millionen von Masken, Handschuhen und Kitteln sowie tausende Beatmungsgeräte.

Die Vorratslager sind eine Lehre aus der Corona-Pandemie. Bei Engpässen oder Notlagen werden Vorräte verteilt. Unter anderem Kroatien, Frankreich, Serbien und Nordmazedonien haben bereits Ausrüstung aus der Reserve erhalten. Anschaffung, Lagerung und Transport der Güter finanziert die EU im Rahmen ihres Katastrophenschutzverfahrens, an dem sich auch mehrere nicht-EU-Staaten beteiligen.

"Das Coronavirus stellt auch 2021 eine enorme Herausforderung für das Gesundheitswesen dar und wir haben aus dem letzten Jahr gelernt, dass wir stets wachsam bleiben müssen", sagte der zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic. Zu Beginn der Corona-Pandemie hatten EU-Länder Masken und andere Güter etwa aus China importiert, da sie nicht genügend eigene Reserven besaßen.

11.1.2021 • 18:28 Uhr

BioNTech bietet Mitarbeitern Impfung an

BioNTech bietet seinen Mitarbeitern in Deutschland eine Coronavirus-Impfung an. Außerdem werde der Impfstoff Partnern in Deutschland und Österreich zur Verfügung gestellt, die direkt in den Produktions- und Distributionsprozess eingebunden seien, teilt das Mainzer Unternehmen mit. Dadurch wolle Biontech sicherstellen, dass Produktion und Verteilung aufrechterhalten werden könne. Die geringen Mengen an Impfstoff, die für diesen Zweck verwendet werden, hätten keinen Einfluss auf die Verpflichtungen des Unternehmens im Rahmen der Lieferverträge mit der EU und anderen Regierungen.

11.1.2021 • 18:26 Uhr

EU will sich offenbar mehr Moderna-Impfdosen sichern

Die Europäische Union will sich Insidern zufolge zusätzliche Corona-Impfdosen von Moderna sichern und muss dafür möglicherweise tiefer in die Tasche greifen. Die EU verhandele mit dem US-Biotechunternehmen über eine Aufstockung der Bestellung, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf ein internes Dokument und zwei EU-Vertreter. Moderna verlange einen doppelt so hohen Preis wie bei der bisherigen Bestellung, sagte einer der Insider. Unklar blieb, um wie viele zusätzliche Dosen es geht. Moderna und die EU seien Reuters zufolge zunächst nicht zu einer Stellungnahme bereit gewesen.

Außderm soll die EU kurz davor stehen, sich bis zu 200 Millionen Dosen des Impfstoffes von Novavax zu sichern, der bisher nicht zugelassen ist, sagte einer der Insider. Im Dezember hatte die EU erklärt, sie habe vorläufige Gespräche mit dem US-Konzern abgeschlossen. Erst vergangene Woche hatte die EU ihre Bestellung von Impfstoff-Dosen bei Pfizer und dessen deutschem Partner Biontech auf bis zu 600 Millionen Einheiten verdoppelt. Von dem Moderna-Impfstoff, der vergangene Woche als zweites Vakzin gegen Covid-19 in der EU zugelassen wurde, hat die EU bisher 160 Millionen Dosen bestellt.

11.1.2021 • 18:20 Uhr

Moderna-Impfstoff in Deutschland eingetroffen

Die erste Lieferung mit rund 60.000 Dosen des Moderna-Impfstoffs ist in Deutschland angekommen. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Zur Frage, wo der Impfstoff zwischengelagert wird, bevor er morgen an die Bundesländer ausgeliefert wird, äußert sich das Ministerium nicht. Nach Informationen von "Bild" und NDR wird als Lager eine Bundeswehrkaserne in Quakenbrück im niedersächsischen Landkreis Osnabrück genutzt. Beim dortigen Versorgungs- und Instandsetzungszentrum für Sanitätsmaterial handelt sich um eine der Marine zugeordnete Bundeswehrapotheke mit größeren logistischen Fähigkeiten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet bis Ende des Quartals mit zwei Millionen Dosen von Moderna für Deutschland, im Laufe des Jahres mit 50 Millionen Dosen. Wie auch beim Impfstoff der Mainzer Firma BioNTech und des US-Herstellers Pfizer handelt es sich um einen sogenannten mRNA-Impfstoff.

11.1.2021 • 18:08 Uhr

Endlich wieder Urlaub?

Reisen ist während Corona-Pandemie nur sehr eingeschränkt möglich - die Urlaubsplanung für 2021 schwierig. Der Tourismusbeauftragte Bundesregierung geht davon aus, dass es nach Pfingsten wieder einfacher wird.

11.1.2021 • 17:54 Uhr

Corona sorgt für Anstieg der Arbeitslosigkeit in Irland

In Irland ist die Zahl der Menschen, die durch die Corona-Krise arbeitslos geworden sind auf den höchsten Wert seit sechs Monaten gestiegen. Seit der vergangenen Woche wurde ein Anstieg um 18 Prozent verzeichnet - parallel zur Verschärfung des Lockdowns. Fast 400.000 Menschen werden in dieser Woche ein Pandemie-Arbeitslosengeld erhalten. Das geht aus Daten der Sozialbehörden hervor. Arbeitsmimister Leo Varadkar geht davon aus aus, dass es bis zum Ende des Monats bis zu 500.000 Bezieher der wöchentlichen Zahlungen sein werden. Gleichzeitig prognostizierte er, der überwiegende Teil dieser Menschen werde zwischen Ostern und Sommer wieder eine Beschäftigung haben.

11.1.2021 • 17:36 Uhr

Wirtschaftsaktivität schwächt sich zum Jahresbeginn weiter ab

Die Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben den Start der deutschen Wirtschaft ins neue Jahr ausgebremst. Der wöchentliche Aktivitätsindex (WAI) für die Kalenderwoche bis zum 10. Januar liege bei minus 0,3, teilte die Bundesbank auf ihrer Webseite mit. Der Wert besagt, dass die Wirtschaftsaktivität in den dreizehn Wochen bis zum 10. Januar um 0,3 Prozent unter der Aktivität der vorhergehenden dreizehn Wochen lag. Noch für die Woche davor war ein leichtes Plus von 0,1 Prozent gemeldet worden. Allerdings waren die WAI-Werte zuletzt stetig gesunken.

Die Bundesbank erarbeitete den Index, um die Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die Konjunktur zeitnaher abschätzen zu können.

11.1.2021 • 17:31 Uhr

NRW: Ehepaar will Sofort-Impfung - Gericht lehnt Antrag ab

Ein Ehepaar aus Essen ist vor Gericht mit einem Eilantrag gescheitert, unverzüglich eine Corona-Impfung zu bekommen. Wie das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen mitteilte, hatten die 84 Jahre alten Eheleute argumentiert, dass Über-80-Jährige dem höchsten Risiko ausgesetzt seien. Es sei aus daher rechtswidrig, dass in Essen - wie in ganz NRW - zunächst alle Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime geimpft würden; inklusive derjenigen, die noch nicht 80 sind. Das Verwaltungsgericht entschied, dass die Antragsteller auf die Öffnung des Impfzentrums und die Freischaltung der Telefonnummer für die Terminvergabe warten müssen. Es sei keine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung, dass die Pflegeheime als erste dran sind. Das Schutzbedürfnis sei dort ungleich höher. Dies entspreche den Erkenntnissen und Empfehlungen der Ständigen Impfkommission.

Die Über-80-Jährigen, die noch in häuslicher Umgebung wohnten, seien deutlich weniger Kontakten ausgesetzt als Heimbewohner. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen eingelegt werden.

11.1.2021 • 17:15 Uhr

EU-Kommission fördert Sammlung von Blutplasma

Um Covid-19-Patienten zu helfen, fördert die EU-Kommission die Sammlung von Blutplasma bereits immuner Menschen. "Wir tun alles, um den Bürgern sichere und wirksame Therapeutika gegen Covid-19 zur Verfügung zu stellen", erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Insgesamt unterstützt die EU-Kommission 24 Projekte unter anderem in Deutschland, Spanien und Großbritannien. Diese wiederum verteilen die Hilfen an insgesamt 150 lokale Blut- und Plasmasammelzentren. Die Blutspendedienste können die Zuschüsse im Wert von insgesamt 36 Millionen Euro unter anderem dafür nutzen, Geräte für die Plasmasammlung oder Labortests zu kaufen.

Das Blutplasma bereits genesener Corona-Patienten enthält Antikörper. Es wird Infizierten verabreicht, um deren Abwehr gegen das Virus zu stärken. Ob diese passive Immunisierung tatsächlich wirksam ist, müssen klinische Studien erst noch gesichert nachweisen. Vorläufige Ergebnisse sind der EU-Kommission zufolge vielversprechend.

11.1.2021 • 17:04 Uhr

Aida-Mutter Carnival erwartet 1,8 Milliarden Euro Quartalsverlust

Der Kreuzfahrtriese Carnival leidet weiter stark unter der Corona-Krise und geht für das vierte Quartal von tiefroten Zahlen aus. Laut vorläufigen Ergebnissen dürfte sich der Nettoverlust in den drei Monaten bis Ende November auf 2,2 Milliarden Dollar - umgerechnet etwa 1,8 Milliarden Euro - belaufen, wie der Konzern mitteilte. Vor einem Jahr hatte es noch einen Gewinn von 423 Millionen Dollar gegeben. Carnival rechnet damit, dass die Geschäfte bald wieder besser laufen. Für die zweite Jahreshälfte 2021 lägen die Buchungen im historischen Durchschnitt und die Nachfrage für 2022 steige. Zu dem Tourismus-Giganten gehören neben der deutschen Aida unter anderem auch Costa und P&O Cruises.

Die Pandemie hat die Kreuzfahrtindustrie seit Mitte März mehr oder weniger zum Stillstand und viele Anbieter in finanzielle Nöte gebracht. Bei Carnival war im April zum Schnäppchenkurs der saudi-arabische Staatsfonds PIF mit gut acht Prozent eingestiegen.

11.1.2021 • 16:51 Uhr

Portugal erwägt Behandlungspflicht für Privatkliniken

Angesichts steigender Fallzahlen und sinkender Kapazitäten auf den Intensivstationen erwägt Portugal eine Behandlungspflicht für Privatkliniken. Dies sei eine Option, sagte Gesundheitsministerin Marta Temido. Sie führte die jüngste Corona-Infektionswelle in dem Land unter anderem auf die Entscheidung der Regierung zurück, die Maßnahmen zu Weihnachten zu lockern. Den Gesundheitsbehörden zufolge wurden zuletzt 122 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet, so viele wie noch nie.

11.1.2021 • 16:47 Uhr

Corona-Hilfen für Selbstständige verursachen viel Frust

Der verschärfte Lockdown ist in Kraft, und angesichts hoher Corona-Fallzahlen ist kein Ende in Sicht. Für viele Selbstständige spitzt sich die Lage immer weiter zu - sie warten noch immer auf Geld vom Staat.

11.1.2021 • 16:31 Uhr

Bund fördert offenbar Suche nach Mutationen mit 200 Millionen Euro

Die Bundesregierung will Labore verpflichten, gezielt nach hochansteckenden Virus-Mutationen zu suchen. Dafür will sie 200 Millionen Euro zur Verfügung stellen, wie aus einem bekannt gewordenen Entwurf für die Verordnung des Gesundheitsministeriums zur sogenannten Gen-Sequenzierung hervorgeht. Demnach soll bei positiven Corona-Tests überprüft werden, ob sich es sich um die in Großbritannien oder Südafrika entdeckten Virus-Mutationen handelt.

Die Virus-Varianten gelten als deutlich ansteckender als die bislang bekannten Mutationen des Erregers. Die Virus-Mutationen haben sich in Großbritannien und Irland stark ausgebreitet und sorgen für ein Anschwellen der Infektion.

In Deutschland war zuletzt Kritik an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wegen der schleppenden Sequenzierung laut geworden. "Die geringe Datenbasis zur Verbreitung von Corona-Mutationen in Deutschland ist eine große Gefahr", sagte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner dem Berliner "Tagesspiegel". Spahns Ministerium verwies darauf, dass der Bundestag erst kürzlich im dritten Bevölkerungsschutzgesetz die rechtliche Grundlage für die bundesweite Sequenzierung geschaffen habe. Erst dadurch sei es möglich, jetzt die Meldedaten der Sequenzierung "strukturiert zu erheben und beim Robert Koch-Institut zusammenzuführen".

11.1.2021 • 16:28 Uhr

"Sputnik V" in Palästinensergebieten zugelassen

Im Kampf gegen eine weitere Coronavirus-Ausbreitung hat die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) dem russischen Impfstoff "Sputnik V" eine Notfallgenehmigung erteilt. Dies gab Gesundheitsministerin Mai Al-Kaileh bekannt. Das Präparat kann somit im Westjordanland und im Gazastreifen verwendet werden. Die Autonomiebehörde hat bei vier Herstellern Impfstoffe bestellt und soll auch über die Weltgesundheitsorganisation Dosen beziehen. Mit dem Beginn der Lieferungen wird im ersten Quartal gerechnet. Anschließend sollen zunächst Ältere, medizinisches Personal und Kranke geimpft werden.

11.1.2021 • 16:24 Uhr

Fraunhofer-Institut stellt Luftschleuse für Arbeitsplätze vor

Das Fraunhofer-Institut hat einen sogenannten Schutzhimmel für Menschen entwickelt, die etwa an der Kasse oder an einem Schalter arbeiten und sich besonders leicht mit dem Coronavirus infizieren können. Am Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) wurde eine Art Luftschleuse entwickelt, die Arbeitsplätze durch einen steten Luftstrom von der Umgebungsluft abschirmt, wie die Fraunhofer-Gesellschaft mitteilte. Dieser Schutzhimmel soll diese Woche auf der digitalen Messe BAU präsentiert werden.

Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um ein handliches Luftfiltergerät, das auf Rollen an den Arbeitsplatz bewegt werden kann. Das Gerät saugt Raumluft an und filtert sie. Die gefilterte Luft wird über einen Schlauch zu einem Luftauslass geführt, der über dem Arbeitsplatz hängt - ähnlich einem Ampelsonnenschirm, bei dem der Schirm an einem langen Arm befestigt ist. Der Filter im Gerät ist ein High-Efficiency Particulate Air-Filter (HEPA), der Viren zurückhalten kann. Aus dem Luftauslass ströme die Luft "wie aus einer Dusche" herab, erklärte die Fraunhofer-Gesellschaft. Der stete Luftstrom verhindere, dass Raumluft aus der Umgebung in den Arbeitsplatz einströmen könne. Aktuell werde der Schutzhimmel im Raumklimalabor des Instituts getestet.

11.1.2021 • 16:12 Uhr

Sorgen des Einzelhandels

Mehr als die Hälfte aller Innenstadthändler sind laut Handelsverband Deutschland akut von Schließung bedroht. Von der Politik sind die Betriebe oft enttäuscht - wie ein Fall aus dem pfälzischen Frankenthal zeigt.

11.1.2021 • 16:06 Uhr

Balearen: Verbot von privaten Treffen

Auf der bei Deutschen beliebten Ferieninsel Mallorca und den anderen Balearen-Inseln sind Treffen im privaten Kreis wegen hoher Corona-Zahlen von Mittwoch an verboten. Das gelte für den öffentlichen Raum und auch für zuhause, sagte die Sprecherin der Regionalregierung, Pilar Costa, in Palma. Von Mittwoch an müssten auch alle Restaurants, Bars, Einkaufszentren und Fitnessstudios schließen. Die Einschränkungen sollen zunächst bis zum 30. Januar dauern. Bisher durften sich nur sechs Personen aus höchstens zwei Haushalten treffen. Ausgenommen von dem Verbot sind nur hilfsbedürftige Menschen, getrennt lebende Paare, Kinder, deren Eltern getrennt leben, und Single-Haushalte. Letztere dürfen Familie oder Freunde besuchen, um nicht zu vereinsamen.

Die Regionalregierung begründete die Verschärfung der Maßnahmen mit einer nach wie vor steigenden Zahl an Corona-Fällen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden auf den Balearen, zu denen neben Mallorca und kleinen Eilanden auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, mehr als 41 300 Infektionen gezählt. Die Zahl der Neuinfizierten je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg zuletzt nach Berechnungen des privaten Instituts Cercle d'Economía auf 310.

Menschen gehen spazieren im Zentrum von Palma in der Nähe der Kathedrale. | dpa

Auf der Ferieninsel Mallorca und den anderen Balearen-Inseln sind Treffen im privaten Kreis wegen hoher Corona-Zahlen von Mittwoch an verboten. Bild: dpa

11.1.2021 • 15:45 Uhr

EU-Parlament darf Liefervertrag mit CureVac einsehen

Das EU-Parlament bekommt Einsicht in den mit dem Tübinger Pharmaunternehmen CureVac ausgehandelten Liefervertrag für dessen Corona-Impfstoff. Der Vertrag werde den Europa-Abgeordneten von morgen an zugänglich gemacht, erklärte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf Twitter. Die EU-Kommission hat im Namen der Mitgliedstaaten Lieferverträge mit den Herstellern BioNtech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca, CureVac, Johnson & Johnson und Sanofi abgeschlossen. Vertragsdetails wie die Preise der einzelnen Vakzine und Fragen der Haftung bei Nebenwirkungen machte Brüssel unter Verweis auf Vertraulichkeitsklauseln nicht publik.

Aus dem EU-Parlament wurde daran zuletzt scharfe Kritik geäußert. Sie habe mit den Impfstoffherstellern gesprochen, "um so viele Informationen wie möglich öffentlich zugänglich zu machen", erklärte Kyriakides nun. Sie hoffe, dass weitere Unternehmen dem Beispiel von CureVac folgen und die Vertraulichkeitsklauseln lockern würden.

Bei CureVac hat die EU 405 Millionen Impfdosen geordert. Das Mittel ist allerdings noch nicht zugelassen. Es befindet sich momentan in der entscheidenden dritten Studienphase mit Zehntausenden Probanden.

11.1.2021 • 15:39 Uhr

Probleme bei digitalem Schulunterricht

Heute ist in mehreren Bundesländern der erste Schultag, Zehntausende Schülerinnen und Schüler hatten aber gleich mit technischen Problemen zu kämpfen, weil digitale Lern-Plattformen nicht funktionierten.

11.1.2021 • 15:07 Uhr

Forderung nach mehr Homeoffice: Druck auf Firmen wächst

Immer mehr Politiker fordern von Firmen zusätzliche Möglichkeiten, zu Hause arbeiten zu können. Aber nicht alle Experten halten Homeoffice für eine gute Lösung.

11.1.2021 • 14:58 Uhr

Moody's senkt Ratingausblick für Bundesländer auf "negativ"

Die Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für die Bonitätsbewertung der deutschen Bundesländer wegen hoher Kosten infolge der Corona-Pandemie gesenkt. Er werde von "stabil" auf "negativ" zurückgenommen, geht aus einer veröffentlichten Analyse hervor. Die Steuereinnahmen dürften in diesem Jahr nicht ganz das Niveau von 2019 erreichen. Hinzu kämen finanzielle Belastungen für die Länder - etwa aus laufenden Ausgaben zur Ankurbelung der regionalen Wirtschaft.

Der negative Ausblick bedeutet, dass sich die Bonitätsnote verschlechtern kann. Das wiederum kann höhere Kosten für die Länder bei der Schuldenaufnahme nach sich ziehen.

11.1.2021 • 14:38 Uhr

In Großbritannien bislang 2,4 Millionen Impfungen

In Großbritannien wurden nach Angaben von Premierminister Boris Johnson etwa 2,4 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht. Der Nationale Gesundheitsdienst mache eine "unglaublich gute Arbeit", erklärte Johnson.

In England haben heute sieben große Impfzentren ihren Betrieb aufgenommen, teilte der staatliche Gesundheitsdienst NHS mit. Laut NHS sollen in den Impfzentren, die in Städten wie London, Bristol, Newcastle und Manchester etwa in Fußballstadien oder auf einer Pferderennbahn untergebracht sind, jede Woche Tausende Menschen geimpft werden. Weitere Impfzentren sollen in Kürze dazukommen. Im Laufe der Woche sollen auch Krankenhäuser und Apotheken den Impfstoff anbieten können. Bis Mitte Februar sollen die 13 Millionen gefährdetsten Bürger in England eine Impfung angeboten bekommen haben.

Ein Mitarbeiter füllt eine Spritze mit einem Corona-Impfstoff am NHS-Impfzentrum, das im Centre for Life am Times Square in Newcastle eingerichtet wurde. | dpa

Bis Mitte Februar sollen laut Behörden 13 Millionen gefährdete Bürger in England eine Impfung angeboten bekommen haben. Bild: dpa

11.1.2021 • 14:29 Uhr

Malaysia verhängt neuen Lockdown in sechs Bundesstaaten

Malaysia hat nach steigenden Corona-Zahlen einen Lockdown in sechs der 13 Bundesstaaten angeordnet. Die Maßnahmen sollten am Mittwoch in Kraft treten und zunächst für zwei Wochen gelten, sagte Ministerpräsident Muhyiddin Yassin. Die Bürger in den betroffenen Regionen müssen soweit wie möglich im Homeoffice arbeiten und dürfen sich nur noch in einem Radius von zehn Kilometern von ihren Wohnungen bewegen. Restaurants dürfen nur noch Essen außer Haus anbieten oder ausliefern. Betroffen sind auch die größte Stadt Kuala Lumpur und Putrajaya, das Verwaltungszentrum des Landes.

Bereits zwischen März und Mai des vergangenen Jahres hatte in dem südostasiatischen Land ein ähnlich strikter Lockdown gegolten. Malaysia hatte in der vergangenen Woche erstmals mehr als 3000 neue Fälle am Tag verzeichnet. Insgesamt haben sich bis heute fast 136.000 Menschen in dem Land mit seinen knapp 32 Millionen Einwohnern infiziert. Mehr als 550 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben.

Ein Mann wird in Kuala Lumpur auf das Coronavirus getestet.  | FAZRY ISMAIL/EPA-EFE/Shutterstoc

In Malaysia wurde erneut ein Lockdown angeordnet - er soll in sechs der 13 Bundesstaaten gelten. Bild: FAZRY ISMAIL/EPA-EFE/Shutterstoc

11.1.2021 • 14:17 Uhr

Umfrage: 82 Prozent der Deutschen lüften häufiger

82 Prozent der Deutschen lüften aus Angst vor Infektionen mit dem Coronavirus häufiger. Das ergab eine am Montag veröffentlichte Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Demnach setzten quer durch alle Altersgruppen etwa vier von fünf Bürgern auf Frischluft als Gegenmaßnahme gegen eine mögliche Ansteckung. Darüber hinaus vertrauten die Menschen weiterhin vor allem auf Gesichtsmasken, Abstand zu anderen und häufigeres Händewaschen.

Die Maskenpflicht befürworten laut Umfrage 93 Prozent, bei den Abstandsregeln sind es 96 Prozent. Die Schließung von Schulen und Kitas nach dem Ende der Weihnachtsferien wird von 67 Prozent als angemessen beurteilt. Das ist ein Rückgang um vier Prozentpunkte gegenüber der vorherigen Befragung in der Woche vor Weihnachten.

11.1.2021 • 14:12 Uhr

Corona-App: Bisher 200.000 positive Testergebnisse übermittelt

Über die Corona-Warn-App sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bisher 200. 000 positive Corona-Testergebnisse weitergegeben worden. Das müsse man multiplizieren mit den Kontakten und wie viele Leute gewarnt worden seien, sagte ein Ministeriumssprecher. "Das ist schon eine erkleckliche Zahl." Der Sprecher nannte die Warn-App einen Erfolg. Er sprach von bisher 25 Millionen Downloads und sieben Millionen Testergebnissen, die damit übertragen worden seien. Regierungssprecher Steffen Seibert fügte hinzu, die App sei heute nicht mehr dieselbe wie zum Start im Juni 2020. "Sie hat sich vielfachen Updates unterzogen. Sie warnt heute präziser."

Ein Update der App mit Blick auf neue Virus-Varianten, von denen angenommen wird, dass sie leichter übertragbar sind, ist den Angaben zufolge bisher nicht geplant. Der Sprecher des Gesundheitsministeriums verwies auf noch fehlende Erkenntnisse darüber, bei welchem Abstand und welcher Kontaktdauer diese Varianten übertragen werden. Die Warn-App misst per Bluetooth-Technik den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Menschen.

11.1.2021 • 14:07 Uhr

FDP-Politiker Ullrich fordert kostenlose Corona-Tests für alle

Der FDP-Wirtschaftspolitiker Gerald Ullrich hat die Bundesregierung aufgefordert, als Reaktion auf den langsamen Start der Impfkampagne kostenlose Corona-Tests möglich zu machen. Er verwies dazu auf das Beispiel anderer EU-Staaten wie Dänemark. "Seit April 2020 gibt es dort bereits flächendeckend Testzentren. Ab einem Alter von zwölf Jahren kann getestet werden, wovon die Dänen regen Gebrauch machen", so Ullrich. Im Gegensatz zu Deutschland sinken laut Ullrich die Zahlen in Dänemark seit Weihnachten. "Die Tests sind sicherlich ein Baustein für den Rückgang der Neuinfektionen und eine deutlich günstigere Variante als ein harter Lockdown", so Ullrich.

11.1.2021 • 14:03 Uhr

Prozess um versuchten Millionenbetrug bei Corona-Soforthilfen

Vor dem Landgericht München hat der Prozess gegen einen 31-Jährigen begonnen, der mutmaßlich Corona-Soforthilfen in Millionenhöhe erschleichen wollte. In der Untersuchungshaft soll er noch einmal straffällig geworden sein.

11.1.2021 • 13:55 Uhr

BioNTech peilt für 2021 Produktion von zwei Milliarden Impfdosen an

Das Mainzer Biotechunternehmen BioNTech hat die Produktionsprognose für seinen Covid-19-Impfstoff für dieses Jahr deutlich angehoben. Biontech gehe nun von einer Produktionskapazität von zwei Milliarden Impfdosen aus, teilte die Firma am Montag in einer Investorenpräsentation mit. Bislang hatten Biontech und sein US-Partner Pfizer bis zu 1,3 Milliarden Dosen bis Ende des Jahres 2021 angepeilt. Die neue Einschätzung beruhe auf eine kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse und einer Erweiterung der bestehenden Werke sowie darauf, dass mehr Lieferanten und Vertragshersteller gewonnen werden könnten.

11.1.2021 • 13:52 Uhr

Umfrage: Drei von vier Gastronomie-Unternehmen bangen um Existenz

Drei von vier Gastronomen und Hoteliers bangen einer Umfrage zufolge angesichts der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie um ihre Existenz. 75,5 Prozent von 12.000 Betrieben gaben dies an, geht aus der veröffentlichten Januar-Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) hervor. Jeder vierte Unternehmer ziehe konkret die Betriebsaufgabe in Erwägung. Nach dem Corona-Jahr 2020 seien die Konten leer - bei weiterhin hohen Kosten.

Von den Ende Oktober zugesagten Novemberhilfen seien bei den Betrieben bisher nur Abschlagszahlungen angekommen, bei vielen nicht einmal diese. Auch die angekündigten Dezemberhilfen stünden noch aus. "Unsere Betriebe befinden sich seit dem 2. November im Lockdown, eine Öffnungsperspektive fehlt", sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Die Unternehmer fühlten sich zunehmend von der Politik im Stich gelassen.

11.1.2021 • 13:42 Uhr

RKI: Mehr als 613.000 Impfungen erfasst

Die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist weiter gestiegen. Seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember haben mindestens 613.347 Menschen eine Dosis gespritzt bekommen. Diese Gesamtzahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer aktuellen RKI-Statistik hervorgeht. Pro 1000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher 7,4 Menschen gegen die Krankheit geimpft worden. Noch am vergangenen Freitag war die Marke von 500.000 gemeldeten Impfungen nicht erreicht gewesen. Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (15,6), die wenigsten für Sachsen (4,9). In absoluten Zahlen kommt Bayern auf den höchsten Wert von mehr als 120.000 Geimpften laut RKI.

Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

11.1.2021 • 13:33 Uhr

Welle der Desinformation zu Corona-Impfungen

Der Auftakt der Corona-Impfungen wird von einer Welle an Desinformation begleitet. Im Netz verbreiten Impfgegner falsche Fotos und Gerüchte über angebliche Spätfolgen.

11.1.2021 • 13:22 Uhr

Griechenland öffnet Grundschulen und Kindergärten

In Griechenland sind nach einer zweimonatigen Schließung wegen der Corona-Pandemie Kindergärten und Grundschulen wieder geöffnet. Mehr als 850.000 Kinder unter zwölf Jahren durften wieder zur Schule, teilten die Behörden mit.

In Griechenland gelten seit Anfang November strikte Einschränkungen wie Geschäftsschließungen und eine Ausgangssperre, die nur über Weihnachten leicht gelockert wurden.

Die Schulen und Kindergärten waren seit Mitte November geschlossen. Eigentlich sollte auch der landesweite Lockdown am Montag enden. Die Regierung verlängerte ihn aber um eine weitere Woche.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Griechenland, das rund elf Millionen Einwohner hat, mehr als 5200 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert - mehr als 4000 davon in den vergangenen zwei Monaten. Seit Ende Dezember wurden nach Angaben der Regierung mehr als 44.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft.

KIndergarten in Athen nach zwei Monaten Corona-Zwangspause wieder offen | AP

Die Schulen und Kindergärten waren in Griechenland seit Mitte November geschlossen. Bild: AP

11.1.2021 • 12:51 Uhr

Thüringens Grünen-Fraktion für Landtagswahl-Verschiebung

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen ist die Thüringer Grünen-Fraktion offen für eine Verschiebung der bisher für den 25. April geplanten Landtagswahl. Angesichts der Lage sei es ein "Gebot der Vernunft, auch über den bisher anvisierten Neuwahltermin neu nachzudenken", erklärte Fraktionschefin Astrid Rothe-Beinlich. In Thüringen - wo Linke, SPD und Grüne die Regierung bilden - liegt der Inzidenzwert laut RKI bei 316 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Das ist deutlich über dem Bundeswert von rund 167.

Die Vorsitzenden der Fraktionen und die Parteichefs von Linke, SPD, Grüne und der CDU wollen sich am Donnerstag treffen, um über die Auflösung des Landtags und Neuwahlen zu beraten. Für eine Verschiebung des anvisierten Termins müssten sich die vier Fraktionen einigen. Die Grünen-Fraktion kündigte an, auch das Beibehalten des Termins mittragen zu wollen, sollte dies das Ergebnis der Verhandlungen sein.

Zuvor hatte schon Ministerpräsident Bodo Ramelow gesagt, er können sich eine Verschiebung vorstellen. Er wolle den Beratungen der Parteien in dieser Woche nicht vorgreifen.

11.1.2021 • 12:38 Uhr

Datenschutzbeauftragter lehnt Handyüberwachung per App ab

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber lehnt eine Überwachung des 15-Kilometer-Radius für Hotspots mittels Handy-Daten oder der Corona-Warn-App entschieden ab. Die Akzeptanz der Warn-App "würde schlagartig sinken und man würde Ressourcen und Zeit vergeuden", sagte Kelber der "Augsburger Allgemeinen". Die Corona-Warn-App sei technisch zur Überwachung der 15-Kilometer-Regel zudem völlig ungeeignet, wandte er sich gegen Vorstöße zur digitalen Überwachung der 15-Kilometer-Regelung. "Wer Tracking will, müsste eine andere App mit anderer Technologie, die nicht im Hintergrund laufen kann, programmieren", sagte Kelber. Auch eine Funkzellenabfrage zeige noch nicht einmal verlässlich, in welcher Straße eine Person gewesen sei. 

Der bayerische Gemeindetagspräsident Uwe Brandl sagte im Bayerischen Rundfunk, er könne sich zur Überwachung der 15-Kilometer-Regel auch die Nutzung von Handy-Daten vorstellen.

Bund und Länder hatten bei ihren jüngsten Beratungen vereinbart, dass die Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots eingeschränkt wird. In Regionen mit einer sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 dürfen sich die Menschen nur noch in einem Radius von 15 Kilometern von ihrem Wohnsitz fortbewegen.

11.1.2021 • 12:30 Uhr

Virologin: Vorteil durch 15-Kilometer-Regel infektiologisch fraglich

Virologen sehen die seit heute geltende 15-Kilometer-Regel in Corona-Hotspots in Bayern zurückhaltend. "Eine 15-Kilometer-Grenze bringt infektiologisch gesehen zunächst keinen Vorteil", sagte Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München und Leiterin des Instituts für Virologie der Technischen Universität München. Wenndie Ansammlung von Menschen vermieden werden soll, sei es eventuell effizienter, für einzelne Orte gezielt Zugangsbeschränkungen einzuführen, "zum Beispiel wenn die Parkplätze sich füllen die Zugangsstraßen zu sperren, als generell den Bewegungsradius einzuschränken", so die Virologin. Denn dies berge die Gefahr, dass sich in den Ballungsräumen noch mehr Menschen auf engem Raum bewegen müssten, und die innerstädtischen Parks und Grünflächen dann erst recht überfüllt seien.

Seit heute dürfen Bewohner von Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern, in denen es mehr als 200 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gibt, Ausflüge nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um den Wohnort machen. Die Neuregelung hatte im Landtag für eine Kontroverse gesorgt, die Opposition hatte die Vorgabe kritisiert. SPD-Fraktionschef Horst Arnold etwa nannte die 15-Kilometer-Regel unverhältnismäßig und ungeeignet, um die Pandemie weiter einzudämmen. 

11.1.2021 • 12:12 Uhr

Seehofer verteidigt Föderalismus in der Corona-Krise

Der Föderalismus hat sich nach Einschätzung von Bundesinnenminister Horst Seehofer auch in der Corona-Krise bewährt. Er kenne "kein besseres Modell für den Staatsaufbau, für die Wirksamkeit, für die Stabilität einer Demokratie", sagte Seehofer bei der Jahrestagung des Deutschen Beamtenbunds dbb. Im ersten Lockdown habe die Aufgabenteilung zwischen Bund und Ländern auch schnell zu einem Abflachen der Infektionskurve beigetragen. Dass es "in der zweiten Welle nicht so ideal gelaufen ist", liege daran, dass Beteiligte "die Größe der Herausforderungen" im Herbst unterschätzt haben, so Seehofer. Das Prozedere sei zwar manchmal mühsam, aber nur der Föderalismus gewährleiste, dass Maßnahmen auch treffsicher seien. "Was für Hamburg gilt, muss nicht für den Bayerischen Wald richtig sein."

11.1.2021 • 12:09 Uhr

Bericht: Indien kauft elf Millionen AstraZeneca-Impfdosen

Indien kauft einem Medienbericht zufolge bei dem Hersteller Serum Institute of India elf Millionen Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca. Die Regierung habe auch mit der indischen Bharat Biotech eine Vereinbarung für deren Vakzin getroffen, berichtet der Sender CNBC-TV 18 unter Berufung auf nicht näher genannte Insider. Stellungnahmen von Serum und Bharat Biotech waren zunächst nicht zu erhalten.

11.1.2021 • 12:05 Uhr

Bundesregierung wirbt um Verständnis für die Maßnahmen

Die Bundesregierung hat zum Start des neuen Lockdowns um Verständnis für die strengeren Kontaktbeschränkungen geworben. Die aktuellen Infektionszahlen mit dem Coronavirus zeigten laut Regierungssprecher Steffen Seibert, dass die Lage nach den Weihnachtsfeiertagen und Silvester weiterhin ernst sei.

11.1.2021 • 11:35 Uhr

Corona-Mutation auch in Lettland entdeckt

In Lettland ist nun auch die zuerst in Großbritannien nachgewiesene Corona-Variante entdeckt worden. Die Mutation sei in einer Probe in dem baltischen EU-Land nachgewiesen worden, sagte der Leiter des Lettischen Biomedizinischen Forschungs- und Studienzentrums im Fernsehen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Riga stehe der Fall im Verbindung mit einer Reise nach Großbritannien.

In Großbritannien war wenige Tage vor Weihnachten eine Mutation des Coronavirus aufgetaucht, die möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Corona-Variante ist.

11.1.2021 • 11:10 Uhr

Schüler in Italien gegen Verlängerung des Distanzunterrichts

Nach der Verlängerung des Distanzunterrichts wegen der Corona-Pandemie in den meisten Regionen Italiens haben Schülerinnen und Schüler gegen die Entscheidung protestiert. In Rom demonstrierten viele vor ihrem Gymnasium. Der Distanzunterricht betrifft die Jugendlichen der Scuola Superiore, in die man im Alter von etwa 14 Jahren kommt. Die Verlängerung löste landesweit Proteste aus. "Wir wollen wieder in unsere Klassenräume, weil wir schon lange zu Hause vor unseren Computern waren", sagte eine Schülerin im Fernsehsender Rai News 24. Am 18. Januar wollten sie wieder in die Schule, aber das müsse sicher geschehen, forderte sie. Vor dem Ministerium für Bildung in Rom fuhren Einsatzfahrzeuge der Carabinieri auf. Dort war es bereits zu Protesten gegen die Schulpolitik während der Corona-Krise gekommen.

Auch die Schulministerin äußerte sich besorgt über die Lage für die Schüler. Der Fernunterricht funktioniere vielleicht für einige Wochen oder Monate, aber heute sei klar, dass es ein "Black Out" für die Gemeinschaft der Schüler bedeute, sagte Lucia Azzolina im Radiosender Rai Radio 1. "Ich bin sehr besorgt." Azzolina zeigte Verständnis für die Frustration. Es seien aber die Regionen, die über die Öffnung entschieden. Beinahe alle Regionen in Italien verschoben die Wiederöffnung der Schulen wegen der verschärften Pandemie-Lage. Eine Ausnahme ist die Toskana. Dort will die Regierung mit mehr Ordnungskräften die Einhaltung der Abstände im Öffentlichen Nahverkehr garantieren. Ursprünglich war der Plan, von heute an die Hälfte der Schüler der Scuola Superiore wieder in die Klassenzimmer zu lassen.

Schüler Demonstration mit Banner in Rom | ANGELO CARCONI/EPA-EFE/Shutterst

Schülerinnen und Schüler demonstrieren in Rom. Bild: ANGELO CARCONI/EPA-EFE/Shutterst

11.1.2021 • 10:58 Uhr

Maschinenbau erhielt im November wieder mehr Aufträge

Die Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland haben im November erstmals im vergangenen Jahr wieder mehr Aufträge aus dem In- und Ausland verzeichnet. Insgesamt legte der Auftragseingang im November um real fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert zu, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. Aus dem Inland kamen demnach ein Prozent mehr Bestellungen, aus dem Ausland sieben Prozent mehr.

Die Kunden aus den Euro-Ländern bestellten dabei vier Prozent mehr Maschinen und Anlagen, aus den Nicht-Euro-Ländern kamen neun Prozent mehr Aufträge. "Das Ergebnis ist erfreulich, selbst wenn dazu die schwache Vorjahresbasis einen großen Beitrag leistet. Im gesamten vierten Quartal 2019 war das Orderniveau recht niedrig ausgefallen", erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Jetzt komme es darauf an, ob sich der "gleichwohl sichtbare positive Trend" der vergangenen Monate fortsetze. 

11.1.2021 • 10:53 Uhr

Ramelow kann sich Verschiebung von Thüringer Landtagswahl vorstellen

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow kann sich wegen der Corona-Pandemie eine Verschiebung der für den 25. April geplanten vorgezogenen Landtagswahl vorstellen. Wenn im Januar und Februar keine Bewegung in die Infektionszahlen komme, "werden wir auch das mitentscheiden müssen", sagte Ramelow gestern im ZDF-"heute journal". Alle Beteiligten müssten darüber nachdenken. 30.000 Wahlhelfer müssten geschützt werden.

Ramelow betonte aber auch, dass ihn als Ministerpräsident die Entscheidung über den Wahltermin "im Moment nichts angeht". Er wolle den Beratungen der Parteien in dieser Woche nicht vorgreifen. Die Spitzen von Linker, SPD, CDU und Grünen wollen laut MDR am Donnerstag über die Wahl beraten.

11.1.2021 • 10:49 Uhr

Pandemiegesetz in Schweden

Schweden vertraut nicht mehr allein auf die Einsicht: Mit einem neuen Pandemiegesetz erhält die Regierung weitreichende Befugnisse im Kampf gegen Corona.

11.1.2021 • 10:46 Uhr

Iran: Parlament für Verbot der Einfuhr westlicher Impfstoffe

Das iranische Parlament hat sich für ein Verbot der Einfuhr westlicher Corona-Impfstoffe ausgesprochen und dabei explizit den US-Pharmakonzern Pfizer genannt. "Da es in einigen Fällen nach der Injektion der Impfstoffe, unter anderem von Pfizer, zu akuten Nebenwirkungen und gar Todesfällen gekommen ist, sollte die Regierung die Einfuhr von westlichen Impfstoffen verbieten", heißt es in dem Appell von 200 der 290 Abgeordneten laut der Nachrichtenagentur Isna. Das Verbot sollte für Impfstoffe aus den USA, Großbritannien und Frankreich gelten.

Der Appell entspricht der Forderung des obersten iranischen Führers Ayatollah Said Ali Khamenei. Er hatte vergangene Woche die Einfuhr von Impfstoffen aus diesen drei Ländern verboten, da ihre Wirksamkeit nicht bewiesen sei und der Iran kein Testlabor für unsichere Impfstoffe werden dürfe. Seitdem gibt es im Iran darüber hitzige Diskussionen, weil das Verbot wegen der über 40-jährigen politischen Feindschaft zwischen dem Iran und den USA auch aus politisch motiviert angesehen wird.

11.1.2021 • 10:35 Uhr

Indonesien lässt chinesischen Impfstoff zu

Indonesien hat als erstes Land außerhalb Chinas einen in der Volksrepublik entwickelten Corona-Impfstoff zugelassen. Das Vakzin des chinesischen Biotech-Unternehmens Sinovac habe nach vorläufigen Ergebnissen einer Erprobung in einer späten Studienphase eine Wirksamkeit von 65,3 Prozent gezeigt. Das teilte die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (BPOM) zu der Notfallzulassung mit.

11.1.2021 • 10:26 Uhr

Tourismus-Beauftragter rechnet nicht mit Urlaub zu Ostern

Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, ist skeptisch, ob angesichts der Corona-Einschränkungen Urlaub in den Osterferien wieder möglich sein wird. "Ich glaube, dass Reisen etwas ist, das die nächsten zwei, drei Monate noch sehr schwer vorstellbar ist", sagte er in der RTL-Sendung "Frühstart". Mit Besserung rechne er erst im zweiten Vierteljahr. "Ab den Pfingstferien wird es wieder besser. Und ich hoffe, dass dann der Sommer ein ganz großer Reisezeitraum wird."

Im Sommer werde Urlaub in Deutschland wieder möglich sein, sagte Bareiß. Auch Fernreisen seien wahrscheinlich machbar, hingen aber von der jeweiligen Lage im Ausland ab.

11.1.2021 • 10:06 Uhr

Verband warnt: 250.000 britische Unternehmen von Pleite bedroht

Der britische Unternehmensverband Federation of Small Businesses hat vor massenhaften Schließungen kleiner Unternehmen wegen der Corona-Pandemie gewarnt. Mindestens 250.000 dieser Firmen in Großbritannien seien von Schließungen bedroht, hieß es in einer Mitteilung des Verbands. Dies ist eine Hochrechnung auf der Grundlage einer Umfrage von 1400 Unternehmen. Von diesen gaben rund fünf Prozent an, voraussichtlich in den kommenden zwölf Monaten schließen zu müssen - nach Angaben des Verbandes ein Negativrekord. Knapp ein Viertel der befragten Unternehmen haben im vergangenen Quartal, in dem das Land in einen erneuten Lockdown gehen musste, die Zahl ihrer Mitarbeiter reduziert. 14 Prozent erwarten, dies in den nächsten drei Monaten tun zu müssen.

Die Umfrage fand statt, bevor England Anfang Januar erneut in einen dritten Lockdown ging.

11.1.2021 • 09:59 Uhr

Grüne: Erneute Forderung nach 500-Milliarden-Investitionsprogramm

Die Grünen haben ihre Forderung nach einem 500-Milliarden-Investitionsprogramm bekräftigt. Eine schnelle Rückkehr zur Sparpolitik wäre "absolut falsch" und würde den Aufschwung in Europa gefährden, sagte Grünen-Chef Robert Habeck im Deutschlandfunk. Es gehe um einen Wettbewerb um die besten Ideen und "nicht darum, eine Politik der Spendierhosen zuzulassen". 

Zentral sei der klimagerechte Umbau der Wirtschaft vor allem in den Bereichen Mobilität und Energieproduktion. Weitere Investitionen seien für die öffentliche Infrastruktur wie Schulen, Schwimmbäder, Krankenhäuser und Innenstädte nötig. Diese Bereiche stünden in der aktuellen Pandemie unter einem "Stresstest". Investitionen seien auch in Forschung, Entwicklung und zukunftsfähige Technologien nötig.

11.1.2021 • 09:55 Uhr

Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Dezember stark angestiegen

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Dezember stark gestiegen. Im letzten Monat des vergangenen Jahres nahmen die Insolvenzen im Vergleich zum Vormonat um 18 Prozent zu, wie die Behörde auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Im November hatte die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzen bereits um fünf Prozent zugelegt. 

Die Bundesregierung hatte wegen der Corona-Krise die Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt - die Regelung wurde bis Ende Januar verlängert. Seit Oktober 2020 gilt die Insolvenzantragspflicht aber wieder für zahlungsunfähige Unternehmen. Im Oktober wurden laut Statistik 1084 Unternehmensinsolvenzen gemeldet, knapp ein Drittel weniger als im Oktober 2019. Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegele sich somit nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider, erklärte das Statistische Bundesamt. Auch im Dezember lag die Zahl der Pleiten den vorläufigen Angaben zufolge noch neun Prozent unter dem Vorjahreswert.  

11.1.2021 • 09:52 Uhr

DAX zum Handelsstart wieder schwächer

Nach einem starken Jahresauftakt am deutschen Aktienmarkt sind die Anleger vorsichtiger geworden: Zum Handelsstart heute rutschte der DAX unter 14.000 Punkte und sank um 0,60 Prozent auf 13.965,15 Punkte. In der ersten Börsenwoche war es dem deutschen Leitindex erstmals in seiner Geschichte gelungen, nicht nur die Hürde von 14.000 Punkten, sondern gleich auch die von 14.100 Punkten zu überwinden. Der MDAX für mittelgroße Werte legte am Morgen um 0,06 Prozent auf 31.376,26 Punkte zu. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es zugleich um 0,29 Prozent auf 3634,55 Punkte abwärts.

11.1.2021 • 09:40 Uhr

Mehrstufige Vorschriften für Reiserückkehrer in Planung?

Die Bundesregierung will offenbar bei den Test- und Quarantänevorschriften für Reiserückkehrer ein mehrstufiges System einführen. Länder und Regionen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sollten als Hochrisikogebiet eingestuft werden, sagte der Tourisimusbeauftrage der Regierung, Thomas Bareiß, in der Sendung "Frühstart“ von RTL und n-tv. Hier werde ergänzend zur Quarantäne- eine Testpflicht bei einer Rückkehr eingeführt. Eine weitere Stufe sei für Regionen vorgesehen, in denen gefährliche Virusmutationen aufgetreten sind. Hier sollten zusätzlich Ausnahmeregeln für Einreisende "stark reduziert" werden, sagte Bareiß. "Wenn die mutierten Viren sich verstärkt in Deutschland verbreiten, gibt es eine schnelle Infektionskette", warnte der Tourismusbeauftragte. "Das würde unser Gesundheitssystem enorm belasten."

Bisher wird ein Land als Risikogebiet eingestuft, wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 50 übersteigt. Diese erste Stufe bleibt nach Angaben von Bareiß bestehen. Vorgeschrieben ist für diese Fälle eine Quarantäne. Ein Test muss nicht gemacht werden, kann aber die Quarantäne verkürzen. Die neuen Mustervorschriften für Einreisende, die letztlich von den Ländern umgesetzt werden müssen, könnte dem Bericht von RTL und n-tv zufolge am kommenden Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden. Sie gehen auf die Bund-Länder-Beschlüsse vom vergangenen Dienstag zurück.

11.1.2021 • 09:30 Uhr

England erhöht Tempo beim Impfen

Im Kampf gegen stark steigende Corona-Fallzahlen will die britische Regierung das Tempo beim Impfen erhöhen. In England nahmen heute sieben große Impfzentren ihren Betrieb auf, weitere sollten im Laufe der Woche folgen, wie der staatliche Gesundheitsdienst NHS ankündigte. Bis Mitte Februar sollen die 13 Millionen gefährdetsten Bürger in England eine Impfung angeboten bekommen haben.

Weil die Fallzahlen trotz des derzeitigen harten Lockdowns bislang nicht sinken, wird in Regierungskreisen über eine Verschärfung der Regeln diskutiert. So könnten Berichten zufolge etwa die Maskenpflicht ausgeweitet oder Kindertagesstätten geschlossen werden. Außerdem soll die Polizei schärfer gegen Regelbrecher vorgehen. Der medizinische Berater der britischen Regierung, Chris Whitty, sagte im BBC-Interview, die nächsten Wochen würden die "schlimmsten Wochen" der Pandemie werden. Die Krankenhäuser - insbesondere in London - geraten an ihre Belastungsgrenzen, Krankenwagen müssten teilweise stundenlang warten, bis Patienten ein Bett bekommen.

Pro 100.000 Einwohnern zählte Großbritannien in der vergangenen Woche mehr als 600 Neuinfektionen. Die Anzahl der Toten überstieg am Wochenende die Schwelle von 80.000 - und das sind nur diejenigen, die in den vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf das Virus getestet wurden.

11.1.2021 • 09:24 Uhr

Experte rät Frankreich zur Schließung der Grenze zu Großbritannien

Frankreich sollte nach Einschätzung eines Regierungsberaters zur Eindämmung einer Virus-Mutation seine Grenze zu Großbritannien schließen. Dies sollte auch für andere Länder erwogen werden, in denen die in Großbritannien entdeckte Variante häufig aufgetreten sei, sagte Arnaud Fontanet, Mitglied des Wissenschaftsausschusses, dem TV-Sender BFM. Um die Ausbreitung des Virus in Frankreich unter Kontrolle zu bekommen, müssten bis Ende März zehn bis 15 Millionen Menschen geimpft werden, bis Ende Juni 25 bis 30 Millionen, ergänzte er.

11.1.2021 • 09:04 Uhr

Mikronesien meldet ersten Corona-Fall

Die Corona-Pandemie hat nun auch Mikronesien erreicht. Der Inselstaat im Pazifik, der bislang als eines der wenigen Corona-freien Länder weltweit galt, meldete nun einen ersten Infektionsfall. Ein Besatzungsmitglied auf einem Frachtschiff sei positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, sagte Präsident David Panuelo. Der Mann sei inzwischen isoliert worden und die Besatzung müsse an Bord bleiben. Es gebe daher keinen Grund zur Panik, betonte Panuelo.

Die abgelegenen Inselstaaten und Territorien Kiribati, Nauru, Palau, Tonga und Tuvalu gelten dagegen ein Jahr dem ersten Todesfall durch das Coropnavirus in China immer noch als virenfrei. Die Pazifikstaaten hatten sich sehr früh stark abgeschottet, weil ihre Gesundheitssysteme für eine Pandemie nicht gewappnet sind. 

11.1.2021 • 08:52 Uhr

Chef des Weltärztebunds fordert einheitliche Corona-Regeln

Der Chef des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, hält es für falsch, dass in den Bundesländern unterschiedliche Corona-Schutzmaßnahmen gelten. Die Ärzte seien darüber sehr unglücklich, sagte er im SWR. Die Bundesländer hätten sich auf mehr Gemeinsamkeiten einigen sollen. Er selbst wisse nicht mehr, was in Berlin, wo er lebe und im angrenzenden Brandenburg gelte.

Ab heute gelten bundesweit strengere Corona-Regeln, allerdings unterscheiden sie sich von Bundesland zu Bundesland.

11.1.2021 • 08:33 Uhr

Spahn: Moderna-Impfstoff kommt heute nach Deutschland

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna soll laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch heute an einen zentralen Punkt in Deutschland geliefert werden und am Dienstag an die Bundesländer gehen. Dann könnten die Impfzentren beginnen, auch dieses Präparat zu impfen, sagte der CDU-Politiker im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Es werde aber keine Wahlmöglichkeit geben, ob man diesen Impfstoff oder jenen von BioNTech/Pfizer bekommen wolle. Dafür sei die Menge zu gering.

Bis Ende des Quartals rechne Spahn mit zwei Millionen Dosen von Moderna für Deutschland, im Laufe des Jahres mit 50 Millionen Dosen. Spahn betonte erneut, dass das Impfen mit der Öffnung der Impfzentren beschleunige, wenn auch unter Bedingungen der Knappheit. Wenn ausreichend Impfstoff vorhanden sei, könnten auch die Hausärzte Impfungen vornehmen. Das werde im Laufe des Jahres geschehen.

11.1.2021 • 08:19 Uhr

Polizei-Gewerkschaft: Infektion als Dienstunfall anerkennen

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) will vor Gericht durchsetzen, dass eine Corona-Infektion von Polizisten während des Dienstes künftig generell als Dienstunfall anerkannt wird, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf die GdP. 

Die Anerkennung einer Corona-Infektion als Dienstunfall sei "ein Akt der Wertschätzung für die Beamten, die im Dienst jeden Tag ihren Kopf hinhalten und der Gefahr einer Infektion mit dem Virus in besonderer Weise ausgesetzt sind", sagte GdP-Vizechef Dietmar Schilff.

Ausgangspunkt der geplanten Musterklage ist laut GdP ein Fall in der Polizeidirektion Osnabrück. Dort hätten sich mehrere Beamte im Dienst mit dem Coronavirus infiziert. Ihr Antrag, diese Erkrankung als Dienstunfall zu werten, sei aber abgelehnt worden. 

11.1.2021 • 07:50 Uhr

Kein Impfstoff: Hamburger UKE kann Personal nicht impfen

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) stoppt vorübergehend das Impfen von Beschäftigten. Auch die bereits zugesagten Termine mussten wegen Lieferschwierigkeiten des Impfstoffs abgesagt werden:

11.1.2021 • 06:46 Uhr

Experten wollen Corona-Ursprung in China untersuchen

Mit einiger Verzögerung hat China einem internationale Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Einreise erlaubt, das in der Volksrepublik die Ursprünge des Coronavirus erkunden soll. Die Experten sollen am Donnerstag in China eintreffen und werden mit chinesischen Kollegen zusammenkommen, hieß es in einer Mitteilung der Nationalen Gesundheitskommission. Ob die WHO-Experten nach Wuhan reisen, wo das Virus Ende 2019 entdeckt wurde, war zunächst nicht bekannt.

Über den Besuch der Experten wurde lange verhandelt. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte sich vergangenen Woche enttäuscht über die Verzögerung des seit langem geplanten Besuchs; China hatte die Einreiseformalitäten nicht finalisiert. Mitglieder des internationalen Wissenschaftlerteams seien im Rahmen einer ursprünglichen Vereinbarung zwischen der WHO und China bereits aus ihren Heimatländern aufgebrochen gewesen, sagte er.

11.1.2021 • 06:24 Uhr

Giffey: Einheitliche Regeln für Kitas und Schulen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die Bundesländer dazu aufgerufen, sich auf möglichst einheitliche Corona-Regelungen für Schulen und Kitas zu verständigen. Eltern wünschten sich bei allen Maßnahmen "ein möglichst bundesweit einheitliches und verlässliches Vorgehen", sagte Giffey der "Rheinischen Post". Auch sie selbst setze sich für einen gemeinsamen Rahmen ein, "wie es in den Ländern nach den harten Einschränkungen perspektivisch weitergehen kann".

Giffey plädierte für die Wiederauflage eines klaren Stufenplans zur Rückkehr in den Regelbetrieb von Kitas und Schulen. Im vergangenen Jahr seien mit dem von Bund und Ländern erarbeiteten Stufenplan zur Rückkehr in den Regelbetrieb gute Erfahrungen gemacht worden. "So etwas wäre auch für dieses Jahr wieder angezeigt", sagte die SPD-Politikerin. Dafür wolle sie am Donnerstag in einer Schaltkonferenz der Jugend- und Familienminister der Länder werben.

Im derzeitigen harten Lockdown, der noch bis mindestens zum 31. Januar dauern wird, bleiben Schulen und Kitas in ganz Deutschland weitgehend geschlossen.

11.1.2021 • 06:14 Uhr

DGB-Chef fordert Rechtsanspruch auf Homeoffice

DGB-Chef Reiner Hoffmann will in der Corona-Pandemie einen Rechtsanspruch auf Homeoffice durchsetzen. "Wir fordern einen Rechtsanspruch auf Homeoffice - jedenfalls da, wo es machbar ist", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Ebenso müsse sichergestellt werden, "dass niemand ins Homeoffice gezwungen werden kann". In der Corona-Pandemie reduzierten manche Firmen ihre Büroflächen, deren Beschäftigte verstärkt von zu Hause arbeiten.

Im Bund-Länder-Beschluss zu den Corona-Schutzmaßnahmen vom 5. Januar heißt es: "Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber werden dringend gebeten, großzügige Homeoffice-Möglichkeiten zu schaffen, um bundesweit den Grundsatz 'Wir bleiben zuhause' umsetzen zu können." Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hatte Ende vergangenen Jahres einen Rechtsanspruch aufs Homeoffice angekündigt, war dann jedoch nach Widerstand in den Unionsparteien zurückgerudert. Sein Gesetzentwurf sieht nun lediglich vor, dass ein Arbeitgeber mit einem Beschäftigten, der von zu Hause aus arbeiten möchte, darüber sprechen muss. Lehnt der Arbeitgeber ab, braucht er Gründe.

11.1.2021 • 05:05 Uhr

12.497 Corona-Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12.497 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 343 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekannt gab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Montagmorgen bei 166,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 359,8 und Thüringen mit 316,2. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 90,9. Wegen der Feiertage um den Jahreswechsel sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.921.024 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 11.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 40.686. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.545.500 an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Sonntag bei 1,18 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 118 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont in seinem Bericht aber, "dass der R-Wert gegebenenfalls unterschätzt wird", da um den Jahreswechsel Corona-Fälle nur verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt werden.

11.1.2021 • 04:02 Uhr

RKI: Nach erstem Lockdown weniger Fälle anderer Krankheiten gemeldet

Nach dem ersten Lockdown in der Corona-Pandemie 2020 haben die gemeldeten Fallzahlen vieler anderer Infektionskrankheiten laut einer Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) um gut ein Drittel abgenommen. Zwischen März und Anfang August 2020 seien rund 140.000 Fälle gemeldet worden - 35 Prozent weniger als aufgrund der Daten von Januar 2016 bis Februar 2020 zu erwarten gewesen wären, teilte Sonia Boender vom RKI-Fachgebiet Surveillance auf Anfrage mit. Saisonale Effekte und Trends seien berücksichtigt worden.

Für die Analyse wurden Zahlen von meldepflichtigen Krankheiten und Erregern wie beispielsweise Grippe, Tuberkulose, Windpocken, Syphilis und Noroviren berücksichtigt. Die Gründe für den Rückgang beschreibt das RKI als vielschichtig und erregerspezifisch.

Auch die aktuelle Grippe-Saison 2020/21 hat nach bisherigen Meldedaten sehr verhalten begonnen. Erfasst sind 266 im Labor bestätigte Fälle seit Anfang Oktober, wie aus dem Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza hervorgeht. Im Vorjahr seien um diese Zeit wesentlich mehr solcher Infektionen übermittelt worden, hieß es. Bereits im Frühjahr 2020 hatte die Grippesaison ein verfrühtes Ende gefunden. Das wurde auch auf die Corona-Maßnahmen zurückgeführt.

11.1.2021 • 02:15 Uhr

Laschet: Corona eignet sich nicht für Wahlkampf

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat davor gewarnt, den Streit über das Corona-Management in den Wahlkampf zu ziehen. "Einen Bundestagswahlkampf über ernste Fragen wie die Bekämpfung der Pandemie parteitaktisch und polemisch zu führen, würde bei der Bevölkerung viel Vertrauen in die Maßnahmen zerstören", sagt der CDU-Politiker der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Er mahnt zudem Geduld an: "Wenn man zu früh lockert, läuft man Gefahr, dass es danach wieder steil nach oben geht."

11.1.2021 • 01:46 Uhr

Mexiko bestätigt Fall mit neuer Coronavirus-Variante

Die neue Coronavirus-Variante, die zuerst in Großbritannien entdeckt wurde, ist nach Behördenangaben mittlerweile auch in Mexiko nachgewiesen worden.

11.1.2021 • 01:41 Uhr

Ansteckendere Variante des Coronavirus nun auch in Russland entdeckt

Die neue und offenbar deutlich ansteckendere Form des Coronavirus, die sich zuletzt vor allem in England ausgebreitet hat, ist nun erstmals auch in Russland festgestellt worden. Bei einem aus Großbritannien zurückgekehrten Reisenden wurde das Virus in dieser Mutationsform festgestellt, wie die Chefin der Gesundheitsschutzbehörde Rospotrebnadsor, Anna Popowa, am Sonntag im staatlichen Fernsehen sagte. Sie machte keine näheren Angaben zu dem Fall. Unklar blieb damit unter anderem, auf welchem Weg dieser Reisende nach Russland gelangt war. Russland hat - wie viele andere Länder auch - seit Dezember die Flugverbindungen mit Großbritannien wegen des dortigen Auftreten der neuen Virus-Variante eingestellt.  Diese Form des Virus mit der Bezeichnung "B.1.1.7" ist nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender als die vorherigen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass sie sich zuerst in Südengland ausbreitete. Inzwischen wurde sie aber auch in dutzenden anderen Ländern rund um den Globus festgestellt. Auch in Deutschland wurden einzelne Fälle dieser Virus-Mutation entdeckt.

11.1.2021 • 01:31 Uhr

103 Neuinfektionen in China

Chinas Gesundheitsbehörde meldet 103 neue Corona-Fälle. Der Großteil davon entfällt auf die Provinz Hebei.

11.1.2021 • 01:01 Uhr

Lindner: Zu wenig Laboruntersuchungen auf Virus-Mutation

FDP-Chef Christian Lindner hat kritisiert, dass es zu wenig Laboruntersuchungen auf neue Coronavirus-Varianten gebe. "Die geringe Datenbasis zur Verbreitung von Corona-Mutationen in Deutschland ist eine große Gefahr", sagte er dem "Tagesspiegel". Die Bundesregierung habe die systematische Sequenzierung von Corona-Testproben, also die Untersuchung auf Mutationen, zu lange schleifen lassen. "Eine umfassende Sequenzierung muss schnell Teil der Anti-Corona-Strategie werden." Die zuerst in Großbritannien nachgewiesene B.1.1.7-Mutation ist wohl deutlich ansteckender als bisherige Varianten. Sie ist mittlerweile auch in einigen Bundesländern in Deutschland nachgewiesen.

11.1.2021 • 00:20 Uhr

CDU-Politiker Merz: Kleine Firmen müssen aus Lockdown raus

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz hat ein schnelles Ende des Lockdowns für kleine und mittlere Unternehmen angemahnt. Der Kandidat für den CDU-Parteivorsitz sagt "Bild": "Für viele kleine Firmen ist der Punkt jetzt schon erreicht, wo es nicht weitergeht. Mir machen vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen Sorgen. Die müssen möglichst schnell raus aus dem Lockdown, möglichst schnell zurück zu normalem Wirtschaften mit Hygienekonzept."

Über dieses Thema berichtete NDR2 am 11. Januar 2021 um 13:00 Uhr.