Der südafrikanische Präsident Ramaphosa hält eine Fernsehansprache. | NIC BOTHMA/EPA-EFE/Shutterstock
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Liveblog zum Coronavirus ++ Südafrika verschärft Einschränkungen ++

Stand: 28.12.2020 22:37 Uhr

Wegen rasant steigender Fallzahlen verkündete Präsident Ramaphosa unter anderem ein Verkaufsverbot für Alkohol. Mehr als 21.500 Menschen wurden laut RKI am Sonntag in Deutschland geimpft. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Krankenhäuser in Halle an Belastungsgrenze
  • Fünffache Impfdosis für Pflegekräfte
  • "Brot für die Welt": Spenden statt Böller
  • Zahlreiche Demos in Berlin am 30. Dezember geplant
  • Verzögerungen bei Impfstoff-Belieferung in Spanien
  • Mehr als 40.000 neue Fälle in Großbritannien
  • RKI: 10.976 Neuinfektionen in Deutschland
  • RKI: Mehr als 21.500 Menschen am Sonntag geimpft
28.12.2020 • 22:36 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

28.12.2020 • 22:31 Uhr

Ungarn erhält 6000 Dosen des russischen Impfstoffs

Ungarn hat 6000 Dosen des russischen Corona-Impfstoffs erhalten. Die Sendung werde nun zu Experten nach Budapest geschickt, um über die Verwendung der Präparate zu entscheiden, sagte Außenminister Peter Szijjarto in einer Videobotschaft auf Facebook.

Ungarische Ärzte und Experten hatten zuvor bereits russische Produktionsstätten des Impfstoffs besucht. Laut der Regierung in Budapest könnte die Massenproduktion von Sputnik V in Ungarn im kommenden Jahr beginnen, falls sich der Impfstoff als sicher und effektiv herausstellt. Das Land sei "offen für alle erfolgreichen Impfstoff-Entwicklungen in der ganzen Welt", sagte Szijjarto.

Im November hatte die EU-Kommission es Ungarn freigestellt, den russischen Corona-Impfstoff zu nutzen. Normalerweise sei zwar die Europäische Arzneimittelagentur EMA für die Zulassung von Impfstoffen zuständig, hieß es damals. Aber ein Mitgliedstaat könne sich dazu entschließen, ein Notfallverfahren einzuleiten. Das Mittel dürfe dann ausschließlich in diesem Mitgliedstaat zum Einsatz kommen. 

Bisher hat die EMA den russischen Impfstoff noch nicht analysiert. Russland gibt aber an, er habe eine Effektivität von 95 Prozent. Westliche und russische Experten hatten Bedenken geäußert, da der Impfstoff sehr schnell zugelassen wurde. 

28.12.2020 • 22:15 Uhr

US-Seuchenbehörde meldet mehr als 2,1 Millionen Impfungen

Die US-Seuchenbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang mehr 2,1 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 11,4 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

28.12.2020 • 21:54 Uhr

RKI: Mehr als 21.500 Menschen wurden gestern geimpft

Das Robert Koch-Institut führt eine neue Statistik: Es ruft künftig täglich die Zahl der Geimpften des Vortages ab, die von den Impfzentren und -teams über die Webanwendung "Digitales Impfmonitoring" gemeldet werden.

Für Sonntag - den Tag des Impfstarts - verzeichnete das RKI demnach 21.566 Impfungen (Stand 16:15 Uhr).

28.12.2020 • 21:16 Uhr

Gericht bestätigt Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das bundesweite Verkaufsverbot für Silvester-Feuerwerk bestätigt. Das teilte das Gericht am Abend mit. Zur Begründung hieß es: Nach allgemeiner langjähriger Erfahrung sei damit zu rechnen, dass unsachgemäßer Gebrauch von Silvester-Feuerwerk zu akut behandlungsbedürftigen Verletzungen führe. Die Behandlung der Verletzten würde das zurzeit ohnehin stark in Anspruch genommene Krankenhauspersonal zusätzlich treffen und die Behandlung der zahlreichen Corona-Patienten potenziell beeinträchtigen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte den Verkauf von Silvesterfeuerwerk deutschlandweit untersagt. Nach der am 22. Dezember 2020 in Kraft getretenen Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz dürfen pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 - also etwa Raketen und Böller - auch vom 29. bis 31. Dezember nicht verkauft werden.

Das Verwaltungsgericht Berlin hatte von Pyrotechnikherstellern und -händlern gestellte Anträge, diese Vorschrift vorläufig außer Vollzug zu setzen, zurückgewiesen. Die Richter in zweiter Instanz argumentierten, das Verbot greife zwar gravierend in deren Berufsausübungsfreiheit ein. Doch es überwiege das Ziel, einer weiteren Belastung der angespannten medizinischen Versorgungssituation insbesondere in den Krankenhäusern entgegenzuwirken.

28.12.2020 • 20:46 Uhr

Fast 1,3 Millionen Flugreisende in USA am 27. Dezember

In den USA haben am Sonntag so viele Reisende einen Flughafen genutzt wie seit neun Monaten nicht mehr. Die Verkehrssicherheitsbehörde erklärte, es seien knapp 1,285 Millionen Menschen einer Sicherheitskontrolle unterzogen worden, die höchste Zahl seit 15. März. Seit dem 18. Dezember seien mehr als zehn Millionen Menschen auf dem Luftweg gereist.

Der US-Chefimmunologe Anthony Fauci erklärte, die hohe Reisetätigkeit könne zu einer weiteren Zunahme von Covid-19-Fällen führen. Auf belebten Flughäfen könnten die Abstandsregeln nur schwer eingehalten werden, und bei den Treffen an den Feiertagen seien Menschen aus unterschiedlichen Haushalten zusammengekommen. "So sehr wir auch davon abraten, es passiert trotzdem", sagte Fauci.

Die Zahl der Infektionsfälle in den USA steigt seit etwa zwei Monaten. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus wurden inzwischen mehr als 330.000 Todesfälle gemeldet.

28.12.2020 • 20:25 Uhr

WHO verlangt verstärkte Erbgutuntersuchungen des Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat verstärkte Erbgutuntersuchungen von Sars-CoV-2 gefordert. Man müsse neuen Virus-Varianten auf die Spur kommen, sagte WHO-Generaldirektor Tedros. Die WHO arbeite eng mit Wissenschaftlern auf der ganzen Welt zusammen, um Veränderungen des Virus und ihre Folgen besser zu verstehen. Es sei wichtig, die Möglichkeiten zur Untersuchung der Genomsequenz weltweit auszuweiten und die WHO und andere Staaten über neue Erkenntnisse zu informieren, sagte Tedros.

In Großbritannien und Südafrika sind jüngst neue Virusvarianten entdeckt worden, die ansteckender sein sollen als die bislang bekannten. Die Untersuchungen dazu dauern noch an - die WHO rechnet in den nächsten Tagen oder Wochen mit Ergebnissen entsprechender Studien aus den beiden Ländern.

28.12.2020 • 20:14 Uhr

Neue Coronavirus-Variante im November in Niedersachsen aufgetreten

Die neue Coronavirus-Mutation aus England ist erstmals in Niedersachsen festgestellt worden. Die Medizinische Hochschule Hannover habe bei einem Infektionsfall aus dem November im Nachhinein die Virus-Variante B1.1.7 bestimmen können, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Es handele sich um die Proben eines mittlerweile gestorbenen, sehr alten Covid-Patienten mit Vorerkrankungen sowie seiner Frau. Das Referenzlabor der Berliner Charité habe das Ergebnis bestätigt.

Die neue Virus-Variante ist inzwischen für einen Großteil der Infektionen im Süden Englands verantwortlich und nach ersten Erkenntnissen möglicherweise besonders ansteckend. Laut Ministerium hatte sich die Tochter des Patienten Mitte November in England aufgehalten und dort wohl angesteckt. Tochter und Ehefrau des Gestorbenen seien mittlerweile aber wieder genesen. Weitere Ansteckungen habe es im Zusammenhang mit diesen Fällen nach den Erkenntnissen des Gesundheitsamtes der Region Hannover nicht gegeben.

28.12.2020 • 20:04 Uhr

Südafrika verschärft Maßnahmen

Wegen rasant steigender Infektionszahlen verschärft die südafrikanische Regierung mit sofortiger Wirkung die Corona-Einschränkungen. Das teilte Präsident Cyril Ramaphosa in einer Fernsehansprache mit. Dazu gehört ein Verkaufsverbot für Alkohol, die Absage von Veranstaltungen und eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. Die im ganzen Land geltende nächtliche Ausgangssperre wird ausgeweitet und gilt nun von 21 bis 6 Uhr.

Die Zahl der Ansteckungen hat in Südafrika inzwischen die Millionen-Marke überschritten. Es kursiert dort eine neue Variante des Sars-CoV-2-Virus, die als Treiber für die neue Infektionswelle gilt. "Seit Heiligabend wurden 50.000 neue Infektionen gemeldet", sagte Ramaphosa. Zugleich sei die Bevölkerung im Umgang bei den Vorsichtsmaßnahmen nachlässig geworden.

28.12.2020 • 19:20 Uhr

Wie man Bedenken von Skeptikern und Impfgegnern begegnen kann

"Nicht sofort in Argumente verfallen", sondern Ängsten und Emotionen des Gegenübers zunächst Raum geben - dann erst offensichtlichen Falschinformationen mit Fakten begegnen: Das rät der Psychologe Philipp Schmid im Interview mit den tagesthemen. Und der Experte gibt noch weitere Tipps.

28.12.2020 • 18:49 Uhr

Schwarzwald und Alb: Keine verschärften Maßnahmen trotz Ausflugs-Chaos

An den Weihnachtsfeiertagen hatte es bei Ausflugszielen im Schwarzwald und auf der Alb mancherorts Verkehrschaos gegeben. Auch Rettungskräfte wurden behindert. Zudem registrierte die Polizei Hunderte Verstöße gegen die Corona-Verordnung. Über Neujahr will es die Regierung bei den geltenden Maßnahmen offenbar belassen.

28.12.2020 • 18:45 Uhr

Premier League: Everton gegen Manchester City abgesagt

Wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff ist das Spitzenspiel der Premier League zwischen dem FC Everton und Manchester City abgesagt worden. Die jüngste Testrunde auf das Coronavirus habe zahlreiche weitere positive Fälle bei dem Club erbracht, teilte der Tabellensechste der englischen Fußball-Meisterschaft aus Manchester mit. "Auf der Grundlage der medizinischen Empfehlungen hat die Premier League in Absprache mit beiden Vereinen den Spieltermin verschoben", gab ManCity bekannt. Die Premier League begründete die Absage als Vorsichtsmaßnahme. Grundlage für die Entscheidung sei, dass die Gesundheit von Spielern und Angestellten Priorität habe, hieß es. Morgen werde es weitere Corona-Tests geben. Einen Nachholtermin für die Partie des Tabellendritten Everton gegen das Team des deutschen Nationalspielers Ilkay Gündogan gibt es zunächst nicht. Gündogan hat eine Erkrankung mit Covid-19 zu einem früheren Zeitpunkt nach eigenen Angaben überstanden.

Der Club von Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola hatte bereits am ersten Weihnachtsfeiertag bekanntgegeben, dass die Spieler Gabriel Jesus und Kyle Walker sowie zwei Mitglieder des Betreuerstabs positiv getestet wurden. Die Namen der jetzt zusätzlich mit dem Coronavirus infizierten Spieler und Betreuer nannte der Club nicht. Alle hätten sich in Selbstisolation begeben. Außerdem sei der Trainingsplatz des Profi-Teams für unbestimmte Zeit geschlossen worden.

28.12.2020 • 18:32 Uhr

Baden-Württemberg: Termine für Impfungen bereits ausgebucht

Von den angebotenen Impfterminen gegen das Coronavirus seien in Baden-Württemberg bereits keine mehr verfügbar, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums. Beschwerden häufen sich.

28.12.2020 • 18:25 Uhr

Spanien plant Register mit Impf-Verweigerern

Spanische Behörden planen ein Register mit den Namen von Menschen, die das Angebot einer Impfung gegen das Coronavirus abgelehnt haben. Das Register sei nicht-öffentlich zugänglich, aber werde an andere europäische Länder weitergegeben, sagte der spanische Gesundheitsminister Salvador Illa in einem Interview mit dem Fernsehsender La Sexta. 

Die Behörden würden "mit dem allergrößten Respekt für den Datenschutz" vorgehen, versicherte Illa. Er betonte erneut, dass keine Impfpflicht in dem südeuropäischen Land eingeführt werde. In einer Pressekonferenz sagte der Gesundheitsminister mit dem Register werde festgehalten, dass es sich nicht um ein Versehen handele, dass jemand nicht geimpft worden sei.

Das Laut einer zuvor veröffentlichten Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstituts Zentrum für Soziologische Studien ist der Anteil der Impf-Verweigerer in Spanien dramatisch gesunken: 28 Prozent der im Dezember Befragten würden eine angebotene Impfung ablehnen. Im Vormonat betrug dieser Anteil noch 47 Prozent. Gleichzeitig stieg die Impfbereitschaft der Spanier von knapp 37 auf mehr als 40 Prozent.

28.12.2020 • 18:21 Uhr

Slowakisches Parlament ändert Notstandsgesetze

Das slowakische Parlament hat den Weg für eine Verlängerung des Corona-bedingten Notstands freigemacht. Es verabschiedete in Bratislava eine Verfassungsänderung, die es ermöglicht, den Notstand immer wieder um jeweils 40 Tage auszudehnen. Voraussetzung ist die nachträgliche Zustimmung der Abgeordneten.

Bisher war die Ausrufung des Notstands auf maximal 90 Tage begrenzt. Er wäre am 29. Dezember ausgelaufen. Die Abstimmung fand unter außergewöhnlichen Umständen statt: Um die nötige verfassungsändernde Drei-Fünftel-Mehrheit der 150 Abgeordneten zu erreichen, wurde verfügt, dass Politiker trotz Quarantäne oder positiven Corona-Tests an der Sitzung teilnehmen durften. Sie mussten in einem durch Folie abgetrennten Bereich sitzen, eine Atemschutzmaske tragen und einen getrennten Eingang benutzen.

28.12.2020 • 18:12 Uhr

Krankenhäuser in Halle an Belastungsgrenze

In und um Halle verschlechtert sich die Lage in den Kliniken durch die hohe Zahl an Covid-19-Patienten zusehends. Oberbürgermeister Wiegand sagte, in vier der sechs Krankenhäuser stehe die Ampel auf Rot, in zwei auf Dunkelgelb. Das bedeute, dass das Personal fehle, weil immer mehr Patienten dazukämen. Wiegand appellierte an medizinisches Personal im Ruhestand, an Medizinstudenten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, die Kliniken zu unterstützen. Am Morgen hatte das Hufeland-Klinikum in Bad Langensalza ähnliche Probleme gemeldet. Es sei bereits die vierte Isolierstation voll belegt. Die Lage sei zunehmend prekär.

28.12.2020 • 18:02 Uhr

Saudi-Arabien verlängert Grenzschließung

Aus Sorge vor der neuen Variante des Coronavirus hat Saudi-Arabien seine vor einer Woche verhängte Grenzschließung verlängert. Die Grenzen blieben für mindestens eine weitere Woche geschlossen, der internationale Passagierflugverkehr bleibe ausgesetzt, erklärte das Innenministerium des Königreichs. Frachtflüge und Schifffahrtswege seien nicht betroffen.

28.12.2020 • 17:47 Uhr

Großbritannien: Mehr als 40.000 Neuinfektionen

Großbritanniens Behörden haben einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet. Demnach wurden 41.385 Infizierte innerhalb eines Tages registriert. Gestern waren es noch 30.501 registrierte Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle stieg nach Regierungsangaben innerhalb eines Tages um 357 - gestern waren es 316.

Die Infektionsraten sind laut Statistikbehörde wegen der Weihnachtsfeiertage und der vor mehr als einer Woche erstmals im Land entdeckten und offenbar deutlich ansteckenderen Variante des Coronavirus deutlich angestiegen.

28.12.2020 • 17:07 Uhr

EU-Außenbeauftragter wirft russischen Medien Falschinformationen vor

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell wirft staatlich kontrollierten russischen Medien die Verbreitung von Falschinformationen über westliche Impfstoffe vor. Dies geschehe offenbar gezielt in solchen Ländern, wo Russlands eigener Impfstoff verkauft werden solle, schrieb Borrell in einem Blog-Posting. Er wies auf seinem Twitter-Account auf diesen Beitrag hin, in dem er schrieb: "Das hat in einigen Fällen zu so absurden Behauptungen geführt wie die, dass Impfstoffe Menschen in Affen verwandeln."

Eine Stellungnahme der zuständigen russischen Behörden und Medienaufsicht lag zunächst nicht vor. Die Regierung in Moskau wies Vorwürfe der Fehlinformation in der Vergangenheit zurück.

28.12.2020 • 16:59 Uhr

Viel mehr Corona-Tote in Russland

Russland hat neue Angaben zu seinen Corona-Toten gemacht. Im November seien fast 26.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben, teilte die russische Statistikbehörde Rosstat mit. Seit Jahresbeginn habe es mehr als 186.000 Corona-Tote im Land gegeben. Zwischen Januar und November lag die Übersterblichkeit in Russland der Statistikbehörde zufolge bei 229.700 Todesfällen. Davon seien 81 Prozent auf Covid-19 zurückzuführen.

Als Übersterblichkeit wird eine im Vergleich zu anderen Zeiträumen oder Erwartungswerten erhöhte Sterberate bezeichnet. An Heiligabend hatten die russischen Behörden die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie noch mit gut 53.000 angegeben. Die neue Bilanz ist demnach etwa dreieinhalb Mal so hoch.

28.12.2020 • 16:55 Uhr

NRW schreibt Auftrag über 1,25 Millionen Polizei-Masken neu aus

Die Vergabe eines Auftrags über die Fertigung von Alltagsmasken für die nordrhein-westfälische Polizei an eine Modefirma aus Mönchengladbach wird rückabgewickelt und neu ausgeschrieben. Ein Sprecher des Düsseldorfer Innenministeriums sagte, es gehe um einen Auftrag von 1,25 Millionen Masken zum Preis von 1,9 Millionen Euro. Nach der europaweiten Neuausschreibung könne es bis März 2021 dauern, bis die Vergabe abgeschlossen sei. Das Land hatte bereits im Frühjahr der Firma 1,25 Millionen Masken für die Polizei geordert. Gegen den im Herbst erteilten zweiten Auftrag an das Unternehmen war eine Kanzlei im Namen einer Wuppertaler Unternehmerin vor die Vergabekammer Rheinland gezogen. Die Kanzlei erklärte, die Rückabwicklung und europaweite neue Ausschreibung entspreche im Ergebnis ihrem Antrag "mit welchem die Rechtswidrigkeit der Vergabe geltend gemacht wurde".

Das Mönchengladbacher Unternehmen hatte im Zuge der Corona-Pandemie mehrere Aufträge für Schutzausrüstung erhalten. Vor allem die Bestellung von zehn Millionen Schutzkitteln sorgte für Debatten, weil bekannt wurde, dass Johannes Laschet, der Sohn von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, den Kontakt zu der Firma hergestellt hatte. Neben den Kitteln hatte die Textilfirma auch zwei Aufträge der NRW-Polizei über je 1,25 Millionen sogenannter Alltagsmasken aus Stoff bekommen, von denen einer nun rückabgewickelt wird. Die Unternehmerin war laut Kanzlei ebenfalls in der Branche aktiv, aber nicht zum Zug gekommen. Die Kanzlei bemängelte, dass es kein reguläres Ausschreibungsverfahren gegeben und sich das Land stattdessen auf Dringlichkeit berufen hatte.

Trotz der Rückabwicklung verfüge die Polizei über genügend Alltagsmasken, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums.

28.12.2020 • 16:41 Uhr

Kanzleramtschef Braun: Lockdown dürfte verlängert werden

Auch Kanzleramtschef Helge Braun hat Zweifel geäußert, dass die Corona-Maßnahmen im Januar gelockert werden können. "Ich rechne damit, dass wir zunächst am 5. Januar, wenn wir uns das nächste Mal treffen, das Ganze noch nicht genau beurteilen können und deswegen den Lockdown noch fortsetzen müssen", sagte Braun der Sendergruppe RTL/ntv. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans äußerte sich ähnlich. Der Lockdown müsse aus seiner Sicht "auch Anfang Januar verlängert werden", wird er zitiert. Mitte Januar müsse man schauen, wie sich die Feiertage ausgewirkt haben, um dann weiter zu planen.

28.12.2020 • 16:32 Uhr

Krankenkassen im Minus

Die Krankenkassen in Deutschland steuern 2021 auf ein Milliardendefizit zu. Doch nicht nur die Kosten der Corona-Pandemie sind die Ursache dafür.

28.12.2020 • 16:26 Uhr

Theologe Dabrock kritisiert Einteilung der Risikogruppen

Kurz nach dem offiziellen Start der Corona-Impungen hat der frühere Ethikrats-Vorsitzende Peter Dabrock die Reihenfolge bei den Impfungen in Deutschland kritisiert. So hätte stärker berücksichtigt werden müssen, wie viele nicht zu vermeidende Kontakte und damit Infektionsrisiken bestehen, sagte Dabrock dem SWR. "Zum Beispiel bei den Pflegekräften und auch bei denjenigen, die an der Kasse eines Supermarktes sitzen und von Berufswegen mit einem ständig wechselnden Personenkreis zu tun haben." Diese Menschen tragen nach Ansicht Dabrocks "ein ungeheuer großes Risiko", das beispielsweise auch größer sei als das allgemeine Risiko von 60- bis 75-Jährigen. Kritisch sieht der evangelische Theologe auch, dass die Einteilung der Impfreihenfolge nicht im Bundestag debattiert worden sei.

Der Bundesvorsitzende der Senioren Union, Otto Wulff, sprach sich dafür aus, das gesamte medizinische Personal und alle Pflegekräfte zu Impfungen zu verpflichten. "Ich persönlich würde eine Impfpflicht für Pfleger und Ärzte begrüßen. Wer eine Verantwortung für eine kranke Person trägt, der muss auch auf deren Bedürfnisse Rücksicht nehmen. Die Patienten und die Personen, die gepflegt werden, sind einer erhöhten Gefahr ausgesetzt - und diese Gefahr muss, soweit es geht, ausgeschaltet werden", sagte er der "Bild".

28.12.2020 • 15:51 Uhr

Berlin: Polizei und Feuerwehr rechnen mit vielen Böllern an Silvester

Trotz des Verkaufsverbots von Feuerwerk bereitet sich die Berliner Feuerwehr für die kommende Silvesternacht in gleicher Weise wie in den Vorjahren auf einen Ausnahmezustand vor. "Wir hoffen natürlich, dass es ruhiger wird als sonst, aber das können wir eben noch nicht absehen", sagte ein Sprecher. Daher werde wie jedes Jahr die Personalstärke auf den Wachen sowie den Organisationseinheiten erhöht, teilte die Feuerwehr mit. Insgesamt sollen etwa 850 Kräfte der Berufsfeuerwehr im Einsatz sein sowie mehr als 520 Ehrenamtliche von den Freiwilligen Feuerwehren. 427 Fahrzeuge seien besetzt. Hinzu kämen rund 120 Einsatzkräfte der Bundeswehr sowie des Technischen Hilfswerks. "Somit wird die Personalstärke im Vergleich zum Regelbetrieb nahezu verdreifacht." Die große Silvesterparty am Brandenburger Tor fällt in diesem Jahr aus. Stattdessen plant das ZDF dort die Fernsehshow "Willkommen 2021" - jedoch ohne Publikum. 

Ansonsten gilt in der Hauptstadt wie überall sonst ein striktes Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern. Auch das Zünden von Böllern bleibt vielerorts verboten. Der Senat veröffentliche vergangene Woche eine Liste mit 56 Orten, an denen das der Fall sein wird. Darunter sind große Plätze und Sehenswürdigkeiten wie der Potsdamer Platz, der Breitscheidplatz und das Brandenburger Tor. Auch der Aufenthalt an diesen Orten ist untersagt. Der Berliner Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Thomas Spaniel, kritisierte die Maßnahmen des Senats. "Diese Böllerverbotszonen kamen zu spät", sagte er im RBB.

28.12.2020 • 15:29 Uhr

Elf Niederländer mit britischer Virus-Variante infiziert

Die britische Virus-Variante ist inzwischen bei elf Niederländern nachgewiesen worden. Dies haben Stichproben in Laboruntersuchungen ergeben, wie Gesundheitsminister Hugo de Jonge dem Parlament in Den Haag mitteilte. Von den elf Infizierten wohnen demnach fünf in der Region Amsterdam und fünf in Rotterdam. Eine Person kommt aus Nimwegen im Osten an der deutschen Grenze, sie war erst kürzlich in England gewesen.

Vergangene Woche war die Virus-Variante erstmals in den Niederlanden festgestellt worden. Der Minister kündigte weiterführende Untersuchungen über die Verbreitung dieser sehr ansteckenden Virus-Mutation an.

28.12.2020 • 15:23 Uhr

Impfdosen mit zweifelhafter Kühlkette werden doch nicht genutzt

Entgegen anderslautender Ankündigungen wird der Pannen-Impfstoff aus der ersten Lieferung in Oberfranken in Bayern doch nicht verwendet. 1000 Dosen bleiben somit im Depot, wie ein Sprecher des Landratsamts Lichtenfels der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Dies hätten sämtliche von der Panne in der Kühlkette betroffenen Landräte in Oberfranken gemeinsam beschlossen, eine entsprechende Erklärung werde vorbereitet.

Einzig in Stadt und Landkreis Bamberg hatte es keine entsprechenden Probleme gegeben. "Von fachlicher Seite wird der Impfstoff als durchaus impfbar eingeschätzt", erläuterte der Sprecher des Landratsamtes. Allerdings wollten die Verantwortlichen jegliche Zweifel ausräumen und der Bevölkerung einen hundertprozentig einwandfreien Impfstoff anbieten.

Zum Start der bundesweiten Impfaktion gestern hatte es in Oberfranken Probleme mit der Kühlung gegeben - der Impfstoff muss bei extremen Temperaturen um die minus 70 Grad Celsius tiefgekühlt werden. Wie die Regierung von Oberfranken mitteilte, habe die herstellende Firma Biontech nach einer Überprüfung die Qualität der Impfdosen dennoch bestätigt und die Dosen freigegeben. Den Angaben zufolge sollten die Einheiten noch im Laufe des Montags vor allem in Alten- und Pflegeheimen verwendet werden.

28.12.2020 • 15:09 Uhr

Spitzenpolitiker warnen vor falschem Sicherheitsgefühl

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig warnt vor einem falschen Sicherheitsgefühl durch weniger Corona-Neuinfektionen. Sie ist nicht die einzige Politikerin, die mit Einschränkungen auch nach dem 10. Januar rechnet.

28.12.2020 • 15:03 Uhr

Umfrage: Mittelstand trotz Corona zuversichtlich

Der deutsche Mittelstand geht trotz der anhaltenden Corona-Krise recht zuversichtlich ins neue Jahr. Dies zeigen die Ergebnisse der Unternehmerumfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) mit über 2300 Teilnehmern. Demnach ist die große Mehrheit der Mittelständler hoffnungsvoll, was das eigene Unternehmen angeht: Über 70 Prozent schätzen die eigene Geschäftslage als befriedigend oder besser ein, und knapp 70 Prozent erwarten eine gleichbleibende oder sogar günstigere Entwicklung der Geschäftslage in den kommenden zwölf Monaten.

Pessimistisch sind die Unternehmer dagegen, was die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für 2021 angeht. Über 60 Prozent erwarten eine Rezession in Deutschland. Entsprechend stark schlägt sich die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit auf die geplante Investitionstätigkeit nieder: Nur 25 Prozent wollen in den nächsten zwölf Monaten ihr Investitionsvolumen steigern, knapp 40 Prozent aber weniger investieren als in diesem Jahr.

28.12.2020 • 14:53 Uhr

Britische Krankenhäuser haben kaum noch Platz für Corona-Patienten

Wegen stark gestiegener Zahlen von Corona-Neuinfektionen wird der Platz in britischen Krankenhäusern knapp. Die Kliniken seien "von Wand zu Wand" mit Covid-19-Patienten gefüllt, sagte die Chefin der Notärztevereinigung RCEM, Katherine Henderson, der BBC. Es gebe Patienten mit Corona-Symptomen und Patienten mit anderen Krankheiten, die dann auch positiv auf Corona getestet würden, sagte sie. Nach jüngsten Zahlen der Regierung werden mehr als 22.000 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt. Die Vizechefin des nationalen Gesundheitsdiensts NHS, Saffron Cordery, sagte, vor allem in Südengland, wo sich zuletzt eine neue, möglicherweise hoch ansteckende Variante des Virus ausgebreitet hatte, sei der Druck auf die Kliniken hoch.

Nun liegt die Hoffnung auf einem baldigen Start von Massenimpfungen mit dem Impfstoff, den der Pharmakonzern Astrazeneca gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat. Die Zulassung durch die britischen Behörden wird in Kürze erwartet. Seit knapp drei Wochen wird bereits das Mittel des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer eingesetzt.

Ein Schild weist auf den Eingang zum St. Thoma's Hospital in London hin.

Britische Krankenhäuser finden derzeit angesichts der zweiten Corona-Welle kaum noch Betten für Covid-19-Patienten.

28.12.2020 • 14:17 Uhr

Corona-Schnelltest aus Bayern erhält Sonderzulassung

Ein von einem bayerischen Startup entwickelter neuer Corona-Schnelltest hat eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten. Das erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in München. Das Schnellverfahren des Unternehmens GNA Biosolutions aus dem Münchner Vorort Martinsried soll Ergebnisse in weniger einer Stunde liefern, aber vergleichbar zuverlässig sein wie herkömmliche PCR-Tests.

Das Testgerät ist transportabel und kann acht Proben gleichzeitig analysieren. Das Verfahren war in den vergangenen Monaten am Münchner Flughafen probeweise eingesetzt worden.

28.12.2020 • 14:07 Uhr

Neue Corona-Variante nun auch in Finnland aufgetaucht

Die besonders ansteckende Coronavirus-Variante, die zuerst in Großbritannien festgestellt worden war, wurde jetzt auch in Finnland nachgewiesen. Ein Finne, der über die Weihnachtsfeiertage in Großbritannien war, sei am Wochenende positiv auf das Virus getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Die Familie des Mannes in der Region Kymenlaakso im Südosten des Landes sei isoliert worden. Außerdem würden Kontakte des Infizierten zurückverfolgt. Die Behörden gingen davon aus, dass sich das Virus noch nicht weiter ausgebreitet habe.

Die neue Virus-Variante war am Wochenende auch in Schweden und Norwegen festgestellt worden. Finnland hat sämtliche Flugverbindungen mit Großbritannien bis Mitte Januar gestoppt. Außerdem müssen sich alle, die seit 7. Dezember aus dem Vereinigten Königreich nach Finnland eingereist sind, auf das Virus testen lassen.

28.12.2020 • 14:01 Uhr

Sechs statt fünf Impfungen offenbar mit einem Fläschchen möglich

Mit den nun ausgelieferten Fläschchen des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer können mehr Menschen geimpft werden als erwartet. Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte einen Bericht der "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten", wonach aus einer Ampulle unter bestimmten Voraussetzungen auch sechs statt der vorgesehenen fünf Impfdosen entnommen werden können. Laut EU-Zulassung müssen die Behälter fünf Impfdosen enthalten. Alle Ampullen enthalten laut einer Ministeriumssprecherin aber eine "leichte Überfüllung", damit die vom Hersteller garantierte Menge sicher mit dem Impfbesteck entnommen werden könne. Bei sorgfältiger Vorgehensweise sei die Entnahme von sechs Dosen grundsätzlich möglich. Sichergestellt sein muss demnach aber immer, dass die vorgeschriebene Menge von jeweils 0,3 Milliliter Impfstoff gespritzt wird.

Ein entsprechendes Papier mit diesen Informationen hat das Ministerium an die Bundesländer geschickt. Darin wird aber auch darauf hingewiesen, dass "unter keinen Umständen" überschüssiger Impfstoff aus mehreren Durchstechflaschen zu einer Dosis vereint werden dürfe.

28.12.2020 • 13:56 Uhr

Schweden macht Weg für Lockdown-Maßnahmen frei

Schweden kehrt im Kampf gegen die Corona-Pandemie zunehmend von seinem lockereren Sonderweg ab und macht den Weg für Lockdown-Maßnahmen frei. Angesichts stark gestiegener Infektionszahlen zieht die Regierung ein Gesetz dazu um zwei Monate vor. Nun solle es dem Staat bereits ab dem 10. Januar möglich sein, öffentlichen Verkehrsmittel, Geschäfte, Einkaufszentren und andere Unternehmen zu schließen, um eine Überlastung der Klinken zu verhindern, kündigt Gesundheitsministerin Lena Hallengren an. Auch eine Geldstrafe bei Regelverstößen sei dann möglich.

Die Regierung wollte das Gesetz ursprünglich im März einführen. Sie setzte bisher vor allem auf freiwillige Distanzmaßnahmen, ihr fehlte aber auch eine rechtliche Grundlage für einen verschärften Kurs.

28.12.2020 • 13:29 Uhr

1,3 Millionen Impfstoffdosen bis Ende 2020 in Deutschland verfügbar

Für die deutsche Impfkampagne gegen das Coronavirus sollen noch bis Ende dieses Jahres 1,3 Millionen Impfstoffdosen des Herstellers Biontech ausgeliefert werden. Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums teilte mit, dass es im ersten Quartal 2021 elf bis 13 Millionen Dosen werden sollen.

28.12.2020 • 13:21 Uhr

Fünffache Impfdosis für Pflegeheim-Mitarbeiter

Wegen individueller Fehler bei der Aufbereitung des Impfstoffes ist acht Mitarbeitern eines Pflegeheims in Stralsund die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffes verabreicht worden. Nach dem Vorfall am Sonntag seien die sieben Frauen und ein Mann nach Hause geschickt worden. Wie der Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth (SPD), sagte, haben sich zwischenzeitlich vier der acht Betroffenen zur Beobachtung vorsorglich stationär in einem Krankenhaus aufnehmen lassen. Sie zeigten grippeähnliche Symptome.

Der Landkreis berichtete in seiner Mitteilung, dass nach Informationen des Herstellers Biontech größere Dosen des Impfstoffes in der Phase-1-Studie bereits an Probanden ohne schwerwiegende Folgen getestet worden seien. Es seien keine bleibenden, unerwünschten Ereignisse gemeldet worden.

28.12.2020 • 13:21 Uhr

"Brot für die Welt": Spenden statt Böller

Weil das Feuerwerk in Hamburg weitgehend ausfallen wird, ruft das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" für dieses Silvester dazu auf, das eingesparte Geld zu spenden. "Diese Pandemie macht uns einmal mehr bewusst, dass wir in einer globalen Welt leben und Probleme nur gemeinsam lösen können", sagte Hamburgs Diakoniechef Dirk Ahrens. Es sollte nicht vergessen werden, dass viele Menschen auf der Welt mit ganz anderen Folgen von Corona zu kämpfen haben.

Das Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" warnte davor, dass die Pandemie im Zusammenspiel mit Klimawandel und bewaffneten Konflikten den Kampf gegen Armut, Hunger und Gewalt um Jahrzehnte zurückzuwerfen könnte. Derzeit sei das Coronavirus in über 200 Ländern oder Regionen der Welt bestätigt, erklärte der Vorstand. Auch im kommenden Jahr werde sich nichts daran ändern, dass die Pandemie humanitäre Notlagen verschärft.

28.12.2020 • 12:46 Uhr

Österreichs Skigebiete verschärfen Auflagen

Einige Skigebiete in Österreich schärfen nach dem teils starken Andrang vom Wochenende ihr Sicherheitskonzept nach. Dazu gehörten eine weitere Begrenzung der Parkplätze, mehr Platz zum Anstellen und mehr Ordner, teilte das Bundesland Oberösterreich mit. In den dortigen Skigebieten Hinterstoder, Wurzeralm und Kasberg herrschte am Sonntag bei schönem Wetter großer Andrang.

28.12.2020 • 12:43 Uhr

Impfstart auch in Belgien

Auch in Belgien wird seit Montag gegen das Coronavirus geimpft. Die 101 Jahre alte Pflegeheimbewohnerin Lucie Danjouin sei die erste Person gewesen, die in der Region Brüssel das Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer bekommen habe, meldete die Nachrichtenagentur Belga. Anschließend seien vier weitere Bewohner des Heims an der Reihe gewesen. Die EU-Kommission hatte für alle Mitgliedsstaaten einen gemeinsamen Impfstart am 27., 28. und 29. Dezember angekündigt. Auch der Impfstoff wurde gemeinsam für alle 27 Staaten geordert.

28.12.2020 • 12:16 Uhr

Vierschanzentournee startet ohne Polen

Die Vierschanzentournee startet ohne den polnischen Titelverteidiger Dawid Kubacki, Olympiasieger Kamil Stoch und dessen Teamkollegen. Nach einem positiven Corona-Test von Klemens Muranka wurde die gesamte Skisprung-Mannschaft aus dem Wettbewerb genommen, wie die Organisatoren wenige Stunden vor der Qualifikation zum Auftaktspringen in Oberstdorf bekanntgaben. Muranka war zuvor bei der Serientestung im Allgäu positiv getestet worden, wie er selbst in den sozialen Medien bestätigt hatte. "Es tut mir leid, aber es ist passiert... Ich bin positiv und bisher ohne Symptome", schrieb der 26-Jährige auf Instagram. In Stoch und Kubacki fallen somit bereits vor dem ersten Wettkampf zwei Mitfavoriten aus.

Neben den beiden Top-Springern und Muranka waren Piotr Zyla, Maciej Kot, Aleksander Zniszczol sowie Andrzej Stekala für die Tournee vorgesehen. Je nachdem, wie weitere Tests ausfallen, kann es sein, dass die Polen zu einem späteren Zeitpunkt wieder in die Tournee einsteigen. Chancen auf einen Gesamtsieg haben sie nach dem verpassten Auftakt dann aber nicht mehr.

28.12.2020 • 11:58 Uhr

Ramelow rechnet mit Einschränkungen bis März

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow geht davon aus, dass der Corona-Lockdown über den 10. Januar hinaus verlängert wird. "Wenn die Ministerpräsidenten am 5. Januar erneut beraten, wird nichts auf Lockerungen hindeuten. Wir gehen alle davon aus, dass der Lockdown verlängert werden muss", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Ich richte mich darauf ein, dass wir bis März mit Einschränkungen leben müssen."

28.12.2020 • 11:56 Uhr

Berlin: Zahlreiche Demonstrationen am 30. Dezember geplant

Gegner der Corona-Maßnahmen haben für kommenden Mittwoch in Berlin zu Kundgebungen aufgerufen. Im Gegensatz zu Silvester und dem Neujahrstag gilt für Mittwoch noch kein Versammlungsverbot in der Hauptstadt. So sind 10.000 Teilnehmer zu einer Demonstration vom Hauptbahnhof bis ans Nordufer im Wedding in die Nähe des Robert Koch-Institutes angemeldet, wie ein Polizeisprecher sagte. Anmelder ist eine Privatperson. Zuvor war eine Demonstration der Berliner "Querdenken"-Initiative auf der Straße des 17. Juni mit 22.500 Personen verboten worden. Für Mittwochabend wird zu einer "Pilgerwanderung" vom Brandenburger Tor zum Großen Stern und zurück aufgerufen. Angemeldet sind 250 Personen.

Gegner der "Querdenken"-Bewegung rufen für Mittwochabend zu einem Radkorso vom Adenauerplatz zum Alexanderplatz auf. Angemeldet sind 500 Teilnehmer. Am Nachmittag wollen sich 500 Menschen am Rosa-Luxemburg-Platz versammeln. Vom Nettelbeckplatz im Wedding zum Rosa-Luxemburg-Platz wollen 200 Personen ziehen. Auch die satirische "Bergpartei" ruft zu einem Radkorso auf.

28.12.2020 • 11:52 Uhr

Immobilienpreise ziehen weiter an

Die Corona-Krise kann den Immobilien-Boom nicht stoppen. Im dritten Quartal zogen die Preise für Häuser und Wohnungen so stark an wie seit knapp vier Jahren nicht mehr. Mieten stiegen etwas langsamer.

28.12.2020 • 11:46 Uhr

Hohe Geldstrafen wegen Verstößen in Griechenland

Die griechische Polizei ist am Wochenende erneut mit Härte gegen Corona-Verstöße im ganzen Land vorgegangen. Wie die Behörden mitteilten, wurden allein am Samstag mehr als 62.000 Kontrollen durchgeführt und dabei mehr als 1200 Verstöße geahndet. Etwa 1000 Menschen wurden dabei erwischt, sich ohne guten Grund außerhalb ihrer Wohnung aufzuhalten und erhielten je 300 Euro Strafe. Hunderte Menschen wurden ohne Maske angetroffen und müssen nun ebenfalls 300 Euro zahlen. Darüber hinaus wurden etliche Cafés, Restaurants und Bars entdeckt, die illegal den Betrieb aufgenommen hatten.

In Griechenland darf nur aus dem Haus, wer zuvor eine entsprechende SMS an den Zivilschutz gesendet hat - erlaubt sind unter anderem der Weg zur Arbeit, Arztbesuche, Lebensmitteleinkäufe, sportliche Betätigung oder auch der Spaziergang mit dem Hund.

Das Land befindet sich seit Anfang November im Lockdown, der vorerst bis zum 7. Januar gelten sollen. Die Fallzahlen sind seither zurückgegangen, doch immer noch sind viele der Intensivbetten des Landes belegt. Am Wochenende wurde mit den ersten Impfungen begonnen.

28.12.2020 • 11:41 Uhr

Auch Lettland beginnt mit Impfungen

Auch in Lettland haben die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Die ersten Injektionen mit dem Impfstoff von Biontech-Pfizer wurden Medizinern am klinischen Universitätskrankenhaus der Hauptstadt Riga verabreicht. "Die Pandemie hat uns dieses Jahr viel abverlangt. Kaum zu glauben, dass wir noch in 2020 einen gezielten Gegenangriff starten können!", schrieb der Mediziner Janis Vetra auf Twitter nach seiner freiwilligen Impfung. Eine erste Lieferung von fast 10.000 Dosen des Impfstoffs war am frühen Samstagmorgen in Lettland eingetroffen - sie sollen an zehn Impfpunkten in Krankenhäusern verabreicht werden. In dem baltischen EU-Land soll zuerst medizinisches Personal geimpft werden - insgesamt etwa 30.000 Menschen. 

Lettland mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern hatte seit Herbst einen deutlichen Anstieg bei den Neuinfektionen registriert. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist die Entwicklung aktuell schlechter als in Deutschland. In dem Ostseestaat wurden bislang seit Beginn der Corona-Pandemie insgesamt mehr als 36.000 Fälle erfasst. 559 Menschen starben laut Behörden an oder mit dem Virus.

28.12.2020 • 10:56 Uhr

STIKO: Bald Klarheit über Impfstoffwirkung gegen Corona-Mutation

In ein bis zwei Wochen sollen verlässliche Daten vorliegen, ob der derzeit in Deutschland verteilte Impfstoff auch gegen die in Großbritannien aufgetauchte Mutation des Coronavirus wirkt. "Nach den bisher vorliegenden Daten scheint es so zu sein, dass der Impfstoff noch wirken sollte", sagte Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI), im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF.

28.12.2020 • 10:09 Uhr

Mehrheit der Branchen erwartet im Jahr 2021 Zuwächse

In der deutschen Wirtschaft dominiert nach dem massiven Konjunktureinbruch in der Corona-Krise für das kommende Jahr Zuversicht. Nach einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) erwarten 26 von 43 Branchen eine höhere Wirtschaftstätigkeit als 2020. Der hoffnungsvolle Blick auf 2021 bedeute für eine Reihe von Unternehmen und ganze Branchen allerdings noch keine Rückkehr zum Vorkrisenniveau.

28.12.2020 • 09:47 Uhr

Verzögerungen bei Impfstoff-Belieferung in Spanien

In Spanien kommt es zu Verzögerungen bei der Belieferung mit dem Corona-Impfstoff. Der US-Hersteller Pfizer habe Logistik-Probleme, sagt Gesundheitsminister Salvador Illa dem Radiosender Cadena SER. Deswegen werde die nächste Charge erst einen Tag später am Dienstag geliefert.

Spanien hat wie Deutschland und zahlreiche andere EU-Länder am Sonntag offiziell mit der Impfung begonnen. Gesundheitsminister Illa sagt, er rechne damit, dass bis zum Ende des Sommers etwa 70 Prozent der Bevölkerung des Landes geimpft sein werden.

28.12.2020 • 09:28 Uhr

Spahn erwartet höhere Impfstoff-Produktion

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist zuversichtlich, dass die Produktion des Corona-Impfstoffs in Deutschland bald hochgefahren werden kann. "Wir tun alles zusammen mit Biontech-Pfizer, dass es zusätzliche Produktionsstätten hier in Deutschland etwa in Marburg in Hessen geben kann", sagte Spahn im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. "Ziel ist, noch im Februar/März dort auch Produktion möglich zu machen. Und das würde die Menge enorm erhöhen."

Spahn zeigte sich zufrieden mit dem bundesweiten Beginn der Impfungen am Wochenende. "Das war ein guter Start", sagte er.

28.12.2020 • 09:28 Uhr

Spahn sieht Lizenzproduktion skeptisch

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn reagiert zurückhaltend auf Forderungen, den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer in Lizenz auch von anderen Pharmafirmen herstellen zu lassen. "Ich habe den Eindruck, einige unterschätzen die Komplexität und auch die Anforderungen, gerade in der Qualität in der Impfstoffproduktion", sagte Spahn dem BR. "Die baut man eben nicht mal in drei Tagen in einer beliebigen Halle, auch nicht eines Pharmaunternehmens, auf."

28.12.2020 • 08:47 Uhr

Impfungen starten nach Panne auch in Oberfranken

Nach einer Panne beim Impfstart in Oberfranken soll nun auch dort gegen Corona geimpft werden. Die herstellende Firma habe die Qualität der Impfdosen bestätigt und die Dosen freigegeben, teilte die Regierung von Oberfranken in der Nacht zum Montag mit. "Damit steht dem Impfstart in Oberfranken nichts mehr im Wege. Die Impfungen können beginnen."

Beim eigentlichen Impfstart am Sonntag hatte es in Oberfranken und in Schwaben Probleme mit der Kühlkette gegeben - der Impfstoff muss bei extremen Temperaturen um die minus 70 Grad tiefgekühlt werden

Eine medizinische Fachangestellte setzt bei einem Probedurchlauf im Impfzentrum Bamberg bei einer Dame die Kanüle zur Impfung an. | dpa

Eine medizinische Fachangestellte setzt bei einem Probedurchlauf im Impfzentrum Bamberg bei einer Dame die Kanüle zur Impfung an. Bild: dpa

28.12.2020 • 08:41 Uhr

Bayern will eigene Impfstoff-Software einführen

Bayern setzt bei der Verteilung des Corona-Impfstoffs auf eine eigene Software. Ab Januar soll so die Verteilung des Impfstoffs gesteuert werden. Ab Mitte Januar sollen sich Impfwillige mittels der Software dann auf Wartelisten setzen lassen können.

28.12.2020 • 08:34 Uhr

Caritas fordert mehr Engagement in Drittweltstaaten

Die Hilfsorganisation Caritas International fordert angesichts des Impfstarts in Deutschland, auch die Anstrengungen zur Pandemiebekämpfung in den Drittweltstaaten voranzutreiben. Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu diesem Zweck ins Leben gerufene Initiative Covax sei zwar eine gute Idee, funktioniere aber bislang noch nicht richtig, sagte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, im SWR. "Die Impfstoffmengen, die über Covax verfügbar sind, sind viel zu gering. Hier muss bedeutend nachgesteuert werden, und das bedeutet, dass die Industrieländer mehr Mittel zur Verfügung stellen müssen, sonst funktioniert die Idee nicht."

28.12.2020 • 08:17 Uhr

Liberal-konservative Abgeordnete: Belastungen sofort stoppen

Bundestagsabgeordnete von CDU, CSU und FDP haben angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie einen sofortigen Stopp aller Maßnahmen verlangt, die Unternehmen und Arbeitnehmer zusätzlich belasten. Nötig seien "mutige Steuer- und Strukturreformen, die Arbeitseinkommen und Unternehmen entlasten, Bürokratieaufwand reduzieren und die Steuer- und Abgabenquote auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau absenken", schreibt der fraktionsübergreifende Liberal-konservative Kreis (LKK) in einem vorliegenden Fünf-Punkte-Programm.

28.12.2020 • 07:28 Uhr

Schwesig: Corona-Beschränkungen müssen verlängert werden

Die mecklenburg-vorpommerische Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hält es für notwendig, die bundesweiten Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie über den bislang verabredeten 10. Januar hinaus zu verlängern. In der Web-Sendung "Bild-Talk - Die richtigen Fragen" sagte sie: "Ich gehe davon aus, dass wir die Maßnahmen verlängern müssen. Denn wir sind noch nicht durch, und wir müssen deutlich unter eine Inzidenz von 50 kommen, damit wir wieder in besserem Fahrwasser sind - und das wird noch eine lange Strecke."

Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig. | dpa

Schwesig warnte davor, sich angesichts der aktuell niedrigeren Corona-Infektionszahlen zum Jahresende in falscher Sicherheit zu wiegen. Bild: dpa

28.12.2020 • 07:17 Uhr

Südafrika überschreitet Millionen-Marke bei Corona-Fällen

Als erstes Land des Kontinents hat Südafrika die Marke von einer Million nachgewiesener Corona-Fälle überschritten. Das zahlenmäßig am schwersten betroffene Land Afrikas hat inmitten einer zweiten Infektionswelle 1.004.413 Fälle seit März dokumentiert, wie das Gesundheitsministerium am späten Sonntagabend mitteilte. In Südafrika kursiert eine neue Variante des Sars-CoV-2-Virus, die als Treiber für die neue Infektionswelle gilt.

28.12.2020 • 06:11 Uhr

Umfrage: Mehrheit will 2021 bescheidener leben

In der Corona-Krise werden die Deutschen nach Angaben des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski (79) bescheidener. In einer repräsentativen Umfrage hätten 58 Prozent der Befragten im November angegeben, dass sie im kommenden Jahr beim Konsumieren und Geldausgeben maßvoller sein wollen. Sparsamer leben wollten vor allem die Älteren ab 65 Jahren, während die Jungen unter 24 möglichst so weiterleben wollten wie bisher, erklärte Opaschowski unter Berufung auf die Umfrage seines Instituts in Kooperation mit dem Ipsos-Institut.

28.12.2020 • 06:11 Uhr

Laumann will Arbeitslosenversicherung für Soloselbstständige öffnen

NRW-Arbeits- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sich dafür ausgesprochen, die Arbeitslosenversicherung für Soloselbstständige zu öffnen. Er forderte in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" Solidarität der Besserverdienenden mit den Opfern in der Corona-Krise. "Es kann nicht sein, dass diejenigen, die die Hauptlast dieser Krise tragen, wirtschaftlich ruiniert werden. Es gibt eine große Gruppe von Menschen, und dazu zähle auch ich, die jetzt genauso viel verdienen wie vorher. Diejenigen sollten sich solidarisch zeigen", sagte der CDU-Politiker.

28.12.2020 • 06:11 Uhr

Trump gibt Corona-Hilfspaket nach tagelanger Blockade frei

US-Präsident Donald Trump hat das vom Kongress geschnürte Corona-Hilfspaket nach seiner tagelangen Blockade freigegeben. Mit seiner Unterschrift setzte er die Hilfen in Kraft und wendete auch eine schon bald drohende Teilschließung der Bundesbehörden ab.

28.12.2020 • 05:37 Uhr

60 Klagen gegen Kostenbeteiligung an Corona-Rückholaktion

Acht Monate nach der beispiellosen Rückholaktion wegen der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung erst gut ein Viertel der veranschlagten Kostenbeteiligung von den Flugpassagieren kassiert. Einige wollen gegen die Zahlungsbescheide sogar vor Gericht ziehen. Nach einer Antwort des Auswärtigen Amts auf eine Anfrage eines FDP-Abgeordneten, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, gibt es inzwischen 60 Klagen.

Bis zum 16. Dezember zahlten die zurückgeholten Touristen oder Geschäftsreisenden den Angaben des Ministeriums zufolge 10,6 Millionen Euro in die Staatskasse ein. Das entspricht 11 Prozent der im Juni berechneten Gesamtkosten der Aktion von 93,8 Millionen Euro. Das Auswärtige Amt ging damals aber davon aus, dass sich die aus aller Welt zurückgeholten Reisenden insgesamt zu knapp 40 Prozent beteiligen. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte die Aktion am 17. März zusammen mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften gestartet, nachdem viele Länder wegen der Corona-Pandemie kurzfristig Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt hatten. Insgesamt wurden etwa 240.000 Reisende zurückgebracht. Die Reiseveranstalter flogen die Touristen, die bei ihnen gebucht hatten, selbst kostenlos aus.

28.12.2020 • 04:58 Uhr

RKI: 10.976 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut 10.976 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Toten stieg um 348 auf insgesamt 30.126.

Die Zahl der binnen sieben Tagen bundesweit gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Morgen bei 157,8. Gestern betrug sie noch 161,3. Ihr bisheriger Höchststand war am vergangenen Dienstag mit 197,6 erreicht worden.

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

28.12.2020 • 03:25 Uhr

Neue Virus-Variante auch in Südkorea nachgewiesen

Die mit dem schnellen Anstieg der Infektionen in Großbritannien in Verbindung gebrachte neue Variante des Coronavirus hat Südkorea erreicht. Sie sei bei drei Personen bei der Einreise aus London am 22. Dezember entdeckt worden, erklärte die südkoreanische Gesundheitsbehörde KDCA.

28.12.2020 • 02:40 Uhr

Lindner fordert "Krisenproduktion" von Impfstoff

Nach dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland mehren sich die Forderungen nach einer deutlichen Beschleunigung der Vakzin-Produktion. FDP-Chef Christian Lindner sagte im Internetprogramm der "Bild"-Zeitung, in der derzeitigen krisenhaften Lage werde auch eine "Krisenproduktion" des Impfstoffs gebraucht. Es müssten alle rechtlichen, wirtschaftlichen, politischen und technologischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit schneller geimpft werden könne. Konkret regte der FDP-Vorsitzende an, den Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer eventuell von anderen Herstellern in Lizenz produzieren zu lassen. Die Bundesregierung solle zusammen mit der Pharma-Industrie prüfen, wo es noch Kapazitäten gebe, die für die Produktion des Impfstoffs genutzt werden könnten.

28.12.2020 • 02:28 Uhr

Europol: Pandemie begünstigt Kindesmissbrauch im Internet

Die Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch im Internet haben nach Angaben der EU-Polizeibehörde Europol im Corona-Jahr deutlich zugenommen. Europol-Direktorin Catherine De Bolle sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, seit Beginn der Pandemie suchten Täter im Internet intensiver nach solchem Material. Die Verbreitung sei jetzt viel größer als vor der Pandemie. "Und die Täter versuchen, auch direkt Kinder zu kontaktieren, die zu Hause während des Lockdowns länger im Internet sind als sonst und dabei oft nicht beaufsichtigt werden." Es gebe "einen starken Anstieg von solchem Online-Missbrauch".

28.12.2020 • 02:14 Uhr

Auch Spahn gegen Privilegien für Geimpfte

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich gegen Sonderrechte für Geimpfte ausgesprochen. "Viele warten solidarisch, damit einige als Erste geimpft werden können. Und die Noch-Nicht-Geimpften erwarten umgekehrt, dass sich die Geimpften solidarisch gedulden", sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Keiner sollte Sonderrechte einfordern, bis alle die Chance zur Impfung hatten." Diese gegenseitige Rücksicht halte die Nation zusammen. "Gegen die Pandemie kämpfen wir gemeinsam - und wir werden sie nur gemeinsam überwinden." Am Wochenende hatte sich auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gegen Sonderrechte ausgesprochen.

28.12.2020 • 01:59 Uhr

Hubig: Kultusminister wollen vor 5. Januar über Schulen beraten

Die Kultusminister der Bundesländer wollen in den kommenden Tagen darüber sprechen, wann und wie es nach dem Lockdown an den Schulen weitergeht. "Am 5. Januar treffen sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin. Wir als Kultusministerkonferenz werden vorher noch mal beraten", sagte die scheidende Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Stefanie Hubig (SPD), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dabei müsse in den Blick genommen werden, wie sich die Infektionszahlen bis dahin entwickelt hätten. Die Ministerien, die Schulaufsicht und die Schulen hätten sich im Corona-Jahr "enorm angestrengt", so Hubig. "Aber klar ist auch: eine Eins ist das nicht", räumte die rheinland-pfälzische Kultusministerin ein. "Das können Sie auch nicht schaffen in so einer Situation. Da können Sie die Dinge nicht perfekt regeln."

28.12.2020 • 01:43 Uhr

Michel: EU soll im Kampf gegen künftige Pandemien vorangehen

EU-Ratspräsident Charles Michel strebt eine Vorreiterrolle der Europäischen Union im Kampf gegen mögliche weitere Pandemien an. Die EU habe bereits "eine entscheidende Rolle" in der Mobilisierung zur Finanzierung und Organisation der Forschungen an Impfstoffen gegen das Coronavirus gespielt, schrieb Michel in einem Gastbeitrag für die Zeitung "Die Welt". Auch weiterhin müsse sie eine Vorreiterrolle übernehmen - "insbesondere, um die weltweite Vorbereitung auf künftige Pandemien zu verbessern". Michel schlug dafür einen "internationalen Pandemie-Vertrag" vor. Als oberste Priorität für 2021 nannte er aber, das Coronavirus "in die Geschichtsbücher zu verbannen". Dazu werde die EU ihre Anstrengungen koordinieren, um die Impfstoffe "sicher und effizient" auf den Weg zu bringen.