Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff der Konzerne Biontech und Pfizer. | via REUTERS
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Impfstoff soll ein Jahr Schutz bieten ++

Stand: 21.12.2020 22:11 Uhr

Biontech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass der Schutz durch den Impfstoff seiner Firma mindestens zwölf Monate andauert. Deutschland soll am Samstag eine erste Lieferung des Impfstoffs erhalten. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • Briten für rasche Wiederaufnahme des Warenverkehrs
  • Bayerns Ministerpräsident Söder in Quarantäne
  • Impfbereitschaft der Deutschen gesunken
  • Mehrere Fluggäste aus Großbritannien positiv getestet
  • Stopp für Flüge aus Südafrika ab morgen?
  • Fluggäste aus Großbritannien an Flughäfen gestrandet
  • Drosten: Mutiertes Virus wahrscheinlich schon in Deutschland
21.12.2020 • 22:11 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

21.12.2020 • 22:02 Uhr

Corona-Fälle bei Melsungen: Heinevetter und Kastening betroffen

Drei Handballer von Bundesligist MT Melsungen sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Verein mitteilte, wurden bei den Nationalspielern Silvio Heinevetter und Timo Kastening sowie Yves Kunkel positive Ergebnisse festgestellt. Diese wurden in einer weiteren Testung im Abend bestätigt. Alle MT-Spieler haben sich daraufhin in häusliche Isolation begeben.

Für das am Dienstag angesetzte Bundesliga-Heimspiel gegen den TVB Stuttgart muss nun ein neuer Termin gefunden werden. Hinsichtlich der Auswärtspartie am 26. Dezember bei den Eulen in Ludwigshafen befindet sich der Verein in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. Es sei jedoch zu befürchten, dass auch dieses Spiel nicht stattfinden kann, hieß es von der MT Melsungen.

21.12.2020 • 21:59 Uhr

Gouverneur: Keine Intensivbetten mehr in großen Teilen Kaliforniens

In großen Teilen Kaliforniens gibt es nach Angaben von Gouverneur Gavin Newsom keine Intensivbetten mehr. Vor allem sei der dicht besiedelte Süden Kaliforniens und das San Joaquin Valley betroffen, sagte Newsom. Dort leben fast 30 Millionen Menschen. In Kalifornien war die Zahl der Corona-Infektionen zuletzt stark gestiegen.

21.12.2020 • 21:48 Uhr

Biontech: Lieferungen werden sofort beginnen

Nach der bedingten Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union wollen die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer sofort die ersten Lieferungen des Präparats in die EU-Mitgliedsstaaten veranlassen. "Die Lieferungen werden sofort beginnen und schrittweise im Laufe der Jahre 2020 und 2021 erfolgen, um eine gerechte Verteilung der Impfstoffe entsprechend der Vertragsbedingungen in der EU zu gewährleisten", teilten die Unternehmen mit. Die Impfstoffdosen für Europa werden den Angaben zufolge in den Biontech-Produktionsstätten in Deutschland sowie im Pfizer-Werk im belgischen Puurs hergestellt.

21.12.2020 • 21:33 Uhr

Israel schließt Grenzen für alle Ausländer

Angesichts der Ausbreitung der Variante des Coronavirus hat Israel seine Einreisebeschränkungen verschärft. Das Corona-Kabinett entschied, Ausländern aus allen Ländern die Einreise zu verbieten. Regierungschef Benjamin Netanyahu sagte, es gebe Ausnahmen von dieser Regel, wie etwa bei Diplomaten. "Wir haben eine neue Epidemie mit einem Virus, dessen Eigenschaften wir nicht genau kennen", sagte der 71-Jährige zu der Entscheidung. "Diese Mutation könnte auch Corona 2 sein."

21.12.2020 • 21:27 Uhr

Biden lässt sich impfen

In den USA haben am Montag die ersten Menschen den Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna verabreicht bekommen. Auch viele Politiker haben sich bereits öffentlich impfen lassen, so auch der künftige US-Präsident Joe Biden, der vor laufenden Kameras seine Impfung erhielt. Biden rief seine Landsleute auf, es ihm sobald wie möglich nachzumachen. Es gebe keinen Grund, sich Sorgen zu machen, sagte er bei dem Termin in einem Krankenhaus in Newark.

Joe Biden wird gegen Corona geimpft | REUTERS

Rief die US-Amerikaner zum Impfen auf: Der designierte Präsident Joe Biden. Bild: REUTERS

21.12.2020 • 21:24 Uhr

Biontech-Chef: Impfstoff bietet Schutz für zwölf Monate

Biontech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass der Schutz durch den Impfstoff seiner Firma mindestens 12 Monate andauert. Falls ein weiterer Schutz nötig sein sollte, wäre danach eine weitere Impfung möglich, sagte Sahin in einem ARD Extra.

Der Impfstoff könnte zudem auch bei der in Großbritannien nachgewiesenen neuen Virus-Variante greifen. Man habe sich die Mutationen der Variante angeschaut und wisse, dass der Impfstoff das Virus an verschiedenen Stellen attackiert. Deshalb sei er zuversichtlich, dass die durch den Impfstoff bewirkte Immunität in der Lage sein könnte, auch die neue Virus-Variante zu neutralisieren, so Sahin.

21.12.2020 • 20:39 Uhr

Warnung vor Corona-Tests an Tankstellen und in Supermärkten

Die Bezirksregierung Köln hat vor zwei bundesweit illegal in den Handel gelangten Corona-Schnelltests gewarnt. Sie könnten, wenn sie nicht von Fachkräften angewendet würden, "katastrophale Infektionsfolgen" haben. Wie die Behörde mitteilte, sind solche Schnelltests unter anderem an Tankstellen, in Supermärkten, Tierarztpraxen, Brauereien und vielen anderen Stellen illegal in den Verkehr gebracht worden.

Die Bezirksregierung warnte vor vermeintlicher Sicherheit durch falsche negative Tests beim unsachgemäßen Gebrauch durch Laien. Auch eine Verletzungsgefahr sei nicht auszuschließen. Die Tests sind den Angaben zufolge von einem Unternehmen aus NRW in Umlauf gebracht worden und somit für Privatkunden auch ohne Fachkenntnisse frei käuflich. Betroffen seien die Produkte "Covid-19 Ag Test" des Herstellers nal von minden GmbH und "blnk Novel Coronavirus (SARS-CoV-2) Antigen Rapid Test Cassette (Swab)" des Herstellers Hangzhou Realy Tech Co.

21.12.2020 • 20:24 Uhr

Deutschland erhält am Samstag die ersten Biontech-Impfdosen

Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer in der EU soll Deutschland am Samstag eine erste Lieferung des Mittels erhalten. An diesem Tag würden 151.125 Impfdosen geliefert, teilte die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit mit. Darüber habe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Gesundheitsministerkonferenz der Länder informiert. 

Am 28. Dezember sollen demnach 521.625 Dosen geliefert werden und am 30. Dezember dann 672.750. In der ersten Kalenderwoche 2021 sollen 672.750 weitere Impfdosen folgen. Spahn bekräftigte, dass die Impfungen am kommenden Sonntag beginnen. Bis Ende des laufenden Jahres würden mehr als 1,3 Millionen Impfdosen an die Bundesländer ausgeliefert und an die Impfzentren verteilt, erklärte Spahn auf Twitter. Im Januar würden jede Woche "mindestens weitere 670.000 Dosen ausgeliefert".

21.12.2020 • 19:15 Uhr

Britischer Premier: "Problem der Grenzschließung schnell lösen"

Großbritannien hofft auf eine rasche Wiedereröffnung der französischen Grenze und die Wiederaufnahme des Warenverkehrs. Er habe mit dem französischen Präsidenten Macron gesprochen, sagte der britische Premierminister.

"Wir wollen das Problem so schnell wie möglich lösen." Es müsse sichergestellt werden, dass Lastwagen in beide Richtungen "covid-frei" fahren könnten, sagte Johnson.

Frankreich hatte am Sonntagabend wegen der raschen Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus die Grenzen zu Großbritannien geschlossen.

21.12.2020 • 18:41 Uhr

Lufthansa Cargo erwartet viele Impfstoff-Flüge

Die Frachtfluglinie Lufthansa Cargo stellt sich auf den Transport großer Mengen tiefgekühlter Corona-Impfstoffe ein. Einer Sprecherin zufolge rechnet das Unternehmen in den kommenden Tagen und Wochen mit entsprechenden Transportaufträgen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hatte grünes Licht für den Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmakonzerns Pfizer gegeben, der bei einer Temperatur von minus 70 Grad befördert werden muss.

Von diesem Impfstoff könne ein Frachtflugzeug rund eine Million Dosen transportieren, sagte die Lufthansa-Cargo-Sprecherin.

21.12.2020 • 18:37 Uhr

EU-Kommission genehmigt Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer

In der Europäischen Union ist der erste Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen worden. Die EU-Kommission erteilte dem Präparat des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer die bedingte Marktzulassung, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte. Somit können die Impfungen gegen das Coronavirus jetzt auch in der EU beginnen.

Wenige Stunden vor der Genehmigung hatte die EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung des Impfstoffs empfohlen. 

21.12.2020 • 18:32 Uhr

Norwegen führt neue Corona-Warn-App ein

Norwegen hat eine neue Tracking-App zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingeführt. Die Anwendung "Smittestopp" (Infektionsstopp) komme "keineswegs zu spät", sagte der norwegische Gesundheitsminister Hoie bei einer Pressekonferenz. Er verwies auf die lange Zeit, die es im kommenden Jahr brauche, bis ein ausreichender Impfschutz in der Bevölkerung bestehe.

Bereits im April hatte Norwegen als eines der ersten Länder eine Tracking-App eingeführt, um den Gesundheitsbehörden einen besseren Überblick über die Ausbreitung des Coronavirus zu vermitteln. Allerdings stoppte der oberste Datenschützer des Landes die App im Juni. Seine Behörde bemängelte, dass die alte Anwendung Daten zentral speicherte und auf das Geo-Lokalisationssystem GPS zurückgriff.

21.12.2020 • 18:23 Uhr

Erste Corona-Impfungen mit Moderna-Impfstoff in den USA

Als einer der ersten Menschen in den USA hat eine Krankenschwester im US-Bundesstaat Connecticut den Impfstoff der Firma Moderna erhalten. "Ich bin aufgeregt. Ich fühle mich privilegiert", sagte Mandy Delgado, die als Krankenschwester auf der Intensivstation des Krankenhauses in Hartford arbeitet. Die Impfung wurde live im Fernsehen übertragen.

Vor einer Woche hatten die USA bereits eine Impfkampagne mit dem Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer gestartet.

21.12.2020 • 18:21 Uhr

WHO erwartet mehr Daten zur neuen Virus-Variante

Die Weltgesundheitsorganisation WHO erwartet in den kommenden Tagen und Wochen weitere Informationen über die neue Virus-Variante. Entsprechende Untersuchungen liefen, sagte eine WHO-Expertin. Nach den bisherigen Erkenntnissen aus Großbritannien gebe es keine Hinweise auf einen schwereren Verlauf nach einer Infektion.

21.12.2020 • 18:14 Uhr

Dänemark verbietet Nerz-Zucht für ein Jahr

Das weltweit größte Exportland von Nerzen, Dänemark, hat die Zucht der Tiere bis Januar 2022 verboten. Züchter, die sich nicht an die Regel halten, müssten ihre Tiere töten, heißt es in einem vom dänischen Parlament verabschiedeten Gesetz.

Damit gibt die dänische Regierung nun auch ihrer Entscheidung vom November eine juristische Grundlage, mehr als 15 Millionen Zucht-Nerze wegen des Funds einer mutierten Form des Coronavirus zu keulen.

21.12.2020 • 17:53 Uhr

Geruchstest könnte bei Covid-19-Diagnose helfen

Ein Geruchstest könnte ein weiteres Tool zur Früherkennung von Covid-19 werden. Vorgeschlagen hat das die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek.

So ein Test sei eigentlich ganz einfach, sagt Ciesek. Er bestehe aus einer App und einer Karte mit fünf bedruckten und nummerierten Feldern. Diese könne man dann z.B. mit einer Münze anrubbeln, wie man es beispielsweise aus einer Zeitschrift kenne.

"Dann entsteht ein Duft und man kann daran jeweils in dem Feld riechen. Auf dem Handy kann man dann antippen, welchen Geruch man wahrgenommen hat. Das macht man dann fünfmal nacheinander", beschreibt Ciesek den Test.

Das Smartphone wertet dann aus, ob man richtig gerochen hat. Wenn das nicht der Fall war, könnte das ein Anzeichen für eine beginnende Covid-19-Erkrankung sein und ein Anlass für einen PCR-Test.

21.12.2020 • 17:10 Uhr

Erstmals Ausgangssperre in niedersächsischem Landkreis

Erstmals in Niedersachsen erlässt ein Kreis wegen der Corona-Pandemie eine nächtliche Ausgangssperre. In der Grafschaft Bentheim im Westen des Landes dürfen die rund 140 000 Einwohner von Mittwochabend an zwischen 21.00 und 5.00 Uhr ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen, wie der Kreis mitteilte.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Hannover ist es erstmal landesweit der Fall, dass eine Kommune in Niedersachsen zu so einem Schritt greift, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Die neue Regel in der Grafschaft Bentheim gilt vorerst bis Dienstag, 12. Januar. Ausgenommen wird Heiligabend, an diesem Tag beginnt die Ausgangssperre erst um 22.00 Uhr.

21.12.2020 • 17:04 Uhr

Schweden: Beschränkungen für Reisende aus Großbritannien

Wegen der neuen Variante des Coronavirus verhängt Schweden Einreisesperren für Reisende aus Großbritannien und Dänemark. Das teilte Innenminister Mikael Damberg mit. Personen mit schwedischer Staatsbürgerschaft seien von der Beschränkung ausgenommen.

Dänemark hatte letzte Woche mitgeteilt, dass im Zeitraum vom 14. November bis 3. Dezember neun Infektionen mit einer neuen Variante des Coronavirus registriert worden seien.

21.12.2020 • 16:48 Uhr

Vatikan akzeptiert Impfung trotz Einsatz abgetriebener Föten

Der Vatikan hat den Einsatz von Corona-Impfstoffen trotz Hinweisen auf die Verwendung von Zell-Linien zweier abgetriebener Föten für die Entwicklung als moralisch vertretbar bestätigt. Wenn ethisch einwandfreie Impfstoffe gegen Covid-19 nicht verfügbar seien, sei es akzeptabel, eine Corona-Impfung zu erhalten, bei deren Entwicklung ein solches Verfahren angewandt worden sei, schrieb die Glaubenskongregation des Heiligen Stuhls.

Man urteile nicht über die Effizienz oder Sicherheit der Impfstoffe, da dafür etwa biomedizinische Forscher verantwortlich seien. Moralisch vertretbar sei eine Impfung dann nicht mehr, wenn Länder ihren Bürgern nicht die Wahl ließen, welcher Impfstoff aus einer Reihe verabreicht werde, so die Glaubenskongregation weiter.

21.12.2020 • 16:33 Uhr

Sachsen bekommt Hilfe aus anderen Bundesländern

Sachsen erhält wegen seiner drastischen Corona-Infektionszahlen Hilfe aus anderen Bundesländern. 30 Patienten können bei Bedarf in Krankenhäuser nach Thüringen gebracht werden, 28 nach Sachsen-Anhalt und zehn nach Rostock. Es gebe auch Angebote aus anderen Bundesländern, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) in Dresden. Man wolle weite Transporte aber möglichst vermeiden.

30 Patienten seien bereits etwa nach Halle verlegt worden. Köpping zufolge werden derzeit 3332 Covid-19-Patienten in sächsischen Kliniken behandelt, 616 auf Intensivstationen. 463 Betten seien für Betroffene noch frei, auf den Intensivstationen 63.

21.12.2020 • 16:30 Uhr

Steinmeier: "Heute ist ein entscheidender Tag"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich optimistisch über den bevorstehenden Start der Corona-Impfungen geäußert. "Heute ist ein entscheidender Tag im Kampf gegen das Coronavirus", sagte Steinmeier nach einem Besuch im größten Berliner Impfzentrum im Stadtteil Alt-Treptow.

Die aktuelle Situation sei angesichts der hohen Infektionszahlen schwierig, sagte Steinmeier nach seinem Rundgang durch das Impfzentrum in der Arena Treptow. "Aber der heutige Tag ist auch ein Tag der Hoffnung, weil mit dem Beginn des Impfens das Licht am Ende des Tunnels ein klein bisschen heller wird." 

Gleichzeitig mahnte Steinmeier, weiter vorsichtig zu bleiben: "Wir müssen Rücksicht nehmen, wir müssen die Hygienemaßnahmen weiterhin beachten."

21.12.2020 • 16:27 Uhr

EU-Behörde: Impfstoff wirkt wohl auch gegen Virus-Variante

Die europäische Zulassungsbehörde EMA rechnet damit, dass der Biontech-Impfstoff auch gegen die neue Virus-Mutation wirkt. Es sei sehr wahrscheinlich, dass er auch gegen die neue Variante schütze, erklärte die EMA.

21.12.2020 • 15:27 Uhr

EU-Behörde EMA gibt grünes Licht für Corona-Impfstoff von Biontech

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von Biontech und Pfizer. Der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA empfahl eine bedingte Zulassung des Impfstoffs. Die finale Entscheidung muss nun von der Europäischen Kommission gefällt werden, ihre Zustimmung gilt als sicher.

Sie erwarte eine Entscheidung bis zum Abend, schrieb EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen auf Twitter.

21.12.2020 • 15:03 Uhr

Bayerns Ministerpräsident Söder muss in Quarantäne

Bayerns Ministerpräsident Söder muss über Weihnachten in Quarantäne. Nach einem positiven Coronatest seines Staatskanzleichefs Herrmann habe er sich als Kontaktperson eins umgehend in Quarantäne begeben, erklärte Söder in München. Er werde die Amtsgeschäfte nun digital weiterführen, Herrmann wünsche er einen milden Verlauf.

21.12.2020 • 14:45 Uhr

Wissenschaftler: Impfbereitschaft der Deutschen sinkt

Die Impfbereitschaft in Deutschland ist Wissenschaftlern der Universität Heidelberg zufolge gesunken. Während im Sommer knapp 55 Prozent der Befragten in einer Studie angaben, sich wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich impfen zu lassen, lag die Impfbereitschaft Ende November/Anfang Dezember nur noch bei 46 Prozent, wie die Universität Heidelberg mitteilte.

Einen Grund dafür sehen die Wissenschaftler in Verschwörungsideen. So gehe die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, mit einem signifikanten Zusammenhang zum Vertrauen in die staatlichen Institutionen und deren Corona-Politik, die Wissenschaft und die klassischen Medien einher.

21.12.2020 • 14:39 Uhr

Bund stützt Musiker mit Klassik-Stipendien

Mit Blick auf die Corona-Pandemie fördert der Bund freischaffende Musikerinnen und Musiker mit Klassik-Stipendien. Vorgesehen sind demnach 1500 Hilfen in Höhe von jeweils 6000 Euro.

Das Programm richte sich an Interpretinnen und Interpreten von der Alten Musik bis zur frühen Moderne und ergänze Stipendien des Musikfonds für zeitgenössische Musik, hieß es. "Für freischaffende Musikerinnen und Musiker war 2020 eine echte Katastrophe", sagte Kulturstaatsministerin Grütters.

21.12.2020 • 14:32 Uhr

Maas dringt auf gemeinsame EU-Reaktion auf Corona-Mutation

Nach der Entdeckung der neuen Corona-Variante in Großbritannien dringt Bundesaußenminister Maas auf eine gemeinsame Reaktion der Europäischen Union. Er verwies darauf, dass dazu noch heute eine Koordinierungssitzung in Brüssel stattfindet.

"Wir werden uns bei den weiteren Schritten, insbesondere wie die Maßnahmen auch über den 31.12. dieses Jahres hinaus gestaltet werden, sehr eng mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union abstimmen", sagte Maas. Damit solle verhindert werden, dass ein Einreisestopp über andere EU-Mitgliedstaaten umgangen wird.

21.12.2020 • 14:22 Uhr

Impfstoff-Entwicklung: Russen und Briten arbeiten zusammen

Im Kampf gegen das Coronavirus soll eine Kombination aus dem russischen Impfstoff "Sputnik V" und dem Vakzin des britischen Pharmakonzerns Astrazeneca zu einem hochwirksamen Schutz vor dem Erreger führen. Das teilten beide Seiten bei der Unterzeichnung eines Memorandums für eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Impfstoffen mit.

Kremlchef Putin lobte im Staatsfernsehen die Kooperation als beispielhaft. Eine Kombination verschiedener Vakzine kann Astrazeneca zufolge womöglich zu einem besseren Schutz gegen das Virus führen.

21.12.2020 • 14:11 Uhr

Barmer: Pflegekräfte häufiger wegen Covid-19 krankgeschrieben

Pflegekräfte sind einer Auswertung der Barmer zufolge häufiger wegen einer Corona-Infektion krankgeschrieben als andere Arbeitnehmer. Wie die Krankenkasse mitteilte, waren seit Beginn der Pandemie bis Mitte November 6.600 Pflegerinnen und Pfleger wegen Covid-19 krankgeschrieben. Das entspreche 2,5 Prozent aller bei der Barmer versicherten Pflegekräfte. Bei allen anderen Berufsgruppen habe der Anteil bei durchschnittlich 1,6 Prozent gelegen.

21.12.2020 • 13:20 Uhr

Mehrere Fluggäste aus Großbritannien positiv getestet

An Flughäfen in Deutschland sind mehrere aus Großbritannien eingereiste Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet worden. "In Hamburg sind am Sonntag noch drei Flüge aus Großbritannien angekommen. In diesen drei waren insgesamt sieben Personen, die bei den Schnelltests positiv getestet wurden", sagte eine Sprecherin der Bundespolizei in Hamburg. In Hannover war zuvor ein Fluggast aus Großbritannien positiv gestestet worden.

Auch das Frankfurter Gesundheitsamt stellte Informationen in Aussicht. Nach einem Bericht des "Spiegel" wurden mindestens vier der Passagiere in Frankfurt positiv getestet. Ob es sich bei dem Virus um die möglicherweise ansteckendere Variante aus Großbritannien handelt, ist bisher in keinem der Fälle bekannt.

21.12.2020 • 13:14 Uhr

Vatikan: Covid-Impfstoffe sind ethisch vertretbar

Die Verwendung von Impfstoffen gegen Covid-19 ist aus Sicht des Vatikan auch dann ethisch vertretbar, wenn zu ihrer Entwicklung Zelllinien abgetriebener Föten verwandt wurden. Dies gelte aber nur, wenn keine anderen, ethisch unbedenklichen Impfstoffe vor Ort zur Verfügung stünden, heißt es in einer veröffentlichten Note der Glaubenskongregation.

21.12.2020 • 13:01 Uhr

Bundespräsident Steinmeier hofft auf raschen Impfstart

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat mit Blick auf die geplante Impfstoffzulassung und den Start von Corona-Impfungen von einem "Tag der Hoffnung" gesprochen. "Jeder Impfvorgang ist ein kleiner Schritt in Richtung Normalität, die wir uns alle wieder wünschen", sagte Steinmeier beim Besuch des größten geplanten Impfzentrums in Berlin.

Es sei ein "Licht am Ende des Tunnels" erkennbar. Zugleich betonte der Bundespräsident, dass der Beginn des Impfens noch nicht das Ende der Pandemie sei. Dies zeige die aktuell hohe Zahl der Corona-Infektionen. Weiterhin müssten die gebotenen Mindestabstände und Hygienevorschriften eingehalten werden.

Steinmeier unterstrich, dass eine große Zahl von Impfungen nötig ist, um eine weitgehende Immunisierung der Bevölkerung zu erreichen. Eine Corona-Impfung sei somit auch "ein Akt gesamtgesellschaftlicher Solidarität". Menschen, die beim Impfen noch größeren Aufklärungsbedarf sehen, könnten sich in den Impfzentren umfassend beraten lassen, sagte Steinmeier: "Es gibt eine allgemeine Aufklärung."

21.12.2020 • 12:35 Uhr

EU: Coronavirus-Variante in mindestens drei weiteren Ländern

Die in Großbritannien ermittelte Variante des Coronavirus ist dem Europäischen Zentrum für Krankheitsprävention und -kontrolle zufolge bereits in mindestens drei weiteren Ländern in Europa gemeldet worden. Es habe Berichte über einige Fälle mit der neuen Version von Island, Dänemark und den Niederlanden gegeben, teilte das Zentrum mit Sitz in Stockholm mit. Es verwies auch auf Medienberichte, dass es Fälle in Belgien und in Italien gegeben habe.

Die neue Variante des Coronavirus ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Deutschland noch nicht nachgewiesen worden.

21.12.2020 • 12:24 Uhr

Jugendinstitut: Corona-Pandemie macht Kinder einsam

Kinder aus Familien in schwieriger finanzieller Lage hat die Corona-Pandemie im Frühjahr besonders stark getroffen. Unter ihnen fühlten sich mehr Kinder einsam (48 Prozent) als solche aus Familien, die angaben, von ihrem Einkommen gut leben zu können (22 Prozent), wie eine Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zeigt.

Die Studienleiterin fordert deshalb politische Maßnahmen, die Familien finanziell entlasten und sozialen Unterschieden entgegenwirken.

21.12.2020 • 11:32 Uhr

Stopp für Flüge aus Südafrika ab morgen?

Wegen einer neuen Mutation des Coronavirus wird Deutschland offenbar auch der Flugverkehr mit Südafrika eingeschränken. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios werden voraussichtlich ab morgen auch Flüge aus Südafrika verboten. Zuvor hatten zahlreiche Länder Flüge aus Großbritannien gestoppt.

Dazu gehören Deutschland und die meisten anderen EU-Staaten, aber auch Norwegen, Indien, Hongkong und Kanada. Malta verordnete eine Quarantäne für Reisende aus Großbritannien. Zumeist treten die Landeverbote um Mitternacht in der Nacht zum Dienstag in Kraft.

Einige Staaten gingen noch weiter. So stellt die Schweiz auch die Flugverbindungen nach Südafrika ein. Auch die Türkei akzeptiert keine Flüge aus Südafrika, Dänemark und den Niederlanden mehr, weil dort aggressivere Virus-Varianten im Umlauf sind. Saudi-Arabien schloss gar seine Flughäfen für alle internationalen Flüge sowie seine Häfen und Grenzübergänge.

21.12.2020 • 11:17 Uhr

AOK: Erzieher am häufigsten wegen Corona krankgeschrieben

Laut einer Datenanalyse der Krankenkasse AOK sind Beschäftigte in der Kinderbetreuung und -erziehung bislang am häufigsten wegen Corona krankgeschrieben worden. Zwischen März und Oktober waren 2.672 von 100.000 Arbeitnehmern in diesem Bereich wegen einer Covid-19-Infektion krankgeschrieben, wie aus der Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK hervorgeht. Damit liege diese Gruppe mehr als das 2,2-fache über dem Durchschnitt aller AOK-Versicherten, hieß es.

Auf dem zweiten Plätz stehen unterdessen medizinische Fachangestellte mit 2.469 Krankgeschriebenen je 100.000 Beschäftigten. Bei einer ersten Auswertung für die Monate März bis Mai hatten noch Berufe in der Alten- und Krankenpflege die Spitzenplätze belegt, jetzt kamen sie auf Rang 7 und 8.

Insgesamt erhielten laut Auswertung rund 155.600 von etwa 13,2 Millionen AOK-Versicherten eine Krankschreibung im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Dabei waren Frauen häufiger betroffen als Männer.

21.12.2020 • 11:00 Uhr

Apothekerverband: Viele Laien wollen Schnelltests kaufen

Apotheken im Rheinland berichten von hoher Nachfrage nach Corona-Schnelltests unter Laien - dürfen sie aber nicht bedienen. Laut einer Umfrage des Apothekerverbandes Nordrhein beklagen viele Mitglieder, dass sie die Antigen-Schnelltests wegen der gesetzlichen Bestimmungen nur an medizinisches Fachpersonal verkaufen können, wie der Apothekerverband Nordrhein mitteilte.

Die starke Nachfrage bei Laien sei jedoch ein klares Signal dafür, dass bald zuverlässige Tests entwickelt und zugelassen werden müssten, die einfach händelbar seien, sagte der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein Thomas Preis. Es gebe offenbar eine starke Bereitschaft sich selbst zu testen.

"Hier sind in erster Linie Diagnostikhersteller im Verbund mit Zulassungsbehörden gefordert", so Preis weiter. Da die Pandemie noch lange nicht überwunden sei, könnten so bundesweit noch mehr Tests durchgeführt werden, was die Testzentren auch den Geldbeutel der Bürger spürbar entlaste.

21.12.2020 • 10:49 Uhr

Auch Skandinavien und Türkei stoppen Flüge aus Großbritannien

Nach dem Auftreten einer neuen Variante des Coronavirus wollen auch Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland keine Flugzeuge aus Großbritannien mehr landen lassen. Das teilten die Behörden der Länder mit.

In Dänemark und Norwegen gilt das Landeverbot vorerst für 48 Stunden, also bis Mittwochvormittag. In Finnland sind Reisende aus Großbritannien die nächsten zwei Wochen unerwünscht. In Schweden sollte der formelle Beschluss im Laufe des Montags gefasst werden.

Auch die Türkei stoppte alle Großbritannienflüge. Außerdem sei wegen des Auftauchens ansteckenderer Virusvarianten der Flugverkehr mit Südafrika und den Niederlanden vorerst eingestellt worden, twitterte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Sonntagabend.

Zuvor hatten schon zahlreiche andere Staaten die Flugverbindungen zu Großbritannien stillgelegt. Polen und Hongkong setzen ab Nacht zu Dienstag die Großbritannienflüge aus, Malta verordnete Quarantäne für Reisende aus Großbritannien.

21.12.2020 • 10:31 Uhr

Virus-Mutation treibt Fallzahlen in Südafrika nach oben

Auch in Südafrika treibt die neue Variante des Coronavirus die Fallzahlen nach oben. Das teilte der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats der Regierung, Professor Salim Abdool Karim, auf einer Pressekonferenz mit. "Es ist noch immer sehr früh in dieser Phase", erklärte er. "Vorläufige Daten legen nahe, dass (das mutierte) Virus, das nun die zweite Welle dominiert, sich schneller verbreitet als die erste Welle."

Der Sieben-Tage-Durchschnitt an Neuinfektionen hatte sich bis zum Sonntag in Südafrika in den vergangenen zwei Wochen von 6,47 auf 100.000 Einwohner auf 14,68 mehr als verdoppelt. Seit Beginn der Pandemie wurden mehr als 912.000 Fälle aufgezeichnet, darunter fast 25.000 Todesfälle mit dem Virus.

21.12.2020 • 10:29 Uhr

Stiko erwartet klare Empfehlung der EMA für Impfstoff

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut, Thomas Mertens, erwartet eine klare Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur EMA für den Corona-Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer. Zwar gebe es mittlerweile Berichte über allergische Reaktionen, sagte Mertens auf SWR2. "Aber man wird versuchen, das in die Fachinformationen aufzunehmen und darauf hinzuweisen."

Die EMA will am Nachmittag ihre Empfehlung zur Zulassung des Impfstoffs abgeben.

21.12.2020 • 10:20 Uhr

Minister: Brexit-Übergangsphase trotz Corona nicht verlängern

Trotz Sorgen vor Versorgungsengpässen wegen der neuen Coronavirus-Variante schließt Großbritannien eine Verlängerung der Brexit-Übergangsphase aus. Die Zeit, in der Großbritannien zwar nicht mehr der Europäischen Union, aber dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion angehört, werde "sicher nicht" über den 31. Dezember hinaus ausgedehnt, sagte Transportminister Grant Shapps der BBC. "Das würde nur Öl ins Feuer schütten." Schließlich seien alle auf die Situation vorbereitet. "Wichtig ist, dass Unternehmen sich weiter vorbereiten, dass die Menschen vorbereitet sind", sagte Shapps.

21.12.2020 • 10:13 Uhr

Hongkong verbietet Flüge aus Großbritannien

Hongkong verbietet als erste Stadt in Asien Flüge aus Großbritannien. Von Mitternacht an dürften keine Maschinen aus dem Vereinigten Königreich mehr landen, teilen die Behörden der chinesischen Sonderverwaltungszone mit. Wer vor Dienstag aus Großbritannien in Hongkong eingetroffen sei, müsse sich 21 statt bisher 14 Tage in Quarantäne begeben.

Asiatische Länder wie Japan und Südkorea haben bisher kein Flugverbot verhängt, beobachten die Lage nach eigenen Angaben aber genau. Andere Staaten wie auch Deutschland lassen keine Flugzeuge aus Großbritannien mehr landen, um die Verbreitung einer neuen, möglicherweise ansteckenderen Virus-Variante zu verhindern.

21.12.2020 • 10:01 Uhr

Fluggäste aus Großbritannien warten an Flughäfen

Wegen der neuen Beschränkungen für Reisende aus Großbritannien warten am Berliner Hauptstadtflughafen in Schönefeld 77 Passagiere auf eine Klärung durch einen Corona-Test. Dabei handelt es sich überwiegend um polnische Staatsbürger, wie eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Berlin sagte. Betroffen waren demnach am Sonntag vier Flüge aus Großbritannien. Für die Reisenden seien Feldbetten aufgestellt worden. Wer nicht die deutsche Staatsangehörigkeit hat oder keinen festen Wohnsitz in Berlin hat, muss demnach zur Einreise einen negativen Test vorlegen.

Am Frankfurter Flughafen mussten etwa 120 Passagiere aus Großbritannien die Nacht zum Montag im Transitbereich verbringen. Nach einem Zwangsaufenthalt auf dem Flughafen Hannover für 62 Passagiere aus Großbritannien hat sich ein Fluggast als Covid-19-positiv herausgestellt.

21.12.2020 • 09:49 Uhr

Impfungen für breite US-Bevölkerung wohl frühestens im Sommer

Die breite Bevölkerung der USA wird sich laut dem designierten obersten Gesundheitsbeamten wohl frühestens im Sommer gegen das Coronavirus impfen lassen können. Vivek Murthy, den der gewählte Präsident Joe Biden für den Posten des Surgeon General nominiert hat, sagte am Sonntag, Bidens Team arbeite daran, dass sich ab dem späten Frühling auch Personen mit niedrigerem Risiko impfen lassen könnten. Doch dafür müsse "alles exakt nach Plan laufen".

"Ich denke, es ist realistischer, anzunehmen, dass es eher mittlerer Sommer oder früher Herbst ist, wenn der Impfstoff seinen Weg zur allgemeinen Bevölkerung findet", sagte er in dem Sender NBC. Bidens Versprechen, dass in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit 100 Millionen Dosen verteilt würden, sei realistisch.

21.12.2020 • 09:46 Uhr

Johnson beruft wegen neuer Variante Krisensitzung ein

Nach der Entdeckung einer neuen Coronavirus-Variante in Südostengland hat Großbritanniens Premierminister Boris Johnson eine Krisensitzung seines Kabinetts einberufen. Bei dem Treffen werde es um die "Situation bezüglich des internationalen Verkehrs", insbesondere des Frachtverkehrs, gehen, sagte ein Regierungssprecher in London.

21.12.2020 • 09:44 Uhr

Frankreich startet Impfkampagne am Sonntag

Frankreich will am kommenden Sonntag mit Impfungen beginnen. Die ersten Einheiten sollten Risikogruppen wie der älteren Bevölkerung verabreicht werden, schreibt Gesundheitsminister Olivier Veran auf Twitter. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) wird heute voraussichtlich über die Zulassung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer entscheiden, der bereits in Großbritannien, den USA und einigen anderen Ländern zum Einsatz kommt. Noch vor Weihnachten wird damit gerechnet, dass auch die EU-Kommission grünes Licht gibt.

21.12.2020 • 09:31 Uhr

Seoul verschärft Maßnahmen

In der Metropolregion Seoul sind ab Mittwoch öffentliche Versammlungen von mehr als fünf Personen verboten. Der amtierende Bürgermeister Seo Jung Hyup begründete das mit einer, wie er sagte, explosiven Zunahme von Coronavirus-Fällen. In der vergangenen Woche wurden in Südkorea im Schnitt 960 Neuinfektionen pro Tag registriert - mehr als 70 Prozent davon in der Metropolregion Seoul, in der die Hälfte der Bevölkerung wohnt. Das Land hat rund 51 Millionen Einwohner.

Nach Angaben des Bürgermeisters gilt das Versammlungsverbot für alle Anlässe von Geburtstags- bis Jahresabschlussfeiern. Nur Hochzeiten und Begräbnisse sind ausgenommen, da sind weiterhin bis zu 50 Teilnehmer erlaubt.

21.12.2020 • 09:24 Uhr

Baerbock: Grüne thematisierten Pflege-Notstand zu spät

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat mit Blick auf den Anfang der Corona-Pandemie nicht nur den Regierenden Fehler vorgeworfen, sondern auch eigene Versäumnisse eingeräumt. Im ARD-Morgenmagazin sagte Baerbock auf die Frage, wofür sie um Verzeihung bitte: "Dass auch wir als Grüne, dass auch ich die Dramatik in den Krankenhäusern am Anfang nicht noch stärker thematisiert haben." Sie verwies auf hunderttausende fehlende Pflegestellen.

"Was wir jetzt erleben, dass Krankenhäuser kollabieren, weil es nicht genug Pflegekräfte gibt, das ist ja nicht erst seit Corona bekannt", sagte Baerbock, die zu ihrem persönlichen Jahresrückblick befragt wurde. Im Gesundheitssystem "wirklich etwas anders zu machen, mehr auf Vorsorge, auf Vorausschau zu achten, das hätte man schon vor ein paar Jahren anders machen müssen, auch wir Grüne".

21.12.2020 • 09:15 Uhr

Rekord bei Neuinfektionen in Russland

In Russland melden die Behörden 29.350 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - so viele wie nie zuvor. Rund 7800 der nachgewiesenen Ansteckungsfälle fallen allein in der Hauptstadt Moskau an. Insgesamt wurden seit Beginn der Epidemie in dem Land mehr als 2,8 Millionen Fälle registriert. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, stieg um 493 auf 51.351.

21.12.2020 • 09:03 Uhr

Impfungen in Großbritannien nicht durch Grenzschließung bedroht

Die Schließung der Grenzen zwischen Großbritannien und dem EU-Festland hat nach Angaben des britischen Transportministers Grant Shapps keinen Einfluss auf die andauernde Massenimpfung. "Die meisten Impfdosen kommen nicht per Lastwagen ins Land. Sie werden in Containern geschickt", sagte Shapps dem Sender Sky News. Außerdem seien derzeit genügend Vorräte vorhanden. "Dies wird keinen Einfluss auf das Impfprogramm haben", sagte er.

21.12.2020 • 08:51 Uhr

Drosten: Mutiertes Virus wahrscheinlich schon in Deutschland

Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, geht davon aus, dass die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante Deutschland schon erreicht hat. Die Mutation sei bereits in mehreren europäischen Ländern und sogar in Australien nachgewiesen worden, sagte Drosten im Deutschlandfunk. "Also warum sollte es nicht in Deutschland sein?" Mit Blick auf die von der Virus-Variante ausgehende Gefahr zeigte Drosten sich angesichts der unklaren Informationslage zurückhaltend.  Er sei angesichts der bestehenden Informationen über die Virus-Mutation "nicht sehr besorgt", sagte Drosten. Allerdings sei die Datenlage "noch sehr lückenhaft". Britische Wissenschaftler hätten deutlich gemacht, dass es frühestens Mitte der Woche vorläufige Datenanalysen geben werde. 

Für den von der Politik beschlossenen Stopp von Verkehrsverbindungen aus Großbritannien nach Deutschland und weitere Staaten zeigte Drosten angesichts der "äußerst erhitzten Nachrichtenlage" Verständnis. "Im Moment ist das, was aus England kommt, mit einem ganz schönen Alarm versehen", sagte er weiter.

Mit Blick auf die Angaben des britischen Premierministers Boris Johnson, wonach die neue Virus-Variante zu 70 Prozent ansteckender sei als die Ursprungsvariante, sagte Drosten, dies sei nur ein Schätzwert. Es sei noch unklar, ob die neue Variante tatsächlich stärker übertragbar sei. Auch müsse geklärt werden, ob das mutierte Virus in Südostengland eine neue Infektionswelle ausgelöst habe oder es vielmehr im Zuge der allgemeinen Virus-Ausbreitung hochgespült worden sei. Drosten betonte, dass die Mutation in Ländern wie Belgien, Dänemark, Italien und den Niederlanden zwar bereits nachgewiesen worden sei, aber bisher keine Entwicklung wie in Großbritannien erzeugt habe.

21.12.2020 • 08:44 Uhr

Tarifverdienste im Corona-Jahr 2020 langsamer gestiegen

Der Anstieg der Tarifverdienste hat sich im Corona-Krisenjahr verlangsamt. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lagen die Entgelte der Tarifbeschäftigten einschließlich Sonderzahlungen im Jahresschnitt 2020 voraussichtlich um 2,1 Prozent höher als 2019. Dies wäre der geringste Zuwachs seit 2016, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte. Im vergangenen Jahr waren die Tarifverdienste noch um durchschnittlich 3,2 Prozent gestiegen.

Berücksichtigt wurden tarifliche Grundvergütungen sowie in Tarifabschlüssen festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen. Zu den Sonderzahlungen zählt beispielsweise das Weihnachtsgeld. Da die Verbraucherpreise nach Einschätzung von Ökonomen in diesem Jahr nur um etwa 0,6 Prozent stiegen, dürften die betroffenen Arbeitnehmer real mehr Geld in der Tasche haben. Der Einsatz von Kurzarbeit in der Pandemie wurde allerdings nicht berücksichtigt. Änderungen der tatsächlich bezahlten Arbeitszeit fließen den Angaben zufolge nicht in den Tarifindex ein.

21.12.2020 • 08:49 Uhr

Auch Luxemburg setzt Flüge aus Großbritannien aus

In Luxemburg dürfen wegen der in Großbritannien entdeckten neuen Variante des Coronavirus keine Passagierflugzeuge von dort mehr landen. Dies gelte mindestens für 24 Stunden - als Vorsichtsmaßnahme, bis man über neue wissenschaftliche Erkenntnisse verfüge, teilte das luxemburgische Gesundheitsministerium mit.

Auf die Entdeckung des mutierten Coronavirus hatten diverse Länder mit Flugstopps oder ähnlichem reagiert, darunter Deutschland, die Niederlande, Belgien, Frankreich, Österreich oder Irland.

21.12.2020 • 08:30 Uhr

Verfassungsschutz: "Querdenken" könnte abflauen wie "Pegida"

Die Zukunft der "Querdenken"-Bewegung ist nach Einschätzung des Verfassungsschutzes noch völlig offen. "Ich habe die Hoffnung, dass diese Bewegung mit ihren Verschwörungstheorien nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder in den Hintergrund verschwindet", sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Thomas Haldenwang, in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Eine solche Entwicklung habe es bei der ausländerfeindlichen "Pegida"-Bewegung gegeben. Diese sei nach dem Rückgang der Flüchtlingszahlen "allmählich in sich zusammengefallen".

Die "Querdenken"-Initiative hat ihren Ursprung in Stuttgart. Ihre Anhänger gehen seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen auf die Straße. Der Verfassungsschutz in Baden-Württemberg hatte jüngst angekündigt, "Querdenken" im Südwesten zu beobachten. Auf die Frage, ob dies womöglich bald bundesweit nachvollzogen werde, antwortete der BfV-Chef: "Die einzelnen Querdenken-Initiativen sind sehr heterogen." Bei ihren Veranstaltungen seien auch Rechtsextremisten, Reichsbürger, sogenannte Selbstverwalter und "weitere Personen mit verfassungsfeindlichen Einstellungen" zugegen. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe sei dabei, "die Verfassungsschutzrelevanz von Verschwörungstheorien und auch die Protestbewegung gegen die Corona-Maßnahmen" zu betrachten.

21.12.2020 • 08:18 Uhr

Wissenschaftler: Impfstoff wohl bei neuer Variante wirksam

Auf die Wirksamkeit der Impfung wird sich die derzeit in Großbritannien zirkulierende neue Virusvariante vermutlich zunächst nicht nachteilig auswirken. "Ich sehe da derzeit keinen Grund für Alarm", sagt Richard Neher vom Biozentrum der Universität Basel. Auch Andreas Bergthaler von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM) in Wien, hält die derzeitige Entwicklung nicht für "wahnsinnig alarmierend". Dass Mutationen auftauchen, sei nicht ungewöhnlich, derzeit wisse man nicht, ob die beobachteten Veränderungen die Eigenschaften des Erregers überhaupt entscheidend beeinflussen.

Seit einigen Wochen breitet sich im Südosten Englands eine Coranavirus-Variante aus, die ersten Erkenntnissen zufolge ansteckender ist als bisherige Varianten. Dass sich diese schneller ausbreite, sei grundsätzlich plausibel, sagt Neher. Wenn sich das bestätige, seien deutlich schärfere Maßnahmen nötig, um die Ausbreitung einzudämmen. Denkbar sei aber auch, dass die derzeitige verstärkte Ausbreitung dieser Variante letztlich Zufall sei und etwa auf ein Superspreading-Event zurückgehe.

21.12.2020 • 08:07 Uhr

Curevac startet Impfstoff-Studie mit Klinikpersonal

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac möchte die Wirkung seines Corona-Impfstoffs bei Krankenhausmitarbeitern untersuchen. Mit einer Studie an 2500 Mitarbeitern des Universitätsklinikums Mainz solle die Häufigkeit von Antikörpern und Covid-19-Erkrankungen erforscht werden, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit.

Die Studie solle zeigen, welchen Unterschied der Impfstoffkandidat CVnCoV für diese spezielle Personengruppe machen könne, die einem hohen potenziellen Infektionsrisiko ausgesetzt sei, so Lidia Oostvogels, Leiterin des Bereichs Infektionskrankheiten bei Curevac. Mit der ab Dienstag beginnenden Studie erhoffe sich das Unternehmen zusätzliche Erkenntnisse über den Schutz der Impfung für diese besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe.

Bereits vor einer Woche hatte das Unternehmen den Start seiner zulassungsrelevanten klinischen Phase-III-Studie bekanntgegeben. Mit ersten Ergebnissen der Studie mit wahrscheinlich mehr als 35.000 Teilnehmern rechnet Curevac nach Angaben eines Sprechers Ende des ersten Quartals 2021. In der letzten Phase geht es darum, die Sicherheit und Wirksamkeit von CVnCoV bei Erwachsenen an Standorten in Europa und Lateinamerika zu untersuchen.

Ebenso wie bei dem Mainzer Impfstoff-Entwickler Biontech basiert der Curevac-Impfstoff auf dem Botenmolekül mRNA, der im Körper die Bildung eines Virus-Eiweißes anregt. Dies löst eine Immunreaktion aus, die den Menschen vor dem Virus schützen soll. Mit der EU-Kommission hat Curevac einen Vertrag über den Kauf von bis zu 405 Millionen Impfdosen geschlossen. Wie viele Dosen nach Deutschland gehen sollen, sagte das Unternehmen zunächst nicht.

21.12.2020 • 07:51 Uhr

"Brot für die Welt" befürchtet Rückgang bei Kollekten

Das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" befürchtet angesichts des Ausfalls zahlreicher Weihnachtsgottesdienste und einer strikten Begrenzung der Teilnehmerzahlen einen Rückgang bei den Einnahmen aus Kollekten. Traditionell sammle das Hilfswerk den Großteil seiner Kollekten in den Gottesdiensten an Heiligabend und den Weihnachtstagen, sagte die Präsidentin des Hilfswerkes, Cornelia Füllkrug-Weitzel, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dieses Jahr würden deutlich weniger Menschen einen Gottesdienst besuchen, und so sei davon auszugehen, dass die Kollekten deutlich geringer ausfallen. "Das ist bitter, besonders weil die Aufgaben für uns und unsere Partner in den Projektregionen im kommenden Jahr besonders groß sein werden", sagte Füllkrug-Weitzel.

21.12.2020 • 07:48 Uhr

Ifo: Exporterwartungen der Industrie steigen

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich zum Jahresende etwas aufgehellt. Die Exporterwartungen der Industrie legten im Dezember auf plus 1,4 Punkte zu von minus 1,0 Zählern im Vormonat, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage unter 2300 Unternehmen mitteilte. "Die deutsche Exportindustrie blickt verhalten auf das erste Quartal 2021", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Noch zu viele Unsicherheiten, wie der ungeklärte Brexit, belasten den Ausblick."

21.12.2020 • 07:43 Uhr

Niederlande weiten Einreiseverbot auf Fährpassagiere aus

Die Niederlande haben ihren coronabedingten Einreisestopp für Reisende aus Großbritannien auf Passagiere von Fähren ausgedehnt. Das bedeute, dass aus Großbritannien kommende Fähren mit Passagieren an Bord nicht mehr die Niederlande ansteuern könnten, berichtete die Nachrichtenagentur ANP unter Berufung auf die Regierung. Die zunächst bis zum 1. Januar geltende Regelung betreffe aber nicht Fahrer von Lastwagen.

Nach der Entdeckung einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien hatten die Niederlande bereits am Sonntag beschlossen, Flugpassagiere aus dem Vereinigten Königreich nicht mehr einreisen zu lassen. Deutschland und zahlreiche andere europäische Länder hatten ebenfalls Flugverbote oder Grenzschließungen zum Vereinigten Königreich verkündet.

21.12.2020 • 07:32 Uhr

IfW-Chef kritisiert Teststrategie

Der Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, hat die Teststrategie in der Pandemie kritisiert. Es sei immer noch unklar, wo sich Menschen wirklich infizierten, sagte Felbermayr der Nachrichtenagentur dpa. "Und darum sind wir jetzt wieder in einem sehr pauschalen Lockdown - Ganz ähnlich wie in der ersten Welle." Das sei nur im Frühjahr verständlich gewesen, weil es 100 Jahre lang keine Pandemie gegeben habe.

"Wir haben aus der ersten Welle scheinbar nicht viel gelernt und reagieren in der zweiten mit derselben, mittelalterlichen Methodik", sagte Felbermayr. Bereits im April hätten Volkswirte für mehr Tests geworben, die Politik habe darauf nur mit Zynismus geantwortet. "Ein Monat Lockdown kostet 10 bis 15 Milliarden Euro Steuergeld. Damit kann man gewaltige Testkapazitäten aufbauen und jeden testen - Von mir aus auch vor dem Besuch eines Lokals."

Lasse man die Infektionen in Altenheimen aus der Statistik heraus, habe das "einen Rieseneffekt". Infektionen erfolgten nicht in großer Zahl in den derzeit geschlossenen Friseur-Geschäften, sondern in den Altenheimen.

21.12.2020 • 07:25 Uhr

NGO: Reichensteuer für Impfung in Lateinamerika

Eine Reichensteuer soll kostenlose Corona-Impfungen in Lateinamerika möglich machen. Das hat jetzt die Nichtregierungsorganisation "Lateinamerikanisches Netz für wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit" (Latindadd) vorgeschlagen. Nach Ansicht des Bündnisses von 24 Institutionen und Organisationen aus 13 Ländern der Region müssen auch die größten Reichtümer des Kontinents einen Beitrag leisten, um die Konsequenzen der Pandemie zu lindern und die wachsende Ungleichheit zu bekämpfen. Das berichtete die bolivianische Tageszeitung "El Deber" am Sonntagabend.

Laut einer Studie der Organisation sei es möglich, in 20 Ländern auf diese Weise umgerechnet mindestens 25 Milliarden Euro einzunehmen. Damit könne man die Impfungen für die gesamte Bevölkerung Lateinamerikas finanzieren oder alternativ Hilfsgelder für sechs Monate für die Bekämpfung des Hungers bei Menschen in extremer Armut auf dem ganzen Kontinent.

21.12.2020 • 07:17 Uhr

Giffey warnt vor Zunahme familiärer Gewalt an Weihnachten

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey warnt vor einer Zunahme familiärer Gewalt an Weihnachten. "Die familiäre Gewalt nimmt jedes Jahr an Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten zu. In diesem Corona-Jahr ist die Gefahr besonders groß", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Nerven sind eh schon angespannt, dazu vielleicht Frust, es gibt eine Menge Einschränkungen. Dann noch Existenzsorgen - viele wissen nicht, wie es bei ihnen im nächsten Jahr weitergeht", sagte die SPD-Politikerin. Da könne sich "manches entladen".

Giffey wirbt für das Hilfetelefon ihres Ministeriums gegen Gewalt. Dieses sei seit Anfang der Pandemie personell und finanziell verstärkt worden. "Rufen Sie an, wenn es Probleme gibt. Lassen Sie sich helfen."

21.12.2020 • 07:12 Uhr

Patientenschützer fordern Unterstützung durch Bundeswehr

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz und die FDP rufen dazu auf, verstärkt Angehörige von Bundeswehr und Hilfsorganisationen in Alten- und Pflegeheimen einzusetzen, um Mitarbeiter und Besucher zu testen. "Es gilt, Bundeswehr und Hilfsorganisationen sofort in Marsch zu setzen, sagte Vorstand Eugen Brysch der "Bild"-Zeitung: "Schließlich brauchen 12.000 Pflegeheime sofort Unterstützung für dringend notwendige tägliche Schnelltests." Denn diese hätten nicht genügend Personal, um zusätzlich zur Pflege massenhaft Corona-Tests durchzuführen bei Mitarbeitern und Besuchern.

Auch FDP-Chef Christian Lindner forderte, "zur Anwendung von Schnelltests auch die Kapazitäten der Bundeswehr im Wege der Amtshilfe" zu nutzen. Zudem solle es "eine rasche Unterweisung für Freiwillige geben, ebenfalls Schnelltests einsetzen zu können", so Lindner weiter: "Für ein Standardverfahren während der Pandemie können die Qualifikationsanforderungen zeitweise auf das Notwendige reduziert werden."

Eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums sagte der Zeitung, aktuell leisteten 463 Soldaten in 10 Bundesländern in 63 Alten- und Pflegeheimen Amtshilfe. Im Bezug auf mobile Abstrich-Teams zu konkreten Pflegeheimen habe es bisher anber erst vier Anträge auf Hilfeleistung gegeben, je zwei aus Bayern und aus Thüringen.

21.12.2020 • 06:54 Uhr

Polen stellt Flüge aus Großbritannien ein

Auch Polen setzt wegen der in Großbritannien aufgetretenen Variante des Coronavirus die Flüge aus dem Vereinigten Königreich aus. Das gelte ab Mitternacht, teilt ein Sprecher der Regierung in Warschau mit. Unter anderem Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Belgien haben die Flüge aus Großbritannien bereits beschränkt.

21.12.2020 • 06:35 Uhr

Diakonie: Pflegende Angehörige rasch impfen

Die Diakonie Deutschland fordert eine schnelle Impfung pflegender Angehöriger gegen das Coronavirus. "Es ist richtig, die vulnerablen Gruppen, deren behandelnde Ärztinnen und Ärzte sowie die Pflegerinnen und Pfleger zuerst zu impfen", sagte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie der "Augsburger Allgemeinen" und fügte hinzu: "Man muss aber wissen, dass 70 Prozent der zu pflegenden Menschen von ihren Angehörigen zu Hause gepflegt werden. Diese Menschen müssen wir auch impfen."

21.12.2020 • 05:17 Uhr

RKI meldet 16.643 Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Innerhalb eines Tages wurden 16.643 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Am vergangenen Montag hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 16.362 etwas darunter gelegen. Allerdings sind die Zahlen zu Wochenbeginn meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 226 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 188 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) gab das RKI am Montag mit 197,1 an. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie.

21.12.2020 • 05:04 Uhr

Britische Corona-Variante auch in Australien entdeckt

Der Bundesstaat New South Wales in Australien bestätigt, dass der sich schnell ausbreitende neue Coronavirus-Stamm aus Großbritannien bei einem Cluster im Norden Sydneys entdeckt wurde. Die Zahl der Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch in der Region "Northern Beaches" steigt nach Angaben der Regierung in Australien auf 83.

21.12.2020 • 04:51 Uhr

Kinderschutzbund fordert Ferien bis Ende Januar

Der Deutsche Kinderschutzbund fordert wegen der Corona-Pandemie die Weihnachtsschulferien bis Ende Januar zu verlängern. "Es ist kaum damit zu rechnen, dass bis zum zehnten Januar eine grundlegende Besserung eintritt", sagte Verbandspräsident Heinz Hilgers der "Rheinischen Post". Für den zehnten Januar ist bisher das Ende des Lockdowns anvisiert, Bund und Länder beraten darüber aber am fünften Januar. "Ich würde die Ferien verlängern und dabei Ende Januar in Aussicht stellen. Sollten die Infektionszahlen sich nicht kurzfristig ändern, gibt es dazu keine Wahl", sagte Hilgers. "Im Gegenzug müssten die Sommerferien um drei Wochen gekürzt werden."

21.12.2020 • 04:37 Uhr

Dänemark will vier Millionen Nerzkadaver wieder ausgraben

In Dänemark sollen die Kadaver von vier Millionen Nerzen, die wegen einer Coronavirus-Mutation gekeult worden waren, wieder ausgraben und verbrannt werden. Nach Angaben der Regierung sollen so Verunreinigungen des Grundwassers und nahegelegener Seen verhindert werden. Die Exhumierung solle in sechs Monaten beginnen, wenn ein Infektionsrisiko ausgeschlossen werden könne. 

Die dänische Regierung hatte im November entschieden, mehr als 15 Millionen Zucht-Nerze töten zu lassen, um die Verbreitung einer mutierten und auf den Menschen übertragbaren Form von Sars-CoV-2 zu verhindern. Viele der Tiere wurden in zwei Massengräbern auf Militäranlagen nahe Holstebro und Karup im Westen Dänemarks vergraben. Die Regierung musste jedoch kurz darauf einräumen, dass durch den Zersetzungsprozess große Menge an Phosphor und Stickstoff im Boden freigesetzt werden könnten.

Ein Lkw lädt tote Nerze ab. | AFP

Ein Lkw lädt Anfang November tote Nerze auf einer Militärbasis in Dänemark ab. Bild: AFP

21.12.2020 • 04:25 Uhr

Giffey: Schulen und Kitas nach Lockdown als Erste wieder öffnen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey pocht darauf, dass Kitas und Schulen nach dem Lockdown als Erste wieder geöffnet werden. "Kitas und Schulen wurden zu Recht als Letzte eingeschränkt", sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Und als Bundesfamilienministerin werde ich weiter darauf dringen, dass sie auch als Erste wieder für den Normalbetrieb geöffnet werden, sobald es die Infektionslage zulässt."

Dabei gehe es einerseits darum, Eltern zu helfen, Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können, sagte Giffey. "Es geht aber auch um das Recht der Kinder, ein gutes Bildungsangebot zu bekommen und mit ihren Freunden spielen zu können." Eine zu lange Schließung von Kitas und Grundschulen in der Corona-Pandemie bedeute generell härtere Auswirkungen für Kinder, die in sozialen Brennpunkten lebten, sagte die Ministerin. "Kinder aus Familien, in denen kaum Deutsch gesprochen wird oder wo es zu Hause keine guten Lernbedingungen gibt, sind mehr auf die Förderung in Kita und Schule angewiesen." Familien, die ohnehin wenig Geld und knappen Wohnraum hätten, litten unter den Schließungen besonders.

21.12.2020 • 04:25 Uhr

Handwerk: Corona-Hilfen müssen schnell bei Betrieben ankommen

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer fordert, dass Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise schnell und zielgenau bei Betrieben ankommen. Er sagte der Nachrichten-Agentur dpa: "Viele Betriebe sind schon beim ersten Lockdown ans Eingemachte gegangen und haben ihre Eigenkapitaldecke fast aufgebraucht. Erspartes ist jetzt nahezu vollständig aufgezehrt." Die schärferen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nun seien eine harte Bewährungsprobe für viele Betriebe und könnten manche Firma endgültig überfordern.

Die bisherigen Erfahrungen mit den Novemberhilfen seien ernüchternd, was das Tempo anbetrifft, mit dem die Verfahren laufen. "Das dauert alles viel zu lang, bis die Abschlagszahlungen dann tatsächlich bei den Betrieben ankommen. Die Durststrecke lässt sich so nicht überbrücken, sondern wird immer länger. Und damit nimmt auch der Druck auf die Betriebe zu."