Coronavirus in den USA | AP
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ 10 Millionen Corona-Infektionen in den USA ++

Stand: 09.11.2020 22:27 Uhr

Aus den USA werden mehr als zehn Millionen Corona-Infektionen gemeldet. Der Städte- und Gemeindebund zieht eine positive Bilanz zum Teil-Lockdown. Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen.

  • Mehr als 10 Millionen Corona-Infektionen in den USA
  • Kommunalverband: "Lockdown light" zeigt Wirkung
  • Mehr als 4400 Soldaten helfen in Gesundheitsämtern
  • Höchststand bei Intensivbetten-Belegung
  • Söder will weiterhin kostenlose Tests
9.11.2020 • 22:27 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden an dieser Stelle den heutigen Corona-Liveblog, bedanken uns für Ihr Interesse und wünschen eine angenehme Nacht.

9.11.2020 • 22:12 Uhr

Corona-Folgen: Hornbach-Baumarktgruppe hebt Jahresprognose an

Die Baumarkt-Gruppe Hornbach blickt optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr: Das Umsatzwachstum dürfte zwischen 13 und 17 Prozent betragen, teilte das Unternehmen mit. Beim bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern rechnet Hornbach mit 290 bis 360 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum betrugen die Erlöse 227 Millionen Euro.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 zögen sich die Konsumenten stärker in die eigenen vier Wände zurück und gäben mehr Geld für Heimwerkerprojekte in Haus und Garten aus, hieß es zur Begründung für die Entwicklung.

9.11.2020 • 20:02 Uhr

Mehr als 10 Millionen Corona-Infektionen in den USA

Die Zahl der Corona-Infektionen in den USA hat die Marke von zehn Millionen überschritten. Das geht aus Berechnungen der Johns-Hopkins-Universität hervor. Täglichen infizieren sich in den USA im Durchschnitt fast 110.000 Menschen mit dem Virus. Bislang starben mehr als 237.000 Amerikaner an oder mit dem Corona-Virus.

9.11.2020 • 19:39 Uhr

Ukrainischer Präsident Selenskyj mit Coronavirus infiziert

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 42-jährige Staatschef teilte auf Facebook mit, er sei positiv auf das Virus getestet worden, fühle sich aber "gut". Er werde sich nun in Selbst-Isolation begeben und weiter seine Pflichten ausüben, sagte er weiter.

Seine Ehefrau Olena Selenska hatte sich im Juni ebenfalls mit dem Virus infiziert und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Am Samstag meldete die Ukraine die Rekordzahl von mehr als 10.700 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 an einem Tag.

9.11.2020 • 19:13 Uhr

Johnson: Annähernd so viele Patienten im Krankenhaus wie im Frühjahr

In britischen Krankenhäusern werden wieder fast so viele Covid-19-Patienten behandelt wie im Frühjahr. "Wir sind auf dem Weg zu dem gleichen Niveau wie in der ersten Welle", sagte der britische Premier Johnson . Am 5. November seien rund 13.000 Menschen im Krankenhaus mit Covid-19 behandelt worden. Auch die Zahl der Todesfälle sei auf hohem Niveau - sie lag zuletzt mehrfach bei rund 300 Fällen pro Tag.

Bereits nach dem Frühjahr galt Großbritannien als eines der am schwersten von der Pandemie getroffenen Länder in Europa. Nach Zahlen der Statistikbehörde hat die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 mittlerweile die Schwelle von 65.000 überschritten.

9.11.2020 • 18:10 Uhr

Biden schwört Amerikaner auf harten Pandemie-Winter ein

Der gewählte US-Präsident Biden hat einen entschiedenen Kampf gegen das Coronavirus angekündigt und die Amerikaner auf harte Zeit eingeschworen.

"Uns steht immer noch ein sehr dunkler Winter bevor", sagte der Demokrat in seinem Heimatort Wilmington im US-Bundesstaat Delaware. Er kündigte an, im Kampf gegen die Pandemie keine Mühe zu scheuen, sobald er am 20. Januar vereidigt werde.

Biden sagte, trotz positiver Nachrichten bei der Suche nach einem Impfstoff werde es noch Monate dauern, bis er in großem Umfang zur Verfügung stehen. Biden rief die Amerikaner dazu auf, Masken zu tragen.

9.11.2020 • 18:06 Uhr

Warnung zum 11.11. vor Fahrten in Karnevalshochburgen

NRW-Innenminister Reul (CDU) hat zum traditionellen Auftakt der Karnevals-Saison am 11.11. alle Jecken aufgerufen, diesmal den Termin ausfallen zu lassen. "Bleiben Sie zu Hause", empfahl Reul in Düsseldorf - auch wenn er selbst "als leidenschaftlicher Karnevalist" sehr gut nachempfinden könne, "wie schade es ist, den Sessionsauftakt nicht feiern zu können".

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen werde die Ordnungsämter am 11. November bei den Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln unterstützen, teilte Reul weiter mit. In Köln, Essen, Duisburg, Bielefeld und Münster werde dafür zusätzlich die Bereitschaftspolizei eingesetzt.

9.11.2020 • 16:56 Uhr

Gericht bestätigt Schließung von Gastronomiebetrieben

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat die Schließung von Gastronomiebetrieben in Nordrhein-Westfalen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bestätigt. Das Gericht wies einen Eilantrag gegen das bis Ende November geltende Betriebsverbot ab, wie das Oberverwaltungsgericht mitteilte.

Die vorübergehende Schließung gastronomischer Einrichtungen sei voraussichtlich eine notwendige Schutzmaßnahme, erklärte das Gericht. Der damit verbundene Eingriff in die Berufsfreiheit der Betreiber sei angesichts der Pandemielage verhältnismäßig.

AZ: 13 B 1656/20.NE

9.11.2020 • 16:49 Uhr

Kommunalverband: "Lockdown light" zeigt Wirkung

Nach einer Woche Teil-Lockdown hat der Städte- und Gemeindebund ein positives Zwischenfazit gezogen. "Der von Bund und Ländern beschlossene sogenannte Lockdown light zeigt in den Kommunen sichtbar Wirkung", sagte der Hauptgeschäftsführer Landsberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Die Innenstädte sind leerer, die Zahl der Menschen im Homeoffice hat wieder zugenommen und auch die Auslastung von Bussen und Bahnen geht erkennbar zurück." Auch in der Stimmung der Bevölkerung könne man feststellen, dass die allermeisten Menschen wieder vorsichtiger geworden seien, sagte Landsberg.

9.11.2020 • 16:28 Uhr

WHO-Chef warnt vor Ermüdung im Kampf gegen Pandemie

WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus hat vor einer Ermüdung im Kampf gegen die Corona-Pandemie gewarnt. Die Menschen seien vielleicht des Virus "müde", doch das kümmere das Virus nicht, sagte Tedros zu Beginn der virtuellen Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation.

Nach den Worten des WHO-Generalsekretärs hat die Pandemie der Welt gezeigt, wie wichtig eine Rückbesinnung auf "gemeinsame Ziele" sei. Dieser Gemeinsinn sei in den vergangenen Jahren durch "fehlgeleiteten Nationalismus und Isolationismus" ausgehöhlt worden, fügte er hinzu. 

Er bezog sich auch auf den bitteren Konflikt mit US-Präsident Trump, der im Juni die Zusammenarbeit der USA mit der WHO aufgekündigt hatte. Trumps künftiger Nachfolger Biden hatte bereits angekündigt, die Entscheidung wieder rückgängig zu machen.

9.11.2020 • 16:09 Uhr

Zweiter Ausbildungsstart in Baden-Württemberg vereinbart

Viele Unternehmen können wegen der coronabedingten Einschränkungen derzeit nicht oder nur begrenzt ausbilden - in Baden-Württemberg soll es deshalb einen zweiten Ausbildungsstart im Februar 2021 geben.

Den entsprechenden Modellversuch von Unternehmen und Gewerkschaften im Bundesland kündigte die baden-württembergische Wirtschafts- und Arbeitsministerin, Hoffmeister-Kraut (CDU), an. Geplant sind etwa Sonderklassen an den Berufsschulen. 

Zum neuen Ausbildungsjahr in diesem Herbst seien in Baden-Württemberg deutlich weniger Ausbildungsverträge neu abgeschlossen worden als im Vorjahr, erklärte das Wirtschaftsministerium in Stuttgart. Im Bereich der Industrie- und Handelskammern gebe es einen Rückgang um 14,4 Prozent, im Handwerk um 6,7 Prozent. 

9.11.2020 • 16:08 Uhr

Mehr als 4400 Soldaten helfen Gesundheitsämter

Die Bundeswehr ist mittlerweile mit ihren Soldaten in rund 80 Prozent aller deutschen Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten im Einsatz. Im Rahmen der Amtshilfe verrichten derzeit 4412 Soldaten in 297 Gesundheitsämtern in allen Bundesländern Dienst, teilten die Streitkräfte in Bonn mit. Die Tendenz sei steigend. Schwerpunkte der Unterstützung seien die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin.

Soldaten der Bundeswehr telefonieren, um bei der Nachverfolgung von Infektionsketten zu helfen | dpa

Bild: dpa

9.11.2020 • 15:47 Uhr

Biden begrüßt Impfstoff-Fortschritt: Sieg gegen Virus aber noch weit

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat die Fortschritte beim Corona-Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer begrüßt - aber zugleich auch darauf hingewiesen, dass ein Sieg gegen das Virus noch weit entfernt sei. Es würden noch Monate vergehen, bis in den USA in großem Stil geimpft werden könne, sagte Biden. Deshalb würden "für die absehbare Zukunft" eine Maske und Abstand der effizienteste Schutz gegen eine Ansteckung bleiben, warnte Biden. In den USA werden gerade zum Teil deutlich mehr als 100.000 Neuinfektionen täglich gezählt.

9.11.2020 • 15:38 Uhr

Nach CDU-Veranstaltung: Auch Röttgen vorsorglich in Quarantäne

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Norbert Röttgen, hat sich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben, nachdem er mit einem später positiv auf Corona getesteten Kollegen an einer Parteiveranstaltung teilgenommen hatte. Trotz eines negativen Schnelltests bleibe Röttgen vorsorglich zu Haue, sagte eine Mitarbeiterin seines Abgeordnetenbüros auf Anfrage.

Röttgen hatte am Freitagabend mit Friedrich Merz, ebenfalls Kandidat für den CDU-Bundesvorsitz und dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer von einem Studio aus an einer Online-Konferenz der sächsischen Union teilgenommen. Kretschmer und Merz haben sich ebenfalls vorsorglich in häusliche Corona-Quarantäne begeben.

9.11.2020 • 15:16 Uhr

Auch Mecklenburg-Vorpommern ist jetzt Risikogebiet

Als letztes Bundesland hat Mecklenburg-Vorpommern den Sieben-Tage-Wert von 50 bei den Corona-Neuinfektionen überschritten und gilt damit insgesamt als Risikogebiet.

Wie das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilte, liegt der Wert nun landesweit bei 50,18. Am Vorabend hatte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) den Wert noch mit 49,7 angegeben.

Am Wochenende waren für das Land an Müritz und Ostsee 163 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Ansteckungen dem Lagus zufolge auf mindestens 3741.

9.11.2020 • 15:05 Uhr

Mehr als 53.000 Corona-App-User haben Positiv-Test geteilt

Die Corona-Warn-App wird Regierungssprecher Seibert zufolge jetzt deutlich stärker genutzt. Sie sei inzwischen nicht nur über 22-Millionen-Mal heruntergeladen worden, sondern werde auch verstärkt eingesetzt, sagte Seibert.

Rund 53.500 Nutzer hätten ein positives Testergebnis über die App anonym mitgeteilt. In der Vergangenheit war bemängelt worden, dass nur relativ selten über die App ein positives Ergebnis geteilt und so andere Menschen gewarnt wurden.

9.11.2020 • 14:58 Uhr

Deutlich weniger Neuinfektionen in den Niederlanden

In den Niederlanden, wo die Regierung einen zweiten Lockdown verhängt hat, sinkt die Zahl der neuen Coronavirus-Fälle kräftig. Laut offiziellen Daten des Nationalen Instituts für Gesundheit (RIVM) wurden 4680 weitere Positiv-Tests gemeldet. Das sind weniger als die 5664 vom Sonntag und weniger als die Hälfte des bisherigen Rekordwerts von 11.119 registrierten Fällen am 30. Oktober.

9.11.2020 • 14:45 Uhr

Berlin: Keine Corona-Infektion durch Schweinshaxe

Die Bundesregierung hat Berichte chinesischer Staatsmedien zurückgewiesen, wonach ein Schweinefleischerzeugnis aus Deutschland einen Corona-Fall ausgelöst haben solle. Nach derzeitigem Kenntnisstand sei eine "deutsche Schweinshaxe als Grund für einen Coronafall in China unwahrscheinlich", erklärte das Landwirtschaftsministerium in Berlin.

Laut dem zuständigen Bundesinstitut für Risikobewertung sei bislang überhaupt keine Infektion mit dem Coronavirus über den Verzehr von Fleisch oder den Kontakt mit kontaminierten Fleischprodukten bekannt. Auch seien landwirtschaftliche Nutztiere - wie Schweine oder Hühner - nach gegenwärtigem Wissensstand nicht mit dem Coronavirus infizierbar, erklärte das Ministerium weiter.

9.11.2020 • 14:34 Uhr

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer freiwillig in Quarantäne

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer (CDU) hat sich freiwillig in Corona-Quarantäne begeben. Anlass war ein positiver Corona-Test des sächsischen Regionalentwicklungsministers Thomas Schmidt, zu dem Kretschmer am vergangenen Freitag direkten Kontakt hatte, wie die Staatskanzlei in Dresden bestätigte.

Ein erster Corona-Schnelltest bei Kretschmer fiel demnach am Sonntag negativ aus. Die Ergebnisse von am Montag genommenen PCR-Tests bei Kretschmer und Mitgliedern seines Kabinetts standen noch aus.

9.11.2020 • 14:27 Uhr

Neuer Höchststand bei Corona-Kranken auf Intensivstation

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen hat in Deutschland den Höchstwert vom Frühjahr übertroffen. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldete, dass 3005 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Davon werden 1688 (56 Prozent) invasiv beatmet. Der bisherige Höchststand war laut DIVI am 18. April mit 2933 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen erreicht worden.

Tatsächlich sei die Lage in den Kliniken derzeit sogar schlimmer als im Frühjahr, hatte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Es gebe wesentlich mehr infizierte Patienten auf den anderen Stationen - von denen ein Teil noch auf den Intensivstationen landen werde.

Die gesamte Infektionslage sei nicht mit der im April vergleichbar. Anders als bei der Spitze am 18. April werde diesmal kein Abflauen folgen, der Anstieg werde sich vielmehr vorerst fortsetzen, sagte Janssens.

9.11.2020 • 12:48 Uhr

Biontech und Pfizer: 90-prozentige Wirksamkeit von Impfstoff

Der von dem Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer entwickelte potenzielle Corona-Impfstoff ist nach Firmenangaben zu mehr als 90 Prozent wirksam. Das teilten beide Unternehmen gemeinsam unter Verweis auf Daten zur Effizienz aus der laufenden klinischen Prüfung mit.

Biontech und Pfizer wollen demnach in der kommenden Woche in den USA die beschleunigte Genehmigung beantragen. Vor der Einreichung der sogenannten Notfallzulassung in den USA müsse noch ein notwendiger "Sicherheitsmeilenstein" erreicht werden, teilten die Firmen weiter mit. Sie rechneten damit, dass dieser in der dritten Novemberwoche erreicht werde und kurz danach eine Notfallgenehmigung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragt werden könne.

Der von beiden Unternehmen entwickelte Impstoffkandidat befindet sich seit Juli in einer großangelegten klinischen Prüfung - der sogenannten Phase drei - an der weltweit rund 43.500 Menschen teilnehmen.

9.11.2020 • 12:12 Uhr

Weniger Tests: Söder kritisiert RKI-Empfehlung

CSU-Chef Söder hat die neuen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) für Corona-Tests kritisiert. "Wir sind da sehr skeptisch, ob das in der Praxis umzusetzen und anwendbar ist", sagte der bayerische Ministerpräsident vor einer Konferenz des CSU-Vorstands in München.

Jemand, der Symptome habe oder fühle, müsse die Möglichkeit haben, sich testen zu lassen. Andernfalls sehe er die Gefahr, dass auch die Wirtschaft gelähmt werde, wenn die Menschen keine Möglichkeit mehr hätten, sich testen zu lassen. "Wir werden in Bayern auf jeden Fall die kostenlosen Tests fortsetzen", sagte Söder.

Die vom RKI empfohlene neue Teststrategie soll die vielerorts überlasteten Labore entlasten, in dem dort nur noch Menschen getestet werden, wenn sie sich bei entsprechenden Krankheitssymptomen zunächst in eine mehrtägige Selbstisolation begeben haben. Nur bei einer weiteren Verschlechterung soll es dann Corona-Tests geben.

9.11.2020 • 12:04 Uhr

Ausnahmezustand in Portugal in Kraft getreten

Portugal hat mit der Ausrufung des Ausnahmezustands auf steigende Corona-Neuinfektionszahlen reagiert. In den am stärksten von der Pandemie betroffenen Gebieten gilt von heute an für zwei Wochen eine Ausgangssperre.

Danach dürfen rund sieben Millionen Menschen an Wochentagen zwischen 23.00 Uhr und 5.00 Uhr nicht auf die Straße. An Wochenenden gilt die Ausgangssperre schon ab 13.00 Uhr. Die Beschränkungen gelten für etwa 70 Prozent der Bevölkerung.

Sollte sich die Ausbreitung des Virus nicht verlangsamen, könnten die Sperren verlängert und verschärft werden, erklärte die Regierung. Insgesamt hat Portugal knapp 180.000 Infektionen und knapp 2900 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert. In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Fälle stark gestiegen.

9.11.2020 • 11:50 Uhr

Ethikrat, Leopoldina und Impfkommission gegen Impfpflicht

Der Deutsche Ethikrat, die Ständige Impfkommission und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sind gegen eine generelle Pflicht zur Impfung gegen das Coronavirus in Deutschland.

Impfungen setzten eine aufgeklärte, freiwillige Zustimmung voraus, erklärten die Wissenschaftsorganisationen in Berlin. Eine undifferenzierte Impfpflicht sei deshalb auszuschließen. Allenfalls beim Vorliegen schwerwiegender Gründe lasse sich für eine klar definierte Gruppe von Menschen eine Impfpflicht rechtfertigen - etwa für Mitarbeiter in ständigem Kontakt mit Hochrisikopatienten.

9.11.2020 • 11:46 Uhr

Söder: Keine Sonderrechte für "Querdenker"

CSU-Chef Söder hat das bewusste Ignorieren von Maskenpflicht und Abstandsregeln bei der "Querdenken"-Demo in Leipzig scharf verurteilt. Zugleich forderte der bayerische Ministerpräsident eine klare Aufarbeitung des gesamten Geschehens am Wochenende.

Das Grundgesetz garantiere das Demonstrationsrecht, aber weder Gewalt noch das Außerkraftsetzen von Gesundheitsvorschriften, sagte Söder vor einer Videoschalte des CSU-Vorstands in München. "Alle müssen sich an die Regeln des Gesundheitsschutzes halten. Es gibt hier keine Sonderrechte für Querdenker - ganz im Gegenteil." Anti-Corona-Maßnahmen müssten überall eingehalten werden, auch bei Demonstrationen.

9.11.2020 • 11:40 Uhr

Risikogruppen sollen bei Impfung bevorzugt werden

Ältere Menschen und Angehörige anderer Risikogruppen sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen sollen nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) bei Impfungen gegen Covid-19 bevorzugt werden. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das die Stiko gemeinsam mit dem Deutschen Ethikrat und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina erarbeitet hat und das in Berlin vorgestellt wurde.

Demnach sollen außerdem Personen, die in "Bereichen der Daseinsvorsorge" Schlüsselfunktionen innehaben, ebenfalls prioritär geimpft werden. Dazu zählen Beschäftigte bei der Polizei, in Gesundheitsämtern oder an Schulen.

"Wir müssen das so machen, dass am Ende der größte Nutzen für die ganze Bevölkerung dabei herauskommt", sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens. Bisher gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff gegen das Coronavirus.

9.11.2020 • 11:44 Uhr

Merz nach Sachsen-Besuch wieder vorsorglich in Quarantäne

Der CDU-Politiker und Kandidat für den Parteivorsitz, Friedrich Merz, hat sich erneut vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Der 64-Jährige habe sich freiwillig zu diesem Schritt entschlossen, damit sich in seinem Umfeld auf keinen Fall jemand anstecke, sagte ein Sprecher. Ein Schnelltest am Morgen sei aber negativ ausgefallen.

Gestern war bekannt geworden, dass der sächsische Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt positiv auf Virus getestet worden war. Merz hatte am Freitag das sächsische Kabinett besucht.

9.11.2020 • 11:27 Uhr

Höchststand bei Neuinfektionen auch in Russland

Russland hat einen erneuten Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet. Insgesamt hätten sich 21.798 Menschen binnen 24 Stunden angesteckt, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Das sind fast doppelt so viele wie zu den Höchstzeiten der ersten Welle im Mai. Allein in Moskau lag die Zahl der Neuansteckungen bei 6.897.

Seit Beginn der Pandemie sind in Russland insgesamt 1,8 Millionen Infektionen registriert worden. Damit gehört das Land zu den am stärksten betroffenen Staaten weltweit, nach den USA, Indien, Brasilien und Frankreich.

9.11.2020 • 11:22 Uhr

Ungarn geht jetzt auch in den Lockdown

Das öffentliche Leben in Ungarn wird wegen der steigenden Infektionszahlen für 30 Tage drastische eingeschränkt. Ministerpräsident Orban sagte, es werde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Hotels dürften keine Urlauber aufnehmen, nur Geschäftsreisende. Restaurants, Museen, Theater und Fitnessstudios müssten schließen - ebenso weiterführende Schulen. Alle Versammlungen seien untersagt. Familienzusammenkünfte seien auf zehn Personen begrenzt.

"Wenn die Corona-Infektionen im derzeitigen Tempo zunehmen, dann werden die ungarischen Krankenhäuser die Belastung nicht bewältigen können, sagte Orban. Er schloss auch eine Verlängerung der Maßnahmen über die 30 Tage hinaus nicht aus.

9.11.2020 • 11:17 Uhr

CDU-Präsidium sieht derzeit keine Möglichkeit für Lockerungen

Eine Woche nach Beginn des Teil-Lockdowns gibt es nach Ansicht des CDU-Präsidiums noch keine Anzeichen, die für Lockerungen sprechen könnten. Es habe Einigkeit darüber gegeben, dass man derzeit noch nicht sagen könne, wie sich die Maßnahmen auf das Infektionsgeschehen auswirkten, hieß es aus Teilnehmerkreisen.

In einer Woche will Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten eine Zwischenbilanz ziehen und die für vier Wochen verhängten Corona-Maßnahmen bewerten.

9.11.2020 • 11:08 Uhr

Generelle Maskenpflicht in Düsseldorf ist rechtswidrig

Die neue generelle Maskenpflicht in Düsseldorf ist rechtswidrig. Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschieden und dem Eilantrag eines Bürgers stattgegeben. Die Allgemeinverfügung sei unbestimmt - so sei es für Bürger nicht eindeutig erkennbar, wo und wann sie genau der Maskenpflicht unterlägen, begründete das Gericht die Entscheidung. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Maske im Stadtgebiet sei aber nur für den Kläger ausgesetzt. "Alle anderen Personen, die sich in Düsseldorf bewegen, müssen die Allgemeinverfügung beachten." Die Stadt kann vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster gegen die Entscheidung vorgehen.

Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt hatte die Maskenpflicht Mitte letzter Woche auf fast das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. Nur in nicht bebauten Gebieten wie Parks und Grünanlagen dürfen sich Fußgänger ohne Mund-Nasen-Schutz aufhalten. Auf öffentlichen Straße und Wegen innerhalb bebauter Flächen sei immer dann eine Maske zu tragen, wenn nicht objektiv ausgeschlossen werden kann, dass es zu Begegnungen mit anderen Personen kommen kann, bei denen ein Abstand von fünf Metern unterschritten wird.

9.11.2020 • 10:04 Uhr

Neuer Höchststand an Corona-Neuinfektionen in Neu Delhi

In der indischen Hauptstadt Neu Delhi ist wieder ein Rekordwert an Corona-Infektionen registriert worden. Innerhalb von 24 Stunden wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 7745 Neuinfektionen verzeichnet, 490 Menschen starben demnach im Zusammenhang mit einer Infektion.

Landesweit meldeten die Behörden 45.903 neue Ansteckungen. Seit Beginn der Pandemie wurden mehr als 8,5 Millionen Corona-Fälle registriert. Indien hat etwa 1,3 Milliarden Einwohner.

9.11.2020 • 09:59 Uhr

Kritik an Trumps Wahlparty wächst

Nach der Corona-Infektion des Stabschefs des Weißen Hauses, Mark Meadows, verschärft sich die Kritik an der verfrühten Wahlparty von US-Präsident Donald Trump. Teilnehmer der Veranstaltung waren zwar auf das Virus getestet worden, der Mindestabstand wurde aber nicht gehalten. Und wie auf Bildern zu sehen war, trugen die wenigsten Teilnehmer eine Schutzmaske. Die US-Regierung antwortete nicht auf konkrete Anfragen, teilte aber mit, es gebe jedoch eine ordnungsgemäße Kontaktnachverfolgung.

Teilnehmer der Party schilderten es teils anders: Der Pastor Darrell Scott aus Ohio erklärte, er habe aus den Medien von Infektionen erfahren und sei nicht von Kontaktnachverfolgern angesprochen worden. Meadows wurde am Mittwoch positiv getestet und war vermutlich während der Party infektiös. Davor hatte er Trump noch zu Terminen begleitet und war dabei wie die übrigen Angestellten des Weißen Hauses ohne Mund-Nasen-Schutz aufgetreten.

9.11.2020 • 09:25 Uhr

Tschentscher: Lage in Kliniken wird schwieriger

Hamburgs Erster Bürgermeister, Peter Tschentscher, ist besorgt über die Entwicklung in den Kliniken der Hansestadt. Die Anzahl der Corona-Patienten nehme zu, sagte der SPD-Politiker der "Hamburger Morgenpost", und werde möglicherweise bald die Zahlen im Frühjahr übertreffen. Die Lage werde schwieriger, sagte Tschentscher. Schon im Frühjahr seien Intensivkapazitäten begrenzt gewesen und planbare Eingriffe deswegen verschoben worden. "Das ist in den Kliniken letztlich auch eine Frage des Personals. Wir müssen an die Belastung und Gesundheit der Beschäftigten denken." Es gehe deshalb darum, mit dem Teil-Lockdown das Infektionsgeschehen stark abzubremsen.

Am Wochenende war in Hamburg die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen um 877 auf 17.139 gestiegen. 240 an Covid-19 erkrankte Patienten wurden in Kliniken behandelt, 58 von ihnen auf Intensivstationen. Damit sind derzeit 572 von 740 Intensivbetten in Hamburg belegt. Nach Daten des DIVI-Intensivregisters liegt die Zahl der Corona-Intensivfälle derzeit bei 3,7 pro 100.000 Einwohner, der bisherige Höchststand wurde Ende April verzeichnet.

9.11.2020 • 08:47 Uhr

Mehr Lkw-Verkehr auch im Oktober

Der Lkw-Verkehr auf deutschen Autobahnen hat trotz der neuen Corona-Welle auch im Oktober weiter zugelegt und weist damit auf eine robuste Konjunktur hin. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg die Fahrleistung mautpflichtiger Lkw mit mindestens vier Achsen um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Verglichen mit Oktober 2019 lag sie um ein Prozent höher. "Da die Lkw-Fahrleistung in engem Zusammenhang mit der Industrieproduktion in Deutschland steht, gibt der Index frühe Hinweise zur Konjunkturentwicklung im Oktober 2020", erklärte die Behörde.

Allerdings habe sich der Verkehr noch immer nicht vollständig erholt. Im Verlgeich zum Februar 2020 - dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Pandemie - lag die Fahrleistung noch um 2,5 Prozent niedriger.

9.11.2020 • 08:18 Uhr

Norwegen will Norwegian Air nicht weiter unterstützen

Die Norwegische Regierung hat angekündigt, der durch die Corona-Krise schwer angeschlagene Fluggesellschaft Norwegian Air keine weitere finanzielle Unterstützung mehr zu gewähren. Das Industrie- und Transportministerium erklärte, Norwegian Air habe um zusätzliche Milliarden von Kronen gebeten, aber die Regierung sei zu dem Schluss gekommen, dass das kein verantwortlicher Umgang mit Staatsgeldern wäre.

Derzeit sind die meisten Flugzeuge der Airline am Boden. Im August hatte das Unternehmen mitgeteilt, sie werde ohne weitere Unterstützung im ersten Quartal 2021 zahlungsunfähig sein und war dann mit der norwegischen Regierung in Verhandlungen getreten.

9.11.2020 • 08:07 Uhr

Rückgang bei Neuansteckungen in Tschechien

In Tschechien sind in den vergangenen 24 Stunden 3608 Neuansteckungen gemeldet worden. Damit verzeichnet das Land den niedrigsten Wert seit vier Wochen. Im Vergleich zu vergangener Woche sind es fast 3000 Fälle weniger. Bisher gehörte Tschechien zu den Ländern mit den höchsten Infektionsraten in Europa.

Das tschechische Gesundheitsministerium meldete zudem 177 weitere Todesfälle. Insgesamt starben 4858 Menschen mit einer Corona-Infektion.

9.11.2020 • 07:12 Uhr

Seehofer nimmt Polizei nach Leipziger Corona-Demo in Schutz

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat nach der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen am Samstag in Leipzig das Vorgehen der Polizei verteidigt. "Wir müssen damit aufhören, die Taktik der Polizei im Nachhinein ohne Kenntnis von Details und ohne vollständiges Bild per Ferndiagnose zu hinterfragen", betonte Seehofer in einer von seinem Ministerium gestern Abend veröffentlichten Erklärung. Die Polizei habe seine "volle Rückendeckung". Alle Beteiligten - die Versammlungsbehörden, die Polizei und die Gerichte - müssten im Lichte des aktuellen Infektionsgeschehens "verantwortungsvolle Entscheidungen" treffen. "Das Versammlungsrecht muss gewährleistet werden, erst recht in der Krise", unterstrich der Minister.

Bei der "Querdenken"-Demonstration in Leipzig mit mehreren Zehntausend Teilnehmern hatte es am Samstag laut Polizei massenweise Verstöße gegen die Hygiene-Auflagen gegeben. Sie wurde nach zweieinhalb Stunden aufgelöst. Die Demonstranten zogen danach noch über den Innenstadtring, obwohl ihnen das untersagt war - ohne dass die Polizei dies verhinderte.

9.11.2020 • 07:02 Uhr

Gesundheitsexperten machen Vorschläge für Impfstrategie

Wissenschaftliche Berater der Bundesregierung wollen heute ihre Vorschläge für Vorranggruppen bei der Impfung gegen das Corona-Virus vorstellen. Der Deutsche Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und die am Robert-Koch-Institut angesiedelte Ständige Impfkommission haben ein Papier dazu ausgearbeitet. Sollte es in den kommenden Monaten einen geeigneten Impfstoff geben, wird er voraussichtlich nicht sofort für die ganze Bevölkerung zur Verfügung stehen. Deswegen soll vorher festgelegt werden, wer als erstes geimpft wird.

Die Bundesregierung hatte bereits erkennen lassen, dass Risikogruppen wie Senioren und Vorerkrankte sowie Personal aus wichtigen Bereichen wie dem Gesundheitswesen zu diesen Vorranggruppen gehören können.

9.11.2020 • 06:37 Uhr

Spahn wünscht sich breite Diskussion über Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ruft zu einer breiten Diskussion darüber auf, welche Bevölkerungsgruppen zuerst gegen Corona geimpft werden sollten, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht. "Ich finde es wichtig, dass es eine politische, aber auch eine gesellschaftliche Debatte gibt an jedem Mittagstisch, in der Familie oder auf der Arbeit", sagte Spahn im "Bild"-Talk. Es müsse dabei etwa berücksichtigt werden, wie hoch das berufliche Risiko sei, ob jemand zu einer Risikogruppe gehöre oder wieviel Kontakt jemand zu anderen habe.

Spahn kündigte an, dass sich auch der Bundestag mit dieser Frage befassen werde. Es könne aber erst dann entschieden werden, wer zuerst geimpft wird, "wenn wir mehr über den Impfstoff wissen". Derzeit werde damit gerechnet, dass Anfang nächsten Jahres ein Impfstoff zur Verfügung stehe.

9.11.2020 • 06:03 Uhr

13.363 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind mehr als 13.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am mitteilte, wurden 13.363 neue Ansteckungsfälle erfasst. Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter diese Daten übermitteln, liegen die neuen Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als die an anderen Wochentagen von dem Institut mitgeteilten Werte.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland 671.868 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle stieg demnach auf 11.352 - dies waren 63 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 429.600.

9.11.2020 • 04:46 Uhr

China sieht deutsche Schweinshaxe als Grund für neuen Corona-Fall

China hat eine aus Deutschland importierte Schweinshaxe als Auslöser für einen neuen Corona-Fall ausgemacht. Wie staatliche Medien berichteten, habe sich in der ostchinesischen Stadt Tianjin ein Arbeiter in einem Kühlhaus infiziert. Tests hätten danach ergeben, dass Virus-Spuren an der Verpackung einer gefrorenen Schweinshaxe entdeckt worden seien, die zunächst aus Bremen nach Tianjin importiert und von dort weiter in die Stadt Dezhou gesendet worden sei.  Acht Menschen, mit denen der Arbeiter zuvor engen Kontakte hatte, wurden laut der staatlichen Zeitung "Global Times" vorsorglich unter Quarantäne gestellt. Tianjin sei zudem in den "Kriegsmodus" übergegangen, womit in der Regel gemeint ist, dass strenge Kontrollen greifen. 

9.11.2020 • 03:01 Uhr

Spahn: Bis zu 40 Prozent der Bevölkerung sind Risikogruppe

Bis zu 40 Prozent der Menschen in Deutschland zählen in der Corona-Krise nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Risikogruppe. "Bei uns sind 23 Millionen Deutsche über 60", sagte der CDU-Politiker bei "Bild live". "Wir sind ein Wohlstandsland mit Zivilisationskrankheiten: Diabetes, Bluthochdruck, Übergewichtigkeit. Alles Risikofaktoren für dieses Virus, wie für viele Infektionskrankheiten übrigens auch." Spahn warnte: "Wenn Sie nach der Definition gehen, sind 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung Risikogruppe."

9.11.2020 • 02:35 Uhr

Biden will US-Impfstoffprogramm fortsetzen

Der designierte US-Präsident Joe Biden will das unter Amtsvorgänger Donald Trump aufgesetzte Corona-Impfstoffprogramm "Operation Warp Speed" fortführen. "Wie wir bereits im September gesagt haben, haben die medizinischen Berater Briefings von Unternehmen erhalten, die an der Herstellung von Impfstoffen arbeiten", sagte Bidens Sprecher Andrew Bates. Biden setze sich dafür ein, so schnell wie möglich zur Entwicklung eines sicheren und wirksamen Coronavirus-Impfstoffs beizutragen. Daher habe er sich bereits vor der Wahl mit den führenden Arzeimittelherstellern getroffen.