Passanten mit und ohne Mund-Nase-Schutz gehen durch eine Einkaufsstraße in Düsseldorf | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Düsseldorf überschreitet Warnstufe ++

Stand: 12.10.2020 21:50 Uhr

Auch Düsseldorf hat die 50er-Marke bei den Neuinfektionen überschritten. Der britische Premier Johnson will die Pandemie in England mit einem Drei-Stufen-System in den Griff bekommen. Die Entwicklungen am Montag zum Nachlesen.

  • Johnson will dreistufiges Alarmsystem in England
  • Expertenkommission: Fehler bei Krisenmanagement in Ischgl
  • RKI meldet 2467 Neuinfektionen in Deutschland
  • Studie: Coronavirus überlebt länger als Grippeviren auf Oberflächen
  • München, Düsseldorf und Duisburg überschreiten Warnstufe
12.10.2020 • 21:48 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse!

12.10.2020 • 20:46 Uhr

Frankreich: Zahl der Intensiv-Patienten steigt

Die Zahl der Patienten, die in Frankreich wegen des Virus auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, ist so hoch wie seit rund vier Monaten nicht mehr. Am Montag lag deren Zahl nach Angaben der Behörden mit 1539 erstmals seit dem 27. Mai wieder über der Marke von 1500. Sie ist aber noch deutlich von dem Höchststand von 7148 vom 8. April entfernt. Frankreich steht nach Worten von Ministerpräsident Jean Castex gleichwohl vor einer "starken zweiten Welle".

12.10.2020 • 20:35 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in den USA sinkt leicht

Die Zahl der Neuinfektionen in den USA geht leicht zurück, bleibt aber auf hohem Niveau. Zuletzt gab es nach Angaben der Seuchenschutzbehörden CDC 46.069 neue Fälle, nach rund 53.000 am Sonntag, 58.302 am Samstag und 54.887 am Freitag. Die Gesamtzahl steigt damit auf rund 7,74 Millionen. Die Zahl der Toten klettert um 494 auf 24.108.

12.10.2020 • 20:33 Uhr

Söder fordert "klarere Regeln für alle"

Angesichts vielerorts steigender Corona-Zahlen dringt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf ein einheitlicheres Vorgehen bei den Anti-Corona-Maßnahmen. Er werde sich bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch und auch in Bayern für "klarere Regeln für alle" einsetzen, sagte Söder im BR-Fernsehen. Dabei schloss er nicht aus, Anti-Corona-Maßnahmen nicht nur regional, sondern flächendeckend etwas zu verschärfen. "Möglicherweise heißt das dann auch, bei denen, die noch niedrigere Werte haben, die gleichen Konzepte zur Geltung zu bringen, wie wir sie jetzt haben bei denen, die höheren Inzidenzen haben", erklärte Söder und fügte hinzu: "Mit der Begründung: Wenn wir die Maßnahmen anwenden, um die Zahlen wieder runterzubringen, wo sie hoch sind, dann helfen sie auch, dass sie gar nicht erst so hoch gehen."

Unter anderem soll in Bayern überall dort, wo es mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt, eine Maskenpflicht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen gelten. Die Entscheidung darüber liegt aber am Ende bei den Kommunen. Über das umstrittene Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Hotspots ohne negativen Corona-Test sagte Söder, darüber werde man am Mittwoch sicherlich noch einmal reden. Grundsätzlich verteidigte er die Maßnahme allerdings erneut gegen viel Kritik - diese biete Sicherheit, auch der Tourismus- und Gastronomiebranche.

12.10.2020 • 20:08 Uhr

Debatte um Beherbergungsverbote: Ist die Maßnahme verhältnismäßig?

Im Frühjahr wurde über Ausgangsbeschränkungen, Demo- und Gottesdienstverbote diskutiert, heute geht es um Beherbergungsverbote und Sperrstunden. Wieder stellt sich die Frage: Ist das verhältnismäßig?

12.10.2020 • 19:48 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Frankreich sinkt

Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich sinkt erneut deutlich. Zuletzt gab es nach Angaben der Gesundheitsbehörden 8505 neue Fälle, nach 16.101 am Sonntag und dem Rekordhoch von knapp 27.000 am Samstag. Die eher geringe Zahl vom Montag könnte auch darauf zurückzuführen sein, dass am Sonntag nicht so viel getestet wurde. Die Zahl der Toten stieg zuletzt um 95, nach 46 am Sonntag. Insgesamt verstarben nach amtlichen Angaben bislang 32.825 Menschen in Frankreich an den Folgen von Covid-19, 743.479 haben sich infiziert.

12.10.2020 • 18:46 Uhr

WHO warnt vor Konzept der Herdenimmunität durch Ansteckung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf eine Herdenimmunität durch massenweise Ansteckungen zu setzen. "Niemals in der Geschichte des Gesundheitswesens wurde Herdenimmunität als eine Strategie gegen einen Ausbruch eingesetzt, geschweige denn gegen eine Pandemie", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. So ein Vorgehen sei ethisch und wissenschaftlich problematisch.

Eine Herdenimmunität müsse ähnlich wie bei den Masern und der Kinderlähmung durch Impfungen, nicht durch Ansteckungen erreicht werden - zumal weiter unklar sei, wie sehr eine Infektion vor einer zweiten schütze. In einem Brief hatten Forscher aus verschiedenen Ländern zuletzt für Herdenimmunität geworben.

12.10.2020 • 18:24 Uhr

Düsseldorf überschreitet Warnstufe

Auch Düsseldorf hat die Warnstufe von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Heute sei ein Wert von 54,8 erreicht worden, teilte die Stadt mit. Damit würden zusätzliche Schutzmaßnahmen umgesetzt. Die Maßnahmen würden vor allem ergriffen, damit die Nachverfolgung von Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt weiterhin möglich bleibe.

Mit Erreichen der Warnstufe gelte nun auch eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf Wochenmärkten. Statt bisher zehn dürften sich nur noch fünf Menschen im öffentlichen Raum zusammen aufhalten. Es gelte eine Sperrstunde für die Gastronomie von 1 Uhr nachts bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr. Im Einzelhandel darf nur noch ein Kunde pro zehn Quadratmeter zugelassen werden.

12.10.2020 • 18:18 Uhr

Bremen will Beherbergungsverbot nachverhandeln

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte will mit Ländern und Bund noch einmal über die Beherbergungsverbote verhandeln. Er werde das auf der Ministerpräsidenten-Konferenz am Mittwoch zum Thema machen, sagte er "t-online". Private Urlaubsreisen seien nicht das Problem der Corona-Pandemie.

Der SPD-Politiker kritisierte die Regelung als "Ausdruck von Kleinstaaterei". In eine Großstadt wie Bremen pendelten jeden Tag 100.000 Menschen zur Arbeit ein - und mehrere zehntausend aus, führte er an. Das Infektionsgeschehen in dicht besiedelten Ballungsräumen sei die wirkliche Herausforderung. "Stattdessen werden wertvolle Testkapazitäten verbraucht, um Urlauber vor den Ferien freizutesten."

12.10.2020 • 18:14 Uhr

Spahn rechnet mit Impfbeginn im ersten Quartal 2021

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet innerhalb des nächsten halben Jahres mit ersten Corona-Impfungen in Deutschland. "Stand jetzt würde ich davon ausgehen, Stand heute, 12. 10., dass wir im ersten Quartal nächsten Jahres beginnen können", sagte der CDU-Politiker bei einer Videokonferenz des ifo-Instituts. Man setze auf mehrere Technologien und Hersteller. "Wenn alle Pferde ins Ziel kommen, werden wir viel zu viel Impfstoff haben."

Spahn forderte auch ein einheitliches Vorgehen beim Streitthema Beherbergungsverbot. "Wenn es um Mobilität geht und keine einheitlichen Regeln da sind, dann (...) untergräbt das Akzeptanz", sagte er. Deswegen sei es wichtig, dass man am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten auf eine einheitliche Linie und Herangehensweise komme.

12.10.2020 • 17:52 Uhr

Maskenpflicht in Teilen Helgolands

Auf Teilen der Nordseeinsel Helgoland gilt tagsüber eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum. Die gebotenen Abstände könnten nicht überall gewährleistet werden, teilte der Kreis Pinneberg mit. Tagsüber von 10 bis 17 Uhr müssen Touristen mit Verlassen des Schiffes bis zur Hafenstraße und auf weiteren Straßen und Plätzen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Dies gilt dort auch in allen Restaurants und Gaststätten beim Betreten und Verlassen sowie beim Verlassen des Sitzplatzes.

12.10.2020 • 17:29 Uhr

Johnson: Dreistufiges Alarmsystem für England

Mit einem dreistufigen Alarmsystem will der britische Premierminister Boris Johnson die rapide steigenden Corona-Fallzahlen in England unter Kontrolle bringen. Je nach Risikograd - mittel, hoch oder sehr hoch - sollen ab Mittwoch verschärfte Maßnahmen gelten, wie er im Londoner Parlament erklärte. Die Abgeordneten müssen am Dienstag noch zustimmen.

In der Region rund um die nordenglische Stadt Liverpool, für die Johnson die höchste Risikostufe erklärte, müssen Pubs und Fitnessstudios bis auf Weiteres schließen. Außerdem dürfen sich Angehörige verschiedener Haushalte in diesen Regionen nicht mehr miteinander treffen, weder drinnen noch draußen.

In Regionen mit der zweithöchsten Warnstufe gilt dieses Verbot für Innenräume, allerdings sollen noch sogenannte "Support Bubbles", also kleine Unterstützungsgruppen, und Treffen draußen erlaubt sein. In der untersten Warnstufe gelten die gleichen Regeln wie bislang für ganz England: Pubs und Restaurants müssen um 22 Uhr schließen, außerdem sind sowohl drinnen als auch draußen nur Treffen mit maximal sechs Menschen erlaubt. Wales, Nordirland und Schottland haben eigene, oft noch schärfere Maßnahmen.

12.10.2020 • 17:26 Uhr

Rheinland-Pfalz verzichtet vorerst auf Beherbergungsverbot

Wegen des anhaltenden Streits um das Beherbergungsverbot verzichtet Rheinland-Pfalz vorerst auf die geplante Einführung dieser Regelung. Sie werde nicht wie geplant am Dienstag in Kraft treten, weil die bundesweite Debatte "extrem virulent" sei, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einem Treffen mit Kommunalverbänden.

Die Rückmeldungen etwa von den Hoteliers seien "verheerend". "Solange diese Debatte nicht zu Ende geführt ist, werden wir diese Regelung auch nicht anwenden", so Dreyer. Sie halte eine bundeseinheitliche Maßnahme für die beste Lösung und werde das Thema am Mittwoch in die Beratungen der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel einbringen.

12.10.2020 • 17:24 Uhr

In Berlin-Mitte muss Quarantäne nicht mehr angeordnet werden

Im Bezirk Berlin-Mitte muss eine Quarantäne im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nicht mehr in jedem Einzelfall vom Gesundheitsamt angeordnet werden. Betroffene sind grundsätzlich verpflichtet, sich in Isolation zu begeben, wie das Bezirksamt mitteilte.

Das gilt etwa für Menschen, die positiv getestet wurden, für deren direkte Kontaktpersonen und für Menschen, die Erkrankungsanzeichen einer möglichen Infektion zeigen und für die ein Corona-Test angeordnet wurde. Die Isolation sei eine entscheidende Maßnahme zur Unterbrechung möglicher Infektionsketten, so das Bezirksamt. Grundlage der neuen Regelung ist eine sogenannte Allgemeinverfügung, die das Gesundheitsamt Mitte erlassen hat.

12.10.2020 • 17:08 Uhr

Scholz will gezielte Hilfen für Veranstalter, Kultur und Messen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will Veranstaltungswirtschaft, Kultur, Messewirtschaft und auch Schausteller mit gezielten Hilfen stärker unterstützen. In einigen Hilfsprogrammen wie etwa den Überbrückungshilfen habe man Luft, weil sie weniger stark als befürchtet beansprucht würden, sagt der SPD-Politiker bei einer Diskussion des SPD-Wirtschaftsforums. Er werbe für "maßgeschneiderte Programme".

12.10.2020 • 16:59 Uhr

Gastronomen in Hessen dürfen künftig Ausweis verlangen

Gastronomen in Hessen können sich zur Überprüfung von korrekten Angaben auf den Corona-Gästelisten künftig den Ausweis ihrer Kunden zeigen lassen. "Wir haben ausdrücklich beschlossen, dass auf Verlangen des Servicepersonals derjenige, der in eine Gaststätte möchte, auch den Personalausweis vorlegen muss oder ein anderes amtliches Dokument", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Bei solchen Überprüfungen gelte aber das Prinzip der Verhältnismäßigkeit. Wenn es eine Vermutung gebe, dass die Angaben des Gastes falsch seien, müsse das Gastronomiepersonal eingreifen. Gelten sollen die Änderungen ab Montag, den 19. Oktober.

12.10.2020 • 16:46 Uhr

Kontaktnachverfolgung: Erste Städte und Kreise bereits überlastet

Vier Landkreise und das Land Berlin kamen zuletzt mit der Verfolgung der Kontakte von Corona-Infizierten nicht mehr hinterher. Das geht aus einem vertraulichen Regierungspapier zur Infektionslage in Deutschland hervor, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Es ist auf Montag datiert, die Angaben zur Überlastung geben allerdings den Stand vom 6. Oktober wieder.

"Durchführung von Infektionsschutzmaßnahmen absehbar nicht mehr sichergestellt" steht zur Erläuterung auf einer Karte, in der die betroffenen Kreise und das Land Berlin markiert sind. Unterstützungsbedarf meldeten demnach der schleswig-holsteinische Landkreis Pinneberg an, das Land Berlin, der Lahn-Dill-Kreis und der Kreis Offenbach in Hessen sowie der Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. In allen Fällen gab es demnach Engpässe bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen, in Berlin zusätzlich unter anderem auch bei der Betreuung und Überwachung von Menschen in Quarantäne und der Entnahme von Abstrichen für Tests. Als Reaktion sollte das Robert Koch-Institut Mitarbeiter in Berliner Behörden entsenden.

12.10.2020 • 16:35 Uhr

Europarat fordert mehr Datenschutz bei Corona-Apps

Der Europarat hat an europäische Regierungen appelliert, beim Einsatz digitaler Anwendungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie den Datenschutz zu gewährleisten. Die Rechte auf Privatsphäre der Nutzer müssten jederzeit gewahrt werden, betonte die Staatenorganisation anlässlich der Veröffentlichung eines entsprechenden Berichts. In mehreren europäischen Staaten gab es demnach Mängel beim Schutz von Daten, die im Rahmen der Pandemie-Einschränkung gesammelt wurden. So hätten Berichte nahegelegt, dass in Slowenien, Griechenland und Ungarn Gesundheitsbehörden Patientenlisten auch mit der Polizei und anderen Vollzugsbehörden teilten, hieß es in dem Bericht.

12.10.2020 • 16:25 Uhr

Slowakei verfügt Versammlungsverbot

Weil die Corona-Infektionszahlen rasant steigen, hat die slowakische Regierung ein Versammlungsverbot beschlossen. Bereits ab Dienstag ist jedes Zusammentreffen von mehr als sechs Personen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, verboten. Das Recht auf solche außergewöhnliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens hat die Regierung auf der Grundlage eines seit 1. Oktober geltenden landesweiten Notstands. Schon am Sonntag hatte der nationale Krisenstab mehrere andere Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen angeordnet.

12.10.2020 • 16:01 Uhr

Augsburg erlässt Beschränkungen

Nach einem starken Anstieg des Corona-Warnwertes in Augsburg hat Bayerns drittgrößte Stadt weitergehende Beschränkungen für das öffentliche Leben erlassen. Am Wochenende hätten sich die Zahlen "explosionsartig" vermehrt, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU). Mit 49,3 liegt die Stadt nur noch knapp unterhalb dem wichtigen Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Ab sofort gilt damit, dass sich maximal nur noch zehn Menschen privat treffen dürfen, bei größeren Familienfeiern und Veranstaltungen dürfen in geschlossenen Räumen nur noch 50 Personen teilnehmen. Außerdem gibt es eine Beschränkung beim Alkoholverkauf und -konsum an bestimmten Orten und Tagen. Zu dem Bundesliga-Spitzenspiel zwischen dem Tabellenzweiten FC Augsburg und und Spitzenreiter RB Leipzig werden an diesem Samstag keine Zuschauer in der Augsburger Fußballarena zugelassen.

12.10.2020 • 15:50 Uhr

Ergebnisse der Expertenkommission zu Ischgl

Wie konnte sich der Ski-Ort Ischgl im März zu einem Corona-Hotspot in Europa entwickeln? Das hat eine Expertenkommission untersucht und nun ihre Ergebnisse vorgestellt:

12.10.2020 • 15:38 Uhr

Nations-League-Spiel gegen die Schweiz ohne Zuschauer

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird ihr Nations-League-Spiel gegen die Schweiz morgen in Köln ohne Zuschauer austragen. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekannt. Angesichts der hohen Infektionszahlen habe das Kölner Gesundheitsamt in Absprache mit dem Land Nordrhein-Westfalen untersagen müssen, Zuschauer zuzulassen.

Der DFB verzichtet angesichts der aktuell hohen Werte in Köln auch darauf, einen Antrag auf Zulassung von 300 Zuschauern zu stellen. Das Robert Koch-Institut hatte heute eine Sieben-Tage-Inzidenz von 66,3 für Köln ausgewiesen.

12.10.2020 • 15:29 Uhr

Virologe kritisiert Beherbergungsverbot

Im Interview mit tagesschau.de kritisiert der Virologe Schmidt-Chanasit das Beherbergungsverbot. Statt solche Regeln neu einzuführen, sollten die bestehenden konsequent durchgesetzt werden, sagt er.

12.10.2020 • 15:26 Uhr

Brüsseler Autosalon 2021 fällt aus

Der Brüsseler Autosalon mit jährlich knapp einer halben Million Besuchern fällt Anfang 2021 aus. Angesichts der Unsicherheiten mit Blick auf die Corona-Krise habe man entschieden, die Branchenschau auf 2022 zu verschieben, teilte der belgisch-luxemburgische Auto- und Fahrradverband FEBIAC mit.

12.10.2020 • 14:52 Uhr

Gastgewerbe fordert Aufhebung der Beherbergungs-Einschränkungen

Das deutsche Gastgewerbe fordert vom Bund-Länder-Treffen am Mittwoch einheitliche Regeln rund ums Reisen und will juristisch gegen Einschränkungen vorgehen. "Wir appellieren an die Ministerpräsidenten und an die Bundesregierung, die Beherbergungsverbote aufzuheben", sagt Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges vom Branchenverband Dehoga. "Wir werden sie gerichtlich klären lassen." Die Verärgerung der Betriebe sei massiv. "Die Hoteliers sehen sich mit einer Stornowelle konfrontiert und Neubuchungen bleiben auch aus."

12.10.2020 • 14:44 Uhr

Spanien: Handballspiel mit Mund-Nasen-Schutz

Erstmals haben spanische Handballer ein Erstligaspiel mit Mund-Nasen-Schutz absolvieren müssen. Die Mannschaften von Abanca Ademar und Liberbank Sinfin de Santander waren kurz vor dem Spiel in der Stadt León von der Anordnung der Regionalregierung von Kastilien und León überrascht worden, wie die Zeitung "ABC" berichtete. Auf Bildern vom Spiel am Sonntag war zu sehen, wie den Spielern die Maske bisweilen im Eifer des Gefechts bis unters Kinn rutschte. Insgesamt aber habe das Spiel unter der Auflage nicht gelitten. Dennoch bezeichnete der Trainer von Ademar, Manolo Cadenas, die Maskenpflicht als "absurd".

12.10.2020 • 14:36 Uhr

Frankfurter Buchmesse nun doch komplett ohne Publikum

Die Frankfurter Buchmesse findet nun doch komplett ohne Publikum statt. "Angesichts steigender Infektionszahlen in Frankfurt am Main und bundesweit" hätten die Verantwortlichen beschlossen, das Programm in der Frankfurter Festhalle "nur mit den beteiligten Moderator*innen und Autor*innen durchzuführen", hieß es. Die Entscheidung betrifft auch die Eröffnungsfeier am Dienstagabend, zu der sich 250 geladene Gäste angemeldet hatten. Sie wird nun nur im Internet übertragen.

12.10.2020 • 14:33 Uhr

Hotelier bereitet Klage gegen Beherbergungsverbot vor

Ein Hotelier aus dem Harz will nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Niedersachsen gerichtlich gegen das Beherbergungsverbot des Landes vorgehen. Im Laufe der Woche solle eine Normenkontrollklage beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingereicht werden, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Rainer Balke. "Wir hoffen, dass die so schnell wie möglich tätig werden."

Auch das Gastgewerbe in Brandenburg prüft juristische Schritte. "Wir werden prüfen (...), dass wir eine einstweilige Verfügung für Brandenburg ansetzen gegen das Beherbergungsverbot", sagte Brandenburgs Dehoga-Hauptgeschäftsführer Olaf Lücke.

12.10.2020 • 14:24 Uhr

Lagarde: Krisenhilfen nicht zu früh stoppen

EZB-Chefin Christine Lagarde warnt vor einem zu frühen Auslaufen von staatlichen Krisenhilfen. Es gehe darum, dass etwa Staatsbürgschaften oder Kurzarbeiterregelungen nicht "plötzlich gestoppt" würden, sagte sie in einem Gespräch mit dem für Europa zuständigen IWF-Direktor Alfred Kammer. "Wir hoffen, dass Politiker dies verstehen und auch beschließen, dass diese Maßnahmen noch eine Zeit lang weitergehen müssen - selbst wenn die Wirtschaft wieder Tritt fasst." Es müsse ein reibungsloser Übergang zu einer vollständigen Erholung geschaffen werden.

12.10.2020 • 14:20 Uhr

Bundesregierung: "Die Zeit jetzt ist entscheidend"

Steigende Zahlen, zahlreiche Hotspots, mehr Krankenhausaufenthalte: Die Bundesregierung nennt die Corona-Lage in Deutschland ernst. Die gute Nachricht sei aber, dass man noch gegensteuern könne, so Regierungssprecher Seibert.

12.10.2020 • 14:13 Uhr

Mehr als 1000 Amtshilfeanträge an die Bundeswehr

Seit Beginn der Pandemie sind bei der Bundeswehr mehr als 1000 Amtshilfegesuche eingegangen. Von den Anträgen, die allein zur Hilfeleistung wegen Covid-19 an die Bundeswehr gestellt wurden, habe die Bundeswehr rund 67 Prozent positiv beantworten können, teilten die Streitkräfte mit. Dabei liege der aktuelle Schwerpunkt bei der Unterstützung von Gesundheitsämtern insbesondere bei der Nachverfolgung von Infektionsketten.

12.10.2020 • 14:09 Uhr

Kommission sieht Fehler bei Corona-Krisenmanagement in Ischgl

Beim umstrittenen Corona-Management im österreichischen Ischgl sind nach Darstellung einer Expertenkommission schwere Fehler passiert. So sei der Betrieb der Skibusse und der Seilbahnen einen Tag später als erforderlich eingestellt worden, sagte der Kommissionsvorsitzende Ronald Rohrer. Die Verkündung der Quarantäne über das Paznauntal durch Bundeskanzler Sebastian Kurz am 13. März hätte aus Sicht der Experten besser vorbereitet werden müssen. Es habe panikartige Reaktionen bei den vielen ausländischen Gästen gegeben. Es habe an der sofortigen Information an die Touristen gefehlt, dass sie über das Wochenende "gestaffelt und kontrolliert" abreisen sollten. Außerdem habe es keinen Evakuierungsplan gegeben.

Für einen oft kolportierten Einfluss der Tourismus- und Seilbahnwirtschaft auf die Entscheidungen der Behörden gebe es keine Anhaltspunkte. Als positiv und angemessen wertete die Kommission, die anfängliche Reaktion der Behörden nach Bekanntwerden der ersten Fälle mit Bezug zu Ischgl um den 3. März. Die Kommission hatte für den Bericht insgesamt 53 Menschen befragt.

12.10.2020 • 13:59 Uhr

Vatikan: Corona-Fälle in der Schweizergarde

Im Vatikan sind vier Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde positiv auf das Coronavirus getestet worden und haben Symptome. Das bestätigte Vatikansprecher Matteo Bruni. Die bunt uniformierten Wachen schützen Papst Franziskus (83) und seine Residenz. Außerdem habe es in den vergangenen Wochen drei andere Corona-Fälle in dem kleinen Kirchenstaat gegeben.

Die vier infizierten Wachleute seien isoliert worden, schrieb der Sprecher. Weitere Überprüfungen von Kontaktpersonen liefen, nachdem die Fälle am Wochenende aufgefallen seien. Wie die Nachrichtenagentur Ansa zuvor unter Berufung auf den Schweizer Sender SRF berichtet hatte, wurden die Anti-Corona-Vorkehrungen im Vatikan in einer Anweisung verschärft.

12.10.2020 • 13:52 Uhr

Seibert weist Begriff "Panikmache" zurück

Regierungssprecher Steffen Seibert hat im Zusammenhang mit der Corona-Politik den Begriff "Panikmache" zurückgewiesen. Er sei ganz gegen diesen Begriff. Er kenne niemanden in der Bundesregierung, der Panik mache. "Wir beschreiben eine Situation, die wir für ernst halten, von der wir auch überzeugt sind, dass es Gegenmittel gibt", sagte er. Man werbe dafür und ergreife im Rahmen der Möglichkeiten des Bundes Gegenmittel. "Das hat mit Panikmache nichts zu tun, nichts mit Angstmache, sondern mit der realistischen und ernsten Beschreibung einer Situation", sagte Seibert.

Er verteidigte den Blick auf die Zahl der täglich festgestellten Neuinfektionen. Von dieser Zahl hänge ab, ob die Gesundheitsämter in der Lage seien, die Kontaktverfolgung aufrechtzuerhalten.

12.10.2020 • 13:49 Uhr

Ab 22 Uhr kein Alkoholausschank mehr in München

Wegen steigender Corona-Zahlen in München schränkt die Stadtverwaltung nun den Alkoholausschank ein. Ab Mittwoch darf in Wirtshäusern und anderen Gaststätten nach 22.00 Uhr kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden, wie das Rathaus nach einer Krisensitzung der Stadtspitze mitteilte.

Am nächsten Wochenende gilt an mehreren bekannten Treffpunkten auch wieder ein abendliches Freiluft-Trinkverbot. In der Innenstadt müssen Fußgänger auf dem Marienplatz, am Stachus und einigen weiteren Örtlichkeiten wieder Masken tragen. Private Treffen sind noch zu maximal fünft erlaubt. Das soll bis zum 27. Oktober gelten.

12.10.2020 • 13:43 Uhr

Hohes Vertrauen in Zeitungen und Öffentlich-Rechtliche

Die Deutschen vertrauen bei der Berichterstattung über die Corona-Pandemie vor allem den öffentlich-rechtlichen Sendern und den Tageszeitungen. Die Boulevardpresse und soziale Medien werden zu großen Teilen als "weniger glaubwürdig" beurteilt, wie eine heute veröffentlichte repräsentative Studie im Auftrag des WDR ergab. Insgesamt habe die Glaubwürdigkeit der Medien unter den Befragten mit 67 Prozent einen Höchstwert erreicht. "Die Studie ist ein sehr gutes Zeugnis für die deutsche Gesellschaft und ihr Mediensystem", sagte der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant, Tom Buhrow.

Den Ergebnissen zufolge beurteilen 82 Prozent der Befragten die Corona-Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen als gut oder sehr gut. Beim öffentlich-rechtlichen Radio lag der Wert bei 74 Prozent. Auch die Berichterstattung von Tageszeitungen werde mit 68 Prozent überwiegend positiv bewertet, ebenso wie die Internetangebote der öffentlich-rechtlichen Sender (56 Prozent).

Mit 33 Prozent weniger gut bewertet werde hingegen die Corona-Berichterstattung der Boulevardpresse. Nur elf Prozent der Befragten beurteilten die Leistung als gut oder sehr gut. Für die Studie befragte Infratest dimap vom 23. September bis 5. Oktober insgesamt 1.001 Wahlberechtigte in Deutschland. Insgesamt beurteilten die Befragten die Glaubwürdigkeit der deutschen Medien mit 67 Prozent so hoch wie noch nie seit dem Beginn der Studienreihe 2015.

12.10.2020 • 13:39 Uhr

Beherbergungsverbot wird Thema bei Bund-Länder-Treffen

Das umstrittene Beherbergungsverbot wird nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch Thema bei den Beratungen der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sein. Seibert verwies zugleich darauf, dass es sich dabei um Regelungen der Bundesländer handele. Die Bundeskanzlerin werde sich die Argumente aller Seiten anhören. Dann werde man darüber zu diskutieren haben, was im Sinne der Hauptaufgabe, das Infektionsgeschehen nicht außer Kontrolle geraten zu lassen, das richtige Vorgehen sei.

12.10.2020 • 13:36 Uhr

Riesiger Andrang für "Kreuzfahrten nach Nirgendwo"

Erst vor wenigen Tagen hat der Tourismusverband von Singapur wegen der Corona-Pandemie eine neue Art von Kreuzfahrten angekündigt - nämlich Reisen mit Luxuslinern ohne Zwischenstopp und Landgänge. Nun hat die Reederei Genting Cruise Lines innerhalb von fünf Tagen bereits 6000 Buchungen für die mehrtägigen "Kreuzfahrten nach Nirgendwo" erhalten, wie die Zeitung "Straits Times" unter Berufung auf das Unternehmen berichtete. Die Telefone hätten nicht mehr still gestanden.

Dank Gourmet-Mahlzeiten und umfassenden Outdoor-Aktivitäten handele es sich für die Gäste um ein komplettes Urlaubsangebot: "Das Schiff selbst ist die Destination", sagte Vertriebsleiter Michael Goh.

12.10.2020 • 13:32 Uhr

Wer hier lebt, benötigt einen negativen Test zum Reisen

Wer in einer Stadt wohnt, die den Corona-Warnwert von 50 übersteigt, benötigt für einen Urlaub in den meisten Bundesländern einen negativen Corona-Test - sonst gilt ein Beherbergungsverbot. Welche Städte betrifft das? Ein Überblick.

12.10.2020 • 13:17 Uhr

Sylter Partygäste werden getestet

Nach einer Party in einer Sylter Bar, auf der auch ein Corona-infizierten Mann war, haben sich 102 Gäste beim Gesundheitsamt gemeldet. "Davon ist der Großteil Sylter", sagte eine Sprecherin des Kreises Nordfriesland. 83 der 102 Personen stammen von der Insel. Sie sollten voraussichtlich noch heute getestet werden. Ergebnisse werden am Mittwoch erwartet. Für die übrigen Gäste sind deren örtliche Gesundheitsämter zuständig.

Nach Angaben des Gesundheitsamtes in Husum hatte der Infizierte vor dem Auftreten erster Symptome und einem Test das "American Bistro" in Westerland besucht. Nach seiner Erinnerung seien dort in der Nacht zum 4. Oktober 70 bis 100 Menschen anwesend gewesen.

Die Bar selbst ist derzeit freiwillig geschlossen, wie die Sprecherin sagte. Die Gäste hatten dort die Möglichkeit, sich per QR-Code einzutragen. Rückmeldungen mehrerer Gäste zufolge gab es dabei aber Probleme.

12.10.2020 • 13:10 Uhr

Erneut mehr als 250 Corona-Tote im Iran

Im Iran sind den zweiten Tag in Folge mehr als 250 Menschen mit dem Coronavirus gestorben. Nach 251 am Sonntag gemeldeten Todesfällen meldete das Gesundheitsministerium heute 272 mit oder an dem Virus gestorbene Menschen. Eine Sprecherin teilte zudem die höchste Zahl an einem Tag neu registrierter Fälle mit, 4206 nach 3822 am Sonntag. Der Iran hat 80 Millionen Einwohner.

12.10.2020 • 13:07 Uhr

Religionsvertreter haben Vorrang bei Impfung in Indonesien

Indonesien will noch in diesem Jahr mit einer Impfkampagne gegen das Coronavirus beginnen. Als erster Impfstoff sollen Mittel der chinesischen Pharmafirmen CanSino Biologics und Sinovac eingesetzt werden, wie die regierungsnahe indonesische Nachrichtenagentur Antaranews berichtete.

Zu den ersten, die gegen Corona geimpft werden sollen, gehören neben Ärzten, Krankenpflegern, Soldaten und Polizisten auch religiöse Führer. Das hatte Präsident Joko Widodo vergangene Woche angeordnet. Bereits Anfang Oktober hatte der Vizepräsident und angesehene islamische Kleriker Ma’ruf Amin erklärt, dass ein Corona-Impfstoff nicht den Reinheitskriterien des Islam entsprechen müsse.

12.10.2020 • 12:35 Uhr

Verband: Gesundheitsämter an Überlastungsgrenze

Ute Teichert vom Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitswesens sieht die Gesundheitsämter angesichts steigender Corona-Neuinfektionen an der Überlastungsgrenze. Teichert sagte bei SWR Aktuell: "Vor allem da, wo die Zahlen der Neuinfektionen in die Höhe schießen, ist es ein großes Problem." Es fehle an Personal in den Gesundheitsämtern, um die Kontakte Infizierter zu ermitteln.

Teichert unterstützt es, Freiwillige für die Kontaktverfolgung einzusetzen. Allerdings sei die Situation jetzt eine Andere, als zu Beginn der Pandemie: "Da hatten wir einen Lockdown. Viele Menschen waren nicht an ihrem Arbeitsplatz und haben sich freiwillig bereiterklärt, im Gesundheitsamt auszuhelfen, auch Medizinstudierende, die jetzt wieder in ihrem Studium sind." Dadurch sei die Zahl der Menschen, die in Frage kommen, jetzt geringer.

12.10.2020 • 12:20 Uhr

Hausärzte sprechen von Ressourcenverschwendung und Chaos

Die innerdeutschen Reisebeschränkungen führen dem Deutschen Hausärzteverband zufolge zu einer Ressourcenverschwendung. Die Praxen seien mit der Versorgung ihrer Patienten derzeit voll ausgelastet, sagte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt. "Hinzu kommen jetzt Familien, die zurecht in den Urlaub fahren wollen, und um schnelle Corona-Tests bitten." Das sei nachvollziehbar - doch steige damit nicht nur das Ansteckungsrisiko in den Praxen, es gebe dafür auch kaum Kapazitäten, weder personell noch hinsichtlich der Tests.

"Vielen Landesregierenden scheint es nicht bewusst oder sogar egal zu sein, dass wir die Test-Kapazitäten dringend für unsere Patienten, vornehmlich natürlich die Risikopatienten, sowie Mitarbeitende im Gesundheitswesen brauchen", so Weigeldt. "Es braucht dringend einheitliche Bund-Länder-Strategien, insbesondere zum Umgang mit Hotspots und Testungen", fordert Weigeldt. Derzeit werde die Verantwortung auf Ärzte und Hoteliers abgewälzt. Dabei habe man in den Praxen "keine Ressourcen übrig, um Ordnung in das Chaos zu bringen, das hier gerade angerichtet wird!"

12.10.2020 • 11:36 Uhr

Wie ist die Situation in China?

In China ist in vielen Lebensbereichen Normalität zurückgekehrt. Offiziell gibt es kaum noch Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Über die Ursprünge des Erregers schweigt die Staatsführung aber.

12.10.2020 • 11:15 Uhr

WHO: "Lockdowns machen die Armen ärmer"

Der Sondergesandte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Covid-19, David Nabarro, hat an Staats- und Regierungschefs der Welt appelliert, Lockdowns nicht als primäres Mittel zur Kontrolle des Coronavirus einzusetzen. "Lockdowns haben nur eine Konsequenz, die man niemals herabsetzen darf, und die ist, dass sie arme Menschen sehr viel ärmer machen", sagte Nabarro in einem Interview mit der britischen Zeitschrift "Spectator".

Eine Verdopplung der weltweiten Armut sowie mindestens eine Verdopplung der Mangelernährung bei Kindern hält der WHO-Experte demnach für realistisch. Die Lockdowns und die mit ihnen verbundenen wirtschaftlichen Schäden seien "eine schreckliche globale Katastrophe". Regierungen müssten bessere Systeme finden, mit der Pandemie umzugehen, so Nabarro.

12.10.2020 • 11:08 Uhr

Aktuelle Corona-Hotspots in Deutschland

Wird in einem Zeitraum von sieben Tagen der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten, müssen Kommunen lokale Beschränkungskonzepte beschließen.

Städte/Landkreise mit höchstem Inzidenzwert (RKI; Stand 12.10, 0.00 Uhr)

  • 1. Berlin-Neukölln (142,3)
  • 2. Berlin-Mitte (106,1)
  • 3. Herne (86,3)
  • 4. Berlin-Tempelhof-Schöneberg (85,4)
  • 5. Cloppenburg (81,4)
  • 6. Bremen (79,5)
  • 7. Offenbach (77,4)
  • 8. Esslingen (74,4)
  • 9. Hagen (72,6)
  • 10. Regen (72,3)

Insgesamt liegen laut RKI 30 Städte/Landkreise über dem 50er-Wert.

12.10.2020 • 10:24 Uhr

Metallindustrie erholt sich nur langsam

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie arbeitet sich nur langsam aus dem Corona-Tief heraus. Die Branche habe zwar einen ersten Schritt aus der Krise heraus getan, "die Rückkehr zum Vorkrisenniveau wird aber länger dauern als erhofft", sagt Hauptgeschäftsführer Oliver Zander vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Bei der Produktion liege die Branche in den ersten acht Monaten rund 19 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Beim Umsatz erwarten laut Gesamtmetall-Umfrage 72 Prozent der Unternehmen für 2020 einen Rückgang - und zwar im Durchschnitt um 23 Prozent.

12.10.2020 • 10:20 Uhr

Lehrerverband warnt vor Corona-Hotspot Schule

Der Präsident der Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, warnt davor, dass sich die Schulen zu Corona-Hotspots entwickeln könnten. Infektionen gingen inzwischen auch von Schulen und Schülern aus, sagt er der "Passauer Neuen Presse". Die von manchen Politikern ständig wiederholte Behauptung, die bislang wenigen Infektionen würden hauptsächlich von außen in die Schulen getragen, lasse sich "nicht mehr aufrechterhalten". Es gebe eine Reihe von Fällen, bei denen tatsächlich das Infektionsgeschehen von Schulen und Schülern ausgehe.

Dennoch sei er gegen eine bundesweite Maskenpflicht im Unterricht, sagte der frühere Gymnasialrektor. Er sei dafür, derartige Maßnahmen nicht flächendeckend zu verfügen, sondern sie am Geschehen in der Region und auch am Alter der Kinder auszurichten. Kinder unter zehn Jahren seien weniger an der Weitergabe von Infektionen beteiligt als Oberstufenschüler. Eine Maskenpflicht auch im Klassenzimmer für ältere Schüler ab bestimmten Grenzwerten halte er für richtig.

12.10.2020 • 10:17 Uhr

Mehrheit befürchtet 2021 weitere Corona-Welle

Die Mehrheit der Bundesbürger geht auch für das Jahr 2021 nicht von einem echten Abflauen der Infektionszahlen aus. Das ergab eine Umfrage im Auftrag der Ergo-Versicherung. Demnach bejahten 60 Prozent der Befragten "voll" oder "eher", dass sie Sorge vor einer weiteren Corona-Welle im kommenden Jahr haben.

Am verbreitetsten sind die Bedenken unter den 18- bis 30-Jährigen mit 70 Prozent, am wenigsten sorgen sich die 31- bis 40-Jährigen (54 Prozent). Gleichzeitig gaben 91 Prozent der Befragten an, sich an die Verhaltensregeln zum Infektionsschutz zu halten. Für die Online-Umfrage wurden den Angaben zufolge vom 11. bis 18. September 1000 Menschen ab 18 Jahren vom Marktforschungsinstitut "Heute und Morgen" befragt.

12.10.2020 • 10:16 Uhr

Lokale Lockdowns in Frankreich möglich

Der starke Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Frankreich könnte zeitnah neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit sich bringen - zumindest auf lokaler Basis. "Nichts darf ausgeschlossen werden", sagte Frankreichs Premierminister Jean Castex gegenüber France Info.

In mehreren Städten Frankreichs, darunter Paris, Marseille, Lyon und Lille, gilt bereits die höchste Corona-Warnstufe. Dort mussten Bars und gastronomische Betriebe, die keine Speisen anbieten, für zwei Wochen schließen. Am Samstag waren im Land 26.896 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden - so viele wie noch nie zuvor.

12.10.2020 • 09:04 Uhr

Kipping: Gewerkschaften bei Verteilung von Impfstoff einbeziehen

Die Linkspartei hat die Einbeziehung von Gewerkschaften und Sozialverbänden in die Entscheidung darüber gefordert, welche Bevölkerungsgruppen zuerst gegen Corona geimpft werden sollten. Ihre Parteivorsitzende Katja Kipping sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", es müssten rasch transparente Kriterien für die Impfstoffverteilung geschaffen werden.

Kipping sagte, es könne gelingen, dass Deutschland gut aus der Pandemie herauskomme, "wenn wir ein Höchstmaß an Vertrauen und Verständnis in dieser Verteilungsdiskussion erreichen können". Sie nannte medizinisches Personal und ältere sowie vorerkrankte Menschen als Gruppen, die vorrangig geimpft werden sollten.

12.10.2020 • 09:00 Uhr

Ifo-Institut: "Zahlen nicht vergleichbar mit dem Frühjahr"

Die steigende Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Deutschland ist nach Berechnungen des Ifo-Instituts auf mehr Ansteckungen zurückzuführen, aber auch auf zusätzliche Tests. "Die Zahlen vom Oktober können nicht direkt mit denen vom April verglichen werden", sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest. Deshalb sollten Politik und Wirtschaft weder mit zu rigiden Beschränkungen noch mit zu laxen Maßnahmen reagieren. Nötig seien Beschränkungen, die wirtschaftliche Aktivität ermöglichen, statt sie zu verhindern. "Wäre im April so viel getestet worden wie heute, dann wären damals auf dem Höhepunkt gut 10.000 Fälle mehr entdeckt worden."

12.10.2020 • 08:38 Uhr

Lehrerverband empfiehlt Decken im Klassenzimmer

Der Deutsche Philologenverband stimmt Lehrer und Schüler auf kalte Klassenzimmer in den kommenden Monaten ein. In der Corona-Pandemie sei richtiges Lüften "das A und O", um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, sagte Verbandschefin Susanne Lin-Klitzing der "Bild"-Zeitung. "Für die kalten Monate werden jetzt Pullover, Schals und Decken zur Grundausstattung der Schülerinnen und Schüler gehören."

Alle Fenster offen in einer Schule  | picture alliance / Wolfram Stein

"Lüften ist das A und O im Winter", empfiehlt der Lehrerverband. Decken und Schals sollen gegen die Kälte helfen. Bild: picture alliance / Wolfram Stein

12.10.2020 • 08:03 Uhr

Bericht zum Krisenmanagement in Ischgl

Haben die Tiroler Behörden die Coronagefahr in Ischgl im Frühjahr bewusst heruntergespielt? Dieser Frage gingen Ermittler in den vergangenen Monaten nach. Heute stellen sie ihren Bericht vor.

12.10.2020 • 07:44 Uhr

Entspannung in Südkorea

Südkorea hat einen moderaten Anstieg der Corona-Neuinfektionen von 97 Fällen gemeldet. Zugleich traten Lockerungen der Abstandsregeln in Kraft. So dürfen Unternehmen mit höherem Risiko wie Nachtclubs und Karaoke-Bars wieder öffnen, sofern sie sich an Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen von Masken halten und Gästelisten führen. Auch im Profisport werden wieder Zuschauer erlaubt. Allerdings dürfen zunächst nur 30 Prozent der Sitzplätze in einem Stadion gefüllt werden.

Von den 97 Neuinfektionen betreffen 63 den dicht besiedelten Großraum Seoul, wo die Hälfte der 51 Millionen Bewohner des Landes lebt.

12.10.2020 • 07:29 Uhr

Giffey: "Viele junge Menschen nehmen Rücksicht"

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat davor gewarnt, junge Menschen pauschal wegen des starken Anstiegs der Corona-Fallzahlen zu verurteilen. Man dürfe nicht Alt gegen Jung ausspielen, sehr viele junge Leute verhielten sich besonnen und vernünftig, sagte die SPD-Politikerin, die auch Jugend- und Seniorenministerin ist, im ARD-Morgenmagazin mit Blick auf feierwillige junge Leute. "Die Grenze geht nicht zwischen Alt und Jung, sondern zwischen vernünftig und unvernünftig", fügte sie hinzu. Wenn es massive Verstöße gegen Corona-Beschränkungen gebe, müsse das Konsequenzen haben, unabhängig davon, wie alt die Menschen seien.

12.10.2020 • 06:44 Uhr

Millionenmetropole Qingdao startet Massentest

Die ostchinesische Küstenmetropole Qingdao will seine gesamte Bevölkerung von mehr als neun Millionen Menschen auf das Coronavirus testen. Das teilte die lokale Gesundheitskommission mit, nachdem über das Wochenende ein Dutzend neuer Infektionen aufgetreten waren, die zum größten Teil im Zusammenhang mit einem Krankenhaus stünden.  Unmittelbar nachdem die ersten Infektionen festgestellt wurden, seien bereits mehr als 140.000 Menschen vor allem im Gesundheitssektor getestet worden. "Die gesamte Stadt wird innerhalb von fünf Tagen getestet", teilte die Behörde mit. 

Zuletzt wurden in China nur noch importierte Infektionen aus dem Ausland gemeldet. Mit strengen Maßnahmen wie der Abriegelung von Millionenstädten, strikter Isolation und Einreisesperren hat China das Virus unter Kontrolle gebracht. Allerdings gab es in den letzten Monaten wie nun auch in Qingdao einige lokal begrenzte Ausbrüche, die aber schnell wieder eingedämmt wurden. Auch in diesen Fällen waren Massentests angeordnet worden. 

12.10.2020 • 06:26 Uhr

Duisburg übersteigt Corona-Warnstufe

Duisburg hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Wie aus den Angaben des Robert Koch-Instituts vom Morgen hervorgeht, liegt der Wert bei 50,1 (Datenstand 12.10., 0.00 Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben die Gesundheitsämter in der Stadt 3251 nachweisliche Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet. Am Sonntag hatte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) einheitliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Corona-Hotspots angekündigt.

12.10.2020 • 06:22 Uhr

München überschreitet erneut Corona-Warnstufe

Trotz verschärfter Corona-Regeln hat die Stadt München erneut die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Wie aus den Angaben des Robert Koch-Instituts vom Morgen hervorgeht, liegt der Wert bei 50,6 (Datenstand 12.10., Mitternacht). Auch die Landkreise Regen und Fürstenfeldbruck sowie die Städte Memmingen und Rosenheim in Bayern übersteigen derzeit den kritischen Wert.

München hatte bereits den Corona-Warnwert überschritten und in der Folge verschärfte Corona-Regeln umgesetzt. Der Stadt zufolge bleiben bis einschließlich Donnerstag Treffen im privaten und öffentlichen Raum sowie in der Gastronomie nur in Gruppen von maximal zehn Personen gestattet.

12.10.2020 • 05:43 Uhr

Neuseeland sichert sich Pfizer-BioNTech-Impfstoff

Die neuseeländische Regierung sichert sich den Corona-Impfstoffkandidaten von BioNTech und Pfizer. Rund 1,5 Millionen Dosen der experimentellen Impfstoffes des US-Pharmaunternehmens in Zusammenarbeit mit dem deutschen Hersteller sollen voraussichtlich bereits im ersten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, teilt die Regierung in Wellington mit. Dies sei ausreichend, um mit der Zweifach-Impfung 750.000 Menschen zu schützen. Verhandlungen mit weiteren Pharmaunternehmen über zusätzliche Dosen zur Impfversorgung aller rund fünf Millionen Einwohner würden fortgesetzt.

12.10.2020 • 05:17 Uhr

2467 Neuinfektionen und sechs weitere Todesfälle

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 2467 Neuinfektionen in Deutschland. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle binnen 24 Stunden auf 325.331. Die Zahl der an oder mit dem Virus verstorbenen Menschen klettert um sechs auf 9621. Zuletzt waren mehrere Tage in Folge jeweils mehr als 4000 neue Infektionsfälle registriert worden. Allerdings fallen die Daten am Wochenende häufig niedriger aus als während der Woche, da die Gesundheitsämter dann oft nicht alle Daten an das RKI übermitteln.

12.10.2020 • 04:08 Uhr

Coronavirus bis zu 28 Tage auf glatten Oberflächen infektiös

Nach Ergebnissen einer Studie der australischen Forschungseinrichtung CSIRO kann das neuartige Coronavirus länger als Grippeviren auf glatten Oberflächen überleben. Der Covid-19-Erreger könne bei 20 Grad bis zu 28 Tage beispielsweise auf Banknoten oder Glas ansteckend bleiben, heißt es in der im "Virology Journal" veröffentlichten Studie. Der Grippe-Erreger Influenza-A überlebe im Vergleich 17 Tage.

12.10.2020 • 03:04 Uhr

Liverpool verschärft Lockdown

In der Stadt Liverpool wird infolge steigender Corona-Fallzahlen die höchste von drei Alarmstufen ausgerufen. "Pubs und Bars, Wettbüros, Casinos und Spielhallen sowie Fitnessstudios werden geschlossen", teilt Bürgermeister Steve Rotheram mit.

12.10.2020 • 00:58 Uhr

Städte- und Gemeindebund will Corona-Kontrollen an Privatfirmen übertragen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund will die Kontrollen zu den Corona-Auflagen auf private Sicherheitsfirmen übertragen. Die Ordnungsämter hätten nicht genügend Kapazitäten für die "dringend nötigen massenhaften Corona-Kontrollen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Bild"-Zeitung. Deshalb sollten zertifizierte private Sicherheitsunternehmen dafür herangezogen werden. Dies sei im Rahmen der "Beleihung mit hoheitlichen Aufgaben" möglich. 

Die Mitarbeiter der privaten Dienste könnten dann "in die Uniformen der Ordnungsämter schlüpfen und die Kontrollaufgaben übernehmen", sagte Landsberg. Als Beispiel für solche "Beleihungen" nannte er TÜV-Prüfer und Schornsteinfeger, die für den Staat hoheitliche Aufgaben übernehmen. Die Beauftragung privater Unternehmen mit den Corona-Kontrollen sei "mit geringem juristischen Aufwand in den Ländern kurzfristig hinzubekommen". Bundesweit schätzt Landsberg den zusätzlichen Finanzierungsaufwand für die Corona-Kontrollen auf etwa eine Milliarde Euro.

12.10.2020 • 00:43 Uhr

Großbritannien führt neue Warnstufen ein

Der britische Premierminister Boris Johnson gibt ein neues dreistufiges Corona-Warnsystem bekannt. Mit den Alarmstufen sollen Beschränkungen für verschiedene Teile Englands besser angepasst werden. "Unser Hauptaugenmerk lag immer darauf, Leben und Lebensgrundlagen zu schützen und gleichzeitig die Ausbreitung des Virus zu kontrollieren. Diese Maßnahmen werden dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen", sagt ein Regierungssprecher. Nordengland ist derzeit besonders stark von einem erneuten Anstieg der Infektionen betroffen.

11.10.2020 • 23:51 Uhr

Slowakei führt Maskenpflicht in der Öffentlichkeit ein

Die Slowakei will kommenden Donnerstag neue Einschränkungen in Kraft setzen. Dazu gehört das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit und Obergrenzen für die Teilnehmerzahl gemeinsamer Unternehmungen, kündigt Gesundheitsminister Marek Krajci an.

11.10.2020 • 23:41 Uhr

Weitere Städte in Frankreich rufen höchste Warnstufe aus

Zwei weitere französische Städte haben wegen der Ausbreitung des Coronavirus die höchste Warnstufe ausgerufen. In Montpellier und den umliegenden Gemeinden im Süden Frankreichs sollen ab morgen unter anderem Cafés und Bars geschlossen werden, in Toulouse im Südwesten einigten sich die Bürgermeister von Gemeinden und der Präfekt nach Angaben der lokalen Zeitung "La Depeche" auf ähnliche Maßnahmen. In Paris, Marseille, Lyon, Grenoble, Saint-Etienne und Lille gilt bereits die höchste Warnstufe.

Am Samstag hatten die Gesundheitsbehörden beinahe 26.900 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden registriert. Am Sonntag waren es 16.100, jedoch stieg die Rate der positiven Tests auf 11,5 Prozent. Innerhalb der vergangenen Woche kamen 5100 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion ins Krankenhaus, davon 910 Menschen auf die Intensivstation.

11.10.2020 • 22:51 Uhr

In Brasilien binnen 24 Stunden 12.345 Neuinfektionen

In Brasilien erhöht sich die Zahl der Infizierten um 12.345 auf 5.094.982 Fälle. In den vergangenen 24 Stunden seien 290 Menschen gestorben, bei denen das Coronavirus nachgewiesen worden war, teilt das Gesundheitsministerium weiter mit. Damit haben 150.488 Patienten die Ansteckung nicht überlebt.