Ein Mädchen geht in Amman an einer bemalten Wand vorbei. | ANDRE PAIN/EPA-EFE/Shutterstock
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Jordanien verschärft Regeln wieder ++

Stand: 14.09.2020 21:48 Uhr

Ab Donnerstag bleiben in Jordanien Restaurants, Moscheesn und die meisten Schulen zwei Wochen lang geschlossen. Die Zahl der positiv getesteten Schüler hat sich in Bayern übers Wochenende mehr als verdoppelt. Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen.

  • Slowakei stuft Tschechien als Corona-Risikoland ein
  • Mehr als 6000 Neuinfektionen in Frankreich
  • Söder mach Fußball-Fans Hoffnung
  • Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Superspreaderin von Garmisch
  • Gratis-Tests für Reiserückkehrer enden
  • WHO warnt vor Anstieg der Todesfallzahlen im Herbst
14.9.2020 • 21:48 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute beenden wir unseren Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse!

14.9.2020 • 21:37 Uhr

Emirate geben Impfstoff zum Notfallgebrauch für Helfer frei

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben einen Corona-Impfstoff zur eingeschränkten Notfallverwendung freigegeben. Der Impfstoff werde vorerst "für diejenigen zur Verfügung stehen, die am meisten mit Covid-19-Patienten zu tun haben", sagte Gesundheitsminister Abdul Rahman Mohammed Al-Owais. Sie seien durch ihre Arbeit am stärksten gefährdet, sich mit dem Virus zu infizieren. "Die Notfallverwendung des Impfstoffs entspricht voll und ganz den Vorschriften und Gesetzen, die eine schnellere Überprüfung der Genehmigungsverfahren ermöglichen", fügte der Minister hinzu.

Die VAE führen seit Mitte Juli klinische Versuche der Phase III für einen Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinopharm durch. Al-Owais sagte, die Endphase der in den VAE durchgeführten Versuche habe gezeigt, dass der Impfstoff "sicher und wirksam ist und zur Bildung von Antikörpern gegen das Virus geführt hat". Es seien nur einfache und erwartete Nebenwirkungen beobachtet worden, ähnlich denen anderer Impfstoffe.

14.9.2020 • 21:13 Uhr

Jordanien schließt Schulen, Moscheen und Restaurants

Im Kampf gegen das Coronavirus werden in Jordanien Restaurants, Moscheen, Straßenmärkte und die meisten Schulen für zwei Wochen geschlossen bleiben. Diese "präventiven Maßnahmen" sollen ab Donnerstag gelten und dazu beitragen, eine totale Abriegelung zu vermeiden, wie ein Regierungssprecher sagte.

Die meisten Schülerinnen und Schüler sollen dann online unterrichtet werden, Cafés und Restaurants dürfen nur noch liefern oder Essen zur Mitnahme zubereiten. Die Regierung werde außerdem diejenigen bestrafen, die große Versammlungen abhielten, sagte der Sprecher in einer Fernsehansprache. Das gelte auch für Hochzeiten und Beerdigungen, die für den Anstieg der Coronavirus-Fälle mitverantwortlich sein sollen. Wer gegen die neuen Regeln verstoße, müsse daher mit einer 14-tägigen Haftstrafe rechnen.

In den vergangenen Tagen hatte Jordanien jeweils mehr als 200 neue Infektionen und mehrere Todesfälle gemeldet. In dem Königreich sind insgesamt mehr als 5300 Corona-Fälle registriert. Mindestens 26 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Ein junge mit Schutzmaske sitzt in Amman auf einer Stufe | ANDRE PAIN/EPA-EFE/Shutterstock

Bereits im März hatte Jordanien strikte Ausgangssperren verhängt, die aber nach und nach wieder gelockert wurden. Seit Mitte August hat sich die Zahl neuer Fälle fast verdoppelt. Bild: ANDRE PAIN/EPA-EFE/Shutterstock

14.9.2020 • 21:09 Uhr

Zahl der Toten in den USA steigt um 510

Die Zahl der täglichen neuen Virus-Opfer in den USA bleibt hoch. Binnen 24 Stunden gab es nach Angaben der Seuchenschutzbehörde CDC 35.549 Neuinfektionen. Damit stieg deren Zahl auf insgesamt 6,503 Millionen. Es gab zudem 510 weitere Tote, die Gesamtzahl summiert sich damit auf 193.705.

14.9.2020 • 20:40 Uhr

Britische königliche Paläste streichen mehr Stellen

Die Corona-Pandemie zwingt die britischen Royals weiter zum Sparen: Wegen fehlender Einnahmen sind nach Angaben der königlichen Paläste knapp 150 weitere Stellen gefährdet. Mit "tiefem Bedauern" müsse man mitteilen, dass 86 Vollzeitstellen - und damit 145 Betroffene - infolge der Pandemie ihre Jobs verlieren könnten, hieß es in einer Mitteilung der Historic Royal Palaces. Die Stiftung verwaltet neben dem Tower of London etwa den Kensington-Palast und den Kew-Palast und hat bislang mehr als 1100 Beschäftigte.

Die finanziellen Mittel der Stiftung lagen den Angaben zufolge mit zehn Millionen Pfund (umgerechnet rund 10,8 Millionen Euro) in diesem Jahr fast 90 Prozent unter den Erwartungen, da viele Veranstaltungen ausfielen und Eintrittsgelder ausblieben. Zuvor waren bereits Stellenstreichungen beim Royal Collection Trust bekannt geworden, der weitere Schlösser und Kunstwerke im Besitz der britischen Royals verwaltet, unter anderem den Buckingham-Palast. Bis zu 300 der 600 Hausangestellten der Queen könnten Medienberichten zufolge von den Maßnahmen betroffen sein.

14.9.2020 • 20:13 Uhr

Slowakei stuft Tschechien als Corona-Risikoland ein

Die Slowakei hat Tschechien zum Corona-Risikoland erklärt. Wie Außenamts-Staatssekretär Martin Klus nach einer Sitzung des nationalen Corona-Krisenstabes auf Facebook mitteilte, müssen Einreisende aus dem Nachbarland künftig einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder eine mindestens fünftägige Heimquarantäne antreten. Die Vorschrift trete am Freitag in Kraft.

Tschechien und die Slowakei waren bis zum 1. Januar 1993 ein gemeinsamer Staat. Bis heute gibt es zwischen beiden Ländern enge wirtschaftliche und familiäre Bindungen. Für die Nachbarländer Österreich und Ungarn gab die Kommission die Empfehlung aus, nicht notwendige Reisen dorthin zu vermeiden.

Ob die Grenze zum größten Nachbarland Ukraine geschlossen wird, wie vielfach erwartet, sei noch nicht entschieden worden, erklärte Klus. Die 5,4 Millionen Einwohner zählende Slowakei verzeichnete bis Montag 5580 bestätigte Corona-Infektionsfälle und 38 coronabedingte Todesopfer. Damit gehört sie zu den am wenigsten von der Pandemie betroffenen Ländern Europas. Zuletzt sind die täglichen Neuinfektionen aber rasant angestiegen.

14.9.2020 • 19:39 Uhr

Frankreich will Ausgleich für ausgefallene EU-Parlamentssitzungen in Straßburg

Frankreich beharrt auf einem Ausgleich für die wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Sitzungen des EU-Parlaments in Straßburg. Er werde entschlossen für eine "rasche Rückkehr" des Parlaments nach Straßburg sowie für eine "Kompensation" kämpfen, sagte der französische Europastaatsekretär, Clément Beaune. Dafür gebe es bereits "sehr konkrete" Vorschläge.

Es werde nun verschiedenen Ideen nachgegangen, "um sicherzustellen, dass die Europäische Union ihre Verbundenheit mit ihrer Präsenz in Straßburg unmissverständlich unter Beweis stellt", sagte Beaune. Denkbar wäre demnach, dass die geplante Konferenz zur Zukunft Europas teilweise in Straßburg stattfindet.

Die EU-Abgeordneten haben seit dem Ausbruch der Pandemie in Europa nicht mehr in Straßburg getagt. Die Plenarsitzungen der Volksvertretung, die sonst zwölf Mal im Jahr im Elsass abgehalten werden, fanden stattdessen in Brüssel statt.

14.9.2020 • 19:32 Uhr

Airbus-Chef warnt Belegschaft vor Entlassungen

Airbus-Chef Guillaume Faury hat die Belegschaft Berichten zufolge vor einer schwereren und länger als erwartet andauernden Krise gewarnt. Es sei "unwahrscheinlich, dass das freiwillige Ausscheiden aus dem Unternehmen" ausreiche, um 15.000 Arbeitsplätze abzubauen, zitierte unter anderem die französische Wirtschaftszeitung "La Tribune" aus einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Airbus bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, dass am Freitag ein entsprechender Brief Faurys an die Belegschaft gegangen sei - machte aber keinerlei Angaben zum Inhalt. Der Brief sei Teil des ständigen Dialogs zwischen Management und Mitarbeitern, hieß es lediglich. Airbus hatte wegen der Corona-Krise die Produktionspläne gekappt und den Abbau von weltweit 15.000 der rund 90.000 Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte angekündigt. Auch mehrere Tausend Stellen in Deutschland sind von dem Sparplan betroffen.

14.9.2020 • 19:30 Uhr

Traditionelle Thanksgiving-Parade in New York nur online

Die traditionelle Thanksgiving-Parade in New York wird in diesem Jahr nur online stattfinden. Das Spektakel solle diesmal "neu gedacht" werden, teilten die Organisatoren der Kaufhauskette Macy's mit. "Es wird nicht dieselbe Parade werden, die wir kennen", sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. Aber auch bei der Online-Version würden die Menschen "den Geist und die Freude dieses Tags spüren" können.

Normalerweise werden zum Feiertag Thanksgiving im November jedes Jahr riesige Heliumballons mehr als drei Kilometer durch die Straßen der Millionenmetropole getragen. Rund 8000 Tänzer, Fahnenträger, Musiker und Verkleidete nehmen an der Parade teil. Mehr als drei Millionen Zuschauer stehen am Streckenrand, etwa 50 Millionen Menschen schauen das seit mehr als 90 Jahren stattfindende Spektakel im Fernsehen an.

14.9.2020 • 19:22 Uhr

Mehr als 6000 Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der Infizierten um 6158 gestiegen. Die montags veröffentlichten Zahlen sind allerdings meistens auffallend niedrig, da sonntags weniger als an den anderen Wochentagen getestet wird. Im Mittel der vergangenen Woche waren über 8000 Angesteckte pro Tag erfasst worden. Ingesamt liegt die Zahl der Infizierten bei 387.252. Die Zahl der Corona-Toten ist in den vergangenen 24 Stunden um 34 auf 30.950 gestiegen.

14.9.2020 • 18:41 Uhr

Experten: Welt schlecht auf nächste Pandemie vorbereitet

Während die Welt derzeit gegen das Coronavirus kämpft, tut sie nach Ansicht eines internationalen Expertengremiums zu wenig, um sich auf die nächste Pandemie vorzubereiten. Die nächste Pandemie werde "auf jeden Fall" kommen und womöglich noch gefährlicher sein, heißt es in einem Bericht des Global Preparedness Monitoring Board (GPMB) - einem von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Weltbank ins Leben gerufenen internationalen Expertengremium.

"Die Coronavirus-Pandemie stellt einen harten Test für die Bereitschaftsplanung der Welt dar", heißt es in dem Bericht, an dem unter anderem die ehemalige WHO-Chefin Gro Harlem Brundtland mitarbeitete. Sollten nicht die richtigen Lehren daraus gezogen und entsprechend gehandelt werden, "dann wird die nächste Pandemie, die auf jeden Fall kommt, noch verheerender sein".

14.9.2020 • 18:38 Uhr

Datenpanne in Wales

Personenbezogene Daten von 18.105 Einwohnern in Wales, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, wurden versehentlich auf einen öffentlichen Server hochgeladen und waren im August 20 Stunden lang online. Das teilte Public Health Wales mit.

Die Datenschutzverletzung sei auf individuelle menschliche Fehler zurückzuführen, sagte die Behörde für öffentliche Gesundheit und fügte hinzu, sie habe eine externe Untersuchung in Auftrag gegeben und Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.

14.9.2020 • 18:28 Uhr

Schleswig-Holstein erlaubt 25 Prozent Zuschauer in Stadien und Hallen

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat die Beschränkungen der Zuschauerzahlen in Stadien und Sporthallen aufgeweicht. Vom 19. September an dürfen bis zu 25 Prozent aller Zuschauerplätze in Sportstätten belegt werden. Die Hygienekonzepte sollen deshalb angepasst werden. Bisher durften nur maximal 500 Zuschauer zum Fußball, im Handball gab es keine Erlaubnis, Fans in die Hallen zu lassen. Die Regelung gilt nicht nur für Profi-, sondern auch für Amateurvereine im allen Sportarten.

Erste Profivereine sind Fußball-Drittligist VfB Lübeck, der am Samstag auf den 1. FC Saarbrücken trifft, und Fußball-Zweitligist Holstein Kiel, der am Sonntag Bundesliga-Absteiger SC Paderborn erwartet.

Das Stadion von Holstein Kiel | dpa

Im Kieler Holstein-Stadion dürfen künftig mehr als 3700 Zuschauer Platz nehmen. Bild: dpa

14.9.2020 • 18:15 Uhr

Experten gehen von höheren Zahlen in Russland aus

Experten zweifeln an der Zählweise der russischen Behörden bei den Corona-Toten. Der Bevölkerungswissenschaftler Alexej Rakscha verweist dazu auf Daten des staatlichen Statistikinstituts Rosstat, für das er bis vor kurzem gearbeitet hat. Demnach starben in Russland zwischen Mai und Juli 57.800 Menschen mehr als im Durchschnitt des jeweils gleichen Zeitraums in den Jahren zwischen 2015 und 2019.

Die Zahl übertrifft die offiziell genannte Zahl der Corona-Toten für die Monate Mai bis Juli (15.955) um mehr als das Dreifache. Rakscha schließt daraus, dass die Behörden nur einen Teil der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stehen, offiziell gemeldet haben. Er weist die vom russischen Corona-Krisenstab erhobene Behauptung zurück, wonach in Russland die Corona-Sterberate erheblich geringer als in anderen Ländern sein soll.

14.9.2020 • 18:05 Uhr

Werder Bremen plant Fan-Rückkehr

Mit einem detaillierten und 71 Seiten umfassenden Hygienekonzept plant Werder Bremen zum Start der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga die Teil-Rückkehr von Zuschauern. Beim Heimspiel gegen Hertha BSC werden am Samstag 8500 Besucher im Weserstadion sein, die über ein ganz spezielles elektronisches Losverfahren ermittelt werden.

Um das Zuschaueraufkommen beim Einlass zu kontrollieren, bekommen die Fans jeweils ein individuelles Zeitfenster, in dem sie ins Stadion dürfen. Alle Eintrittskarten sind personalisiert. Das Stadion wird in insgesamt zehn Sektionen eingeteilt, zwischen denen ein Wechsel nicht gestattet ist. Rund 600 Ordner sollen dafür sorgen, dass alles reibungslos verläuft.

14.9.2020 • 17:15 Uhr

Bayern: Zahl der infizierten Schüler verdoppelt

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler hat sich in Bayern übers Wochenende mehr als verdoppelt. Das Kultusministerium in München sprach von 135 infizierten Kindern und Jugendlichen. Vor dem Wochenende waren es 66. Bei den Lehrern gebe es aktuell derzeit 43 Infektionen - ein Fall weniger.

Vier Schulen sind wegen Corona-Infektionen vorübergehend geschlossen: eine Mittelschule in Furth im Wald (Oberpfalz), eine Realschule in Deggendorf (Niederbayern), ein Gymnasium in Würzburg und eine nicht näher benannte Berufsschule.

In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie 150.000 Lehrkräfte. Die Schule läuft nach dem Ende der großen Ferien seit dem 8. September wieder. Noch bis Ende der Woche gilt mit Ausnahme der Grundschulen auch in Klassenzimmern eine Maskenpflicht.

14.9.2020 • 16:38 Uhr

Strengere Regeln bei Alkohol und Feiern in Bordeaux

Im Kampf gegen das Coronavirus haben die Behörden in Bordeaux strengere Regeln verhängt. Private Treffen im Freien seien auf zehn Personen beschränkt, kündigte die Präfektin Fabienne Buccio an. Sie forderte Familien außerdem auf, Familienfeiern wie Hochzeiten auf ebenfalls maximal zehn Personen zu beschränken.

Tanzpartys, Flohmärkte oder Nachbarschaftsfeste seien nicht erlaubt, Schulausflüge abgesagt. Die Behörden haben außerdem den Konsum von Alkohol auf öffentlichen Plätzen in der Stadt verboten.

Eine Bar im französchen Bordeaux. | AFP

Alkohol darf in Bordeaux nur noch in Bars getrunken werden. Bild: AFP

14.9.2020 • 16:34 Uhr

Gratis-Tests für Reiserückkehrer enden

Die Möglichkeiten zu kostenlosen Corona-Tests für alle Reiserückkehrer nach Deutschland werden zum Ende der Ferienzeit eingeschränkt. Reisende, die nicht aus einem Risikogebiet mit hohen Infektionszahlen kommen, haben ab diesem Dienstag keinen Anspruch mehr auf kostenlose Tests.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte: "Für die Urlaubszeit war es wichtig, möglichst alle Reisende auf das Coronavirus zu testen. Mit Blick auf Herbst und Winter konzentrieren wir die Tests jetzt wieder stärker aufs Inland."

14.9.2020 • 16:26 Uhr

Weltbank: Billionenverluste durch Pandemie

Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung eines von WHO und Weltbank gegründeten Gremiums nie da gewesene zerstörerische Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft weltweit. Die Kosten der Pandemie beliefen sich auf mehr als elf Billionen US-Dollar (umgerechnet etwa 9,3 Billionen Euro), bezifferten die Mitglieder des Global Preparedness Monitoring Board (GPMB) in einem Bericht.

14.9.2020 • 15:58 Uhr

Linkspartei hält an Parteitag Ende Oktober fest

Trotz der Corona-Pandemie hält die Linkspartei an ihrem Bundesparteitag Ende Oktober fest. Das Delegiertentreffen in Erfurt solle unter erhöhten Schutzvorkehrungen über die Bühne gehen, sagte Parteichefin Katja Kipping. "Wir gehen bisher davon aus, dass der Parteitag stattfinden kann", sagte die scheidende Vorsitzende. 

Kipping verwies darauf, dass auf dem dreitägigen Delegiertentreffen, das vom 30. Oktober bis 1. November dauert, der Parteivorstand der Linken gewählt werden soll. Es gebe keine Alternative zu einer Präsenzveranstaltung. Eine Briefwahl sei zu kompliziert, bei einer Online-Abstimmung sei das Wahlgeheimnis nicht abgesichert. 

Eine Verkürzung des Parteitages auf einen Tag, wie es die CDU beschlossen hatte, lehnte Kipping dagegen ab.

14.9.2020 • 15:49 Uhr

Studie: Großbritannien steckt in Entlassungswelle

Großbritannien steckt einer Studie zufolge wegen der Corona-Rezession in der größten Entlassungswelle seit vielen Jahren. Mindestens 650.000 Menschen dürften zwischen Juli und Dezember 2020 ihre Jobs verlieren, wie die unabhängige Forschungsorganisation Institute for Employment Studies in London mitteilte. Die angekündigten Entlassungen würden damit mehr als doppelt so hoch ausfallen wie während der Rezession 2008/09 in der Finanzkrise.

Das Institut rät der Regierung zum Gegensteuern - etwa durch die Senkung der Beschäftigungskosten. Auch könnten Branchen und Bereiche, die längerfristig lebensfähig sind, "gezielte" Lohnzuschüsse bekommen. Finanzminister Rishi Sunak widersetzt sich bislang Forderungen nach einer Verlängerung des Corona-Programms zur Jobsicherung, das Ende Oktober auslaufen soll.

14.9.2020 • 15:31 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Superspreaderin

Nach einem schweren Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen ermittelt die Staatsanwaltschaft München II gegen die mutmaßliche Superspreaderin. Dabei gehe es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, sagte Oberstaatsanwältin Andrea Mayer. "Was im Raum steht, ist ein mögliche Verletzung der Quarantänevorschriften." Der "Münchner Merkur" hatte zuerst darüber berichtet.

Eine 26-jährige US-Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, soll trotz Krankheitsanzeichen durch verschiedene Kneipen gezogen sein und dabei mehrere Menschen angesteckt haben. Nach Angaben des Landratsamts hatte sie sich testen lassen. Bis zum Ergebnis hätte sie in Quarantäne bleiben müssen.

Die Frau arbeitete in einem Hotel für US-Streitkräfte und deren Familien. Die Ferienunterkunft wurde am Montag für zwei Wochen geschlossen, nachdem mehrere Beschäftigte positiv getestet wurden, wie das Hotel auf seiner Website mitteilte.

14.9.2020 • 14:50 Uhr

Tschechien lockert Quarantäneregeln - trotz steigender Infektionszahlen

Trotz steigender Corona-Fallzahlen lockert Tschechien seine Quarantänebestimmungen. Wer mit einem Infizierten in Kontakt gekommen ist und keine Symptome zeigt, muss nicht mehr automatisch in häusliche Isolierung, wenn beide Seiten einen Mundschutz getragen haben. Diese Kontaktpersonen müssten vom Dienstag an nur noch ihren Gesundheitszustand beobachten, gab Gesundheitsminister Adam Vojtech bekannt.

In Tschechien steigen die Zahlen seit kurzem wieder rasant an. Doch aus Sicht vieler Kritiker tut die Regierung zu wenig gegen die Ausbreitung. Die deutsche Bundesregierung hatte die Hauptstadtregion Prag vorige Woche zum Risikogebiet erklärt und vor Reisen dorthin gewarnt.

14.9.2020 • 14:27 Uhr

Söder macht Fußball-Fans Hoffnung auf Spiele mit Zuschauern

Die Fußball-Bundesliga darf möglicherweise schon zum Saisonstart am kommenden Wochenende auf Zuschauer in den Stadien hoffen. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sagte in München, man wolle versuchen, noch in dieser Woche einen bundeseinheitlichen Vorschlag für einen "Probebetrieb" mit Fans in den Fußball-Stadien, aber auch in anderen Profi-Sportarten wie Eishockey oder Handball zu vereinbaren. Das Konzept könne unter Umständen schon zum Start der Bundesliga umgesetzt werden.

14.9.2020 • 14:14 Uhr

EU testet Datenaustausch zwischen Corona-Apps

Deutschland, Tschechien, Dänemark, Irland, Italien und Lettland erproben eine Verknüpfung ihrer nationalen Corona-Apps. Dazu habe die EU-Kommission Testläufe für einen Datenaustausch zwischen den einzelnen Servern über eine neue Technologieplattform gestartet, sagt EU-Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton.

Damit sollen Geschäftsreisen und Tourismus in Europa in Zeiten der Pandemie wieder sicherer werden. "Viele Mitgliedsstaaten haben nationale Anwendungen zur Ermittlung von Kontakten und Warnung eingeführt. Es ist nun an der Zeit, sie miteinander interagieren zu lassen", erklärt Breton. Die technische Grundlage für den Datenaustausch wurde von SAP und der Deutschen Telekom aufgebaut.

14.9.2020 • 13:59 Uhr

Corona beschleunigt Abkehr vom Bargeld

In Deutschland ist Bargeld nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel. Doch in der Corona-Krise zahlen laut einer Studie immer mehr Menschen mit Karte oder App. Und andere europäische Länder sind sogar noch weiter.

14.9.2020 • 13:51 Uhr

Bayerische Staatsregierung will weiteres Hilfsprogramm

Corona hat Bayerns Industrie tief getroffen. Deshalb will das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Autohersteller und Zulieferer mit neuen Hilfszahlungen unterstützen. 

Die geplante bayerische "Hightech-Agenda" wird laut Söder deutlich beschleunigt - und mit mehr Geld hinterlegt. Es gehe um zusätzliche 900 Millionen Euro, die aus dem vom Landtag bereits bewilligten 20-Milliarden-Euro-Paket zur Bewältigung der Corona-Pandemie kommen sollen.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sieht die Industrie im Freistaat trotz Corona auf dem Weg der Besserung, obwohl immer noch fast zwei von drei Industriebetriebe von Kurzarbeit betroffen seien.

14.9.2020 • 13:37 Uhr

Österreich befindet sich am Beginn der zweiten Infektionswelle

In Österreich besteht seit heute Maskenpflicht in allen Geschäften, öffentlichen Gebäuden und in Schulen außerhalb der Klassenräume. Bisher waren in dem Land nur in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln Schutzmasken vorgeschrieben. Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte am Sonntag erklärt, das Land befinde sich am Beginn der zweiten Corona-Infektionswelle. Zuvor war ein drastischer Anstieg der Infektionszahlen verzeichnet worden.

14.9.2020 • 13:33 Uhr

UN-Kommissarin mahnt Einhaltung der Menschenrechte an

UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet hat für die Corona-Krise verstärkte Beachtung der Menschenrechte angemahnt. Die Pandemie habe vielerorts zu Brüchen von sozialen und politischen Systemen geführt, erklärte sie in ihrer Eröffnungsrede zur 45. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf. Diese Entwicklung sei aber in erster Linie auf die Unterdrückung der Meinungsfreiheit sowie mangelnden Schutz der Menschenrechte in vielen Ländern zurückzuführen.

UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet | AFP

UN-Menschenrechtskommissarin Bachelet sagte zu Beginn der Herbstsitzung des Menschenrechtsrats in Genf: "Eine alarmierende Zahl von Menschenrechtsaktivisten und Journalisten werden nach wie vor eingeschüchtert, angegriffen und getötet." Bild: AFP

14.9.2020 • 12:55 Uhr

Immobilienexperten sehen lebendige Innenstädte in Gefahr

Die Immobilienwirtschaft befürchtet, dass wegen der Corona-Krise in vielen Fußgängerzonen und Handelszentren kleine Einzelnutzer wegbrechen werden. "Die Lebendigkeit der Innenstädte ist bedroht", erklärte der Präsident des Spitzenverbandes ZIA, Andreas Mattner, bei Vorlage des Herbstgutachtens.

Obwohl es bisher noch keine Auswirkung auf die Wohnungsmärkte gibt, erwartet die Geografin Carolin Wandzik, dass künftig wieder mehr Menschen in Umlandgemeinden und gut angebundene Mittelstädte ziehen. "Wenn ich Homeoffice und mobiles Arbeiten habe, spielen Pendeldistanzen nicht mehr so eine große Rolle", sagte sie.

14.9.2020 • 12:44 Uhr

Festivals des deutschen Films zieht positive Bilanz

Das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen hat zum Abschluss der 16. Auflage trotz erheblicher Einschränkungen eine insgesamt positive Bilanz gezogen. Die am 26. August gestartete Filmschau habe eine "traumhafte Auslastung von 80 Prozent" verzeichnet, teilten die Veranstalter mit. Zu der durch die Corona-Pandemie erzwungenen "Miniaturausgabe" kamen demnach 15.500 statt der sonst rund 120.000 Gäste. In der parallel stattfindenden Onlineversion des Festivals mit Highlights der vergangenen Jahre wählten die Zuschauer den Thriller "Blaubeerblau" von Regisseur Rainer Kaufmann zum beliebtesten Streifen.

14.9.2020 • 12:23 Uhr

Schulen öffnen wieder in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist das letzte Bundesland, in dem heute die Schule wieder startet. Alle anderen Länder haben bereits mit dem Unterricht in Corona-Zeiten begonnen - mit unterschiedlichen Regeln und Folgen.

14.9.2020 • 12:17 Uhr

Israel verhängt zweiten Lockdown

Die israelische Regierung fährt das öffentliche Leben erneut massiv herunter. So soll eine Überforderung des Gesundheitssystems verhindert werden. Die Opposition spricht von Regierungsversagen, berichtet Benjamin Hammer aus Tel Aviv.

14.9.2020 • 12:09 Uhr

Auflagen in Melbourne leicht gelockert

Die Behörden in der australischen Millionen-Metropole Melbourne haben einen seit sechs Wochen geltenden strikten Corona-Lockdown am Montag leicht gelockert. Aufatmen können vor allem allein lebende Bürgerinnen und Bürger, die bislang von fast jeglichem persönlichen Kontakt mit anderen Menschen abgeschnitten waren. Sie dürfen ab sofort einen sogenannten Bubble Buddy bestimmen - einen Freund oder Verwandten, der zu Besuch kommen darf und mit dem so eine Art Corona-Blase gebildet wird.

Zudem wurde die seit Anfang August geltende nächtliche Ausgangssperre um eine Stunde verkürzt und die Zeit für sportliche Aktivitäten von einer auf zwei Stunden pro Tag verlängert.

14.9.2020 • 12:07 Uhr

Söder erwartet "sehr hohes Bußgeld" für mutmaßliche Superspreaderin

Der Fall einer mutmaßlich als sogenannte Superspreaderin für zahlreiche Corona-Infektionen in Garmisch-Partenkirchen verantwortlichen Frau zeigt nach Überzeugung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), wie sehr "Leichtsinn und Unvernunft Andere gefährden". Söder sagte in einem "Bild"-Talk, er sage "immer wieder, wir müssen die Vernünftigen vor den Unvernünftigen schützen". Bei der Frau gehe es nun möglicherweise um "ein sehr hohes Bußgeld" als Strafe. Die 26 Jahre alte Frau soll trotz Corona-Symptomen und einer Quarantäneanordnung in der vergangenen Woche am Dienstag in Garmisch-Partenkirchen mehrere Lokale besucht haben.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder läuft an einem Kameramann vorbei. | AFP

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kritisiert "Leichtsinn und Unvernunft" in der Corona-Krise Bild: AFP

14.9.2020 • 11:39 Uhr

Mehr als eine Million Corona-Infizierte in Russland

Russland meldet 5509 neue Infektionen und damit insgesamt 1,06 Millionen Ansteckungsfälle. Das ist die weltweit vierthöchste Zahl. Zudem gaben die Behörden 57 weitere Todesfälle bekannt. Die damit gemeldete Gesamtzahl von 18.635 Toten lieg im Vergleich zu der Infektionszahl niedriger als in anderen Staaten.

14.9.2020 • 11:22 Uhr

CDU plant eintägigen Parteitag mit reduzierter Tagesordnung

Die CDU will ihren kommenden Parteitag im Dezember aller Voraussicht nach wegen der Corona-Pandemie auf einen Tag verkürzen. Das Präsidium habe einen Vorschlag von Generalsekretär Paul Ziemiak begrüßt, das einen einen eintägigen Parteitag in Stuttgart mit ausgeklügeltem Hygienekonzept vorsieht, erfuhr die nachrichtenagentur AFP aus Parteikreisen. Noch heute soll dazu ein Beschluss des Bundesvorstands fallen. Die Tagesordnung für das Treffen am 4. Dezember werde stark reduziert: Vorgesehen seien die Rede der scheidenden Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer, eine Aussprache und dann die Wahl der neuen Parteiführung.

14.9.2020 • 10:56 Uhr

Amazon will in Nordamerika 100.000 neue Jobs schaffen

Amazon baut in der Coronavirus-Krise seine Belegschaft in den USA und Kanada im großen Stil aus. Man werde 100.000 neue, reguläre Voll- und Teilzeitstellen schaffen, um die Präsenz in der Fläche zu erweitern, kündigte der Internet-Konzern an. Außerdem eröffne Amazon noch im September 100 neue Betriebsgebäude.

Amazon bietet seinen neuen Mitarbeitern nach eigenen Angaben einen Anfangslohn von mindestens 15 Dollar pro Stunde - mehr als doppelt so viel wie der in den USA bundesweit gültige Mindestlohn von 7,25 Dollar. Allerdings liegt der Mindestlohn in der Amazon-Heimatstadt Seattle für Unternehmen mit 501 Beschäftigten oder mehr bei 16,39 Dollar pro Stunde.

Außerdem lockt das Unternehmen Vollzeitbeschäftigte mit weiteren Zusatzleistungen, darunter Gesundheitsversicherung, Elternzeit sowie eine betriebliche Altersvorsorge.

14.9.2020 • 10:30 Uhr

Ex-Ministerpräsident Berlusconi hat Klinik verlassen

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat nach seiner zehntägigen Corona-Behandlung die Klinik San Raffaele in Mailand verlassen. "Danke, dass ich hier sein darf. Es war die gefährlichste Prüfung meines Lebens", sagte der 83-Jährige. Berlusconi trug Anzug und Krawatte und einen Mund-Nasen-Schutz. "Auch dieses Mal bin ich davongekommen", sagte der Oppositionspolitiker, der von einer beidseitigen Lungenentzündung mit milden Symptomen genesen ist.

14.9.2020 • 10:12 Uhr

Deutsche Wirtschaft: Vorkrisenniveau frühestens 2022 erwartet

Die Konjunktur in Deutschland zieht nach Einschätzung der Bundesregierung eher langsam wieder an. "Der Aufholprozess in der deutschen Wirtschaft hält weiter an, hat sich zuletzt aber abgeschwächt", erklärte das Bundeswirtschaftsministerium in seinem Monatsbericht. "Das Vorkrisenniveau von Ende 2019 dürfte allerdings erst zu Anfang des Jahres 2022 wieder erreicht sein." So lege die Industrieproduktion zwar weiter zu, habe aber an Fahrt verloren. Zudem sei die Lage der Weltkonjunktur aufgrund des unsicheren globalen Infektionsgeschehens rund um das Coronavirus nach wie vor schwierig.

14.9.2020 • 09:29 Uhr

In deutschen Lagerhäusern türmt sich medizinisches Gerät

Masken und Beatmungsgeräte, zu Beginn der Corona-Pandemie dringend benötigt, nehmen derzeit vielerort nur Platz weg. Wohin damit?

14.9.2020 • 09:20 Uhr

WHO warnt vor Anstieg der Todesfallzahlen im Herbst

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet mit einer Zunahme der täglichen Corona-Todesfälle in Europa im Oktober und November. "Es wird härter werden", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, der Nachrichtenagentur AFP. Derzeit steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus in Europa an, die Zahl der täglichen Todesfälle ist hingegen bisher relativ stabil geblieben.

Die Welt wolle derzeit solche schlechten Nachrichten nicht hören, "und ich verstehe das", sagte Kluge. "Doch im Oktober und November werden wir einen Anstieg der Sterblichkeit beobachten". Der in Kopenhagen ansässige WHO-Funktionär warnte davor, zu große Erwartungen in Impfstoffe zu setzen. "Ich höre die ganze Zeit: 'Der Impfstoff wird das Ende der Pandemie sein'. Natürlich nicht!", sagte der Belgier.

Ein Schild in Genf weist auf das Gebäude der WHO hin. | AFP

Ein Schild in Genf weist auf das Gebäude der WHO hin. Allein am Freitag wurden in den 55 Ländern der WHO in  Europa mehr als 51.000 neue Fälle gemeldet - mehr als auf dem bisherigen Höhepunkt der Infektionszahlen im April. Bild: AFP

14.9.2020 • 09:03 Uhr

Berlins Gesundheitssenatorin Kalayci: Kein Grund zur Entwarnung

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci sieht bei der Corona-Pandemie keinen Grund zur Entwarnung. Die international drastisch steigenden Infektionszahlen machten ihr Sorgen, sagte die SPD-Politikerin dem RBB. "Auch in Deutschland haben wir seit Wochen stabil steigende Infektionszahlen." Das gelte ebenfalls für Berlin.

Große Sorgen mache ihr auch, dass gerade bei den Jüngeren die Infektionszahlen in den vergangenen sieben Tagen sehr hoch gewesen seien. Junge Menschen könnten Superspreader sein und die Infektion in die Breite bringen, sagte Kalayci. "Von anderen Ländern wissen wir, dass es sich ganz schnell ändern kann, dass auch die Älteren dann schnell erreicht werden", warnte die Senatorin.

14.9.2020 • 08:35 Uhr

Frankreichs Finanzminister sieht Wirtschaft auf Erholungskurs

Trotz einer hohen Zahl an neuen Corona-Positiv-Tests sieht Finanzminister Bruno Le Maire die französische Wirtschaft auf Erholungskurs. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr möglicherweise nicht so stark fallen wie befürchtet, sagte er dem Fernsehsender France 2. Die Regierung geht bislang von einem Einbruch von elf Prozent aus. Sie hat vor wenigen Tagen ein 100 Milliarden Euro schweres Hilfsprogramm vorgestellt, um die heftige Rezession im Zuge der Coronavirus-Krise abzumildern.

Frankreich gehört zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern Europas. Am Samstag hatte es 10.561 Positiv-Tests gemeldet - so viele wie noch nie an einem Tag seit Ausbruch der Pandemie. Am Samstag war die Zahl der gemeldeten neuen Fälle innerhalb von 24 Stunden auf 7183 gesunken.

14.9.2020 • 08:06 Uhr

Handwerk befürchtet finanzielle Engpässe

Im Handwerk drohen bei vielen Betrieben finanzielle Engpässe. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Die seit Pandemiebeginn bei fast der Hälfte der Betriebe deutlich verschlechterte Eigenkapitalsituation ist ein Warnzeichen. Dieses Alarmzeichen sollten alle sehr ernst nehmen und wirklich alles tun, um einen erneuten Lockdown zu vermeiden."

In einer neuen Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks gaben 42 Prozent der Betriebe an, dass sich ihr Eigenkapital seit Beginn der Pandemie verringert habe. Dies treffe überdurchschnittlich für Betriebe im persönlichen Dienstleistungsbereich wie etwa Friseure zu oder beim gewerblichen Bedarf - wie im Messebau oder im Catering- und Café-Bereich.

14.9.2020 • 07:09 Uhr

Indien meldet 92.071 Neuinfektionen

Indien hat 92.071 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf dem Subkontinent auf 4,85 Millionen, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt liegt damit weltweit hinter den Vereinigten Staaten, meldet aber seit Mitte August täglich mehr Fälle. Die Zahl der Todesfälle sei im Vergleich zur Zahl der Infektionen bisher relativ niedrig gewesen, zeigt aber nach Angaben des Ministeriums einen Aufwärtstrend. Mehr als 1.100 Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an Covid-19 gestorben. Damit habe sich die Gesamtzahl der Todesfälle durch die Krankheit auf 79.722 erhöht.

14.9.2020 • 06:54 Uhr

Erster Schultag nach sechs Monaten Pause in Italien

Nach einem halben Jahr zu Hause können Millionen Kinder und Jugendliche in Italien ab heute wieder zur Schule gehen. Allerdings ist das Land von einem normalen Unterricht noch weit entfernt: Unter anderem besteht Maskenpflicht - dafür wollen die Behörden jeden Tag landesweit kostenlos elf Millionen Masken für Schüler und Lehrer bereitstellen. Regierungschef Giuseppe Conte richtete sich in einer Fernsehansprache an die Schüler: "Danke, Ihr habt den höchsten Preis in dieser Krise gezahlt."

14.9.2020 • 06:28 Uhr

US-Präsident Trump: Wahlkampfauftritt in dichtbesetzter Halle

Entgegen der Vorschriften des US-Bundesstaats Nevada und seiner eigenen Regierung im Kampf gegen das Coronavirus hat US-Präsident Donald Trump eine Wahlkampfveranstaltung in einer Halle abgehalten. Der dicht gedrängten Menge in Henderson, südlich von Las Vegas, sagte Trump am Sonntag, die USA seien kurz davor, das Virus zu besiegen. Bei jedem Besucher wurde die Temperatur gemessen, das Tragen von Masken war nicht verpflichtend. Dass durch die Pandemie beinahe 200.000 US-Bürger gestorben sind und noch immer etwa 1000 am Tag ums Leben kommen, erwähnte Trump nicht.

US-Präsident Trump hält eine Wahlkampfrede in einer vollbesetzten Halle in Nevada. | AFP

US-Präsident Trump hält eine Wahlkampfrede in einer vollbesetzten Halle in Nevada. Es war die erste Veranstaltung seit Juni, die nicht im Freien stattfand. Bis auf die Zuschauer, die direkt hinter dem Rednerpult saßen, trugen nur wenige Besucher eine Maske. Bild: AFP

14.9.2020 • 05:02 Uhr

927 neue Fälle in Deutschland

Deutschland hat 927 neue positive Coronavirus-Tests binnen 24 Stunden verzeichnet. Damit stieg nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 260.355. Zudem habe es einen weiteren Todesfall gegeben. Die Gesamtzahl der Todesfälle beläuft sich nach Angaben des RKI auf 9350.

14.9.2020 • 04:14 Uhr

Neuseeland hebt Beschränkungen mit Ausnahme für Auckland auf

Neuseeland hebt mit Ausnahme für die Stadt Auckland alle Beschränkungen zur Eindämmung des Virus ab dem 21. September auf. Die Maßnahmen für Auckland würden kommende Woche überprüft, sagte Premierministerin Jacinda Ardern. Ab sofort seien alle Abstandsregeln in Passagierflugzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln aufgehoben.

14.9.2020 • 02:25 Uhr

Indien erwägt Notfallgenehmigung für Impfstoff

Die Regierung in Indien erwägt infolge steigender Infektionszahlen eine Beschleunigung des Zulassungsverfahrens für einen möglichen Impfstoff. "Indien erwägt die Notfallgenehmigung einer Covid-19-Impfung", sagte Gesundheitsminister Harsh Vardhan. Insbesondere Senioren und Menschen, die in Umgebungen mit hohem Risiko arbeiten, sollten das Vakzin zuerst erhalten. Der Zeitplan für die letzte Studienphase (Phase-III-Studien) könne durch die Erteilung einer Notfallgenehmigung verkürzt werden. Vardhan betonte jedoch, dass in klinischen Studien keine Abstriche gemacht würden, und dass ein Impfstoff nur dann zur Verfügung gestellt werde, wenn die Regierung seine Sicherheit und Wirksamkeit gewährleisten könne.

14.9.2020 • 01:04 Uhr

415 weitere Todesfälle und knapp 15.000 Neuinfektionen in Brasilien

In Brasilien ist die Zahl der Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden um 415 auf 131.625 gestiegen. Weitere 14.768 Menschen wurden positiv auf das Virus gestestet. Das brasilianische Gesundheitsministerium gab die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen mit 4.330 Millionen an. In Bezug auf die Gesamtzahl der Todesfälle liegt Brasilien direkt hinter den USA. In Lateinamerikas größtem Land hatten sich jedoch in den letzten Wochen neue Fälle und Todesfälle stabilisiert.

14.9.2020 • 00:23 Uhr

Weltweit so viele Neuinfektionen wie nie zuvor

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO haben sich binnen 24 Stunden knapp 308.000 Menschen neu mit dem Virus infiziert - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Die größten Anstiege habe es dabei in Indien, den USA und Brasilien gegeben. Die Zahl der Toten stieg um 5537 auf 917.417.

Über dieses Thema berichtete am 15. September 2020 unter anderem die tagesschau um 09:00 Uhr und tagesschau24 um 17:00 Uhr.