Narren feiern beim größten Thüringer Karnevalsumzug in der Erfurter Altstadt | picture alliance/dpa
Liveblog

Corona-Liveblog ++ Ramelow für Karneval in Thüringen ++

Stand: 11.12.2020 15:47 Uhr

Thüringens Ministerpräsident Ramelow will trotz der Corona-Pandemie Karneval und Weihnachtsmärkte erlauben. Das Gesundheitsministerium prüft die Ausweitung der Testkapazitäten. Die Entwicklungen im Liveblog.

  • Bayern führt befristet Maskenpflicht im Schulunterricht ein
  • Berlin will Maskenpflicht auf Demonstrationen
  • Einige Schulen in NRW wollen an Masken-Auflage festhalten
  • RKI meldet 610 Neuinfektionen und drei weitere Todesfälle
  • Gesundheitsminister Spahn in Bergisch Gladbach angefeindet
  • Corona-Angst nach Zugpanne in Frankreich
31.8.2020 • 17:16 Uhr

Brasilien öffnet bei Touristen beliebte Insel

Das Inselparadies Fernando de Noronha, ein beliebtes Reiseziel Brasiliens, öffnet wieder für Touristen. Allerdings nur für diejenigen, die schon mit Corona infiziert waren. Die neuen Zugangsregeln sollen ab morgen gelten, hieß es auf der Internetseite der Inselgruppe. Demnach muss jeder Reisende außer dem Beleg über die Zahlung der Umweltabgabe nun auch eine Bestätigung über eine überstandene Infektion mit dem Coronavirus vorlegen.

Fernando de Noronha war seit März für Besucher geschlossen. Auch Bewohner, die sich zum Zeitpunkt der Schließung gerade auf dem Festland aufhielten, durften die Insel erst im Juni wieder betreten.

31.8.2020 • 16:42 Uhr

Kinderärzte warnen vor Ansturm auf Praxen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat vor einer Überlastung der Kinderarztpraxen und zu vielen Coronatests im Herbst und Winter gewarnt. In Fällen, in denen der begründete Verdacht auf Corona bestehe, sei ein entsprechender Test sinnvoll, sagte Präsident Thomas Fischbach. "Um die Familie zu informieren, damit sie sich isolieren kann, um die anderen Mitglieder und die Gesellschaft zu schützen." Bei Kindern mit leichten Erkältungsanzeichen ohne konkreten Verdacht sei jedoch eine symptomatische Behandlung ausreichend und sinnvoll. 

Im Herbst und Winter sorgten Infekte der Atemwege für Hochbetrieb in den Kinder- und Jugendarztpraxen. 70 Prozent der 32 Millionen Infektionen entfielen auf diese Zeit, sagte Fischbach mit Verweis auf Daten des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Dazu kämen in diesem Jahr nun die Arztbesuche infolge der Corona-Pandemie.

 

31.8.2020 • 16:27 Uhr

Fast 200 Passagiere nach Urlaubsflug in Quarantäne

Nach einem Flug von der griechischen Insel Zakynthos nach Großbritannien sind alle etwa 200 Passagiere und Crew-Mitglieder in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden. 16 Gäste des Ferienfliegers seien bereits positiv getestet worden, berichtete der Sender BBC. Sieben davon haben sich britischen Gesundheitsexperten zufolge höchstwahrscheinlich an Bord angesteckt.

Auf dem Flug von der Insel Zakynthos nach Cardiff in Wales Ende August sollen laut Beschreibung Mitreisender etliche Passagiere die Corona-Schutzmaßnahmen ignoriert haben. Viele hätten nicht wie vorgeschrieben Masken getragen und die Besatzung sei kaum eingeschritten, hieß es.

31.8.2020 • 16:22 Uhr

Demos in Berlin: Polizei ermittelt auch in den eigenen Reihen

Die Berliner Polizei ermittelt nach den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen auch in den eigenen Reihen wegen Körperverletzung im Amt. Hintergrund sind zwei im Internet aufgetauchte Videos von der Festnahme von zwei Frauen am Samstag im Bereich der Siegessäule, wie die Polizei mitteilte. In dem einen Video soll die Festnahme einer 60-Jährigen zu sehen sein, die von einer Einsatzkraft geschlagen worden sein soll. Das andere Video zeigt demnach wie eine Schwangere von Einsatzkräften zu Boden gebracht und festgenommen wird.

31.8.2020 • 16:17 Uhr

Blick nach Spanien, Italien und Frankreich

Wütender Protest gegen Corona-Maßnahmen - in Spanien, Italien Frankreich ist das kaum vorstellbar. Auch Regierungsgegner erinnern sich nur zu deutlich an die verheerenden Bilder vom Frühjahr. Ein Überblick.

31.8.2020 • 16:05 Uhr

DFB-Präsidium: Pokalspiele vor Zuschauern möglich

Die Spiele im DFB-Pokal können vor Zuschauern ausgetragen werden: Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes beschloss auf seiner Sitzung die dafür erforderlichen Ergänzungen in den Durchführungsbestimmungen zur DFB-Spielordnung. Diese gelten auch für die dritte Liga und die Frauen-Bundesliga.

Die endgültige Zulassung und die Zahl der Zuschauer richten sich demnach nach den regionalen Verfügungslagen und müssen von jedem Verein mit den zuständigen Gesundheitsbehörden individuell vor Ort abgestimmt werden. Somit könnten einige Spiele in der ersten Pokalrunde am zweiten September-Wochenende mit Publikum stattfinden, während andere Partien vor leeren Rängen ausgetragen werden müssen. Definitiv keinen Zugang erhalten bis zum Ende des Jahres Fans des jeweiligen Gastvereins.

31.8.2020 • 15:59 Uhr

Indische Wirtschaft bricht um fast 24 Prozent ein

Indiens Wirtschaftskraft hat im Zuge der Corona-Krise einen massiven Einbruch erlitten. Von April bis Juni ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) angesichts eines strikten Lockdowns um 23,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geschrumpft, wie das Statistikbüro des Landes mitteilte. Es handelt sich demnach für das zweitbevölkerungsreichste Land um den größten Rückgang in einem Quartal seit Beginn der Publikation vierteljährlicher Daten im Jahr 1996.

Der Lockdown hatte die wirtschaftlichen Aktivitäten in der fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt zwischenzeitlich nahezu zum Erliegen gebracht. Millionen Menschen wurden in dieser Zeit arbeitslos.

31.8.2020 • 15:41 Uhr

DFB: Präsidium verabschiedet aktualisiertes Hygienekonzept

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat das im Zusammenspiel mit der Deutschen Fußball Liga aktualisierte Hygienekonzept für die Saison 2020/21 verabschiedet. Der optimierte Leitfaden gilt für den DFB-Pokal, die dritte Liga und die Frauen-Bundesliga.

Im Vergleich zu den vorherigen Versionen gibt es im aktualisierten Hygienekonzept drei Pandemiestufen, an denen sich die definierten Maßnahmen orientieren. Die Abstufung bietet die Möglichkeit zu regionalen Lösungen, die zielgerichtet auf die Gegebenheiten vor Ort eingehen. Zur Bestimmung des jeweiligen Pandemielevels wird an jedem Standort die Sieben-Tage-Inzidenz im eigenen Landkreis und aller angrenzenden Landkreise beziehungsweise kreisfreien Städte herangezogen.

Die DFL will das Hygienekonzept auf ihrer Mitgliederversammlung am kommenden Donnerstag in Frankfurt durch die 36 Profivereine verbindlich für die Bundesliga und zweite Bundesliga festschreiben lassen.

31.8.2020 • 15:35 Uhr

2117 Corona-Fälle bei Tönnies: Fast alle Infektionen im Werk

Beim Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh sind zwischen Anfang Juni und Ende Juli 2117 Angestellte positiv auf das Virus getestet worden. In 90 Prozent ergab sich als Infektionsquelle der Arbeitsplatz, wie aus der Antwort des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der AfD im Landtag hervorgeht. Demnach wurde nur in neun Prozent der Fälle der private Haushalt als Ansteckungsort ausgemacht, in einem Prozent waren es "sonstige" Kontakte. Von den 2117 Infizierten kamen 1970 in Quarantäne. Was aus den übrigen wurde, bleibt im Papier der Landesregierung unklar.

Während des Corona-Ausbruchs hatte es Berichte gegeben, wonach einzelne Arbeiter in ihre Heimatländer ausgereist seien. Verstorben ist nach Erkenntnissen der Landesregierung keiner der infizierten Mitarbeiter. Deutschlands größter Schlachtkonzern Tönnies war in die Schlagzeilen geraten, weil der Betrieb am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück nach einer hohen Zahl von Corona-Infizierten unter den Mitarbeitern den Betrieb etwa vier Wochen stoppen musste.

Die Tönnies-Zentrale am Standort Rheda-Wiedenbrück aus der Vogelperspektive | dpa

Der Tönnies-Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück musste nach einer hohen Zahl von Corona-Infizierten unter den Mitarbeitern den Betrieb etwa vier Wochen lang stoppen. Bild: dpa

31.8.2020 • 15:28 Uhr

Schweden startet Massentest bei Studenten

An der Universität von Umeå hat der bisher größte Massentest Schwedens auf das Coronavirus begonnen. 20.000 Studenten und Mitarbeiter sind aufgerufen, sich in den nächsten Tagen testen zu lassen. In einer Woche soll der Test wiederholt werden. Es gehe darum zu klären, ob regelmäßiger Unterricht auf dem Campus möglich sei, ohne die Ausbreitung des Virus zu beschleunigen, sagte Anders Johansson, Experte für Infektionskrankheiten an der Universität Umeå, dem schwedischen Fernsehsender SVT.

Das Ergebnis werde sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene interessant sein. In letzter Zeit wurden auch in Schweden vermehrt Ansteckungen bei jungen Leuten festgestellt. "Was jetzt bei jüngeren Menschen passiert, wird in wenigen Wochen bei älteren Menschen passieren", so Johansson.

In Schweden wurden bisher 5808 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl erfasster Infektionen lag bei gut 84.000

31.8.2020 • 15:17 Uhr

Gewerkschaft: Angriffe auf Journalisten bei Corona-Demos

Bei den Demonstrationen gegen die Corona-Politik der Bundesregierung am Wochenende in Berlin ist es nach Angaben der Journalistengewerkschaft dju auch zu Angriffen und Bedrohungen gegen Journalisten gekommen. "Die Demonstrationen waren teilweise von Gewalt und Hass gegenüber Journalisten geprägt", sagte Jörg Reichel, Landesgeschäftsführer der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) der ver.di Berlin-Brandenburg. Nach Informationen der Gewerkschaft wurden zwei Redaktionen bedroht, sieben Fernseh-Kamerateams sowie 15 weitere Journalistinnen und Journalisten wurden bedrängt, beleidigt, bespuckt und geschlagen.

Zudem habe es zwei Behinderungen der Pressearbeit durch die Berliner Polizei und die Bundespolizei gegeben.

31.8.2020 • 14:57 Uhr

Ramelow will Karneval und Weihnachtsmärkte erlauben

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow will trotz der Corona-Pandemie Karneval erlauben. "Wir klären das Wie und nicht das Ob", sagte er nach einem Treffen mit dem Thüringer Vorsitzenden des Landesverbandes der Karnevalsvereine. Der Verband habe bereits drei Konzepte erarbeitet und vorgelegt, über die man nun sprechen wolle, sagte Ramelow. "Ich kann mir Karneval vorstellen und ich kann mir Weihnachtsmärkte vorstellen, weil ich mir das Leben vorstellen möchte", machte der Ministerpräsident klar. Das Virus sei gefährlich, daher müsse man vermeiden, was ein leichtfertiges Weitergeben verursachen könne.

Debatten über Weihnachtsmärkte und Karnevalsfeiern in Corona-Zeiten gibt es in mehreren Bundesländern. Es gab auch schon Absagen und geänderte Konzepte.

31.8.2020 • 14:40 Uhr

Pakistanische Christen von Armut bedroht

In Pakistan hat der Corona-Lockdown verheerende wirtschaftliche Auswirkungen auf die christliche Minderheit des islamisch geprägten Landes. 70 Prozent der Christen hätten durch den Stillstand der Wirtschaft in der Krise ihre Arbeit verloren oder drastische Einkommenseinbußen hinnehmen müssen, zitierte der asiatische Pressedienst Ucanews aus einer Studie der christlichen Organisation Pakistan Partnership Initiative (PPI).

Für die Untersuchung führte PPI Interviews mit kirchlichen Organisationen, Geistlichen, Hilfsorganisationen und Gemeindemitgliedern. Demnach mussten in den christlichen Gemeinden 80 Prozent der Geschäfte schließen. 60 Prozent der Christen hätten ihre Ersparnisse aufgebraucht, und 25 Prozent drohe Arbeitsplatzverlust. Besonders getroffen seien Tagelöhner und einfache Arbeiter.

Christen sind in Pakistan eine benachteiligte Minderheit, die auch auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert werden.

31.8.2020 • 14:33 Uhr

Mehrwertsteuersenkung: Deutsche Inflation stagniert

Die Inflation in Deutschland bleibt in der Corona-Krise im Keller. Die Jahresrate lag im August bei 0,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitteilte. Sie sei unter anderem durch die seit 1. Juli geltende Mehrwertsteuersenkung beeinflusst, erklärte die Wiesbadener Behörde. Ökonomen hatten mit einer Jahresteuerungsrate von 0,1 Prozent gerechnet. Im Juli war die Inflation wegen der Mehrwertsteuersenkung mit 0,1 Prozent erstmals seit 2016 negativ.

Die Bundesregierung senkt die Mehrwertsteuer im Kampf gegen die Corona-Rezession bis Ende 2020, um Konsum und Konjunktur anzuschieben. Der reguläre Steuersatz fällt in der Zeit von 19 auf 16 Prozent, der ermäßigte von sieben auf fünf Prozent. Viele Unternehmen haben versprochen, die Senkung voll an die Kunden weiterzugeben.

31.8.2020 • 14:22 Uhr

CDU-Präsidium hält an Bundesparteitag im Dezember fest

Das CDU-Präsidium hält weiter an den Planungen für einen Bundesparteitag im Dezember in Stuttgart fest. Die Mitglieder hätten sich in der Schalte dafür ausgesprochen, den Parteitag trotz der Corona-Krise weiter als Präsenzveranstaltung zu planen, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Hygiene-Regeln, Abstandsgebote und die Nachverfolgung der Kontakte der Teilnehmer hätten bei den Planungen und Gesprächen mit den zuständigen Behörden oberste Priorität.

Dem Bundesvorstand sollen am 14. September Konzepte vorgelegt werden, wie ein verkürzter Parteitag aussehen könnte, hatte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gestern gesagt. Die CDU will auf dem Parteitag einen neuen Vorsitzenden wählen. Danach soll ein Kanzlerkandidat der Union bestimmt werden.

Nach dem geltenden Parteiengesetz ist eine Personalwahl nicht auf einem digitalen Parteitag möglich.

31.8.2020 • 14:04 Uhr

Russland will Impfstoff im September ausliefern

Nach der Freigabe eines Corona-Impfstoffes in Russland sollen größere Mengen des Vakzins in den nächsten Wochen ausgeliefert werden. Die ersten größeren Lieferungen beginnen im September, wie der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko der Staatsagentur Tass zufolge sagte. Im November und Dezember solle dann die maximale Menge bereitstehen. Nach früheren Angaben soll das Vakzin zunächst für den russischen Markt bestimmt sein.

Der russische Impfstoff mit dem Namen "Sputnik V" wurde vor drei Wochen für eine breite Anwendung in der Bevölkerung registriert. Diese Genehmigung erfolgte, bevor die wichtige Testphase 3 überhaupt begonnen hatte. Erst in dieser Phase wird gewöhnlich an sehr vielen Teilnehmern überprüft, ob und wie gut ein Wirkstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt und welche Nebenwirkungen auftreten. Das Vorgehen Moskaus löste international viel Kritik aus.

Kremlchef Wladimir Putin hatte vergangene Woche die frühe Freigabe verteidigt und auf die angebliche Wirksamkeit des Impfstoffes hingewiesen. Bislang konnten internationale Wissenschaftler noch keine Daten zu dem Wirkstoff bewerten.

31.8.2020 • 13:41 Uhr

Bund unterstützt Gastspieltheater mit bis zu 20 Millionen Euro

Gastspiel- und Tournee-Theater sollen bis zu 20 Millionen Euro an Unterstützung vom Bund erhalten. Einzelne Spielstätten können jeweils bis zu 200.000 Euro zur Wiederaufnahme ihres Tourneebetriebs bekommen, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters bekannt gab. In Deutschland gibt es nach ihren Angaben rund 400 Gastspielhäuser ohne eigenes Ensemble.

Das Geld ist Teil des mit einer Milliarde Euro ausgestatteten Corona-Konjunkturprogramms "Neustart Kultur".

31.8.2020 • 13:36 Uhr

EU gibt WHO-Impfstoff-Allianz 400 Millionen Euro

Die Europäische Union will die Impfstoff-Allianz unter Führung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit 400 Millionen Euro unterstützen. Diese Summe werde man zur Verfügung stellen, um auch ärmeren Staaten den Zugang zu einem Impfstoff zu ermöglichen, teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel mit.

Mit der sogenannten Covax-Initiative wollen wohlhabendere Länder gemeinsam einen Impfstoff kaufen, um ihn dann auch an ärmere Staaten weiterzugeben. Geplant ist, rund zwei Milliarden Impfstoff-Einheiten bis Ende 2021 von verschiedenen Herstellern gemeinsam einzukaufen. Damit will man einem "Impfstoff-Nationalismus" vorbeugen.

31.8.2020 • 13:32 Uhr

Falschmeldungen während Demos in Berlin

Wie konnte es zum sogenannten Sturm auf das Reichstagsgebäude in Berlin kommen? Eine Rekonstruktion der Ereignisse zeigt, dass Gerüchte und gezielte Falschmeldungen eine zentrale Rolle gespielt haben, um die Menge aufzuhetzen.

31.8.2020 • 13:13 Uhr

Bayern führt zeitlich befristete Maskenpflicht im Unterricht ein

Nach dem Ende der Sommerferien gilt in Bayerns Schulen zunächst für neun Schultage eine Maskenpflicht für alle Schüler im Unterricht. Dies teilte Ministerpräsident Markus Söder nach Beratungen mit Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern in München mit. Von der Maskenpflicht als "Sicherheitspuffer" im Unterricht seien einzig Grundschüler ausgenommen.

Der Unterricht beginnt in Bayern in der kommenden Woche ab Dienstag wieder.

31.8.2020 • 13:08 Uhr

Seibert: Szene am Reichstag war Missbrauch des Demonstrationsrechts

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Eskalation bei den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin scharf verurteilt. Man habe am Wochenende ein Beispiel dafür erlebt, wie aus einer Demonstration heraus von einigen die Demonstrationsfreiheit missbraucht worden sei, sagte der Sprecher der Kanzlerin, Steffen Seibert, in Berlin. "Das Ergebnis waren schändliche Bilder am Reichstag." Dabei bezog er sich auf die Szene am Samstagabend vor dem Reichstagsgebäude, als Demonstranten die Absperrungen durchbrochen, die Treppe gestürmt und unter anderem Reichsflaggen vor dem Parlamentsgebäude geschwenkt hatten.

Seibert dankte im Namen der Kanzlerin insbesondere den drei Polizisten, die sich zunächst allein den Demonstranten entgegenstellten, um den Bundestag zu schützen. Das sei "geistesgegenwärtig und tapfer" gewesen, sagte Seibert. Er würdigte zudem die Arbeit aller Polizisten, die am Samstag im Einsatz waren.

31.8.2020 • 13:02 Uhr

Gesundheitsministerium prüft Ausweitung von Testkapazitäten

Das Bundesgesundheitsministerium erwägt eine weitere Ausdehnung der Laborkapazitäten für Corona-Tests. Es werde noch einmal geprüft, ob und wie auch tiermedizinische Labore in die Auswertung einbezogen werden könnten, sagte eine Sprecherin in Berlin.

In einigen Bundesländern werde das schon praktiziert. Derzeit seien nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bundesweit 1,4 Millionen Tests pro Woche möglich, gemacht worden seien zuletzt mehr als 900.000 Tests. Für den Herbst sollen Tests insgesamt stärker auf Risikogruppen wie ältere Menschen, Pflegeheime und Kliniken ausgerichtet werden.

Das Ministerium bekräftigte mit Blick auf die kommende Grippesaison den generellen Appell, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Der Bund habe dafür sechs Millionen zusätzliche Impfdosen bestellt - neben etwa 20 Millionen Impfdosen, die Ärzte geordert haben. Hintergrund ist, ein mögliches Aufeinandertreffen von vielen Grippe-Erkrankungen und Corona-Patienten zu vermeiden.

31.8.2020 • 12:53 Uhr

Weitere Berliner Museen öffnen wieder

Nach der monatelangen Zwangspause wegen der Corona-Pandemie öffnen wieder weitere Berliner Museen für Besucher: Ab kommenden Samstag können Besucher wieder in das Museum Berggruen und in die Sammlung Scharf-Gerstenberg in Charlottenburg. Ab dem 18. September eröffnet die neue James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel sowie ab Oktober das Bode-Museum, das Pergamonmuseum und die Friedrichswerdersche Kirche.

In allen Häusern gelten weiter die Corona-Hygieneregeln, wie die Staatlichen Museen zu Berlin mitteilten. Der Besuch ist nur mit einem vorab gebuchten Zeitfensterticket möglich.

Blick auf die James-Somin-Galerie in Berlin | AFP

Die James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel ist ab dem 18. September wieder für Besucher geöffnet. Bild: AFP

31.8.2020 • 12:41 Uhr

Steinmeier verurteilt Eskalation am Reichstag als "unerträglich"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Krawalle vor dem Reichstagsgebäude bei den Corna-Demonstrationen vom Wochenende erneut scharf verurteilt. Reichsflaggen und Reichskriegsflaggen auf den Stufen des frei gewählten deutschen Parlaments, "das ist nicht nur verabscheuenswürdig, sondern angesichts der Geschichte diese Ortes geradezu unerträglich", sagte Steinmeier in Berlin.

Er traf sich mit den Polizisten, die den Demonstranten am Samstag den Zugang zum Reichstagsgebäude versperrt hatten. "Wir dulden keine antidemokratische Hetze und keine Herabwürdigung der Bundesrepublik Deutschland", fügte das Staatsoberhaupt hinzu. Den Polizisten dankte Steinmeier für deren Eingreifen.

31.8.2020 • 12:28 Uhr

Frankreich: Angst vor Ansteckung in defekten Zügen

In Frankreichs Zügen gilt eine Maskenpflicht - allerdings wurden wegen der langen Verzögerungen Wechsel-Masken benötigt. In den Online-Netzwerken machten viele der Festsitzenden ihrer Wut Luft. Sie äußerten teils auch die Furcht vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus. "Könnten wir Masken bekommen, damit aus dieser albtraumhaften Reise nicht noch das größte Cluster wird?", schrieb eine Frau auf Twitter, die mit rund 1100 Mitreisenden in einem doppelstöckigen TGV-Hochgeschwindigkeitszug auf der Strecke von Hendaye an der spanischen Grenze nach Bordeaux festsaß. 

Offenbar wegen defekter Oberleitungen im Südwesten des Landes mussten 1500 Zug-Passagiere in Frankreich ihre Nacht in drei Zügen verbringen. Die Bahngesellschaft SNCF habe alleine 4000 frische Masken ausgeteilt, um die Gesundheit der Reisenden zu schützen, sagte der stellvertretende Verkehrsminister Jean-Baptiste Djebbari im Fernsehsender BFM-TV.

31.8.2020 • 12:13 Uhr

Corona-Warn-App "wichtigste App des Jahres"

Nach Aussage des Digitalverbands Bitkom ist die Corona-Warn-App die wichtigste App des Jahres. Inzwischen sei sie fast 18 Millionen Mal heruntergeladen worden.

"Der App-Markt ist im Dauerboom und zeigt sich auch während der Corona-Pandemie absolut krisenresistent", betonte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Gaming-Apps dominieren den Markt und sorgen für die größten Umsätze", erklärte er.

Besonders beliebt seien vor allem Apps für Messenger und soziale Netzwerke, aber auch für Streaming, Mobile Banking und Navigation wie die Blitzer-Warn-App.

31.8.2020 • 11:42 Uhr

ifo: Weniger Firmen in Kurzarbeit

Die Zahl der Firmen mit Mitarbeitern in Kurzarbeit sinkt. Das ergab ein ifo-Umfrage. Im August waren es 37 Prozent der Unternehmen, während der Wert im Juli noch bei 42 Prozent lag.

31.8.2020 • 11:39 Uhr

Lehrer in Japan überlastet

Schon vor Corona hatten Japans Lehrer weltweit die meisten Überstunden. Während der Pandemie ist die Lage noch schlechter geworden. Im Juli machten 57 Prozent der japanischen Lehrkräfte mehr als 80 Überstunden, ein Großteil davon sogar mehr als 100. Das ergab eine Umfrage. Kathrin Erdmann beschreibt die Situation an japanischen Schulen.

31.8.2020 • 11:34 Uhr

Zukunftsforscher sieht Trend zur Stadtflucht

Der Berliner Zukunftsforscher Daniel Dettling glaubt, dass durch die Corona-Krise mehr Menschen aufs Land ziehen. Dort sei das Leben günstiger. Der Trend zum Homeoffice könnte die Stadtflucht ebenfalls beschleunigen. Ein weitere Grund seien Erfahrungen während des Lockdowns: "Die Großstädter wussten von heute auf morgen nichts mit sich anzufangen. Jetzt war plötzlich nicht mehr das Land der Lebensraum der großen Langeweile, sondern die Stadt."

Leerstehende Gebäude und Parkhäuser in den Innenstädten könnten in Zukunft anders genutzt werden, etwa für urbane Landwirtschaft, empfiehlt der Politikwissenschaftler und Buchautor.

31.8.2020 • 10:53 Uhr

Berlin will generelle Maskenpflicht auf Demos

Berlins Innensenator Andreas Geisel hat neue Auflagen für Demonstrationen in der Hauptstadt angekündigt. Nach den Erfahrungen des vergangenen Wochenendes soll künftig eine generelle Maskenpflicht bei Demonstrationen gelten.

Eine entsprechende Änderung der Infektionsschutzverordnung werde er dem Senat am Dienstag gemeinsam mit Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci vorschlagen, sagte Geisel im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Die Rechtsänderung sei "ein wichtiges Signal" an die Veranstalter der umstrittenen Demos vom Wochenende.

Bei den Protesten gegen die Corona-Politik der Bundesregierung war es zu Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz gekommen. Dort scheiterte der Versuch von Geisel, als Auflage eine Maskenpflicht zu verfügen. 

Andreas Geisel | FELIPE TRUEBA/EPA-EFE/Shuttersto

Berlins Innensenator Andreas Geisel hatte versucht, die Proteste gegen die Corona-Politik in Berlin verbieten zu lassen. Die Gerichte erlaubten den Veranstaltern aber den Protest. Bild: FELIPE TRUEBA/EPA-EFE/Shuttersto

31.8.2020 • 10:37 Uhr

Wie wird der Schulstart in Bayern organisiert?

Eine Woche vor dem Ende der Sommerferien in Bayern hat in der Staatskanzlei die Diskussion über die notwendigen Hygienemaßnahmen für den Schulbetrieb in Corona-Zeiten begonnen. Im Mittelpunkt des Bildungsgipfels steht dabei die Frage, ob es in Bayern auch im Unterricht eine Maskenpflicht braucht. Dass Schüler und Lehrer im übrigen Schulgebäude sowie bei der Anfahrt in Schulbussen Mund und Nase zum Infektionsschutz verhüllen müssen, dürfte wie in vielen anderen Bundesländern als gesetzt gelten. Eine finale Entscheidung ist aber hierzu aber noch nicht gefallen.

31.8.2020 • 10:34 Uhr

Wirtschaftskrise in Italien

Italien leidet unter den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie heftiger als bisher erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt sank zwischen April und Juni um 12,8 Prozent zum Vorquartal und schrumpfte damit in Rekordtempo, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Es revidierte damit den bisher ermittelten Wert von minus 12,4 Prozent.

Die Corona-Krise mit den vielen Einschränkungen belastete vor allem Verbraucher, Unternehmen und Außenhandel. In Italien sind bislang 35.500 Menschen gestorben, die positiv auf das Coronavirus gestestet wurden. Damit ist das Land besonders stark von dem Virus-Ausbruch betroffen.

31.8.2020 • 10:30 Uhr

Spahn äußert sich zu Anfeindungen in Bergisch Gladbach

Bei seinem Versuch, am Wochenende in Bergisch Gladbach mit Demonstranten ins Gespräch zu kommen, ist Gesundheitsminister Jens Spahn angepöbelt und offenbar auch angespuckt worden.

Auf einem Video ist zu sehen, wie der CDU-Politiker mit Menschen sprechen will, diese ihn aber auspfeifen und anschreien. "Wir müssen das Gespräch und den Dialog mit denen suchen, die unzufrieden sind mit unserer Corona-Politik. Denn wir bleiben als Gesellschaft nur zusammen, wenn wir miteinander reden", sagte Spahn der "Rheinischen Post". Politik habe die Wahrheit nicht gepachtet, Diskussionen gehörten zur Demokratie. "Sie funktionieren aber nur, wenn beide Seiten bereit sind, zuzuhören. Aber wenn geschrien, gespuckt und gepöbelt wird, geht's halt leider nicht."

31.8.2020 • 10:21 Uhr

Wirtschaftseinbruch in der Türkei

Die Corona-Krise hat für einen historischen Konjunktureinbruch in der Türkei gesorgt. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von April bis Juni um elf Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt mitteilte. Damit traf die Pandemie das lange Zeit boomende Schwellenland stärker als die deutsche Wirtschaft, die um 9,7 Prozent einbrach.

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ging die türkische Wirtschaftsleistung mit 9,9 Prozent so stark zurück wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr. Das Land leidet unter anderem am Fernbleiben der Touristen und einer schweren Währungskrise.

31.8.2020 • 09:53 Uhr

NRW: Nicht alle Schulen beenden Maskenpflicht im Unterricht

Nicht an allen weiterführenden Schulen in NRW endet heute die Maskenpflicht im Unterricht. Beibehalten wird sie etwa an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen, zunächst bis zu den Herbstferien, wie die Schule auf Facebook mitteilte. "In keinem unserer Klassenräume kann im normalen Präsenzunterricht der Mindestabstand eingehalten werden", erklärte die Schule. Im Unterricht werde gesprochen, sich ausgetauscht. Man sehe hier ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Auch am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Oberhausen bleibt die Maskenpflicht bestehen, zunächst für weitere knapp zwei Wochen.

Die Maskenpflicht im Unterricht der weiterführenden und berufsbildenden Schulen bestand seit Beginn des Schuljahres am 12. August. Solch eine Maßnahme gab es flächendeckend in keinem anderen Bundesland. Für Grund- und Förderschüler der Primarstufe galt sie auch in NRW nicht.

31.8.2020 • 09:48 Uhr

Hoffnung auf deutschen Impfstoff

Wo steht die deutsche Corona-Impfstoffforschung? Derzeit laufen zahlreiche Tests an Menschen. Die Firma Biontech hat ihr Mittel etwa 11.000 Probanden gespritzt. Auch bei CureVac wird am Menschen getestet. Das Paul-Ehrlich-Institut, das für eine Zulassung zuständig ist, äußerte sich optimistisch, bis Ende des Jahres einen Impfstoff zulassen zu können.

31.8.2020 • 09:33 Uhr

Hamburger Sexarbeiterinnen wollen wieder arbeiten

Der Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen hat Hamburgs rot-grünen Senat aufgefordert, die wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Bordelle wieder zu öffnen. "Wir fordern Sie auf, das ursprüngliche Hamburger Konzept der stufenweisen Öffnung für Sexarbeit ab 1.9. umzusetzen - natürlich mit Hygienekonzept", erklärte der Verband in einem heute veröffentlichten offenen Brief an Bürgermeister Peter Tschentscher. Gerade bei steigenden Infektionszahlen sei es besser, dass Sexarbeit legal und kontrolliert stattfinde, als illegal und unkontrolliert.

"Ihre Sorge, Herr Tschentschner, es könnte zu Sextourismus aus den Nachbarbundesländern kommen, ist unbegründet, denn in Niedersachsen darf unsere Branche laut Gerichtsbeschluss wieder arbeiten, und Schleswig-Holstein ist einer Öffnung positiv gegenüber eingestellt", hieß es.

Hamburgs Senat hatte vergangene Woche eine Wiedereröffnung der Bordelle zum 1. September abgelehnt und entschieden, die bereits seit Mitte März geschlossenen Läden noch bis Ende November nicht wieder öffnen zu lassen.

31.8.2020 • 09:00 Uhr

Ausgangssperre in Auckland aufgehoben

Im neuseeländischen Auckland ist die am 12. August verhängte Ausgangssperre aufgehoben worden. Die Schulen öffneten wieder, die Bewohner der Stadt durften ihre Häuser wieder verlassen. Öffentliche Versammlungen sind jedoch auf zehn Teilnehmer beschränkt. Im öffentlichen Nahverkehr gilt eine Maskenpflicht. 

Der Lockdown war nach dem Auftreten von anfangs vier neuen Fällen angeordnet worden. Zuvor waren mehr als 100 Tage lang keine Infektionen innerhalb Neuseelands aufgetreten.

31.8.2020 • 08:53 Uhr

Klingbeil: "Angriff auf die Demokratie"

Nach den Ausschreitungen am Berliner Reichstag bei der Corona-Demonstration am Wochenende hat SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil die Proteste kritisiert. "Dort werden Rechtsextreme mit offenen Armen empfangen", sagte er im ARD-Morgenmagazin. "Diese Bilder, die wir am Wochenende gesehen haben, die sind in keinster Weise akzeptabel. Das ist ein Angriff auf die Demokratie. Ich sage auch, diese Menschen, die dort mit Reichsflaggen, bekennenden Neonazis, auf das Parlament zugerannt sind, die die Treppen dort besetzt haben, die Polizisten gefährdet haben, die schaden Deutschland im internationalen Ansehen."

31.8.2020 • 08:39 Uhr

Eskalation am Reichstag: Geisel lobt Beamte

Bei den Krawallen vor dem Berliner Reichstag am Wochenende war das Gebäude aus Sicht von Innensenator Andreas Geisel trotz kurzzeitig wenigen Polizisten vor Ort nicht ungeschützt. "Das war ein Moment von ein, zwei Minuten und das ist auszuwerten", sagte er dem rbb. "Aber es war nicht so, dass der Deutsche Bundestag nicht geschützt gewesen sei."

Geisel trifft heute Beamte, die am Samstag im Einsatz waren, um ihnen zu danken. "Was die Berliner Polizei am Wochenende leisten musste und geleistet hat, bleibt toll."

31.8.2020 • 08:33 Uhr

Der schwierige Corona-Kampf in Mexiko

Mehrere Tage haben deutsche Corona-Experten in Mexiko getestet und geholfen. Was sie über die Lage in dem stark betroffenen Land denken, berichtet ARD-Korrespondentin Anne Demmer.

31.8.2020 • 08:29 Uhr

Lauterbach glaubt nicht an zweiten Lockdown

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält einen zweiten Lockdown in der Corona-Pandemie für "nicht notwendig". Das sagte er dem "Business Insider". Wichtig sei, dass man klug teste und Infektionsketten effektiv nachverfolge. Schul- und Kitaschließungen halte er für "völlig falsch. Wir können es uns auf keinen Fall leisten, die Schulen und Kitas noch einmal komplett zu schließen." Dies sei aus Lauterbachs Sicht den Kindern nicht zuzumuten. Außerdem seien sie nicht so stark durch das Virus gefährdet. Lehrer und Erzieher sollten allerdings regelmäßig getestet werden, so der Epidemiologe.

Mit Blick auf die Demos in Berlin befürchtet Lauterbach höhere Infiziertenzahlen. Das Risiko einer Ansteckung bestehe nicht nur bei der Demonstration selbst. Bei An- und Abreise sei es noch viel größer. "Somit erwarte ich Auswirkungen auf die Infektionszahlen sowohl in Berlin als auch in Deutschland."

31.8.2020 • 08:25 Uhr

Verbraucherschützer gegen Vorkasse bei Reisen

Wer einen Urlaub bucht, kann angesichts steigender Corona-Infektionszahlen nicht sicher sein, dass er wirklich reisen kann. Eine Anzahlung wird häufig trotzdem fällig. Das ruft Verbraucherschützer auf den Plan. "Ich halte die Vorkassezahlungen für antiquiert, für nicht mehr verantwortbar im Flug- und Reisebereich", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Nachrichtenagentur dpa. Veranstalter von Pauschalreisen dürfen bisher mindestens ein Fünftel des Reisepreises schon im Voraus verlangen. Das sei ein Sonderrecht, das längst nicht mehr gerechtfertigt sei, meint Müller.

Der Deutsche Reiseverband DRV verteidigt die Anzahlung. Weil auch Veranstalter in Vorkasse gehen müssten, sei sie notwendig. Auch der Bundesgerichtshof hatte Anzahlungen zuletzt generell für zulässig erklärt.

31.8.2020 • 07:53 Uhr

Weniger Unternehmen mit Kurzarbeit

Die Zahl der Firmen mit Kurzarbeit in Deutschland sinkt mit der Konjunkturbelebung. Im August waren es noch 37 Prozent der Unternehmen nach 42 Prozent im Juli, wie das Münchner Ifo-Institut unter Berufung auf seine monatliche Umfrage unter Tausenden Betrieben mitteilte.

Spitzenreiter in Sachen Kurzarbeit bleibt die Industrie mit 53 (Juli: 57) Prozent der Firmen. Bei den Dienstleistern befinden sich noch 33 (39) Prozent der Betriebe in Kurzarbeit. Im Handel fiel der Anteil auf 26 (31) Prozent. "Vergleichsweise wenig betroffen war das Bauhauptgewerbe", hieß es. Hier gibt es nur in sieben (11) Prozent der Unternehmen Kurzarbeit.

31.8.2020 • 07:42 Uhr

Indien wird immer mehr zum Hotspot

Trotz Infektionszahlen auf Rekordniveau will Indiens Regierung weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen zulassen.

31.8.2020 • 07:18 Uhr

Überbrückungshilfen für kleine Firmen kommen kaum an

Die staatlichen Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Firmen in der Corona-Krise kommen laut einem Zeitungsbericht bislang kaum an. Nur ein Prozent der eingeplanten Mittel von insgesamt 24,6 Milliarden Euro sei bisher an notleidende Unternehmen ausbezahlt worden, berichtet die "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf eine Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen. 

Demnach zahlten die Bundesländer bis August lediglich 248 Millionen Euro aus dem Programm aus. Laut den Angaben des Ministeriums habe die Bundesregierung offenbar erwartet, dass jedes fünfte der dreieinhalb Millionen deutschen Unternehmen auf Überbrückungshilfen angewiesen sein könnte, wie die Zeitung schreibt. Tatsächlich hätten seit Juli aber nur 38.600 Firmen solche Hilfen beantragt. Kritiker sehen zu strenge Voraussetzungen für die Zuschüsse als Grund für die schwache Nachfrage.

31.8.2020 • 07:13 Uhr

"Corona-Delle" bei Klinikbehandlungen wegen schwerer Krankheiten

Zu Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland haben sich weniger Menschen mit bestimmten schweren Krankheiten als Notfall ins Krankenhaus einweisen lassen. Bei der Krankenkasse DAK-Gesundheit kamen im März 25 Prozent weniger Menschen mit einem Herzinfarkt in eine Klinik als im Jahr zuvor, wie eine Auswertung der Kasse mit 5,6 Millionen Versicherten zeigt. Einen solchen Rückgang bei Klinikeinweisungen gab es auch bei Schlaganfällen und psychischen Erkrankungen. DAK-Vorstandschef Andreas Storm sprach von einer "regelrechten Corona-Delle bei den Aufnahmen im Frühjahr".

Seit Juni pendelten sich die Zahlen wieder auf Normalmaß ein. Im Juni lagen die Einweisungen zum Teil sogar leicht über Vorjahresniveau. Eine Sprecherin der DAK-Gesundheit sagte, wohl aus Angst vor einer Corona-Infektion seien viele Menschen im Frühjahr trotz lebensbedrohlicher Erkrankungen nicht ins Krankenhaus gegangen. Ein vermuteter Nachholeffekt ist allerdings nicht erkennbar, so die Kasse.

31.8.2020 • 07:13 Uhr

Wieder viele Fälle in Südkorea

Den 18. Tag in Folge hat Südkorea eine dreistellige Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Durch die 248 neuen Fälle stieg die Zahl insgesamt auf 19.947, wie das Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention mitteilte.

Gesundheitsminister Park Neung Hoo warnte vor unbemerkten Übertragungen in der Gemeinde und Infektionen bei älteren Bürgern. Es sei schwierig, die Übertragungswege nachzuvollziehen und neuen Infektionsrouten vorherzusagen. Man sei lediglich in der Lage gewesen, die Infektionsquellen von etwa 20 Prozent der in den vergangenen zwei Wochen registrierten Fälle zu finden. Beamte äußerten sich auch besorgt, dass die Zahl der Todesfälle steigen könnte, da viele der im August registrierten Erkrankten 60 Jahre oder älter sind und eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, ernsthafte gesundheitliche Probleme zu entwickeln.

Bisher hat Südkorea 324 Tote mit dem Virus registriert. 187 der neuen Infektionen wurden in der dicht besiedelten Metropolregion Seoul registriert, die im Zentrum des jüngsten Ausbruchs stand. Aber auch in größeren Städten im ganzen Land, darunter Busan, Daejeon, Ulsan und Daegu, gibt es Fälle. In Daegu war der erste größere Ausbruch Ende Februar und im März registriert und im April unter Kontrolle bekommen worden.

31.8.2020 • 05:11 Uhr

610 Neuinfektionen und drei weitere Todesfälle in Deutschland

Erwartungsgemäß hat das Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Nach Angaben vom frühen Montagmorgen hatten die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 610 Fälle an das RKI übermittelt. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden auf insgesamt 242.381. Drei weitere Menschen seien im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesfälle liegt nun bei 9298.

Die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen sind oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Am Samstag hat die Zahl der Neuinfektionen noch bei 1479 Fällen gelegen.

31.8.2020 • 03:43 Uhr

Untersuchung weist Coronavirus im Abwasser von Studentenwohnheim nach

Im Abwasser von vier Studentenwohnheimen der State University Utah ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Am Sonntag und Montag sollten 287 Studierende auf dem Campus in der US-Stadt Logan getestet werden, wie die Universität mitteilte. In den Wohnheimen hat es bisher keine nachgewiesenen Infektionen mit dem Virus gegeben. Die Studierenden müssen sich in Quarantäne begeben, bis die Testergebnisse da sind. Dies könne bis zu vier Tage dauern.

Die Universität ist eine der wenigen, die Abwässer untersucht, um möglichen Ausbrüchen entgegenzuwirken, wie die Zeitung "Salt Lake Tribune" berichtete. In der Universität von Arizona war ein größerer Ausbruch wegen der Untersuchung von Abwässern womöglich kürzlich verhindert worden. Nachdem mehr als 300 Bewohner eines Studentenwohnheims getestet wurden, wurden zwei Infektionen festgestellt. Beide Betroffene hatten keine Symptome gezeigt, wie Universitätspräsident Robert Robbins sagte. Sie wurden isoliert.

31.8.2020 • 02:29 Uhr

US-Behörde nennt Zulassung von Corona-Serum vor Abschluss der Tests möglich

Die US-Arzneimittelaufsichtsbehörde FDA hat die Zulassung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus in den Vereinigten Staaten noch vor Abschluss der dritten und finalen Testphase als denkbar bezeichnet. Der Antrag auf Zulassung noch vor Ende der Tests müsse vom Hersteller kommen, sagte FDA-Chef Stephen Hahn der Zeitung "Financial Times". Seine Behörde würde dann aufgrund der vorliegenden wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse und Daten darüber entscheiden, ob der Antrag "angemessen" sei oder nicht, führte der Behördenleiter aus.

Er betonte, dass es sich dabei nicht um eine "politische Entscheidung" handeln würde. Hahn wehrte sich damit gegen Spekulationen, seine Behörde stehe unter massivem Druck von Präsident Donald Trump, einen Corona-Impfstoff möglichst rasch zuzulassen. Trump hat gesagt, ein Serum werde möglicherweise schon vor der Präsidentschaftswahl am 3. November zur Verfügung stehen. Hahn wird von Medizinern vorgeworfen, sich im Umgang mit der Pandemie bereits wiederholt Druck aus dem Weißen Haus gebeugt zu haben.

31.8.2020 • 01:30 Uhr

Weltweit mehr als 25 Millionen Infizierte

Die Zahl der weltweit registrierten Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von 25 Millionen überschritten. Das geht aus Daten der Johns Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Mit knapp sechs Millionen verzeichneten die USA dabei die höchste Zahl an Infektionen, gefolgt von Brasilien mit rund 3,9 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Indien, wo bisher 3,5 Millionen Infektionen registriert wurden.

Auch bei der Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stehen die USA demnach an erster Stelle mit etwa 183.000 - in einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. An zweiter Stelle folgt auch hier Brasilien mit mehr als 120.000 Toten.

31.8.2020 • 00:42 Uhr

Mehr als 16.000 Neuinfektionen in Brasilien

Die brasilianischen Behörden haben am Sonntag 16.158 Neuinfektionen gemeldet. Damit stieg die Zahl der landsweit registrierten Ansteckungen auf mehr als 3,86 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich offiziellen Angaben zufolge um 566 auf 120.828. Brasilien ist nach den USA am schwersten von der Pandemie betroffen. Die Zahlen fallen Sonntags tendenziell niedriger aus, da es in Teilen des Landes zu Verzögerungen bei der Auswertung der Testergebnisse kommt.