US-Präsident Donald Trump | AFP
Liveblog

Corona-Liveblog ++ Trump nimmt Briefings wieder auf ++

Stand: 20.07.2020 22:00 Uhr

US-Präsident Trump kämpft mit neuen Corona-Briefings gegen schlechte Umfragewerte. Die Uni Oxford und der Pharmakonzern AstraZeneca melden erste positive Ergebnisse mit ihrem Impfstoff-Kandidaten. Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen.

  • Thailand rechnet mit 80 Prozent weniger Touristen
  • Zahl der Corona-Toten in Japan steigt auf über 1000
  • Verschärfte Maskenpflicht in Frankreich tritt in Kraft
  • Israels Krankenschwestern treten in den Streik
  • Vielversprechende Impfstudie von AstraZeneca und Uni Oxfiord
20.7.2020 • 22:00 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den heutigen Liveblog und wünschen Ihnen eine gute Nacht.

20.7.2020 • 21:41 Uhr

Lehrer verklagen Florida wegen Schulöffnungen

Die Lehrergewerkschaft in Florida hat den US-Bundesstaat wegen der für kommenden Monat geplanten Wiederaufnahme des Unterrichts verklagt. Die Pädagogen der Florida Education Association argumentieren, damit würde die Gesundheit von Lehrern und Schülern gefährdet.

20.7.2020 • 21:18 Uhr

Tönnies konkretisiert Verbesserungsvorschläge

Deutschlands größter Fleischkonzern Tönnies hat konkrete Veränderungen im Unternehmen angekündigt: So sollen bis zum 1. September 1000 Werkvertragsarbeiter einen Arbeitsvertrag direkt in Rheda-Wiedenbrück erhalten. Bis Jahresende sei das Ziel, alle "Mitarbeiter der Kernbereiche direkt beim Unternehmen einzustellen", teilte das Unternehmen mit.

Ebenfalls bis Anfang September will Tönnies rund 400 Wohnplätze in Rheda-Wiedenbrück für die zukünftigen Angestellten anmieten. Dazu seien zwei Wohnungsgesellschaften gegründet worden. Je nach Bedarf soll auch an weiteren Standorten Wohnraum geschaffen werden.

20.7.2020 • 21:14 Uhr

Erstmals seit März keine neuen Fälle in Kuba

Kuba hat zum ersten Mal seit Ausbruch des Coronavirus dort an einem Tag keine neue Infektion festgestellt. Zum neunten Tag in Folge habe es am Sonntag zudem keinen neuen Todesfall gegeben, teilte der Chef-Epidemiologe des kubanischen Gesundheitsministeriums, Francisco Durán, mit. Es könne jedoch noch Infizierte ohne Symptome im Land geben.

Seit dem ersten Fall am 11. März wurden nach offiziellen Angaben 2446 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in dem Inselstaat mit rund elf Millionen Einwohnern festgestellt. Demnach gelten 2319 der Infizierten als genesen, 87 Covid-19-Erkrankte starben.

20.7.2020 • 20:58 Uhr

Continental mit schweren Einbußen

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat in der Corona-Krise schwere Einbußen hinnehmen müssen und einen deutlichen Verlust eingefahren. Der Umsatz fiel im zweiten Quartal auf 6,62 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern nach Börsenschluss auf Basis vorläufiger Zahlen in Hannover mitteilte. Bereinigt um Zu- wie Verkäufe war das ein Minus von 39,8 Prozent.

Vor Sondereffekten lag die Marge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern bei minus 9,6 Prozent, was rechnerisch einen operativen Verlust von rund 636 Millionen Euro bedeutet. Ein Jahr zuvor hatte Conti hier noch 868 Millionen Euro verdient. Autobauer hatten ihre Fabriken rund um die Welt wochenlang gestoppt, weil auch die Autohändler im Lockdown schließen mussten. Die Abrufe bei den Zulieferern wurden ebenfalls auf Eis gelegt.

20.7.2020 • 20:55 Uhr

Wieder mehr Neuinfektionen in Spanien

In Spanien steigen die Infektionszahlen wieder. Die Neufälle pro Tag seien auf 27 pro 100.000 Einwohner angewachsen, teilte die Behörde für Gesundheitliche Notfälle mit. Am Ende der Kontakteinschränkungen im Juni waren es nur acht Fälle. Seitdem wurden in Spanien 201 neue Häufungen von Ansteckungen registriert, besonders viele in den katalanischen Städten Barcelona und Lleida.

20.7.2020 • 20:10 Uhr

Mehr als 63.000 neue Infektionen in den USA gemeldet

Die US-Seuchenbehörde CDC hat 63.201 neue bekannte Infektionen und 498 weitere Todesfälle bekanntgegeben. Damit sind in den USA insgesamt etwa 3,75 Millionen Fälle und 140.157 Tote verzeichnet.

20.7.2020 • 20:07 Uhr

WHO besorgt über rasanten Anstieg in Afrika

Der rapide Anstieg der Corona-Infektionen in Afrika besorgt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Zahlen seien zwar in den meisten Ländern noch niedrig, der Anstieg aber stark, innerhalb einer Woche in Namibia etwa um 69 Prozent, in Botsuana um 66 Prozent und in Sambia um 57 Prozent, sagte der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan.

"Ich bin sehr besorgt, dass wir eine Beschleunigung der Krankheit in Afrika sehen. Wir müssen das sehr ernst nehmen", sagte Ryan. In Südafrika lag der Anstieg innerhalb einer Woche bei 30 Prozent. Dort gab es nach WHO-Angaben mehr als 360.000 nachgewiesene Infektionen und 5000 Todesfälle. "Südafrika könnte leider ein Vorbote sein", sagte Ryan. "Es könnte eine Vorwarnung sein, was im Rest von Afrika passieren könnte."

20.7.2020 • 19:26 Uhr

Journalist und Aktivist nach Korruptionsskandal in Simbabwe festgenommen

Im Zuge eines Korruptionsskandals um Corona-Medizinbedarf in Simbabwe sind ein prominenter Journalist und ein Aktivist festgenommen worden. Hopewell Chin'ono und Jacob Ngarivhume werde die Anstachelung zur Beteiligung an öffentlicher Gewalt vorgeworfen, teilte Polizeisprecher Paul Nyathi mit. Details zum Vorwurf wollte er nicht nennen.

Der Journalist Chin'ono ist ein bekannter Kritiker von Präsident Emmerson Mnangagwa. Jüngst deckte er Korruption bei der Beschaffung von Medizinbedarf gegen das Coronavirus auf; in den Skandal sollen Regierungsvertreter verwickelt gewesen sein. Ngarivhume leitet die Oppositionsgruppe Transform Zimbabwe und hat für Ende Juli zu Protesten gegen Korruption aufgerufen.

Die EU sowie etliche europäische Länder kritisierten die Festnahme von Chin'ono. "Journalismus ist kein Verbrechen", twitterte die EU-Delegation in Simbabwe und forderte eine sofortige Freilassung des Journalisten. Mit den Festnahmen der beiden wolle man Journalisten, Whistleblower und Aktivisten "einschüchtern", kritisierte auch Deprose Muchena von Amnesty International.

20.7.2020 • 19:20 Uhr

Trump will Corona-Briefings wieder aufnehmen

Nach wachsender Kritik an seinem Krisenmanagement will US-Präsident Donald Trump seine Pressekonferenzen zur Corona-Pandemie in den USA wieder aufnehmen. "Wir hatten sehr erfolgreiche Briefings", sagte Trump. Rekordzahlen an Zuschauern hätten seine Auftritte im Fernsehen verfolgt. Bei den neuen Briefings solle es um Fortschritte bei der Suche nach einem Impfstoff, um Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen und um "das China-Virus" gehen. Außerdem sollten sich führende Vertreter der Pharma-Industrie dort äußern. Das erste Briefing werde voraussichtlich am Dienstag stattfinden.

Bis Ende April war Trump über Wochen hinweg fast täglich bei den Pressekonferenzen der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses aufgetreten. Seine Auftritte dauerten teils länger als zwei Stunden. Manche Aussagen dort brachten dem Präsidenten Kritik ein - etwa eine Überlegung im April, ob es im Kampf gegen das Virus helfen könnte, Menschen Desinfektionsmittel zu spritzen.

Nach einer am Freitag veröffentlichten Umfrage hat die Kritik an Trumps Krisenmanagement zugenommen. Trumps Beraterin Kellyanne Conway hatte die schlechten Werte darauf zurückgeführt, dass der Präsident nicht mehr bei Corona-Briefings auftrete. "Die Menschen wollen vom Präsidenten der Vereinigten Staaten hören. Es muss nicht täglich sein, es muss nicht für zwei Stunden sein, aber aus meiner Sicht muss es sein."

20.7.2020 • 18:20 Uhr

Weiterer Minister der Regierung Bolsonaro infiziert

Nach dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat sich nach eigener Aussage auch der Sozialminister mit dem Coronavirus infiziert. "Donnerstagabend begann ich Symptome zu spüren, die auf Covid zurückzuführen sein könnten", schrieb Onyx Lorenzoni auf Twitter. "Am Freitag habe ich Tests gemacht und heute das Ergebnis bekommen: Covid-19 wurde festgestellt."

Er ist - nach General Augusto Heleno, Chef des Kabinetts für institutionelle Sicherheit, und Energieminister Bento Albuquerque - der dritte Minister mit Corona in der Regierung des rechten Bolsonaro, der vor zwei Wochen positiv getestet worden war. Wie Bolsonaro hat auch Lorenzoni immer wieder ohne Maske an Demonstrationen von Regierungsanhängern und an öffentlichen Veranstaltungen teilgenommen. Lorenzoni schrieb, er werde mit einen Medikamentenmix mit Cloroquin behandelt. Später teilte auch Bildungsminister Milton Ribeiro mit, dass er positiv getestet worden sei.

20.7.2020 • 18:06 Uhr

Corona gefährdet Jobs im ikonischen Wachdienst des Towers of London

Weil Touristen seit Monaten ausbleiben, wird erwogen, die Wächtertruppe im Tower of London auf freiwilliger Basis zu verkleinern. "Wir sind bei unseren Einkünften zu 80 Prozent auf Besucher angewiesen", erklärte der Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Organisation Historic Royal Palaces, die den Tower verwaltet. "Die Schließung unserer sechs Stätten für vier Monate hat unseren Finanzen einen verheerenden Schlag versetzt, der nach unserer Erwartung für den Rest des Haushaltsjahrs anhalten wird."

Den 37 Mitgliedern der Truppe sei gesagt worden, dass Stellenkürzungen wahrscheinlich seien. In ihrer bis 1485 zurückreichenden Geschichte habe es das noch nicht gegeben. Die in auffallende schwarzrote Uniformen gekleideten Beefeater bieten Führungen durch den Tower, in dem die Kronjuwelen aufbewahrt werden. Sie unterhalten Besucher mit historischen Anekdoten und informieren über die Geschichte der Festung, die im 11. Jahrhundert erbaut wurde und die meiste Zeit als Gefängnis diente.

Ein Wächter im Tower of London | ANDY RAIN/EPA-EFE/Shutterstock

Mehr als 500 Jahre war eine Anstellung im Ordnungsdienst des Towers of London eine fürs Leben - absolut krisensicher und so gut bezahlt, dass man die Wächter im Volksmund "Beefeater" nannte. Bild: ANDY RAIN/EPA-EFE/Shutterstock

20.7.2020 • 16:35 Uhr

Vielversprechende Impfstudie von AstraZeneca und Uni Oxfiord

Der Corona-Impfstoff-Kandidat des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca erzielt in klinischen Studien am Menschen positive Ergebnisse. Die im renommierten Medizinjournal "The Lancet" publizierten Daten zeigten, dass der mögliche Impfstoff bei den mehr als 1000 Probanden eine "starke Immunreaktion" hervorrufe und auch gut verträglichsei, erklärte das Unternehmen, das das Mittel zusammen mit der Universität von Oxford entwickelt. Es habe keine ernsthaften Nebenwirkungen gegeben.

Das Mittel löst demnach gleich zwei Antworten des Immunsystems aus: Es fördere sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern gegen das Coronavirus als auch von T-Zellen - beide sind für die Immunabwehr wichtig. Allerdings sei noch unklar, ob der Impfstoff ausreichend Schutz biete, berichteten Experten.

20.7.2020 • 16:19 Uhr

Cuomo droht mit Schließung von Bars und Lokalen in New York

Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, warnt, dass die Aufhebung von Corona-Beschränkungen wieder rückgängig gemacht werden müssen. Hunderte Menschen hielten sich am Wochenende nicht an die Abstandsregeln und versammelten sich in großen Gruppen vor Bars und Restaurant - etliche trugen keine Masken. Die Polizei müsse die Vorschriften durchsetzen, forderte Cuomo. Sollte dies weiterhin nicht geschehen, müsse die Öffnung von Bars und Restaurants rückgängig gemacht werden.

20.7.2020 • 16:10 Uhr

Corona kostet Munich Re 700 Millionen Euro

Die weltweite Corona-Pandemie hat dem weltgrößten Rückversicherer Munich Re im zweiten Quartal Schäden von 700 Millionen Euro eingebracht. Der Großteil entfiel auf Großereignisse, wie das Unternehmen in einer ad-hoc-Meldung mitteilte. Der Quartalsgewinn fiel mit 600 Millionen Euro aber dennoch erheblich höher aus als von Analysten erwartet. Das lag laut Unternehmen daran, dass abgesehen von Corona weitere Großschäden weitgehend ausblieben und die zum Konzern gehörende Düsseldorfer Ergo-Versicherung gute Gewinne machte. Der Großteil der Corona-Schäden entfiel demnach auf die Versicherung von Großereignissen.

20.7.2020 • 15:04 Uhr

Zahl der Corona-Toten in Japan steigt auf über 1000

In Japan ist die Zahl der Menschen, die nach einer Corona-Infektion gestorben sind, über die Marke von 1000 gestiegen. Wie der staatliche Fernsehsender NHK berichtete, wurden innerhalb von 24 Stunden 385 Neuinfektionen bestätigt.

Mit 168 entfielen mit Abstand die meisten davon erneut auf Tokio. Die Hauptstadt hatte kürzlich wegen eines deutlichen Anstiegs der Infektionszahlen die höchste Alarmstufe ausgerufen. Ausgangssperren sind in Japan jedoch rechtlich nicht möglich, die Menschen sind nur aufgerufen, neben dem Tragen von Masken ausreichend Abstand zu halten und Menschenmengen zu vermeiden. Japan zähle inzwischen 26.522 Infektionsfälle und 1001 Tote, so NHK.

20.7.2020 • 15:00 Uhr

Sinovac testet Impfstoff in Brasilien

Mit einem Flug aus Frankfurt ist ein wichtiger Corona-Testimpfstoff im brasilianischen São Paulo angekommen: Der chinesische Pharmakonzern Sinovac möchte in Brasilien damit die entscheidende dritte Testphase seines Impfstoffs starten. Fast 9000 Angestellte aus dem Gesundheitssektor sollen den Impfstoff erhalten. Nach einem Bericht der Zeitung "O Globo" hatten sich für den Test zuletzt in fünf Tagen eine Million Freiwillige gemeldet.

In der dritten Testphase (Phase III) wird die Wirksamkeit eines Stoffes an einer größeren Gruppe von Menschen ermittelt. Der Test von Sinovac ist einer der ersten weltweit und bereits die zweite Phase III-Studie in Brasilien. Ein Corona-Impfstoff des britischen Pharmaunternehmens AstraZeneca, der von Forschern der Universität Oxford entwickelt wurde, wird in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas schon getestet.

20.7.2020 • 14:55 Uhr

Kein Goldener Ball für weltbesten Fußballer

Erstmals in der Geschichte des Goldenen Balles wird in diesem Jahr wegen der Corona-Krise kein Fußballer als bester Spieler der Welt ausgezeichnet gekürt. Weil unter anderem zahlreiche Ligen nicht zu Ende gespielt werden konnten und die EM und die Copa America verschoben werden mussten, sei diese Entscheidung getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung der französischen Fachzeitschrift "France Football".

Die Trophäe "Ballon d'or" für den weltbesten Fußballspieler. (Archivbild) | AFP

Die Gewinner des seit 1956 vergebenen Ballon d'Or werden von internationalen Fachjournalisten gewählt. Bild: AFP

20.7.2020 • 14:45 Uhr

Behörden in Ostfrankreich rufen zu Wachsamkeit auf

Behörden in Ostfrankreich haben angesichts eines leichten Anstiegs der Corona-Infektionen zu mehr Wachsamkeit aufgerufen. Die Abstandsregeln müssten unbedingt eingehalten werden, sagte die Leiterin der regionalen Gesundheitsbehörde ARS von Grand Est, Marie-Ange Desailly-Chanson. Sie riet davon ab, sich zu umarmen oder Küsse auszutauschen.

Die Ansteckungsherde hätten sich verändert, ergänzte die Präfektin der an Deutschland grenzenden Region, Josiane Chevalier. Derzeit seien neue Cluster vor allem im beruflichen Umfeld und nach Familienfeiern erkennbar. In Grand Est seien seit Anfang Juli etwa 30 neue Ansteckungsherde festgestellt worden, erklärte Chevalier. Derzeit müsse deshalb aber nicht Alarm geschlagen werden. Das südelsässische Département Haut-Rhin sowie die Départements Moselle und Vosges stünden unter genauerer Beobachtung.

Die Zahl der Neuinfektionen in Grand Est hatte sich demnach in der vergangenen Woche verdoppelt. In den Wochen zuvor habe es durchschnittlich 150 neue Fälle gegeben, in der vergangenen Woche seien es fast 300 gewesen.

20.7.2020 • 14:37 Uhr

Israel: Oppositionsführer fordert Netanyahus Rücktritt

Der israelische Oppositionsführer Jair Lapid hat den Rücktritt von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu gefordert. "Er hat die Kontrolle verloren", sagte Lapid. Er warf dem 70-Jährigen Versagen in der Corona-Krise vor. Der Likud-Politiker wurde zu Beginn der Pandemie für sein Krisenmanagement gelobt. Nach Lockerungen und einem starken Anstieg der Infektionen steht Netanyahu inzwischen aber stark in der Kritik. Die Arbeitslosenquote liegt bei 21 Prozent. Die Regierung hat ein Hilfspaket für die heimische Wirtschaft, Einmalzahlungen für die Bürger und neue Restriktionen auf den Weg gebracht. Aus Sicht von Kritikern sind die Maßnahmen entweder ungenügend oder fehlgeleitet.

Lapid brachte die Bildung einer Notstandsregierung binnen 48 Stunden nach einem Rücktritt Netanyahus ins Gespräch. Neuwahlen sind aus seiner Sicht nicht notwendig. Tausende Demonstranten hatten am Wochenende in Tel Aviv und Jerusalem Netanyahus Rückzug gefordert.

20.7.2020 • 14:34 Uhr

Sport-Events in Hamburg endgültig abgesagt

Fünf sportliche Großveranstaltungen in Hamburg sind wegen der Corona-Pandemie endgültig für dieses Jahr abgesagt worden. Der Organisatoren des Kurz-Triathlons (5. September), des Ironmans (6. September), des deutschen Reit- und Springderbys (im September), des Marathons (13. September) und der Cyclassics der Radprofis (3. Oktober) gaben das Aus für ihre Events für 2020 bekannt.

Als Grund wurde das erhöhte Infektionsrisiko durch und für die mehreren zehntausend Zuschauer genannt. "Die in jedem Fall geltenden Hygieneregelungen und die notwendige Kontaktnachverfolgung wären bei Veranstaltungen mit vielen Tausend Zuschauern nicht sicherzustellen gewesen, so dass uns keine andere Wahl blieb", wurde Innensenator Andy Grote in einer Mitteilung der Veranstalter zitiert.

20.7.2020 • 14:20 Uhr

Russland will rund 200 Millionen Impfdosen herstellen

Russland hofft, noch in diesem Jahr 200 Millionen Dosen eines Corona-Impfstoffs herstellen zu können, der derzeit entwickelt wird. Die erste Phase klinischer Tests mit dem Mittel sei bereits abgeschlossen und die zweite Phase solle voraussichtlich in zwei Wochen abgeschlossen sein, sagte Kirill Dmitrijew von der russischen Stiftung zur Impfstoffentwicklung. In der dritten Phase solle der Impfstoff zeitgleich in Russland und in mehreren weiteren Ländern getestet werden, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Staaten in Afrika.

Möglicherweise "schon im August" solle der Impfstoff dann in Russland zugelassen werden und in die Massenproduktion gehen, sagte Dmitrijew. Sobald das Mittel auch in den Partnerstaaten zugelassen sei, solle es auch dort hergestellt werden, so dass bis Jahresende 200 Millionen Dosen produziert werden könnten, davon 30 Millionen in Russland.

20.7.2020 • 14:18 Uhr

Lange Betriebsferien bei der Meyer-Werft

Beim Kreuzfahrtschiffbauer Meyer-Werft haben die wegen Corona verlängerten Betriebsferien begonnen. Auf dem Werftgelände in Papenburg sei es merklich ruhiger, sagte ein Sprecher. Trotzdem ruhe die Arbeit nicht vollständig. So steht in einer großen Halle das Schiff "Spirit of Discovery" kurz vor dem Ausdocken. Außerdem läuft die Endausrüstung des Neubaus "Iona" am Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven weiter. Mit diesen Arbeiten sind sowohl Meyer-Mitarbeiter wie auch Fremdfirmen beschäftigt.

Wegen der Auftragsflaute in der Corona-Krise haben Firmenleitung und Betriebsrat sechs Wochen Betriebsferien für die Stammbelegschaft bis Ende August vereinbart. Der Mitarbeiterstamm zähle noch mehr als 3500 Personen, sagte der Sprecher. Die Beschäftigten müssten aber auf ihr Urlaubsgeld warten. Vereinbart ist, dass die Werft erst zahlt, wenn die britische Reederei P&O die "Iona" im Spätsommer abgenommen und bezahlt hat.

20.7.2020 • 13:57 Uhr

Fahrdienstvermittler helfen in USA bei Nachverfolgung

Der Fahrdienstvermittler Uber stellt in den USA den Gesundheitsbehörden Daten von Fahrern und Fahrgästen zu Verfügung, um Kontakte von Corona-Infizierten nachzuverfolgen. Wie Uber-Manager erklärten, könnten die Information helfen, Kandidaten für eine Quarantäne ausfindig zu machen. Es darf nur von Behörden genutzt werden. Obwohl der Dienst schon seit Monaten zur Verfügung steht, wurde er in vielen Virus-Hotspots, zum Beispiel in Texas und Florida, nicht genutzt. Massachusetts hingegen teilt Uber oder dem Konkurrenten Lyft mit, wenn eine an Corona erkrankte Person einen Fahrdienst genutzt hat. Uber selbst sperrt Kunden mit nachgewiesener Corona-Infektion für mindestens 14 Tage den Zugang zu seiner Plattform.

20.7.2020 • 13:43 Uhr

Geringe Sterblichkeit in Südafrika

Ausgangssperre, Appelle und Hilfsbereitschaft können nicht verhindern, dass Südafrika trauriger Corona-Spitzenreiter auf dem Kontinent ist. Doch trotz hoher Infektionszahlen ist die Todesrate gering, berichtet Jana Genth.

20.7.2020 • 13:24 Uhr

Boliviens Fußball-Verbandschef an Covid-19 gestorben

Der Präsident des bolivianischen Fußball-Verbandes, César Salinas, ist an den Komplikationen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das teilte der Verband am Sonntag (Ortszeit) mit. Salinas wurde 58 Jahre alt. Der frühere Vorsitzende des bolivianischen Clubs The Strongest wurde 2018 Präsident des nationalen Fußballverbandes. Dadurch hatte Salinas auch einen Sitz im Exekutivkomitee der südamerikanischen Fußball-Konföderation Conmebol inne.

20.7.2020 • 13:03 Uhr

EU-Gipfel will am Nachmittag über Einigung verhandeln

Nach hitzigen Debatten um den Corona-Wiederaufbaufonds lenken EU-Mitglieder verschiedener Lager vorsichtig ein: Eine Einigung sei möglich. Ein neuer Kompromissvorschlag soll am Nachmittag verhandelt werden.

20.7.2020 • 12:18 Uhr

Keine Ermittlungen mehr zu Corona-Toten in Würzburger Pflegeheimen

Die Serie von Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in zwei Würzburger Seniorenheimen ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht auf Personalfehler zurückzuführen. "Konkrete Vorwürfe können weder einzelnen Personen noch der Heimleitung gemacht werden", teilte Oberstaatsanwalt Thorsten Seebach mit. "Teilweise traten durch die Vielzahl der Fälle und einen Mangel an Pflegepersonal Engpässe auf, die jedoch niemandem konkret angelastet werden können." Es gebe keine Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes Verhalten.

In der Senioreneinrichtung in Trägerschaft der Bürgerspitalstiftung waren bislang 26 mit dem Coronavirus infizierte Bewohner gestorben. In einem anderen Heim in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO) starben 19 Bewohner nach einer Infektion mit dem Virus, teilte das Landratsamt mit.

20.7.2020 • 11:51 Uhr

Großbritannien vereinbart Kauf von 90 Millionen Impfstoffdosen

Die britische Regierung hat sich nach eigenen Angaben 90 Millionen Dosen experimenteller Coronavirus-Impfstoffe gesichert. Dabei handele es sich um einen Impfstoffkandidaten, der von der US-Firma Pfizer und dem deutschen Unternehmen Biontech entwickelt und einen weiteren, der vom französischen Unternehmen Valneva erforscht wird.

Schon zuvor hatte London einen Vertrag mit dem Hersteller AstraZeneca über 100 Millionen Dosen eines Impfstoffs geschlossen, der von der Oxford-Universität getestet wird.

20.7.2020 • 11:44 Uhr

Thailand rechnet mit 80 Prozent weniger Touristen

Die Tourismus-Hochburg Thailand wird der heimischen Zentralbank zufolge noch lange unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden. In diesem Jahr dürften nur etwa acht Millionen ausländische Besucher kommen und damit 80 Prozent weniger als 2019, sagte die Notenbank voraus. Deren Chef Veerathai Santiprabhob geht davon aus, dass das im Vorjahr erreichte Rekordniveau von rund 40 Millionen Gästen erst in einigen Jahren wieder erreicht werden könne. Der Tourismus trägt mehr als elf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der zweitgrößten Volkswirtschaft Südostasiens bei.

Touristen gehen am wiedereröffneten Pier in Pattaya spazieren, Thailand. | DIEGO AZUBEL/EPA-EFE/Shutterstoc

Touristen gehen am wiedereröffneten Pier in Pattaya spazieren. Bild: DIEGO AZUBEL/EPA-EFE/Shutterstoc

20.7.2020 • 11:33 Uhr

Deutsche Elektro-Exporte schrumpfen weiter

Die Corona-Krise hat die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie auch im Mai um etwa ein Fünftel schrumpfen lassen. Die Exporte sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 21,2 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro. "Der Rückgang fiel damit mehr oder weniger gleich hoch aus wie im April", erläuterte der Chefvolkswirt des Branchenverbandes ZVEI, Andreas Gontermann. Zusammengerechnet verringerten sich die Ausführen seit Jahresanfang um 9,2 Prozent auf 80,9 Milliarden Euro.

20.7.2020 • 11:09 Uhr

Infektionszahlen in Hongkong steigen weiter deutlich

Die Behörden in Hongkong sehen die Lage nach dem jüngsten Anstieg der Corona-Infektionen noch nicht unter Kontrolle. Sie melden 73 neue Fälle, darunter 66, die lokal übertragen worden seien. Am Sonntag war mit mehr als 100 Fällen ein neuer Rekordanstieg registriert worden. Mit weiteren Beschränkungen wollen die Behörden gegensteuern. Beamte müssten soweit als möglich von zu Hause aus arbeiten. Erst in der vergangenen Woche hatte die Regierung in der chinesischen Sonderverwaltungszone die Regeln zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus verschärft. So muss inzwischen in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maske getragen werden.

20.7.2020 • 11:03 Uhr

Karliczek stellt mehr Geld zur Erforschung von Virus bereit

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek stellt mehr Geld zur Verfügung. Damit sollen wirksame Strategien und Therapien gegen das Coronavirus besser erforscht werden können, mit Grundlagenforschung und klinischen Studien. "Wir haben die ursprünglich vorgesehenen Mittel für unseren Förderaufruf jetzt verdreifacht", sagt die CDU-Politikerin. "Wir wollen 45 Millionen Euro in knapp 90 herausragende Projekte investieren."

20.7.2020 • 10:49 Uhr

Mehr als 100.000 Festnahmen in Simbabwe

In Simbabwe sind seit Ende März zehntausende Menschen festgenommen worden, weil sie gegen die Corona-bedingten Einschränkungen verstoßen haben sollen. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden insgesamt 104.349 Menschen wegen der Verstöße gegen die landesweiten Einschränkungen festgenommen. Es sei besorgniserregend, wie viele Menschen sich nicht an die Maskenpflicht hielten, trotz Verboten an Versammlungen teilgenommen hätten oder gereist seien, erklärt der Sprecher.

20.7.2020 • 10:45 Uhr

Spargel- und Erdbeerernte fallen in diesem Jahr deutlich geringer aus

Corona-Einschränkungen für Erntehelfer und schlechtes Wetter haben in diesem Jahr für deutliche Einbußen bei der Spargel- und Erdbeerernte in Deutschland gesorgt. Die Spargelernte sei mit rund 106.000 Tonnen voraussichtlich um 19 Prozent geringer ausgefallen als im Jahr 2019, teilte das Statistische Bundesamt aufgrund vorläufiger Schätzungen mit. Die Erntemenge liegt demnach auch 14 Prozent unter dem Sechs-Jahres-Schnitt von knapp 124.000 Tonnen.

Auch die Erdbeerernte im Freiland fiel mit 99.000 Tonnen in diesem Jahr voraussichtlich um 13 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Gegenüber dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre in Höhe von 132.800 Tonnen beläuft sich der Rückgang den Schätzungen zufolge auf gut 25 Prozent.

20.7.2020 • 10:11 Uhr

Weniger Rekruten bei Gelöbnis der Bundeswehr

Wenig neue Rekruten, keine Gäste, keine Reden und viel Abstand: Das öffentliche Gelöbnis der neuen Bundeswehrrekruten fällt wegen Corona in diesem Jahr erheblich kleiner aus, berichtet Birgit Schmeitzner.

20.7.2020 • 10:01 Uhr

Verschärfte Maskenpflicht in Frankreich tritt in Kraft

In Frankreich gilt im Kampf gegen das Coronavirus seit Montag eine verschärfte Maskenpflicht. In öffentlichen geschlossenen Räumen muss dort nun verbindlich eine Schutzmaske getragen werden. Die neuen Regeln gelten unter anderem für Geschäfte, Banken, Markthallen, aber auch in Kinos, Museen und Sehenswürdigkeiten, wie Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran im Nachrichtensender Franceinfo erklärte. Auch in Fitnessstudios und Orten der Religionsausübung muss eine Maske getragen werden. Damit solle der Schutz der Menschen vor dem Coronavirus gestärkt werden, erklärte Véran.

20.7.2020 • 09:19 Uhr

Lufthansa will bis Ende August alle Tickets erstatten

Nach dem Lockdown und einer umfassenden Flugplanänderung will die Lufthansa in den kommenden Wochen den Kunden alle Ticketpreise für coronabedingte Flugausfälle erstatten. "Innerhalb der nächsten zehn bis 14 Tage wollen wir die automatisierten Prozesse wieder einschalten. Dann werden große dreistellige Millionenbeträge im Monat ausgezahlt", kündigte Vorstandsmitglied Harry Hohmeister in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" an. "Trotzdem wird es noch vier bis sechs Wochen dauern, um alle Erstattungen für Flüge bis Ende Juni abzuarbeiten." Bislang seien 1,4 Milliarden Euro ausgezahlt worden.

20.7.2020 • 09:17 Uhr

Israels Krankenschwestern treten in den Streik

Mitten in der Corona-Krise sind die Krankenschwestern und Pfleger in Israel in den Streik getreten. Sie wollen damit gegen den Pflegenotstand protestieren, der durch die Pandemie noch verschärft wurde. Ein nächtlicher Verhandlungsmarathon mit dem Finanzministerium über eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen war zuvor gescheitert. Die "Times of Israel" schrieb, die Notfallversorgung sowie die Versorgung von Corona-Patienten sollten trotz des Streiks gewährleistet bleiben.

20.7.2020 • 08:50 Uhr

Viele Streitpunkte sind auf dem EU-Gipfel noch ungeklärt

Nach mehr als 60 Stunden sind die Verhandlungsteilnehmer in Brüssel ermüdet - doch vieles ist ungeklärt. Wo die Fronten verlaufen und welcher Kompromiss im Gespräch ist, erklärt ARD-Korrespondentin Gudrun Engel.

20.7.2020 • 08:28 Uhr

Umsatz im Gastgewerbe gestiegen

Die Lockerung der Corona-Maßnahmen hat die Geschäfte von Hoteliers und Gastwirten im Mai etwas belebt. Gegenüber dem Vormonat stieg der Umsatz bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 44,9 Prozent und nominal um 45,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber Mai 2019 verzeichnete die Branche allerdings erneut einen dramatischen Umsatzeinbruch. Die Erlöse sanken real um 64,0 Prozent und nominal um 63,4 Prozent.

20.7.2020 • 08:16 Uhr

Indien meldet neuen Höchststand bei Neuinfektionen

Indien hat mit mehr als 40.000 bestätigten Neuinfektionen einen weiteren Rekordwert für einen einzelnen Tag gemeldet. Die 40.425 Fälle lassen die offizielle Zahl der bislang Infizierten auf 1.118.043 ansteigen, darunter 27.497 Tote im Zusammenhang mit dem Virus. Das Gesundheitsministerium erklärte am Sonntag, die Sterberate sinke wegen einer effektiven Eindämmungsstrategie und forcierten Tests zunehmend. Zuletzt lag sie bei 2,49 Prozent.

20.7.2020 • 07:30 Uhr

CDU-Politiker Röttgen kritisiert "Sparsame Vier" scharf

Der Vorsitzende im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags und Bewerber für den CDU-Vorsitz, Norbert Röttgen, hat vor einem Scheitern des EU-Sondergipfels zum Corona-Hilfsfonds und dem nächsten Gemeinschaftshaushalt gewarnt. Das "Ausmaß von Egoismen einzelner Teilnehmer" bei dem Gipfel sei "erschreckend, enttäuschend und wird der historischen Aufgabe, vor der wir alle stehen, um die Einheit Europas zu bewahren, nicht gerecht", sagte Röttgen im ARD-"Morgenmagazin"

20.7.2020 • 07:30 Uhr

DIHK-Präsident: Stimmung in Deutschland besser als die Lage

Die deutsche Wirtschaft ist aus Sicht von DIHK-Präsident Eric Schweitzer trotz der Lockerungen in der Corona-Krise noch lange nicht über den Berg. Schweitzer sagte der Nachrichtenagentur dpa. "Als es Deutschland gut ging, hatte man immer das Gefühl, die Stimmung ist schlechter als die Lage. Derzeit hat man das Gefühl, die Stimmung ist besser als die Lage. Der Einbruch ist tief, der Weg heraus führt nicht so steil wieder nach oben wie viele im Frühjahr gehofft haben." Schweitzer sprach sich für zusätzliche milliardenschwere staatliche Hilfen aus.

20.7.2020 • 07:22 Uhr

Biontech schließt erste Liefervereinbarung

Das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer haben mit Großbritannien eine erste Liefervereinbarung zu einem möglichen, gerade in der Entwicklung befindlichen Corona-Impfstoff geschlossen. Vorbehaltlich einer behördlichen Genehmigung oder Zulassung sollen 30 Millionen Dosen des Impfstoffkandidaten "BNT 162" geliefert werden, voraussichtlich in den Jahren 2020 und 2021, wie die Unternehmen mitteilten. Finanzielle Details wurden nicht bekannt. "Wir befinden uns in fortgeschrittenen Gesprächen mit verschiednen anderen Regierungen und hoffen, bald weitere Liefervereinbarungen bekanntgeben zu können", sagte Biontech-Mitgründer und Chef Ugur Sahin nach der Mitteilung.

20.7.2020 • 07:16 Uhr

Entwickler-Teams starten Impfstoff-Studien

Forscher weltweit suchen nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus. Wer das Rennen macht, ist offen. Drei Entwickler-Teams haben bereits große, abschließende Studien gestartet, berichten Christian Baars und Oda Lambrecht.

20.7.2020 • 06:56 Uhr

Beschäftigten in Kurzarbeit droht Steuernachzahlung

Beschäftigten, die wegen Corona in Kurzarbeit sind, drohen 2021 Steuernachzahlungen. Hintergrund: Die Hilfe wird auf das normale Gehalt angerechnet - und dadurch kann ein höherer Steuersatz gelten, berichtet Vera Wolfskämpf.

20.7.2020 • 06:34 Uhr

Florida meldet fünften Tag in Folge über 10.000 Neuinfektionen

Die USA kämpfen weiterhin mit steigenden Coronavirus-Fällen. Der US-Bundesstaat Florida hat mit über 12.000 Neuinfektionen den fünften Tag in Folge über 10.000 Fälle gemeldet. "Wir haben Glut und wir haben Flammen. Florida wurde flammenartiger, aber es ist unter Kontrolle zu bekommen", erklärte US-Präsident Donald Trump. Mindestens 14 Staaten haben bislang im Juli Rekordzahlen für Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus gemeldet, darunter Alabama, Arizona, Georgia, Florida, North Carolina, Nevada und Texas.

20.7.2020 • 06:05 Uhr

EU-Sondergipfel wird erneut verlängert

Der EU-Sondergipfel zum Corona-Hilfspaket geht abermals in die Verlängerung. Die Gespräche wurden am frühen Morgen unterbrochen und sollen am Nachmittag um 14.00 Uhr aufgenommen werden. Dies teilte der Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel auf Twitter mit. Damit läuft das Treffen der 27 Staats- und Regierungschefs bereits zwei Tage länger als geplant.

20.7.2020 • 05:51 Uhr

EU-Gipfel geht wieder in großer Runde weiter

Nach rund sechsstündiger Unterbrechung für Gespräche in kleiner Runde sind die 27 EU-Staaten beim Sondergipfel um das Coronahilfspaket wieder in großer Runde zusammengekommen. Das Plenum mit den Staats- und Regierungschefs habe wieder begonnen, teilte der Sprecher von EU-Ratschef Charles Michel auf Twitter mit.

Michel hatte die verhakten Verhandlungen um kurz vor Mitternacht ursprünglich nur für eine 45-minütige Pause unterbrochen. In den folgenden Stunden berieten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen Staats- und Regierungschefs in kleineren Gruppen weiter. Hauptstreitpunkt war dabei immer noch die Frage, wie viele Zuschüsse aus dem geplanten Corona-Krisenplan an EU-Staaten vergeben werden könnten.

20.7.2020 • 05:37 Uhr

249 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 249 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 201.823 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete (Datenstand 20.7., 0.00 Uhr).

In Deutschland starben den RKI-Angaben zufolge bislang 9086 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von 2 im Vergleich zum Vortag.

Bis Montagmorgen hatten 187.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 19.7., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,25 (Vortag: 1,42). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 19.7., 0.00 Uhr, bei 1,22 (Vortag: 1,34). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

20.7.2020 • 05:28 Uhr

EU-Gipfel geht in den vierten Tag

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben die ganze Nacht über das Finanzpaket gestritten. Nach wie vor pochen die Sparsamen darauf, dass die Zuschüsse nicht eine gewisse Grenze überschreiten. Die Stimmung ist zunehmend gereizt.

20.7.2020 • 05:26 Uhr

WHO-Chefforscherin hält breite Corona-Impfung Mitte 2021 für möglich

Eine breit angelegte Corona-Impfung könnte nach Meinung der Chefwissenschaftlerin der Weltgesundheitsorganisation WHO Mitte 2021 erfolgen. "Im Moment sind mehr als 20 Impfstoffkandidaten in klinischen Studien", sagte Soumya Swaminathan in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. "Deshalb sind wir zuversichtlich, dass ein paar von ihnen funktionieren werden."

Anfang 2021 könnten erste Ergebnisse vorliegen. Nach der Massenproduktion der Impfstoffe könnte es daraufhin Mitte 2021 einen Impfstoff geben, der auf breiter Basis eingesetzt wird. "Natürlich lässt sich das nicht vorhersagen", betonte Swaminathan. Sie hat jedoch große Hoffnungen: "Wenn wir annehmen, dass es eine zehnprozentige Chance für jeden der Impfstoff-Kandidaten gibt, erfolgreich zu sein, bedeutet das immer noch, dass ein oder zwei Impfstoffe erfolgreich sein könnten - vielleicht sogar mehr."

Es sei nicht entmutigend, dass neutralisierende Antikörper in einigen Corona-Infizierten nach einer Zeit verschwinden. Diese bedeute nicht, dass die Immunität weg sei, denn es gebe bekanntlich verschiedene Arten der Körperabwehr wie etwas Gedächtniszellen.

20.7.2020 • 04:19 Uhr

Arbeitgeber erwarten vollständige Konjunkturerholung bis 2022

Der Arbeitgeberverband erwartet eine komplette Erholung der deutschen Wirtschaft bis spätestens übernächstes Jahr. "Ich glaube, dass wir 2022 wieder das Leistungsniveau der Zeit vor Corona, also wie wir es noch im Februar erlebt haben, verzeichnen", sagte Arbeitgeberchef Ingo Kramer der "Augsburger Allgemeinen".

"Es ist nämlich nicht der Bedarf nach unseren Waren und Dienstleistungen zusammengebrochen und die Ursache der Rezession gewesen", betonte der Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände. Der Bedarf werde, wenn die Corona-Krise überwunden sei, die Produktion erneut ankurbeln, fügt er hinzu. Kramer forderte deshalb die Unternehmen auf, während der Krise nicht die Ausbildung zu vernachlässigen. Nach der Corona-Krise sei der Mangel an Facharbeitern wieder das Haupt-Wachstumshindernis, warnte er.

20.7.2020 • 04:14 Uhr

22 neue Covid-19-Erkrankungen in China

China meldet 22 neue Covid-19-Erkrankungen. Fünf davon seien auf Einreisende aus Übersee zurückzuführen, teilen die Gesundheitsbehörden mit. In Xinjiang, einem autonomen Gebiet im Nordwesten Chinas, seien 17 der neuen Fälle festgestellt worden. Für den Vortag hatten die Behörden insgesamt 16 Infektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Covid-19-Fälle in China liegt nach offiziellen Angaben nun bei 83.682, während die Zahl der Todesfälle unverändert bei 4634 bleibt.

20.7.2020 • 04:05 Uhr

Japans Außenhandel sinkt vierten Monat in Folge

Japans Exporte mussten im Juni infolge der Coronavirus-Pandemie den vierten Monat in Folge einen zweistelligen Rückgang hinnehmen. Offizielle Daten des Finanzministeriums (MOF) zeigen einen Einbruch um 26,2 Prozent im Jahresvergleich.

Japan ist der zweitgrößte Auto-Exporteur weltweit. Die Ausfuhren in die USA - Japans Schlüsselmarkt - gingen insgesamt um 46,6 Prozent zurück. Dies ist insbesondere auf deutliche Einbrüche bei Automobillieferungen um 63,3 Prozent, bei Flugzeugmotoren um 56 Prozent und Autoteilen um 58,3 Prozent zurückzuführen. Die Lieferungen nach Asien, auf die mehr als die Hälfte der japanischen Exporte entfallen, gingen um 15,3 Prozent zurück, Exporte in die Europäische Union schrumpften um 28,4 Prozent.

20.7.2020 • 03:12 Uhr

Tönnies setzt Probebetrieb in der Zerlegung fort

Deutschlands größter Schlachtkonzern Tönnies setzt heute seinen Probebetrieb in der Zerlegung fort. Dazu verarbeiten unter Aufsicht der Behörden nur Arbeiter einer Schicht bis zu maximal 10.000 Schweine, wie ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Sollte dies unter Einhaltung eines neuen Hygienekonzepts erfolgreich sein, will Tönnies eine zweite Schicht einsetzen.

Der Konzern musste für den Infektionsschutz Trennwände aus Plexiglas zwischen die Arbeitsplätze bauen und eine neue Filtertechnik für die gekühlte Umluft installieren.

Am Wochenende hatte Konzern-Boss Clemens Tönnies mit einem Interview erneut Kritik an seiner Haltung ausgelöst. Dem "Westfalen-Blatt" sagte der 64-Jährige, notfalls wolle er Lohnkostenerstattung wegen der behördlichen Schließung seines Hauptwerks auch gerichtlich durchsetzen. SPD-Bundestagsfraktionsvize Katja Mast hatte ihm daraufhin fehlendes Gespür für Anstand und Verantwortung attestiert.

20.7.2020 • 01:44 Uhr

Pause beim EU-Gipfel länger als geplant

Der EU-Gipfel zum Corona-Hilfspaket ist abermals für Gespräche in kleiner Runde unterbrochen worden. EU-Ratschef Charles Michel unterbrach das Plenum der 27 Staaten am späten Sonntagabend ursprünglich für eine 45-minütige Pause. Nach rund zwei Stunden saßen Kanzlerin Angela Merkel und ihre Kollegen aber immer noch nicht wieder in großer Runde zusammen.

Aus der Delegation eines großen EU-Staates hieß es um kurz nach Mitternacht, die Gespräche seien noch immer sehr schwierig, weil die "Sparsamen" - Österreich, Niederlande, Schweden und Dänemark - weiter blockierten. Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz höre nicht zu und kümmere sich lieber um Medienarbeit. Zudem instrumentalisiere Kurz zusammen mit den Niederlanden das Thema Rechtsstaatlichkeit, um zu blockieren. Der französische Präsident Emmanuel Macron habe schließlich kräftig auf den Tisch gehauen, hieß es.

20.7.2020 • 01:42 Uhr

Mehr als 67.000 Neuinfektionen in den USA

Aus den USA werden 67.574 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit steigt die Zahl der im Land registrierten Corona-Infektionen auf gut 3,69 Millionen, wie die US-Seuchenzentren (CDC) mitteilen. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich demnach um 877 auf 139.659.

20.7.2020 • 01:39 Uhr

Inzwischen mehr als 5000 verzeichnete Corona-Tote in Südafrika

In Südafrika hat die Zahl der verzeichneten Todesfälle durch die Corona-Pandemie die Marke von 5000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden wurden weitere 85 Todesopfer gezählt, womit ihre Gesamtzahl auf 5033 stieg, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Die Zahl der registrierten Infektionsfälle lag bei rund 364.000. Südafrika ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land auf dem afrikanischen Kontinent. In der Zahl der bestätigten Ansteckungsfälle liegt Südafrika weltweit auf dem fünften Platz. Mehr bestätigte Infektionen gibt es nur in den USA, Brasilien, Indien und Russland.