Straßenszene in Hamburg | dpa
Liveblog

Corona-Liveblog ++ Hamburg lockert Corona-Einschränkungen ++

Stand: 29.06.2020 17:10 Uhr

Der Hamburger Senat will die Corona-Regeln lockern. Deutschland und Frankreich drängen auf schnelle Wiederaufbauhilfen. Die Einschränkungen im Kreis Gütersloh werden verlängert. Die Entwicklungen im Liveblog.

  • Hamburg erlaubt mehr Großveranstaltungen und Zusammenkünfte
  • Merkel und Macron betonen Einigkeit über EU-Hilfspaket
  • Einschränkungen im Kreis Gütersloh eine Woche verlängert
  • Bundestag beschließt Teile des Konjunkturpakets
  • Großbritannien: Johnson kündigt Infrastrukturprogramm an
  • 262 registrierte Neuinfektionen in Deutschland
  • Airbus drosselt Produktion und Auslieferungen deutlich
29.6.2020 • 22:24 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

29.6.2020 • 20:32 Uhr

Hamburg lockert Corona-Regeln

Der Hamburger Senat wird am Dienstag weitere Lockerungen der Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschließen. So sollen im Freien künftig wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 und in geschlossenen Räumen mit bis zu 650 Teilnehmern möglich sein. Im privaten Rahmen können künftig wieder bis zu 25 Personen zusammenkommen.

Clubs, Saunas, Bordelle und andere Betriebe, in denen es zu besonderer körperlicher Nähe komme, müssten aber auch weiterhin geschlossen bleiben. Für Touristen aus deutschen Corona-Hotspots soll das Beherbergungsverbot weiter gelten.

29.6.2020 • 20:32 Uhr

Trump: Tragen von Masken "persönliche Entscheidung"

Trotz steigender Infektionszahlen in den USA ist Präsident Donald Trump der Ansicht, dass die Entscheidung, eine Maske zu tragen, jedem selbst überlassen sein sollte. Er ermutige die Menschen, "die Entscheidung zu treffen, die für ihre Sicherheit am besten ist", sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses. Trump war mehrfach dafür kritisiert worden, bei Veranstaltungen und Zusammenkünften keine Maske getragen zu haben.

29.6.2020 • 19:18 Uhr

Merkel und Macron bei Wiederaufbauhilfen einig

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron macht Druck bei den EU-Wiederaufbauhilfen nach der Corona-Krise. Es müsse im Juli eine Einigung über den EU-Finanzrahmen und den Wiederaufbauplan geben, sagte er nach einen Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Meseberg.

Macron und Merkel bei der Pressekonferenz nach ihrem Treffen | REUTERS

Auch über die notwendige Distanz hinweg einig: Merkel und Macron Bild: REUTERS

Merkel betonte die Bedeutung der Einigkeit von Deutschland und Frankreich als Schlüssel für eine europäische Lösung beim Wiederaufbau. "Wenn Deutschland und Frankreich einig sind, ist nicht Europa sich einig. Aber wenn Deutschland und Frankreich sich uneinig sind, dann ist es mit der Einigkeit Europas nicht besonders gut bestellt", sagte sie. Macron und Merkel hatten im Mai einen Hilfsfonds in Höhe von 500 Milliarden Euro vorgeschlagen.

29.6.2020 • 18:59 Uhr

Laschet gegen Lockdown für ganze Kreise

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich dafür ausgesprochen, die von Bund und Ländern abgesprochene Regelung für einen sogenannten Lockdown zu verändern. Man müsse noch einmal darüber sprechen, nicht ganze Kreise "herauszunehmen", sondern "die Orte, wo wirklich Gefahr besteht", sagte er. So seien auch infektionsfreie Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf vom Lockdown betroffen gewesen.

29.6.2020 • 18:53 Uhr

2020 keine Broadway-Shows mehr

Am New Yorker Broadway sind alle Vorstellungen für den Rest des Jahres abgesagt. Bereits gekaufte Tickets bis zum 2. Januar würden erstattet oder umgetauscht, teilte der Branchenverband "The Broadway League" mit. Wegen der Pandemie waren dort bereits seit dem 12. März alle Vorstellungen abgesagt worden.

29.6.2020 • 17:10 Uhr

QR-Code als Eintrittskarte für Griechenland-Urlauber

Griechenland-Touristen müssen sich ab Mittwoch auf ein kompliziertes Einreiseverfahren einstellen: Wie die Regierung in Athen mitteilte, müssen alle Touristen 48 Stunden vor ihrer Einreise online ein Anmeldeformular mit einem Fragebogen ausfüllen und erhalten dann einen persönlichen QR-Code, über den nach Ankunft mitgeteilt wird, ob sie auf das Coronavirus getestet werden. 

Das neue Verfahren der Zivilschutzbehörde solle dafür sorgen, dass "die Mehrheit der importierten Corona-Fälle entdeckt" werde, sagte der Regierungsberater Dimitrios Paraskevis dem Sender Skai TV. Das Verfahren gilt demnach bis Ende August.

29.6.2020 • 17:02 Uhr

UN: Pandemie verstärkt den Hunger weltweit

Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen wächst in der Corona-Krise die Zahl hungernder Menschen. Sie könnte in den Ländern, in denen die Organisation tätig ist, vor Ende 2020 auf 270 Millionen Menschen steigen. Das sei ein Anstieg um 82 Prozent im Vergleich zu Zeiten vor der Pandemie.

Gegen den wachsenden Hunger unternimmt das Welternährungsprogramm den größten humanitären Einsatz in seiner Geschichte. Geholfen werden soll 138 Millionen Menschen, das ist mehr als der bisherige Rekord von 97 Millionen im Jahr 2019.

29.6.2020 • 16:32 Uhr

EU: Einreisebeschränkungen für die meisten Ausländer sollen bleiben

Die EU-Länder wollen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen für Menschen aus den USA und zahlreichen anderen Drittstaaten vorerst aufrechterhalten. Lediglich Menschen aus 14 Ländern sollen vom 1. Juli an wieder normal in die EU einreisen dürfen, wie die dpa nach Einleitung eines entsprechenden Beschlussverfahrens von EU-Diplomaten erfuhr.

Konkret seien das Algerien, Australien, Georgien, Japan, Kanada, Marokko, Montenegro, Neuseeland, Ruanda, Serbien, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay. China solle nur dann berücksichtigt werden, wenn es im Gegenzug auch Einreisebeschränkungen für Europäer aufhebt. Mit einer offiziellen Bekanntgabe des Beschlusses wird am Dienstag gerechnet.

29.6.2020 • 16:04 Uhr

Landrat: Noch kein Termin für Wiedereröffnung des Tönnies-Betriebs

Ein Termin für die Wiedereröffnung des Tönnies-Schlachthofs ist noch nicht absehbar. Das teilte der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) mit. Man werde den Betrieb erst wieder erlauben, wenn keine Gefährdung für die Bevölkerung mehr ausgehe. Die Firma Tönnies habe bis dahin noch "viele Hausaufgaben zu erledigen", so Adenauer in Düsseldorf.

29.6.2020 • 15:51 Uhr

Unternehmen legt Preis für Remdesivir-Behandlung fest

Der US-Biotechkonzern Gilead hat die Behandlungskosten für sein als Hoffnungsträger geltendes Medikament Remdesivir für Corona-Patienten festgelegt. Der Preis für eine fünftägige Behandlung mit dem Mittel, das ursprünglich zum Einsatz gegen Ebolainfektionen entwickelt worden war, soll in den USA und anderen Industrieländern 2340 Dollar pro Patient betragen, wie das Unternehmen mitteilte. Für Privatpatienten sollen es 3120 Dollar sein.

Der Preis war Gegenstand hitziger Debatten, seit die US-Gesundheitsbehörde FDA im Mai den Einsatz des Mittels in Notfällen bei Covid-19-Patienten genehmigt hatte. Experten hatten gefordert, Gilead dürfe die Pandemie nicht für Profitzwecke ausnutzen. Der nun festgelegte Preis liegt unter den 5080 Dollar, die die US-Forschungsgruppe für Arzneimittelpreise (ICER) empfohlen hat. Analysten gehen gleichwohl davon aus, dass Gilead mit Remdesivir in den nächsten Jahren Einnahmen in Milliardenhöhe erzielen könnte.

29.6.2020 • 15:45 Uhr

Lufthansa bringt halbe Flotte wieder in die Luft

Die corona-geplagte Lufthansa fährt ihren Flugbetrieb wieder hoch und will bis Ende Oktober mehr als 380 Flugzeuge einsetzen. "Damit ist wieder die Hälfte der Flotte der Lufthansa Group in der Luft", erklärte der Konzern. Dies seien 200 Flugzeuge mehr als noch im Juni. "Nach und nach öffnen sich die Grenzen wieder. Die Nachfrage steigt, kurz- und auch langfristig", so Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister.

29.6.2020 • 15:30 Uhr

Einschränkungen im Kreis Gütersloh eine Woche verlängert

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies bleibt das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh für eine weitere Woche eingeschränkt. Für den Nachbarkreis Warendorf dagegen laufen Einschränkungen um 0 Uhr in der Nacht zu Mittwoch aus, wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in Düsseldorf sagte.

Seiner Einschätzung nach ist das Coronavirus kaum auf die Bevölkerung übergesprungen. Wenn man die Tönnies-Beschäftigten herausrechne, habe die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage im Kreis Gütersloh bei 22,5 gelegen. Im Nachbarkreis Warendorf lag sie - ebenfalls die Tönnies-Beschäftigten herausgerechnet - bei 5,4. "Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich", sagte Laschet. Die offizielle 7-Tage-Inzidenz inklusive der Tönnies-Beschäftigten liegt aber deutlich höher: Im Kreis Gütersloh bei 112,6 - also deutlich über der wichtigen Marke von 50. Im Kreis Warendorf liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 22,0.

Armin Laschet | dpa

Laschet verkündete die Verlängerung der Beschränkungen für den Kreis Gütersloh. Bild: dpa

29.6.2020 • 14:51 Uhr

Iran: Mehr als 160 Corona-Tote an einem Tag

Im Iran sind innerhalb eines Tages mehr als 160 Corona-Patienten gestorben. Das Gesundheitsministerium zeigte sich besorgt. Aktuell liege Zahl der Toten damit bei 10.670 und die der Infizierten bei 225.205, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

Der Anstieg der Fallzahlen steht nach Ansicht von Experten im Zusammenhang mit den Lockerungen in den letzten Wochen. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang der Infektionswelle Ende Mai hatte die Regierung von Hassan Rouhani die Anti-Corona-Maßnahmen gelockert und fast allen Branchen die Arbeit wieder erlaubt.

29.6.2020 • 14:34 Uhr

Mehrwertsteuersenkung: Bahntickets werden günstiger

Die Deutsche Bahn will die beschlossene Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weitergeben. Damit werden auch Fahrten in ICE- und IC-Zügen günstiger - um 1,9 Prozent. Mitte Juli sollen die Bordrestaurants wieder öffnen.

29.6.2020 • 14:28 Uhr

Söder verteidigt Corona-Massentests

Bayerns Strategie in der Corona-Krise wird zum Streitfall. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kritisierte die geplanten Massentests ohne systematisches Vorgehen als nicht zielführend und unnötige Belastung.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wies das zurück. "Das ist die einzige ernsthafte Option, es wird sonst zu wenig getestet", entgegnete der CSU-Chef. Bayern hatte seinen Schritt am Sonntag angekündigt. Zum Konzept gehöre, dass es für jeden mit Krankheitssymptomen eine Garantie auf ein Testergebnis innerhalb von 24 Stunden gebe, so Söder. Auch jeder, der einfach unsicher sei, könne sich testen lassen. Dafür übernimmt das Land Kosten, die nicht von der Krankenkasse bezahlt werden.

29.6.2020 • 14:06 Uhr

Gericht bestätigt Einschränkungen im Kreis Gütersloh

Die derzeit geltenden Beschränkungen im Kreis Gütersloh sind rechtmäßig. Das entschied das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen in Münster. Ein Bewohner der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock hatte die Überprüfung einer Landesverordnung verlangt. Er kritisiert, dass auch Städte wie sein Wohnort und Versmold, Borgholz oder Halle in Westfalen betroffen sind, obwohl es dort keine oder kaum Infizierte gibt.

Diese Ansicht teilt das OVG nicht. Wegen der Vielzahl der positiven Corona-Tests unter Mitarbeitern im Schlachtbetrieb bei Tönnies bestehe eine hinreichend konkrete Gefahr des Überspringens auf die übrige Bevölkerung. Das Land habe daher seinen Ermessensspielraum mit Schutzmaßnahmen für den gesamten Kreis nicht überschritten. Die Regionalverordnung ist nach dem Corona-Ausbruch in einem Schlachtbetrieb der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück in Kraft getreten und gilt im ganzen Kreisgebiet bis zum 30. Juni (Az.: 13 B 911/20.NE).

29.6.2020 • 13:23 Uhr

Steinmeier: Demokratie hat sich in Corona-Krise bewährt

In der Corona-Pandemie hat sich nach Einschätzung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Stärke der Demokratie und die Schwäche autoritärer Systeme bewiesen. "Die vergangenen Wochen haben gezeigt: Unsere Demokratie kann auf existenzielle Bedrohungen reagieren, und zwar schnell, entschieden und kraftvoll", sagte Steinmeier. "Wir sind gemeinsam in der Lage, in kürzester Zeit umzusteuern, gewohnte Pfade zu verlassen und auch unter Ungewissheitsbedingungen zu entscheiden, notfalls Irrtümer einzuräumen und zu korrigieren." Bei einem Forum zum Thema "Testfall Corona - Wie geht es unserer Demokratie?" erinnerte Steinmeier daran, dass es zuletzt in vielen Teilen der Welt, auch in Europa, eine "Faszination des Autoritären" gegeben habe. Diese Gefahr sei nicht gebannt, aber in der Corona-Krise habe das Autoritäre an Faszination verloren. "Im Kampf gegen das Virus hilft es nicht, wenn Zahlen gefälscht oder gar nicht erst erhoben werden, um das eigene Regime besser aussehen zu lassen. Und es ist skrupellos, wenn gewählte Regierungen den Kampf gegen das Virus missbrauchen, um Freiheitsrechte weiter abzubauen und eigene Macht zu zementieren suchen", so der Bundespräsident.

29.6.2020 • 12:41 Uhr

Bundestag beschließt Teile des Konjunkturpakets

Der Bundestag hat wichtige Teile des Konjunkturpakets beschlossen, das Konsum und Wirtschaft in der Corona-Krise wieder ankurbeln soll. Das Parlament stimmte den Neuerungen in einer Sondersitzung mit den Stimmen der Großen Koalition zu. Damit sie zum 1. Juli in Kraft treten können, bedarf es am Nachmittag allerdings auch noch der Zustimmung des Bundesrats. Eine Senkung der Mehrwertsteuer soll die Kaufkraft stärken. Bis Jahresende fallen statt 19 nur noch 16 Prozent Mehrwertsteuer beim Einkauf an. Zweiter großer Bestandteil des Konjunkturpakets ist ein Bonus von 300 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind.

29.6.2020 • 12:30 Uhr

Irische Pubs öffnen nach 15 Wochen wieder

Nach rund 15 Wochen Schließung wegen der Corona-Pandemie dürfen in Irland wieder Kneipen öffnen. Pubs, in denen Essen serviert wird, sowie Restaurants und Hotels nahmen im Zuge einer neuen Lockerungsphase wieder ihren Betrieb auf. Barbetreiber-Organisationen gingen davon aus, dass rund 2000 der insgesamt 7000 irischen Pubs, die seit Mitte März geschlossen waren, wiedereröffnet werden. Auch Kirchen, Friseurgeschäfte, Kinos sowie Museen dürfen wieder Besucher empfangen. Zudem wurden alle inländischen Reisebeschränkungen aufgehoben.

Ein Mann legt eine Matte in einem Pub aus | dpa

In Pubs gelten strenge Abstandsregeln: Die Gäste müssen an Tischen Platz nehmen und dürfen maximal 105 Minuten bleiben. Bild: dpa

29.6.2020 • 12:15 Uhr

Tschechien: Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Anfang April

Tschechien hat die höchste tägliche Zahl an Coronavirus-Neuinfektionen seit Anfang April registriert. Gestern wurden 305 bestätigte Erkrankungsfälle gemeldet, während es am Samstag noch 260 gewesen waren. Nach Einschätzung von Gesundheitsminister Adam Vojtech handelt es sich nicht um eine zweite Welle. Grund für den sprunghaften Anstieg sei ein lokaler Infektionsherd in der Industrieregion Mährisch-Schlesien, so der Minister. Dort finden derzeit Reihenuntersuchungen unter Bergleuten des staatlichen Steinkohleförderers OKD statt. Während die Corona-Maßnahmen im Rest des Landes weiter gelockert werden, kommt es in der östlichen Region zu Verschärfungen. Als stabil schätzt das Gesundheitsministerium die Entwicklung in der Hauptstadt Prag ein.

29.6.2020 • 11:56 Uhr

Großbritannien: Johnson kündigt Infrastrukturprogramm an

Der britische Premierminister Boris Johnson will die Wirtschaft seines Landes mit einem Investitionspaket wieder aus der Corona-Krise holen. In einem Interview bei dem Sender "Times Radio" kündigte er an, dass unter anderem eine Milliarde Pfund (rund 1,1 Mrd Euro) in den kommenden zehn Jahren in den Bau und die Sanierung von Schulen fließen sollen. Neben Investitionen in Bildungseinrichtungen nannte Johnson auch die weitere Infrastruktur und den Bereich Technologie. Mehr Details will der Premier am Dienstag bei einer Rede vorstellen. Er verglich die Maßnahme mit der "New Deal"-Politik des früheren US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt nach der Weltwirtschaftskrise im frühen 20. Jahrhundert. Der Sparpolitik der vergangenen Jahre erteilte er eine klare Absage.

29.6.2020 • 11:05 Uhr

Corona-Testzentrum öffnet am Frankfurter Flughafen

Am Frankfurter Flughafen öffnet ein Corona-Testzentrum für Reisende. Das Biotechnologie-Unternehmen Centogene hat das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Flughafenbetreiber Fraport und der Lufthansa gestartet. Voraussichtlich bis Ende Juli 2021 können abfliegende und auch ankommende Passagiere das "Walk-In-Testcenter" aufsuchen. Die derzeitige Kapazität betrage etwa 300 Tests pro Stunde, hieß es. Tests können den Angaben zufolge entweder am Vortag oder am Tag der Abreise in einem Eilverfahren vorgenommen werden. Alle Ergebnisse würden den Passagieren über eine sichere, digitale Plattform zur Verfügung gestellt und mit dem Flugticket verknüpft, sagte Centogene-Chef Arndt Rolfs. "Mit der Eröffnung des Testcenters bieten wir unseren Gästen eine komfortable Möglichkeit, sich für Flüge ins Ausland oder einen Aufenthalt in Deutschland zu testen, um eine Quarantäne zu vermeiden", sagte Björn Becker von der Lufthansa-Gruppe.

29.6.2020 • 10:41 Uhr

Brasilien: Infektionen im Landesinneren steigen rasant

In Brasilien breiten sich die Corona-Infektionen von den Metropolen immer mehr ins Landesinnere mit oftmals schlechter Gesundheitsversorgung aus. Mit den Lockerungen von Quarantänemaßnahmen sei die Zahl der Todesfälle im Bundesstaat São Paulo überproportional angestiegen, berichtete die Zeitung "Folha de São Paulo". Eine ähnliche Entwicklung gibt es in den Bundesstaaten Rio de Janeiro, Minas Gerais und Pará im Amazonasgebiet. Da viele Orte über keine Hospitäler verfügen, gehen Gesundheitsexperten zudem von einer hohen Dunkelziffer aus. Bestätigt wurden in Brasilien bislang an die 60.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona und mehr als 1,3 Millionen Infektionen. Trotz der dramatischen Situation verharmlost Präsident Jair Bolsonaro weiter Covid-19 und fordert die Regionalregierungen auf, alle Ausgangsbeschränkungen und Quarantänemaßnahmen zu beenden.

29.6.2020 • 10:27 Uhr

FAQ: Was haben Verbraucher von der Mehrwertsteuersenkung?

In der Corona-Krise hat sich die Konsumstimmung in Deutschland deutlich eingetrübt, zahlreiche Branchen leiden massiv unter den andauernden Umsatzeinbrüchen. Als Teil des Corona-Konjunkturpakets sinkt ab Mittwoch die Mehrwertsteuer, um die Binnennachfrage anzukurbeln. Können Kunden davon profitieren?

29.6.2020 • 10:11 Uhr

Kreis Gütersloh: Neuinfektionen überschreiten weiterhin Grenzwert

Unmittelbar vor einer möglichen Verlängerung des regionalen Lockdowns im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen noch deutlich über einer kritischen Marke. Laut vom Robert Koch-Institut gab es in dem Kreis 112,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Die kritische Marke liegt bei 50. Gestern hatte die sogenannte 7-Tage-Inzidenz noch 132,9, am vergangenen Dienstag noch 270,2 betragen.

Der Kreis Gütersloh ist nach den RKI-Zahlen weiterhin der einzige Kreis in ganz Deutschland oberhalb der wichtigen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Hintergrund ist der massive Ausbruch des Coronavirus beim Fleischwerk von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Der seit Mittwoch geltenden regionalen Einschränkungen des Alltagslebens in den NRW-Kreisen Gütersloh und Warendorf sind bis morgen befristet. Nun muss entschieden werden, ob der Lockdown ausläuft oder verlängert wird.

29.6.2020 • 09:48 Uhr

Russland: Niedrigste Zahl an Neuinfektionen seit April

Russland meldet 6719 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das ist der geringste tägliche Zuwachs seit dem 29. April. Insgesamt haben sich 641.156 Menschen in Russland mit dem Coronavirus infiziert. 93 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden gestorben, damit stieg die Gesamtzahl der Todesopfer nach offiziellen Angaben auf 9.166.

29.6.2020 • 08:52 Uhr

Söder: Sicherheit ist wichtiger Konjunkturimpuls

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt vor zu viel Lässigkeit im Umgang mit dem Coronavirus. "Testen ist das eine, weiter Abstand halten das andere", sagte er im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Man dürfe nicht glauben, dass alles wieder normal sei. Söder verteidigte den Plan Bayerns, Tests für alle einzuführen - auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. Nicht jeder werde es sofort annehmen, so Söder, aber das Angebot sei ein "sehr, sehr gutes".

Beim Konjunkturpaket, das heute im Bundestag beraten wird, lobte Söder die Fülle der Maßnahmen. Die zeitweise Senkung der Mehrwertsteuer sei ein Instrument, um die Konjunktur wieder anzukurbeln. "Ich glaube allerdings, dass der wichtigste Konjunkturimpuls am Ende mehr Sicherheit ist." Das Plenum des Bundestags soll heute in einer Sondersitzung über die ersten Teile des Konjunkturpakets abstimmen, im Anschluss soll dann auch der Bundesrat in einer Sondersitzung abstimmen. Einer der Kernpunkte ist die befristete Senkung der Mehrwertsteuer, die am Mittwoch in Kraft treten und bis Jahresende gelten soll.

29.6.2020 • 08:18 Uhr

Produktion bei Toyota bricht im Mai ein

Bei Japans größtem Autobauer Toyota ist die globale Produktion im Mai wegen der Corona-Pandemie um 54,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat eingebrochen. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Erfassung vergleichbarer Daten 2004. Damit ist Toyotas Produktion seit nunmehr fünf Monaten in Folge rückläufig. Der weltweite Absatz sank im Berichtsmonat zugleich um 31,8 Prozent auf 576.508 Fahrzeuge, wie der Konzern weiter bekanntgab. Im Vormonat war der globale Absatz bei Toyota allerdings noch stärker um 46,3 Prozent eingebrochen.

29.6.2020 • 07:53 Uhr

Infektionen ohne Tönnies-Bezug im Kreis Gütersloh weiter gestiegen

Im Kreis Gütersloh wächst die Zahl nachgewiesener Corona-Infektionen von Menschen ohne direkten Bezug zu den Beschäftigten der Fleischfirma Tönnies. Binnen sieben Tagen einschließlich Samstag (21. bis 27. Juni) habe sich die Zahl dieser Fälle auf 107 erhöht, teilte der Kreis mit. Das sind 32 mehr als für den Vergleichszeitraum am Vortag (20. bis 26. Juni). Weiterhin zeige aber die Mehrzahl der Betroffenen keine Krankheitssymptome und es sei auch nach wie vor kein Anstieg der Zahl von Erkrankungen zu verzeichnen, erklärte der Kreis in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut (RKI). Die Zunahme bestätigter Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 liege vermutlich an der starken Ausweitung der Tests von Menschen ohne Symptome: Viele lassen sich derzeit testen, weil sie hoffen, mit einem negativen Corona-Test in ihrem Urlaubsdomizil nicht abgewiesen zu werden.

29.6.2020 • 07:40 Uhr

Streiks bei Amazon - auch wegen Corona

Mitarbeiter des Online-Händlers Amazon haben mit Beginn der Nachtschicht zu Montag nach Angaben der Gewerkschaft ver.di an mehreren Standorten die Arbeit niedergelegt. Ein 48-stündiger Streik sei unter anderem in Bad Hersfeld und Koblenz sowie in Rheinberg und Werne gestartet worden, teilte die Gewerkschaft mit. Über die Beteiligung insgesamt lagen zunächst keine Angaben vor. Im Logistikzentrum in Rheinberg haben laut ver.di etwa 400 bis 450 Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. Angesichts der jüngsten Coronavirus-Ausbrüche an mehreren Amazon-Standorten fordert ver.di den Abschluss eines Tarifvertrags, um den Gesundheitsschutz und die Sicherheit der Beschäftigten abzusichern. Außerdem verlangt die Gewerkschaft die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels. Amazon hatte sich bei früheren Aktionen und Streikaufrufen der Gewerkschaft gelassen gezeigt. Ein Sprecher hatte in der Vergangenheit betont, Amazon sei auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsbewusster Arbeitgeber.

29.6.2020 • 06:51 Uhr

Studie: Große regionale Unterschiede bei Kurzarbeit

Kurzarbeit durch die Corona-Krise hat vor allem Regionen mit einem hohen Anteil von Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie sowie Urlaubsgebiete getroffen. Das hat eine Analyse für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung ergeben. Insbesondere deutschen Städte und Kreise mit starker Autobranche wiesen hohe Kurzarbeitsquoten auf, heißt es in der Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Böckler-Stiftung. So seien im März und April an den VW-Standorten Emden (56,0 Prozent) und Wolfsburg (52,2 Prozent) für mehr als die Hälfte aller dort sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt worden. Der bundesweite Durchschnitt habe im April gut 31 Prozent betragen. Überdurchschnittlich viel Kurzarbeit sei auch in Fremdenverkehrsregionen angemeldet worden. Insgesamt seien vor allem Regionen mit unterdurchschnittlichen Beschäftigungsanteilen von Großbetrieben stark betroffen.

Die Forscher hatten Regionaldaten der Bundesagentur für Arbeit zur angemeldeten Kurzarbeit ausgewertet. Diese Zahlen dürften deutlich höher sein als die der tatsächlich kurzarbeitenden Beschäftigten. Die Unternehmen hätten oft vorsorglich für größere Gruppen Kurzarbeit angemeldet. Regionale Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit würden erst in einigen Monaten vorliegen.

29.6.2020 • 06:34 Uhr

Australien führt Speicheltests ein

Australien will erstmals auch mit Speichelproben auf das Coronavirus testen. Der Speicheltest werde im Bundesstaat Victoria beginnen, sagte der stellvertretende leitende Gesundheitsbeamte Nick Coatsworth der Rundfunkgesellschaft ABC. Die Trefferquote muss demnach noch untersucht werden. Die unbequemere Entnahme von Proben in der Nase bleibe die bevorzugte Option und sei womöglich auch genauer, doch der Speicheltest werde insbesondere für Kinder "großartig".

Ein größerer Ausbruch in Victoria beschäftigt derzeit auch die Behörden. In dem Bundesstaat wurden am Sonntag 75 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Im Rest des Landes waren es lediglich vier. Der leitende Gesundheitsbeamte von Victoria, Brett Sutton, sagte, die Behörden stünden kurz davor, die Kontrolle über die Ausbreitung zu verlieren, während landesweit die Maßnahmen zur Einschränkung nach und nach zurückgenommen wurden. Das sei eine ernsthafte Herausforderung.

29.6.2020 • 04:34 Uhr

262 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 262 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 193.761 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI meldete. 8961 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 4 im Vergleich zum Vortag. Etwa 178.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 400 mehr als noch einen Tag zuvor. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 0,71 (Vortag: 0,62).

29.6.2020 • 03:36 Uhr

Peking testet acht Millionen Menschen

Infolge des neuen Coronavirus-Ausbruchs in Peking hat die chinesische Hauptstadt millionenfach Coronatests durchgeführt. Wie die Lokalbehörden mitteilten, wurden bis Sonntag 8,3 Millionen Proben gesammelt und 7,7 Millionen Tests in der 20-Millionen-Metropole abgeschlossen. Als Reaktion auf den Ausbruch auf einem Pekinger Großmarkt hatten die Behörden vor zwei Wochen die zweithöchste Sicherheitsstufe ausgerufen, womit die chinesische Stadt teilweise abgeriegelt wurde. Wer Peking verlassen will, muss einen negativen Coronatest vorweisen und darf nicht in einem der Risikogebiete leben. Seit dem neuen Ausbruch wurden über 300 Infektionen in Peking festgestellt. Wie Chinas Gesundheitskommission mitteilte, kamen bis Montag sieben weitere Infizierte in der Stadt hinzu. Landesweit wurden zwölf neue Infektionen gemeldet. 

29.6.2020 • 01:44 Uhr

Bars in Teilen Kaliforniens müssen wieder schließen

Angesichts des rasanten Anstiegs der Corona-Infektionsfälle hat Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom erneut die Schließung der Bars in Los Angeles und sechs weiteren Bezirken des US-Westküstenstaats angeordnet. Neben Los Angeles müssen die Bars in Fresno, Imperial, Kern, Kings, San Joaquin und Tulare schließen, wie Newsom im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte.  In den sieben betroffenen Bezirken leben etwa 13,5 Millionen Menschen, was etwa einem Drittel der Bevölkerung Kaliforniens entspricht. Die Bars in Los Angeles - der zweitgrößten Stadt der USA - waren erst am 19. Juni wieder geöffnet worden. 

Auch in anderen Teilen der USA wurden wegen der weiterhin starken Ausbreitung des Virus erneut Beschränkungen verhängt. So untersagten die Behörden in Texas und Florida den Ausschank von Alkohol in Bars.  Die derzeit am stärksten betroffenen US-Bundesstaaten befinden sich im Süden und Westen der USA. Kritiker machen dafür eine zu rasche Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen verantwortlich. 

29.6.2020 • 01:33 Uhr

Airbus drosselt Produktion und Auslieferungen deutlich

Der Flugzeugbauer Airbus wird als Reaktion auf die Luftfahrt-Krise für zwei Jahre seine Produktion und seine Auslieferungen um 40 Prozent kürzen und Tausende Stellen abbauen. "Wir können uns von der Entwicklung bei den Airlines nicht abkoppeln", sagte Airbus-Chef Guillaume Faury der "Welt". Während der Konzern bisher von einer Kürzung um rund 30 Prozent sprach, ist jetzt von 40 Prozent die Rede, weil sich die Differenz zum zuvor geplanten Produktionsausbau in 2020/21 vergrößert.

Von der meistverkauften Baureihe A320 sollen nur noch 40 Maschinen pro Monat gefertigt werden. Derzeit seien viele fertige Flugzeuge geparkt, sagte Faury. Die Airlines nehmen sie wegen des Einbruchs im Markt durch die Corona-Krise zunächst nicht ab. Es werde bis Ende 2021 dauern, bevor Produktion und Auslieferungen wieder im Einklang stehen, sagte der Airbus-Chef dem Blatt. Den genauen Umfang des Stellenabbaus will Faury nach Gesprächen mit der Arbeitnehmerseite bis Ende Juli verkünden. Spekuliert wird, dass bis zu 15.000 Stellen in der Zivilflugzeugsparte mit 90.000 Beschäftigten betroffen sind.

29.6.2020 • 00:57 Uhr

Brasilien meldet 552 neue Todesfälle

In Brasilien wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in den vergangenen 24 Stunden 30.476 neue Infektionen und 552 weitere Todesfälle verzeichnet. Insgesamt gebe es damit mehr als 1,34 Millionen bekannte Fälle und 57.622 Todesfälle.

29.6.2020 • 00:14 Uhr

Österreich hebt Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen auf

Österreich hebt seine Reisewarnung für das Bundesland Nordrhein-Westfalen auf, die nach dem Corona-Ausbruch in der Region Gütersloh erlassen worden war. Die für Tourismus zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger erklärte in der Sendung "Bild live - Die richtigen Fragen": "Mit heute 00.00 Uhr wird die allgemeine Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen aufgehoben, sie wird nurmehr für den Kreis Gütersloh gelten." Aber auch für Bewohner der betroffenen Region um die Großschlachterei Tönnies gelte: Wer einen negativen Corona-Test vorweise, werde "seinen Urlaub in Österreich antreten können".