Beerdigung einer an Covid-19 gestorbenen Weltkriegsveteranin in Massachussetts | AP
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Liveblog zum Nachlesen ++ Mehr als 100.000 Tote in den USA ++

Stand: 01.06.2020 23:02 Uhr

Die Zahl der Virus-Toten in den USA steigt nach Angaben der Behörde CDC um 696 auf 104.396. In Italien geht die Zahl der Infektionsfälle zurück. Erstmals seit März wurde in Spanien kein neuer Corona-Toter gemeldet. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Zahl der Toten in den USA steigt auf 104.396
  • Zahl der neuen Infektionen in Italien sinkt
  • R-Wert steigt wieder in Deutschland
  • Erstmals seit März kein einziger Toter in Spanien
  • Ausflugsorte an der Ostsee sperren Touristen aus
1.6.2020 • 23:02 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Für heute beenden wir unseren Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse und bleiben Sie gesund.

1.6.2020 • 22:44 Uhr

68 Infizierte nach Ausbruch in Göttingen

In Göttingen sind nach mehreren privaten Familienfeiern mindestens 68 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Die Ergebnisse weiterer Tests stünden noch aus, teilte die Stadt am Montagabend mit. Eine Person werde weiterhin stationärer behandelt. Die Behörden in Göttingen arbeiten mit Hochdruck daran, alle Personen ausfindig zu machen, die mit den Infizierten Kontakt hatten.

203 Kontaktpersonen ersten Grades seien in Stadt und Landkreis Göttingen identifiziert worden, hieß es. Alle hätten eine Quarantäneverfügung erhalten und sind aufgefordert sich testen zu lassen. Weitere Kontakte hätten sich etwa in Salzgitter, Osnabrück oder dem Eichsfeld Kreis gefunden. Diese seien informiert worden.

1.6.2020 • 21:40 Uhr

Zahl der Toten in den USA steigt auf 104.396

Die Zahl der Virus-Toten in den USA steigt nach Angaben der Behörde CDC um 696 auf 104.396. Die Zahl der bestätigten Infizierten legt um 26.177 auf rund 1,787 Millionen zu.

1.6.2020 • 20:30 Uhr

Italien startet Corona-App trotz Datenschutzbedenken

Im Kampf gegen den Coronavirus ist in Italien trotz Datenschutzbedenken eine umstrittene Tracking-App an den Start gegangen. Seit heute können die Menschen in vier italienischen Regionen die App "Immuni" nutzen, um Kontakte nach einer Infektion besser nachzuverfolgen. Infektionsketten sollen damit schneller unterbrochen werden. Die Anwendung soll auf freiwilliger Basis heruntergeladen werden. Sie basiert auf Bluetooth.

1.6.2020 • 19:48 Uhr

Hydroxychloroquin gegen Covid-19? WHO will in 24 Stunden entscheiden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will innerhalb von 24 Stunden entscheiden, ob eine klinische Studie mit dem umstrittenen Malariamittel Hydroxychloroquin zur Behandlung von Covid-19-Patienten fortgesetzt werden soll. Bis dahin habe man genügend Informationen vorliegen, um zu einem Beschluss zu kommen, teilt die WHO mit. Zuletzt waren die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des Wirkstoffes gestiegen, die WHO unterbrach deshalb vor kurzem eine große klinische Studie mit dem Mittel.

Eine Wirksamkeit der Arznei gegen das Coronavirus ist Experten zufolge nicht nachgewiesen. Die US-Arzneimittelaufsicht FDA hat bereits vor schweren Nebenwirkungen beim Einsatz von Hydroxychloroquin bei Covid-19-Patienten gewarnt. Dennoch gab US-Präsident Trump an, dieses Mittel präventiv gegen Covid-19 zu nehmen.

1.6.2020 • 19:32 Uhr

Großbritannien zählt niedrigste Zahl an Toten seit zehn Wochen

In Großbritannien ist die Zahl der täglichen Corona-Toten auf den niedrigsten Stand seit Beginn der landesweiten Ausgangsbeschränkungen vor gut zwei Monaten gefallen. 111 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden gestorben, sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. Dies sei ein "bedeutender Fortschritt" bei der Eindämmung der Pandemie. Die tägliche Opferzahl war seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen am 23. März nicht mehr so niedrig. Die Zahl der Neuinfektionen vom Montag erreichte laut Hancock mit 1570 Fällen den niedrigsten Stand seit dem 25. März.

1.6.2020 • 19:11 Uhr

Zahl der neuen Infektionen in Italien sinkt

Kurz vor der Öffnung Italiens für ausländische Urlauber gehen die Corona-Zahlen weiter zurück: Der italienische Zivilschutz in Rom meldete knapp 178 neu registrierte Infektionsfälle innerhalb von 24 Stunden. Das sei der niedrigste Wert seit dem 26. Februar, erläuterten die Experten der Behörde. Er lag auch unter den Zahlen aus Deutschland. Dort hatten die Gesundheitsämter zuletzt dem Robert Koch-Institut 333 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. An oder mit der Covid-19-Krankheit starben in Italien erneut 60 Menschen. Am Vortag lag auch dieser Wert darüber, auf dem Höhepunkt der Corona-Welle im März jedoch waren in dem Land an einem Tag beinahe 1000 Menschen gestorben. Insgesamt stieg die Zahl der Corona-Toten seit Februar damit auf 33.475.

1.6.2020 • 18:43 Uhr

Brüsseler Atomium nach Krise wieder geöffnet

Das Atomium ist wieder offen: Das wegen der Corona-Pandemie geschlossene Brüsseler Wahrzeichen kann wieder besichtigt werden, allerdings unter strengen Auflagen. So dürfen nur 150 Personen gleichzeitig in dem spektakulären Bauwerk im Norden der Stadt sein. Den Besuchern wird beim Eintreten Fieber gemessen. Tickets kann man nur online bestellen. Das zur Weltausstellung 1958 errichtete Atomium ist die begehbare Nachbildung eines Eisenkristalls mit neun Atomen, 165 Milliarden Mal vergrößert. Es zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der belgischen Hauptstadt und zieht normalerweise mehrere hunderttausend Besucher pro Jahr an.

1.6.2020 • 18:28 Uhr

Erstmals seit März kein einziger Toter in Spanien

Erstmals seit März ist in Spanien ein Tag vergangen, ohne dass ein neuer Corona-Toter gemeldet wurde. In den 24 Stunden von Sonntag bis Montag habe es außerdem nur 71 bestätigte Neuinfektionen gegeben, sagte der Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simón. Die Zahlen seien "sehr, sehr ermutigend". Spanien hatte den ersten Todesfall der Corona-Pandemie am 3. März vermeldet, den nächsten zwei Tage später. In der Folge stieg die Zahl der Infizierten und Toten exponentiell an. Den Höhepunkt erreichte sie am 2. April mit 950 Toten innerhalb von 24 Stunden. Insgesamt starben nach offiziellen Zahlen in Spanien 27.127 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2, 240.000 Infektionen wurden bestätigt.

1.6.2020 • 17:53 Uhr

R-Wert steigt wieder in Deutschland

Nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts liegt die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, bei 1,20. Am Vortag war es noch 1,04. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

1.6.2020 • 17:24 Uhr

Berliner Polizei schreitet gegen Hunderte Schlauchboote ein

Eine Ansammlung von Hunderten Schlauchbooten hat zu Pfingsten die Berliner Polizei beschäftigt. Die Versammlung "Für die Kultur - Alle in einem Boot" am Sonntag habe von der Spree über den Landwehrkanal nach Kreuzberg geführt, teilte die Polizei heute mit. Zwischenzeitlich seien rund 300 bis 400 Boote zusammengekommen. Die Polizei sei mit rund 100 Kräften im Einsatz gewesen.

Rund 1500 Menschen hätten sich auf dem Wasser und an Land aufgehalten. Der Veranstalter habe die Versammlung "aufgrund der nicht eingehaltenen Abstände zueinander und von Beschwerden über zu laute Musik" nach einem Gespräch mit der Polizei am frühen Abend beendet, hieß es im Polizeibericht.

1.6.2020 • 17:18 Uhr

Schweden meldet acht neue Todesfälle

Schweden hat acht neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, nachdem der Sonntag der erste Tag ohne Corona-Tote seit März gewesen war. Wie die staatliche Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl der Todesfälle auf 4403. Etwa 37.800 Menschen infizierten sich bisher. Den ersten Todesfall hatte das skandinavische Land am 11. März registriert.

1.6.2020 • 17:07 Uhr

Ausflugsorte an der Ostsee sperren Touristen aus

Einige Gemeinden in Schleswig-Holstein reagieren auf den Besucheransturm an ihren Stränden mit temporären Betretungsverboten. In die Orte Haffkrug und Scharbeutz können bis voraussichtlich 18 Uhr keine Tagestouristen kommen, berichtet der NDR. Die Bürgermeisterin von Scharbeutz, Bettina Schäfer, begründete den Schritt damit, dass die nötigen Corona-Regeln wegen des regen Zulaufs an Menschen nicht befolgt werden könnten. "Wir müssen tatsächlich irgendwie schaffen, die Abstände einzuhalten" sagte Schäfer dem NDR. Es tue ihr leid, wenn Menschen an den Strand oder zu ihren Ferienwohnungen möchten, aber das sei jetzt nicht möglich.

Als Grenze gilt für Scharbeutz eine Parkplatzauslastung von maximal 70 Prozent - bis zum Mittag waren gut 66 Prozent schon belegt. Die Parkplätze wurden zwischenzeitlich schon gesperrt. Damit die Sicherheit der Urlauberinnen und Urlauber in Scharbeutz und Haffkrug gewährleistet werden kann, werden die Tagestouristen, die jetzt in die beiden Orte fahren wollen, umgeleitet. Nach Angaben der Bürgermeisterin sind bereits einige Seitenstraßen in den Orten abgesperrt.

Auch Gemeinden in Bayern ächzten unter dem Andrang der Touristen. Wanderparkplätze am Tegernsee und in den Allgäuer Alpen waren bereits am Vormittag zugestellt. Die Ausflügler stellten ihre Autos sogar ins Naturschutzgebiet, auf Wiesen und in den Wald, berichtete die örtliche Polizei dem BR. Dazu kamen Wildcamper in den Bergen. Die Kemptner Polizei spricht von einem "Ausnahmezustand". Es hagelte Strafzettel.

1.6.2020 • 16:35 Uhr

Mann provoziert Tumult in Stuttgart

Ein junger Mann hat in der Stuttgarter Innenstadt einen großen Polizeieinsatz und Tumulte provoziert. Nach Polizeiangaben wählte der 18-Jährige in der Nacht zum Sonntag den Notruf und sagte, er sei angestochen worden. Als die ersten Streifenwagenbesatzungen eintrafen, stellten die Beamten fest, dass der junge Mann unverletzt war. Der 18-Jährige gab seinen Notruf als Spaß aus.

Als die Beamten seine Personalien wegen Vortäuschens einer Straftat aufnehmen wollten, hätten sich tumultartige Szenen entwickelt. Der junge Mann habe sich heftig gewehrt, so dass Polizisten ihn zu Boden brachten und ihm Handschellen anlegten, teilte die Polizei mit. Inzwischen seien mehrere Hundert Schaulustige aufgetaucht und hätten die Beamten eingekreist. Die Polizisten seien unter anderem als Rassisten beschimpft worden. Rund 30 Streifenwagenbesatzungen seien nötig gewesen, um die Situation in den Griff zu bekommen.

1.6.2020 • 16:27 Uhr

Remdesivir zeigt bei milden Verläufen von Covid-19 Besserung

Das Medikament Remdesivir zeigt seinem Hersteller Gilead zufolge bei Patienten mit milden Verläufen von Covid-19 Erfolge. Das ergebe eine weitere Studie, teilt der US-Biotechkonzern mit. Nach einer fünftägigen Behandlung mit Remdesivir gehe es einer höheren Anzahl Patienten nach elf Tagen besser als denen mit Regelversorgung. Bei Tests, bei denen zehn Tage Remdesivir gegeben werde, zeichne sich derselbe Trend ab. Es lägen aber noch nicht genügend Daten vor.

1.6.2020 • 16:25 Uhr

Slowakei öffnet Schulen erstmals wieder nach Corona-Pause

Fast alle Grundschulen der Slowakei haben am Montag unter strengen Hygieneauflagen erstmals seit März wieder für die erste bis fünfte Schulstufe geöffnet. Für ältere Schüler gibt es hingegen weiterhin nur Online-Unterricht. Auch alle Kindergärten des Landes durften wieder öffnen. Präsidentin Zuzana Caputova, Regierungschef Igor Matovic und andere Spitzenpolitiker besuchten einzelne Schulen für Fototermine zur Wiedereröffnung.

1.6.2020 • 15:59 Uhr

Bundeswehr fliegt Ausbilder aus Afghanistan

Mit zwei Sonderflügen sind Bundeswehrsoldaten und deutsche Polizeiausbilder, die in Afghanistan im Einsatz waren, nach Deutschland zurückgeholt worden. Sie hatten sich zuvor mit Covid-19 infiziert. Doch mit ihrem Abzug gerät ihre Mission ins Stocken, berichtet ARD-Korrespondent Bernd Musch-Borowska.

1.6.2020 • 15:53 Uhr

Lufthansa-Aufsichtsrat nimmt Auflagen für Staatshilfen an

Der Aufsichtsrat der Lufthansa hat das milliardenschwere Rettungspaket für die von der Corona-Krise getroffene Fluggesellschaft gebilligt. Nach dem Vorstand akzeptierte auch das Aufsichtsgremium die von der EU-Kommission aus Wettbewerbsgründen geforderten Auflagen. Die Aktionäre sollen auf einer Hauptversammlung am 25. Juni zustimmen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr kündigte zudem Gespräche mit den Gewerkschaften über Kapazitätsanpassungen an.

1.6.2020 • 15:42 Uhr

Per Fuß bedienbarer Aufzug in Thailand

Ein Shoppingcenter in Bangkok will mit einem neuen Aufzug in Corona-Zeiten Kontakte reduzieren. Dort kann man seit Kurzem den Aufzug per Fuß bedienen. Für jede Etage gibt es eine Pedale - ähnlich wie bei einem Schlagzeug. Man kann damit auch die Türen öffnen und schließen. Auch andere Geschäfte in Thailand haben freiwillige Sicherheitsmaßnhamen eingeführt. In einigen Restaurants gibt es Plastiksichtschutz an den Tischen. Inzwischen sind im Land auch Massagestudios wieder geöffnet. Gesichtsmassagen dürfen jedoch noch nicht angeboten werden. Und eine Person darf höchstens zwei Stunden massiert werden. Auch Fußball darf wieder gespielt werden - allerdings mit maximal zehn Zuschauern.

 In einem Shoppingcenter in Bangkok bedient man den Aufzug per Fuߟ. | dpa

Mit Pedalen kann der Aufzug in Bangkok bedient werden - man versuche so, in Corona-Zeiten Kontakte zu reduzieren, erklärte das Einkaufszentrum. Bild: dpa

1.6.2020 • 15:32 Uhr

Estland und Litauen öffnen Grenzen

Estland und Litauen haben ihre Grenzen wieder für Bürger aus europäischen Ländern mit niedrigen Coronavirus-Ansteckungsraten geöffnet. Wer aus EU-Staaten, Länder des Schengenraums, Großbritannien und Nordirland kommt, darf wieder in die beiden Ostseestaaten einreisen. Dabei entfällt die Quarantänepflicht für Einreisende aus Ländern mit einer Infektionsrate von bis zu 15 Fällen pro 100.000 Einwohner. Wer aus Ländern mit einer höheren Infektionsrate einreist, muss sich für zwei Wochen in häusliche Isolation begeben. Demnach können derzeit auch Bundesbürger ohne Quarantäne einreisen.

Auch die Bewohner der beiden baltischen EU-Staaten im Nordosten Europas können nun mehr Freiheiten genießen: Kultur-, Sport-, Unterhaltungs-, und andere Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmern in Innenräumen sind wieder erlaubt. Dabei gelten strenge Hygienevorschriften, Kapazitätsbeschränkungen und Abstandsregeln. Im Freien liegt die Grenze in Litauen bei 300, überdies gilt eine allgemeine Mundschutzpflicht. Restaurants, Bars, Cafés und Nachtclubs dürfen in Litauen nun eine Stunde länger bis 23 Uhr geöffnet haben. Auch in Estland dürfen die Lokale nun wieder nach 22 Uhr wieder geöffnet haben und nach dieser Zeit auch alkoholische Getränke verkaufen.

1.6.2020 • 15:22 Uhr

Schulen in England öffnen wieder

Trotz heftiger Kritik haben in Großbritannien einige Schulen nach wochenlanger Schließung wieder geöffnet. Rund zwei Millionen Schüler im Alter von vier bis sechs sowie von zehn bis elf Jahren durften heute wieder in den Unterricht zurückkehren. Kritiker aus dem Bildungsbereich halten die Öffnung jedoch für verfrüht. Die Leiter von Grundschulen erwarteten laut einer Umfrage, dass rund die Hälfte der Eltern ihre Kinder nicht in die Schule schickt. Die Lehrergewerkschaft National Education Union forderte mehr "fundierte wissenschaftliche Tests und Beweise", um "zu gegebener Zeit wieder zu öffnen". Neben der Schulöffnung sind nun auch Zusammenkünfte von sechs Personen im Freien wieder erlaubt, zudem dürfen Autohäuser und Märkte öffnen. Mitte Juni sollen dann auch die älteren Schüler wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren. Außerdem dürfen am 15. Juni alle Geschäfte nach einer zwölfwöchigen Zwangspause wieder öffnen. Im Juli soll schließlich der Hotelbetrieb wieder aufgenommen werden.

Die neuen Bestimmungen gelten jedoch nur für England, da die Regierungen von Schottland, Wales sowie Nordirland einen vorsichtigeren Zeitplan für die Lockerung der Maßnahmen vorsehen. Mit bislang mehr als 38.000 Toten ist Großbritannien nach den USA eines der weltweit am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. 

1.6.2020 • 15:14 Uhr

Verdi fordert Konjunkturprogramm mit Konsumschecks und mehr Kindergeld

Vor den Beratungen der Koalitionsspitzen über ein Corona-Konjunkturprogramm fordert Verdi deutliche Hilfen für Verbraucher. Die Gewerkschaft spricht sich für Konsumschecks, zusätzliche Kindergeldzahlungen in Höhe von 200 Euro, Mobilitätsprämien für den Kauf von Tickets für öffentliche Verkehrsmittel oder die Anschaffung von Fahrrädern oder E-Bikes aus. Zudem fordert sie einen "kommunalen Rettungsschirm". Die Kommunen könnten sonst in eine finanzielle Schieflage geraten, "weil ihnen krisenbedingt Steuereinnahmen wegbrechen", sagte Susanne Schöttke, die Leiterin von Verdi Nord. Die Spitzen von Union und SPD wollen am Dienstag über ein Konjunkturprogramm beraten, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern.

1.6.2020 • 15:04 Uhr

Bußgelder für Rumäniens Premier und mehrere Minister

Rumäniens Ministerpräsident Ludovic Orban und vier Minister haben Bußgelder bezahlt, weil sie bei einer Geburtstagsfeier des Premiers in dessen Büro keine Corona-Masken getragen hatten. Ein Foto von dieser Szene war öffentlich geworden.

Wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax berichtete, bezahlte Orban 2500 Lei (rund 500 Euro) wegen des fehlenden Mund- und Nasenschutzes und umgerechnet rund 100 Euro, weil er bei der informellen Party auch eine Zigarette geraucht hatte. Eine Strafe in gleicher Höhe musste Außenminister Bogdan Aurescu bezahlen, der eine Zigarre rauchte. Rauchen ist in Rumäniens öffentlichen geschlossenen Räumen seit Jahren verboten. Wegen Corona ist derzeit dort auch ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben.

Wirtschaftsminister Virgil Popescu und Transportminister Lucian Bode kamen mit geringeren Bußgeldern davon, weil sie ohne Masken, aber auch ohne Tabak mitgefeiert hatten. Vize-Ministerpräsidentin Raluca Turcan wurde die geringste Bußgeldsumme von 1000 Lei auferlegt, weil sie bei der Feier ihre Maske zwar dabei hatte, aber nur am Hals trug, also nicht vorschriftsmäßig vor Mund und Nase.

In Rumänien sind bis Montag 1270 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben. 19.398 hatten sich seit Ausbruch der Pandemie nachweislich infiziert. Heute traten Lockerungen der Corona-Vorsichtsmaßnahmen in Kraft.

1.6.2020 • 14:30 Uhr

Illegal geöffnete Shisha-Bar Ausgangspunkt des Göttinger Ausbruchs

Eine Shisha-Bar steht laut Behörden im Zentrum des Göttinger Corona-Ausbruchs. Nach Angaben einer Stadtsprecherin hatte die Bar geöffnet, obwohl sie es wegen der Corona-Auflagen noch nicht durfte. Mehrere Menschen, die später an Covid-19 erkrankten, waren zuvor dort gewesen. Die Bar sei geschlossen worden, es werde ein Bußgeld geben, sagte die Sprecherin weiter.

Bislang wurden 310 Kontaktpersonen identifiziert, darunter Dutzende Kinder und Jugendliche, die nun alle in strenge Quarantäne müssen. 36 Menschen wurden bisher positiv auf Sars-CoV-2 getestet, eine Person ist schwer erkrankt.

Außer in der illegal geöffneten Shisha-Bar soll sich ein Großteil der anderen Betroffenen bei oder nach mehreren größeren Familienfeiern infiziert haben.

1.6.2020 • 14:20 Uhr

Iran: Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Monaten

Der Iran hat mit fast 3000 Neuinfektionen den höchsten Anstieg seit zwei Monaten verzeichnet. "Die Leute scheinen zu denken, dass das Coronavirus verschwunden ist, aber wir sind weit davon entfernt", sagte Gesundheitsminister Saïd Namaki in einem Fernsehinterview. Das Land könne jederzeit einen weiteren "gefährlichen Höchststand" erleben, warnte er.

Nach Angaben eines Ministeriumssprechers stieg die Zahl der Infektionen um 2979 auf 154.445. Die Zahl der Corona-Toten erhöhte sich demnach um 81 auf 7878.

Einige iranische Behördenvertreter und ausländische Experten halten die offiziellen Zahlen der Regierung in Teheran für zu niedrig.

1.6.2020 • 13:52 Uhr

Corona-Einsätze auf Sylt

Das schöne Pfingstwetter hat auf Sylt die Menschen an die Strände gelockt und zu coronabedingten Polizeieinsätzen geführt. "Es waren einfach zu viele Menschen", sagte die Bürgermeisterin von Kampen, Stefanie Böhm. So habe es am Samstag größere Menschengruppen gegeben, die am Kampener Strand gewesen seien. Laut Polizei warteten an einem Strandübergang vor einer öffentlichen Toilette Menschen im dreistelligen Bereich. Der Zugang wurde nach Böhms Angaben geschlossen - nur noch Menschen mit gültiger Kurkarte seien zugelassen worden. Am Sonntag sei es ruhig gewesen.

Am Westerländer Strand und den anderen Stränden der Gemeinde Sylt habe es keine größeren Partys gegeben, sagte Bürgermeister Nicolas Häckel. In der Regel seien die Menschen sehr achtsam miteinander umgegangen und hätten sich an die Auflagen und Abstandsregeln gehalten. Auch das Verbot für Tagesgäste, die Insel an Pfingsten zu betreten, sei im Großen und Ganzen eingehalten worden. Im Gegensatz zum Vorjahrespfingsten sei auf der Insel deutlich weniger los gewesen.

1.6.2020 • 13:34 Uhr

Niederlande öffnen Restaurants und Cafés

Nach zehn Wochen darf man in den Niederlanden wieder Restaurants, Museen und Kinos besuchen. Um zwölf Uhr öffneten auch Cafés, Theater und Strandpavillons unter Auflagen wieder die Türen. Gastwirte und Kultureinrichtungen dürfen jeweils nur 30 Gäste empfangen. Diese müssen eineinhalb Meter Sicherheitsabstand halten. Alle Besucher, auch von Museen und Kneipen, müssen vorab reservieren. Im öffentlichen Nahverkehr muss nun ein Mundschutz getragen werden.

Die niederländische Regierung baut die Corona-Maßnahmen stufenweise ab. Am 1. Juli sollen die Regeln weiter gelockert werden. Dann dürfen Restaurants, Cafés und kulturelle Einrichtungen jeweils bis zu 100 Besucher empfangen. Die Zahl der Neuinfektionen nimmt in den Niederlanden seit einigen Wochen stetig ab.

1.6.2020 • 13:19 Uhr

Bahn: Entspannter Pfingstreiseverkehr

Die Zahl der Fahrgäste der Deutschen Bahn hat nach Angaben des Unternehmens über Pfingsten im Vergleich zu den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. "Es waren rund halb so viele Reisende unterwegs wie an den Pfingsttagen in den Vorjahren", erklärte ein Sprecher. Der Pfingstreiseverkehr sei "entspannt" gelaufen.

1.6.2020 • 13:05 Uhr

In Lateinamerika jetzt eine Million Corona-Fälle

In Lateinamerika und der Karibik ist die Zahl der Corona-Infektionen auf über eine Million gestiegen. Seit Beginn der Pandemie steckten sich 1.016.828 Menschen in der Region an, die Hälfte davon in Brasilien.

Peru meldete einen starken Anstieg der Infektionen: Trotz seit Wochen andauernder Ausgangsbeschränkungen registrierten die Behörden 8800 neue Fälle innerhalb eines Tages. Das Land ist den Infektionszahlen zufolge nach Brasilien am stärksten von der Gesundheitskrise betroffen. Bislang starben in Peru mehr als 4500 Menschen an Covid-19.

1.6.2020 • 12:49 Uhr

Südafrika hebt strikten Alkoholbann auf

Nach gut zweimonatigem Alkoholverbot hat Südafrika seinen Verkaufsbann für Wein, Bier oder Schnaps aufgehoben. Die meisten Bereiche der Wirtschaft wurden ebenso wie die Schulen wieder vorsichtig geöffnet. Ausgenommen von den Lockerungen der strikten Corona-Restriktionen - von der Stufe vier aufs jetzige Niveau drei - blieb allerdings der Tabakbann. Die Tabakindustrie des Landes geht nun gerichtlich dagegen vor.

Südafrika hatte Ende März im Kampf gegen das Coronavirus eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Sie galt als eine der strengsten weltweit - verboten waren lange Zeit selbst Jogging- oder Gassigeh-Runden. In Südafrika wurden bislang mehr als 32.600 Infektionen und 683 Todesfälle bestätigt.

1.6.2020 • 12:35 Uhr

Indien fährt Lockdown zurück

Trotz eines steigenden Trends bei Neuinfektionen hat in Indien die erste von drei Phasen zur Aufhebung des landesweiten Corona-Lockdowns begonnen. In vielen Staaten öffneten Unternehmen und Geschäfte wieder. Der Bundesstaat Maharashtra mit der Finanzmetropole Mumbai und Bollywood erlaubte die Wiederaufnahme von Filmproduktionen unter Auflagen. In der Hauptstadt Neu-Delhi gaben die Behörden die Wiedereröffnung aller Branchen und Salons bekannt. Die Grenzen bleiben dort allerdings bis zum 8. Juni geschlossen.

Dennoch stiegen die Fallzahlen weiter. Indien rangiert nun an siebter Stelle der Länder, die am schwersten von der Pandemie getroffen wurden, und überholte Deutschland und Frankreich. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg auf mehr als 190.000, darunter 5394 Todesfälle. Experten warnen, dass die Pandemie ihren Höhepunkt in Indien noch nicht erreicht hat.

Volle Straßen im indischen Allahabad. | AFP

Pendler strömen ins nordindische Allahabad. Bild: AFP

1.6.2020 • 12:18 Uhr

Belgischer Prinz nach Corona-Verstoß infiziert

Ein Neffe von Belgiens König Philippe hat sich in Spanien nach seiner Teilnahme an einer wegen der Pandemie illegalen Party entschuldigt. "Ich bereue meine Handlungen zutiefst und akzeptiere die Konsequenzen", schrieb Prinz Joachim in einer Pressemitteilung. Die spanischen Behörden hatten zuvor wegen des Verdachts auf Verstoß gegen die Corona-Bestimmungen bereits Ermittlungen eingeleitet. Joachim hatte vergangene Woche im südspanischen Córdoba an einer Feier teilgenommen, die laut Behörden 27 Teilnehmer hatte - erlaubt waren nur Zusammenkünfte von maximal 15 Personen. Nachdem das Königshaus lediglich von einem Treffen mit höchstens zwölf Personen gesprochen hatte, bekräftigte die Regionalregierung Andalusiens ihre Angaben.

Prinz Joachim - der jüngste Sohn von Prinzessin Astrid, der Schwester des Königs - bekam nach der Feier Symptome und wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Da er aus dem Ausland eingereist war, hätte sich der Prinz auch einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen müssen, was er offenbar nicht tat.

1.6.2020 • 11:57 Uhr

Ifo-Institut: Abwrackprämien sind nur ein Strohfeuer

Kaufprämien kurbeln nach Einschätzung des Ifo-Instituts zwar kurzfristig die Autoverkäufe an, mittelfristig werden aber kaum mehr Fahrzeuge abgesetzt. Abwrackprämien hätten in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 "zumindest kurzzeitig den Autoabsatz belebt", erklärte Ifo-Forscher Felix Rösel. "Auf die Party folgte jedoch der Kater." Fast alle Studien zeigten, dass viele Verbraucher damals aufgrund der Prämie einfach Autokäufe vorgezogen hätten, die ohnehin geplant waren. "Unter dem Strich geben die meisten Studien keinen Hinweis, dass durch die Prämien mehr Autos verkauft werden", erklärte Rösel. Für die Überblicksstudie werteten die Wirtschaftsforscher 15 Untersuchungen zu Abwrackprämien in Deutschland, Spanien, den USA und weiteren Ländern aus. 

Kaufprämien für Autos könnten außerdem unbeabsichtigte Nebenwirkungen für andere Branchen haben, erklärte das Ifo-Institut weiter. "Wer den Autokauf vorzieht, hat in dem Moment weniger Geld für Möbel", gab Rösel zu bedenken. "Das Plus der Autobranche kann deshalb schnell zum Minus anderer Sektoren werden." Die Spitzen der Großen Koalition treffen sich am Dienstag, um auch über Prämien für den Autokauf zu beraten.

1.6.2020 • 11:38 Uhr

Steinmeier dankt Familien für Einsatz

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Kindern und ihren Eltern für den Umgang mit der Corona-Krise gedankt. Kinder hätten zuletzt auf vieles verzichten müssen, sagte Steinmeier aus Anlass des internationalen Kindertags im Kika. Er finde es "klasse", dass sich die Kinder so gut an die Regeln gehalten hätten. Auch für Eltern sei es momentan nicht einfach, fügte der Bundespräsident hinzu: "Sie müssen diese besondere Situation verstehen und vieles erklären." Neben ihrer "ganz normalen Arbeit, ob im Betrieb oder im Homeoffice", hätten viele Eltern "noch rechtzeitig das Essen auf den Tisch gebracht und Hausarbeiten betreut. Davor habe ich viel Respekt", so Steinmeier.

1.6.2020 • 11:09 Uhr

Befragung bestätigt Verlust des Geruchssinns

Eine international angelegte Befragung belegt, dass eine Coronainfektion mit dem Verlust des Geruchssinns einhergehen kann. Das Virus greife offenbar Zellen des Riechepithels an und sorge für einen Ausfall der Rezeptoren, teilte das an der Analys beteiligte Universitätsklinikum Dresden mit. Da sich die Zellen regelmäßig erneuern, klinge die Geruchsstörung bei vielen Betroffenen auch wieder ab. Das Phänomen gehe - anders als etwa bei einem grippalen Infekt - nicht mit einer verstopften Nase einher. Die Ergebnisse resultieren aus einer Onlinebefragung, an der mehr als 4000 Corona-Patienten aus über 40 Ländern teilgenommen haben. Die Analyse wurde bisher nur in einer sogenannten Preprint-Version veröffentlicht - das heißt sie wurde noch nicht von unabhängigen Gutachtern beurteilt.

1.6.2020 • 10:42 Uhr

Lockerungen trotz 9000 Neuinfektionen in Russland

In Russland sind 9035 Neuinfektionen registriert worden - rund 200 weniger als am Tag zuvor. Damit sei die Zahl der Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden auf 414.878 gestiegen, teilten die Behörden mit. Am Sonntag waren noch 9268 neue Fälle gemeldet worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, stieg um 162 (Vortag: 138) auf 4855.

Trotz der anhaltenden Infektionszahlen kam es heute erstmals zu größeren Lockerungen. Nach mehr als zwei Monaten strenger Ausgangssperren dürfen etwa die Menschen in Moskau an einzelnen Tagen wieder zu Spaziergängen auf die Straße. Erlaubt ist auch Sport zwischen fünf und neun Uhr morgens. Allerdings gilt eine verschärfte Maskenpflicht. Zum ersten Mal muss der Mund- und Nasenschutz auch im Freien getragen werden - bisher nur in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln. In Moskau öffneten auch wieder Einkaufszentren sowie mehrere Dienstleister wie Reinigungen und Werkstätten. Auch in vielen anderen russischen Regionen sind Lockerungen geplant.

Eine Frau schaut sich Kleidungsstücke in einem Geschäft in Moskau an. | YURI KOCHETKOV/EPA-EFE/Shutterst

In Moskau öffneten unter anderem wieder Einkaufszentren - mehr als 300.000 Menschen können zum ersten Mal seit Monaten wieder zur Arbeit. Bild: YURI KOCHETKOV/EPA-EFE/Shutterst

1.6.2020 • 09:57 Uhr

Bundesländer wollen keine Sonntagsöffnungen

Die Bundesländer planen derzeit keine erweiterten Sonntagsöffnungen von Geschäften zum Ankurbeln der Konjunktur nach der Corona-Krise. Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur epd in den zuständigen Ministerien ergab, gibt es nirgendwo konkrete Pläne dazu. Einzig Niedersachsen zeigte sich offen. Grundsätzlich seien Sonntagsöffnungen ein geeignetes Instrument, den stationären Einzelhandel zu stärken, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Hannover. Zunächst wurden aber in Niedersachsen wie in vielen anderen Bundesländern auch die am Anfang der Corona-Pandemie geltenden Ausnahmen für Sonntagsöffnungen wieder zurückgenommen.

Ausnahmeregelungen gelten derzeit nur noch in Hessen bis zum 5. Juni und in Sachsen-Anhalt bis zum 14. Juni. Die Bundesländer haben unterschiedliche Regelungen für verkaufsoffene Sonntage. Wegen des Sonntagsschutzes sind solche verkaufsoffenen Tage begrenzt.

1.6.2020 • 09:24 Uhr

Jeder Zweite würde sich impfen lassen

Jeder zweite Deutsche würde sich gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn es einen Impfstoff gäbe. Wie aus einer repräsentativen Online-Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervorgeht, würde jeder Vierte dies vielleicht tun. Jeder Fünfte der 2056 Befragten lehnt eine Impfung ab. Männer würden sich eher impfen lassen als Frauen. Derzeit ist noch kein Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar. In der Frage nach einer Impfpflicht sind die Deutschen gespalten: Während 44 Prozent der Befragten dafür plädierten, sind 40 Prozent dagegen.

1.6.2020 • 08:59 Uhr

Sterberisiko nach OPs bei Corona-Infizierten erhöht

Eine Coronavirus-Infektion erhöht einer internationalen Studie zufolge das Sterberisiko von Patienten nach einer Operation. Die Ergebnisse wurden von dem Forschungsnetzwerk CovidSurg Collaborative im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlicht. Beteiligt war auch das Universitätsklinikum Tübingen. Die Forscher haben Daten von 1128 Patienten aus 235 Krankenhäusern in 24 Ländern untersucht - in Europa, aber auch in Afrika, Asien und Nordamerika. Insgesamt betrug die Mortalität - also die Sterblichkeit - während der ersten 30 Tage nach der Operation 23,8 Prozent. Normalerweise liege sie bei solchen OPS bei unter einem Prozent, sagte der Tübinger Mitautor der Studie, Alfred Königsrainer, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie. Ob sich diese Daten auch auf deutsche Krankenhäuser übertragen lassen, solle nun weiter untersucht werden.

1.6.2020 • 08:38 Uhr

Virologe für Unterricht ohne Abstandsregeln

Die Wiedereinführung von Schulunterricht ohne Abstandsregeln ist nach Auffassung des Kieler Infektionsmediziners Helmut Fickenscher gerade vor den Sommerferien ein guter Zeitpunkt. "Die bisher erfolgreiche Eindämmung des Virus macht dies vertretbar, und man kann in den wenigen Wochen bis zu den Ferien Erfahrungen sammeln, bei Gefahrensituationen gegensteuern und hat die langen Ferien als zeitlichen Sicherheitspuffer", sagte Fickenscher. Das sei besser, als nach den Ferien ohne eine solche Erprobungsphase ins neue Schuljahr ohne Abstandsregeln zu starten. Fickenscher ist Direktor des Instituts für Infektionsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten.

Die Frage, welche Rolle Kinder bei der Verbreitung des Virus spielen, ist noch nicht abschließend geklärt. Eine kleinere Studie des Berliner Virologen Christian Drosten von der Charité hatte Hinweise darauf gegeben, dass sie genau wie Erwachsene das Virus weitergeben können. Andere Forscher haben gefunden, dass Kinder ein geringeres Ansteckungsrisiko haben.

1.6.2020 • 08:17 Uhr

Infektionsfall bei Sonderflug nach China bestätigt

Der Infektionsfall mit dem Coronavirus auf dem Sonderflug der deutschen Wirtschaft nach China hat sich bestätigt. Auch der zweite Test zur Überprüfung der Ansteckung des Passagiers auf dem Charterflug nach Tianjin war positiv, wie der Geschäftsführer der deutschen Handelskammer in China, Jens Hildebrandt, berichtete. Es handelt sich nach Angaben der Gesundheitskommission der nordchinesischen Stadt um einen 34-jährigen Ingenieur aus dem Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Der Mann war am Freitag mit rund 180 in China tätigen Managern, Technikern und anderen Vertretern der deutschen Wirtschaft und Angehörigen sowie vier China-Korrespondenten nach Tianjin geflogen. Da China Ende März wegen der Pandemie die Grenze dicht gemacht hatte, waren sie alle in Deutschland gestrandet. Die Handelskammer hatte die Rückholaktion mit den chinesischen Behörden organisiert, um die Wirtschaftskooperation beider Seiten wieder in Gang zu bekommen.

1.6.2020 • 07:25 Uhr

Krankschreibungen per Telefon nicht mehr möglich

Wer eine Krankschreibung braucht, muss dafür ab jetzt wieder zum Arzt. Die Sonderregelung für telefonische Krankschreibungen wegen der Corona-Krise ist zum 31. Mai ausgelaufen. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen hatte das bereits Mitte Mai beschlossen. Das Ende der Sonderregelung stehe im Einklang mit der aktuellen Einschätzung der Gefährdungslage, die zu Lockerungen in vielen Bereichen geführt habe, hieß es.

1.6.2020 • 05:17 Uhr

Türkei lockert Ausgangssperren

Nach einer 48-stündigen weitgehenden Ausgangssperre in der Millionenmetropole Istanbul und 14 weiteren türkischen Städten und Provinzen dürfen die Menschen ihre Häuser wieder verlassen. Das Ausgehverbot, das am Freitag in Kraft getreten war, lief am Sonntag um Mitternacht aus. Zudem wurden um Mitternacht Reisebeschränkungen für Istanbul und 14 weitere Provinzen aufgehoben. Die Einwohner dürfen ihre Region nun das erste Mal seit Anfang April wieder verlassen. Das war zuvor nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich. Zudem wurden zahlreiche weitere Corona-Restriktionen in der Türkei aufgehoben: Inlandsflüge werden wieder aufgenommen, Restaurants, Cafés und Sportanlagen dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Auch der berühmte Große Basar in Istanbul öffnet wieder für Besucher. Die Aufnahme des internationalen Flugverkehrs ist für den 10. Juni geplant.

1.6.2020 • 04:24 Uhr

RKI meldet 333 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 333 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 181.815 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt.

Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8511 nachweislich mit dem Virus Infizierte - damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 11. Etwa 165.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 600 mehr als noch einen Tag zuvor. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI- Angaben vom Samstag bei 1,04. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa eine weitere Personen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

1.6.2020 • 03:22 Uhr

Größter Anstieg an Neuinfektionen in China seit 11. Mai

Das chinesische Festland meldet 16 neue Coronavirus-Fälle. Das ist der größte Anstieg binnen 24 Stunden seit dem 11. Mai. Die Nationale Gesundheitskommission erklärt, dass es sich bei allen Neuinfektion um sogenannte importierte Fälle handelt, an denen Reisenden aus Übersee beteiligt sind. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle liegt nach offiziellen Angaben nun bei 83.017, die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 4634.

1.6.2020 • 02:58 Uhr

151 weitere Todesfälle und 3152 Neuinfektionen in Mexiko

Mexikos stellvertretender Gesundheitsminister Hugo Lopez-Gatell bestätigt binnen 24 Stunden 151 weitere Todesfälle und 3152 Neuinfektionen. Nach offiziellen Angaben liegt die Zahl der an den Folgen von Covid-19 verstorbenen Mexikaner bei 9930, und 90.664 Menschen sind mit den neuartigen Coronavirus infiziert.

1.6.2020 • 01:12 Uhr

Brasilien weiter stark betroffen

Das brasilianische Gesundheitsministerium bestätigt einen Anstieg um 16.409 Coronavirus-Fälle auf 514.849. Damit verzeichnet Brasilien nach den USA den zweitschlimmsten Ausbruch der Infektion. In den letzten 24 Stunden sind demnach weitere 480 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt offiziellen Angaben zufolge auf 29.314. Damit liegt das lateinamerikanische Land hinter den USA, Großbritannien und Italien auf dem vierten Platz.

1.6.2020 • 01:15 Uhr

Göring-Eckardt fordert Gründung von Expertengremium

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die Gründung eines speziellen wissenschaftlichen Gremiums zur Beratung der Bundesregierung beim weiteren Vorgehen in der Corona-Krise gefordert. Dieser Rat solle mit Experten aus unterschiedlichen Disziplinen besetzt sein und über den Sommer ein Gutachten erarbeiten, sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". In dem Gutachten solle der Pandemierat Empfehlungen dafür vorlegen, "mit welchen Maßnahmen zielgenau und wirksam ein erneutes unkontrollierbares Anwachsen der Infektionszahlen und schwere gesundheitliche, ökonomische und soziale Folgen in den nächsten Monaten verhindert werden können", sagte die Grünen-Politikerin.  

1.6.2020 • 01:13 Uhr

USA schicken Malaria-Medikament nach Brasilien

Die USA haben Brasilien im Kampf gegen Covid-19 ein nicht als wirksam nachgewiesenes Malaria-Medikament geschickt. Die mehr als zwei Millionen Dosen Hydroxychloroquine sei für die vorbeugende Einnahme für Mitarbeiter des Gesundheitssystems und für Erkrankte nach Brasilien geschickt worden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der brasilianischen Regierung und des Weißen Hauses. Die US-Regierung schickte nach eigenen Angaben auch 1000 Beatmungsgeräte in das südamerikanische Land.

Hydroxychloroquine wird entgegen Aussagen wissenschaftlicher Experten von US-Präsident Donald Trump als möglicherweise hilfreich im Kampf gegen Covid-19 beworben. Im Mai hatte Trump mitgeteilt, es selbst vorsorglich einzunehmen. Mediziner kritisierten dies und befürchteten, dies könne andere Menschen dazu anstiften, das Medikament ohne medizinische Überwachung einzunehmen. Es gibt keine große wissenschaftliche Untersuchung, die den Nutzen oder die Sicherheit von Hydroxychloroquine bei einer Covid-19-Erkrankung nachweist. Einige kleinere Studien legen negative Auswirkungen nahe.