Der britische Premier Johnson spricht auf einer Pressekonferenz in London.  | ANDREW PARSONS/DOWNING STREET/HA
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Liveblog zum Nachlesen England lockert Pandemie-Maßnahmen

Stand: 25.05.2020 22:28 Uhr

Premier Johnson hat angekündigt, dass in England Geschäfte ab Juni wieder öffnen dürfen. Spanien korrigiert die Zahl der Corona-Toten deutlich nach unten. Tschechien kontrolliert Grenzübergänge nur noch stichprobenartig. Der Liveblog vom Montag zum Nachlesen.

  • Läden dürfen in England ab Juni wieder öffnen
  • Spanien: Fast 2000 weniger Corona-Tote als gedacht
  • Trump droht mit Umzug von Nominierungsparteitag
  • Rettungspaket des Bundes für die Lufthansa steht
  • DFB-Schatzmeister spricht von "tiefster wirtschaftlicher Krise"
  • Spaniens Tourismusministerin verspricht Urlaubssaison ab Juli
25.5.2020 • 22:28 Uhr

Liveblog endet

Das war es für heute, wir schließen den Liveblog für Montag. Alle wichtigen Informationen finden Sie auf tagesschau.de.

25.5.2020 • 21:38 Uhr

Bangladesch: 15.000 Rohingya unter Quarantäne

Nachdem Auftreten weiterer Corona-Fälle in überfüllten Flüchtlingslagern in Bangladesch sind etwa 15.000 Bewohner unter Quarantäne gestellt worden.

Bislang seien 29 Rohingya-Flüchtlinge in den Lagern des Bezirks Cox's Bazar positiv getestet worden, sagte der Bezirksvertreter Toha Bhuiyan der Nachrichtenagentur AFP. Sie seien in eigens eingerichteten Behandlungszentren isoliert worden, ihre Familien und Kontakte dürften ihr Zuhause nicht mehr verlassen.

In Bangladesch leben Zehntausende verfolgte Muslime aus dem benachbarten Myanmar seit 2017 unter verheerenden Bedingungen in Zelten oder Bambusbaracken.

25.5.2020 • 21:31 Uhr

England: Geschäfte dürfen ab Juni wieder öffnen

In England dürfen zahlreiche Geschäfte im Juni wieder öffnen. Das kündigte Premierminister Boris Johnson in London an. So dürfen dann unter anderem Bekleidungsgeschäfte, Möbelläden, Fachgeschäfte für Elektronik oder Bücher, Auktionshäuser und Schneidereien ihre Dienste anbieten. Bereits vom 1. Juni an können Märkte im Freien wieder ihre Waren verkaufen.

Johnson hatte am 23. März alle Läden, die nicht wie Supermärkte und Pharmazien der Grundversorgung dienen, zur Pandemie-Eindämmung schließen lassen. Bereits am Sonntag hatte der Premier angekündigt, ab Juni die Schulen für einzelne Jahrgangsstufen zu öffnen.

Die Landesteile Schottland, Wales und Nordirland gehen im Kampf gegen das Coronavirus ihren eigenen Weg. Großbritannien ist das Land mit den meisten Opfern in Europa. Bislang wurden 36.914 Todesfälle registriert, teilte Johnson am Montagabend mit. Es wird mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.

Eine Frau mit Maske geht an einem wegen der Corona-Krise geschlossenen Kleidergeschäft in London vorbei.  | AFP

Premier Johnson kündigte an, dass Tausende wegen des Corona-Lockdowns geschlossene Läden bald wieder öffnen dürfen. Bild: AFP

25.5.2020 • 21:01 Uhr

Spanien: Fast 2000 Corona-Tote weniger als gedacht

Spanien hat die Zahl der Corona-Toten im Land um fast 2000 auf 26.834 herunterkorrigiert. Eine Überprüfung der Daten habe ergeben, dass einige Todesfälle zwei Mal gezählt worden seien, teilte das Gesundheitsministerium mit. Bei weiteren Fällen habe sich gezeigt, dass im Gegensatz zur ursprünglichen Annahme keine Infektion mit dem Coronavirus vorgelegen habe. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen wurde um 372 Fälle auf 235.400 herunterkorrigiert.

25.5.2020 • 20:49 Uhr

USA: Deutlich weniger Corona-Tote innerhalb eines Tages

Die Zahl der neuen Coronavirus-Fälle in den USA steigt deutlich langsamer als in den Vortagen an. Das Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) beziffert die Zahl der neuen Todesfälle mit 620. Gestern waren es 1047 gewesen, am Samstag 1852 und am Freitag 1089. Insgesamt werden damit von den Behörden bislang 97.669 Todesfälle auf Covid-19 zurückgeführt.

Die Zahl der Infizierten legt um 15.342 auf 1.637.456 zu. Gestern hatte der Zuwachs noch 26.229 betragen.

25.5.2020 • 20:39 Uhr

Söder hält Kontaktbeschränkungen bis Juli für richtig

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte im ARD extra, dass eine "überragende Mehrheit" unter den Bundesländern für eine Fortsetzung bei Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht sei. "Geben wir das auf, sind wir schutzlos ausgeliefert." Er warnte davor, dass durch vorschnelle Lockerungen die Gefahr bestehe, dass Deutschland seinen Vorsprung im Kampf gegen das Virus verspiele.

Mit Blick auf die Debatte über Lockerungen in Thüringen betonte Söder, es sei ein "fatales Signal", wenn die Politik den Menschen eine "falsche Normalität" einrede und "das ganze Regelwerk" außer Kraft setze, so Söder. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und Sachsens CDU-geführte Regierung wollen wegen landesweit niedriger Infektionszahlen vom 6. Juni an statt landesweiter Regeln nur noch lokale Einschränkungen haben.

25.5.2020 • 20:35 Uhr

WHO warnt vor zweiter Pandemie-Welle

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einer zweiten Welle der Pandemie, wenn die Länder weltweit die Beschränkungen zu rasch wieder lockern. Dabei müsse es sich nicht um eine erneute Steigerung der Fälle in einigen Monaten handeln, wie dies gewöhnlich bei einer zweiten Welle angenommen werde. Die Krankheit könne auch so jederzeit wieder aufflammen.

25.5.2020 • 20:29 Uhr

Ramelow: Umsteuern aus Krisenmodus in Regelmodus

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich zur Debatte um Lockerungen in Thüringen im ARD extra geäußert, dass sein Bundesland "aus dem Krisenmodus in den Regelmodus umsteuern" könne. Corona-Beschränkungen sollten je nach Infektionslage vor Ort nicht mehr als Allgemeinverordnung geregelt werden, sondern in Spezialverordnungen übergehen.

25.5.2020 • 19:37 Uhr

WHO setzt Studien zu Malariamittel Hydroxychloroquin aus

Die Weltgesundheitsorganisation setzt vorübergehend ihre klinische Studien zum Malaria-Medikament Hydroxychloroquin aus, das US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben zur Corona-Prophylaxe einnimmt.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte am Montag, dies erfolge im Lichte eines in der Fachzeitschrift "Lancet" vergangene Woche veröffentlichten Berichts, demzufolge die Einnahme zu einem höheren Todesrisiko und zu Herzproblemen führen könnte.

"Diese Sorge bezieht sich auf die Anwendung von Hydroxychloroquin und Chloroquin bei Covid-19", erklärte Tedros. Für die Behandlung von Patienten mit Malaria und Erkrankungen des Immunsystems seien diese Mittel weiterhin akzeptiert.

25.5.2020 • 18:32 Uhr

Johnson-Berater Cummings weist jegliche Kritik zurück

Der britische Regierungsberater Dominic Cummings hat die massive Kritik an seiner Reise zu Verwandten mitten in der Coronakrise zurückgewiesen. "Ich bedaure nicht, was ich getan habe", sagte Cummings, der als zweitmächtigster Mann nach Premierminister Boris Johnson in London gilt.

Cummings war während des nationalen Ausgehverbots Ende März 400 Kilometer von London zu seinen Eltern in Durham gefahren, um Familienbetreuung für seinen vierjährigen Sohn sicher zu stellen. Viele Briten reagierten empört darauf, dass Cummings gegen die von ihm selbst mit entwickelte Anordnung "Stay at home" ("Bleibt zuhause") verstoßen hatte.

25.5.2020 • 18:25 Uhr

Italien: Freiwillige sollen Abstandsregeln überwachen

Die italienische Regierung will rund 60.000 Freiwillige anheuern, um die Abstandsregeln in der Corona-Krise auch nach dem Ende der Ausgangssperre durchzusetzen.

Fernsehbilder von Menschenansammlungen in Mailand und Staus in Neapel am ersten Wochenende nach der Lockerung der Auflagen hatten zuvor für Empörung gesorgt. "Diejenigen, die sich jetzt ins Nachtleben stürzen, verraten die Opfer, die Millionen Italiener gebracht haben", kritisierte der Minister für die Angelegenheiten der Regionen, Francesco Boccia, in der Zeitung "La Stampa".

Die Freiwilligen sollen nach seinen Worten nicht nur die Einhaltung der Abstandsregeln kontrollieren, sondern als Teil der Nachbarschaftshilfe auch für hilfsbedürftige Mitbürger einkaufen gehen.

Polizeibeamte überprüfen die Besucher am Strand in Ostia in der Nähe von Rom, Italien. | GIUSEPPE LAMI/EPA-EFE/Shuttersto

Am Wochenende zog es viele Italiener an die Strände. Bild: GIUSEPPE LAMI/EPA-EFE/Shuttersto

25.5.2020 • 18:23 Uhr

Corona-App: Schweiz startet Pilotphase

Die Schweiz startet eine Pilotphase mit einer Handy-App zur Nachverfolgung von Infizierten. Die SwissCovid-App soll Personen benachrichtigen, wenn sie möglicherweise dem Erreger ausgesetzt waren. Die Anwendung für Android-Smartphones und iPhones auf Basis der Bluetooth-Technologie speichere die Daten verschlüsselt auf dem Telefon und erhebe keine Standortdaten. "Jedes Handy holt und berechnet die Information selbst", sagt Sang-Il Kim vom Bundesamt für Gesundheit (BAG). Die Teilnahme sei freiwillig und solle das klassische "Contact Tracing" ergänzen und nicht ersetzen. Die Regierung will abhängig von der Zustimmung des Parlaments noch vor Ende Juni die App landesweit einführen.

25.5.2020 • 18:10 Uhr

Abe macht Olympia von Corona-Medikamenten und -Impfstoff abhängig

Bei den auf Juli 2021 verschobenen Olympischen Spielen sollten nach den Worten des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe Medikamente und ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen. Abe sagte, es würde nicht ausreichen, bis dahin die Corona-Pandemie in Japan allein unter Kontrolle zu bringen, da Besucher und Sportler aus aller Welt zu den Spielen kommen würden.

Abe bekräftigte, dass die Tokioter Spiele "in einer kompletten Form" mit Publikum als Beweis dafür stattfinden sollen, dass die Menschheit das Virus besiegt habe. Die Entwicklung eines Impfstoffs bis zum neuen Termin gilt aber als nicht sicher.

Die Olympischen Ringe für die Olympischen Spiele Tokio stehen auf einem Ponton vor dem Regenbogenbrücke im Odaiba Marine Park | dpa

Japan und das Internationale Olympische Komitee haben die eigentlich für diesen Sommer geplanten Spiele um ein Jahr verschoben. Bild: dpa

25.5.2020 • 18:07 Uhr

Krankenkassen verlieren laut Zeitungsbericht fünf Milliarden Euro

Den Krankenkassen in Deutschland gehen wegen der Corona-Krise einem Zeitungsbericht zufolge fast fünf Milliarden Euro verloren. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Ersatzkassenverbands VDEK, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", für 2020 seien Mindereinnahmen im gesetzlichen Krankenversicherungssystem von 4,8 Milliarden Euro zu erwarten. An dem Rückgang seien vor allem die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie wie Kurzarbeit oder höhere Arbeitslosigkeit schuld, hieß es in dem Bericht weiter.

Aufgrund zugleich steigender Ausgaben steuert das Gesundheitswesen der Zeitung zufolge auch auf erhebliche Defizite zu. Diese sollten aus dem Bundeshaushalt ausgeglichen werden und könnten zu steigenden Krankenkassenbeiträgen führen. Das genaue Ausmaß der Ausgabensteigerungen sei noch unklar, ersten Schätzungen zufolge summierten sich aber allein die Ausgleichszahlungen für Pfleger und Therapeuten sowie die Kosten für Corona-Tests an symptomfreien Personen auf 3,3 Milliarden Euro, hieß es. Wie hoch die Gesamtbelastungen für die gesetzlichen Krankenkassen seien, werde sich erst in einigen Monaten herausstellen.

25.5.2020 • 17:52 Uhr

Virologe fordert mehr Tests bei Lockerungen

Lockerungen wie etwa in Thüringen sind nach Ansicht des Virologen Jonas Schmidt-Chanasit eine Chance, wichtige Daten zu generieren. Im tagesschau.de-Interview mahnt er aber auch: Dann brauche es andere, zielgerichtete Maßnahmen. Wichtig sei, immer handlungsfähig zu bleiben - "indem man zum Beispiel viele Tests macht, auch bei einem geringen Infektionsgeschehen, um früh und schnell darauf reagieren zu können".

25.5.2020 • 17:48 Uhr

Tschechien öffnet ab morgen Grenzübergänge

Tschechien öffnet ab Dienstag wieder alle Straßen- und Bahn-Grenzübergänge nach Deutschland und Österreich. Die Polizei beendet dann auch ihre flächendeckenden und systematischen Kontrollen. Stattdessen werde "gezielt und stichprobenartig" kontrolliert, teilte das Innenministerium mit.

Am derzeit geltenden Einreiseverbot für Touristen nach Tschechien ändere sich dadurch aber nichts, betonte eine Sprecherin. Auch bestehe die Pflicht für Tschechen, bei der Rückkehr aus dem Ausland einen negativen Coronavirus-Test vorzulegen oder in Quarantäne zu gehen, weiter. Das Überschreiten der grünen Grenze bleibt verboten. Bislang mussten Pendler in Bayern und Sachsen lange Umwege fahren, weil nur wenige Grenzübergänge offen waren.

Mit Informationen von Danko Handrick, ARD-Studio Prag

25.5.2020 • 17:22 Uhr

FDP will Regierungserklärung zum Merkel-Macron-Plan

Die FDP im Bundestag verlangt in dieser Woche eine Regierungserklärung von Kanzlerin Angela Merkel zum vorgeschlagenen 500-Milliarden-Wiederaufbauprogramm für die EU. Der deutsche Anteil daran sei erheblich "und berührt ganz offensichtlich das Haushaltsrecht des Parlaments", heißt es in einem Schreiben des Ersten Parlamentarischen Geschäftsführers der FDP-Fraktion, Marco Buschmann, an Kanzleramtschef Helge Braun, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Merkel hatte das Programm, das nicht zurückzuzahlende Zuschüsse für Corona-Krisenstaaten vorsieht, zusammen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vorgeschlagen.

25.5.2020 • 17:18 Uhr

Frankreich will "massiv" in Krankenhäuser investieren

Die französische Regierung hat als Konsequenz aus der Corona-Krise "massive Investitionen" in die öffentlichen Krankenhäuser zugesagt. Premierminister Edouard Philippe stellte einen "weitreichenden Hilfsplan" für die angeschlagenen Kliniken und eine deutlich bessere Bezahlung für das Gesundheitspersonal in Aussicht. Die Regierung wolle sich für den großen Einsatz von Ärzten und Pflegern erkenntlich zeigen, sagte er. Auch die Frage nach der Arbeitszeit in den Krankenhäusern dürfe kein Tabu sein.

Philippe äußerte sich zum Auftakt von mehrwöchigen Video-Verhandlungen der Regierung mit rund 300 Vertretern von Krankenhäusern und Gewerkschaften. Mitte Juli sollen die Gespräche in konkrete Entscheidungen münden. Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor "Fehler" bei der Gesundheitsreform eingeräumt und eine Corona-Prämie von bis zu 1500 Euro pro Mitarbeiter versprochen.

Die öffentlichen Kliniken schieben eine Schuldenlast von rund 30 Milliarden Euro vor sich her. Im Herbst 2019 hatte die Regierung zugesagt, davon ein Drittel im Zeitraum von drei Jahren zu übernehmen. Dies reiche aber nicht aus, sagte Philippe nun. Das Gesundheitspersonal wirft der aktuellen und vorherigen Regierungen vor, das System kaputtgespart zu haben.

Pflegekräfte und Gerwerkschaftsmitglieder protestieren in Paris vor dem Gesundheitsministerium. | AFP

Das Krankenhauspersonal ging in der Vergangenheit auch immer wieder wegen der Arbeitsbedingungen auf die Straße. Bild: AFP

25.5.2020 • 17:08 Uhr

Fußball-Saison für Englands Frauen wird abgebrochen

Die Saison im englischen Frauenfußball ist vorzeitig beendet. Das gab der Verband bekannt, nachdem die überwältigende Mehrheit der Vereine der Women’s Super League und der zweitklassigen Women’s Championship sich für einen Abbruch ausgesprochen hatte.

Wie die Saison gewertet wird und welche Teams für die internationalen Wettbewerbe gemeldet werden, muss nun der nationale Verband FA entscheiden. Nach dem letzten Spieltag vor dem Abbruch führt Manchester City die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung bei einer Begegnung mehr vor dem FC Chelsea an. Dritter mit vier Punkten Rückstand und ebenfalls einer Partie weniger als Manchester ist der FC Arsenal.

Anders als in England nimmt die Frauen-Bundesliga in Deutschland am Freitag den Spielbetrieb nach der Corona-Pause wieder auf.

25.5.2020 • 16:56 Uhr

Rettungspaket des Bundes für die Lufthansa steht

Die Bundesregierung hat sich auf finanzielle Unterstützung für die von der Corona-Krise schwer getroffene Lufthansa verständigt. Wie das Bundeswirtschafts- und das Bundesfinanzministerium mitteilten, hat das Rettungspaket einen Gesamtumfang von neun Milliarden Euro. Die Lufthansa teilte mit, dass der Vorstand des Konzerns das Paket befürwortet; zustimmen muss noch der Aufsichtsrat. 

Der Lufthansa zufolge soll der Staat für rund 300 Millionen Euro 20 Prozent an der Lufthansa übernehmen. Der Löwenanteil der Hilfen besteht aber aus einer stillen Einlage in Höhe von 4,7 Milliarden Euro. Hinzu kommt eine weitere stille Beteiligung über eine Milliarde Euro, die in Aktien umgewandelt werden kann. Der Staat könnte so seine Beteiligung an der Lufthansa auf 25 Prozent plus eine Aktie erhöhen, wenn ein anderer Investor versuchen sollte, die Fluggesellschaft zu übernehmen.

25.5.2020 • 16:36 Uhr

EU-Kommission fordert grenzüberschreitend nutzbare Corona-Apps

Vor der Urlaubssaison fordert die EU-Kommission kompatible Corona-Apps in den Mitgliedsstaaten. "Wir müssen eine schnelle, wirksame Rückverfolgung von Kontakten über Grenzen hinweg sicherstellen, dazu ist enge Zusammenarbeit nötig", erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. "Kompatibilität ist entscheidend - so können sich die Bürger vor einer möglichen Infektion warnen lassen, egal, wo sie in der EU sind und welche App sie nutzen."

Auf Bescheinigungen einer Immunität gegen das Coronavirus sollte man sich nicht verlassen, sagte Kyriakides. Vielmehr müssten auch während der Reisesaison vorbeugende Maßnahmen weiter gelten, etwa die Wahrung eines Mindestabstands. Trotz Vorsichtsmaßnahmen werde es weitere Covid-19-Fälle geben. Die EU-Staaten bräuchten deshalb nicht nur Teststrategien, sondern auch genügend Behandlungskapazität, vor allem in Orten, die in diesem Sommer viele Menschen anziehen.

25.5.2020 • 16:18 Uhr

Schweden registriert mehr als 4000 Corona-Todesfälle

In Schweden sind bislang 4029 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilten die Gesundheitsbehörden mit. Staatsepidemiologe Anders Tegnell sieht die Entwicklung dennoch positiv. Die Zahl der Ansteckungen und der Todesfälle in den Altersheimen sei rückläufig. Rund 34.000 Infektionen wurden bislang registriert.

Die Rate der registrierten Sterbefälle ist in Schweden um ein Vielfaches höher als etwa in Norwegen oder Deutschland. In Schweden kamen bislang 40 Todesfälle auf 100.000 Einwohner. In Norwegen sind es 4,4, in Deutschland rund zehn von 100.000. Die schwedische Strategie ist deshalb heftig umstritten. Anders als in vielen anderen Ländern hat die Regierung in Schweden beispielsweise nicht die Schulen geschlossen, sondern die Bürger lediglich gebeten, Abstand zu halten und die Hände zu waschen.

25.5.2020 • 16:15 Uhr

Ramelow: Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr bleibt

Die Thüringer müssen wohl weiterhin in Bussen, Bahnen und Geschäften Masken zum Schutz vor einer Coronainfektion tragen. Er werde dem Kabinett vorschlagen, "dass zum Beispiel in den öffentlichen Verkehrsmitteln weiterhin der Mund-Nasen-Schutz bleiben soll", sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) im Interview mit RTL/ntv.

Ähnlich äußerte er sich am Montag im MDR. Dem Sender sagte er, in der Kabinettssitzung am Dienstag solle aber darüber beraten werden, ob und wie die in Thüringen erlassenen Kontaktverbote gelockert werden könnten. Zuvor hatte Ramelow ein Ende des landesweiten Corona-Lockdowns angekündigt und in Aussicht gestellt, dass ab dem 6. Juni auf allgemeine Schutzvorschriften verzichtet werden soll. Sein Vorpreschen stieß bundesweit, aber auch in Thüringen auf viel Kritik.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow nimmt einen Stoffmundschutz ab. | dpa

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow musste für seinen Vorschlag viel Kritik einstecken. Bild: dpa

25.5.2020 • 16:12 Uhr

Ski-WM in Cortina soll auf 2022 verschoben werden

Wegen der Corona-Krise sollen die alpinen Ski-Weltmeisterschaften von Cortina d'Ampezzo im Februar 2021 abgesagt und um ein Jahr verschoben werden. Das kündigte Giovanni Malagò, der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (Coni), im italienischen Fernsehen an.

Die Titelkämpfe in den Dolomiten sollen demnach erst im März 2022 und damit kurz nach den Olympischen Winterspielen von Peking stattfinden. Ein entsprechender Antrag sollte beim Ski-Weltverband Fis eingebracht werden.

In Italien sorgt man sich, dass es im Herbst erneut einen Anstieg von Corona-Infektionen geben könne. Dem Risiko, dass die WM dann komplett abgesagt werden müsste und die Organisatoren erhebliche finanzielle Probleme bekämen, soll mit der Verschiebung nun entgegengewirkt werden.

25.5.2020 • 16:10 Uhr

Trump droht mit Umzug von Nominierungsparteitag

US-Präsident Donald Trump hat wegen der Corona-Abstandsregelungen mit dem Umzug des für August geplanten Parteikonvents der Republikaner gedroht. Auf Twitter forderte er den demokratischen Gouverneur von North Carolina, Roy Cooper, auf, sofort zu klären, ob die Halle voll belegt werden könne oder nicht. Andernfalls werde die Partei einen anderen Austragungsort wählen, "mit all den Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Entwicklungen, die damit verbunden sind".

US-Vizepräsident Mike Pence sagtedem Sender Fox News, Trumps Bitte sei nachvollziehbar. Diese Parteitage benötigten Monate der Vorbereitung, und die Republikaner bräuchten Planungssicherheit.

Am 3. November steht in den USA die Präsidentschaftswahl an. Diverse Vorwahlen wurden wegen der Krise auf einen späteren Zeitpunkt verschoben oder komplett auf Briefwahl umgestellt. Die Demokraten haben ihren Nominierungsparteitag wegen der Pandemie bereits von Juli auf August verschoben. Es ist aber unklar, ob Großveranstaltungen dieser Art im Sommer bereits im üblichen Format abgehalten werden können.

25.5.2020 • 15:38 Uhr

DFB-Bundestag stimmt mit großer Mehrheit für Fortsetzung der 3. Liga

Die Saison der 3. Liga wird wie geplant am 30. Mai fortgesetzt. Auf dem Außerordentlichen Bundestag stimmten 222 der 250 Delegierten für eine Fortsetzung der Spielzeit. Das entsprach einer Zustimmung von 94,87 Prozent. 16 Delegierte enthielten sich.

Der Antrag auf Abbruch der Verbände aus Sachsen und Sachsen-Anhalt kam dadurch nicht zur Abstimmung. Der Antrag hatte vorgesehen, dass es in dieser Saison keine Absteiger in die Regionalliga gibt. Die Tabelle sollte nach 27 Spieltagen gewertet werden, Tabellenführer MSV Duisburg und Verfolger Waldhof Mannheim sollten aufsteigen. Eine Fortsetzung der aktuellen Saison sollte abgelehnt werden, da das Hygienekonzept für Drittligisten schwer umzusetzen sei und die Spielzeit erst im Juli beendet wäre.

Vom Tisch ist vorerst auch die zweigleisige 3. Liga, die vom Saarländischen Verband beantragt worden war. Gerade einmal 18 Ja-Stimmen bekam der Antrag, 220 Delegierte entschieden sich bei 15 Enthaltungen dagegen. Allerdings soll eine Taskforce sich mit der wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit der 3. Liga befassen.

25.5.2020 • 15:13 Uhr

Pakistans Behörden erwägen erneute Ausgangssperren

Wegen steigender Coronavirus-Infektionen erwägen Pakistans Behörden erneut landesweite Ausgangssperren. "Wir könnten uns erneut für einen landesweiten Lockdown entscheiden, weil sich das Virus schnell ausbreitet und wir reagieren müssen, bevor es außer Kontrolle gerät", sagte Zafar Mirzai, Sonderbeauftragter des Premierministers für Gesundheit. Ein nationaler Ausschuss soll die Einführung eines Lockdowns in den kommenden Tagen prüfen.

Mirzai kritisierte, dass sich die Menschen während des Fastenmonats Ramadan nicht an Vorsichtsmaßnahmen gehalten hätten. In der Zeit stieg die Zahl bekannter Infektionen mit Sars-Cov-2 den Angaben zufolge etwa um das Vierfache.

Seit rund zwei Wochen sind die meisten Beschränkungen in Pakistan aufgehoben. Die Regierung begründete die Entscheidung mit dem Kampf gegen Armut, da insbesondere Tagelöhner keine Arbeit fanden und zunehmend Hunger litten. Schrittweise wurde der Betrieb einzelner Wirtschaftszweige wieder hochgefahren.

25.5.2020 • 15:10 Uhr

Erneut Ansteckung von Nerz auf Mensch in den Niederlanden

In den Niederlanden hat sich erneut ein Mensch bei einem Nerz mit Coronaviren infiziert. "Aufgrund der vorliegenden Informationen ist es höchstwahrscheinlich, dass mindestens eine von drei infizierten Personen durch einen Nerz angesteckt wurde", schrieb Landwirtschaftsministerin Carola Schouten dem Parlament.

In der vergangenen Woche war auf einer anderen Zuchtfarm ein vergleichbarer Fall bekannt geworden. Daraufhin waren strenge Schutzmaßnahmen angeordnet worden. Tierärzte werden der Ministerin vor, das Ansteckungsrisiko herunter zu spielen. Farmen mit besonders hoher Zahl von infizierten Tieren müssten geräumt werden, fordern sie.

Schouten lehnt drastische Maßnahmen aber vorerst ab. Sie will zunächst die Ergebnisse einer laufenden Untersuchung bei allen Zuchtbetrieben abwarten. In den Niederlanden gibt es rund 150 Nerz-Farmen vorwiegend im Osten des Landes nahe der deutschen Grenze. Unabhängig von der Corona-Pandemie müssen alle niederländischen Nerzfarmen laut Gerichtsbeschluss bis 2024 den Betrieb einstellen.

25.5.2020 • 15:06 Uhr

DFB-Schatzmeister spricht von "tiefster wirtschaftlicher Krise"

Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) drohen aufgrund der Coronavirus-Pandemie erhebliche wirtschaftliche Einschnitte. "Der DFB befindet sich in der tiefsten wirtschaftlichen Krise seiner Existenz", sagte Schatzmeister Stephan Osnabrügge auf dem außerordentlichen Bundestag des Verbandes. "Sie könnte bis zu einer Existenzbedrohung führen."

Im schlechtesten Fall rechnet der DFB mit einem Verlust von 77 Millionen Euro bis zum Ende des Jahres, womit die Rücklagen um 13,9 Millionen Euro überschritten wären. "Es würde aber nicht zur Insolvenz des DFB führen", sagte Osnabrügge.

Der Funktionär hob die Bedeutung von Länderspielen und des DFB-Pokals hervor. Der Spielbetrieb der Nationalmannschaft generiert allein 59 Millionen Euro, der Pokal zehn Millionen. Durch Sponsoren werden 105 Millionen Euro eingenommen. "Wir hoffen, dass in der zweiten Jahreshälfte wieder Länderspiele stattfinden können. Das wäre für den DFB von existenzieller Bedeutung."

Man werde extrem sparsam agieren, um den Verlust so weit wie möglich zu reduzieren. Entlassungen schloss Osnabrügge jedoch aus. Dies würde zwar kurzfristig für Entlastung sorgen, aber langfristig die Zukunft des Verbands gefährden. "Kündigungen sind das letzte denkbare Mittel", sagte Osnabrügge. Die gesamte Spitze des Verbandes habe nach seinen Angaben auf zehn bis 30 Prozent ihres Gehalts verzichtet.

Eine Frau verfolgt den Livestream des DFB-Bundestags 2020 auf einem Notebook.  | dpa

262 Delegierte debattieren auf dem außerordentlichen Bundestag des DFB, der wegen der Corona-Pandemie als Video-Tagung abgehalten wird.  Bild: dpa

25.5.2020 • 14:48 Uhr

Tschechische Kohlenmine wegen Corona-Ausbruchs geschlossen

Eine osttschechische Kohlenmine nahe der polnischen Grenze hat wegen eines Corona-Ausbruchs den Betrieb eingestellt. Tests von 2400 Personen hätten in den vergangenen Tagen Infektionen mit Sars-CoV-2 bei 212 Menschen aufgezeigt, teilten die Behörden in Karvina mit. Bei den meisten handele es sich um Bergarbeiter der Mine Darkov und ihre Familienangehörigen. Es ist der derzeit größte Corona-Hotspot in Tschechien.

25.5.2020 • 14:44 Uhr

Basketball-Euroleague und -Eurocup endgültig abgebrochen

Die Basketball-Saison in der Euroleague und im Eurocup ist endgültig abgesagt worden. Nachdem die kontinentalen Wettbewerbe wegen der Corona-Pandemie bereits seit März unterbrochen waren, entschied die Euroleague, diese nicht mehr fortzuführen. Davon betroffen sind der FC Bayern und Alba Berlin in der Euroleague sowie die deutschen Eurocup-Teams Oldenburg und Ulm.

Mehrere Gründe sprachen nach Liga-Angaben gegen eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs, unter anderem die unterschiedlichen behördlichen Voraussetzungen gegen die Corona-Krise in den jeweiligen Spielorten. Durch den Saisonabbruch gibt es keine Champions in den Wettbewerben. Zugleich entschied die Liga, den 18 Euroleague-Teams der nun abgelaufenen Saison auch im nächsten Jahr das Startrecht im wichtigsten europäischen Wettbewerb zuzusichern.

25.5.2020 • 14:41 Uhr

Corona-Ausbruch in Frankfurt: Gemeinde trug keinen Mund-Nasen-Schutz

Nachdem sich mehr als 100 Menschen in einer Frankfurter Baptisten-Gemeinde mit dem Coronavirus infizierten, gibt es nun weitere Anhaltspunkte dafür, unter welchen Bedingungen sich das Virus ausbreiten konnte. Bei der Versammlung am 10. Mai seien zwar separate Ein- und Ausgänge benutzt und der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten worden, doch habe man auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verzichtet, heißt es in einer Erklärung, die die Frankfurter Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde auf ihrer Homepage veröffentlichte. Außerdem wurde nach Angaben der Gemeinde während des Gottesdienstes gesungen.

Die Gemeinde zeigte sich "tief bestürzt und traurig" über den Corona-Ausbruch. "Unser Trost ist, dass sich viele Erkrankte auf einem guten Weg der Genesung befinden und einige bereits gesund geworden sind". Da es in der Gemeinde viele Familien mit fünf und mehr Kindern gebe, nehme die Zahl der Ansteckungen zu Hause weiter zu. Auch der Vereinsvorsitzende und sein Stellvertreter seien infiziert. Die Gottesdienste der Gemeinde fänden nun nur noch im Internet statt.

25.5.2020 • 14:29 Uhr

Entwickler von Warn-App sehen sich auf gutem Weg

Die Entwickler der sogenannten Corona-App zur Eindämmung der Pandemie wollen die Anwendung zur Kontaktverfolgung zum Start der ersten Sommerferien in Deutschland auf den Markt bringen. "Wir liegen gut im Zeitplan", sagte ein Sprecher des Softwareanbieters SAP. Inzwischen sei man bei der Halbzeit angelangt.

SAP arbeitet seit Ende April zusammen mit der Deutschen Telekom an der App, nachdem vorangegangene Initiativen an Streitigkeiten über Speichervarianten scheiterten. Ursprünglich sollte eine solche App in der Bundesrepublik ähnlich wie in Österreich bereits im April verfügbar sein. Sie gilt als eine wesentliche Hilfe, um Kontakte von an Covid-19-Erkrankten - auch über Landesgrenzen hinweg - aufzuspüren und über notwendige Quarantäne-Maßnahmen zu informieren.

Telekom und SAP haben sich zum Ziel gesetzt, möglichst transparent zu arbeiten und veröffentlichen regelmäßig Informationen beispielsweise zur App-Architektur auf der Open-Source-Plattform Github. Inzwischen können die beiden Unernehmen bei der App-Entwicklung auch auf die dafür nötigen und inzwischen von den Google und Apple veröffentlichten Schnittstellen zurückgreifen. Während Deutschland noch mit der Entwicklung der Corona-Warn-App beschäftigt ist, gibt es eine solche Anwendung laut einer Zählung der Anwaltskanzlei Linklaters inzwischen bereits in 40 Ländern wie beispielsweise Südkorea, Australien und Zypern.

25.5.2020 • 13:31 Uhr

Merkel besteht auf Verlängerung der Abstandspflicht

Bundeskanzlerin Angela Merkel besteht darauf, dass die zentralen Verhaltensregeln Pflicht bleiben. Für Abstand und Hygieneregeln wolle sie über den 5. Juni hinaus weiter verbindliche Anordnungen und nicht nur Gebote, sagt ihr Sprecher Steffen Seibert. Am 5. Juni enden die bisherigen Vorschriften. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte dagegen angekündigt, die Regeln sollten in seinem Land dann außer Kraft sein und gegebenenfalls durch lokale Regelungen ersetzt werden.

25.5.2020 • 13:31 Uhr

Virologe Drosten sieht Ramelow-Pläne skeptisch

Der Virologe Christian Drosten steht dem Ansatz von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, in der Corona-Pandemie künftig mehr auf Eigenverantwortung der Menschen zu setzen, skeptisch gegenüber. "Die Eigenverantwortung ist ja so das schwedische Modell und wir sehen in diesen Tagen und werden es in den nächsten Monaten noch stärker sehen, dass dort eine sehr hohe Übersterblichkeit entstanden ist", sagte der Charité-Wissenschaftler im Deutschlandfunk. "Also ich bin mir nicht ganz sicher, ob das alles über Eigenverantwortung laufen kann." Drosten sprach sich für bessere Richtlinien für bestimmte gesellschaftliche Bereiche wie Schulen und Kindergärten aus.

25.5.2020 • 12:58 Uhr

Wiener Ärzten gelingt erste Corona-Lungentransplantation in Europa

An der Medizinischen Universität Wien ist eine Lungentransplantation bei einer Corona-Erkrankten geglückt. Nach Angaben der Universität handele es sich um die erste Covid-19-Lungentransplantation überhaupt in Europa. Der Eingriff sei dringend notwendig gewesen, die 45 Jahre alte Patientin wäre sonst voraussichtlich aufgrund eines schweren Lungenversagens gestorben.

"Aus unserer Sicht geht es ihr jetzt hervorragend, wir haben kein gravierendes Problem bisher", sagte Klinikleiter Walter Klepetko nach dem Eingriff. "Die Organe funktionieren alle, wir sind alle zufrieden. Aber der Weg wird schon noch länger sein, bis wir sie hoffentlich endlich aus dem Krankenhaus herausbringen werden." Die Transplantation erfolgte bereits vor einer Woche.

25.5.2020 • 12:42 Uhr

Wieder mehr Fahrgäste bei der Bahn

Die Fahrgastzahlen bei der Deutschen Bahn haben sich in den vergangenen Tagen wieder deutlich erhöht. "Wir liegen im Moment bei etwa 50 Prozent des Vorjahresniveaus", sagte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. Zwischenzeitlich waren die Zahlen in der Krise um rund 90 Prozent eingebrochen. Um die steigende Nachfrage zu bedienen, verstärkt der Konzern das Angebot nun auch im Fernverkehr. Nach und nach würden auf den wichtigen Strecken die Kapazitäten wieder verdoppelt - zunächst auf der Route zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet, sagte Huber.

25.5.2020 • 12:42 Uhr

Interview: Warum sind Verschwörungstheorien so erfolgreich?

In der Corona-Krise finden Verschwörungstheorien großen Zulauf - und immer wieder fällt dabei der Name "QAnon". Was es damit auf sich hat und warum solche Mythen nun auch in der Mitte der Gesellschaft immer erfolgreicher werden, erklärt Miro Dittrich von der Amadeu Antonio Stiftung im Interview.

25.5.2020 • 12:20 Uhr

Notstand in Japan aufgehoben

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hat den zuletzt noch in Teilen des Landes geltenden Coronavirus-Notstand aufgehoben. Damit endeten die Beschränkungen in Japan landesweit. Experten einer Regierungskommission hatten der Aufhebung der Einschränkungen in Tokio und vier weiteren Präfekturen zuvor zugestimmt. Im größten Teil des Landes waren sie bereits früher beendet worden. Unternehmen können somit langsam wieder ihren Betrieb aufnehmen. Die Maßnahmen waren mehr als anderthalb Monate in Kraft gewesen.

25.5.2020 • 12:12 Uhr

Bericht: Bundesregierung und Lufthansa grundsätzlich einig

Nach Informationen der dpa haben sich die Bundesregierung und das Lufthansa-Management grundsätzlich auf milliardenschwere Staatshilfen für die angeschlagene Fluggesellschaft geeinigt. Zustimmen müssten aber noch der Lenkungsausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds, die Gremien der Lufthansa sowie die EU-Kommission.

Die Einigung sei "im Rahmen" des von der Bundesregierung vorgesehenen Rettungsplans, hieß es laut dpa in Regierungskreisen. Demnach liegt das Volumen der Hilfen bei neun Milliarden Euro. Der Bund will sich vorerst mit 20 Prozent direkt an der Lufthansa beteiligen. Dies läge unterhalb der Sperrminorität, mit der wichtige Entscheidungen blockiert werden könnten.

25.5.2020 • 12:08 Uhr

Kanzleramt wohl weiter für Mindestabstand und Maskenpflicht

Die Bundesregierung setzt Medienberichten zufolge auch nach dem Kurswechsel in Thüringen weiter auf Kontaktbeschränkungen. Das berichten dpa und die "Bild" unter Berufung auf eine Beschlussvorlage des Kanzleramts für die Runde der Staatskanzleichefs der Länder. Darin schlage Kanzleramtschef Helge Braun vor, auch nach dem 5. Juni weiterhin bundesweit in der Öffentlichkeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern vorzuschreiben sowie die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen beizubehalten.

Auch bei privaten Zusammenkünften in geschlossenen Räumen seien die Hygieneregeln umzusetzen "sowie die Zahl der Personen generell auf höchstens zehn zu beschränken". Angesichts der bundesweit niedrigen Infektionszahlen sollte der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur noch dort "durch verbindliche Anordnungen beschränkt werden, wo die regionale Dynamik im Infektionsgeschehen dies erfordert".

25.5.2020 • 11:23 Uhr

Sitzung des Corona-Kabinetts wegen Ramelow-Vorstoß abgesagt

Die für heute geplante Sitzung des Corona-Kabinetts der Bundesregierung ist laut einem Bericht von RTL und ntv kurzfristig abgesagt worden. Nach dem Vorstoß von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow bestehe dringender Gesprächsbedarf zwischen Bund und Ländern, melden die Sender unter Berufung auf das Bundeskanzleramt.

Im Corona-Kabinett sollte dem Bericht nach heute auch über mögliche weitere Lockungen beraten werden. Die Teilnehmer seien von den weitgehenden Plänen aus Erfurt überrascht worden, daher sei die Beschlussvorlage überholt. Ramelow hatte am Wochenende angekündigt, dass er in Thüringen vom 6. Juni an auf die allgemeinen, landesweit gültigen Corona-Schutzvorschriften verzichten wolle.

25.5.2020 • 11:15 Uhr

Türkei bereitet sich auf Touristen vor

Schon im Juni will die Türkei ihre Strände und Hotels für den internationalen Tourismus öffnen. Doch viele Gastronomen sind durch unklare Vorgaben der Behörden verunsichert, berichtet ARD-Korrespondentin Karin Senz.

25.5.2020 • 10:59 Uhr

Kritik in CDU-Spitze an Lockerungen in Thüringen

Das Vorpreschen Thüringens bei der Aufhebung von Lockerungen in der Corona-Krise ist in der CDU-Spitze kritisiert worden. In einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums war von einem "verheerenden" Signal die Rede, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Man sei von den Plänen von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) überrascht worden. Kritik kam demnach etwa vom saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans und von NRW-Regierungschef Armin Laschet.

25.5.2020 • 10:55 Uhr

Bitkom fordert mehr Hilfen für Startups

Der IT-Branchenverband Bitkom und der Bankenverband BdB fordern weitere Hilfen für Startups zur Bewältigung der Coronakrise. Die bisherige Unterstützung der Bundesregierung erreiche viele der jungen Unternehmen nicht schnell genug, kritisiert Andreas Krautscheid, BdB-Hauptgeschäftsführer. Gezielte Anpassungen des ERP-Gründerkredit-Programms und des KfW-Unternehmenskredits könnten die Liquidität der Unternehmen über die Geschäftsbanken bis zur nächsten Finanzierungsrunde sichern.

Solche Hilfen seien nötig, "um Startups pragmatisch und schnell zu unterstützen, bevor es zu spät ist", mahnt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Damit sichern wir Zehntausende hoch qualifizierte Arbeitsplätze ebenso wie unsere technologische Wettbewerbsfähigkeit nach Ende der Krise."

25.5.2020 • 10:40 Uhr

Sachsen kündigt Wende bei Corona-Einschränkungen an

Nach Thüringen hat auch Sachsen eine grundlegende Änderung beim Umgang mit Einschränkungen in der Corona-Krise angekündigt. "Wenn die Zahl der Neuinfektionen weiterhin stabil auf einem niedrigen Niveau bleibt, planen wir für die Zeit ab dem 6. Juni in der nächsten Corona-Schutzverordnung einen Paradigmenwechsel", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) in Dresden.

"Statt wie jetzt generell Beschränkungen zu erlassen und davon viele Ausnahmen für das zu benennen, was wieder möglich ist, wird dann generell alles freigegeben und nur noch das Wenige an Ausnahmen benannt, was noch nicht möglich sein wird", erklärte Köpping. Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" berichtet.

Gäste sitzen an Tischen von Restaurants auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche in Dresden.  | dpa

Gäste sitzen an Tischen von Restaurants auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche in Dresden. Unter strengen Hygieneauflagen durfte die Gastronomie im Freistaat ab dem 15. Mai wieder öffnen. Bild: dpa

25.5.2020 • 10:26 Uhr

Stimmung in Chefetagen hellt sich wieder etwas auf

Nach ihren historischen Tief hellt sich die Stimmung in den deutschen Chefetagen wieder etwas auf. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für Mai stieg auf 79,5 Zähler von 74,2 Punkten im April, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. "Die ersten Lockerungen sorgen für einen Hoffnungsschimmer", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Von Reuters befragte Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf 78,3 Punkte gerechnet. Die vom Ifo befragten Manager schätzten ihre Lage etwas schlechter ein, blickten aber weniger skeptisch in die Zukunft. Bund und Länder haben erste Lockerungen der strikten Eindämmungsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie eingeleitet.

25.5.2020 • 09:45 Uhr

Spaniens Tourismusministerin verspricht Urlaubssaison ab Juli

Ausländer können nach Angaben von Spaniens Tourismusministerin Reyes Maroto wohl ab Juli wieder in dem Land Urlaub machen. Eine Pflicht zur zweiwöchigen Selbst-Quarantäne dürfte bis dahin voraussichtlich aufgehoben sein, sagt sie dem Radiosender Onda Cero. Es sei daher "stimmig", einen Spanien-Sommerurlaub für Juli zu planen.

25.5.2020 • 09:38 Uhr

Zahl der Verkehrstoten im März auf Tiefstand

Wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie ist die Zahl der Verkehrstoten auf Deutschlands Straßen im März auf einen Tiefstand seit der Wiedervereinigung gesunken. Bei Unfällen kamen 158 Menschen ums Leben, im März 2019 waren es noch 234 Verkehrstote, teilte das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mit. "Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden in einem Monat weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet als im März 2020", hieß es. In der Regel sterben monatlich den Angaben einer Sprecherin zufolge mehr als 200 Verkehrsteilnehmer.

25.5.2020 • 09:02 Uhr

Deutschland rutscht in eine Rezession

Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft mit Wucht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im ersten Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit erste Daten. Der Einbruch zum Jahresanfang war der stärkste Rückgang im Quartalsvergleich seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der zweitstärkste seit der deutschen Wiedervereinigung. Die privaten Konsumausgaben und der Export brachen im ersten Vierteljahr ein.

Unternehmen investierten deutlich weniger in Maschinen, Geräte, Fahrzeuge und andere Ausrüstungen. Gestiegene Bauinvestitionen und Konsumausgaben des Staates verhinderten den Angaben zufolge einen noch stärkeren Absturz.

25.5.2020 • 08:46 Uhr

Deutlich weniger Bauaufträge im Krisenmonat März

Die Corona-Krise scheint die Baulust in Deutschland zu dämpfen. Im März sank der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 10,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Solche Rückgänge seien nicht ungewöhnlich. Dennoch deute die Entwicklung darauf hin, "dass Unternehmen geplante Bauvorhaben aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit in der Corona-Krise zurückgestellt haben". Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerten sich die Bestellungen (real) um 10,3 Prozent.

25.5.2020 • 08:11 Uhr

Griechenland öffnet Inseln wieder für Reisende

Griechenland hat seinen Tourismus weiter geöffnet: Erstmals seit mehr als zwei Monaten konnten alle Reisende vom Festland zu allen Inseln der Ägäis und des Ionischen Meeres sowohl per Fähre als auch per Flugzeug gelangen. Zudem wurden landesweit die Tavernen, Bars und Cafes wieder geöffnet, wie übereinstimmend griechische Medien berichteten.

Athen hatte seit Ende März aus Gründen des Schutzes gegen die Corona-Pandemie nur ständigen Einwohnern der Inseln erlaubt, vom Festland zu den Inseln zu fahren. Die Tavernen, Bars und Cafes konnten nur außer Haus verkaufen. Auf den griechischen Inseln hat es bislang wenige Corona-Infektionsfälle gegeben.

Die Fähren nehmen nur höchstens 50 Prozent der bislang erlaubten Passagierzahl mit. In den Tavernen dürfen nur die Hälfte der vor der Epidemie erlaubten Tische genutzt werden. An einem Tisch dürfen höchstens sechs Menschen sitzen, berichtete das Staatsfernsehen. Dies ordnete der Krisenstab für die Corona-Pandemie an.

25.5.2020 • 08:08 Uhr

Sevilla-Profis brechen Corona-Regeln und feiern Gartenparty

Vier Spieler des spanischen Fußball-Erstligisten FC Sevilla haben gegen die Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus verstoßen und sich dafür entschuldigt. Der frühere Gladbacher Luuk de Jong, Ever Banega, Lucas Ocampos und Franco Vazquez feierten zusammen mit insgesamt zwölf weiteren Personen eine Gartenparty. In Spanien sind aktuell jedoch Versammlungen von mehr als zehn Personen verboten.

Ein Bild von der Party veröffentlichte Banegas Frau auf Instagram. "Ich möchte mich für das entschuldigen, was gestern passiert ist", erklärte Banega auf Instagram. Es sei ein Treffen von Teamkollegen und Familie gewesen, und man habe nicht gewusst, dass man im Unrecht sei, schrieb er. "Ich möchte mich bei unserem Verein, unseren Fans und der Gesellschaft im Allgemeinen entschuldigen. Es wird nicht wieder vorkommen."

25.5.2020 • 08:03 Uhr

Bartsch verteidigt Ramelow-Pläne

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch hat den Vorstoß von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow zur Aufhebung der Corona-Beschränkungen verteidigt. Er sei gegen einen Lockerungswettlauf und für ein möglichst koordiniertes Vorgehen, sagt Bartsch im Deutschlandfunk. Er sei aber wie sein Parteifreund Ramelow dafür, die Restriktionen zur Eindämmung des Virus angesichts des unterschiedlichen Aufkommens bei den Infektionen zu regionalisieren. "Wir können nicht dauerhaft Beschränkungen vornehmen, wo es keine Infektionen gibt."

Ramelow hatte angekündigt, die allgemeinen Corona-Beschränkungen in Thüringen ab dem 6. Juni aufzuheben. Künftig sollen nur noch lokale Einschränkungen in Kraft treten, wenn in einer Region eine bestimmte Infektionsrate überschritten wird.

25.5.2020 • 07:52 Uhr

Brinkhaus lehnt Übernahme von Altschulden der Kommunen ab

Der Vorsitzende der Unionsfraktionen in Bundestag, Ralph Brinkhaus, lehnt eine Übernahme von Altschulden der Kommunen ab. Im ARD-Morgenmagazin erklärte der Politiker: "Kommunen müssen die Mittel haben, um zu investieren, aber das ist jetzt nicht eine Frage der Entschuldung, sondern das ist eine Frage, ob wir da jetzt Mittel zur Verfügung stellen." Als Beispiel nannte er Geld für Digitalisierung, Modernisierung und Bildung. "Da gibt es viele Ansatzpunkte, und da ist meine Phantasie einfach größer als die von Olaf Scholz."

Brinkhaus kündigte an, in der jetzigen Situation sei es notwendig, das Land auf die Zukunft vorzubereiten. "Wir müssen jetzt den ganz großen Schritt in die Zukunft machen. Die Chinesen machen es. Die werden jetzt Billionen in die Zukunft in der Krise investieren. Das müssen wir auch machen, damit wir international auch wettbewerbsfähig bleiben."

25.5.2020 • 07:43 Uhr

China streitet strategisches Interesse ab

China hat Vorwürfe abgestritten, nach denen es den Ausbruch des neuen Coronavirus nutzt, um seine Präsenz im Südchinesischen Meer zu stärken. Derartige Vorwürfe seien "schierer Unsinn", sagte Chinas Außenminister Wang Yi bei einer Pressekonferenz. China kooperiere lediglich bei den Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus eng mit südostasiatischen Ländern, von denen viele überlappende Territorialansprüche im Südchinesischen Meer stellen.

Das Südchinesische Meer ist ein Randmeer des Pazifischen Ozeans und wegen seiner strategischen Bedeutung als Versorgungsstraße Ostasiens umstritten. China hat seine Präsenz in der Region lange erhöht. Wang zufolge hätten jedoch andere Länder wie die USA und ihre Verbündeten durch Militärflüge und Seepatrouillen dort für Instabilität gesorgt. "Ihre böswilligen und verabscheuungswürdigen Aktionen sollen Zwietracht zwischen China und (südostasiatischen Ländern) säen und die hart erkämpfte Stabilität in der Region untergraben", warf Wang den USA vor.

25.5.2020 • 07:19 Uhr

Schrittweise Lockerungen in Moskau

Schon neun Wochen lang steht die russische Hauptstadt Moskau unter einem Lockdown. In kleinen Schritten will die Stadtregierung nun Lockerungen einführen: Auf Baustellen und in Großbetrieben soll wieder die Arbeit aufgenommen werden. Doch der Zwang zur Selbstisolation bleibt weiter bestehen, berichtet ARD-Korrespondentin Christina Nagel.

25.5.2020 • 06:58 Uhr

Chef der "Wirtschaftsweisen" begrüßt Vorschlag zu EU-Hilfen

Der Chef der "Wirtschaftweisen", Lars P. Feld, hat Vorschläge für milliardenschwere EU-Wiederaufbauhilfen begrüßt. Er spricht sich aber auch für Auflagen aus. Feld sagte der Nachrichtenagentur dpa zu einem deutsch-französischen Vorschlag: "Es sind eben keine Corona-Bonds durch die Hintertür. Es ist vor allem ein politisches Signal an Italien, Spanien und Frankreich." Schon ein erleichterter Zugang zu Krediten des Europäischen Stabilitätsmechanismus, kombiniert mit Anleihekäufen der EZB, biete viele Möglichkeiten, ein Land zu stabilisieren, das relativ hoch verschuldet sei.

"Ich hoffe, dass man in den Kompromissen, die jetzt mit Österreich und anderen Ländern zu treffen sind, auch zu gewissen Auflagen kommt - zum Beispiel, dass Italien sich stärker verpflichtet, seine Schulden im Rahmen des Europäischen Semesters abzubauen, sobald diese Krise vorbei ist."

25.5.2020 • 06:44 Uhr

289 Neuinfektionen und zehn weitere Todesfälle

Das Robert Koch-Institut meldet einen Anstieg der Corona-Infektionen um 289 auf 178.570 Fälle. Die Zahl der Toten sei zum Vortag um zehn auf 8257 geklettert.

25.5.2020 • 06:34 Uhr

Altmaier plant weitere Milliardenhilfen für Mittelstand

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will mittelständische Betriebe wegen der Corona-Pandemie noch stärker unterstützen. Firmen mit bis zu 249 Mitarbeitern sollen von Juni bis Dezember monatlich bis zu 50 000 Euro bekommen können. Das berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" aus einem Eckpunktepapier, das nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus dem Wirtschaftsministerium stammt. Ziel der Überbrückungshilfe ist, die Existenz kleiner und mittlerer Betriebe zu sichern, die von coronabedingten Auflagen und Schließungen betroffen sind.

25.5.2020 • 06:30 Uhr

Lauterbach fordert Signal gegen Lockerungen in Thüringen

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Bundesregierung aufgefordert, ein Signal gegen die angekündigten Corona-Lockerungen in Thüringen zu setzen. "Mit der Entscheidung in Thüringen droht ein bundesweiter Wettlauf der Länder, der aus medizinischer Sicht katastrophal wäre", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post". "Das Corona-Kabinett sollte an diesem Montag unbedingt ein Gegensignal setzen, um das zu verhindern."

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften zu verzichten. Damit würden landesweite Regeln zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen nicht mehr gelten.

25.5.2020 • 06:25 Uhr

Bahn-App soll vor vollen Zügen warnen

Die Deutsche Bahn will mithilfe ihrer App in der Corona-Krise vor zu vollen Zügen warnen. Der "Spiegel" berichtete unter Berufung auf Konzernkreise, der Bahn-Navigator und der Internetauftritt der Bahn seien so umprogrammiert worden, dass Nutzer Züge mit einer Auslastung von 50 Prozent und mehr angezeigt bekämen. Sie sollten damit die Möglichkeit erhalten, auf weniger frequentierte Verbindungen zuzugreifen. Auf diese Weise solle der Passagierfluss besser gesteuert werden, damit in den kommenden Wochen keine gefährlich engen Situationen in den Zügen entstünden.

25.5.2020 • 06:22 Uhr

China meldet elf Neuinfektionen

China bestätigt elf neue Coronavirus-Fälle gegenüber drei am Vortag. Nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission stammen alle Neuinfektionen von Einreisenden. Zehn der sogenannten "importierten Fälle" befinden sich in der Inneren Mongolei, einer in der südwestlichen Provinz Sichuan. Die Gesamtzahl der Covid-19-Erkrankten beläuft sich nach offiziellen Angaben auf 82.985. Die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 4.634.

25.5.2020 • 04:46 Uhr

Notstand in Japan soll aufgehoben werden

Der in Teilen Japans wegen des Coronavirus ausgerufene Notstand soll aufgehoben werden. Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura bat Experten einer Regierungskommission, einen Plan zur Aufhebung der Einschränkungen in Tokio und vier anderen Präfekturen zu bewerten. Es wurde erwartet, dass die Experten den Plan absegnen und Ministerpräsident Shinzo Abe im Laufe des Montags eine offizielle Ankündigung macht. Unternehmen können dann langsam wieder ihre Geschäfte aufnehmen. Die Maßnahmen waren mehr als anderthalb Monate in Kraft gewesen.

Im Vergleich zu den harten Einschränkungen in einigen europäischen Ländern war der Notstand in Japan eher eine Bitte, zu Hause zu bleiben und nicht essenzielle Geschäfte geschlossen zu halten oder die Öffnungszeiten einzuschränken. Dadurch sollte der wirtschaftliche Schaden begrenzt werden. In der vergangenen Woche kehrten immer mehr Menschen zur Arbeit und in die Einkaufszentren zurück. Nishimura sagte, Daten zeigten, dass die Infektionen ausreichend zurückgegangen seien und das Gesundheitssystem weniger unter Druck stünde. In Japan wurden dem Gesundheitsministerium zufolge insgesamt 16.580 Infektionen mit dem Coronavirus registriert, 830 Menschen starben damit.

25.5.2020 • 04:08 Uhr

Chiles Präsident Piñera sieht Gesundheitssystem "sehr nah am Limit"

Angesichts der starken Zunahme von Coronavirus-Infektionen geraten die Krankenhäuser in Chile an ihre Grenzen. "Wir sind sehr nah am Limit, weil wir einen großen Anstieg hatten", sagte Präsident Sebastián Piñera der chilenischen Zeitung "La Tercera" zufolge bei der Einweihung einer provisorischen Klinik in Santiago de Chile am Sonntag. Die Zahl der Corona-Infizierten in dem südamerikanischen Land stieg in den vergangenen Tagen stark und liegt nach Angaben des Gesundheitsministeriums mittlerweile bei knapp 70.000, 718 Patienten starben im Zusammenhang mit dem Virus. Der Großraum Santiago, in dem etwa acht Millionen Menschen - gut 40 Prozent der Gesamtbevölkerung Chiles - leben, steht unter Quarantäne.

25.5.2020 • 03:21 Uhr

Corona-Ausbruch in niederländischem Schlachthof nahe deutscher Grenze

In einem niederländischen Schlachthof in Groenlo unweit der Grenze zu Deutschland sind 147 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Gemeindeverwaltung Oost Gelre mit. Einem Bericht der Lokalzeitung "De Gelderlander" zufolge leben 79 der Infizierten in Deutschland, 68 in den Niederlanden. Insgesamt wurden der Gemeindeverwaltung zufolge von den 657 Beschäftigten in dem Betrieb der Schlachthof-Gruppe Vion 25 Mitarbeiter noch nicht getestet, darüber hinaus fehlten die Daten von fünf Mitarbeitern. Die deutschen Behörden seien informiert worden.

Bereits am Freitag hatten die Behörden der Provinz Gelderland im Osten des Landes für 600 Mitarbeiter Heim-Quarantäne angeordnet und den Schlachthof geschlossen. Im Schlachthof waren bei 45 Mitarbeitern Corona-Infektionen festgestellt worden. Zuvor waren bereits in anderen Niederlassungen der Vion-Gruppe auch in Deutschland Dutzende von Mitarbeitern infiziert worden. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben Schlachthöfe in Deutschland und den Niederlanden mit insgesamt 12.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 5,1 Milliarden Euro.

Der Gewerkschaftsverband FNV hatte die Wohnsituation vieler Mitarbeiter für die Verbreitung des Virus verantwortlich gemacht. Vor allem Arbeitsmigranten würden in Gruppen-Unterkünften eng beieinander wohnen. In den meisten Fällen besorgen Arbeitsvermittler die Unterkünfte für die Migranten, vielfach in Deutschland. Die Gemeinde forderte Vion und die Zeitarbeitsfirmen dringend auf, die Unterbringung der Arbeiter menschenwürdig zu gestalten, so dass alle betroffenen Mitarbeiter sicher in Quarantäne bleiben könnten.

25.5.2020 • 01:15 Uhr

Europarat warnt vor Anschlägen mit Biowaffen

Sicherheitsexperten des Europarats warnen einem Zeitungsbericht zufolge vor der Gefahr von terroristischen Anschlägen mit Biowaffen nach der Virus-Krise. Die Pandemie habe gezeigt, wie verwundbar moderne Gesellschaften durch Virusinfektionen seien, berichtet die "Funke Mediengruppe" unter Berufung auf ein Papier des Europarats-Ausschusses für Terrorbekämpfung. Es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass terroristische Gruppen diese Lektion aus der Corona-Pandemie vergessen würden. Die absichtliche Verwendung eines Krankheitserregers oder eines anderen biologischen Wirkstoffs durch Terroristen könne kann sich als äußerst wirksam erweisen.

25.5.2020 • 00:59 Uhr

Studie: 41 Corona-Todesfälle womöglich auf Champions-League-Spiel zurückzuführen

Dutzende Todesfälle durch das Coronavirus in Großbritannien sind laut einer Studie möglicherweise auf das Champions-League-Spiel zwischen dem FC Liverpool und Atlético Madrid am 11. März zurückzuführen. Die Datenanalysefirma Edge Health schätzt, dass 41 Todesfälle mit dem Fußballspiel in Verbindung stehen, wie die Zeitung "Sunday Times" berichtete. Diese Todesfälle traten zwischen 25 und 35 Tage nach dem Spiel in Krankenhäusern von Liverpool und Umgebung auf.  Das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League war vor 52.000 Stadionbesuchern ausgetragen worden. Rund 3000 spanische Fans waren dafür angereist. Es war das letzte größere Fußballspiel, das in Großbritannien vor Verhängung der allgemeinen Corona-Restriktionen stattfand. Laut Schätzungen des Imperial College London und der Oxford-Universität hatte Spanien zu diesem Zeitpunkt bereits 640.000 Fälle von Coronavirus-Infektionen, Großbritannien 100.000. 

25.5.2020 • 00:11 Uhr

Japan vor weiteren Multi-Milliarden-Hilfen für die Wirtschaft

Japan erwägt einem Medienbericht zufolge einen weiteren Nachtrags-Haushalt im Volumen von mehr als 100 Billionen Yen (rund 850 Milliarden Euro) zur Eindämmung der Folgen der Virus-Krise. Darin seien 60 Billionen Yen für Niedrigzins-Kredite für Unternehmen enthalten, die stark von den Virus-Folgen betroffen seien, berichtete die Wirtschaftszeitung "Nikkei". Es werde erwartet, dass das Vorhaben am Mittwoch auf einer Kabinettssitzung verabschiedet werde. Im April war bereits ein Konjunkturprogramm im Rekordvolumen von umgerechnet rund 920 Millionen Euro geschnürt worden.

Die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft steht wegen der Virus-Krise ebenso wie viele andere Länder vor einer tiefen Rezession. Die Regierung hatte die Bürger angesichts der Pandemie gebeten, zu Hause zu bleiben. Zudem wurden Firmen aufgefordert, ihre Werkstore geschlossen zu halten. Viele Analysten erwarten, dass die Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal in prozentual zweistelliger Höhe schrumpft.

25.5.2020 • 00:11 Uhr

USA verbieten Einreisen aus Brasilien

Angesichts der rasant steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Brasilien hat die US-Regierung weitgehende Einreisebeschränkungen für Menschen aus dem südamerikanischen Land erlassen. Brasilianer und Ausländer, die sich in den zwei Wochen vor einer geplanten Einreise in dem Land aufgehalten haben, dürfen nicht mehr in die USA kommen, wie das Weiße Haus erklärte. Die Regelung gilt ab Freitag und ist zeitlich nicht begrenzt. Ausgenommen davon sind unter anderem US-Bürger, deren Familienangehörige, Menschen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung und Diplomaten.

"Die Maßnahme wird dabei helfen, sicherzustellen, dass Ausländer, die in Brasilien waren, keine Quelle neuer Infektionen in unserem Land werden", erklärte die Sprecherin von Präsident Donald Trump, Kayleigh McEnany. Der Handel sei von den neuen Beschränkungen nicht betroffen, hieß es weiter. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatte Trump bereits einen Einreisestopp für Ausländer aus China, dem europäischen Schengenraum, Großbritannien und Irland verhängt. Auch Reisen über die amerikanische Grenze zu Kanada im Norden und Mexiko im Süden sind wegen der Pandemie vorübergehend eingeschränkt.

In Brasilien gab es Daten der US-Universität Johns Hopkins zufolge bis Sonntag rund 350.000 bestätigte Coronavirus-Infektionen und 22.000 Todesfälle. Das einwohnerstärkste Land Lateinamerikas hat damit in absoluten Zahlen weltweit inzwischen die zweitmeisten Infektionen registriert - mehr gibt es nur in den USA mit gut 1,6 Millionen bekannten Infektionen und knapp 100.000 Todesfällen.

25.5.2020 • 00:10 Uhr

Wirtin und ihre Mutter attackieren Polizei

Im Streit um Corona-Regeln haben eine Augsburger Wirtin und ihre Mutter Polizisten attackiert - verbal und körperlich. Während des Einsatzes habe sich ein Teil einer Menschenmenge vor dem Lokal mit der Gastwirtin solidarisiert und die Einsatzkräfte bedrängt, hieß es weiter in der Mitteilung der Augsburger Polizei.

Die Wirtin und ihre Mutter wurden leicht verletzt: Sie erlitten Atemreizungen wegen des Einsatzes von Pfefferspray. Vier Polizeibeamte wurden den Angaben zufolge durch den Widerstand der beiden Frauen durch Schläge, Kratzer und Bisse verletzt. Drei von Ihnen waren nicht mehr dienstfähig. Der Ordnungsdienst der Stadt Augsburg ordnete die Einstellung des Barbetriebs an.

Der Vorfall ereignete sich am späten Freitagabend. Der Ordnungsdienst hatte der Mitteilung zufolge in dem Lokal Lärmbelästigung und Verstöße im Rahmen des Ausschankes festgestellt und die Polizei gerufen. Auf die Verstöße hingewiesen, zeigte sich die 30-jährige Lokalbetreiberin demnach uneinsichtig. Eine Polizistin habe versucht, die Wirtin und ihre anwesende Mutter "hinsichtlich der Verstöße zu sensibilisieren, als plötzlich eine der beiden Frauen unvermittelt der Beamtin ins Gesicht schlug". Als sich die Beamtin aus der Lage befreien wollte, ging laut Polizei auch noch die andere Frau körperlich auf sie los. Daraufhin wurden die beiden Frauen von den Einsatzkräften zu Boden gebracht.