Ein Mann bekommt einen Corona-Nasenabstrich an einer Teststation auf der Avenue des Champs-Élysées in Paris. | AP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Mehr als 332.000 Neuinfektionen in Frankreich ++

Stand: 05.01.2022 23:05 Uhr

Mit mehr als 332.000 Corona-Infektionen binnen eines Tages hat Frankreich einen neuen Höchststand gemeldet. Die Omikron-Variante wird in Deutschland laut Bundesregierung schon bald dominierend sein. Der Liveblog von Mittwoch zum Nachlesen.

  • Frankreich lässt infizierte Pflegekräfte arbeiten
  • Länder-Gesundheitsminister wollen kürzere Quarantäne
  • Omikron in Deutschland wohl bald vorherrschend
  • Mehr als 40 Prozent der Deutschen geboostert
  • Studie: Organschäden schon bei mildem Verlauf
5.1.2022 • 23:05 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden den Liveblog für heute und danken für ihr Interesse.

5.1.2022 • 22:19 Uhr

Italien führt Impfpflicht für über 50-Jährige ein

Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen wegen der Omikron-Variante hat Italien eine Impfpflicht für alle Menschen über 50 Jahre beschlossen. "Wir greifen insbesondere bei den Altersgruppen ein, die am stärksten gefährdet sind, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden", sagte Regierungschef Mario Draghi auf einer Kabinettssitzung. Damit solle der Druck auf die Krankenhäuser verringert werden. "Wir wollen die Ansteckungskurve bremsen und die bisher ungeimpften Italiener dazu bringen, sich impfen zu lassen", so Draghi.

Wie in anderen europäischen Ländern macht auch Italien Druck auf die ungeimpfte Bevölkerung. Ab dem 10. Januar gilt in Verkehrsmitteln, Hotels, Restaurants, auf Messen und Kongressen sowie in Schwimmbädern und Fitnessstudios der Nachweis des sogenannten Impfpasses. Diesen bekommen nur vollständig Geimpfte oder Genesene. Ab dem 15. Februar gelte für die über 50-Jährigen außerdem die 2G-Regel am Arbeitsplatz.

5.1.2022 • 22:17 Uhr

3000 Menschen bei Corona-Protest in München

In der Innenstadt von München haben nach Polizeiangaben etwa 3000 Menschen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert. Die Polizei sperrte nach Angaben eines Sprechers zwischenzeitlich den Übergang vom Marienplatz zur Kaufingerstraße ab. Mehrere Protest-Gruppen hätten gemeinsam vom Marienplatz durch die Fußgängerzone zum Karlsplatz/Stachus laufen wollen. Das sei mittels einer Kette aus Polizeibeamten verhindert worden. Vereinzelt habe es Versuche gegeben, die Kette zu durchbrechen. Die Polizei habe "unmittelbaren Zwang" anwenden müssen, also Schieben und Drücken unter Zuhilfenahme eines Schlagstocks. Die Polizei war mit rund 1000 Beamten im Einsatz.

Polizisten stehen auf dem Münchner Marienplatz vor Protestierenden gegen die Corona-Maßnahmen. | dpa

Polizeikette auf dem Marienplatz: Corona-Protest in München. Bild: dpa

5.1.2022 • 21:32 Uhr

Lauterbach für neue Kontaktbegrenzungen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich angesichts des drohenden Anstiegs von Omikron-Fällen in Deutschland für neue Kontaktbegrenzungen ausgesprochen. Darüber müsse gesprochen werden, sagte Lauterbach im ZDF. "Ich hielte das für notwendig." Zwar wirkten die Maßnahmen noch. Jedoch müsse man wahrscheinlich noch einmal zulegen, so der Gesundheitsminister.

5.1.2022 • 21:05 Uhr

Grammy Awards werden erneut verschoben

Die Grammy Awards werden erneut verschoben. Grund sei die starke Zunahme des Corona-Infektionsgeschehens, teilte die Recording Academy in Los Angeles mit. Demnach gebe es zu viele Risiken, die Show am 31. Januar auszurichten. Zuvor hatte die Zeitschrift "Variety" berichtet. Die Verleihung des Musikpreises werde zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Bereits im vergangenen Jahr war die Veranstaltung verschoben worden.

5.1.2022 • 20:12 Uhr

Australian Open: Behörden verweigern Djokovic Einreise

Kurz nach der Landung in Melbourne nahm die Farce um Tennisspieler Novak Djokovic die nächste Wendung. Trotz seiner umstrittenen medizinischen Ausnahmegenehmigung für den Start bei den Australian Open - nur Geimpfte dürfen bei dem Turnier antreten - verweigerten die Grenzschützer dem wohl ungeimpften Djokovic zunächst die Einreise. Die Dokumente, die Djokovic vorlegte, sahen Medien zufolge medizinische Ausnahmen für Ungeimpfte gar nicht vor. Die daher kontaktierten Behörden verweigerten die Unterstützung für den Weltranglisten-Ersten, der offenbar bis in die Nacht am Flughafen festsaß. Sein Sohn werde in einem bewachten Raum festgehalten, sagte Djokovics Vater dem Internetportal B92. "Novak befindet sich derzeit in einem Raum, den niemand betreten kann", sagte er. "Vor dem Raum stehen zwei Polizisten."

5.1.2022 • 19:42 Uhr

Mehr als 332.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat mit mehr als 330.000 gemeldeten Corona-Infektionen innerhalb eines Tages einen neuen Höchstwert verzeichnet. Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörde vwurden binnen 24 Stunden 332.252 Neuinfektionen registriert. Erst am Vortag war mit mehr als 270.000 Infektionen ein Höchstwert erzielt worden. Die Omikron-Variante ist in Frankreich mittlerweile vorherrschend.

Der Inzidenzwert, also die Zahl der registrierten Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche auf 100.000 Menschen gerechnet, lag landesweit zuletzt bei einem Wert von etwa 1851. Angesichts dessen plant die Regierung drastische Einschränkungen für Ungeimpfte.

5.1.2022 • 19:37 Uhr

Kultusminister wollen Schulen weiter offen halten

Die Kultusministerinnen und -minister wollen auch unter dem Eindruck der schnelleren Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus die Schulen weiter geöffnet lassen. Das sei wichtig, um den Zugang von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu Bildung, sozialem Miteinander und Teilhabe zu sichern, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Karin Prien, nach einer digitalen Beratung der für die Schulen zuständigen Ministerinnen und Minister. Deswegen würden die Schulen erst geschlossen, "wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind", sagte die schleswig-holsteinische Bildungsministerin.

5.1.2022 • 19:36 Uhr

Lockerung von EU-Slot-Regeln für Airlines gefordert

Angesichts der andauernden Corona-Pandemie wächst der Druck auf die EU-Kommission, die Regeln für Start- und Landerechte für Fluggesellschaften weiter zu lockern. Der belgische Verkehrsminister Georges Gilkinet forderte in einem Brief an die EU-Verkehrskommissarin Adina Valean die Lockerung von bestehenden Vorgaben, um Leerflüge zu vermeiden.

Damit Airlines ihre Start- und Landerechte nicht verlieren, müssen sie normalerweise ihre Slots nutzen. Airlines müssen die ihnen zugestandenen Slots an großen Verkehrsflughäfen während eines Flugplans normalerweise zu 80 Prozent tatsächlich nutzen, um in der Flugplan-Periode des Folgejahres ihr Recht darauf zu wahren. Wegen der Corona-Pandemie strichen aber zahlreiche Airlines Verbindungen. Wirtschafts- und Umweltverbände warnten vor Geisterflügen ohne Passagiere, die nur stattfänden, um die Slots nicht zu verlieren. Daraufhin hatte die EU von März 2020 bis März 2021 diese Vorgaben vollständig ausgesetzt. Seitdem müssen Airlines vorübergehend 50 Prozent ihrer Slots nutzen.

Die EU-Kommission hatte sodann angekündigt, die Nutzungsrate für die kommende Saison zwischen Ende März und Ende Oktober auf 64 Prozent anzuheben. Die EU-Kommission begründete ihr Vorgehen mit Wettbewerbsprinzipien.

5.1.2022 • 19:09 Uhr

Wahl des Bundespräsidenten nicht im Plenarsaal

Damit die Bundesversammlung nicht zur Verbreitung des Coronavirus beiträgt, soll der Bundespräsident dieses Mal nicht im Plenarsaal des Bundestages gewählt werden. "Nach Absprache mit den Fraktionen im Bundestag wird die Bundesversammlung im Paul-Löbe-Haus stattfinden", sagte ein Sprecher des Bundestags dem "Tagesspiegel". Das Gebäude, in dem die Ausschüsse des Parlaments tagen, bietet in seiner Mitte mehr Platz als das Plenum im Reichstagsgebäude. Die Veranstaltung soll demnach zudem nach den 3G-Plus-Regeln ablaufen: Alle Teilnehmenden - Geimpfte, Genesene und Ungeimpfte - müssen sich vor Beginn einem Corona-Test unterziehen. Die Bundesversammlung findet am 13. Februar statt.

Blick in den leeren Plenarsaal des Bundestags in Berlin. | AP

Blick in den leeren Plenarsaal des Bundestags in Berlin. Bild: AP

5.1.2022 • 18:45 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Israel auf Höchststand

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Israel einen Höchststand seit Beginn der Pandemie erreicht. Das israelische Gesundheitsministerium teilte mit, binnen 24 Stunden seien 12.554 neue Fälle registriert worden. Die bisher höchste Zahl hatte am 2. September letzten Jahres bei 11.345 gelegen.

Zum Vergleich: Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages fast 59.000 Corona-Neuinfektionen. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel.

5.1.2022 • 18:45 Uhr

Jeder Zwanzigste in Großbritannien mit Covid-19 infiziert

Mehr als jeder zwanzigste Mensch in Großbritannien ist in der letzten Woche des Jahres 2021 mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Laut veröffentlichten Zahlen der Nationalen Statistikbehörde ONS waren 3,7 Millionen Menschen im Vereinigten Königreich betroffen, während die Fallzahlen wegen der Omikron-Variante weiter stiegen. In der Woche davor waren 2,3 Millionen Infizierte gemeldet worden. 

Am höchsten war demnach die Zahl der Fälle in London, wo nach Angaben des ONS jeder zehnte Einwohner infiziert war. Die höchsten Raten seien nach wie vor bei Kindern im Schulalter und jungen Erwachsenen verzeichnet worden.

5.1.2022 • 18:11 Uhr

Türkei: Knapp 66.500 Infektionen in 24 Stunden

In der Türkei registrieren die Behörden mit 66.467 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden einen neuen Höchststand. Innerhalb einer Woche haben sich die täglichen Infektionen durch Ansteckungen mit der Omikron-Virusvariante verdoppelt. Gesundheitsminister Fahrettin Koca teilt auf Twitter mit, trotz der stark steigenden Infektionszahlen gebe es aber keinen besorgniserregenden Anstieg bei den Krankenhauseinweisungen.

5.1.2022 • 18:09 Uhr

Höchststand bei Neuinfektionen in den Niederlanden

In den Niederlanden hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchstwert seit Beginn der Pandemie erreicht. Das staatliche Institut für Öffentliche Gesundheit gab die Zahl der innerhalb eines Tages neu Infizierten mit 24.590 an. Der bisherige Rekord lag bei 23.713 neuen Fällen am 24. November 2021. Die Omikron-Variante ist demnach mittlerweile bei den Neuinfektionen dominant.

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Intensiv-Patienten ging unterdessen zurück. 13 Covid-Patienten seien in den vergangenen 24 Stunden auf die Intensivstationen verlegt worden, erklärten die Behörden. Das war die niedrigste Zahl seit Oktober. Die Zahl der Intensiv-Patienten wegen Corona lag demnach bei 449.

5.1.2022 • 18:04 Uhr

Tschechien verkürzt Quarantäne auf fünf Tage

Die tschechische Regierung hat die Verkürzung der Isolationszeit für positiv auf Corona getestete Personen auf fünf Tage beschlossen. Auch die Quarantänezeit für enge Kontaktpersonen von Infizierten soll verkürzt werden. Die Maßnahme wird am 11. Januar in Kraft treten, wie Gesundheitsminister Vlastimil Valek mitteilte. Das Ziel sei es, "den Zusammenbruch des Staates zu verhindern". Er rief die Bevölkerung erneut dazu auf, sich impfen zu lassen. Bisher beträgt die Quarantänezeit 14 Tage.

5.1.2022 • 17:54 Uhr

Italien und Kroatien melden ebenfalls Höchstwerte

Auch Italien und Kroatien geben neue Rekordstände bei Neuinfektionen bekannt. Das italienische Gesundheitsministerium meldet 189.109 und der kroatische Katastrophenschutz 8587 neue Fälle. Letzteres ist ein Anstieg von 47 Prozent zum Vortagswert.

5.1.2022 • 17:53 Uhr

US-Behörde: Anstieg bei Todesfällen langsamer als bei Neuinfektionen

Die Zahl der neuen Fälle in den USA ist der Seuchenbehörde CDC zufolge im Durchschnitt innerhalb von einer Woche um 98 Prozent gestiegen. Gleichzeitig hätten die Krankenhauseinweisungen im Wochenvergleich um 63 Prozent zugelegt, sagt CDC-Chefin Rochelle Walensky. Die durchschnittliche Zahl der Todesfälle sei um fünf Prozent gestiegen. Der US-Regierungsberater Anthony Fauci warnt trotz der Hinweise auf weniger schwere Verläufe bei Omikron davor, sich in Sicherheit zu wiegen.

5.1.2022 • 17:51 Uhr

Impfkritische Mutter in Spanien entführt ihre Kinder

Weil sie ihre beiden Kinder entführt hatte, um deren Corona-Impfung zu verhindern, ist eine Mutter in Spanien festgenommen worden. Nach Justizangaben war seit Mitte Dezember nach der 46-Jährigen gefahndet worden, nachdem ihr Ex-Mann die Polizei alarmiert hatte.

Am Mittwochmorgen habe sie sich schließlich in Begleitung ihrer beiden Kinder der Polizei gestellt. Den Angaben zufolge hatte der Vater die Behörden eingeschaltet, nachdem er seit Anfang November keinen Kontakt mehr zu seinen Kindern im Alter von zwölf und 14 Jahren hatte.

5.1.2022 • 17:49 Uhr

Gesundheitsminister der Länder für Änderung der Quarantäneregeln

Die Gesundheitsminister der Länder haben angesichts der Ausbreitung der neuen Corona-Variante Omikron Änderungen der Quarantäneregeln vorgeschlagen. Geimpfte Beschäftigte der kritischen Infrastruktur etwa in Kliniken und Pflegeheimen sollen demnach eine Isolation wegen einer Infektion "zum Zwecke der Arbeitsaufnahme" bereits nach fünf Tagen mit einem negativen PCR-Test beenden können. Über den Vorschlag informierte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne nach einer Videoschalte. Die SPD-Politikerin ist aktuell Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz.

Die Quarantänedauer für symptomfreie enge Kontaktpersonen von Infizierten soll laut dem Beschluss der Gesundheitsminister sieben Tage betragen. Geboosterte sollen als enge Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne geschickt werden. Ihnen werden regelmäßige Selbsttests empfohlen. Ungeimpfte sollen die Quarantäne nach sieben Tagen mit einem negativen PCR-Test beenden können, Beschäftigte der kritischen Infrastruktur sollen sie bereits nach fünf Tagen mit negativem PCR-Test beenden können. Über die Vorschläge soll in der Bund-Länder-Schalte von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und den Ministerpräsidenten beraten werden.

5.1.2022 • 17:24 Uhr

Frankreich lässt infizierte Pflegekräfte arbeiten

In Frankreich dürfen medizinische Fachkräfte trotz Corona-Infektion weiter Patienten behandeln, statt sich in Selbstisolation begeben zu müssen. Die neuen Vorgaben finden sich in einer Eilmitteilung des Gesundheitsministeriums, die schon am Sonntag an Krankenhäuser, Pflegeheime und Gesundheitsämter geschickt wurde.

Trotz positivem Testergebnis dürfen medizinische Fachkräfte, Pfleger von behinderten Menschen und anderen Risikogruppen weiterarbeiten, sofern sie vollständig geimpft sind und weder husten noch niesen. Nach Möglichkeit solle infiziertes Fachpersonal zudem keinen Kontakt zu ungeimpften Patienten oder jenen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei Covid-19 haben.

Durch die Maßnahme sollen Personalausfälle in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen abgefedert werden, die durch die aktuell beispiellose Infektionswelle im Land verursacht würden, wie es hieß. Es handele sich aber um eine vorübergehende Ausnahmeregelung, die wieder aufgehoben werde, wenn das System nicht mehr so stark beeinträchtigt sei.

5.1.2022 • 16:44 Uhr

Leiter des Corona-Krisenstabs betont Bedeutung des Impfens

Der Leiter des Corona-Krisenstabs der Bundesregierung, Generalmajor Carsten Breuer, hat einen eindringlichen Impfappell an die Bevölkerung gerichtet. Impfen sei eines der Bollwerke gegen die Omikron-Welle, sagte er am Mittwoch nach einem Treffen mit dem thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow . Das andere Bollwerk seien konsequente Kontaktbeschränkungen.

Ramelow machte auf die Nachfrage nach einem sogenannten Totimpfstoff im Freistaat aufmerksam. Die kürzliche Zulassung des Vakzins der Firma Novavax habe Begehrlichkeiten geweckt, die jetzt bedient werden müssten, sagte er. Breuer stellte erste Lieferungen des Novavax-Impfstoffes bis Ende Januar in Aussicht. "Je schneller, desto besser", sagte Ramelow.

5.1.2022 • 16:44 Uhr

Ex-Bremen-Trainer gibt Nutzung gefäschten Impfpasses zu

Bremens Ex-Trainer Markus Anfang hat die Nutzung eines gefälschten Impfpasses zugegeben. "Der Anwalt hat sich zu dem Vorwurf geäußert und den Tatvorwurf eingeräumt", sagte der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Frank Passade. Zuvor hatte die "Bild" darüber berichtet.

Anfang war Ende November wenige Stunden vor dem Heimspiel gegen den FC Schalke 04 als Trainer von Werder Bremen zurückgetreten. Zuvor waren die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen eines gefälschten Impfpasses gegen ihn bekannt geworden.

5.1.2022 • 15:35 Uhr

Tschechien verkürzt Quarantänezeiten

Tschechien verkürzt die Dauer der häuslichen Isolierung nach einem positiven Corona-Test von 14 Tagen auf fünf Tage. Angesichts der schnelleren Ausbreitung der Omikron-Variante müsse man Staat und Wirtschaft vor dem Kollaps bewahren, sagte Gesundheitsminister Vlastimil Valek. Die Quarantäne für Kontaktpersonen Infizierter wird auf fünf Tage begrenzt.

Die Regierung beschloss zudem eine Ausweitung der Corona-Massentests. Vom 17. Januar an müssen sich alle Mitarbeiter in Unternehmen und Staatsbedienstete verpflichtend zweimal die Woche einem Schnelltest unterziehen. Neu ist, dass sich auch Geimpfte und Geboosterte testen lassen müssen. In Tschechien liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 368 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.

5.1.2022 • 14:46 Uhr

Razzia in Österreich wegen gefälschter Impfpässe

Mit einer großangelegten Razzia ist die Polizei in Österreich gegen mutmaßliche Fälscher von Corona-Impfzertifikaten vorgegangen. Nach Angaben des Innenministeriums untersuchten landesweit etwa 100 Beamte insgesamt 24 Häuser und Wohnungen. Der Verdacht richtet sich gegen 22 Beschuldigte. Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche gefälschte Impfpässe sowie Mobiltelefone und Computer sichergestellt. Ermittelt wird wegen Urkundenfälschung.

"Der organisierte Handel und die Verwendung von gefälschten Impfzertifikaten sind kein Kavaliersdelikt, sondern eine kriminelle Handlung", sagte Innenminister Gerhard Karner. Bei den Verdächtigen handelt es sich dem Ministerium zufolge um keine homogene Gruppe. Es gebe keine gemeinsamen Merkmale "außer der Ablehnung von Schutznormen für die Allgemeinheit".

5.1.2022 • 14:40 Uhr

Infektionen in Xi'an gehen zurück

Die Zahl von Corona-Neuinfektionen in der chinesischen Millionenstadt Xi'an ist nach Behördenangaben deutlich zurückgegangen. Die Nationale Gesundheitskommission meldete am Mittwoch 35 neue Fälle nach 95 am Vortag. Das Ziel, lokale Übertragungen des Virus zu stoppen, sei damit im Grunde erreicht, hieß es, da alle neuen Fälle Personen beträfen, die sich bereits in Quarantäne befanden.

Die für ihre Armee von Terrakotta-Kriegern bekannte Stadt mit 13 Millionen Einwohnern befindet sich zwei Wochen in einem rigorosen Lockdown. Seit einem Anstieg auf täglich mehr als 100 Neuinfektionen ging deren Zahl wieder stetig zurück. Insgesamt hat Xi'an in Verbindung mit dem Ausbruch mehr als 1600 Infektionsfälle, aber keine Todesfälle gemeldet. Wann der Lockdown wieder aufgehoben wird, ist offen.

5.1.2022 • 14:03 Uhr

Acht Mitglieder von "Gorch Fock"-Besatzung infiziert

Corona-Infektionen bei der Stammbesatzung verzögern den Beginn der ersten Ausbildungsfahrt des Segelschulschiffs "Gorch Fock" nach jahrelanger Restaurierungspause. Bei acht Besatzungsmitgliedern habe es ein positives Testergebnis gegeben, sagte ein Sprecher der Marine. Die Betroffenen hätten entweder keine oder nur leichte Symptome und seien an Bord isoliert. Die gesamte Besatzung ist geimpft.

Die Bark liegt derzeit im Hafen von Santa Cruz auf der Kanaren-Insel Teneriffa. Die Anreise der Offiziersanwärter für die vorgesehene Ausbildungsfahrt wurde verschoben. "Wir warten noch auf die Ergebnisse weiterer Tests", zitierte die Zeitung "Kieler Nachrichten" einen Marinesprecher. Erst wenn alle Soldaten an Bord negativ getestet sind, solle die Einschiffung der Offiziersanwärter beginnen.

Die "Gorch Fock" auf der Ostsee. | dpa

Die "Gorch Fock" auf der Ostsee - nach langer Restaurierungspause verzögert sich nun der Beginn der ersten Ausbildungsfahrt. Bild: dpa

5.1.2022 • 13:57 Uhr

Ministeriumssprecher: Omikron wohl bald dominierend

Die Omikron-Variante dürfte nach Einschätzung der Bundesregierung in wenigen Tagen zur dominierenden Variante in Deutschland werden. "Zurzeit gehen wir von einem Omikron-Anteil von 25 Prozent deutschlandweit aus", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. In einigen Bundesländern insbesondere im Norden Deutschlands sei Omikron bereits dominierend. "Insofern müssen wir eigentlich davon ausgehen, dass in kurzer Zeit, in wenigen Tagen Omikron auch bundesweit die dominierende Variante sein wird."

5.1.2022 • 13:55 Uhr

Scholz betont globale Verantwortung

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die globale Verantwortung in der Corona-Pandemie betont. "Wir wissen, das ist eine weltweite Pandemie", sagte er beim traditionellen Empfang von Sternsingern im Kanzleramt. "Das muss uns daran erinnern, dass wir füreinander in der ganzen Welt verantwortlich sind." Die Sternsingeraktion 2022 steht unter dem Motto "Gesund werden - gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit."

5.1.2022 • 13:49 Uhr

Bundesregierung bereitet neue Maßnahmen vor

Die Bundesregierung arbeitet für das Bund-Länder-Spitzentreffen am Freitag an neuen Corona-Schutzmaßnahmen. Der Vorsitzende des Corona-Expertenrats, Heyo Kroemer, habe im Bundeskabinett über die aktuelle Pandemielage informiert, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit. "Es gibt einen breiten Konsens über das, was jetzt zu tun ist."

Details der geplanten neuen Maßnahmen wollte der Regierungssprecher mit Verweis auf die Bund-Länder-Beratungen nicht nennen. Am Mittwoch stünden dazu zudem noch Beratungen der Staatskanzler-Chefs und der Gesundheitsminister von Bund und Ländern an.  Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte bereits schärfere Kontaktbeschränkungen gefordert, um insbesondere die Ausbreitung der Omikron-Variante zu verlangsamen. 

5.1.2022 • 13:42 Uhr

Forscher: Test nicht für alle Kitakinder nötig

Um Corona-Ausbrüche in Kitas rechtzeitig zu erkennen, muss nur mindestens die Hälfte der Kinder getestet werden. So lautet ein Ergebnis der sogenannten Würzburger Kita-Cov-Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Jama veröffentlicht sind. Es müsse nicht unbedingt auch noch das letzte Kind getestet werden, erklärten Studienleiter Oliver Kurzai in der tagesschau. Allerdings sei aufgrund der Omikron-Variante eine höhere Teilnahme als ursprünglich angenommen notwendig. Die nötige Frequenz müsse man noch ermitteln.

Das interdisziplinäre Studienteam hatte zwischen Oktober 2020 und März 2021 in Würzburger Kindertagesstätten untersucht, welche Testmethode Kinder, Eltern und Kita-Personal am besten akzeptieren. Anhand der Ergebnisse haben die Forscher nun parallel zur wissenschaftlichen Veröffentlichung ein zwölfseitiges Handbuch für Kindergärten und Eltern erstellt.

5.1.2022 • 13:40 Uhr

Positiver Test: Labour-Chef fehlt bei Corona-Debatte

Der Chef der größten britischen Oppositionspartei Labour, Keir Starmer, verpasst wegen eines positiven Corona-Tests eine Parlamentsdebatte über die Pandemie-Politik der Regierung. Das teilte ein Laboursprecher or der Sitzung des Unterhauses mit, in der Premierminister Boris Johnson Rede und Antwort zu seiner Strategie gegen die im Vereinigten Königreich rasant um sich greifende Omikron-Variante des Virus stehen wollte.

5.1.2022 • 13:39 Uhr

Eberl: Bayern möchten nach Corona-Fällen Spiel verlegen

Der FC Bayern München drängt nach Aussage von Gladbachs Sportdirektor Max Eberl wegen der zahlreichen Corona-Fälle in seinem Profi-Kader auf eine Verlegung des am Freitag angesetzten Rückrunden-Eröffnungsspiels der Fußball-Bundesliga. "Es ist so, dass Bayern gerne absetzen würde", sagte Eberl bei einer Pressekonferenz. Er habe mit der Liga gesprochen und auch mit Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic. "Das ist nicht unsere Thematik", bemerkte er zur Entscheidung der Deutschen Fußball Liga.

Die Bayern haben aktuell acht positiv getestete Profis. Dazu sind Angreifer Eric Maxim Choupo-Moting und Verteidiger Bouna Sarr für den Afrika-Cup abgestellt. Laut DFL-Spielordnung müssen mindestens 15 spielberechtigte Lizenzspieler und/oder in der Lizenzmannschaft spielberechtigte Amateure oder Vertragsspieler zur Verfügung stehen.

5.1.2022 • 12:57 Uhr

Zahl der Omikron-Fälle steigt weiter deutlich

Die Zahl der Omikron-Fälle in Deutschland steigt weiter deutlich. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte, erhöhte sich die Gesamtzahl der erfassten Fälle binnen eines Tages um 20 Prozent auf 42.556. Damit gab es 7027 Fälle mehr als am Dienstag. Erfasst wurden den Angaben zufolge auch Nachmeldungen aus den vergangenen Wochen.

Von der Gesamtzahl der mit Omikron Infizierten mussten laut RKI seit Mitte November 451 Menschen im Krankenhaus behandelt werden. Das Institut registrierte bislang zwölf Todesfälle im Zusammenhang mit der Variante. Aufgenommen werden in der RKI-Statistik Omikron-Fälle, bei denen ein Nachweis mittels Genomsequenzierung oder ein Verdacht durch einen variantenspezifischen PCR-Labortest vorliegt.

5.1.2022 • 12:54 Uhr

Argentinien meldet Höchstwert

Argentinien hat mehr als 80.000 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages registriert - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden 81.210 neue Fälle in 24 Stunden gemeldet. Am Vortag waren rund 44.400 Fälle registriert worden. Die bisherige Rekordmarke hatte am 30. Dezember bei 50.506 gelegen. Anfang Dezember hatte Argentinien seinen ersten Fall mit der Omikron-Variante gemeldet.

5.1.2022 • 12:53 Uhr

Polens Präsident Duda positiv getestet

Der polnische Präsident Andrzej Duda ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das schrieb sein Bürochef auf Twitter. Duda habe sich in Isolation begeben. Es gehe ihm gut, er habe keine schwerwiegenden Symptome und stehe unter medizinischer Beobachtung. Duda hatte sich bereits im Oktober 2020 infiziert, er ist den Angaben zufolge geimpft und hat inzwischen auch eine Auffrischungsimpfung erhalten. Er sei wegen Corona-Fällen in seinem beruflichen Umfeld getestet worden.

Andrzej Duda | EPA

Polens Präsident Duda hat sich bereits zum zweiten Mal infiziert. Bild: EPA

5.1.2022 • 12:40 Uhr

VdK fordert bessere Impfberatung für chronisch Kranke

Der Sozialverband VdK hat vor den Bund-Länder-Beratungen am Freitag eine bessere Impfberatung für chronisch Kranke gefordert. "Beim VdK melden sich immer noch Menschen mit mehreren chronischen Erkrankungen, deren behandelnde Ärzte ihnen vom Impfen abraten", sagte Verbandspräsidentin Verena Bentele dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Sie bekämen aber keine ärztliche Bescheinigung darüber, dass sie nicht geimpft werden könnten, wenn ihre Erkrankung nicht auf der Liste des RKI stehe. 

"Diese Menschen mit Impfgegnern in einen Topf zu werfen, ist falsch", betonte Bentele. Nötig sei eine "spezielle Fachberatung für Menschen mit mehreren chronischen Erkrankungen, ob und mit welchem Impfstoff sie geimpft werden können". Dieser Impfstoff müsse auch verfügbar sein und die Fachberatung müsse vor Ort persönlich erfolgen. "Eine Website des RKI reicht nicht für eine so schwierige, individuelle Entscheidung", so Bentele.

5.1.2022 • 12:33 Uhr

Ministerin: Omikron wird dominant in Brandenburg

Auch in Brandenburg wird Omikron nach Einschätzung der Landesregierung in diesen Tagen die vorherrschende Variante. Unter den untersuchten Proben sei in der 52. Kalenderwoche (bis Sonntag) "schon ein Überwiegen von Omikron zu verzeichnen", sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) im Fachausschuss des Landtages. Die Virusvariante Omikron ist in einigen Bundesländern wie Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg nach Angaben der zuständigen Landesbehörden bereits vorherrschend.

5.1.2022 • 12:31 Uhr

Israel schränkt PCR-Testpflicht wegen Überlastung ein

Wegen massiver Überlastung von PCR-Teststationen hat die israelische Regierung die Vorgaben für Corona-Tests gelockert. Ab Freitag müssen nur noch Risikogruppen und Menschen ab 60 Jahren nach dem Kontakt mit einem Infizierten einen PCR-Test machen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Für alle anderen reiche ein Antigen-Schnelltest.

5.1.2022 • 11:50 Uhr

Studienleiterin: Zweite Boosterimpfung reicht nicht aus

Die Leiterin einer israelischen Studie zur Wirksamkeit einer vierten Corona-Impfung sieht einen beobachteten fünffachen Anstieg der Antikörper als "gut, aber nicht ausreichend" an. "Wir sehen einen bestimmten Anstieg der Antikörper, aber der Anstieg ist nicht sehr beeindruckend", sagte Professor Gili Regev der israelischen Nachrichtenseite "ynet".

Man sei kurz nach der vierten Impfung wieder auf demselben Antikörper-Stand wie kurz nach der dritten, sagte Regev. Sie habe sich von einer zweiten Booster-Impfung mehr erhofft. Es könne nicht das Ziel sein, sich etwa alle vier Monate erneut gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Sie sei zwar froh, dass man gefährdeten Bevölkerungsgruppen wie Immungeschwächten und über 60-Jährigen in Israel bereits die vierte Dosis gebe, sagte Regev. "Aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob man sie nun allen geben sollte. Wir brauchen noch mehr Informationen."

5.1.2022 • 11:46 Uhr

Australiens Premier gegen Impfausnahme für Djokovic

Mit klaren Worten hat der australische Premierminister Scott Morrison ausreichende Belege für die Ausnahmegenehmigung des Tennis-Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic gefordert. "Er muss das tun, denn wenn er nicht geimpft ist, muss er einen akzeptablen Nachweis erbringen, dass er aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden kann, um Zugang zu den gleichen Reiseregeln wie vollständig geimpfte Reisende zu erhalten", sagte er. Sonst werde Djokovic "im ersten Flieger nach Hause" sitzen.

Der Tennisstar ist unterwegs nach Melbourne, nachdem er am Dienstag angekündigt hatte, mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung zu den Australian Open zu reisen. Damit beendete der Serbe knapp zwei Wochen vor dem Auftakt des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison monatelange Spekulationen um seine Teilnahme. Der neunmalige Melbourne-Sieger hatte seinen Impfstatus bislang stets offen gelassen.

5.1.2022 • 11:11 Uhr

Bayerns Innenminister: Hart gegen "Corona-Spaziergänge" vorgehen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat Städte und Landkreise zu einem konsequenten Vorgehen gegenüber Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Form von unangemeldeten Versammlungen und sogenannten Spaziergängen aufgefordert. "Inzwischen herrscht Klarheit, dass Behörden und Polizei sich durch spitzfindige Leute, die eine Demonstration kurzerhand als 'Spaziergang' deklarieren, nicht auf der Nase herumtanzen lassen müssen", sagte der neue Vorsitzende der Innenministerkonferenz der "Augsburger Allgemeinen".

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) zeigte sich besorgt angesichts der wachsenden Zahl sogenannter Spaziergänge. "Eine Demonstration ist kein Spaziergang", betonte Herrmann. Kommunen müssten es "nicht dulden, wenn sogenannte Querdenker mit 'Spaziergängen' anstelle angezeigter Versammlungen versuchen, sich dem Versammlungsrecht zu entziehen." Wenn die Kommunen aus Erfahrung wüssten, dass bestimmte Veranstalter gegen geltendes Recht verstoßen, könne auch eine nicht angezeigte Versammlung verboten werden. Dies sei aber nicht grundlos möglich. 

5.1.2022 • 10:45 Uhr

Mehr als 40 Prozent der Deutschen geboostert

In Deutschland haben inzwischen mehr als 40 Prozent der Gesamtbevölkerung eine Boosterimpfung erhalten. Bei den Erwachsenen liegt die Quote bei 47,6 Prozent. Allein am Dienstag wurde demnach rund 480.000 Mal geboostert. Diese dritte Dosis gilt inzwischen als wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron. Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben inzwischen 71,4 Prozent der Gesamtbevölkerung (59,4 Millionen Menschen). Mindestens eine Impfdosis haben 74,3 Prozent der Bevölkerung oder 61,8 Millionen Menschen bekommen.

Die Bundesregierung strebt eine Marke von 80 Prozent bis Ende Januar an, nachdem als Zielmarke zunächst der 7. Januar genannt worden war. Allgemein nehmen die Corona-Impfungen nach dem ruhigeren Jahreswechsel an Fahrt auf. Am Dienstag wurden mindestens 610.730 Dosen in Deutschland verabreicht. Am Vortag lag die Zahl bei 433.960, am Neujahrstag bei 27.400. Insgesamt wurden mittlerweile fast 151 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht.

5.1.2022 • 10:26 Uhr

Dutzende Corona-Fälle in italienischer Serie A

Vor dem Rückrundenstart in der italienischen Fußball-Liga Serie A am Donnerstag haben zahlreiche Teams mit coronabedingten Ausfällen in ihren Reihen zu kämpfen. Verschiedene Medienberichte ermittelten etwa 80 bis 90 Spieler, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Tabellenschlusslicht US Salernitana 1919 teilte am Dienstagabend mit, die Liga um eine Verschiebung des Heimspiels gegen Mitaufsteiger FC Venedig gebeten zu haben. Die Gesundheitsbehörde in Salerno habe nach fünf positiven Fällen im Team den Betroffenen und ihren Kontaktpersonen eine Quarantäne verordnet, begründete der Verein um Ex-Bayernstar Franck Ribéry seine Bitte.

Laut Medienberichten könnten die Partien von den Gesundheitsbehörden unterbunden werden. Im Reglement der Serie A ist demnach allerdings keine Verschiebung wegen einer begrenzten Anzahl an verfügbaren Spielern vorgesehen. Der Spieltag soll daher wie geplant ausgetragen werden.

5.1.2022 • 10:15 Uhr

Hongkong verschärft Corona-Maßnahmen

Hongkong verschärft angesichts einer drohenden fünften Corona-Welle die Schutzmaßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Die chinesische Sonderverwaltungszone verhängt ein zweiwöchiges Landeverbot für Flüge aus Australien, Kanada, Frankreich, Indien, Pakistan, den Philippinen, Großbritannien und den USA. Auch Umsteigeverbindungen seien von dem Verbot betroffen, das vom 8. bis zum 21. Januar gelte, teilte Regierungschefin Carrie Lam mit.

Zudem seien ab Freitag Restaurantbesuche nach 18.00 Uhr verboten. Einrichtungen wie Schwimmbäder, Sportzentren, Bars und Clubs und Museen müssten dann für mindestens zwei Wochen schließen.

5.1.2022 • 09:53 Uhr

Lauterbach: Pflegebonus nur für begrenzten Kreis von Pflegenden

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will den geplanten Pflegebonus nur an einen eng begrenzten Kreis von Pflegekräften zahlen. "Der Pflegebonus sollte vor allem Pflegekräften bezahlt werden, die in der Corona-Pandemie besonders belastet waren", sagte Lauterbach dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Dann kann der Bonus auch in nennenswerter Höhe angesetzt werden. Nur so kann die besondere Leistung von Pflegekräften wirklich gewürdigt werden", so der SPD-Politiker.

Die Ampel-Parteien hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass es einen Coronabonus für Pflegekräfte geben soll. Dafür will die Ampelregierung eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen.

5.1.2022 • 09:47 Uhr

England: Kliniken sagen Operationen ab

Hohe Infektionszahlen in der Omikron-Welle der Corona-Pandemie führen in Großbritannien immer mehr zu Personalmangel und Versorgungsengpässen in Krankenhäusern und anderen Bereichen. Wie die Verwaltung des Großraums Manchester am Mittwoch ankündigte, sollen nicht dringende Operationen in den Krankenhäusern der Region vorerst aufgeschoben werden. Nicht betroffen seien Krebs-, Herz- und Gefäßerkrankungen sowie Transplantationen, hieß es in der Mitteilung.

Hauptgrund für die Entscheidung sei vor allem das "hohe und steigende" Niveau des Personalmangels. Demnach sind etwa 15 Prozent der Mitarbeiter in den Krankenhäusern der Region derzeit an Covid-19 erkrankt oder in Quarantäne. Auch in anderen Teilen des Landes lösten Krankenhausträger in den vergangenen Tagen den Katastrophenfall aus.

Berichten zufolge wollte die Regierung in London noch am Mittwoch eine Änderung der Testregeln ankündigen. Demnach soll kein PCR-Test zur Bestätigung einer Infektion nach einem positiven Antigen-Test mehr notwendig sein, um eine verpflichtende Isolation auszulösen. Das soll die Isolationszeit verkürzen und die hohe Nachfrage nach PCR-Tests verringern.

5.1.2022 • 09:40 Uhr

Impftempo legt wieder etwas zu

Die Impfkampagne in Deutschland nimmt im neuen Jahr wieder etwas an Fahrt auf. Am Dienstag ließen sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts 610.730 Personen impfen. Davon waren 478.811 Auffrischungsimpfungen. 47.594 Personen ließen sich erstmals impfen.

Die Zahl liegt aber noch weit unter der Marke, die nötig ist, um die von der Regierung angepeilten 30 Millionen Corona-Impfungen im Januar zu erreichen.

5.1.2022 • 09:33 Uhr

Bremen: Präsenzunterricht hat höchste Priorität

Bei coronabedingten Einschränkungen müssen nach Worten von Bremens Kinder- und Bildungssenatorin Sascha Karolin Aulepp die Interessen von Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund gestellt werden. Dies sei überfällig. Seit fast zwei Jahren hätten Kinder und Jugendliche erhebliche Opfer bringen müssen und Solidarität gezeigt. "Die Folgen sind drastisch - auch gesundheitlich", sagte Aulepp der Nachrichtenagentur dpa. Jede Einschränkung des Präsenzunterrichts sei das Einverständnis mit sozialer Isolation von Kindern und Jugendlichen, deshalb habe der Präsenzunterricht höchste Priorität.

"Alle auf Kinder und Jugendliche bezogenen Einschränkungen, die derzeit diskutiert und umgesetzt werden, helfen nicht den Kindern, sondern schaden ihnen", warnte Aulepp. Die Einschränkungen sollten vielmehr die Gesundheit der Erwachsenen schützen, die Wirtschaft abschirmen und die Arbeitsfähigkeit ihrer Eltern erhalten.

5.1.2022 • 09:20 Uhr

Hongkong: Tausende Kreuzfahrtpassagiere unter Quarantäne gestellt

In Hongkong sind Tausende Passagiere an Bord eines Kreuzfahrtschiffes in Quarantäne geschickt worden. Die Behörden ordneten die vorzeitige Rückkehr der "Spectrum of the Seas" nach Hongkong an, nachdem neun Passagiere als Kontaktpersonen eines mit der Omikron-Variante des Coronavirus infizierten Patienten identifiziert worden waren.

Das Schiff kam am Mittwochmorgen in Hongkong an, die Menschen wurden getestet und durften es nicht verlassen. Die Reederei Royal Caribbean erklärte, die neun Passagiere seien sofort isoliert worden. Tests hätten keine Corona-Infektionen bei ihnen angezeigt. Eine für Donnerstag geplante weitere Kreuzfahrt des Schiffes sei abgesagt worden.

5.1.2022 • 09:12 Uhr

Israel: Zahl der Corona-Neuinfektionen auf Höchststand

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Israel einen Höchststand seit Beginn der Pandemie erreicht. Das israelische Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch mit, binnen 24 Stunden seien 11.978 neue Fälle registriert worden. Die bisher höchste Zahl hatte am 2. September 2021 bei 11.345 gelegen.

Angesichts der Ansteckungswelle mit der Omikron-Variante des Coronavirus werden in Israel seit dieser Woche vierte Impfungen an über 60-Jährige und medizinisches Personal verabreicht.

5.1.2022 • 08:59 Uhr

Studie: Organschäden schon bei mildem Verlauf

Eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zeigt: Auch ungeimpfte Corona-Infizierte, die keine, milde oder mäßige Symptome hatten, tragen vermehrt Organschäden davon. Unter anderem können die Funktionen von Herz, Lunge und Nieren beeinträchtigt sein. Das berichten das "Hamburger Abendblatt" und die "Welt".

Die Hamburger Forscher untersuchten von Mitte 2020 an insgesamt 443 ungeimpfte Menschen im Alter zwischen 45 und 74 Jahren nach einer SARS-CoV-2-Infektion mit nur leichteren Symptomen. Die Ergebnisse verglichen sie anschließend mit den Daten aus Untersuchungen der Hamburger Langzeitstudie HCHS, die vor der Pandemie durchgeführt worden waren.

Obwohl sich die Daten auf die ersten beiden Pandemiewellen beziehen, könnten die Ergebnisse nach Einschätzung der Forschenden auch bedeutsam sein für die Omikron-Welle.

5.1.2022 • 08:10 Uhr

Schulen in Hamburg nach Ferien mit strengen Regeln gestartet

In Hamburg hat die Schule nach den Weihnachtsferien mit strengen Infektionsschutz-Maßnahmen wieder begonnen. Trotz schnell steigender Corona-Zahlen gibt es für die gut 200.000 Schülerinnen und Schüler in der Hansestadt Präsenzunterricht.

Zu den Schutzmaßnahmen gehören nach Angaben der Schulbehörde in den ersten beiden Schulwochen nach Ferienende drei Tests pro Woche, danach wöchentlich zwei Tests. Darüber hinaus dürfen Beschäftigte Schulen nur betreten, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind. Außerdem gelte weiterhin in allen Schulgebäuden eine Maskenpflicht.

5.1.2022 • 08:00 Uhr

Corona-Zahlen in Australien nehmen dramatisch zu

Die Corona-Lage in Australien spitzt sich dramatisch zu: Die Behörden in dem Land mit 25 Millionen Einwohnern meldeten am Mittwoch mehr als 64.700 Neuinfektionen, fast 17.000 mehr als am Dienstag. Seit Tagen verzeichnen die Behörden vor allem wegen der Ausbreitung der ansteckenden Omikron-Variante immer neue Rekordwerte.

Zum Vergleich: Ende November lagen die Zahlen noch bei 1000 bis 1500 Neuinfektionen täglich. Besonders betroffen sind die bevölkerungsreichsten Bundesstaaten New South Wales mit der Großstadt Sydney und Victoria mit der Metropole Melbourne. Allein in New South Wales wurden am Mittwoch rund 35.000 neue Fälle gemeldet, nach 23.000 am Dienstag. Fast 1500 Menschen liegen in der Region an der Ostküste mittlerweile in Verbindung mit Covid-19 im Krankenhaus - sehr zur Sorge der Gesundheitsbehörden.

5.1.2022 • 07:59 Uhr

Welthandel bislang unbeeindruckt von Omikron-Welle

Der Welthandel leidet einer Studie zufolge bisher nicht unter der in vielen Ländern grassierenden Omikron-Welle. Das vom Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) ermittelte Barometer für den globalen Warenaustausch signalisiert für Dezember einen leichten Anstieg von 0,8 Prozent, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung hervorgeht. "Ein kräftiger Aufholprozess ist nicht sichtbar", hieß es zugleich. "Noch immer können große Mengen an Waren in den Seehäfen nur verzögert umgeschlagen werden."

Für Deutschland signalisiert der Indikator für Dezember mit minus 2,5 Prozent eine negative Exportentwicklung, während die Importe mit 1,6 Prozent im Wachstumsbereich bleiben. Für die EU insgesamt sind die Vorzeichen umgekehrt: Die Exporte dürften zulegen, die Importe schrumpfen.

Nach negativen Vorzeichen für Chinas Handel in den Vormonaten zeigt das Barometer nun eine Seitwärtsbewegung an. In den USA zeichnet sich eine positive Entwicklung an den dortigen Häfen ab. Da jedoch weiterhin etwa elf Prozent der verschifften Güter in gestauten Schiffen gefangen seien, dürften sich die Staus nur auf andere Häfen und Gebiete verlagern.

5.1.2022 • 07:11 Uhr

WHO warnt vor noch gefährlicheren Varianten durch Omikron

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der weltweit grassierenden Omikron-Variante des Coronavirus vor der Entstehung noch gefährlicherer Virusvarianten gewarnt. Je stärker sich Omikron ausbreite und vermehre, "desto wahrscheinlicher ist es, dass es eine neue Variante hervorbringt", sagte die WHO-Notfallexpertin Catherine Smallwood in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. 

"Wir befinden uns in einer sehr gefährlichen Phase", betonte Smallwood. "Wir beobachten sehr stark steigende Infektionsraten in Westeuropa, deren Auswirkungen noch nicht ganz klar sind." Zwar sei das Risiko, bei einer Infektion mit Omikron ins Krankenhaus zu müssen, "individuell betrachtet" wahrscheinlich geringer als bei der bisher dominanten Delta-Variante, sagte Smallwood. Allerdings gehe von Omikron wegen seiner starken Ausbreitung insgesamt womöglich eine größere Gefahr aus. 

5.1.2022 • 06:15 Uhr

Rio: Straßenkarneval wegen Pandemie erneut abgesagt

Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro hat wegen der Corona-Pandemie zum zweiten Mal in Folge den weltberühmten Straßenkarneval abgesagt. Bürgermeister Eduardo Paes gab die Entscheidung nach einem Treffen mit Vertretern von Karnevalsgruppen in einer Übertragung in sozialen Medien bekannt. Zur Begründung hieß es, Einlasskontrollen und die Einhaltung anderer Corona-Maßnahmen beim Straßenkarneval, für den sich in Rio Hunderte Gruppen angemeldet hatten, seien praktisch unmöglich.

Tänzer der Sambaschule Beija-Flor (Archivbild) | REUTERS

Der Straßenkarneval in Rio ist zum zweiten Mal in Folge abgesagt worden. Bild: REUTERS

5.1.2022 • 05:50 Uhr

Bundesbildungsministerin ruft zum Verzicht auf Schulschließungen auf

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hat vor der heutigen Kultusministerkonferenz an die Bildungsminister der Länder appelliert, trotz der Befürchtungen vor explodierenden Infektionszahlen durch die deutlich ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus weiterhin auf Schulschließungen zu verzichten. "Ich hoffe sehr, dass sich die Kultusministerkonferenz dafür aussprechen wird, die Schulen auch mit Omikron offen zu halten", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Stark-Watzinger versprach: "Wir unterstützen als Bund mit allem, was notwendig ist, um das zu ermöglichen." Die Schulen seien durch Testen, Maskentragen und Hygienemaßnahmen "weitgehend sichere" Orte. Sie wirkten "stabilisierend und sind bisher keine Pandemietreiber", sagte Stark-Watzinger der NOZ.

5.1.2022 • 05:19 Uhr

Lindner: Omikron-Welle erfordert keinen Lockdown

Trotz der wachsenden Omikron-Welle soll es nach den Worten von Bundesfinanzminister Christian Lindner keinen neuen Corona-Lockdown in Deutschland geben. "Wir wollen auch künftig flächendeckende und pauschale Schließungen vermeiden", sagte der FDP-Vorsitzende den Tageszeitungen "Stuttgarter Zeitung", "Stuttgarter Nachrichten" und den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Die Virusvariante Omikron sei zwar eine Herausforderung. "Unser Ziel bleibt dennoch, das gesellschaftliche Leben soweit es geht zu erhalten und soziale Schäden soweit es geht zu vermeiden." Stattdessen solle das Gesundheitssystem in die Lage versetzt werden, bei künftigen Wellen die gesamte Bevölkerung binnen eines Monats impfen zu können.

5.1.2022 • 04:15 Uhr

RKI meldet 58.912 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 258,6

Das Robert-Koch-Institut meldet binnen 24 Stunden 58.912 Corona-Neuinfektionen. Das sind 18.869 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche, als 40.043 Positiv-Tests gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 258,6 von 239,9 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 346 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 112.925. Insgesamt wurden in Deutschland bislang mehr als 7,29 Millionen Corona-Infektionen registriert.

5.1.2022 • 04:15 Uhr

Macron will Ungeimpfte "bis zum bitteren Ende nerven"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich entschlossen im Kampf gegen Corona-Impfverweigerer gezeigt. Er werde Ungeimpfte "bis zum bitteren Ende nerven", indem er ihnen soweit wie möglich den "Zugang zu den Aktivitäten des sozialen Lebens" einschränken werde, sagte der Staatschef in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Le Parisien". "Ich habe große Lust, die Ungeimpften zu ärgern", fügte Macron hinzu. Deshalb werde seine Regierung dies auch weiterhin tun, "bis zum bitteren Ende". 

"Ich werde sie nicht ins Gefängnis stecken, ich werde sie nicht zwangsimpfen", sagte Macron über seine Strategie zum Umgang mit Impfverweigerern. Stattdessen müsse die Botschaft der Regierung an die Ungeimpften lauten: "Ab dem 15. Januar könnt ihr nicht mehr ins Restaurant gehen, ihr könnt keinen Rotwein mehr trinken, ihr könnt nicht mehr Kaffee trinken gehen, ihr könnt nicht mehr ins Theater gehen, ihr könnt nicht mehr ins Kino gehen..." Diese Äußerungen sorgten in der Nationalversammlung für Aufruhr. Der Sitzungspräsident musste wegen der Aufregung unter den Abgeordneten in der Nacht eine Debatte über die Verschärfung der Regeln für den sogenannten Gesundheitspass unterbrechen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Januar 2022 u.a. um 09:00 Uhr und 12:00 Uhr.